<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Dawn &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/raumsonden/dawn/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Sun, 24 Aug 2025 12:46:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Dawn &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Laborarbeit erforscht die von der NASA-Sonde Dawn entdeckten Rinnen auf dem riesigen Asteroiden Vesta</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mehr-nasa-wissenschaft-und-technik-fliegen-zum-mond-an-bord-des-zukuenftigen-firefly-fluges-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 12:46:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[SWRI]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=146226</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese als Strömungsformationen bezeichneten Kanäle könnten auf Himmelskörpern entstehen, die aufgrund des extremen Vakuums im Weltraum für Flüssigkeiten nicht geeignet zu sein scheinen. Eine Pressemitteilung der NASA. Quelle: NASA, JPL, 20. Dezember 2024. 20. Dezember 2024, Washington/Pasadena &#8211; Die mit Kratern übersäten Oberflächen vieler Himmelskörper in unserem Sonnensystem sind ein deutlicher Beweis dafür, dass sie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mehr-nasa-wissenschaft-und-technik-fliegen-zum-mond-an-bord-des-zukuenftigen-firefly-fluges-2/" data-wpel-link="internal">Laborarbeit erforscht die von der NASA-Sonde Dawn entdeckten Rinnen auf dem riesigen Asteroiden Vesta</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Diese als Strömungsformationen bezeichneten Kanäle könnten auf Himmelskörpern entstehen, die aufgrund des extremen Vakuums im Weltraum für Flüssigkeiten nicht geeignet zu sein scheinen. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: NASA, JPL, 20. Dezember 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/pia15675_1024x1024.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die NASA-Raumsonde Dawn hat dieses Bild von Vesta aufgenommen, als sie 2012 die Umlaufbahn des riesigen Asteroiden verließ. Die Kamera blickte dabei auf den Nordpol, der sich in der Mitte des Bildes befindet. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)" data-rl_caption="" title="Die NASA-Raumsonde Dawn hat dieses Bild von Vesta aufgenommen, als sie 2012 die Umlaufbahn des riesigen Asteroiden verließ. Die Kamera blickte dabei auf den Nordpol, der sich in der Mitte des Bildes befindet. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/pia15675_320x320.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die NASA-Raumsonde Dawn hat dieses Bild von Vesta aufgenommen, als sie 2012 die Umlaufbahn des riesigen Asteroiden verließ. Die Kamera blickte dabei auf den Nordpol, der sich in der Mitte des Bildes befindet.<br>(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure>



<p>20. Dezember 2024, Washington/Pasadena &#8211; Die mit Kratern übersäten Oberflächen vieler Himmelskörper in unserem Sonnensystem sind ein deutlicher Beweis dafür, dass sie seit 4,6 Milliarden Jahren von Meteoriten und anderem Weltraummüll zertrümmert werden. Doch auf einigen Welten, darunter der riesige Asteroid Vesta, der von der NASA-Mission Dawn erforscht wurde, weisen die Oberflächen auch tiefe Kanäle oder Rinnen auf, deren Ursprung nicht vollständig geklärt ist.</p>



<p>Eine Haupthypothese besagt, dass sie sich aus trockenen Geröllströmen gebildet haben, die durch geophysikalische Prozesse wie Meteoriteneinschläge und Temperaturschwankungen aufgrund der Sonneneinstrahlung verursacht wurden. Eine kürzlich von der NASA finanzierte Studie liefert jedoch Hinweise darauf, dass die Einschläge auf Vesta einen weniger offensichtlichen geologischen Prozess ausgelöst haben könnten: plötzliche und kurze Wasserströme, die Rinnen aushöhlten und Sedimentfächer ablagerten. In der Studie, die in der Fachzeitschrift Planetary Science Journal veröffentlicht wurde, wurde mit Hilfe von Laborgeräten, die die Bedingungen auf Vesta nachahmen, zum ersten Mal detailliert beschrieben, woraus die Flüssigkeit bestehen könnte und wie lange sie fließt, bevor sie gefriert.</p>



<p>Obwohl die Existenz von gefrorenen Soleablagerungen auf Vesta unbestätigt ist, haben Wissenschaftler zuvor die Hypothese aufgestellt, dass Meteoriteneinschläge Eis, das unter der Oberfläche von Welten wie Vesta lag, freigelegt und geschmolzen haben könnten. In diesem Szenario könnten die aus diesem Prozess resultierenden Ströme Rinnen und andere Oberflächenmerkmale geformt haben, die denen auf der Erde ähneln.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/e-new-pia26070-dustie-chamber_2688x3537-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Um mögliche Erklärungen für die tiefen Rinnen auf Vesta zu finden, simulierten die Wissenschaftler mit dem Dirty Under-vacuum Simulation Testbed for Icy Environments (DUSTIE) des JPL die Bedingungen auf dem riesigen Asteroiden, die nach dem Einschlag von Meteoroiden auf der Oberfläche herrschen würden. (Bild: NASA/JPL-Caltech)" data-rl_caption="" title="Um mögliche Erklärungen für die tiefen Rinnen auf Vesta zu finden, simulierten die Wissenschaftler mit dem Dirty Under-vacuum Simulation Testbed for Icy Environments (DUSTIE) des JPL die Bedingungen auf dem riesigen Asteroiden, die nach dem Einschlag von Meteoroiden auf der Oberfläche herrschen würden. (Bild: NASA/JPL-Caltech)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/e-new-pia26070-dustie-chamber_320x421.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Um mögliche Erklärungen für die tiefen Rinnen auf Vesta zu finden, simulierten die Wissenschaftler mit dem Dirty Under-vacuum Simulation Testbed for Icy Environments (DUSTIE) des JPL die Bedingungen auf dem riesigen Asteroiden, die nach dem Einschlag von Meteoroiden auf der Oberfläche herrschen würden.<br>(Bild: NASA/JPL-Caltech)</figcaption></figure>



<p>Aber wie könnten luftlose Welten &#8211; Himmelskörper ohne Atmosphäre, die dem intensiven Vakuum des Weltraums ausgesetzt sind &#8211; Flüssigkeiten lange genug auf ihrer Oberfläche beherbergen, damit sie fließen können? Ein solcher Prozess würde der Erkenntnis zuwiderlaufen, dass sich Flüssigkeiten im Vakuum schnell destabilisieren und in ein Gas verwandeln, wenn der Druck abfällt.</p>



<p>„Einschläge lösen nicht nur einen Flüssigkeitsstrom auf der Oberfläche aus, sondern die Flüssigkeiten sind auch lange genug aktiv, um bestimmte Oberflächenmerkmale zu erzeugen“, so Projektleiterin und Planetenforscherin Jennifer Scully vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien, wo die Experimente durchgeführt wurden. „Aber für wie lange? Die meisten Flüssigkeiten werden auf diesen luftlosen Körpern, wo das Vakuum des Weltraums unnachgiebig ist, schnell instabil.“</p>



<p>Der kritische Bestandteil ist Natriumchlorid &#8211; Kochsalz. Die Experimente ergaben, dass reines Wasser unter Bedingungen wie denen auf Vesta fast sofort gefriert, während salzhaltige Flüssigkeiten mindestens eine Stunde lang flüssig bleiben. „Das ist lang genug, um die auf Vesta identifizierten Strömungsmerkmale zu bilden, die nach Schätzungen bis zu einer halben Stunde benötigen“, sagte der Hauptautor Michael J. Poston vom Southwest Research Institute in San Antonio.</p>



<p>Die 2007 gestartete Raumsonde Dawn reiste zum Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und umkreiste Vesta 14 Monate lang und Ceres fast vier Jahre lang. Bevor die Mission 2018 endete, entdeckte sie Hinweise darauf, dass Ceres ein unterirdisches Sole-Reservoir beherbergt und möglicherweise immer noch Sole aus seinem Inneren an die Oberfläche transportiert. Die neue Forschung bietet Einblicke in die Prozesse auf Ceres, konzentriert sich aber auf Vesta, wo Eis und Salze eine salzhaltige Flüssigkeit erzeugen können, wenn sie durch einen Einschlag erhitzt werden, so die Wissenschaftler.</p>



<p><strong>Simulation von Vesta</strong></p>



<p>Um Vesta-ähnliche Bedingungen, wie sie nach einem Meteoriteneinschlag auftreten würden, nachzubilden, stützten sich die Wissenschaftler auf eine Testkammer am JPL mit der Bezeichnung Dirty Under-vacuum Simulation Testbed for Icy Environments (DUSTIE). Indem sie den Luftdruck in der Umgebung von Flüssigkeitsproben schnell verringerten, ahmten sie die Umgebung von Flüssigkeit nach, die an die Oberfläche gelangt. Reines Wasser gefror sofort, wenn es den Vakuumbedingungen ausgesetzt wurde. Salzhaltige Flüssigkeiten hingegen blieben länger in der Nähe und flossen weiter, bevor sie gefroren.</p>



<p>Die Solen, mit denen sie experimentierten, waren etwas mehr als ein paar Zentimeter tief; die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass die Ströme auf Vesta, die mehrere Meter tief sind, noch länger brauchen würden, um wieder einzufrieren.</p>



<p>Die Forscher waren auch in der Lage, die „Deckel“ aus gefrorenem Material nachzubilden, von denen man annimmt, dass sie sich auf Solen bilden. Die Deckel sind im Wesentlichen eine gefrorene Deckschicht, die die darunter liegende Flüssigkeit stabilisiert und sie vor dem Vakuum des Weltraums &#8211; oder in diesem Fall dem Vakuum der DUSTIE-Kammer &#8211; schützt und dafür sorgt, dass die Flüssigkeit länger fließt, bevor sie wieder gefriert.</p>



<p>Dieses Phänomen ähnelt dem, wie auf der Erde Lava in Lavaröhren weiter fließt, als wenn sie kühlen Oberflächentemperaturen ausgesetzt wäre. Es stimmt auch mit der Modellierungsforschung überein, die im Zusammenhang mit potenziellen Schlammvulkanen auf dem Mars und Vulkanen durchgeführt wurde, die möglicherweise eisiges Material aus Vulkanen auf dem Jupitermond Europa gespuckt haben.</p>



<p>„Unsere Ergebnisse tragen zu einer wachsenden Zahl von Arbeiten bei, die Laborexperimente nutzen, um zu verstehen, wie lange Flüssigkeiten auf einer Vielzahl von Welten bestehen“, sagte Scully.</p>



<p>Weitere Informationen über die Dawn-Mission der NASA finden Sie hier: <a href="https://science.nasa.gov/mission/dawn/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/dawn/</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg570454#msg570454" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dawn (Discovery 9) auf Delta II 7925H D327 von CC SLC-17B</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mehr-nasa-wissenschaft-und-technik-fliegen-zum-mond-an-bord-des-zukuenftigen-firefly-fluges-2/" data-wpel-link="internal">Laborarbeit erforscht die von der NASA-Sonde Dawn entdeckten Rinnen auf dem riesigen Asteroiden Vesta</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwergplanet Ceres: Ursprung im Asteroidengürtel?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwergplanet-ceres-ursprung-im-asteroidenguertel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2024 15:14:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ammonium]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[Consus]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Kryovulkanismus]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[VIR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=144088</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hellgelbe Ablagerungen im Consus Krater zeugen von Ceres‘ kryovulkanischer Vergangenheit – und beleben die Diskussion um ihren Entstehungsort neu. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung 5. September 2024. 5. September 2024 &#8211; Der Zwergplanet Ceres könnte seinen Ursprung im Asteroidengürtel haben – und muss nicht zwingend dorthin vom Rand des Sonnensystems [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zwergplanet-ceres-ursprung-im-asteroidenguertel/" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres: Ursprung im Asteroidengürtel?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Hellgelbe Ablagerungen im Consus Krater zeugen von Ceres‘ kryovulkanischer Vergangenheit – und beleben die Diskussion um ihren Entstehungsort neu. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung 5. September 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/ConsusKrateraufSuedhalbkugelvonCeresMPS.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Consus Krater liegt auf der Südhalbkugel des Zwergplaneten Ceres. Auffälligste Struktur in seinem Innern ist ein kleinerer Krater („floor crater“) in seiner östlichen Hälfte. Im Zentrum des Consus Kraters ragt ein flacher Zentralberg empor. (Bild: MPS)" data-rl_caption="" title="Der Consus Krater liegt auf der Südhalbkugel des Zwergplaneten Ceres. Auffälligste Struktur in seinem Innern ist ein kleinerer Krater („floor crater“) in seiner östlichen Hälfte. Im Zentrum des Consus Kraters ragt ein flacher Zentralberg empor. (Bild: MPS)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/ConsusKrateraufSuedhalbkugelvonCeresMPS26.jpg" alt="Der Consus Krater liegt auf der Südhalbkugel des Zwergplaneten Ceres. Auffälligste Struktur in seinem Innern ist ein kleinerer Krater („floor crater“) in seiner östlichen Hälfte. Im Zentrum des Consus Kraters ragt ein flacher Zentralberg empor. (Bild: MPS)" class="wp-image-144091"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Consus Krater liegt auf der Südhalbkugel des Zwergplaneten Ceres. Auffälligste Struktur in seinem Innern ist ein kleinerer Krater („floor crater“) in seiner östlichen Hälfte. Im Zentrum des Consus Kraters ragt ein flacher Zentralberg empor. (Bild: MPS)</figcaption></figure>



<p>5. September 2024 &#8211; Der Zwergplanet <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/ceres/" data-wpel-link="internal">Ceres</a> könnte seinen Ursprung im Asteroidengürtel haben – und muss nicht zwingend dorthin vom Rand des Sonnensystems „zugewandert“ sein. Darauf deuten helle, ammoniumreiche Ablagerungen im Consus Krater hin, wie ein Forscherteam unter Leitung des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) heute in der Fachzeitschrift Journal of Geophysical Research Planets argumentiert. Die Forschenden haben Messdaten der NASA-Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/dawn/" data-wpel-link="internal">Dawn</a> ausgewertet. Dawn hatte schon vor Jahren auf der Ceres-Oberfläche weit verbreitete Ammoniumvorkommen entdeckt. Dies lege nach Meinung einiger Wissenschaftler*innen nahe, dass gefrorenes Ammonium bei der Entstehung des Zwergplaneten eine Rolle gespielt hat. Ammonium ist nur im äußeren Sonnensystem stabil. Die neue Studie findet eine weitere Möglichkeit: Wie auch andere helle Ablagerungen auf Ceres könnte das ammoniumreiche Material im Consus Krater durch Ceres‘ kuriosen Kryovulkanismus aus der Tiefe des Zwergplaneten an die Oberfläche gelangt sein.</p>



<p>Der Zwergplanet Ceres ist ein außergewöhnlicher „Bewohner“ des Asteroidengürtels. Mit einem Durchmesser von etwa 960 Kilometern ist er nicht nur der größte Körper zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter; er zeichnet sich auch – anderes als seine eher schlichten „Mitbewohner“ – durch eine äußerst komplexe und vielseitige Geologie aus. Dies weist auf eine bewegte Vergangenheit hin, in der sich Ceres über viele Milliarden Jahre veränderte und weiterentwickelte. Daten der NASA-Raumsonde Dawn, die Ceres von 2015 bis 2018 aus der Nähe untersucht hat, haben unter anderem Hinweise darauf geliefert, dass Ceres bis in jüngste Vergangenheit Schauplatz eines einzigartigen Kryovulkanismus war – und wahrscheinlich noch immer ist. In mehreren Einschlagskratern finden sich helle, weißliche Salzablagerungen. Forschende halten sie für Überbleibsel einer Sole, die über viele Milliarden Jahre aus einer flüssigen Schicht zwischen Mantel und Kruste an die Oberfläche gedrungen ist. Auch in Aufnahmen und Messdaten vom Consus Krater, die das Forscherteam nun so detailliert wie nie zuvor ausgewertet hat, zeigt sich solch helles Material, allerdings zum Teil in gelblicherer Färbung.</p>



<p><strong>Ein Krater im Krater</strong><br>Der Conus-Krater liegt auf der Südhalbkugel des Zwergplaneten Ceres. Mit einem Durchmesser von etwa 64 Kilometern zählt er nicht zu den besonders großen Einschlagkratern. In Aufnahmen des wissenschaftlichen Kamerasystems von Dawn, das unter Leitung des MPS entwickelt und gebaut wurde, zeigt sich eine umlaufende Kraterwand, die etwa 4,5 Kilometer vom Kraterboden in die Höhe ragt und zum Teil nach innen abgerutscht ist. Als auffälligste Struktur umschließt sie einen kleineren Krater, der mit einer Fläche von etwa 15 Kilometern mal elf Kilometern die östliche Hälfte des Consus Kraterbodens dominiert. Das gelbliche, helle Material findet sich in vereinzelten Sprenkeln ausschließlich am Rand des kleineren Kraters und in einem Bereich etwas östlich davon.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/gelblicheshellesMaterialyBMMPS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das gelbliche helle Material, hier als „yBM“ gekennzeichnet, findet sich ausschließlich am Rand des kleineren Kraters und in seiner direkten östlichen Nachbarschaft. (Bild: MPS)" data-rl_caption="" title="Das gelbliche helle Material, hier als „yBM“ gekennzeichnet, findet sich ausschließlich am Rand des kleineren Kraters und in seiner direkten östlichen Nachbarschaft. (Bild: MPS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="255" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/gelblicheshellesMaterialyBMMPS26.jpg" alt="Das gelbliche helle Material, hier als „yBM“ gekennzeichnet, findet sich ausschließlich am Rand des kleineren Kraters und in seiner direkten östlichen Nachbarschaft. (Bild: MPS)" class="wp-image-144094"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das gelbliche helle Material, hier als „yBM“ gekennzeichnet, findet sich ausschließlich am Rand des kleineren Kraters und in seiner direkten östlichen Nachbarschaft. (Bild: MPS)</figcaption></figure>



<p>Wie die aktuellen Auswertungen von Daten des Kamerasystems und des Spektrometers VIR nahelegen, ist das gelbliche helle Material im Consus-Krater reich an Ammonium. Die Verbindung, die sich von Ammoniak durch eine zusätzliches Wasserstoff-Ion unterscheidet, ist in Form ammoniumreicher Gesteine in Spuren auf der Ceres-Oberfläche beinahe allgegenwärtig. In der Vergangenheit glaubten Wissenschaftler*innen, dass dieses Gestein nur durch Kontakt mit Ammonium-Eis in der Kälte am äußeren Rand des Sonnensystems entstanden sein könne. Nur dort ist gefrorenes Ammonium über längere Zeiträume stabil; in größerer Nähe zur Sonne verdunstet es rasch. Ceres müsse deshalb am Rand des Sonnensystems entstanden und erst später in den Asteroidengürtel „umgesiedelt“ sein. Die aktuelle Studie zeigt nun erstmals eine Verbindung auf zwischen Ammonium und der salzhaltigen Sole aus dem Inneren der Ceres. Der Ursprung des Zwergplaneten, so argumentiert das Team, müsse deshalb nicht zwingend im äußeren Sonnensystem liegen. Ceres könnte auch ein echtes Kind des Asteroidengürtels sein.</p>



<p><strong>Ammonium aus der Tiefe</strong><br>Die Forschenden gehen davon aus, dass die Bausteine von Ammonium bereits im ursprünglichen Baumaterial der Ceres enthalten waren. Da Ammonium sich nicht mit den typischen Mineralien im Ceres‘ Mantel verbindet, reicherte es sich nach und nach in einer mächtigen Soleschicht an, die sich global zwischen Mantel und Kruste des Zwergplaneten erstreckte. Durch kryovulkanische Aktivität stieg die ammoniumreiche Sole im Laufe der Jahrmilliarden immer wieder auf und das darin enthaltene Ammonium wechselte nach und nach den „Wirt“: Es drang in die großräumig vorhandenen Schichtsilikate der Ceres-Kruste ein. Schichtsilikate, die sich durch eine lagenartige Kristallstruktur auszeichnen, sind auch auf der Erde etwa in tonhaltigen Böden weitverbreitet. In Kontakt mit einer ammoniumreichen Sole lagern sich bevorzugt Ammonium-Ionen an. „Das Gestein könnte das Ammonium über viele Milliarden Jahre wie eine Art Schwamm aufgenommen haben“, erklärt MPS-Wissenschaftler Dr. Andreas Nathues, Erstautor der aktuellen Studie und früherer Leiter des Kamerateams von Dawn.</p>



<p>Vieles spricht dafür, dass die Konzentration des Ammoniums in tieferliegenden Schichten der Kruste größer ist als nahe der Oberfläche. Die wenigen Stellen auf der Ceres-Oberfläche, an denen sich außerhalb des Consus Kraters auffällige Flecken des gelblich-hellen Materials finden, liegen ebenfalls innerhalb tiefer Krater. Im Consus Krater dürfte – wie die aktuelle Studie detailliert zeigt – der Einschlag, der vor nur 280 Millionen Jahren den kleinen östlichen Krater schuf, Material aus den tiefliegenden, besonders ammoniumhaltigen Schichten freigelegt haben. Bei den gelblich-hellen Sprenkeln östlich des kleineren Kraters handelt es sich um Material, das der Einschlag aus großer Tiefe herausgeschleudert hat.</p>



<p>„Mit seinen 450 Millionen Jahren ist der Consus Krater nach geologischen Maßstäben nicht besonders alt, allerdings ist er einer der ältesten noch erhaltenen Strukturen auf Ceres. Durch seinen tiefen Aushub verschafft er uns Zugang zu Prozessen, die sich über viele Milliarden Jahre im Innern der Ceres abgespielt haben – und ist so eine Art Fenster in die Vergangenheit des Zwergplaneten“, so MPS-Forscher Dr. Ranjan Sarkar, ein Co-Autor der Studie.</p>



<p><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Andreas Nathues et al.:<br>Consus Crater on Ceres: ammonium-enriched brines in exchange with phyllosilicates?,<br>Journal of Geophysical Research: Planets, 5. September 2024<br><a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2023JE008150" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2023JE008150</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14147.msg565768#msg565768" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zwergplanet-ceres-ursprung-im-asteroidenguertel/" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres: Ursprung im Asteroidengürtel?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>AstroGeo Podcast: Planet der Frühstücksflocken</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-planet-der-fruehstuecksflocken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ackerbau]]></category>
		<category><![CDATA[Ahuna Mons]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[Cerealia Faculae]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Eislinie]]></category>
		<category><![CDATA[Giuseppe Piazzi]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Occator]]></category>
		<category><![CDATA[Planeten]]></category>
		<category><![CDATA[Titius-Bode-Reihe]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<category><![CDATA[Vinalia Faculae]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergplaneten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=112711</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ceres kennen die Menschen schon seit über zwei Jahrhunderten. Erst hielten sie ihn für einen Planeten, dann für einen unbedeutenden Asteroiden. Erst kürzlich erkannten sie: Unter seiner grauen Oberfläche ist er alles andere als langweilig. Am 1. Januar 1801 entdeckt der italienische Astronom Giuseppe Piazzi einen neuen Planeten – jedenfalls glaubt er das. Mehrere Jahre [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-planet-der-fruehstuecksflocken/" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast: Planet der Frühstücksflocken</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ceres kennen die Menschen schon seit über zwei Jahrhunderten. Erst hielten sie ihn für einen Planeten, dann für einen unbedeutenden Asteroiden. Erst kürzlich erkannten sie: Unter seiner grauen Oberfläche ist er alles andere als langweilig.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/ceres-occator-krater-helle-flecken-rn.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/ceres-occator-krater-helle-flecken-rn-1024x834.jpg" alt="" class="wp-image-112714" width="337" height="274" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/ceres-occator-krater-helle-flecken-rn-1024x834.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/ceres-occator-krater-helle-flecken-rn-300x244.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/ceres-occator-krater-helle-flecken-rn-768x626.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/ceres-occator-krater-helle-flecken-rn-600x489.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/ceres-occator-krater-helle-flecken-rn.jpg 1204w" sizes="(max-width: 337px) 100vw, 337px" /></a><figcaption>Occator ist der größte Krater auf Ceres und verfügt über die auffälligsten hellen Flecken<br>Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA</figcaption></figure>



<p>Am 1. Januar 1801 entdeckt der italienische Astronom Giuseppe Piazzi einen neuen Planeten – jedenfalls glaubt er das. Mehrere Jahre hatten Astronomen schon nach dem Himmelskörper gesucht, der sich zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter verstecken soll. Die Freude über den Fund ist allerdings nicht von Dauer: Bald stellt sich heraus, dass er nur einer von vielen kleinen Asteroiden ist, die auf ähnlichen Bahnen um die Sonne kreisen. Ceres verschwindet in Folge für fast 200 Jahre aus dem Rampenlicht, bevor er strahlend zurückkehrt.</p>



<p>Karl erzählt die Geschichte von Ceres, dessen Ansehen in den letzten zwei Jahrzehnten eine enorme Wende erfahren hat. Er wurde genauer beobachtet und bekam Sondenbesuch. Der größte Körper des Asteroidengürtels ist nicht nur zum Zwergplaneten aufgestiegen, sondern entpuppte sich auch geologisch als einer der erstaunlichsten Körper des Sonnensystems.</p>



<p>Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban alle zwei Wochen eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">iTunes</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


[podloveaudio chaptersVisible=&#8220;false&#8220; title=&#8220;AstroGeo Podcast: Planet der Frühstücksflocken&#8220; src=&#8220;https://astrogeo.de/podlove/file/673/s/feed/c/m4a-raumfahrernet/ag050-gott-der-fruehstuecksflocken.m4a&#8220; poster=&#8220;https://astrogeo.de/media/ag050-gott-der-fruehstuecksflocken.jpg&#8220; chapters=&#8220;https://astrogeo.de/media/ag050-gott-der-fruehstuecksflocken.chapters.txt&#8220; duration=&#8220;00:59:12.174&#8243;]



<p>Frühere Ausgaben des AstroGeo Podcast <a href="https://astrogeo.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gibt es auf astrogeo.de</a>. AstroGeo ist der Podcast von <a href="https://www.riffreporter.de/de/genossenschaft/recherche-kollektive/weltraum-reporter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Weltraumreporter</a>, einem Magazin der Riffreporter eG. Er ist frei verfügbar und entsteht durch die finanzielle Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer. Das geht mit einem monatlichen Abonnement die Weltraumreporter für 3,49 Euro pro Monat oder einer Spende. Diese und <a href="https://astrogeo.de/unterstuetze-uns/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jede andere Form der finanziellen Unterstützung</a> hilft dabei, dass der Podcast weiter werbefrei bleibt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14147.msg527891#msg527891" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg486521#msg486521" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Mission Dawn</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg534094#msg534094" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg534843#msg534843" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-planet-der-fruehstuecksflocken/" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast: Planet der Frühstücksflocken</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://astrogeo.de/podlove/file/673/s/feed/c/m4a-raumfahrernet/ag050-gott-der-fruehstuecksflocken.m4a" length="0" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>2. Stuttgarter Wissenschaftsfestival im Planetarium</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/2-stuttgarter-wissenschaftsfestival-im-planetarium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2022 15:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day]]></category>
		<category><![CDATA[Carl‐Zeiss‐Planetarium]]></category>
		<category><![CDATA[Ionentriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schulklassen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgarter Wissenschaftsfestival]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Köhler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=111564</guid>

					<description><![CDATA[<p>Interaktives Weltraumkino und ein Ritt zu den Asteroiden &#8211; Wissenschaft hautnah erleben, diese Möglichkeit bietet auch das Carl‐Zeiss‐Planetarium im Rahmen des 2. Stuttgarter Wissenschaftsfestivals. Eine Veranstaltungsankündigung der Landeshauptstadt Stuttgart. Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart 22. Juni 2022. 22. Juni 2022 &#8211; Am 28. und 29. Juni 2022 lädt das Planetarium zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft‐ [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/2-stuttgarter-wissenschaftsfestival-im-planetarium/" data-wpel-link="internal">2. Stuttgarter Wissenschaftsfestival im Planetarium</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Interaktives Weltraumkino und ein Ritt zu den Asteroiden &#8211; Wissenschaft hautnah erleben, diese Möglichkeit bietet auch das Carl‐Zeiss‐Planetarium im Rahmen des <a href="https://web.archive.org/web/20240227234801/https://wissenschaftsfestival.stuttgart.de/wissenschaftsfestival-2022/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2. Stuttgarter Wissenschaftsfestival</a>s. Eine Veranstaltungsankündigung der Landeshauptstadt Stuttgart.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart 22. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DAWN-spacecraft-Foto-NASA-2206.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DAWN-spacecraft-Foto-NASA-2206-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raumsonde DAWN mit laufendem Ionentriebwerk über der Oberfläche eines Himmelskörpers &#8211; künstlerische Darstellung. (Grafik: NASA)</figcaption></figure>



<p>22. Juni 2022 &#8211; Am 28. und 29. Juni 2022 lädt das Planetarium zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft‐ und Raumfahrt (DLR) Schulklassen jeweils um 10 und um 12 Uhr zu einem „interaktiven Weltraum‐Kino“ ein − mit faszinierenden Bildern aus dem All. Außerdem gibt Ulrich Köhler vom DLR‐Institut für Planetenforschung unter dem Titel „Ritt auf dem Ionenstrahl zu den Asteroiden“ anlässlich des Asteroid Day am Donnerstag, 30. Juni 2022, 19 Uhr einen interessanten Einblick in die Welt der Kleinplaneten.</p>



<p>In den vergangenen Jahren wurden riesige Fortschritte bei der Erkundung der Asteroiden erzielt. Ulrich Köhler zeigt in seinem Vortrag am 30. Juni 2022 Highlights der bisherigen Missionen zu den Asteroiden. Außerdem gibt er einen Ausblick auf die neuen Projekte der nächsten Jahre.</p>



<p>Schulklassen der 3. bis 6. Klasse sind am 28. Juni 2022 eingeladen zu „Best of Space“ – mit einem Mix aus spannenden Videos von den Mondlandungen bis zur Internationalen Raumstation ISS. Am 29. Juni 2022 geht es für Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 7 im Planetarium auf eine „Reise durch das Sonnensystem“. Neben der virtuellen Expedition zu den Planeten berichtet Ulrich Köhler vom DLR unter anderem über die Erkundung unseres Nachbarplaneten Mars. Im Anschluss können die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen rund um das Weltall stellen und erhalten fachkundige und altersgerechte Erklärungen von Expertinnen und Experten des DLR.</p>



<p>Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Schulklassen sollten sich für die Veranstaltungen im Planetarium unter Telefon 216−89015 anmelden. Die Shows am 28./29. Juni 2022 können auch von allen weiteren Interessierten besucht werden. Alle aktuellen Informationen sowie der Spielplan des Planetariums unter <a href="https://www.planetarium-stuttgart.de/startseite" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.planetarium-stuttgart.de/startseite</a> .</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg533731#msg533731" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/2-stuttgarter-wissenschaftsfestival-im-planetarium/" data-wpel-link="internal">2. Stuttgarter Wissenschaftsfestival im Planetarium</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ceres: Organische Verbindungen und Salze im Krater Urvara</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ceres-organische-verbindungen-und-salze-im-krater-urvara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 17:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[Emutet]]></category>
		<category><![CDATA[Kryovulkanismus]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[NISER]]></category>
		<category><![CDATA[Occator]]></category>
		<category><![CDATA[organics]]></category>
		<category><![CDATA[organisches Molekül]]></category>
		<category><![CDATA[Salz]]></category>
		<category><![CDATA[Sole]]></category>
		<category><![CDATA[Urvara]]></category>
		<category><![CDATA[VIR]]></category>
		<category><![CDATA[WWU]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergplanet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=106201</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erstmals ausgewertete Daten der NASA-Mission Dawn legen nahe, dass im Urvara-Krater Sole aus der Tiefe empordrang und organische Verbindungen abgelagert wurden. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. 22. Februar 2022 &#8211; Der drittgrößte Krater auf dem Zwergplaneten Ceres war viele Millionen Jahre nach seiner Entstehung noch mindestens einmal geologisch aktiv. In [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ceres-organische-verbindungen-und-salze-im-krater-urvara/" data-wpel-link="internal">Ceres: Organische Verbindungen und Salze im Krater Urvara</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Erstmals ausgewertete Daten der NASA-Mission Dawn legen nahe, dass im Urvara-Krater Sole aus der Tiefe empordrang und organische Verbindungen abgelagert wurden. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps22022022aMPSNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps22022022aMPSNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Auf der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres finden sich zahlreiche große, auffällige Krater. (Bild: MPS, based on data from the Dawn mission: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure></div>



<p>22. Februar 2022 &#8211; Der drittgrößte Krater auf dem Zwergplaneten Ceres war viele Millionen Jahre nach seiner Entstehung noch mindestens einmal geologisch aktiv. In einer aktuellen Studie, die heute in der Fachzeitschrift Nature Communications erscheint, legen Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und des National Institute of Science Education and Research (NISER) in Indien die bisher detailreichste Untersuchung des Urvara-Kraters vor. Dafür werteten sie erstmals Kamera-Aufnahmen aus der letzten Phase der NASA-Weltraummission Dawn aus, die geologische Strukturen von nur einigen Metern Größe erkennen lässt. Die Raumsonde Dawn war 2015 in eine Umlaufbahn um den Zwergplaneten eingeschwenkt und hatte ihn etwa dreieinhalb Jahre lang aus der Nähe untersucht.</p>



<p>Zahlreiche große Krater zeigen sich auf der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres, der mit einem Durchmesser von etwa 960 Kilometern der größte Körper im Asteroidengürtel ist. Der wohl auffälligste dieser Krater heißt Occator und liegt auf der Nordhalbkugel. Die hellen Flecken in seinem Innern, die sich schon in der Anflugphase deutlich zeigten, entpuppten sich als salzhaltige Überbleibsel einer unterirdischen Sole, die bis in jüngster geologischer Zeit durch kryovulkanische Prozesse an die Oberfläche drangen. In einem anderen großen Krater, genannt Ernutet, finden sich Hinweise auf freiliegende organische Verbindungen und somit auf eine sehr komplexe Chemie. In ihrer jüngsten Veröffentlichung wenden sich die Forscher unter Leitung des MPS nun dem Urvara-Krater zu. Auf der Südhalbkugel gelegen, ist er mit einem Durchmesser von 170 Kilometern der drittgrößte Ceres-Krater. Der Einschlag, durch den er vor etwa 250 Millionen Jahren entstand, dürfte Material aus bis zu 50 Kilometern Tiefe zu Tage gefördert haben.</p>



<p>„Die großen Impaktstrukturen auf Ceres verschaffen uns Zugang zu den tieferliegenden Schichten des Zwergplaneten“, erklärt Dr. Andreas Nathues vom MPS, Erstautor der aktuellen Studie und wissenschaftlicher Leiter des Kamera-Teams von Dawn. „Wie sich zeigt, ist die heutige Topographie und mineralogische Zusammensetzung einiger großer Ceres-Krater das Ergebnis komplexer und langanhaltender geologischer Prozesse, die die Oberfläche des Zwergplaneten verändert haben“, fügt er hinzu.</p>



<p>Um diese Prozesse möglichst genau nachvollziehen zu können, sind hochaufgelöste Aufnahmen und spektroskopische Daten notwendig. Die präzisesten Messdaten des Urvara-Kraters entstanden in der „Verlängerung“ der Dawn-Mission: Nach Ablauf der zunächst auf zwei Jahre ausgelegten Primärmission, reichten die verbleibenden Treibstoffreste, um auf wagemutigeren, stark elliptischen Bahnen die Oberfläche des Zwergplaneten stellenweise in einem Abstand von nur 35 Kilometern zu überfliegen. Mit Hilfe der beiden Dawn Framing Cameras, dem wissenschaftlichen Kamerasystem der Mission, entstanden dabei Aufnahmen, in denen sich Strukturen von einigen Metern Größe erkennen lassen. Das Kamerasystem wurde unter Leitung des MPS entwickelt und gebaut und während der Mission betrieben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps22022022bMPSNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps22022022bMPSNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Etwa 170 Kilometer misst der Urvara-Krater im Durchmesser. Die mehrfach terrassierten Kraterwände umschließen eine Vielzahl unterschiedlichster geologischer Strukturen. Markantestes Merkmal ist die etwa 25 Kilometer lange Bergkette, die sich unweit der Kratermitte erstreckt. (Bild: MPS, based on data from the Dawn mission: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Steilhänge, Senken und helles Material</strong><br>Die hochaufgelösten Aufnahmen des Urvara-Kraters offenbaren eine geologisch ausgesprochen vielfältige Landschaft. Mehrfach terrassierte Steilhänge umschließen das Einschlagsbecken; als markantestes Merkmal ragt etwas abseits der Kratermitte eine etwa 25 Kilometer lange und 3 Kilometer hohe Bergkette empor. An ihrer südlichen Flanke finden sich schroffe Klippen, ausgedehnte Geröllfelder – und vereinzelt helles Material, das an die berühmten Flecken des Occator-Kraters erinnert. Des Weiteren zeigen die Bilder eine tiefe Senke, Gebiete mit auffallend glatter Oberfläche und solche, die von zahlreichen kleineren, runden Vertiefungen übersät sind.</p>



<p>„Unsere Auswertungen ergeben, dass verschiedene Bereiche des Kraters sehr unterschiedlich alt sind“, so Dr. Nico Schmedemann vom Institut für Planetologie der WWU. „Der Altersunterschied beträgt bis zu 100 Millionen Jahre. Das deutet darauf hin, dass dort Prozesse am Werk waren, die noch lange nach der eigentlichen Entstehung des Kraters gewirkt haben“, fügt er hinzu. Für Untersuchungen dieser Art zählen Forscherinnen und Forscher die kleinen Krater, die jede Oberfläche atmosphäreloser Körper überziehen. Da ältere Oberflächen mehr Zeit hatten, solche Einschläge kleinerer Brocken aus dem Weltall „anzusammeln“, weisen sie mehr Krater auf als jüngere. Bei der genauen Altersbestimmung spielen zudem Modelle von der Stärke des Bombardements zu verschiedenen Zeiten eine Rolle.</p>



<p>Die ursprünglichsten Gebiete im Urvara-Krater sind demnach etwa 250 Millionen Jahre alt. Dieser Zeitpunkt markiert die Entstehung des Kraters selbst. Zu den jüngeren Oberflächen innerhalb des Kraters zählen ausgedehnte glatte, dunkle Gebiete sowie Senktrichter, die wahrscheinlich durch Gasaustritt im Untergrund entstanden sind.</p>



<p><strong>Salze und organische Verbindungen aus der Tiefe</strong><br>Weitere Hinweise auf die bewegte Vergangenheit des Kraters enthalten die Bilder, die mit Hilfe der Farbfilter des Kamerasystems aufgenommen wurden. Sie erlauben Rückschlüsse darauf, welche Wellenlängenbereiche des sichtbaren Lichtes bestimmte Oberflächen ins All reflektieren – und damit auf ihre mineralogische Zusammensetzung. Wie sich zeigt, handelt es sich bei dem hellen Material um Salze. Daten des Dawn-Spektrometers VIR, das von der italienischen Weltraumagentur ASI zur Mission beigesteuert wurde, deuten zudem darauf hin, dass sich an einem Hang westlich der zentralen Bergkette organische Verbindungen zusammen mit Salzen abgelagert haben. Eine solche Kombination aus markanten Salzablagerungen und organischen Verbindungen wurde zuvor noch nicht beobachtet. Auch die Ablagerungen organischer Verbindungen sind offenbar vergleichsweise jung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps22022022cMPSNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps22022022cMPSNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ein genauer Blick auf die Bergkette im Innern des Urvara-Kraters. An ihrer südlichen Flanke findet sich helles Material, bei dem es sich um Salzablagerungen handelt. (Bild: MPS, based on data from the Dawn mission: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure></div>



<p>„Die Frage nach dem Ursprung und der Entstehung organischer Stoffe auf Ceres ist nach wie vor offen. Ihre Antwort hat Auswirkungen auf unser Verständnis der gesamten geologischen Geschichte von Ceres und mögliche Verbindungen zu Fragen der Astrobiologie und Habitabilität“, erklärt NISER-Wissenschaftler Dr. Guneshwar Thangjam. „Die organischen Verbindungen, die wir möglicherweise im Urvara-Krater auf der Südhalbkugel gefunden haben, unterschieden sich deutlich von den Gebieten im Ernutet-Krater auf der Nordhalbkugel, die reich an organischen Verbindungen sind“, fügt er hinzu. Und weiter: „Das Team arbeitet an diesen Fragen, indem es sowohl FC- als auch VIR-Spektraldaten auswertet.“</p>



<p>„Insgesamt zeigt sich uns im Urvara-Krater ein ausgesprochen komplexes Bild, das wir noch nicht vollständig verstehen und das Raum für zwei Interpretationen lässt“, fasst Andreas Nathues die Ergebnisse zusammen. So könnte etwa der Einschlag, der den Urvara-Krater formte, Salze aus dem Innern des Zwergplaneten an die Oberfläche befördert haben. Einiges spricht jedoch dafür, dass stattdessen eine salzhaltige Sole im Spiel war, die aus dem Innern nach oben stieg und weitere Prozesse in Gang setzte. Ob die Sole die Oberfläche erreichte oder sich lediglich dicht darunter anreicherte, ist unklar.</p>



<p>Unabhängig von der genauen Interpretation bekräftigen die aktuellen Ergebnisse das Bild des Zwergplaneten, das die Dawn-Mission in den vergangenen Jahren von Ceres gezeichnet hat: ein geologisch aktiver Körper, unter dessen Kruste sich in verschiedenen Tiefen salzhaltige Schichten erstrecken. Diese könnten in Verbindung stehen mit einem früheren, in der Tiefe gelegenen Ozean, der auch organische Verbindungen enthielt. Trotz Ceres‘ gewaltigen Sonnenabstandes und der damit verbundenen Kälte könnte diese Sole dank der gelösten Salze noch heute in großen flüssigen Reservoirs in etwa 40 Kilometern Tiefe überdauern.</p>



<p><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>A. Nathues, M. Hoffmann, N. Schmedemann, R. Sakar, G. Thangjam, K. Mengel, J. Hernandez, H. Hiesinger, J.H. Pasckert:<br>The Urvara basin on Ceres – brine residues and organics,<br>Nature Communications, 22. Februar 2022<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41467-022-28570-8" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41467-022-28570-8</a><br><a href="https://www.nature.com/articles/s41467-022-28570-8" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://dx.doi.org/10.1038/s41467-022-28570-8</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14147.msg527891#msg527891" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ceres-organische-verbindungen-und-salze-im-krater-urvara/" data-wpel-link="internal">Ceres: Organische Verbindungen und Salze im Krater Urvara</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR: Heftiges Bombardement der Planeten im frühen Sonnensystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-heftiges-bombardement-der-planeten-im-fruehen-sonnensystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2021 18:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bombardement]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[HED-Meteoriten]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Magma]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Rheasilvia]]></category>
		<category><![CDATA[Veneneia]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=93743</guid>

					<description><![CDATA[<p>Asteroid Vesta war viele Millionen Jahre früher heftigem Bombardement durch andere Körper ausgesetzt. Davon waren vor 4,5 Mrd. Jahren auch die Erde und die Planeten im inneren Sonnensystem betroffen. Das zusätzliche Material mischte sich mit dem heißen Inneren des Asteroiden und findet sich in Meteoriten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-heftiges-bombardement-der-planeten-im-fruehen-sonnensystem/" data-wpel-link="internal">DLR: Heftiges Bombardement der Planeten im frühen Sonnensystem</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Asteroid Vesta war viele Millionen Jahre früher heftigem Bombardement durch andere Körper ausgesetzt. Davon waren vor 4,5 Mrd. Jahren auch die Erde und die Planeten im inneren Sonnensystem betroffen. Das zusätzliche Material mischte sich mit dem heißen Inneren des Asteroiden und findet sich in Meteoriten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/landschaftenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/landschaftenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Aufregende Landschaften am Südpol von Vesta. Diese aus einem digitalen Geländemodell berechnete Ansicht des Asteroiden Vesta zeigt einen Schrägblick auf die von Einschlägen zerklüftete Südpolarregion. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 300 Metern pro Pixel und der vertikale Maßstab ist um das 1,5-fache gegenüber dem horizontalen Maßstab überhöht. Der Berg in der Bildmitte ragt etwa 20 Kilometer aus dem Rheasilvia-Becken heraus. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure>



<p>30. September 2021 &#8211; Die etwa 500 Kilometer große Vesta ist der größte Asteroid. Wie ihre zahlreichen Begleiter im Asteroidengürtel gehört sie zur ‚Urmaterie‘ des Sonnensystems. Eine in Nature Astronomy veröffentlichte Studie kommt nun zu dem Schluss: Vesta war sehr viel früher einer zweiten umfangreichen Einschlagserie großer Gesteinskörper ausgesetzt als bislang angenommen. Dies lässt den Rückschluss zu, dass das ganze innere Sonnensystem deutlich zeitiger von diesem sogenannten späten ‚Bombardement‘ betroffen war und damit alle erdähnlichen Planeten. Diese Beobachtung liefert damit auch wichtige Erkenntnisse zur Frühphase unserer Erde. Zu dieser Schlussfolgerung kommt ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Geowissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Universität Heidelberg, der Freien Universität Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin. Bereits während der Entstehung erlebte Vesta ein erstes großes Bombardement-Ereignis, das aber nicht die Zusammensetzung des Mantels erklären kann.</p>



<p>Für die heute veröffentlichte Studie führte Dr. Wladimir Neumann vom DLR-Institut für Planetenforschung sowie dem Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg zahlreiche Modellrechnungen der thermischen Entwicklung Vestas durch. Dadurch konnte der Zeitraum der frühen Einschläge besser eingegrenzt werden. „Damit das Material der einschlagenden Körper dem Gesteinsmantel der jungen Vesta überhaupt einigermaßen homogen beigemischt werden kann, muss dieser heiß genug sein und sich, von der inneren Wärme angetrieben, konvektiv umwälzen“, erklärt Dr. Neumann die Analysen. „Unsere Modelle haben ergeben, dass dies nur für Einschläge innerhalb der kurzen Zeitspanne vor 4,56 bis etwa 4,50 Milliarden Jahren zutrifft, also fast unmittelbar nach der Entstehung der Planeten im inneren Sonnensystem.“</p>



<p><strong>Seltene Meteoriten liefern wichtige Indizien</strong></p>



<p>Bislang ging man davon aus, dass die Hauptphase dieser Bombardierung erst einige hundert Millionen Jahre später erfolgte, etwa zu der Zeit, als auf dem Mond einige der großen Einschlagskrater entstanden. Für den Erdmond und wohl auch für die anderen terrestrischen Planeten zeichnet sich durch diese Untersuchung jedoch ab: Die Hauptmasse dieser ‚Bombardierung‘ erreichte die Planeten sehr früh nach ihrer Entstehung ähnlich wie bei Vesta.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Asteroid Vesta. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Dieser Befund beruht neben Modellierungen auf Analysen von Meteoriten irdischer Sammlungen, deren Mutterkörper mit großer Wahrscheinlichkeit Vesta ist – die sogenannten ‚HED-Meteoriten‘. Die Abkürzung beruht auf den Anfangsbuchstaben einer Untergruppe seltener Steinmeteoriten, den Howarditen, Eukriten und Diogeniten, die Ähnlichkeiten mit magmatischen Gesteinen auf der Erde aufweisen. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung müssen sie von einem schon „differenzierten‘ planetaren Körper stammen, in dem sich schwere, metallische Elemente in einem Kern angereichert haben, der von einem leichteren Gesteinsmantel und einer noch leichteren Kruste umgeben war und magmatische Prozesse Veränderungen verursacht haben.</p>



<p><strong>Planetare Körper wuchsen durch das Bombardement weiter</strong></p>



<p>Numerische Simulationen und Untersuchungen mit der NASA-Raumsonde Dawn aus den Jahren 2011 und 2012 an Vesta zeigen heute ein neues Bild von der Chronologie der Kollisionsgeschichte im frühen Sonnensystem. Die erdähnlichen Planeten im frühen Sonnensystem wuchsen zunächst durch das Zusammenballen winziger, aneinanderhaftender Staubkörner, im Endstadium dann durch Einschläge immer größerer Gesteinskörper. Dies trifft auch auf den Asteroiden Vesta zu. Während des Wachstumsprozesses heizte sich Vesta in der Frühphase ihrer Entwicklung immer stärker auf, so dass ein oberflächennaher Magmaozean aus geschmolzenem Silikatgestein sowie ein flüssiger metallischer Kern im Inneren entstanden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spurenkollisionenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spurenkollisionenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Spuren gewaltiger Kollisionen auf Vesta. Die Oberfläche des Asteroiden Vesta weist am Südpol zwei riesige, sich überlagernde Einschlagskrater mit etwa 400 und 500 Kilometern Durchmesser auf – Rheasilvia und Veneneia. Im geometrischen Mittelpunkt von Rheasilvia ragt ein 20 Kilometer hoher Zentralberg auf, der beim Zurückfedern der Oberfläche nach dem Einschlag entstand. Dabei wurde viel Material von Vesta weggeschleudert und es entstanden zahlreiche neue, kleinere Asteroiden, die sogenannten Vestoiden. Einige Bruchstücke sind als Meteoriten bis zur Erde gelangt. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Im Laufe der Zeit schlugen andere Körper auf der Kruste von Vesta ein, wodurch auch Material ins All geschleudert und ins innere Sonnensystem transportiert wurde. So gelangten gelegentlich Gesteinstrümmer von Vesta als Meteorite auf die Erde. Chemische Analysen dieser Meteorite haben gezeigt, dass auch nach der Bildung von Vestas Kern weitere kosmische Einschläge die Zusammensetzung von Kruste und Mantel des Asteroiden verändert haben. „Diese Materialzufuhr war in der Frühphase jedoch deutlich größer als danach“ erläutert Professor Harry Becker von der Freien Universität Berlin, einer der Autoren der Untersuchung. Vesta wurde von mindestens zwei sehr großen Körpern aus dem Asteroiden-Hauptgürtel getroffen, wovon zwei mehrere hundert Kilometer große Einschlagsbecken am Südpol zeugen, die mit einer vom DLR und der Max-Planck-Gesellschaft entwickelten Kamera an Bord der Dawn-Mission entdeckt wurden.</p>



<p><strong>Auch die Erde hatte einen Magmaozean und eine glühend heiße Atmosphäre</strong></p>



<p>Zudem stammen die einschlagenden Körper offenbar nicht, wie bislang vermutet, aus dem heutigen Asteroidengürtel, sondern aus dem inneren Sonnensystem, in dem sich die erdähnlichen Planeten gebildet haben. „Für unsere Erde unterstreicht dies nochmals die Bedeutung einer frühen heißen Phase mit einem Magmaozean, der durch große Einschläge fortlaufend erneuert wurde. In dieser Zeit war die erste Atmosphäre der Erde über viele Millionen Jahre glühend heiß. Erst viel später konnten sich Wasserozeane bilden, indem der heiße Wasserdampf abkühlte und abregnete“, erläutert Prof. Dr. Kai Wünnemann vom Museum für Naturkunde und der FU Berlin.</p>



<p>Die Forschungsarbeiten an der Universität Heidelberg wurden von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Die Beiträge aus Berlin und Münster sind Teil des Sonderforschungsbereichs-Transregio TRR 170 ‚Late Accretion onto Terrestrial Planets‘ der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. An der internationalen Studie beteiligt waren außerdem Wissenschaftler der Macau University of Science and Technology (Macau), der Université de Nice Sophia-Antipolis (Frankreich), der University of California at Davis und der University of California San Diego (beide USA), der Universität Bayreuth, dem Planetary Science Institute in Tucson (USA), und dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</p>



<p><strong>Originalpublikation:</strong></p>



<p>M.-H. Zhu, A. Morbidelli, W. Neumann, Q.-Z. Yin, J.M.D. Day, D.C. Rubie, G.J. Archer, N. Artemieva, H. Becker, K. Wünnemann: <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-021-01475-0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Common feedstocks of late accretion for the terrestrial planets</a>. Nature Astronomy (30 September 2021)</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3406.msg520684#msg520684" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18155.msg521551#msg521551" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16031.msg521707#msg521707" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16031.msg521707#msg521707" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11574.msg521710#msg521710" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18155.msg521721#msg521721" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.msg521722#msg521722" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.msg521722#msg521722" target="_blank" rel="noopener">Asteroidengürtel</a></a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-heftiges-bombardement-der-planeten-im-fruehen-sonnensystem/" data-wpel-link="internal">DLR: Heftiges Bombardement der Planeten im frühen Sonnensystem</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR: Ceres an manchen Stellen etwas blau</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-ceres-an-manchen-stellen-etwas-blau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 13:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=63981</guid>

					<description><![CDATA[<p>Laborexperimente im Nachgang der Dawn-Mission: Warum der Zwergplanet Ceres an manchen Stellen etwas blau ist. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. In diesen Tagen jährt sich die erste Entdeckung eines Asteroiden zum 220. Mal. In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 1801 fiel Giuseppe Piazzi, dem Leiter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-ceres-an-manchen-stellen-etwas-blau/" data-wpel-link="internal">DLR: Ceres an manchen Stellen etwas blau</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Laborexperimente im Nachgang der Dawn-Mission: Warum der Zwergplanet Ceres an manchen Stellen etwas blau ist. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/blueonceresNASAJPLCaltetc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="&#039;Blaues&#039; Oberflächenmaterial auf Ceres (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI; S. Schröder et al.)" data-rl_caption="" title="&#039;Blaues&#039; Oberflächenmaterial auf Ceres (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI; S. Schröder et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/blueonceresNASAJPLCaltetc26.jpg" alt=""/></a><figcaption>&#8218;Blaues&#8216; Oberflächenmaterial auf Ceres<br>(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI; S. Schröder et al.)</figcaption></figure></div>



<p>In diesen Tagen jährt sich die erste Entdeckung eines Asteroiden zum 220. Mal. In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 1801 fiel Giuseppe Piazzi, dem Leiter der Sternwarte von Palermo, an der Schulter des &#8222;Stiers“ im gleichnamigen Sternbild ein &#8218;Stern&#8216; auf, dessen Position sich von Nacht zu Nacht änderte. Er hatte Ceres entdeckt, den größten Körper im weiten Raum zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Ceres, inzwischen zu einem Zwergplaneten &#8218;befördert&#8216;, war nach dem Asteroiden Vesta zwischen 2015 und 2018 das zweite Ziel der NASA-Mission Dawn. Auf den Ceres-Bildern der deutschen Kamera an Bord des Orbiters und in den Spektralmessungen fielen einige Stellen durch eine ungewöhnliche Blaufärbung auf, deren Ursprung bis heute rätselhaft blieb. Laborexperimente eines Teams um den DLR-Planetenforscher Stefan Schröder dürften das Rätsel nun gelöst haben: Einschläge in der jüngeren Vergangenheit haben mit Eis gemischtes Material an die Oberfläche befördert. Anschließend sublimierte das in der Kristallstruktur von darin enthaltenen Tonmineralen eingelagerte Wassereis. Zurück blieb ein feinporöser Staub, der aufgrund seiner &#8217;schaumigen&#8216; Struktur das Sonnenlicht bläulich reflektiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/haulanikvfarbenNASAJPLCaltetc.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Haulani in kontrastverstärkten Farben (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI)" data-rl_caption="" title="Haulani in kontrastverstärkten Farben (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/haulanikvfarbenNASAJPLCaltetc26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Haulani in kontrastverstärkten Farben<br>(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Ceres hat keine Atmosphäre, deshalb ist Wassereis an der Oberfläche nicht stabil und sublimiert rasch, geht also direkt von der festen Phase in die gasförmige über“, erläutert Dr. Stefan Schröder vom DLR-Institut für Planetenforschung. &#8222;Im Labor konnten wir jetzt simulieren, was passiert, wenn Wassereis, das beispielsweise durch Einschläge auf Ceres zunächst in die Kristallstruktur von ganz bestimmten Mineralen eingebaut und an die Oberfläche verfrachtet wurde, von dort ins All entweicht. Zurück bleibt auf Ceres eine feinporöse, fast schaumige Staubschicht, die für die bläulich schimmernden Flächen an einigen jungen Einschlagskratern verantwortlich ist.“ Zu diesem Ergebnis kamen Schröder und seine Kollegen von der Universität Grenoble und dem Institut für Astrophysik und Planetologie in Rom mit einem Experiment. Dafür beobachteten sie im Labor unter Vakuumbedingungen und Temperaturen wie im äußeren Asteroidengürtel über den Zeitraum von knapp einer Woche wassereishaltiges Material, das jenem an den auffallend &#8218;blauen&#8216; Stellen von Ceres entspricht. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der heutigen Ausgabe von Nature Communications.</p>



<p><strong>Helle, &#8218;blaue&#8216; Flecken auf Ceres stellten die Forscher vor ein Rätsel</strong><br>Der knapp tausend Kilometer große, fast kugelförmige Zwergplanet Ceres umrundet die Sonne in Entfernungen zwischen 382 und 445 Millionen Kilometer auf einer elliptischen Umlaufbahn nahe dem äußeren Rand des Asteroidengürtels. Im Gegensatz zu den weiter innen kreisenden, fast ausschließlich &#8218;felsigen&#8216; Asteroiden enthalten die Kleinkörper am äußeren Rand des Asteroidengürtels einen signifikanten Anteil an Wassereis. In der Kruste von Ceres könnten beträchtliche Anteile davon gespeichert sein, die Schätzungen reichen von einem Zehntel bis zur Hälfte des Volumens. Eis könnte also bereits wenige Meter unter der Oberfläche anzutreffen sein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/kraterhaulaniNASAJPLCaltetc.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Krater Haulani auf Ceres (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI)" data-rl_caption="" title="Der Krater Haulani auf Ceres (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/kraterhaulaniNASAJPLCaltetc26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Krater Haulani auf Ceres<br>(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI)</figcaption></figure></div>



<p>Äußerlich unterscheidet sich Ceres nicht wesentlich von anderen kraterübersäten Körpern. Sein Antlitz ähnelt der Rückseite des Mondes oder dem zahlreicher eisiger Trabanten von Jupiter oder Saturn. Schon aus diesem Grund waren zum einen außergewöhnlich helle, das Sonnenlicht stark reflektierende Flächen in jungen Impaktkratern sowie blaue Flächen in deren Umgebung seit Ankunft der Dawn-Raumsonde eines der am meisten diskutierten Phänomene auf Ceres. Helle Flächen wie beispielsweise im Krater Occator rühren von Mineralsalzen her. Diese Erklärung greift jedoch nicht bei den blauen Flächen. Auffallend &#8218;blaue&#8216; Spektren zeigte zum Beispiel ein mehrere tausend Quadratkilometer großes Gebiet am vermutlich nur zwei Millionen Jahre jungen Krater Haulani. Ganz offensichtlich führt jeder Impakt eines Körpers auf die Oberfläche von Ceres zu einem Aufschmelzen von Eis in der Kruste und einem Durchmischen mit den Mineralen im Regolith, der Staubschicht an der Oberfläche des Körpers.</p>



<p>Dawn-Spektralmessungen aus der Umlaufbahn haben gezeigt, dass an diesen Stellen sogenannte Schicht- oder Phyllosilikate (von phyllos, griechisch für Blatt) als wesentliche gesteinsbildende Minerale vorhanden sein müssten. Auch Salze dürften in wässrigen Lösungen aus geschmolzenem Eis nach oben gedrungen sein. Schichtsilikate sind auf der Erde als Glimmer weit verbreitet, schwarzer Biotit oder hell schimmernder Muskovit in Granitgestein zum Beispiel. Bei der Verwitterung von Basalt, dem häufigsten vulkanischen Gestein, entstehen im Kontakt mit Wasser Tonminerale, wie etwa die Phyllosilikatgruppe der Smektite (das Mineral Montmorillonit ist ein etwas bekannterer Vertreter). Solche Schichtsilikate haben die Eigenschaft, dass sie durch die in ihnen enthaltene Wassermoleküle quellen können, also ihr Volumen größer wird – das war der Ansatz für das Laborexperiment der Planetenforscher.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/probenbehaelterSSchroederetal15.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Probenbehälter vor und nach dem Experiment (Bild: S. Schröder et al.)" data-rl_caption="" title="Probenbehälter vor und nach dem Experiment (Bild: S. Schröder et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/probenbehaelterSSchroederetal26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Probenbehälter vor und nach dem Experiment<br>(Bild: S. Schröder et al.)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Von grau zu blau – verdampftes Wasser verändert Mineralstruktur</strong><br>In einen Probenbehälter füllten sie ein Smektit-Präparat, das chemisch-mineralogisch und hinsichtlich seiner spektralen Eigenschaften (Farbe, Helligkeit) dem Material auf der Oberfläche von Ceres sehr ähnlich ist. Beim Experiment wurde die Probe im Labor des Instituts für Planetologie und Astrophysik der Universität Grenoble für 133 Stunden einem Hochvakuum und tiefen Temperaturen von minus 100 Grad Celsius wie bei Ceres ausgesetzt. Wie erwartet sublimierte das Wassereis und entwich aus der Probe. Die Feinstruktur der Schichtsilikate aber blieb erhalten und dabei blieb ein skelettartiges, porenreiches Restsubstrat zurück. Wegen der mikroskopisch kleinen Hohlräume vergrößerte sich das Volumen der blasigen, fast schaumartigen Struktur der Mineralprobe sogar ganz erheblich. Und dabei veränderten sich auch dessen spektrale Eigenschaften: Das zuvor mehr oder weniger kontinuierliche Spektrum, das dem &#8218;weißen&#8216; Sonnenlicht mit seinen Blau-, Grün- und Rotanteilen bis ins nahe Infrarot (Wärmestrahlung) entsprach, zeigte nun deutliche Reflexionen der blauen Lichtanteile.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/feinstrukturnachherSSchroederetal.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mikroskopische Feinstruktur nach dem Experiment (Bild: S. Schröder et al.)" data-rl_caption="" title="Mikroskopische Feinstruktur nach dem Experiment (Bild: S. Schröder et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/feinstrukturnachherSSchroederetal26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mikroskopische Feinstruktur nach dem Experiment<br>(Bild: S. Schröder et al.)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Das ist vergleichbar mit dem Phänomen, dass uns der Himmel auf der Erde blau erscheint“, erklärt Stefan Schröder. &#8222;Das vergleichsweise langwellige Sonnenlicht wird an den winzigen Molekülen der Erdatmosphäre in Abhängigkeit von der Wellenlänge mehr oder weniger stark gestreut. Die höherfrequenten Anteile des Lichts, die blauen Wellenlängen, werden stärker gestreut, als die niederfrequenteren Anteile des Lichts, die grünen und roten Wellenlängen. Als Folge davon erscheint uns der Himmel blau. Ganz ähnlich findet dieser Effekt, auch &#8218;Rayleigh-Streuung&#8216; genannt, an den Hohlräumen der Schichtsilikate auf Ceres statt, aus denen das Wasser entwichen ist.“ Die Substanz reflektierte etwa 40 Prozent mehr Licht, was die auffallende Helligkeit dieser Flächen auf Ceres erklärt, außerdem ist der Anteil von blauem Licht deutlich höher. &#8222;Vermutlich sind es vor allem die winzigen Hohlräume und die weniger als einen Mikrometer großen Filamente, durch die sie miteinander verbunden sind, die eine Rayleigh-Streuung ermöglichen und wir deshalb mehr Anteile des energiereicheren blauen Lichts reflektiert sehen“, so Schröder.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sublimationsprozessesceresSSchroederetal.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ablauf des Sublimationsprozesses auf Ceres (Bild: S. Schröder et al.)" data-rl_caption="" title="Ablauf des Sublimationsprozesses auf Ceres (Bild: S. Schröder et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sublimationsprozessesceresSSchroederetal26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ablauf des Sublimationsprozesses auf Ceres<br>(Bild: S. Schröder et al.)</figcaption></figure></div>



<p>Die Gebiete mit einem erhöhtem Anteil an reflektierten blauen Anteilen des Lichts auf Ceres sind nicht so hell wie die weißen Flächen, deren Ursprung auf das Empordringen von Mineralsalzen in Wasser-Eis-Gemischen, sogenannten &#8218;Solen&#8216; zurückgeht. Das Experiment der Wissenschaftler mit der Simulation von Sublimationsvorgängen im Oberflächenmaterial an jungen Kratern auf Ceres hat gezeigt, dass das Verdampfen von Wasser aus Tonmineralen mikroskopisch der Mechanismus ist, der die winzigen Strukturen im Regolith erzeugt, die ursächlich für die Blaufärbung sind: An den im Vergleich zur Wellenlänge des sichtbaren Lichts und dem nahen Infrarot sehr viel kleineren Hohlräumen und ihrer Verbindungen führt der Rayleigh-Effekt zur Blaufärbung des Mineralstaubs.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg486521#msg486521" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dawn (Discovery 9) auf Delta II 7925H D327 von CC SLC-17B</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14147.msg499517#msg499517" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-ceres-an-manchen-stellen-etwas-blau/" data-wpel-link="internal">DLR: Ceres an manchen Stellen etwas blau</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einradsonde Dawn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/einradsonde-dawn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2017 19:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionsrad]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsmodus]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<category><![CDATA[Xenon]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=8377</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Raumsonde Dawn der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) steht nur noch ein Reaktionsrad zur Verfügung. Eines von zwei Anfang April 2017 noch arbeitsfähigen Rädern ist am 23. April 2017 ausgefallen. Trotzdem kann die Sonde den Beobachtungsbetrieb auf ihrem Orbit um den Zwergplaneten Ceres fortsetzen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA. Während der Vorbereitung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/einradsonde-dawn/" data-wpel-link="internal">Einradsonde Dawn</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Raumsonde Dawn der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) steht nur noch ein Reaktionsrad zur Verfügung. Eines von zwei Anfang April 2017 noch arbeitsfähigen Rädern ist am 23. April 2017 ausgefallen. Trotzdem kann die Sonde den Beobachtungsbetrieb auf ihrem Orbit um den Zwergplaneten Ceres fortsetzen.</h4>



<p class="has-text-align-right">Ein Beitrag von Axel Nantes.   Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/pia19598b1041jpl1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/pia19598b1041jpl260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dawn in angetriebenem Flug über Ceres &#8211; Illustration<br>(Bild: NASA / JPL)</figcaption></figure></div>



<p>Während der Vorbereitung von Beobachtungen bei einer bestimmten Opposition genannten Konstellation, bei der Dawn sich im Bereich zwischen der Sonne und Ceres bewegte, wurde am 23. April 2017 ein sogenannter Sicherheitsmodus („safemode“) ausgelöst, bei dem die Sonde in einen Zustand eingeschränkter Aktivität mit definiertem Kommunikationsverhalten versetzt worden ist.</p>



<p>Im Verlauf einer turnusmäßigen Kommunikationssitzung übermittelte die Sonde am 24. April 2017 Informationen zur Erde, aus denen hervorging, dass die Sonde nun auch das dritte von vier Reaktionsrädern an Bord &#8211; relativ schwere, scheibenförmige Massen, die elektromotorisch angetrieben die Lage der Sonde im Raum verändern können – verloren hatte. Der Fehler war aufgetreten, nachdem Dawn am 22. April 2017 eine fünfstündige angetriebene Flugphase unter Nutzung ihres elektrischen, Xenon ausstoßenden Triebwerkssystems absolviert hatte. Wegen des Ausfalls kamen weitere, kürzere angetriebene Flugphasen am 23. und 24. April 2017 nicht zu Stande.</p>



<p>Nachdem die Bodenkontrolle auf der Erde Kenntnis von dem Problem an Bord der Sonde erlangt hatte, gelang es am 25. April 2017 die Sonde wieder in ein Standartbetriebsregime mit einer Lageregelung durch kleine, Hydrazin katalytisch zersetzende Triebwerke zu versetzen. Die Bahn der Sonde würde es nach Angaben der NASA auch erlauben, die während der Opposition vorgesehenen Messungen durchzuführen. Außerdem werde es im verbleibenden Teil der erweiterten Mission von Dawn im Orbit um Ceres laut NASA durch den Ausfall des Reaktionsrades keine signifikanten Beeinträchtigungen geben.</p>



<p>Dawn war im Jahre 2007 gestartet worden. Vor Erreichen des Zwergplaneten Ceres konnte Dawn bereits den großen Asteroiden Vesta intensiv untersuchen. 2016 schloss Dawn ihre Primärmission im Orbit um Ceres ab. Aktuell wird die Sonde im Rahmen einer Missionserweiterung betrieben.</p>



<p>Auf den Ausfall des Reaktionsrades war man – auch wegen bereits gewonnener Erfahrungen – vorbereitet. Das erste Reaktionsrad hatte im Juni 2010 – etwa ein Jahr vor Ankunft bei Vesta &#8211; seine Arbeit eingestellt, ein weiteres im August 2012 im Orbit um Vesta. Zunächst wurden die Hydrazin-Triebwerke benutzt, um den Verlust der Reaktionsräder zu kompensieren. 12 dieser 0,9 Newton starken Triebwerke sind um den Hauptkörper der Sonde herum verteilt.</p>



<p>NASAs Labor für Strahlantrieb (JPL) aus Pasadena in Kalifornien und der Hersteller der Sonde, die Orbital ATK Inc. aus Dulles im US-Bundesstaat Virginia, entwickelten eine Software für einen hybriden Kontrollmodus, der die eingeschränkte Nutzbarkeit der Reaktionsräder berücksichtigte. Diese Software war dann im April 2011 auf der Sonde installiert worden.</p>



<p>Wegen der beschränkten Menge von Hydrazin an Bord entwarf man außerdem eine Strategie, in deren Rahmen man beim Orbiteinschuss bei Ceres möglichst wenig Treibstoff einsetzen wollte.</p>



<p>Für den weiteren Weg zu Ceres und beim anschließenden Orbiteinschuss benötigte man schließlich statt der ursprünglich projektierten 12,5 Kilogramm nur 4,4 Kilogramm Hydrazin. Gestartet war Dawn mit 45,6 Kilogramm Hydrazin an Bord, beim Abflug von Vesta waren noch 32,3 Kilogramm verfügbar.</p>



<p>Die Mission der Sonde wird im Orbit um Ceres beendet. Es gab Überlegungen, den Ionenantrieb der Sonde zu benutzen, um sie in Richtung eines weiteren Objektes im Asteroidengürtel, (145) Adeona, zu beschleunigen. Ein Verbleib bei Ceres betrachtete man schließlich als wissenschaftlich nachhaltiger.</p>



<p>Das verbliebene Hydrazin an Bord wird man weiter verwenden, um die Sonde während geplanter Kommunikationssitzungen so auszurichten, dass ihre Kommunikationsantenne zur Erde senden kann. Außerdem muss die Sonde während der Beobachtung von Ceres so gesteuert werden, dass ihre Solarzellenausleger ausreichend Sonnenlicht einfangen können. Verliert man die Möglichkeit zu einer entsprechenden Ausrichtung, kann das Missionsende zügig kommen. Erwartet wird, dass Dawn noch Jahrzehnte nach Betriebsende als künstlicher Mond um Ceres kreisen wird.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg392485#msg392485" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dawn (Discovery 9) auf Delta II 7925H D327 von CC SLC-17B</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/einradsonde-dawn/" data-wpel-link="internal">Einradsonde Dawn</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwergplanet Ceres: Eine zerklüftete Oberfläche</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwergplanet-ceres-eine-zerklueftete-oberflaeche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2015 20:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=40841</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aktuelle Aufnahmen der Raumsonde DAWN zeigen, dass der Zwergplanet Ceres über eine beeindruckende Bandbreite an verschiedenen Oberflächenstrukturen verfügt. Bereits in wenigen Wochen wird die Raumsonde in eine Umlaufbahn um Ceres eintreten und den Zwergplaneten anschließend über mehrere Monate hinweg eingehend untersuchen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, JPL. Zwischen den Umlaufbahnen der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zwergplanet-ceres-eine-zerklueftete-oberflaeche/" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres: Eine zerklüftete Oberfläche</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aktuelle Aufnahmen der Raumsonde DAWN zeigen, dass der Zwergplanet Ceres über eine beeindruckende Bandbreite an verschiedenen Oberflächenstrukturen verfügt. Bereits in wenigen Wochen wird die Raumsonde in eine Umlaufbahn um Ceres eintreten und den Zwergplaneten anschließend über mehrere Monate hinweg eingehend untersuchen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18022015210200_small_1.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18022015210200_small_1.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA" width="260"/></a><figcaption>
Am 4. Februar 2015 konnte die Framing Camera aus einer Entfernung von 145.000 Kilometern ein Viertel der gesamten Umdrehung des Zwergplaneten Ceres um dessen eigene Achse dokumentieren. Für die hier gezeigte Darstellungen wurde aus den Kameradaten eine Karte erzeugt und diese anschließend auf einen Ellipsoid mit den Abmessungen von Ceres projiziert. Bei früheren Aufnahmen hatte die Raumsonde nur einen deutlich kleineren Ausschnitt der Oberfläche ihres Ziels abgebildet. Neben dem auffälligen hellen Fleck auf der Nordhemisphäre von Ceres, welcher sich bereits in früheren Aufnahmen zeigte, finden sich mittlerweile weitere ähnlich geartete Strukturen. Eventuell handelt es sich dabei um relativ junge Impaktkrater. Allerdings sind all diese Regionen nicht wirklich &#8218;hell&#8216;, sondern erscheinen im Vergleich zu ihrer Umgebung nur so. Insgesamt ist Ceres &#8211; wie die meisten Objekte im Asteroidengürtel &#8211; ausgesprochen dunkel und reflektiert nur etwa neun Prozent des einfallenden Sonnenlichts. Die hellen Flecken sind um etwa 50 Prozent heller als die Umgebung  und somit ähnlich &#8218;dunkel&#8216; wie eine Asphaltfläche. Eine größere Version dieser Animation finden Sie 
<a class="a" href="https://science.nasa.gov/mission/dawn/multimedia/images/?types=images" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a>
. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter befindet sich der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Asteroiden-Hauptgürtel</a> unseres Sonnensystems. In einer Entfernung zwischen 2,0 und 3,4 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Einheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Astronomischen Einheiten</a> zur Sonne befinden sich dort vermutlich mehrere Millionen Asteroiden mit Durchmessern von mehreren hundert Kilometern bis hinunter zu lediglich wenigen Metern, bei denen es sich um Überbleibsel aus der Entstehungsphase des Sonnensystems handelt. Zwecks der Untersuchung von zwei der größten der dort befindlichen Objekte wurde am 27. September 2007 die Raumsonde <i>DAWN</i> gestartet. </p>



<p><i>DAWN</i> schwenkte am 16. Juli 2011 in eine Umlaufbahn um den Asteroiden (4) Vesta ein und untersuchte diesen drittgrößten Himmelskörper im Bereich des Asteroidengürtels anschließend bis zum September 2012 ausführlich mit den drei an Bord der Raumsonde befindlichen wissenschaftlichen Instrumenten. Neben dem im visuellen und infraroten Spektralbereich arbeitenden VIR-Spektrometer und dem Gamma- und Neutronenspektrometer GRAND kam dabei auch ein unter der Leitung von Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen entwickeltes und betriebenes Kamerasystem, die aus zwei identischen Optiken bestehende <a class="a" href="https://indico.cern.ch/event/43007/contributions/1065032/attachments/927899/1313759/Poster_Gutierrez.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Framing Camera</a>, zum Einsatz. </p>



<p>Nach dem Abschluss dieser Untersuchungen setzte die Raumsonde ihre Reise durch unser Sonnensystem fort und begab sich dabei zu ihrem zweiten Forschungsziel, den ebenfalls im Haupt-Asteroidengürtel gelegenen Zwergplaneten (1) Ceres. Mittlerweile ist dieses nächste Ziel jetzt fast erreicht. Gegenwärtig befindet sich <i>DAWN</i> in einer Entfernung von nur noch etwa 49.000 Kilometern zu Ceres und nähert sich dem Zwergplaneten dabei derzeit &#8211; mit einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ionentriebwerk" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Ionentriebwerk</a> angetrieben &#8211; pro Stunde um weitere 288 Kilometer. </p>



<p>Bereits seit dem Dezember 2014 fertigt die Framing Camera während der Annäherung an Ceres in regelmäßigen Abständen Fotoaufnahmen von dem Zwergplaneten an, durch deren Auswertung sich für die beteiligten Wissenschaftler erste detaillierte Einblicke auf dessen Oberfläche ergeben. Seit dem Januar 2015 erreichen diese Aufnahmen eine bessere Auflösung als die zuvor am höchsten aufgelösten Ceres-Fotos, welche mit dem <i>Hubble Space Telescope</i> angefertigt wurden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-bessere-fotos-als-hubble/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Die jüngsten Aufnahmen, welche bereits am 12. Februar 2015 aus einer Entfernung von etwa 80.000 Kilometern angefertigt wurden, zeigen jetzt erstmals auch die Seite des Zwergplaneten, welche die Raumsonde <i>DAWN</i> bisher noch nicht beobachten konnte. Wie auf diesen Fotos zu erkennen ist findet sich auf Ceres eine beeindruckende Bandbreite an Oberflächenstrukturen. Neben einer Vielzahl an tiefen Kratern erstreckt sich dort zum Beispiel eine halbkreisförmige, kantenartige Struktur über eine Breite von etwa 250 Kilometern, welche an eine Art Steilhang erinnert. </p>



<p>Da die Sonne bei den aktuellen Aufnahmen &#8218;links hinter&#8216; der Raumsonde stand, werfen nur die Krater am rechten Bildrand ausgeprägte Schatten und wirken deshalb besonders plastisch. Die Strukturen in der Mitte und auf der linken Seite sind deutlich schwerer zu erkennen. Insgesamt deuten die Beobachtungen der vergangenen Wochen jedoch darauf hin, dass nahezu die gesamte Oberfläche des Zwergplaneten von Kratern überzogen ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ceres12Feb2015NASAJPLCaltUCLAMPSDLRIDA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ceres12Feb2015NASAJPLCaltUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA" width="260"/></a><figcaption>
Diese beiden Aufnahmen des Zwergplaneten Ceres fertigte die Raumsonde DAWN am 12. Februar 2015 in einem Abstand von etwa zehn Stunden an. In der linken Aufnahme ist eine halbkreisförmige Struktur erkennbar. Die diversen &#8218;hellen&#8216; Flecken werden derzeit als relativ junge Impaktkrater interpretiert. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA)
</figcaption></figure></div>



<p>Besonders auffällig ist ein großer und verhältnismäßig heller Krater auf der Nordhemisphäre von Ceres, welcher sich deutlich von seiner Umgebung abhebt. Dort lässt sich eine Art Strahlenkranz erahnen, wobei linienförmige Strukturen &#8211; vom Zentrum des Kraters ausgehend &#8211; radial nach außen verlaufen. Ähnliche Formationen, welche auch als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenkrater" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Strahlenkrater</a> bezeichnet werden, sind den Planetologen vom Mars, vom Mond und von verschiedenen größeren Monden bekannt. Auf diesen Himmelskörpern bestehen derartige hellen Strahlen aus Material, welches durch den Impakt eines kleineren Körpers ausgeworfen wurde. Derzeit ist noch unklar, ob im Fall von Ceres eine ähnliche Interpretation zutrifft. Auch die bisher erkennbaren diversen &#8218;hellen Flecken&#8216; auf der Ceres-Oberfläche werden derzeit noch als verhältnismäßig junge Impaktkrater interpretiert. </p>



<p>Voraussichtlich am 6. März 2015 wird sich die Raumsonde Ceres so weit genähert haben, dass diese durch die Gravitation des Zwergplaneten &#8218;eingefangen&#8216; wird. Anschließend soll <i>DAWN</i> den Zwergplaneten über einen Zeitraum von 16 Monaten umkreisen und dabei aus unterschiedlichen Höhen mit den drei mitgeführten Instrumenten erforschen. Die im Rahmen dieser Untersuchungen anzufertigenden Fotoaufnahmen werden den beteiligten Planetologen dabei helfen, die Entstehungsgeschichte der verschiedenen Oberflächenstrukturen zu entschlüsseln. </p>



<p>Die <i>DAWN</i>-Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Betrieb der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kameraprojekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und der NASA (JPL) unterstützt. 
<br>
<strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-bessere-fotos-als-hubble/" data-wpel-link="internal">Raumsonde DAWN &#8211; Bessere Fotos als Hubble</a> (27. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-hat-ceres-im-visier/" data-wpel-link="internal">Raumsonde DAWN hat Ceres im Visier</a> (19. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-beginnt-ihren-anflug-auf-ceres/" data-wpel-link="internal">Raumsonde DAWN beginnt ihren Anflug auf Ceres</a> (31. Dezember 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-sichtkontakt-mit-ceres/" data-wpel-link="internal">Raumsonde DAWN: Sichtkontakt mit Ceres</a> (10. Dezember 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wasserdampf-beim-zwergplaneten-ceres/" data-wpel-link="internal">Wasserdampf beim Zwergplaneten Ceres</a> (24. Januar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/vestas-verborgene-sehenswuerdigkeiten/" data-wpel-link="internal">Vestas verborgene Sehenswürdigkeiten</a> (15. Dezember 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-atlas-des-asteroiden-4-vesta/" data-wpel-link="internal">Ein Atlas des Asteroiden (4) Vesta</a> (12. September 2013)</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroidengürtel</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.555" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission DAWN</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zwergplanet-ceres-eine-zerklueftete-oberflaeche/" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres: Eine zerklüftete Oberfläche</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>US-Sonde Dawn nach Safe Mode wieder im Regelbetrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/us-sonde-dawn-nach-safe-mode-wieder-im-regelbetrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2014 10:22:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[DSN]]></category>
		<category><![CDATA[Ionentriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NSTAR]]></category>
		<category><![CDATA[OSC]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsmodus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39466</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Raumsonde Dawn der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) nutzt ihr für den Dauerbetrieb ausgelegtes Ionentriebwerkssystem wieder erfolgreich. Am 11. September 2014 war eine unerwartete Unterbrechung des Triebwerkeinsatzes und ein Betriebsmoduswechsel des Raumfahrzeugs in einen Sicherheitsmodus (Safe Mode) erfolgt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA/JPL. Eigentlich war für den 11. September 2014 eine der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/us-sonde-dawn-nach-safe-mode-wieder-im-regelbetrieb/" data-wpel-link="internal">US-Sonde Dawn nach Safe Mode wieder im Regelbetrieb</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumsonde Dawn der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) nutzt ihr für den Dauerbetrieb ausgelegtes Ionentriebwerkssystem wieder erfolgreich. Am 11. September 2014 war eine unerwartete Unterbrechung des Triebwerkeinsatzes und ein Betriebsmoduswechsel des Raumfahrzeugs in einen Sicherheitsmodus (Safe Mode) erfolgt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Dawn mit laufendem Ionenantrieb unterwegs im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Eigentlich war für den 11. September 2014 eine der regulären Kommunikationssitzungen über NASAs Deep Space Network (DSN) geplant, als Dawn in den Safe Mode wechselte. Besondere Aufgaben erledigte das Raumfahrzeug nach Angaben des Jet Propulsion Laboratory (JPL) aus Pasadena im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien nicht, als die Störung auftrat.</p>



<p>Nach Erhalt der Information über die Störung begannen die Spezialisten des JPL sofort mit der Wiederherstellung des normalen Betriebsregimes der Sonde. Man fand die Ursache der Probleme, behob die Probleme und konnte das drei maximal 92 Millinewton starke Triebwerke vom Typ NSTAR besitzende Ionentriebwerkssystem am 15. September 2014 wieder in Betrieb nehmen.</p>



<p>Die drei elektrischen Triebwerke (Ion Propulsion Thrusters, IPS) der Sonde sind jeweils so angebracht, dass sie um zwei Achsen geschwenkt werden können, um zum Beispiel Schwerpunktänderungen der Sonde durch allmählichen Treibstoffverbrauch im Missionsverlauf ausgleichen zu können. Ein einzelnes der bei Dawn verwendeten Triebwerke benötigt für 24 Stunden Dauerbetrieb nur 260 Gramm Xenon-Gas. Bei Missonsbeginn befanden sich im Xenon-Tank von Dawn 425 Kilogramm des Edelgases.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_small_2.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Dawn in Bau &#8211; rechts die Hauptantenne, rechts unten eines der Ionentriebwerke 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Zum Betrieb brauchen die Ionentriebwerke außerdem ausreichend Strom, der von zwei großen Solarpaneelen der Sonde bereitgestellt wird. Die je zehn Meter langen Paneele sollten direkt nach dem Start der Sonde zehn Kilowatt elektrische Leistung liefern können, angekommen beim Protoplaneten Ceres sollen sie noch 1.000 bis 1.400 Watt abgegeben.</p>



<p>Die Bewältigung der am 11. September 2014 aufgetretenen Anomalien war für die damit befasste Arbeitsgruppe eine vertrackte, arbeitsaufwändige Puzzlelei. Als solche jedenfalls bezeichnete DAWN-Projektmanager Robert Mase vom JPL die notwendig gewordenen Arbeiten.</p>



<p>Nach intensiver Untersuchung der möglichen Ursachen für den jüngsten Wechsel in den Sicherheitsmodus nimmt man beim JPL an, dass das Ereignis durch den selben Effekt ausgelöst wurde wie ein Wechsel in einen Sicherheitsmodus vor rund drei Jahren während Dawns Ankunft am Protoplaneten Vesta. Seinerzeit war vermutlich eine elektrische Komponente des Ionentriebwerkssystems durch hoch-energetische Teilchenstrahlung außer Gefecht gesetzt worden.</p>



<p>Bei der Bearbeitung des Problems folgte man der gleichen Strategie wie vor drei Jahren, berichtete der Missionsdirektor und leitende Ingenieur für die Sonde Dawn beim JPL Marc Rayman. Man schaltete auf ein anderes Triebwerk und eine andere elektronische Steuerungseinheit um, um so eine möglichst schnelle Wiederaufnahme der Schuberzeugung zu gewährleisten. Die stillliegenden Baugruppen will man in Verlauf des verbleibenden Kalenderjahres genauer unter die Lupe nehmen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_small_3.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Schematische Darstellung von Dawn mit ihren Hauptbestandteilen 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Verkompliziert wurde die Situation dadurch, dass es neben den Problemen mit dem elektrischen Antriebssystem auch solche mit der Hochgewinn-Hauptantenne (High Gain Antenna, HGA) von Dawn gab. Quasi gleichzeitig mit der Störung im Triebwerkssystem trat auch eine bei der Ausrichtung der Hauptantenne, die Dawn gewöhnlich zur Kommunikation mit der Erde benutzt, auf.</p>



<p>Weil die Nutzung der Hauptantenne wegen nicht funktionierender Ausrichtung nicht möglich war, musste man sich auf die schwächeren Signale eines anderen Antennensystems (Low Gain Antennas, LGAs) verlassen, das zudem nur geringere Datenübertragungsraten zulässt. Deshalb wurde die Wiederherstellung des Regelbetriebs zusätzlich verzögert.</p>



<p>Dawn ist so weit von der Erde entfernt, dass eine Funkübertragung zur Sonde und der Eingang der Empfangsbestätigung durch die Sonde auf der Erde zusammen rund 53 Minuten benötigen. </p>



<p>Der Grund für die Störung bei der Ausrichtung von Dawns Hauptantenne wurde noch nicht genau bestimmt. Eine Auswirkung energiereicher Teilchenstrahlung auf die Computersteuerung für die Ausrichtung und die Störung der in ihr laufenden Software ist nicht unwahrscheinlich. Ein Zurücksetzen (Reset) des entsprechenden Computers führte dazu, dass die Hauptantenne ihre Fähigkeit zur erforderlichen Ausrichtung wieder erhielt.</p>



<p>Die aufgetretene Unterbrechung des Regelbetriebs erforderte eine erneute Veränderung des Flugplans. Dawn wird nun voraussichtlich im April 2015 in einen Orbit um den Protoplaneten Ceres einschwenken &#8211; rund einen Monat später als nach dem vorherigen Planungsstand vorgesehen. Die vorgesehenen Untersuchungen Ceres´ durch die ihn dann umkreisende Sonde erfuhren nach den jüngsten Anomalien keine Planänderungen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092014122248_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Delta-Start mit Dawn am 27. September 2007 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 27. September 2007 war Dawn an der Spitze einer Delta II 7925-H Rakete vom Kennedy Space Center (KSC) im US-amerikanischen Bundesstaat Florida gestartet worden. Zwischen Juli 2011 und September 2012 umkreiste Dawn den Protoplaneten Vesta, das drittgrößte Objekt im Asteroidenhauptgürtel. </p>



<p>Das Ionenantriebssystem der von der Orbital Sciences Corporation (OSC) gebauten Sonde ermöglichte es ihr, anschließend auf einer spiralförmigen Bahn Ceres anzufliegen, das massereichste Objekt im Asteroidenhauptgürtel. Für das Einschwenken in eine Bahn um Ceres werden Hydrazin katalytisch zersetzende, 0,9 Newton starke chemische Triebwerke (Reaction Control System Thrusters, RCS Thrusters) zum Einsatz kommen, derer es zwölf an Bord von Dawn gibt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg304035#msg304035" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission DAWN</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/us-sonde-dawn-nach-safe-mode-wieder-im-regelbetrieb/" data-wpel-link="internal">US-Sonde Dawn nach Safe Mode wieder im Regelbetrieb</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DAWN: Wie kam Material von Vesta auf die Erde?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dawn-wie-kam-material-von-vesta-auf-die-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 12:47:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[MPI]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[UCLA]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34665</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schon lange stand die Frage im Raum, warum auf der Erde relativ viel Material gefunden werden kann, das man dem Asteroiden Vesta zuordnet. Die US-Raumsonde DAWN beobachte aus ihrem momentanen Orbit um den Asteroiden einen riesigen Berg auf Vesta, der Schlüssel für das ungelöste Rätsel sein könnte. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JPL, NASA, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-wie-kam-material-von-vesta-auf-die-erde/" data-wpel-link="internal">DAWN: Wie kam Material von Vesta auf die Erde?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Schon lange stand die Frage im Raum, warum auf der Erde relativ viel Material gefunden werden kann, das man dem Asteroiden Vesta zuordnet. Die US-Raumsonde DAWN beobachte aus ihrem momentanen Orbit um den Asteroiden einen riesigen Berg auf Vesta, der Schlüssel für das ungelöste Rätsel sein könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JPL, NASA, UCLA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06012012134758_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06012012134758_small_1.jpg" alt="NASA/JPL Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSl" width="260"/></a><figcaption>
großer Berg in Vestas Südpolarregion &#8211; Bild errechnet nach Oberflächenmodell
<br>
(Bild: NASA/JPL Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSl)
</figcaption></figure></div>



<p>Seit vielen Jahren tragen Wissenschaftler bestimmte Meteoriten von unterschiedlichsten Fundstellen zusammen. Ihre Reflektionsspektren verraten: Sie haben dieselbe Herkunft. Man vermutet, dass die Steinmeteorite der sogenannten HED-Gruppe von einem sehr großen Asteroiden, nämlich von Vesta, stammen. Wenn ein solcher Meteorit in die Erdatmosphäre eindringt, kann unter günstigen Bedingungen ein Feuerschweif beobachtet werden. Wird nicht alles Material beim feurigen Sturz durch die Atmosphäre aufgezehrt, erreicht es die Erdoberfläche. Überreste mutmaßlichen Vesta-Materials fand man zuletzt in der Nähe des Dorfes Bilanga Yanga im westafrikanischen Burkina-Faso im Oktober 1999 und außerhalb des australischen Millbillillie im Oktober 1960. </p>



<p>Chris Russell, leitender Wissenschaftler der Dawn-Mission von der University of California Los Angeles (UCLA) glaubt, dass die Meteoriten von Vesta entstanden, als bei der Bildung eines riesigen Berges auf Vesta Material aus einem enormen Einschlagkrater herausgeschleudert wurde. Der Berg ist vermutlich Ergebnis von neu formiertem, aufgetürmten Material, das bewegt wurde als ein anderer, kleinerer Himmelskörper mit Vesta zusammenprallte. Die heftige Kollision könnte außerdem einen Teil des Materials in den Raum hinausgeschleudert haben, wo es letztlich auf Erdkurs geriet. </p>



<p>In Labors und Museen auf der Erde existieren Meteoriten, die möglicherweise aus dem gleichen Material bestehen wie der auffällige Berg auf Vesta. Untersuchungen von Alter und chemischer Zusammensetzung sollen jetzt beweisen, dass die Meteoriten von Vesta kamen. </p>



<p>Vesta entstand in der Frühzeit unseres Sonnensystems. Seine kraterübersäte Oberfläche ist Ergebnis eines Milliarden Jahre langen Bombardements. </p>



<p>Kameras an Bord von Dawn, die vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung Katlenburg-Lindau mit Unterstützung des Instituts für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und des Instituts für Datentechnik und Kommunikationsnetze der Technischen Universität Braunschweig entwickelt und gebaut wurden, nahmen Bilder auf, die erkennen lassen, dass die Oberfläche in der Umgebung des Berges auf Vesta bezeichnenderweise vergleichsweise eben ist. Das spricht für eine bezogen auf Vestas Geschichte recht späte Oberflächenmodellierung durch einen großen Einschlag, bei dem ältere, narbigere Oberflächenstrukturen verschwanden. </p>



<p>Anhand der Zahl von Kratern auf einer bestimmten Fläche können Forscher das Alter der Oberflächenstruktur in einer konkreten Region bestimmen. So will man auch auf das Alter der Oberfläche des Berges auf Vesta schließen. Ein Verfahren, das die radioaktive Strahlung im untersuchten Meteoritenmaterial verwendet, soll Aufschluss darüber geben, wann das Material Vesta verließ. </p>



<p>Weitere Bestätigung könnte ein Vergleich der chemischen Zusammensetzung von Material im Berg und in den auf der Erde gut analysierbaren Meteoriten bringen. Die Sensoren an Bord von Dawn sind in der Lage, feinste Farbvariationen in den Mineralien auf der Oberfläche von Vesta zu erfassen. Aus den gewonnenen Daten können Karten erstellt werden, aus denen hervorgeht, welche Mineralien und welchen chemischen Elemente wo auf Vestas Oberfläche vorkommen. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-erreicht-niedrigeren-orbit-um-vesta/" data-wpel-link="internal">DAWN erreicht niedrigeren Orbit um Vesta (02. Oktober 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-sendet-wissenschaftliche-daten/" data-wpel-link="internal">DAWN sendet wissenschaftliche Daten (14. August 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-orbiteintritt-war-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">DAWN: Orbiteintritt war erfolgreich (19. Juli 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-erreicht-vesta/" data-wpel-link="internal">DAWN erreicht Vesta (16. Juli 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/vesta-rueckt-naeher-ein-erstes-video-von-dawn/" data-wpel-link="internal">Vesta rückt näher: Ein erstes Video von DAWN (13. Juni 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-liefert-erste-aufnahme-von-vesta/" data-wpel-link="internal">Raumsonde DAWN liefert erste Aufnahme von Vesta (12. Mai 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawns-annaeherung-an-vesta-geht-in-die-letzte-phase/" data-wpel-link="internal">Dawns Annäherung an Vesta geht in die letzte Phase (04. Mai 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-vorbereitung-auf-vesta/" data-wpel-link="internal">Raumsonde DAWN &#8211; Vorbereitung auf Vesta (21. März 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-innere-des-asteroiden-vesta/" data-wpel-link="internal">Das Innere des Asteroiden Vesta (09. Januar 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-rekorde-rekorde/" data-wpel-link="internal">Dawn: Rekorde, Rekorde (08. Juni 2010)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-wieder-in-asteroidenguertel-eingetreten/" data-wpel-link="internal">DAWN wieder in Asteroidengürtel eingetreten (14. November 2009)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/700-tage-dauerschub/" data-wpel-link="internal">700 Tage Dauerschub (30. Juni 2009)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-beginnt-fly-by-manoever/" data-wpel-link="internal">Raumsonde DAWN beginnt Fly-By-Manöver (13. Februar 2009)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawns-ionenantrieb-macht-pause/" data-wpel-link="internal">DAWNs Ionenantrieb macht Pause (22. November 2008)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-beginnt-interplanetare-flugphase/" data-wpel-link="internal">DAWN beginnt interplanetare Flugphase (19. Dezember 2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/erster-dawn-instrumenten-checkout-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Erster Dawn-Instrumenten-Checkout erfolgreich (19. Oktober 2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-startet-bei-daemmerung/" data-wpel-link="internal">Dawn startet bei Dämmerung (27. September 2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-start-um-24-stunden-verschoben/" data-wpel-link="internal">Dawn-Start um 24 Stunden verschoben (24. September 2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-start-auf-september-verschoben/" data-wpel-link="internal">DAWN-Start auf September verschoben (07. Juli 2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-nicht-mehr-weit-bis-zur-startrampe/" data-wpel-link="internal">Dawn: Nicht mehr weit bis zur Startrampe (11. April 2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-launch-verschoben/" data-wpel-link="internal">DAWN Launch verschoben! (04. April 2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-wurde-wiederbelebt/" data-wpel-link="internal">Dawn wurde wiederbelebt (28. März 2006)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-streicht-die-mission-dawn/" data-wpel-link="internal">NASA streicht die Mission DAWN (04. März 2006)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-jagd-auf-asteroiden-geht-weiter/" data-wpel-link="internal">Die Jagd auf Asteroiden geht weiter (07. März 2005)</a></li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission DAWN</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroidengürtel</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-wie-kam-material-von-vesta-auf-die-erde/" data-wpel-link="internal">DAWN: Wie kam Material von Vesta auf die Erde?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DAWN erreicht Vesta</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dawn-erreicht-vesta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 22:21:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[GRAND]]></category>
		<category><![CDATA[Ionentriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<category><![CDATA[VIR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34238</guid>

					<description><![CDATA[<p>In wenigen Stunden wird die Raumsonde DAWN in einen Orbit um den Asteroiden Vesta eintreten und diesen anschließend für die Dauer von einem Jahr ausführlich untersuchen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, DLR, MPS, NASA Science, DAWN Journal. Der zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter gelegene Asteroidengürtel stellt für die Planetologen ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-erreicht-vesta/" data-wpel-link="internal">DAWN erreicht Vesta</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In wenigen Stunden wird die Raumsonde DAWN in einen Orbit um den Asteroiden Vesta eintreten und diesen anschließend für die Dauer von einem Jahr ausführlich untersuchen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, DLR, MPS, NASA Science, DAWN Journal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2161PIA19375NASAMcREL.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2161PIA19375NASAMcREL260.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Die Mission DAWN hat die Untersuchung des Asteroiden Vesta und des Zwergplaneten Ceres zum Ziel. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Der zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter gelegene Asteroidengürtel stellt für die Planetologen ein Zeitfenster in die frühe Entstehungsphase unseres Sonnensystems dar. Die dort befindlichen Objekte sind Relikte aus einer fernen Vergangenheit und jeder Asteroid hat den Wissenschaftlern seine eigene Geschichte über die Anfänge des Sonnensystems zu erzählen. Um diese Geheimnisse näher zu ergründen, entschloss sich die amerikanische Weltraumbehörde NASA dazu, die Asteroidenmission <i>DAWN</i> durchzuführen, in deren Rahmen der Asteroid (4) Vesta und der Zwergplanet (1) Ceres näher untersucht werden sollen. Die <i>DAWN</i>-Mission ist die neunte des Discovery-Programms der NASA, welches Wissenschaftlern die Möglichkeit bietet, die Rätsel unseres Sonnensystems mit relativ preisgünstigen und innovativen Missionen zu entschlüsseln. Nach mehreren Startverschiebungen hob am 27. September 2007 eine <i>Delta II</i>-Rakete von ihrem Startplatz in Cape Canaveral/ Florida ab und beförderte die Raumsonde <i>DAWN</i> ins Weltall (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-startet-bei-daemmerung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Auf ihrer spiralförmigen Flugbahn durch das innere Sonnensystem wird die Raumsonde durch ein <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-startet-bei-daemmerung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Ionentriebwerk</a> angetrieben. Im Vergleich zu herkömmlichen chemischen Antriebssystemen entwickeln die drei mit Xenon betriebenen NSTAR-Ionentriebwerke der Raumsonde <i>DAWN</i> einen eher geringen Schubeffekt von maximal 91 Millinewton. Dies entspricht in etwa der Kraft, welche ein herabschwebendes Blatt Papier auf eine Schreibtischfläche ausübt. Durch die hohe Austrittsgeschwindigkeit der Ionen und eine deutlich längere Wirkdauer kann ein Ionentriebwerk die Flugbahn einer Raumsonde jedoch im Rahmen eines über Monate und Jahre erfolgenden durchgehenden Betriebes viel stärker und letztendlich effizienter verändern, als dies mit chemischen Triebwerken möglich ist. </p>



<p>Beim Betrieb der Ionentriebwerke werden die Atome des Edelgases Xenon durch elektrischen Strom angeregt, so dass sie durch den Verlust eines Elektrons ionisiert werden. Die positiv geladenen Xenon-Ionen werden durch ein elektrisches Feld auf die sechs- bis zehnfache Geschwindigkeit eines chemischen Raketenstrahls beschleunigt und der Ionenstrahl wird auf die Austrittsdüsen fokussiert. Dabei werden von den <i>DAWN</i>-Triebwerken pro Sekunde nur 3,25 Milligramm Xenon verbraucht. Zum Startzeitpunkt standen 425 Kilogramm Xenon zur Verfügung. 
<br>
Auf dem Flug zu ihrem ersten Forschungsziel, dem Asteroiden Vesta, führte <i>DAWN</i> am 17. Februar 2009 ein Swing-By-Manöver am Mars durch. Durch dieses Manöver war es der Raumsonde möglich, zusätzlichen &#8222;Schwung&#8220; zu holen und so nochmals an Geschwindigkeit zuzulegen. Zusätzlich bot der nahe Vorbeiflug an unserem Nachbarplaneten eine willkommene Gelegenheit, um die wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Raumsonde an einem vergleichsweise nahen Objekt zu testen und zu kalibrieren. Zudem konnte die Flugbahn der Raumsonde im Rahmen dieses Manövers um fünf Grad verändert und auf den angepeilten Rendezvous-Punkt mit Vesta ausgerichtet werden. Ein vergleichbares Manöver ohne die Unterstützung des Schwerkraft des Mars hätte einen zusätzlichen Treibstoffverbrauch von rund 104 Kilogramm Xenon zur Folge gehabt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16072011002135_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16072011002135_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA" width="329" height="329"/></a><figcaption>
Dieses Bild zeigt den ersten Blick auf den Asteroiden Vesta vor einem Hintergrund von Sternen. Das Bild wurde bearbeitet, um die wahre Größe von Vesta darzustellen. Da Vesta deutlich heller ist als die Hintergrundsterne, hat das Kamera-Team eine lange Belichtungszeit gewählt, um diese Sterne sichtbar zu machen. Die daraus resultierende übertriebene Größe von Vesta, wurde durch das Überlagern eines kurzen Schnappschusses des Asteroiden korrigiert. Vesta ist der kleine, helle Punkt in der Mitte des Bildes. Der Asteroid verfügt in den gegenwärtigen Bildern über einen Durchmesser von lediglich fünf Pixeln (Bildausschnitt rechts oben). 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der etwa 560 x 544 x 488 Kilometer durchmessende Asteroid (4) Vesta, welcher am 29. März 1807 von dem Astronomen Heinrich Olbers in Bremen entdeckt und nach der römischen Göttin von Heim und Herd benannt wurde, ist nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand der Wissenschaft ein einzigartiges Objekt in unserem Sonnensystem. Anders als alle anderen Kleinkörper, welche im sogenannten Asteroiden-Hauptgürtel zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter um die Sonne kreisen, weist dieser Asteroid eine differenzierte innere Struktur auf. Eine Kruste aus erkalteter Lava überdeckt dabei eine tieferliegende Gesteinsschicht und einen darunter befindlichen Eisen-Nickel-Kern. Ein solcher innerer Aufbau ist vergleichbar mit der Struktur der sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%A4hnlicher_Planet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">terrestrischen Planeten</a> Merkur, Venus, Erde und Mars. Kurz nach seiner Entstehung vor etwa 4,6 Milliarden Jahren muss der Asteroid vollkommen geschmolzen gewesen sein. In den folgenden 50 Millionen Jahren kühlte Vesta ab und die Gesteine trennten sich nach ihrer unterschiedlichen Dichte, wobei das schwerere Material nach innen wanderte und sich im Kern des Asteroiden ablagerte. </p>



<p>Nachdem die Raumsonde innerhalb von 43 Monaten rund 2,6 Milliarden Kilometer im Weltall zurückgelegt hatte, begann am 3. Mai 2011 die letzte Phase der Annäherung von <i>DAWN</i> an den Asteroiden Vesta. An diesem Tag konnte die Framing Camera, eines der drei wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Raumsonde, erstmals den Asteroiden erfassen. In den folgenden Wochen und Monaten fertigte das Kamerasystem in regelmäßigen Abständen weitere Aufnahmen des Zielasteroiden an. Diese Aufnahmen dienten in erster Linie der Navigation der Raumsonde, da mit ihrer Hilfe die Flugbahn von <i>DAWN</i> und die relative Position zu Vesta bestimmt werden konnte. Durch die so gewonnenen Daten wurde die Steuerung von <i>DAWN</i> in der Folgezeit erheblich erleichtert. </p>



<p>Neben der Unterstützung der Navigation dienten die während der letzten Wochen angefertigten Bilder aber auch bereits rein wissenschaftlichen Zwecken. Neben einem ersten Überblick über die Oberflächenstrukturen auf Vesta werden die seit dem 9. Juli angefertigten Aufnahmen von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern dazu genutzt, um nach kleinen Monden zu suchen, welche sich eventuell in der Nähe von Vesta befinden. </p>



<p>&#8222;Sollte sich dort ein Mond befinden, so wird er in den Aufnahmen im Gegensatz zu den fest fixierten Hintergrundsternen als ein sich bewegender Punkt erkennbar sein&#8220;, so Mark Sykes, Direktor des Planetary Science Instituts. &#8222;Durch die Verwendung kurzer Belichtungszeiten sollte wir in der Lage sein, Monde mit einem Durchmesser von bis zu etwa 27 Metern zu identifizieren. Durch längere Belichtungszeiten könnten wir sogar Monde mit nur wenigen Metern Durchmesser erkennen. Hierbei besteht aber das Risiko, dass die Aufnahmen durch den hellen Schein des Asteroiden überbelichtet werden.&#8220; Bisherige Suchkampagnen mit verschiedenen erdgebundenen Teleskopen und dem Weltraumteleskop <i>Hubble</i> erbrachten keine Hinweise auf eventuelle Vesta-Begleiter. Durch die Suche mit dem <i>Hubble Space Telescope</i> sollte es theoretisch allerdings nur möglich gewesen sein, Monde mit einem Durchmesser von mehr als rund 44 Metern nachzuweisen. </p>



<p>Aber auch die beiden anderen Instrumente an Bord der Asteroidensonde, ein Mapping Spectrometer (VIR) und ein Gammastrahlen- und Neutronenspektrometer (GRAND), haben während der Annäherungsphase Daten gesammelt, welche der Kalibrierung dieser beiden Instrumente und der Gewinnung von Vergleichsdaten dienten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16072011002135_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16072011002135_small_3.jpg" alt="NASA" width="311" height="233"/></a><figcaption>
Die aktuelle Position von DAWN. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Während der gesamten finalen Anflugphase zu Vesta war der Ionenantrieb von <i>DAWN</i> fast durchgehend aktiv und bremste die Raumsonde relativ zu Vesta langsam aber stetig ab. Dieser Anflug erfolgte mit einer sehr geringen Relativgeschwindigkeit zum Asteroiden, so dass <i>DAWN</i> für die letzten 1,2 Millionen Kilometer der Annäherung rund zehn Wochen benötigte. Mittlerweile beträgt der Abstand zwischen Vesta und der Raumsonde nur noch rund 16.900 Kilometer. Der Asteroid und die Raumsonde bewegen sich dabei gegenwärtig mit fast identischen Geschwindigkeiten und in die gleiche Richtung. Sobald sich <i>DAWN</i> der Oberfläche von Vesta bis auf eine Distanz von etwa 16.000 Kilometer genähert hat, wird Vesta die Raumsonde schließlich durch die Gravitationskraft &#8222;einfangen&#8220; und in eine Umlaufbahn zwingen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Planetenmissionen muss <i>DAWN</i> also kein spezielles Bremsmanöver mit chemischen Raketentriebwerken durchführen, um zu einem künstlichen Begleiter von seinem Zielobjekt zu werden. </p>



<p>Dies hat aber auch zur Folge, dass der genaue Zeitpunkt des Orbiteintritts nicht minutiös vorhergesagt werden kann. Der endgültige Zeitpunkt hängt von den Masseverhältnissen von Vesta und den daraus resultierenden Gravitationskräften ab. Die für die Kontrolle der Raumsonde verantwortlichen Mitarbeiter des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/ Kalifornien gehen allerdings davon aus, dass <i>DAWN</i> am heutigen Samstag gegen 7:00 MESZ in den Vesta-Orbit eintreten wird. Zu diesem Zeitpunkt werden sich der Asteroid und die Raumsonde in einer Entfernung von rund 188 Millionen Kilometern zur Erde befinden. Eine Bestätigung dieses hoffentlich erfolgreichen Orbiteintritts wird frühestens am darauffolgenden Tag erfolgen. Der nächste Datentransfer von <i>DAWN</i> ist für den 17. Juli vorgesehen und wird um 8:30 MESZ beginnen. Erst nach der anschließend erfolgenden Auswertung der Telemetriedaten können wieder detaillierte Aussagen über den aktuellen Status von <i>DAWN</i> getätigt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16072011002135_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16072011002135_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA" width="353" height="265"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme, es handelt sich hierbei um das gegenwärtig zuletzt veröffentlichte Foto von Vesta, fertigte die Framing Camera am 9. Juli 2011 an. Die Entfernung zwischen DAWN und dem Asteroiden betrug dabei rund 41.000 Kilometer. Die Auflösung der Asteroidenoberfläche beträgt 3,8 Kilometer pro Pixel. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Es hat fast vier Jahre gedauert, um an diesen Punkt zu gelangen&#8220;, so Robert Mase, der <i>DAWN</i>-Projektmanager des JPL. &#8222;Unsere letzten Tests und Überprüfungen haben gezeigt, dass sich <i>DAWN</i> genau auf Kurs befindet und einwandfrei funktioniert.&#8220; In den folgenden Wochen soll die Höhe der Umlaufbahn von <i>DAWN</i> noch weiter abgesenkt werden. Ab Anfang August 2011 soll dann die eigentliche wissenschaftliche Untersuchung von Vesta beginnen. Zu diesem Zweck wird die Framing Camera die Oberfläche von Vesta zuerst aus einer Höhe von 2.400 Kilometern vermessen. </p>



<p>&#8222;Dann schrauben wir uns langsam auf eine Höhe von 660 Kilometern hinunter&#8220;, erläutert der DLR-Wissenschaftler Dr. Thomas Roatsch, der für die Planung und Prozessierung der Vesta-Aufnahmen zuständig ist, die weitere Vorgehensweise. &#8222;Von dort aus können wir noch detailliertere Bilder mit einer Auflösung von 60 Metern pro Bildpunkt aufnehmen.&#8220; Zum Ende ihres Besuchs bei Vesta umrundet <i>DAWN</i> den Asteroiden dann in nur noch 200 Kilometern Entfernung zur Oberfläche. Während dieser Phase der Mission  bestimmt der Gammastrahlen- und Neutronendetektor die chemische Zusammensetzung des Himmelkörpers. Parallel dazu wird das Schwerefeld von Vesta vermessen, um die innere Struktur des Asteroiden zu entschlüsseln. </p>



<p>Nach dem Abschluss der Untersuchungen von Vesta im Juli 2012 ist die lange Reise der Raumsonde allerdings noch nicht beendet. Vielmehr wird <i>DAWN</i> anschließend den rund 975 Kilometer durchmessenden Zwergplaneten Ceres ansteuern, welcher im Februar 2015 erreicht werden soll. Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand stellt Ceres einen kompletten Gegensatz zu Vesta dar. Dieses größte Objekt im Asteroidenhauptgürtel ist bis zu 450 Millionen Kilometer &#8211; und somit deutlich weiter als Vesta &#8211; von der Sonne entfernt und besteht unter seiner Kruste, so die bisherigen Annahmen der Wissenschaftler, sehr wahrscheinlich aus Gasen und zu 25 Prozent aus gefrorenem Wasser. </p>



<p>Eventuell könnte Ceres sogar über eine extrem dünne Atmosphäre, eine sogenannte Exosphäre verfügen, wie sie auch in der unmittelbaren Umgebung des innersten Planeten unseres Sonnensystems, dem Merkur, zu finden ist. Über die Oberflächenstruktur von Ceres kann bisher noch keine Aussage getätigt werden. &#8222;Mit der Dawn-Mission werden wir uns ein Bild davon machen, was in den ersten Millionen Jahren nach der Entstehung der Planeten geschah&#8220;, so Prof. Ralf Jaumann. &#8222;Wir fliegen sozusagen in die Morgendämmerung des Sonnensystems.&#8220; </p>



<p><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroidengürtel</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.225" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission DAWN</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Internetseite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.mps.mpg.de/de/Dawn" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Missionsseite des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung</a></li></ul>



<p><strong>Technische Beschreibung der Framing Camera:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://indico.cern.ch/event/43007/contributions/1065032/attachments/927899/1313759/Poster_Gutierrez.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS</a> (engl.)</li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-erreicht-vesta/" data-wpel-link="internal">DAWN erreicht Vesta</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interview: Dawn besucht exotischen Asteroiden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/interview-dawn-besucht-exotischen-asteroiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 13:46:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34264</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 16. Juli 2011 tritt die NASA-Sonde Dawn in einen Orbit um Vesta ein, einem der größten Asteroiden des Hauptgürtels zwischen Mars und Jupiter. In diesem ausführlichen Interview spricht Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung über die Mission und warum Dawn gerade den Asteroiden Vesta besucht. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net, DLR. Ralf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/interview-dawn-besucht-exotischen-asteroiden/" data-wpel-link="internal">Interview: Dawn besucht exotischen Asteroiden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-01-88077.mp3"></audio></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Am 16. Juli 2011 tritt die NASA-Sonde Dawn in einen Orbit um Vesta ein, einem der größten Asteroiden des Hauptgürtels zwischen Mars und Jupiter. In diesem ausführlichen Interview spricht Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung über die Mission und warum Dawn gerade den Asteroiden Vesta besucht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net, DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01072011154622_small_1.jpg" alt="DLR" width="260"/><figcaption>
Ralf Jaumann 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p>Ralf Jaumann ist stellvertretender Direktor des Instituts in Berlin-Adlershof. Er ist dort zuständig für die Planetenforschung und mit seinem Team an diversen namhaften Missionen wie Cassini-Huygens, Mars Express oder Rosetta beteiligt. Für die Asteroidenmission Dawn entwickelte das Institut zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau die <i>Framing Camera</i>, das wichtigste Instrument an Bord der Sonde. 
<br>
Raumfahrer.net sprach vergangene Woche mit dem Planetenforscher. Das komplette Interview (45 Minuten) können Sie als Podcast anhören.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/interview-dawn-besucht-exotischen-asteroiden/" data-wpel-link="internal">Interview: Dawn besucht exotischen Asteroiden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-01-88077.mp3" length="42873917" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Dawn: Rekorde, Rekorde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dawn-rekorde-rekorde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 09:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NSTAR]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Xenon]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33279</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 7. Juni 2010 berichtete das Labor für Strahlantriebe (Jet Propulsion Laboratory, JPL) aus Pasadena in Kalifornien, dass die NASA-Sonde DAWN auf ihrem Weg zum Asteroiden Vesta und dem Zwergplaneten Ceres zwischenzeitlich zum Raumfahrzeug mit der höchsten jemals im Weltraum durch Triebwerkseinsatz erreichten Geschwindigkeitsänderung geworden ist. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA/JPL. Die derzeit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-rekorde-rekorde/" data-wpel-link="internal">Dawn: Rekorde, Rekorde</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 7. Juni 2010 berichtete das Labor für Strahlantriebe (Jet Propulsion Laboratory, JPL) aus Pasadena in Kalifornien, dass die NASA-Sonde DAWN auf ihrem Weg zum Asteroiden Vesta und dem Zwergplaneten Ceres zwischenzeitlich zum Raumfahrzeug mit der höchsten jemals im Weltraum durch Triebwerkseinsatz erreichten Geschwindigkeitsänderung geworden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062010112256_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062010112256_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
DAWN mit laufendem Ionenantrieb im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die derzeit tief im Asteroidengürtel operierende Sonde hat die wie DAWN ebenfalls mit Ionenantrieb ausgestattete bisherige Rekordhalterin Deep Space 1 am 5. Juni 2010 entthront, als das über den Missionsverlauf kumulierte Delta-v 4,3 Kilometer pro Sekunde (15.480 Stundenkilometer) überschritt. In Delta-v steht das v für Velocity (Geschwindigkeit) und Delta bezeichnet den Unterschied. DAWN kann ihre Geschwindigkeit innerhalb von 12 Tagen um über 290 Stundenkilometer steigern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062010112256_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062010112256_small_2.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Ionentriebwerk wie in DAWN eingesetzt 
<br>
</figcaption></figure></div>



<p>Die von einem Raumfahrzeug aktiv leistbare kumulierte Geschwindigkeitsänderung ist ein Maß für die Fähigkeit des Vehikels, die Flugbahn mit eigenem Antrieb zu beeinflussen und Richtungsänderungen vorzunehmen. Beim hier hergestellten Vergleich werden alle von den Raumfahrzeugen erzeugten Geschwindigkeitsänderungen ab der Abtrennung von der letzten Trägerraketenstufe betrachtet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062010112256_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062010112256_small_3.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Xenon-Tank von DAWN 
<br>
(Bilder: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts des JPL haben die drei Ionentriebwerke des Typs NSTAR an Bord von DAWN zusammen insgesamt 620 Tage gearbeitet. Dabei wurden weniger als 165 Kilogramm Xenon des zu Beginn des Flugs der Sonde 425 Kilogramm umfassenden Vorrats verbraucht. Im Verlauf der mindestens acht Jahre dauernden Mission werden die Triebwerke vermutlich auf zusammen mehr als 2.000 Betriebstage, umgerechnet rund fünfeinhalb Jahre, kommen, und eine kumulierte Geschwindigkeitsänderung von über 10,73 Kilometer pro Sekunde, das sind 38.620 Stundenkilometer, verursacht haben. </p>



<p>Hat DAWN ihre Aufgaben, Anflug und Untersuchung des Asteroiden Vesta und des Zwergplaneten Ceres, schließlich wie vorgesehen erfüllt, wird sie längst auch zum Raumfahrzeug mit der längsten ununterbrochenen Antriebsphase geworden sein. Dies könnte bereits um den 10. August 2010 geschehen, wenn die Motore der Sonde weiter wie geplant arbeiten. </p>



<p>DAWN war am 27. September 2007 auf einer Delta-II-Rakete in den Weltraum gebracht worden und wird voraussichtlich in etwas mehr als 400 Tagen ihr erstes Ziel, Vesta, erreichen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission DAWN</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-rekorde-rekorde/" data-wpel-link="internal">Dawn: Rekorde, Rekorde</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DAWN wieder in Asteroidengürtel eingetreten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dawn-wieder-in-asteroidenguertel-eingetreten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 06:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32719</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 13. November 2009 berichtete das Jet Propulsion Laboratory (JPL) aus Pasadena in Kalifornien, dass die NASA-Sonde DAWN nun auf ihrem Weg zum Asteroiden Vesta und dem Zwergplaneten Ceres wieder in den Asteroidengürtel eingetreten ist und für den Rest ihrer Mission dort verbleiben wird. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JPL. In unserem Sonnensystem liegt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-wieder-in-asteroidenguertel-eingetreten/" data-wpel-link="internal">DAWN wieder in Asteroidengürtel eingetreten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 13. November 2009 berichtete das Jet Propulsion Laboratory (JPL) aus Pasadena in Kalifornien, dass die NASA-Sonde DAWN nun auf ihrem Weg zum Asteroiden Vesta und dem Zwergplaneten Ceres wieder in den Asteroidengürtel eingetreten ist und für den Rest ihrer Mission dort verbleiben wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009075224_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009075224_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="383" height="209"/></a><figcaption>
DAWN im Asteroidengürtel &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>In unserem Sonnensystem liegt die untere Grenze des Asteroidengürtels rund 249.230.000 Kilometer von der Sonne entfernt, was der größten Entfernung des Planeten Mars auf seiner Umlaufbahn um die Sonne entspricht. Im Juni 2008 drang DAWN das erste Mal in diesen Bereich vor und hielt sich vierzig Tage darin auf. Danach brachte die Flugbahn der Sonde diese wieder unter den Asteroidengürtel. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009075224_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009075224_small_2.jpg" alt="NASA/JPL" width="336" height="275"/></a><figcaption>
DAWNs Position am 13. November 2009 (mit * gekennzeichnet) 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Der erneute Eintritt der am 27. September 2007 gestarteten Sonde in den Bereich des Asteroidengürtels wird DAWNs letzter gewesen sein. Bei ihrem weiteren Flug zu ihren Zielen Vesta und Ceres wird sich die Sonde stets innerhalb des Asteroidengürtels bewegen und zum ersten menschgemachten Objekt werden, das dauerhaft hier verbleibt. </p>



<p>DAWN soll zwei der größten Objekte im Gürtel anfliegen und untersuchen. Nach den derzeitigen Plänen wird DAWN im Jahr 2011 in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken, im Jahr 2015 will man ein ähnliches Manöver bei Ceres ausführen. Bis zur Ankunft beim Asteroiden Vesta waren es am 13. November 2009 noch 619 Tage Flugzeit. Beim Erreichen ihres endgültigen Ziels, dem Zwergplaneten Ceres, wird DAWN rund 4,9 Milliarden Kilometer in acht Jahren Flug zurückgelegt haben.</p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission DAWN</a></li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-wieder-in-asteroidenguertel-eingetreten/" data-wpel-link="internal">DAWN wieder in Asteroidengürtel eingetreten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
