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Autor Thema: Google Lunar XPrize  (Gelesen 137430 mal)

Offline tobi

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Google Lunar XPrize
« am: 02. September 2007, 11:09:25 »
Auf dem "WIRED Next Fest" in Los Angeles vom 10.-16. September will die XPrize Foundation einen neuen XPrize ausschreiben. Um was es genau geht, ist noch nicht bekannt. Selbst ob es mit Raumfahrt zu tun hat, ist im Moment nicht bekannt, halte ich aber für recht wahrscheinlich. Es soll sich um den bisher größten XPrize handeln.

Quelle:
http://www.hobbyspace.com/nucleus/index.php?itemid=4454
« Letzte Änderung: 13. September 2007, 20:17:52 von tobi453 »

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #1 am: 05. September 2007, 10:23:30 »
Meine Vermutung, dass der nächste XPrize auch was mit Raumfahrt zu tun hat, hat sich bestätigt. Hier das Teaservideo:

http://www.youtube.com/watch?v=xOMnimlNUSE

Und noch zwei Artikel zum Thema:
http://blog.wired.com/wiredscience/2007/09/largest-space-p.html
http://www.space.com/news/070904_xprize_newcontest.html

Offline Nitro

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #2 am: 05. September 2007, 11:17:26 »
Ich vermute mal, dass sie den nächsten logischen Schritt wagen und einen Preis für den ersten privaten orbitalen Flug ausschreiben. Auch wenn Biegelow da schon seinen America's Prize ausgeschrieben hat. (Der meiner Meinung nach mit 2010 als Stichjahr etwas knapp bemessen ist.)
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #3 am: 13. September 2007, 16:42:37 »
Heute im Laufe des Tages wird die XPrize Foundation den neuen XPrize offiziell bekanntgeben. Gerüchten zufolge soll er "Google Lunar XPrize" heißen. Den 30 Millionen $ Preis gewinnt derjenige, der als erstes einen unbemannten Rover auf den Mond bringt.

Die Domain www.googlelunarxprize.org ist auf die XPrize Foundation registriert.

Quelle:
http://www.personalspaceflight.info/2007/09/13/next-x-prize-will-be-a-real-lunar-lander-challenge/


Gero_Schmidt

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #4 am: 13. September 2007, 17:16:33 »
nasawatch schreibt: This announcement will knock your socks off. Indeed, paradigms will shift before your eyes. Check in here after 2:00 pm EDT for updates.

Klingt ja vielversprechend... :)

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #5 am: 13. September 2007, 19:59:37 »
Nun ist es offiziell! Bei dem neuen XPrize handelt es sich um ein Preisgeld von 20+5+5 Millionen Dollar. 20 Millionen $ für denjenigen der einen Rover zum Mond schießt und ihn 500 Meter auf dem Mond fahren lässt. Bis zum 31. Dezember 2012 beträgt das Preisgeld 20, danach nur noch 15 Millionen $. Nach dem 31.12 2014 gibt's gar kein Geld mehr. Derjenige der es als zweites schafft bekommt immerhin noch 5 Millionen $. Die letzten 5 Millionen $ sind BonusPreise, die vergeben werden, wenn man Wassereis auf dem Mond entdeckt, Apollo Hardware fotografiert oder sonstiges Spektakuläres macht.

Quelle:
http://www.xprize.org/lunar/press-release/google-sponsors-lunar-x-prize-to-create-a-space-race-for-a-new-generation
« Letzte Änderung: 13. September 2007, 20:02:45 von tobi453 »

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #6 am: 13. September 2007, 20:08:38 »
Hier ein Video, dass den neuen XPrize vorstellt:

http://www.youtube.com/watch?v=9K4zosGUMBw
« Letzte Änderung: 13. September 2007, 20:18:15 von tobi453 »

Offline Schillrich

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #7 am: 13. September 2007, 20:22:39 »
Das ist doch mal eine schöne Herausforderung. Der Zeitplan ist aber richtig eng, oder?

Man möchte anscheinend auch gleich das Thema Moon-Hoax endgültig ad acta legen und deshalb die Apolloartefakte belohnen ;). Vielleicht wäre das gleich die größte Leistung ;).
\\   //    Grüße
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Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #8 am: 13. September 2007, 20:35:08 »
Hallo Daniel,

ich denke auch, dass das eine schöne Herausforderung ist. :) Auch wenn Preisgeld etwas wenig und Zeitplan etwas eng ist, macht das überhaupt nix, denn das war beim ursprünglichen XPrize nicht anders.

Hier noch ein paar Videos zum Thema:

http://www.youtube.com/watch?v=LPW5zS_K_dc

http://www.youtube.com/watch?v=hW8SRyrdqAU

Bin ja mal auf Konzepte und teilnehmende Gruppierungen gespannt. :)

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #9 am: 13. September 2007, 20:53:06 »
Weitere Fakten zum Thema:
  • SpaceX wird für alle Teilnehmer einen 10%igen Preisnachlass auf die Startkosten geben.
  • Das SETI Institut von Mountain View, Kalifornien wird als Bodenstation umsonst zur Verfügung stehen.
  • Nebenbei wird auch noch ein umfassendes Bildungsprogramm für Studenten, Schüler bzw. die Allgemeinheit die Kampage begleiten.
  • Für 10 $ kann man ein 1 MB Bild +Nachricht mit auf den Mond schicken.


Quellen:
http://www.space.com/news/070913_google_xprize.html
http://www.wired.com/science/space/magazine/15-10/ff_moon
http://www.wired.com/science/space/news/2007/09/lunar_legacy

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #10 am: 13. September 2007, 21:07:26 »
Hier was von offizieller Seite:

Zitat
Google Sponsor von Lunar X PRIZE bei Organisation eines Weltraumrennens für eine neue Generation

30 Mio. US-Dollar Preisgeld für Gewinner


SANTA MONICA, Kalifornien, 13. September 2007 – Die X PRIZE Foundation und Google Inc. (NASDAQ: GOOG) haben heute den Google Lunar X PRIZE ausgeschrieben, ein Roboterwettrennen zum Mond um ein Preisgeld im Gesamtwert von 30 Mio. US-Dollar. Privatunternehmen der ganzen Welt konkurrieren im Wettlauf um das Landen eines privat finanzierten Roboterrovers auf dem Mond, der verschiedene Missionsziele wie das Zurücklegen von mindestens 500 Metern auf der Mondoberfläche und das Senden von Videos, Bildern und Daten an die Erde erfüllen muss.

Bei Google Lunar X PRIZE handelt es sich um einen beispiellosen internationalen Wettbewerb, der Ingenieure und Unternehmen auf der ganzen Welt zur Entwicklung kostengünstiger Methoden zur Weltraumerforschung mithilfe von Robotern inspiriert und motiviert. Die X PRIZE Foundation, weithin bekannt für den Ansari X PRIZE im Wert von 10 Mio. US-Dollar für private Suborbitalflüge, ist eine gemeinnützige Organisation zu Bildungszwecken, deren Ziel darin besteht, bahnbrechende Innovationen zum Lösen einiger der größten Herausforderungen der heutigen Welt auf den Weg zu bringen.

"Google Lunar X PRIZE richtet sich an Unternehmer, Ingenieure und Visionäre auf der ganzen Welt, die uns zurück auf den Mond bringen und diese Umgebung zum Nutzen der Menschheit erforschen sollen", sagte Dr. Peter H. Diamandis, Vorsitzender und CEO der X PRIZE Foundation. "Wir sind davon überzeugt, dass Teams auf der ganzen Welt zur Entwicklung neuer Robotertechnologien und Technologien zur virtuellen Präsenz beitragen, die die Kosten der Weltraumerforschung drastisch senken werden."

"Die Bereitstellung des Preisgelds und die Namensgebung des Wettbewerbs durch Google unterstreichen unseren Wunsch nach bahnbrechenden Ansätzen und globaler Beteiligung", fuhr Diamandis fort. "Wir freuen uns darauf, in Zusammenarbeit mit Google dieses historisch bedeutungsvolle, private Weltraumrennen in jeden Haushalt und jeden Klassenraum zu übertragen. Wir hoffen, damit die Phantasie der Kinder weltweit anzuregen."

Informationen zur Monderforschung:
In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts lieferten sich die Supermächte USA und Sowjetunion einen historischen Wettlauf zum Mond, der damit endete, dass 12 Männer die Mondoberfläche erkundeten. Die erste Ära der Monderforschung erreichte im Dezember 1972 einen dramatischen Höhepunkt, als die Astronauten der Apollo 17, Captain Gene Cernan und Dr. Harrison Schmitt, die letzten Menschen auf dem Mond wurden.

Bei Moon 2.0, der zweiten Ära der Monderforschung, handelt es sich nicht um das Streben nach "Flaggen und Fußabdrücken". Dieses Mal fliegen wir zum Mond, um dort zu bleiben. Der Mond ist das Sprungbrett ins Sonnensystem und liefert Lösungen für einige der dringendsten Umweltprobleme auf der Erde – Energieunabhängigkeit und Klimawandel. Regierungen auf der ganzen Welt haben bereits die Bedeutung der Monderforschung erkannt, und nationale Raumfahrtbehörden aus den Vereinigten Staaten, Russland, China, Indien, Japan und europäischen Nationen möchten in den nächsten zehn Jahren Sonden auf den Mond schicken.

Heutzutage besteht die Grenze privater Unternehmungen im Halo der Kommunikationssatelliten im geostationären Orbit 24.000 Meilen über unserem Planeten. Der Google Lunar X PRIZE motiviert Privatunternehmen dazu, in andere Sphären vorzudringen, um an diesem großen Abenteuer teilzunehmen.

Informationen zum Preisgeld:
• Die 30 Mio. US-Dollar Preisgeld sind unterteilt in einen Hauptgewinn von 20 Mio. US-Dollar, einen zweiten Preis in Höhe von 5 Mio. US-Dollar und Bonuspreise im Wert von 5 Mio. US-Dollar. Ein Team muss zum Gewinnen des Hauptpreises mit einem privat finanzierten Raumschiff auf der Mondoberfläche landen, mindestens 500 Meter auf der Mondoberfläche zurücklegen und ein bestimmtes Paket aus Videos, Bildern und Daten zur Erde zurücksenden. Der Hauptgewinn beträgt bis zum 31. Dezember 2012 20 Mio. US-Dollar, danach wird er bis 31. Dezember 2014 auf 15 Mio. US-Dollar gesenkt. Zu diesem Zeitpunkt endet der Wettbewerb, es sei denn er wird von Google und der X PRIZE Foundation verlängert. Ein Team muss zum Gewinnen des zweiten Preises mit dem Raumschiff auf dem Mond landen, dort herumfahren und Daten zurück zur Erde senden. Der zweite Platz steht bis 31. Dezember 2014 zur Verfügung, danach endet der Wettbewerb, es sei denn er wird von Google und der X PRIZE Foundation verlängert.
• Bonuspreise werden für das erfolgreiche Abschließen weiterer Aufgaben vergeben, wie beispielsweise das Zurücklegen weiter Entfernungen (> 5.000 Meter), Fotografieren der von Menschenhand geschaffenen Gegenstände (zum Beispiel Apollo-Hardware), Entdecken von Wassereis und/oder Überleben einer kalten Mondnacht (ca. 14,5 Erdentage). Das Konkurrenzraumschiff wird mit HD-Video- und Standbildkameras ausgestattet und sendet Daten zur Erde, die auf der Google Lunar X PRIZE-Website abgerufen werden können.
Warum der Mond?
Laut einer vor kurzem durchgeführten Gallup-Meinungsumfrage unterstützen zwei Drittel der US-Amerikaner (68%) eine Rückkehr zum Mond und Missionen zu weiter entfernt gelegenen Punkten. Zu den praktischen Vorteilen der Monderforschung zählen folgende Punkte:
• Das Ermöglichen der Erforschung des Sonnensystems und des dahinter liegenden Raums. Die Weltraumerforschung ist kostenintensiv, da Treibstoff und Raumschiff die Erdanziehungskraft überwinden müssen. Die Mondoberfläche birgt eine Fülle von Ressourcen und besteht gewichtsmäßig aus mehr als 40% Sauerstoff. Raketentreibstoff besteht größtenteils aus Sauerstoff. Der Mond ist aufgrund seiner geringeren Schwerkraft das Sprungbrett ins Universum.
• Der Mond kann zur Rettung der Erde beitragen. Mehr als 30 Jahre lang haben die NASA und das US Department of Energy Experimente zum Gewinnen der im Weltraum reichlich vorhandenen sauberen Solarenergie für die Verwendung auf der Erde durchgeführt. Die Technologien für solche Unterfangen sind zwar ziemlich ausgereift, die hohen Kosten zum Überwinden der Erdanziehungskraft haben bisher jedoch die Umsetzung solcher Systeme verhindert. Sollte jedoch Mondgestein für Bauvorhaben im Weltraum verwendet werden, könnte 24 Stunden lang saubere Energie ohne Kohlendioxidausstoß oder andere Risiken für die Biosphäre zur Verfügung gestellt werden.
• Wir lernen über die geologische Vergangenheit der Erde. Dank des von den Apollo-Astronauten zurückgebrachten Mondgesteins und anderer Informationen glauben Wissenschaftler nun, dass der Mond durch eine Kollision zwischen einem Objekt von der Größe eines Planeten und der frühen Erde entstanden ist. Durch die Erforschung unseres nächsten Nachbarn erforschen wir somit auch die Überreste der frühen Erde.
• Tiefere Einblicke in den Weltraum. Der Mond stellt eine große, stabile Plattform für astronomische, von der Atmosphäre unbeeinträchtigte Beobachtungen dar. Die andere Seite des Monds ist ein "ruhiger" Ort im Sonnensystem, der von der Kakophonie aus Radio-, Fernseh- und Datenübertragungen der Erde abgeschirmt ist. Der Mond selbst bildet diesen Schirm, und ein Radioteleskop auf der anderen Seite des Monds kann Energie aus den Anfängen des Universums ermitteln.
• Vorantreiben der Entwicklung neuer Technologien und Geräte. Der Mond ist die wahrscheinlich lebensfeindlichste Umgebung, der wir uns in naher Zukunft gegenübersehen. Für das Überleben und Erforschen sind große Fortschritte in der Technologie erforderlich. Viele dieser Technologien werden auch zu Hause praktischen Nutzen haben.

Schulungsmaterial steht jetzt online unter www.googlelunarxprize.com zur Verfügung. Lehr- und Schulungspersonal kann sich anmelden, um regelmäßig Aktualisierungen, Lehrpläne und Neuigkeiten zu den Teams zu erhalten.

Strategische Allianzen:
• Folgende strategische Allianzen unterstützen diesen neuen Wettbewerb:
• Space Exploration Technologies (SpaceX), geleitet vom Unternehmer und Beauftragten der X PRIZE Foundation Elon Musk, bietet den teilnehmenden Teams 10 % Preisnachlass auf die Falcon-Startfahrzeuge und ist der bevorzugte Anbieter für diesen Wettbewerb. Allen Telescope Array (ATA), betrieben vom SETI-Institut, dient als bevorzugter Anbieter für Abwärtsstrecken für die Kommunikation vom Mond zur Erde; SETI wird teilnehmenden Teams Dienste für Abwärtsstrecken kostenfrei zur Verfügung stellen
• Das Saint Louis Science Center ist der offizielle Bildungspartner der Foundation und Koordinator eines internationalen Netzwerks aus Museen und wissenschaftlichen Einrichtungen und
• Die International Space University (ISU) mit Sitz in Straßburg, Frankreich, wird den Kontakt der internationalen Teams verwalten und eine objektive Jury fördern.

Quelle:
http://www.googlelunarxprize.org/lunar/intl/deu

Toll das man die Internationalität des Preises durch Übersetzungen in etlische Sprachen unterstreicht. :)
« Letzte Änderung: 13. September 2007, 21:08:09 von tobi453 »

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #11 am: 13. September 2007, 21:48:37 »
Hier noch ein weiterer Artikel zum Thema:
http://cosmiclog.msnbc.msn.com/archive/2007/09/13/358739.aspx

Elon Musk hält es für machbar. Ein Team könnte seinen Mondlander zusammen mit einer dritten Stufe auf der Falcon 1 für 8.5 Millionen $ starten. Wenn dann noch mehrere Millionen $ für die Entwicklung des Rovers draufgehen, könnte immer noch etwas von den 20 Millionen $ übrig bleiben. Sein Favourit ist übrigens Armadillo Aerospace. ;)

Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #12 am: 13. September 2007, 22:45:04 »
Ein erster will übrigens schon teilnehmen, nämlich der Robotik-Forscher Red Whittaker von der Carnegie Mellon Universität. John Carmack hingegen will erstmal abwarten. ;)

Offline Schillrich

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #13 am: 13. September 2007, 22:47:47 »
Oder alle Teams legen zusammen und schicken alle Lander/Rover zusammen mit einer Falcon 9 oder Ares V (wie im Video) zum Mond ... nur wer hätte dann gewonnen?


Naja, nicht ganz ernst gemeint ;).
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Offline tobi

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #14 am: 14. September 2007, 08:27:05 »
Hier gibt es Bilder von der Preisankündigung:
http://www.personalspaceflight.info/2007/09/13/pictures-from-the-x-prize-event/

Übrigens standen ursprünglich 2 Preise zur Auswahl: Der Mondrover und ein bemannter orbitaler Start. Da Google aber hauptsächlich an der Landung auf dem Mond interessiert war und ein bemannter orbitaler Start mindestens 50 Millionen $ benötigt hätte, entschied man sich den Mondrover zu nehmen.
Quelle:
http://www.personalspaceflight.info/2007/09/13/google-lunar-x-prize-update/

Offline Schillrich

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #15 am: 14. September 2007, 10:18:31 »
Ein paar Gedankenspiele zu Konzepten:

Landung
Eine gesteuerte Landung eines Landers stelle ich mir als eine große Herausforderung vor. Einfacher wäre vielleicht eine passive Landung mit Airbags, wie auf dem Mars praktiziert. Das Problem ist natürlich, dass der Mond keine Atmosphäre zum Bremsen hat. Auf dem Mars nutzt man ja auch Fallschirme für den Abstieg und der freie Fall mit Airbaglandung findet nur aus geringer Höhe statt. Ein Sturz mit Airbags aus Orbithöhe ist nicht "ratsam". Aber man könnte das Bremsmanöver so anwenden, dass die Bremsstufe so lange arbeitet, bis man nur noch kurz über der Oberfläche ist und wenig Relativgeschwindigkeit besitzt. Da löst sich dann der in Airbags verpackte Lander und fällt nur noch aus dieser geringen Höhe zu Boden. Die Abstiegsstufe zerschellt in relativ geringer Entfernung.

Lunar Orbit Insertion (Einschuss in einen Mondorbit)
Auch so ein Manöver ist kompliziert. Immerhin bräuchte man dann eine mehrmals zündbare Stufe, welche den Einschuss in den Mondorbit und von dort dann das Abstiegsmanöver einleitet. Vielleicht kann man hier eine direkte Landung wählen, also nur ein Bremsmanöver, welches im Anflug auf den Mond durchgeführt wird. Dabei fliegen Lander und Bremsstufe hinter dem Mond herum und leiten direkt das Landemanöver auf der Vorderseite ein, ohne in eine Parkbahn um den Mond zu schwenken. Eine Parkbahn hätte natürlich den Vorteil, dass man Zeit gewinnt und flexibler wird, falls etwas Unvorhergesehenes passiert.
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Matthias1

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #16 am: 14. September 2007, 14:23:24 »
Hallo,

man könnte ja rein teorätisch eine Raumsonde in einen so elipsförmigen Orbit um den Mond bringen, dass man am Perigäum nur ein paar Meter über die  Oberfläche rast. (Hat ja Burt Rutan auch in einem Interview mal erwähnt.)

Meine Frage jetzt: Welche Geschwindigkeit hätte die Sonde dann? Vielleicht wisst Ihr schon, auf was ich hinauswill ;)


Matthias

Speedator

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #17 am: 14. September 2007, 15:49:48 »
Findet ihr das ganze bringt die (private) Raumfahrt überhaupt immens weiter?
Weiterhin bleibt sicher der Transport in den Orbit ein zentrales Problem der Raumfahrt. Das ganze bleibt weiterhin extrem teuer und ist genereller Hemmschuh. Ok, da gibt es den America’s Space Prize. Aber dort gibt es sicherlich auch noch andere Herausforderungen, die hätten gemeistert werden können. Ist das ganze vielmehr PR als voranbringender Preis? Was meint ihr dazu?

Gero_Schmidt

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #18 am: 14. September 2007, 16:08:32 »
Einen Preis für bemannte Flüge in die Erdumlaufbahn braucht es eigentlich nicht mehr: SpaceX will das so oder so erreichen, wahrscheinlich 2012 oder vielleicht auch etwas später...Das ist immer noch ein sehr ehrgeiziger Zeitplan. Wenn ich mal zurückdenke, vor fünf Jahren gab es SpaceX noch nicht mal!

Offline Nitro

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #19 am: 14. September 2007, 16:19:11 »
Wird sich zeigen, wie nachhaltig die Raumfahrt durch den neuen XPrize beeinflußt wird. Beim ersten hat auch kaum einer daran gedacht, dass es mal soweit kommt. Und jetzt sprießen an allen Ecken und Enden die Suborbital-Unternehmen aus dem Boden.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline Schillrich

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #20 am: 14. September 2007, 17:06:55 »
Hallo Matthias,

ich sage schon intuitiv, dass die Sonde bei so einer Bahn knapp über der Oberfläche sehr schnell wäre. Ich habe es aber auch mal berechnet. Dazu folgende Daten und Annahmen:

Mondmasse = 7,349*1022kg
Mondradius = 1738km


Jetzt habe ich eine Kreisbahn mit 1738km+1km (also einen Kilometer über der mittleren Oberfläche) angenommen. Das entspricht dem von dir angenommenen Perigäum knapp über der Oberfläche. Auf dieser Kreisbahn ist die Sonde aber immer langsamer als auf jeder Ellipse, deren Perigäum auf dieser Höhe liegt. Bei einem elliptischen Orbit wäre die Sonde an diesem Punkt also schneller, abhängig von der großen Halbachse der Ellipse.

Ergebnis für die Kreisbahn:

v= 1,68km/s = 6046km/h

Wolltest du da "abspringen"? ;)
« Letzte Änderung: 14. September 2007, 17:07:51 von Schillrich »
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Speedator

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #21 am: 14. September 2007, 17:40:53 »
SpaceX ist ja sicherlich ein Fortschritt. Aber bei weitem noch nicht so innovativ, dass es da nicht irgendwelche Wettbewerbe geben könnte, die das ganze noch weiter positiv beeinflussen.

Zu den 6046km/h: Was man da wohl für Abbremsmethoden nutzen?
Ein Fallschirm wäre ja schon bei Erdenverhältnissen sehr groß. Wenn überhaupt wohl ein bremsendes Triebwerk... :D

Offline Schillrich

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #22 am: 14. September 2007, 17:43:25 »
Zum Bremsen natürlich ein Triebwerk .... der Mond hat keine Atmosphäre.

Die Geschwindigkeit ist gar nicht so hoch. Nur ein Bremsen im Perizentrum bringt orbitmechanisch nichts, denn dadurch wird  nur das Apozentrum abgesenkt.
« Letzte Änderung: 14. September 2007, 17:45:53 von Schillrich »
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Matthias1

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #23 am: 14. September 2007, 20:09:27 »
Zitat
Wolltest du da "abspringen"? ;)

Ich hab eher an eine Art Shuttle-Fahrwerk gedacht ;)

6000km/h sind natürlich für eine Langung noch vie zu viel. Ein bischen mehr Atomsphäre auf dem Mond wäre auch ganz praktisch :D


Matthias

GG

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Re: Google Lunar XPrize
« Antwort #24 am: 14. September 2007, 20:29:12 »
Zitat
Einfacher wäre vielleicht eine passive Landung mit Airbags, wie auf dem Mars praktiziert.

Laut Bernd Leitenberger wurde die Airbaglandung bereits 1966 bei Luna 9 auf dem Mond erfolgreich eingesetzt. Für den Mars wurde das Verfahren nur "reaktiviert". Ist ja auch praktisch!

GG

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