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Autor Thema: Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche  (Gelesen 47884 mal)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #75 am: 23. Juli 2007, 11:54:00 »



Gedanken-Experiment.
Setzen wir für ein Gedankenexperiment folgende Ausgangssituation voraus. Die "neun" Planeten befinden sich alle am Nachthimmel und unsere Sonne wird schlagartig verdunkelt. Was könnte ein Beobachter von der Erde/Raumstation aus theoretisch am Sternenhimmel verfolgen?

Was passiert?
Die beiden inneren Planeten Merkur und Venus verschwinden nach wenigen Minuten für den Beobachter am Fixsternhimmel. Nach 8m30s erreichen die letzten Lichtstrahlen der Sonne unseren Heimatplaneten Erde, danach taucht sie in ewige Dunkelheit und Kälte. Ebenfalls nicht mehr sichtbar am Himmel, der Beherrscher der Nacht, unser Erdenmond. Einige Zeit später ereilt die äußeren Planeten das gleiche Schicksal. Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun mit all ihren Monden verschwinden am Himmelszelt. Zu diesem Zeitpunkt sind rund 4 Stunden vergangen, seitdem sich diese letzten Lichtstrahlen von der Sonne aufmachten, die Planeten zu erhellen.

Weiter rast das Sonnenlicht mit 300.000 km/s in Richtung Pluto, dem Außenposten in unserem Sonnensystem. Noch trennen das letzte Sonnenlicht und Pluto rund 1 500 000 000 km aber selbst diese letzte gewaltige Distanz durcheilt das Licht in nur 83 Minuten. Für diese Enfernung von 1,5 Milliarden Kilometern benötigte ein Auto, dass konstant 100 km/h fahren würde, 1712 Jahre.

Jetzt herrscht ewige Nacht im Sonnensystem.
Für unseren Beobachter ist die planetare Lichterkette erloschen, ebenso die anderen Familienmitglieder des Sonnensystems, die Kometen und Asteroiden. Am Himmel sieht er nur noch unzählige selbstleuchtende Himmelskörper, die Fixsterne. In mehr als 4,5 Milliarden Jahren wird unsere Sonne ihr Leben in einer spektakulären Vorstellung aushauchen. Die Sonne bläht sich zu einem gewaltigen roten Riesenstern auf, verschlingt dabei die inneren Planeten Merkur und Venus. Die Ozeane der Erde verdampfen, die extremen Temperaturen vernichten jedes Leben auf dem einstig blauen Planeten. Und am Ende herrscht ewige Nacht und Kälte im einst " lebhaften " Sonnensystem.

Jetzt wird es Zeit in unsere Epoche zurückzukehren und wir drehen unsere " Uhr " um 5h31m zurück und genießen lieber weiterhin das lebenswichtige Sonnenlicht.

Mit dem bekannten Planeten-Akrostichon von Günther Schröder ( 1920 - 2000 ) können Sie sich die Namen der acht Planeten und ihre Reihenfolge leicht einprägen. In unserem Sonnensystem existieren die Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Pluto wurde der Planetenstatus am 24.08.2006 aberkannt.

Planeten-Akrostichon: Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unsere Nachbarplaneten.

Hinweis: Während der 26. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union im August 2006 in Prag wurde die offizielle Entscheidung getroffen, Pluto den Planetenstatus abzuerkennen. Pluto ist folglich kein klassischer Planet mehr.

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de

Gruß Konrad.   ;)


« Letzte Änderung: 23. Juli 2007, 11:55:34 von astro112233 »

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #76 am: 02. August 2007, 12:12:14 »



Die Tierkreissternbilder: Hintergrundkulisse der scheinbaren jährlichen Sonnenbahn.

Kurz-Info
Die für den Erdbewohner sichtbare Jahresbahn der Sonne am Firmament basiert auf der Wanderung der Erde um die Sonne. Die Erde bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 108.000 km/h um das Zentralgestirn. Der irdische Beobachter spürt jedoch nichts von diesem rasanten Jahreslauf der Erde. Für uns Menschen bewegt sich vielmehr die Sonne relativ zu den Hintergrundsternbildern. Diese scheinbare jährliche Bewegung erfolgt recht langsam. Die Sonne bewegt sich entgegen ihrer täglichen Bewegung von Westen nach Osten durch den Tierkreis. Die Hintergrundsternbilder vor denen sich die Sonne scheinbar im Jahreslauf bewegt, werden als Tierkreissternbilder bezeichnet

Der Tierkreis
Innerhalb eines 16° breiten Bandes beiderseits der Ekliptik bewegt sich unser Zentralgestirn die Sonne, der Mond und die Planeten. Die Ekliptik verläuft in der heutigen Zeit durch 13 Sternbilder, die alle verschiede Längenausdehnungen aufweisen. Da sechs dieser Sternbilder den Namen von Tieren wie Steinbock, Fische, Widder, Stier, Krebs, Löwe sowie Skorpion tragen, wird das Sternenband als Tierkreis bezeichnet. In der Wissenschaft der Astronomie besteht der Tierkreis nicht aus zwölf, sondern aus 13 Tierkreissternbilder mit ungleicher Längenausdehnung. Das 13. Tierkreissternbild ist der Schlangenträger. In der Astrologie jedoch sind die Tierkreiszeichen standardisiert in Längenabschnitte von je 30°. Der Startpunkt dieser Unterteilung beginnt am Frühlingspunkt.

Frühlings- und Herbstpunkt
Zweimal im Jahr kreuzt die Sonne auf ihrer Wanderung entlang der Ekliptik den Himmels-äquator. Die Kreuzungspunkte von Himmelsäquator und Ekliptik werden als Frühlingspunkt ( Frühlingsanfang ) und Herbstpunkt ( Herbstanfang ) bezeichnet. Den Frühlingspunkt erreicht die Sonne am 21. März, den Herbstpunkt hingegen am 23. September eines jeden Jahres.

Tierkreissternbilder und Tierkreiszeichen
Die Namen der zwölf Tierkreiszeichen lauten: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Die Astrologen sprechen von Tierkreiszeichen, die Astronomen von Tierkreissternbildern.

Astronomie kontra Astrologie - Motto: Was nicht passt wird passend gemacht.  :-/
Vor rund 2000 Jahren stimmten das Tierkreiszeichen Widder und das Tierkreissternbild Widder beinahe überein. In der heutigen Zeit liegt das Tierkreiszeichen Widder aufgrund der Präzession fast ganz im Tierkreissternbild Fische. Auch die übrigen Tierkreiszeichen decken sich nicht mehr mit den gleichnamigen Tierkreissternbildern, sondern liegen um etwa 30° versetzt. Erst im Jahr 24100 wird der Frühlingspunkt wieder das Tierkreissternbild Widder besuchen. Dann stimmen für einige Zeit die Tierkreissternbilder und Tierkreiszeichen überein.

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de/

Grüße sendet Konrad.   ;)


astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #77 am: 11. August 2007, 11:58:09 »



Kurz-Info
Der Crescent Nebula NGC 6888 befindet sich im Sternbild Schwan und gehört zu der Gruppe der soge-nannten Wolf-Rayet-Nebel. Die gleichnamigen Wolf-Rayet-Sterne sind leuchtkräftige und massenreiche Sonnen mit gewaltigen Sternwinden. Die von den Sternen abgegebene Materie wird von ihrem energie-reichen Licht zum leuchten angeregt und erscheint dem Beobachter als Emissionsnebel.

Emissions-Nebel
Als Emissionsnebel, lateinisch emittere = aussenden, werden in der Astronomie Wolken interstellaren Gases bezeichnet, die selbst Licht emittieren. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von Reflexionsnebeln, welche lediglich das eingestrahlte Licht von benachbarten Sternen reflektieren. Als Energiequelle, die diese Nebel zum Leuchten anregen, sind üblicherweise hochenergetische Photonen eines oder mehrerer benachbarter heißer Sterne verantwortlich. [ Orion-Nebel M42 ]

Aufnahme-Daten: 05.08.2007 - 00:04 MESZ bis 03:22 MESZ - Aufnahme-Instrument: 200/1000mm Newton Spiegel auf modifizierter EQ-6 Montierung - Autoguiding-Instrument: 102/1300mm Maksutov - Kameras: Autoguiding: Philips Webcam ToUCam Pro SC2 - Digitalkamera Canon EOS 20D Filter modifiziert - Belichtung und Empfindlichkeit: 15x437s - 800 ISO - Standort: Auf dem Höhenzug Randen zwischen Randen und Riedöschingen - Fotograf: Tobias Dietrich

Sternwarte Singene.V.
http://www.sternwarte-singen.de

Gruß Konrad.   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #78 am: 07. September 2007, 14:02:20 »
Die Gezeiten.
















Bilder: Die gesehenen Fotos verdeutlichen die Auswirkungen von Ebbe und Flut an der Küste der Nordsee.






Grafik: Entstehung von Ebbe und Flut auf unserem Planeten.



Kurz-Info
Das periodische Heben und Absinken des Meeresspiegels, ein Phänomen, das gemeinhin als Gezeiten bekannt ist, wird durch die Anziehungskraft verursacht, die der Mond auf die Erde ausübt. In geringerem Maße trägt auch die Anziehungskraft der Sonne zu den Gezeiten bei. Dieses Phänomen der Gezeiten, wie es zwischen Mond und Erde auftritt, ist kein Sonderfall, sondern ist im Gegenteil sehr oft zwischen zwei relativ nahen Himmelskörpern zu beobachten.

Die Erklärung liegt darin, dass die Gravitationskraft mit der Entfernung abnimmt; genauer gesagt, ist sie umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung. Dementsprechend übt der Mond auf den mondnahen Bereich der Erde die größte Gravitationskraft aus, während diese Kraft auf der entgegengesetzten Seite am geringsten ist. Dies bedeutet, dass die mondabgewandte Seite der Erde am wenigsten von unserem Satelliten angezogen wird und das Wasser hier aufgrund der Fliehkraft verhältnismäßig hoch steht.

Im Ablauf von 24 Stunden haben wir somit zweimal Ebbe und zweimal Flut. Da die Flut stets auf der Linie Mond Erde liegt, kann man sagen, dass sie dem Mond auf seinem Umlauf folgt. Dies hat zur Folge, dass die Gezeiten jeden Tag etwa 50 Minuten später auftreten als am Vortag. Somit kann man sagen, dass das Intervall von einer Flut zur nächsten ( bzw. von einer Ebbe zur nächsten ) im Schnitt 12 Stunden und 25 Minuten beträgt.

Bilder Ebbe und Flut: Fotograf Maik Baumann - August 2007 an der Nordsee

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de

Gruß Konrad.   ;)
« Letzte Änderung: 07. September 2007, 14:04:05 von astro112233 »

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #79 am: 15. September 2007, 10:31:03 »




Hallo Sterngucker,
heute gibt es ein echtes virtuelles Sahnestückchen. Das Bild entstand am Silvretta Stausee/Österreich in 2040m ü.NN bei quasi Null Streulicht. Da sieht man, was ein talentierter, junger Astrofotograf mit einem 200mm Teleskop erreichen kann.  
 
Kurz-Info
Umgeben von den populären Sternbildern Perseus, Andromeda, Fische und Widder befindet sich die große Spiral-Galaxie M33 im Sternbild Dreieck. Der irdische Beobachter sieht senkrecht auf die Welteninsel und erkennt die dynamische Struktur. M33 ist 2.300.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Seine Schönheit zeigt das 6,7m helle Objekt eindrucksvoll bei geringer Vergrößerung in einem lichtstarken Fernglas oder Teleskop.

Aufnahme-Daten: 15.08.2007 - 03:01 MESZ bis 03:54 MESZ - Aufnahme-Instrument: 200/1000mm Newton Spiegel + Baader MPCC Komakorrektor auf modifizierter EQ-6 Montierung - Autoguiding-Instrument: 102/1300mm Maksutov - Kameras: Autoguiding: Philips Webcam ToUCam Pro SC2 - Digitalkamera Canon EOS 20D Filter modifiziert - Belichtung und Empfindlichkeit: 6x600s - 800 ISO - Standort: Bielerhöhe am Silvretta-Stausee in Österreich - Höhe: 2040 Meter ü. NN - Fotograf: Tobias Dietrich

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de

Viele Grüße sendet Konrad.   ;)
« Letzte Änderung: 15. September 2007, 10:32:45 von astro112233 »

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #80 am: 30. Oktober 2007, 15:36:22 »



Komet 17P/Holmes

Glück gehabt Schnappschuß trotz permanet schlechten Wetters.

Aufnahme-Daten: 28. Oktober 2007 - 22:10 MEZ. - Instrument: Vixen Refraktor 90/1000mm - Kamera: DSLR Canon EOS 20D - Belichtungszeit: 25s - Empfindlichkeit: 1600 ASA - Standort: Sternwarte Kreuzlingen/CH - Fotograf: Christian Schuchter

Mehr Bilder und ausführlicher Infotext.
http://www.sternwarte-singen.de/leitseite.htm

Gruß Konrad.   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #81 am: 14. November 2007, 10:48:28 »







http://Komet 17P/Holmes
 
Noch mehr Glück gehabt Jetzt besitzen wir bereits eine kleine Galerie auf unserer VSS Webseite.
 
Bild 1
Aufnahme-Daten: 31.10.2007 - 20:41 MEZ bis 22:27 MEZ - Instrument: 200/1000mm GSO Newton Spiegel - Montierung: OTE 150 - Kamera: DSLR Canon EOS 20D Filter modifiziert - Belichtung: 27s - Empfindlichkeit: 100 ISO - Brennweite: 50mm - Standort: Witthoh bei Tuttlingen - Fotograf: Maik Baumann

Bild 2
Aufnahme-Daten: 02. November 2007 - 23:24 bis 23:47 MEZ - CCD Kamera ALccd 6c - Teleskop: Astro-Physics Star 12 ED Refraktor - Montierung: Alt6 AD - Aufnahmeort: Sternwarte Singen - Fotograf: Wolfgang Bodenmüller
 
Mehr Bilder und ausführlicher Infotext.
http://www.sternwarte-singen.de/leitseite.htm

Das wird es wohl leider mit dem sensationellen Weltraumvagabunden gewesen sein. :'(  Ich hoffe das die überwiegende Zahl der Mitglieder das seltene Vergnügen zu Teil wurde, den hellen Komet Holmes in Natura am Sternenhimmel zu sehen.

PS. Viele herzliche Grüße an dich Jerry.  ;)  Immer nach Süden und du verfehlst mich nicht.  
 
Gruß Konrad.   
« Letzte Änderung: 14. November 2007, 10:52:18 von astro112233 »

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #82 am: 14. November 2007, 11:15:11 »
Moin Konrad,

danke für die beiden Bilder.

Ist eigentlich bekannt, ob *Holmes* eine Drehung macht und wenn, ich welche Richtung? Auch möchte ich gern wissen, ob der Komet sich tatsächlich zerteilt hat oder ob das nur angenommen wird.

Viele herzliche Grüße an dich Jerry. Immer nach Süden und du verfehlst mich nicht.

Mein lieber Konrad, da wo ich hinwill, komme ich auch bestimmt an!  ;D

Jerry

« Letzte Änderung: 14. November 2007, 11:16:20 von H.J.Kemm »

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #83 am: 23. Dezember 2007, 19:37:54 »



Weihnachtsstimmung am Bodensee. Fotograf: Harald Wochner




Wünschen allen Mitgliedern des Forums die Astrofotografen der Sternwarte Singen e.V.

Diesem Wunsch schließe ich mit natürlich gerne an.

An meinen guten Freund Jerry entsende ich spezielle Grüße und wünsche ihm ein besinnliches Weihnachtsfest.

Gruß Konrad  ;)  
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2007, 19:40:51 von astro112233 »

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #84 am: 31. Dezember 2007, 13:55:03 »



Bild: Harald Wochner VSS

Einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr wünscht euch

Konrad   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #85 am: 26. Februar 2008, 16:27:37 »






Pferdekopf-Nebel - 24. Februar 2008 - Fotograf: Wolfgang Bodenmüller VSS

Kurz-Info
Pferdekopf-Nebel im Sternbild Orion. An den Flammen-Nebel NGC 2024 schließt sich der Nebel IC 434 an, der den Hintergrund für den legendären Pferdekopf-Nebel Barnard 33 bildet. Der Pferdekopf-Nebel ist ein sogenannter Dunkel-Nebel. Er besteht aus interstellarem dunklen Staub. Das Objekt wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf einer photografischen Platte entdeckt. Durch den dahinterliegenden, rötlich leuchtenden Wasserstoff-Emissionsnebel IC434 hebt sich dieser Dunkel-Nebel vom Hintergrund ab. Eine markante Nebelsilhouette, die an einen Pferdekopf erinnert, gab diesem Dunkel-Nebel seinen Namen. Im Bild oben rechts.

Die Entfernung des Nebels beträgt 1100 bis 1500 Lichtjahre. Der Nebel ist eine Wiege neuer Sterne. Wintersternbild Orion: Das Sternbild stellt in der Myhtologie einen Jäger dar, welcher mit seinen beiden Hunden, dem Großen Hund ( Sternbild ) sowie dem Kleinen Hund ( Sternbild ) auf die Jagd geht.

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de/

Gruß Konrad


H.J.Kemm

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #86 am: 27. Februar 2008, 05:18:51 »
Moin Konrad,

wäre mal interessant zu sehen, ob sich der *Pferdekopf-Nebel* im Verlaufe dieser Zeit optisch verändert hat. Kann man da auf irgendwelche alte Fotografien zurückgreifen?

Jerry

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #87 am: 11. Juni 2008, 11:33:51 »



Planet Saturn im Mai 2008.

Ort: Rooisand Sternwarte in Namibia / Afrika.

Instrument: C14 plus CCD Kamera.

Fotograf: Wolfgang Bodenmüller VSS.

Kurz-Info.
Unsere Vereinsmitglieder Wolfgang Bodenmüller und Elmar Nestlen verbrachten im Mai 2008 einen 10 tägigen Astrourlaub auf der Rooisand Desert Ranch in Namibia. Diese besitzt eine eigene Sternwarte für Aktivitäten ihrer Besucher. Ich werde gelegentlich Aufnahmen des für Europäer fremden Sternenhimmels einstellen.

Rooisand Sternwarte
http://www.rooisand.com/observatory/rooisand_astro_d_01.htm

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de/

Gruß Konrad  ;)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #88 am: 22. Juni 2008, 10:01:30 »



Eta Carina - Fotograf: Elmar Nesten.





Magellansche Wolken - Fotograf: Wolfgang Bodenmüller.

Gruß Konrad  ;)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #89 am: 09. Juli 2008, 07:57:49 »




Milchstraße im Sternbild Skorpion.

Fotograf: Wolfgang Bodenmüller - VSS - Rooisand Desert Ranch Namibia 2008.

Gruß Konrad  ;)

Offline -eumel-

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Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #90 am: 09. Juli 2008, 14:34:05 »

WOW! :o :D
Ein wirklich prächtiger Süd- Sternenhimmel - und weder Luft- noch Lichtverschmutzung! :)

Eta Carinea und die beiden Magellanischen im vorherigen Post waren auch schon so schön!

Das sollte eigentlich schonmal eine Reise in den fernen Süden wert sein...! ::)

Offline Pirx

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Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #91 am: 10. Juli 2008, 16:03:08 »
Zitat
...

Fotograf: Wolfgang Bodenmüller - VSS - Rooisand Desert Ranch Namibia 2008.

Überwältigend !
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #92 am: 11. Juli 2008, 11:08:10 »






Hallo Sternfreunde,

anbei noch ein Bild von Eta Carina, jedoch mit speziellem Filter.

Kurz-Info
NGC 3372 - Eta Carina. Emissionsnebel im Schiffskiel. Entfernung 7.000 - 10.000 Lj - Helligkeit 3,0mag.

Aufnahme-Daten: Instrument: Refraktor Zeiss APQ 150/1200 - CCD Kamera: ALccd6c - 5x90 + 4x360s - IDAS-LPS-P2 Filter - Aufnahmeort: Rooisand Desert Ranch Namibia - Datum: Mai 2008 - Fotograf: Wolfgang Bodenmüller

Ich werde das Lob gerne meinen Vereinskollegen mitteilen. Denn ich bin nur ausführendes Organ und werde mich nicht mit fremden Federn schmücken. Dachte allerdings, die Fotos sind echt sehenswert für euch und etwas träumen kann man bei der Betrachtung ebenfalls. Man tut das weh, dass Fernweh.

Gruß Konrad  ;)



Hansjuergen

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #93 am: 11. Juli 2008, 20:35:42 »
Das macht Lust auf MEHR! :) ...da gibts doch bestimmt noch mehr,oder?

Hansjürgen

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #94 am: 14. Juli 2008, 18:33:10 »







Klar, neue Woche neues Bild.

Kurz-Info
Der Emissions- und Reflektions-Nebel M20 ( NGC 6514 ) mit der Bezeichnung Trifidnebel liegt im Sternbild Schütze.

Aufnahme-Daten: Instrument: Refraktor Zeiss APQ 150/1200 - CCD Kamera: ALccd6c - IDAS-LPS-P2 Filter - Aufnahmeort: Rooisand Desert Ranch Namibia - Datum: Mai 2008 - Fotograf: Wolfgang Bodenmüller

Grüße sendet Konrad  ;)
« Letzte Änderung: 14. Juli 2008, 18:33:43 von astro112233 »

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #95 am: 16. August 2008, 09:51:32 »




Doppelter Regenbogen

Daten: Badesteg Mindelsee - 08.07.08 - 21.00 MESZ - Komposit aus 3 Bildern.

Fotograf: Harald Wochner VSS

Gruß Konrad  ;)



« Letzte Änderung: 16. August 2008, 09:51:56 von astro112233 »

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #96 am: 30. August 2008, 12:54:42 »



Kurz-Info
Die Rooisand Sternwarte befindet sich auf der gleichnamigen Rooisand Desert Ranch im Herzen Namibias. Das Hauptinstrument ist ein C14. Des Weiteren steht ein 150mm APQ Refraktor und ein 80mm AS Refraktor der Firma Zeiss zur Verfügung. Die Sternwarte zeichnet sich durch exzellente klimatische Sichtbedingungen und keinerlei störenden Streulichts aus. Diese zwei unschlagbaren Argumente veranlasste unsere Vereinsmitglieder Wolfgang Bodenmüller und Elmar Nestlen dort einen fantastischen 10 Tage dauernden Astrourlaub zu verbringen. Die Astroaufnahmen entstanden mit den installierten Instrumenten der Rooisand Sternwarte.

Rooisand Desert Ranch Namibia - Sternwarte:
http://www.rooisand.com

Schönes Wochenende

Konrad  ;)

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #97 am: 01. Oktober 2008, 12:51:08 »


IC1805 Heart Nebula

 
Kurz-Info
Die Aufnahme zeigt den Heart-Nebula (Herz-Nebel) IC1805 im Sternbild Cassiopeia, dem berühmten und auffälligen Himmels-W. Bei IC1805 handelt es sich um eine der größten H-Alpha-Regionen überhaupt. Das gewaltige "himmlische Herz" erstreckt sich über einen Bereich von etwa 2°30´am Himmelszelt, was fünf Vollmonddurchmessern entspricht. Der Herz-Nebel wird von dem im Zentrum befindlichen offenen Sternhaufen Melotte 15 zum Leuchten angeregt und befindet sich 2500 Lj von der Erde entfernt.

Aufnahme-Daten: 27.09.2008 - 22:12 MESZ - CCD Kamera ALccd6c - Belichtungszeit: 7 x 480s = 56min - Teleskop: Refraktor Borg ED - APO 100/640mm mit Reducer x0,85 = 540mm und LPS-Filter - Ort: Stockach - Fotograf: Wolfgang Bodenmüller VSS

Herzliche Grüße sendet Konrad.  ;)

Ricardo

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #98 am: 02. Oktober 2008, 23:26:59 »
Die Sternwarte in Namibia steht deshalb auf Stelzen, nicht das man über die paar Bäume drüber schauen kann, sondern um der Abstrahlung der Bodenhitze zu entkommen.Nur als Ranbemerkung für die, die es fraglich finden.Wird es aber hier in der Raumcon wohl kaum welche geben. ;)

Ricardo

astro112233

  • Gast
Re: Sternwarte Singen e.V. - Astro-Bild der Woche
« Antwort #99 am: 17. Oktober 2008, 23:21:04 »























Die Aufnahme präsentiert die populäre Spiralgalaxie M31. Mit auf dem Foto M32 und NGC110. Fotograf: Wolfgang Bodenmüller VSS

Kurz-Info
Vom 26. bis 28. September 2008, unternahmen die Demonstratoren der VSS eine Exkursion zu der Bielerhöhe / Silvretta / Österreich. Der dortige Silvretta Stausee liegt etwa 2000 Meter ü.NN und ist von einem traumhaften Bergpanorama umgeben. Fotoraf: Maik Baumann VSS

Das wars für heute. Gruß Konrad  ;)
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2008, 23:41:42 von astro112233 »

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