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	<title>ELT &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>ELT &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Wir engagieren uns für gerechte und nachhaltige Nutzung des Weltraums – zum Wohle der Astronomie und der Menschheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 13:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Blick in den Nachthimmel und der Anblick eines endlosen Sternenmeers ist ein Erlebnis, das immer weniger Menschen noch erleben dürfen. Der Himmel wird aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung von Tag zu Tag heller und lauter, was nicht zuletzt auf die wachsende Zahl von Satelliten zurückzuführen ist, die ins All geschossen werden. Während der Weltraumvertrag der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Blick in den Nachthimmel und der Anblick eines endlosen Sternenmeers ist ein Erlebnis, das immer weniger Menschen noch erleben dürfen. Der Himmel wird aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung von Tag zu Tag heller und lauter, was nicht zuletzt auf die wachsende Zahl von Satelliten zurückzuführen ist, die ins All geschossen werden. Während der Weltraumvertrag der Vereinten Nationen besagt, dass „<a href="https://www.unoosa.org/oosa/en/ourwork/spacelaw/treaties/introouterspacetreaty.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die Erforschung und Nutzung des Weltraums zum Nutzen und im Interesse aller Länder erfolgen und der gesamten Menschheit zustehen soll</a>“, ist nicht jeder davon überzeugt, dass der Weltraum tatsächlich zum Wohle der Menschheit genutzt wird. Eine dieser Personen ist Betty Kioko, Referentin für institutionelle Angelegenheiten bei der ESO. In diesem Beitrag sprechen wir mit Betty über ihr Engagement für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels auf gerechte und nachhaltige Weise. Eine Blogbeitrag der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/blog/betty-kioko/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO / Blog / Betty Kioko</a>, 27. März 2026</p>



<p>Nicht alle Mitarbeiter der ESO sind Astronomen oder Ingenieure. Betty absolvierte gerade ihren Masterstudiengang in Rechtswissenschaften in Manchester, Großbritannien, und hatte nicht vor, bei einer astronomischen Organisation zu arbeiten. Doch dann schrieb ihr Professor eine Praktikumsstelle im Bereich Vertragsrecht am <a href="https://www.skao.int/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Square-Kilometer-Array-Observatorium</a> aus. „Mein einziges Verständnis von Astronomie beschränkte sich damals auf die schönen Bilder, die man hin und wieder zu sehen bekommt.“</p>



<p>Heute, fast sieben Jahre später, koordiniert Betty die institutionellen Angelegenheiten der ESO. In dieser Funktion ist sie für die Zusammenarbeit der ESO mit ihren Mitgliedstaaten und externen Partnern verantwortlich. „Zu meinen Aufgaben gehören also die Politikgestaltung und die Interessenvertretung gegenüber unseren Mitgliedsregierungen und relevanten Institutionen wie der EU-Kommission, um sicherzustellen, dass die Interessen der Astronomie angemessen vertreten werden.“</p>



<p><strong>Zu viele Satelliten im niedrigen Erdorbit?</strong></p>



<p>In den letzten Jahren hat die Zahl der Satelliten, die in die erdnahe Umlaufbahn gebracht wurden, enorm zugenommen, was bei Astronomen Alarmglocken läuten lässt: Da Satelliten das Sonnenlicht reflektieren, verursachen sie Störsignale bei astronomischen Beobachtungen. Darüber hinaus führt ihre kumulative Wirkung zu einem insgesamt helleren Nachthimmel, was die Fähigkeit der Astronomen beeinträchtigt, das Licht schwacher Objekte zu erfassen – ganz zu schweigen von den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lvw8J4nwpC0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Auswirkungen der Lichtverschmutzung</a> auf die <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5805938/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tierwelt</a>, das <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-020-01238-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kulturelle Erbe</a> und die <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39199494/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">menschliche Gesundheit</a> (aber wir beschränken uns in diesem Beitrag auf unser Fachgebiet).</p>



<p>Die zunehmende Helligkeit ist nicht das einzige Problem: Der Himmel wird auch „lauter“. Satelliten kommunizieren über Funkwellen, die die schwachen Funksignale aus den Tiefen des Kosmos stören können, die wir derzeit mit Radioteleskopen auf der Erde empfangen. Daher ist es notwendig, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie sie zu einem Problem werden können. „Wenn niemand den Entscheidungsträgern sagt, welche Auswirkungen dies auf die Astronomie hat, werden sie einfach weiterhin Lizenzen an Satellitenunternehmen vergeben, weil diese ein gutes wirtschaftliches Geschäftsmodell haben und positive Auswirkungen auf die Internetkonnektivität“, argumentiert Betty.</p>



<p>Zudem sind nicht nur aktive Satelliten ein Problem. Wenn eine Satellitenmission endet, verbleibt ihr „Wrack“ in der Regel in der Umlaufbahn, wo es mit anderem Weltraumschrott kollidieren oder schließlich auf die Erde stürzen kann. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht der Satellit zwar, jedoch nicht immer vollständig. Dies kann dazu führen, dass Teile des Satelliten auf die Erdoberfläche fallen! „Aus Sicht der Nachhaltigkeit im Weltraum, meinem anderen Interessengebiet, ist eine der größten Sorgen der unkontrollierte Wiedereintritt von Satelliten in die Erdatmosphäre, nachdem sie einmal in der Umlaufbahn waren. Deshalb sehen wir zunehmend dokumentierte Vorfälle, bei denen Dinge einfach vom Himmel fallen, und machen uns auch Sorgen über Kollisionen in der Umlaufbahn.“</p>



<p>Diese Entwicklungen zeigen, warum es für die ESO entscheidend ist, mit Regierungen und anderen relevanten Stellen zusammenzuarbeiten, um Diskussionen über die Folgen einer unüberlegten Satellitennutzung anzuregen, falls diese weiterhin Lizenzen für Satelliten-Megakonstellationen ohne klare Vorschriften erteilen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tm3qWstOjJs" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1.jpg" alt="" class="wp-image-151414" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1-300x169.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer wurde Anfang 2025 am Paranal-Observatorium der ESO in Chile aufgenommen. Nach Sonnenuntergang öffnen die vier Teleskope im Vordergrund ihre Kuppeln, um mit der Beobachtung des Nachthimmels zu beginnen. Im Hintergrund ist der Komet G/2024 G3 hinter einem dichten Vorhang aus Satelliten zu sehen.<br><mark>Bildnachweis: B. Häußler/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p>Diese Satelliten können der Menschheit zugutekommen, indem sie beispielsweise abgelegene Gebiete mit Internetzugang versorgen. Doch wie Betty erklärt: „Wir brauchen nicht so viele Satelliten, wie die Unternehmen einsetzen wollen. Wir könnten genau das Gleiche erreichen, was wir jetzt tun, mit weitaus weniger Satelliten, aber wie so vieles im Kapitalismus ist dies zu einem weiteren Weg für die Reichen geworden, noch reicher zu werden.“ Sie trifft den Nagel auf den Kopf: In den letzten Jahren ist die <a href="https://planet4589.org/space/stats/active.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Zahl der in die Umlaufbahn gestarteten Satelliten enorm gestiegen</a>. Im Jahr 2020 befanden sich etwa 2000 aktive Satelliten in der Umlaufbahn; ab 2026 sind es 15 000, und weit über 30 000, wenn wir auch ausgediente Satelliten und anderen Weltraumschrott mitzählen.</p>



<p>Betty hat auch ein persönliches Interesse daran, eine nachhaltige und faire Nutzung des Weltraums zu fördern, was ihre Motivation antreibt, für bessere Vorschriften zu kämpfen, was sie zu einem festen Bestandteil ihrer Arbeit gemacht hat. „Ich verbringe viel Zeit damit, über soziale Gerechtigkeit im Allgemeinen nachzudenken, und ich betrachte Aspekte dieser Diskussionen als eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, fügt sie hinzu.</p>



<p><strong>Die Bemühungen der ESO zum Schutz des Nachthimmels</strong></p>



<p>Obwohl Betty erst vor einem Jahr zur ESO kam, kann sie bereits einige Erfolge im Kampf der Organisation für einen dunkleren und ruhigeren Himmel vorweisen. So wurde die ESO beispielsweise im <a href="https://www.eso.org/public/unitedkingdom/announcements/ann25010/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Dezember 2025 offizieller Partner des Zentrums für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels</a> der Internationalen Astronomischen Union (<a href="https://cps.iau.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU CPS</a>), vor allem Dank Bettys Arbeit. Diese Partnerschaft ermöglicht es der ESO, enger mit den wichtigen Akteuren zusammenzuarbeiten, die ein Interesse an Störungen durch Satellitenkonstellationen haben, wie Astronomen, Satellitenbetreiber, aber auch politische Entscheidungsträger, und so die Bemühungen der weltweiten astronomischen Gemeinschaft zum Schutz des dunklen und ruhigen Himmels zu bündeln. Seit Januar ist Betty stellvertretende Direktorin des CPS Policy Hub, der internationale Bemühungen zur Erforschung und Entwicklung von Vorschriften koordiniert, die den Nachthimmel vor Störungen durch Satellitenkonstellationen schützen.</p>



<p>Eine weitere große Verantwortung ist Bettys Rolle als Vertreterin der ESO im Ausschuss der Vereinten Nationen für die friedliche Nutzung des Weltraums (<a href="https://www.unoosa.org/oosa/en/ourwork/copuos/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">COPUOS</a>), einem Gremium der UNO, das sich mit Fragen der friedlichen Nutzung des Weltraums befasst. Seit 2008 hat die ESO den Status eines ständigen Beobachters, was bedeutet, dass sie sich bei politischen Entscheidungsträgern für die Astronomie einsetzen kann, jedoch kein Stimmrecht besitzt. „Dadurch können wir erkennen, was auf uns zukommt, mit Regierungen und anderen Genehmigungsbehörden in Kontakt treten und sicherstellen, dass astronomische Belange klar vertreten sind, wenn Entscheidungen über die Nutzung des Weltraums getroffen werden.“</p>



<p>Ein wichtiger Meilenstein war die 59. Sitzung des Wissenschafts- und Technikunterausschusses des COPUOS, bei der der Schutz des dunklen und ruhigen Himmels erstmals als offizieller Tagesordnungspunkt von den Vereinten Nationen behandelt wurde. Seit Februar <a href="https://www.unoosa.org/res/oosadoc/data/documents/2025/aac_105c_12025crp/aac_105c_12025crp_22rev_2_0_html/AC105_C1_2025_CRP22Rev02E.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2025 ist dies offiziell ein fünfjähriger Tagesordnungspunkt</a>, in dem die Notwendigkeit „koordinierter Maßnahmen und der Zusammenarbeit von Regierungen, Satellitenbetreibern oder -herstellern sowie Astronomen aus aller Welt“ betont wird, da dies nicht nur Astronomen betrifft, sondern auch „Amateurastronomen und die allgemeine Verbindung zwischen der Menschheit und dem Nachthimmel, einschließlich indigener Gemeinschaften“, wie sie in ihrem Papier darlegen.</p>



<p>Die Teilnahme an solchen Kooperationen stärkt den Einfluss der ESO auf höchster Ebene und trägt dazu bei, das Bewusstsein für eine faire und regulierte Nutzung des Weltraums zu schärfen – ein Anliegen, das hoffentlich bei den politischen Entscheidungsträgern Gehör findet. Auf diese Weise hofft Betty, „dass die Länder nationale Zulassungsvorschriften einführen, die Satellitenunternehmen dazu verpflichten, die Auswirkungen ihrer Satelliten auf den Nachthimmel bereits in frühen Entwurfsphasen zu berücksichtigen.“</p>



<p><strong>Das Recht entwickelt sich langsamer als das Leben</strong></p>



<p>Ein großes Problem ist laut Betty, dass „sich die Gesetzgebung nur sehr langsam weiterentwickelt, Regierungen wirklich träge und bürokratisch sind und viele konkurrierende Interessen bestehen“, sodass es schwierig ist, schnelle Fortschritte zu erzielen.</p>



<p>Erst kürzlich haben Space X und Reflect Orbital der US-amerikanischen Federal Communications Commission Vorschläge unterbreitet, die die Anzahl der die Erde umkreisenden Satelliten um das 100-Fache erhöhen würden. Space X plant den Start von einer Million Satelliten, die als Rechenzentren dienen sollen. Abgesehen von <a href="https://bigthink.com/starts-with-a-bang/5-biggest-obstacles-ai-data-centers-space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">den grundlegenden wissenschaftlichen Einschränkungen</a> eines solchen Projekts wären die Folgen für die Astronomie verheerend. Wenn diese Satelliten so hell sind wie derzeit angenommen, wären zu Beginn und am Ende der Nacht etwa 5000 bis 10 000 von ihnen mit bloßem Auge sichtbar – weit mehr als die sichtbaren natürlichen Sterne. Im Durchschnitt würde jedes mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommene Bild aufgrund der vielen Spuren, die diese Satelliten hinterlassen, 10 % unbrauchbare Daten enthalten.</p>



<p>Reflect Orbital hingegen plant, 50.000 Satelliten zu starten, um nachts Sonnenlicht auf die Erde zu reflektieren, was für die Astronomie ebenfalls katastrophale Folgen hätte. Innerhalb ihres Strahls wären die Satelliten viermal heller als der Vollmond. Aber selbst wenn sie niemals auf astronomische Observatorien ausgerichtet wären, würden sie außerhalb ihres Strahls immer noch so hell wie die Venus erscheinen. Schon 5.000 dieser Satelliten würden die Helligkeit des Himmels um 20–30 % erhöhen, und ihre gesamte Konstellation würde den Himmel drei- bis viermal heller machen. Dies würde das Paranal-Observatorium der ESO – <a href="https://www.eso.org/public/images/eso2501b/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">das unter den großen Observatorien den dunkelsten Himmel bietet</a> – in einen Standort am Stadtrand verwandeln.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Visualisierung der 30.000 geplanten Satelliten der Starlink-Generation-2-Konstellation im Jahr 2022. Die verschiedenen Teilkonstellationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt. Quelle: ESO" data-rl_caption="" title="Visualisierung der 30.000 geplanten Satelliten der Starlink-Generation-2-Konstellation im Jahr 2022. Die verschiedenen Teilkonstellationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt. Quelle: ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="800" height="778" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1.jpg" alt="" class="wp-image-151416" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1-300x292.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1-768x747.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Darstellung von 30000 Starlink Satelliten<br><mark>Bildnachweis: ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p>Während die Gesetzgebung langsam aber sicher aufholt, betont Betty, wie wichtig es ist, auch direkt mit den Satellitenherstellern zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise erhalten diese von Anfang an Input und Wissen darüber, wie sie ihre Satelliten vor der Fertigung gestalten müssen, insbesondere um deren Reflektionsvermögen zu verringern.</p>



<p>„Wir pflegen gute technische Beziehungen zu Satellitenherstellern“, die Breitband-Satelliten-Internetdienste anbieten wollen, „und diese haben positives Interesse an der Umsetzung von Maßnahmen zur Schadensminderung gezeigt.“</p>



<p>Auf diese Weise spielt Betty, anstatt technische Probleme selbst anzugehen, eine entscheidende Rolle hinter den Kulissen, indem sie ihren Kollegen hilft, ihre Arbeit in angemessene rechtliche und politische Begriffe zu fassen. Bildlich erklärt sie: „Für Wissenschaftler ist eins plus eins zwei. Für einen Anwalt ist eins plus eins oft: Es kommt darauf an“, und verdeutlicht damit die Kluft zwischen diesen Welten. So arbeitet sie in ihrem Alltag mit Kollegen zusammen, die, wie sie es beschreibt, „sehr logisch denken und mit Zahlen arbeiten oder Dinge bauen, die entweder funktionieren oder nicht funktionieren“. Im Laufe der Jahre hat sie umfangreiche Erfahrung darin gesammelt, mit diesen gegensätzlichen Denkweisen umzugehen, und ein Verständnis dafür entwickelt, wie man sie miteinander in Einklang bringen kann. Wie sie reflektiert: „Die Arbeit in diesem Umfeld war für mich eine Lektion darin, eine Sprache zu finden, um rechtliche und politische Themen einem Publikum zu vermitteln, das nicht aus dem Rechts- oder Politikbereich stammt.“</p>



<p>Insgesamt gibt es laut Betty zwei entscheidende Wege, sich für den Schutz des dunklen und ruhigen Nachthimmels im Zusammenhang mit Satellitenkonstellationen einzusetzen: „die Zusammenarbeit mit den Betreibern und die direkte Zusammenarbeit mit den Ländern.“ Sie fährt fort: „Ich glaube, wenn wir uns nur auf rechtliche oder nur auf technische Aspekte beschränken, reicht das nicht aus. Wir brauchen einen Ansatz, der es ermöglicht, das Technische und das Rechtliche miteinander zu verbinden. Und genau das ist für mich sozusagen mein Sweet Spot.“</p>



<p><strong>Einsatz für eine bessere Zukunft</strong></p>



<p>Auf die Frage, was die größte Bedrohung für den Nachthimmel sei, betonte Betty sofort, dass es die unkoordinierte Nutzung des Nachthimmels sei. Das damit verbundene Grundproblem sei jedoch ihrer Meinung nach, dass „wir in einer Welt leben, in der die Menschen einander nicht vertrauen. Die Menschen vertrauen einander nicht, dass sie dieselben Satellitenkonstellationen nutzen.“ Dies führt zu dem grundlegenden Problem, dass wir mehr Satelliten haben, als wir tatsächlich brauchen, „weil wir in einem grundlegend kaputten System leben, in dem Vertrauen einfach nicht existiert.“</p>



<p>Trotz der Komplexität der Situation verliert Betty nicht die Hoffnung. Mit Blick auf die Zukunft hat sie eine klare Vorstellung davon, was sie sich wünscht: „Ich hoffe, dass sich die geopolitische Lage weltweit verbessert, denn ich glaube, dass sich das direkt positiv auf unsere Arbeit auswirken wird.“ Insbesondere die Astronomie nährt ihre Hoffnung und ihr Vertrauen, dass sich diese zersplitterte Gesellschaft ändern kann.</p>



<p>Die Zusammenarbeit in der Astronomie hat von Natur aus verbindende Wirkung, wie sie aus eigener Erfahrung erkannt hat. „Die ESO hat mit vielen Unternehmen aus der Industrie, zahlreichen Institutionen und verschiedenen Konsortien zusammengearbeitet – das ist nichts, was eine einzelne Person alleine erreichen könnte – und das gefällt mir sehr gut. Mir gefällt die Vorstellung, dass die Menschen einander brauchen. Das bringt das Beste in uns zum Vorschein, denn wir müssen an einem Strang ziehen, um diese Dinge zu erreichen – das ist mit ein Grund, warum ich bei der Astronomie geblieben bin, als ich dazu kam.“</p>



<p>Diese Idee wird besonders deutlich bei Projekten wie dem Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) der ESO: „ Wenn man das ELT sieht, die vielen verschiedenen Teile, die zusammenpassen, die vielen verschiedenen Menschen, die diese Teile herstellen mussten, um das Projekt zu verwirklichen, und die miteinander kommunizieren. Ich denke, das repräsentiert in vielerlei Hinsicht das Beste am Menschen, und eigentlich ist es wahrscheinlich auch das, was mir Hoffnung gibt: dass es tatsächlich möglich ist, dass Menschen an einem Strang ziehen und Dinge erreichen. Wir müssen nicht immer zutiefst destruktiv sein und einfach nur Dinge kaputtmachen.“</p>



<p><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lvw8J4nwpC0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Video zum Thema Lichtverschmutzung auf dem ESO-Kanal „Chasing Starlight“</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/italy/blog/rescuing-the-stars/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Sterne retten</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/about-eso/dark-skies-preservation/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die ESO-Seite zum Thema dunkler und ruhiger Himmel</a></li>



<li><a href="https://cps.iau.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU-Zentrum für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg585370#msg585370" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>AES Andes gibt Einstellung des nahe an Paranal geplanten Industrieprojekts INNA bekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aes-andes-gibt-einstellung-des-nahe-an-paranal-geplanten-industrieprojekts-inna-bekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 19:13:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2602/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESO/Press Release 2602</a>, 2. Fedruar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-rl_caption="" title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-150448" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße</em><br><em><mark>Bildquelle <a href="https://albertoghizzipanizza.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">A. Ghizzi Panizza</a>/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p>„Wenn die Absage bestätigt ist, werden wir erleichtert sein, dass der INNA-Industriekomplex nicht in der Nähe von Paranal gebaut wird“, sagte ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Aufgrund seines geplanten Standorts würde das Projekt eine große Gefahr für den dunkelsten und klarsten Himmel der Erde und für die Leistungsfähigkeit der modernsten astronomischen Einrichtungen weltweit darstellen.“</p>



<p>AES Andes, eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens AES Corporation, <a href="https://www.aesandes.com/en/press-release/aes-andes-focus-renewables-and-storage-discontinues-green-hydrogen-development" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gab am Freitag, dem 23. Januar, bekannt</a>, dass sie beschlossen habe, INNA, ein Projekt für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak, einzustellen, um sich stattdessen auf ihr Portfolio an erneuerbaren Energien zu konzentrieren. Eine <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2506/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">detaillierte technische Analyse der ESO im letzten Jahr</a> ergab, dass INNA den dunklen Himmel über Paranal und die Funktionsfähigkeit der dortigen Anlagen schwerwiegend und irreversibel beeinträchtigen würde. Die größten Auswirkungen, von denen Einrichtungen wie das Very Large Telescope (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a>), das VLT Interferometer (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlti/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLTI</a>), das Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) und <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/ctao/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CTAO</a>-South betroffen wären, würden durch Lichtverschmutzung, Mikrovibrationen, Staub und eine Zunahme der Luftturbulenzen in der Region verursacht werden.</p>



<p>Der Fall INNA und der <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">vorgeschlagene Standort</a> verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, klare Schutzmaßnahmen in der Umgebung von astronomischen Observatorien zu ergreifen. Solche Maßnahmen sind unerlässlich, damit astronomische Observatorien ihren Betrieb fortsetzen können, insbesondere in einer Region, die aufgrund der außergewöhnlichen Dunkelheit des Himmels über Nordchile weithin als weltweit bester Standort für optische Astronomieanlagen gilt. „Wir werden weiterhin eng mit lokalen, regionalen und nationalen Behörden zusammenarbeiten, um den dunklen Himmel über Nordchile zu schützen, ein unersetzliches Naturerbe, das für unser Verständnis des Universums von entscheidender Bedeutung ist und Weltklasse-Astronomie zum Nutzen Chiles und der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft ermöglicht“, sagt Itziar de Gregorio-Monsalvo, Vertreterin der ESO in Chile.</p>



<p>„Es war unglaublich beruhigend zu sehen, dass sich so viele Menschen in Chile und auf der ganzen Welt im Rahmen des INNA-Projekts intensiv für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels einsetzen und sich aktiv dafür stark machen“, sagt Barcons. „Wir sind aufrichtig dankbar für dieses Engagement und diese Solidarität. Es gibt uns Zuversicht, dass wir durch unsere Zusammenarbeit den dunklen und ruhigen Himmel in Chile und anderswo weiterhin schützen können – für die astronomische Forschung und für die Menschheit.“ Seitdem das Projekt im Dezember 2024 bei der SEA eingereicht wurde, haben sich Mitglieder der Astronomiegemeinschaft in Chile, in den ESO-Mitgliedstaaten und darüber hinaus, politische Entscheidungsträger und Behörden auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene sowie unzählige Mitglieder der Öffentlichkeit für dieses gemeinsame Ziel ausgesprochen.</p>



<p>Die ESO wird ihre Bemühungen weiter intensivieren, um sicherzustellen, dass der unberührte Himmel über Paranal auch weiterhin das weltweit beste Fenster zur Beobachtung des Universums bleibt. Sie engagiert sich außerdem im umfassenderen <a href="https://www.eso.org/public/announcements/ann25010/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kampf gegen Lichtverschmutzung und Störungen durch Satelliten</a> und trägt so dazu bei, das natürliche Erbe eines dunklen und ruhigen Himmels auf der ganzen Welt für zukünftige Generationen zu sichern.</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p>Die Europäische Südsternwarte (ESO) ermöglicht Wissenschaftlern weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Wohle aller zu erforschen. Wir entwerfen, bauen und betreiben erstklassige Observatorien am Boden, die Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu verbreiten, und fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und Vereinigtes Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während unsere Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste stehen, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Beobachtung des Himmels. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. In Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und dessen Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls in Paranal wird die ESO den südlichen Teil des Cherenkov Telescope Array Observatory beherbergen und betreiben, das weltweit größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor das ALMA, eine Anlage, die den Himmel im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachtet. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir derzeit das „größte Auge der Welt auf den Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und pflegen den Kontakt zu chilenischen Partnern und der Gesellschaft.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg583526#msg583526" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
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		<title>Sesam öffne dich: Das Kuppeltor des ELT bewegt sich zum ersten Mal</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sesam-oeffne-dich-die-elt-tueren-bewegen-sich-zum-ersten-mal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2025 08:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verfolgen sie die erstmalige Bewegung eines der Kuppeltore des im Bau befindlichen Großteleskops ELT. Ein Video der europäischen Südsternwarte ESO (European Southern Observatory) Quelle: ESO/Videos, 3. November 2025 Da sich der Bau des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO kontinuierlich weiterentwickelt, muss seine Leistungsfähigkeit in jeder Phase sichergestellt werden. Das heutige Bild der Woche ist [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Verfolgen sie die erstmalige Bewegung eines der Kuppeltore des im Bau befindlichen Großteleskops ELT. <br>Ein Video der europäischen Südsternwarte ESO (European Southern Observatory)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/videos/potw2544a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/Videos</a>, 3. November 2025</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/The-Extremely-Large-Telescope-doors-move-for-the-first-time.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em>Credit: ESO/ACe</em></figcaption></figure>



<p>Da sich der Bau des Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) der ESO kontinuierlich weiterentwickelt, muss seine Leistungsfähigkeit in jeder Phase sichergestellt werden. Das heutige Bild der Woche ist eine Zeitrafferaufnahme eines wichtigen Meilensteins: der ersten Bewegung einer der riesigen Türen der Kuppel.<br>Die <a href="https://elt.eso.org/telescope/dome/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kuppel des ELT</a> und ihre <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JNPk3KYd160" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Türen</a> schützen das Teleskop vor den rauen Bedingungen der Atacama-Wüste in Chile. Jede der Türen wird nach ihrer Fertigstellung etwa 650 Tonnen wiegen, einschließlich Laufstegen, Leitungen für Heizung, Lüftung und Klimatisierung sowie anderen bereits installierten Mechanismen. Die Bewegung dieser massiven Türen ist keine leichte Aufgabe, und der in diesem Zeitraffer gezeigte Test, der Anfang Oktober aufgenommen wurde, ist entscheidend, um sicherzustellen, dass alles wie vorgesehen funktioniert.<br>Sobald beide Türen vollständig installiert und betriebsbereit sind, werden sie geschlossen, um eine stabilere und kontrolliertere Umgebung innerhalb der Kuppel für die kommenden Bauphasen zu schaffen. Dazu gehört die Installation kritischer Systeme wie der hydrostatischen Öllager, die eine reibungslose und präzise Bewegung des Teleskops ermöglichen. Sobald das ELT in Betrieb ist, müssen die Türen schnell reagieren, um das Teleskop vor plötzlichen Veränderungen der äußeren Bedingungen zu schützen. Nachts ermöglichen die Türen dem größten Auge am Himmel, den einzigartig dunklen Himmel Chiles zu beobachten.</p>



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