Russland: Sojus-Start mit GloNaSS-M 756
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Autor: Günther Glatzel / 28. November 2013, 21:09 Uhr

Test des neuen Annäherungssystems erfolgreich

Am gestrigen Mittwoch Abend verlief der Test des neuen Annäherungssystems Kurs-NA beim russischen Frachtraumschiff Progress-M 21M offenbar erfolgreich.

Quelle: Roskosmos, Raumcon
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Roskosmos

Bild vergrößernEin Blick auf die Station durch die Annäherungsparameter des Raumschiffes.
(Bild: Roskosmos)
Der Frachter war an der Spitze einer Sojus-U-Trägerrakete am Montag, dem 25. November 2013, gegen 21.53 Uhr von Baikonur aus gestartet. Er ist nicht der erste, der das neue Funkmesssystem verwendet. Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte man einen Test mit Progress-M 15M durchgeführt. Damals hatte das Raumschiff seine Mission zunächst mit dem vorherigen System absolviert. Nach der Abkopplung wurde ein erneutes Annäherungsmanöver initiiert, was zunächst automatisch wegen abweichender Parameter abgebrochen wurde, ein paar Tage später aber erfolgreich verlief.

Kurs-NA ist der Nachfolger des bewährten Systems Kurs-A. Es arbeitet nicht nur genauer, sondern arbeitet auch energiesparender, mit masseärmerer Digitaltechnik und spart 4 von bisher 5 Antennen ein. Damit kann ein so ausgerüstetes Raumschiff mehr Fracht mit zur Internationalen Raumstation nehmen. Kurs-NA soll nach erfolgreichen Tests auch bei den bemannten Sojus-Raumschiffen sowie bei den Nachfolgern Sojus-MS, Progress-MS und PTK NP eingesetzt werden.

Weitere für die nächsten Flüge zu erwartende Modernisierungen, Progress-MM ist bereits die 4. Generation unbemannter, automatischer Frachter, betreffen den Einsatz hochauflösender Kameras, die Auswertung von Navigationssignalen der Systeme GloNaSS und GPS zur Positionsbestimmung im Orbit als Grundlage für präzise Bahnmanöver sowie die Erprobung eines Anfluges an die ISS nach nur drei Erdumläufen, etwa viereinhalb Stunden nach dem Start eines Raumfahrzeugs.

Progress-M 21M bringt insgesamt 2,4 t Fracht zur Internationalen Raumstation, darunter 670 kg Treibstoffe, 420 kg Wasser, 300 kg Materialien für wissenschaftliche Untersuchungen, 187 kg Nahrungsmittel, 178 kg Materialien für die NASA, 134 kg Ausrüstung für die russischen Raumfahrer, 122 kg medizinische Materialien sowie weitere Betriebsmittel, Ausrüstungen, Ersatzteile, Dokumentationen und persönliche Artikel, darunter Weihnachts- bzw. Neujahrspost für die Raumfahrer.

Eine außergewöhnliche Fracht sind zwei Kameras der kanadischen Firma UrtheCast, die außenbords an der Station befestigt werden und Livebilder in sehr guter Qualität zur Erde übertragen sollen. Das Raumschiff soll am Heck der Station ankoppeln und von hier aus auch Bahnanhebungsmanöver der gesamten Station ausführen.

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