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Autor: Roland Rischer / 31. Januar 2013, 07:46 Uhr

Atlas V: Premiere „Start ohne Generalprobe“ gelungen

Etwas Mut gehörte schon dazu, aber die Verantwortlichen von NASA und United Launch Alliance (ULA) hielten das Risiko für überschaubar. Der heutige Start einer Atlas V mit dem ersten Exemplar einer neuen Generation von Kommunikationssatelliten verlief auch ohne die übliche Generalprobe erfolgreich.

Quelle: NASA
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NASA

Bild vergrößernAuf den ersten Blick business as usal und doch etwas Besonderes – gelungener Start der Atlas V mit TDRS-K-Satellit nach erheblich verkürzten Startvorbereitungen
(Bild: NASA)
Der Verzicht auf ein Wet Dress Rehearsal genanntes Prüfungsprocedere, bei dem die aufgetankten Antriebsstufen vor der endgültigen Fertigstellung der Rakete am Startplatz durchgecheckt werden, ersparte sieben Tage Startvorbereitung. Dies und weitere Maßnahmen zur Optimierung des Stacking genannten Zusammenbaus der Rakete reduzierte den Zeitbedarf auf 27 Tage statt der üblichen 60 und mehr. Fast pünktlich auf die Minute hob die Rakete ab, alles weitere lief mit der Präzision eines Uhrwerks, ganz so wie man es von einem bewährten Raketenmuster erwarten konnte.

Gleiches Ergebnis zu geringeren Kosten – man kann die ULA nur dazu beglückwünschen, dass sie es geschafft hat, unter anderem auch mit organisatorischen Maßnahmen den Routinestart einer Rakete effizienter zu gestalten. Jeder, der in Großorganisationen arbeitet, weiß, welche dicken Bretter dabei zu bohren sind.

Umgekehrt muss man aber auch warnen. Diesmal unterlagen die Startvorbereitungen mit verkürzten Prozessen naturgemäß einer intensiven Qualitätskontrolle. Die Premiere „Start ohne Generalprobe“ musste einfach gelingen. So etwas diszipliniert alle Beteiligten, wirkt aber nicht auf Dauer. Von Führerscheinanfängern ist bekannt, dass die Unfallquote steigt, weil die nach ein bis zwei Jahren gewonnene Routine im Straßenverkehr zu Nachlässigkeiten verleitet. Das ist bei komplexen Projekten wie einem Raketenstart auch eine ständige Gefahr.

Es bleibt zu hoffen, dass die ULA dies in ihren Risikomodellen zur Abschätzung der Starterfolgswahrscheinlichkeit berücksichtigt, damit diese Premiere viele gelungene Folgevorstellungen hat.

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