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Autor: Dominic Decoen / 29. Dezember 2009, 17:10 Uhr

WISE- endlich kann der Satellit sehen

Der neue NASA-Satellit WISE soll heute (29.12.) seine Schutzkappe entfernen, die die empfindliche Optik des Teleskops schützt. Damit kann WISE seine Arbeit aufnehmen und bahnbrechende Bilder liefern, die unter anderem unser Verständnis vom Universum erhellen sollen.

Quelle: www.nasa.gov
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Wie die NASA mitteilte, arbeiten alle Instrumente an Bord des Wide-field Infrared Survey Explorers zuverlässig und ohne Probleme.

Das neue Prunkstück der NASA wurde am 14. Dezember in den Orbit geschossen und man unterzieht den Satelliten gerade einem einmonatigen Vorbereitungsprogramm, bevor es mit der Abtastung des Universums im Infrarotbreich endgültig losgehen soll. WISE soll u.a. besonders leuchtschwache Objekte, wie bisher unbekannte Braune Zwerge und Asteroiden erkennen, sowie eine umfassende Karte des gesamten Himmels im Infrarotbereich in unerreichter Auflösung erstellen.

NASA

Start der Delta-II-Rakete mit WISE an Bord, im Infrarotbereich aufgenommen - eben dem Spektralbereich, in dem auch WISE seine Beobachtungen durchführen wird.
(Bild: NASA/JPL/CalTech)
Am heutigen 29. Dezember soll nun der nächste Schritt im Vorbereitungsprogramm von WISE beginnen. Die Schutzabdeckung am Tubus wird entfernt und WISE wird erstmals Testbeobachtungen anstellen. Die Schutzkappe sitzt auf dem Teleskop, welches einen Hauptspiegel mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern hat und außerdem von vier Detektoren unterstützt wird, welche jeweils 1 Million Pixel haben. Die ganze Teleskopeinheit kann man mit einer Thermoskanne vergleichen, welche Getränke warm oder kalt hält. Die Schutzkappe diente dazu, das Teleskop und die Detektoren während des Aufenthalts auf der Erde und des Starts kühl zu halten. Das Infrarotteleskop muss nämlich ständig sehr kalt gehalten werden, damit seine Instrumente einwandfrei funktionieren und nicht selbst Infrarotstrahlung emittieren. Außerdem verhinderte die Abdeckung, dass Licht in die empfindliche Anordnung von Spiegeln gelangte, bevor WISE seine endgültige Position im Orbit erreicht hatte.

Die "Thermoskanne" WISE muss beständig auf -85 Grad Celsius gekühlt werden und die Detektoren sogar noch tiefer, nämlich auf -265 Grad Celsius. Dies führt dazu, dass der mitgeführte Wasserstoff, welcher als Kühlmittel eingesetzt wird, nur für rund zehn Monate ausreicht und somit die Mission von WISE dann auch beendet sein wird.

Alle Instrumente an Bord von WISE funktionieren normal, wie von Seiten der NASA zu erfahren war. Die Übertragungsantennen und die Beobachtungsdetektoren, sowie das eigentliche Infrarotteleskop befinden sich in sehr gutem Zustand, sodass mit den Beobachtungen Mitte Januar begonnen werden kann. Im gleichen Monat sollen auch schon die ersten Bilder vorliegen.

Allen Leserinnen und Lesern dieses Artikels und auch allen anderen wünsche ich einen guten Rutsch und ein gesundes und fröhliches Jahr 2010.

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