10.12.2006 / Autor: Kirsten Müller Raumfahrt > Saturn Aktuell

Kleine Monde und polare Stürme

Woher die Lücken in den Saturn-Ringen kommen, und wo es sonst noch einen polaren Wirbelsturm gibt.

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Den Saturn gibt es diesen Monat in jeder Zeitschriftenhandlung zu bewundern: Das namhafte populärwissenschaftliche Magazin „National Geographic“ widmet dem Planeten und der Cassini-Huygens-Mission 20 Seiten ihrer Dezemberausgabe mit einem Artikel und eindrucksvollen Bildern. Ausserdem liegt der Zeitschrift eine Karte mit dem neu geordneten Sonnensystem bei.

Falls es Sie schon immer mal interessierte, wo denn die Lücken zwischen den Saturnringen her kommen: Der Durchmesser des Kleinstmondes Pan beträgt zwar nur 26 km, seine Schwerkraft reicht aber trotzdem aus, um die Encke-Lücke hervorzurufen:

NASA/JPL


(Bild: NASA/JPL)

Sein 7 km kleiner Bruder Daphnis schlägt unterdessen Wellen und schleppt Staub hinter sich her in der Keeler-Lücke:

NASA/JPL


(Bild: NASA/JPL)

Währenddessen zieht der kleine Saturnmond Prometheus, der einen Durchmesser von nur 102 km hat, mit seiner Gravitation Teile des F-Rings hinter sich her, wie man eindrucksvoll auf dieser Aufnahme sehen kann:

NASA/JPL


(Bild: NASA/JPL)

Polare wirbelsturmartige Gebilde, wie dasjenige am Südpol des Saturn, von dem Raumfahrer.net letzten Monat berichtete, sind auch auf der Venus beobachtet worden; nicht nur vor 25 Jahren von der Pioneer-Sonde der NASA, sondern auch im April 2006 von Venus-Express. Dabei ist ein polarer Vortex nicht das Gleiche wie ein Hurrikan. Hurrikans entstehen durch feuchte Luft, die in der Atmosphäre aufsteigt, und sind ausserdem angewiesen auf die Coriolis-Kräfte, das Zusammenwirken der Zirkulation der Atmosphäre und der Drehung des Planeten um seine eigene Achse. Polare Vortices entstehen durch ein Gebiet mit niedrigem Luftdruck, das sich genau aif dem Pol eines Planeten aufhält. Dadurch bewegt sich die Luft aus höheren Atmosphärenschichten nach unten. Polare Vortices gibt es an den Polen aller Planeten mit Atmosphäre, auch an denen der Erde.

In den kommenden Wochen wird es noch zu zwei Flybys von Cassini beim grössten Saturnmond Titan kommen: einer am 12. Dezember, einer am 28. Dezember.

Quellen: Universe Today/JPL
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