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	<title>Teilchenphysik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Teilchenphysik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ZARM: Forscherteam entwickelt neuen Test zur Überprüfung von Einsteins Gravitationstheorie im Large Hadron Collider</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zarm-forscherteam-entwickelt-neuen-test-zur-ueberpruefung-von-einsteins-gravitationstheorie-im-large-hadron-collider/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2025 14:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Forschungsteam des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen und des Instituts für Theoretische Physik der Universität Tübingen hat einen innovativen Ansatz entwickelt, um die Grenzen von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie zu testen. Sie schlagen vor, diese Untersuchung mithilfe des Large Hadron Colliders (LHC) am CERN durchzuführen. Eine Pressemitteilung des ZARM. Quelle: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Forschungsteam des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen und des Instituts für Theoretische Physik der Universität Tübingen hat einen innovativen Ansatz entwickelt, um die Grenzen von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie zu testen. Sie schlagen vor, diese Untersuchung mithilfe des Large Hadron Colliders (LHC) am CERN durchzuführen. Eine Pressemitteilung des ZARM.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ZARM. 29. April 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/05/201902-108_13_8243x5493.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="ID: CERN-PHOTO-201904-108-13 LHC tunnel Pictures during LS2, 2019-04-30 Bild: Brice, Maximilien: CERN" data-rl_caption="" title="ID: CERN-PHOTO-201904-108-13 LHC tunnel Pictures during LS2, 2019-04-30 Bild: Brice, Maximilien: CERN" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/05/201902-108_13_480x320.jpg" alt="KI-generiertes Bild zeigt ein Feuer auf einem Raumfahrzeug. (Quelle: ZARM)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">ID: CERN-PHOTO-201904-108-13<br>LHC tunnel Pictures during LS2, 2019-04-30<br>Bild: Brice, Maximilien: CERN</figcaption></figure>



<p>29. April 2025 &#8211; Einsteins Gravitationsphysik hat die moderne Wissenschaft revolutioniert und zu vielen erfolgreichen Vorhersagen geführt, beispielsweise über Schwarze Löcher, Gravitationswellen und die Entwicklung des gesamten Universums. Allerdings stößt die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) zusammen mit dem Standardmodell der Teilchenphysik auch an ihre Grenzen. Auf der einen Seite gibt es Beobachtungen, wie die beschleunigte Ausdehnung des Universums oder die Bewegung von Sternen am Rand von Galaxien, die nur dann mit den Vorhersagen der Theorie übereinstimmen und erklärt werden können, wenn man annimmt, dass unbekannte Komponenten im Universum existieren, die wir dunkle Energie und dunkle Materie nennen. Andererseits sagt die ART voraus, dass die Gravitationskraft in bestimmten Regionen des Universums unendlich stark wird, sodass es bis heute nicht möglich ist, Einsteins Gravitationstheorie mit allen anderen Kräften der Natur (elektromagnetische Kraft, schwache und starke Kernkraft) in Einklang zu bringen. Beim Verständnis der Gravitation bleiben also viele Fragen offen, die Physiker:innen weltweit dazu antreiben, nach einer Erweiterung oder Modifikation der ART zu suchen, die die bis heute unerklärten Phänomene der Gravitation erklärbar macht.</p>



<p>Gestern ist im<strong> &#8222;</strong>Physical Review D&#8220; die neueste Publikation von Christian Pfeifer und Dennis Rätzel vom ZARM sowie Daniel Braun von der Universität Tübingen erschienen, die sich mit dem Test der ART beschäftigt. Sie schlagen vor, die Eigenschaften der Gravitation mit Teilchen zu testen, deren Geschwindigkeit sehr nahe an der Lichtgeschwindigkeit liegt. Diese ultrarelativistischen (oder einfach sehr schnellen) Teilchen erzeugen ein Gravitationsfeld, welches ruhende Testteilchen, an denen sie vorbeifliegen, anzieht. Die Bewegung der Testteilchen kann theoretisch vorhergesagt und mit der beobachteten Bewegung verglichen werden, sodass die Testteilchen als Sensoren für die Gravitation genutzt werden können. Das Besondere an dem hier vorgeschlagenen Experiment ist, dass die Gravitationsanziehung, die von den ultrarelativistischen Teilchen erzeugt wird, hauptsächlich durch die sehr hohe Geschwindigkeit – also ihrer sehr hohen kinetischen Energie – und nicht durch die Ruhemassenenergie der Teilchen entsteht. Das Experiment misst also, wie die Gravitation der kinetischen Energie aussieht. Stimmt sie mit den Vorhersagen der ART überein oder gibt es Abweichungen?</p>



<p><strong>Abweichung rechnerisch vorhergesagt</strong></p>



<p>In einem mathematischen Modell, das auf einer Modifikation der ART beruht, haben die Forscher die Beschleunigung des Testteilchens und den Impulstransfer durch die Gravitation der vorbeifliegenden ultrarelativistischen Teilchen rechnerisch vorhergesagt. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen Parameterbereich gibt, in dem der vom Modell berechnete Impulstransfer signifikant von den Vorhersagen der ART abweicht. Diese Abweichung nimmt mit steigender Geschwindigkeit des ultrarelativistischen Teilchenstroms zu.</p>



<p>Das Besondere ist, dass dieses Experiment sogar praktisch durchgeführt werden könnte, und zwar mithilfe des Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider), der von der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN bei Genf betrieben wird. Dort werden Protonen auf rund 99,99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Was für das Experiment noch fehlt, sind Testteilchensensoren, die rund um die Beschleunigungsröhre des LHC angebracht werden und auf das Gravitationsfeld der Protonen reagieren. Die technischen Details für die Installation solcher Sensoren werden derzeit untersucht.</p>



<p><strong>Weitere Informationen<br></strong>Bildquelle: <a href="https://home.cern/resources/image/accelerators/lhc-images-gallery" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CERN</a><br>Publikation: <a href="https://journals.aps.org/prd/abstract/10.1103/PhysRevD.111.084073" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prd/abstract/10.1103/PhysRevD.111.084073</a><br>ZARM Website: <a href="https://www.zarm.uni-bremen.de/de/news-list/news-display?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=385&amp;cHash=73ea2a9804ec19dabf6c46fad5194800" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pressemitteilung</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1178.msg574540#msg574540" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Large Hadron Collider</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Studierende der Uni Kiel bauen Messgerät für kosmische Strahlung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/studierende-der-uni-kiel-bauen-messgeraet-fuer-kosmische-strahlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2024 17:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Physik-Studierende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) haben in den vergangenen zwölf Monaten ein Messinstrument für kosmische Strahlung gebaut. Der Detektor ist eines von vier Experimenten, die Anfang Oktober an Bord eines Forschungsballons in die Stratosphäre aufsteigen werden. Eine Pressemeldung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) 17. September 2024. 17. September 2024 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Physik-Studierende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) haben in den vergangenen zwölf Monaten ein Messinstrument für kosmische Strahlung gebaut. Der Detektor ist eines von vier Experimenten, die Anfang Oktober an Bord eines Forschungsballons in die Stratosphäre aufsteigen werden. Eine Pressemeldung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) 17. September 2024.</p>



<p>17. September 2024 &#8211; Wie fühlt es sich an, bei einer Mission zur Grenze zwischen Erde und Weltall mitzuarbeiten? „Ziemlich cool“, sagt Hannes Ebeling. „Wir sind schließlich eines von lediglich neun europäischen Teams, die diese Chance bekommen haben. Das hat uns schon riesig gefreut.“</p>



<p>„Wir“ &#8211; das ist ein Grüppchen von zehn angehenden Physikerinnen und Physikern der Abteilung für Extraterrestrische Physik der CAU, das sich vor einem Jahr für die Teilnahme am sogenannten BEXUS-Projekt beworben hat. Das Akronym steht für „Balloon Experiments for University Students“, und dieser Name ist Programm: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die schwedische Raumfahrtbehörde SNSA geben darin Studierenden die Möglichkeit, ein wissenschaftliches Experiment an Bord eines Ballons in die Stratosphäre zu schicken.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSMessungHannesEbelingUniKiel1k1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das CHAOS (Cherenkov Atmospheric Observation System) in seiner vollständigen Form. Links befinden sich die Detektoren - ein Bismuth-Germanium-Oxid-Kristall, mehrere Halbleiterdetektoren und ein Cherenkov-Detektor. Die Box rechts enthält die notwendige Elektronik. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)" data-rl_caption="" title="Das CHAOS (Cherenkov Atmospheric Observation System) in seiner vollständigen Form. Links befinden sich die Detektoren - ein Bismuth-Germanium-Oxid-Kristall, mehrere Halbleiterdetektoren und ein Cherenkov-Detektor. Die Box rechts enthält die notwendige Elektronik. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="451" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSMessungHannesEbelingUniKiel60.jpg" alt="Das CHAOS (Cherenkov Atmospheric Observation System) in seiner vollständigen Form. Links befinden sich die Detektoren - ein Bismuth-Germanium-Oxid-Kristall, mehrere Halbleiterdetektoren und ein Cherenkov-Detektor. Die Box rechts enthält die notwendige Elektronik. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)" class="wp-image-144533" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSMessungHannesEbelingUniKiel60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSMessungHannesEbelingUniKiel60-300x226.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das CHAOS (Cherenkov Atmospheric Observation System) in seiner vollständigen Form. Links befinden sich die Detektoren &#8211; ein Bismuth-Germanium-Oxid-Kristall, mehrere Halbleiterdetektoren und ein Cherenkov-Detektor. Die Box rechts enthält die notwendige Elektronik. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)</figcaption></figure>



<p><strong>Strahlungs-Detektor überzeugte die Jury</strong><br>„Man reicht dazu zunächst seinen Vorschlag ein und stellt ihn ein paar Wochen später bei einer Konferenz vor“, sagt Ebeling, der das Projekt zusammen mit seiner Kommilitonin Ava Pohley geleitet hat. „Wir wollten einen Detektor bauen, mit dem sich kosmische Strahlung analysieren lässt. Diese entsteht beispielsweise bei der Explosion von Sternen und kann Satelliten oder Raumsonden schädigen; daher ist es wichtig, ihre Intensität und Zusammensetzung zu kennen. Uns ist es gelungen, die Jurorinnen und Juroren von unserem Vorhaben zu überzeugen.“</p>



<p>Doch noch existierte die Idee lediglich auf dem Papier. Die Umsetzung in die Praxis war ziemlich fordernd: In regelmäßigen Abständen musste das Team sogenannte Reviews durchlaufen. Darin stellte es einem Gremium von BEXUS-Expertinnen und -Experten den aktuellen Stand seines Experiments vor. „Dabei kamen dann wie bei einem wirklichen Raumfahrt-Projekt immer wieder Verbesserungsvorschläge, die wir umsetzen mussten“, erklärt Ava Pohley.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSVakuumtestHannesEbelingUniKiel2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Teammitglieder Pierre, Ava und Hannes (v.l.) prüfen bei einem Vakuumkammer-Test, ob die Messungen mit CHAOS auch bei Druck- und Temperaturveränderungen funktionieren. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)" data-rl_caption="" title="Die Teammitglieder Pierre, Ava und Hannes (v.l.) prüfen bei einem Vakuumkammer-Test, ob die Messungen mit CHAOS auch bei Druck- und Temperaturveränderungen funktionieren. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSVakuumtestHannesEbelingUniKiel60.jpg" alt="Die Teammitglieder Pierre, Ava und Hannes (v.l.) prüfen bei einem Vakuumkammer-Test, ob die Messungen mit CHAOS auch bei Druck- und Temperaturveränderungen funktionieren. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)" class="wp-image-144535" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSVakuumtestHannesEbelingUniKiel60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147CHAOSVakuumtestHannesEbelingUniKiel60-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Teammitglieder Pierre, Ava und Hannes (v.l.) prüfen bei einem Vakuumkammer-Test, ob die Messungen mit CHAOS auch bei Druck- und Temperaturveränderungen funktionieren. (Bild: Hannes Ebeling, Uni Kiel)</figcaption></figure>



<p>Das Ergebnis der vielen hundert Stunden Arbeit sieht auf den ersten Blick unspektakulär aus: eine weiße Kiste, aus der einige Kabel heraushängen. Doch die Box hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Sie enthält eine ganze Reihe verschiedener Sensoren. Kernstück ist aber der sogenannte Cherenkov-Detektor. Er besteht aus einem quaderförmigen Aerogel-Block. Das Aerogel ist transparent und besteht zu mehr als 99 % aus Luft. Es ist also unglaublich leicht und fragil.</p>



<p><strong>Aerogel hilft, schwere von leichten Teilchen zu unterscheiden</strong><br>Die Lichtgeschwindigkeit in diesem schwammartigen Feststoff liegt nicht wie in Vakuum bei 300.000, sondern bei 286.000 Kilometern pro Sekunde. „Wir nutzen diese Eigenschaft aus, um herauszufinden, aus welchen Teilchen die kosmische Strahlung in der Stratosphäre besteht“, sagt Pohley.</p>



<p>Grundlage dafür ist ein Effekt, der bereits 1934 vom russischen Physiker Pavel Cherenkov entdeckt wurde: Wenn geladene Teilchen sich in bestimmten Medien schneller als das Licht fortbewegen, erzeugen sie dabei selbst Licht. Die Vakuum-Lichtgeschwindigkeit lässt sich nicht überschreiten, die in einem Aerogel dagegen schon. „Je leichter ein Teilchen ist, desto weniger Energie benötigt es, um sich darin schneller als mit der dort gültigen Lichtgeschwindigkeit fortzubewegen“, erklärt Hannes Ebeling.</p>



<p>Dieser Zusammenhang lässt sich nutzen, um schwere Teilchen in der kosmischen Strahlung &#8211; beispielsweise Protonen oder Helium-Kerne &#8211; von den deutlich leichteren Elektronen zu unterscheiden. „Und das ist es, was wir mit unserem Cherenkov-Detektor tun“, sagt der Sprecher der CAU-Gruppe, die ihr Messinstrument auf den Namen „CHAOS“ (Cherenkov Atmospheric Observation System) getauft hat.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147ChaosJunior1CHAOSUniKiel.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Blick auf die Erde beim Testflug der CHAOS Junior am 30. September 2023. (Bild: CHAOS, Uni Kiel)" data-rl_caption="" title="Blick auf die Erde beim Testflug der CHAOS Junior am 30. September 2023. (Bild: CHAOS, Uni Kiel)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147ChaosJunior1CHAOSUniKiel60.jpg" alt="Blick auf die Erde beim Testflug der CHAOS Junior am 30. September 2023. (Bild: CHAOS, Uni Kiel)" class="wp-image-144530" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147ChaosJunior1CHAOSUniKiel60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/147ChaosJunior1CHAOSUniKiel60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf die Erde beim Testflug der CHAOS Junior am 30. September 2023. (Bild: CHAOS, Uni Kiel)</figcaption></figure>



<p><strong>Start für Anfang Oktober geplant</strong><br>Ob sich die ganze Mühe gelohnt hat, wird sich Anfang Oktober im schwedischen Kiruna zeigen. Am 1. Oktober oder den Tagen danach (der genaue Zeitpunkt hängt vom Wetter ab) wird der Cherenkov-Detektor made in Kiel von dort an Bord eines Forschungs-Ballons in die Stratosphäre aufsteigen, zusammen mit den Experimenten von drei anderen Gruppen (die restlichen fünf Experimente werden bei einem zweiten Flug transportiert). Verläuft alles nach Plan, hat der Ballon nach 1,5 Stunden seine Zielhöhe von rund 26 Kilometern erreicht. Die Messungen werden mehrere Stunden dauern. Nach Landung des Ballons werden die Experimente an Bord ausgewertet.</p>



<p>Ein Teil des CAU-Teams reist bereits am 27. September in die nördlichste Stadt Schwedens, um dort alles vorzubereiten. Der Rest kommt am 1. Oktober nach. „Normalerweise werden solche kompakten Cherenkov-Detektoren nicht für die Messung kosmischer Strahlung in der Atmosphäre eingesetzt“, betont Ava Pohley. „Wir wollen demonstrieren, dass sich dieses Messprinzip sehr gut auch für diesen Zweck nutzen lässt.“</p>



<p>Text: Frank Luerweg</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20191.msg566469#msg566469" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrtbezogene Ausbildung / studentischer Satellitenbau</a></li>
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		<item>
		<title>DESY: W-Boson auf der Teilchenwaage</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/desy-w-boson-auf-der-teilchenwaage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2024 13:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CMS-Experiment am CERN liefert mit neuer DESY-geführter Methode die genaueste Messung der Masse des W-Bosons. Eine Pressemeldung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft. Quelle: DESY 17. September 2024. 17. September 2024 &#8211; Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen genau wissen, wie viel Masse das W-Boson hat. Mit diesem Wissen können sie überprüfen, ob ihre [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">CMS-Experiment am CERN liefert mit neuer DESY-geführter Methode die genaueste Messung der Masse des W-Bosons. Eine Pressemeldung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DESY 17. September 2024.</p>



<p>17. September 2024 &#8211; Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen genau wissen, wie viel Masse das W-Boson hat. Mit diesem Wissen können sie überprüfen, ob ihre theoretischen Vorhersagen zutreffen, und Abweichungen von diesen Vorhersagen schnell und zuverlässig erkennen. Das CMS-Experiment am <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/cern/" data-wpel-link="internal">CERN</a> hat nun die bisher genaueste Messung der Masse des W-Bosons vorgelegt. An dieser anspruchsvollen Analyse haben experimentelle und theoretische Teilchenphysiker:innen bei <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/desy/" data-wpel-link="internal">DESY</a> in enger Zusammenarbeit maßgeblich mitgewirkt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SMP2300271CMSCERN.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="So sieht eine Kollision mit W-Boson im CMS-Detektor aus: das W-Boson zerfällt in ein Myon (rote Linie) und ein Neutrino, das dem Nachweis entgeht (rosa Pfeil) - künstlerische Darstellung. (Bild: CMS/CERN)" data-rl_caption="" title="So sieht eine Kollision mit W-Boson im CMS-Detektor aus: das W-Boson zerfällt in ein Myon (rote Linie) und ein Neutrino, das dem Nachweis entgeht (rosa Pfeil) - künstlerische Darstellung. (Bild: CMS/CERN)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="337" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SMP2300271CMSCERN60.jpg" alt="So sieht eine Kollision mit W-Boson im CMS-Detektor aus: das W-Boson zerfällt in ein Myon (rote Linie) und ein Neutrino, das dem Nachweis entgeht (rosa Pfeil) - künstlerische Darstellung. (Bild: CMS/CERN)" class="wp-image-144572" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SMP2300271CMSCERN60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SMP2300271CMSCERN60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So sieht eine Kollision mit W-Boson im CMS-Detektor aus: das W-Boson zerfällt in ein Myon (rote Linie) und ein Neutrino, das dem Nachweis entgeht (rosa Pfeil) &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: CMS/CERN)</figcaption></figure>



<p>Die CMS-Kollaboration, ein großer Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, hat heute die Ergebnisse über ihre erste Massen-Messung des W-Bosons aus Proton-Proton-Kollisionsdaten aus der zweiten Laufzeit des Large Hadron Collider, dem weltgrößten Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf, vorgestellt. Das W-Boson ist ein Elementarteilchen, das zusammen mit dem Z-Boson die schwache Kraft überträgt. Die schwache Kraft ist für eine Form der Radioaktivität verantwortlich und löst die Kernfusionsreaktion aus, die die Sonne zum Leuchten bringt.</p>



<p>Das heute präsentierte Ergebnis ist die bisher präziseste Messung der W-Masse, die am LHC durchgeführt wurde, und stimmt mit den Vorhersagen des Standardmodells der Teilchenphysik überein. Möglich wurde das Ergebnis durch eine Kombination aus experimentellen und theoretischen Faktoren, darunter die bisher präziseste Rekonstruktion der Myonen im CMS-Detektor und ein neuer theoretischer Ansatz, der bei DESY entwickelt wurde.</p>



<p>Im Standardmodell der Teilchenphysik, der Theorie, die alle Teilchen und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte mit höchstmöglicher Präzision beschreibt, steht die W-Masse in engem Zusammenhang mit der Stärke der Wechselwirkung, die die elektromagnetische und die schwache Kraft vereint. Außerdem sind die Massen des Higgs-Bosons und des Top-Quarks eng damit verbunden. Die Messung der Masse des W-Bosons mit hoher Präzision macht es daher möglich zu prüfen, ob diese Eigenschaften mit dem Standardmodell übereinstimmen oder nicht. Ist dies nicht der Fall, könnte die Ursache in neuen physikalischen Phänomenen wie neuen Teilchen oder unbekannten Wechselwirkungen liegen.</p>



<p>Das W-Boson wurde im Jahr 1983 am CERN entdeckt, allerdings war es schon immer eine besondere Herausforderung, seine Masse zu messen. Seit seiner Entdeckung haben mehrere Collider-Experimente am CERN und anderswo immer präzisere Massenmessungen durchgeführt. Das CMS-Experiment hat nun mit seiner ersten solchen Messung einen wichtigen Beitrag zu diesen globalen Bemühungen geleistet. Das Ergebnis, 80360,2 MeV mit einer Unsicherheit von 9,9 MeV, hat eine Genauigkeit, die mit der einer Messung des CDF-Experiments am Fermilab in den USA vergleichbar ist, und stimmt mit allen früheren Messungen außer dem CDF-Ergebnis überein.</p>



<p>„Diese Analyse ist der erste Versuch, die W-Masse unter den anspruchsvollen Kollisionsbedingungen der zweiten LHC-Laufzeit zu messen. Die harte Arbeit des Teams hat zu einer äußerst präzisen Messung der W-Masse und der genauesten Messung am LHC geführt&#8220;, sagt CMS-Sprecherin Patricia McBride. „Dies ist eine der komplexesten Analysen, die ich bei CMS je gesehen habe&#8220;, fügt die DESY-Wissenschaftlerin Katerina Lipka, Leiterin der Helmholtz-W2/W3-Gruppe „Standard Model at Ultimate Precision&#8220;, hinzu. Simone Amoroso und Federico Vazzoler, Wissenschaftler in dieser Gruppe, waren für die Modellierung der Beziehung zwischen dem Impuls des W-Bosons und dem Myon, in das es zerfällt, verantwortlich. Dabei haben sie eng mit dem DESY-Theoretiker Frank Tackmann zusammengearbeitet.</p>



<p>Die am LHC erzeugten W-Bosonen zerfallen fast sofort in ein Myon und ein Neutrino. Myonen werden vom CMS-Detektor nachgewiesen, aber die Neutrinos sind für den Detektor unsichtbar. Das macht diese Messung so kompliziert. Könnten sowohl Myonen als auch Neutrinos nachgewiesen werden, ließe sich die Masse des W-Bosons direkt aus der Energie und der Flugrichtung der Teilchen bestimmen, wie es beispielsweise beim Higgs-Boson der Fall ist. Um diese Herausforderung zu meistern, untersuchen die Forschenden den Impuls des Myons und leiten daraus den Wert der Masse des W-Bosons mit sehr hoher Genauigkeit ab.</p>



<p>Die endgültige Genauigkeit der Messung hängt von zwei Faktoren ab: Erstens vom speziellen Hochleistungs-Algorithmus des CMS-Detektors zur Rekonstruktion der Kinematik des Myons. Wenn die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Kinematik der Myonen kennen, die aus den Zerfällen von W-Bosonen hervorgehen, können sie Rückschlüsse auf die Kinematik des W-Bosons ziehen, was wiederum mehr über dessen Masse aussagt.</p>



<p>Zweitens nutzten die Forschungsteams die neuesten und besten Erkenntnisse aus Theorie und experimentellen Techniken. Die Standardmethode zur Messung der W-Masse bestand bisher darin, extrem präzise Messungen des Z-Bosons als eine Art Kontrollkanal zu verwenden, um die Kinematik des W-Bosons genau vorherzusagen. Der Theoretiker Frank Tackmann und sein im Rahmen des ERC-Konsolidierungsprogramms gefördertes Team haben eine Methode entwickelt, die die CMS-Messung (und möglicherweise auch alle künftigen Messungen) unabhängig vom Z-Boson macht. „Das Problem war immer, das Z mit dem W genau in Beziehung zu setzen&#8220;, sagt Tackmann. Die neue Methode beruht auf der gleichzeitigen Anwendung von zehn verschiedenen Theorieparametern und liefert robuste und parametrisierte theoretische Unsicherheiten, die für die korrekte Interpretation der Daten entscheidend sind. „Die Durchführung dieser hochmodernen theoretischen Berechnungen und die Zusammenstellung aller Teile war eine große Aufgabe&#8220;, fügt Simone Amoroso hinzu.</p>



<p>„Dieses neue CMS-Ergebnis, das mit den Vorhersagen des Standardmodells punktgenau übereinstimmt, ist nicht nur ein weiterer Beweis für die Robustheit des Standardmodells&#8220;, sagt Tackmann. „Es erhöht auch unsere Gesamtempfindlichkeit für Physik, die möglicherweise jenseits des Standardmodells liegt.&#8220;</p>



<p><strong>Über DESY</strong><br>Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY zählt mit seinen Standorten in Hamburg und Zeuthen zu den weltweit führenden Zentren in der Forschung an und mit Teilchenbeschleunigern. Die Mission des Forschungszentrums ist die Entschlüsselung von Struktur und Funktion der Materie, als Basis zur Lösung der großen Fragen und drängenden Herausforderungen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Dafür entwickelt, baut und betreibt DESY modernste Beschleuniger- und Experimentieranlagen für die Forschung mit hochbrillantem Röntgenlicht und unterhält internationale Kooperationen in der Teilchen- und Astroteilchenphysik und in der Forschung mit Photonen. DESY ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands, und wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent von den Ländern Hamburg und Brandenburg finanziert.</p>



<p><strong>Pressemeldung vom CERN (auf englisch)</strong><br><a href="https://home.cern/news/press-release/physics/cms-experiment-cern-weighs-w-boson-mass" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://home.cern/news/press-release/physics/cms-experiment-cern-weighs-w-boson-mass</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1178.msg566467#msg566467" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Large Hadron Collider</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19773.msg566468#msg566468" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>70 Jahre Forschungszentrum CERN</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/70-jahre-forschungszentrum-cern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2024 21:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
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		<category><![CDATA[LHC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland feiert mit Veranstaltungen in Berlin und an Teilchenphysikstandorten in ganz Deutschland. Ausstellung, Experimente, Talkabend und sogar eine Oper über den Anfang des Universums bringen Besucherinnen und Besuchern die Forschung näher. Eine Presseinformation des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft. Quelle: DESY 21. August 2024. 21. August 2024 &#8211; Im Jahr 2024 feiert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Deutschland feiert mit Veranstaltungen in Berlin und an Teilchenphysikstandorten in ganz Deutschland. Ausstellung, Experimente, Talkabend und sogar eine Oper über den Anfang des Universums bringen Besucherinnen und Besuchern die Forschung näher. Eine Presseinformation des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DESY 21. August 2024.</p>



<p>21. August 2024 &#8211; Im Jahr 2024 feiert das <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/cern/" data-wpel-link="internal">CERN</a> sein 70. Jubiläum. Das internationale Forschungs- und Technologiezentrum mit Sitz in Genf blickt auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurück. In den 70 Jahren seines Bestehens hat das CERN nicht nur unser Wissen über die Bestandteile, Entwicklung und Spielregeln des Universums ständig erweitert, sondern auch der Menschheit Technologien zur Verfügung gestellt, die unser Leben nachhaltig verändert haben. Das größte und bekannteste CERN-Projekt ist der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/lhc/" data-wpel-link="internal">LHC</a>) mit seinen riesigen Detektoren, an dem 2012 das <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/higgs/" data-wpel-link="internal">Higgs-Teilchen</a> entdeckt und seitdem präzise vermessen wurde. Deutschland gehörte 1954 zu den Gründungsstaaten, leistet den anteilig größten Beitrag zum CERN-Budget und ist mit fast 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der am CERN betriebenen Forschung beteiligt. Mit mehreren zentralen Veranstaltungen feiert die CERN-Forschungsgemeinschaft in Deutschland diesen runden Geburtstag Anfang September in Berlin.</p>



<p>Die Veranstalter – die Gemeinschaft der an der CERN-Forschung beteiligten Einrichtungen in Deutschland, vertreten durch das Komitee für Elementarteilchenphysik (KET), das Komitee für Hadronen und Kerne (KHuK), das Komitee für Beschleunigerphysik (KfB) und das CERN – laden zu diesen Veranstaltungen im Rahmen der &#8222;Festwoche&#8220; zum 70. CERN-Geburtstag ein.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ausstellung mit Mitmach-Elementen &#8222;70 Jahre CERN&#8220;<br>-2.-4.9., jeweils 10-18 Uhr, <a href="https://futurium.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Futurium Berlin</a>, Alexanderufer 2<br>-Eintritt frei<br>-Hands-on-Experimente rund um physikalische Konzepte mit Anleitung (auch für Schulklassen), eine interaktive Ausstellung über das Forschungszentrum CERN, seine Geschichte, wissenschaftlichen Erfolge und welche Rolle Deutschland im internationalen Forschungsabenteuer rund um CERN und seinen Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider spielt. Das Highlight am Dienstag ist der aufblasbare Zeitreisetunnel &#8222;Urknall unterwegs&#8220;!<br>Die Ausstellung ist an allen drei Veranstaltungstagen geöffnet. Die permanente Ausstellung des Futuriums ist am Dienstag geschlossen.</li>



<li>Konzert &#8222;Creazione/Schöpfung – Fragmente&#8220;<br>-1.9., 18:00 Uhr, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin<br>-Tickets: <a href="https://creazione.reservix.de/events" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://creazione.reservix.de/events</a><br>-Konzert von Fragmenten der Oper &#8222;Creazione/Schöpfung&#8220; von Komponistin Gloria Bruni. &#8222;Creazione/Schöpfung&#8220; setzt sich mit der Frage nach dem Anfang und der Unendlichkeit des Seins auseinander – aus wissenschaftlicher, religiöser und musikalischer Sicht. Unter der Leitung von Wolf Kerschek spielen die Hamburger Symphoniker, das Berliner Vocalconsort und ein Chor aus Forschenden der Universität Hamburg und des Forschungszentrums DESY</li>



<li>Talkabend &#8222;CERN Stories&#8220;<br>-2.9., Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:30 h, Futurium Berlin, Alexanderufer 2<br>-Eintritt frei<br>-Im Rahmen des 70. CERN-Jubiläums laden wir zum Talkabend rund um den CERN-Alltag, die Besonderheiten des internationalen Forschungszentrums und Anekdoten aus dem Forscherleben. Wie fühlt es sich an, als Doktorand bei einer wissenschaftlichen Revolution dabei zu sein – der Entdeckung eines neuen Teilchens? Was bringt uns eigentlich diese ganze teure Teilchenknallerei? Bei &#8222;CERN Stories&#8220; kommen die Menschen zu Wort, die am CERN arbeiten oder gearbeitet haben &#8211; ob als Schüler, Studierende, Forschende oder Generaldirektoren. Anekdoten, Erinnerungen und Ausblicke in lockerer Runde mit der Möglichkeit, hinterher mit den Talkgästen bei Getränken und Brezeln zu plaudern.<br>&#8211;<a href="https://indico.cern.ch/event/1436404/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://indico.cern.ch/event/1436404/</a></li>



<li>Festakt<br>-3.9., Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr, Futurium Berlin, Alexanderufer 2<br>-Eintritt nur mit Einladung<br>-Offizieller Festakt mit verschiedenen Vortragsformaten über die Wissenschaft am CERN, CERN und Deutschland, Technologie und Industrie und Bildung sowie Grußworten unter anderen von der Staatssekretärin Judith Pirscher (BMBF) und der Schweizer Botschafterin in Deutschland, Livia Leu. Zu den Vortragenden gehören der ehemalige CERN-Generaldirektor Rolf Heuer und die Forschungsdirektorin des Forschungszentrums DESY, Beate Heinemann.</li>
</ul>



<p>Am 3.9. um 17:00 Uhr findet im Futurium außerdem der offizielle Launch einer neuen Augmented-Reality-App zur Teilchenphysik und ihren Forschungsanlagen statt: „Das Teilchenuniversum&#8220;. Mit Hilfe der App können Nutzer einen virtuellen Spaziergang durch das Universum machen – von den Anfängen unseres Kosmos und den Prozessen, die zur Entstehung von Galaxien, Sternen und Planeten geführt haben, bis zu einem Teilchenbeschleuniger in &#8222;Lebensgröße&#8220; laden über 10 Stationen zum Entdecken ein. <br>Mehr Informationen zur App: <a href="https://lhc-deutschland.de/app/index_ger.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://lhc-deutschland.de/app/index_ger.html</a></p>



<p>Nicht nur in Berlin finden Veranstaltungen anlässlich des 70. Geburtstages statt: In der Woche vom 16. September laden an der CERN-Forschung beteiligte Universitäten und Forschungsinstitute in ganz Deutschland zu Veranstaltungen, Ausstellungen, Schnupperkursen und vielem mehr ein. Das komplette Programm: <a href="https://cern70.cern/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">cern70.de</a></p>



<p>„Herzlichen Glückwunsch dem international anerkannten CERN und noch viele erfolgreiche Jahre der Spitzenforschung, die die Grenzen zu neuen Erkenntnissen beständig erweitern! Diese Glückwünsche gehen auch an die deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zum Erfolg von CERN einen wesentlichen Beitrag leisten. Internationale Zusammenarbeit, wissenschaftliche Exzellenz und die ausgeprägte Kraft zur Innovation: Dies ist es, was das CERN auszeichnet als moderne Forschungseinrichtung und Vorbild, an dem sich andere orientieren&#8220;, sagt Judith Pirscher, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).</p>



<p><strong>Über das CERN:</strong><br>CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eines der weltweit führenden Laboratorien für Teilchenphysik. Die Organisation befindet sich an der französisch-schweizerischen Grenze und hat ihren Sitz in Genf. Sie hat 23 Mitgliedsstaaten, zu denen auch Deutschland gehört. Am CERN befindet sich der Large Hadron Collider, der größte und leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg565076#msg565076" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li>
</ul>
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		<title>GSI: Installationsstart der FAIR-Beschleunigermaschine</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gsi-installationsstart-der-fair-beschleunigermaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2024 21:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleuniger]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[FAIR]]></category>
		<category><![CDATA[GSI]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=143046</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erste Magnete erfolgreich im Tunnel, 17 Meter unter der Erde, eingebaut. Eine Pressemitteilung des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung Darmstadt. Quelle: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung 2. August 2024. 2. August 2024 &#8211; Der Startschuss für die Installation der FAIR-Beschleunigermaschine ist gefallen. Die hoch präzisen Montagearbeiten in den Gebäuden der internationalen Beschleunigeranlage FAIR in Darmstadt haben begonnen: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Erste Magnete erfolgreich im Tunnel, 17 Meter unter der Erde, eingebaut. Eine Pressemitteilung des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung Darmstadt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung 2. August 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/Tunnelevent1LarsMoellerGSIFAIR.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mit dem Einbau der ersten supraleitenden Hightech-Magnete hat die Installation der FAIR-Beschleunigermaschine begonnen. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)" data-rl_caption="" title="Mit dem Einbau der ersten supraleitenden Hightech-Magnete hat die Installation der FAIR-Beschleunigermaschine begonnen. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/Tunnelevent1LarsMoellerGSIFAIR26.jpg" alt="Mit dem Einbau der ersten supraleitenden Hightech-Magnete hat die Installation der FAIR-Beschleunigermaschine begonnen. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)" class="wp-image-143055"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Mit dem Einbau der ersten supraleitenden Hightech-Magnete hat die Installation der FAIR-Beschleunigermaschine begonnen. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)</figcaption></figure>



<p>2. August 2024 &#8211; Der Startschuss für die Installation der FAIR-Beschleunigermaschine ist gefallen. Die hoch präzisen Montagearbeiten in den Gebäuden der internationalen Beschleunigeranlage FAIR in Darmstadt haben begonnen: Die ersten tonnenschweren Magnete wurden erfolgreich in dem ringförmigen Tunnel, 17 Meter unter der Erde, positioniert. Dies markiert einen entscheidenden Fortschritt in der Realisierung des hochmodernen Beschleunigers, der Ionen aller Elemente bis auf 99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen wird. Die <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/fair/" data-wpel-link="internal">Facility for Antiproton and Ion Research (FAIR)</a> wird am <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/gsi/" data-wpel-link="internal">GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung</a> in internationaler Zusammenarbeit errichtet.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/GSIFAIRSIS100Magnet3JHosanGSI.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="SIS100-Dipolmagnet - Sicht in den Magneten. (Foto: J. Hosan/GSI)" data-rl_caption="" title="SIS100-Dipolmagnet - Sicht in den Magneten. (Foto: J. Hosan/GSI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/GSIFAIRSIS100Magnet3JHosanGSI26.jpg" alt="SIS100-Dipolmagnet - Sicht in den Magneten. (Foto: J. Hosan/GSI)" class="wp-image-143053"/></a><figcaption class="wp-element-caption">SIS100-Dipolmagnet &#8211; Sicht in den Magneten. (Foto: J. Hosan/GSI)</figcaption></figure>



<p>FAIR ist eines der größten Bauvorhaben und eine der innovativsten Hightech-Anlagen für die Forschung weltweit. Von der FAIR-Spitzenforschung sind bahnbrechende neue Erkenntnisse über die Materie und das Universum zu erwarten. Wissenschaftler*innen aus aller Welt werden an FAIR eine Vielzahl von neuartigen Experimenten durchführen, von der Astrophysik bis zur Krebsforschung.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/Tunnelevent3LarsMoellerGSIFAIR.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Von den tonnenschweren supraleitenden Dipol-Magneten werden über 100 Stück benötigt. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)" data-rl_caption="" title="Von den tonnenschweren supraleitenden Dipol-Magneten werden über 100 Stück benötigt. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/Tunnelevent3LarsMoellerGSIFAIR26.jpg" alt="Von den tonnenschweren supraleitenden Dipol-Magneten werden über 100 Stück benötigt. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)" class="wp-image-143057"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Von den tonnenschweren supraleitenden Dipol-Magneten werden über 100 Stück benötigt. (Foto: Lars Möller, GSI/FAIR)</figcaption></figure>



<p>Die Gebäude für die aktuelle Ausbaustufe von FAIR sind fertiggestellt und die Installation der technischen Gebäudeausrüstung ist weit fortgeschritten. In den kommenden Jahren werden mehrere Tausend Hightech-Komponenten der FAIR Beschleuniger- und Experimentieranlagen installiert. Die nun installierten ersten Komponenten sind supraleitende Magnete mit einem Gewicht von jeweils rund drei Tonnen. Davon werden insgesamt 108 Stück installiert. Sie werden Teil des 1,1 km langen Ringbeschleunigers SIS100, mit dem Ionen aller Elemente auf bis zu 99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden können. Die Aufgabe der Magnete ist es, die Teilchen im Ringbeschleuniger zu lenken und in der Kreisbahn auf Kurs zu halten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/FAIRConstructionSiteApril24DFehrenzGSIFAIR.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="FAIR-Baustelle aus der Luft, April 2024. (Foto: D. Fehrenz, GSI/FAIR)" data-rl_caption="" title="FAIR-Baustelle aus der Luft, April 2024. (Foto: D. Fehrenz, GSI/FAIR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/FAIRConstructionSiteApril24DFehrenzGSIFAIR26.jpg" alt="FAIR-Baustelle aus der Luft, April 2024. (Foto: D. Fehrenz, GSI/FAIR)" class="wp-image-143051"/></a><figcaption class="wp-element-caption">FAIR-Baustelle aus der Luft, April 2024. (Foto: D. Fehrenz, GSI/FAIR)</figcaption></figure>



<p>„Mit dem Einbau der ersten supraleitenden Hightech-Magnete starten wir die Installation der FAIR-Beschleunigermaschine, auf die wir seit Jahren konsequent und mit größtem Engagement hingearbeitet haben“, so Jörg Blaurock, Technischer Geschäftsführer von GSI und FAIR. „Alle weltweit gefertigten High-Tech-Komponenten, die jetzt zum Einbau bereitstehen, wurden vorher in aufwändigen Verfahren entwickelt und getestet. Dieser Erfolg ist das Ergebnis akribischer Planung und des enormen Einsatzes aller Beteiligten. Ich bin stolz auf die hervorragende Zusammenarbeit unserer Mitarbeitenden, der Kooperationspartner aus Forschung und Industrie sowie der vielen Planer und Unterstützer und natürlich unserer Gesellschafter, die diesen Übergang in die nächste Realisierungs-Phase von FAIR ermöglicht haben.&#8220; (GSI)</p>



<p><strong>Über FAIR</strong><br>Zurzeit wird in Darmstadt das neue internationale Beschleunigerzentrum FAIR, eines der größten und komplexesten Bauvorhaben für die internationale Spitzenforschung, errichtet. Auf rund 20 Hektar entstehen einzigartige Gebäudestrukturen, um neu entwickelte Hochtechnologie-Gerätschaften für die Forschung zu beherbergen und zu betreiben. Für das multinationale, hochkomplexe Mega-Bauprojekt wurde eine integrierte Bauablaufplanung entwickelt, in der Hoch-, Tief- und Ingenieurbau, Beschleunigerentwicklung und -bau, sowie die wissenschaftlichen Experimente eng aufeinander abgestimmt sind. Mit FAIR wird Materie im Labor erzeugt und erforscht werden, wie sie sonst nur im Universum vorkommt. Forschende aus aller Welt erwarten neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums, vom Urknall bis heute.</p>


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		<title>HHU: Kalte Antimaterie für quanten-aufgelöste Präzisionsmessungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hhu-kalte-antimaterie-fuer-quanten-aufgeloeste-praezisionsmessungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2024 21:12:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Antimaterie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum gibt es Materie im Universum und (fast) keine Antimaterie? Der internationalen Forschungskollaboration BASE am CERN in Genf unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Ulmer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist in diesem Zusammenhang ein experimenteller Durchbruch gelungen. Er kann dazu beitragen, die Masse und das magnetische Moment von Antiprotonen so präzise wie noch nie [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Warum gibt es Materie im Universum und (fast) keine Antimaterie? Der internationalen Forschungskollaboration BASE am CERN in Genf unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Ulmer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist in diesem Zusammenhang ein experimenteller Durchbruch gelungen. Er kann dazu beitragen, die Masse und das magnetische Moment von Antiprotonen so präzise wie noch nie zu vermessen – und so mögliche Materie-Antimaterie-Asymmetrien zu erkennen. Eine Pressemitteilung der HHU.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 2. August 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/MaxwellDaemonKuehldoppelfalleBASEKollabStefanUlmer.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die „Maxwell-Daemon-Kühldoppelfalle“, die im Rahmen der BASE-Kollaboration entwickelt wurde. Mit ihr können Antiprotonen sehr schnell auf Temperaturen abgekühlt werden, die für Hochpräzisionsmessungen notwendig sind. (Bild: BASE-Kollaboration / Stefan Ulmer)" data-rl_caption="" title="Die „Maxwell-Daemon-Kühldoppelfalle“, die im Rahmen der BASE-Kollaboration entwickelt wurde. Mit ihr können Antiprotonen sehr schnell auf Temperaturen abgekühlt werden, die für Hochpräzisionsmessungen notwendig sind. (Bild: BASE-Kollaboration / Stefan Ulmer)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="329" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/MaxwellDaemonKuehldoppelfalleBASEKollabStefanUlmer26.jpg" alt="Die „Maxwell-Daemon-Kühldoppelfalle“, die im Rahmen der BASE-Kollaboration entwickelt wurde. Mit ihr können Antiprotonen sehr schnell auf Temperaturen abgekühlt werden, die für Hochpräzisionsmessungen notwendig sind. (Bild: BASE-Kollaboration / Stefan Ulmer)" class="wp-image-143030" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/MaxwellDaemonKuehldoppelfalleBASEKollabStefanUlmer26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/MaxwellDaemonKuehldoppelfalleBASEKollabStefanUlmer26-237x300.jpg 237w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die „Maxwell-Daemon-Kühldoppelfalle“, die im Rahmen der BASE-Kollaboration entwickelt wurde. Mit ihr können Antiprotonen sehr schnell auf Temperaturen abgekühlt werden, die für Hochpräzisionsmessungen notwendig sind. (Bild: BASE-Kollaboration / Stefan Ulmer)</figcaption></figure>



<p>2. August 2024 &#8211; BASE hat eine Falle entwickelt, mit der einzelne Antiprotonen wesentlich schneller abgekühlt werden als bisher, was die Forschenden nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters erläutern.</p>



<p>Nach dem Urknall vor über 13 Milliarden Jahren war das Universum voll hochenergetischer Strahlung. Aus ihr entstanden ständig Paare von Materie- und Antimaterieteilchen – beispielsweise Protonen und Antiprotonen. Trifft ein solches Paar wieder zusammen, zerstrahlen die Teile erneut zu reiner Energie. In der Summe sollten also exakt gleiche Mengen Materie und Antimaterie entstehen und wieder zerstrahlen, in der Summe sollte das Universum weitgehend materielos sein.</p>



<p>Offensichtlich gibt es aber ein Ungleichgewicht – eine Asymmetrie –, denn es gibt materielle Objekte. Es ist eine winzige Menge mehr Materie als Antimaterie entstanden, im Widerspruch zum Standardmodell der Teilchenphysik. Physiker suchen deshalb seit Jahrzehnten, das Standardmodell zu erweitern. Dafür benötigen sie auch präziseste Messung fundamentaler physikalischer Größen.</p>



<p>Hier setzt die BASE-Kollaboration („Baryon Antibaryon Symmetry Experiment“) an, an der die Universitäten in Düsseldorf, Hannover, Heidelberg, Mainz, Tokio und der ETH Zürich beteiligt sind sowie die Forschungslabore CERN in Genf, GSI in Darmstadt, das MPI für Kernphysik in Heidelberg, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig und RIKEN in Wako / Japan.</p>



<p>„Die zentrale Frage, der wir nachgehen wollen: Sind Materie- und ihre zugehörigen Antimaterieteilchen exakt gleich schwer und haben sie die exakt gleichen magnetischen Momente, oder gibt es winzige Abweichungen?“, erläutert Prof. Dr. Stefan Ulmer, Sprecher von BASE. Er ist Professor am Institut für Experimentalphysik der HHU und forscht zusätzlich am CERN und am RIKEN.</p>



<p>Die Physiker wollen mit extrem hoher Auflösung den sogenannten Spin-Flip – Quantenübergänge des Protonenspins – bei einzelnen, ultrakalten und damit extrem energiearmen Antiprotonen messen; also das Umklappen des Eigendrehimpulses. „Aus den gemessenen Übergangsfrequenzen können wir unter anderem das magnetische Moment der Antiprotonen – also sozusagen deren winzige innere Stabmagnete – vermessen“, erläutert Ulmer, und: „Wir wollen so mit bisher unerreichter Genauigkeit schauen, ob diese Stabmagnete in Protonen und Antiprotonen dieselbe Stärke aufweisen.“</p>



<p>Einzelne Antiprotonen für die Messungen so zu präparieren, dass entsprechende Messgenauigkeiten erreicht werden, ist eine äußert aufwändige experimentelle Aufgabe. Hierbei hat die BASE-Kollaboration nun einen entscheidenden Fortschritt erzielt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/AntiprotonenSpinuebergaengeBASEKollabBarbaraMariaLatacz.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mithilfe der Falle können Antiprotonen-Spinübergängen mit höchster Genauigkeit vermessen werden. (Grafik: BASE-Kollaboration / Barbara Maria Latacz)" data-rl_caption="" title="Mithilfe der Falle können Antiprotonen-Spinübergängen mit höchster Genauigkeit vermessen werden. (Grafik: BASE-Kollaboration / Barbara Maria Latacz)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/AntiprotonenSpinuebergaengeBASEKollabBarbaraMariaLatacz26.jpg" alt="Mithilfe der Falle können Antiprotonen-Spinübergängen mit höchster Genauigkeit vermessen werden. (Grafik: BASE-Kollaboration / Barbara Maria Latacz)" class="wp-image-143028"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Mithilfe der Falle können Antiprotonen-Spinübergängen mit höchster Genauigkeit vermessen werden. (Grafik: BASE-Kollaboration / Barbara Maria Latacz)</figcaption></figure>



<p>Dr. Barbara Maria Latacz vom CERN und Erstautorin der jetzt in Physical Review Letters als „editors suggestion“ erschienenen Studie: „Wir benötigen Antiprotonen mit einer maximalen Temperatur von 200 mK, also extrem kalte Teilchen. Nur so sind verschiedene Spin-Quantenzustände unterscheidbar. Mit bisherigen Techniken dauerte es 15 Stunden, um Antiprotonen, die wir aus dem Beschleunigerkomplex des CERN beziehen, so weit abzukühlen. Mit unserer neuen Kühlmethode verkürzen wir diese Zeit auf acht Minuten.“</p>



<p>Erreicht haben die Forschenden dies, indem sie quasi zwei sogenannte Penningfallen zu einem Gerät zusammenschlossen, zu einer „Maxwell-Daemon-Kühldoppelfalle“. Mit ihr ist es möglich, nur die kältesten Antiprotonen gezielt zu präparieren und für die nachfolgende Spin-Flip-Messung zu nutzen; wärmere Teilchen werden aussortiert. So entfällt die Zeit, um wärmere Antiprotonen abzukühlen.</p>



<p>Die erhebliche kürzere Kühlzeit ist notwendig, um die nötige Messstatistik in wesentlich kürzerer Zeit zu erhalten, so dass die Messunsicherheiten weiter gesenkt werden können. Latacz: „Wir brauchen mindestens 1.000 einzelne Messzyklen. Mit unserer neuen Falle heißt dies, dass wir rund einen Monat Messzeit benötigen – im Vergleich zu knapp zehn Jahren mit der alten Technik, was experimentell nicht realisierbar wäre.“</p>



<p>Ulmer: „Mit der BASE-Falle konnten wir bereits messen, dass sich die magnetischen Momente von Proton und Antiproton um maximal ein Milliardstel – wir sprechen von 10^-9 – unterscheiden. Wir konnten die Fehlerrate der Spin-Identifikation um mehr als einen Faktor 1.000 verbessern. In der nächsten Messkampagne hoffen wir, die Genauigkeit im magnetischen Moment auf 10^-10 verbessern zu können.“</p>



<p>Prof. Ulmer zu den zukünftigen Plänen: „Wir wollen eine mobile Teilchenfalle bauen, mit der wir am CERN in Genf erzeugte Antiprotonen in ein neues Labor an der HHU transportieren können. Dieses ist so eingerichtet, dass wir hoffen dürfen, die Messgenauigkeit um mindestens einen weiteren Faktor 10 zu verbessern.“</p>



<p><strong>Hintergrund: Fallen für Elementarteilchen</strong><br>Mithilfe von magnetischen und elektrischen Feldern können in Fallen einzelne elektrisch geladene Elementarteilchen, deren Antiteilchen oder auch Atomkerne für längere Zeit gespeichert werden. Speicherdauern von über zehn Jahren sind möglich. Innerhalb der Fallen können dann gezielte Messungen an ihnen vorgenommen werden.</p>



<p>Es gibt zwei grundlegende Bauweisen: Bei den sogenannten Paul-Fallen (die vom deutschen Physiker Wolfgang Paul in den 1950er-Jahren entwickelt wurden) erfolgt die Speicherung mithilfe von elektrischen Wechselfeldern. Die von Hans G. Dehmelt entwickelten „Penning-Fallen“ nutzen ein konstantes Magnetfeld und ein elektrostatisches Quadrupolfeld. Beide Physiker erhielten für ihre Entwicklungen 1989 den Nobelpreis.</p>



<p><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>B. M. Latacz, M. Fleck, J. I. Jäger, G. Umbrazunas, B. P. Arndt, S. R. Erlewein, E. J. Wursten, J. A. Devlin, P. Micke, F. Abbass, D. Schweitzer, M. Wiesinger, C. Will, H. Yildiz, K. Blaum, Y. Matsuda, A. Mooser, C. Ospelkaus, C. Smorra, A. Soter, W. Quint, J. Walz, Y. Yamazaki, and S. Ulmer. Orders of Magnitude Improved Cyclotron-Mode Cooling for Non-Destructive Spin Quantum Transition Spectroscopy with Single Trapped Antiprotons, Physical Review Letters 133, 053201 (2024).<br>DOI: 10.1103/PhysRevLett.133.053201<br><a href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.133.053201" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.133.053201</a><br>pdf: <a href="https://journals.aps.org/prl/pdf/10.1103/PhysRevLett.133.053201" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prl/pdf/10.1103/PhysRevLett.133.053201</a></p>


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		<title>Neutronen auf klassisch unerklärlichen Bahnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neutronen-auf-klassisch-unerklaerlichen-bahnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2024 20:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
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		<category><![CDATA[Leggett-Garg-Ungleichung]]></category>
		<category><![CDATA[Neutronen]]></category>
		<category><![CDATA[Quanten]]></category>
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		<category><![CDATA[TU Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist die Natur wirklich so seltsam, wie die Quantentheorie sagt – oder gibt es doch anschaulichere Erklärungen? Neutronen-Messungen der TU Wien beweisen: Ohne Quantentheorie geht es nicht. Eine Presseaussendung der Technischen Universität Wien. Quelle: Technische Universität Wien 1. Juli 2024. 1. Juli 2024 &#8211; Kann sich ein Teilchen an zwei unterschiedlichen Orten gleichzeitig aufhalten? In [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ist die Natur wirklich so seltsam, wie die Quantentheorie sagt – oder gibt es doch anschaulichere Erklärungen? Neutronen-Messungen der TU Wien beweisen: Ohne Quantentheorie geht es nicht. Eine Presseaussendung der Technischen Universität Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Technische Universität Wien 1. Juli 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/NeutronenstrahlaufgespaltenJedesNeutronaufbeidenPfadengleichzeitig.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Neutronenstrahl (grün) wird in zwei Teile aufgespalten, die wieder vereint werden. Jedes Neutron bewegt sich auf beiden Pfaden gleichzeitig. (Grafik: TU Wien)" data-rl_caption="" title="Ein Neutronenstrahl (grün) wird in zwei Teile aufgespalten, die wieder vereint werden. Jedes Neutron bewegt sich auf beiden Pfaden gleichzeitig. (Grafik: TU Wien)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/NeutronenstrahlaufgespaltenJedesNeutronaufbeidenPfadengleichzeitig26.jpg" alt="Ein Neutronenstrahl (grün) wird in zwei Teile aufgespalten, die wieder vereint werden. Jedes Neutron bewegt sich auf beiden Pfaden gleichzeitig. (Grafik: TU Wien)" class="wp-image-142347"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Neutronenstrahl (grün) wird in zwei Teile aufgespalten, die wieder vereint werden. Jedes Neutron bewegt sich auf beiden Pfaden gleichzeitig. (Grafik: TU Wien)</figcaption></figure>



<p>1. Juli 2024 &#8211; Kann sich ein Teilchen an zwei unterschiedlichen Orten gleichzeitig aufhalten? In der Quantenphysik ist das kein Problem: Sie erlaubt, dass sich Objekte in verschiedenen Zuständen gleichzeitig befinden – oder präziser gesagt: In einem Überlagerungszustand, der sich aus unterschiedlichen beobachtbaren Zuständen zusammensetzt. Aber ist das wirklich der Fall? Vielleicht befindet sich das Teilchen in Wirklichkeit sehr wohl in einem ganz bestimmten Zustand, an einem ganz bestimmten Ort, nur kennen wir ihn nicht?</p>



<p>Seit Jahrzehnten wird über die Frage diskutiert, ob man das Verhalten von Quantenobjekten nicht vielleicht doch durch eine für uns anschaulichere Theorie beschreiben kann. 1985 wurde eine Möglichkeit vorgeschlagen, das zu messen – die sogenannte „Leggett-Garg-Ungleichung“. Jede Theorie, die ohne die merkwürdigen Überlagerungs-Zustände der Quantentheorie auskommt, muss dieser Ungleichung gehorchen. Die Quantentheorie hingegen verstößt gegen sie. An der TU Wien wurden dazu nun erstmals Messungen mit Neutronen durchgeführt – mit einem eindeutigen Ergebnis: Die Leggett-Garg-Ungleichung wird verletzt, klassische Erklärungen dafür sind nicht möglich, die Quantentheorie gewinnt. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal „Physical Review Letters“ publiziert.</p>



<p><strong>Physikalischer Realismus</strong><br>Wir gehen normalerweise davon aus, dass jedes Objekt bestimmte Eigenschaften hat: Ein Ball befindet sich an einem bestimmten Ort, er hat eine bestimmte Geschwindigkeit, vielleicht auch eine bestimmte Drehung. Ob wir den Ball beobachten oder nicht, ist egal. Er hat diese Eigenschaften ganz objektiv und unabhängig von uns. „Diese Sichtweise wird als ‚Realismus‘ bezeichnet“, sagt Stephan Sponar vom Atominstitut der TU Wien.</p>



<p>Insbesondere große, makroskopische Objekte müssen dieser Regel gehorchen, das wissen wir aus unserer Alltagserfahrung. Außerdem wissen wir: Makroskopische Objekte kann man beobachten, ohne sie nennenswert zu beeinflussen. Die Messung ändert den Zustand nicht. Diese Annahmen bezeichnet man zusammen als „makroskopischen Realismus“.</p>



<p>Die Quantentheorie, wie man sie heute kennt, ist aber eine Theorie, die diesen makroskopischen Realismus verletzt. Wenn für ein Quantenteilchen unterschiedliche Zustände erlaubt sind, zum Beispiel unterschiedliche Positionen, Geschwindigkeiten oder Energiewerte, dann ist auch eine beliebige Kombination dieser Zustände erlaubt. Zumindest, solange man diesen Zustand nicht misst. Bei einer Messung geht dieser Überlagerungszustand nämlich kaputt: Die Messung zwingt das Teilchen, sich für einen ganz bestimmten Wert zu entscheiden.</p>



<p><strong>Die Leggett-Garg-Ungleichung</strong><br>Trotzdem muss die Quantenwelt mit der makroskopischen Welt logisch zusammenhängen – schließlich bestehen große Dinge ja aus kleinen Quantenteilchen. Prinzipiell sollten die Regeln der Quantentheorie für alles gelten.</p>



<p>Die Frage ist nun also: Kann man bei „großen“ Objekten ein Verhalten finden, das sich mit unserem intuitiven Bild des makroskopischen Realismus nicht vereinbaren lässt? Können auch makroskopische Dinge klare Anzeichen von Quanteneigenschaften aufweisen?</p>



<p>1985 veröffentlichten die Physiker Anthony James Leggett und Anupam Garg eine Formel, mit der sich der makroskopische Realismus testen lässt: Die Leggett-Garg-Ungleichung. „Der Gedanke dahinter ist ähnlich wie bei der berühmteren Bell’schen Ungleichung, für deren Überprüfung 2022 der Physik-Nobelpreis vergeben wurde“, sagt Elisabeth Kreuzgruber, Erstautorin des Papers. „Allerdings geht es bei der Bell’schen Ungleichung um die Frage, wie stark das Verhalten eines Teilchens mit einem anderen, quantenverschränkten Teilchen zusammenhängt. Bei der Leggett-Garg-Ungleichung geht es nur um ein einziges Objekt, und um die Frage, wie sein Zustand zu bestimmten Zeitpunkten mit seinem Zustand zu anderen Zeitpunkten zusammenhängt.“</p>



<p><strong>Stärkere Korrelationen als die klassische Physik erlaubt</strong><br>Leggett und Garg gingen von einem Objekt aus, das zu drei verschiedenen Zeitpunkten gemessen werden kann, jede Messung kann zwei verschiedene Ergebnisse haben. Auch wenn man überhaupt nichts darüber weiß, ob oder wie sich der Zustand dieses Objekts im Lauf der Zeit ändert, kann man trotzdem statistisch untersuchen, wie stark die Ergebnisse zu unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander zusammenhängen.</p>



<p>Man kann mathematisch zeigen, dass die Stärke dieser Zusammenhänge ein gewisses Maß niemals übersteigen kann – wenn man voraussetzt, dass der makroskopische Realismus korrekt ist. Leggett und Garg konnten eine Ungleichung aufstellen, die von jeder makroskopisch realistischen Theorie immer erfüllt sein muss, ganz egal um welche Theorie es sich im Detail handelt.</p>



<p>Wenn sich das Objekt allerdings an die Regeln der Quantentheorie hält, dann müssen sich deutlich stärkere statistische Zusammenhänge zwischen den Messergebnissen zu den drei verschiedenen Zeitpunkten ergeben. Wenn ein Objekt sich zwischen den Mess-Zeitpunkten tatsächlich in verschiedenen Zuständen gleichzeitig befindet, muss sich das – nach Leggett und Garg – in stärkeren Korrelationen zwischen den drei Messzeitpunkten zeigen.</p>



<p><strong>Neutronenstrahlen: Zentimetergroße Quantenobjekte</strong><br>„Allerdings ist es gar nicht so einfach, diese Frage experimentell zu untersuchen“, sagt Richard Wagner. „Wenn wir den makroskopischen Realismus testen wollen, dann brauchen wir ein Objekt, das in gewissem Sinn makroskopisch ist, das also eine Größe hat, die mit der Größe unserer gewohnten Alltagsgegenstände vergleichbar ist.“ Gleichzeitig muss es sich aber um ein Objekt handeln, bei dem man eine Chance hat, Quanten-Eigenschaften zu erkennen.</p>



<p>„Neutronenstrahlen, wie wir sie in einem sogenannten Neutroneninterferometer vorfinden, sind dafür perfekt“, sagt Hartmut Lemmel, Strahlplatzverantwortlicher am Instrument S18 des Institut Laue-Langevin (ILL) in Grenoble, wo das Experiment durchgeführt wurde. Im Neutroneninterferometer, einem Silizium-Perfektkristall-Interferometer, das in den frühen 1970er Jahren am Atominstitut der TU Wien erstmals erfolgreich zum Einsatz kam, wird der einfallende Neutronenstrahl an der ersten Kristallplatte in zwei Teilstrahlen aufgespalten und danach von einem weiteren Silizium-Stück wieder zusammengeführt. Es gibt somit zwei verschiedene Wege, auf denen Neutronen von der Quelle zum Detektor gelangen können.</p>



<p>„Die Quantentheorie sagt: Jedes einzelne Neutron nimmt beide Wege gleichzeitig“, sagt Niels Geerits. „Die beiden Teilstrahlen sind aber mehrere Zentimeter voneinander entfernt. In gewissem Sinn hat man es hier also mit einem Quantenobjekt zu tun, das eine für Quanten-Verhältnisse gewaltige Größe hat.“</p>



<p>Durch eine ausgeklügelte Kombination mehrerer Neutronenmessungen konnte das Team der TU Wien die Leggett-Garg-Ungleichung testen – und das Ergebnis war eindeutig: Die Ungleichung wird verletzt. Die Neutronen benehmen sich also auf eine Weise, die mit keiner erdenklichen makroskopisch realistischen Theorie erklärt werden kann. Sie befinden sich tatsächlich auf beiden Strahlen gleichzeitig, an unterschiedlichen Stellen, die Zentimeter auseinanderliegen. Die Idee „vielleicht bewegt sich das Neutron doch nur auf einer der beiden Bahnen, wir wissen bloß nicht welche“ ist damit widerlegt.</p>



<p>„Unser Experiment zeigt: Die Natur ist tatsächlich so seltsam, wie die Quantentheorie behauptet“, sagt Stephan Sponar. „Egal welche klassische, makroskopisch realistische Theorie man sich zurechtlegt: Sie wird die Wirklichkeit niemals erklären können. Ohne Quantenphysik geht es nicht.“</p>



<p><strong>Originalpublikation</strong><br>E. Kreuzgruber et al., Violation of a Leggett-Garg Inequality Using Ideal Negative Measurements in Neutron Interferometry, Phys. Rev. Lett. 132, 260201 (2024).<br><a href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.132.260201" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.132.260201</a></p>



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		<title>Uni Wien: Quantenverschränkung misst Erdrotation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/uni-wien-quantenverschraenkung-misst-erdrotation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2024 20:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Raffaele Silvestri]]></category>
		<category><![CDATA[Sagnac-Effekt]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=141236</guid>

					<description><![CDATA[<p>Quantenverschränkte Photonen reagieren auf den Spin der Erde. Eine Pressemitteilung der Universität Wien. Quelle: Universität Wien 14. Juni 2024. 14. Juni 2024 &#8211; Ein Forschungsteam unter der Leitung von Philip Walther an der Universität Wien hat in einem bahnbrechenden Experiment die Auswirkungen der Erdrotation auf quantenverschränkte Photonen gemessen. Die Arbeit, die soeben in Science Advances [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Quantenverschränkte Photonen reagieren auf den Spin der Erde. Eine Pressemitteilung der Universität Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Wien 14. Juni 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SagnacInterferometerRaffaeleSilvestri2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Sagnac Interferometer, gebaut mit 2 Kilometern Glasfasern, die um einen 1,4 Meter großen quadratischen Aluminiumrahmen gewickelt sind. (Bild: Raffaele Silvestri)" data-rl_caption="" title="Sagnac Interferometer, gebaut mit 2 Kilometern Glasfasern, die um einen 1,4 Meter großen quadratischen Aluminiumrahmen gewickelt sind. (Bild: Raffaele Silvestri)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="288" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SagnacInterferometerRaffaeleSilvestri26.jpg" alt="Sagnac Interferometer, gebaut mit 2 Kilometern Glasfasern, die um einen 1,4 Meter großen quadratischen Aluminiumrahmen gewickelt sind. (Bild: Raffaele Silvestri)" class="wp-image-141240"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Sagnac Interferometer, gebaut mit 2 Kilometern Glasfasern, die um einen 1,4 Meter großen quadratischen Aluminiumrahmen gewickelt sind. (Bild: Raffaele Silvestri)</figcaption></figure>



<p>14. Juni 2024 &#8211; Ein Forschungsteam unter der Leitung von Philip Walther an der Universität Wien hat in einem bahnbrechenden Experiment die Auswirkungen der Erdrotation auf quantenverschränkte Photonen gemessen. Die Arbeit, die soeben in Science Advances veröffentlicht wurde, stellt einen bedeutenden Erfolg dar, der die Grenzen der Rotationsempfindlichkeit von verschränkungsbasierten Sensoren erweitert und möglicherweise die Grundlage für weitere Forschungen an der Schnittstelle zwischen Quantenmechanik und allgemeiner Relativitätstheorie bildet.</p>



<p>Optische Sagnac-Interferometer sind die empfindlichsten Geräte für Rotationsmessungen. Seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts sind sie für das Verständnis der grundlegenden Physik von zentraler Bedeutung. Durch ihre hohe Sensitivität trugen diese experimentellen Werkzeuge schon vor über hundert Jahren etwa zur Begründung von Einsteins spezieller Relativitätstheorie bei. Heute sind sie aufgrund ihrer unvergleichlichen Präzision das ultimative Instrument zur Messung von Rotationsgeschwindigkeiten, das nur durch die Gesetzmäßigkeiten der klassischen Physik begrenzt wird.</p>



<p>Interferometer, die mit Quantenverschränkung arbeiten, haben das Potenzial, diese Grenzen zu sprengen. Liegt zwischen zwei oder mehreren Quantenteilchen eine Verschränkung vor, so ist nur ihr Gesamtzustand bekannt, während der Zustand der einzelnen Teilchen bis zu einer Messung unbestimmt bleibt. Diese Tatsache kann dazu genutzt werden, um mehr Information pro Messung zu erhalten, als dies ohne Verschränkung möglich wäre. Der versprochene Quantensprung in der Messempfindlichkeit wurde jedoch bisher durch die fragile Natur der Verschränkung behindert. Um diese Hürde zu umgehen, kam beim Experiment der Forschungsgruppe ein sehr stabiler und auf optischen Glasfasern basierender Sagnac-Interferometer mit einer effektiven Fläche von mehr als 700 Quadratmetern zum Einsatz. Auf diese Weise konnten genügend hochwertige verschränkte Photonenpaare beobachtet werden, um die Präzision der Rotationsmessung früherer quantenoptischer Sagnac-Interferometer um das Tausendfache zu übertreffen.</p>



<p>Beim Sagnac-Effekt kommen zwei Teilchen, die sich vom selben Startpunkt in entgegengesetzte Richtungen einer rotierenden, geschlossenen Kurve bewegen, zu unterschiedlichen Zeiten am Ausgangspunkt an. Bei zwei verschränkten Teilchen, wie sie in diesem Experiment verwendet wurden, wird es spukhaft: sie verhalten sich wie ein einziges Teilchen welches beide Richtungen gleichzeitig testet. Da es sich hier um einen sehr kleinen Effekt handelt, mussten die Forscher*innen die Länge ihrer zwei Kilometer langen Glasfasern, welche auf einer riesigen Spule aufgewickelt wurden, auf etwa ein Zehntel eines Nanometers konstant halten. Dies entspricht einer Längenänderung von circa einem Millimeter bei der durchschnittlichen Distanz der Erde zur Sonne.</p>



<p>Um die Auswirkung der Erdrotation auf quantenverschränkte Photonen zweifelsfrei zu messen, brauchten die Forscher*innen aber auch einen Vergleichswert – also das Verhalten der Photonen ohne den Einfluss der Erdrotation. &#8222;Wir können die Erdrotation aber natürlich nicht stoppen, einen guten Vergleichswert zu bekommen, war also eine echte Herausforderung. Wir haben die Glasfaser in zwei gleich lange Spulen aufgeteilt und diese über einen optischen Schalter miteinander verbunden&#8220;, erklärt der Hauptautor Raffaele Silvestri von der Universität Wien. Durch den Schalter wurde es möglich, die Rotationsrichtung nach Belieben auf der Hälfte des Weges umzukehren, sodass die Teilchen unabhängig vom tatsächlichen Rotationszustand immer zeitgleich am Ausgangspunkt ankommen. &#8222;Wir haben dem Licht im Grunde genommen vorgegaukelt, dass es sich in einem nicht rotierenden Universum befindet&#8220;, so Silvestri.</p>



<p>Mit dem Experiment, das im Rahmen des von der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften getragenen Forschungsnetzwerks TURIS durchgeführt wurde, konnten die Forscher*innen erfolgreich den Effekt der Erdrotation auf einen maximal verschränkten Zwei-Photonen-Zustand beobachten. Dies bestätigt die Wechselwirkung zwischen rotierenden Bezugssystemen und Quantenverschränkung, wie sie in Einsteins spezieller Relativitätstheorie und der Quantenmechanik beschrieben wird, im Vergleich zu früheren Experimenten mit tausendfacher Präzision. &#8222;Das ist ein bedeutender Meilenstein – ein Jahrhundert nach der ersten Beobachtung der Erdrotation mit Licht hat die Verschränkung einzelner Lichtquanten endlich die gleichen Empfindlichkeitsbereiche erreicht&#8220;, sagt Haocun Yu, die als Marie-Curie-Postdoktorandin an diesem Experiment gearbeitet hat. &#8222;Ich glaube, dass unser Ergebnis und unsere Methodik den Grundstein für weitere Verbesserungen der Rotationsempfindlichkeit von verschränkungsbasierten Sensoren legen werden. Dies könnte den Weg für zukünftige Experimente ebnen, die das Verhalten der Quantenverschränkung durch die Kurven der Raumzeit testen&#8220;, fügt Gruppenleiter Philip Walther von der Universität Wien hinzu.</p>



<p><strong>Originalpublikation:</strong><br>Experimental Observation of Earth&#8217;s Rotation with Quantum Entanglement.<br>R. Silvestri, H. Yu, T. Strömberg, C. Hilweg, R. W. Peterson, P. Walther. Science Advances, 2024.<br>DOI: 10.1126/sciadv.ado0215<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.ado0215" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.ado0215</a></p>



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		<title>UHH: 4,8 Millionen für Projekte zum Urknall und dem Higgs-Teilchen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/uhh-48-millionen-fuer-projekte-zum-urknall-und-dem-higgs-teilchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 10:09:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleuniger]]></category>
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		<category><![CDATA[Detektor]]></category>
		<category><![CDATA[Higgs-Teilchen]]></category>
		<category><![CDATA[IEP]]></category>
		<category><![CDATA[Materie]]></category>
		<category><![CDATA[UHH]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehrere Forschungsgruppen am Fachbereich Physik der Universität Hamburg erhalten in den kommenden drei Jahren knapp fünf Millionen Euro für ihre gemeinsamen Projekte am größten Teilchenbeschleuniger der Welt. Mit ihren Messungen erforschen sie die Teilchen, die die Bausteine aller Materie bilden. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg. Quelle: Universität Hamburg 10. Juni 2024. 10. Juni 2024 &#8211; [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mehrere Forschungsgruppen am Fachbereich Physik der Universität Hamburg erhalten in den kommenden drei Jahren knapp fünf Millionen Euro für ihre gemeinsamen Projekte am größten Teilchenbeschleuniger der Welt. Mit ihren Messungen erforschen sie die Teilchen, die die Bausteine aller Materie bilden. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Hamburg 10. Juni 2024.</p>



<p>10. Juni 2024 &#8211; Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Institut für Experimentalphysik (IEP) der Universität Hamburg beteiligen sich bereits seit 20 Jahren an dem sogenannten Compact-Muon-Solenoid-Experiment, kurz CMS – einem Detektor, der Teil des leistungsstärksten Teilchenbeschleunigers der Welt ist, dem Large-Hadron-Collider am Europäischen Forschungszentrum CERN in der Schweiz. In dem internationalen Großprojekt geht es um die kleinsten Bausteine der Materie, die sogenannten Elementarteilchen, wie zum Beispiel das Higgs-Teilchen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cerndetektorCernHertzogOrdan.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Experimente der Hamburger Gruppen werden am CMS-Detektor am Large-Hadron-Collider durchgeführt. (Foto: Cern/Hertzog/Ordan)" data-rl_caption="" title="Die Experimente der Hamburger Gruppen werden am CMS-Detektor am Large-Hadron-Collider durchgeführt. (Foto: Cern/Hertzog/Ordan)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="339" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cerndetektorCernHertzogOrdan60.jpg" alt="Die Experimente der Hamburger Gruppen werden am CMS-Detektor am Large-Hadron-Collider durchgeführt. (Foto: Cern/Hertzog/Ordan)" class="wp-image-141035" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cerndetektorCernHertzogOrdan60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cerndetektorCernHertzogOrdan60-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Experimente der Hamburger Gruppen werden am CMS-Detektor am Large-Hadron-Collider durchgeführt. (Foto: Cern/Hertzog/Ordan)</figcaption></figure>



<p>Aktuelle Forschungsvorhaben konzentrieren sich dabei auf eine mögliche Verbindung des Higgs-Teilchens mit den Prozessen des Urknalls sowie auf die Identifizierung von bisher unbekannten Teilchen der dunklen Materie, die einen Großteil der Materie im Universum ausmacht. Für diese Arbeit erhalten die Forschenden der UHH in den kommenden drei Jahren insgesamt 4,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Förderung ist Teil des Rahmenprogramms „Erforschung von Universum und Materie&#8220;. Beteiligt sind die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Erika Garutti, Prof. Dr. Peter Schleper, Prof. Dr. Johannes Haller, Prof. Dr. Konstantinos Nikolopoulos und Prof. Dr. Gregor Kasieczka, die alle Teil des Exzellenzclusters Quantum Universe sind.</p>



<p>Ein Teil der Mittel wird für den Betrieb des Detektors eingesetzt, zudem werden Stellen geschaffen und insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs soll gefördert werden. „So stellen wir sicher, dass wir die aufgezeichneten Daten in Hamburg auswerten können. Dafür sind neben Personal wegen der enormen Datenmengen auch große Rechner-Farmen notwendig&#8220;, sagt Dr. Matthias Schröder, Wissenschaftler im IEP und Experte im Bereich der Higgs-Physik. Mit den bewilligten Mitteln könne die dafür in Hamburg aufgebaute Infrastruktur auch in den kommenden drei Jahren effektiv betrieben werden, ergänzt Dr. Hartmut Stadie, verantwortlicher Wissenschaftler für den Bereich Computing im IEP.</p>



<p>Gleichzeitig geht der Blick der Hamburger Gruppen aber auch in die Zukunft: Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Karlsruher Instituts für Technologie, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und des Hamburger Helmholtz-Zentrums DESY werden sie den CMS-Detektor auf die Zeit ab 2029 vorbereiten.</p>



<p>In fünf Jahren soll die Leistungsfähigkeit des gesamten Beschleuniger-Komplexes noch einmal erheblich gesteigert werden, was die Anforderungen an den Detektor verändert. „In Hamburg haben wir uns seit Jahren auf diesen Umbau vorbereitet und neue Detektor-Konzepte entwickelt, die den neuen Bedingungen standhalten können. Die notwendigen Mittel zum Bau dieser Detektoren stehen uns nun zur Verfügung&#8220;, so Dr. Georg Steinbrück, leitender Wissenschaftler im Bereich Detektorentwicklung im IEP.</p>



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		<title>GSI: Neuer Prozess für Synthese von seltenen Atomkernen im Universum?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gsi-neuer-prozess-fuer-synthese-von-seltenen-atomkernen-im-universum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 17:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung, der Technischen Universität Darmstadt und des Max-Planck-Instituts für Astrophysik haben einen neuen Prozess für die Nukleosynthese vorgeschlagen, den sogenannten νr-Prozess. Eine Pressemitteilung des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung Darmstadt. Quelle: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung 13. Mai 2024. 13. Mai 2024 &#8211; Der νr-Prozess funktioniert, wenn neutronenreiches Material intensiver Neutrinobestrahlung ausgesetzt [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung, der Technischen Universität Darmstadt und des Max-Planck-Instituts für Astrophysik haben einen neuen Prozess für die Nukleosynthese vorgeschlagen, den sogenannten νr-Prozess. Eine Pressemitteilung des <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/gsi/" data-wpel-link="internal">GSI</a> Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung Darmstadt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung 13. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/N49sCosmicBlastHubbleHeritageTeamSTScIAURAYChuUIUCetalNASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild zeigt einen Supernova-Überrest, der vermutlich einen Magnetar erzeugt hat. (Bild: Hubble Heritage Team (STScI AURA), Y. Chu (UIUC) et al., NASA)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild zeigt einen Supernova-Überrest, der vermutlich einen Magnetar erzeugt hat. (Bild: Hubble Heritage Team (STScI AURA), Y. Chu (UIUC) et al., NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="278" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/N49sCosmicBlastHubbleHeritageTeamSTScIAURAYChuUIUCetalNASA26.jpg" alt="Dieses Bild zeigt einen Supernova-Überrest, der vermutlich einen Magnetar erzeugt hat. (Bild: Hubble Heritage Team (STScI AURA), Y. Chu (UIUC) et al., NASA)" class="wp-image-139757"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild zeigt einen Supernova-Überrest, der vermutlich einen Magnetar erzeugt hat. (Bild: Hubble Heritage Team (STScI AURA), Y. Chu (UIUC) et al., NASA)</figcaption></figure>



<p>13. Mai 2024 &#8211; Der νr-Prozess funktioniert, wenn neutronenreiches Material intensiver Neutrinobestrahlung ausgesetzt ist. Der theoretische Vorschlag, der kürzlich in der Zeitschrift &#8222;Physical Review Letters&#8220; veröffentlicht wurde, könnte die Lösung für ein seit langem bestehendes Problem im Zusammenhang mit der Produktion einer Gruppe seltener Isotope sein: Die sogenannten p-Kerne kommen im Sonnensystem vor, ihr Ursprung ist aber immer noch schlecht verstanden.</p>



<p>Fusionsprozesse in massereichen Sternen erzeugen Kerne bis hin zu Eisen und Nickel. Darüber hinaus werden die meisten stabilen schweren Kerne, wie Blei und Gold, durch langsame oder schnelle Neutroneneinfangprozesse erzeugt. Für die Produktion der übrigen, neutronenarmen Kerne wurde eine Vielzahl von Nukleosyntheseprozessen vorgeschlagen. Es ist jedoch nach wie vor eine Herausforderung, die großen Mengen an <sup>92,94</sup>Mo, <sup>96,98</sup>Ru und<sup> 92</sup>Nb im (frühen) Sonnensystem zu erklären.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nuclearchartZeweiXiong90.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ausschnitt einer Nuklidkarte. In rot markiert sind die p-Kerne. (Grafik: Zewei Xiong)" data-rl_caption="" title="Ausschnitt einer Nuklidkarte. In rot markiert sind die p-Kerne. (Grafik: Zewei Xiong)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nuclearchartZeweiXiong26.jpg" alt="Ausschnitt einer Nuklidkarte. In rot markiert sind die p-Kerne. (Grafik: Zewei Xiong)" class="wp-image-139759" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nuclearchartZeweiXiong26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nuclearchartZeweiXiong26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nuclearchartZeweiXiong26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nuclearchartZeweiXiong26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ausschnitt einer Nuklidkarte. In rot markiert sind die p-Kerne. (Grafik: Zewei Xiong)</figcaption></figure>



<p>Der νr-Prozess ermöglicht die gleichzeitige Produktion all dieser Kerne, da Neutrinos eine Reihe von Einfangreaktionen katalysieren. So funktioniert der Prozess: Der νr-Prozess findet in neutronenreichen Ausströmungen astrophysikalischer Explosionen statt, die anfangs, wenn die Temperaturen hoch sind, aus Neutronen und Kernen im Bereich von Eisen und Nickel bestehen. Wenn die Temperatur des Materials sinkt, werden schwerere Kerne aus leichteren Kernen durch eine Abfolge von Neutroneneinfang- und schwachen Wechselwirkungsprozessen erzeugt. Anders als beim schnellen Neutroneneinfangprozess, bei dem die schwachen Reaktionen Betazerfälle sind, handelt es sich beim νr-Prozess jedoch um Neutrino-Absorptionsreaktionen. Sobald die freien Neutronen aufgebraucht sind, werden die in den Kernen gebundenen Neutronen durch weitere Neutrinoabsorptionen in Protonen umgewandelt, wodurch Atomkerne nahe der Beta-Stabilitätslinie und sogar darüber hinaus erzeugt werden. Die Energie der Neutrinos ist groß genug, um Kerne in Zustände anzuregen, die durch die Emission von Neutronen, Protonen und Alphateilchen zerfallen. Die emittierten Teilchen werden von den schweren Kernen eingefangen. Dadurch wird eine Reihe von Einfangreaktionen ausgelöst, katalysiert durch Neutrinos, die die endgültigen Häufigkeiten der durch den νr-Prozess erzeugten Elemente bestimmen. Auf diese Weise können Neutrinos neutronenarme Kerne erzeugen, die sonst unerreichbar sind. &#8222;Unsere Entdeckung eröffnet eine neue Möglichkeit, die Entstehung von p-Kernen durch Neutrino-Absorptionsreaktionen mit Kernen zu erklären&#8220;, sagt Zewei Xiong, Wissenschaftler der GSI/FAIR-Abteilung „Nukleare Astrophysik und Struktur“ und korrespondierender Autor der Publikation.</p>



<p>Offen ist noch die Frage, in welcher Art stellarer Explosion der νr-Prozess auftritt. In ihrer Veröffentlichung schlagen die Autoren vor, dass der νr-Prozess in Material abläuft, das in einer Umgebung mit starken Magnetfeldern ausgestoßen wird, wie z. B. in magneto-rotierenden Supernovae, Kollapsaren oder Magnetaren. Dieser Vorschlag hat Astrophysiker*innen dazu veranlasst, nach den geeigneten Bedingungen zu suchen, und in der Tat wurde in einer ersten Veröffentlichung bereits berichtet, dass magnetisch getriebene Massenauswürfe die notwendigen Bedingungen erreichen.</p>



<p>Der νr-Prozess erfordert die Kenntnis von Neutrinoreaktionen und Neutroneneinfangreaktionen an Kernen, die sich auf beiden Seiten der Beta-Stabilitätslinie befinden. Die Messung der relevanten Reaktionen wird mit den einzigartigen Speicherringkapazitäten der GSI/FAIR-Anlage möglich werden.</p>



<p><strong>Original-Publikation:</strong><br>Production of p Nuclei from r-Process Seeds: The νr Process<br>Zewei Xiong, Gabriel Martínez-Pinedo, Oliver Just, and Andre Sieverding<br>Phys. Rev. Lett. 132, 192701 – Published 9 May 2024 <a href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.132.192701" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.132.192701</a><br>pdf: <a href="https://journals.aps.org/prl/pdf/10.1103/PhysRevLett.132.192701" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prl/pdf/10.1103/PhysRevLett.132.192701</a></p>



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		<title>COSINUS: Neues Experiment prüft umstrittene Dunkle-Materie-Signale</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cosinus-neues-experiment-prueft-umstrittene-dunkle-materie-signale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 21:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=138430</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Italien wird am 18. April 2024 ein Großexperiment zum Nachweis Dunkler Materie eingeweiht. COSINUS ist ein internationales Forschungsprojekt, an dem auch ein Team des Max-Planck-Instituts für Physik (MPP) beteiligt ist. Eine Pressemitteilung des MPP. Quelle: Max-Planck-Institut für Physik (MPP) 18. April 2024. 18. April 2024 &#8211; Die Natur der Dunklen Materie zählt bis heute [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In Italien wird am 18. April 2024 ein Großexperiment zum Nachweis Dunkler Materie eingeweiht. COSINUS ist ein internationales Forschungsprojekt, an dem auch ein Team des Max-Planck-Instituts für Physik (MPP) beteiligt ist. Eine Pressemitteilung des MPP.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für Physik (MPP) 18. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/3D_setup2_labeled_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Aufbau des COSINUS-Experiments. (Grafik: COSINUS Collaboration)" data-rl_caption="" title="Aufbau des COSINUS-Experiments. (Grafik: COSINUS Collaboration)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/3D_setup2_labeled_26.jpg" alt="Aufbau des COSINUS-Experiments. (Grafik: COSINUS Collaboration)" class="wp-image-138433"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Aufbau des COSINUS-Experiments. (Grafik: COSINUS Collaboration)</figcaption></figure>



<p>18. April 2024 &#8211; Die Natur der Dunklen Materie zählt bis heute zu den großen Fragen der modernen Physik. Nach heutigem Wissen macht die unsichtbare Dunkle Materie 85 Prozent der Gesamtmasse im Universum aus. Im italienischen Gran-Sasso-Untergrundlabor (INFN Laboratori Nazionali del Gran Sasso) geht heute das Experiment COSINUS* in Betrieb. Das Forschungsprojekt soll überprüfen, ob ein anderes Experiment (DAMA/LIBRA) tatsächlich Signale Dunkler Materie gemessen hat – oder nicht. COSINUS ist eine Kooperation der TU Wien, des Instituts für Hochenergiephysik der ÖAW, des Istituto Nazionale di Fisica Nucleare (Italien), des Helsinki Institute of Physics (Finnland) und des MPP.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0413_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Team von Wissenschaftlern und Technikern bei der Installation des Kryostaten. (Bild: COSINUS Collaboration)" data-rl_caption="" title="Ein Team von Wissenschaftlern und Technikern bei der Installation des Kryostaten. (Bild: COSINUS Collaboration)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0413_26.jpg" alt="Ein Team von Wissenschaftlern und Technikern bei der Installation des Kryostaten. (Bild: COSINUS Collaboration)" class="wp-image-138441"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Team von Wissenschaftlern und Technikern bei der Installation des Kryostaten. (Bild: COSINUS Collaboration)</figcaption></figure>



<p>Für das COSINUS-Projekt wurde ein spezielles Instrument entwickelt. Dabei wird ein Kristall auf extrem tiefe Temperaturen gekühlt, um die Energie von Teilchen mit hoher Präzision messen zu können. Falls die Dunkle Materie aus bisher unbekannten Teilchen besteht, müsste die Erde auf ihrem Weg durch das All mit diesen Teilchen zusammenstoßen. Diese Kollisionen könnten sich im Messgerät nachweisen lassen.</p>



<p>Das DAMA/LIBRA-Experiment hat Daten gesammelt, die mit dieser Annahme im Einklang stehen, allerdings umstritten sind, da die Bestätigung durch ein anderes Experiment bis heute ausgeblieben ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/COSINUS_Reinraum_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Im Reinraum: Karoline Schäffner und ihr Team schließen die Arbeiten Kryostaten ab. (Bild: COSINUS Collaboration)" data-rl_caption="" title="Im Reinraum: Karoline Schäffner und ihr Team schließen die Arbeiten Kryostaten ab. (Bild: COSINUS Collaboration)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/COSINUS_Reinraum_26.jpg" alt="Im Reinraum: Karoline Schäffner und ihr Team schließen die Arbeiten Kryostaten ab. (Bild: COSINUS Collaboration)" class="wp-image-138439"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Reinraum: Karoline Schäffner und ihr Team schließen die Arbeiten am Kryostaten ab. (Bild: COSINUS Collaboration)</figcaption></figure>



<p><strong>Pflügt sich die Erde durch einen Nebel aus Dunkler Materie?</strong><br>Wenn sich Dunkle Materie tatsächlich nachweisen ließe, würden die Messungen über das Jahr hinweg variieren. Warum? Die Sonne und all ihre Planeten – also auch die Erde – bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von rund 220 Kilometern pro Sekunde um das Zentrum der Milchstraße. Die Erde wiederum kreist mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Kilometern pro Sekunde um die Sonne, für einen kompletten Umlauf braucht sie ein Jahr. Ein halbes Jahr lang bewegt sich die Erde also in der gleichen Richtung wie die Sonne, die anderen sechs Monate in der Gegenrichtung.</p>



<p>„Wenn unsere Galaxie von Teilchen aus Dunkler Materie durchdrungen ist, würde sich die Erde mal schneller, dann wieder langsamer durch diesen ‚Nebel‘ hindurchbewegen“, erklärt die MPP-Wissenschaftlerin Karoline Schäffner, technische Leiterin von COSINUS. „Die Situation gleicht einer Autofahrt im Regen: Je schneller wir unterwegs sind, umso mehr Regentropfen prasseln auf die Windschutzscheibe. Wir erwarten also, zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich viel Dunkle Materie zu detektieren.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20240417_MPP_MPG_Gran_Sasso_235_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Im Reinraum: Karoline Schäffner (links) und Annika Wamsler arbeiten am Kryostaten. (Bild: Astrid Eckert / MPP)" data-rl_caption="" title="Im Reinraum: Karoline Schäffner (links) und Annika Wamsler arbeiten am Kryostaten. (Bild: Astrid Eckert / MPP)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20240417_MPP_MPG_Gran_Sasso_235_26.jpg" alt="Im Reinraum: Karoline Schäffner (links) und Annika Wamsler arbeiten am Kryostaten. (Bild: Astrid Eckert / MPP)" class="wp-image-138435"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Reinraum: Karoline Schäffner (links) und Annika Wamsler arbeiten am Kryostaten. (Bild: Astrid Eckert / MPP)</figcaption></figure>



<p>Genau das hat das DAMA/LIBRA Experiment ergeben, das seit 1995 läuft: Man detektierte tatsächlich ein Signal, dessen Intensität sich im Lauf des Jahres regelmäßig veränderte – ein Hinweis auf Dunkle Materie. Doch andere Experimente konnten diese Ergebnisse nicht wiederholen.</p>



<p>Der fehlende Nachweis durch andere Experimente beschäftigt die internationale Forschungsgemeinde seit Jahren. „Mit unserem neuen Projekt gibt es die Chance, dieses Rätsel zu lösen“, sagt Karoline Schäffner. „Wir verwenden in unserem Detektor Natriumiodid, dasselbe Material wie im DAMA/LIBRA-Experiment, um die Ergebnisse vergleichen zu können. Unser Versuchsaufbau wird aber eine deutlich höhere Genauigkeit erzielen.“</p>



<p><strong>Wärme und Licht</strong><br>Im DAMA/LIBRA Experiment wird nur das Licht, nicht aber die Wärme vermessen. Es gibt bereits zwei weitere Experimente, mit denen Wissenschaftler*innen daran arbeiten, die DAMA/LIBRA-Experimente zu reproduzieren. Wie das Original zeichnen beide nur Licht auf – im Gegensatz zu COSINUS, das auf zwei verschiedene Signale ausgelegt ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20240417_MPP_MPG_Gran_Sasso_269_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Detektor mit Natriumiodid-Kristall. (Bild: Astrid Eckert / MPP)" data-rl_caption="" title="Detektor mit Natriumiodid-Kristall. (Bild: Astrid Eckert / MPP)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20240417_MPP_MPG_Gran_Sasso_269_26.jpg" alt="Detektor mit Natriumiodid-Kristall. (Bild: Astrid Eckert / MPP)" class="wp-image-138437"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Detektor mit Natriumiodid-Kristall. (Bild: Astrid Eckert / MPP)</figcaption></figure>



<p>Das Herzstück von COSINUS ist ein Kryostat – eine Art Kühlschrank für extrem tiefe Temperaturen – in dem ein Kristall aus Natriumiodid auf 1-2 hundertstel Grad über dem absoluten Nullpunkt (- 273 Grad Celsius) abgekühlt werden kann. Wird dieser Kristall von Dunkle-Materie-Teilchen getroffen, kommt es zu zwei Reaktionen im Detektor: Erstens werden die Atome des Kristalls in Schwingung versetzt – das Kristallgitter beginnt zu wackeln und heizt sich auf. Die dabei aufgenommene Wärmeenergie lässt sich äußerst genau messen. Zweitens entsteht im Kristall auch Licht, das COSINUS ebenfalls „sehen“ kann.</p>



<p><strong>Bekannte oder unbekannte Teilchen?</strong><br>Die Untersuchung von zwei Signalen liefert zudem Hinweise, um welche Teilchen es sich handelt. „Das ist wichtig, denn nicht jedes Signal, das man in einem solchen Detektor misst, ist ein Hinweis auf Dunkle Materie“, erklärt Karoline Schäffner: „Es kann sich zum Beispiel um gewöhnliche Elektronen handeln, die durch natürliche Radioaktivität entstehen. Oder auch um Neutronen, die von kosmischen Teilchen produziert werden.“</p>



<p>Um Dunkle Materie-Signale zu entdecken, müssen die Forschenden den Kristall möglichst effektiv vor jeglichem Hintergrundrauschen abschirmen. Daher steht das Experiment gut geschützt in einem Bergmassiv, im größten Untergrundlabor der Welt: in den INFN Laboratori Nazionali del Gran Sasso (INFN-LNGS, Italien), rund hundert Kilometer von Rom entfernt. Unter 1.400 Metern Gestein bietet ein Tunnelsystem Platz für eine Vielzahl hochempfindlicher Versuche &#8211; auch das DAMA/LIBRA-Experiment ist dort aufgebaut. Außerdem werden die Detektoren in einem sieben Meter hohen Tank mit hochreinem Wasser platziert.</p>



<p>Das COSINUS-Projekt wird 18. April 2024 im INFN-LNGS eröffnet. Erste Ergebnisse der Messungen sind 2025/26 zu erwarten.</p>



<p>*Cryogenic Observatory for SIgnatures seen in Next-generation Underground Searches</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=607.msg560873#msg560873" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dunkle Materie</a></li>
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		<title>SHiP-Experiment: Das Universum verstehen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ship-experiment-das-universum-verstehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2024 17:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleuniger]]></category>
		<category><![CDATA[CERN]]></category>
		<category><![CDATA[Elementarteilchen]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungszentrum Jülich]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt-Universität]]></category>
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		<category><![CDATA[Surrounding Background Tagger]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchendetektor]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Freiburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Universum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Experiment verspricht neue Erkenntnisse über die Welt der Elementarteilchen. Forschende von sechs deutschen Wissenschaftseinrichtungen tragen mit Detektorentwicklungen maßgeblich zum neuen Experiment am Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN bei. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz 16. April 2024. 16. April 2024 &#8211; Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN in Genf hat bekannt gegeben, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Experiment verspricht neue Erkenntnisse über die Welt der Elementarteilchen. Forschende von sechs deutschen Wissenschaftseinrichtungen tragen mit Detektorentwicklungen maßgeblich zum neuen Experiment am Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN bei. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz 16. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/08_prisma_ship_experiment_cern_2024_500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Physikerinnen und Physiker von beteiligten deutschen Instituten testen derzeit einen Prototyp des Surrounding Background Taggers für das SHiP-Experiment am CERN. Der finale Detektor wird mehr als 200-mal so groß sein. (Foto: A. Hollnagel / SHiP Collaboration)" data-rl_caption="" title="Physikerinnen und Physiker von beteiligten deutschen Instituten testen derzeit einen Prototyp des Surrounding Background Taggers für das SHiP-Experiment am CERN. Der finale Detektor wird mehr als 200-mal so groß sein. (Foto: A. Hollnagel / SHiP Collaboration)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="247" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/08_prisma_ship_experiment_cern_2024_260.jpg" alt="Physikerinnen und Physiker von beteiligten deutschen Instituten testen derzeit einen Prototyp des Surrounding Background Taggers für das SHiP-Experiment am CERN. Der finale Detektor wird mehr als 200-mal so groß sein. (Foto: A. Hollnagel / SHiP Collaboration)" class="wp-image-138350"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Physikerinnen und Physiker von beteiligten deutschen Instituten testen derzeit einen Prototyp des Surrounding Background Taggers für das SHiP-Experiment am CERN. Der finale Detektor wird mehr als 200-mal so groß sein. (Foto: A. Hollnagel / SHiP Collaboration)</figcaption></figure>



<p>16. April 2024 &#8211; Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN in Genf hat bekannt gegeben, auf der Suche nach bislang unbekannten Elementarteilchen ein neues Experiment namens SHiP (Search for Hidden Particles) durchführen zu wollen. Die Generaldirektorin des CERN, Fabiola Gianotti, betonte bei der Verkündung der neuen Pläne die Bedeutung dieses Vorhabens für das Verständnis des Universums.</p>



<p>„Die Welt der Elementarteilchen und das Verständnis des Kosmos stehen in einem untrennbaren Zusammenhang&#8220;, unterstreicht Prof. Heiko Lacker von der Humboldt- Universität zu Berlin, der Gründungsmitglied des SHiP-Experiments und zugleich langjähriger Sprecher der sechs Forschungsgruppen in Deutschland ist, die zur SHiP-Collaboration gehören. Mit dem SHiP-Experiment streben die Forscherinnen und Forscher Antworten auf grundlegende Fragen sowohl im Mikro- als auch im Makrokosmos an.</p>



<p>„Unser Verständnis der Welt in ihren kleinsten Bestandteilen ist noch immer lückenhaft&#8220;, erklärt Prof. Caren Hagner von der Universität Hamburg. „Viele Modelle zur vollständigen Beschreibung des Universums sagen die Existenz neuer Teilchen voraus, die bislang unserer Entdeckung entgangen sind. Es ist an der Zeit, sie zu finden.&#8220;</p>



<p><strong>Spezieller Teilchendetektor</strong><br>Ein herausragendes Merkmal des SHiP-Experiments liegt darin, dass der gesamte Teilchenstrahl, der zuvor durch einen Teilchenbeschleuniger auf nahezu Lichtgeschwindigkeit gebracht wurde, auf ein massives Zielobjekt gerichtet wird. Dadurch wird eine signifikante Anzahl neuer Teilchen erzeugt. Dieser alternative Ansatz ermöglicht eine höhere Anzahl von Teilchenreaktionen, was wiederum sehr seltene Prozesse zugänglich macht.</p>



<p>Ein Schlüsselelement ist der Surrounding Background Tagger, ein riesiger Teilchendetektor, der dazu dient, unerwünschte Untergrundereignisse im SHiP-Experiment zu identifizieren. Dieser Detektor, der die Außenfläche von SHiP abdeckt, wurde von deutschen Forschungsgruppen vorgeschlagen und entwickelt.</p>



<p>„Unser Ziel ist es, mit dem SHiP-Experiment das weltweit empfindlichste Instrument seiner Art zu schaffen&#8220;, erklärt Prof. Michael Wurm von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. (JGU). „Durch innovative Technologien und sorgfältige Planung sind wir zuversichtlich, dass SHiP ein enormes Entdeckungspotential birgt.&#8220;</p>



<p>Der ambitionierte Zeitplan sieht vor, dass das Experiment bis 2027 im Detail geplant wird, gefolgt von der Konstruktion und dem Aufbau. Im Jahr 2031 sollen dann erste Daten bei dem Experiment aufgezeichnet werden.</p>



<p>„Die deutschen Forscherinnen und Forscher sind stolz darauf, Teil dieses wegweisenden Experiments zu sein&#8220;, hebt Prof. Marc Schumann von der Universität Freiburg hervor. „Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Universitäten und nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen zeigt das enorme Potenzial, das in der deutschen Wissenschaft steckt.&#8220; </p>



<p>Aufgrund ihrer umfangreichen Vorarbeiten für das Experiment befinden sich die deutschen Forscherinnen und Forscher an der Humboldt-Universität zu Berlin, der JGU, der Universitäten Freiburg, Hamburg und Siegen sowie am Forschungszentrum Jülich in einer idealen Ausgangsposition, um eine tragende Rolle bei der Realisierung dieses zukunftsweisenden Projekts zu übernehmen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1178.msg560858#msg560858" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Large Hadron Collider</a></li>
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		<title>TU Darmstadt: Mit Atomwolken Dunkle Materie detektieren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tu-darmstadt-mit-atomwolken-dunkle-materie-detektieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2024 15:53:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[DM]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[Quantensensor]]></category>
		<category><![CDATA[TU Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[ultraleichte Dunkle Materie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Natur eines Großteils der Materie im Universum ist Physikern weiterhin ein Rätsel. Bisherige Versuche, sie zu detektieren, scheiterten. Nun zeigen Darmstädter Physiker, wie es mit so genannten Quantensensoren doch gelingen könnte. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität Darmstadt. Quelle: Technische Universität Darmstadt 7. März 2024. 7. März 2024 &#8211; Mit Sensoren, die dank der Regeln [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Natur eines Großteils der Materie im Universum ist Physikern weiterhin ein Rätsel. Bisherige Versuche, sie zu detektieren, scheiterten. Nun zeigen Darmstädter Physiker, wie es mit so genannten Quantensensoren doch gelingen könnte. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität Darmstadt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Technische Universität Darmstadt 7. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AVSQuantumScienceCCBY40DEEDBearbTUDarmstadt.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Physiker der Technischen Universität Darmstadt haben nun maßgebliche Beiträge zum Design von neuen Quantensensoren geleistet, die Dunkle Materie mit Hilfe hochpräziser Messungen detektieren sollen. (Bild: CC BY 4.0 DEED / Bearbeitung TU Darmstadt)" data-rl_caption="" title="Physiker der Technischen Universität Darmstadt haben nun maßgebliche Beiträge zum Design von neuen Quantensensoren geleistet, die Dunkle Materie mit Hilfe hochpräziser Messungen detektieren sollen. (Bild: CC BY 4.0 DEED / Bearbeitung TU Darmstadt)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AVSQuantumScienceCCBY40DEEDBearbTUDarmstadt26.jpg" alt="Physiker der Technischen Universität Darmstadt haben nun maßgebliche Beiträge zum Design von neuen Quantensensoren geleistet, die Dunkle Materie mit Hilfe hochpräziser Messungen detektieren sollen. (Bild: CC BY 4.0 DEED / Bearbeitung TU Darmstadt)" class="wp-image-137392"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Physiker der Technischen Universität Darmstadt haben nun maßgebliche Beiträge zum Design von neuen Quantensensoren geleistet, die Dunkle Materie mit Hilfe hochpräziser Messungen detektieren sollen. (Bild: CC BY 4.0 DEED / Bearbeitung TU Darmstadt)</figcaption></figure>



<p>7. März 2024 &#8211; Mit Sensoren, die dank der Regeln der Quantenphysik extrem empfindlich sind, wollen Physiker die wohl geheimnisvollste Substanz im Universum aufspüren: die Dunkle Materie. Sie macht etwa 80 Prozent der Materie im All aus. Die sichtbare Materie, aus der die Erde, Planeten, Sonne und Galaxien bestehen, macht also nur einen kleinen Teil des Universums aus. Physiker vermuten, dass Dunkle Materie aus einer unbekannten Art von Teilchen besteht. Die Dunkle-Materie-Teilchen wären zwar überall vorhanden, aber äußerst schwer zu detektieren, da sie nur sehr schwach mit normaler Materie, also Atomen oder Elektronen wechselwirken. In bisherigen Beobachtungen macht sie sich nur indirekt durch ihre Schwerkraft, die weitaus schwächste der vier Grundkräfte der Physik, bemerkbar.</p>



<p>Bisherige Detektoren konnten noch keine Dunkle Materie direkt nachweisen. Physiker der Technischen Universität Darmstadt haben nun maßgebliche Beiträge zum Design von neuen Quantensensoren geleistet, die Dunkle Materie mit Hilfe hochpräziser Messungen detektieren sollen. „Wir stellen uns die Frage, wie man den perfekten Sensor für Dunkle Materie baut“, sagt Daniel Derr. Seine Arbeitsgruppe „Theoretische Quantenoptik“ unter der Leitung von Professor Enno Giese vom Fachbereich Physik hat zusammen mit Kollegen der Universität Ulm dazu drei Arbeiten im angesehen Journal „AVS Quantum Science“ veröffentlicht, von denen der Verlag zwei besonders hervorhob.</p>



<p>Doch was ist eigentlich ein solcher Quantensensor? Eines der erstaunlichsten Phänomene der Quantenphysik ist das wellenartige Verhalten von Materie. Atome oder Elektronen stellen wir uns als winzige Teilchen vor. Aber sie können auch Wellenphänomene zeigen. Elektronen etwa, die man durch einen Spalt sendet, bilden dahinter ähnliche Streifenmuster wie es Lichtwellen tun.</p>



<p>Auch größere Materieobjekte können diese „Interferenzstreifen“ bilden. Dazu gehören etwa Wolken aus Zehntausenden von Atomen, die sich zu einer Art Superatom verbinden. Da das Superatom relativ schwer ist, hat es eine sehr kurze Materiewellenlänge. Das bedeutet, dass die Interferenzstreifen solcher Superatome sehr empfindlich auf Kräfte und Beschleunigungen reagieren. Schon die relativ schwache Gravitation kann das Muster der Streifen verändern. Dieser Effekt ermöglicht hochempfindliche Gravitationssensoren, die zur Navigation oder zum Aufspüren von Bodenschätzen genutzt werden können.</p>



<p>Neben der Schwerkraft könnten solche Interferometer auch eine mögliche Wechselwirkung mit Dunkler Materie nachweisen. Die Physiker diskutieren mehrere Modelle der Dunklen Materie. „Ein vielversprechender Kandidat, die so genannte ultraleichte Dunkle Materie, würde mit den Elektronen und den Quarks in den Atomkernen wechselwirken“, erklärt Derr. Damit würde diese rätselhafte Materieform die Energiestruktur des Superatoms beeinflussen und sich indirekt auf das Interferenzmuster auswirken.</p>



<p>Diese Signatur der Dunklen Materie zu isolieren, ist jedoch eine große Herausforderung. Physiker wollen dazu die Interferenzstreifen zweier Superatome vergleichen. Diese müssen räumlich und zeitlich möglichst weit voneinander entfernt erzeugt und zudem mit demselben Laser manipuliert werden. „So kann man lokale Unterschiede in der Dunklen Materie sehen und das Rauschen unterdrücken“, erklärt Derr. Geplant sind Quantendetektoren mit einer Länge von etwa 100 Metern. „Perspektivisch sollen sie einmal bis zu einem Kilometer groß werden“, sagt Giese.</p>



<p>„Unsere Ergebnisse haben direkten Einfluss auf das Design von Quantendetektoren für ultraleichte Dunkle Materie“, sagt Giese. So gibt es vielversprechende Ansätze, wie man den verfügbaren Platz in den Detektoren am besten ausnutzt oder wie man das Atom am geschicktesten manipuliert. Auch die Standortwahl könnten die Darmstädter Ergebnisse beeinflussen. Das Team will sich nun an internationalen Konsortien beteiligen, die solche Detektoren bauen. „In diesem Gebiet ist gerade viel Schwung“, sagt Derr. Vielleicht wird gerade der Grundstein für eine bahnbrechende Entdeckung gelegt.</p>



<p><strong>Über die TU Darmstadt</strong><br>Die TU Darmstadt zählt zu den führenden Technischen Universitäten in Deutschland und steht für exzellente und relevante Wissenschaft. Globale Transformationen – von der Energiewende über Industrie 4.0 bis zur Künstlichen Intelligenz – gestaltet die TU Darmstadt durch herausragende Erkenntnisse und zukunftsweisende Studienangebote entscheidend mit.</p>



<p>Ihre Spitzenforschung bündelt die TU Darmstadt in drei Feldern: Energy and Environment, Information and Intelligence, Matter and Materials. Ihre problemzentrierte Interdisziplinarität und der produktive Austausch mit Gesellschaft, Wirtschaft und Politik erzeugen Fortschritte für eine weltweit nachhaltige Entwicklung.</p>



<p>Seit ihrer Gründung 1877 zählt die TU Darmstadt zu den am stärksten international geprägten Universitäten in Deutschland; als Europäische Technische Universität baut sie in der Allianz Unite! einen transeuropäischen Campus auf. Mit ihren Partnern der Rhein-Main-Universitäten – der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz – entwickelt sie die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main als global attraktiven Wissenschaftsraum weiter.</p>



<p><strong>Originalpublikation:</strong><br>In der Sonderausgabe „Large Scale Quantum Detectors“ zu Quantensensoren des Magazins „AVS Quantum Science“ erschienen folgende drei Artikel des Darmstädter Teams:<br>doi.org/10.1116/5.0174258 / <a href="https://pubs.aip.org/avs/aqs/article/5/4/044402/2921319/Atomic-diffraction-from-single-photon-transitions" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://pubs.aip.org/avs/aqs/article/5/4/044402/2921319/Atomic-diffraction-from-single-photon-transitions</a><br>doi.org/10.1116/5.0176666 / <a href="https://pubs.aip.org/avs/aqs/article/5/4/044404/2930367/Clock-transitions-versus-Bragg-diffraction-in-atom" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://pubs.aip.org/avs/aqs/article/5/4/044404/2930367/Clock-transitions-versus-Bragg-diffraction-in-atom</a><br>doi.org/10.1116/5.0175683 / <a href="https://pubs.aip.org/avs/aqs/article/6/1/014404/2933696/Optimal-baseline-exploitation-in-vertical-dark" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://pubs.aip.org/avs/aqs/article/6/1/014404/2933696/Optimal-baseline-exploitation-in-vertical-dark</a></p>


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		<title>Direkter Draht von Siegen in die argentinische Pampa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/direkter-draht-von-siegen-in-die-argentinische-pampa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 11:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Fluoreszenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmische Strahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Pierre-Auger-Observatorium]]></category>
		<category><![CDATA[Radiowellen]]></category>
		<category><![CDATA[Siegen]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Siegen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Physiker*innen der Universität Siegen können jetzt von Siegen aus die Detektoren des Pierre-Auger-Observatoriums in Argentinien steuern und überwachen. Bei dem Observatorium handelt es sich um das weltweit größte Experiment zur Messung kosmischer Strahlung. Eine Pressemitteilung der Universität Siegen. Quelle: Universität Siegen 13. Dezember 2023. 13. Dezember 2023 &#8211; Um sieben Uhr morgens haben Dr. Eleonora [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Physiker*innen der Universität Siegen können jetzt von Siegen aus die Detektoren des Pierre-Auger-Observatoriums in Argentinien steuern und überwachen. Bei dem Observatorium handelt es sich um das weltweit größte Experiment zur Messung kosmischer Strahlung. Eine Pressemitteilung der Universität Siegen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Siegen 13. Dezember 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArbeitenfuerUniSiegenamPierreAugerObsArgentinienUniSiegen.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Arbeiten für die Uni Siegen am Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien mit: Prof. Dr. Markus Cristinziani, Dr. Eleonora Guido, Dr. Qader Dorosti, Prof. Dr. Markus Risse und Dr. Marcus Niechciol (v.l.n.r.). (Quelle: Universität Siegen)" data-rl_caption="" title="Arbeiten für die Uni Siegen am Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien mit: Prof. Dr. Markus Cristinziani, Dr. Eleonora Guido, Dr. Qader Dorosti, Prof. Dr. Markus Risse und Dr. Marcus Niechciol (v.l.n.r.). (Quelle: Universität Siegen)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="190" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArbeitenfuerUniSiegenamPierreAugerObsArgentinienUniSiegen26.jpg" alt="Arbeiten für die Uni Siegen am Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien mit: Prof. Dr. Markus Cristinziani, Dr. Eleonora Guido, Dr. Qader Dorosti, Prof. Dr. Markus Risse und Dr. Marcus Niechciol (v.l.n.r.). (Quelle: Universität Siegen)" class="wp-image-134739"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Arbeiten für die Uni Siegen am Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien mit: Prof. Dr. Markus Cristinziani, Dr. Eleonora Guido, Dr. Qader Dorosti, Prof. Dr. Markus Risse und Dr. Marcus Niechciol (v.l.n.r.). (Quelle: Universität Siegen)</figcaption></figure>



<p>13. Dezember 2023 &#8211; Um sieben Uhr morgens haben Dr. Eleonora Guido und Dr. Marcus Niechciol ihre Schicht beinahe geschafft. Draußen ist es noch dunkel, im Büro der beiden Physiker*innen auf dem Emmy-Noether-Campus der <a href="https://www.uni-siegen.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Uni Siegen</a> sorgen dagegen zehn Monitore für viel künstliches Licht. Auf den in drei Reihen übereinander angeordneten Bildschirmen sind Tabellen, Diagramme und Zahlen zu sehen. Sie verraten Guido und Niechciol, ob in der etwa 12.000 Kilometer entfernten argentinischen Pampa „alles okay“ ist. Dort befindet sich das weltweit größte Experiment zur Messung kosmischer Strahlung: das <a href="https://www.auger.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pierre-Auger-Observatorium</a>, an dem seit rund 20 Jahren auch Siegener Physiker*innen beteiligt sind. Zusammen mit ca. 450 Kolleg*innen aus aller Welt spüren sie kosmische Teilchen auf, die permanent aus dem Weltall auf die Erdatmosphäre treffen. Ziel der gemeinsamen Forschung ist es, herauszufinden, welche kosmischen Prozesse oder Objekte diese teils extrem energiereichen Teilchen erzeugen. Mehr als 100 Jahre nach der Entdeckung der kosmischen Strahlung ist das immer noch unklar – es handelt sich um eines der größten Rätsel der modernen Physik.</p>



<p>Dass das Siegener Team unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Cristinziani und Prof. Dr. Markus Risse den argentinischen Detektor nun von Siegen aus überwachen und steuern kann, ist neu: „Bisher mussten wir jedes Mal extra nach Argentinien reisen, um entsprechende Schichten übernehmen zu können“, erklärt Niechciol. Um sicherzustellen, dass die Datenerfassung in der argentinischen Pampa möglichst reibungslos funktioniert, muss die hochsensible Messtechnik des Experiments permanent überwacht werden. Dazu zählen neben 1.600 mit Detektoren ausgestatteten Wassertanks insbesondere auch vier große Teleskopstationen auf dem Gelände des Observatoriums: Sie können das sogenannte Fluoreszenz-Licht einfangen, das ausgesendet wird, wenn kosmische Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen. Aus diesen Daten können die Wissenschaftler*innen indirekt Rückschlüsse über Herkunft und Natur der kosmischen Teilchen ziehen. Im Siegener Büro von Guido und Niechciol ist jedem der vier Teleskopstationen ein eigener Bildschirm zugeordnet.</p>



<p>„Seit Mitternacht überwachen wir die Teleskope und haben seitdem hoffentlich viele schöne Ereignisse der kosmischen Strahlung aufgezeichnet“, sagt Eleonora Guido, bevor sie sich an die Tastatur setzt: Der Mond über der argentinischen Pampa steht ungünstig – weil das helle Mondlicht die empfindlichen Messungen stören würde, muss die Physikerin die Teleskope nun per Fernsteuerung schließen. „Neben dem Verlauf des Mondes beobachten wir auch das Wetter sehr genau“, erklärt Niechciol. „Gibt es in der Region Gewitter, starke Winde oder heftigen Regen, müssen wir reagieren und die Teleskope schnellstmöglich dicht machen, damit die empfindlichen Sensoren nicht beschädigt werden.“ Hat sich das Wetter wieder beruhigt, muss ebenfalls zügig gehandelt werden: Dann gilt es, die Systeme wieder zu öffnen, damit die Datenerfassung weitergeht und möglichst wenige Daten verloren gehen.</p>



<p>Auch mit unvorhergesehenen Ereignissen müssen die Wissenschaftler*innen während der Schichten umgehen. Dann kann es auch schon mal stressig werden, berichtet das Team: „Vor dem Start unserer heutigen Schicht gab es in der Region des Observatoriums einen Stromausfall. Das hat dazu geführt, dass wir viele der dortigen Computer neu hochfahren mussten. Dadurch konnten wir erst etwas später anfangen, Daten aufzuzeichnen als eigentlich vorgesehen.“ Auch andere technische Störungen können auftreten. Den Siegenern wird das auf den Bildschirmen als rot markierte Meldung angezeigt. In manchen Fällen ertönt auch ein akustisches Alarmsignal. Dann gilt es herauszufinden, wo das Problem liegt – was oft gar nicht so einfach ist, sagt Niechciol: „Es gibt eine enorme Vielzahl möglicher Ursachen. Die kann man auch mit jahrelanger Erfahrung am Observatorium unmöglich alle kennen. Im Zweifel müssen wir einen Techniker in Argentinien aus dem Bett klingeln, der sich die Sache vor Ort anschaut.“</p>



<p>Neben den Teleskopen können die Siegener auch andere Bestandteile des Detektors aus der Ferne überwachen: Dazu zählen Laser, die regelmäßig aktiviert werden, um die atmosphärischen Beobachtungsbedingungen zu kontrollieren. Und Radioantennen, die an den Wassertanks installiert sind und Radiowellen registrieren, die durch die kosmische Strahlung ausgelöst werden. Turnusmäßig übernimmt das Team dazu im Wechsel mit den internationalen Kolleg*innen am Observatorium unterschiedliche Arten von Schichten, die jeweils über mehrere Nächte (oder im Fall der Radioantennen auch Tage) andauern. Auch Siegener Nachwuchswissenschaftler*innen können so an die praktische Arbeit am Experiment herangeführt werden und lernen, im Rahmen der Schichten Verantwortung zu übernehmen: Für die hochsensible und teure Messtechnik. Aber auch dafür, dass möglichst permanent qualitativ hochwertige Daten aufgezeichnet werden. Daten, auf die Wissenschaftler*innen weltweit angewiesen sind, um das Rätsel der kosmischen Strahlung eines Tages zu lösen.</p>



<p><strong>Hintergrund:</strong><br>Physiker*innen der Universität Siegen forschen seit 2004 am Pierre-Auger-Observatorium. Die Wissenschaftler*innen arbeiten dabei im Verbund mit vier weiteren deutschen Universitäten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Forschung und hat der Universität Siegen im Sommer weitere knapp 600.000 Euro Fördermittel bis 2026 zur Verfügung gestellt. Siegener Physiker*innen sind sowohl an der Analyse der am Observatorium gewonnenen Daten, als auch an der Weiterentwicklung der Messtechnik direkt beteiligt. Seit Anfang Dezember 2023 können sie den argentinischen Detektor auch „remote“ von Siegen aus überwachen.</p>



<p>Ein ausführliches Interview mit Dr. Marcus Niechciol zur Forschung am argentinischen Pierre-Auger-Observatorium hören Sie in der aktuellen Folge unseres Wissenschaftspodcasts <a href="https://www.uni-siegen.de/presse/publikationen/spark" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spark!</a></p>



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		<title>Plasmainstabilität gibt Aufschluss über Ursprung der kosmischen Strahlung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/plasmainstabilitaet-gibt-aufschluss-ueber-ursprung-der-kosmischen-strahlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2023 18:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[AIP]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrundplasma]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmische Strahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Mohamad Shalaby]]></category>
		<category><![CDATA[Plasmainstabilität]]></category>
		<category><![CDATA[Radiostrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[SNR]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) haben eine neue Plasmainstabilität entdeckt, die unser Verständnis des Ursprungs der kosmischen Strahlung und ihrer dynamischen Auswirkungen auf Galaxien zu revolutionieren verspricht. Eine Pressemitteilung des AIP. Quelle: AIP 12. Dezember 2023. 12. Dezember 2023 &#8211; Zu Beginn des letzten Jahrhunderts entdeckte Victor Hess ein neues Phänomen, die kosmische [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Forschende des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) haben eine neue Plasmainstabilität entdeckt, die unser Verständnis des Ursprungs der kosmischen Strahlung und ihrer dynamischen Auswirkungen auf Galaxien zu revolutionieren verspricht. Eine Pressemitteilung des AIP.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: AIP 12. Dezember 2023.</p>



<p>12. Dezember 2023 &#8211; Zu Beginn des letzten Jahrhunderts entdeckte Victor Hess ein neues Phänomen, die kosmische Strahlung, für das er Jahre später den Nobelpreis erhielt. Er führte Ballonflüge in großer Höhe durch und stellte fest, dass nicht die Radioaktivität vom Erdboden die Atmosphäre ionisiert, sondern der Ursprung der Ionisation außerhalb der Erde liegt. In den folgenden Jahren wurde festgestellt, dass kosmische „Strahlen“ aus geladenen Teilchen aus dem Weltall bestehen, die fast so schnell wie das Licht sind, und keine Strahlung darstellen. Der Name „kosmische Strahlung“ überdauerte diese Erkenntnisse jedoch.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/news-plasma-instability-Shalaby-AIP-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Simulation der kosmischen Strahlung, die durch ein Hintergrundplasma strömt und eine Plasmainstabilität anregt. Dargestellt ist die Verteilung der Hintergrundteilchen, die auf die strömende kosmische Strahlung im Phasenraum reagieren, der durch Teilchen-Position (horizontale Achse) und Geschwindigkeit (vertikale Achse) aufgespannt wird. Die Farben visualisieren die Anzahldichte und die Löcher im Phasenraum sind Ausdruck der hochdynamischen Natur der Instabilität, die geordnete Bewegungen in Zufallsbewegungen umwandelt. (Bild: Shalaby/AIP)" data-rl_caption="" title="Simulation der kosmischen Strahlung, die durch ein Hintergrundplasma strömt und eine Plasmainstabilität anregt. Dargestellt ist die Verteilung der Hintergrundteilchen, die auf die strömende kosmische Strahlung im Phasenraum reagieren, der durch Teilchen-Position (horizontale Achse) und Geschwindigkeit (vertikale Achse) aufgespannt wird. Die Farben visualisieren die Anzahldichte und die Löcher im Phasenraum sind Ausdruck der hochdynamischen Natur der Instabilität, die geordnete Bewegungen in Zufallsbewegungen umwandelt. (Bild: Shalaby/AIP)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="219" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/news-plasma-instability-Shalaby-AIP-60.jpg" alt="Simulation der kosmischen Strahlung, die durch ein Hintergrundplasma strömt und eine Plasmainstabilität anregt. Dargestellt ist die Verteilung der Hintergrundteilchen, die auf die strömende kosmische Strahlung im Phasenraum reagieren, der durch Teilchen-Position (horizontale Achse) und Geschwindigkeit (vertikale Achse) aufgespannt wird. Die Farben visualisieren die Anzahldichte und die Löcher im Phasenraum sind Ausdruck der hochdynamischen Natur der Instabilität, die geordnete Bewegungen in Zufallsbewegungen umwandelt. (Bild: Shalaby/AIP)" class="wp-image-134712" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/news-plasma-instability-Shalaby-AIP-60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/news-plasma-instability-Shalaby-AIP-60-300x110.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Simulation der kosmischen Strahlung, die durch ein Hintergrundplasma strömt und eine Plasmainstabilität anregt. Dargestellt ist die Verteilung der Hintergrundteilchen, die auf die strömende kosmische Strahlung im Phasenraum reagieren, der durch Teilchen-Position (horizontale Achse) und Geschwindigkeit (vertikale Achse) aufgespannt wird. Die Farben visualisieren die Anzahldichte und die Löcher im Phasenraum sind Ausdruck der hochdynamischen Natur der Instabilität, die geordnete Bewegungen in Zufallsbewegungen umwandelt. (Bild: Shalaby/AIP)</figcaption></figure>



<p>In der vorliegenden Arbeit haben Dr. Mohamad Shalaby, Wissenschaftler am AIP und der Hauptautor dieser Studie, und seine Kolleginnen und Kollegen numerische Simulationen durchgeführt, um die Flugbahnen vieler Teilchen der kosmischen Strahlung zu verfolgen und zu untersuchen, wie diese mit dem sie umgebenden Plasma aus Elektronen und Protonen wechselwirken. Als die Forschenden kosmische Strahlen analysierten, die von einer Seite der Simulation zur anderen flogen, entdeckten sie ein neues Phänomen, das elektromagnetische Wellen im Hintergrundplasma anregt. Diese Wellen üben eine Kraft auf die kosmischen Strahlen aus, die ihre Flugbahnen verändert.</p>



<p>Dieses neue Phänomen lässt sich am einfachsten verstehen, wenn man die kosmischen Strahlen nicht als einzelne Teilchen betrachtet, sondern als elektromagnetische Welle, in welcher diese kosmischen Teilchen gemeinsam schwingen. Indem diese Welle mit den Eigenschwingungen im Hintergrund wechselwirkt, werden sie verstärkt und es findet ein Energieübertrag statt. „Diese Erkenntnis erlaubt es uns, die kosmische Strahlung in diesem Zusammenhang als Strahlung und nicht als einzelne Teilchen zu betrachten, so wie es ursprünglich von Victor Hess angenommen wurde“, bemerkt Professor Christoph Pfrommer, Leiter der Abteilung Kosmologie und Hochenergie-Astrophysik am AIP. Eine gute Analogie für das Verhalten sind einzelne Wassermoleküle, die gemeinsam eine Welle bilden, die sich am Ufer bricht. „Dieser Fortschritt kam nur durch die Berücksichtigung kleinerer Skalen zustande, die bisher übersehen wurden, und stellt die Verwendung effektiver hydrodynamischer Theorien bei der Untersuchung von Plasmaprozessen in Frage“, erklärt Dr. Mohamad Shalaby.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/news-plasma-instability-spectrum-Shalaby-AIP.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verteilung der Teilchenimpulse von Protonen (gestrichelte Linien) und Elektronen (durchgezogene Linien). Dargestellt ist die Entstehung des hochenergetischen Schweifs von Elektronen in einer langsamen Stoßwelle. Dies ist das Ergebnis der Wechselwirkung mit elektromagnetischen Wellen, die von der neu entdeckten Plasmainstabilität (rot) angeregt werden, und welche bei einer schnelleren Stoßwelle (schwarz) nicht vorkommen. Da nur hochenergetische Elektronen beobachtbare Radiostrahlung erzeugen, zeigt dies, wie wichtig es ist, die Physik des Beschleunigungsprozesses zu verstehen. (Grafik: Shalaby/AIP)" data-rl_caption="" title="Verteilung der Teilchenimpulse von Protonen (gestrichelte Linien) und Elektronen (durchgezogene Linien). Dargestellt ist die Entstehung des hochenergetischen Schweifs von Elektronen in einer langsamen Stoßwelle. Dies ist das Ergebnis der Wechselwirkung mit elektromagnetischen Wellen, die von der neu entdeckten Plasmainstabilität (rot) angeregt werden, und welche bei einer schnelleren Stoßwelle (schwarz) nicht vorkommen. Da nur hochenergetische Elektronen beobachtbare Radiostrahlung erzeugen, zeigt dies, wie wichtig es ist, die Physik des Beschleunigungsprozesses zu verstehen. (Grafik: Shalaby/AIP)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/news-plasma-instability-spectrum-Shalaby-AIP-26.jpg" alt="Verteilung der Teilchenimpulse von Protonen (gestrichelte Linien) und Elektronen (durchgezogene Linien). Dargestellt ist die Entstehung des hochenergetischen Schweifs von Elektronen in einer langsamen Stoßwelle. Dies ist das Ergebnis der Wechselwirkung mit elektromagnetischen Wellen, die von der neu entdeckten Plasmainstabilität (rot) angeregt werden, und welche bei einer schnelleren Stoßwelle (schwarz) nicht vorkommen. Da nur hochenergetische Elektronen beobachtbare Radiostrahlung erzeugen, zeigt dies, wie wichtig es ist, die Physik des Beschleunigungsprozesses zu verstehen. (Grafik: Shalaby/AIP)" class="wp-image-134714"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Verteilung der Teilchenimpulse von Protonen (gestrichelte Linien) und Elektronen (durchgezogene Linien). Dargestellt ist die Entstehung des hochenergetischen Schweifs von Elektronen in einer langsamen Stoßwelle. Dies ist das Ergebnis der Wechselwirkung mit elektromagnetischen Wellen, die von der neu entdeckten Plasmainstabilität (rot) angeregt werden, und welche bei einer schnelleren Stoßwelle (schwarz) nicht vorkommen. Da nur hochenergetische Elektronen beobachtbare Radiostrahlung erzeugen, zeigt dies, wie wichtig es ist, die Physik des Beschleunigungsprozesses zu verstehen. (Grafik: Shalaby/AIP)</figcaption></figure>



<p>Für die neu entdeckte Plasmainstabilität gibt es viele Anwendungen, unter anderem eine erste Erklärung für die Beschleunigung von Elektronen aus dem thermischen interstellaren Plasma zu sehr hohen Energien an Supernovaüberresten. „Diese neu gefundene Plasmainstabilität stellt einen Quantensprung in unserem Verständnis des Beschleunigungsprozesses dar und erklärt endlich, warum Supernovaüberreste im Radio- und Gammastrahlenbereich leuchten“, berichtet Mohamad Shalaby. Darüber hinaus öffnet diese bahnbrechende Entdeckung die Tür zu einem besseren Verständnis der grundlegenden Prozesse des Transports der kosmischen Strahlung in Galaxien, der bisher das größte Mysterium in unserem Verständnis der Entwicklung von Galaxien darstellt.</p>



<p><strong>Über das AIP</strong><br>Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.</p>



<p><strong>Wissenschaftliche Publikationen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Deciphering the physical basis of the intermediate-scale instability<br>M. Shalaby, T. Thomas, C. Pfrommer, R. Lemmerz, V. Bresci, 2023, JPP Letters, <a href="https://arxiv.org/abs/2305.18050" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">arXiv:2305.18050</a>, <a href="https://www.cambridge.org/core/journals/journal-of-plasma-physics/article/abs/deciphering-the-physical-basis-of-the-intermediatescale-instability/DE18D3B11EE617D427EEC12E2F37BEA7" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">DOI:10.1017/S0022377823001289</a></li>



<li>The mechanism of efficient electron acceleration at parallel non-relativistic shocks<br>M. Shalaby, R. Lemmerz, T. Thomas, C. Pfrommer, 2022, ApJ, 932, 86, <a href="https://arxiv.org/abs/2202.05288" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">arXiv:2202.05288</a></li>



<li>A new cosmic ray-driven instability<br>M. Shalaby, T. Thomas, C. Pfrommer, 2021, ApJ, 908, 206, <a href="https://arxiv.org/abs/2010.11197" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">arXiv:2010.11197</a></li>
</ul>



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<ul class="wp-block-list">
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</ul>
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