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Autor Thema: Rückkehr zum Mond  (Gelesen 219539 mal)

Offline chris

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Rückkehr zum Mond
« am: 30. August 2005, 16:21:21 »
NASA plant die Wiederaufnahme bemannter Mondflüge nach nunmehr 35-jähriger Pause.
Welche Ergebnisse kann man erwarten, und sind die Mittel dafür gut angelegt? Nach Apollo 17 (letzter Flug: 1972) dachte man alles über den Mond zu wissen und favorisierte
den Bau von Raumstationen. Nun dieser interessante und erstaunliche Sinneswandel nach fast 3 Jahrzehnten!
Ich freue mich auf ein intensives PRO+CONTRA!
« Letzte Änderung: 29. Oktober 2008, 06:49:53 von Schillrich »

ILBUS

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #1 am: 30. August 2005, 18:20:47 »
Ich denke wie die Rosaviakosmos plant NASA unter anderem auch He3 Vorkomnisse zu suchen und es zu fördern.

Wenn es in den nähsten Jahrzehnten was mit den Fusionsreaktoren und Triebwerken funktionier, hat man dann bereits eine Tankstelle:). (so weit ich weis kommt He3 auf der Erde kaum vor).

Ich denke erst ab dem Abbau von dem Stoff wird es sich der Mond-zwischen-Stop auf dem Weg zu Mars so richtig Lohnen.

Gero_Schmidt

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #2 am: 30. August 2005, 18:21:19 »
Zitat
Nach Apollo 17 (letzter Flug; 1972)
dachte man alles über den Mond zu wissen und favorisierte
den Bau von Raumstationen. Nun dieser interessante und
erstaunliche Sinneswandel nach fast 3 Jahrzehnten!

Wo hast du denn das gelesen? Das Apollo-Programm wurde nicht beendet weil man glaubte nun 'alles über den Mond zu wissen', sondern aus politischen/finanziellen Gründen. Es hätte noch viel zu erforschen gegeben. Ursprünglich waren noch drei weitere Apollo-Missionen geplant (Apollo 18-20), die dann aber gestrichen wurden, um Geld zu sparen - nachdem die Saturn V-Raketen für diese Missionen bereits gebaut worden waren. ::)

Bevor Nixon das NASA-Budget zusammenstrich, gab es konkrete Pläne für eine permanent bemannte Mondstation, eine Raumstation im Mondorbit etc. Kurz: Die NASA hat das Mondprogramm nicht aufgegeben, weil es nichts mehr zu erforschen gab, sondern weil ihr das Geld ausging.

Auch stimmt es nicht, dass jetzt auf einmal ein 'Sinneswandel' stattgefunden hätte. Es hat in der Vergangenheit immer wieder Versuche gegeben, erneut ein Mondprogramm ins Rollen zu bringen (google mal Space Exploration Initiative). Hoffentlich klappt's diemal besser...


Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #3 am: 30. August 2005, 18:50:01 »
@Gero:
Ein *Sinneswandel* diesbezüglich hat schon stattgefunden.
Nicht bei den Wissenschaftlern (die wollten ja weiter-
machen), aber bei den Politikern! Aus diesem Grunde
gibt es heute ein neues Programm.
Und daß es immer noch genug zu erforschen gibt, stelle
ich überhaupt nicht in Abrede.
Aber es gab damals auch Meinungen, die sagten:
Wir haben über 300 kg Mondgestein gesammelt, haben
ein halbes Dutzend Meßstationen auf dem Mond...., was
brauchen wir noch mehr?

Gero_Schmidt

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #4 am: 30. August 2005, 22:20:52 »
Zitat
Ein *Sinneswandel* diesbezüglich hat schon stattgefunden.
Nicht bei den Wissenschaftlern (die wollten ja weiter-
machen), aber bei den Politikern!

Ok, das ging aus deinem letzten Beitrag nicht so eindeutig hervor aber hier gebe ich dir natürlich recht.

spacetime

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #5 am: 30. August 2005, 23:51:07 »
Also ich habe das Gefühl diesmal könnte es klappen mit der wiederaufnahme der Mondflüge. Die Space Exploration Initiative ist im Prinzip das gleiche wie die Vision for Space Exploration. Kann es nicht sein das der Vater vom Bush sein Sohn überredet hat sowas zu tun??? Obwohl ja die Mehrheit der US-Bürger diese Vision dingsda wollen.

Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #6 am: 31. August 2005, 13:22:33 »
Im Zusammenhang mit künftigen Mondmissionen ergeben
sich für mich 3 Fragen:
1. Welche Aufenthaltsdauer ist geplant? (Bei Apollo betrug
 sie max. 3 Tage für die Landecrew).

2. Wenn eine ständig bemannte Mondstation errichtet wird,
wie erfolgt die Versorgung?

3. Wie wird so eine Station im Havariefall evakuiert?
 (Der Fall von Apollo 13 zeigte ja, wie haarscharf man
 an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Auch bei
 künftigen Missionen wird das Risiko nicht geringer)
« Letzte Änderung: 31. August 2005, 13:24:22 von chris »

H.J.Kemm

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #7 am: 02. Oktober 2005, 05:53:11 »
Moin Chris,
ich greife Deinen Thread auf und verweise auf den neuesten Bericht von unserem Autor Michael Stein.
Bitte unbedingt nachlesen: ftp://http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/mond2018.shtml

Er schreibt zwar nichts über die angedeuteten Probleme wegen der unterschiedlichen Startintervalle wie ja von Experten angemahnt, aber ansonsten ist das wieder eine gute Arbeit.

Lesenswert!

Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #8 am: 19. Oktober 2005, 23:32:45 »
Habe schon mehrfach versucht, die angegebene Seite zu öffnen, klappt jedoch nicht. Schade, gibt es sonst noch Möglichkeiten an Informationen zu kommen?

Speedator

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #9 am: 20. Oktober 2005, 13:34:21 »
Moin Chris.
Der Tag funktioniert hier nicht. Das ist die die richtige Seite http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/mond2018.shtml - oder hier klicken!

Jerry: Für Verweise (Hyperlinks) entsprechendes Tag (BBCode: [url]) verwenden bzw. den Button obere Reihe, ganz links drücken. Alternative kannst du den Link auch unkommentiert stehen lassen. Die Forensoftware ist so eingestellt, dass das soweit http://  (oder shttp etc.) vorangestellt ist, das als Link erscheint.
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2005, 13:37:40 von Speedator »

Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #10 am: 26. Oktober 2005, 14:24:33 »
Bezüglich der Wiederaufnahme bemannter Mondflüge durch die NASA interessiert mich mal folgendes:
Existiert für dieses Projekt eigentlich ein fundierter wissenschaftlicher Hintergrund (Mondforschung, als da wo Apollo aufgehört hat) oder ist das ganze eher ein *technologisches* Unternehmen in Vorbereitung auf das spätere Marsprojekt?  Habe unlängst gehört, die NASA hätte ohne das "Ziel Mars" überhaupt kein neues Mondprogramm aufgelegt.

Speedator

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #11 am: 26. Oktober 2005, 14:32:49 »
Der wissenschaftliche Hintergrund wird wohl stark bezweifelt. Das war früher so und ist jetzt vielleicht noch mehr so. Dabei geht es doch mehr um das Spektakel, bzw. den Ehrgeiz, Nervenkitzel. Egal ob es um Mond oder Mars geht. Aber in dieser Mission ist der Mondflug sicherlich als Test für den Marsflug zu sehen.

Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #12 am: 26. Oktober 2005, 14:44:14 »
Genauso sehe ich das auch. Der rein wissenschaftliche Aspekt wird bei den künftigen bemannten Mondflügen (wenn überhaupt) eine untergeordnete Rolle spielen.
Technische Gesichtspunkte werden im Vordergrund stehen, wie z.B. der Test des Schwerlasttransporters in diesem Zusammenhang. Dazu braucht man ein *Operationsfeld*, und das heißt Mond. Ob der Flug zum Mars dann gelingt, ist noch eine ganz andere Frage.

Speedator

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #13 am: 26. Oktober 2005, 14:47:52 »
Ja, da spielen natürlich noch ganz andere Dinge eine Rolle. Der reine Flug Erde-Mond ist ja doch relativ trivialer Natur, wenn man vergleicht, was alles beim Flug Erde-Mars zu beachten ist.

Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #14 am: 26. Oktober 2005, 15:13:40 »
Man stelle sich vor, bei einen Marsflug hieße es plötzlich: "Houston, wir haben ein Problem!" Damals war Rettung möglich, aber beim Marsflug? Ich werde ein gewisses "mullmiges" Gefühl nicht los, dass da was schiefgeht...  

Speedator

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #15 am: 26. Oktober 2005, 15:24:08 »
Ich denke mal das ist nur eine Frage der Zeit bis Astronauten entgültig mal im Weltall bleiben. Man kann nicht davon ausgehen, dass da imemr alles gut geht, erstrecht nicht wenn man zum Mars fliegn will und dann die Space Shuttle-probleme sieht. Damit will ich jetzt nicht speziell Kritik an der NASA und ihrer Arbeit üben, sondern sage nru, dass   halt nichts perfekt ist und da irgendwann halt mal das eintreten wird.

Offline Martin

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #16 am: 26. Oktober 2005, 15:28:36 »
Zitat
Wenn es in den nähsten Jahrzehnten was mit den Fusionsreaktoren und Triebwerken funktionier, hat man dann bereits eine Tankstelle:). (so weit ich weis kommt He3 auf der Erde kaum vor).

Ich denke erst ab dem Abbau von dem Stoff wird es sich der Mond-zwischen-Stop auf dem Weg zu Mars so richtig Lohnen.

Helium 3 ist auch so ein Mythos. Sollte man eines Tages tasächlich die Kernfusion beherrschen, wird man sicherlich nicht auf He3 bauen. Der einzige Vorteil, den dieses bietet ist, daß bei der Kernfusion keine Neutronen frei werden. Der Preis ist, das die Zündtemperatur gegenüber D-T einige Mio Grad höher ist, der Reaktor also um ein vielfaches komplizierter ist.
Im allgemeinen sieht es mit Rohstoffen, von Ausnahmen wenigen Ausnahmen, im Sonnensystem düster aus. auf dem Mond sehe ich Potential für Fe, Ni, Ti, PGE, Cr und vielleicht an den Polen Wasser, das wars aber schon. So gute Lagerstätten wie auf der Erde wird es mit Sicherheit nicht geben.


Was de Erdorschung des Mondes angeht, so sind die 300kg Probenmaterial noch gar nichts. Wir haben hier in Freiberg im Laufe der Jahrhunderte einige Tonnen Probenmaterial von unserer kleinen Lagerstätte untersucht, Geophysik und sonstwas gemacht, und wissen immer noch nicht restlos, wie sie entstanden ist.
Die 300kg geben damit erstmal an sehr groben Einblick, da ist noch viel zu tun.

Martin

Dein Posting kommt ohne Sand nicht an sein Ziel. Wir sind überall. Deine Geo- & Montanwissenschaften | www.wir-sind-ueberall.de

Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #17 am: 26. Oktober 2005, 15:40:36 »
Martin:
Also auf dem Mond nach Erzen zu schürfen, dürfte sich wohl kaum rentieren. Man beachte *Kosten/Nutzen*. Mit solchen Ideen kann man Mondflüge nicht begründen, da müssen schon handfeste Gründe her.

Jeanz

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #18 am: 26. Oktober 2005, 16:00:37 »
Ich bin schwer angetan von der neuen Nasa Vision bezüglich der Rückkehr zum Mond und dem Aufbruch zum Mars. Allerdings bezweifle ich mitlerweile ob 2018 wirklich wieder Menschen auf dem Mond spazieren werden. Nicht etwa weil die Pläne für Mond und Mars technisch zu anspruchsvoll oder nicht realisierbar seien. Nein, etwas ganz anderes bereitet mir da viel mehr Sorgen. Das Geld ! Zur Zeit scheint die Nasa jeden Pfennig 2 mal umdrehn zu müssen, da stellt sich mir die Frage, ob die benöntigten Neuentwicklungen überhaubt bezahlbar sind.

Sicherlich, das Space Shuttle nagt gewaltig am Budget und wenn es einmgemottet ist werden wieder einige Recourcen frei. Aber ob das reichen wird. Man hat sich ja enormes vorgenommen. Es werden 2 neue Trägerraketen basierend auf dem Space Shuttle System entwickelt werden. Hinzu kommt das neue CEV sowie der neue Mondlander. Gerade das testen der Bemannten Systeme wird geld und Zeitintensiv sein. Nicht zu vergessen, die Infrastruktur am Boden, welche momentan noch auf das Shuttle ausgelegt ist wird umstrukturiert werden müssen.

Zu guter letzt sei noch darauf hingewiesen das es bis 2018 noch eine lange Zeit ist. Die USA werden bis dahin noch einige Regierungen kommen und gehen sehen. Es badarf nur einen Präsidenten der dem Raumfahrtprogramm feindlich gesinnt ist und schon ist die Space Exploration Initiative Geschichte.

Speedator

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #19 am: 26. Oktober 2005, 20:33:27 »
Klar, man kann natürlich nicht genau sagen, was in 18 Jahren ist.
Ich für meinen Teil finde es garnicht mal so abwegig zu überlegn, ob man das Geld nicht auch anders Nutzen kann, auch im Rahmen der Raumfahrt. Das CEV ist für die NASA sicherlich *nötig*. Das einzeln, wir hatten ja schon drüber diskutiert,  brauchte wohl keinen neuen Träger. Andererseits ist auch die Mond-/Marsfahrt für die NASA essentiell, denn ohne das würden sich wohl viele Leute fragen, warum überhauptnoch soviel Geld für die Raumfahrt, sodass die NASA wohl dann ordentlich an Budget verlieren würde. Das nur als Spekulation, genaues kann man da natürlich nicht vorhersagen.

GG

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #20 am: 27. Oktober 2005, 00:31:04 »
Nur mal so am Rande. Vor 18 Jahren waren Mobiltelefone noch handtaschengroß und sauschwer, kaum ein Mensch kannte den Begriff Internet und eine fette Grenze verlief mitten durch Europa. Wer also kann schon sagen, was in 18 Jahren sein wird. (Allerdings sind es bis 2018 nur noch 13 Jahre.)

GG

Gero_Schmidt

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #21 am: 27. Oktober 2005, 02:31:11 »
Genau. Es könnte gut sein, dass private Firmen das NASA-Programm überflüssig machen, ja vielleicht sogar den Mond zuerst erreichen. Angenommen die Falcon 9 fliegt bis 2010 und Bigelow schafft sein erstes Raumstationsmodul etwa zur selben Zeit in die Erdumlaufbahn. Bemannte Flüge zum Mond wären mit dieser technologischen Basis bis 2015 auf jeden Fall zu schaffen, Mondlandungen sind natürlich noch was komplizierter...

Speedator

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #22 am: 27. Oktober 2005, 09:19:22 »
Moin Gero,
das ist durchaus vorstellbar. Auf lange Sicht werden sich NASA und ESA etc. wohl sowieso primär auf den rein wissenschaftlichen Bereich konzentrieren und auf Zertifizierung etc.. Aber warten wir das auch erstmal ab, schließlich sagt man das auch schon lange und bis jetzt ist auch noch nicht passiert, wobei die Chancen jetzt wirklich nicht schlecht stehen.

Offline chris

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #23 am: 27. Oktober 2005, 11:06:02 »
Mich würde mal interessieren, wie teuer das neue Mondprogramm im Vergleich zum Apolloprojekt ist. Unter Beachtung der Inflationsrate der letzten Jahrzehnte müßte auch zu ermitteln sein, inwieweit es teurer wird als damals.

neo

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Re: Rückkehr zum Mond
« Antwort #24 am: 27. Oktober 2005, 11:23:10 »
ich glaube, ohne es nachgerechnet zu haben, diese mond-mission wird etwas billiger sein (müssen).  :o

was tippt ihr? (vielleicht ist das mal ne umfrage wert...?)

neo