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Autor: Thomas Weyrauch / 31. August 2016, 20:45 Uhr

ULA erhält Startauftrag für NASA-Marsrover 2020

Der US-amerikanische Startanbieter United Launch Alliance (ULA) ist von der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) mit dem Transport ihres nächsten großen Marsrovers ins All beauftragt worden.

Quelle: NASA, ULA
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NASA / JPL Caltech

Bild vergrößernRover Mars 2020 - Computergrafik
(Bild: NASA / JPL Caltech)
Die NASA teilte am 25. August 2016 mit, dass man mit dem Startanbieter aus Centennial im US-Bundesstaat Colorado einen entsprechenden Vertrag (Launch Services Contract) geschlossen habe. Die ULA soll den aktuell Mars 2020 genannten großen neuen NASA-Rover auf einer Atlas-V-Rakete in der Version 541 ins All und auf den Weg zum Mars bringen.

Aktuell setzt sich die Version 541 aus einer Zentralstufe mit dem Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennendem RD-180-Triebwerk von RD-AMROSS und einer Centaur-Oberstufe mit einem Triebwerk RL10C-1 von Pratt & Whitney Rocketdyne zusammen, an der seitlich vier Feststoffbooster von Aerojet angebracht sind. Die Nutzlast sitzt bei dieser Version gewöhnlich unter einer von der RUAG beigesteuerten Nutzlastverkleidung mit fünf Metern Durchmesser.

2020 soll der Start mit dem Rover stattfinden. Ausgangspunkt für den Flug wird die Rampe Nr. 41 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral (Cape Canaveral Air Force Station, CCAFS) im US-Bundesstaat Florida sein. Für den Rover, die Bereitstellung seiner Energiequelle – ein Radioisotopengenerator (Radioisotope Thermoelectric Generator, RTG), seinen Start, die Bahnverfolgung und Telemetriedatenverarbeitung investiert die NASA eigenen Angaben zufolge rund 243 Millionen US-Dollar, umgerechnet derzeit rund 218 Millionen Euro.

Die NASA sieht sich auf einem ambitionierten Weg zum Mars, in dessen Rahmen sie auch Menschen zum roten Planeten schicken möchte. Robotische Missionen dienen der Raumfahrtbehörde dabei als Wegbereiter.

Aktuell sind die Sonden Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) und Odyssey auf Bahnen um den Mars unterwegs. Ergänzt wurden sie zuletzt durch die Mars Atmosphere and Volatile Evolution Mission (MAVEN), die sich speziell der Atmosphäre und ihrer Entwicklung widmet.

Auf dem Marsboden aktiv sind die Rover Opportunity und Curiosity, die insbesondere zur Erforschung der Marsoberfläche eingesetzt werden. Ein etwas tieferes Eindringen in den Marsboden soll der Lander InSight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) ermöglichen. Er ist mit entsprechendem Bohrgerät ausgestattet und soll nach aktuellen NASA-Angaben 2018 starten - nach bisheriger Planung auf einer ULA Atlas V in der Version 401.

Aufgaben des Rovers Mars 2020 werden die geologische Erkundung seines Landegebietes, die Sammlung von Informationen über die Bewohnbarkeit, die Suche nach Anzeichen vergangenen Lebens sowie die Bestimmung vor Ort verfügbarer Ressourcen und möglicher Gefahren sein.

Außerdem ist geplant, dass der Rover speziell auszusuchende fels- und erdartige Bodenproben einsammelt und sie in besonderen Lagerbehältern verstaut. Im Rahmen einer künftigen bemannten Mission könnten die versiegelten Behälter geborgen und schließlich zur Erde gebracht werden.

Der Entwurf für den neuen Rover basiert auf dem für den Rover Curiosity. Bei seiner Mission wird die NASA auf die Erfahrungen mit zahlreichen vorangegangenen Mission zur Erforschung des Mars zurückgreifen können. Von der Mission Mars 2020 verspricht sich die NASA neu Erkenntnisse über die Möglichkeit der Verwendung von Ressourcen auf der Oberfläche durch künftige Raumfahrer. Die Nutzung von Umgebungsbedingungen und Materialien, die vor Ort gegeben sind, könnte Kosten und erforderliche Entwicklungsarbeiten reduzieren helfen, hofft die NASA.

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