Ähnlich wie die Atlas wurde auch die Titan ursprünglich als Interkontinentalrakete entwickelt.
Sie wurde in Auftrag gegeben, um die Atlas abzulösen, da die Militärs über mangelnde Zuverlässigkeit klagten und sie außerdem einige andere Schwächen hatte.
Gemini Titan
GT-6: Titan-2 mit Gemini 6 (Bild: NASA)
Die NASA benötigte einen Träger für ihr bemanntes Gemini-Raumschiff, so wählte sie im November 1963 die Interkontinentalrakete Titan 2 aus. Ingenieure der Weltraumorganisation halfen der Air Force, die Zuverlässigkeit der Rakete bedeutend zu erhöhen, da man für bemannte Flüge keine Risiken eingehen konnte. Die maximale Nutzlast der Rakete betrug 3,6 Tonnen, was für eine Zweimann-Kapsel ausreichte.
Technische Daten
Stufen
2
Höhe
29,3 m
Durchmesser
3,05 m
Startschub
1913 kN
Startgewicht
146,825 t
Treibstoffgewicht
137,721 t
Max. Nutzlast
3,6 t
Erster Start
08.04.1964
Letzter Start
11.11.1966
Treibstoff
1.+2. Stufe: N2O4/Aerozin 50
Titan-III-E/Centaur
Titan III-E mit Viking 2 auf dem LC-41 (Bild: NASA)
Die Titan-III-E/Centaur-Rakete oder einfach Titan-Centaur startete zuerst 1974. Sie hat eine Höhe von 48,8 Metern, kombiniert drei bewehrte Raketensysteme und kann daher größere Raumschiffe für interplanetare Missionen in den Weltraum befördern.
Die Titan-III-E/Centaur war Startrakete für die beiden Viking-Sonden zum Mars und die berühmten Voyager-Sonden zum Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Außerdem startete die Rakete zwei Helios-Raumschiffe zur Sonnenerkundung.
Die Titan-III-E ist eine dreistufige Rakete mit Flüssigantrieb und angehängten Feststoff-Boostern. Die Centaur-Stufe, schon vorher in der Atlas/Centaur verwendet, produziert deutlich weniger Schub, doch sie kann mehrmals gezündet werden, was sie bei ihrem Einsatz flexibel macht. Die Centaur-Rakete hat für sich eine Brenndauer von 7,5 Minuten.