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Autor: Ralf Möllenbeck / 30. Oktober 2011, 12:52 Uhr

ISS-Versorgung wieder angelaufen

Nach dem Verlust eines Progress-Versorgers im August gelang heute der Start von Progress-M 13M problemlos. Nach zwei unbemannten Starts einer Sojus-Trägerrakete ist nun der Weg frei für die nächste bemannte Mission zur ISS mit Sojus-TMA 22 und seiner Besatzung Anatoli Iwanischin (RUS), Daniel Burbank (USA) und Anton Schkaplerow (RUS).

Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos
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Roskosmos

Bild vergrößernSojus-U-Trägerrakete mit Progress-M 13M hebt ab
(Bild: Roskosmos)
Der heutige Start war mit großer Spannung erwartet worden, hing hiervon doch die weitere dauerhafte Besetzung der Internationalen Raumstation ab. Ein weiteres Scheitern einer Sojus-Mission hätte eine längere Pause zur Fehleranalyse und einen unbemannten Weiterflug der ISS bedeutet. Pünktlich um 11:11 Uhr MEZ startete nun die Sojus-U-Trägerrakete mit Progress-M 13M vom Weltraumbahnhof Baikonur. Nach rund neun Minuten Brenndauer der drei Stufen erreichte das Versorgungsraumschiff seine vorläufige Umlaufbahn. Kurz darauf erfolgte der Befehl zum Entfalten der beiden Solarzellenpaneele mit einer Spannweite von 10,5 Metern, die Navigations- und Kommunikationsantennen wurden ebenfalls ausgeklappt.

Progress-M 13M, in der ISS-Versorgung auch 45P genannt, bringt 1.314 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 837 Kilogramm Treibstoff (davon 250 kg ISS-Treibstoff), 420 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff in die Umlaufbahn. Der US-Anteil des Gesamtvolumens von 2.648 Kilogramm Fracht betrug 423 Kilogramm. Neben den lange erwarteten persönlichen Dingen, wie Briefe und Geschenke der Angehörigen, war diesmal als Sonderfracht der Mikrosatellit Tschibis-M mit an Bord. Er wiegt ca. 40 kg, ist rund 1.100 x 1.350 x 1.805 mm groß und soll von dem Transporter zum Ende seiner Mission in einer Umlaufbahn von 480-500 km ausgesetzt werden. Eine Reihe von Zündungen der Manövriertriebwerke, die heute und in den nächsten beiden Tagen vorgesehen sind, werden den Frachter in seine endgültige Umlaufbahn zum automatisierten Anlegen am Mittwoch, dem 2. November, um 12:40 Uhr MEZ bringen. Die Kopplungsdauer von Progress-M 13M an der Station wird rund drei Monate betragen.

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