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	<title>EnVision &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>EnVision &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Die Venus &#8211; der &#8222;vergessene&#8220; Planet?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-venus-der-vergessene-planet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mirko Buggel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2025 20:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie leuchtet eindrucksvoll am Morgen- oder Abendhimmel – die Venus. Seit alters her faszinierte sie die Menschen. Im frühen antiken Griechenland nannte man die Venus Phosphoros (so viel wie „Lichtbringer“). Erst die späteren Hellenen bezogen diesen Planeten auf die Liebesgöttin Aphrodite, die römische Venus. Im Sanskrit wird die Venus als Shukrah „Reiner Klang“ und im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie leuchtet eindrucksvoll am Morgen- oder Abendhimmel – die Venus. Seit alters her faszinierte sie die Menschen. Im frühen antiken Griechenland nannte man die Venus Phosphoros (so viel wie „Lichtbringer“). Erst die späteren Hellenen bezogen diesen Planeten auf die Liebesgöttin Aphrodite, die römische Venus. Im Sanskrit wird die Venus als Shukrah „Reiner Klang“ und im Chinesischen als Jinxing – Metallstern bezeichnet</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Mirko Buggel. Quelle: Scinexx, Nature, MPG, DLR, OHB, Wikipedia.16.04.2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">16. April 2025 &#8211; Dominiert werden aktuelle Nachrichten zur Sonnensystem- bzw. Planetenforschung insbesondere vom äußeren Nachbarplaneten Mars, aber auch von den Jupiter- und Saturnmonden und neuerdings wieder vom Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber ist mit dem uns nächsten Planeten, der oft als „Zwillingsschwester“ der Erde bezeichneten Venus? Der erste Science-Fiction-Roman des polnischen Schriftstellers Stanisław Lem (1921 – 2006) von 1951 Astronauci handelt von der Venus, wurde unter dem Titel „Planet des Todes“ ins Deutsche übersetzt und als „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_schweigende_Stern" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Der schweigende Stern</a>“ (DDR) und „Raumschiff Venus antwortet nicht“ (BRD) 1960 auf deutsche Kinoleinwände gebracht. Mit der Beschreibung der Venus lagen Lem und die Filmemacher gar nicht mal so falsch – aus menschlicher Sicht unbewohnbar im Sinne von LAKI (Life as we know it – Leben wie wir es kennen).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/04/Venus-TwoSides.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Radarkarte der Venus von verschiedenen Seiten aus gesehen. Die einzelnen Originale wurden von der Raumsonde Magellan aufgenommen und sind von der NASA freigegeben und damit PD - habe sie zusätzlich grafisch aufgewertet. Die verwendeten Farben entsprechen keinen realen Farben der Venuskruste. Bild: NASA" data-rl_caption="" title="Radarkarte der Venus von verschiedenen Seiten aus gesehen. Die einzelnen Originale wurden von der Raumsonde Magellan aufgenommen und sind von der NASA freigegeben und damit PD - habe sie zusätzlich grafisch aufgewertet. Die verwendeten Farben entsprechen keinen realen Farben der Venuskruste. Bild: NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/04/Venus-TwoSides_720x360.jpg" alt="Astronaut arbeitet auf der Mondoberfläche - künstlerische Darstellung. (Grafik: NASA)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Radarkarte der Venus von verschiedenen Seiten aus gesehen. Die einzelnen Originale wurden von der Raumsonde Magellan aufgenommen und sind von der NASA freigegeben und damit PD &#8211; habe sie zusätzlich grafisch aufgewertet. Die verwendeten Farben entsprechen keinen realen Farben der Venuskruste.<br>Bild: NASA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Venus und Erde – Zwillinge?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Größe und allgemeiner Aufbau der Venus sind tatsächlich der Erde sehr ähnlich. Die Venus hat mit 12.103,6 km fast den gleichen Durchmesser wie die Erde und auch eine ähnliche mittlere Dichte. Aber &#8211; stellen wir uns Folgendes vor: Die Venus hätte eine mehr oder weniger durchsichtige Atmosphäre, mit einem Druck, der den der Erde nur wenig überschreitet. Stellen wir uns zudem vor, eine Raumfahrerin, ein Raumfahrer steht auf der Venus. Morgendämmerung. Im Westen! Denn die Rotation der Venus ist im Gegensatz zum sonst fast ausschließlich vorherrschenden Drehsinn der Eigendrehung der Planeten und der meisten Monde im Sonnensystem rückläufig (retrograd). Das heißt, dass die Venus von ihrem Nordpol aus gesehen im Uhrzeigersinn rotiert. Die Sonne geht auf, natürlich viel riesiger als auf der Erde, denn die Venus ist durchschnittlich 108 Mio. km von der Sonne entfernt, das sind ca. 72 % der Entfernung Erde-Sonne. Und er dauert, der Sonnenaufgang, die Dämmerung. Denn für eine Rotationsperiode benötigt die Venus 243 Erdentage, während die siderische Umlaufzeit um die Sonne nur 224 Erdentage dauert. Aufgrund dieser im Vergleich zur Erde langsamen Eigenrotation könnte ein fiktiver Besucher einen Spaziergang unternehmen – immer mit der Sonne im Zenit. Aber das ist Zukunftsmusik. Es ist derzeit nicht absehbar, dass jemals Menschen einen Fuß auf diesen Planeten setzen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberfläche und Atmosphäre beider Planeten unterscheiden sich doch stark. Der Mars präsentierte seine Oberfläche schon Jahrzehnte, Jahrhunderte zuvor dem Auge des Betrachters mit immer besseren optischen Hilfsmitteln. Bei der Venus? Fehlanzeige. Eine dichte Wolkendecke verhindert jeden Blick auf die Oberfläche. Das änderte sich in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bereits seit den Wenera- und Wega-Missionen der Sowjetunion (1960er bis 1980er Jahre), den Mariner- und Pioneer-Venus-Missionen (1960er und 1970er Jahre) und der Magellan-Radarkartierungsmission der NASA (1990-1994) sind die Bedingungen auf der Venus bekannt. Deren Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Kohlendioxid. Stickstoff macht 3,5&nbsp;% aus, Schwefeldioxid, Argon und Wasser kommen in Spuren vor. Die Venusatmosphäre hat rund 90mal so viel Masse wie die Lufthülle der Erde und bewirkt am mittleren Bodenniveau einen Druck von 92&nbsp;bar. Das kommt einem Druck in etwa 910&nbsp;m Meerestiefe gleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer nicht unumstrittenen Theorie nach muss allein die geringere Entfernung zur Sonne nicht zu dem Treibhauseffekt geführt haben. So könnte ein vulkanisches Ereignis vor 715 Mio. Jahren zu dem schnellen Treibhauseffekt geführt haben, ähnlich wie der sibirische Trapp auf der Erde vor 250 Mio. Jahren. Möglicherweise hatte der Vulkanismus auf der Venus ein derart globales Ausmaß, dass die dadurch ausgelöste Klimaveränderung zum heutigen Zustand führte. Da es keine Plattentektonik wie auf der Erde gibt, kann innere Wärme nur durch Vulkanausbrüche freigegeben werden. Darauf weist die nur etwa 500 Mio. Jahre alte Venusoberfläche hin &#8211; im Gegensatz zu der drei oder an manchen Stellen sogar mehr als vier Milliarden Jahre alten kontinentalen Erdkruste.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/04/Venus_dome_3D.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="A portion of the eastern edge of Alpha Regio is displayed in this three-dimensional perspective view of the surface of Venus. The viewpoint is located at approximately 30 degrees south latitude, 11.8 degrees east longitude at an elevation of 2.4 kilometers (3.8 miles). The view is to the northeast at the center of an area containing seven circular dome-like hills. The average diameter of the hills is 25 kilometers (15 miles) with maximum heights of 750 meters (2,475 feet). Three of the hills are visible in the center of the image. Fractures on the surrounding plains are both older and younger than the domes. The hills may be the result of viscous or thick eruptions of lava coming from a vent on the relatively level ground, allowing the lava to flow in an even lateral pattern. The concentric and radial fracture patterns on their surfaces suggests that a chilled outer layer formed, then further intrusion in the interior stretched the surface. An alternative interpretation is that domes are the result of shallow intrusions of molten lava, causing the surface to rise. If they are intrusive, then magma withdrawal near the end of the eruptions produced the fractures. The bright margins possibly indicate the presence of rock debris or talus at the slopes of the domes. Resolution of the Magellan data is about 120 meters (400 feet). Magellan&#039;s synthetic aperture radar is combined with radar altimetry to develop a three-dimensional map of the surface. A perspective view is then generated from the map. Simulated color and a process called radar-clinometry are used to enhance small-scale structures. The simulated hues are based on color images recorded by the Soviet Venera 13 and 14 spacecraft. The image was produced by the JPL Multimission Image Processing Laboratory by Eric De Jong, Jeff Hall, Myche McAuley, and Randy Kirk of the United States Geological Survey, and is a single frame from the movie released at the May 29, 1991 Magellan news conference." data-rl_caption="" title="A portion of the eastern edge of Alpha Regio is displayed in this three-dimensional perspective view of the surface of Venus. The viewpoint is located at approximately 30 degrees south latitude, 11.8 degrees east longitude at an elevation of 2.4 kilometers (3.8 miles). The view is to the northeast at the center of an area containing seven circular dome-like hills. The average diameter of the hills is 25 kilometers (15 miles) with maximum heights of 750 meters (2,475 feet). Three of the hills are visible in the center of the image. Fractures on the surrounding plains are both older and younger than the domes. The hills may be the result of viscous or thick eruptions of lava coming from a vent on the relatively level ground, allowing the lava to flow in an even lateral pattern. The concentric and radial fracture patterns on their surfaces suggests that a chilled outer layer formed, then further intrusion in the interior stretched the surface. An alternative interpretation is that domes are the result of shallow intrusions of molten lava, causing the surface to rise. If they are intrusive, then magma withdrawal near the end of the eruptions produced the fractures. The bright margins possibly indicate the presence of rock debris or talus at the slopes of the domes. Resolution of the Magellan data is about 120 meters (400 feet). Magellan&#039;s synthetic aperture radar is combined with radar altimetry to develop a three-dimensional map of the surface. A perspective view is then generated from the map. Simulated color and a process called radar-clinometry are used to enhance small-scale structures. The simulated hues are based on color images recorded by the Soviet Venera 13 and 14 spacecraft. The image was produced by the JPL Multimission Image Processing Laboratory by Eric De Jong, Jeff Hall, Myche McAuley, and Randy Kirk of the United States Geological Survey, and is a single frame from the movie released at the May 29, 1991 Magellan news conference." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/04/Venus_dome_3D_450x360.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Venus Dome 3D<br>Bild: NASA, JPL Multimission Image Processing Laboratory, U.S Geological Survey</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Leben auf der Venus?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">2020 elektrisierte eine Meldung die Wissenschaftswelt und die interessierte Öffentlichkeit: Ein internationales Team von Astronomen entdeckte in den Wolken der Venus das seltene Molekül des Stoffes Phosphin und sprach die Vermutung aus, dass das ein Hinweis auf Leben sein könnte. Auf der Erde wird Phosphin nur industriell erzeugt oder von Mikroben in sauerstofffreier Umgebung. Der Artikel in nature astronomy resümierte: “Keiner der bekannten Prozesse kann für die Menge des Phosphins verantwortlich sein, welches in der Venusatmosphäre gefunden wurde.“ Allzu euphorische Höhenflüge dämpfte Studienleiter Dr. Dave Clements vom Imperial College London sachlich-trocken: „Das Phosphin ist dort. Wie es dahin kam, ist eine andere Frage.“ <em>(1)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese These zu Leben in den Venus-Wolken ist in der Wissenschaft umstritten. Als potenziell lebensfreundlich galten bislang Höhen zwischen 40 und 70 Kilometern über der Venusoberfläche, weil dort die Temperaturen zwischen 130 und minus 40 Grad Celsius liegen. „Die relative Feuchtigkeit in dieser Zone variiert zwar, bleibt aber durchgängig unter 0,4 Prozent“, <a href="https://www.scinexx.de/news/kosmos/venuswolken-zu-trocken-fuer-leben/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">berichtet das Team</a>. Damit liegt die Wasseraktivität mit 0,004 rund hundertfach unter dem Grenzwert für aktives Leben. Selbst feine Tröpfchen in den Venuswolken wären wegen ihres hohen Säuregehalts wahrscheinlich nicht lebensfreundlicher, so Forschende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei. Es scheint, dass seit der ersten Entdeckung von Phosphin das wissenschaftliche Interesse an der Venus wieder zugenommen hat. In den kommenden Jahren sind mehrere Missionen zum Nachbarplaneten geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Venus-Missionen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Robotische Missionen bilden aufgrund der Bedingungen zwar eine große technische Herausforderung. Doch mehr als 20 Missionen, einschließlich Vorbeiflügen, Orbiter, Abstiegssonden in der Atmosphäre, Ballons und Landesonden untersuchten bereits die Venus. Die Sonde der ESA/JAXA-Mission <a href="https://sci.esa.int/web/bepicolombo" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">BepiColombo </a>zum Merkur näherte sich bei zwei Fly-by-Manövern (2020 und 2021) der Venus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der Oberfläche ausgehende Strahlung wird fast komplett von der dichten Atmosphäre absorbiert. Nur im Radio &#8211; und im Mikrowellenbereich ist die Atmosphäre völlig transparent – und im nahen Infrarot (engl. near infrared). Dabei handelt es sich um elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen von ca. 0,7 Mikrometern bis ca. 3 Mikrometern.<em> (2)</em> Diese &#8222;Fenster&#8220; sind eine einzigartige Möglichkeit, die Venusoberfläche zu untersuchen, da diese mit einer Temperatur von fast 500°C heiß genug ist, um einen erheblichen Wärmefluss im nahen Infrarot zu erzeugen. Dieser gelangt als Strahlung in den Weltraum und kann auf der der Sonne zugewandten Seite des Planeten gemessen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA-Mission Venus Express (2005-2014) konzentrierte sich auf die Atmosphäre des Planeten, machte aber auch bedeutende Entdeckungen, die auf mögliche vulkanische Hotspots auf der Oberfläche des Planeten hinwiesen. Die Erforschung der Atmosphäre wurde mit der Akatsuki-Mission der japanischen Weltraumorganisation JAXA fortgesetzt, die immer noch aktiv die atmosphärischen Bewegungen und das Wetter auf der Venus verfolgt. Die NASA plant, in den 2030er-Jahren ebenfalls mit zwei Missionen zur Venus zu reisen, dem Orbiter <a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/veritas/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VERITAS </a>und der Atmosphären- und Landesonde <a href="https://science.nasa.gov/mission/davinci/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DaVinci</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2024 hat die Europäischen Weltraumorganisation ESA die Mission <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/We_re_heading_for_Venus_ESA_approves_Envision" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">EnVision </a>offiziell in ihr Wissenschaftsprogramm aufgenommen. Die Sonde soll ab 2031 untersuchen, warum es zu den heute so großen Unterschieden zwischen Venus und Erde gekommen ist. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird für den Orbiter ein Instrument entwickeln, mit dem die Mineralogie der Gesteine auf der Venus kartiert werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EnVision soll aus der Umlaufbahn den gesamten Planeten untersuchen, die Oberfläche, das Innere und die Atmosphäre &#8211; mit noch nie dagewesener Genauigkeit. Dazu wird EnVision mehrere wissenschaftliche Instrumente mitführen. So wird es die erste Mission sein, die mit einem Radargerät direkt unter die Oberfläche der Venus blicken wird. Ein zweites Radarinstrument, VenSAR, soll die Oberfläche mit einer Auflösung von bis zu 10 Metern kartieren und Eigenschaften wie die Oberflächenbeschaffenheit bestimmen. Drei verschiedene Spektrometer sollen die Beschaffenheit der Oberfläche und der Atmosphäre untersuchen ebenso wie ein Radiowissenschaftsexperiment. Für die Untersuchung der Atmosphäre wird die dreiteilige Spektrometer-Suite VenSpec entwickelt mit VenSpec-U zur Untersuchung der Hochatmosphäre, VenSpec-H für Messungen in der bodennahen Atmosphäre und VenSpec-M zur Messung der Wärmeabstrahlung und spektralen Eigenschaften der Oberfläche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Meilenstein für EnVision wurde am 28. Januar 2025 erreicht, als die ESA einen Auftrag an Thales Alenia Space (TAS) zum Bau des EnVision-Raumschiffs vergab und eine neue<a href="https://www.cosmos.esa.int/web/envision/#" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> EnVision-Minisite</a> für die breite Öffentlichkeit vorstellte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EnVision ist als eine von der ESA geleitete Mission in Partnerschaft mit der NASA vorgesehen. Die NASA soll voraussichtlich das VenSAR-Instrument (Synthetic Aperture Radar) beitragen sowie Unterstützung in der Kommunikation zwischen Erde und EnVision mit den großen Antennen des Deep Space Network leisten. Die anderen Experimente werden von ESA-Mitgliedsstaaten beigesteuert.<br>Schon 2023 gab die NASA allerdings bekannt, dass alle Mittel für ihre VERITAS-Mission bis auf Weiteres gekürzt und der Start nicht früher als 2031 erfolgen soll. VERITAS und EnVision würden annähernd gleichzeitig starten. Da die US-amerikanische Sonde aber schneller am Ziel ist, könnte sie die geplante Vorarbeit für die Europäer wohl noch aufnehmen. Ob sich die NASA noch als verlässlicher Partner erweist, hängt allerdings leider nicht von den beteiligten Fachleuten ab…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungeachtet aller Unwägbarkeiten bleibt das Fazit: Ein von der Forschung vergessener Planet ist die Venus ganz und gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(1) Imperial College London <a href="https://www.imperial.ac.uk/news/204073/astronomers-find-hints-life-venus/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.imperial.ac.uk/news/204073/astronomers-find-hints-life-venus/</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(2) Lexikon der Fernerkundung <a href="https://www.fe-lexikon.info/lexikon/nahes-infrarot" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.fe-lexikon.info/lexikon/nahes-infrarot</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sterne und Weltraum. Heft 3, 2024.</li>



<li><a href="https://web.archive.org/web/20240624022625/https://www.ohb.de/magazin/destination-venus-teil-3-war-die-venus-in-der-vergangenheit-ein-zwilling-der-erde-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ohb.de/magazin/destination-venus-teil-3-war-die-venus-in-der-vergangenheit-ein-zwilling-der-erde-1</a></li>



<li><a href="https://www.nature.com/articles/s41550-020-1174-4" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-020-1174-4</a></li>



<li><a href="https://www.scinexx.de/news/kosmos/venuswolken-zu-trocken-fuer-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.scinexx.de/news/kosmos/venuswolken-zu-trocken-fuer-leben/</a></li>



<li><a href="https://www.nature.com/articles/s41550-021-01391-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Nature Astronomy, 2021</a></li>



<li><a href="https://www.mps.mpg.de/planetenforschung/venus-oberflaeche" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.mps.mpg.de/planetenforschung/venus-oberflaeche</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2024/europa-begibt-sich-auf-den-weg-zur-venus" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2024/europa-begibt-sich-auf-den-weg-zur-venus</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="	https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Envision/Envision_factsheet" data-wpel-link="internal">EnVision-Factsheet der ESA (engl.)</a></li>



<li><a href="	https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/We_re_heading_for_Venus_ESA_approves_Envision" data-wpel-link="internal">ESA-Artikel zu EnVision</a></li>



<li><a href="https://science.nasa.gov/mission/veritas/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/veritas/</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg573443#msg573443" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=743.msg571730#msg571730" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=743.msg574161#msg574161" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Venus</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-venus-der-vergessene-planet/" data-wpel-link="internal">Die Venus &#8211; der &#8222;vergessene&#8220; Planet?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir nehmen Kurs auf die Venus: ESA bewilligt EnVision</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wir-nehmen-kurs-auf-die-venus-esa-bewilligt-envision/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2024 18:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EnVision]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Vision]]></category>
		<category><![CDATA[erdähnlicher Planet]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Synthetic Apertur Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Voirin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=136319</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die nächste ESA-Mission zur Venus wurde heute vom Ausschuss für das Wissenschaftsprogramm der Agentur offiziell &#8222;verabschiedet&#8220;. EnVision wird die Venus von ihrem inneren Kern bis zu ihrer äußeren Atmosphäre untersuchen und wichtige neue Erkenntnisse über die Geschichte, die geologische Aktivität und das Klima des Planeten liefern. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA). Quelle: ESA [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wir-nehmen-kurs-auf-die-venus-esa-bewilligt-envision/" data-wpel-link="internal">Wir nehmen Kurs auf die Venus: ESA bewilligt EnVision</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die nächste ESA-Mission zur Venus wurde heute vom Ausschuss für das Wissenschaftsprogramm der Agentur offiziell &#8222;verabschiedet&#8220;. EnVision wird die Venus von ihrem inneren Kern bis zu ihrer äußeren Atmosphäre untersuchen und wichtige neue Erkenntnisse über die Geschichte, die geologische Aktivität und das Klima des Planeten liefern. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Quelle:<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/muninn/Watch_live_Marcus_Wandt_docks_to_the_Space_Station" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external"> </a><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/We_re_heading_for_Venus_ESA_approves_Envision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA Science &amp; Exploration</a>, 25. Januar 2024</p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="EnVision: Künstlerische Darstellung der EnVision-Mission der ESA auf der Venus. Copyright: ESA/VR2Planets/Damia Bouic" data-rl_caption="" title="EnVision: Künstlerische Darstellung der EnVision-Mission der ESA auf der Venus. Copyright: ESA/VR2Planets/Damia Bouic" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_pillars_800x260.jpg" alt="" class="wp-image-136310" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_pillars_800x260.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_pillars_800x260-300x98.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_pillars_800x260-768x250.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_pillars_800x260-600x195.jpg 600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>EnVision:</strong> Künstlerische Darstellung der EnVision-Mission der ESA auf der Venus. <strong>Copyright: ESA/VR2Planets/Damia Bouic</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Annahme bedeutet, dass die Studienphase abgeschlossen ist und die ESA sich zur Durchführung der Mission verpflichtet. Nach der Auswahl des europäischen industriellen Auftragnehmers im Laufe dieses Jahres werden die Arbeiten zur Fertigstellung des Designs und zum Bau des Raumfahrzeugs bald beginnen. EnVision soll im Jahr 2031 mit einer Ariane-6-Rakete gestartet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Seit der <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Envision/ESA_selects_revolutionary_Venus_mission_Envision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Auswahl der Mission</a> im Jahr 2021 sind wir von allgemeinen wissenschaftlichen Zielen zu einem konkreten Missionsplan übergegangen&#8220;, sagt Thomas Voirin, Leiter der EnVision-Studie der ESA. &#8222;Wir freuen uns sehr, den nächsten Schritt zu machen. EnVision wird Antworten auf seit langem offene Fragen zur Venus geben, dem wohl am wenigsten verstandenen terrestrischen Planeten des Sonnensystems.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Venus ist der nächste Nachbar der Erde &#8211; viel näher als der Mars &#8211; und unserem Heimatplaneten in Masse und Größe sehr ähnlich. Anders als die Erde ist sie jedoch kein angenehmer Ort für einen Besuch. Von allen Gesteinskörpern des Sonnensystems hat sie die dichteste Atmosphäre und ist vollständig von dicken Wolkenschichten bedeckt, die hauptsächlich aus Schwefelsäure bestehen. Die Oberfläche der Venus ist im Durchschnitt 464 °C heiß, und der Luftdruck ist 92-mal höher als auf der Erdoberfläche. Das wirft die Frage auf: Wie und wann ist der Zwilling der Erde so unwirtlich geworden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaft mit EnVision</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_science_what_will_the_mission_observe_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="EnVision’s Wissenschaft: Was wird die Mission beobachten? EnVision soll im Jahr 2031 starten und die Venus von ihrem inneren Kern bis zu ihrer oberen Atmosphäre beobachten, um die Geschichte, die Aktivität und das Klima des Planeten zu erforschen. Dieser ganzheitliche Ansatz zur Erforschung der Venus ist etwas Besonderes. EnVision wird die Oberfläche, das Innere und die Atmosphäre des Planeten mit unerreichter Genauigkeit untersuchen und es uns ermöglichen, zu verstehen, wie sie funktionieren und miteinander interagieren. Die Mission wird sich mit wichtigen Fragen zu unserem nächsten Nachbarn im Weltraum befassen, darunter: Wie haben sich die Oberfläche und das Innere der Venus im Laufe der Zeit entwickelt? Wie geologisch und tektonisch aktiv ist die Venus heute? Und wie aktiv war sie in den letzten Milliarden Jahren? Wie werden die Atmosphäre und das Klima der Venus durch geologische Prozesse geformt? Hatte die Venus jemals Ozeane? Und könnten in den ältesten Gesteinen, die auf der Venusoberfläche gefunden wurden, Hinweise auf früheres Wasser enthalten sein? Wie verliert die Venus Wärme? Die Ergebnisse von EnVision werden dazu beitragen, grundlegende Fragen über die Entwicklung der terrestrischen Planeten in unserem eigenen Sonnensystem und darüber hinaus zu beantworten. Copyright: ESA (CC BY-SA 3.0 IGO)" data-rl_caption="" title="EnVision’s Wissenschaft: Was wird die Mission beobachten? EnVision soll im Jahr 2031 starten und die Venus von ihrem inneren Kern bis zu ihrer oberen Atmosphäre beobachten, um die Geschichte, die Aktivität und das Klima des Planeten zu erforschen. Dieser ganzheitliche Ansatz zur Erforschung der Venus ist etwas Besonderes. EnVision wird die Oberfläche, das Innere und die Atmosphäre des Planeten mit unerreichter Genauigkeit untersuchen und es uns ermöglichen, zu verstehen, wie sie funktionieren und miteinander interagieren. Die Mission wird sich mit wichtigen Fragen zu unserem nächsten Nachbarn im Weltraum befassen, darunter: Wie haben sich die Oberfläche und das Innere der Venus im Laufe der Zeit entwickelt? Wie geologisch und tektonisch aktiv ist die Venus heute? Und wie aktiv war sie in den letzten Milliarden Jahren? Wie werden die Atmosphäre und das Klima der Venus durch geologische Prozesse geformt? Hatte die Venus jemals Ozeane? Und könnten in den ältesten Gesteinen, die auf der Venusoberfläche gefunden wurden, Hinweise auf früheres Wasser enthalten sein? Wie verliert die Venus Wärme? Die Ergebnisse von EnVision werden dazu beitragen, grundlegende Fragen über die Entwicklung der terrestrischen Planeten in unserem eigenen Sonnensystem und darüber hinaus zu beantworten. Copyright: ESA (CC BY-SA 3.0 IGO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_science_what_will_the_mission_observe_pillars_600x338.jpg" alt="" class="wp-image-136312" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_science_what_will_the_mission_observe_pillars_600x338.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_science_what_will_the_mission_observe_pillars_600x338-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>EnVision&#8217;s Wissenschaft:</strong> Was wird die Mission beobachten? EnVision soll im Jahr 2031 starten und die Venus von ihrem inneren Kern bis zu ihrer oberen Atmosphäre beobachten, um die Geschichte, die Aktivität und das Klima des Planeten zu erforschen. Dieser ganzheitliche Ansatz zur Erforschung der Venus ist etwas Besonderes. EnVision wird die Oberfläche, das Innere und die Atmosphäre des Planeten mit unerreichter Genauigkeit untersuchen und es uns ermöglichen, zu verstehen, wie sie funktionieren und miteinander interagieren. Die Mission wird sich mit wichtigen Fragen zu unserem nächsten Nachbarn im Weltraum befassen, darunter: Wie haben sich die Oberfläche und das Innere der Venus im Laufe der Zeit entwickelt? Wie geologisch und tektonisch aktiv ist die Venus heute? Und wie aktiv war sie in den letzten Milliarden Jahren? Wie werden die Atmosphäre und das Klima der Venus durch geologische Prozesse geformt? Hatte die Venus jemals Ozeane? Und könnten in den ältesten Gesteinen, die auf der Venusoberfläche gefunden wurden, Hinweise auf früheres Wasser enthalten sein? Wie verliert die Venus Wärme? Die Ergebnisse von EnVision werden dazu beitragen, grundlegende Fragen über die Entwicklung der terrestrischen Planeten in unserem eigenen Sonnensystem und darüber hinaus zu beantworten. <strong>Copyright: ESA (CC BY-SA 3.0 IGO)</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Messungen von EnVision werden dazu beitragen, wichtige Rätsel unseres heißen Nachbarn zu entschlüsseln. So wird EnVision beispielsweise aufdecken, wie Vulkane, Plattentektonik und Asteroideneinschläge die Venusoberfläche geformt haben und wie geologisch aktiv der Planet heute ist. Die Mission wird auch das Innere des Planeten untersuchen und Daten über die Struktur und Dicke des Venuskerns, -mantels und der Kruste sammeln. Schließlich wird sie das Wetter und das Klima auf der Venus untersuchen, einschließlich der Frage, wie diese durch die geologische Aktivität auf dem Boden beeinflusst werden.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/envision-factsheet/" data-wpel-link="internal"><strong>Erfahren sie mehr über EnVision</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Besondere an EnVision ist der Ansatz der Mission, den gesamten Planeten als System zu untersuchen. Sie wird die Oberfläche, das Innere und die Atmosphäre der Venus mit noch nie dagewesener Genauigkeit untersuchen und es uns ermöglichen zu verstehen, wie sie funktionieren und miteinander interagieren. EnVision wird zum Beispiel mehrere Messverfahren einsetzen, um nach Signaturen von aktivem Vulkanismus an der Oberfläche und in der Atmosphäre zu suchen&#8220;, erklärt Anne Grete Straume-Lindner, die Projektwissenschaftlerin der Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese ganzheitliche Untersuchung zu ermöglichen, wird EnVision ein umfangreiches wissenschaftliches Instrumentarium mitführen. Es wird die erste Mission sein, die mit ihrem Radargerät direkt unter der Venusoberfläche sucht. Ein zweites Radarinstrument, VenSAR, wird die Oberfläche mit einer Auflösung von bis zu 10 Metern kartieren und Eigenschaften wie die Oberflächentextur bestimmen. Drei verschiedene Spektrometer werden die Beschaffenheit der Oberfläche und der Atmosphäre untersuchen. Und ein Radiowissenschaftsexperiment wird mithilfe von Radiowellen die innere Struktur des Planeten und die Eigenschaften der Atmosphäre untersuchen.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="432" style="aspect-ratio: 768 / 432;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2106_019_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>EnVision untersucht die Venus:</strong> Dieses Video beschreibt den Einsatz der EnVision-Instrumente VenSAR und SRS sowie einige grundlegende Funktionen des Raumfahrzeugs. VenSAR ist ein Synthetic Aperture Radar und wird die Oberfläche der Venus mit einer Reihe von Methoden kartieren, darunter Bildgebung mit einer räumlichen Auflösung von 10 m bis 30 m, Altimetrie, Polarimetrie und Radiometrie. Das Subsurface Sounding Radar (SRS) wird in den obersten Kilometer des Untergrunds eindringen und nach unterirdischen Schichten und vergrabenen Grenzen suchen. Drei Spektrometer (VenSpec-U, VenSpec-H und VenSpec-M), die im ultravioletten und infraroten Bereich arbeiten, werden Spurengase kartieren, einschließlich der Suche nach vulkanischen Gasfahnen über und unter den Wolken, und die Zusammensetzung der Oberfläche kartieren. Im Rahmen einer Gravitations- und Radiowissenschaftsuntersuchung wird das Schwerefeld des Planeten mit Hilfe von Radioverfolgung kartiert, um die innere Struktur zu bestimmen, und es werden atmosphärische Eigenschaften durch Radiobedeckung gemessen. <strong>Copyright: ESA / Paris Observatory / VR2Planets / Damia Bouic</strong></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starkes Erbe und fruchtbare Zusammenarbeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">EnVision wird sich der ESA-Wissenschaftsflotte von <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2019/02/ESA_s_science_fleet_of_Solar_System_explorers" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonnensystemforschern</a> anschließen. Diese Missionen befassen sich mit zwei wichtigen wissenschaftlichen Themen der <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_s_Cosmic_Vision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Cosmic Vision 2015-2025</a> der ESA, nämlich: Was sind die Bedingungen für die Bildung von Planeten und die Entstehung von Leben? und Wie funktioniert das Sonnensystem?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird die zweite europäische Mission zur Venus sein. Die ESA-Mission <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Venus_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Venus Express</a> (2005-2014) konzentrierte sich auf die Atmosphäre des Planeten, machte aber auch dramatische Entdeckungen, die auf mögliche <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Venus_Express/Hot_lava_flows_discovered_on_Venus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">vulkanische Hotspots</a> auf der Oberfläche des Planeten hinwiesen. (Lesen Sie <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Venus_Express/Venus_Express_science_highlights" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> mehr über die wissenschaftlichen Höhepunkte von Venus Express.) Die Erforschung der Atmosphäre wurde mit der <a href="https://akatsuki.isas.jaxa.jp/en/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Akatsuki-Mission</a> der JAXA fortgesetzt, die immer noch aktiv atmosphärische Bewegungen und das Wetter auf der Venus verfolgt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_targets_on_Venus_s_surface_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="EnVision-Ziele auf der Oberfläche der Venus: Die EnVision-Mission der ESA wird die Oberfläche der Venus mit einer Reihe von wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen, um zu verstehen, warum unser nächster Nachbar im Weltraum so anders ist. Unter ihrer dichten Wolkendecke hat die geheimnisvolle Venus eine faszinierende Oberfläche, die mit Vulkanen, Kratern, Gräben und Verwerfungen, Hochländern, Tiefland und Lavafeldern bedeckt ist. Diese Landschaften wurden auf Bildern der Magellan-Mission der NASA sichtbar. EnVision wird einen großen Teil davon sehr viel detaillierter abbilden, um Fragen zur Entwicklung der Planetenoberfläche zu beantworten – zum Beispiel, wie aktiv der Planet heute ist, welche Arten von Gestein und Staub gefunden werden können und wie alt die Oberfläche ist. Um sicherzustellen, dass die Sonde Daten über die interessantesten Teile der Venusoberfläche sammelt, werden die Beobachtungen von EnVision von Wissenschaftlern, darunter auch Planetengeologen, sorgfältig geplant. Das VenSAR-Radarinstrument der Raumsonde wird als erstes Teile der Oberfläche mit einer Auflösung von bis zu 10 m kartieren und es den Wissenschaftlern sogar ermöglichen, die Oberflächeneigenschaften und -beschaffenheit zu untersuchen. Copyright: ESA (CC BY-SA 3.0 IGO)" data-rl_caption="" title="EnVision-Ziele auf der Oberfläche der Venus: Die EnVision-Mission der ESA wird die Oberfläche der Venus mit einer Reihe von wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen, um zu verstehen, warum unser nächster Nachbar im Weltraum so anders ist. Unter ihrer dichten Wolkendecke hat die geheimnisvolle Venus eine faszinierende Oberfläche, die mit Vulkanen, Kratern, Gräben und Verwerfungen, Hochländern, Tiefland und Lavafeldern bedeckt ist. Diese Landschaften wurden auf Bildern der Magellan-Mission der NASA sichtbar. EnVision wird einen großen Teil davon sehr viel detaillierter abbilden, um Fragen zur Entwicklung der Planetenoberfläche zu beantworten – zum Beispiel, wie aktiv der Planet heute ist, welche Arten von Gestein und Staub gefunden werden können und wie alt die Oberfläche ist. Um sicherzustellen, dass die Sonde Daten über die interessantesten Teile der Venusoberfläche sammelt, werden die Beobachtungen von EnVision von Wissenschaftlern, darunter auch Planetengeologen, sorgfältig geplant. Das VenSAR-Radarinstrument der Raumsonde wird als erstes Teile der Oberfläche mit einer Auflösung von bis zu 10 m kartieren und es den Wissenschaftlern sogar ermöglichen, die Oberflächeneigenschaften und -beschaffenheit zu untersuchen. Copyright: ESA (CC BY-SA 3.0 IGO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_targets_on_Venus_s_surface_pillars_600x338.jpg" alt="" class="wp-image-136315" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_targets_on_Venus_s_surface_pillars_600x338.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_targets_on_Venus_s_surface_pillars_600x338-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>EnVision-Ziele auf der Oberfläche der Venus</strong>: Die<a href="https://www.raumfahrer.net/envision-factsheet/" data-wpel-link="internal"> EnVision-Mission der ESA</a> wird die Oberfläche der Venus mit einer Reihe von wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen, um zu verstehen, warum unser nächster Nachbar im Weltraum so anders ist.<br>Unter ihrer dichten Wolkendecke hat die geheimnisvolle Venus eine faszinierende Oberfläche, die mit Vulkanen, Kratern, Gräben und Verwerfungen, Hochländern, Tiefland und Lavafeldern bedeckt ist. Diese Landschaften wurden auf Bildern der Magellan-Mission der NASA sichtbar. EnVision wird einen großen Teil davon sehr viel detaillierter abbilden, um Fragen zur Entwicklung der Planetenoberfläche zu beantworten &#8211; zum Beispiel, wie aktiv der Planet heute ist, welche Arten von Gestein und Staub gefunden werden können und wie alt die Oberfläche ist.<br>Um sicherzustellen, dass die Sonde Daten über die interessantesten Teile der Venusoberfläche sammelt, werden die Beobachtungen von EnVision von Wissenschaftlern, darunter auch Planetengeologen, sorgfältig geplant. Das VenSAR-Radarinstrument der Raumsonde wird als erstes Teile der Oberfläche mit einer Auflösung von bis zu 10 m kartieren und es den Wissenschaftlern sogar ermöglichen, die Oberflächeneigenschaften und -beschaffenheit zu untersuchen.<br><strong>Copyright: ESA (<a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Terms_and_conditions_of_use_of_images_and_videos_available_on_the_esa_website" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CC BY-SA 3.0 IGO</a>)</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vor längerer Zeit zeichneten die <a href="https://science.nasa.gov/mission/mariner-program/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mariner</a>&#8211; und <a href="https://www.nasa.gov/centers-and-facilities/ames/40-years-ago-pioneers-encounter-venus/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pioneer</a>-Venus-Missionen der NASA (1960er und 1970er Jahre), die <a href="https://web.archive.org/web/20250508202610/https://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/Venera.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Venera</a>&#8211; und <a href="https://web.archive.org/web/20250731071113/https://nssdc.gsfc.nasa.gov/nmc/spacecraft/display.action?id=1984-125A" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vega</a>-Missionen der Sowjetunion (1960er bis 1980er Jahre) und die <a href="https://science.nasa.gov/mission/magellan/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Magellan</a>-Radarkartierungsmission der NASA (1990-1994) das Bild einer trockenen Welt mit Landschaften, die von Vulkanen und intensiver geologischer Aktivität geprägt sind. Sie entdeckten weite, von Lavaströmen gezeichnete Ebenen, die von Hochebenen und Bergen begrenzt wurden. Das VenSAR-Instrument von EnVision, das voraussichtlich von der NASA beigesteuert wird, wird die Venusoberfläche mit einer viel höheren Auflösung als Magellan kartieren und Oberflächenmerkmale erkennen, die mehr als zehnmal kleiner sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Envision/Past_missions_to_Venus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lesen Sie mehr über frühere Missionen zur Venus</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Mal wird EnVision auf seiner Reise zur Venus nicht allein sein. In Erwartung einer fruchtbaren Zusammenarbeit hat die NASA im Rahmen ihres Discovery-Programms auch <a href="https://www.nasa.gov/news-release/nasa-selects-2-missions-to-study-lost-habitable-world-of-venus/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">zwei neue Missionen zur Venus</a> ausgewählt: DAVINCI (Deep Atmosphere Venus Investigation of Noble gases, Chemistry, and Imaging) und VERITAS (Venus Emissivity, Radio Science, InSAR, Topography, and Spectroscopy). Zusammen werden EnVision, DAVINCI und VERITAS die bisher umfassendste Untersuchung der Venus ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EnVision ist eine von der ESA geleitete Mission in Partnerschaft mit der NASA. Die NASA wird voraussichtlich das VenSAR-Instrument (Synthetic Aperture Radar) sowie die Unterstützung des Deep Space Network bereitstellen. Die anderen Nutzlastinstrumente werden von den ESA-Mitgliedsstaaten beigesteuert, wobei ASI, DLR, BelSPO und CNES jeweils die Beschaffung des Subsurface Sounding Radar (SRS) und der Spektrometer VenSpec-M, VenSpec-H und VenSpec-U leiten. Das Radiowissenschaftsexperiment wird von Frankreich geleitet und von Deutschland unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18853.msg558279#msg558279" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EnVision : ESAs Venus-Mission (M5) auf Ariane 62</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wir-nehmen-kurs-auf-die-venus-esa-bewilligt-envision/" data-wpel-link="internal">Wir nehmen Kurs auf die Venus: ESA bewilligt EnVision</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2106_019_AR_EN.mp4" length="4249569" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>EnVision factsheet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/envision-factsheet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2024 18:21:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EnVision]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Vision]]></category>
		<category><![CDATA[erdähnlicher Planet]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Synthetic Apertur Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Treibhauseffekt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=136317</guid>

					<description><![CDATA[<p>Überblick über die Mission von EnVision.Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA). Quelle: ESA Science &#38; Exploration, 25. Januar 2024. Aufgabe: Verstehen, warum der nächste Nachbar der Erde, die Venus, so anders ist. Partnerschaft: EnVision ist eine von der ESA geleitete Mission in Partnerschaft mit der NASA, wobei die NASA das Synthetic Aperture Radar (VenSAR) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/envision-factsheet/" data-wpel-link="internal">EnVision factsheet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="uberblick-uber-die-mission-von-envision-eine-pressemitteilung-der-european-space-agency-esa--e1fb772e-bfe1-45d0-98b5-df32e9050d49">Überblick über die Mission von EnVision.<br>Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Quelle:<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/muninn/Watch_live_Marcus_Wandt_docks_to_the_Space_Station" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external"> </a><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Envision/Envision_factsheet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA Science &amp; Exploration</a>, 25. Januar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Understanding_why_Earth_s_closest_neighbour_is_so_different_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Venus und Erde, ungleiche Geschwister. Die Venus hat fast die gleiche Größe und Masse wie die Erde, doch der Planet hat eine ganz andere Entwicklung genommen. Sie ist heute von einer Atmosphäre umgeben, die etwa 90-mal mehr Masse hat, als die Erdatmosphäre. Dichte Wolken aus Schwefelsäure verhindern eine Beobachtung in den Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Mit Radar – bei der künstlerischen Darstellung der Venus rechts als farbkodierte, aus Daten der NASA-Sonde Magellan berechnete Radarkarte dargestellt – und in einigen Wellenlängen des infraroten Spektrums lässt sich die Venusatmosphäre jedoch untersuchen. Das ist die Aufgabe der Venusmission EnVision der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die 2031 starten und mit ihren Messungen dazu beitragen soll, die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung beider Planeten herauszufinden. Bild: NASA/JAXA/ISAS/DARTS/VR2planets/Damia Bouic" data-rl_caption="" title="Venus und Erde, ungleiche Geschwister. Die Venus hat fast die gleiche Größe und Masse wie die Erde, doch der Planet hat eine ganz andere Entwicklung genommen. Sie ist heute von einer Atmosphäre umgeben, die etwa 90-mal mehr Masse hat, als die Erdatmosphäre. Dichte Wolken aus Schwefelsäure verhindern eine Beobachtung in den Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Mit Radar – bei der künstlerischen Darstellung der Venus rechts als farbkodierte, aus Daten der NASA-Sonde Magellan berechnete Radarkarte dargestellt – und in einigen Wellenlängen des infraroten Spektrums lässt sich die Venusatmosphäre jedoch untersuchen. Das ist die Aufgabe der Venusmission EnVision der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die 2031 starten und mit ihren Messungen dazu beitragen soll, die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung beider Planeten herauszufinden. Bild: NASA/JAXA/ISAS/DARTS/VR2planets/Damia Bouic" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="800" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Understanding_why_Earth_s_closest_neighbour_is_so_different_pillars_800x260.jpg" alt="" class="wp-image-136304" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Understanding_why_Earth_s_closest_neighbour_is_so_different_pillars_800x260.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Understanding_why_Earth_s_closest_neighbour_is_so_different_pillars_800x260-300x98.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Understanding_why_Earth_s_closest_neighbour_is_so_different_pillars_800x260-768x250.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Understanding_why_Earth_s_closest_neighbour_is_so_different_pillars_800x260-600x195.jpg 600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>EnVision</strong>: Verstehen, warum der nächste Nachbar der Erde so anders ist. Das Bild ist das Titelbild des Bewertungsstudienberichts (Yellow Book) für die Mission. <strong>Copyright: NASA / JAXA / ISAS / DARTS / Damia Bouic / VR2Planets</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufgabe:</strong> Verstehen, warum der nächste Nachbar der Erde, die Venus, so anders ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Partnerschaft:</strong> EnVision ist eine von der ESA geleitete Mission in Partnerschaft mit der NASA, wobei die NASA das Synthetic Aperture Radar (VenSAR) und das Deep Space Network für kritische Phasen der Mission bereitstellt (weitere Informationen zu den europäischen Beiträgen zu EnVision siehe unten)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum die Venus?</strong> Die Venus ist der erdähnlichste der terrestrischen Planeten der Sonne, was ihre Größe, Zusammensetzung und Entfernung von der Sonne betrifft. Doch zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte der Planeten begannen beide, sich sehr unterschiedlich zu entwickeln. Die Venus ist heute viel zu heiß, um flüssiges Wasser an ihrer Oberfläche zu beherbergen, aber sie könnte über Milliarden von Jahren ein eher erdähnliches Klima gehabt haben, bevor sie einen unkontrollierbaren Treibhauseffekt entwickelte. Daher ist die Venus ein natürliches Laboratorium, um zu untersuchen, wie sich die Bewohnbarkeit &#8211; oder das Fehlen derselben &#8211; im Sonnensystem entwickelt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zielsetzungen:</strong> EnVision wird die erste Mission sein, die die Venus von ihrem inneren Kern bis zu ihrer oberen Atmosphäre erforscht und die Wechselwirkung zwischen ihren verschiedenen Hüllen &#8211; Atmosphäre, Oberfläche/Unterfläche und Inneres &#8211; charakterisiert. Ziel ist es, einen ganzheitlichen Blick auf die Venus zu werfen und die Geschichte, die Aktivität und das Klima des Planeten zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EnVision-Mission wird sich mit einer Reihe von Schlüsselfragen zu unserem Nachbarn befassen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie haben sich die Oberfläche und das Innere der Venus entwickelt?</li>



<li>Wie aktiv ist die Venus heute geologisch und tektonisch, und wie aktiv war sie in den letzten Milliarden Jahren?</li>



<li>Wie werden die Atmosphäre und das Klima der Venus durch geologische Prozesse geformt?</li>



<li>Gab es auf der Venus Ozeane &#8211; und könnten sich in den ältesten Gesteinen der Venusoberfläche Hinweise auf vergangenes Wasser finden?</li>



<li>Wie verliert die Venus Wärme, und wann und warum hat der Treibhauseffekt auf dem Planeten begonnen?</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Venus_Express_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Venus_Express_pillars_600x338.jpg" alt="" class="wp-image-136306" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Venus_Express_pillars_600x338.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Venus_Express_pillars_600x338-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Venus Express:</strong> Dies ist eine künstlerische Darstellung von Venus Express in der Umlaufbahn der Venus. <strong>Copyright: ESA</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorläufer:</strong> Die Mission baut auf dem Erfolg von Missionen wie <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Venus_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Venus Express</a> der ESA (2005-2014), dem sowjetischen Venera-Programm (1961-1984), der Pioneer-Venus-Mission der NASA (1978-1992) und dem Magellan Orbiter der NASA (1989-1994) auf. Zusammenfassungen dieser Missionen und ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse finden Sie unter &#8218;<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Envision/Past_missions_to_Venus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Frühere Venusmissionen</a>&#8218;. Das Projekt wird auch die Ergebnisse der Akatsuki-Mission der JAXA nutzen, die 2015 in eine Umlaufbahn um die Venus eintrat. EnVision wird in Synergie mit den bevorstehenden <a href="https://www.nasa.gov/news-release/nasa-selects-2-missions-to-study-lost-habitable-world-of-venus/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Missionen VERITAS</a> (Venus Emissivity, Radio Science, InSAR, Topography, and Spectroscopy) und DAVINCI+ (Deep Atmosphere Venus Investigation of Noble gases, Chemistry, and Imaging) arbeiten, um die bisher umfassendste Untersuchung der Venus zu ermöglichen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abmessungen:</strong> EnVision wird ein grob rechteckiger, dreiachsenstabilisierter Satellit sein, der beim Start 2,5 Tonnen wiegt und in verstautem Zustand ca. 2 m x 2 m x 3 m misst, mit zwei ausfahrbaren Solarzellen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Instrumente:</strong> Die wissenschaftliche Nutzlast von EnVision besteht aus VenSAR, einem Dualpolarisations-S-Band-Radar, das auch als Mikrowellenradiometer und Höhenmesser arbeitet und die Venusoberfläche kartieren wird, drei optischen Spektrometern (VenSpec-M, VenSpec-U und VenSpec-H) zur Beobachtung der Venusoberfläche und -atmosphäre sowie dem Subsurface Radar Sounder (SRS), einem Hochfrequenz (HF)-Sondierungsradar zur Untersuchung des obersten Kilometers des Untergrunds. Ergänzt werden diese Systeme durch eine funkwissenschaftliche Untersuchung, bei der das Telemetriesystem TT&amp;C (Telemetry Tracking and Command) des Raumfahrzeugs genutzt wird, um das Schwerefeld des Planeten zu kartieren und seine innere Struktur einzugrenzen sowie die Zusammensetzung und Struktur der Venusatmosphäre zu messen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auswahl:</strong> Die Mission wurde vom Ausschuss für das Wissenschaftsprogramm der ESA am 10. Juni 2021 als fünfte Mission der mittleren Klasse im Rahmen des Plans <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_s_Cosmic_Vision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Cosmic Vision der ESA</a> ausgewählt. Sie wurde am <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/We_re_heading_for_Venus_ESA_approves_Envision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">25. Januar 2024 angenommen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Start:</strong> Der Start von EnVision ist für die frühen 2030er Jahre geplant. Die Mission soll vom Weltraumbahnhof der ESA in <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Earth_from_Space_Kourou_French_Guiana" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kourou, Französisch-Guayana</a>, mit einer <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Launch_vehicles" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ariane 62</a> starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Reise und Umlaufbahn:</strong> EnVision wird die Venus nach einer 15-monatigen Reise erreichen. Nach der Ankunft wird die Sonde 15 Monate lang die Venusatmosphäre durchfliegen, um allmählich ihre wissenschaftliche Umlaufbahn zu erreichen, eine niedrige, quasi polare Venusumlaufbahn mit einer variablen Höhe zwischen 220 und 540 km und einer Umlaufzeit von etwa 94 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lebenszeit:</strong> Nominale wissenschaftliche Gesamtdauer von sechs Venus-Sternzeittagen (vier Erdjahre)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beiträge der ESA-Mitgliedsstaaten:</strong> ASI, DLR, BelSPO und CNES werden jeweils die Beschaffung der Instrumente SRS, VenSpec-M, VenSpec-H und VenSpec-U leiten. Das radiowissenschaftliche Experiment wird von Instituten in Frankreich und Deutschland geleitet. Start und Betrieb werden durch das ESA Mission Operations Centre (MOC) im ESOC (Darmstadt) und das Science Operations Centre (SOC) im ESAC (Madrid) unterstützt, wobei der Instrumentenbetrieb und die operativen Schnittstellen auf die Instrumententeams verteilt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fakten zur EnVision-Mission</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">EnVision wird Beobachtungen im ultravioletten, sichtbaren und infraroten Bereich sowie im Mikrowellen- und Hochfrequenzradiobereich kombinieren, um geologische und atmosphärische Prozesse in verschiedenen Maßstäben zu untersuchen, vom Kern bis zur oberen Atmosphäre der Venus.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="432" style="aspect-ratio: 768 / 432;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2106_018_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>EnVision:</strong> EnVision ist die nächste Mission der ESA zur Venus, die Anfang der 2030er Jahre starten soll. Es wird die erste Mission sein, die das Venussystem vom Kern bis zu den Wolken untersucht, um nach Anzeichen für vulkanische und andere geologische Aktivitäten zu suchen und herauszufinden, wie sich der erdähnlichste Planet im Sonnensystem so anders entwickelt hat als unser eigener. <strong>Copyright: ESA / Paris Observatory / VR2Planets / Damia Bouic</strong></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonde wird die offenen Fragen weiterverfolgen, die durch frühere Missionen zum Planeten aufgeworfen wurden, darunter die <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Venus_Express/Venus_Express_science_highlights" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA-Sonde Venus Express</a>, die sich auf die Erforschung der Atmosphäre konzentrierte, aber auch eine rätselhafte Planetenoberfläche mit Anzeichen geologischer Aktivität zeigte. Weitere Fragen betreffen das Klima und die Geschichte des Wassers auf der Venus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jüngste Forschungsergebnisse deuten stark darauf hin, dass die Entwicklung der Atmosphäre und des Inneren der Venus miteinander gekoppelt sind, was die Notwendigkeit unterstreicht, die Atmosphäre, die Oberfläche und das Innere der Venus als ein System zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beitrag der NASA zu EnVision, VenSAR, baut auf jahrzehntelanger Erfahrung mit planetarischen Radargeräten auf, die auf die 1989 zur Venus gestartete NASA/JPL Magellan-Radarmission zurückgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EnVision ist die erste Mission zur Venus mit einem Sondierungsradar (SRS), das die Eigenschaften des Planeten direkt messen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus wird das VenSAR-Radar das erste Instrument sein, das Teile des Planeten mit einer sehr feinen Auflösung von 10 Metern abbildet und polarimetrische Aufnahmen macht, um unser Wissen über die Venusoberfläche zu erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18853.msg558279#msg558279" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EnVision : ESAs Venus-Mission (M5) auf Ariane 62</a></li>
</ul>
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