Astronomie > Technik & Wissenschaft: Astronomie

Astrofotografie

(1/199) > >>

Mary:
Hallo!
Ich wollte mal fragen, ob es hier im Forum eigentlich (außer Konrad und seinen Freunden von der Volkssternwarte Singen) Leute gibt, die als Hobby Astrofotografie betreiben.
Bisher habe ich mich nicht wahnsinnig viel mit diesem Thema auseinandergesetzt, aber ich wollte es immer mal ausprobieren. Bei dem schönen Wochenende mit tagelangem klaren Himmel hat sich dann die Gelegenheit ergeben: Mein Vater und ich haben gestern unser Teleskop genommen und wollten einen Blick auf Venus und Saturn werfen und ich hab ihn gefragt, ob wir nicht mal probieren könnten, ein paar Sternbilder zu fotografieren. Gesagt, getan: Wir haben seine Kamera (eine Canon EOS 350D) und das Stativ mitgenommen. Ich wollte euch mal die Ergebnisse zeigen und euch fragen, was ihr davon haltet. Könnt ihr mir vielleicht auch noch ein paar Tipps geben, sowohl was das Fotografieren als auch die Nachbearbeitung angeht? (Bisher habe ich die Bilder nur verkleinert)

Alle Bilder wurden am 15. 4. 2007 zwischen 21:30 und 22:30 Uhr in Wien aufgenommen.


Die Venus, aufgenommen von meinem Vater, mit Tele-Objektiv, 2 Sekunden Belichtungszeit


Die Gürtelsterne des Orion, von mir, Tele-Objektiv, 3 Sekunden Belichtungszeit


Die Plejaden, von mir, Tele-Objektiv, 3 Sekunden Belichtungszeit


Kassiopeia, von mir, normales Objektiv, 10 Sekunden Belichtungszeit


Und dieses Bild ist für Jerry: Der untergehende Orion, normales Objektiv, 10 Sekunden Belichtungszeit

Den Löwen habe ich auch noch fotografiert, aber da hatte ich beim Bearbeiten etwas Probleme, ich zeig es euch später.
Und wie findet ihr die Fotos?
Maria

H.J.Kemm:
Moin Mary,

>>> Und dieses Bild ist für Jerry <<<

einen ganz lieben Dank an Dich (und einen schönen Gruß aus Langenhagen an Deinen Papa) für *meinen* ORION.

Ich muß zugeben, daß wir im Bereich Astrofotografie noch viel nachzuholen haben; aber eventuell tut sich da bald etwas. Ich fotografiere auch, aber kann aus bestimmten Gründen zur Zeit die Aufnahmen, besonders die der Wintersternbilder, nicht einbringen. Mal schaun, wie sich mein Sorgenkind *Astronomie* hier im Forum entwickelt.

Für jedes eingebrachte Foto bin ich jedenfalls dankbar.

Jerry

Mary:
Okay, jetzt habe ich die Fotos vom Löwen auch noch. Für alle gilt: Ich habe sie fotografiert, normales Objektiv, Belichtungszeit 10 Sekunden.


Der Löwe, rechts davon Saturn


Hier ist Saturn nicht mehr drauf. dafür der ganze Löwe.


Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist erst am letzten Bild der Löwe wirklich schön in der Mitte drauf, mit allen wichtigen Sternen. Das liegt daran, das man durch den Sucher überhaupt nichts erkennen kann, wenn man nicht das Tele-Objektiv drauf hat. Da musste ich so abschätzen, was auf dem Bild ist. Kassiopeia hatte ich beim ersten Mal gleich ganz im Bild, aber das ist ja auch ein kleineres Sternbild.
Den Großen Wagen wollte ich auch ablichten, aber der war so hoch am Himmel, dass mir die Kamera am Stativ etwas verrutscht ist und irgendwie hat es nicht so geklappt.

Heribert:
Moin,

Mary, für den Anfang sieht dies ja schon nach was aus. Aber, aller Anfang ist schwer.
Die Himmelsobjekte sind außer Sonne und Mond alle leider sehr lichtschwach und es bedarf schon der Einsatz besonderer Hilfsmittel.
      Kamera: Eine "B" - Einstellung, möglichst unbegrenzt und mit Drahtauslöser zur Steuerung. Bin gar nicht im Bilde, was die neuen Digikameras da so "mitbringen"...
      Verschiedene Brennweiten, um möglichst formatfüllend abzulichten. AAAABER, je länger die Brennweite, umso genauer muß die "Nachführung" sein. Bekanntlich wandern die Himmelsobjekte infolge der Erddrehung, und bei langen Brennweiten macht sich dies unweigerlich bemerkbar. Deshalb ist ab 50 mm Brennweite und ca. 1-2 min. Belichtungszeit eine nachführbare Fernrohrmontierung unerläßlich. Und es sollte eine Äquatoriale Montierung mit elek. Motorantrieb sein.
Wenn die Belichtungszeit gesteigert werden muß zwecks Sichtbarmachen von schwächeren Sternen, so ist auch ein Nachführfernrohr mit Nachführokular unerläßlich.
Dies wird ,auch finanziell, eine doch aufwändige Angelegenheit. Aber um zu scharfen, mit lichtschwachen Einzelheiten bespickten Astrofotos zu kommen, führt nur dieser Weg zum Erfolg. Marys Bilder zeigen schon, was Not tut. Von Fokussierhilfen usw., usw. werde ich mal später schreiben. Dies war nur ein grobe Beschreibung zu schönen Astrofotos.

Heribert

Heribert:
Ach so, Jerry, ähh Rolli,

dieser Thread gehört ja wohl eindeutig in den Astronomie-Bereich,
hüstel, innehalt, hmm 8-) ::)

Heribert

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln