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15. August 2018, 14:52:25
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Autor Thema: Mars One  (Gelesen 192587 mal)

Offline Klakow

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Re: Mars One
« Antwort #900 am: 15. Juni 2018, 15:07:59 »
Da stimme ich nicht ganz zu, den der Ansatz Leute auf dem Mars zu schicken die, im Prinzip, auch dort bleiben ist schon ok, dass eigentliche Problem ist nur, dass eine (über)Lebensfähige Kolonie viel mehr benötigt, als man in eine Dragon jemals hätte reinpacken können.
Nichtmal deren Ansatz aus den Vermarktungsrechten Geld zu machen ist falsch, die Krux ist das dies erst dann gehen kann wenn klar ist das man genug Leute dort hinbringen kann und genug sind sicherlich nicht einmal sechs Personen.

Ein Format damit ein "Mars big Brother" technisch überhaupt realisierbar sein könnte hängt auch ganz stark von der Anzahl der Personen ab die auf dem Mars leben, man stelle sich nur einmal vor wie es wäre wenn acht Personen es gerade so schaffen würden die Arbeit zu tun damit sie überleben können, aber dann keine Zeit mehr hätten die Show zu machen, deren Gewinne aber benötigt werden damit die nächsten vier zum Mars kommen können?
Wenn die vier Personen und die zusätzliche Ausrüstung es erst ermöglichen würde das die Gruppe leichter überleben kann, gibt sowas Konflikte ohne Ende.

Letztendlich ist sowas ohne einen Träger wie die BFR einer sein wird unlösbar.

Offline MillenniumPilot

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Re: Mars One
« Antwort #901 am: 15. Juni 2018, 17:56:41 »
Die wollten jeweils 4-Leute im 2 Jahrestakt hochschießen. Das Habitat sollte zumindest so ausgestattet sein, dass jeder Bewohner 50m2 privaten Wohnraum hat. Klingt viel, aber wenn das faktisch mein Lebensraum fuer den Rest meines Lebens ist, dann ist das schlimmer als Gefaengnis. Das kann imho nicht funktionieren. Da dreht man zwangsläufig irgendwann durch. Mittelfristig wird man da ein paar Tausend Personen ansiedeln muessen, damit das dauerhaft funktioniert. Ob die dann alle mit Big Brother einverstanden, wuerde ich mal leise bezweifeln.

Online MpunktApunkt

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Re: Mars One
« Antwort #902 am: 15. Juni 2018, 19:13:40 »
Das Habitat sollte zumindest so ausgestattet sein, dass jeder Bewohner 50m2 privaten Wohnraum hat. Klingt viel, aber wenn das faktisch mein Lebensraum fuer den Rest meines Lebens ist, dann ist das schlimmer als Gefaengnis. ...

Hallo,

Also ich habe als Single vor den Rest meines Lebens in einer 42m² Souterrain Wohnung zu verbringen (wenn ich nicht arbeite). ;) Von da her erscheint mir 50m² als "Privatspähre" mit eigenem Internet und ein paar persönlichen Annehmlichkeiten, als Ausgleich zum bestimmt harten und anstrengenden Marsalltag luxuriös. Den Big Brother Blödsinn Part sollte man natürlich in diesen "Rückzugsräumen" tunlichst weglassen. Dann könnte ich mir schon vorstellen, eine sympathische Kollegin (oder jedes Geschlecht, das der einladenden Person zusagt) auch mal auf einen Marsabend in den eigenen Bungalow einzuladen. ;)

Viele Grüße

Mario
(der die Kollegin allerdings doch lieber bei irdischen Verhältnissen in nur 42 m² einladen würde) ;)
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Offline Klakow

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Re: Mars One
« Antwort #903 am: 15. Juni 2018, 19:30:03 »
Der Punkt ist das man dort genug Ressourcen braucht damit eine Kolonie in der Lage ist zu expandieren, dazu muss sie Personell und Materiell eine Basis haben den anfänglichen Lebensraum auszubauen.
Hier sehe ich vor allem beim Thema Energie ein Knackpunkt solcher minimalisierter Ansätze,
schaut man sich das an so wird es mit dem überleben ganz bei langfristigem Aufenthalt irgendwann ganz schnell dunkel.
Als folge davon bleibt nur ein Kernreaktor übrig und das im Bereich  >10kW/Person.
Zu überleben wird auch Wasser in großen Mengen benötigt, da reichen keine 10l/Tag, das reicht sicher zum Trinken und auch zum Waschen aus (es soll ja gerade unter Jugendlichen Leute geben die es schaffen auch mal ein paar Wochen darauf zu verzichten).
Ich sehe hier die Grenze eher bei 1000t Material als Minimum damit eine Kolonie in der Lage ist ihre Lebensgrundlage nicht nur zu halten sondern zu vergrößern.
Von der Anzahl von Personen würde ich von 100 ausgehen, aber auch das nur wenn sicher gestellt ist das der Genpol sich aus mehr als 100 Personen speist.
Leider hat man bei "Mars One" offensichtlich wenig Sachverstand gehabt.

Offline MillenniumPilot

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Re: Mars One
« Antwort #904 am: 15. Juni 2018, 23:53:52 »
Klakow, ja Energie ist ein Problem. 10kw/Person ist sicherlich schon arg knapp bemessen, aber selbst das sind schon etwa 1-1.5to Gewicht pro Person. Mit anderen Worten, 100 Personen gleich 150to Solaranlage. Und selbst das duerfte nur unter der Massgabe spezieller High-performance Leichtbaumodule Wirkungsgrad >25% funktionieren. Da man aber auch noch in der Naehe von Wassereis landen muss, wird man bei der Effektivitaet der Panels Einbussen akzeptieren muessen. Wassereis wird man zwangslaeufig anzapfen muessen und hoffen, dass das nicht biologisch kontaminiert ist. Wenn Mars One Strahlungsfeste Biegelowhabitate benutzt, sollten die 1000t vielleicht geradeso ausreichen. Man muesste also etwa 10-15 Raketen vom Typ BFR buchen. Interessanterweise duerfte man dann bei 6-10 Mrd. Dollar Missionskosten liegen, was exakt der Mars One Kalkulation entspricht.

Offline Klakow

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Re: Mars One
« Antwort #905 am: 16. Juni 2018, 03:42:32 »
« Letzte Änderung: 16. Juni 2018, 18:02:18 von Klakow »

Offline Sensei

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Re: Mars One
« Antwort #906 am: 16. Juni 2018, 07:23:41 »
MARS ONE, bitte!

Für allgemeine Marsbasisdiskusionen haben wir hier einen Marsbasis-Thread:
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=4664.msg413127#msg413127