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NASA - Crew steigt in die betankte Rakete
52 (46%)
SpaceX - Crew steigt in eine leere Rakete, dann Betankung
52 (46%)
Kompromiss (wie auch immer der aussehen mag)
9 (8%)

Stimmen insgesamt: 111

Autor Thema: SpaceX Crew Dragon  (Gelesen 282368 mal)

Offline rhlu

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Re: SpaceX Crew Dragon
« Antwort #1175 am: 16. April 2018, 18:20:24 »
Hallo
Also ich bin mir absolut sicher das ich da mal vor ein paar Jahren von einem Forschungsprojekt gelesen habe bei dem es genau um die Problematik ging.
Mit den passenden Sensoren konnte die Software die Anzeige synchron zu den Erschütterungen wackeln lassen.
Leider keine Quelle auf die Schnelle.
Und von Displays mit Feedback meine ich mal bei heise.de von einem Patent gelesen zu haben.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Hap2U-Haptisches-Feedback-fuer-Touch-Displays-3587385.html

Also ich denke schon das es ein lösbares Problem ist.




Offline Hugo

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Re: SpaceX Crew Dragon
« Antwort #1176 am: 16. April 2018, 23:12:05 »
Genauigkeit Tuch Screens:
Ein Tuch-Screen ist Mega-Genau. Er kann Berührungen von 0,1 mm genau er kennen. Damit kann man problemlos auch ein Raumschiff steuern.
Natürlich gibt es zwei Probleme:
1) Rückmeldung: Ein Knopf oder ein Schalter gibt mir eine fühlbare Rückmeldung. Er hat einen Widerstand, welcher schlagartig wenig wird und dann zieht er sich selber weiter bis zur Endstellung. Diese Rückmeldung hat ein Tuchscreen nicht. Taster und Schieberegler können aber problemlos mit Vibrationen zurück gemeldet werden. Auch wäre es technisch möglich, im Handschuh einen Vibrationsmotor einzubauen, welcher eine Rückmeldung gibt.
2) IQ der Programmierers. Ich betone das mal ganz so demonstrativ, aber so ist es leider. Wenn der Programmierer zu dusselig ist, dann wird man die Software nicht bedienen können. Gerade im "Open Scource Bereich" sieht man das immer wieder. Das sind Mega Schlaue Programmierer, aber die nicht nur in der Entwicklung gut, die sind auch in der Bedienung gut. Und dann bauen sie 25 Miniknöpfe mit kryptischen Abkürzungen. Und das ist dann leider dusselig. Denn niemand auf der Welt kann so etwas bedienen. Auch im PKW-Bereich ist das Problem riesig. Die Programmierer hocken schön im Schreibtisch und haben das Display 10cm vor der Nase. Ich fahre über die Autobahn, das Auto wackelt und das Radio ist 80 cm weit weg unten rechts hinter der Gangschaltung.
Wenn man jetzt (nicht böse nehmen!) ein älterer Astronaut ist, und die Vorteile der Rückmeldung von Knöpfen und Steuerknüppeln kennt und zusätzlich ein Auto hat, wo das Tuchscreen schlecht ist, dann ist man ganz schnell dabei zu sagen "Tuch-Screens sind zu ungenau". Aber nicht, weil das so ist, sondern weil man keine guten Tuchscreens kennt. Und SpaceX hat mit seiner Schwesterfirma hier sehr gute Erfahrungen.

Erforderliche Steuerung:
Benötigt ist eine Steuerung nicht. Die DragonV2 wird alleine fliegen können. Aber wenn etwas kaputt geht, ist immer die Frage, ob die Software genau diesen Fehler auch abdecken kann. Nicht jeder Fehler wird am Ende auch richtig von der Software erkannt werden. Dann ist ein manueller Eingriff notwendig. Auch wenn der Astronaut ggf. gar nichts mehr machen kann, weil der Fehler ist ja da, psychologisch ist das ganze natürlich sehr wichtig. Wenn der Astronaut denkt, er ist der Chef und er könnte im Notfall immer alles selber machen, dann ist er ganz anders drauf und am Ende läuft die Mission viel besser.

Mein persönliches Fazit: Eine Steuerung ist nicht notwendig. Aber psychologisch sehr sinnvoll. Da Tuchscreens auch für Ablenkung sorgen können (nichts ist langweiliger als mit Windeln zu 7. in einer Kapsel zu sitzen und zu warten) werden hier mit Sicherheit Möglichkeiten zur Ablenkung verbaut sein. Spiele, Videos, Kamerabilder, usw.

Offline lngo

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Re: SpaceX Crew Dragon
« Antwort #1177 am: 17. April 2018, 00:57:39 »
Diese Touchscreens sind bereits seit Jahren geplant. Das nicht gerade unkritische und zurueckhaltende NASA Aerospace Safety Advisory Panel hat daran nicht (so viel) auszusetzten gehabt dass es abgeschafft wurde - aber wesentliche Steuerelemente wie Joystick sind (wieder?) vorhanden.
Ob das unserem Landsmann nun gefaellt oder nicht, er wird nie Kommendeur der Kapsel.

Offline jdark

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Re: SpaceX Crew Dragon
« Antwort #1178 am: 17. April 2018, 09:56:18 »
2) IQ der Programmierers. Ich betone das mal ganz so demonstrativ, aber so ist es leider. Wenn der Programmierer zu dusselig ist, dann wird man die Software nicht bedienen können. Gerade im "Open Scource Bereich" sieht man das immer wieder. Das sind Mega Schlaue Programmierer, aber die nicht nur in der Entwicklung gut, die sind auch in der Bedienung gut. Und dann bauen sie 25 Miniknöpfe mit kryptischen Abkürzungen. Und das ist dann leider dusselig. Denn niemand auf der Welt kann so etwas bedienen. Auch im PKW-Bereich ist das Problem riesig. Die Programmierer hocken schön im Schreibtisch und haben das Display 10cm vor der Nase. Ich fahre über die Autobahn, das Auto wackelt und das Radio ist 80 cm weit weg unten rechts hinter der Gangschaltung.

Da muss ich die Entwickler in Schutz nehmen um diese typische Sichtweise eines Außenstehenden aufzuklären :)
Heutzutage in der ernsten Wirtschaft (und da sehe ich auch die Raumfahrt) hat der Entwickler kaum Einfluss auf die Gestaltung der Bedienoberfläche bzw der Usability. Diese wird von entsprechender fachlicher Kompetenz, genannt zB Product Owner, entworfen, layoutet und zum Teil designed. Der Entwickler hat das dann so zu implementieren was die "User Story" beschreibt.
Und es kommt häufig mal vor, dass diese fachliche Kompetenz sich mit abstrusen Bedienkonzepten durchsetzt, zum Leid des Entwicklers.

Die Entscheidungshoheit des Softwareentwicklers liegt mittlerweile meist nur noch in der Architektur des Codes.
Das nur so zur Info für die Allgemeinheit, ich spreche da aus Erfahrung ;)
Ach und vergiss nicht den Müll aus dem Orbit rauszustellen...Ja Schatz...

Offline rok

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Re: SpaceX Crew Dragon
« Antwort #1179 am: 17. April 2018, 14:53:19 »
Ich vermute mal, dass es hierher gehört:

SpaceX hat vor einigen Wochen mehrere Dutzend AIS-Funkbaken weltweit verteilt, an Land und im Wasser, bspw. hier:

https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:-80.8/centery:28.8/zoom:9

Die Bezeichnung lautet jeweils "SPACEX VIRTUAL TEST"

Ich denke, es geht um die Ortung einer irgendwo gelandeten Crew Dragon im Rahmen der "man rated"-Zertifizierung.

Je genauer man hinschaut, umso mehr werden es, hier sind es bereits 14 im Umfeld von Cape Canaveral:

https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:-80.5/centery:28.5/zoom:9

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