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Autor: Thomas Weyrauch / 28. Dezember 2010, 18:05 Uhr

KA-SAT auf Proton-M gestartet

Am 26. Dezember 2010 hob pünktlich um 22:51 Uhr MEZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten KA-SAT für Eutelsat aus Paris in den Weltraum zu befördern.

Quelle: Chrunitschew, EADS, Eutelsat, ILS, Roscosmos
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Roscosmos

Bild vergrößernProton-M mit KA-SAT kurz nach der Zündung
(Bild: Roskosmos)
Der Start der von International Launch Services vermarkteten Rakete erfolgte um 03:51 Uhr Ortszeit am 27. Dezember. Der von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-Träger verwendete drei Raketenstufen, um die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Bris-M und der Nutzlast, auf den Weg zu bringen. Nach etwas über neun Minuten und zweiundvierzig Sekunden Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt. Eine erste Zündung der ebenfalls von Chrunitschew konstruierten Bris-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren vier Brennphasen wurde KA-SAT schließlich am 27. Dezember 2010 nach rund neun Stunden und zwölf Minuten Flugdauer in einem Geotransferorbit ausgesetzt. Das vorgesehene Perigäum lag bei 3.713 Kilometern und das Apogäum bei 35.786 Kilometern über der Erde. Die Inklination des anvisierten Orbits betrug 24,6 Grad. Das Eutelsat-Kontrollzentrum in Rambouillet rund 50 km südwestlich von Paris steht in Kontakt mit dem Satelliten. Bereits empfangene Telemetriedaten bestätigen, dass die Solarzellenausleger des Satelliten bereits wie geplant teilweise entfaltet wurden.

Mit dem Start von KA-SAT gelangte der größte europäische Mulitbeam-Satellit für das Ka-Band ins All. Der Transport des Satelliten erfolgte beim 363. Flug einer Proton-Rakete seit 1965, und der zwölften Proton-Mission im Jahr 2010.

Der mit Ka-Band-Transpondern für 82 Spotbeams ausgerüstete Satellit mit einer Leermasse von rund 3.200 und einer Startmasse von 6.150 Kilogramm soll eine Position bei 9 Grad Ost im Geostationären Orbit einnehmen, die er unter Nutzung eigener Triebwerke erreichen wird. Von dort kann KA-SAT Kunden in ganz Europa, im Mittelmeerraum und im Mittleren Osten mit bidirektionalen Internetdiensten versorgen. Dazu ist der Satellit mit vier Antennen für das Ka-Band ausgestattet. Die Kapazitäten des Satelliten sollen den Bedarf von bis zu 2 Millionen Haushalten befriedigen können. Downloads vom Satelliten zum Endkunden können bis zu 10 MBit/s erreichen, Uploads bis zu 1 MBit/s, verspricht Eutelsat. Der maximale Gesamtdurchsatz des Satelliten liegt nach Angaben seines Herstellers EADS Astrium bei 70 Gbits/s. Mindestens 15 Jahre lang will Eutelsat das auf der Eurostar-3000-Plattform basierende Raumfahrzeug einsetzen.

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