Russland: Sojus-Start mit GloNaSS-M 756
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Autor: Günther Glatzel / 28. Mai 2013, 22:41 Uhr

Sojus-TMA 09M gestartet

Soeben ist der zweite Teil der ISS-Expedition 36 zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. Das Raumschiff soll in wenigen Stunden am Forschungsmodul Rasswjet ankoppeln.

Quelle: Roskosmos, NASA
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Roskosmos-TV

Sojus-Trägerrakete beim Start
(Bild: Roskosmos-TV)
Der Start vom Kosmodrom Baikonur aus erfolgte gegen 22.31 Uhr MESZ. Neun Minuten später waren alle Teile der Sojus-Trägerrakete ausgebrannt und abgeworfen, das Raumschiff befand sich im Orbit. An Bord befinden sich Fjodor Jurtschichin (Russland, 4. Raumflug, bisher 371 Tage im All), Karen Nyberg (USA, 2. Raumflug, 14 Tage) und Luca Parmitano (ESA/Italien, 1. Raumflug).

Erneut wird der schnelle Pfad zur Station gewählt. Hier dauern Annäherung und Rendezvous nur etwa 6 Stunden, was für die Raumfahrer einen größeren Komfort bedeutet. Symptome der sogenannten Raumfahrerkrankheit, ein durch widersprüchliche Signale im Gleichgewichtsorgan verursachtes Unwohlsein, treten gewöhnlich erst nach 8 bis 10 Stunden merklich in Erscheinung. Dann befindet man sich nun aber bereits an Bord der weiträumigen Station.

Während der bis zum 11. September geplanten Expedition 36 stehen vielfältige Forschungsaufgaben auf den Gebieten Astronomie, Biologie, Chemie, Erderkundung, Materialwissenschaft, Physik und Technik auf dem Programm. Neben routinemäßigen Wartungsaufgaben an Lebenserhaltungs-, Kommunikations- und Energieversorgungssystemen stehen sicherlich auch wieder unvorhersehbare Reparaturen an. Außerdem sollen 5 Außenbordaufenthalte mit umfangreichen Arbeiten absolviert und 3 Frachtraumschiffe (ATV 4 „Albert Einstein“/15. Juni – 28. Oktober, Progress-M 20M/27. Juli-28. Dezember, HTV Kounotori 4/9. August – 8. September) empfangen und entladen werden.

Während des ersten Ausstiegs am 26. Juni (Jurtschichin/Misurkin) sollen Reparaturen am Kühlsystem des Moduls Sarja vorgenommen, ein Teil des Experiments Molina-Gamma zur Messung von Strahlungsspitzen aus der Erdatmosphäre im Verlaufe von Gewittern geborgen, die Geräte des Kurs-Annäherungssystems getestet und Untersuchungen an der Außenhaut des Moduls Swesda angestellt werden.

Die Ausstiege zwei und drei am 9. bzw. 16. Juli (Cassidy/Parmitano) haben das Verlegen von Energie- und Netzwerkkabeln zum zukünftigen Andockplatz des russischen Labormoduls Naúka (sprich Na-u-ka) sowie Überbrückungskabeln zum Gitterelement Z1, die Bergung von Materialproben der Experimente MISSE (Materials ISS Experiment) und ORME (Optical Reflector Materials Experiment), das Lösen von Isolationsmaterial von einer Umschalteinheit und kleinere Arbeiten, wie das Verlegen von Kameras oder Fußhalterungen an neue künftige Einsatzorte zum Inhalt.

Im Verlaufe der Ausstiege vier und fünf (Jurtschichin/Misurkin), die für den 15. bzw. den 21. August geplant sind, sollen die Energie- und Netzwerkkabel über den Rumpf von Sarja bis zum Modul Pirs verlegt werden. Pirs soll im Dezember abgekoppelt und anschließend durch das erheblich größere Modul Naúka ersetzt werden. Hier fallen im nächsten Jahr ebenfalls umfangreiche Außenbordarbeiten an. Zu den Aufgaben der beiden Ausstiege gehören zudem die Demontage eines Kopplungsziels und einer komplexen Laser-Kommunikationseinheit von Pirs. Beide Installationen sollen später auf einer anderen Plattform bzw. an Naúka montiert werden.

Am 11. September endet mit der Abkopplung von Sojus-TMA 08M die ISS-Expedition 36, Nummer 37 beginnt. 14 Tage später soll das Raumschiff Sojus-TMA 10M starten und ankoppeln. Dazwischen soll der erste Cygnus-Frachter der US-Firma Orbital Technologies starten und per Hauptmanipulator angedockt werden. Nach dessen Abkopplung verlässt auch ATV 4 Ende Oktober die Station. Danach ist noch ein außergewöhnliches Ereignis geplant. Zunächst koppelt Sojus-TMA 09M von Rasswjet ab und am Heck der Station wieder an. Danach startet Sojus-TMA 11M und nimmt den vorherigen Platz von Sojus-TMA 09M ein. Damit befinden sich zum zweiten Mal drei bemannte russische Raumschiffe und deren Besatzungen an bzw. in der Station. Während eines Ausstieges soll die olympische Flamme im All leuchten. Anschließend kehrt sie am 11. November mit der Besatzung von Sojus-TMA 09M auf die Erde zurück.

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