Navigation

Raumcon-Seiten

Benutzer im Chat: 8

26. Februar 2018, 04:10:46
Raumcon
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Neuigkeiten: Unser Unterforum für Rezensionen zu Büchern aus der Astronomie und Raumfahrt
   Erweiterte Suche

Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Bemannte Raumfahrt / Re: Space Launch System (SLS) - Planung und Processing
« Letzter Beitrag von MR am Heute um 03:46:00 »
Technisch finde ich die Konzeption der SLS nicht schlecht. Man nutzt verschiedene bewährte Komponenten des Space Shuttles. Feststoffbooster und eine Wasserstoff-Hauptstufe sind modere Technik, wie sie auch Ariane 5 nutzt.  Da sehe ich nicht viel negatives. Das Problem ist aber, es gibt kein Programm, das so einen Träger nötig macht. Und das Geld, was dieser Träger kostet, verhindert ein entsprechendes Programm.
2
Bemannte Raumfahrt / Re: Space Launch System (SLS) - Planung und Processing
« Letzter Beitrag von Klakow am Heute um 02:42:13 »
Von der Idee her ist SLS gut, na ja zumindest wäre sie es 1990 gewesen, aber der Hasenfuß ist das dies Projekt wohl nie gebaue wurde um damit irgendwas Missionen durchzuführen, es ging wohl nur darum Arbeitsplätze in den Bundesstaaten zu sichern.
Nun zumindest das hat man bis jetzt erfolgreich hingekrigt.
Ziele wurden eher nachher gesucht, wäre es anders gewesen hätte man das Konzept eh verworfen weil man gesehen hätte: ...ungeeignetet wegen....
Wollte man BEO Ziele erreichen und zwar dauerhaft, wäre selbst eine Saturn V eigendlich zu klein, was sich vielleicht merkwürdig liest, aber es geht nicht nur um Nutzlast sondern auch um den umbauten Raum und da ist die SLS ne Fehlplanung.
Mich würde es sehr wundern wenn das Ding jemals starten sollte,  aber gut mit dem BER habe ich ähnliche bedenken.
3
Unbemannte Raumfahrt / Re: Al Yah 3 und SES 14 mit GOLD auf Ariane5-ECA VA241
« Letzter Beitrag von MR am Heute um 02:14:56 »
Ich bin klar der Meinung, was war die richtige Entscheidung, die Rakete nicht zu sprengen. Die Rakete wich zwar von Anfang an vom Kurs ab, flog aber kontrolliert. Damit gab es erst mal keinen Grund, die Rakete gleich nach dem Verlassen der Rampe zu sprengen.
Auch danach zeigte sie keine Tendenz, in Richtung von bewohnten Gebieten abzudrehen. Beim Plotten des Kurses konnte man ziemlich schnell erkennen, das man den bewohnten Gebieten so nah kam, das die Gefahr durch eine Sprengung größer gewesen wäre als das Risiko durch den Weiterflug.
Als man über dem Ozean war, gab es überhaupt keinen Grund mehr zu sprengen. Man darf auch nicht vergessen, das der Startanbieter auch eine Verantwortung den Kunden gegenüber hatte. Es war klar, das die vorgesehene Umlaufbahn nicht mehr zu erreichen ist. Aber vielleicht bekommt man die Nutzlasten noch irgendwie in den Orbit, so das sie noch nutzbar sind (wenn auch vielleicht mit geringerer Lebenszeit). Am Ende hat das Ergebnis Ariane Recht gegeben. Die Sats sind nicht dort, wo sie sein sollten. Aber sie können noch genutzt werden und sind kein Fall für die Versicherung.
4
Unbemannte Raumfahrt / Re: Al Yah 3 und SES 14 mit GOLD auf Ariane5-ECA VA241
« Letzter Beitrag von spacecat am Heute um 01:05:39 »
Guten Abend allerseits und allen Beteiligten ein Dankeschön für die zahlreichen Wortmeldungen!

Nun kann ich mich auch wieder beteiligen.
Mir geht es tatsächlich, wie in unterschiedlichen Beträgen hier schon angeklungen ist, um die Themenbereiche:
1. Wann ist ein Fehler ein Fehler?
2. Was tue ich, wenn ein Fehler passiert?
3. Wer tut es?

Zu 1.: Meiner Meinung nach kann man eine Rakete als fehlerhaft bezeichnen, wenn sie nicht genau das tut, was sie tun soll. Eine Rakete die vom Start an, noch wenige Meter über dem Boden, schon grob in ihrem Kurs vom geplanten Flugweg abweicht, ist fehlerbehaftet. Welchen Fehler sie genau hat, ist zu diesem Zeitpunkt irrelevant. Die Tatsache, daß eine Rakete auf falschem Kurs potenziell einen großen Schaden anrichten kann, liegt auf der Hand. Außerdem ist eine Rakete sehr schnell, daß heißt der Entscheidungsfindungsprozess muss auch schnell erfolgen, sonst braucht man keine Entscheidung mehr zu treffen, da die Rakete schon getroffen hat. Diese beiden einfachen Eigenschaften führen direkt zum nächsten Punkt.

Zu 2.: Sprengen! Sobald die beiden kraftvollen Seitenfeststoffbooster der Ariane 5 gezündet wurden, geht es los, immer in Schubrichtung der Triebwerke! Wo auch immer diese Richtung hinzeigt. Man kann eine Ariane nicht anhalten, verlangsamen oder rückwärts einparken. Los heißt los und zwar mit allen Konsequenzen. Diese sind deshalb im Fehlerfall hart und drastisch, die Rakete wird sofort zerstört. Wenn man das nicht tut, gelangt man meiner Ansicht nach in Teufels Küche. Ich beharre auf der sofortigen Sprengung und möchte meinen Gedankengang am Beispiel dieses Starts darlegen.
Die Raketetriebwerke zünden, sofort zeigen die Sensoren eine unvorhergeseheneDrehbewegung der Rakete an. Man muss reagieren. Man müsste reagieren. Eigentlich. Aber wenn man jetzt sprengt, ist die schöne, teure, einzigartige Startrampe davon direkt betroffen. Man hat noch gut die rauchenden Trümmer anderer Konzerne vor Augen. Der Wiederaufbau würde Monate dauern. Man könnte Aufträge verlieren. Die Konkurrenz ist hart geworden und auch das politische Klima ist eisiger. Schließlich muss man ja auch Gelder erwirtschaften. Also nicht sprengen. Nicht hier. Ersteinmal weg von der Rampe. Die Rakete beschleunigt ja gut. Sie ist ja schon weg vom Turm.
Jetzt sprengen? Naja über den Zuschauern sprengen geht gar nicht. Also Augen zu und durch die Rakete ist in ein paar Sekunden darüber weg. Die anderen Werte sehen ja auch gut aus.
Jetzt sprengen? Nein, die Raketentrümmer würden sich aus großer Höhe kommend, über ein weites Gebiet verteilen. Wer weiß, wen oder was sie treffen. Besser weiter, gleich ist man über dem offenen Ozean.
Jetzt sprengen? Ach wieso denn, es läuft doch grade so gut. Bis auf die Flugabweichung von 20 ˚. Wir fliegen mal weiter und schauen, was passiert. Jetzt sprengen und damit einen sicheren Ausfall einfahren oder mir etwas Glück nur den falschen Orbit treffen? Na dann nehmen wir doch letzteres,wird man gedacht haben. Es ist ja noch immer gutgegangen.
Es ging wie wir im Nachhinein wissen leidlich gut. Einige fühlen sich nun dazu berufen, dieses Verhalten gutzuheißen, den Regelbruch zu tolerieren. Aber diese Regeln wurden nicht zum Spaß oder aus Bosheit entwickelt. Sie entspringen der Vorsicht.
Zum Zeitpunkt des ersten Auftretens des Fehlers, hat niemand die Ursache gekannt und keiner wußte um eventuelle Folgefehler. Die Rakete hätte auch etwas irrlichtern können. In die Tribünen, in die Stadt, in den Strand oder sie hätte vielleicht auch nurein ansehnliches Trümmerfeld im Orbit hinterlassen. Wer weiß das schon vorher.
Wer Regeln missachtet, setzt sie nach und nach außer Kraft. Außer Kraft gesetzte Regel sind wirkungslos. Zumal wenn sie ein Big Player wie die ArianeGroup mit Füßen tritt.
Es gibt in diesem Forum schöne Beispiele,was die Rücksichtslosigkeit der Chinesen und ihrer Trümmerzonen betrifft. Aber welche Prioritäten setzt nun die Ariane, wenn es zum Äußersten kommt? Nach diesem Start hat sich diese Sicht der Dinge geändert.
Das macht mich Zornig, mehr zornig als ihre Live-Start-Simulation und den Live-On-Board-Kamera-Einspielungen aus der Konserve.
Damit komme ich nun zum letzten Punkt.

Zu 3.: Ja wer denn nun? Ein Mensch oder eine Maschine?
Ein Mensch ist langsam, kann nur eine sehr begrenzte Menge an Parametern überschauen und denkt in abstrakten weiten Strukturen. Wie wichtig ist der Erfolg der Mission, ist mein Arbeitsplatz infolge meiner Handlung gefährdet, werden die Anderen mich für meine Entscheidung verachten?
Ein Computer ist schnell, gefühllos und unbestechlich in seiner Entscheidung. Aber er ist auch nur so gut wie seine Programmierung und seine Stromzufuhr. Er hat keine Erfahrungswerte und kann schlecht in die Zukunft extrapolieren.
Ein unabhängiger Vertreter einer Behörde, ein staatliche eingesetzter Sprengmeister vielleicht?
Das will kein Mensch! Misstrauen wäre sogleich an der Tagesordnung, gefolgt von der Frage, wer für seine Entscheidungen haftet.
Somit bleibt es dann wieder am Angestellten der jeweiligen Firmen hängen, die Entscheidung zu treffen. Wer diesem Verantwortlichen dann noch die Regelgerüste demontiert, macht sein Leben nicht einfacher.

Soweit meine Gedanken. Ich danke fürs lesen.

Grüße
spacecat

5
Bemannte Raumfahrt / Re: Space Launch System (SLS) - Planung und Processing
« Letzter Beitrag von MR am Heute um 00:36:12 »
Nur eines ist klar, das Shuttle ist nie für den tiefen Raum brauchbar gewesen.

Wenn wir ehrlich sind, dann ist keine existierende Rakete für den tiefen Raum geeignet. Selbst die Nutzlast der FH genügt nicht für eine Mission zum Mond mit Landung. Braucht man aber auch nicht. Man kann die Mondflugkombi in der Erdumlaufbahn zusammenbauen. Bei einem Flug zum Mars genau so. Auch da wird man die Kombi im LEO zusammenbauen und betanken.

Theoretisch wäre SLS dafür durchaus geeignet. Aber solange es kein Programm gibt, gibt es auch keinen Bedarf. Nach aktuellen Planungen wird man mit SLS nie zum Mars gelangen. Ein Flug alle 2 Jahre genügt nicht einmal ansatzweise. Will die NASA ernsthaft zum Mars, hätten sie Pad LC -39A nicht vermieten dürfen. Für ein einziges Pad ist die Startfolge zu hoch.
6


Aber auch das hat nichts mit Flugräumen zu tun.

Wenn die Rakete kurz nach dem Start statts ueber Wasser ueber dicht besiedeltes Gebiet fliegt, mit was hat es dann zu tun? Was waere wohl passiert, wenn eine unbesonnene Person den Selbstzerstoerungsknopf gedrueckt haette? Es gab eine Untersuchung, und die kam zu einem Ergebnis. Ist doch alles gut.

Zum Thema Kostendruck hab ich mich schon mal dahin geaeussert, dass ich die Konkurrenzsituation gut finde. Allerdings bin ich auch dafuer, den staatlichen Unternehmen genug Zeit zu geben, sich auf die neue Konkurrenzsituation einzustellen.
7
Organisationen, Unternehmen und Programme / Re: Vector Space Systems
« Letzter Beitrag von wernher66 am Gestern um 23:23:13 »
Die englische Firma Open Cosmos hat fünf Einsätze der Vector-R zwischen 2019 und 2023 gebucht.

Vector-R soll im Juli 2018 erstmals die Umlaufbahn erreichen.

Open Cosmos baut Qbee-Nanosatelliten, die je nach Kundenwunsch bestückt werden.

https://twitter.com/vectorspacesys


Foto: Vector

Ein Modell der Vector-R auf dem Startkomplex 46 in Cape Canaveral
8
Raumfahrt-Modellbau / Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Letzter Beitrag von gino847 am Gestern um 23:13:54 »
Hallo Freunde,

der Vollständigkeit halber sei noch angefügt, dass es sich bei diesem Bild meines Freundes James MacLaren tatsächlich um die Challenger auf Pad 39B einige Wochen vor dem Start zu ihrer schicksalhaften letzten Mission STS-51L (1986) handelt, was er mir inzwischen bestätigt hat.


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (James MacLaren)

Aber er war während seiner Arbeit doch mehr mit dem Aufbau der Stahlkonstruktionen der neuen Startrampe (FSS/RSS) beschäftigt und wusste noch nicht einmal, dass eine derartige Access Door am ET überhaupt existierte, bis ich ihn jetzt danach gefragt habe.

Wer sich näher dafür interessiert, kann das gerne auf seiner Homepage im Frame unter seinem Foto Launch Complex 39-B Construction Photos - Space Shuttle anhand seiner äußerst interessanten Berichte mit einmaligen Fotos verfolgen.
9
Fragen und Antworten: Raumfahrt / Re: Marsmond Fly-By's an Phobos?
« Letzter Beitrag von Stefan307 am Gestern um 22:43:41 »
Danke Daniel für die ausführliche Abhandlung!

Da der Marsmond in aller Regel nicht da ist, wo man ihn für eine gewünschte Bahnänderung braucht, müsste man schon sehr viel Antriebsenergie dafür aufwenden, um die Sonde für einen entsprechenden Flyby zu positionieren. Da könnte man den Treibstoff besser für ein direktes Abbremsen einsetzen.

Robert

dazu hatte ich ja oben einen Vorschlag gemacht. ansonsten muss man für Aerobraking auf min 200 m herunter, Phobos kreist in 9400 km Höhe.


MFG S

PS macht ca 3100 Umläufe auf 0 ne kann man natürlich nicht so einfach rechen...
10
SpaceX / Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Letzter Beitrag von tobi am Gestern um 21:15:40 »
Seiten: [1] 2 3 ... 10