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Was fliegt zuerst: SLS oder BFR

BFR mit einer orbitalen Mission
37 (28.2%)
BFR mit einer Mission die über den GTO hinausgeht (Mondumrundung o.ä.)
20 (15.3%)
SLS mit einer Mission die über den GTO hinausgeht (Mondumrundung o.ä.)
74 (56.5%)

Stimmen insgesamt: 126

Autor Thema: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship  (Gelesen 49353 mal)

NotTheAndroidYouSearching

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #125 am: 31. Dezember 2017, 15:33:51 »
Ich möchte noch hinzufügen das man meiner Meinung nach zu mindestens in Deutschland auch Verlust steuerlich geltend machen kann. D.h. wenn SpaceX in den Jahren zuvor Minus durch die Entwicklung geschrieben hat dürften sie das vermutlich in den Jahren danach nutzen können um die Steuerlichen Abgaben klein zu halten.

Offline Rücksturz

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #126 am: 31. Dezember 2017, 16:08:29 »
Auch wenn man davon ausgeht, dass SpaceX den ganzen Gewinn aus dem operativen Geschäft (Transportdienstleistungen mit Falcon 9, Falcon Heavy, Dragon) in die Entwicklung von BFR etc. steckt (und auch keine oder kaum Steuern zahlen muss), sind das Beträge die bestenfalls im Hundert-Millionen-Bereich pro Jahr liegen.
Die Satellitenkonstellation ist zwar als Geldbringer angedacht, wird aber die nächsten 10 Jahre selbst 10 bis 20 Milliarden Dollar an Investitionen brauchen, bevor man damit Geld verdienen kann.
Dafür ist aber ein Business-Case abzusehen, daher wird es dafür auch Investoren geben.

Die Frage ist woher 5 - 10 Milliarden Dollar (meine Schätzung) für Entwicklung, Test und Bau von BFR, BFS, zugehörigen Fabriken, Startanlagen und "Wiederaufbereitungsanlage" kommen sollen.
Solange nicht wenigstens ein Business-Case in Aussicht gestellt wird, sehe ich keinen "Weißen Ritter", sprich finanzstarken Investor am Horizont.
Natürlich kann man "nebenbei" weiterentwickeln, aber dann wird es sehr lange dauern.

Wenn SLS nach EM-1 nicht eingestellt wird, sondern USA/NASA weiter am Deep Space Gatewa (DSG) arbeiten, dann dürfte bis Ende der 2020er Jahre im Mondorbit eine Station existieren und sogar eine Landung auf dem Mond halte ich für wahrscheinlich.
Die "Privaten" helfen beim Aufbau von DSG mit Transportdienstleistungen aber das SLS wird mangels vergleichbarem Ersatz die Hauptstütze des ganzen sein.
BFR / BFS könnte, falls genug Geld aufgetrieben wird, Anfang der 2030er-Jahre tatsächlich eine Konkurrenz für Flüge zum Mars oder anderswohin darstellen.
Vor allem weil ich glaube, dass für das Deep Space Transport (DST) der NASA bis dahin nicht genug Geld da sein wird.
Insbesondere wenn eine bemenschte Landung auf dem Mond tatsächlich angegangen wird, dann muss das DST entsprechend verschoben werden.
Insoweit könnten statt SLS Block 2 die BFR und statt DST das BFS zum Einsatz kommen.
Wenn die NASA dafür zahlt wird Elon sicherlich auch einen kleinen Umweg über den Mond zum Mars nehmen...  ;)

Viele Grüße
Rücksturz
Die Gedanken sind frei! Doch bedenke beim Schreiben, es könnte gelesen werden.

Offline Klakow

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #127 am: 31. Dezember 2017, 18:07:08 »
Zunächst sollte man hier mal zwischen BFR mit BFS und ITS trennen.
BFR+S ist zunächst mal "nur" eine voll wiederverwendete Trägerrakete, obwohl hier wohl letztendlich noch zwischen, Fracht-, Passagier- und Tanker zu unterscheiden ist.
ITS wird es erst wenn hiermit auch lange interplanetare Reisen damit machbar sind und für MCT wird zusätzlich noch viel benötigt das z.B. die Treibstoffproduktion auf dem Mars ermöglicht.

Es ist auch ganz klar das die NASA wenn sie eine BFR Mission als Frachtauftrag durchführen lässt, keine Passagierzertifizierung verlangen wird, das hindert aber nicht damit Fracht zum DSG zu bringen (ähnlich Dragon 1 zur ISS).
Wollen sie die BFS aber zum Personentransport nutzen, werden sie das wohl von ähnlichen Voraussetzungen wie zur ISS abhängig machen. Das könnte dann sogar soweit gehen, dass sie zwar ab LEO bereit sind eine BFS zu nutzen, aber nicht bereit sind damit vom Boden zu starten und wieder zu landen.
Sie könnten aber immer noch die F9+Dragon V2 nutzten und diese sogar an der BFS angedockt zum DSG zu bringen und zurück.
Diese Unterscheidung ist erheblich, weil hier offensichtlich mehr an Aufwand damit verbunden ist.

Einer der Moderatoren (oder einer der Blauen), hat mal für 2017 ca. 2Millarden $ an Einnahmen überschlagen.
Da SpX derzeit ca. 7000 Mitarbeiter hat, wären das pro Mitarbeiter ca. 285t$ und es sollte wohl klar sein dass ein durchschnittlicher Angestellter vermutlich deutlich unter 140t$ pro Jahr kostet.
Nachdem die meisten Mitarbeiter die jetzt an und mit der F9/FH/Dragon v2  Entwicklung arbeiten in 2018 zur BFR/BFS Entwicklung kommen, wird das genug Personal sein um die Rakete zu entwickeln.
Das bedeutet auf der Kostenseite blieben ihnen vermutlich über 1G$ um all die anderen Aufwendungen zu bezahlen, z.B. den Neubau von PAD LC40 und 39A, Landeplätze, Mieten, Fahrzeuge, Maschinen, Laborausrüstung usw.
Vermutlich haben sie damit auch den Einbruch der RUDs 2015+2016 bezahlt.

Kommt es zu keinen weiteren RUDs ist mindestens mit folgender Geschäftsentwicklung zu rechnen:
2018: +8x F9, +1x FH (bezahlt)-->650M$  (Durchschnitt F9 von 70M$+90M$ bei der FH)
2019: +8x F9, +3x FH (bezahlt)-->830M$  (ich Rechne hier mit mindestens einem kommerziellen Kunden und zwei zusätzliche vom Millitär)

Damit hätten sie bei gleicher Personaldecke in:
2018, zusätzliche 650M$ für die BFR+BFS
2019, zusätzliche 1,48G$
Wenn man sehr pessimistisch davon ausgeht das es ab 2020 dabei bleibt, wären das von 2018 bis 2025, 27Millarden $ an Einnahmen.
Es mag sein das dies nicht reicht eine ganze Flotte von BFR+BFS zu bauen, zusätzlich aller benötigter Ausrüstung für den Mars, aber um die SLS zu ersetzen sicher locker.

Ich finde es auch etwas merkwürdig, davon auszugehen das SpaceX keine Geschäftsmodel hat, neben dem Ersatz der F9+FH hat EM ganz klar gesagt, dass sie mit der BFR/BFS Passagiere Interkontinental transportieren wollen.
Glaubt den jemand ernsthaft er hat das nur zum Spaß gesagt?


Offline Kelvin

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #128 am: 31. Dezember 2017, 20:33:04 »
Die Frage ist woher 5 - 10 Milliarden Dollar (meine Schätzung) für Entwicklung, Test und Bau von BFR, BFS, zugehörigen Fabriken, Startanlagen und "Wiederaufbereitungsanlage" kommen sollen.
Solange nicht wenigstens ein Business-Case in Aussicht gestellt wird, sehe ich keinen "Weißen Ritter", sprich finanzstarken Investor am Horizont.
Natürlich kann man "nebenbei" weiterentwickeln, aber dann wird es sehr lange dauern.

Ich halte das für eine Sicht der Dinge, die einer typische Auftragsenwicklung enspricht, bei der es einen Auftraggeber und einen Auftragnehmer gibt. Und bei der sich beide entsprechend absichern müssen, weil sie auch ganz unterschiedliche Interessen haben. Ich versuche mal aufzuschlüsseln, wie es meiner Meinung nach bei deutlich niedrigeren Investitionen funktionieren kann. Und entschuldige mich schon jetzt, wenn ich vielleicht nicht immer die richtigen Begriffe verwende.

Das teuerste dürften die Personalkosten sein. Aber hier ist doch schon praktisch erwiesen, daß SpaceX seine Entwicklungingeniere und Testleute auch bezahlen konnte, als sie nur 10 Starts im Jahr schafften. Bei anfangs 0% Wiederverwendung und umfangreichen Testanstrengungen. Warum sollte das bei ca. 30 Starts und vielleicht 80% Wiederverwendung ein Problem sein? Die bisherige Größe des Teams wird meiner Meinung nach zumindest während der ersten Phase nicht entscheidend wachsen. Der Entwicklungsaufwand steigt ja nicht linear oder sogar überproportional an, wenn das Volumen oder die Größe der Teile steigt. Man wird natürlich dort, wo es geht, auf Bewährtes zurückgreifen. Und es werden in der Regel die gleichen Entwickler sein, die die Komponenten anpassen. Das beschleunigt die Sache sehr.

Ich gehe weiter davon aus, daß die bisherigen Produktions- und Testanlagen für Triebwerke und die ganze daran hängende Mechanik und Steuerung nach eher geringen Anpassungen weiter verwendet werden können. Raptor wurde, wenn ich mich nicht irre, gerade aus diesem Grund verkleinert.  Durch die Wiederverwendung der F9 werden in der Fertigung Kapazitäten für solche Aufgaben frei. Auch kleine Hilfstriebwerke könnten mehr oder weniger "aus dem Regal" kommen.

Was bleibt, und was auch neu bezüglich der Herstellung und dem Platzbedarf ist, sind die großen "Kästen", die gebaut werden müssen. Sicher nicht einfach. Kritisch sind insbesondere die Entscheidungen, die am Anfang getroffen werden müssen. Hier kann es zu Fehleinschätzungen kommen, die das ganze Projekt gefährden könnten. Wenn die Struktur zu schwer oder nicht ausreichend stabil wird, wird es später schwierig.  Wenn man aber angefangen hat, kann es relativ zügig gehen. Die Halle im Hafen, die hier schon irgendwo angesprochen wurde, die muß dafür wohl gebaut werden. Besonders viele neue Angestellte werden dafür aber nicht benötigt, vermutlich gibt es auch dafür genug Leute, die durch die Wiederverwendung an anderen Stellen eingespart werden können. Also Leute, deren Arbeit bisher auch schon von den laufenden Einnahmen bezahlt wurde. 

Die Endmontage erfolgt meiner Meinung nach in Boca Chica, dort wird also auch eine große (hohe) Endmontagehalle gebraucht.  Dadurch bleibt der Korpus noch relativ leicht und transportabel. (Halle > Schiff und Schiff > Halle)  Alle kleinere Teile können auf der Straße angeliefert werden. Die Beine vom Korpus bekommen unten "Fahrschuhe" oder ein komplettes (zusammenhängendes) Fahrgestell, damit die Stufe beliebig verschoben und an passender Stelle (zum Start) abgesenkt werden kann.  Der Korpus bleibt dauerhaft in der senkrechten Lage und wird in der Halle komplettiert, Als Pad reicht im Prinzip der Betongraben und die Versorgungsanlagen,  ein ETR wird nicht benötigt, der Turm kann später dazukommen. Mit dieser Grundausrüstung können bereits unbemannte Tests mit dem Booster oder dem Oberteil einzeln geflogen werden, danach auch in der kompletten  Konfiguration.

Es wird also eine Halle für die Produktion im Hafen in LA benötigt, in der praktisch aber nur die "Grobarbeiten" ausgeführt werden müssen. Und eine Endmontagehalle am Pad, die auch zur Wiederaufbereitung geflogener Stufen dienen kann. Und der einfache und daher relativ zerstörungssichere Pad mit Landestelle selbst. Das ist meiner Meinung nach überschaubar - "zugehörige Fabriken, Startanlagen und "Wiederaufbereitungsanlage" ist etwas übertrieben.

Mit dieser Ausstattung und  praktisch vorhandenem Personal kann das Konzept überprüft werden. Bei guten Ergebnissen sollten weitere Investitionen für den Innenausbau und verschiedene Sonderversionen gesichert sein.

--------
Ich wünsche allen Raumfahrern ein gutes neues Jahr mit viel Startschnäpsen und wenig RUDs - Kelvin


Offline MillenniumPilot

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #129 am: 02. Juni 2018, 14:31:34 »
Weil auf den Thread verwiesen wurde. Gestern hat Boeing mal wieder den Fehde Handschuh geworfen. Man werde zuerst auf dem Mars mit Astronauten landen. Die lapidare Antwort von EM: “Macht es”

Das wuerde aber bedeuten, Boeing weiß, dass SpaceX seinen Terminplan niemals einhalten kann, oder umgekehrt, SLS weiter ist, als wir denken. Um die Eingangsumfrage nochmal aufzugreifen, beim Erstflug wuerde ich nach wie vor auf SLS setzen, aber beim Flug zum Mars sehe ich, wenn bei der BFR keine verborgenen Konstruktionsfehler zu Tage treten, SpaceX meilenweit vorne, alleine aus buerokratischen Gruenden. Zum einen die interne Zertifizierung fuer bemannte Fluege und zum anderen die Finanzierung des Projektes mit Steuergeldern. Mich wundert es, dass Boeing nicht viel mehr als Privatinvestor auftritt. Die Einnahmen aus dem Flugzeugbau sind eklatant, also koennte man auch hier etwas mehr risikofreudiger sein.

Frage, gab es in den letzten Wochen irgendwelche signifikanten Neuigkeiten, aus beiden Lagern, bzgl. Entwicklungsstand?

Offline Sensei

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #130 am: 02. Juni 2018, 14:47:58 »
Große, alte Unternehmen sind meist nicht Risikofreudig. Ganz im gegenteil. Und das trifft gerade auch auf Boing zu.

Ich wäre, im Gegenteil, überrascht wenn sie aufwachen würden, sehr innovativ voran schreiten und viel Geld SELBER in die Hand nehmen würden.
Aber ohne dass jemand bezahlt passiert da offensichtlich nicht viel.

Zitat
... oder umgekehrt, SLS weiter ist, als wir denken.
;D
Wir wissen ziemlich genau wie weit die SLS ist.
Und wenn sich der Zeitplan noch mal verschieben sollte dann nach hinten.

^ aus diesem 'Minischlagabtausch' sollte man auch keine zu große Story machen.
Der eine Ruft 'ich werde zuerst da sein' und der andere antwortet mit einem 'mach doch/will ich sehen'

Da gibt es einfach Null handfeste Infos über die man wirklich diskutieren könnte...
“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

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Online bonsaijogi

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #131 am: 02. Juni 2018, 15:15:09 »
Da gibt es einfach Null handfeste Infos über die man wirklich diskutieren könnte...
... und da bist Du dir wirklich gaaanz sicher? ...  ;D

Offline Sensei

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #132 am: 02. Juni 2018, 15:57:00 »
Jim Cramer schreibt: "We Will Beat Elon Musk's SpaceX to Mars via" und verweist auf folgenden Artikel, indem schlicht auf die SLS verwiesen wird:
https://www.thestreet.com/video/boeing-ceo-says-they-will-beat-elon-musk-and-spacex-to-mars-14607317

Und Elon Musk antwortet mit: "Do it"

Also: Ja ich bin mir sicher das es keine neuen Fakten gibt.
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Offline Captain-S

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #133 am: 02. Juni 2018, 16:48:37 »
Jim Cramer schreibt: "We Will Beat Elon Musk's SpaceX to Mars via" und verweist auf folgenden Artikel, indem schlicht auf die SLS verwiesen wird:
https://www.thestreet.com/video/boeing-ceo-says-they-will-beat-elon-musk-and-spacex-to-mars-14607317

Und Elon Musk antwortet mit: "Do it"

Also: Ja ich bin mir sicher das es keine neuen Fakten gibt.
Sehr unwahrscheinlich das Boeing schneller ist, wenn man sieht was bei SLS schon die ganze Zeit abgeht, nämlich nichts.
Da müsste bei BFR wirklich alles schief laufen.
Ich denke auch das SpaceX-Team ist viel motivierter bei der Sache, was denkt ihr?
 

Offline MillenniumPilot

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #134 am: 02. Juni 2018, 17:24:37 »
@Sensei

Also das sehe ich auch erst mal so. Er haette auch irgendwie schlecht sagen koennen, “ganz klar, SpaceX wird gewinnen, wir sind da viel zu traege und unflexibel”.

Aber neben konstruktiven Verzoegerungen, koennte bei SpaceX das Geld fuer die Entwicklung ausgehen. Dagegen spricht natuerlich, dass man jetzt mit Vollgas in Starlink investiert.

Was die Motivation anbelangt, schwer zu sagen, Dienst nach Vorschrift wird man dort sicher auch nicht schieben. Hoffe ich zumindest. Allerdings wenn ich wuesste, das mein Launchsystem so unendlich teurer als das von SpaceX ist, da wuerde ich schon ins gruebeln komme, ob ich alles richtig mache. Man sollte dann zumindest schnell sein, denn wenn die BFR haelt, was man verspricht, muss man dem Steuerzahler erst mal plausibel erklaeren, wozu man >10Mrd. in das SLS stecken soll.

Offline hp6300

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #135 am: 02. Juni 2018, 19:18:28 »
Elon Musk kann ja bei Geldproblemen Tesla aktien verkaufen

Offline Klakow

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #136 am: 02. Juni 2018, 20:52:55 »
Elon Musk kann ja bei Geldproblemen Tesla aktien verkaufen
Die Aussage ist kaum sinnvoll, Tesla hat derzeit noch einiges an Problemen und wenn sich das ändert dauert es sicher noch 2 Jahre bis sie soweit sind das EM daraus wirklich Gewinn ziehen könnte.
Wenn da wirklich nur auf SLS verwiesen wird ist das einfach eine Nebelbombe und sonst nichts.

Offline MarsMCT

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #137 am: 02. Juni 2018, 22:31:24 »
Gwynne Shotwell hat vor ein paar Tagen gesagt, daß sie die Investoren aussuchen können. Sie nehmen nur Geld von Investoren, die einverstanden sind mit den Marsplänen. Davon gibt es offenbar mehr als sie Geld brauchen. Elon Musk gehören noch mehr als 50% der Anteile und über 70% der stimmberechtigten Anteile. Keine Gefahr, daß er die Kontrolle verliert.

Die Aussagen daß Boeing den Mars zuerst bemannt erreicht, beziehen sich eindeutig auf SLS.

Offline PaddyPatrone

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #138 am: 03. Juni 2018, 00:32:34 »
Leeres PR Gerede, mehr wars nicht. Die Faktenlage zu SLS wiederspricht dem Boeing Chef deutlich.

Offline Prodatron

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #139 am: 03. Juni 2018, 00:37:54 »
Elon Musk kann ja bei Geldproblemen Tesla aktien verkaufen
Wenn dann eher andersrum ;) Tesla hatte sich schonmal bei SpaceX Geld geliehen, weiß gar nicht, ob das schonmal zurückbezahlt wurde.

Offline MR

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #140 am: 03. Juni 2018, 01:02:53 »
Leeres PR Gerede, mehr wars nicht. Die Faktenlage zu SLS wiederspricht dem Boeing Chef deutlich.

Solange die NASA kein Geld locker macht, fliegt Boeing gewiss nicht zum Mars. Aus eigener Entscheidung finanziert ein Konzern kein Marsprogramm. Boeing hat eine Verantwortung den Aktionären gegenüber, Geld zu verdienen. Auf dem Mars gibt es aber nichts zu holen. Vielleicht lässt sich mit Mondflügen für Touristen ja etwas verdienen, aber ein Marsprogramm kostet nur und bringt nichts ein, zumindest kurzfristig nicht.

Das Boeing eher auf dem Mars landen könnte, wenn sie wollten, stelle ich aber nicht in Abrede. Für SLS werden bereits Komponenten gebaut, die Triebwerke sind fertig und zertifiziert. SpaceX hat noch nicht mal die Triebwerksentwicklung abgeschlossen. Ich glaube schon, das SLS eher fliegt als ein Großträger von SpaceX.

Offline Klakow

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #141 am: 03. Juni 2018, 03:38:33 »
anders als der Mond sind beim Mars die Bedingungen sehr viel leichter das Menschen dort eines Tagen komplett ohne Unterstützung von der Erde überleben können.
Der Mond hat nur einen kleinen Vorteil, eine Reise dahin dauert nicht lange.

Offline MarsMCT

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #142 am: 03. Juni 2018, 07:10:45 »
Elon Musk kann ja bei Geldproblemen Tesla aktien verkaufen
Wenn dann eher andersrum ;) Tesla hatte sich schonmal bei SpaceX Geld geliehen, weiß gar nicht, ob das schonmal zurückbezahlt wurde.

Das Geld ging an Solar City, das da noch nicht zu Tesla gehört hat. Es war hauptsächlich eine praktische Angelegenheit. SpaceX hatte gerade die große Finanzierungsrunde mit einer Milliarde von Google und brauchte das Geld gar nicht sofort. Anlage bei Solar City war naheliegend. Solar City konnte das Geld aber gut gebrauchen. Es ist inzwischen zurückgezahlt.

Ist aber hier eigentlich OT. Besser nicht fortsetzen.

Offline MarsMCT

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #143 am: 03. Juni 2018, 07:22:21 »
Solange die NASA kein Geld locker macht, fliegt Boeing gewiss nicht zum Mars. Aus eigener Entscheidung finanziert ein Konzern kein Marsprogramm. Boeing hat eine Verantwortung den Aktionären gegenüber, Geld zu verdienen. Auf dem Mars gibt es aber nichts zu holen. Vielleicht lässt sich mit Mondflügen für Touristen ja etwas verdienen, aber ein Marsprogramm kostet nur und bringt nichts ein, zumindest kurzfristig nicht.

Das Boeing eher auf dem Mars landen könnte, wenn sie wollten, stelle ich aber nicht in Abrede. Für SLS werden bereits Komponenten gebaut, die Triebwerke sind fertig und zertifiziert. SpaceX hat noch nicht mal die Triebwerksentwicklung abgeschlossen. Ich glaube schon, das SLS eher fliegt als ein Großträger von SpaceX.

Im Prinzip stimme ich zu. Aber da fehlt schon noch eine Menge mehr als der Träger. Marslander, Aufstiegsrakete, Transferhabitat. Rückkehr zur Erde aus dem Marsorbit ist auch noch weitgehend ungeklärt. Orion kann keinen direkten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Unter $50 Milliarden geht da gar nichts für eine einzige Landung. Das geht an die Grenzen von dem, was Boeing stemmen könnte, selbst wenn sie bereit wären, so viel Geld zu verschwenden.

Boeing würde es gerne machen, wenn das Geld von der NASA käme. Als NASA Projekt würde es aber sofort nochmal mindestens das doppelte kosten.

Nach den letzten Verzögerungen bei SLS würde ich übrigens heute nicht mehr darauf wetten, daß SLS zuerst fliegt. Es ist ein Kopf an Kopf Rennen. Für den ersten Flug. Umsetzung in tatsächliche Missionen ist mit BFR sowieso viel einfacher und schneller. Einfacher ist relativ zu sehen.

Offline MillenniumPilot

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #144 am: 03. Juni 2018, 09:04:52 »
Jetzt bin ich aber erst mal etwas ratlos. SLS war doch in Gaensefuesschen u.a. auch im Gesamtkonzept als Marsrakete geplant. Sollte da in der Tat noch soviel Hardware entwickelt werden muessen? Ich dachte, da ist man schon dabei. Dann waere die Aussage von Boeing noch nicht mal ein Marketinggag, sondern einfach nur peinlich und ich war in einem Paralleluniversum aktiv. Das Konzept von SpaceX fand ich sowieso wesentlich durchdachter, aber so waere SLS ja wirklich nur ne dicke fette Zigarre.

Offline Captain-S

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #145 am: 03. Juni 2018, 09:35:09 »
Jetzt bin ich aber erst mal etwas ratlos. SLS war doch in Gaensefuesschen u.a. auch im Gesamtkonzept als Marsrakete geplant. Sollte da in der Tat noch soviel Hardware entwickelt werden muessen? Ich dachte, da ist man schon dabei. Dann waere die Aussage von Boeing noch nicht mal ein Marketinggag, sondern einfach nur peinlich und ich war in einem Paralleluniversum aktiv. Das Konzept von SpaceX fand ich sowieso wesentlich durchdachter, aber so waere SLS ja wirklich nur ne dicke fette Zigarre.
Also nur in einer Kapsel wird niemand zum Mars fliegen. Gibt es von Boeing ein Konzept wie das ablaufen soll?
BFR hat ja alles dabei.

Offline Slayer

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #146 am: 03. Juni 2018, 13:57:19 »
Lockheed Martin hatt doch diese Mars Base Camp  Konzept darin währe ein Marslander enthalten. Ist jetzt halt nicht von Boeing aber ist eine studie die zusammen nit dem SLS funktionieren soll.

Offline MarsMCT

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #147 am: 03. Juni 2018, 14:06:35 »
Jetzt bin ich aber erst mal etwas ratlos. SLS war doch in Gaensefuesschen u.a. auch im Gesamtkonzept als Marsrakete geplant. Sollte da in der Tat noch soviel Hardware entwickelt werden muessen? Ich dachte, da ist man schon dabei. Dann waere die Aussage von Boeing noch nicht mal ein Marketinggag, sondern einfach nur peinlich und ich war in einem Paralleluniversum aktiv. Das Konzept von SpaceX fand ich sowieso wesentlich durchdachter, aber so waere SLS ja wirklich nur ne dicke fette Zigarre.

Es gab nie ein Mars-Programm der NASA. Das einzige existierende Mars-Programm ist das von SpaceX. Der Kongress hat nie Mittel für eine Entwicklung bewilligt.

Offline MarsMCT

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #148 am: 03. Juni 2018, 14:10:06 »
Lockheed Martin hatt doch diese Mars Base Camp  Konzept darin währe ein Marslander enthalten. Ist jetzt halt nicht von Boeing aber ist eine studie die zusammen nit dem SLS funktionieren soll.

Konzepte gab es einige. Das von Lockheed Martin sah ganz gut aus. Wenn der Kongress ein paar hundert Milliarden bewilligt, könne man vielleicht in 12-15 Jahren den Mars erreichen. Tut er aber nicht. Im Gegenteil, in jedem Kongress Hearing sagen sie ganz eindeutig, daß es keine Erhöhung der Mittel für die NASA geben wird.

Offline MillenniumPilot

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Re: SLS/Orion vs. Super Heavy/Starship
« Antwort #149 am: 03. Juni 2018, 14:35:22 »
Jetzt bin ich aber erst mal etwas ratlos. SLS war doch in Gaensefuesschen u.a. auch im Gesamtkonzept als Marsrakete geplant. Sollte da in der Tat noch soviel Hardware entwickelt werden muessen? Ich dachte, da ist man schon dabei. Dann waere die Aussage von Boeing noch nicht mal ein Marketinggag, sondern einfach nur peinlich und ich war in einem Paralleluniversum aktiv. Das Konzept von SpaceX fand ich sowieso wesentlich durchdachter, aber so waere SLS ja wirklich nur ne dicke fette Zigarre.

Es gab nie ein Mars-Programm der NASA. Das einzige existierende Mars-Programm ist das von SpaceX. Der Kongress hat nie Mittel für eine Entwicklung bewilligt.

Woher dann das Statement, wir landen vor SpaceX bemannt auf dem Mars?

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