01.01.2006 / Autor: Michael Schumacher Raumfahrt > ISS

Space Station Assembly Flight 1A/R (SSAF-1A/R)

Die Mission des Space Station Assembly Flight 1A/R.

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Startfahrzeug: Proton K

Startfahrzeugbeschreibung: Siehe Startfahrzeug Proton K.

Fracht: Control Module Sarja

Frachtbeschreibung: Das Control Module Sarja war das erste Element der International Space Station (ISS), das gestartet wurde. Das 19.323 kg schwere Control Module Sarja wurde gebaut, um zum Beginn des Aufbaus der ISS das Atmosphärenregelungssystem, das Energiesystem, das Kommunikationssystem, das Führungs- und Steuerungssystem und die Triebwerke für die Steigerung der Erdumlaufbahn und für die Ausrichtung im Weltraum bereitzustellen. Zwischen dem Schluss des Jahres 1994 und dem Beginn des Jahres 1998 wurde das durch die Amerikaner finanzierte und durch die Russen gebaute Control Module Sarja durch das staatliche weltraumwissenschaftliche Fertigungszentrum Chrunitschew für die National Aeronautics and Space Administration (NASA) fertiggestellt. Damit zählt das Control Module Sarja zu den amerikanischen Elementen der ISS. Nachdem die Erdumlaufbahn erreicht war, startete die Space Shuttle-Mission Space Transportation System 88 (STS-88), um den Node 1 Unity mit dem Control Module Sarja zu kuppeln. Nachdem die ISS aus dem Control Module Sarja und dem Node 1 Unity mit dem Service Module Swjesda kuppelte, wurden die meisten Aufgaben des Control Module Sarja an das Service Module Swjesda abgegeben. Anschließend stellte das Control Module Sarja verstärkt Stauraumkapazitäten bereit.

Das Control Module Sarja streckt sich auf 12,56 m und ist an den weitesten Stellen 4,12 m breit. Die zwei Sonnenzellenflügel messen je 10,66 m mal 3,36 m. Sechs Batterien speichern die durch die Solarzellenflügel generierte Energie, die bei Bedarf 3.000 Watt Energie bereitstellen. Die Solarzellenflügel werden zur Sonne ausgerichtet, während das Control Module Sarja seine Ausrichtung im Weltraum beibehält. Die Nutzungsdauer des Control Module Sarja, das 16 äußere Treibstofftanks für zusammenaddiert 6.000 kg Treibstoff hat, beträgt 15 Jahre. Das Lageregelungssystem umfasst 24 primäre und 12 sekundäre Steuertriebwerke. Außerdem zählen zum Control Module Sarja zwei Hauptsteuertriebwerke, um die Erdumlaufbahn zu steigern und für die Annäherung und Ankupplung des Service Module Swjesda anzupassen. Das Auffüllen der Treibstofftanks bewerkstelligen die russischen Progress-Weltraumfrachter. Das Control Module Sarja hat vier Kupplungsstutzen. Der Bugkupplungsstutzen kuppelt das Control Module Sarja mit dem Node 1 Unity und der Heckkupplungsstutzen kuppelt das Control Module Sarja mit dem Service Module Swjesda. Außerdem umfasst das kugelartige Kupplungsaggregat des Bugkupplungsstutzens zwei weitere Kupplungsstutzen, die zur Erde und zum Weltraum zeigen und russische Progress- und Sojus-Weltraumfahrzeuge aufnehmen.

Start: Am 20.11.1998 um 06:40 Uhr Greenwich Mean Time (GMT) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

Ankupplung: Am 07.12.1998 um 02:48 Uhr GMT.

Missionszeit: 16 Tage, 20 Stunden, 8 Minuten



SSAF-1A/R
(Bilder: RKK Energija)

Missionsbeschreibung: Am 16.11.1998 wurde die Proton K mit dem Control Module Sarja auf dem Schienenweg zur Startrampe gebracht, nachdem amerikanische und russische Manager nach der Überprüfung der Systeme der Proton K und der Fracht schließlich dem Start zugestimmt hatten. Das erste Element der ISS startete am 20.11.1998 mit der Proton K um 06:40 Uhr GMT. Um 06:42 Uhr GMT wurde die Erststufe der Proton K abgetrennt und um 06:45 Uhr GMT die Zweitstufe der Proton K. Die Drittstufe der Proton K wurde um 06:50 Uhr GMT abgetrennt und das Control Module Sarja erreichte die Erdumlaufbahn mit 185 mal 354 km. Außerdem wurden die Antennen für das selbsttätige System Kurs zum Annähern und Ankuppeln russischer Weltraumfahrzeuge ausgeklappt. Um 06:51 Uhr GMT war die Zeit für das Ausfahren des Kupplungsaggregates für die Kupplung mit dem Service Module Swjesda, das Mitte des Jahres 1999 starten wird. Das Ausfahren der Sonnenzellenflügel begann um 06:53 Uhr GMT, damit das Control Module Sarja aus der Sonne Elektrizität generieren kann. Später wurde das Control Module Sarja im Weltraum derart ausgerichtet, dass das Weltraumfahrzeug gleichmäßigen Temperaturen ausgesetzt war. Außerdem wurde die Fertigkeit der Sonnenzellenflügel überprüft, während der Erdumkreisung zur Sonne ausgerichtet zu werden.

Das Kamerasystem für die Kupplung mit dem Service Module Swjesda zur Mitte des Jahres 1999 wurde am 21.11.1998 überprüft. Außerdem begann das Hauptsteuertriebwerk mit der Steigerung der Erdumlaufbahn für das Zusammentreffen mit dem Space Shuttle Endeavour am 06.12.1998, nachdem das Hauptsteuertriebwerk zur Überprüfung aktiviert wurde. Das Control Module Sarja hat zwei derartige Hauptsteuertriebwerke, um die Erdumlaufbahn zu steigern und auf andere Weltraumfahrzeuge abzustimmen. Die Erdumlaufbahn wurde aus 183 mal 362 km auf 251 mal 364 km gesteigert. Der Space Shuttle Endeavour wird am 03.12.2206 zur Space Shuttle-Mission STS-88 mit dem Node 1 Unity zum Control Module Sarja starten. Mission Specialist (MS) Nancy Currie wird das Control Module Sarja mit dem Remote Manipulator System (RMS) des Space Shuttle Endeavour ergreifen, damit das Control Module Sarja mit dem Node 1 Unity gekuppelt werden kann. Anschließend werden MS Jerry Ross und MS James Newman drei Extravehicular Activities (EVAs) ausführen, um Kabelanschlüsse und Geräte für spätere Aufbaumissionen zu installieren. Am 23.11.1998 wurde die Erdumlaufbahn des Control Module Sarja auf 312 mal 399 km gesteigert. Das Haupttriebwerk wurde schließlich am 24.11.1998 aktiviert, um die Erdumlaufbahn auf 386 mal 404 km zu steigern. Durch die Abbremsung durch die Erdatmosphäre wird die Erdumlaufbahn für das Zusammentreffen mit dem Space Shuttle Endeavour am 06.12.1998 nach und nach auf 389 mal 389 km zurückkommen.

Am 25.11.1998 wurden die Multiplexer-Demultiplexer (MDM) überprüft, die die Schnittstelle zur Steuerung des Energiesystems, des Atmosphäreregelungssystems und des Führungs- und Steuerungssystems der ISS sind, und die zusammen mit dem Kommunikationssystem, das während der Space Shuttle-Mission STS-88 im Node 1 Unity installiert wird, Statusmitteilungen der Systeme des Control Module Sarja zur Erde übertragen werden. Außerdem traten Schwierigkeiten mit dem Ladegerät der Batterie Nummer 1 im Control Module Sarja und mit den Antennen des manuellen Annäherungs- und Ankupplungssystems, dem Reservesystem zum selbsttätigen System Kurs, auf, die anscheinend nicht fehlerfrei ausgeklappt wurden. Am 27.11.1998 wurden die Überprüfungen der Systeme des Control Module Sarja beendet. Dadurch wurde das Control Module Sarja für die Kupplung mit dem Node 1 Unity bereit erklärt. Die abschließende Überprüfung umfasste die Verfahren, die während der Annäherung des Space Shuttle Endeavour gebraucht werden. Die Sonnenzellenflügel wurden in der Stellung für die Kupplung mit dem Node 1 Unity gesperrt und das Greifaggregat, mit dem der Space Shuttle Endeavour das Control Module Sarja ergreifen wird, wurde elektrisch überprüft. Außerdem wurden bestimmte Triebwerke abgeschaltet, damit sie nicht während der Annäherung des Space Shuttle Endeavour aktiviert werden und das Control Module Sarja wurde wie während dem Ergreifen ausgerichtet. Die drei äußeren Kameras wurden angeschaltet, um zu zeigen, dass sie fehlerfrei arbeiteten, und die äußeren Lampen wurden angeschaltet.

Für das Ladegerät der Batterie Nummer 1 im Control Module Sarja werden mit dem Space Shuttle Endeavour während der Space Shuttle-Mission STS-88 Ladegerät, Batteriespannungsregler und Kabel zur ISS gebracht und werden bei Bedarf durch MS Sergej Krikaljow installiert. Außerdem werden die Antennen des manuellen Annäherungs- und Ankupplungssystems des Control Module Sarja während der Annäherung und Ankupplung der Space Shuttle-Mission STS-88 mit Kameras inspiziert werden, um sicherzustellen, dass die Antennen ausgeklappt wurden. Die Sendestärke der Antennen sagt aus, dass die Antennen fehlerfrei ausgeklappt wurden, aber das Ausklappen kann nicht bestimmt bestätigt werden. Außer dem Inspizieren durch Kameras während der Annäherung und der Ankupplung des Space Shuttle Endeavour kann das Ausklappen der Antennen während der dritten EVA der Space Shuttle-Mission STS-88 bestätigt werden.

Aufbaumission SSAF-2A siehe SSAF-2A.

Nachdem der Space Shuttle Endeavour am 13.12.1998 abkuppelte, wurde die ISS durch die stabile Drehung derart ausgerichtet, dass der Node 1 Unity zur Erde und das Control Module Sarja zum Weltraum zeigten, um Treibstoff zu sparen und die Temperaturdifferenzen gleichmäßig auf das Weltraumfahrzeug zu übertragen. Die Ausrichtung behielt die ISS meistens bei, während auf die Space Shuttle-Mission STS-96 mit Start im Mai 1999 gewartet wurde, außer für die Aktualisierung der Führungssysteme und die Durchführung regelmäßiger Überprüfungen durch die Missionskontrolle. Während der Space Shuttle-Mission STS-96 werden Ausrüstungsmaterialen und die Frachtkräne Strela 1 und Strela 2 zur ISS gebracht werden. Die Überprüfungen umfassten das Annäherungssystem Kurs und das Kupplungssystem des Control Module Sarja für die Ankupplung des Service Module Swjesda, das zur Mitte des Jahres 1999 zur ISS starten wird. Am 16.12.1998 wurden die zwei Hauptsteuertriebwerke aktiviert und das Führungssystem aktualisiert, um die Hauptsteuertriebwerke bei der Arbeit zu überprüfen. Die zwei Hauptsteuertriebwerke steigerten erstmals zusammen die Erdumlaufbahn der ISS aus 393 mal 406 km auf 397 mal 412 km. Weitere Überprüfungen der zwei Haupttriebwerke und der Steuerungsprogramme und -systeme für die selbsttätige Annäherung und Ankupplung des Service Module Swjesda wurden am 21.12.1998 durchgeführt. Die Erdumlaufbahn wurde auf 399 km mal 412 km gesteigert. Außerdem wurde die Speicherkapazität der sechs Batterien und das manuelle Annäherungs- und Ankupplungssystem des Control Module Sarja überprüft. Am 28.12.1998 wurde die ISS zeitweise derart ausgerichtet, dass die Energiegenerierung bei Bedarf maximiert werden kann, wenn die Batterien leer wären.

Weil die Missionskontrolle stetige Spannungsabfälle der Batterien im Control Module Sarja bemerkte, wurden am 10.01.1999 mehrere Wärmeelemente im Pressurized Mating Adapter 1 (PMA-1) zwischen dem Node 1 Unity und dem Control Module Sarja und selbsttätig mehrere Rauchmelder im Control Module Sarja abgeschaltet. Die Speicherkapazität der Batterien wurde durch mehrmaliges Leeren und Speichern wieder gesteigert. Außerdem überprüfte die Missionskontrolle im Februar und März 1999 die Fähigkeit, Steuerungsbefehle zu Systemen des Control Module Sarja über amerikanische Kommunikationssatelliten und das amerikanische Kommunikationssystem des Node 1 Unity bei Ausfall der russischen Kommunikationsstationen zu übertragen. Später bemerkte die Missionskontrolle, dass die rechte der zwei Antennen des amerikanischen Kommunikationssystems außen am Node 1 Unity bei bestimmten Ausrichtungen der ISS Schwierigkeiten hatte, Signale zu empfangen. Die rechte Antenne wurde abgeschaltet, während die andere Antenne weiter betrieben wird. Weil damals meistens Telemetrie des Node 1 Unity über 1 Antenne zur Erde übertragen wurde, wurde der Alltagsbetrieb der ISS annähernd nicht beeinträchtigt. Zur Analyse der Schwierigkeiten wurde die rechte Antenne zeitweise wieder angeschaltet und am 16.03.1999 durch Kameras außen am Control Module Sarja inspiziert. Die rechte Antenne wird außerdem durch den RMS des Space Shuttle und während der EVA der Space Shuttle-Mission STS-96 durch MS Tamara Jernigan und MS Daniel Barry inspiziert werden. Währenddem wurde bestimmt, dass während der Space Shuttle-Mission STS-96 die drei Elemente je Batterie durch MS Julie Payette und MS Waleri Tokarew ersetzt werden, die im Control Module Sarja die Batteriespannung der sechs Batterien messen und bestimmen, dass die Ladegeräte das Speichern der Energie beenden. Weiter wurde das selbsttätige System Kurs zum Annähern und Ankuppeln russischer Weltraumfahrzeuge überprüft.

Das Energiesystem der ISS wurde durch Anschalten mehrere Wärmeelemente verstärkt strapaziert, um Verfahrensweisen für das Aufwärmen des Node 1 Unity für die Ankupplung der Space Shuttle-Mission STS-96 zu bestimmen. Die erste Überprüfung des Energiesystems der ISS wurde am 02.04.1999 beendet. Die Analyse der Überprüfung des Energiesystems der ISS zeigte, dass das Control Module Sarja bei der gegenwärtigen Ausrichtung im Weltraum 900 Watt Energie bereitstellen kann. Am 14.04.1999 begannen weitere Überprüfungen des Energiesystems der ISS, die durch die Steuertriebwerke seitwärts zur Erde ausgerichtet wurde, um zu zeigen, dass das Control Module Sarja weitere 600 Watt Energie für die Ankupplung und für die Zeit der Ankupplung der Space Shuttle-Mission STS-96 bereitstellen kann. Anschließend wurde die ISS wieder derart ausgerichtet, dass der Node 1 Unity zur Erde und das Control Module Sarja zum Weltraum zeigten. Die zweite Überprüfung des Energiesystems der ISS wurde am 16. April 1999 beendet. Derweil machte das Kommunikationssystem des Node 1 Unity Schwierigkeiten, nachdem während der Kalibrierung und Messung der Signalstärke zweier Antennen die Übertragung zur Erde abriss. Außerdem wurde die dritte Überprüfung des Energiesystems der ISS beendet, während der aktualisierte Steuerungsprogramme zur ISS übertragen wurden, damit während der Ankupplung und für die Zeit der Ankupplung der Space Shuttle-Mission STS-96 ausschließlich die schwächeren Steuertriebwerke und nicht die Hauptsteuertriebwerke des Control Module Sarja aktivierbar sein werden.

Am 12.05.1999 wurde die Ankupplung der Space Shuttle-Mission STS-96 simuliert. Die ISS wurde aus der drehenden Ausrichtung, bei der der Node 1 Unity zur Erde und das Control Module Sarja zum Weltraum zeigten, seitwärts zur Erde mit dem Node 1 Unity am Heck ausgerichtet. Anschließend wurde die ISS wie für die Ankupplung der Space Shuttle-Mission STS-96 derart ausgerichtet, dass der Node 1 Unity zum Weltraum und das Control Module Sarja zur Erde zeigten. Abschließend wurde die ISS derart ausgerichtet, dass der Node 1 Unity wieder zur Erde und das Control Module Sarja wieder zum Weltraum zeigten. Außerdem begann am 12.05.1999 der mehrtägige Transfer des Service Module Swjesda aus dem Werk mit dem Zug nach Kasachstan, um später im Jahr 1999 zur ISS zu starten und zum Beginn des Jahres 2000 die Expedition Crew 1 (EC-1) im Weltraum zu empfangen. Derweil bewirkten Hagelstürme am Kennedy Space Center (KSC) Schäden am Schaummaterial des External Tank der Space Shuttle-Mission STS-96. Zur Reparatur musste der Space Shuttle zurück zum Vehicle Assembly Building (VAB) gebracht werden. Dadurch wird die Space Shuttle-Mission STS-96 statt wie angesetzt am 20.05.1999 am 27.05.1999 zur ISS starten.

Aufbaumission SSAF-2A.1 siehe SSAF-2A.1.

Während dem regelmäßigen, zwei Mal im Jahr auszuführenden Aufbereiten der Batterien des Control Module Sarja zur Bewahrung der Speicherkapazität während der Nutzungszeit der Batterien, klappte das Leeren der Batterie Nummer 1 nicht wie erwartet, nachdem die Batterie Nummer 6 bereits fehlerfrei gewartet wurde. Die Batterie Nummer 1 wurde darauf abgeklemmt. Das Abklemmen der Batterie Nummer 1 beeinträchtigte nicht die Arbeit der Systeme der ISS, weil damals drei Batterien für die Bereitstellung der Energie für die ISS ausreichend waren. Später wurde die Batterie Nummer 2 aufbereitet. Die Systemprogramme begannen außer mit dem Leeren der Batterie Nummer 2 mit dem Leeren der Batterie Nummer 1, was nicht geplant war. Die Aufbereitung der Batterien Nummer 1 und Nummer 2 war am 17.07.1999 beendet, während die Aufbereitung der Batterie Nummer 3 am 22.07.1999 beendet wurde und die der Batterie Nummer 5 am 26.07.1999 begann. Im August 1999 wurde außerdem die Aufbereitung der Batterie Nummer 4 abgeschlossen. Währenddem riss die Kommunikation über 1 Antenne des Kommunikationssystems des Node 1 Unity ab. Die rechte Antenne arbeitete weiter fehlerfrei. Dadurch wurde der Betrieb der ISS und die Übertragung der Steuerungsbefehle zur ISS nicht beeinträchtigt. Falls die Antenne nicht weiter betrieben werden kann, wird die Antenne während der EVA der Mission des Space Shuttle Atlantis ersetzt werden, die nach dem Start des Service Module Swjesda im Dezember 1999 zur ISS starten wird. Weiter wurde die Annäherung und die Ankupplung des Service Module Swjesda simuliert, während die Systeme der ISS für die Ankupplung bereit gemacht wurden, die ISS für die Ankupplung ausgerichtet wurde und das selbsttätige System Kurs zum Annähern und Ankuppeln russischer Weltraumfahrzeuge überprüft wurde.

Im September 1999 wurde die Batterie Nummer 1 im Control Module Sarja wieder angeklemmt, um das Arbeiten und die Speicherkapazität der Batterie Nummer 1 zu analysieren. Die niedrigere Speicherkapazität wurde auf fehlerhafte Batteriezellen zurückgeführt, während die Schwierigkeiten beim Leeren der Batterie Nummer 1 auf die Batteriesteuerung zurückgeführt wurden. Anschließend wurde die Batterie Nummer 1 wieder abgeklemmt und am 03.09.1999 wieder an- und abgeklemmt. Dabei zeigte die Telemetrie, dass die Batterie Nummer 1 nicht wie erwartet leert und nicht wie erwartet speichert. Derweil wurde bestimmt, dass die Batterie Nummer 1 und die Batteriesteuerung während der Mission des Space Shuttle Atlantis ersetzt und zur Erde zurückgebracht werden. Außerdem wurden die elektrischen Systeme und die Pumpen des Control Module Sarja durch simulierten Treibstofftransfer durch die Triebstoffleitungen für die Ankupplung des Service Module Swjesda auf Betriebsbereitschaft überprüft. Weiter wurde durch das An- und Abschalten der Umwälzsysteme im Control Module Sarja die Fähigkeit überprüft, Steuerungsbefehle zu Systemen des Control Module Sarja über amerikanische Kommunikationssatelliten und das amerikanische Kommunikationssystem des Node 1 Unity zu übertragen. Nachdem zwei Proton K-Trägerraketen beim Start abstürzten, wurde bestimmt, dass der Start des Service Module Swjesda im Jahr 1999 abgesagt wird zu nicht näher bestimmter Zeit im Jahr 2000 durchgeführt wird.

Die zweite Aufbereitung der Batterien des Control Module Sarja setzte, nachdem die Batterie Nummer 3 fehlerfrei aufbereitet wurde, die Batterie Nummer 2 Schachmatt, die abschließend abgeklemmt wurde. Weil damit nur vier der sechs Batterien im Control Module Sarja arbeiteten, wurden zum Energiesparen Wärmeelemente im Node 1 Unity abgeschaltet. Am 01.12.1999 wurde die Erdumlaufbahn durch die Aktivierung der Steuertriebwerke des Control Module Sarja für die Ankupplung des Service Module Swjesda auf 383 km mal 394 km gesteigert. Schließlich wurde die Batterie Nummer 1 im Control Module Sarja wieder angeklemmt und arbeitete zunächst fehlerfrei, wurde aber nach aufgetretenen Schwierigkeiten beim Leeren wieder abgeklemmt. Am 08.12.1999 wurde die Aufbereitung der Batterie Nummer 4 und die Aktualisierung der Übertragungsprogramme im Control Module Sarja beendet, um zusätzliche Systemparameter des Energiesystems der ISS über das amerikanische Kommunikationssystem des Node 1 Unity zur Erde zu übertragen. Die Aufbereitung der Batterie Nummer 6 im Control Module Sarja wurde am 15.12.1999 beendet. Am 10.01.2000 wurde die Batterie Nummer 1 im Control Module Sarja aufbereitet und wieder angeklemmt, um sie bei Bedarf zu nutzen, während die anderen Batterien aufbereitet wurden.

Am 27.01.2000 wurde bestimmt, dass der Space Shuttle Atlantis am 13.04.2000 zur Space Shuttle-Mission STS-101 starten kann, um Ausrüstungsmaterialien zu transferieren und Wartungsarbeiten am Control Module Sarja und am Node 1 Unity auszuführen. Zur Mannschaft der Space Shuttle-Mission STS-101 zählen Commander (CDR) James Halsell, Pilot (PLT) Scott Horowitz, MS Mary Ellen Weber, MS Jeffrey Williams, MS James Voss, MS Susan Helms und MS Juri Ussatschow. Ussatschow, Voss und Helms zählen außerdem zur zweiten Stammmannschaft, die auf der ISS arbeiten wird und während der Space Shuttle-Mission STS-101 das Zuhause im Weltraum begutachten wird. Nach der Mission des Space Shuttle Atlantis wird das Service Module Swjesda zur ISS aufbrechen. Anschließend wird die im Startmanifest des Space Shuttle neu aufgeführte Space Shuttle-Mission STS-106 am 19.08.2000 zur ISS starten, um das Service Module Swjesda für die EC-1 mit Ausrüstungsmaterialien auszustatten und Systeme zu aktivieren. Zur Mannschaft der Space Shuttle-Mission STS-106 zählen CDR Terrence Wilcutt, PLT Scott Altman, MS Edward Lu, MS Richard Mastracchio, MS Daniel Burbank, MS Juri Malentschenko und MS Boris Morukow. Außerdem wurde der Sekundärkanal zum Drehen der Sonnenzellenflügel des Control Module Sarja überprüft und anschließend wieder auf den Primärkanal umgeschaltet. Für die Ankupplung des Service Module Swjesda, das am 12.07.2000 zur ISS starten wird, wurde das selbsttätige System Kurs zum Annähern und Ankuppeln russischer Weltraumfahrzeuge zwei Mal überprüft, nachdem bei der Überprüfung im Dezember 1999 Schwierigkeiten auftraten.

Die Batterie Nummer 1 im Control Module Sarja wurde wieder abgeklemmt und wird während der Space Shuttle-Mission STS-101 ersetzt werden. Während der Space Shuttle-Mission STS-101 wird außerdem die Batteriesteuerung der Batterie Nummer 2 im Control Module Sarja ersetzt werden. Am 14.03.2000 wurde die Ankupplung des Space Shuttle Atlantis simuliert und die ISS derart ausgerichtet, um die Steuerungsprogramme und -systeme des Control Module Sarja zu überprüfen. Schließlich wurde das selbsttätige System Kurs zum Annähern und Ankuppeln russischer Weltraumfahrzeuge wieder für die Ankupplung des Service Module Swjesda überprüft. Im März 2000 wurde der Start der Space Shuttle-Mission STS-101 zunächst am 17.04.2000 und anschließend am 24.04.2000 angesetzt. Schlechtes Wetter bewirkte, dass am 28.04.2000 der Start der Space Shuttle-Mission STS-101 am 19.05.2000 angesetzt wurde.

Aufbaumission SSAF-2A.2a siehe SSAF-2A.2a.

Für die Ankupplung des Service Module Swjesda wurde das manuelle Annäherungs- und Ankupplungssystem und das selbsttätige System Kurs zum Annähern und Ankuppeln russischer Weltraumfahrzeuge des Control Module Sarja überprüft. Am 20.06.2000 begann der Treibstofftransfer zwischen den Treibstofftanks im Control Module Sarja für die Annäherung und Ankupplung des Service Module Swjesda. Derweil wurde die während der Space Shuttle-Mission STS-101 ersetzte Batterie Nummer 1 und Batteriesteuerung wieder abgeklemmt, weil sie wieder Schwierigkeiten beim Leeren hatte. Für die Ankupplung des Service Module Swjesda wurde die Batterie Nummer 1 am 22.07.2000 wieder angeklemmt. Derweil wurde der Start der Space Shuttle-Mission STS-106 am 08.09.2000 angesetzt.

Aufbaumission SSAF-1R und weitere Aktivitäten auf der ISS siehe SSAF-1R.

 
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