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Autor: Günther Glatzel / 28. März 2009, 18:07 Uhr

Neue Besatzung am Ziel

Die neue, neunzehnte Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ist am Ziel eingetroffen. Das Raumschiff Sojus-TMA 14 hat gegen 14:05 Uhr MEZ am Heck-Kopplungsstutzen festgemacht.

Quelle: NASA-TV, Roskosmos
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NASA-TV

Das Raumschiff Sojus-TMA 14 von der Internationalen Raumstation aus gesehen. Im Vordergrund eine angedockte Progress. (Bild: NASA-TV)
Roskosmos via NASA-TV

Das Heck der ISS im Visier der Kamera. (Bild: Roskosmos via NASA-TV)
NASA-TV

Erstkontakt der "Neuen" aus der Raumstation. Hintere Reihe in kräftigem Blau: Lontschakow, Fincke und Wakata, davor in zyan: Padalka, Barratt und Simonyi (jeweils v.l.n.r.) (Bild: NASA-TV)
In der letzten Phase der Annäherung übernahm auf Anweisung der Bodenstation der erfahrene Kommandant Gennadi Padalka die Steuerung des Raumschiffes. Zuvor hatte die Automatik mehrfaches, kurzzeitiges Versagen eines Steuertriebwerks festgestellt und wollte daraufhin das Rendezvous abbrechen und das Raumschiff in eine Sicherheitsdistanz bringen. Padalka erklärte aber während des Fluges mit Handsteuerung, das Raumschiff fliege sich "wie in der Simulation". Seiner Meinung nach wären alle Triebwerke funktionstüchtig.

Wie bei allen bemannten Raumschiffen könnte der Ausfall eines oder sogar mehrerer Steuertriebwerke kompensiert werden. Dies wäre zwar mit höherem Treibstoffverbrauch verbunden, würde aber keine Gefahr darstellen. In diesem Falle verlief aber alles normal und so wurde die Kopplung bereits 10 Minuten früher als geplant vollzogen.

Gennadi Padalka und Michael Barratt bilden gemeinsam mit Koichi Wakata, der bereits vor 10 Tagen mit der Discovery auf der Station eintraf, die ISS-Expedition 19. Deren Mission soll bis zum 11. Oktober andauern. Zwischenzeitlich wird der Japaner Wakata von seinem US-Kollegen Timothy Kopra abgelöst, der voraussichtlich im Juni mit dem nächsten Shuttle eintrifft. Der Privatier Charles Simonyi hingegen hat nur ein "Touristenvisum" und wird die ISS mit der alten Stammbesatzung am 7. April wieder verlassen. Der gebürtige Ungar, der mit der Entwicklung von Software in den USA reich geworden ist, absolviert bereits seinen zweiten Raumflug und hat ein eigenes Forschungsprogramm für seinen gut einwöchigen Aufenthalt auf der Station. Außerdem will er die Besatzung so weit es geht unterstützen.

Mittlerweile wurden die Luken zwischen Raumschiff und Station geöffnet, die Willkommenszeremonie und eine Sicherheitseinweisung absolviert und ein erster Bildkontakt mit der Erde aufgenommen. Die Angehörigen der Raumfahrer konnten sich davon überzeugen, dass die erste Phase der Mission erfogreich bewältigt wurde. Nun beginnt der Alltag mit Übergabemodalitäten, verschiedenen Kurzzeitexperimenten, deren Ergebnisse gleich mit auf die Erde gebracht werden sollen und den Vorbereitungen von Michael Fincke und Juri Lontschakow auf die Rückkehr nach Hause nach 157 Tagen.

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