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Autor: Günther Glatzel / 29. April 2010, 16:17 Uhr

ATV 2 mit vielen Verbesserungen

Das zweite Frachtraumschiff der ESA soll sich Ende des Jahres auf den Weg zur Internationalen Raumstation machen. Gegenüber dem Jungfernflug 2008 gibt es einige Veränderungen am Raumfahrzeug und an der Trägerrakete.

Quelle: Raumcon, AviationWeek
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NASA

ATV im All (Bild: NASA)
So kann die Ariane 5 ES jetzt rund 500 kg mehr Nutzlast in den geplanten Orbit bringen. Außerdem verwendet man im Raumschiff selbst leichtere Materialien für die Nutzlastregale, so dass man noch einmal 63 kg mehr einladen kann. Ein Teil der Zuladung kann auch erst in der Endphase der Vorbereitung ins ATV gebracht werden, so dass man flexibler ist.

Der autonome Flug zur Station soll nur noch 11 Tage dauern. Trotzdem werden die Systeme noch ausgiebig geprüft, bevor man anlegt. Die Zahl der Beschleunigungssensoren wurde erhöht und natürlich die Thermoisolation überarbeitet. Beim ATV 1 hatten sich die Thermoisolationsmatten aufgebläht und teilweise vom Rumpf gelöst, da noch vorhandene Restgase aus der mehrlagigen Isolationsschicht nur ungenügend entweichen konnten, sich daher gegenüber dem nicht vorhandenen Außendruck im Material ausbreiteten. Mittlerweile ist die Entlüftung der Isolationsschicht verbessert und sind die Matten besser am Rumpf befestigt worden. Die Flugsteuerungssoftware wurde in 31 Punkten modifiziert.

Zur Fracht wird diesmal kein Wasser gehören, davon hat man gegenwärtig in der Station ausreichend zur Verfügung. Stattdessen enthält das Raumschiff neben den 3 Tonnen Manövriertreibstoff zusätzlich 4 Tonnen für eine größere Anhebung der Bahn der Raumstation. Nach dem letzten Shuttleflug, der wahrscheinlich Ende des Jahres zur ISS gehen wird, hebt man die Bahn um etwa 40 Kilometer an. In größerer Höhe ist die Restluft der Erdatmosphäre noch dünner und bremst weniger. In Zukunft werden daher seltener Bahnanhebungsmanöver notwendig werden.

Am ATV läuft derweil alles nach Plan. Probleme gibt es allerdings mit dem ersten Ariane-Start des Jahres 2010. Dieser verschiebt sich aus technischen Gründen immer weiter. Davon könnte letztlich auch der Start des ATV 2 beeinflusst werden. Da auch der letzte Shuttleflug auf frühestens November verlegt wurde, bleibt den Technikern vielleicht etwas mehr Zeit, alles noch einmal eingehend zu prüfen.

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