01.01.2006 / Autor: Michael Schumacher Raumfahrt > ISS

EC-8

Die Mission der Expedition Crew 8.



EC-8
(Bilder: NASA)


Start: Am 18.10.2003 um 05:38 Uhr GMT mit der Sojus TMA-3 vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

Weltraumausstiege: 1 EVA; 3 Stunden, 55 Minuten

Rückkehr: Am 30.04.2004 um 00:12 Uhr GMT mit der Sojus TMA-3 nach Arkalyk in Kasachstan.

Missionszeit: 194 Tage, 18 Stunden, 34 Minuten

Missionsbeschreibung: Start und Ankupplung der Sojus TMA-3 siehe SSAF-7S.

Abkupplung und Rückkehr der Sojus TMA-2 siehe SSAF-6S.

Zum Auftakt der Mission räumte die EC-8 auf, zu der CDR und NASA ISS SO Michael Foale und FE Alexander Kaleri zählten, um auf der Weltraumstation mit dem Umräumen mehrerer Ausrüstungsgegenstände und Versorgungsgüter zwischen dem Laboratory Module Destiny und dem PMA-2 weiteren Raum zu schaffen. Für die am 26.02.2004 auszuführende EVA arbeiteten CDR und NASA ISS SO Foale und FE Kaleri zeitweise mit angelegten russischen Orlan-Weltraumausrüstungen, um zu bewerten, wie die EC-8 mit angelegten russischen Orlan-Weltraumausrüstungen die mit dem DC-1 Pirs gekuppelte Sojus TMA-3 zu erreichen vermag. Diese Verfahrensweise wäre auszuführen, falls die Wiederherstellung der Atmosphäre im DC-1 Pirs im Anschluss der EVA scheitern würde. Schwierigkeiten machte die Treadmill with Vibration Isolation and Stabilization (TVIS) der ISS, die die Weltraumfahrer zum Aufrechterhalten der athletischen Verfassung brauchen, weswegen das Vibration Isolation and Stabilization (VIS) System deaktiviert werden musste. Während sie Arbeiten im Service Module Swjesda ausführte, äußerte die EC-8 außerdem, dass metallische Geräusche auftraten. Die Missionskontrolleure betrachteten alle Systeme der ISS, die aber fehlerfrei arbeiteten, während die Kameras des SSRMS Canadarm 2 und der ITS das Service Module Swjesda betrachteten, aber nichts Abweichendes identifizierten.

Am 08.12.2003 brach CDR und NASA ISS SO Foale um 18:57 Uhr GMT die Maximalmarke der zusammenaddierten Missionszeit amerikanischer Weltraumfahrer des FE der EC-4, Carl Walz, der zusammenaddiert 230 Tage, 13 Stunden, 3 Minuten im Weltraum weilte. Während CDR und NASA ISS SO Foale und FE Kaleri Wartungsarbeiten zwischen dem Node 1 Unity und dem JAM Quest und im Service Module Swjesda ausführten, analysierten die Missionskontrolleure die Schwierigkeiten, die mit veralteten Membranen im System zum Generieren des Sauerstoffs Elektron im Service Module Swjesda zeitweilig auftraten. Weiteren Sauerstoff beherbergt außerdem die Progress M-48, der mit der Zeit der Abkupplung aufgebraucht werden muss. Der 100. Jahrestag des Fluges des Wright Flyer wurde am 17.12.2003 gefeiert. Am 22.12.2003 war CDR und NASA ISS SO Foale mit dem Experiment Pore Formation and Mobility Investigation (PFMI) beschäftigt, das Schwierigkeiten machte. Die EC-8 arbeitete mit dem Inventory Management System (IMS) und war mit dem Zusammentragen der Materialien beschäftigt, die mit der Progress M-48 abkuppeln werden.

Außerdem bemerkten die Missionskontrolleure, dass der Atmosphärendruck der ISS sank. Die Rate, die 0,001 bar am Tag war, gefährdete CDR und NASA ISS SO Foale und FE Kaleri und die Systeme der ISS nicht. Das Analysieren der Schwierigkeiten auf der ISS brachte nicht Ergebnisse, aber am 11.01.2004 bemerkte die EC-8 Geräusche aus 1 Schlauch im Laboratory Module Destiny, der anschließend repariert wurde. Am 12.01.2004 äußerte die NASA, dass aufgrund medizinischer Abweichungen statt William McArthur Leroy Chiao der CDR und NASA ISS SO der EC-9 sein wird. FE der EC-9 bleibt, wie am 21.11.2003 benannt, Waleri Tokarew. Zwar war der Atmosphärendruck der ISS wieder stabilisiert, aber am 17.01.2004 wurden mehrere Abschnitte der ISS hermetisch abgesperrt, um weitere Analysen zu Abweichungen des Atmosphärendruckes der ISS auszuführen. Die abgesperrten Abschnitte der ISS umfassten das Laboratory Module Destiny, das Control Module Sarja und PMA-1, JAM Quest und Node 1 Unity und das Service Module Swjesda, DC-1 Pirs, die Sojus TMA-3 und die Progress M-48.

Abkupplung und Wiedereintritt der Progress M-48 siehe SSAF-12P.

Start und Ankupplung der Progress M1-11 siehe SSAF-13P.

Am 26.02.2004 begannen CDR und NASA ISS SO Foale und FE Kaleri um 21:17 Uhr GMT die erste EVA der EC-8 im DC-1 Pirs. Amerikanische und russische Spezialisten erarbeiteten für die erste EVA der aus zwei Weltraumfahrern zusammengesetzten ECs mehrere Verfahren, um die Gefahr für die EC-8 und die ISS zu minimieren, weil während der EVA Weltraumfahrer auf der ISS nicht verweilen, die auf auftretende Schwierigkeiten reagieren würden. Die EC-8 machte die Werkzeuge und die Sicherungsseile bereit und ersetzte Experimente am DC-1 Pirs, die Materialien zur Analyse der Auswirkungen des Weltraums auf die Materialien im Weltraum aussetzten. Am Service Module Swjesda ersetzte die EC-8 die Experimente MPC und SEED, die Mikrometeoriten und Trümmerreste aus der Erdumlaufbahn zusammentragen und mehrere Materialien dem Weltraum aussetzen. Später installierten CDR und NASA ISS SO Foale und FE Kaleri Matrjoschka am Service Module Swjesda, das mehrere Gewebematerialien im Weltraum aussetzt, um die Strahlungsaufnahme auf der ISS zu analysieren. Nachdem Matrjoschka installiert war, äußerte FE Kaleri Schwierigkeiten mit der russischen Orlan-Weltraumausrüstung aufgrund zu warmer Temperatur. Das Wärmeabführungssystem der russischen Orlan-Weltraumausrüstung brach später aufgrund der Krümmung des Schlauchs des Wärmeabführungssystems zusammen, während die EC-8 die EVA am 27.02.2004 um 01:12 Uhr GMT nach 3 Stunden, 55 Minuten beenden musste.

Start und Ankupplung der Sojus TMA-4 siehe SSAF-8S.

Abkupplung und Rückkehr der Sojus TMA-3 siehe SSAF-7S.
Diskussion zu diesem Artikel
 
Navigation
Anzeige
Anzeige

The Twin Light Echoes Of Supernova 1987A

Info
Poster

bestellen

Nach oben Anzeige - Drehbare Himmelskarte © Raumfahrer Net e.V. 2001-2010