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Autor Thema: Wandern in Baikonur  (Gelesen 89213 mal)

Offline HausD

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Wandern in Baikonur
« am: 20. Juli 2011, 17:51:53 »
Wandern in Baikonur
Vorwort

Zum Wandern in Baikonur braucht man eine Wanderkarte, eine Fahrkarte, etwas Geld, besonders solches, was am Zielort auch genommen wird ...und auch den Willen ... zum Wandern.

Hier hat es schon einen Bildbericht einer Reise nach Baikonur gegeben, der Reisebericht war angekündigt, doch er ist wohl nicht zustande gekommen. Man muss schon begeistert von einer solchen Reise sein, wenn man als einen seiner Vornamen "Gagarin" hat. ;)  (Fotos, Baikonur Reisebericht. http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=6911.0 -  Begonnen von mihgor )
Das war leider zu der Zeit als ich schon wieder von Baikonur zurück in der Heimat war und so nichts davon hatte, was ich hätte zur Vorbereitung nutzen können.
Ein kleiner Vorteil bei mir war, dass ich zu Urzeiten einmal Russisch hatte. So sind die kyrillischen Buchstaben für mich kein Rätsel, nur manchmal die daraus gebildeten Worte :) ...
Da ich aber die Raum"Fach"literatur teilweise in Russisch "lesen" musste, entziffern, lesen, deuten, übersetzen und fachlich abgleichen, ging es schon etwas leichter, als wenn man nicht einmal buchstabieren kann. (Den anderen Teil musste ich übrigens in "slawischen" Sprachen, wie Polnisch und Tschechisch lesen und ... s.o.).

Heute wird nun vieles in engl.-am. Lautumschrift geboten. Auch dazu hat es hier schon kritische Bemerkungen gegeben, die ich teilen muss. Es vereinfacht das Verstehen nicht sonderlich, es ist im Gegenteil oft hinderlich. Daher habe ich versucht die "anglizistischen Russismen und Slawismen" so gut es geht ins Deutsche zu übertragen. Ortsnamen bleiben das was sie sind, haben aber hin und wieder eine ganz besondere Bedeutung und manchmal auch einen Bezug zu Personen, ... und ich bin sicher, es bleiben hier und da noch Fragen offen...
Dazu ein schönes Beispiel: Am Punkt [(5)] auf der Baikonur-Karte befindet sich nach der Legende eine "Montagehalle für spetstreet ..."; Split-Straßen???, werden i. a. nicht in Hallen vormontiert!!!, Spezial-Straßen???, Betonstraßenfertigteile???, hab ich nirgendwo hier gesehen, alles Ortbeton!!! ... Beim Essen kam mir ein Gedanke, ???? ???? ist ein "besonderer Leckerbissen", umveringlischt spets treet und da war ich auf der richtigen "Straße". Den Rest überlasse ich euch, ich jedenfalls habe auch schon einige spetstreet gegessen, auch Sigmund Jähn und Thomas Reiter, Oleg Kotow und meine Kinder...
 


In den weiteren Beiträgen habe ich immer wieder einmal Koordinaten in dieser Form eingefügt:
KPP #5                                  Ortsbeschreibung
45.61761,63.278675             Koordinaten für GOOGLE MAPS


Es ist hier zwar schon u.a. von "alswieich" beschrieben worden, aber zur Sicherheit die Antwort auf die Frage: ...was mache ich damit? Die Koordinaten kopieren und in die Suchmaske von GOOGLE MAPS eingeben, suchen und man ist da, dieser Punkt ist der grüne Pfeil. Die Fotos aus der Nähe anzusehen lohnt sich auf jeden Fall und auch der Vergleich mit der Wanderkarte, oder mit den teilweise detailreichen Satellitenbildern. Auch GE ist an verschiedenen Stellen interessant...

Die Wanderkarte von Baikonur

(Hinweis: Diese Karte ist mein Eigentum
- erstellt und überreicht von der Internationalen Reise-Agentur "TOURSERVICE" 468320, Stadt Baikonur, Str. des 8. März
- Eine Weiterverbreitung darf nicht ohne meine Zustimmung erfolgen und ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt!)

Vorschaubild:


Legende:

Nr.      ROT  KREIS [(Nr.)]
 1       Komplex 7 Zweigstelle des Instituts zur Erforschung der Chemietechnik
 2       V. P. Barmin Oberschule Nr. 10
 3       Kinderklinik mit Schwimmbad
 4       Kasachische J. A. Gagarin Oberschule Nr. 8
 5       Betrieb zur Herstellung von Spezial-"Leckerbissen" (s.o. 8)) )
 6       Abteilung des Moskauer Luftfahrt-Instituts
 7       Testzentrum des Ing.-Büros für chemikalien-Transporttechnik
 8       Abteilung der Lavochkin Forschungs- und Produktions-Vereinigung
 9       Sanitäre Seuchenschutz-Gruppe

10       Feuerwehr und Rettungs-System
11       Abteilung für Innere Angelegenheiten der Russischen Föderation
12       Medizinisches Diagnose zentrum
13       Betriebs-und Testzentrum der Forschungs- und Produktions-Vereinigung für Informations-Technik
14       Generalmajor Shubnikov Oberschule Nr. 8
15       Kantine des Wartungspersonals
16       Inspektion des Ministeriums für Finanzen der Russischen Föderation
17       Östliche Niederlassung der Staatsbank
18       Museum des Meßkomplexes
19       Baikonurs Kommunikations-Museum

20       Aussenstelle des Sicherheitsbüros der Abteilung für Innere Angelegenheiten der Russischen Föderation
21       Basis der Propaganda Einrichtungen
22       Kriegsgericht
23       Richter Advocaten Büros
24       Zweigstelle des Barmin Entwurfsbüros für Allgemeinen Maschinenbau
25       Stab des Baikonur-Kosmodroms
26       Jug-Avia Ticket-Büro
27       Hotel Zentral
28       Dienststelle der Garnisions-Kommandantur
29       Militär-Kommissariat

30       M. I. Nedelin Techniker-Schule
31       Kasachische Abay Oberschule Nr. 5
32       V. P. Glushko Oberschule Nr. 4
33       Permsker Airlines Ticket-Büro
34       Gesundheitsamt
35       Pressebüro Baikonur
36       Kunst-Schule
37       Pass-Stelle
38       Militär-Kommissariat der Russischen Föderation
39       Einwohnermeldeamt

40       K. E. Ziolkowskie Oberschule Nr. 5
41       Berufsausbildungszentrum
42       S. P. Koroljow  Oberschule Nr. 2
43       St. Georg Gemeinde
44       Kasachische Auesov Oberschule Nr. 6
45       Hotel Kosmonaut
46       Freibad
47       TsenkiKom, Zweigstelle von ZENKI
48       Sportstätten
49       KosmoTrans Forschungs- und Produktionsstätte

50       Sozialamt
51       Zentral-Bibliothek
52       Badehaus und Wäscherei
53       Informationszentrum und Öffentliche Einrichtungen
54       Kulturhaus der Offiziere
55       Baikonurs Kosmodrom-Dienste
56       Schwefel-Wasserstoff-Quellen
57       Föderale Organisation für Wohnungs-und Kommunalwirtschaft
58       Test- und Betriebszentrum des Ing.-Büro Wimpel

Nr.      BLAU  DREIECK [(Nr.)]
 1        Denkmal von Professor Tschelomei
 2        Denkmal des Flugzeugs AN-12
 3        Leninsk - Stele
 4        Denkmal von Professor Barmin
 5        Denkmal von General-Major Shubnikow
 6        Grundstein der Stadt Baikonur
 7        Denkmal für die Testpiloten der Unglücke vom 24. Oktober 1960 und 1963
 8        Denkmal für die Dampflokomotive "EU"
 9        Denkmal für Professor Jangel

10       Denkmal der Rakete RS-16A
11       Baikonur - Stele
12       Kosmodromwärtige Stele
13       Denkmal der Artillerie
14       Denkmal für den Kasachischen Poeten Abay
15       Denkmal des Professor Glushko
16       Denkmal von den Telemetrieantennen
17       Obelisk 35. Jtg. des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg (WWII)
18       Ewige Flamme und Obelisk 50. Jtg. des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg (WWII)
19       Lenin Denkmal

20       Denkmal für Professor Piljugin
21       Denkmal für Professor Koroljow
22       Denkmal der Proton
23       Denkmal für Marschall Nedelin
24       Denkmal für Professor Kusnezow
25       Denkmal der Sojus
26       Denkmal für Professor Rjasanskie
27       Gagarin Denkmal
28       Pionier-Stele
29       Denkmal für die Eroberer des Weltraums

30       Denkmal des Flugzeugs LI-2
31       Erinnerung an die Olympischen Spiele in Moskau
32       Denkmal für General-Oberst Maksimow
33       Ziolkowskie - Denkmal



« Letzte Änderung: 20. Juli 2011, 18:01:11 von klausd »

Offline fl67

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #1 am: 20. Juli 2011, 22:13:16 »
Wandern in Baikonur

Erstreckt sich die Wanderung auch auf das Kosmodrom, oder bleibt es bei einem Stadtrundgang ?   ;)
Ich bin sehr gespannt auf das was da noch kommt !  :)

Frank

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #2 am: 20. Juli 2011, 22:46:20 »
Hallo fl67,
Jou!
Eben habe ich den nächsten Teil -Fahrt zum Kosmodrom- zeigereif gemacht. Doch vorher kommt noch die Hinreise und etwas Stadt. Ich weis, ich habe mir eine Rute über den Pelz gezogen, doch da muss ich durch...
Grüße von HausD
(wir haben uns in MR gesehen?!)

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #3 am: 21. Juli 2011, 17:15:26 »
Wandern in Baikonur
Bemerkung zur Karte von Baikonur Stadt
Das Baikonur Layout ist eine Sicht auf die Stadt aus der Perspektive eines Flugzeuges von SSW(zuS).
( s. oben : http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=media;in=9747;preview )
Fast alle Straßen von Baikonur führen in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung, wie mit dem Lineal gezogen.
Dazu kommt noch, dass durch die Perspektive die Nord-Süd-Ausdehnung auf der Karte etwas gestaucht ist.
Doch wir sind nicht zum Vermessen in Baikonur, sondern um in kurzer Zeit einen guten Überblick zu bekommen,
stehen doch bei allen ganz bestimmte Ziele fest. Da ist nicht viel Zeit zum Suchen und "sich durchfragen" ist
bei den meisten wegen mangelhaftem Russisch und/oder Kasachisch nicht möglich.

Von Berlin nach Baikonur Stadt
Fangen wir auf dem Flughafen an, aber schon in Moskau. Moskau- Domodedovo ist ein Flughafen, der sich
sehen lassen kann. (Flughafen ??????????-Domodedovo 55.415496,37.901459 )
Unser Flug ist aufgerufen, Ticket, Gepäck und Ersatz-Akkus sind da, wichtig - die Rubelchen
müssen getauscht werden, denn nur die sind als offizielle Zahlungsmittel zugelassen, keine Euro oder Dollar.
Baikonur gibt es wirklich, und es fliegen Flieger dorthin, auch noch das ausserordentlich schnelle TU-154M,
das hätten wir nicht gedacht...sagte mein Nachbar erstaunt!  ;)

  Mit URAL AIRLINES nach BAIKONUR                                    TU-154M

Der Flug dauert 3 Stunden, es gibt kasachisches Essen, und es ist gute Sicht. Nach knapp 3 h sehe ich aus dem
Fenster ein größeres Gewässer und frage mich, ist das der Aralsee; aber der ist doch viel, viel größer und hat
eine ganz andere Form? Ja, es ist der Aralsee, jedenfalls das was davon noch übrig ist.

  Der Aralsee               -             Der große Aralsee              -              Der kleine Aralsee
                                                45.85176,59.820557

Der Boden unter uns wir rotbraun und ein Fluss liegt vor uns, das Anschall-Bing, die Ansage in russisch und kasachisch, dass
wir in wenigen Minuten landen. Vor uns die ersten Flugsicherungsanlagen, die SLB, der Tower, das Flugzeug setzt auf und
rollt und rollt und rollt fast bis ans Ende der SLB, wir waren also flott unterwegs und sind in Baikonur gelandet.
Hier kommt man an. Auf dem Flugplatz "Krayny Airport" der Stadt Baikonur.
Am Tower steht es, wir sind in Baikonur gelandet. Mittlerweile haben wir auch die 4. Grenzkontrolle hinter uns, sitzen im Bus
und können noch einen Blick auf die TU-154 werfen.  - Wir sind in Kasachstan, aber auch auf russischem Pachtland.
         Krayniy Airport          45.617741,63.213868
Am Ende des Flughafengeländes steht dessen Firmenschild und ein Jagdflugzeug neben der Straße.

  Vor dem Flugplatz                                                                Der stadtseitige Flughafen-Eingang
  45.622266,63.228067

Vom Flughafen aus fährt man in gerader östlicher Richtung auf das Denkmal "Schwerelosigkeit" zu von wo aus man
im Hintergrund das Weichbild der Stadt Sieht.  Hier biegt die Straße nach Süden ab, auf der rechten Seite sieht man
das Radom von der meteorologischen Station. Auf der Wanderkarte ist das der große rote Punkt auf der linken
Seite, darüber das Denkmal "Schwerelosigkeit".

  Denkmal "Schwerelosigkeit"                                                         KPP # 5
  45.619065,63.27477

Die Straße wendet sich wieder nach Osten und in einiger Entfernung steht das Orts-Schild.
Auf dem Ortseingangs-Schild steht in Russisch und Kasachisch (mit kyrillischen und modifizierten ans griechische
erinnernden Buchstaben) ???????? / ????????. (Russisch / Kasachisch)
Einem knappen Kilometer vom Flughafen aus, sind wir am KPP Nr. 5 "Kosmodrom Baikonur" angekommen , dem
Checkpoint #5, Wüstenschiff und Raumschiff kennzeichnen das Wesen des Ortes, in den man nun fährt.
(??????????? ?????? ???????? (???) Ausweis-Kontroll-Punkte (KPP) ).

  KPP # 5                                                                                       Park, dahinter die Straße der Luftfahrt
   45.617585,63.278536

Die ersten Häuser links und rechts, aus neuerer Zeit, dahinter  etwas ältere Bauten. Wir fahren auf der
Gagarin Straße in die Stadt und  sehen rechts von der Straße einen Park. Einen Park in der Steppe, denn das
grünste im Park sind die Rohre für die Bewässerung, ohne die hier nichts ausser einem strohigen Gras wachsen
würde. Doch sobald man öfter darüber läuft oder gar fährt, ist es vollends aus mit der spärlichen vegetation.

  Die Park-Bewässerung                                                             Unbewässertes Gelände
  45.618765,63.281057

Die Ortszeit auf der Bus-Uhr zeigt 17:12, auf meinem Zeitbriquett (Taschen-Funkuhr) ist es 12:12 MEZ, wir haben
irgendwie 5 Stunden verbummelt. Es geht weiter und plötzlich, ein Schreck: wir kommen nach Leninsk (die roten
Buchstaben deuten darauf hin). Alles in Ordnung, die Stadt hieß vorher so, zur Erinnerung steht noch die Stele, die
früher das unbebaute Stadtumfeld markierte, schon seit geraumer Zeit direkt am Stadtrand.
Ganz im Hintergrund des langgestreckten Parks sehen wir die Statue  "Wissenschaft und weltraum",
die von der untergehenden Sonne rötlich beschienen wird.

  17:12 Ortszeit Baikonur                         Stele der Stadt Leninsk                Statue  Wissenschaft und weltraum
                                                                 45.61758,63.288449                     45.616859,63.315625

Noch einmal um einen Häuserblock und wir stehen auf dem Lenin-Platz vor unserem Hotel "???????????" "Tsentralnaya".
Beim Einchecken bemerken wir, dass hier auch NASA und Roskosmos-Vertreter schlafen, Anhänger und Aufnäher verraten es. 
Im russischen Hotel (?????????) schläft man, aber es gibt kein Restaurant, nur ein "Buffet", in dem man eine Art Frühstücks-
angebot bekommt. Spiegeleier, Rührei, Würstchen, die "sossiski" heißen, wer etwas französisch kann sollte es mal ohne
das -ki, die Verkleinerungsform, lesen. Oder man kann ein "Butterrbrott" bestellen, man bekommt eins.
So einfach kann russisch sein... 
Da wir aber "hungrig" sind, müssen wir ordentlich "essen"(!) und fahren daher zum Restaurant "St. Peterburg" in der
Nähe des Bahnhofs von Baikonur zum Abendessen.         ( Bahnhof mit Info-Säule 45.623087,63.309982   )

      ????????? ??????????? Hotel                                              ???????? ????? ?????????
     45.617473,63.322521                                                               45.622967,63.305014

Das Essen zieht sich hin, der erste Schwatz beim Essen über den nächsten Tag, wann geht es los und wie, und
wohin...  Es ist fast 20:00 und wir sind 33 Stunden unterwegs. Es gibt auch Bier, das man trinken kann, man
kann es sich merken: Jasnoe piwo, das wird verstanden. Bezahlt wird in Rubel, wir sind im Sondergebiet.
Zurück mit dem Bus ins Hotel, den Wecker noch stellen, umfallen ... Chrrrr... Draussen flimmern und flackern die
Lichter am Weihnachtsbaum, hm hm, falsch, an der Neujahrstanne und so steht es auch an der Fassade des
ausgebrannten ehemaligen Klubhauses der Offiziere
                    <<? ????? ????? 2010>>   <<Glückliches Neues Jahr 2010>>.

                Glückliches Neues Jahr 2010                             Die Dämmerung sinkt über die Stadt
                                            Zentral-Platz (Lenin-Platz)
                                            45.616574,63.321762
Das war die erste Etappe der Wandertour - "morgen" geht es endlich zum Kosmodrom...

Offline aero

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #4 am: 30. Juli 2011, 13:04:38 »
Bitte den Thread weiterführen, find ich sehr interessant  ;)

Die Doppelbilder sind allerdings so eingebunden, dass ich in der Großansicht nur das Linke sehen kann, da kein Scrollbalken kommt

websquid

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #5 am: 30. Juli 2011, 13:10:32 »
Die Doppelbilder sind allerdings so eingebunden, dass ich in der Großansicht nur das Linke sehen kann, da kein Scrollbalken kommt
Der Scrollbalken müsste ganz unten am Post sein :)

Offline aero

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #6 am: 30. Juli 2011, 13:20:24 »
Die Doppelbilder sind allerdings so eingebunden, dass ich in der Großansicht nur das Linke sehen kann, da kein Scrollbalken kommt
Der Scrollbalken müsste ganz unten am Post sein :)

Ah okay danke  :), muss man erstmal drauf kommen  ;D

Offline F-D-R

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #7 am: 30. Juli 2011, 14:05:20 »
Lass das nicht Ksenia erfahren...... dass Du den "geheimen" Stadtplan von Baikonur hier veröffentlichst....
(Kleiner Spaß).

Aber zugegeben..... Das Wandern durch Baikonur war Klasse... .
Wenngleich ich das etwas emotionaler Empfunden hatte...  ;)


Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #8 am: 02. August 2011, 08:01:56 »
Hallo F-D-R,
irgendwoher kenne ich dieses Akronym, daher hier auch nochmal "Danke" dafür, dass ich auch von Dir einige Schnappschüsse mit verwenden darf   ;)
... bis zum 18.08. 2011!
Schön, Dich hier zu sehen.

Zitat
Bitte den Thread weiterführen, find ich sehr interessant 
@ aero ...und natürlich mache ich weiter.
Da ich jedoch nicht das Tourprogramm wiedergeben will, sondern vor allem einen speziellen Blick auf Details und "Merkwürdigkeiten" werfen möchte, braucht es nach so langer Zeit mehr als nur ein Reise-Fotobuch oder eine Bilderserie, die nur ich und F-D-R verstehen.
Mit besten Grüßen HausD

Offline F-D-R

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #9 am: 02. August 2011, 21:05:40 »
Tja, ich wollte mich hinter dem Sputnik verstecken und nu hast Du mich doch erkannt.  :)
Seit ein paar Tagen bin ich hier etwas aktiver, nachdem ich den Berliner Stammtisch mal spontan besucht hatte.
Für meine Fotos hast Du das o.k.
Waren da überhaupt welche dabei ? Ich habe bei 1300 eigenen Bildern und ca. 1200 Bildern von anderen Freunden zu diesem Baikonurausflug manchmal ein wenig den Überblick verloren.
Wenn Du willst, kannst Du ja den Link auf meinen Reisebericht setzen. Der ist nicht voll Technik sondern mehr ideell.  ;)
Ich wollte das nicht gleich machen, um Dir hier nicht die Geschichte vorweg zu nehmen.

Schöne Grüße 

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #10 am: 03. August 2011, 11:03:20 »
Wandern auf dem Kosmodrom
Vorwort
Es gibt schon einige Übersichtspläne des Kosmodroms Baikonur (s. Mark Wade). Doch sie waren mehr für eine grobe Orientierung gedacht und gemacht. Heute reicht dazu ein Navi für den "Wanderer" im Bus aus.

Hier sind die wichtigsten Plätze enthalten, die nur mit Busverkehr erreichbar sind oder von "Wanderern" wie wir es sind, genutzt werden.
Auch das hilft einem, vorausgesetzt, man kann die Zeichen deuten!
Die Übersichtskarte, eben die Wanderkarte, ist da schon wesentlich detailreicher und informativer für den Besucher, auch wenn manches renglisch ist.

Die Wanderkarte vom Kosmodrom
(Hinweis: Diese Karte ist mein Eigentum
- erstellt und überreicht von der Internationalen Reise-Agentur "TOURSERVICE" 468320, Stadt Baikonur, Str. des 8. März
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Vorschaubild:


Legende:

Bahnstationen
станция                  Stantsya             Station
_______________________________________________________
Name  russ.           Lautschr.                   deutsch
_______________________________________________________
напорная              Napornaya                 Druck
разъезд                Razyezd                     Ausweich
братская               Bratskaya                  Brüderliche
песчаная               Pes'chanaya              Sand
северная                Severnaya                 Nördliche
км 9                      9th Kilometer             Kilometer 9
юбилейная            Yubileynaya                Jubiläums-
предобъектная      Predobyektnaya         vor dem Objekt
жигули                  Zhiguli                        Shiguli  (*
западная               Zapadnaya                 Westliche
ясная                    Yasnaya                      Klare
горная                  Gornaya                     Berg-, bau
алмазная               Almaznaya                 Diamant
томская                 Tomskaya                    Tomsker
минская                Minskaya                    Minsker
восточная             Vostochnaya              Östliche
донская                Donskaya                   Donsker
кубанская             Kuban                        Kuban

(* - Ort /Automarke

Startplätze

Пло-   
щадка    СК               ракет- 
   №                           носителей
Platz     Start             Träger -                  Bemerkung                                  Lage
  Nr.      Komplex        Rakete
_______________________________________________________________________
     1        5                R-7, Sojus           Gagarin's Start                         45.920274,63.342104
   31        6                R-7, Sojus           Progress                                  45.995307,63.565736
   41      15                R-16                    Kosmos                                   45.974761,63.66605
   45        1                Zenith-2                                                              45.942839,63.651974
   45        2                Zenith-2              1990 zerstört Explosion            45.93984,63.65471

   81      23                Proton-K              Links                                        46.07335,62.97859
   81      23                Proton-K              Rechts                                      46.070283,62.983997
   90      19                UR-200 Zyklon     Links                                         46.080963,62.931769
   90      20                UR-200 Zyklon     Rechts inaktiv seit 1989            46.07984,62.934601
 109      95                R-96M Dnepr                                                        45.951284,63.497232

 110     37                N-1, Energia           Buran                                       45.963934,63.304167
 110     38                N-1                        inaktiv seit 1969                       45.963934,63.304167
 175     59                Rokot                    Var. 14A01R  (1991–1994)       46.052349,62.985703           
 200     39                Proton-M, -K          Links                                         46.039608,63.032491
 200     40                Proton-K                Rechts unbenutzt seit 1991       46.036301,63.037212

 250      --                Energia                   unbenutzt seit 1987                  46.008513,63.303545


Plätze

Площадка №
Platz Nr.
____________________________________________________________________
   23         SATURN Telemetrie-Station    сопка миркудук Hügel Myrkuduk
   21         VENUS Telemetrie-Station
   03         Technische Gase, Sauerstoff-Stickstoff-Werk
   
 112         Montage und Erprobungs Komplex
 112a       Test- und Betankungsstände Energia   
 1146       Heizwerk (114b!)

 254        Einrichtung 1 (Raumflugkörper und Raumfahrer)
  255       Kommunikations-Station про точка um den Punkt
   18        Telemetrie-Station
  141       Besucherstand für Starts auf Pl. 1, mit Kantine


Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #11 am: 08. August 2011, 22:03:44 »
  Samstag  19. Dez.
Fahrt zum Kosmodrom
Die Delegation aus Moskau
Unser Пропуск (Propusk) (Ausweis) Nr. 213 als Sammelausweis für den Bus x 254 ELN weist uns als Delegation aus Moskau aus. Unsere Reiseleiterin hat die Liste mit unseren Namen, alle sind da. Nach dem Frühstück geht es gegen 08:00 Ortszeit mit dem Bus nach Norden. Am Ortsausgang gibt es wieder einen KPP, Ausweis-Kontroll-Punkt... Ausweiskontrolle. Unser Ausweis klebt in der Busscheibe, wir werden durchgewinkt.



Delegation aus Moskau                                              KPPNr. 1 im Norden der Stadt
45.642711,63.322014

Weiter fahren wir an der links von uns liegenden Siedlung und Bahnstation Tjuratam vorbei, der Bahnstation, auf der u. a. die Zulieferungen aus Moskau und Samara ankommen.



Karte mit der Bahnstation Tjuratam                               Im Hindergrund Tjuratam
45.651098,63.316441

Nun biegen wir der Straße folgend nach NO ab und unterqueren die Bahnstrecke, die östlich weiter nach Taschkent führt.
45.654496,63.330345
Danach geht es wieder fast nach Norden weiter. Nur noch durch die Brücke der Fernstraße M32 und wir kommen zum KPP des Kosmodroms.
45.677731,63.318554
Aus dem Fenster sehen wir auf dem Hügel(chen) die Parabol-Antennen der Fernverbindungs-Komplexes "SATURN". Mit diesen Antennen werden die Funkverbindungen u.a. zur ISS während des Überflugs hergestellt und gehalten. Das sind Sprech- und Bild-, aber auch Funktionsdaten- und Bahnvermessungs-Verbindungen, über diese 2 großen sowie über eine Reihe kleinerer Antennen dort oben gehen.

Der KPP zum Kosmodrom...                    SATURN                              Der Schichtzug
45.699541,63.319563              45.705213,63.33866

Links neben der Straße ist ein Bahndamm, auf dem kommt uns der Schichtzug vom Kosmodrom nach der etwa 20 km entfernten Stadt Baikonur entgegen.
Hinter dem Bahndamm liegen in einiger Entfernung einige kleine Siedlungen deren Kamele in der Morgendämmerung grasen, im Dezember. In der Ferne steht ein rot-weiss gestrichener hoher Stahlgittermast mit Warnleuchten für den Flugverkehr, dort wollen wir hin, wird uns bestätigt. Es ist einer der Türme von TsENKI (ZENKI), die den Funkverkehr auf der Erde sicherstellen.
Neben der Straße verläuft die Eisenbahnlinie, über die der Personen- und auch der Güterverkehr des Kosmodroms abgewickelt werden. Hier kommt uns der Schichtzug entgegen, der vom Kosmodrom wieder in die Stadt fährt.
Die nächste Bahnstation auf unserem Weg ist die Station "Druck" an den Fabriken zur Herstellung der Technischen Gase.
45.723169,63.319359
Dann führt der Weg an einigen Bauten, Wegkreuzungen und Bahnüberwegen weiter nach Norden. Dort werden wir auch von den Kamelen neugierig gemustert, ob wir ihnen nicht etwa das schöne vereiste strohige Gras wegfressen wollen. Man warnt uns, diese Tiere können aggressiv werden. Doch, sie haben von uns nichts zu befürchten, wir fahren vorbei, die Tiere grasen weiter.
 


Stop - Bahnübergang                                                        Wüstenschiff
45.849534,63.326719

Nach einer guten Stunde kommen wir an der Bahnstation "Ausweich" vorbei und sind nun schon sehr nahe am  "echten" Eingang zum Kosmodrom.



Bahnübergang   vor ...                                                       BAIKONUR
45.906771,63.313662

Nach zirka 5 Minuten biegen wir nach rechts ab halten auf einem Parkplatz an. "Wir sind da, steigen Sie bitte alle aus!"
Das zwingt uns zu "unserem kleinen Schritt" und wir betreten historischem Boden. Es ist der Platz Nr. 2, hier war in einer Entfernung von ca. 2,5 km vom Startkomplex der Platz mit Unterkünften (Zelten), Fuhrpark, ... aber auch der erste Montage- und Vorbereitungs-Komplex entstanden.



Platz 2  - der erste Platz nach der Startrampe
45.908685,63.314461

Das heutige Museum des Kosmodroms. Die Büste Gagarins, ein 1:5 Modell einer Sojus... hinter mir  45.909869,63.316237
Die Sonne geruht sich gerade aus dem Dunstschleier am Horizont heraus zu erheben, als wir schräg über die Straße ein Gagarin-Denkmal sehen und dahinter durch die kahlen Bäume die gerettete BURAN. Die hatte einige Zeit etwa 400 -500 m weiter auf einem freien Platz gestanden, war aber dort etwas deplaziert und so hatte man sich entschlossen, sie dem Museums-Komplex des Kosmodroms zuzuordnen.



Sojus                                                                                Gagarin - Buran

45.909831,63.318007
!bei GE wird es immer noch rd. 500 m nördlich gezeigt(45.919666,63.310025), das ist aber falsch!

Denn im Rahmen der 50-Jahrfeier von Baikonur wurde dieser BURAN (Schneesturm) OK-M nun auf dem Gelände neben dem ehemaligen Klubhaus, dem Museum des Kosmodrom Baikonur auf seinem Transportwagen aufgestellt.
Vielleicht sieht man auch auf den Bildern, dass der Flugkörper bei weitem nicht so abgerundet wie das Shuttle ist, jedenfalls ist mir das bei dem augenscheinlichen Vergleich im Zusammenhang mit der "Abkupfertheorie" in den Sinn gekommen. Die Funktion als Waffenträger ist gekupfert, als Gegenstück zu den Militär-Shuttles, die Konstruktion sicher nicht, nicht mehr, als dass es eine Kanzel, einen Laderaum, eine Hermetisierung, Flügel, das Fahrwerk, eine Heckflosse hat - doch keine Main Engines mit ET... sondern nur die Brems- und Korrekturtriebwerke.



Das Muster Buran OK-M                                                                     Das Flugdeck

Nun geht es hinein... Über eine überdachte Gangway kommt man in die Ladebucht, dann zum Bug in den hermetisierten Teil. Hier im ehemaligen Geräte- und Mannschaftsraum sind (jetzt mehr Flugzeug-)Sitze eingebaut und eine Leiter führt ins Oberdeck.
...und da durfte das Kind aus dem Manne gelassen werden, einmal die Buran-Fähre "landen", kommentiert von den reichlich anwesenden "Trainern".
Vom Oberdeck aus kann man in die Ladebucht schauen, in der ganz hinten ein Satellit einge"laden" ist und an den Wänden etwas über die Geschichte der Energia und Buran zu sehen ist. ...und so ist der Blick aus dem Unterdeck in die Ladebucht.



Blick in die Ladebucht                                                             Einstiegsluke                       

Es gibt noch genug Junge und Veteranen, die gerne einmal mit dem Buran fliegen würden. Das verbindet Baikonur mit Speyer, doch nur in Baikonur auf dem Gelände des Kosmodrom kann man die Landung einmal "spielen". ... und den Satz: "Käpt'n, steuere uns nicht in den Untergang" von einem der temporären Mannschaft habe ich noch im Ohr (bzw. auf der SD-Karte).
Als ich das einmal als Anektode in MR erzählte, wurde mir zum Trost gesagt, dass auch die ISS in MR schon zum Absturz gebracht wurde, auch von einem hier bekannten Enthusiasten...
Am Durchgang aus dem hermetischen Teil in die Ladebucht ist der Kopplungsstutzen für das Andocken an einer Raumstation vorgesehen gewesen, ein auf dem Kopf stehendes T. Nach Sigmund Jähn gab es 8 oder 9 Erprobungen im Orbit, die erfolgreich waren, natürlich nicht mit dem Buran sondern mit "Kosmos"-Satelliten.
Die Einstiegsluke mit den Verriegelungsteilen im unteren "Mannschaftsraum" wird nach innen geöffnet und durch das Bullauge sieht man die äussere Luke, ebenfalls mit Bullauge und nach aussen öffnet; im Gegensatz zu der Luke der russischen "Express"-Kapsel, die wir im Verlauf der Besuche an unvermuteter Stelle sehen werden.



Blick vom Unterdeck zum Oberdeck                                        Blick vom Oberdeck in die Ladebucht

In dem Raum des Unterdecks sind jetzt einige Reihen Sitze eingebaut, doch er war als Stau-, Geräte-  und Ruheraum vorgesehen. Hier standen beim ersten Flug ins All und der automatischen Landung eine Reihe  Mess- und Steuergeräte sowie Computer, sicher auch die Luftumwälzung und Kühlung.
Diesen Blick hat man, wenn man sich im Unterdeck befindet und nach oben schaut.
Vom Oberdeck in die Ladebucht gesehen....



Antenne des Satelliten, zusammengefaltet                                      Satellit in der Ladebucht

Der Satellit in der Ladebucht, ein Nachrichten-Satellit ... als Beispiel für die Beladung. Doch als erste Last ist ein Laboratoriums-Container  37?? (37KB) mit dem Buran geflogen. Ein Muster davon steht etwas abseits im Aussengelände.
Das Schild weist den Modul als лабораторный отсек орбиталъного кораблй буран" (Labor-Behälter des Raumschiffs Buran) aus und  "служит для размещения научно-исследователъской аппаратуръ, устанавливается в отсеке полезного груза, соединяется с кабиной экипажо герметичним туннелем " (er dient zur Unterbrinung von wissenschaftlicher Forschungsapparatur und Gerätschaft im Behälter für die Nutzlast, die verbunden ist mit dem Cockpit über einen hermetisierten Tunnel).
Hier befand sich also der andere, größere Teil an Technik der bei der Durchführung und Auswertung des ersten und einzigen Fluges im Weltraum benötigten Geräte.
Die Form und die äusseren Abmessungen erinnern mich stark an das erste Quant-Modul, das ja auch einmalig von der Form her war. Nur dass hier im Gegensatz zum Quant nicht direkt ein Arbeitsplatz vorgesehen ist. Doch mit rund 30m³ "bewohnbarem" Raum ist der Container  37?? schon als Arbeits-(Laboratoriums-)Raum geeignet.



Labor Container                                                                 Schema des Containers
(Für Intessenten hier der Link zur BURAN-seite: http://www.buran-energia.com/bourane-buran/bourane-consti-37kb.php   )

Es gibt auf dem Gelände noch vieles was man "begreifen" und ansehen kann, doch nach einer guten Stunde war das "Spielen auf dem Hof" zuende, wir mussten "rein"! Drin, das ist das Museum des Kosmodroms. 

   вселенная принадлежит человеку            Das Universum gehört (zu) den Menschen
Dieser Satz von Ziolkowski steht über dem Eingang zu den Museumsräumen.
Der erste Pflock für das Startgelände wurde vor über 50 Jahren eingeschlagen...
Das Bild ist oft zu sehen gewesen und x-mal im IN zu finden. Wie es hier im Museum hängt, ist es sicher zum 50.Jahrestag nochmal nachgestellt worden. Es sieht einfach zu gut aus im Vergleich zu den anderen historischen Aufnahmen. Doch die Kostüme sind echt... Darüber findet man sehr viel im IN, auch über den Buran-Link oben).



Wüstenschiff und Raumschiff begegnen sich hier in Baikonur, vor über 30 Jahren.

Hierher kommen die Raumfahrer und setzen nach dem Rundgang durch die Museumsräume ihren Namen auf eine Wand mit dem Bild eines erfolgreichen Starts. Im Nu war die Wand umlagert und die Frage: Wo sind denn "unsere"? stand im Raum.
Bei dem Gedrängel habe ich nicht mitgemacht und mich für eine alte Zeichnung aus der Aufbauzeit interessiert. Es ist ein technologisches Schema, wie die Betonierung des Starttisches zu erfolgen hat. Man kann den Innenring erkennen auf dem das Karusell des gesamten Startgerüstes aufgesetzt wird. Nachdem ich mir das angeschaut hatte, war auch wieder Platz vor der Unterschriftenwand.


Die Unterschriftenwand                                                      Wie baue ich eine Startrampe

Zum Abschluss dann doch noch die Unterschriften der Startmannschaft, damals war die Tinte noch feucht, zumindest bei der neuen Unterschrift von Oleg Kotow (16.12.2009).
Das bunte Fensterbild des Museums, das vom nun schon hellen Tag erleuchtet wird, zeigt noch etwas mehr...

2 x KOTOW                                                                         1 x BURAN

Die ersten festen Unterkünfte
Zum Museumsbesuch gehört bei den Kosmonauten und Astronauten noch ein Besuch der beiden ersten festen Häuschen auf dem Startgelände.
Die zum Museum gehörenden Häuschen von Koroljow und von Gagrin und den Doubles, Instruktoren und Ärzten...
                             45.908652,63.315244

Das Koroljow - Häuschen

                  в этом доме жил и работал            In diesem Haus wohnte und arbeitete
                  главный конструктор академик         der Chef-Konstrukteur Professor
                     сергей павлович королёв                  Sergei Pawlowitsch Koroljow




Häuschen des Chefs
 Zuerst wurde uns das Häuschen des Chefs aufgeschlossen. Ein kleiner Flur, links die Sanitärräume, rechts ein kleiner Raum mit Schreibtisch und davor einige Stühle, schön in einer Reihe aufgestellt.
Hier saßen also die "Mitarbeiter" zur "großen Wäsche" beim Chef.  -  Eine Anektode dazu: Der Chef "S.P." wie er genannt wurde, hatte gerade einen Mitarbeiter wegen einer Terminverzögerung gefeuert. Dieser arbeitete jedoch danach weiter und das Problem wurde gelöst. Doch, wie es so ist im Leben, das nächste Problem ist da und der Chef kocht, verweist denselben Mitarbeiter seines Platzes. Der arbeitet weiter, als wäre nichts gewesen. "S. P." poltert los: Ich habe sie ihres Platzes verwiesen, wieso sind sie noch hier!?!
Der Mitarbeiter: Sie sind nicht mehr mein Chef, sie haben mich schon heute früh entlassen! Der Chef klopft ihm auf die Schultern und raunt ihm zu: Schlauer Fuchs, mein Söhnchen, ...mach weiter!
Auf der Südseite des kleinen Hauses, gegenüber vom Eingang, liegt der Wohnbereich mit einer Schlafstelle.  Hinter den Häuschen sind kleine Terassen zu sehen, doch viel Leute haben da keinen Platz. ... und oft war sie auch nicht benutzbar, entweder glühend heiß oder eisig kalt. Heute sind die Häuschen an die Fernwärme angeschlossen, dass das nicht immer so war verrät der relativ große Schornstein.

Das Gagarin - Häuschen
 Am Nachbarhäuschen zeigt uns eine Gedenktafel aus rotem Granit neben dem Eingang angebracht. In der untersten Zeile kann man den Namen гагарин Gagarin erkennen, der übrige Text ... muss von der Museumsführerin aufgesagt werden.
Was hat der Künstler sich dabei gedacht? Wenn jemand den Text lesen kann oder schon hat, schreibt in bitte. Das Basrelief Gagarins ist jedoch seiner würdig. Die Räume sind gleich wie im Nachbarhäuschen aufgeteilt, es gibt auch davon reichlich Bilder - hier verbrachte der erste Mensch im Weltall seine Zeit vor dem Start. ... und sein Double Titow und die Ärzte ...



Gedenktafel aus rotem Granit                                                Das blaue Zimmer

Der medizinische Bereich war im blauen Zimmer untergebracht, man hatte hier verschiedene Medizinischen Geräte um den physischen Zustand der "Ersten" überwachen zu können. So wurde am Vorabend des Startes ein EKG von Gagarin gemacht, dessen Original hier im Museum zu sehen ist und das ihn zum Flug tauglich ausweist. Diese Untersuchungen liefen rund um die Uhr. Gagarin und Titow hatten die für die Untersuchungen notwendigen Elektroden auch über die Nacht vor dem Start am Körper.
Der Spruch an der Wand - мир рукоплещет - Die Welt applaudiert - ist sicher erst nach der erfolgreichen Landung Gagarins angebracht worden, zeigt aber die Begeisterung über eine solche Leistung.

Mit dem Besuch der ersten Häuschen auf dem Kosmodrom, die vor jedem bemannten Start auch von den Startenden im Gedenken an den Koroljow und an Gagarin besucht werden, ist der Besuch des Museums des Kosmodroms beendet und wir gehen zum Bus. Über die Schulter sehe ich  noch einmal in Richtung des "Klubhauses" und da lugt der Buran hinter dem "Museum des Kosmodrom" hervor.



Die Welt applaudiert                                                              Schulterblick ... sind alle da?

Ja, wir verlassen den Museums-Komplex, wir wandern weiter.......

       (??? ??? ??? in andere nicht lesbare Zeichen rück-gebügelt HausD 10.08.11)
« Letzte Änderung: 10. August 2011, 17:03:38 von HausD »

Offline klausd

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #12 am: 09. August 2011, 16:15:05 »

Danke für die tollen Berichte. Man glaubt, man sei selbst dort!

Gruß, Klaus

Offline fl67

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #13 am: 10. August 2011, 09:54:28 »
Ich sehe plötzlich die kyrillischen Zeichen alle als Fragezeichen,  und die Forumssoftware macht dann Smilies draus : ?????????
Gestern ging's noch mit dem Russischen.  Liegt das Problem bei mir oder habt ihr das auch ?

Frank


P.S.:  weiter so HausD  :)   da werden Erinnerungen wach an meinen Besuch in Baikonur im Jahr 2000...

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #14 am: 10. August 2011, 15:10:42 »
Hallo fl67, hallo Freunde,
Das mit den lustigen Bu-Gesichtern hatte ich auch!!! Es ist gar nicht lustig!!!
ЫВПЖДЛПФ адплб вшпи тце  Nu pogodi!  Das ist ein kleiner Test mit UTF-8 und es funkt bei mir!

Eine Frage an die Super-Supervisors: habt ihr vielleicht mit "Fenster" gearbeitet, das entscheidet ja manchmal was besser ist?

Wie kriegen wir es wieder hin und wer tut es? Aus meiner Sicht sind die Original-Texte verändert worden...
...und wenn es zum Guten geändert ist, wielange hält das vor ...
Trotz Allem freue ich mich über den Zuspruch und die zu weiterem Wandern motivierenden Antworten!!!
Gruß HausD

Offline klausd

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #15 am: 10. August 2011, 15:20:44 »

Keiner vom Team hat Deinen Beitrag editiert und dieses Russisch zu Smilies habe ich auch noch nie gesehen. Du bist der Einzige der das wieder editieren kann, denn sonst weiß ja keiner was da stand. Klick einfach auf den "editieren" Knopf bei Deinem Beitrag.

Gruß, Klaus

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #16 am: 10. August 2011, 15:42:20 »
Jou,
der Beitrag von 08.08.11 ist wieder roger, es war aber der "älteste" Beitrag, in den ich mit Ändern gehen kann.
Die vorherigen haben keinen Ä-Bottom mehr, wenn das frei zu schalten geht, kann ich auch das rückpuzzlen, die Texte habe ich noch vorliegen.
Gruß HausD  ???  :D ???

Offline klausd

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #17 am: 10. August 2011, 15:59:10 »

Eventuell liegt es am Bilderarchivierung-Skrip. Wir kopieren viele Bilder direkt auf unser Forum, damit die nicht irgendwann verloren gehen. Wenn ich das nächste mal die Bilder sichere, werde ich russische Texte vorher sichern.

Gruß, Klaus

Ian

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #18 am: 10. August 2011, 17:32:30 »
Zitat
Als ich das einmal als Anektode in MR erzählte, wurde mir zum Trost gesagt, dass auch die ISS in MR schon zum Absturz gebracht wurde, auch von einem hier bekannten Enthusiasten...

Verdammt Klaus! Dein rammen wird langsam legendär! :D

R.I.P.

CDR klausd
FE-1 Ian
FE-2 raffi

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #19 am: 10. August 2011, 17:50:03 »
FE-1 Ian   CDR klausd  FE-2 raffi   mit dem Ziel vor den Augen (und dem Schrecken in denselben)
... und dazu gibt es Bilder? ... von einer lustigen Trauerfeier?  Gruß HausD

(Hi CDR, geht EDIT freischalten vom 0. und 3. Beitrag ...? )

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #20 am: 12. August 2011, 20:43:26 »
Ein kleiner Nachtrag zu den ??? ??? 's:
Vorwort  (ganz oben)
... spetstreet ...          russ. =  спец трит        "Leckerbissen"

Wandern in Baikonur
...   (Домодедово ...     Domodedowo  ...           
...   Байконур / Байконыр        Baikonur/Baikonyr

...   Контрольные Пункты Пропуска (КПП)         Ausweis-Kontroll-Punkte (KPP)

...     "ЦЕНТРАЛЬНАЯ" "Tsentralnaya" ...
...       гостиница ЦЕНТРАЛЬНАЯ Hotel                                              РЕСТОРАН САНКТ ПЕТЕРБУРГ
          Hotel Zentralni                                                                         Restaurant St. Peterburg

<<С новым годом 2010>>   <<Glückliches neues Jahr 2010>>

Mit einem freundlichen Huch ???  HausD

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #21 am: 15. August 2011, 21:13:25 »
Wandern zum "Fortschritt" 
ZSKB - PROGRESS

Filiale Baikonur       MIK112

Wir steigen in den Bus und biegen vom Museumsbereich kommend nach rechts ab und fahren an einem relativ neuen Gebäude vorbei. Das neue Gebäude ist die Montage-Halle (Pl. №254), ...
(A.W.)
 
...hier kommt die Nutzlast, in unserem Fall SOJUS TMA17, mit der Bahn an und wird auf den Start vorbereitet. Hier finden die Prüfungen und Vorbereitungen, wie Aufladen der Batterien und Betankung der SOJUS-Kombination, Gasbefüllung mit Helium und Stickstoff, aber auch das letzte Training der Mannschaften am Original-Gerät  vor dem Start statt.  An diesem Schild biegen wir wieder nach rechts ab und fahren auf eine Halle zu, den Arbeitsbereich der Raketenhersteller auf dem Kosmodrom, früher hätte ich gesagt, zur Endmontage. Einige hundert Meter weiter stehen wir vor der Einfahrt zum MIK 112. Starsem hat dazu ein Schema veröffentlicht, auf dem man die Nutzlast-Vorbereitung verfolgen kann.
государственное космическое агентство        ракетно-космический центр       ЦСКБ ПРОГРЕСС
       Staatliche Kosmos-Agentur                      Raketen-und Raumfahrt Zentrum    ZSKB PROGRESS


Wanderschild Filiale Baikonur                                                     MIK 112 (nach Starsem)
45.926192,63.297043

Durch ein Tor, kurze Kontrolle, am Eingang der Halle werden wir schon erwartet. Es gibt eine kurze Einführung in die Betriebsgeschichte vor der Info-Wand, kurz, und eine Belehrung: Bitte hier nicht fotografieren und keine Handys anschalten!
(da ich ein Diktiergerät in der Hand hatte, gab es erst mal böse Blicke, aber sofort Entwarnung: ach, ... ja ,ja,... ist kein Handy, gut!). Es wurde auf die Raumsektionen linkerhand mit dem Starsem-Logo gezeigt und etwas von Versuchen gesprochen. In einem Video mit dem Titel <<здравый смысл>>  (Gesunder Menschenverstand) habe ich einige Bildchen gefunden, die einen Blick in die linke Seite gestatten, und wie man sieht, sieht man nichts! Auf der rechten Seite dagegen dieser Anblick. ...Hier können Sie alles fotografieren, aber bitte nicht anfassen...!


1. Sammelplatz zur Einweisung
здравый смысл  (Gesunder Menschenverstand)                    Foto, marsch!


Hier stehen die die Güterwagen für die Teile der Sojus-Raketen, die mit der Bahn geliefert werden. Von Samara an der Wolga nach Tjuratam, dort vom Zoll kontrolliert und danach über die neben der Staße verlaufenden Bahnlinie hierher gebracht.


Die 5 Hallen von MIK (davor Büros)                                     Transportwagen und Container

Wie die Pfeifen einer riesigen Orgel liegen sie vor uns. Teilweise noch in der Versandverpackung. Hierher kommen die Teile der Trägerrakete also auf dem Schienenwege, werden entkonserviert, zu größeren Einheiten zusammengebaut, und dann den Träger darstellen. Aus der Nachbarsektion der Halle kommt dann die Oberstufe mit dem Sojus-Raumschiff, die mit dem Träger verbunden wird und dann letztendlich  auf dem Gleis in der Halle auf dem wir jetzt stehen auf den Transportwagen gesetzt wird.


Orgelpfeiffen                                                                    ... und anderes "Gemüse"

Damit man sich die Dimensionen der Halle vorstellen kann, habe ich ein Panoramabild gemacht. Es überstreicht rund 90° und zeigt links unseren Eingang zur Halle und rechts hinten das Tor durch das die Rakete zum Startplatz fährt.
Auf dem Bild ist der Block  B, W, G oder D zu sehen, hier im Forum wird immer Booster dazu gesagt. Doch die Arbeiter dort haben eine ganz andere Bezeichnung dafür, sie nennen den Aussenblock "Möhre"! Daher habe ich dieses Bild auch "Möhren im Treibhaus" genannt.


                                        "Möhren im Treibhaus"

In der Halle erfolgt der Zusammenbau der Trägerrakete, der Zentrale Block, Block A besteht aus zwei getrennt gelieferten Segmenten, auf dessen Oberseite die offene Gitterstruktur sitzt, die das Zünden der Oberstufe im Verbund erlaubt. Die Sprengbolzen sind schön eingepackt.
Um diesen Block herum kommen dann die  vier "Möhren" die die eigentliche erste Stufe darstellen, obwohl sie mit dem Block A zusammen zur gleichen Zeit gezündet werden.


Gittertragwerk                                                                    Zentral-Block Teil 1+2

Damit ist der Teil РН  Ракетный Носитель  - RN Trägerrakete fertig, alles weitere wird mit KA  Космический аппарат - KA Kosmischer Apparat bezeichnet.
Auf dieses RN-Paket kommt die Oberstufe des Trägersystems und darauf wiederum der Nutzlastadapter, zusammen der KA, der hier noch im Transportzustand vor der Integration zu sehen ist.
.

Abnehmen der Schutzhülle (roter Ring)   (RK)                           "Luftbild"   (A.W.)

So sind die Triebwerke für den Transport gesichert. Es gibt einige rote Deckel und Schutzhüllen, die Triebwerke haben noch einen Innenkonus, die alle entfernt werden müssen.   
Ein Blick auf die Seite des Herstellungs-Betriebes in Samara zeigt uns  die Fertigung, und da stehen li. vo. die Nutzlast-Adapter, aber auch sonst einige nun bekannte Bauteile der Sojus - Trägerrakete.
Als ich die Fertigungsnummer an der Aussenlackierung versuche zu fotografieren, werde ich ermahnt: Bitte nicht anfassen! Durch diese Störung musste ich mich, erschrocken, mit dem kleinen Finger an der Rakete abstützen. So ist mein Fingerabdruck durch das Zusammentreffen zweier Ereignisse mit in den ganz unteren Orbit geflogen...


                                                                                              saubere Fert.-Nr.
Triebwerke der "Möhren"                                                        Fertigung Samara (Progress)

Die Stay-out Zone ist der Teil der Halle auf dem die Nutzlast auf/an den Träger montiert wird. Auf russisch steht da, dass hier keine Lasten abgestellt werden sollen. Die Spitze der "Möhre" ist somit keine Last.
Als eine der letzten Arbeiten an der Nutzlast erfolgt das Anbringen der SAS-Sicherheits-Rakete. Dieses SAS stellt einen wichtigen Teil des Sicherheitssystems für die Besatzung dar, da es den "Schleudersitz" des Besatzungsteils, der Orbital- und Rückkehrkapsel mit den Kosmonauten darstellt.


Stay-out Zone                                                                         SAS-Montage

А Б В Г Д.... A B W G D - das russische ABC..  Für den Transport der unbetankten Trägerrakete gelten einige Regeln, denn die leere Rakete ist trotz der nicht unerheblichen Masse immer noch ein Leichtgewicht und es kann der Raketenkörper auch nicht überall abgestützt werden. Das Denkmal der Sojus in der Stadt Baikonur zeigt den Transportzustand der Sojus beim Aufrichten. Dadurch kann man auf die Triebwerksseite sehen und mit der Vorgabe zum Transport vergleichen.
 

Das SOJUS-Denkmal in der Stadt                                             "Zähl"-Regel
45.628099,63.32099

Auf der Ostseite der Halle -  45.927894,63.30038 - erfolgt dann das RollOut, rückwärts, mit den Triebwerken der Aussenblöcke und des Zentralblocks zuerst. Б und Д....  B und D liegen unten, А = A in der Mitte und В Г ....  W G oben, nach einigem Rangieren kommt man dann in der richtigen Richtung auf dem Startplatz an.
Leider war das Rollout wegen einiger Terminverschiebungen vom November in den Dezember hinein bei unserer Ankunft schon vorbei... Doch es gibt ja ROSKOSMOS...
Bitte kommen Sie in unser Restaurant, dort ist ein Essen für Sie vorbereitet... (s.o. MIK 112). Die Vorspeisen und der leckere und farbdominante Kirsch-Apfel-Saft warten schon.


Roll-out ohne uns  :'(  (RK)                                                     Mahlzeit....

Nach dem Essen geht es weiter!

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #22 am: 29. August 2011, 21:24:50 »
Weiter mit ENERGIE, ja...
 ------« ENERGIA »------
Einmal um den Hallenkomplex des MIK 112 und man steht mitten in der Geschichte und dem Niedergang der Energia.
Der MIK 112 besteht aus 5 Hallen, auf dem Bild sieht man rechts die Mittelhalle, links davon die beiden Hallen mit den großen Hangartoren.(vorn = westlich)
Bei diesem Hallenteil brach das Dach bei Reparaturarbeiten zusammen, fiel nach unten und tötete dort Beschäftigte, zerschlug das einzige im Orbit geflogene  Muster des Buran und zertümmerte das einzige verbliebene Muster der ENERGIA.
45.930349,63.299661
Nach einigen 100 m biegen wir nach rechts ab, fahren bis bis auf die Rückseite dieser Halle, wieder nach rechts und wir stehen hinter der Halle auf einem betonierten Vorplatz.


Westseite des MIK 112 ( Montage und Erprobungs-Komplex 112 )  s.o Grafik: MIK 112 (nach Starsem)
45.923088,63.29053

Je näher wir kommen, je größer werden die Transport-Wagen, und sie sind groß. Die Wagen stehen vor den Hallen-Toren auf der Ostseite.
Am Hangartor fällt uns auf, dass es in der Mitte des Tor-Sturzes eine rechteckige Aussparung gibt. Das ist ungewöhnlich, also fragen wir: Die Antwort war verblüffend einfach: Das Transportfahrzeug und die Energia und der Buran waren zusammen so hoch, dass es nicht ohne Risiko zerstört zu werden hätte heraus gefahren werden können. Die Heckflosse hatte nur einige Millimeter Spielraum, die Schienen tieferlegen war wegen der massiven Bauweise fast unmöglich, den Ausschnitt an dieser Stelle in der Hallenwand zu vergrößern dagegen wesentlich einfacher. Am längsten soll aber der Streit der Verantwortlichen der unterschiedlichen Betriebe um die Schuld gedauert haben, während die Beschäftigten sich darüber lustig gemacht haben.


Blick aus dem Bus                                           Die Unglücks- Halle
45.930028,63.300208

Hier sieht man einmal die Ausmaße der Transport-Einheit T-E im Vergleich zu den bis zu 2 m großen Menschlein, die davor stehen.
Das Fahrzeug wurde für die russische Mondrakete N-1 als Transportmittel zu den einzelnen Stationen nach der Endmontage entwickelt.
Für die Verwendung der T-E für die Energia wurde das Fahrgestell und der Aufrichte-Unterbau belassen. Die Halterung der fertig montierten und startbereiten Rakete mit der jeweiligen Nutzlast musste indes angepasst werden.

Die Abmessungen der Transport-Einheit:
Länge          56,3 m
Höhe            25,9 m
Breite          21,2 m
Masse, bel.     3600 t
Masse, leer     1100 t
Geschw.        5 km/h
Weglänge        1524 m
Gleise               2 
Abst. d. Gl.        20 m
Loks            2 x 2

Das nächste Bild zeigt uns die Triebwerksseite vom Fahrzeug der Energia, das auf dieser Seite  mit dem "Bodenteil" Block   "Я"   (Ja    Ya) versehen war.

                                 ...eins von zwei...
45.929841,63.300573

Man kann den Abstand von den zwei Fahrgestell-Strängen mit 20 m nachvollziehen. Für die Eisenbahnfans, jeder Strang wird von 8 doppelachsigen Drehgestellen getragen.
Zum Aufbau der Gleise erfahren wir, dass der Unterbau 5m tief ist und die Gleise auf einem speziellen Betonbett liegen. Anhalten durfte der Zug nur an besonders statisch gesicherten Punkten, an denen die vorn befindlichen Hydraulik-Stützen aufgesetzt werden konnten. Ansonsten musste das Fahrzeug möglichst gleichmäßig über die zwei Schienenstränge bewegt werden.
 

Wagenheber für 1000 t                                                          Drehgestell-Nr.        45.930006,63.300261

Teile des Fahrzeuges sind wohl von einem Betrieb im jetzigen Weissrussland hergestellt bzw. Instand gesetzt worden, wenn man dem Schild auf dem Schrotthaufen glauben kann: ДЕП. РВЧД  (ремонтное вагонная часть депо)  Abt.  Waggon-Reparaturbau  витебск бел. Witebsk Bel(orussland)


Stützpunkt für 1000 t                                                              Wagenschild 1.8.79

In Fahrtrichtung sieht man am Horizont die damals nächsten Ziele der TE , einmal links die hohe Halle der  Erprobungs-, Vorbereitungs- und Aufrichtstelle, zum anderen rechts neben dem roten Güterwagen die Betankung mit gefährlichen Materialien, Gase unter hohen Drücken, wiederzündbare Treibstoffe für das Manövrieren im Orbit. Der kleine Turm am rechten Bildrand hat die Aufschrift пожарный щит      Feuer(schild) -Schutzturm. Also muss schon hier das Gefahrenpotential so hoch gewesen sein, dass man sich genötigt sah, einen solchen Schutz für das Personal vorzusehen.


                 Pad 110a                                                                    Feuerschutzturm
45.930297,63.301249

In der Halle links wurden die statischen und dynamischen Tests des Transportsystems der Energia durchgeführt. Zunächst nur mit dem Fahrzeug, dann mit Modellen der unterschiedlichen Konfiguration der Trägerrakete. Letztendlich mit dem Gesamtpaket Träger und Buran, wozu man hier keine zusätzliche Öffnung anbringen musste, nach oben ist noch Platz für die schwerste Version der Energia, die Vulkan. Im Dezember 1982 wurde hier mit den Tests zur mechanischen Startvorbereitung des Gesamtkomplexes begonnen, während die Technologie der Betankung der Zentralstufe, auch mit dem LH2 bei -255°C und den daraus erwachsenden Problemen, im Zeitraum von März bis Oktober 1985 erprobt wurde. Diese Tests fanden in dem Gebäude hinter dem Güterwagen statt.



Erprobungs-, Vorbereitungs- und Aufrichtstelle                            Einer von 60.000 Tests
45.937154,63.310432

In der Umgebung liegen noch Teile eines Transportwagens, die natürlich auch interessant sind, aber am Horizont gibt es einen völlig anderen Blick als sonst auf die Startvorbereitung der Sojus TMA17.

Es kommt das Signal zum Sammeln, wir fahren weiter. Zunächst wieder auf die Straße und dann in Richtung NO, der Gebäude, die wir schon vorhin sehen konnnten, dann über einen Eisenbahn-Überweg und weiter zur Startanlage der Energia.



Finde die Sojus                                                                           Die Frühschicht fährt heim

45.929427,63.301216

Wir "wandern" weiter ...

Offline HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #23 am: 03. September 2011, 22:37:49 »
Wanderung zum «UKSS - Platz 250»

Von den Transportwagen aus liegen rund 15 km vor uns bis wir zum Platz 250 kommen. Von der Straße aus können wir immer wieder das doppelte Schienenband sehen auf dem die Energia an die jeweiligen Plätze gebracht wurde. Dieser Platz wird УКСС ( Универсальный комплекс стенд старт ) - UKSS (Universeller Komplex für Standtests und für den Start) bezeichnet, wobei die Tests den wichtigsten Teil der Aufgabe darstellten.

Am Wegweiser УКСС 250                                                               Test- und Start-Platz

45.977725,63.272238

Vor uns tauchen mehrere Startanlagen auf, an den Zwillings-Startplätzen fahren wir vorbei, biegen noch einmal in Richtung NO ab, am Wegweiser für den Platz 250,  und halten dann direkt hinter dem Serviceturm. Über uns ziehen sich Rohrbahnen hin und verschwinden hinter kleinen Hügelchen.


                      Sammeln unter der Rohrbahn                    46.008729,63.304161

Hier bekommen wir weitere Einzelheiten zum Energia-Programm und Erläuterungen zu Starts und der Anlage. Es ist der Herr mit der Tarnjacke und einer stattlichen Statur, er heißt Poluektow und hat an dem Programm einst mitgearbeitet.
Es wird technisch, unsere Übersetzerin, die für den Alltag gut gerüstet ist, zuckt mit den Schultern, wird rot und entschuldigt sich leise: ...ich bin doch das erste Mal hier!
Wir zwar auch, aber aus unserer Mitte kommt sofort Hilfe, Ralph hat in Moskau ein Studium absolviert und hat mit den technischen Begriffen keine Probleme, wenn es doch mal klemmt, hilft nachfragen!
Bei Herrn Poluektow merkt man, dass seine Ausführungen und Antworten auf schon sehr spezielle Fragen autentisch sind, und auch hier und da sehr emotional im Rückblick auf die Zeit, nicht nur mit Weinen, wie man der russischen Seele nachsagt.


Man versteht sich                                                                                  Ein Aufstelltest

Ein Beispiel: " unsere Rakete war die schönste, ...sogar vom Klang her. Beim Start klang sie : <es folgt eine Lautmalerei> ..zzzzzzzz... ganz weich und leise(!?!) ..., die Sojus klingt  ...wu wu wu wu wu.... und die Proton ....bach, bach, bach, bach wie eine Reihe von Explosionen..." und schaut zur Startplattform.

Er hat ein Heft mit, in dem die Energia Geschichte in Bildern und Zeichnungen niedergelegt ist. Aus diesem Heft zeigt er uns die damalige Situation im Vergleich zu den Bauwerken und Standpunkten heute.


Eine Seite des Hefts (des RKK Energia)   -  vor Ort                                            Scan                                   

Wir erfahren u. a. auch, dass noch heute Stationen und Bauten für die Übertragung von Technischen Gasen und Energie genutzt werden.
Die Frage, warum es denn so lange gedauert hat, bis die Energia dann geflogen ist, beantwortet er mit dem Hinweis auf die unbedingte Notwendigkeit, nicht wieder ein N-1 Desaster herauf zu beschwören. So sind im Lauf der Entwicklung und Erprobung insgesamt 60.000 Tests durchgeführt worden.
Bei den Aufstellungstests war er einige Male mit dabei, und zeigt Bilder von dem aufgerichteten Träger-Nutzlast-Modell auf dem  Transportfahrzeug. ...und ist stolz...!
Er berichtet von kurzen Triebwerkstests, die beim ersten Mal abgebrochen werden mussten. Eine Druckhauptleitung war defekt oder undicht und die Turbopumpe hatte keine Leistung mehr. In dem Zusammenhang verwies er auf die N-1 Story, nach der ein Putzlappen in einem Rohr gesteckt haben soll und die Rakete zur Explosion gebracht hätte. Alles nur wegen der Politiker, die einen bestimmten Termin sehen wollten...
Auch bei der Energia waren Politiker der Meinung, dass es viel zu viel an Tests sei und diese wesentlich reduziert werden könnten. Doch die Vernunft setzte sich durch, trotz Einwand wurden alle Tests durchgeführt, die Rakete "qualifiziert" und flog.
Dann kam die Wende, wie bei Euch, sagte er, dann ... schauen Sie sich um, aber passen Sie auf!


Noch eine Seite des Hefts (des RKK Energia)  ...vor Ort                            -  Scan   
 
Es wird Zeit sich auf dem Platz umzusehen. Vor mir liegen die zwei Schienenstränge, 20 m auseinander, sie führen bis zu den weissen Betonsockeln. Dazwischen ist ein Kanal, gut 25 m tief und teilweise überdeckt. Das Transportfahrzeug bringt (brachte) die Kombination Träger und Nutzlast bis an die Klötze, dann wurde der Komplex aufgerichtet. Im Hintergrund sieht man den Turm mit den Arbeitsbühnen, der an die aufgerichtete Rakete heran gefahren werden konnte.   


                                                Der Starttisch              46.00785,63.304671

Man muss schon einige Meter von der Startanlage weggehen, damit man sie auf das Bild bekommt. Für die Startphase wurde zur Rückkühlung der Anlage und zur Lärmminderung Wasser benutzt. In 3 Reservioren befanden sich 180.000 Tonnen Wasser. Die vielen Wasserwerferdüsen konnten 18 m³ oder Tonnen pro Sekunde auf der Anlage verteilen.


Startanlage (Lieferseite)                                                                Wasserwerfer        46.006814,63.303587

Von diesem Startplatz aus ist der Start der Nutzlast "POLJUS" erfolgt. MIR-2 oder auch SKIF-DM bzw. Erzeugnis 17F19DM.


Poljus auf dem Transport                                                                Energia mit Poljus ist startbereit                   

Für die Tests wurden bekanntlich mehrere Muster der Nutzlasten gebaut, auf russisch габаритно-весовой макет (ГВМ), Abmessungs- und Gewichts- Modell (GVM), mit denen dann mechanische, elektrische und thermische Untersuchungen durchgeführt wurden.
Die Nutzlast "POLJUS" bestand aus mindestens 2 Blöcken, dem damals als MIR- Nachfolger deklariertem FGB, links in den Bildern, und dem Block mit dem Kampflaser und den zwei Radar-Sende- und Empfangseinrichtungen, dem Ziel-Komplex  , die in den beiden Nasen unterhalb der Aufschrift MIR-2 zu sehen sind. Diese waren zur Raketenabwehr auch in der Lage Objekte auf das Ziel ab zu feuern.

Poljus war mit den Abdeckungen zusammen 36,9 m lang, ohne 31,6 m, der maximale Durchmesser war 4,1 m, und 77 t schwer. Er bestand aus zwei Blöcken: der Station selbst und dem FGB-Block (FGB - Abkürzung für , englisch Functional Cargo Block) eines TKS-Raumschiffes, der über Triebwerke und Navigationssysteme verfügte. Ein ähnlicher FGB-Block wird als Sarja-Modul auch bei der Internationalen Raumstation verwendet.
Auf der Seite http://www.buran.ru/htm/cargo.htm findet man auch immer wieder aktualisierte Angaben über das Projekt POLJUS.


Der "kosmische Apparat" Poljus (gedreht)                                     Das technologische Double bei Chrunitschew

Werte der Energia-Poljus Kombination
Maximale Startmasse zu Beginn       2320 - 2365 t
Treibstoff      
1. Stufe                               1220 - 1240 t
2. Stufe                               690 -  710 t
Komponentenmasse nach der Trennung      
1. Stufe                               218 -  250 t
2. Stufe                                          82 t
Poljus                                 75 -   80 t
[/b]

Beim Wegfahren kommen wir über eine Straße von der aus der Platz 250 von der Westseite her in einiger Entfernung, sicher 5-6 km, zu sehen ist. Es ist das Foto aus dem fahrenden Bus durch die Scheibe hindurch wert, zeigt es doch den Startplatz mit den Scheinwerfertürmen und dem Serviceturm rechts zwischen den beiden Blitzableitern, links davon steht die fahrbare Arbeitsbühne. Die glänzenden Kugeln sind die Thermosbehälter für den flüssigen Wasserstoff und Behälter für Technische Gase die auch heute noch verwendet werden. Aus dem "Heft" unseres Begleiters auf dem Platz gibt es noch ein Bild, das die Schalt- und Verteilerzentrale mit dem Schema eben dieser Behälter Zeigt.



Schaltwarte Technische Gase                                                                  Platz 250 am Horizont    46.012581,63.294683


Aus dem Video "UKSS" hier noch einige Bilder Von den Behältern, vor denen Kesselwagen stehen, und von einer Verdichterstation, die in den Bunkern im Umkreis untergebracht sind.



Blau - Behälter Sauerstoff                                   Verdichter                         Behälter und Kesselwagen
46.012581,63.294683

Am Platz 110, den ehemaligen N-1 Startplätzen waren wir nicht, aber aus der Entfernung haben wir sie gesehen. Von einem ist ENERGIA mit BURAN gestartet worden, daher hier noch ein Bild aus dem Video "Der letzte «Schneesturm» des Imperiums". Der Tag des Starts war Dienstag der 15.11. 88  05:55 Moskauer Zeit. Interessant ist die Animation des Startes: Flugzeit 10 s und die Triebwerke feuern ...
Eine Frage war noch aufgekommen, warum die Energia so eine S-Kurve beim Start macht. Die Antwort war, dass das immer wieder gefragt wird und schon zu wilden Spekulationen geführt hat, doch so war der Flugplan unmittelbar nach dem Start, es sollte damit optimaler Abstand zu den Startanlagen geschaffen werden und aus Lastgründen die Bahn am Anfang etwas geneigter sein. Denn nach wenigen Sekunden ist auch die Rakete leichter.
 
            46.012581,63.294683

Ein Blick nach Westen zeigt uns, dass die Sonne  schon ziemlich tief steht, hoffentlich schaffen wir es "heute" noch zum Startkomplex der Proton zu kommen...     

Offline tobi

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #24 am: 03. September 2011, 22:42:16 »
Schöne Bilder und interessante Informationen, weiter so. :)
"La France et les Etats-Unis plus proches que jamais!" - "Frankreich und die USA sind sich näher als jemals zuvor." Zitat von CNES Chef Jean-Yves Le Gall am 24. April auf Twitter bei Besuch im weißen Haus bei Donald Trump - https://twitter.com/JY_LeGall/status/988845258002849792

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