<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Module &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/astronautische_raumfahrt/raumstationen/iss/module/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Jan 2026 00:20:11 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Module &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Paolo Nespoli</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-paolo-nespoli/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 20:29:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Mir]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Paolo Nespoli]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=148302</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der italienische Raumfahrer Paolo Nespoli. Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch. Paolo Nespoli wurde am 6. April 1957 in Mailand, Italien geboren. 1988 erhielt er [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-paolo-nespoli/" data-wpel-link="internal">Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Paolo Nespoli</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der italienische Raumfahrer Paolo Nespoli.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paolo Nespoli wurde am 6. April 1957 in Mailand, Italien geboren. 1988 erhielt er einen Bachelor of Science in Luft- und Raumfahrttechnik von der Polytechnic University of New York und 1989 einen Master of Science in Luft- und Raumfahrttechnik von derselben Institution.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1989 kehrte er nach Italien zurück und arbeitete als Konstrukteur bei Proel Tecnologie in Florenz. Dort führte er mechanische Analysen durch und unterstützte die Qualifizierung der Flugeinheiten der Elektronenkanonenbaugruppe, welche als Experiment auf dem Tethered Satellite System (TSS) implementiert war. Der TSS war ein experimenteller seilgefesselter Satellit, der als Beitrag der italiensichen Raumfahrtbehörde ASI (Agenzia Spaziale Italiana &#8211; ASI) an Bord der Space Shuttle Flüge STS-46 (31.07. bis 08.08.1992) und STS-75 (22.02. bis 09.03.1996) flog.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde-klein.jpg" alt="Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day Foto: Kirsten Müller" class="wp-image-148261" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day <br>Foto: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">1991 trat er in die Abteilung Astronautentraining im Europäisches Astronautenzentrum auf dem Gelände des DLR in Köln-Porz ein. Dort war er als Ingenieur für das Astronautentraining zuständig. Er war an der Vorbereitung und Durchführung der europäischen Astronauten-Grundausbildung beteiligt. Er verantwortete auch die Astronautentrainingsdatenbank. Dieses Softwaresystem wird für die Vorbereitung und Verwaltung des Astronautentrainings eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des EUROMIR-Projekts wurde Paolo Nespoli 1995 zum ESTEC nach Noordwijk, Niederlande abgeordnet. Dort führte er das Team, welches den auf der russischen Raumstation Mir verwendeten Payload and Crew Support Computer vorbereitete, integrierte und unterstützte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1996 wurde Paolo Nespoli zum Johnson Space Center der NASA in Houston, Texas, versetzt. Dort arbeitete er in der Spaceflight Training Division. Diese ist an der Vorbereitung des Trainings für die Boden- und In-Orbit-Besatzung der Internationalen Raumstation beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 1998 wurde Paolo Nespoli durch die italienische Raumfahrtagentur zur Europäischen Raumfahrtagentur ESA entsandt. Dort wurde er dann Mitglied des Europäischen Astronautenkorps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen ersten Raumflug absolvierte Paolo Nespoli als Missionsspezialist vom 23.10. bis 07.11.2007 an Bord des Space Shuttle Discovery im Rahmen der Mission STS-120 / ISS 10A. Hauptnutzlast war das U.S. Modul Harmony (Node 2), welches permanent an die Internationale Raumstation installiert wurde. Die Flugdauer dieser Mission betrug 15 Tage, 2 Stunden und 23 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 2008 wurde Nespoli der Expedition 26/27 zugeteilt, einer Langzeitmission zur ISS. Die Expedition 26 startete am 16. Dezember 2010 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan mit dem russischen Raumschiff Sojus TMA-20, in dem Nespoli als Flugingenieur 1 fungierte. Die Expedition 26/27 kehrte am 24. Mai 2011 in der Nähe von Dzheskasgan, Kasachstan, zur Erde zurück. Die Flugdauer dieser Mission betrug 159 Tage, 7 Stunden und 17 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli 2015 wurde Paolo Nespoli im Rahmen der Expeditionen 52 und 53 zur Internationalen Raumstation mit seinem dritten Raumflug beauftragt. Die Mission war Teil eines Tauschabkommens zwischen der NASA und der italienischen Weltraumagentur ASI, an dem auch ESA-Astronauten beteiligt waren. Die Besatzung startete vom Kosmodrom Baikonur an Bord des Raumschiffs Sojus 51S. Nespoli wurde von dem NASA-Astronauten Randy Bresnik und dem russischen Kosmonauten Sergey Ryazanskiy begleitet. Während der Mission führte die Besatzung über 300 wissenschaftliche Experimente und Untersuchungen durch, arbeitete mit vier verschiedenen Raumfahrzeugen zusammen und unternahm vier Weltraumspaziergänge (drei USOS und einen russischen). Die Expedition 52/53 dauerte 138 Tage, 16 Stunden und 56 Minuten. Nespoli war Flugingenieur an Bord der Sojus MS-05 (auch als ISS AF-51S bezeichnet) sowie Flugingenieur der Internationalen Raumstation für die Expedition 52/53.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner drei Raumflüge hat Paolo Nespoli insgesamt 313 Tage, 2 Stunden und 36 Minuten im Weltraum verbracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Asteroid Day 2025 in Luxemburg trafen Kirsten Müller und Ingo Muntenaar den ESA-Astronauten Paolo Nespoli zu einem Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Hatten Sie einen Masterplan in Ihrem Leben? Wann entstand der Wunsch, Astronaut zu werden? Oder war das Ganze eher Zufall? Einfach nach dem Motto: Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich probiere es einfach mal.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Das Leben ist seltsam, und wenn man ein Kind ist, denkt man sich Geschichten oder Ideen aus. Und diese hängen meist mit der Wahrnehmung oder der Umgebung zusammen. Natürlich möchte man jemanden nachahmen, der erfolgreich ist oder interessante Dinge tut. Als ich aufwuchs, gab es den Wettkampf um die erste Mondlandung zwischen Amerikanern und Russen. Das waren seinerzeit Helden. Alle Kinder wollten zu dem Zeitpunkt Astronauten werden. Ich natürlich auch. Irgendwann ist mir dann klar geworden, dass es ein langer Weg zwischen dem Sagen und dem wirklichen Tun ist. Ich hab den Traum erst einmal beiseite geschoben, bis ich später mehr Möglichkeiten hatte. Sagen wir es einfach mal so, ich habe den Traum beiseite geschoben, bis ich reifer wurde. Und dann habe ich mir irgendwann gedacht, dass es doch möglich sei. Es war nicht so einfach. Ganz im Gegenteil, es war sogar sehr kompliziert. Und es dauerte mehrere Jahre. In der Zeit habe ich mir einige Anforderungen für den Job erarbeitet. Nein, einfach war es nicht. Es hat nicht beim ersten Mal, und auch nicht beim zweiten Mal geklappt. Bei der dritten Bewerbung hat es dann geklappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich bin nicht zufällig Astronaut geworden. Ich denke auch nicht, dass es einfach war. Aber es ist nun einmal passiert. Fazit ist, dass man einen Traum haben muss. Träume können Realität werden, andernfalls wäre es kein Traum. Du musst nur daran glauben, dass Du das schaffen kannst. Wenn Du es nicht schaffst, dann musst Du entscheiden, ob Du an Deinem Traum festhältst oder ob Du den Traum auf Eis legst. Und dann versuchst Du halt was anderes. Ja, ich habe es versucht. Es hat nicht geklappt, aber ich habe nicht aufgegeben. Und am Ende hat es sich ausgezahlt. Was ist der Unterschied zwischen jemandem, der in seiner Arbeit ehrlich ist, und jemandem, der zu hartnäckig, zu stur und zu unfähig ist, zu verstehen, dass diese Sache nicht funktionieren wird? Es ist ein sehr schwieriger Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Sie haben insgesamt drei Raumflüge absolviert. Der erste Flug war als Besatzungsmitglied der Space Shuttle Mission STS-120. Die beiden weiteren waren Langzeitmissionen als Besatzungsmitglieder von Expedition 26/27 und Expedition 52/53. Welcher dieser 3 Flüge war der wichtigste und welcher hat am meisten Spaß bereitet?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Jede dieser Missionen hatte ihre eigene Besonderheit. Der erste Flug war mit dem Space Shuttle. Somit war es nur eine Kurzzeitmission. Es war die Krönung eines Traums. Es gab viel Inhalt, aber auch viel Arbeit. Und viele Möglichkeiten, etwas zu vermasseln. Und ich war froh, dass alles geklappt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Langzeitmissionen hatte ich wirklich das Gefühl, dass ich den Job eines Astronauten machte, weil man so lange dort ist und Experimente durchführt. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich zum weiteren Wissen der Menschheit beigetragen habe. Ich kann mich wirklich nicht entscheiden, welche Mission die beste war. Alle waren die besten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Welche dieser Missionen hat am meisten Spaß gemacht?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Ich habe versucht, bei jeder einzelnen Spaß zu haben. Natürlich ist die Shuttle-Mission eine sehr konzentrierte Angelegenheit. Sie haben versucht, so viel wie möglich in die Mission zu packen. Man hat das Gefühl, fast keine Luft mehr zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem hatten wir als Crew Spaß. Wir haben uns gegenseitig Streiche gespielt. Wir haben viele Dinge unternommen, die die Mission leichter, ja sogar lustig gemacht haben. Aber es war eine harte Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Was sind die Hauptunterschiede zwischen der Ausbildung zum Missionsspezialisten für das Space Shuttle und der Ausbildung zum Flugingenieur für die Sojus? Oder was haben sie gemeinsam?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Sie alle haben gemeinsam, dass sie Sie darauf vorbereiten, ein Raumfahrzeug zu steuern, das fliegt und Sie ins All bringt. Daher müssen Sie lernen, wie das Fahrzeug funktioniert, und Sie müssen wissen, wie Sie das Fahrzeug steuern können, falls das System eine Fehlfunktion hat. Sie müssen eine Menge Dinge tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Shuttle ist ein komplizierteres System als die Sojus. Letztendlich sind sie aber mehr oder weniger gleich. Das Shuttle ist etwas technologischer. Es ist etwas komfortabler. Die Sojus ist spartanischer, härter. Aber letztendlich war es mit beiden Fahrzeugen in Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Was halten Sie derzeit von der ISS und der Partnerschaft mit Russland im Bereich der bemannten Raumfahrt? Wird es in Zukunft gemeinsame bemannte Missionen geben? Wird es gemeinsame Wissenschaftsprogramme im Weltraum geben?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Ich weiß es nicht. Ich kann diese Frage nicht beantworten, weil ich kein Politiker bin. Ich kann nur sagen, dass man im Weltraum seine Flagge auf der Kleidung trägt. Man kommt aus einem bestimmten Land. Ich komme aus Italien und bin Teil der Europäischen Weltraumorganisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eigentlich würde ich sagen, dass man sich im Weltraum vor allem als Teil einer Crew fühlt. Als Teil der Menschheit, die außerhalb des Planeten etwas zu tun hat. Die Nationalität spielt keine große Rolle. Vielleicht beim Fotografieren: „Oh, schau mal, da ist Italien.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sind weniger mit den Vereinigten Staaten oder Russland verbunden. Ich denke, wenn wir in Zukunft das Sonnensystem erforschen und vielleicht nach anderen Planeten suchen wollen, müssen wir das gemeinsam tun. Es wäre also schade, wenn wir unsere Ressourcen und Fähigkeiten nicht bündeln würden und stattdessen weiterhin als einzelne Nationen vorgehen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir verpassen die Chance, gemeinsam voranzukommen. Aber Sie wissen ja, Politik ist Politik, und darauf habe ich keinen Einfluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Das ist genau die Frage. Wie beeinflusst die Politik diese Dinge?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Ich bin Ingenieur. Ich bin kein Politiker, ich bin kein Philosoph. Es fällt mir schwer, diese Fragen zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin der Meinung, wir sollten zusammenarbeiten. Aber ich verstehe, dass die Dinge aus politischer Sicht anders aussehen. Ich kann anderer Meinung sein, aber wer bin ich schon?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche mir, dass die Politiker, oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, einen größeren Blickwinkel haben und uns nicht als kleine Einheiten betrachten, sondern als ein Team, das tatsächlich versucht, etwas zu finden, das für alle von Vorteil ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Wir haben gerade mitbekommen, dass das NASA-Budget um ein Drittel gekürzt werden soll. Was geschieht mit dem Artemis-Programm? Was geschieht mit dem Space Launch System? Was mit der Orion Kapsel und was mit der Station im Mondorbit namens Gateway?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Diese Frage ist ja noch wesentlich komplizierter. Wir sprechen hier über Politik, wir sprechen über Geld, wir sprechen über Kooperationen. Ich weiß es einfach nicht. Diese Frage kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Ich habe keine aktuellen Informationen oder Daten, um diese Frage zu beantworten. Ich weiß, dass wir jetzt merkwürdige, schwierige Zeiten haben. Anders, schwierig, merkwürdig, wie auch immer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Allgemeinen war ich kein Fan der Artemis-Mission. Nicht, weil ich nicht an die Mission glaube, sondern weil ich denke, dass man, wenn man über eine bestimmte Summe Geld verfügt und diese für eine Weltraummission einsetzen möchte, zum Mars fliegen sollte und nicht beim Mond Halt machen sollte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="347" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg" alt="Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller" class="wp-image-148263" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg 347w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 347px) 100vw, 347px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts)

Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man beim Mond Halt macht, nimmt man alle Ressourcen mit, die man dringend benötigt. Es ist eine komplizierte Situation. Eine Reise zum Mars würde wahrscheinlich ein 15-jähriges Projekt erfordern, was irgendwie im Widerspruch zu unserem politischen Umfeld und der Funktionsweise unserer Gesellschaft steht. Als Politiker macht man nichts, was 15 Jahre dauert, und vielleicht nimmt man Geld aus dem Bildungsbereich oder den Krankenhäusern weg, es ist schwierig, so etwas durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte nicht in der Haut der Politiker stecken, die darüber entscheiden müssen. Bisher haben sie beschlossen, den Mars beiseite zu lassen. Ich glaube, sie haben sich für den Mond entschieden, weil sie erkannt haben, dass der Mars zu kompliziert ist. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Sprechen wir über das Hier und Jetzt. Wir befinden uns beim Asteroid Day in Luxemburg. Der 30. Juni dieses Jahres erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Krasnojarsker Gebiet. Der Asteroid Day soll das Bewusstsein für die Gefahr eines Asteroiden- oder Kometeneinschlags in die Erdatmosphäre schärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sind Ihre Visionen für die Asteroidenabwehr?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Bislang sind wir in Schwierigkeiten, denn wenn wir entdecken würden, dass etwas auf uns zukommt, glaube ich nicht, dass wir in der Lage wären, etwas dagegen zu unternehmen. Wir haben es nach und nach versucht. Es gab die DART-Mission, die gezeigt hat, dass wir etwas tun können, aber es ist kompliziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Asteroid, der auf die Erde zukommt, wäre ein Problem. Aber wissen Sie, die Menschheit hat sich noch nie von Problemen einschüchtern lassen. Jedes Mal, wenn wir ein Problem hatten und eine Lösung finden mussten, haben wir sie gefunden. Selbst am Anfang schien es unmöglich. Deshalb denke ich, dass dieser Asteroid Day eine gute Gelegenheit ist, um das Thema wichtig zu machen und den Menschen klar zu machen: Okay, im Moment kommt kein Asteroid auf uns zu, aber es könnte passieren. Und wenn wir entdecken, dass ein Asteroid auf uns zukommt, was können wir dann tun? Nichts. Heute nichts. Wir sollten besser mit der Planung beginnen. Laut Statistik könnte einer auf uns zukommen, aber wir hoffen, dass das nicht passiert. Und wir hoffen, dass das noch lange nicht passiert. Aber wenn es passiert, sollten wir bereit sein. Es ist nicht unvermeidlich, dass wir nicht bereit sind und akzeptieren, dass wir einfach verschwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das könnte ein großer Asteroid mit uns anstellen. Stimmt&#8217;s, Dorin? <em>(Anmerkung der Redaktion: der rumänische Kosmonaut D</em><em>umitru Dorin Prunariu saß während des Interviews mit uns am Tisch)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Letztes Jahr haben wir Julie Payette am Asteroid Day interviewt. Und sie sagte, dass Dinosaurier nicht intelligent genug waren, aber wir sind intelligent genug, um Asteroiden zu finden, bevor sie uns finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Wir finden sie, und dann?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli: </strong>Es gibt mehrere Schritte. Bislang haben wir noch keinen großen Asteroiden gefunden, der auf die Erde treffen könnte. Aber wenn wir einen finden würden, hätten wir jetzt ein Problem. Aber schon allein das Finden ist ein Schritt. Wenn man ein Problem nicht sieht, kann man es auch nicht lösen. Man löst ein Problem Schritt für Schritt. Und wenn man einen findet, kann man einen Satelliten oder etwas Ähnliches mit Hilfe der Orbitalmechanik in seine Nähe schicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionen hier <em>(Anmerkung der Redaktion: HERA und DART)</em> sind keine einfachen Dinge. Man wacht nicht morgens auf, wirft etwas ins All und macht das einfach so. Es sind komplizierte Missionen. Es gibt eine Menge Dinge, die wir lernen müssen. Wenn wir etwas lernen müssen, wenn wir etwas tun, dann ist es beim nächsten Mal natürlich einfacher. Am Anfang ist es sehr schwer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gilt für alles. Heute ist es für uns einfach, ein Glas herzustellen <em>(nimmt dabei ein Glas in die Hand)</em>, aber als man damit begann, war es nicht so einfach. Die Herstellung eines Mobiltelefons <em>(nimmt dabei ein Mobiltelefon in die Hand)</em> oder eines Kugelschreibers ist kompliziert. Heute ist es für uns einfach, weil wir wissen, wie es geht. Das müssen wir erreichen, um dieses mögliche Problem lösen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>O.K. Das waren unsere Fragen. Vielen Dank. Jetzt bleibt nur noch eine Sache. Wir würden gerne mit Ihnen zusammen ein Photo machen. Und ich weiß auch schon, wer das Photo machen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Lacht. <em>(Anmerkung der Redaktion: Wir übergeben Prunariu das Mobiltelefon.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg578455#msg578455" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-paolo-nespoli/" data-wpel-link="internal">Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Paolo Nespoli</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Christer Fuglesang</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-christer-fuglesang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 13:42:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Mir]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Christer Fuglesang]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[STS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=148313</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der schwedische Raumfahrer Christer Fuglesang. Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch. Christer Fuglesang ist ein europäischer Astronaut schwedischer Abstammung. Er wurde am 18. März 1957 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-christer-fuglesang/" data-wpel-link="internal">Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Christer Fuglesang</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der schwedische Raumfahrer Christer Fuglesang.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang ist ein europäischer Astronaut schwedischer Abstammung. Er wurde am 18. März 1957 in Stockholm, Schweden, geboren. 1981 erwarb er einen Master of Science in Ingenieurphysik an der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm. 1987 promovierte er in experimenteller Teilchenphysik an der Universität von Stockholm, und 1991 wurde er an dieser Universität Dozent für Teilchenphysik. 2006 wurde er zum außerordentlichen Professor an der Königlichen Technischen Hochschule ernannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits als angehender Doktorand forschte Fuglesang am Europäischen Forschungszentrum für Teilchenphysik (CERN) am UA5-Experiment über Proton-Antiproton-Kollisionen. 1988 nach seiner Promotion bekam er dort eine Festanstellung und arbeitete am CPLEAR-Experiment, das sich mit K-Mesonen beschäftigt. Nach einem Jahr wurde er Gruppenleiter am Teilchenidentifikations-Subdetektor. Im November 1990 erhielt Fuglesang eine Stelle am Manne-Siegbahn-Institut für Physik in Stockholm, blieb aber noch ein weiteres Jahr am CERN, wo er an dem neuen Projekt Large Hadron Collider (LHC) arbeitete.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Christer Fuglesang während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Christer Fuglesang während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde-klein.jpg" alt="Christer Fuglesang während der Autogrammstunde Bild: Kirsten Müller" class="wp-image-148258" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Christer Fuglesang beim Asteroid Day während der Autogrammstunde<br>Foto: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang bewarb sich für eine ausgeschriebene Stelle bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) als Astronaut. Er wurde im Mai 1992 für das Astronautenkorps der ESA mit Sitz im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln, Deutschland, ausgewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 1996 trat Christer Fuglesang in die Klasse der Missionsspezialisten im Johnson Space Center der NASA in Houston, USA, ein. Im April 1998 qualifizierte er sich für den Einsatz als Missionsspezialist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang verbrachte auf seinen beiden Raumflügen insgesamt 26 Tage, 17 Stunden und 37 Minuten im Weltraum, davon 31 Stunden und 54 Minuten bei fünf Weltraumausstiegen außerhalb druckbeaufschlagter Module.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine erste Space Shuttle Mission STS-116 erfolgte vom 9. bis 22. Dezember 2006. Während dieser Mission wurde von der Besatzung das P5-Gitterstrukturelement zur Raumstation befördert. In den nachfolgenden Tagen wurde das P5-Modul bei mehreren Außenbordeinsätzen in den Gitterstrukturelementverbund integriert. Die Missionszeit betrug 12 Tage, 20 Stunden und 45 Minuten. Bei drei Weltraumausstiegen verbrachte Fuglesang 18 Stunden und 14 Minuten im freien Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Raumflug von Christer Fuglesang STS-128 fand vom 29. August bis zum 2. September 2009 statt. Fuglesang konnte auf diesem Flug weitere 13 Tage, 20 Stunden und 53 Minuten auf seinem Flugkonto verbuchen, davon zwei weitere Weltraumspaziergänge mit einer Gesamtdauer von 13 Stunden und 40 Minuten. Dieser Flug war ein Logistikflug, bei dem das MPLM (Multi-Purpose Logistics Module) Leonardo zur Nutzlast gehörte. Es wurden Experimente und Flughardware zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht, um diese für eine sechsköpfige Besatzung auszurüsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang beendete im Jahr 2017 seine aktive Karriere als Astronaut bei der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Asteroid Day 2025 in Luxemburg trafen Kirsten Müller und Ingo Muntenaar den ESA-Astronauten Christer Fuglesang zu einem Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Hatten Sie einen Masterplan in Ihrem Leben? Wann entstand der Wunsch, Astronaut zu werden? Oder war das Ganze eher Zufall? Einfach nach dem Motto: &#8222;Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich probiere es einfach mal.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Ich habe niemals studiert, um einmal Astronaut zu werden. Ich war immer an Mathematik und Physik interessiert. Mein größeres Interesse galt allerdings der Physik. Ich habe einen Doktorgrad in Physik erlangt. Dann habe ich eine Forschungsstelle bei CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) außerhalb von Genf angeboten bekommen. Eines Tages habe ich dann in einer Tageszeitung eine Anzeige der ESA gelesen. Es wurden Astronauten für zukünftige Raumflüge mit europäischen Astronauten gesucht. Dann habe ich erst einmal überlegt. Sollte ich es wirklich mal in den Weltraum schaffen dann müsste ich jetzt aktiv werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Sie haben sich nur ein einziges Mal beworben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Ja. Der Bewerbungsprozess hat sich über 2 Jahre hingezogen. Im Mai 1992 waren wir dann nur noch 6 Bewerber. Also wurden wir dann als 2. Bewerbergruppe zu ESA-Astronauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Sie waren das Ersatzcrewmitglied für Thomas Reiter auf seinem Sojus TM-22 / Euromir 95-Flug. Was sind die Hauptunterschiede zwischen der Ausbildung zum Missionsspezialisten für das Space Shuttle und der Ausbildung zum Flugingenieur für die Sojus? Oder was haben sie gemeinsam?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Gemeinsamkeiten sind Checklisten. Wir haben immer nach Checklisten gearbeitet. Aber im russischen Programm musste man mehr über die einzelnen Bordsysteme wissen. Wir mussten sehr viel mehr über die einzelnen Systeme lernen. Ich habe natürlich nicht nur für einen Soyuzflug trainiert sondern auch für einen Langzeitaufenthalt auf der Raumstation Mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mir-Station hatte nicht solche Kontaktzeiten zu Bodenstationen, wie es heute die ISS hat. Die Kontaktzeiten zur Bodenstationen waren bei der Mir-Station wesentlich kürzer. Daher musste man sämtliche Systeme viel besser kennen, weil man längere Zeit autark arbeiten musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Space Shuttle wurde man beinahe rund um die Uhr durch Bodenstationen überwacht. Die Space Shuttle Missionen waren sehr kompakte Missionen. Die Bordzeit wurde sehr effizient genutzt. Sämtliche Arbeiten mussten während der Flugzeit abgearbeitet werden. Aber wir haben gelernt, unsere Arbeiten hauptsächlich nach Checklisten abzuarbeiten. Das war bei Situationen der Fall, in denen wir vom Erwartbaren abgewichen sind, also unplanmäßige Situationen während des Fluges.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Lassen Sie uns mal über ihre erste Space Shuttle Mission STS-116 sprechen. Sie wurden für diese Mission als EVA-Teammitglied ausgebildet. Von den 5 Raumspaziergängen haben Sie insgesamt 3 absolviert. Der vierte Raumspaziergang war ein unplanmäßiger Ausstieg. Den haben Sie gemeinsam mit Robert Curbeam absolviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie haben Sie diesen unplanmäßigen EVA geplant? Oder haben Sie solche unerwarteten Ereignisse im großen Schwimmbecken im Johnson Space Center in Houston trainiert (NBL – Neutral Buoyancy Tank / Schwimmbecken als Teil der Sonny Carter Training Facility)?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Anmerkung der Redaktion: Bei EVA 3 setzten die Astronauten Robert Curbeam und Sunita Williams als „Zusatzaufgabe“ zur EVA auch die Arbeit am Einfahren eines klemmenden Solarzellenauslegers fort. Weitere sechs Abschnitte des P6 (Solarzellenausleger an der Backbordseite) konnten vollständig eingefahren werden. Am Ende des EVA 3 waren somit noch 11 Abschnitte übrig, die manuelle Hilfe zum vollständigen Einfahren des Solarzellenauslegers benötigten. Diese Arbeiten wurden bei dem unplanmäßigen Weltraumspaziergang am 18. Dezember 2006 von Robert Curbeam und Christer Fuglesang durchgeführt.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Natürlich haben wir im NBL außergewöhnliche Szenarien trainiert für den Fall, dass etwas schiefgeht. Aber für diese besondere Reparaturmaßnahme hatten wir keinen Plan. Als wir diesen Weltraumausstieg gestartet hatten, wusste noch niemand genau, wo der Fehler lag. Wir hatten einige improvisierte Werkzeuge dabei. Uns hatte die Bodenstation Anweisungen gegeben, wie wir diese selbstgebauten Werkzeuge bauen sollten. In der Kabine hatten wir dann einige Teile mit Tape zusammengebaut und damit sollten wir dann bei unserem Raumspaziergang an den klemmenden Solarzellenfeldern herummanipulieren in der Hoffnung, diese bewegen und lösen zu können. Dabei mussten wir sehr vorsichtig mit diesen Solarzellen sein. Bei voller Sonneneinstrahlung haben diese Solarzellen 60 Volt Gleichstrom produziert und man konnte diese Stromerzeugung nicht abschalten. Wir mussten also sämtliche metallischen Teile an unseren Raumanzügen isolieren, um nicht Gefahr zu laufen, dass wenn wir doch versehentlich die Solarzellenausleger berühren, es zu einem Stromschlag kommt. Also ja, es war schon ein sehr interessanter Weltraumspaziergang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, wir waren nur 2 Personen, die an diesem Unternehmen direkt beteiligt waren. An Bord des Space Shuttle und der Internationalen Raumstation waren 8 Personen, von der Bodenkontrollstation haben ebenfalls hunderte Leute zugeschaut. Gemeinsam haben wir an dem Problem gearbeitet und konnten es lösen. Ja, wir konnten am Ende den kompletten Solarzellenausleger einfahren. Für mich war es der interessanteste Weltraumspaziergang.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Anmerkung der Redaktion zum Flug STS-128: Als Sie etwa 20 Minuten nach dem Start von STS-128 über Deutschland flogen, sah ich das Space Shuttle und den externen Tank nebeneinander fliegen. Das war in der Morgendämmerung des 29. August 2009, und für mich war es ein großartiger Anblick. Es war das erste Mal, dass ich eine Raumfähre so kurz nach dem Start gesehen habe.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>: </strong>Warum haben Sie nie einen Langzeitflug auf der ISS gemacht?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Ganz einfach. Schweden hat nicht genug Geld bezahlt. Es hat nichts damit zu tun, dass ich keinen Langzeitflug hätte machen wollen. Es ging auch nicht darum, dass ich nicht kompetent genug wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach meinem ersten Flug hatte ich den damaligen DG (Generaldirektor der ESA) Jean-Jacques Dordain (Direktor von Juli 2003 bis Juni 2015) getroffen. Er sagte mir, dass ich mit meinem ersten Raumflug eine sehr gute Arbeit geleistet hatte. Er sagte mir auch, dass es für mich einen weiteren Space Shuttle Flug in der Zukunft gäbe. Und das wäre es dann für mich gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch wenn er dass nicht gesagt hätte, hätte ich mir denken können, dass es das gewesen ist. Ich war da bereits lange genug bei der ESA. Wenn Dein Land genug für bemannte Raumfahrt bezahlt, steigen Deine Chancen für weitere Flüge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Wir wollen jetzt einfach mal die politischen Fragen auslassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Nein, nein, die sind schon sehr wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Gut, es ist Ihre Zeit, die wir hier beanspruchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wir momentan sehen ist, dass die NASA ihr Budget sehr stark kürzen wird. Am 2. Mai 2025 veröffentlichte die Trump-Regierung ihren Haushaltsvorschlag für das Jahr 2026 für die NASA, der die Einstellung der Programme Orion und SLS nach Artemis III vorsieht. Was aus den weiteren Flügen im Rahmen des Artemis-Programms wird, weiß zur Zeit keiner. Die Besatzungsgröße bei den Crew Dragon Flügen wird möglicherweise auf nur noch einen NASA Astronauten reduziert werden. Die Besatzung würde bei drei verbliebenen Crew-Mitgliedern vermutlich aus einem NASA-Astronauten, einem russischen Raumfahrer und einem internationalen Besatzungsmitglied zusammengesetzt werden <em>(Anmerkung der Redaktion: Ansicht von Raumfahrer.net)</em>. Ein weiterer NASA-Astronaut wird dann zukünftig bei einer Crewgröße von 3 Personen entweder gar nicht erst nominiert werden oder auf einen kommenden Flug umgebucht werden. Es würde abgesehen von den bereits im Flugplan stehenden Orion-Flügen keine weiteren Orion-Raumfahrzeuge mehr gebaut werden. Genauso sieht es bei der Trägerrakete SLS (Space Launch System) aus. Die in Entwicklung befindliche Mondstation LOP-G (Lunar Orbital Platform-Gateway) steht durch die Haushaltskürzungen wohl ebenfalls vor dem Aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wird die Einstellung sämtlicher Aktivitäten Europa, Kanada und Japan beeinflussen? Was können diese Staaten tun, wenn die Vereinigten Staaten nicht mehr am Mondexplorationsprogramm teilnehmen?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg" alt="Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" class="wp-image-148260" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) 
Foto: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Stellen wir uns einfach mal vor, dass Europa genauso viel bezahlt, wie es die USA nach den Budgetkürzungen macht. Wir (Anmerkung der Redaktion: Europa), können eine Menge machen. Wir sollten uns nicht darüber beschweren, dass die NASA ihr Raumfahrtbudget kürzt. Es ist dann immer noch einiges höher als unser Budget. Es ist auch nicht so, dass die NASA das Raumfahrtbudget kürzt. Trump möchte das. Und der U.S. Kongress wird die entsprechenden Beschlüsse dazu fassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Budgetkürzungen so drastisch ausfallen, wie Trump es vorgeschlagen hat. Es wird bestimmt Kürzungen geben. Aber es werden hauptsächlich Kürzungen im Wissenschaftsprogramm stattfinden. Bei der Erkundung des Weltraums sollen nicht so drastische Kürzungen durchgeführt werden. Trump schlägt vor, dass Gelder, die für die Mondexploration vorgesehen waren, für die Marsexploration ausgegeben werden. Er möchte, dass man schneller zum Mars kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er möchte auch, dass man das Space Lauch System einstellt. Das ist übrigens auch meine Meinung. SLS ist nicht nachhaltig und darüber hinaus sehr teuer. Bevor Trump zurück ins Amt kam, war meine Meinung die, dass SLS drei mal fliegen würde. Danach hätte ich mir vorstellen können, dass man Starship oder möglicherweise die New Glenn Rakete einsetzen würde. Es wird möglicherweise eine Verzögerung im Artemis-Programm geben. Ich glaube aber nicht, dass das Programm nach dem Artemis-III Flug gestoppt wird. Die orbitale Mondstation Gateway wird möglicherweise nicht gebaut werden. Ich war sowieso nicht von Gateway überzeugt. Natürlich ist es gut, wenn wir Infrastruktur im Weltraum, und auch um den Mond, aufbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich auf die Monderkundung konzentrieren möchte, Erkundung der Mondoberfläche und eine Station auf der Mondoberfläche, ist es dann preiswerter, wenn man eine orbitale Mondstation baut (Gateway), oder ist es preiswerter, wenn man den Mond direkt anfliegt? Ich bin nicht traurig, wenn Gateway nicht kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Europa ist es sehr traurig. Da haben wir in die Orion-Kapsel investiert. Und möglicherweise gibt es da nur noch 2 weitere Flüge. Wir bauen auch zur Zeit Module für Gateway. Wir können unsere Zukunft doch selbst gestalten. Wir können das fehlende Geld doch selber einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Sprechen wir über das Hier und Jetzt. Wir befinden uns beim Asteroid Day in Luxemburg. Der 30. Juni dieses Jahres erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Krasnojarsker Gebiet. Der Asteroid Day soll das Bewusstsein für die Gefahr eines Asteroiden- oder Kometeneinschlags in die Erdatmosphäre schärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sind Ihre Visionen für die Asteroidenabwehr?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Ich finde das, was wir gerade machen, sehr gut. Wir verbessern uns gerade bei den Beobachtungsmethoden. Und parallel dazu können wir neue Methoden entwickeln. Wenn wir etwas auf uns zukommen sehen, können wir Maßnahmen ergreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die HERA- (als Teil der Asteroid Impact and Deflection Assessment Zusammenarbeit) und die DART- (Double Asteroid Redirection Test) Missionen sind die ersten Missionen, bei denen wir so etwas austesten. Zukünftig sollten wir uns weiter in Richtung Techniken zum Ablenken von Asteroiden aus ihrer Bahn konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Vielen Dank für das Gespräch. Zum Abschluss hätten wir gerne noch ein gemeinsames Photo. Ist das möglich?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg578295#msg578295" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-christer-fuglesang/" data-wpel-link="internal">Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Christer Fuglesang</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>XXXV. ASE Planetary Congress Noordwijk – ISS und Updates der Raumfahrtbehörden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/xxxv-ase-planetary-congress-noordwijk-iss-und-updates-der-raumfahrtbehoerden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Feb 2025 18:55:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[CSA]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=146843</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vom 29. September bis zum 6. Oktober 2024 fand unter dem Motto „Generation Space – Shaping the future together“ der XXXV. ASE Planetary Congress in den Niederlanden statt. Themen in der zweiten technischen Vortragsreihe waren die Internationale Raumstation und Updates der Raumfahrtbehörden. Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Kongressbesuch. Die technischen Vorträge am zweiten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/xxxv-ase-planetary-congress-noordwijk-iss-und-updates-der-raumfahrtbehoerden/" data-wpel-link="internal">XXXV. ASE Planetary Congress Noordwijk – ISS und Updates der Raumfahrtbehörden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><br><br><br><strong>Vom 29. September bis zum 6. Oktober 2024 fand unter dem Motto „Generation Space – Shaping the future together“ der XXXV. ASE Planetary Congress in den Niederlanden statt. Themen in der zweiten technischen Vortragsreihe waren die Internationale Raumstation und Updates der Raumfahrtbehörden.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Kongressbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die technischen Vorträge am zweiten Kongresstag wurden ebenfalls im ESTEC, unter dem Vorsitz des ehemaligen ESA-Astronauten Pedro Duque (STS-95; Soyuz TMA-3), gehalten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Matthias Maurer gab ein Update zu den ESA-Aktivitäten. Am 22. April 2024 haben die sechs neuesten ESA-Astronautinnen und -Astronauten Sophie Adenot, Rosemary Coogan, Pablo Alvarez Fernández, Raphaël Liègeois und Marco Sieber ihre Astronautenzertifikate erhalten. Sophie Adenot wird ihren ersten Raumflug 2026 machen, Raphaël Liègeois nach ihr. Es gab zwei Raumflüge von ESA-Astronauten: der Däne Andreas Mogensen war mit seiner Huginn-Mission Teil der ISS-Expeditionen 70 und 71 und wurde auf der ISS von der Privatmission Axiom-3 mit dem schwedischen ESA-Reserveastronauten Markus Wandt besucht. Für 2024 und 2025 sind ansonsten keine Langzeitmissionen mehr von europäischen Astronauten geplant.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/ESA_astronaut_class_of_2022_graduation_ceremony-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESA-Astronautenklasse 2022 beim Abschluss ihrer Grundausbildung am 22. April 2024 Bild: ESA" data-rl_caption="" title="ESA-Astronautenklasse 2022 beim Abschluss ihrer Grundausbildung am 22. April 2024 Bild: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="462" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/ESA_astronaut_class_of_2022_graduation_ceremony-260-px.jpg" alt="ESA-Astronautenklasse 2022 beim Abschluss ihrer Grundausbildung am 22. April 2024 Bild: ESA" class="wp-image-146835" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/ESA_astronaut_class_of_2022_graduation_ceremony-260-px.jpg 462w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/ESA_astronaut_class_of_2022_graduation_ceremony-260-px-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 462px) 100vw, 462px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">ESA-Astronautenklasse 2022 beim Abschluss ihrer Grundausbildung am 22. April 2024 
Bild: ESA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Rücktransport von Fracht aus dem LEO (Low Earth Orbit, niedrigen Erdorbit) sind im Mai 2024 zwei Verträge, mit TEX und mit TAS-1, unterzeichnet worden. Einer davon wird kommendes Jahr verlängert. Auch wurde das European Service Module ESM-3 am KSC abgeliefert und man ist dabei, ESM-4 bis ESM-6 zu integrieren. Für das Mondlandeelement (LDE, Lunar Descent Element) Argonaut, das Teil von Artemis werden soll, wurde TAS-1 als primärer Vertragspartner ausgewählt. Im Oktober wird die Auswahl eines Triebwerkes erwartet. Für das ExoMars / Rosalind Franklin-Projekt ist zwischen der ESA und der NASA ein Memorandum of Understanding unterschrieben worden. Auch fand am 9. Juli 2024 der Erstflug einer Ariane-6 statt. Recht ausführlich ging Maurer auf LUNA, die Anlage zur analogen Mondsimulation auf dem DLR-Gelände in Köln-Porz, ein. Diese stand vor einem Jahr noch nicht und wurde am 25. September 2024 eröffnet. Im Innenbereich wurde mit künstlichem Regolith die Mondoberfläche nachempfunden. Die Anlage verfügt über einen Sonnensimulator, ein System zur Reduzierung von Schwerkraft, unterstützende Kontroll- und Laboreinrichtungen, Raumanzüge zur Simulation und regenerative Energiesysteme und ermöglicht auch die Simulation mit Rovern und Robotern, außerdem wird dort am Projekt EDEN-LUNA zur Entwicklung von Pflanzenzucht zur Ernährung in geschlossenen Systemen gearbeitet. Es wird auch eng mit der benachbarten :envihab-Anlage des DLR für Raumfahrtmedizin zusammengearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JAXA</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der japanische Raumfahrer Koichi Wakata (5 Raumflüge: STS-72; STS-92; STS-119 / ISS-18 / ISS-19 / ISS-20 / STS-127; Soyuz TMA-11M / ISS-38 / ISS-39; SpaceX Crew-5 / ISS-68) hat ein Update über die japanische Raumfahrtorganisation JAXA gegeben. Wakata erwähnte gleich zu Beginn seines Vortrags, dass er nicht als Repräsentant von JAXA spricht, sondern mangels JAXA-Vertreter beim ASE-Kongress lediglich die von JAXA vorbereiteten Folien vorträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koichi Wakata ist am 31. März 2024 aus dem japanischen Astronautenkorps ausgetreten und hat sich der privaten Raumfahrtfirma Axiom Space angeschlossen. Diese Firma repräsentiert er im asiatisch-pazifischen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Wakata vorgestellte Organisationsstruktur des JAXA Management Boards sieht zwei altbekannte japanische Raumfahrer. Dr. Chiaki Mukai (2 Raumflüge: STS-65; STS-95) hält die Position der Beraterin des JAXA-Generaldirektors. Akihiko Hoshide (3 Raumflüge: STS-124; Soyuz TMA-05M / ISS-32 / ISS-33; SpaeX Crew-2 / ISS-65 / ISS-66) kam am 9. November 2021 von seinem Langzeitflug zurück und hat im Management Board die Position des stellvertretenden Programm Managers übernommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Status der weiteren aktiven japanischen Raumfahrer sieht wie folgt aus:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Satoshi Furukawa (2 Raumflüge: Soyuz TMA-02M / ISS-28 / ISS-29; SpaceX Crew-7 / ISS-69 / ISS-70) befindet sich nach der Landung von SpaceX Crew-7 und somit der Beendigung seines Langzeitaufenthalts auf der ISS am 12. März 2024 in der Regenerationsphase.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kimiya Yui (1 Raumflug: Soyuz TMA-17M / ISS-44 / ISS-45) befindet sich gerade im Training für eine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation und ist als Missionsspezialist für den ersten kommerziellen Flug des Boeing CST-100 Starliner nominiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Takuya Onishi (1 Raumflug: Soyuz MS / ISS-48 / ISS-49) hat im September an der ESA-Analogmission PANGAEA ((Planetary Analogue Geological and Astrobiological Exercise for Astronauts). Der PANGAEA-Ausbildungskurs soll den Astronauten die grundlegenden Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten im Bereich Feldgeologie und Astrobiologie vermitteln, die sie benötigen, um bei künftigen Planetenerkundungsmissionen zum Mond und zum Mars als Wissenschaftler im Einsatz zu sein. Mittlerweile ist er als Missionspezialist für die im Februar angesetzte Mission SpaceX Crew-10 eingeteilt worden. Daher befindet er sich derzeit im Training für eine Langzeitmission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Norishige Kanai (1 Raumflug: Soyuz MS-07 / ISS-54 / ISS-55) befindet sich ebenfalls im Training und wartet auf die Nominierung zu seinem nächsten Raumflug. Zur Zeit unterstützt er u. a. ausländische Studenten beim Kibo-Nutzungsprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Januar 2024 unterstützt Akihiko Hoshide das JAXA-Büro in Houston als Senior Manager. Gleichzeitig ist er die Verbindungsperson der JAXA zum Astronautenbüro der NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden am 28. Februar 2023 ausgewählten neuen japanischen Astronauten Ayu Yoneda und Makoto Suwa befinden sich weiterhin im Basistraining. Im April 2024 haben sie die ESA-Einrichtungen besucht und an einer Parabelflugkampagne der ESA teilgenommen. Als nächstes werden sie die NASA-Einrichtungen kennenlernen und u. a. Trainings im Bereich Robotik erhalten. Nach derzeitiger Planung (Stand 1. Oktober 2024) wird erwartet, dass die beiden Nachwuchsraumfahrer im November 2024 ihr Basistraining abschließen. Danach folgt die Zertifizierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Planungen für die neuen Mondmissionen im Artemis-Programm schreiten voran. Als eines der drei ersten Experimente ist das LDA (Lunar Dielectric Analyzer) für Artemis-III ausgewählt worden. Dieses Experiment wird federführend durch die University of Tokyo betreut und von JAXA unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NASA und das japanische Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT &#8211; Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology) haben am 9. April 2024 ein Abkommen zur Förderung der nachhaltigen Erforschung des Mondes durch den Menschen unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Japan wird einen druckbeaufschlagten Rover für die Erkundung des Mondes mit Besatzung entwerfen, entwickeln und betreiben. Dabei kann dieser Rover astronautisch oder robotisch betrieben werden. Die NASA wird für den Start und die Landung des Rovers zum Mond sorgen und japanischen Astronauten zwei Gelegenheiten bieten, die Mondoberfläche zu betreten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/NATHANREINDS-ASE2024-01102024-LR-5-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Koichi Wakata stellt japanischen Mondrover vor Bild: Nathan Reinds" data-rl_caption="" title="Koichi Wakata stellt japanischen Mondrover vor Bild: Nathan Reinds" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="390" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/NATHANREINDS-ASE2024-01102024-LR-5-260-px.jpg" alt="Koichi Wakata stellt japanischen Mondrover vor Bild: Nathan Reinds" class="wp-image-146838" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/NATHANREINDS-ASE2024-01102024-LR-5-260-px.jpg 390w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/NATHANREINDS-ASE2024-01102024-LR-5-260-px-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/NATHANREINDS-ASE2024-01102024-LR-5-260-px-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 390px) 100vw, 390px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Koichi Wakata stellt japanischen Mondrover vor<br>Bild: Nathan Reinds</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Auskunft von Koichi Wakata soll der Rover von Toyota Motor Corporation entwickelt und gebaut werden. Zur Zeit macht man sich Gedanken, ob dieses Vehikel ein Sichtfenster bekommt, oder aber mittels Kameras die Außenansicht auf Monitoren innerhalb der Kabine darstellt. Strukturingenieure halten die Möglichkeit von Sichtfenstern innerhalb eines druckbeaufschlagten Systems, welches auch Schläge durch Bodenunebenheiten aufnehmen muss, für einen Albtraum. Astronauten dagegen bevorzugen aber genau solche Fenster, weil sie dann genau sehen können, wohin sie fahren. Gleichzeitig haben sie die Umgebung ohne gravierende Sichtfeldeinschränkung im Blick.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Zwischenruf „Die Qualität und Lebensdauer der japanischen Autos muss aber stimmen“ aus dem Publikum wurde der Vortrag von Koichi Wakata beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>NASA</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Statusreport wurde von Mike Fincke (3 Flüge: Soyuz TMA-4 / ISS-09; Soyuz TMA-13 / ISS-18; STS-134) als Repräsentant der NASA gegeben. Als langjähriges Mitglied des NASA-Astronautenkorps hat er natürlich einen sehr tiefen Einblick in seine Organisation. Das Motto des Astronautenkorps lautet: „We train and fly for the benefit of humankind and provide crew perspective and leadership for all aspects of human space exploration“, was übersetzt werden kann mit: „Wir trainieren und fliegen zum Wohle der Menschheit und bieten aus der Astronautenperspektive die Sichtweise und die Führungsqualitäten für alle Aspekte der menschlichen Erforschung des Weltraums.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach gab er eine sehr ausführliche Übersicht über die Zusammensetzung des Astronautenkorps. Im Jahr 2000 hatte das Korps eine maximale Größe von beinahe 150 Astronauten. Diese ist auf momentan 48 Raumfahrer zusammengeschrumpft. Damit hat die NASA die kleinste Kadergröße seit fast 20 Jahren durchschritten. Dabei muss sich der Astronautenkader folgenden Herausforderungen stellen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zielvorgaben der NASA für Weltraumflüge erreichen</li>



<li>Wartung der Internationalen Raumstation und Entwicklung / Ermöglichung des Stationsbetriebs in der niedrigen Erdumlaufbahn</li>



<li>Durchführung von astronautischen Raumfahrtmissionen mit unterschiedlichen Raumfahrzeugen</li>



<li>Unterstützung bei der Konzeption und Entwicklung anderer Fahrzeuge und Systeme für Artemis-Missionen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei liegen die Prioritäten bei folgenden Hauptaktivitäten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Raumflugbetrieb</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unterstützung aktueller und künftiger Weltraummissionen</li>



<li>Unterstützung der Ausbildung von Raumflugbesatzungen</li>



<li>Erlangung technischer Fertigkeiten</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Technische Arbeiten:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Führung und / oder technische Unterstützung des Astronautenbüros</li>



<li>Erstellen / Überprüfen der Bürorichtlinien</li>



<li>Vertretung des Astronautenbüros in JSC- oder NASA-Gremien/Ausschüssen</li>



<li>qualitativ hochwertige Public Relations-Unterstützung für Pflichtveranstaltungen und Veranstaltungen mit hoher Priorität</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>sicherer T-38 Flugbetrieb zum Erreichen der Flugstundenziele</li>



<li>Erhaltung / Verbesserung der technischen Fähigkeiten für Flug- und Unterstützungssimulationen</li>



<li>Aufrechterhaltung der körperlichen Fitness</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>sonstige Unterstützung:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zeit für berufliche Weiterentwicklung und Aufrechterhaltung der Gesundheit</li>



<li>Sicherstellung der Erledigung aller Verwaltungsaufgaben</li>



<li>Bieten hochwertiger PR-Unterstützung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA-Astronautenklasse 23 „The Flies“, die am 06.12.2021 ausgewählt wurde, hat ihre Grundausbildung am 5. März 2024 abgeschlossen. Zu den 10 neuen Astronauten (Nicole S. Ayers, Marcos G. Berrios, Christina M. Birch, Deniz M. Burnham, Luke D. Delaney, André M. B. Douglas, Jack S. Hathaway, Anil S. Menon, Christopher L. Williams, Jessica O. Wittner) gesellen sich noch zwei Raumfahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (Nora Al Matrooshi, Mohammad Al Mulla), die ebenfalls ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und nun auf ihre Flugnominierung warten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Astronaut Josh Cassada (1 Raumflug: SpaceX Crew-5 / ISS-68) hat nach nur einem Raumflug seine Astronautentätigkeit zum 1. Oktober 2024 bei der NASA beendet.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1616-NASA-astronaut-corps-2024-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Aktive Astronautinnen und Astronauten der NASA Anfang Oktober 2024 Bild: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Aktive Astronautinnen und Astronauten der NASA Anfang Oktober 2024 Bild: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="390" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1616-NASA-astronaut-corps-2024-260-px.jpg" alt="Aktive Astronautinnen und Astronauten der NASA Anfang Oktober 2024 Bild: Kirsten Müller" class="wp-image-146836" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1616-NASA-astronaut-corps-2024-260-px.jpg 390w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1616-NASA-astronaut-corps-2024-260-px-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1616-NASA-astronaut-corps-2024-260-px-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 390px) 100vw, 390px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aktive Astronautinnen und Astronauten der NASA Anfang Oktober 2024 
Bild: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ergibt sich die oben bereits erwähnte Größe des NASA-Astronautenkaders. Von diesen Raumfahrern sind zur Zeit 45 Raumfahrer als aktiv gelistet. 11 Astronauten haben Führungspositionen im Astronautenbüro, wobei das Astronautenbüro derzeit von Joseph M. Acaba (3 Raumflüge: STS-119; Soyuz TMA-04M / ISS-31 / ISS-32; Soyuz MS-06 / ISS-53 / ISS-54) geleitet wird. Unterstützt wird er in der Leitungsfunktion durch Shannon Walker (2 Raumflüge: Soyuz TMA-19 / ISS-24 / SS-25; SpaceX Crew-1 / ISS-64 / ISS-65). Weitere Assistenz gibt es in den Bereichen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>International Space Station (Assistenz: Stephen G. Bowen)</li>



<li>EVA / Robotic + NextEMU (Assistenz: Nicole V. A. Mann)</li>



<li>kommerzielle Besatzungen (Assistenz: Robert T. Hines, Jr.)</li>



<li>Artemis:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Orion / Space Launch System / Exploration Ground Systems (Assistenz: Randolph J. Bresnik)</li>



<li>Human Landing System (Assistenz Raja Chari)</li>



<li>Gateway (Assistenz: Stanley G. Love)</li>



<li>Extravehicular Activity (EVA) and Human Surface Mobility (HSM) Program EHP (Assistenz: Kayla S. Barron)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Astronautenbüro ist in die folgenden Sparten aufgeteilt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>zugewiesene Besatzungen (Abteilungsleiterin: Jessica A. Watkins; Stellvertreter: Francisco C. Rubio)</li>



<li>Crew-Betrieb (Abteilungsleiter: James M. Kelly; Stellvertreter: Joe F. Edwards)</li>



<li>Missionsunterstützung Besatzungen (Abteilungsleiterin: M. Behnken; Stellvertreterin: Kathleen H. Rubins)</li>



<li>3D Druck-Labor (Abteilungsleiter: Lee M. Morin; Stellvertreter: Stanley G. Love)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit (Stand 1. Oktober 2024) befinden sich sechs NASA-Astronauten im Weltraum. Drei Raumfahrer befinden sich in der mindestens sechsmonatigen Regenerationsphase nach ihrem jeweiligen Langzeitflug. Zwei Astronauten sind derzeit nicht in Houston ansässig, sondern haben andere Tätigkeiten (z. B. Lehrtätigkeiten) außerhalb des Astronautenbüros übernommen. 20 NASA-Astronauten bereiten sich gerade auf ihren Raumflug als Stammbesatzung oder Ersatzbesatzung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zyklus vom Astronautentraining bis zum Raumflug erfolgt nach dem folgenden zeitlichen Ablauf: Das ASCAN (Astronaut Candidate) Training dauert 2 Jahre und beinhaltet Grundkenntnisse in den Bereichen Wissenschaften, Einführung in ISS Systeme, T-38 Flugbetrieb, Umgang mit robotischen Systemen, Erlernen russischer Sprachkenntnisse, Überlebenstraining an Land und auf See). Nach dem Basistraining werden die Astronaut:innen ihre Kenntnisse in den Gebieten ISS Systeme, EVA, robotische Systeme, T-38 Flugbetrieb, russische Sprachkenntnisse und Leitungsfunktionen im Management weiter vertiefen. Daneben werden sie unterstützende Tätigkeiten im Raumflugbetrieb wahrnehmen. Diese Wartezeit vor der Nominierung zu einem Raumflug, auch als „Pre-Assignment Training“ bekannt, kann zwischen einem bis sieben Jahre dauern. Ist die Person erst einmal als Besatzungsmitglied einer Raumflugmission zugewiesen, folgt das in der Regel auf 2 Jahre angesetzte missionsspezifische Training. Nach der Langzeitmission, die im Normalfall ein halbes Jahr dauert, schließt sich das Regenerationsprogramm an. Danach nimmt die Person wieder unterstützende Aufgaben in einer NASA-Abteilung war, ehe sie wieder einer Raumflugmission zugeordnet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufgabenvielfalt verlangt dem kleinen Astronautenkader sehr viel ab. Eine Frage einer ehemaligen Astronautin, ob man denn bereits das Regierungsprogramm wahrgenommen hätte, wonach ehemalige Regierungsbeamte (Anmerkung der Redaktion: NASA ist eine Regierungsorganisation) für ihren ehemaligen Arbeitgeber ohne Einhaltung ausufernder bürokratischer Prozesse, ein weiteres Jahr tätig werden können, wurde positiv aufgenommen. Es bleibt abzuwarten, ob die NASA von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Horizont zeichnet sich dann doch wieder etwas Entspannung für den Zeitraum nach dem Sommer 2027 ab. Dann wird eine neue Astronautenklasse ihre Grundausbildung abgeschlossen haben. Die nächste Astronautengruppe, die in 2025 ihre Ausbildung starten wird, beginnt in den nächsten Tagen die erste Interviewrunde beim Johnson Space Center. In einer weiteren Interviewrunde, die voraussichtlich Anfang 2025 stattfinden wird, werden aus den anfänglich mehr als 8000 Bewerbern die möglichen 10 Astronautenkandidat:innen herausgefiltert worden sein, die die NASA-Astronautengruppe 24 bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Explorationsprogramm sieht folgende Schritte vor:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Commercial Lunar Payload Services: kleine Nutzlasten werden auf die Mondoberfäche gebracht</li>



<li>Artemis I: Space Launch System / Orion Testflug ohne Besatzung</li>



<li>Artemis II: astronautische Mission in die Mondumlaufbahn mit dem Space Launch System / Orion</li>



<li>Gateway: Power Propulsion Element (PPE) und Habitation and Logistics Outpost (HALO) werden gestartet</li>



<li>Human Landing System (HLS) wird in die Mondumlaufbahn gebracht</li>



<li>Artemis III: erste astronautische Mission zur Mondoberfläche</li>



<li>Das Lunar Terrain Vehicle (LTV) wird zur Mondoberfläche gebracht</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Artemis II Crew besteht aus den folgenden Besatzunsmitgliedern:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Reid Wiseman (NASA / Kommandant)</li>



<li>Victor Glover (NASA Pilot)</li>



<li>Christina Hammock Koch (NASA / Missionsspezialistin)</li>



<li>Jeremy Hansen (CSA / Missionsspezialist)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Artemis II Mission wurde im September 2023, beim vorherigen ASE Planetary Congress in Bursa / Türkei, von Victor Glover bereits für 2024 angekündigt, allerdings haben technische Probleme zu einer Startverschiebung auf September 2025 geführt. Artemis III, also eine erste astronautische Mondlandung ist nunmehr für September 2026 angesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grund für diese Verzögerungen sind technische Probleme mit dem Batteriesystem und dem Thermalkontrollsystem von Orion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim letzten Orion-Testflug sind außerdem sicherheitsrelevante Probleme aufgetaucht, die letztendlich zu einer Missionsverschiebung beigetragen haben. Zum einen wird der Verlust von verkohltem Material aus dem Hitzeschild der Orion-Kapsel beim Wiedereintritt untersucht. Der Abtrag vom Hitzeschild ist höher als vorherberechnet. Momentan wird diskutiert, ob man diesen erhöhten Abtrag vom Thermalschutz toleriert, oder ob es für Artemis II angepasst wird. Dieses gilt aber nicht als das Hauptkriterium für die Startverschiebung. Der Hauptverzögerungsgrund besteht in den Ausfällen von Ventilen im Lebenserhaltungssystem des Raumfahrzeugs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Untersuchungen finden bei der Trägerrakete statt. Dort hat sich in der Startphase Isolierschaum der Trägerrakete SLS gelöst. Ein ähnlicher Vorfall hatte im 1. Februar 2003 zum tragischen Verlust der Besatzung der Raumfähre Columbia und des Orbiters beim Wiedereintritt geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Punkt, der untersucht wird, ist das Fluchtseilbahn-Rettungssystem an der Startrampe, bei dem das Bremssystem nicht richtig funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Den Neuigkeiten aus dem Astronautenbüro folgte dann die Berichterstattung über die ISS-Nutzung der NASA seit dem letzten ASE Planetary Congress.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 20. Januar 2024 besuchte die Axiom-Crew Ax-3 (M. Lopez-Alegria, W. Villadei, A. Gezeravci, H. M. Wandt) für ungefähr 16 Tage die Internationale Raumstation. Damit erweiterte sich die Raumstationsbesatzung für die Expedition 70, die zu diesem Zeitpunkt aus den Crews Soyuz MS-24 (O. Kononenko, N. Chub, L. O’Hara) und SpaceX Crew-7 (J. Moghbeli, A. Mogensen, S. Furukawa, K. Borisov) bestand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang September 2024 bestand die Expedition 71 aus den Crews Soyuz MS-24 (O. Kononenko, N. Chub, T. Caldwell-Dyson), SpaceX Crew-8 (M. Dominick, M. Barratt, J. Epps, A. Grebyonkin) und der Boeing CFT-1 Crew (B. Wilmore, S, Williams). Die CFT-1 Crew gehörte ab dem 6. September 2024 offiziell zu Expedition 71. An diesem Tag dockte ihre Raumkapsel Boeing CST-100 Starliner unbemannt von der Internationalen Raumstation ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September 2024 startete Soyuz MS-26 zur Internationalen Raumstation. An Bord waren die Raumfahrer Aleksei Ovchinin, Ivan Wagner und Donald Pettit. Diese lösten die Soyuz MS-24 Crew ab, welche mit dem Raumfahrzeug Soyuz MS-25 am 23. September 2024 zur Erde zurückkehrte. An Bord waren die Kosmonauten Oleg Kononenko, Nikolai Chub und Tracy Caldwell-Dyson. Das Abdocken von Soyuz MS-25 war gleichzeitig der Beginn der Expedition 72. Mit der Landung konnte Oleg Kononenko ein einmaliges Jubiläum feiern. Auf seinen fünf Langzeitexpeditionen verbrachte er 1110 Tage und 4 Stunden im Weltall. Dieser Weltrekord wird so schnell nicht eingeholt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sunita Williams und Barry Wilmore wurden am 29. September 2024 offiziell Crewmitglieder von SpaceX Crew-9, nachdem dieses Raumfahrzeug an der ISS angedockt hatte. Die Besatzung dieser Mission bestand ursprünglich aus Kommandant Zena M. Cardman, Pilot Tyler N. Hague und den Missionsspezialisten Stephanie D. Wilson und Aleksandr V. Gorbunov. Diese ursprüngliche Crew wurde später durch die Entscheidung des NASA-Chefastronauten Joe Acaba auf zwei Raumfahrer dezimiert. Letztendlich startete SpaceX Crew-9 mit dem Kommandanten Tyler N. Hague und dem Roscosmos Missionspezialisten Aleksandr V. Gorbunov. Die zwei leer bleibenden Sitze in der SpaceX-Raumkapsel werden durch Sunita Williams und Barry Wilmore belegt werden. Stephanie Wilson und Zena Cardman werden nun einer späteren Raumflugbesatzung zugeordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Anmerkung der Redaktion: Nach einer Übergabe der Crew-Verantwortlichkeiten sollte die SpaceX Crew-8 am 8. Oktober 2024 im Golf von Mexiko landen. Schlechte Wetterbedingungen und der Durchzug des Hurrikan Milton führten dann zu einer mehr als 2-wöchigen Verzögerung, so dass die Landung von SpaceX Crew-8 erst am Freitag, den 25. Oktober 2024 stattfinden konnte.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit besteht nach mehreren Crew-Wechseln die Besatzung von Expedition 72 nunmehr aus der ISS Kommandantin Sunita Williams und den Flugingenieuren Barry Wilmore, Aleksei Ovchinin, Ivan Wagner, Donald Pettit, Tyler Hague und Aleksandr Gorbunov.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX Crew-10, bestehend aus den Crewmitgliedern Kommandantin Anne McClain, Pilotin Nichole Ayers, sowie den Missionsspezialisten Takuya Onishi und Kirill Peskov, bereiten sich auf ihren Start zur ISS vor. Dieser wird im Februar 2025 stattfinden. Für Kirill Peskov und Nichole Ayers wird es der erste Raumflug sein. Nichole Ayers ist damit gleichzeitig die erste Astronautin aus der NASA-Auswahlgruppe 23, die in den Weltraum startet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Frühjahr 2025 wird Axiom Space ihre vierte private Mission zur Internationalen Raumstation starten. Auf diesen Flug bereiten sich die frühere NASA-Astronautin Peggy Whitson, der Pilot Shubanshu Shukla (Indien) sowie die Missionsspezialisten Slawosz Uznanski (Polen) und Tibor Kapu (Ungarn) vor. Slawosz Uznanski gehört zu den ESA-Reserveastronauten, die im November 2022 von der ESA ausgewählt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Voraussichtlich im September 2025 soll dann der erste kommerzielle Starliner Flug zur ISS starten. Als Besatzung wurden ausgewählt: Kommandant Scott D. Tingle, Pilot Mike Fincke, der kanadische Missionsspezialist Joshua Kutryk. Der vierte Missionsspezialist ist möglicherweise der japanische Astronaut Kimiya Yui.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend gab es noch einzelne Fragen aus dem Auditorium. Die wichtigsten zwei Fragen sollen hier wiedergegeben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frage von Cady Coleman (3 Flüge: STS-73; STS-93; Soyuz TMA-20 / ISS-26 / ISS-27): &#8222;Es gibt in der US-Regierung ein Programm, wonach ehemalige Regierungsbeamte bis zu 6 Monate an ihrem alten Arbeitsplatz aushelfen können. Im Hinblick auf die derzeitige stressige Situation im Astronautenbüro wäre das doch eine gute Sache. Macht die NASA so etwas?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Antwort von Mike Fincke: &#8222;Möchtest Du zurückkommen? Wir nehmen Dich gerne zurück. Aber allen Ernstes. Das ist wirklich ein guter Vorschlag. Ich werde das mal im Astronautenbüro vorbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir damals mit der Internationalen Raumstation anfingen, hatten wir auch viel zu tun. Was haben wir gemacht? Wir haben dann einfach die große Gruppe von 44 Raumfahrern eingestellt<em> (Anmerkung der Redaktion: NASA-Klasse 16, genannt „The Sardines“, ausgewählt am 1. Mai 1996).</em> Unsere technischen Einsätze in den Abteilungen dauerten sehr lange bevor wir dann zu unseren ersten Raumflügen nominiert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also diesen exzellenten Vorschlag werde ich mitnehmen. So könnten wir unsere Astronauten im Astronautenbüro entlasten und könnten auch noch von den Erfahrungen partizipieren.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frage von Carl „Elvis“ Walz (4 Flüge: STS-51; STS-65; STS-79; STS-108 / ISS-04 / STS-111): &#8222;Wie sieht der momentane Status der Internationalen Raumstation aus? Ich habe gehört, das es ein Leck gibt und sehr viel Sauerstoff in den freien Weltraum austritt. Und was wird gerade unternommen, um die Situation zu lösen?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Antwort von Mike Fincke: &#8222;Das ist tatsächlich gerade unser größtes Problem. Vor einigen Jahren haben wir im russischen Teil der Raumstation mehrere Risse in der Aluminiumhaut der Raumstation entdeckt. Sie befinden sich im Übergang vom Servicemodul zur hinteren Schleuse, an der Progress- und Soyuz-Raumschiffe andocken. Die Risse hat man immer wieder mit Flicken und einer Art Epoxydharz verschließen wollen. <em>(Anmerkung der Redaktion: Mike Fincke konnte nicht weiter auf die Art der Reparaturmethode eingehen, da es im russischen Teil der Raumstation und somit in russischer Verantwortung liegt.)</em> Leider ist die Leckrate von Sauerstoff mittlerweile so groß, dass wir die Luke zur Schleuse verschließen <em>(Anmerkung der Redaktion: Der Verlust an Sauerstoff hat im Frühjahr 2024 bei 3.7 lbs./day = 1.68 kg/Tag gelegen)</em>. Damit verhindern wir, dass Sauerstoff aus den anderen Modulen austreten kann. Deshalb können wir natürlich den hinteren Andockstutzen so nicht mehr nutzen. Die verbliebenen drei Andockstutzen werden dafür jetzt mehr durch russische Zubringerraumschiffe frequentiert. Zur Zeit wissen wir nicht, warum die Risse entstanden sind, daher konnten wir natürlich auch bisher keine dauerhafte Lösung erarbeiten. Nun, die Raumstation wird zwar erst 2030 aufgegeben und zum Absturz gebracht. Aber wir haben nun erst 2024 und es zeigen sich jetzt schon Abnutzungserscheinungen, die uns das Leben wirklich schwer machen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Update der NASA wurden die Kongressteilnehmer in die Kaffeepause entlassen. Hinterher ging Mike Fincke in einem separaten Vortrag auf das Starliner-Programm und die Zusammenarbeit zwischen NASA und Boeing ein. Dieses tat er so ausführlich, dass wir in einem separaten Artikel davon berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>CSA</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kanadische Astronaut David Saint-Jacques (Sojus MS-11 / ISS-58 / 59) gab danach ein Update zu den kanadischen Raumfahrtaktivitäten. Mehrere kanadische Raumfahrende werden in den nächsten Jahren an Raumflügen teilnehmen. Starliner 1 &#8211; Capcom Joshua Kutryk soll im August 2025 mit USCV 10 (CAN-4, dem vierten kanadischen Langzeitflug) zur Internationalen Raumstation starten. Momentan ist der Flug mit dem CST-100 / Starliner geplant. Jeremy Hansen und seine Back-up-Kollegin Jennifer Sidey-Gibbons trainieren zur Zeit für einen Flug mit Artemis II. Dieser Flug war für September 2025 geplant, wurde aber dann auf 2026 verschoben. Derzeit sind noch zwei weitere Raumflüge in einer ersten Planungsphase. Ein noch nicht benannter kanadischer Raumfahrer soll 2030 mit dem Flug USCV 20 (CAN-5) zur Raumstation fliegen. Eine weitere Fluggelegenheit ergibt sich vielleicht für das Jahr 2033, dann ergäbe sich möglicherweise eine Option für einen noch nicht näher bezeichneten Flug zur geplanten Mondorbitalstation Gateway.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch erinnerte David Saint-Jacques in seinem Vortrag an ein Flugjubiläum, welches sich am 5. Oktober 2024 zum 40. Mal jährte: Am 05. Oktober 1984 startete das Space Shuttle Challenger zur Mission STS-41G. Dieser Flug dauerte etwas mehr als acht Tage. An Bord war Marc Garneau, der als Nutzlastspezialist eingesetzt war. Dieser wurde damit der erste kanadische Staatsbürger, der in den Weltraum geflogen ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1664-Jubilaeum-CSA-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="40. Jahrestag des Starts von Marc Garneau als erstem Kanadier in den Weltraum Bild: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="40. Jahrestag des Starts von Marc Garneau als erstem Kanadier in den Weltraum Bild: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="390" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1664-Jubilaeum-CSA-260-px.jpg" alt="40. Jahrestag des Starts von Marc Garneau als erstem Kanadier in den Weltraum Bild: Kirsten Müller" class="wp-image-146837" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1664-Jubilaeum-CSA-260-px.jpg 390w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1664-Jubilaeum-CSA-260-px-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1664-Jubilaeum-CSA-260-px-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 390px) 100vw, 390px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">40. Jahrestag des Starts von Marc Garneau als erstem Kanadier in den Weltraum <br>Bild: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der ISS gibt es für Biowissenschaften drei kanadische Einrichtungen: den Bio-Monitor, den Mobil-O-Graphen und den Bio-Analyzer. Kanada betreibt dort Forschung auf elf Gebieten der Weltraummedizin. Auch wird Kanada die ISS bis 2030 unterstützen mit dem Betreiben des Canadarm2 / Dextre, das sind ewa 2,3 % der ISS-Zusammenarbeit. Canadarm2 wird mehr und mehr vom Boden aus gesteuert und im August 2024 fing er mit NG21 sein 50. frei fliegendes Objekt seit der Installation im Jahr 2009 ein. Für die Zeit nach dem Ende der ISS plant Kanada, sich ab 2029 mit Canadarm-3 an Gateway zu beteiligen. Dieser wird etwas kleiner sein als Canadarm2, wird für Einsätze ohne Crewbeteiligung unabhängiger operieren und soll Außenbordeinsätze unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Artemis-II wird Jeremy Hansen der erste Nicht-US-Bürger sein, der die Erdumlaufbahn verlassen und zum Mond fliegen wird. Kanada wird sich auch um 2033 herum an einem Mondfahrzeug beteiligen. Dieses wird man gebrauchen können für logistische Zwecke, für den Transport von Lasten und für Bauarbeiten. Außerdem wird an Programmen zur medizinischen Versorgung und zur Lebensmittelproduktion im tiefen Weltraum gearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende der Präsentation wurde die folgende Frage gestellt: Da der Canadarm ja eine Kamera ersetzt habe, die vor 25 Jahren entworfen worden war: war dieses ein Gedanke von vor 25 Jahren oder von danach? Saint-Jacques antwortete, dass man erst vor relativ kurzer Zeit auf die Idee gekommen ist, dass der Canadarm manche Verrichtungen auch automatisch tun könne. Ursprünglich wurde größtenteils nur an Bedienung durch Menschen gedacht. Mittlerweile denkt man auch über Software für automatische Bedienung nach. Die zweite Frage galt den kanadischen Beiträgen im Bereich der medizinischen Versorgung der Raumfahrenden. Dieses Gebiet liegt Saint-Jacques als Mediziner besonders am Herzen. Man selektiere zuerst mal besonders gesunde Leute, jedoch müsse im Hinblick auf Langzeitmissionen die medizinische Versorgung verbessert werden. Ähnlich sei das in Kanada selbst in ländlichen Gegenden auch. Man müsse also darüber noch weiter forschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Vortrag wurde der technische Teil des zweiten Tages abgeschlossen. Nachmittags fand für die Teilnehmenden des Kongresses ein Rahmenprogramm in Amsterdam in Form eines Konzertes, eines Empfangs beim niederländischen König und eines Abendessens statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20337.msg571959#msg571959" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ASE-Kongresse</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/xxxv-ase-planetary-congress-noordwijk-iss-und-updates-der-raumfahrtbehoerden/" data-wpel-link="internal">XXXV. ASE Planetary Congress Noordwijk – ISS und Updates der Raumfahrtbehörden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>XXXV ASE Planetary Congress Noordwijk – Niederländische Beiträge zur Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/xxxv-ase-planetary-congress-noordwijk-niederlaendische-beitraege-zur-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 18:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[ERA]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[ZEBRO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=146643</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vom 29. September bis zum 6. Oktober 2024 fand unter dem Motto „Generation Space – Shaping the future together“ der XXXV. ASE Planetary Congress in den Niederlanden statt. In der ersten technischen Vortragsreihe wurden niederländische Beiträge zur astronautischen Raumfahrt vorgestellt. Autor: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Kongressbesuch. Die erste Reihe fachlicher Vorträge im ESA-Technologiezentrum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/xxxv-ase-planetary-congress-noordwijk-niederlaendische-beitraege-zur-raumfahrt/" data-wpel-link="internal">XXXV ASE Planetary Congress Noordwijk – Niederländische Beiträge zur Raumfahrt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Vom 29. September bis zum 6. Oktober 2024 fand unter dem Motto „Generation Space – Shaping the future together“ der XXXV. ASE Planetary Congress in den Niederlanden statt. In der ersten technischen Vortragsreihe wurden niederländische Beiträge zur astronautischen Raumfahrt vorgestellt.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Kongressbesuch.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Die erste Reihe fachlicher Vorträge im ESA-Technologiezentrum ESTEC am Montag, dem 30. September 2024 nachmittags befasste sich mit verschiedenen niederländischen Beiträgen zur astronautischen Raumfahrt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europäischer Roboterarm (ERA)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/ERA_on_the_Space_Station_article-Quelle-ESA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Position von ERA an der Internationalen Raumstation ISS Bild: ESA" data-rl_caption="" title="Position von ERA an der Internationalen Raumstation ISS Bild: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/ERA_on_the_Space_Station_article-Quelle-ESA-260-px.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Position von ERA an der Internationalen Raumstation ISS<br>Bild: ESA</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Philippe Schoonejans (ESA) berichtete über den europäischen Roboterarm ERA, dessen Entwicklung bis ins Jahr 1986 zurückreicht. Zuerst als niederländisches Programm mit dem Namen Hermes Robot Arm / HERA konzipiert, wurde es später ein ESA-Programm für die ISS und umbenannt in ERA. 1995 wurde die Zusammenarbeit mit Fokker Space (später Airbus NL) vertraglich vereinbart. Zwischen 1995 und 2004 war man sich nicht einig, ob man den Arm mit einer Proton-Rakete oder einem Shuttle in den Weltraum bringen würde. Damals sollte er an das ISS-Modul SSP angehängt werden, diese Pläne sind jedoch gestrichen worden. 2005 entschied man sich dann dafür, den ERA an das Nauka-Multipurpose Laboratory Module (MPLM) der ISS anzuhängen. Dazu wurde ERA 2008 nach Russland gebracht. Der Start des MPLM verzögerte sich zwischen 2008 und 2021 immer wieder, zuerst wegen Geldmangel, dann wegen Metallstaub in den MLM-Brennstofftanks, vertraglichen Uneinigkeiten in Russland zwischen Energia und Khrunichev und Covid-19. Die Zeit konnte genutzt werden für einige bauliche Verbesserungen und Software-Updates. 2021 gelangte der Arm endlich in den Weltraum, und seit 2023 ist er operationell. Seitdem wurde er unter anderem am 19. April 2023 beim Umsetzen des Nauka-Wärmetauschers und am 4. Mai 2023 beim Umsetzen der Nauka-Luftschleuse vom MRM1 Rassvett-Modul an das Nauka/MLM eingesetzt. Selbstverständlich wurde auch erwähnt, welche Raumfahrenden in der Entwicklung von ERA mitgewirkt haben und welche davon bei diesem Kongress anwesend sind. Lehren, die man aus ERA für zukünftige Raumfahrtprojekte ziehen kann, sind unter anderem, dass Operationen länger dauern können als erwartet und dass alle robotischen Arbeiten, die ohne Außenbordeinsatz möglich sind, vor einem Außenbordeinsatz ausgeführt sein sollten. Auch sind für die Software des Bodensegmentes konstante Updates nötig wegen Cybersecurity-Maßnahmen und Alterung der Hardware. Während der Covid-19-Pandemie lernte man außerdem, dass es möglich ist, Raumfahrtprojekte am Laufen zu halten, auch wenn die Teams nicht alle im gleichen Kontrollraum sitzen, sondern geographisch getrennt sind und online zusammenarbeiten. Während dem Aufbau und dem Betrieb ist die Anwesenheit von Menschen für mögliche Außenbordeinsätze ein Vorteil &#8211; was für den Einsatz auf dem Mars momentan eher nachteilig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Solarpaneele aus Leiden</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Orion European Serice Module (ESM) des Artemis-Programms hat das Airbus-Team in Leiden die Solarsegel entwickelt und gebaut. Hierzu berichtete Rob van Hassel, Produktmanager Solarsegel bei Airbus. Airbus Leiden hatte auch schon die Solarsegel zum Europa Clipper beigesteuert, der im Oktober 2024 gestartet werden und 2030 den Planeten Jupiter erreichen soll. Ebenfalls sind die Solarsegel des Automated Transfer Vehicle (ATV) von Airbus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwarmroboter ZEBRO</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur robotischen Fortbewegung auf der Mondoberfläche selbst arbeitet eine Arbeitsgruppe der Technischen Universität Delft unter der Leitung von Chris Verhoeven an kleinen Schwarmrobotern mit dem Namen ZEBRO (ZEsBenigeRObot, “sechsbeiniger Roboter”), die sich ähnlich wie Insekten auf sechs halbrunden Beinen bewegen. Dies hat vor allem bei Höhenunterschieden große Vorteile gegenüber der Fortbewegung auf Rädern. Die Roboter bewegen sich selbständig, ohne von jemandem bedient zu werden. Das Projekt hat das ehrgeizige Ziel, den ersten niederländischen und europäischen Rover zu entwickeln, der auf dem Mond läuft.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/Lunar-Zebro-KM.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Chris Verhoeven erklärt Schwarmroboter ZeBRO Bild: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Chris Verhoeven erklärt Schwarmroboter ZeBRO Bild: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/Lunar-Zebro-KM-260-px.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Chris Verhoeven erklärt Schwarmroboter ZeBRO<br>Bild: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltraumrecht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch gab es einen Vortrag von Dimitra Stefoudi von der Universität Leiden über Weltraumrecht im allgemeinen, rechtliche Aspekte bei der Mondforschung und -nutzung im besonderen und die konkrete Relevanz von Weltraumrecht für Raumfahrende. Sollte ein Staat Informationen haben, dass seine Astronauten während eines Raumfluges einen Unfall oder ähnliche Probleme haben oder eine Notlandung gemacht haben, dann soll er zuerst die Autoritäten des Staates informieren, von welchem die Raumfahrenden gestartet sind. Wenn dieses der gleiche Staat ist, in dem die Notlandung geschehen ist, und wenn dieser Staat die Möglichkeiten hat, die Raumfahrenden nach der Landung zu assistieren und zu versorgen, dann hat der Staat das auch unverzüglich zu tun, und für die Rückkehr der Raumfahrenden in ihren Heimatstaat zu sorgen. Sollten Raumfahrende in staatenlosem Gebiet landen oder wassern, soll auch jeder Staat, der dazu in der Lage ist, sie versorgen und wieder zurückführen. All diese Prinzipien und Regeln gelten für die Sicherheit der Raumfahrenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Architektur unter Extrembedingungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Layla van Ellen von der TU Delft gab eine Präsentation über architektonische Möglichkeiten unter Extrembedingungen wie auf dem Mars. Herausforderungen dabei sind der Transport der Baumaterialen zum Mars und das Nutzen lokaler Ressourcen, schädliche kosmische Strahlung und starke Temperaturunterschiede sowie Meteoriten und perchlorathaltiger Staub. Selbst beschäftigt sich Van Ellen schwerpunktmäßig mit Ideen zur Nutzung lokaler Ressourcen, wie Regolith, aus dem der Marsboden besteht, und Eis unter dem Marsboden. Mit Mycelium, dem Wurzelmaterial von Pilzen, lässt sich außerdem kosmische Strahlung abfangen. Es lässt sich als Bindematerial zwischen Sand und Regolith einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ernährung auf dem Mond</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Ernährung auf dem Mond forscht ein Team der Universität Wageningen unter der Leitung von Wieger Warmelink. Ihnen ist es gelungen, eine bisher noch sehr kleine Kartoffel in einem Boden von simuliertem Mars-Regolith zu züchten. Es laufen weitere Forschungen auf diesem Gebiet.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20337.msg571655#msg571655" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ASE-Kongresse</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/xxxv-ase-planetary-congress-noordwijk-niederlaendische-beitraege-zur-raumfahrt/" data-wpel-link="internal">XXXV ASE Planetary Congress Noordwijk – Niederländische Beiträge zur Raumfahrt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA sieht Fortschritte bei der Entwicklung der kommerziellen Raumstation Starlab</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-sieht-fortschritte-bei-der-entwicklung-der-kommerziellen-raumstation-starlab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 07:56:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[MDA]]></category>
		<category><![CDATA[NanoRacks]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Starlab]]></category>
		<category><![CDATA[Voyager Space]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=146154</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die von der NASA finanzierte kommerzielle Raumstation Starlab hat vor kurzem vier wichtige Meilensteine in der Entwicklung erreicht und damit wesentliche Fortschritte in der Konstruktion und Betriebsbereitschaft der Station erzielt. Eine Pressemitteilung der NASA. Quelle: NASA, 16. Dezember 2024. 16. Dezember 2024 Washington/Houston- Die vier Meilensteine sind Teil eines NASA Space Act Agreements, das im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-sieht-fortschritte-bei-der-entwicklung-der-kommerziellen-raumstation-starlab/" data-wpel-link="internal">NASA sieht Fortschritte bei der Entwicklung der kommerziellen Raumstation Starlab</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die von der NASA finanzierte kommerzielle Raumstation Starlab hat vor kurzem vier wichtige Meilensteine in der Entwicklung erreicht und damit wesentliche Fortschritte in der Konstruktion und Betriebsbereitschaft der Station erzielt. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: NASA, 16. Dezember 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/starlab-rendering-04-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein digitales Rendering des Starlab, das ein großes Wohn- und Labormodul mit einem kleineren Servicemodul für Energie und Antrieb umfasst. (Bild: Starlab)" data-rl_caption="" title="Ein digitales Rendering des Starlab, das ein großes Wohn- und Labormodul mit einem kleineren Servicemodul für Energie und Antrieb umfasst. (Bild: Starlab)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/starlab-rendering-04_569x320.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein digitales Rendering des Starlab, das ein großes Wohn- und Labormodul mit einem kleineren Servicemodul für Energie und Antrieb umfasst.<br>(Bild: Starlab)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">16. Dezember 2024 Washington/Houston- Die vier Meilensteine sind Teil eines NASA Space Act Agreements, das im Jahr 2021 vergeben wurde, und konzentrieren sich auf die Überprüfung des vorläufigen Entwurfs des strukturellen Testartikels für das Habitat, die Systemintegration, den integrierten Betrieb und einen strukturellen Testplan für das Habitat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Meilensteine sind großartige Indikatoren, die das Engagement von Starlab für die kontinuierlichen Bemühungen und Fortschritte ihres kommerziellen Ziels widerspiegeln“, sagte Angela Hart, Programmmanagerin für das kommerzielle Low Earth Orbit Development Program der NASA. „Mit Blick auf die Zukunft der niedrigen Erdumlaufbahn ist jeder erfolgreiche Meilenstein ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer dynamischen und robusten kommerziellen niedrigen Erdumlaufbahn.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kommerzielle Raumstation soll mit einem einzigen Flug gestartet werden und umfasst ein großes Wohn- und Labormodul sowie ein kleineres Servicemodul für Energie und Antrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang dieses Jahres schloss Starlab Space mit Unterstützung der NASA eine vorläufige Entwurfsprüfung des Strukturprüfkörpers ab. Der strukturelle Testartikel ist eine technische Entwicklungseinheit des Wohnmoduls der Station, in dem die Astronauten die meiste Zeit ihres Lebens und Arbeitens an Bord des zukünftigen kommerziellen Ziels verbringen werden. Eine technische Entwicklungseinheit ist ein physisches Modell, das dazu dient, den Entwurf eines Projekts wie einer Raumstation zu testen und zu überprüfen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/starlab-rendering-13-zoom-out-hi-res_11520x6480.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein digitales Rendering des frei fliegenden kommerziellen Projekts Starlab, das im Rahmen eines Space-Act-Abkommens mit der NASA weiterentwickelt wird (Bild: Starlab)" data-rl_caption="" title="Ein digitales Rendering des frei fliegenden kommerziellen Projekts Starlab, das im Rahmen eines Space-Act-Abkommens mit der NASA weiterentwickelt wird (Bild: Starlab)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/starlab-rendering-13-zoom-out-hi-res_569x320.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein digitales Rendering des frei fliegenden kommerziellen Projekts Starlab, das im Rahmen eines Space-Act-Abkommens mit der NASA weiterentwickelt wird<br>(Bild: Starlab)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Starlab hat vor kurzem auch einen Testplan für den Strukturtestkörper vorgelegt, der unter anderem Qualifizierungstests der Entwicklungseinheit von Schweißprüfungen bis hin zu Prüfdruck- und statischen Belastungstests vorsieht. Bei Prüfdrucktests wird eine Komponente oder ein System eines Raumfahrzeugs mit einem deutlich höheren Druck als dem normalen Betriebsdruck beaufschlagt, um die strukturelle Integrität zu überprüfen, und bei einem statischen Belastungstest wird die Reaktion einer Komponente oder eines Systems unter einer aufgebrachten Last gemessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus schloss Starlab die Integrationsoperationen und Systemintegrationsprüfungen ab. Diese Prüfungen umfassten Aktualisierungen der System- und Stationsarchitektur, der Segmentschnittstellen und der Programmziele sowie einen umfassenden Einblick in die Anforderungen des Programms.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Starlab wird außerdem bis Ende des Jahres eine vorläufige Entwurfsprüfung und eine Sicherheitsüberprüfung der Phase 1 abschließen. Mit dieser Überprüfung soll nachgewiesen werden, dass das Design der Station die Systemanforderungen, einschließlich der Verifizierung der bemannten Raumfahrt, mit akzeptablem Risiko erfüllt. In der Sicherheitsüberprüfung werden der aktuelle Entwurf und das allgemeine Sicherheitskonzept für das Ziel der Station zusammengefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA unterstützt den Entwurf und die Entwicklung mehrerer kommerzieller Raumstationen, einschließlich Starlab, durch finanzierte und nicht finanzierte Vereinbarungen. Auf die derzeitige Entwurfs- und Entwicklungsphase wird die Beschaffung von Dienstleistungen von einem oder mehreren Unternehmen folgen, wobei die NASA einer von vielen Kunden für Ziele in der niedrigen Erdumlaufbahn sein möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie der NASA für die Mikrogravitation in der erdnahen Umlaufbahn baut auf der umfassenden Erfahrung der Behörde in der bemannten Raumfahrt auf, um künftige wissenschaftliche und Forschungsziele voranzutreiben. Da sich die Internationale Raumstation dem Ende ihres Betriebs nähert, plant die NASA den Übergang zu einem neuen Modell für die niedrige Erdumlaufbahn, um die Vorteile der Mikrogravitation weiterhin zu nutzen. Durch kommerzielle Partnerschaften will die NASA ihre Führungsrolle in der Mikrogravitationsforschung beibehalten und den Nutzen für die Menschheit sicherstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahren Sie mehr über die Strategie der NASA für die Mikrogravitation in der niedrigen Erdumlaufbahn unter: <a href="https://www.nasa.gov/leomicrogravitystrategy/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/leomicrogravitystrategy/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19128.msg570297#msg570297" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19128.msg562978#msg562978" target="_blank" rel="noopener">Star Lab &#8211; Voyager Space/Airbus (Nanoracks/Lockheed)</a> </a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-sieht-fortschritte-bei-der-entwicklung-der-kommerziellen-raumstation-starlab/" data-wpel-link="internal">NASA sieht Fortschritte bei der Entwicklung der kommerziellen Raumstation Starlab</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA: Von München zum Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-von-muenchen-zum-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2024 18:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Col-CC]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESM]]></category>
		<category><![CDATA[LOP-G]]></category>
		<category><![CDATA[Lunar Gateway]]></category>
		<category><![CDATA[Oberpfaffenhofen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=137571</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Europäische Missionskontrollzentrum bei München wird sich in ein Mondmissionskontrollzentrum verwandeln, das Missionen zu einer Mond-Raumstation, zur Mondoberfläche und darüber hinaus unterstützen soll. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA 14. März 2024. 14. März 2024 &#8211; Mit der gestern unterzeichneten Absichtserklärung zwischen der ESA, der Deutschen Raumfahrtagentur DLR und dem Freistaat Bayern zur [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-von-muenchen-zum-mond/" data-wpel-link="internal">ESA: Von München zum Mond</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Europäische Missionskontrollzentrum bei München wird sich in ein Mondmissionskontrollzentrum verwandeln, das Missionen zu einer Mond-Raumstation, zur Mondoberfläche und darüber hinaus unterstützen soll. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 14. März 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">14. März 2024 &#8211; Mit der gestern unterzeichneten Absichtserklärung zwischen der ESA, der Deutschen Raumfahrtagentur DLR und dem Freistaat Bayern zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Fähigkeiten bezüglich der Mondmissionssteuerung im Columbus-Kontrollzentrum (Col-CC) der ESA in Oberpfaffenhofen ist ein bedeutender Schritt vorwärts getan worden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ColumbusdurchLucaParmitano9Juli2013ESANASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Blick auf Columbus durch Luca Parmitano am 9. Juli 2013. (Bild: ESA/NASA)" data-rl_caption="" title="Blick auf Columbus durch Luca Parmitano am 9. Juli 2013. (Bild: ESA/NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ColumbusdurchLucaParmitano9Juli2013ESANASA26.jpg" alt="Blick auf Columbus durch Luca Parmitano am 9. Juli 2013. (Bild: ESA/NASA)" class="wp-image-137570"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf Columbus durch Luca Parmitano am 9. Juli 2013. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptverantwortung des Col-CC liegt derzeit in der Leitung des Betriebs von Columbus, dem europäischen Labor an Bord der Internationalen Raumstation. Die Weiterentwicklung des Kontrollzentrums wird die operative Unterstützung der wichtigsten europäischen Beiträge zur Raumstation Lunar Gateway ermöglichen und den Weg für die Entwicklung von Betriebskonzepten für Infrastruktur und bemannte Missionen zu Mond und Mars ebnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Col-CC, aufgrund seiner Nähe zur Stadt im Herzen Bayerns bekannt unter dem Rufzeichen „München&#8220;, gehört zu den fünf Kontrollzentren weltweit, die für die Überwachung aller Aktivitäten auf der Internationalen Raumstation zuständig sind. In den vergangenen zwei Jahrzehnten spielte das Col-CC eine Schlüsselrolle bei den europäischen Aktivitäten auf der ISS und unterstützte die ESA-Astronauten und die wissenschaftliche Forschung innerhalb des Columbus-Moduls.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Daten aus dem Columbus-Labor werden über Col-CC geleitet, bevor sie zur Verarbeitung und Archivierung an andere Zentren verteilt werden. Die Rolle des Col-CC hat sich jedoch darüber hinaus ausgedehnt. Während der Artemis I-Mission wurden die Flugdaten des Europäischen Servicemoduls (ESM) des Orion-Besatzungsfahrzeugs per Col-CC an das ESM-Betriebsteam der ESA im ESTEC, dem technischen Herzstück der ESA in den Niederlanden, weitergeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Europa weiter in den Weltraum vordringt, wird das im Columbus-Kontrollzentrum erworbene Know-how für die Ausweitung des Missionsbetriebs von der niedrigen Erdumlaufbahn zum Mond und darüber hinaus von entscheidender Bedeutung sein.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14503.msg560493#msg560493" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunar Orbital Platform – Gateway / HALO (ehemals DSG/LOP-G)</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-von-muenchen-zum-mond/" data-wpel-link="internal">ESA: Von München zum Mond</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR: Europäisches Mondkontrollzentrum soll nach Oberpfaffenhofen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-europaeisches-mondkontrollzentrum-soll-nach-oberpfaffenhofen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2024 17:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Col-CC]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESM]]></category>
		<category><![CDATA[I-HAB]]></category>
		<category><![CDATA[LOP-G]]></category>
		<category><![CDATA[Lunar Gateway]]></category>
		<category><![CDATA[Oberpfaffenhofen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=137577</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Europäisches Mondkontrollzentrum wird evolutionär aus dem bestehenden Columbus-Kontrollzentrum entwickelt. Im Fokus steht die Unterstützung astronautischer Missionen zum Mond und vor allem der Betrieb des Lunar Gateway von europäischer Seite. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 13. März 2024. 13. März 2024 &#8211; Das Deutsche Zentrum für Luft- und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-europaeisches-mondkontrollzentrum-soll-nach-oberpfaffenhofen/" data-wpel-link="internal">DLR: Europäisches Mondkontrollzentrum soll nach Oberpfaffenhofen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Europäisches Mondkontrollzentrum wird evolutionär aus dem bestehenden Columbus-Kontrollzentrum entwickelt. Im Fokus steht die Unterstützung astronautischer Missionen zum Mond und vor allem der Betrieb des Lunar Gateway von europäischer Seite. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 13. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UnterzeichnungMondkontrollzentrumDLR2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bei der Unterzeichnung zum Mondkontrollzentrum Das Mondkontrollzentrum, das am DLR-Standort Oberpfaffenhofen entsteht, soll zukünftig astronautische Missionen zum Mond und vor allem den Betrieb der Mondorbitalstation Lunar Gateway von europäischer Seite unterstützen. Unterzeichnende der Absichtserklärung (von links): Dr. Josef Aschbacher, ESA-Generaldirektor, Dr. Markus Söder, Bayrischer Ministerpräsident, Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt, Prof. Felix Huber, Leiter der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining. (Foto: DLR)" data-rl_caption="" title="Bei der Unterzeichnung zum Mondkontrollzentrum Das Mondkontrollzentrum, das am DLR-Standort Oberpfaffenhofen entsteht, soll zukünftig astronautische Missionen zum Mond und vor allem den Betrieb der Mondorbitalstation Lunar Gateway von europäischer Seite unterstützen. Unterzeichnende der Absichtserklärung (von links): Dr. Josef Aschbacher, ESA-Generaldirektor, Dr. Markus Söder, Bayrischer Ministerpräsident, Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt, Prof. Felix Huber, Leiter der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining. (Foto: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="165" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UnterzeichnungMondkontrollzentrumDLR26.jpg" alt="Bei der Unterzeichnung zum Mondkontrollzentrum Das Mondkontrollzentrum, das am DLR-Standort Oberpfaffenhofen entsteht, soll zukünftig astronautische Missionen zum Mond und vor allem den Betrieb der Mondorbitalstation Lunar Gateway von europäischer Seite unterstützen. Unterzeichnende der Absichtserklärung (von links): Dr. Josef Aschbacher, ESA-Generaldirektor, Dr. Markus Söder, Bayrischer Ministerpräsident, Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt, Prof. Felix Huber, Leiter der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining. (Foto: DLR)" class="wp-image-137586"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bei der Unterzeichnung zum Mondkontrollzentrum. Das Mondkontrollzentrum, das am DLR-Standort Oberpfaffenhofen entsteht, soll zukünftig astronautische Missionen zum Mond und vor allem den Betrieb der Mondorbitalstation Lunar Gateway von europäischer Seite unterstützen. Unterzeichnende der Absichtserklärung (von links): Dr. Josef Aschbacher, ESA-Generaldirektor, Dr. Markus Söder, Bayrischer Ministerpräsident, Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt, Prof. Felix Huber, Leiter der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining. (Foto: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">13. März 2024 &#8211; Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Europäische Weltraumorganisation ESA und der Freistaat Bayern beabsichtigen in Oberpfaffenhofen ein europäisches Kontrollzentrum für zukünftige astronautische Mondmissionen aufzubauen. Dazu fand heute die feierliche Unterzeichnung der Absichtserklärung durch den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, die DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt Dr. Anke Pagels-Kerp und den ESA-Generaldirektor Dr. Josef Aschbacher in der Bayerischen Staatskanzlei statt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, das bereits im Rahmen des Betriebs der Internationalen Raumstation ISS am DLR-Standort Oberpfaffenhofen befindliche Columbus-Kontrollzentrum zu einem Mondkontrollzentrum auszubauen und Betriebskonzepte weiterzuentwickeln. Dabei soll auch ein neues Gebäude am Standort entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Bayerische Space Valley boomt. Mit dem Mondkontrollzentrum von ESA und DLR wird das oberbayerische Oberpfaffenhofen zum europäischen Houston. Raumfahrt eröffnet uns heute ganz neue Möglichkeiten. Beim internationalen Wettlauf zum Mond wird Bayern eine zentrale Rolle spielen. Dafür investieren wir 33 Millionen Euro in Infrastruktur und operationelle Konzepte für Mondmissionen“, so der Ministerpräsident des Freistaats Bayern Dr. Markus Söder anlässlich der heutigen Unterzeichnung. „Der Mond ist für uns und auch für die NASA ein Zwischenschritt zum Mars und zur Suche nach Leben im Weltraum. Gleichzeitig gewinnen wir aus dem All einen einzigartigen Blick auf unseren Planeten – und erzielen großen Nutzen für die Menschheit zum Beispiel bei technologischem Fortschritt und Klimafragen. Mit dem Mondkontrollzentrum ist Bayern auf dem Weg in ein neues Zeitalter.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KonzeptLunarGatewaysESA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Konzept des Lunar Gateways Das Lunar Gateway soll Astronautinnen und Astronauten künftig als Basisstation im Mondorbit dienen. Im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR wird derzeit das „Human Exploration Control Center“ (HECC) aufgebaut. Von dort aus könnten in Zukunft die europäischen Module des Gateways betrieben werden. (Infografik: ESA)" data-rl_caption="" title="Konzept des Lunar Gateways Das Lunar Gateway soll Astronautinnen und Astronauten künftig als Basisstation im Mondorbit dienen. Im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR wird derzeit das „Human Exploration Control Center“ (HECC) aufgebaut. Von dort aus könnten in Zukunft die europäischen Module des Gateways betrieben werden. (Infografik: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KonzeptLunarGatewaysESA26.jpg" alt="Konzept des Lunar Gateways Das Lunar Gateway soll Astronautinnen und Astronauten künftig als Basisstation im Mondorbit dienen. Im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR wird derzeit das „Human Exploration Control Center“ (HECC) aufgebaut. Von dort aus könnten in Zukunft die europäischen Module des Gateways betrieben werden. (Infografik: ESA)" class="wp-image-137582"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Konzept des Lunar Gateways. Das Lunar Gateway soll Astronautinnen und Astronauten künftig als Basisstation im Mondorbit dienen. Im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR wird derzeit das „Human Exploration Control Center“ (HECC) aufgebaut. Von dort aus könnten in Zukunft die europäischen Module des Gateways betrieben werden. (Infografik: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Rückkehr des Menschen zum Mond eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten in der Raumfahrtforschung“, betont Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Der heutige Tag ist ein wichtiges Datum, an dem die erfolgreiche Geschichte der Raumflugkontrolle in Deutschland weitergeschrieben wird. Der geplante Aufbau eines Kontrollzentrums für Missionen am und auf dem Mond beim DLR in Oberpfaffenhofen ist ein Beweis für das Vertrauen in unsere Arbeit. Auch in Zukunft werden Deutschland, Bayern und das DLR integrale Bestandteile der globalen Raumfahrt sein.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die ESA begrüßt das massive, strategische Engagement Deutschlands und des DLR in Europas Raumfahrt, insbesondere im Bereich der Astronautik und der Exploration. Der Freistaat Bayern zeichnet sich hier einmal mehr mit Ambition und Weitsicht aus. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte dieses einzigartigen Projekts, das Menschen wieder auf die Mondoberfläche bringen wird, mit wertvoller Unterstützung aus Bayern“, sagt der ESA-Generaldirektor Dr. Josef Aschbacher. „Diese Absichtserklärung zeigt zudem die Entschlossenheit der ESA, die europäischen Weltraumambitionen zu vertreten und ihre Präsenz in den Mitgliedstaaten auszubauen. Und sie zeigt die zukunftweisende Vision Bayerns als führender Raumfahrstandort.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EuropaeischesModulIHABNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Europäisches Modul I-HAB des Lunar Gateway. Das von der ESA bereitgestellte Modul International Habitat (I-HAB) für die Mondorbitalstation Lunar Gateway ist ein Wohnmodul der Raumstation. Dort werden Astronautinnen und Astronauten leben, wissenschaftlich arbeiten und sich auf Missionen auf der Mondoberfläche vorbereiten. (Grafik: NASA)" data-rl_caption="" title="Europäisches Modul I-HAB des Lunar Gateway. Das von der ESA bereitgestellte Modul International Habitat (I-HAB) für die Mondorbitalstation Lunar Gateway ist ein Wohnmodul der Raumstation. Dort werden Astronautinnen und Astronauten leben, wissenschaftlich arbeiten und sich auf Missionen auf der Mondoberfläche vorbereiten. (Grafik: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EuropaeischesModulIHABNASA26.jpg" alt="Europäisches Modul I-HAB des Lunar Gateway Das von der ESA bereitgestellte Modul International Habitat (I-HAB) für die Mondorbitalstation Lunar Gateway ist ein Wohnmodul der Raumstation. Dort werden Astronautinnen und Astronauten leben, wissenschaftlich arbeiten und sich auf Missionen auf der Mondoberfläche vorbereiten. (Grafik: NASA)" class="wp-image-137580"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Europäisches Modul I-HAB des Lunar Gateway. Das von der ESA bereitgestellte Modul International Habitat (I-HAB) für die Mondorbitalstation Lunar Gateway ist ein Wohnmodul der Raumstation. Dort werden Astronautinnen und Astronauten leben, wissenschaftlich arbeiten und sich auf Missionen auf der Mondoberfläche vorbereiten. (Grafik: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Präsenz am Mond in internationaler Kooperation</strong><br>Mit dem Artemis-Programm der NASA laufen die Vorbereitungen für die Rückkehr der Menschheit zum Mond in diesem Jahrzehnt. Das Ziel: eine dauerhafte menschliche Präsenz am Mond in internationaler Kooperation zu etablieren. Europa ist dabei ein zentraler Partner. Wesentliche Beiträge sind das European Service Module (ESM) als missionskritisches Element des Orion-Raumschiffs sowie das internationale Habitat I-HAB als ein zentrales Modul der geplanten Mond-Orbitalstation Lunar Gateway.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie beim europäischen ISS-Modul Columbus und dem zugehörigen Columbus-Kontrollzentrum gilt es, den Betrieb zukünftiger europäischer Aktivitäten am Mond aus Europa heraus zu organisieren. Die ESA hat dazu entschieden, das Mondkontrollzentrum evolutionär aus dem bestehenden Columbus-Kontrollzentrum am DLR-Standort Oberpfaffenhofen zu entwickeln. Das offiziell als Human Exploration Control Center (HECC) bezeichnete Kontrollzentrum soll zukünftig astronautische Missionen zum Mond und vor allem den Betrieb des Lunar Gateway von europäischer Seite unterstützen. Dazu werden mit dem Aufbau des Kontrollzentrums auch neue Betriebs- und Einsatzkonzepte für Mondmissionen entwickelt. Darüber hinaus wird es langfristig auch für astronautische Missionen in den translunaren Bereich zuständig sein, wofür KI-basierte Methoden entwickelt werden. Ziel des Artemis-Programms ist es mit der Rückkehr zum Mond eine zukünftige Marsmission vorzubereiten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LunarGatewaymitangedocktemOrionArtNASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lunar Gateway mit angedocktem Raumschiff Orion (künstlerische Darstellung) Im Rahmen des Artemis-Programms der NASA ist die Mondorbitalstation „Lunar Gateway“ geplant. Europa ist bei der Rückkehr zum Mond ein zentraler Partner. Wesentliche Beiträge sind das Internationale Habitat I-HAB als ein zentrales Modul der geplanten Mondorbitalstation sowie das European Service Module (ESM) als missionskritisches Element des Orion-Raumschiffs (links unten). (Grafik: NASA)" data-rl_caption="" title="Lunar Gateway mit angedocktem Raumschiff Orion (künstlerische Darstellung) Im Rahmen des Artemis-Programms der NASA ist die Mondorbitalstation „Lunar Gateway“ geplant. Europa ist bei der Rückkehr zum Mond ein zentraler Partner. Wesentliche Beiträge sind das Internationale Habitat I-HAB als ein zentrales Modul der geplanten Mondorbitalstation sowie das European Service Module (ESM) als missionskritisches Element des Orion-Raumschiffs (links unten). (Grafik: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LunarGatewaymitangedocktemOrionArtNASA26.jpg" alt="Lunar Gateway mit angedocktem Raumschiff Orion (künstlerische Darstellung) Im Rahmen des Artemis-Programms der NASA ist die Mondorbitalstation „Lunar Gateway“ geplant. Europa ist bei der Rückkehr zum Mond ein zentraler Partner. Wesentliche Beiträge sind das Internationale Habitat I-HAB als ein zentrales Modul der geplanten Mondorbitalstation sowie das European Service Module (ESM) als missionskritisches Element des Orion-Raumschiffs (links unten). (Grafik: NASA)" class="wp-image-137584"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Lunar Gateway mit angedocktem Raumschiff Orion (künstlerische Darstellung). Im Rahmen des Artemis-Programms der NASA ist die Mondorbitalstation „Lunar Gateway“ geplant. Europa ist bei der Rückkehr zum Mond ein zentraler Partner. Wesentliche Beiträge sind das Internationale Habitat I-HAB als ein zentrales Modul der geplanten Mondorbitalstation sowie das European Service Module (ESM) als missionskritisches Element des Orion-Raumschiffs (links unten). (Grafik: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit wesentlicher Unterstützung des Freistaates Bayern sowie mit Mitteln des DLR soll mittelfristig ein neues Gebäude für das geplante Mondkontrollzentrum am DLR-Standort Oberpfaffenhofen entstehen. Die ESA trägt die langfristige Finanzierung der Betriebskosten des Columbus-Kontrollzentrums und des Mondkontrollzentrums. Dies bekräftigten DLR, ESA und der Freistaat Bayern mit der heutigen Absichtserklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrt-Expertise am DLR-Standort Oberpfaffenhofen</strong><br>Am DLR-Standort Oberpfaffenhofen gibt es mit dem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) bereits eine jahrzehntelange Tradition und Expertise beim Betrieb von astronautischen Raumfahrtmissionen. Zu den ersten herausragenden Missionen zählten die deutschen Spacelab-Missionen D1 und D2 mit dem amerikanischen Space Shuttle sowie Flüge deutscher Kosmonauten zur Mir. 2004 wurde das Columbus-Kontrollzentrum für den Betrieb des europäischen Columbus-Moduls auf der Internationalen Raumstation ISS eingeweiht. 2007 folgte die Einweihung des Galileo-Kontrollzentrums für den Betrieb des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Diese Kompetenz und Expertise im Raumflugbetrieb bringen DLR und ESA nun auch in die Kooperation mit der NASA im Rahmen des Artemis-Programms ein.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14503.msg560493#msg560493" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunar Orbital Platform – Gateway / HALO (ehemals DSG/LOP-G)</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-europaeisches-mondkontrollzentrum-soll-nach-oberpfaffenhofen/" data-wpel-link="internal">DLR: Europäisches Mondkontrollzentrum soll nach Oberpfaffenhofen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA und Vereinigte Arabische Emirate kündigen Artemis Lunar Gateway Airlock an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-und-vereinigte-arabische-emirate-kundigen-artemis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2024 18:04:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lunar Gateway]]></category>
		<category><![CDATA[MBRSC]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[VAE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=135537</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die NASA und das Mohammed bin Rashid Space Centre (MBRSC) der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gaben am Sonntag Pläne bekannt, wonach das Raumfahrtzentrum eine Schleuse für Gateway, die erste Raumstation der Menschheit, die den Mond umkreisen wird, bereitstellen soll. Die Mondstation wird die NASA-Missionen zur langfristigen Erforschung des Mondes im Rahmen von Artemis zum Wohle [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-und-vereinigte-arabische-emirate-kundigen-artemis/" data-wpel-link="internal">NASA und Vereinigte Arabische Emirate kündigen Artemis Lunar Gateway Airlock an</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA und das Mohammed bin Rashid Space Centre (MBRSC) der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gaben am Sonntag Pläne bekannt, wonach das Raumfahrtzentrum eine Schleuse für Gateway, die erste Raumstation der Menschheit, die den Mond umkreisen wird, bereitstellen soll. Die Mondstation wird die NASA-Missionen zur langfristigen Erforschung des Mondes im Rahmen von Artemis zum Wohle aller unterstützen. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle:<em> </em>NASA</p>



<p class="wp-block-paragraph">7. Januar 2024 &#8211; &#8222;Als Vorsitzender des National Space Council habe ich es zu einer Priorität gemacht, die internationale Zusammenarbeit in der Raumfahrt zu verbessern. Die heutige Ankündigung und Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und den Vereinigten Arabischen Emiraten bringt diese wichtige Arbeit voran. Durch die Kombination unserer Ressourcen, wissenschaftlichen Kapazitäten und technischen Fähigkeiten werden die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate unsere gemeinsame Vision für den Weltraum vorantreiben und sicherstellen, dass dieser außergewöhnliche Möglichkeiten für jeden hier auf der Erde bietet&#8220;, sagte Vizepräsidentin Kamala Harris.</p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/image001_Airlock_1280x614.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die NASA und das Mohammed Bin Rashid Space Centre (MBRSC) haben eine Vereinbarung geschlossen, wonach das MBRSC das Crew- und Wissenschafts-Luftschleusenmodul für die Raumstation Gateway bereitstellen wird. Als Teil der Vereinbarung wird die NASA einen Astronauten der Vereinigten Arabischen Emirate im Rahmen einer künftigen Artemis-Mission zum Gateway fliegen. Das Bild zeigt ein künstlerisches Konzept von Gateway (links) und ein künstlerisches Konzept einer Referenzluftschleuse der Behörde (rechts). (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Die NASA und das Mohammed Bin Rashid Space Centre (MBRSC) haben eine Vereinbarung geschlossen, wonach das MBRSC das Crew- und Wissenschafts-Luftschleusenmodul für die Raumstation Gateway bereitstellen wird. Als Teil der Vereinbarung wird die NASA einen Astronauten der Vereinigten Arabischen Emirate im Rahmen einer künftigen Artemis-Mission zum Gateway fliegen. Das Bild zeigt ein künstlerisches Konzept von Gateway (links) und ein künstlerisches Konzept einer Referenzluftschleuse der Behörde (rechts). (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/image001_Airlock_542x260.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die NASA und das Mohammed Bin Rashid Space Centre (MBRSC) haben eine Vereinbarung geschlossen, wonach das MBRSC das Crew- und Wissenschafts-Luftschleusenmodul für die Raumstation Gateway bereitstellen wird. Als Teil der Vereinbarung wird die NASA einen Astronauten der Vereinigten Arabischen Emirate im Rahmen einer künftigen Artemis-Mission zum Gateway fliegen. Das Bild zeigt ein künstlerisches Konzept von Gateway (links) und ein künstlerisches Konzept einer Referenzluftschleuse der Behörde (rechts). (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen einer neuen Durchführungsvereinbarung, die die Zusammenarbeit mit der NASA im Bereich der bemannten Raumfahrt auf das Gateway ausweitet, wird das MBRSC das Crew- und Wissenschafts-Luftschleusenmodul des Gateway sowie einen VAE-Astronauten bereitstellen, der im Rahmen einer künftigen Artemis-Mission zur Mondstation fliegen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Vereinigten Staaten und die Vereinigten Arabischen Emirate markieren einen historischen Moment in der Zusammenarbeit unserer Nationen im Weltraum und in der Zukunft der Erforschung des Weltraums durch den Menschen&#8220;, sagte NASA-Administrator Bill Nelson. &#8222;Mit Artemis treten wir in eine neue Ära der Erforschung ein &#8211; gestärkt durch die friedliche und internationale Erforschung des Weltraums. Die Bereitstellung der Luftschleuse durch die VAE am Gateway wird es den Astronauten ermöglichen, bahnbrechende wissenschaftliche Arbeiten im tiefen Weltraum durchzuführen und sich darauf vorzubereiten, die Menschheit eines Tages zum Mars zu schicken.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Betrieb der Luftschleuse wird das MBRSC auch technische Unterstützung für die Lebensdauer der Mondstation leisten. Die Luftschleuse wird den Transfer der Besatzung und der wissenschaftlichen Forschung von der bewohnbaren Umgebung der unter Druck stehenden Besatzungsmodule vom Gateway in das Vakuum des Weltraums ermöglichen. Diese Transfers werden die Wissenschaft in der tiefen Weltraumumgebung sowie die Wartung des Gateways unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gateway wird die nachhaltige Erforschung und Forschung im tiefen Weltraum unterstützen, Astronauten ein Zuhause zum Leben und Arbeiten bieten, einschließlich eines Aufenthaltsortes für Missionen auf der Mondoberfläche, und die Möglichkeit bieten, Weltraumspaziergänge in der Mondumlaufbahn durchzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Artemis-Programm der NASA ist die vielfältigste und breiteste Koalition von Nationen bei der Erforschung des Weltraums durch Menschen. In Zusammenarbeit mit der CSA (Canadian Space Agency), der ESA (European Space Agency), der JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) und nun dem MBRSC wird die NASA Menschen zu wissenschaftlichen Zwecken auf die Mondoberfläche zurückbringen und den Weg für die ersten bemannten Missionen zum Mars ebnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese jüngste Kooperation zum Gateway baut auf der früheren Zusammenarbeit zwischen der NASA und den VAE im Bereich der bemannten Raumfahrt auf. Im Jahr 2019 war Hazzaa Almansoori der erste Emirati, der während einer kurzen Mission zur Internationalen Raumstation ins All flog, wo er mit der NASA zusammenarbeitete, um Experimente durchzuführen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Ein zweiter emiratischer Astronaut, Sultan Al Neyadi, startete 2023 im Rahmen der SpaceX Crew-6-Mission der NASA zur Raumstation, wo er an der wissenschaftlichen Forschung des schwebenden Labors mitwirkte, die das menschliche Wissen erweitert und das Leben auf der Erde verbessert. Die VAE haben derzeit zwei weitere Astronautenanwärter in der Ausbildung im Johnson Space Center der NASA in Houston. Die NASA hat mit den VAE auch bei der Marsforschung und der Erforschung des Menschen sowie bei analogen Studien zusammengearbeitet, um die gemeinsamen Prioritäten bei der Erforschung zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2020 gehörten die Vereinigten Staaten und die VAE zu den Erstunterzeichnern der Artemis Accords, die eine Reihe praktischer Grundsätze für die Zusammenarbeit bei der Weltraumforschung zwischen den Nationen enthält, die am NASA-Programm zur Erforschung des Mondes im 21. Jahrhundert teilnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Artemis wird die NASA die erste Frau und die erste farbige Person auf der Mondoberfläche landen, den Weg für eine langfristige Mondpräsenz ebnen und als Sprungbrett für die Entsendung der ersten Astronauten zum Mars dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/artemis/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/feature/artemis/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Übersetzung DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14503.msg557563#msg557563" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunar Orbital Platform – Gateway / HALO (ehemals DSG/LOP-G)</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-und-vereinigte-arabische-emirate-kundigen-artemis/" data-wpel-link="internal">NASA und Vereinigte Arabische Emirate kündigen Artemis Lunar Gateway Airlock an</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Russische ISS-Kosmonauten beenden Inspektionsausstieg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russische-iss-kosmonauten-beenden-inspektionsausstieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2023 04:14:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[EVA]]></category>
		<category><![CDATA[Leck]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolai Tschub]]></category>
		<category><![CDATA[Oleg Kononenko]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=132768</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aus dem Leck am Nauka-Modul tropft es weiter. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quellen: GK Roskosmos, TASS. Moskau, 26. Oktober 2023 &#8211; Die russischen Kosmonauten Oleg Kononenko und Nikolai Tschub haben am Donnerstagmorgen nach exakt sieben Stunden und 41 Minuten ihren Inspektionsausstieg aus der Internationalen Raumstation ISS beendet. Dabei stellten sie fest, dass das Leck [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russische-iss-kosmonauten-beenden-inspektionsausstieg/" data-wpel-link="internal">Russische ISS-Kosmonauten beenden Inspektionsausstieg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aus dem Leck am Nauka-Modul tropft es weiter. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: GK Roskosmos, TASS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 26. Oktober 2023 &#8211; Die russischen Kosmonauten Oleg Kononenko und Nikolai Tschub haben am Donnerstagmorgen nach exakt sieben Stunden und 41 Minuten ihren Inspektionsausstieg aus der Internationalen Raumstation ISS beendet. Dabei stellten sie fest, dass das Leck an einem Wärmeaustauscher des Mehrzweck-Labormoduls Nauka noch nicht wie vermutet geschlossen ist, teilte die GK Roskosmos mit. Es tropfe weiter aus dem Radiator. &#8222;Ich denke, die Sache ist mit Handtüchern nicht zu beseitigen&#8220;, lautete der trockene Kommentar von Kononenko beim Anblick eines großen Tropfens. Die Kosmonauten hätten die Schadenstelle ganz genau untersucht und fotografiert. Die Spezialisten am Boden müssten nun herausfinden, woher das Leck stamme, das am 9. Oktober entdeckt worden sei, betonte die Raumfahrtbehörde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Inspektion reinigten Kononenko und Tschub sehr sorgfältig ihre Raumanzüge und Werkzeuge, um zu verhindern, dass Reste von Kühlflüssigkeit in die Station gelangen. Eine Sicherungsleine von Kononenko, auf der sich ein Tropfen verfangen hatte, sei zusammen mit anderen Abfällen im Weltraum entsorgt worden, hieß es. Nach Angaben der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA wird das Luftreinigungssystem der Station für einen Tag eingeschaltet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Fünffach-Kosmonauten Kononenko war das bereits der 6. Ausstieg aus der ISS, für den Weltraumneuling Tschub der erste. Beide befinden sich auf einer Jahresmission.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg555089#msg555089" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russische-iss-kosmonauten-beenden-inspektionsausstieg/" data-wpel-link="internal">Russische ISS-Kosmonauten beenden Inspektionsausstieg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA: Sprung ins kalte Wasser</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-sprung-ins-kalte-wasser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2023 20:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[AMS-02]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Mogensen]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[EAC]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Huginn-Mission]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=132717</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bevor die europäischen Astronautinnen und Astronauten zur Internationalen Raumstation fliegen und im europäischen Columbus-Modul arbeiten, absolvieren sie ein intensives Trainingsprogramm. Eine Fotoveröffentlichung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA 15. Oktober 2023. 15. Oktober 2023 &#8211; Das Europäische Astronautenzentrum (EAC) verfügt über ein 10 Meter tiefes Wasserbecken mit 3,7 Millionen Litern Wasser. Dieser Pool dient als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-sprung-ins-kalte-wasser/" data-wpel-link="internal">ESA: Sprung ins kalte Wasser</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bevor die europäischen Astronautinnen und Astronauten zur Internationalen Raumstation fliegen und im europäischen Columbus-Modul arbeiten, absolvieren sie ein intensives Trainingsprogramm. Eine Fotoveröffentlichung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 15. Oktober 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">15. Oktober 2023 &#8211; Das Europäische Astronautenzentrum (EAC) verfügt über ein 10 Meter tiefes Wasserbecken mit 3,7 Millionen Litern Wasser. Dieser Pool dient als simulierte Umgebung für das erste Training von Außenbordeinsätzen und bietet genug Platz, um eine Nachbildung des Columbus-Moduls abzutauchen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Columbus_Sprung_ins_kalte_Wasser_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Columbus-Nachbildung im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln. (Foto: ESA)" data-rl_caption="" title="Columbus-Nachbildung im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln. (Foto: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Columbus_Sprung_ins_kalte_Wasser_ESA_60.jpg" alt="Columbus-Nachbildung im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln. (Foto: ESA)" class="wp-image-132722" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Columbus_Sprung_ins_kalte_Wasser_ESA_60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Columbus_Sprung_ins_kalte_Wasser_ESA_60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Columbus_Sprung_ins_kalte_Wasser_ESA_60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Columbus-Nachbildung im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln. (Foto: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Columbus" data-type="link" data-id="https://www.raumfahrer.net/?s=Columbus" data-wpel-link="internal">Columbus</a> ist der größte Einzelbeitrag der ESA zur Internationalen Raumstation und bietet europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern uneingeschränkten Zugang zur Durchführung von Experimenten in einer schwerelosen Umgebung. Es bietet Platz für zehn Nutzlastracks, die separate Labore zur Unterstützung der Forschung beherbergen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Außenbordeinsätze auf der Erde nicht unter echten Weltraumbedingungen geübt werden können, ist die Simulation der Schwerelosigkeit unter Wasser ein wichtiger Aspekt der Ausbildung von Astronautinnen und Astronauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihrer Ausbildung lernen sie grundlegende Konzepte und Fertigkeiten, wie z. B. das Festmachen an der Station, den Umgang mit Spezialwerkzeugen, die Kommunikation mit den Besatzungsmitgliedern und dem Kontrollraum sowie die Aufrechterhaltung des Situationsbewusstseins in einer komplexen und schwierigen Umgebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr, in dem fünf neu ausgewählte Astronautenkandidatinnen und -kandidaten ihre Grundausbildung am EAC begonnen haben, ist der Tank für die Tauchausbildung und -zertifizierung, die der erste Schritt zum Training für Außenbordeinsätze unter Wasser ist, voll im Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ESA-Astronaut <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Andreas+Mogensen" data-type="link" data-id="https://www.raumfahrer.net/?s=Andreas+Mogensen" data-wpel-link="internal">Andreas Mogensen</a> wird dieses Training bei seinem ersten Außeneinsatz in die Tat umsetzen. Er lebt und arbeitet derzeit auf der Raumstation für seine sechsmonatige Huginn-Mission.<br>Während seines geplanten Außenbordeinsatzes wird er die Raumstation zusammen mit der NASA-Astronautin Loral O&#8217;Hara verlassen. Mogensen, der derzeit als Kommandant der Station fungiert, wird eine neue hochauflösende Kamera installieren, während er an einem der Roboterarme der Station, Canadarm2, gesichert ist. Die beiden werden auch ein neues Werkzeug zum Anschließen und Trennen von Kabeln an das Alpha-Magnetspektrometer (AMS-02) prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen über den geplanten Außenbordeinsatz von Andreas Mogensen finden Sie <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/UPDATE_First_spacewalk_for_Andreas_Mogensen" data-type="link" data-id="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/UPDATE_First_spacewalk_for_Andreas_Mogensen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg555070#msg555070" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-sprung-ins-kalte-wasser/" data-wpel-link="internal">ESA: Sprung ins kalte Wasser</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GK Roskosmos präzisiert ISS-Programm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gk-roskosmos-praezisiert-iss-programm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2023 10:53:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[ERA]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-MS 23]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-MS 24]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-MS 23]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-MS 24]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=124164</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nächste russisch-amerikanische Besatzung startet am 15. September. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quellen: GK Roskosmos, RIA Nowosti, TASS 25. März 2023. Moskau, 25. März 2023 &#8211; Die GK Roskosmos hat am Freitag ihr ISS-Programm präzisiert. Wie die Raumfahrtbehörde mitteilte, wird die nächste russisch-amerikanische Besatzung bestehend aus Oleg Kononenko, Nikolai Tschub und Loral O´Hara am 15. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gk-roskosmos-praezisiert-iss-programm/" data-wpel-link="internal">GK Roskosmos präzisiert ISS-Programm</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nächste russisch-amerikanische Besatzung startet am 15. September. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: GK Roskosmos, RIA Nowosti, TASS 25. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NaukaReachesISSnasatv60.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nauka kurz vor dem Andocken am 29. Juli 2021. (Bild: NASA TV)" data-rl_caption="" title="Nauka kurz vor dem Andocken am 29. Juli 2021. (Bild: NASA TV)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NaukaReachesISSnasatv26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Nauka kurz vor dem Andocken am 29. Juli 2021. (Bild: NASA TV)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 25. März 2023 &#8211; Die GK Roskosmos hat am Freitag ihr ISS-Programm präzisiert. Wie die Raumfahrtbehörde mitteilte, wird die nächste russisch-amerikanische Besatzung bestehend aus Oleg Kononenko, Nikolai Tschub und Loral O´Hara am 15. September mit Sojus MS-24 zur Raumstation fliegen. Sie lösen Sergej Prokopjew, Dmitri Petelin und Frank Rubio ab, die am 27. September mit Sojus MS-23 wieder auf die Erde zurückkehren. Am 24. Mai und 23. August sollen die Frachter Progress MS-23 und Progress MS-24 zur ISS starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Frühjahrs- und Sommerperiode stehen Prokopjew und Petelin zudem mehrere Ausstiege in den freien Raum bevor, heißt es weiter. Das Hauptziel sei dabei, die Integration des multifunktionalen Labormoduls Nauka in das russische Segment abzuschließen. Dazu müsse das Modul mit einem zusätzlichen Wärmeaustauscher und einer Schleusenkammer ausgerüstet werden, die mit Hilfe des europäischen Roboterarms ERA vom kleinen Forschungsmodul Rasswet umgesetzt werden. ERA werde dabei vom russischen Kosmonauten Andrej Fedjajew bedient, der zum Crew Dragon-Team gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 6. April soll Prokopjew das Raumschiff Sojus MS-23 per Hand vom Forschungsmodul Poisk zum Modul Pritschal umkoppeln. Mit ihm steigen dazu auch Petelin und Rubio in die Kapsel um. Das Manöver diene der Absicherung der Ausstiege aus dem Poisk-Modul, betonte die GK Roskosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg546368#msg546368" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gk-roskosmos-praezisiert-iss-programm/" data-wpel-link="internal">GK Roskosmos präzisiert ISS-Programm</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR: Anschluss an die „Datenautobahn im All“ für ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-anschluss-an-die-datenautobahn-im-all-fuer-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2022 12:37:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ColKa]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[EDRS]]></category>
		<category><![CDATA[EDRS-A]]></category>
		<category><![CDATA[Harwell]]></category>
		<category><![CDATA[Oberpfaffenhofen]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceDataHighway]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=105109</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit der Inbetriebnahme des „Columbus Ka-Band Terminal&#8220; wird die Internationalen Raumstation ISS an den „SpaceDataHighway&#8220; angeschlossen. Die Antenne wurde von Airbus in Zusammenarbeit mit der europäischen Weltraumorganisation ESA gebaut und von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt. ColKa wurde vom Columbus-Kontrollzentrum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-anschluss-an-die-datenautobahn-im-all-fuer-iss/" data-wpel-link="internal">DLR: Anschluss an die „Datenautobahn im All“ für ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit der Inbetriebnahme des „Columbus Ka-Band Terminal&#8220; wird die Internationalen Raumstation ISS an den „SpaceDataHighway&#8220; angeschlossen. Die Antenne wurde von Airbus in Zusammenarbeit mit der europäischen Weltraumorganisation ESA gebaut und von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt. ColKa wurde vom Columbus-Kontrollzentrum am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen getestet und wird auch von dort aus betrieben. Eine Pressemitteilung des DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/collkalabortestESACowan.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/collkalabortestESACowan26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ColKa im Labortest. (Bild ESA/Cowan)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">17. Januar 2022 &#8211; Das &#8222;Columbus Ka-Band Terminal&#8220;, kurz &#8222;ColKa&#8220; hat seinen Dienst aufgenommen. &#8222;Das wissenschaftliche Datenaufkommen bei den Experimenten auf der ISS wächst stetig. Mit ColKa erhält das Columbus-Labor der Internationalen Raumstation ISS einen eigenen direkten Anschluss an die Datenautobahn im All &#8211; den sogenannten SpaceDataHighway. Die Hochgeschwindigkeitssatellitenverbindung beschleunigt den &#8222;Datenverkehr&#8220; nach Europa erheblich. Davon werden viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Experimenten profitieren &#8211; und zwar schon während der &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Mission von Matthias Maurer und vor allem direkt danach unter der italienischen Astronautin Samantha Cristoforetti&#8220;, erklärt Volker Schmid, &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Missionsleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Denn diese etwa kühlschrankgroße Antenne macht nun einen Datentransfer in Echtzeit zwischen der ISS und dem Columbus-Kontrollzentrum am Standort des DLR in Oberpfaffenhofen möglich, wo das ColKa-Terminal betrieben wird. Die Antenne und auch der SpaceDataHighway ist ein Projekt von Airbus in Zusammenarbeit mit der europäischen Weltraumorganisation ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/colkainstallationesanasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/colkainstallationesanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ColKa bei der Installation. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Testen für einen reibungslosen Einsatz</strong><br>Am 27. Januar 2021 installierten die beiden NASA-Astronauten Mike Hopkins und Victor Glover mit einem Außenbordeinsatz &#8211; einer sogenannten Extra Vehicular Activity (EVA) &#8211; die Antenne an der Außenseite des europäischen Columbus-Labors der ISS. Bei diesem Einsatz wurden die beiden sowohl vom Columbus-Kontrollzentrum sowie vom dänischen ESA-Astronauten Andreas Mogensen vom Boden aus unterstützt. &#8222;Nach der erfolgreichen Installation haben wir zahlreiche Tests vom Columbus-Kontrollzentrum aus durchgeführt. Wir haben zum Beispiel überprüft, ob die Antenne sich nach unseren Kommandos korrekt ausrichtet, ob die Kommunikation mit dem Datennetzwerk richtig funktioniert und ob Daten erfolgreich übertragen werden&#8220;, erklärt Daria Margiotta, Flugdirektorin im Columbus-Kontrollzentrum am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem wurden noch Temperaturtests durchgeführt. Denn die Antenne muss zum Beispiel auch unter den harschen Bedingungen des Weltraums funktionieren. Ist die ISS zum Beispiel zur Sonne gedreht, herrschen bis zu 121 Grad Celsius an der Außenhülle. Verschwindet sie im Erdschatten, herrschen auf einmal minus 157 Grad Celsius. Um unter diesen Bedingungen optimal zu funktionieren, wird die Antenne automatisch je nach Bedarf runtergekühlt und wieder aufgeheizt. Außerdem wurden in Oberpfaffenhofen sämtliche System- und Softwaretests durchgeführt. Nach dem Abschluss dieser Tests ist ColKa nun für den Dauerbetrieb einsatzbereit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/colkaterminalcolumbusesanasa.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/colkaterminalcolumbusesanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Colka-Terminal am europäischen Columbus-Modul. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine &#8222;Autobahn im All&#8220; für schnellen Datenverkehr</strong><br>Doch wie funktioniert der Datentransfer eigentlich genau? In 36.000 Kilometern über der Erde stehen sogenannte geostationäre Kommunikationssatelliten immer über einem Punkt, weil sie sich in der gleichen Geschwindigkeit mit der Erde mitdrehen. Diese Relaissatelliten sind lange im &#8222;Sichtfeld&#8220; von anderen tieffliegenden Satelliten, wie zum Beispiel der Umweltsatellitenflotte im europäischen Copernicus-Programm, können deshalb auch große Datenpakete von den &#8222;Tieffliegern&#8220; empfangen und sie besonderes schnell und vor allem ununterbrochen an Bodenstationen weitergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;ColKa sendet seine Daten zum EDRS-A-Kommunikationssatelliten, der wiederum sendet sie zur Bodenstation nach Harwell in Großbritannien. Von dort aus gehen die Daten dann über das Interconnection Ground Subnetwork (IGS) zu uns zum Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen und umgekehrt. Wir erreichen so Datenübertragungsraten von 50 Megabit pro Sekunde&#8220;, erklärt Daria Margiotta. Für das Columbus-Kontrollzentrum ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten für Tests sowie im Bereich Flugdynamik, Bodensoftware und im generellen Betrieb der Raumstation.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/edrssystemartesa.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/edrssystemartesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Europäische Datenrelaissystem (EDRS) &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren</strong><br>Von dem Anschluss an die Datenautobahn werden viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren, denn sie haben einen direkteren Zugriff auf ihr jeweiliges Experiment. &#8222;Wir werden durch ColKa sehr viel schneller als jemals zuvor die Daten von sämtlichen europäischen Racks und den Nutzlasten bekommen. Im Columbus-Kontrollzentrum wachen wir daher sehr genau über den reibungsfreien Datenverkehr, den wir mit den anderen Nutzern in Europa koordinieren. Wir sind aber auch in dauerhaftem Kontakt zur NASA, weil die Antenne zum Beispiel nicht während Außenbordeinsätzen der Astronauten betrieben werden kann&#8220;, erklärt Daria Margiotta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem soll ColKa auch in besonderen Fällen für die sogenannte &#8222;Space-To-Ground&#8220;-Kommunikation eingesetzt werden. So sollen zum Beispiel Audio- und Videokonferenzen für öffentliche Veranstaltungen über die &#8222;AstroPi&#8220;-Hardware der ESA möglich werden. &#8222;ColKa erweitert das Kommunikationsspektrum mit der Raumstation immens. Aber nicht nur das. Beim Entwurf, Bau und Betrieb von der Antenne wurde viel Know-how gewonnen, das nun auch wichtige Dienste für die Entwicklung des Telekommunikations- und Betankungsmodul am europäischen Esprit-Modul des &#8222;Lunar Gateway&#8220; &#8211; dem geplanten Außenposten in der Mondumlaufbahn &#8211; leisten wird. Hier muss Kommunikation über eine 1000-mal größere Distanz zur Erde als bei der ISS funktionieren&#8220;, erklärt Volker Schmid.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3787.msg526241#msg526241" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Raumlabor Columbus</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-anschluss-an-die-datenautobahn-im-all-fuer-iss/" data-wpel-link="internal">DLR: Anschluss an die „Datenautobahn im All“ für ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Russisches Wissenschaftsmodul zur ISS gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russisches-wissenschaftsmodul-zur-iss-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Schemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2021 18:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[MLM]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=84767</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 21. Juli 2021 startete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos um 16:58 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erfolgreich das Wissenschaftsmodul Nauka (zu Deutsch „Wissenschaft“) ins All. Während der Start auf einer Trägerrakete des Typs Proton-M vom Weltraumbahnhof Baikonur offenbar problemlos verlief, hat das Modul momentan mit einigen Problemen zu kämpfen. Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: Roskosmos. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russisches-wissenschaftsmodul-zur-iss-gestartet/" data-wpel-link="internal">Russisches Wissenschaftsmodul zur ISS gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Mittwoch, 21. Juli 2021 startete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos um 16:58 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erfolgreich das Wissenschaftsmodul Nauka (zu Deutsch „Wissenschaft“) ins All. Während der Start auf einer Trägerrakete des Typs Proton-M vom Weltraumbahnhof Baikonur offenbar problemlos verlief, hat das Modul momentan mit einigen Problemen zu kämpfen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: Roskosmos. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-55ef12da"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210721ProtonMNaukaERALiftoff2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210721ProtonMNaukaERALiftoff26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Liftoff für die Proton-M mit Nauka an Bord. (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Modul, das unter jahrelangen Verzögerungen litt, ist nun auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS), an der es nach Plan eigentlich am 29. Juli 2021 hätte andocken sollen. Während das Entfalten der Solarzellen nach dem Einschuss in den geplanten Erdorbit gelang (ein wichtiger Schritt, da ansonsten der Kontakt zu einem Raumfahrzeug schnell endgültig abreißt, sobald die meist für kurze Dauer ausgelegten Batterien leer sind), berichten verschiedene Quellen von Problemen mit den Haupttriebwerken. Die Aufgabe letzterer ist es, das Modul zur ISS zu bringen. Gegenwärtig ist unklar, ob sich die Probleme lösen lassen. Eine mögliche Lösung, die momentan Berichten zufolge erwogen wird, ist die Nutzung der kleineren Lagekontrolltriebwerke zur Angleichung des Orbits des Moduls an den der ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Nauka</strong><br>Mit 70 Kubikmetern Innenvolumen, einem Gewicht von 20,3 Tonnen (im Orbit) und einer Länge von 13 Metern soll das Modul später Sojus- und Progress-Raumschiffen als Andockstelle dienen, Lagerraum für Ausrüstung zur Verfügung stellen und die wissenschaftliche Kapazität der Raumstation erweitern. Auch die Steuerung für den europäischen Roboterarm (European Robotic Arm, ERA) ist in Nauka untergebracht. Ferner verfügt das Modul über einen freien Kopplungsadapter für eine Luftschleuse sowie die nötigen Leitungen und Systeme, um aus einem angedockten Progress-Raumfrachter Treibstoff aufzunehmen und diesen an andere Module des russischen ISS-Teils zu transferieren. Außerdem wird das Modul einen weiteren Schlafplatz sowie Verbesserungen bei den Umweltsystemen (Sauerstoff, Wasseraufbereitung) der ISS mit sich bringen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-0578df84"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210721NaukaERAMontage2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210721NaukaERAMontage26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Nauka kurz bevor das Modul das erste Mal in die Nutzlast-Verkleidung gepackt wird. Vorne gut zu erkennen die Dockingadapter. (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die momentanen Schwierigkeiten im Orbit sind nicht die ersten, mit denen das ursprünglich bereits für 2007 geplante Modul konfrontiert wurde. Zunächst fungierte das Modul als ein beinahe vollständiges Backup für das 1998 gestartete Modul Sarja, später entschied man sich dann, das Modul fertig zu bauen und zur ISS hinzuzufügen. Da das später Nauka genannte Modul nicht die bereits von Sarja übernommenen Aufgaben zu erledigen hatte, konnten einige Systeme im Inneren entfernt werden, was zusätzlichen Platz für wissenschaftliche Experimente schuf. Ende 2005 schloss dann die europäische Raumfahrtagentur ESA eine Übereinkunft mit Roskosmos, die vorsah, dass der europäische Roboterarm ERA zusammen mit Nauka ins All gebracht werden sollte. Unterdessen verzögerte sich der Start immer weiter und bei einer Überprüfung des Moduls im Jahr 2013 fanden Spezialisten des russischen Raumfahrtunternehmens RKK Energija zahlreiche Fehler und Mängel. Die russische Raumfahrtbehörde informierte den ISS-Partner NASA 2013, dass mit einem Start nicht vor Ende 2015 zu rechnen sei. Über die Jahre verzögerten Probleme den Start immer weiter, schlussendlich erreichte Nauka im August 2020 Baikonur, wo man mit der Installation der Solarzellenausleger und des Roboterarms begann. Im Juni 2021 wurde das Raumfahrzeug dann in die Nutzlastverkleidung gepackt und es schien, als neige sich die lange Odyssee Naukas damit einem Ende entgegen. Doch schon Anfang Juli 2021 musste die Verkleidung wieder entfernt werden, man hatte bei der rund 40 km entfernten Befüll- und Betankungsstation nachträglich festgestellt, dass die Abdeckungen zur thermischen Isolierung an den Sternsensoren (die für die Orientierung im Raum genutzt werden) fehlten.<br>Nauka musste also zurück in die Montage-Halle gebracht werden, wo die Verkleidung abgenommen und die fehlenden Isolierhüllen für die empfindlichen Sensoren sofern nicht existierend hergestellt und angebracht wurden. Der sich anschließende erneute Transport führte nochmals zu einer lediglich kurzen Verzögerung des Starttermins auf das letztendliche Datum des 21. Julis.<br>Einmal an der ISS angekommen wird Nauka den momentan noch von Pirs benutzten Platz einnehmen. Das kleine Modul wurde im Laufe der letzten Wochen von der ISS-Besatzung entkernt und hätte eigentlich am Freitag, 23. Juli 2021 gemeinsam mit einem Progress-Frachter von der ISS abdocken sollen. Aufgrund der gegenwärtigen Probleme mit Nauka ist eine Verschiebung sehr wahrscheinlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18895.msg515849#msg515849" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NAUKA (Multifunktions-Labor-Modul, MLM) &#8211; Proton-M &#8211; Baikonur (200/39)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russisches-wissenschaftsmodul-zur-iss-gestartet/" data-wpel-link="internal">Russisches Wissenschaftsmodul zur ISS gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA: Europäischer Roboterarm in den Weltraum gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-europaeischer-roboterarm-in-den-weltraum-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2021 17:20:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[MLM]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=84138</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Europäische Roboterarm (ERA) befindet sich auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS), nachdem er heute um 16:58 Uhr MESZ mit einer Proton-Rakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet wurde. Eine Presseinformation der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. 21. Juli 2021 &#8211; Während des Transports ist der 11 m lange Roboter eingeklappt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-europaeischer-roboterarm-in-den-weltraum-gestartet/" data-wpel-link="internal">ESA: Europäischer Roboterarm in den Weltraum gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Europäische Roboterarm (ERA) befindet sich auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS), nachdem er heute um 16:58 Uhr MESZ mit einer Proton-Rakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet wurde. Eine Presseinformation der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-3ed33937"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProtonwithNaukaandERAonpadRoscosmos2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProtonwithNaukaandERAonpadRoscosmos26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Proton-M mit Nauka und ERA auf der Startrampe in Baikonur. (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. Juli 2021 &#8211; Während des Transports ist der 11 m lange Roboter eingeklappt und an seiner zukünftigen Heimatbasis, dem Mehrzweck-Labormodul „Nauka&#8220;, befestigt. Die Proton-M-Trägerrakete brachte Nauka und ERA etwa 10 Minuten nach dem Start in die Umlaufbahn, die sich fast 200 km über der Erde befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumstation verfügt bereits über zwei Roboterarme; kanadische und japanische Roboter spielen beim Andocken von Raumfahrzeugen und beim Transfer von Nutzlasten und Astronauten eine entscheidende Rolle. Doch keiner der Arme kann das russische Segment erreichen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-aeaf7bc6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAslaunchRoscosmos800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAslaunchRoscosmos260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Proton-M-Start mit Nauka und ERA an Bord. (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">ERA ist der erste Roboter, der in der Lage ist, in den russischen Bereichen zu „laufen&#8220;. Er kann Teile von bis zu 8000 kg mit einer Genauigkeit von 5 mm bewältigen und wird Astronauten von einem Arbeitsort zum anderen befördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der europäische Roboterarm, der sich durch die russischen Segmente der Station „hangelt&#8220;, wird den Weltraumbetrieb durch mehr Freiheit, Flexibilität und Fähigkeiten bereichern&#8220;, erläutert David Parker, ESA-Direktor für Astronautische und Robotische Exploration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit unserem Columbus 2030-Programm verleihen wir der Raumstation nach 20 Jahren in der Umlaufbahn ein ‚Midlife-Upgrade&#8216;, das die Gelegenheit bietet, den Weltraum mit einem kommerziellen Ansatz zu modernisieren&#8220;, so Parker weiter.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-e54a28d7"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAattachedtoNaukaRSCEnergia2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAattachedtoNaukaRSCEnergia26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Europäische Roboterarm (ERA) wurde am ISS-Modul Nauka montiert. (Bild: RSC Energia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Start und Installation des Europäischen Roboterarms sind eine Premiere für Europa und Russland im Weltraum. Ein Zusammenschluss von 22 europäischen Unternehmen aus 7 Ländern hat den Roboter für die ESA gebaut und in den 14 Jahren vor der lang ersehnten Premiere dieses in Europa hergestellten Roboters viel Durchhaltevermögen bewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ankunft im Weltraum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nauka braucht acht Tage, um seine Umlaufbahn langsam zu erhöhen und die Raumstation einzuholen. Am 29. Juli um 15:26 MESZ wird das neue Modul mit seinen Triebwerken automatisch an Zvezda im Zentrum des russischen Segments andocken.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-d5f69418"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAonISSESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAonISSESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Position des Europäischen Roboterarms (ERA) an der ISS. (Grafik: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">ESA-Astronaut Thomas Pesquet wird den Roboterarm in Empfang nehmen und die Installation unterstützen. Es sind fünf Weltraumspaziergänge geplant, um ERA startklar zu machen und seine ersten Weltraumeinsätze durchzuführen, von denen einige von den ESA-Astronauten Matthias Maurer und Samantha Cristoforetti durchgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew kann ERA von innerhalb und außerhalb der Raumstation aus steuern &#8211; eine Funktion, die kein anderer Roboterarm bietet. In seinem ersten Jahr auf der Raumstation bestehen die Hauptaufgaben von ERA darin, einen großen Radiator zu installieren und die Luftschleuse für Nauka einzurichten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-435385a2"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAspecsESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ERAspecsESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Daten zum Europäischen Roboterarm (ERA). (Grafik: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Teamarbeit für die Zukunft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit den internationalen Partnern bereitet sich Europa darauf vor, die Lebensdauer der Raumstation auf Jahre hinaus zu verlängern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Heimatbasis im All wird ständig optimiert. Europas Columbus-Labor wird mit neuen Wissenschaftsracks, ultraschnellen Datenverbindungen sowie kommerziell bereitgestellten externen und internen Plattformen, an denen mehr Anwender arbeiten können, ausgestattet. ESA-Astronaut Thomas Pesquet hat sogar bei der Aufrüstung der Energieversorgung der Station mit neuen Solaranlagen geholfen&#8220;, führt David Parker aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der symbolische Weltraum-Handschlag zwischen Europa und Russland wird dazu beitragen, autonome und telerobotische Operationen in Echtzeit zu demonstrieren, die für künftige Missionen zu Mond und Mars entscheidend sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Website mit Hintergrundinformationen zum Europäischen Roboterarm:<br><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/International_Space_Station/European_Robotic_Arm" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/International_Space_Station/European_Robotic_Arm2</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Pressemappe mit weiteren Informationen über den Europäischen Roboterarm: <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/science/ERA_brochure_EN.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://esamultimedia.esa.int/docs/science/ERA_brochure_EN.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Onlinebroschüre ist auch auf <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://esamultimedia.esa.int/docs/science/ERA_brochure_NL.pdf" target="_blank" data-wpel-link="external">Niederländisch</a>&nbsp;und <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://esamultimedia.esa.int/docs/science/ERA_brochure_RU.pdf" target="_blank" data-wpel-link="external">Russisch</a> erhältlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Europäische Weltraumorganisation</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist das Tor Europas zum Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und weltweit zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Slowenien ist assoziiertes Mitglied. Slowenien, Lettland und Litauen sind assoziierte Mitglieder</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA arbeitet förmlich mit fünf anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit Eumetsat bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list"><li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18895.msg515798#msg515798" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18895.msg515798#msg515798" target="_blank" rel="noopener">NAUKA (Multifunktions-Labor-Modul, MLM) &#8211; Proton-M &#8211; Baikonur(200/39)</a></a></strong></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-europaeischer-roboterarm-in-den-weltraum-gestartet/" data-wpel-link="internal">ESA: Europäischer Roboterarm in den Weltraum gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Airbus: ERA bereit für den Weltraum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/airbus-era-bereit-fuer-den-weltraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jul 2021 16:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[Energia]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[MLM]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[Niederlande]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=83541</guid>

					<description><![CDATA[<p>Von Airbus gebauter Europäischer Roboterarm ERA bereit für den Weltraum. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space. Quelle: Airbus Defence and Space. Leiden, 5. Juli 2021 &#8211; Raumfahrtingenieure von Airbus haben den europäischen Roboterarm (ERA) der Europäischen Weltraumorganisation ESA auf dem russischen Mehrzweck-Labormodul (MLM) installiert, das nun bereit für den Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/airbus-era-bereit-fuer-den-weltraum/" data-wpel-link="internal">Airbus: ERA bereit für den Weltraum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-639e74ce">Von Airbus gebauter Europäischer Roboterarm ERA bereit für den Weltraum. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Airbus Defence and Space.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-2343ce36"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/europeanroboticarmairbusdsnl2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/europeanroboticarmairbusdsnl26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der europäische Roboterarm ERA im Reinraum von Airbus Defence and Space Niederlande. (Bild: Airbus DS NL)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Leiden, 5. Juli 2021 &#8211; Raumfahrtingenieure von Airbus haben den europäischen Roboterarm (ERA) der Europäischen Weltraumorganisation ESA auf dem russischen Mehrzweck-Labormodul (MLM) installiert, das nun bereit für den Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) ist. Zusammen mit diesem Modul, bekannt als &#8222;Nauka&#8220;, wird ERA und seine beiden Kontrollstationen vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan mit einer Proton-Rakete starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer einwöchigen Reise wird ERA an der ISS ankommen, wo er das russische Segment der Raumstation betreuen wird. Mit einer Gesamtlänge von 11,3 Metern kann sich der symmetrische, beidhändig bedienbare, intelligente Roboterarm im Außenbereich der ISS bewegen und von einem festen Basispunkt zum anderen gelangen. Die sieben robusten und präzisen Gelenke von ERA, die leichten Gliedmaße und der Steuercomputer in der Mitte des Arms verleihen dem Roboterarm seine Vielseitigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astronauten und Kosmonauten können den europäischen Roboterarm in Echtzeit steuern oder ihn innerhalb oder außerhalb der ISS vorprogrammieren, um ihn Nutzlasten bewegen zu lassen, die Raumstation mit seinen Infrarotkameras zu inspizieren und um Operationen außen an der ISS zu unterstützen. Von seiner Spitze aus verfügt der Roboter über elektrische Energie, einen Datenbus, eine Videoleitung und einen rotierenden Antrieb. Durch den Anschluss eines Werkzeugs an die Spitze kann ERA für eine der vielen Aufgaben ausgerüstet werden, die er automatisch oder halbautomatisch ausführen kann. ERA hat eine Leichtbauweise, kann aber dank der Schwerelosigkeit im Weltraum sehr große Massen bewegen: von 3.000 Kilogramm routinemäßig bis zu 8.000 Kilogramm im langsamen Modus. Der Roboterarm arbeitet mit einer Genauigkeit von fünf Millimetern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ERA wurde für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) von einem europäischen Konsortium unter der Leitung von Airbus Defence and Space in den Niederlanden entwickelt. Airbus hat den Arm und seine Softwarefunktionen entworfen, die Entwicklung der Subsysteme in ganz Europa geleitet und das System integriert und getestet. In den letzten Monaten hat Airbus zusammen mit der ESA und dem russischen Partner RSC/Energia den ERA auf dem MLM integriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der lang erwartete Start des europäischen Roboterarms zur Internationalen Raumstation ist ein großer Beitrag der Niederlande zum weiteren Betrieb der ISS, der durch die loyale Unterstützung des niederländischen Raumfahrtbüros und des Ministeriums für Wirtschaft und Klimapolitik ermöglicht wurde“, sagte Rob Postma, Chief Executive Officer von Airbus Defence and Space Netherlands. „Darüber hinaus werden damit die Anstrengungen, das Engagement und die Entschlossenheit der vielen Raumfahrtprofis gewürdigt, die über die Jahre hinweg beteiligt waren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Airbus Niederlande</strong><br>Airbus Defence and Space Netherlands B.V. ist Teil von Airbus und Lieferant von Hightech-Produkten und Dienstleistungen für die internationale Luft- und Raumfahrtindustrie. Das Portfolio von Airbus Defence and Space Netherlands B.V. umfasst Solarpaneele, Trägerraketen-Strukturen, Instrumente und Dienstleistungen, thermomechanische Produkte sowie Kommunikations- und Steuerungssysteme. Das Unternehmen mit Sitz in Leiden beschäftigt mehr als 250 erfahrene Fachleute.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18895.msg515798#msg515798" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18895.msg515798#msg515798" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NAUKA (Multifunktions-Labor-Modul, MLM) – Proton-M – Baikonur(200/39)</a></strong></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/airbus-era-bereit-fuer-den-weltraum/" data-wpel-link="internal">Airbus: ERA bereit für den Weltraum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
