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ROSS - neue russische Raumstation

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HausD:
Bahnneigungen eines ISS-Nachfolgers

RKK Energia schlägt vor, eine neue Russische Orbital-Service-Station (ROSS) in einer Umlaufbahn zu bringen, die es ermöglicht, die gesamte Erdoberfläche, vor allem die Arktis und die Nordmeerroute, heißt es den Materialien des RKK Energia, die beim Rat der RAN Russ. Ak. der Wiss.) eingereicht wurden.


Bahnneigung und Überdeckung des Territoriums                                     Grafik: Energia/@anik1982space

Kosmodrom Baikonur       ⏺             45° 57' Breite
Kosmodrom Wostotschny  ⏺             51° 49' Breite
Kosmodrom Plesezk         ★             62° 57' Breite

In dem Material werden für die neue Station mit hoher Breite
zwei Neigungsarten vorgeschlagen - 72 und 98 Grad, es wurde damit erstmals die Neigung von 98 Grad angekündigt.

Wenn die Station mit einer Neigung von 72 Grad gebracht wird, ist es möglich, die Erdoberfläche bis zu einem Breitengrad von etwa 80 Grad zu vermessen, einschließlich der Nordseeroute (Murmansk befindet sich beispielsweise auf einem Breitengrad von 68,5 Grad).

Bei 98 Grad sei eine "vollständige Sicht auf die Erde" möglich, heißt es in den Materialien.  Quelle: RIA N

Bleibt weiterhin gesund und locker, aber auch diszipliniert, HausD

Flandry:

--- Zitat von: HausD am 28. November 2020, 09:32:04 ---
Bei 98 Grad sei eine "vollständige Sicht auf die Erde" möglich, heißt es in den Materialien.

--- Ende Zitat ---

98° erscheint mir für eine bemannte Station nicht besonders geeignet zu sein. Eine vollständige Sicht auf die Erde mag zwar interessant sein, aber durchfliegt die Station damit nicht regelmäßig den Bereich der Polarlichter, also durch den erdnahen Teil des Van-Allen-Gürtels in Polnähe?

alepu:
 90° wäre ein 'polare' Umlaufbahn und 98° eine um 8° geneigte rückläufige Bahn. Der Sinn dieser rüchläufigen Bahn erschließt sich mir jetzt aber nicht!  :-\
Würde verhältnismäßig viel Treibstoff kosten diese Station zu errichten und dann regelmäßig anzufliegen.

christiankrause6:
Ohne massive finanzielle Zuwendungen der westlichen Partnern wäre es Russland gar nicht möglich gewesen sich an der ISS zu beteiligen. Ich bezweifle es, dass Russland heute in der Lage wäre eine funktionierende eigene Raumstation in einem angemessenen Zeitrahmen ins All zu bringen und zu betreiben. Das sieht man ja nun als Beispiel bei NAUKA, welches schon "Jahrzehnte" auf seinen Start wartet. Die Wirtschaftliche Lage in Russland ist salopp gesagt ein wenig angespannt und der Raumfahrtsektor extrem unterfinanziert. Innovationen und neue Techniken sind nicht so das Ding der Russen. Sie setzen nur in Sachen Technik nur auf Evolution statt Revolution. Und solange Putins Freunde sich ungehemmt die Taschen vollmachen dürfen und das zugewiesene Geld für das Raumfahrtprogramm in irgendwelche privaten Jachten und Villen investiert werden, wird es in Russland keine eigene neue Raumstation geben.

8K82KM (-ex Rakete54-):
"Aktueller" Artikel von 2015. Elendig recherchiert. Die Sachkompetenz des Autoren ist anzuzweifeln. Diese Artikel werden wohl geschrieben, um irgendwas der Redaktion vorzulegen. Da soll z.B. eine Proton für Fernost ran, da wird über die Realität (zum Zeitpunkt des Verfassens ) nicht nachgedacht. Vergesst ein eigene russische Station, das ist nicht finanzierbar, bleibt Wunschdenken. Wir leben in 2020.

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