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Autor Thema: Raumfahrt Filme und Dokumentationen  (Gelesen 330166 mal)

Offline T.D.K.

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1275 am: 16. Februar 2018, 11:50:52 »
Hochkant Videos sind nichts weiter als "back to the roots".
So hat alles mal angefangen und scheinbar stehen die Leute heute wieder darauf!  ;)


https://www.youtube.com/watch?v=D-yO07MQPMA
Ist denn der Mond auch da wenn niemand hinsieht? ::)

Offline neanuk

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1276 am: 16. Februar 2018, 13:19:21 »

Wieso ist beim Handy das Abspielformat / das Aufnahmeformat "hochkant"?

Weil ein Smartphone für die Hochkantnutzung konzipiert ist. Und es in der Realität auch die meiste Zeit so genutzt wird.

Meine Meinung zu dem super lustigen YouTube Video:  Ich kann keine Leute ernst nehmen die anderen ihre so viel bessere Sichtweise als die einzig Richtige aufzwängen wollen und alle Anderen als dumm darstellen. Das ist Überheblichkeit.
Und der Vergleich mit dem Kino ist auch lächerlich. Es geht doch überhaupt nicht darum, dass irgendjemand der Meinung wäre, das Hochkantformat wäre besser. Und George Lucas könnte dann nur halb dargestellt werden? Da haben sie sich echt das schlechteste Beispiel überhaupt rausgesucht. Gerade der menschliche Körper ist doch absolut hochkanttauglich.

Wie gesagt, ich halte das künstlerisch auch nicht für besser. Aber wenn es danach geht sollte man sich über 90% der YouTube Videos aufregen. Aber es wird selten jemand gezwungen sich irgendetwas anzuschauen.

Meiner Meinung nach alles kein Grund unbekannte Menschen degeneriert zu nennen.

Btw. Wenn du jadka der Wendepunkt des Fortschritts bist würde ich mir aber auch Gedanken machen..

Offline Schillrich

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1277 am: 16. Februar 2018, 13:25:38 »
"The Expanse"

Ich habe die beiden ersten Staffeln der Serie jetzt geschaut ... und bin zwiespältig. Das Ganze beginnt gut, als "dreckige", menschliche Geschichte zwischen Erde, Mars und Belt. Da kann man allerhand Charaktere einbauen und konfliktreiche, politische und kulturelle Geschichten spinnen (die Erde mächtig, überheblich, degeniert; der Mars aufstrebend, ambitioniert, gewissenlos; der Belt: ausgebeutet, hart, ehrlich, revolutionär) ... eigentlich ein gutes Gerüst.

Und dann führen sie auf dem Viertel des Weges was Außerirdisches ein ... eigentlich noch ganz gut (nur ein fremdes, gefährliches Molekül) ... aber das ist inszenatorisch halt gefährlich und sie vermasselns dann auch. Zur Halbzeit wird "das Außerirdische" dann klischeehaft verheizt samt omnipotentem, aber stupidem, "Alien-Mensch-Hybriden", anstatt es als ungesehen, unverstanden, in den dunklen Weiten lauernd im Hintergrund zu belassen.

Schade ...
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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jakda

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1278 am: 16. Februar 2018, 16:27:36 »
Daniel - ich schließe mich deinem "Schade" an...
Was mir am Anfang auffiel:
Technisch gut gemacht, auch die Raumflugdarstellung. Es gibt keine "kurfenfliegenden Raumschiffe" - es wird beschleunigt und muss abgebremst werden. Selbst in den guten Star-Trek Picard, Janeway, Sisko, Archer... fliegen die Raumschiffe Kurven (mit Fluggeräuschen) - meine Enkel denken, Raumschiffe fliegen im Weltraum wie ein Boot auf dem Wasser fährt.
Wo man aber bei "The Expanse" die Billigkeit merkt - die Dialoge. Kurz und flach - keine Tiefsinnigkeit...

Offline dksk

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1279 am: 16. Februar 2018, 17:03:28 »
„Spacewalker – „Vremya Pervykh - Die Zeit der Ersten“

So, nun hatte ich Zeit den Film einmal mit Familie und dann nochmal „in Ruhe“ alleine anzusehen.
Wen das Thema interessiert, der kann sich den Film nach einiger Zeit sicher noch viele Male mit völlig neuen Erkenntnissen ansehen – der hohe Informations- und Detailierungsgrad gibt das auf jeden Fall her. Das zeigt auch, dass hier im Vorfeld der Verfilmung unheimlich viel gelaufen sein muss.
Eingeführt wird die Person Leonows in einer sehr kritischen Situation, die er gezwungenermaßen
auf unvorhergesehene Weise meistern muss und gleich noch unter Beweis stellt, dass er ein guter Kamerad ist und Niemanden anscheißt…
Das stellt dann gleichzeitig die Qualifikation für einen mindestens gleichgefährlichen Raumflug dar und die Person des Leiters der Kosmonautenausbildung, Genaral Kamanin (dem deutschen Filmpublikum aus der Neuverfilmung von „Soweit die Füße tragen“ als Bergwerkskommandant Oberleutnant Kamenev bekannt) wird auch „zufällig“ zu Beginn des Films in Aktion treten mit den Worten „verrückt ist genau das Richtige für uns“.
Und dann geht die Story zielgeradewegs los und zeigt einen von Wendungen und Schwierigkeiten geprägten Weg von der Flugvorbereitung über den Flug mit Ausstieg bis zur glücklichen Rettung nach der Landung.
Ab und zu gibt es Rückblicke in die Kindheit Leonows zu einem Ereignis, bei dem seine kindliche Neugierde sogar stärker als die dunkle kalte Nacht war. Wobei das dargestellte Schweben in den Glühwürmchen/Sternen irgendwie an die Stelle mit den aufsteigenden Funken vom Feuer der Ureinwohner in den Sternenhimmel erinnerte – glaube das ist bei dem Mercury-Reentry bei „Der Stoff aus dem Helden sind“?
Apropos Leonows Kindheit:  Der Film hat FSK 12 – also haben wir „klein dksk“ natürlich pädagogisch vertretbar unter Aufsicht den Film mit ansehen lassen.
Zum Aufbau und Verständnis des Film trägt auch bei, dass alle Probleme und kritischen Phasen des Fluges vorher angetippt werden: Drehung in der Schleuse, Raumanzugsblähung, Steuerung des Raumschiffs mit um die Ecke gucken, Schwerpunktversetzung etc.
Aber auch die Familien und Mitstreiter werden nach und nach eingeführt. Sehr schön auch die Stelle, an der Leonows Frau seine Malerei kommentiert: „Du bist kein echter Maler, sondern ein Kosmonaut mit einem Pinsel.“
-   -
Die Darstellung der Leitungspersonen und deren Diskussionsstil hat mich zeitweise an „Die Bändigung des Feuers“ erinnert. Grundsätzlich wird versucht die vielschichtigen Schwierigkeiten vor, während und auch nach der Mission darzustellen. Der Hauptheld (Leonow), mit seiner „zielgerichteten teils unkonventionellen Art“ wird stufenweise aufgebaut. Seine Wirkung entfaltet er aber auch gerade wegen der Darstellung der Person Beljajews als teilweise Gegen- und Ruhepol.
Die technische Ausstattung bzw. Mockups, Bühnenbau etc. ist auf sehr hohem Niveau. Ein paar Requisiten sind etwas ihrer Zeit voraus. Beispielsweise die Hubschrauber Mi 8 bzw. Mi 171 und auch bei der Raumanzugsdiskussion sind im Hintergrund „Orland like Bilder“ zu sehen.
Die Computerbilder/Renderings sind sehr gut und auch die Darstellung des Ausstiegs ist sehr gelungen. Vor allem der Moment, wo das Loslösen vom Raumschiff die letztendliche Überwindung darstellt – vergleichbar mit Fallschirmsprung aus dem Flugzeug. Da hat man gerade noch etwas zum Anfassen und nun soll man eine Bewegung in die Leere machen.
Wer schon mal einen Segelflugzeug-Windenstart mitgemacht hat, kennt vielleicht das Gefühl, wenn quasi Nichts um einen herum ist und man nach dem Ausklinken voll nach vorne kippt. So ähnlich stelle ich mir das bei einem Ausstieg in die Leere vor.
Durch den hohen technisch/detaillierten Grad der Darstellung lassen sich auch viele Themen, über die immer wieder spekuliert wurde gut erklären. FDR hatte in seinem Portalartikel da auch schon drauf hingeweisen z.B. Bremsraketen etc.
Beispielsweise das Orientierungs- und Lageregelungssystem mit Visor in der Schleusenluke und dem um 90° gedrehten Steuerhebel, der die Besatzung zu unkonventionellen Lösungen bei der manuellen Steuerung für die Rückkehr zwingt. Da ist aber auch die unveränderliche Grundkonzeption des Raumschiffs als Wostok-Grundtyp klar erkennbar. Und es wird auch hier klar dargestellt, dass die damaligen Projekte eine Sammlung von Zwangskonstrukten waren, die bei der administrativen Vorgabe von Projektzielen aus einer Grundkonstruktion immer noch mehr rausholen, diese aber nicht wirklich besser machen.
In ein paar Szenen wird auf den Mond angespielt,  fand ich passend, wenn man den Gesamtkontext des Flugzieles sieht. Und speziell für Leonow kann man ja sagen, dass er einer der wenigen Menschen ist, der einen doppelten Bezug zu Mondflugprojekten und deren Raumschiffe hat.
Die durchaus glückliche Rettung am Schluss des Films wird dann noch mit Durchhaltewillen, Flüchen („gefrorenes Stück Mammutscheiße“) und Selbstoffenbarungen vermeintlicher Helden garniert und dass im Hintergrund des Flughafenempfangs eher 70er Jahre Technik steht – wem fällt das groß auf…
Es lohnt sich den Film bis zum Schluss = Abspann anzusehen. Da kommt dann das schwermütige Lied „Ja vasmu etot bolschoi mir“  ist wirklich ein schöner Abschluss (wenn man was damit anzufangen weiß). Das ist das Lied, welches in dem SF Film „Start zur Kassiopeia“ einmal bei der Verabschiedung der Jugendkosmonauten am Tag vor dem Start gespielt wird – UND was sie im „Holodeck“ am Geburtstag in der Wohnungssimulation gemeinsam anstimmen um nach dem Schwur sich nicht mehr an zu Hause zu erinnern, diesen als nicht haltbar darstellen, da man sich immer an sein zu Hause erinnern sollte.
Es gibt auch auf Youtube einen Trailer, bei dem das Lied, was ich meine läuft.

https://www.youtube.com/watch?v=4f_EqJIIH54
Schlussbemerkung:
Der Darsteller des S. Koroljov hat mich sehr an den deutschen Schauspieler Thomas Thieme erinnert. Das hat die Rolle für mich subjektiv verfärbt – ist halt auch von Zuschauer abhängig, wie man das empfindet. Sein bester Satz war „Ihr Tee ist viel zu stark.“
Ansonsten – toller Film, hat mich zum drüber nachdenken veranlasst.

dksk

Offline T.D.K.

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1280 am: 20. Februar 2018, 18:15:14 »
Hatten wir den schon?

Race to Mars wiki

Deutscher Titel Expedition zum Mars oder Erster auf dem Mars (laut IMDB)


Ihr könnt sie beim Streamingprortal mit dem Y finden.
Ist denn der Mond auch da wenn niemand hinsieht? ::)

Offline Youronas

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1281 am: 21. Februar 2018, 21:28:42 »
Amazon verfilmt die Culture Romane von Iain M. Banks (*) im Rahmen einer Serie. Bin ja mal gespannt, was daraus wird, die Bücher haben für mich durch ihren ganz speziellen Erzählstil sowie ihre detaillierten Welten und Charaktere geglänzt, mal sehen wie das bei der Bewegtbildadaption umgesetzt wird. Los geht es fürs Erste mit Consider Phlebas.

(*): Aus denen ja auch die ASDS Namen von SpaceX stammen, Elon scheint also ein großer Fan zu sein. Interessant, dass jetzt ausgerechnet Jeff Bezos die Kunden der Verfilmung überbracht hat^^

Zitat
Happy to announce that Amazon Studios is adapting Iain M. Banks’ amazing Culture series — a huge personal favorite — as a TV series. Can’t wait!
Quellen:
https://twitter.com/JeffBezos/status/966312919079112705
http://phx.corporate-ir.net/phoenix.zhtml?c=176060&p=irol-newsArticle&ID=2333693

Offline -eumel-

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1282 am: 23. Februar 2018, 02:17:57 »
Wie wurden Film- und Videoaufnahmen von Raketenstarts gemacht?:


https://www.youtube.com/watch?v=hjofYotlaY0
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 28. Dezember 2018 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Online Sensei

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1283 am: 23. Februar 2018, 15:19:16 »
Kann das Video auch nur Empfehlen!

Viel historisches Material, viel Geschichte (V2, Saturn, Shuttle...), gut geschrieben und nicht so langatmig wie manche Fernsehdokus ;)

(Wollte es gestern auch schon posten, aber mir ist da keine gute Stelle für eingefallen..)

Offline Duncan Idaho

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1284 am: 26. Februar 2018, 06:50:30 »
Wir ignorieren einfach mal die Signallaufzeit zwischen Mars und Erde, aber ansonsten finde ich diesen Kurzfilm cool.  8)
https://vimeo.com/253308808

Dank an TP1024 für dieses Fundstück.
https://twitter.com/tp_1024/status/967906027470499841

#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Offline Schillrich

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1285 am: 26. Februar 2018, 07:11:49 »
Uff ... ich kann leider nur sagen "naja". Das Design und die Kameraarbeit sind gut. Aber die "Geschichte"? Die Inszenierung? Klischeehaft, eher schon kitschig, ohne jede Überraschung:
  • Das Raumschiff hat ein uninspiriert-futuristisches Glascockpit mit Flightstick und Fenstern. Amerikansiche Raumfahrt bleibt auch in Zukunft "manuell", anstatt modern-autonom.
  • Der Pilot klebt ein Familienbild auf die Armatur, und spricht zum Bild.
  • Das erste, was er nach der Anomalie macht: das Bild anschauen und weinen ...
  • Die wartende Frau am Boden, mit sehnsüchtig-traurigem Blick aus dem Fenster ...
Alles so schon mal gesehen ... so wie Hollywood klassisch versucht "dramatisch" zu sein ... und es einfach nicht mehr ist.
Selbst das Fremde, obwohl ja nix erklärt wird, wirkt uninteressant ... keine Fragezeichen, keine weiteren Gedanken nach dem was war das gerade und warum passiert das, die das anstößt.
\\   //    Grüße
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"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline fl67

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1286 am: 10. März 2018, 08:42:42 »
Quantensprung

Dokumentation des ORF über die österreichische Mars-Simulation im Oman: Webseite - MP4 Download

und eine Dokumentationen des ORF über die Erforschung des Mars allgemein: Webseite - MP4 Download


Offline ChristianZ

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1287 am: 10. März 2018, 09:33:35 »
Diese Videos können leider nur in Österreich abgespielt werden.

Offline fl67

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1288 am: 10. März 2018, 09:41:06 »
Diese Videos können leider nur in Österreich abgespielt werden.
Nö, bei mir (in Deutschland) geht's ...     ???

Offline ChristianZ

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1289 am: 10. März 2018, 10:36:57 »
Ok, bei mir (Schweiz) kriege ich nur "Dieses Video darf aus rechtlichen Gründen nur in Ö....".

Vielleicht mal VPN anwerfen...

Offline R2-D2

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1290 am: 10. März 2018, 11:03:55 »
Diese Videos können leider nur in Österreich abgespielt werden.
Nö, bei mir (in Deutschland) geht's ...     ???
Bei mir in D geht es auch nicht...

Offline rok

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1291 am: 10. März 2018, 11:18:02 »
Hrmpf, der Quantensprung, die kleinstmögliche Änderung eines Zustandes.  ::)

Offline ZeT

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1292 am: 16. März 2018, 07:06:55 »
Bisschen später, aber ich bin nicht dazugekommen früher darüber zu schreiben. Also ich habe irgendwann im August auch Valerian gesehen und ich bin richtig begeistert  :). Solche Filme mag ich, auch wenn er an Avatar nicht rankommt. Schade finde ich, dass dieser Film finanziell v.a. in den USA so ein Flopp. Echt Schade, dass man dort einem europäischen Film keine Chance gibt. >:(

Diese kleinen Kreaturen da fand ich einfach so süß. :)


Der Film is auch an mir vorüber gegangen... konnte ihn aber letzte Woche im Flieger zurück von Tokyo sehen. Wäre mir nicht Luc Besson als Reg. ins Auge gesprungen hätte ich ihn mir wohl nicht angeschaut. Sehr guter Film und definitiv empfehlenswert!

Ausserdem hab ich mir "Let me eat your pancreas (Kimi no suizo wo tabetai)" angeschaut. Hat zwar nichts mit Raumfahrt zu tun - ist eher Richtung Drama, aber ein unfassbar guter Film der mich am Ende echt zum weinen gebracht hat. Ein "must have" in dem DVD Regal,... wird bestellt sobald ich wieder Kohle habe. ;)

Offline fl67

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1293 am: 16. März 2018, 09:51:25 »
Ausserdem hab ich mir "Let me eat your pancreas (Kimi no suizo wo tabetai)" angeschaut.

<OT> Vom Titel her klingt's eher nach Splatter-Horror...  ;D </OT>

Online jok

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1294 am: 21. März 2018, 15:39:21 »
Hallo,

@FDR

Danke für die Info.Habe den Film schon in der russischen Orginalversion gesehen. Die Deutsche Fassung auf DVD will ich unbedingt noch einmal schauen um einiges besser zu verstehen.

Gruß jok

Hallo,

Zur Erinnerung mal nach vorn hol.....
Habe den Film "Salut 7" bei dem großen Händler mit A... vorbestellt. Heute bekam ich die Mail - Film jetzt verfügbar  , wird morgen 22. März geliefert.

Gruß jok

Online HausD

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1295 am: 29. März 2018, 08:14:57 »
Juri Gagarin. Der letzte Moment ...


Юрий Гагарин. Последний миг (фильм) - Juri Gagarin. Der letzte Moment (Film)

Premiere war am 27.03.2018, der Film wurde auf dem Ersten Kanal (in Russland) gezeigt ...

Gruß, HausD

Offline Raffi

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1296 am: 24. Mai 2018, 16:46:55 »
Heute erscheint ein weiterer Raumfahrt Film in den Kinos.

Natürlich ist es wieder ein Star Wars Film  ;). Es handelt sich um den zweiten Star Wars Spin Off nach Rogue One, nämlich um Solo: A Star Wars Story.

Die Handlung spielt wohl zwischen Episode III und IV und es geht in diesem Film um Han Solo und was er gemacht hat, bevor er in Episode IV auf Luke und Co. gestoßen ist. Alden Ehrenreich tritt dabei in die Fußstapfen von Harrison Ford und spielt den jungen Han Solo. :)
Der nächste Regensburg-Nürnberger Raumcon Stammtisch findet möglicherweise im Januar 2019 in Nürnberg statt.

Offline Raffi

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1297 am: 31. Mai 2018, 16:34:36 »
So nachdem noch niemand etwas zum neuen Star Wars gesagt hat, fange ich nun an. Ich war heute in diesem Solo Film und muss sagen, der hat mir ziemlich gut gefallen. Also die ganze Kritik kann ich nicht verstehen und dass der Film finanziell ein Flopp ist. So gut wie Roge One war er zwar nicht, aber dennoch sehenswert.

Was ich gut fand, war die ganze Story rund um den jungen Han Solo. Da werden viele Dinge ergänzt, von denen man kurz in der alten Trilogie gehört hat. Zum Beispiel ewähnte Han Solo in den alten Episoden, was er so mit Lando Calryssian gemacht hat oder wie er an den Millenium Falken gekommen ist. Das alles wird im Film ausführlich erzählt. Gut fand ich auch die Action und die ganzen Effekte. Mir hat auch der Auftritt von Woody Harrelson und seine Rolle gefallen.

Was ich nicht ganz so gut fand, war das Auftreten von Han Solo an sich. Mit einem Harrison Ford mitzuhalten ist nicht einfach, auch nicht für Alden Ehrenreich. Dann war zum Schluss die Handlung ein bisschen durcheinander.

Insgesamt kann ich sagen, es lohnt sich auf diesen Film zu gehen. 8)

Edit Nitro: Details zur Handlung hab ich mal entfernt. Man will ja den Leuten, die den Film noch nicht gesehen haben, die Überraschung nicht verderben.
« Letzte Änderung: 31. Mai 2018, 16:45:22 von Nitro »
Der nächste Regensburg-Nürnberger Raumcon Stammtisch findet möglicherweise im Januar 2019 in Nürnberg statt.

Offline Axel_F

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1298 am: 11. Juni 2018, 20:30:45 »
Das Jubiläum für 50 Jahre Mondlandung kommt immer näher. Dieses (oder bei uns nächstes Jahr?) kommt ein Hollywood-Film über Neil Armstrong (gespielt durch Ryan Gosling) in die Kinos:

https://www.youtube.com/watch?v=O9Y7DTCn7Cc

Die Details sehen schon mal vielversprechend aus :)
"Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen." (Antoine de Saint-Exupéry)

Offline dksk

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1299 am: 26. Juni 2018, 21:27:03 »
Saljut 7 (Salyut 7)

Ich habe mir den Film 2mal angesehen, bevor ich hier eine Bewertung abgeben möchte.

Film – Bonusmaterial und nochmal Film.

Ich bin in meiner Bewertung ganz klar „geteilt“!

Zum einen – die doch offensichtliche „Hollywoodstile“ Zusatzdramaturgie, die mit den realen Hintergründen, wie wir sie zu kennen glauben, wenig zu tun hat, gefällt mir an dem Film nicht.
Spannung kann man auch ohne Action mit Kopfkino aufbauen. Das hat mich irgendwie an die Neuverfilmung von „Ekipasch“ erinnert, wo nur noch, im Gegensatz zum alten Film Special Effects da sind – im alten Film aber über die Personen und auch deren unglaubliche Handlungen (Flugzeug im Flug zusammenflicken) eine tragende Spannung aufgebaut wird.
Zum anderen – die Umsetzung, handwerklich-technisch wie schauspielerisch hat mir insbesondere beim 2ten mal Ansehen doch sehr gefallen. Da haben die sehr ausführlichen Informationen/Darstellungen im Bonusmaterial den positiven Ausschlag gegeben.
Daher will ich hier auch beide Eindruckseiten beleuchten.

Zum Film/Handlung:

Ich denke, dass es sehr viele Anspielungen in den Dialogen gibt, die man ohne sowjetisch/russisch/gesellschaftlichen Hintergrund nicht erkennt bzw. versteht. Anspielungen Gorbatschow Ära etc. scheine ich zu erahnen.
Zu Beginn wird der Zuschauer in die vorhergehenden Arbeiten in und an der Station in die Handlung eingeführt. Eine emotionale Stresssituation wird „konstruiert“ um den Haupthelden erst mal in eine Abseitsstellung zu bugsieren, aus der ihn die kollektive Not wieder herausholt und der er potentiell auch schlussendlich zum menschlichen Opfer fallen könnte. Die Gedanken, Nöte und Unbedarftheit der Lieben daheim stellen einen Gegenpart zur Herausforderung und Pflichterfüllung für „echte Männer“ dar (die Töchter bekommen).
Der Hauptheld kehrt erst mal nach Hause zurück, ohne dort anzukommen. Der Aschenbecher – Katzen- Gravitationseffekt veranschaulicht das auch physikalisch.
Um den zweiten Handlungsabschnitt einzuleiten wird der Ausfall der Station durch kosmische Teilchentreffer erst mal nur angedeutet und ins Dienstbuch eingetragen.
Vorahnungen und böse Träume gehören seit Solaris ja zur klassischen Vorbereitung auf das Drama – so auch hier. Da fühlt man sich auch irgendwie an Gravity erinnert.
Die Zwischenauftritte der S . Sawitzkaja habe ich erst beim 2ten mal ansehen kapiert – ohne die Erklärungen des Bonusmaterials – keine Chance. Das sind so Themen, die in Romanen einen guten Bogen spannen – im Film erkennt man das aber nicht gleich.
Dann der Komplettausfall mit erwartungsgemäßen „Managementproblemhinweisdialogen“.
Nun wird die dramaturgische Ergänzung über amerikanische Spannungsbogen aufgebaut.
Ideologische Diversion und die Verkündung von (Gegen)Normalität – wer die 1980er erlebt hat, kennt das ja noch.
Mit den Informationen über eine bevorstehende Shuttlemission ist eine kurzfristige Handlung zur Lösung des Problems als Rahmen gesetzt.
Die Referenz zu einem französischen Spationauten, der auch Saljut 7 kennt, ist bei Fiktionen, bei denen grundsätzlich reale Einzelfakten in einem anderen Kontext dargestellt werden, ja ein übliches Mittel um eine glaubwürdige Verschwörung zu konstruieren. Der Spationaut ist auf dem ersten Dia leider seitenverkehrt dargestellt, zumindest CNES und FRANCE – aber der Name ist richtig lesbar.

Im französischen Forum hatte Serge Gracieux zum 30. Jahrestag der Havarie von Saljut 7 mal etwas zu einem Aprilscherz, der in dieser Thematik auf ihn zurückgehen soll geschrieben. Am Ende eines bis dahin seriös geführten Interviews hatte er da professionelle Phantasie entwickelt und neben einem Demontageablauf auch eine Darstellung eines Shuttle-Saljut-Dockingadapters dargestellt.
Im folgenden Link etwas runterscrollen – da sieht man den Text und die Bilder.
http://www.forum-conquete-spatiale.fr/t18631-mockumentaire-sur-la-capture-de-saliout-7-par-les-usa-en-1985
In wieweit das der Ursprung oder Katalysator dieser Verschwörungstheorie ist – wer weiß das schon.

Im Weiteren werden die Darsteller im Film durch die Verkündung von Normalität bezüglich der Raumstation in den Nachrichten darauf aufmerksam gemacht, dass etwas nicht stimmt. Tja, wenn Selbstverständlichkeiten erwähnt werden müssen…
Dialektisch wird diese Szene mit einer Frage zur Normalität des Stuhlgangs höchster Helden und Würdenträger aus dem Kindermund abgerundet.
Nun folgen die klassischen Komplikationen – aus denen erst mal „Zwischenhelden“ hervorgehen und einen ersten Etappensieg erringen.
Ein paar schlechte Übersetzungen haben sich bei der Synchronisation eingeschlichen. Z.B. „die Andockluke wird ausgefahren“ – wo die Spindel der Kopplungsstange rausfährt.
Der erste erfolglose Kopplungskontakt ist dynamisch glaubhaft dargestellt und nach einsamer Vorortentscheidung klappt auch das finale Docking.
Nach dem „Betreten“ der Station ist die Vereisung auch sehr übertrieben – wird aber mit dem Zerbrechen eines Wasserbehälters wenigstens begründet.
Dann hat der Ingenieur seinen Auftritt – mit pragmatischen Ideen, Gedankenblitzen und deren praktischer Ausführung wird die Station erst mal flott gemacht.
Die zwischenzeitliche Darstellung der wabbernden Wasserkugeln ist von der Grafik her wohl eine der Höhepunkte. Aber schon naht die Katastrophe…
Vorher aber noch ein Schluck Wodka aus dem Versteck (ist ja kein Polizist in der Nähe) und dann geht es weiter.
Klassisch muss zur Verkomplizierung eine „Postentrennung“ erfolgen, welche durch ein EVA zur Sonnensensorinspektion eingeleitet wird. Da kein LKW reingefahren ist, wird wohl ein Asteroid als Schadensursache vermutet.
In der Station dann Havarie, die nur durch EVA des 2. Kosmonauten auf wundersame und knappest vorstellbare Weise überlebt wird. Da Sojus Raumschiff stark beschädigt und keine normale Rückkehr mehr möglich, natürlich dramaturgischer Höhepunkt unter Einbeziehung der Frauen, Kinder und S. Sawitzkaja als Vorbotin einer schlechten Nachricht.
Nach der vermeintlichen Verabschiedung in den Heldentot (ja den gab es zu allen Zeiten in allen Gesellschaften) dann der Abschlusskonflikt der Hauptdarsteller, vorgewürzt mit der zufälligen Beobachtung des Shuttlestarts – was das Finale mit der Notwendigkeit eines letzten Aufbäumens einleitet.
Da keine Feile von Feilowitsch da war, lösten die Russen das Problem mit dem Hammer – wobei actio = reactio noch versinnbildlicht wird und damit der Sonnensensor und gleichsam die Station wiederbelebt werden kann.
Da das Shuttle nun schon gestartet ist, darf es auch noch vorbeischauen um nach dem rechten zu sehen und militärisch zu grüßen. Danach wird sogar noch eine Lösung zur glücklichen Heimkehr aufgezeigt. Also klassisches Happy End.

Kritik:

Bei der Außenbordszene zu Beginn – S. Sawitzkaja hat auf den zeitgenössischen Fotos immer den Orlan mit den roten Streifen (im Film blau).
Die Kosmonauten sitzen im Sojus Raumschiff auf dem mittleren und rechten Sitz. In den Dokumentationen über die Vorbereitungen zur Rettung von Saljut 7 – Mission Sojus T13 war der rechte Sitzplatz frei und mit den zusätzlichen Navigationshilfen belegt.
Ich habe bis zum Schluss auf eine Darstellung des Dschanibekow-Effekts gewartet. Wäre bei den Reparaturszenen doch passend gewesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dschanibekow-Effekt
Oder soll der kleine Gag mit der Küchenschabe, die durch sie Station schwebt und auch so eine Art Überschlagsfolge macht, bis sie auf der Kamera ankommt und wegkrabbelt, dieser Hinweis sein?
Das Shuttle zum Schluss mit amerikanischer Ehrenbezeichnung… na ja.

Filmmusik:

Trava u Doma – als Raumfahrthymne darf nicht fehlen und passt ja sehr gut in die Zeit 1985.
Das Lied gewann die „Song des Jahres“ Veranstaltung 1983 und war damals sehr populär. Im Internet kann man das 1983er Finale ansehen „Песня 83“, wo sogar eine Schaltung nach Berlin zu einem Auftritt von „Hauff und Henkler“ mit einem deutschen Beitrag stattfand.
-
Harlekino von Alla Pugatschowa – gerade als das Licht in der Station wieder angeht startet der Kassettenrecorder mit dem Refrain dieses Liedes. Vom Inhalt her ja passend „…ich eile ins Manegenlicht und dann, ein Harlekino zeigt was er kann…“
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Eine Musikpassage in der Zwischendarstellung der Station hört sich so ähnlich wie bei Interstellar die Docking Scene an. Würde ja bei einer rotierenden Station, an die man andocken muss passen.
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Schiffe von W. Wyssozki (einer der größten Liedermacher der sowjetischen Ära).
„…Alle kommen wieder zurück, außer die besten Freunde…“
Stellt einen passenden Abschluss dar – Schwermut – der russische Blues und schwere Aufgaben sind gleichermaßen zu bewältigen. Viele seiner Lieder wurden nur über Kassetten mit der Überspielung der Überspielung der Überspielung weitergegeben (Samisdat).  Mit 1:1 Kopie wie „heute“ hatte das damals wenig zu tun. Ein 50 Hz Brummen war auch normal.
Im Bonusmaterial ist der Einsatz der Computergrafik, künstliche Darstellungen etc. sehr gut erklärt. Das ist wirklich ein Mehrwert. Vor allem wenn man das nach dem Film erst ansieht kommt das zum Tragen. In Zeiten von augmented reality wird es ja auch für lebensnahme Anwendungen immer schwerer eine klare Trennung selber zu erkennen bzw. was ist nicht natürlich-real.
Die Außendarstellung der Station/Raumschiff ist sehr detailliert und man findet sehr viele Ansätze da nochmal was „nachzusehen“. Die EVA Aus/Einstiegsluke sieht aber nicht wie erwartet aus.

Beim „Making of“ gibt es zum Schluss einen Übergang von einer Außenbordszene, bei der sich über die Töchter unterhalten wird zur Darstellung der Stachelhelme und der „Zwangsjacken“ mit immer stärkerer Überblendung der Realität bis zum Produktionstem  - ist auch ein schöner Einfall.
Hier ab 11.40 min.
https://vimeo.com/253797360

Hat mich an meine Kindheit – den Abspann von „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ erinnert – da steht das gesamte Produktionsteam auch zusammen in der Halle.
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Kann ich eine Empfehlung für den Film aussprechen?
Im Gesamtpaket DVD mit Zusatzfeatures, Making of, hinter den Kulissen etc. ja.
Wenn ich nur den Film im Kino angesehen hätte –wäre ich enttäuscht gewesen.

dksk

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