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Raumfahrt => Konzepte und Perspektiven: Raumfahrt => Thema gestartet von: tobi am 19. Dezember 2011, 14:01:03

Titel: STS 2.0
Beitrag von: tobi am 19. Dezember 2011, 14:01:03
Heute um 15:00 MEZ will NSF einen großen exklusiven Artikel veröffentlichen, der laut diesem "Teaser" von NSF sehr bedeutend sein soll:
http://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=27568 (http://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=27568)

Um was es geht hab ich keine Ahnung, mal abwarten... ;)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 14:49:19
NSF tauft sich in „CSF“ um, „C“ steht dann wahlweise für „Chinese“, oder „Commercial“  :D ;)
 
Gruß,
KSC

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 19. Dezember 2011, 14:49:43
Heiße Luft?

Ein wichtiges Thema würde seine Aufmerksamkeit eh finden, und wenn's einen Tag länger dauert.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 14:56:07
Aufblähen heißer Luft ist eigentlich nicht NSF typisch.
Warten wir's ab, sollte ja eigentlich demnächst soweit sein.

Gruß,
KSC

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 19. Dezember 2011, 14:57:22
Wie war das: Extraordinary claims need ... ;)

Ich bleibe skeptisch.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: rm39 am 19. Dezember 2011, 15:02:05
Meinen die das?

http://www.nasaspaceflight.com/2011/12/next-gen-shuttle-vehicle-secret-effort-save-orbiters-ends/ (http://www.nasaspaceflight.com/2011/12/next-gen-shuttle-vehicle-secret-effort-save-orbiters-ends/)

Hammer!
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 15:02:31
Das Shuttle soll wiederbelebt werden, bzw. es soll ein neues geben - schluck  :o
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: klausd am 19. Dezember 2011, 15:04:29
Das Shuttle soll wiederbelebt werden, bzw. es soll ein neues geben - schluck  :o

Na klar... Wers glaubt...

Gruß, Klaus
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: tobi am 19. Dezember 2011, 15:04:55
Und was ist daran jetzt so bahnbrechend? :( Das Shuttle kann nicht mehr wiederbelebt werden und irgendjemand will Ende des 1. Quartals seine Intention ankündigen ein Next-Gen Shuttle zu bauen. ::)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 15:09:13
Bahnbrechend ist, dass dafür scheinbar Milliarden von Dollar von nicht Regierungsseite bereitgestellt werden, die Fianzierung also schon klar ist.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: rm39 am 19. Dezember 2011, 15:10:44
Wie soll das gehen?  :o

Zitat
The plan – held under an agreed embargo by this site’s editor, so as not to damage negotiations – involved billions of dollars of private investment being pumped back into shuttle operations, saving Atlantis and Endeavour to return to flight operations no earlier the end of 2014.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: spacer am 19. Dezember 2011, 15:10:54
Das Shuttle kann nicht mehr wiederbelebt werden und irgendjemand will Ende des 1. Quartals seine Intention ankündigen ein Next-Gen Shuttle zu bauen.
Dieser Jemand - bzw. diese Gruppe- habe aber laut NSF in den letzten Monaten auf eine kommerzielle Fortführung des Shuttleprogramms hingearbeitet und habe Milliarden hinter sich.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Atlan am 19. Dezember 2011, 15:11:08
Ich sehe da schon einen vielversprechenden Kandidaten....Skylon :D
Ich hoffe das beste :)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: websquid am 19. Dezember 2011, 15:21:18
Eine ungenannte private Gruppe, die Milliarden bereit stellt? Wer soll das sein? Der Weihnachtsmann?

Klingt ja erstmal ganz nett, und wenn jemand seine Milliarden mit der Wiederbelebung des Shuttles in den Sand setzen will hab ich da auch nichts gegen...

Aber im Moment ist das ja nicht viel mehr als heiße Luft - Konkrete Angaben bezüglich Summen und Geldgebern sind nicht vorhanden. Wirkt auf mich (noch?) nicht überzeugend
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 15:40:18
Vermutlich ATK und Lockheed Martin.
Es muss wohl was dran sein, denn es gab offenbar eine enge Abstimmung mit der NASA.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Nitro am 19. Dezember 2011, 15:42:35
Und man kann ueber NSF sagen was man will. Enten haben sind nicht ihr Stil. Sie schreiben zwar viel was Spekulation oder Studien sind, aber dann weisen sie in der Regel auch darauf hin. Davon kann ich hier nichts entdecken.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Ian am 19. Dezember 2011, 15:42:50
Selbst wenn all das stimmen möge... Wer bildet die Crew aus? Wer leitet das MCC? Wer die Orbit Ops? Wer stellt das TDRS System bereit? So nen Shuttle fliegt halt nicht nur indem man es abfertigt und starten kann...

In meinen Augen ist das Quatsch!

Gruß Ian
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 19. Dezember 2011, 15:44:39
NSF hat auch schon daneben gelangt. Zu Zeit von HSF wurde mit großen Worten eine EELV-Explorationsarchitektur angekündigt, mit den Worten: "taking great strides behind scenes". Und was kam Ende raus? Das Gegenteil: eine HLV-Architektur.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Nitro am 19. Dezember 2011, 15:47:26
Selbst wenn all das stimmen möge... Wer bildet die Crew aus? Wer leitet das MCC? Wer die Orbit Ops? Wer stellt das TDRS System bereit? So nen Shuttle fliegt halt nicht nur indem man es abfertigt und starten kann...

Und wer macht das bei den Commericals? Boing hat doch z.B. angekuendigt, dass sie die ersten bemannten Fluege mit dem CST-100 mit firmeneigenen Astronauten durchfuehren wollen.

Und wer sagt denn, dass ein neues System so komplex wie das alte Shuttle sein muss. Weniger tuts doch auch...sehe X37. Und genau da denk ich auch, dass dort vielleicht der Wind her weht. Vielleicht gibt es ja doch genau das worueber hier schon einige spekuliert haben. Eine leicht aufgeblasene, bemannte Version der X37. :)

P.S.: Wollen wir den Thread vielleicht mal benennen und in Konzepte verschieben, hier passt er nicht wirklich hin jetzt wo die Katze aus dem Sack ist.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: GG am 19. Dezember 2011, 15:54:19
Ich sehe da schon einen vielversprechenden Kandidaten....Skylon :D
Ich hoffe das beste :)

Skylon ist ein britisches Projekt. Die Gruppe ungenannter US-Investoren wird aber nur ein US-Projekt unterstützen. Wetten? ;)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 15:56:12
Nö, nicht unbedingt. Ein Investor für das neue Konzept kommt aus England und wird im Artikel sogar namentlich genannt.
Skylon könnte also schon passen.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: GG am 19. Dezember 2011, 16:04:32
Kennst Du die Liste der Investoren schon?

Gut fände ich, wenn man bei den privaten US-Bewerbern in die Bresche springen würde. Der Dream Chaser könnte damit gesichert werden und Boeing selbst hatte ja auch schon darüber nachgedacht, die X37 weiterzuentwickeln.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 16:15:49
In dem Artikel von NSF ist von Investoren aus den USA und aus Europa die Rede.
Namentlich genannt wird ein Geschäftsmann und Investor namens Kevin Holleran aus London.
Mehr als in dem Artikel steht, weiß ich auch nicht.
http://www.nasaspaceflight.com/2011/12/next-gen-shuttle-vehicle-secret-effort-save-orbiters-ends/ (http://www.nasaspaceflight.com/2011/12/next-gen-shuttle-vehicle-secret-effort-save-orbiters-ends/)

Gruß,
KSC

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: runner02 am 19. Dezember 2011, 16:20:34
Zitat
Und wer sagt denn, dass ein neues System so komplex wie das alte Shuttle sein muss. Weniger tuts doch auch...sehe X37. Und genau da denk ich auch, dass dort vielleicht der Wind her weht. Vielleicht gibt es ja doch genau das worueber hier schon einige spekuliert haben. Eine leicht aufgeblasene, bemannte Version der X37.


Exakt. Das Shuttle war ja überdimensioniert, um militärische Nutzlasten zu stemmen. Das Militär stieg dann aber ab und die NASA blieb auf dem großen (teuren) Vogel sitzen.

Baut man eine kleinere Vaiante, dann braucht man auch weniger Hitzeschutzkacheln. Das ist schon mal was.
Heutzutage stehen auch bessere Materialien zur Verfügung, das macht die Vögel noch leichter.




Die Frage ist nur, was will man mit einem Shuttle? Man kommt nicht zum Mond/Mars. Halt als kommerzieller ISS-Versorger? Und die NASA macht Orion - das hätte Sinn. (Man könnte auch Nautilus anfliegen - aber das ist noch mehr Spekulation).
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Kryo am 19. Dezember 2011, 16:30:37
wow das ist ja mal interessant. Grad ist wohl so ein Wettrennen losgegangen, welcher private INvestor mehr Geld reinsteckt, ob SpaceX, Stratolaunch oder nun das hier^^


Kann ein Mod den Thementitel aussagekräftiger machen?^^

Aber Sinn hat das meiner Meinung nach keinen... wieso Milliarden in ein altes System pumpen, dass sich selbst vor 20 Jahren nicht gelohnt hat? Man will tatsächlich Atlantis und Endeavor benutzen? Warum nicht lieber neue bauen?

Oder ist das ganze ein Weihnachtsgag...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 16:38:20
Wollen sie doch. Ursprünglich wollten sie das alte Shuttle wiederbeleben, jetzt soll ein neues Fahrzeug gebaut werden - mit den Fähigkeiten des alten Shuttle. Das wäre ein neues Angebot.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: spacer am 19. Dezember 2011, 16:46:59
Ich sehe da schon einen vielversprechenden Kandidaten....Skylon :D
Ich hoffe das beste :)

Skylon ist ein britisches Projekt. Die Gruppe ungenannter US-Investoren wird aber nur ein US-Projekt unterstützen. Wetten? ;)
Eine wichtige Rolle unter den Investoren scheint allerdings ein britischer Manager zu spielen...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 19. Dezember 2011, 16:57:07
Unsinnig ist das nicht, das ganze ist weit erfolgversprechender als alles von SpaceX. Egal was alle sagen, der Weg zum Mond und zum Mars führt über den LO. Auch nach der ISS wird es eine wie auch immer geartete Station geben, die angeflogen werden muss. Die NASA ist leider politisch dazu verdammt wurden, das Shuttle auszumustern, gerade als es Sinn gemacht hat. Private Investoren sind hier aber unabhänig. Die NASA wird sicher nichts gegen einen neuen privaten Shuttle haben.

Dadurch, das die Aufgaben dieses neuen Shuttles klarer umrissen sind als in den 70ern, kann man den Shuttle so entwickeln, das er erfolgreich sein kann. Vor allem kann man auch ein Rettungssystem einplanen.

Die Kosten dürften sich sogar im Rahmen halten, da man sehr viel Technologie, die man für den Shuttle entwickelt hat, weiter verwenden kann, mann denke da an die SRBs, die SSMEs, Cokpitdesign usw. Auch den Hitzeschild kann man anders auslegen, hier kann man sich an Hermes orientieren oder man plant gar einen metallischen Hitzeschild ein.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 19. Dezember 2011, 16:59:05
Ab wann kann man eigentlich mit fundierteren Infos rechnen? Geplante Kosten, Auslegung, Timeline?
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 19. Dezember 2011, 17:24:41
Laut Bericht im März kommenden Jahres.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: HausD am 19. Dezember 2011, 20:16:42
Bezüglich ?????? =  ? ? ? ? ? ? ,hat jemand eine Idee, wie man den vielsagenden Namen profaner gestalten könnte.
Oder soll es mit ?^x weitergehen?? ?? ??  fragt sich HausD
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 19. Dezember 2011, 20:52:25
Wir suchen gerade noch nach einen "echten Titel", unter dem das Thema im Konzeptbereich geführt werden kann.

Shuttle 2.0?
Next-Gen Space Shuttle?

Hat noch jemand Vorschläge?
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: rm39 am 19. Dezember 2011, 21:05:25
Hm, wie wäre es mit

Kommerziell betriebenes US-Space-Shuttle!

oder

STS Reloaded!  ;)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Uwe am 19. Dezember 2011, 21:10:55
"privater finanzierter Space-Shuttle-Nachfolger - wilder Spekulations-Thread"

und im März dann ein neuer Thread mit richtigem Titel, Infos und vielleicht einem Link zu diesem hier
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: ilbus am 19. Dezember 2011, 22:38:59
Hat noch jemand Vorschläge?

Also ich halte "shuttle-reloadet" schon mal für sehr treffend. Wobei "shuttle-recycled" mir auch auf der Zunge liegt ;) Da kommen noch "pimp-my-shuttle" und "re-shuttled" dazu, "shuttel-up" oder "up-shuttel"  :D, um einwenig nicht ernst zu nehmendes Spott nicht zu vergessen. "shuttle-conversed" vielleicht?
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Ruhri am 19. Dezember 2011, 22:49:12
Vergesst aber nicht, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Die hoffnungsfrohen Investoren haben es schließlich selber erleben müssen. Da müssen immerhin eine Menge Freunde der Space Shuttle dabei gewesen sein. Technisch und finanziell wäre es womöglich ohne weiteres möglich gewesen, Endeavour, Atlantis und vielleicht sogar Discovery kommerziell unter privater Regie weiter zu betreiben. Die Zeit hat aber nicht gereicht, da zu viel der Space Shuttle-Infrastruktur bereits zerstört worden war. Man hat jetzt viel Zeit und sicherlich auch Geld in die Planungen gesteckt und hofft, mit einem neuen Shuttle-Typ erfolgreich sein zu können. Der Erfolg ist damit aber eben noch lange nicht garantiert, und vielleicht werden die Investoren auch jetzt noch erkennen müssen, dass der Einsatz in keiner Relation zum Erfolg stehen wird. Der Wettbewerb wird letztlich um staatliche Gelder ausgetragen, da die staatliche Agentur NASA und vielleicht noch die Agenturen anderer Staaten und Staatenbünde die natürlichen Kunden diese neuen kommerziellen Shuttles sein werden. Der Wettbewerb wird aber natürlich immer härter ausgefochten werden.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: tobi am 19. Dezember 2011, 23:32:43
Also ich warte erstmal ab:
Zitat
“This space interested investment group has now switched its focus to a next generation Space transportation vehicle with Shuttle capabilities,” added Mr. Holleran. “The group hopes to make announcements as to its intentions end of the first quarter of 2012.”

Die Gruppe hofft Ende des ersten Quartals 2012 eine Ankündigung bzgl. der eigenen Intentionen zu machen. Das ganze ist also noch sehr waage und ein (finanzielles) Bekenntnis zu diesem neuen Projekt fehlt noch.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 19. Dezember 2011, 23:41:02
Ich sehe aber gute Chancen. Immerhin sind alles erfahrene Firmen an Bord, die den Shuttlle früher mit entwickelt und betrieben haben.

Die Außerdienststellung des Shuttle war eine rein politische Entscheidung. Wenn man sieht, was die NASA an SpaceX und OSC sowie für die Sojus Plätze zahlt, wäre der Betrieb des Shuttles jetzt wohl zum ersten Mal finanziell lohnend gewesen (umgerechnet auf Fracht- und Personenkapazität). Zudem ist aktuell auch noch viel von der Infrastuktur erhalten. In 10 Jahren wäre es fast unmöglich gewesen, aber aktuell sind noch viele der jahrelangen Mitarbeiter verfügbar. Vor allem sind Antriebe und Booster des alten Shuttle generell Man Rated, was massiv Kosten spart.

Zudem darf man nicht in Jahren, sondern in Jahrzenten rechen. Hätte der dümmste Präsident aller Zeiten den Shuttle nicht einfach so aufs Abstellgleis geschoben und der NASA des Constellation - Programm aufgedrückt, hätten die Shuttles noch lange fliegen können. Ein Nachfolger des Shuttle kann, wenn er ordentlich entwickelt wird, gut und gerne 40 Jahre fliegen. Zudem ist die Technik heute viel weiter als Mitte der 70er, als der Shuttle entwickelt wurde. Zudem kann man von den Fehlern lernen, die damals begangen wurden und sie vermeiden.

Die Kosten sind gar nicht so extrem, wenn man es auf die gesammte Einsatzzeit umrechnet. Wenn man wie beim alten Shuttle 8 Personen und vielleicht noch 5 t Material transportieren will, dann kann ein Start ruhig 400 Mio kosten, das ist dann gerade mal genau so teuer wie 6 Personen mit der Sojus + 1 Flug der Dragon. Über eine Einsatzzeit von 30 Jahren würden dann durchaus auch 10 Milliarden Dollar Entwicklungskosten wieder reinkommen. Immerhin fällt für einen Shuttle 2.0 viel Grundlagenforschung weg, die beim alten Shuttle noch nötig war.

Klar ist auch, das alle früheren einstufigen Konzepte wie Venture Star technisch nicht umsetzbar sind. Schon 2001, beim Abbruch des X 33 Programms, sagten einflussreiche NASA Mitarbeiter, das ein Shuttle 2.0 sich in der grundsätzlichen Konfiguration nicht groß vom alten Shuttle unterscheiden würde.

Da bei diesem Projekt die Finanzierung offenbar komplett privat Sichergestellt ist, kann hier weder NASA noch Politik reinreden. Zudem sind die beteiligten Firmen sehr erfahren, so das ich diesem Projekt weit bessere Chancen einräume als allen anderen "privaten" Firmen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 20. Dezember 2011, 02:17:28
Wenn man nunmehr hinter den Vorhang schaut und sehen kann welchen Bestrebungen zum trotz die NASA an der Ausmusterung ihrer Orbiter festgehalten hat... macht das gelinde gesagt wütend. Vielleicht hätte die bestehende Lücke in der amerikanischen bemannten Raumfahrt vermieden werden können, wenn rechtzeitiger und bestrebter auf den Erhalt des Flugbetriebes hingearbeitet worden wäre.
Zitat
Despite the best efforts of all involved it was simply too late.
So macht man zu Museumsstücken, was fliegen könnte und Menschen arbeitslos, deren Wissen unersetzlich ist.

Warum soll ein neues Shuttles nicht kommerziell erfolgreich sein? Es wird kleiner sein, wahrscheinlich wartungsfreundlicher, wahrscheinlich sicherer, weil nicht mehr seitlich an einem Tank befestigt, es muss auch keine Flotte von Shuttles geben, was wieder kostensenkend wirkt... und kommerziell betrieben kann es Aufgaben erfüllen, die dem Staatsbetrieb NASA nicht erlaubt wären... Satelliten aussetzen, ISS Versorgung, Crewtransfer, Weltraumtourismus... buchen Sie Ihr Space-Taxi... wenn Sie den Fahrpreis zahlen können.
Warum investieren seit einiger Zeit Privatleute Unmengen in Raumfahrt? Die wollen ihr clever verdientes Geld doch nicht schreddern, sondern mehren.
Ein behäbiges Staatsunternehmen unterliegt politischen Maßgaben... kommerziell orientierte Unternehmen gehen , davon frei, oftmals kürzere Wege. Diese müssen nicht weniger erfolgsversprechend sein. Eher im Gegenteil.

Und so gerne ich "meine" Shuttles wieder Missionen abfliegen sehen würde... zu spät. Aber allein der Gedanke daran, dass wieder wirkliche Raumschiffe fliegen... also, der zaubert schon ein Lächeln auf mein Gesicht. ;)

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: runner02 am 20. Dezember 2011, 07:27:33
Zitat
Die Kosten dürften sich sogar im Rahmen halten, da man sehr viel Technologie, die man für den Shuttle entwickelt hat, weiter verwenden kann, mann denke da an die SRBs, die SSMEs, Cokpitdesign usw. Auch den Hitzeschild kann man anders auslegen, hier kann man sich an Hermes orientieren oder man plant gar einen metallischen Hitzeschild ein.

Gibt die NASA die Technologie an private Firmen her?

Wenn man die selben SRB für ein kleineres, leichteres (leichter wird es auf jeden Fall selbst bei gleicher Größe, da neue Materialien) Shuttle einsetzt, muss man es mehr beladen oder erhält zu hohe Beschleunigungen. Damit wäre dann aber auch die Endgeschwindigkeit höher (GEO?)

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 20. Dezember 2011, 07:28:09
Hm, wie wäre es mit

Kommerziell betriebenes US-Space-Shuttle!

oder

STS Reloaded!  ;)
Ich würde das "US" lieber weg lassen. Nach allem was man hört, verfolgen sie einen globaleren Ansatz.
Es steht offenbar nicht mal fest, dass sie von den USA aus starten wollen.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: GG am 20. Dezember 2011, 11:19:13
Im Prinzip gibt es ein solches Projekt mit dem Dream Chaser ja bereits. Wenn man da ordentlich Geld reinsteckt, beschleunigt man das Testprogramm und der Gleiter kommt in ein paar Jahren. Eine Vielzahl von Investoren hat natürlich auch eine Vielzahl von Meinungen zur Folge.

Warten wir bis März.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: knebel99 am 20. Dezember 2011, 12:07:05
Zitat
Die Kosten dürften sich sogar im Rahmen halten, da man sehr viel Technologie, die man für den Shuttle entwickelt hat, weiter verwenden kann, mann denke da an die SRBs, die SSMEs, Cokpitdesign usw. Auch den Hitzeschild kann man anders auslegen, hier kann man sich an Hermes orientieren oder man plant gar einen metallischen Hitzeschild ein.

Gibt die NASA die Technologie an private Firmen her?

Wenn man die selben SRB für ein kleineres, leichteres (leichter wird es auf jeden Fall selbst bei gleicher Größe, da neue Materialien) Shuttle einsetzt, muss man es mehr beladen oder erhält zu hohe Beschleunigungen. Damit wäre dann aber auch die Endgeschwindigkeit höher (GEO?)




Naja, man muss ein Shuttle deswegen nicht schwerer machen; erstmal fällt ja der Schub der SSMEs weg, weiterhin könnte man ja ein anderes Abbrandprofil der SRBs verwenden, siehe dieser thread:
http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=9525.45 (http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=9525.45)

Darin gibts nen sehr schönen Überblick was man mit so nem SRB alles anstellen kann, z.B. Abbildung 4, Anfangs hoher Schub, dann kontinuierlich immer weniger!

mfg h-j
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: sven am 20. Dezember 2011, 12:24:14
"Next Generation Shuttle", vielleicht mit der Erweiterung um "Pläne" oder "Concept" könnte passen...

Gruß Sven
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: spacer am 20. Dezember 2011, 13:04:02
Im Prinzip gibt es ein solches Projekt mit dem Dream Chaser ja bereits. Wenn man da ordentlich Geld reinsteckt, beschleunigt man das Testprogramm und der Gleiter kommt in ein paar Jahren.
Der Dream Chaser hat aber keine bzw. nur eine sher kleine Nutzlastbucht und kann demnach keine größeren Nutzlasten zurück bringen und nicht als "Arbeitsplatform" im Orbit dienen.
Demach dürfte er nicht "Shuttle Capable" sein.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: klausd am 20. Dezember 2011, 13:58:10

Venture Star!!!!!!!!!!  :D

Gruß, Klaus
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 20. Dezember 2011, 14:07:34
Hallo,

in diesem Thread soll das angekündigte "private STS-Konzept" aufgehoben sein. Im ersten Quartal 2012 werden wir wahrscheinlich mehr wissen, was sich dahinter verbirgt, was nicht und wie wir es nennen können.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 20. Dezember 2011, 14:36:21
Ich würde das "US" lieber weg lassen. Nach allem was man hört, verfolgen sie einen globaleren Ansatz.
Es steht offenbar nicht mal fest, dass sie von den USA aus starten wollen.

Entscheidend ist, ob man im Shuttle 2.0 die verfügbare Technik (SRBs, SSMEs) nutzen will. Wenn ja, so hat das Projekt recht gute Chancen. Will man aber alles neu entwickeln, so sehe ich die Chancen eher mäßig. Ohne ein Triebwerk in der Leistungsklasse des SSME wird es nicht gehen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Kryo am 20. Dezember 2011, 14:41:38
vielleicht will man ja auch den Weg wie er bei Buran vorgesehen war, gehen: Shuttle keine Triebwerke für den Launch, sondern reines Huckepack. Das Shuttle hätte dann nur OMS-Triebwerke und Deorbit-Burn Triebwerke.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 20. Dezember 2011, 14:43:28
Also auf die vorhandenen SSME darf dieses Konzept nicht zählen. Die sollen ja im SLS bereits verfeuert werden.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 20. Dezember 2011, 15:27:11
Also auf die vorhandenen SSME darf dieses Konzept nicht zählen. Die sollen ja im SLS bereits verfeuert werden.

Ist halt die Frage, wie eng mal sich an den alten Shuttle anlehnt, was man alles übernehmen will und welchen Einsatzzweck man letztlich im Auge hat.

Als einzigen Kunden sehe ich hier die NASA, die mit dem Shuttle 2.0 die ISS genau so versorgen könnte, wie man es mit dem alten Shuttle gemacht hat. Dafür spricht auch die Beteiligung von ATK und Lockheed. Das ganze Projekt muss dann abert hauptsächlich in den USA angesiedelt sein und vorhandene Shuttle - Infrastruktur so weit wie möglich nutzen. Das schließt einen Nachbau der SSME ein. Will man dagegen eine Trennung von Trägerrakete und Shuttle, so könnte man auch die RS-68 verwenden, wenn man den Tank vergrößert und den Orbiter verkleinert.

Grundsätzlich ist leider noch viel zu wenig bekannt, in meinen Ohren aber klingt das Konzept sehr interessant und durchaus tragfähig. Sofern das Konzept ausführlich mit der NASA abgesprochen ist, könnte es sogar massive Auswirkungen auf die künftige Planung haben. Wozu braucht man noch Orion, wenn man einen neuen Shuttle hat? Für Missionen außerhalb des LO könnte man dann auch angepasste Raumschiffe entwickeln und mit dem STS 2.0 im Orbit montieren.

Am mesiten würde mich bei diesem Projekt freuen, das man nicht die ganzen Erfahrungen mit einem wiederverwendbaren Shuttle in die Tonne wirft und in 10 Jahren noch einmal bei 0 anfängt.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 20. Dezember 2011, 15:46:35
Das mit der Beteiligung von ATK und Lokheed ist eine Spekulation meinerseits, dafür gibt es bisher keine Belege.
Was aber gesagt wurde ist, dass das neue Shuttle die Fähigkeiten des alten haben soll.
Das reicht ja weit über den ISS Aufbau und die ISS Frachtlieferungen hinaus.
Das Shuttle ist früher ja als Forschungsplattform, als Satellitenträger und als Satelliten Wartungs- und Bergungsfahrzeug verwendet worden. Ich denke das das neue Fahrzeug das alles auch können soll.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: -eumel- am 20. Dezember 2011, 16:43:34
Hubble Service? ::)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: T.D.K. am 20. Dezember 2011, 16:58:22
Sie können ja das XRS-2200 weiterentwickeln und hinten dran schrauben!  ;)
Cool aussehen würde es allemal.   :)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 20. Dezember 2011, 17:09:05
Das steht nicht unbedingt es soll die/alle Fähigkeiten von STS haben, sondern (einige) Fähigkeiten von STS:
Zitat
switched its focus to a next generation Space transportation vehicle with Shuttle capabilities

Ich lese dieses Zitat zumindest "vorsichtig".

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 20. Dezember 2011, 17:43:04
Es ist wohl einigen so gegangen, dass sie mit großer Skepsis reagieren. Das hat Berechtigung, ebenso wie die Begeisterung. Vielleicht liegt's wie üblich in der Mitte.

Schöner, persönlicher und informativer Blogeintrag dazu von Mary Lynne Dittmar:

http://www.marylynnedittmar.com/?p=1303 (http://www.marylynnedittmar.com/?p=1303)

EDIT: Ich wäre übrigens für "Shuttle Jr." ... kleiner und jünger wird's ja wohl auf jeden Fall. ;)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 20. Dezember 2011, 18:57:06
Natürlich ist da eine gewisse Skepsis angebracht.
Trotzdem…die im Artikel erwähnte und vielfach zitierte Mary Lynne Dittmar ist ja bei NSF auch im Forum vertreten und hat dort sehr deutlich gesagt, das die Shuttle Fähigkeiten eben nicht ausschließlich  auf die ISS Zulieferdienste beschränkt waren.
D.h. das neue Shuttle soll auch mehr bieten als bloße Zulieferdienste zur ISS.

Dr. Dittmar ist Präsident und CEO einer  Ingenieur- und Consulting Firma in Houston.
Sie war früher Manager  von ISS Mission Operations und Spaceflight Training bei Boeing.
Später dann Boeing Chefwissenschaftlerin und Senior Manager für das private Raumflugprogramm bei Boeing.

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Ruhri am 20. Dezember 2011, 19:57:41
Tja, wie war das gleich noch einmal? Die Stummelflügel der Shuttles waren nur deshalb dermaßen groß, um die von der U.S. Air Force geforderte Cross Range-Fähigkeit zu schaffen. da man diese aber nie wirklich verwendet hat, würde man sie bei einem neuen Shuttle wohl weglassen ==> die Flügel wären noch viel kleiner (oder gleich Lifting Body?).

Das Militär wollte aber auch einen großen Laderaum. Ob man den im neuen Entwurf beibehalten würde?
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 21. Dezember 2011, 19:00:03
Hallo,

Wenn ich mir da so meinen Reim darauf machen soll riecht die ganze Sache förmlich schon nach dem DIRECT Konzept.Die üblichen Verdächtigen mit ihrem Booster und Tank  ;) .
Damit hätten wir dann auch den richtigen Thread Titel nicht Shuttle 2.0 sondern STS 2.0 ...ein neues flexibles Space Transportation System  :D Bei dem wir dann in einer weiteren Ausbaustufe auch einen kleineren Orbiter an der Spitze sehen werden.


...war mal so ein Gedankengang  ;)

gruß jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: runner02 am 21. Dezember 2011, 19:35:16
Zitat
Das ganze Projekt muss dann abert hauptsächlich in den USA angesiedelt sein und vorhandene Shuttle - Infrastruktur so weit wie möglich nutzen. Das schließt einen Nachbau der SSME ein. Will man dagegen eine Trennung von Trägerrakete und Shuttle, so könnte man auch die RS-68 verwenden, wenn man den Tank vergrößert und den Orbiter verkleinert.

Das ist eben die Frage, wieviel Techink will man behalten....

Das Shuttle fährt glaub ich Effizienzoptimiert mit den SSME. Ein anderes Triebwerk könnte billiger sein, wenn es weniger Leistung hat (spekuliere ich mal). Obwohl, gibt es so viele man-rated Triebwerke?


Was jedenfalls von Grund an anders gehört:

- neue Materialien fürs Shuttle. ZB. eine bessere Legierung des Aussenkörpers und Carbon/CNT im Inneren, und bessere (leichtere) Technik im inneren. Das könnte deutlich Gewicht einsparen.
- die Flügel werden kleiner (kein Cross-range). Das spart Gewicht.
- bessere Hitzeschutzkacheln (wie? Material, leichter, Fertigung als Monolith?)

- Shuttle an die Spitze (launch abort)

____


Im Booster sollte ein neuer Treibstoff verwendet werden. Kandidat hierfür wäre entweder die neue Stickstoffmodifikation (wird aber noch dauern) oder der andere neue Treibstoff (ist schon ein Weilchen her, der sollte ein paar Prozent mehr Leistung bei gleichem Gewicht bringen, außerdem war er umweltfreundlich.... Ist zum Großteil der Shuttletreibstoff, nur (habe ich in erinnerung) man hat das Chlor ersetzt... Müsste mal den Thread ausgraben)

Damit könnten die Booster und first stage etwas kleiner ausfallen und trotzdem mehr Geschwindigkeit am Ende bringen... Oder man optimert es auf gleich groß, mehr Nutzlast (macht das Sinn?) Dann könnte man bspw. Nutzlast für (private) Satelliten reservieren
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Führerschein am 21. Dezember 2011, 20:37:07
Könnte jemand erklären, was cross range im Zusammenhang mit den Flügeln des Space Shuttle bedeutet? Ich hab nichts sehr erhellendes gefunden.

Danke

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: sf4ever am 21. Dezember 2011, 20:39:56
Die Cross Range ist das Gebiet, in dem das Space Shuttle landen kann. Mit seinen Flügeln hat es ja einen gewissen aerodynamischen Auftrieb und kann somit eine Zeit lang in der Luft gleiten. Die fiel damals so groß aus, weil die Air Force das Shuttle auch von Vandenberg starten wollte (also in einen polaren Orbit) und man somit wegen der Bahnmechanik einen langen Gleitweg brauchte, um überhaupt anzukommen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 21. Dezember 2011, 20:44:32
Bzw., etwas genauer: in einen polaren Orbit starten und einen Orbit danach wieder auf amerikanischem Terrain landen.

Cross Range könnte man relativ direkt mit Quer-Reichweite übersetzen. Hört sich vielleicht etwas holprig an ...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: James am 21. Dezember 2011, 22:11:05
Hallo "Führerschein"

Ich versuche auch eine holprige Erklärung.
Wenn der eintretende Raumflugkörper eine Cross-Range von NULL hätte, dann könnte er ja nur auf allen Punkten landen, wo seine Orbitebene die Erdoberfläche schneidet. Also "genau" unter seiner Orbitbahn.
Die Cross-Range bezeichnet nun den Abstand nach links und rechts, den das Gefährt beim landen erreichen kann. Die Angabe gibt einfach den rechtwinkeligen Abstand an. Um diese "Mittelachse" zu verlassen, stehen bisher nur aerodynamische Möglichkeiten zur Verfügung. Auch mit einer Kapsel kann man leicht "lenken". Aber sehr weit kommt man nicht weg. Daher muß man beim Landen warten, bis sich die Erde unter der Bahnebene (die ist im Raum stabil) soweit gedreht hat, bis der Landeort "vorbeikommt" und nahe an dieser "Mittelachse" liegt.
Mit einem Lifting Body hat man schon einen größeren Bereich, den man nach "links und rechts" erreicht.
Diese "Mittellinie" (auf der man landen kann) verbreitert sich zu einem Streifen (je breiter- desto besser).
Und beim Shuttle sieht es da äußerst gut aus, und das kommt natürlich durch die breiten Flügel. Man kann aerodynamisch einen weiten Bereich abseits der ursprünglichen Orbit-Bahnebene erreichen, und das ist natürlich äußerst vorteilhaft, wenn man oftmalige Landemöglichkeiten haben will.
Also, wie oben erwähnt: Hohe Cross-Range durch die Struktur mit Flügel.

Grüße.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jakda am 22. Dezember 2011, 09:35:21
Hier mal eine (abfotografier-) Grafik Raumflugtagen 2011 Morgenröthe - DLR
Y - Crossrange in Meilen

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up016608.jpg)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Führerschein am 22. Dezember 2011, 09:43:35
Danke an alle für die sehr klaren Erläuterungen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 22. Dezember 2011, 11:02:12
Der Hitzeschild des Shuttles ist in so viele einzelne Kacheln aufgeteilt wurden, weil man ursprünglich hoffte, das es so am billigsten würde. Bei einem Schaden müsste nur die defekte Kachel ersetzt werden. Man hat allerdings nicht mit dem Aufwand gerechnet, der nötig ist, um nach jedem Flug einige 10000 Kacheln zu testen. Die aufwendige Überprüfung und Wartung des Hitzeschildes nach jedem Flug ist einer der Gründe, warum der Shuttle so teuer war.

Heute könnte man vieles anders machen. Man könnte anstatt einzelner Kacheln große, glasfaser - verstärkte Platten (wie sie für Hermes entwickelt wurden) verwenden. Zudem wäre ein metallischer Hitzeschild (zumindest an den weniger heißen Stellen) überlegendswert. Hier hat es in den 35 Jahren, seit der Shuttle entwickelt wurde, große Fortschritte gegeben, so das bei einem Shuttle 2.0 durchaus ein stabiler und wartungsarmer (und damit billiger) Hitzeschild machbar sein.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: knebel99 am 22. Dezember 2011, 14:28:50
Servus,

hier noch die Übersicht über mögliche Abbrandprofile von SRBs, original gepostet von Halbtoter:

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up019958.gif)


Da kann man viel rumspielen welches Profil für ein Shuttle geeignet wäre!

mfg h-j
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 22. Dezember 2011, 14:48:53
Wenn's denn wieder Feststoff-Booster werden sollen  ;)

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 22. Dezember 2011, 15:49:12
Wenn's denn wieder Feststoff-Booster werden sollen  ;)

Gruß,
KSC


Hallo,

...wenn es wirklich die Verdächtigen mit ATK sind  ;)  können wir davon ausgehen  :)

Noch eine Sache falls wir hier wirklich von einem neuen Orbiter reden können ? Eine große Schwäche des alten Systems war auch die begrenzte Einsatzdauer im Orbit.Also falls das neue System als Zubringer zu einer Raumstation dienen soll und es keine Extra Systeme für Evakuierung der Station geben wird müßte der neue Orbiter auch Einsatzzeiten von 180 Tagen im Orbit schaffen.

gruß jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Fabi485 am 22. Dezember 2011, 15:58:08
Vor allem würde die Entwicklung von Boostern mit Flüssigtreibstoff die Kosten deutlich erhöhen und so wahrscheinlich den finanziellen Rahmen sprengen.

Die relativ geringen Kosten und der hohe Startschub sind ja die einzigen Gründe warum viele moderne Träger SRBs einsetzen.
Rein von der Effizienz her wäre eine Stufe mit hochenergetischen flüssigen Treibstoffen deutlich besser (höherer spezifischer Impuls) aber eben auch deutlich teurer.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Führerschein am 22. Dezember 2011, 21:15:09
Hallo Knebel

Faszinierend das mit den Profilen. Total einfach, wenn man es so sieht, aber man muß erstmal drauf kommen.

Nachtrag: Ich hatte mir das eigentlich so vorgestellt, daß der Treibstoff von unten nach oben abbrennt. Aber nach den Profilen würde es ja ungefähr gleichzeitig in ganzer Länge brennen.

Gruß

Führerschein
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: klausd am 22. Dezember 2011, 21:24:57
Einsatzzeiten von 180 Tagen im Orbit schaffen.

Das würde aber den Einsatz auf etwa 1 Flug pro Jahr reduzieren. Ich denke nicht das man das Geld hat mehrere neue Shuttles zu bauen. Rettungsvehikel können einfachere Kapseln darstellen. Ein Shuttle sollte sich auf das konzetrieren, was es gut kann (können sollte). Häufig fliegen, Nutzlasten hochbringen, Reperaturmissionen, Wartungsmissionen, Größere Nutzlasten zurück zur Erde bringen usw...

Gruß, Klaus
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: R2-D2 am 22. Dezember 2011, 21:57:18
@Führerschein

Zitat
Nachtrag: Ich hatte mir das eigentlich so vorgestellt, daß der Treibstoff von unten nach oben abbrennt. Aber nach den Profilen würde es ja ungefähr gleichzeitig in ganzer Länge brennen.

Wenn der Treibstoff von einem Ende her abbrennt, Stirnbrenner genannt, erreicht man einen kleineren Schub über längere Zeit.
Für den gewünschten hohen Schub muß viel Treibstoff gleichzeitig brennen, deshalb die Zentralbrenner-Bauform

siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Raketentriebwerk#Feststofftriebwerk (http://de.wikipedia.org/wiki/Raketentriebwerk#Feststofftriebwerk)
http://www.bernd-leitenberger.de/feststofftriebwerke.shtml (http://www.bernd-leitenberger.de/feststofftriebwerke.shtml)

Gruß
R2-D2
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Ruhri am 22. Dezember 2011, 23:27:04
Ist es nicht auch so, dass der zu erzielende Schub pro Masse Treibstoff bei festen Treibstoffen ziemlich gering ist, der Schub pro Zeit dagegen sehr hoch. Und darin liegt meines Erachtehns letztlich das Geheimnis in Verwendung dieser Booster. Sie sind ziemlich ineffektiv, aber beschleunigen ziemlich stark. Sie brennen schnell aus, aber gerade dadurch muss man ihre Ineffektivität nur für eine kurze Zeit "ertragen".
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 22. Dezember 2011, 23:44:10
Die Booster brennen vor allem auch deswegen von innen nach außen, weil so der noch unverbrannte Treibstoff als Hitzeisolierung wirkt und die Außenhülle des Boosters schützt. Ein von unten nach oben brennender Booster müsste weitaus stabieler und damit auch schwerer gebaut sein, damit er den Belastungen stand hält.

Die Booster dienen vor allem einen Zweck, so schnell es geht die dicken Luftschichten zu verlassen. Die geringere Effizenz des festen Treibstoffes kommt dabei weniger zum Tragen. Wichtig ist die Effizenz vor allem in der Oberstufe, weswegen fast alle modernen westlichen Träger LH2/LO2 in der Oberstufe einsetzen, um die maximale Nutzlast zu erreichen. Bei Boostern dagegen nimmt man die geringe Effizenz gerne in Kauf, weil sie zum einen in der Unterstufe eingesetzt werden und zum anderen extrem billig sind. Dadurch kann man mit vergleichsweise geringen Kosten die Nutzlast eines Trägers sstark erhöhen.

Das man beim STS 2.0 von den bewährten SRBs abweicht, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Die Booster sind bewährt und zertifiziert und auch für den bemannten Einsatz zugelassen. Würde man neue Booster, vielelicht sogar mit flüssigen Treibstoffen, entwickeln, würde das sehr teuer werden. Klar wären solche Booster deutlich leistungsfähiger, aber die höheren Kosten rechnen sich nicht. Es gäbe weltweit nur 2 Triebwerke, die für flüssige Booster verwendet werden könnten, das wären das F1 (USA) und das RD-170 (Russland). Das F1 ist allerdings seit fast 40 Jahren nicht mehr in Produktion und das RD-170 ist nicht mehr so zuverlässig, wie das für den bemannten Einsatz nötig wäre. Alternativ könnte man das RD-180 verwenden, aber warum? Wenn man die Booster leistungsfähiger haben will, könnte man auch einfach anstatt der 4 - segment Booster die neuen 5 - segment Booster verwenden. Selbst da wird die Entwicklung immer noch um vieles billiger als bei einer kompletten Neuentwicklung mit flüssigen Treibstoffen.

Ich lege mich mal fest, das STS 2.0 wird die normalen SRBs (4 oder 5 Segmente) verwenden und als Flüssigkeitstriebwerke entweder RS-68 am Außentank (wie die Energia) oder SSME am Orbiter (wie der klassische Shuttle). Alles andere wäre einfach zu teuer, mann darf nicht vergessen, das man schon den Orbiter praktisch komplett neu entwickeln muss.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: GG am 23. Dezember 2011, 09:45:01
Dann hängt der Orbiter aber wieder parallel zum Antriebssystem bzw. wird zu einem Teil desselben. Ich dachte, diese Variante, die sich ja im Nachhinein als Nachteil herausgestellt hat, würde man eher vermeiden wollen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: rnlf am 23. Dezember 2011, 09:50:31
Ja leider. Ich fand, dass das immer den speziellen Charme des Shuttles ausgemacht hat, dass der Orbiter mehr oder weniger auf (bzw unter  ::)) dem Tank "reitet". Aber die Nachteile liegen leider auf der Hand  :'(
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: GG am 23. Dezember 2011, 10:15:41
Ich finde die weitgehende Trennung von Personen- und Frachttransport eigentlich nicht schlecht. Eine kleinere Raumfähre mit vielleicht 3 t Frachtmöglichkeit reicht für viele Anwendungsfälle im LEO aus. Die Hubble-Reparaturen hätte man ja umgehen können, wenn man einfach neue Teleskope gestartet hätte. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Kosten dafür auch kaum höher gewesen wären als die Reparatur- bzw. Neuausrüstungsmissionen.

Dann wäre es aber wohl kein STS 2.0 mehr.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 23. Dezember 2011, 10:45:23
Ich sehe das genau so, ich dachte eigentlich, ein großer Shuttle mit riesigem Frachtraum ist out, aber offenbar soll das STS 2.0 genau das werden. Von daher bleibt nach meiner Ansicht auch kaum eine andere Möglichkeit, als den STS 2.0 analog zum alten Shuttle zu starten. Allerdings dürfte man sich dabei weitaus mehr Gedanken über die Tankisolierung machen als bisher.

Ich bin mal gespannt, ob sie Fracht- und Personentransport trennen. Man könnte 2 Shuttle für den Personentransport mit Rettungssystem für die Crew und niedriger Frachtkapazität bauen, die die bemannten Einsätze fliegen sowie 2 Shuttles mit max Frachtkapazität ohne Crew und ohne Cockpit für den automatischen Frachttransport. So könnte man reine Frachttransporte billiger abwickeln, ohne Sicherheitseinbußen bei bemannten Missionen hinnehmen zu müssen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Fabi485 am 23. Dezember 2011, 11:37:57
Allerdings dürfte man sich dabei weitaus mehr Gedanken über die Tankisolierung machen als bisher.

Die Gedanken hat man sich auch schon beim alten System gemacht und sich letztendlich aus Kostengründen für die außen aufgesprühte Isolierung entschieden.
Da der Außentank der einzige Teil des STS Systems war der nicht wiederverwendet werden konnte sollte dieser möglichst kostengünstig gefertigt werden. Technisch ist es kein Problem die Isolierung innen unter der tragenden Außenhaut anzubringen, nur eben teurer.

Man könnte 2 Shuttle für den Personentransport mit Rettungssystem für die Crew und niedriger Frachtkapazität bauen, die die bemannten Einsätze fliegen sowie 2 Shuttles mit max Frachtkapazität ohne Crew und ohne Cockpit für den automatischen Frachttransport. So könnte man reine Frachttransporte billiger abwickeln, ohne Sicherheitseinbußen bei bemannten Missionen hinnehmen zu müssen.

Eigentlich ist das eine gute Idee, so gut das man sie schon für das alte Shuttle in Erwägung gezogen hat.
sucht einfach mal nach Shuttle-C (wie Carrier).

Je mehr ich über STS 2.0 lese umso mehr bin ich der Meinung das es eigentlich alles schon mehr oder weniger mit dem alten System durchführbar gewesen wäre, nur sind sie dafür 2-3 Jahre zu spät dran.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Ruhri am 23. Dezember 2011, 12:17:35
Ein bemanntes und ein unbemanntes System auf derselben Plattform aufzusetzen, hat natürlich ebenso Vor- wie Nachteile. Die Russen haben den gravierendsten Nachteil in diesem Jahr demonstriert. Gibt es technische Probleme beim unbemannten System, ist das bemannte auch von den Folgen betroffen. Die Vorteile sind aber die, dass die Technik, insbesonders die regelmäßig herzustellenden Komponenten, in größeren Stückzahlen gefertigt werden kann, und dass man einige Neuerungen zunächst einmal an der unbemannten Fassung ausprobieren kann. Insofern sollte das Shuttle-Konsortium ernsthaft darüber nachdenken, eine unbemannte Frachtversion zu bauen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: websquid am 23. Dezember 2011, 13:08:53
Vielleicht braucht man gar keinen großen Unterschied machen, sondern lediglich eine Mannschaftskabine, die nach Bedarf in die Nutzlastbucht eingebaut wird (oder eben nicht). Wäre für mich die beste Lösung um unbemannte Fracht mit maximaler Performance und bemannte Missionen mit einem System zu realisieren
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 23. Dezember 2011, 17:53:37
Mein Entwurf sähe folgendermaßen aus:

Shuttle - Tank mit 2 modifizierten RS-68A Triebwerken, dazu 2 Fünf - Segment Booster

Darauf fliegen sowohl der bemannte Shuttle mit niedriger Frachtkapazität und Rettungssystem als auch der unbemannte Shuttle. Der unbemannte Shuttle ist im Prinzip der normale Shuttle und landet auch so, enthält aber keine Crew - Kabine und kein Lebenserhaltungssystem. Da man bei diesem System keine Menschenleben aufs Spiel setzt, kann man den unbemannten Entwurf mit weniger großem Sicherheitsvorkehrungen bauen und betreiben (RS-68A von der Stange, weniger strenge Prüfungen und Tests) und so billiger fliegen. Da hier durchaus Fehlstarts möglich sind, sollten die unbemannten Transporter max 10 mal fliegen und ständig neu gebaut werden.

Ziel soll es auf jeden Fall sein, billig große Frachtmengen in den Orbit zu bringen und gleichzeitig mit einem erweiterten und sicherem System bemannt zu fliegen.

Im Prinzip hat fabi recht. All das wäre schon mit dem alten System möglich, aber es gab nie die Mittel dafür. Der Shuttle durfte nicht einmal unbemannt fliegen, obwohl er es gekonnt hätte, denn sonst hätte es kein Geld dafür gegeben. Wenn man jetzt aber ein neues System entwickeln will, dann hat man jetzt die Chance, von den früheren Fehlern zu lernen. Der alte Shuttle war ein Prototyp, der die eigentlichen Erwartungen (billiger Transport) nie erfüllen konnte, aber ansonsten ein wundervolles Gerät war. Die Shuttleflüge fehlen mir einfach, bin ich doch durch STS-26 vor über 23 Jahren zum Raumfahrtfan geworden.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 24. Dezember 2011, 00:43:47
Zitat
Die Shuttleflüge fehlen mir einfach...
Und wie...!!!

Ich sehe riesige Vorteile im kommerziellen Antrieb dieser Shuttleneuentwicklung. Unabhängig von politischen Ränkespielen und militärischen Anforderungen können vollkommen neue und sinnvolle Kooperationen eingegangen werden.
Spielen wir doch mal... 2009 beförderte WhiteKnightOne X37 zu Testgleitflügen nach oben.
http://drexfiles.wordpress.com/2009/11/22/space-shuttle-2-0-the-x37-launches-in-april/ (http://drexfiles.wordpress.com/2009/11/22/space-shuttle-2-0-the-x37-launches-in-april/)
Heute gibt es WhiteKnightTwo, mit deutlich höherer Tragkraft und Kapazität. Das neue Shuttle soll kleiner sein, nicht seitlich an seinem Träger hängen und günstiger im Betrieb. Was spricht denn gegen einen "Luftstart"?
Die Infrastruktur am Boden ist deutlich günstiger, der Start bedeutend sicherer - sicher, das Triebwerk- und Treibstoffproblem sehe ich auch... und den Unterschied zwischen 110km und 350km... aber vielleicht ist die Zeit reif diese Probleme anzugehen?
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: websquid am 24. Dezember 2011, 00:50:41
Was spricht denn gegen einen "Luftstart"?
Selbst das Monstersystem Stratolaunch könnte lediglich 6t in den Orbit bringen - weit entfernt von einem Shuttle...
Vergiss Luftstart bei diesen Dimensionen
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 24. Dezember 2011, 01:01:39
Stimmt, das Shuttle (nur der Orbiter) wog mit Nutzlast über 110 t.

Luftstart ist für ein System (zudem bemannt) mit diesem Gewicht absolut undenkbar. Man darf hier nicht von einem Spielzeug wie Space Ship One und Nachfolger ausgehen. SSO hat es gerade mal auf 110 km und knapp Mach 4 gebracht. Für den LO brauchst du aber Mach 24. Keine Chance, das SSO das je erreichen könnte. Die Bezeichnung Spielzeug für SSO ist hier ausdrücklich nicht abwertend gemeint, aber bezüglich der Anfordungen liegt SSO vom Orbit genau so weit entfernt wie ein Spielezeugauto von einem richtigen Auto.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 24. Dezember 2011, 01:05:33
Naja... Stratolaunch wiegt so rund 550 Tonnen... fast die Hälfte davon entfallen auf den zu transportierenden Booster, etwa 6 Tonnen sind Nutzlast... stimmt. Was aber, wenn's keinen Booster gibt? Dann hätte man rund 230 Tonnen für Treibstoff und Shuttle...oder?

WhiteKnightTwo hat immerhin 17 Tonnen Traglast...
...wie gesagt... spielen im Kopf, ich muss es ja nicht bauen...

...spannend ist auf jeden Fall, dass es heute weitaus vielfältigere Ansätze und Möglichkeiten gibt als 1972.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 24. Dezember 2011, 01:16:57
Zum Vergleich: der Shuttle hatte eine Startmasse von 2000 t. Durch den Luftstart spart man vielleicht 200 t...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Führerschein am 24. Dezember 2011, 07:55:17
Ja, der Shuttlestart war schon beeindruckend, das muß ich zugeben.

Um jetzt ein neues zu bauen, ist das aber kein hinreichender Grund.

Ansonsten hat es doch nur eines geleistet. Es hat die Untauglichkeit des Konzeptes bewiesen, Nutzlast und Besatzung kostengünstig in den Orbit zu bringen. Und zwar in jeder Hinsicht, Kosten und Sicherheit. Wenn überhaupt könnte ein landefähiger Gleiter etwas eleganter sein als die Kapseln, aber ohne nennenswerte Nutzlastkapazität. Der Aufwand für die Landefähigkeit eines großen Gebildes ist einfach zu hoch.

Warum jetzt trotzdem ein Konsortium auftaucht, das den Bau eines neuen Shuttles vorschlägt, verstehe ich gar nicht. Ich will auch nicht spekulieren, ich möchte mich nicht als Konspirations-Theoretiker darstellen. Aber mir würde auch nicht einmal eine halbwegs plausible Konspirations-Theorie dazu einfallen.

Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 24. Dezember 2011, 11:46:22
Hallo,

Wenn ich den Thread so durchgehe reden hier alle wieder von einem extrem großen überdimensionierten Orbiter??Ich glaube nicht das wir wieder so eine Maschine um die 100 Tonnen sehen werden.
Ich glaube es wird ein System werden mit einem kleinen Orbiter 4-5 Mann Crew mit dem man noch noch 3 Tonnen Nutzlast mitnehmen kann.Er wird definitiv keine eigenen Starttriebwerke haben.Er sitzt oben auf dem Träger und hat nur OMS.Er kann etwas an Gut wieder mit zur Erde bringen.Sollen große Sachen (Module,Satelliten ) in den Orbit bleibt der Orbiter am Boden und der Träger startet die Nutzlasten mit einer anderen Oberstufe direkt.
Es macht absolut keinen sinn wie beim Space Shuttle wegen 7 Astronauten und 17 Tonnen Nutzlast jedesmal eine Maschine (Orbiter) mit 100 Tonnen!!!!! auf 28000 km/h zu beschleunigen und wieder zurückzuführen.Wiederverwendbare Triebwerke da noch mitzuschleppen genau so sinnlos.
Ich weiß die Rechnung hinkt und soll nur mal eine Zahl geben.. ;) ;)  aber bei 135 Space Shuttle Flügen wurden 13500 Tonnen "Orbiter" ins All geschossen !!!! und wieder gelandet ....

Natürlich sind die 100 Tonnen keine reine Nutzlast sondern auch Startsufe ,Lebenserhaltungssystem,Orbitalsystem u.s.w !!!!!

gruß jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Führerschein am 24. Dezember 2011, 12:03:17
Hallo,

Wenn ich den Thread so durchgehe reden hier alle wieder von einem extrem großen überdimensionierten Orbiter??Ich glaube nicht das wir wieder so eine Maschine um die 100 Tonnen sehen werden.

..........

gruß jok

Der erste Ansatz war ja, die Shuttles weiter zu betreiben. Da ist es nur ein logischer Schritt, zu glauben, daß jetzt ein ähnliches Gebilde neu entwickelt werden soll.

Ansonsten vollkommene Zustimmung. Du sagst das gleich wie ich, nur etwas höflicher. ;)

Gruß

Führerschein
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: sf4ever am 24. Dezember 2011, 12:49:53
Ich glaube es wird ein System werden mit einem kleinen Orbiter 4-5 Mann Crew mit dem man noch noch 3 Tonnen Nutzlast mitnehmen kann.Er wird definitiv keine eigenen Starttriebwerke haben.Er sitzt oben auf dem Träger und hat nur OMS...

Sehe ich um ehrlich zu sein genauso. Ich denke auch, dass es sich bei STS 2.0 um eine vergrößerte, bemannbare Version der X-37B handelt (sie wurde ja einst von der NASA entwickelt, nun aber betreib die USAF diese). Außerdem hat man schon bei Boeing darüber nachgedacht, X-37B bemannt auszulegen, weswegen sie höchstwahrscheinlich die Basis bilden wird. Gestartet wird dann wohl auch mit einem EELV, entweder eine größere Version der Atlas V 500er-Serie oder einer Delta IV Heavy, je nac Gewicht. Da aber die Atlas V so oder so man-rated gemacht werden muss wegen CST-100 und Dream Chaser, ist die Atlas V am wahrscheinlichsten.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 24. Dezember 2011, 13:08:30
Der alte Shuttle war eine Art Prototyp, der seiner Zeit um 50 Jahre voraus war. Das Hauptproblem waren die hohen Wartungskosten und die hohen Fixkosten. Die Infrastruktur der Firmen war für eine weitaus höhere Flugrate ausgelegt, die aber nie zustande kam, weil das System einfach zu komplex war.

Dennoch bietet das System in einer überarbeiteten Form erhebliche Vorteile. Es war damals zu teuer, heute dagegen sieht das anders aus. Geht man von 6 Personen zur ISS und drei Frachtladungen der Dragon aus, so ist die Rechnung einfach. 1 Person mit der Sojus kostet ca 50 Millionen Dollar, eine Dragon 130 Millionen. Macht alles zusammen 560 Millionen Dollar. Bei 6 Flügen im Jahr vor der Columbia Katastrophe kostete ein Start ca 400 Mio Dollar. Bei den aktuellen Preisen zur ISS ware ein Shuttle damit also durchaus konkurenzfähig.

Und auch nach der ISS wird es weitergehen. Ein neues Shuttle kann durchaus die kommenden 40 Jahre eingesetzt werden.

Ich bin jedenfalls mächtig gespannt, wie der finale Entwurf am Ende aussieht. Da man sich wohl sehr genau mit der NASA abgesprochen hat, kann man wohl davon ausgehen, das der neue Shuttle sehr genau den Vorstellungen der NASA entspricht. Davon wird es auch abhängen, ob das System ein Erfolg wird. Die NASA kann sehr viel beisteuern. Man muss den Shuttle nicht komplett neu entwickeln, sondern kann gerade die bewährte Technik vom alten Shuttle übernehmen. Cockpit Design, Lebenserhaltung, Energieversorgung, RMS- und OMS-Triebwerke usw, all das könnte man für einen neuen Shuttle wieder verwenden. Beim Antrieb könnte man auf die bewährten Booster und die SSME zurückgreifen (SSME könnte man neu bauen lassen) oder modifizierte RS-68 als Einmal - Triebwerk verwenden. Vor allem kann man die Fehler vermeiden, die den Shuttle so teuer machten, die extrem hohe Sicherheit wegen des fehlenden Rettungssystems und die hohen Wartungskosten, unter anderem durch den aus mehreren 10tausenden Kacheln bestehenden Hitzeschild.

Wenn das neue System von den Fehlern der Vergangenheit lernt, kann es durchaus funktionieren. Vielleicht kann man mit diesem System auch das Hubble Teleskop am Ende von dessen Lebenszeit bergen. Immerhin ist klar, das Hubble gehört nicht in den Pazifik, sondern in ein Museum.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 24. Dezember 2011, 13:14:55
Ich denke auch, dass es sich bei STS 2.0 um eine vergrößerte, bemannbare Version der X-37B handelt.

Ich würde es durchaus ähnlich sehen, ein kleines Shuttle in der Art von Hermes, auf einer EELV gestartet, dürfte die sicherste und bezahlbarste Lösung sein.

Aber in der Ankündigung des STS 2.0 wird eindeutig ausgesagt, das der neue Entwurf zum großen Teil die Fähigkeiten des alten Shuttles haben soll, also auch den Transport und die Rückführung großer Nutzlasten. Das ist mit einen so kleinen Entwurf nicht machbar.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: sf4ever am 24. Dezember 2011, 13:16:41
Aber in der Ankündigung des STS 2.0 wird eindeutig ausgesagt, das der neue Entwurf zum großen Teil die Fähigkeiten des alten Shuttles haben soll, also auch den Transport und die Rückführung großer Nutzlasten. Das ist mit einen so kleinen Entwurf nicht machbar.

Deswegen ja auch "vergrößerte Version". ;)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: MR am 24. Dezember 2011, 13:56:15
Deswegen ja auch "vergrößerte Version". ;)

Die wirst du allerdings mit einem EELV nicht hochbekommen. Selbst die Delta 4 Heavy oder die noch nicht geflogene Atlas 5 Heavy schaffen keine 30 Tonnen Nutzlast. Wie willst du damit einen Shuttle starten, der eine Nutzlast wie das Hubble - Teleskop (ca 15 t) zurückführen kann?

Entweder ein kleiner Shuttle zur Personen- und Frachtbeförderung (4 - 6 Personen, 2 - 3 Tonnen Fracht) oder ein großer Shuttle wie bisher.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: knebel99 am 24. Dezember 2011, 14:34:27
Servus,

ich denke ein nicht zu unterschätzender Faktor ist jetzt am Ball zu bleiben! Das STS-Programm ist eingestellt, Fachkenner und Wissensträger wandern ab; um das Knowhow aus 30 Jahren Shuttle nutzen zu können muss man jetzt zügig ein Konzept vorlegen. Je mehr Zeit zwischen STS1.0 und 2.0 vergeht, desto schwieriger wird es auf Erfahrungen zurückzugreifen und zu bauen!

Shuttle-Technik muss und wird in das neue System einfließen, da wird man nicht drumrumkommen. weitere Faktoren wären dann Kosten und Finanzierbarkeit, auch hier muss man bald Nägel mit Köpfen machen.

mfg h-j
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: runner02 am 24. Dezember 2011, 18:19:55
Zitat
Naja... Stratolaunch wiegt so rund 550 Tonnen... fast die Hälfte davon entfallen auf den zu transportierenden Booster, etwa 6 Tonnen sind Nutzlast... stimmt. Was aber, wenn's keinen Booster gibt? Dann hätte man rund 230 Tonnen für Treibstoff und Shuttle...oder?

Dann muss das Shuttle aber seehr klein sein ;)


Zitat
Es macht absolut keinen sinn wie beim Space Shuttle wegen 7 Astronauten und 17 Tonnen Nutzlast jedesmal eine Maschine (Orbiter) mit 100 Tonnen!!!!! auf 28000 km/h zu beschleunigen und wieder zurückzuführen.Wiederverwendbare Triebwerke da noch mitzuschleppen genau so sinnlos.
Ich weiß die Rechnung hinkt und soll nur mal eine Zahl geben.. ;) ;)  aber bei 135 Space Shuttle Flügen wurden 13500 Tonnen "Orbiter" ins All geschossen !!!! und wieder gelandet ....

Müsste man die OMS nicht viel kleiner machen, wenn der Orbiter so viel leichter wird? Sonst bekommt man statt den üblichen 1/16g (? Erinnerung) gleich Richtung 1g zusammen...




Was ich so aus der Diskussion heraushöre, sind die viiiielen Hitzeschutzkacheln sehr teuer (dazu natürlich unsicherer)

Hat da jemand eine Einschätzung, was das Shuttle ohne die Schilde gekostet hätte (sagen wir mal, die Haut des Orbiters wäre aus Unobtanium ;) )
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: angryangel am 27. Dezember 2011, 17:03:01
Es macht absolut keinen sinn wie beim Space Shuttle wegen 7 Astronauten und 17 Tonnen Nutzlast jedesmal eine Maschine (Orbiter) mit 100 Tonnen!!!!! auf 28000 km/h zu beschleunigen und wieder zurückzuführen.Wiederverwendbare Triebwerke da noch mitzuschleppen genau so sinnlos.

Schonmal an ein Tug-System gedacht?

Kleines Shuttle für geringe Nutzlasten/Crew. Weitere Fracht über "normale" Raketenstarts, im Orbit wird angedockt und an Zielort verbracht bzw. wieder mitheimgenommen
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: DukNukem am 27. Dezember 2011, 22:15:53
Bei dieser Variante würde jedoch die Möglichkeit verlieren Nutzlast zurückzuführen.
Ich muss aber zugeben, dass ich gerade garkeine Ahnung habe, wie oft das beim Shuttle Verwendung fand. Da müsstet ihr mal aushelfen, wie viele Satelieten oder ähnliches die Erde komplett erreicht haben.
Deeshalb die Frage von mir, ob es eigentlich schon überlegungen (oder den Bedarf) gab, wie man Sateliten wieder landen könnte.
Da braucht man ja doch mehr, als ein Hitzeschild und nen Fallschirm, der mir zuerst in den Kopf kam. Ich glaube ja doch fast, dass so ein Teil wohl am Schluss doch nur ein unbemanntes Shuttle wäre oder ließe sich das doch simpler gestalten?

Ansich wäre es aber schon eine Idee, sich auf ein spezielles Nutzlast Rückkehr vehikel zu konzentrieren, das nur gestartet wird, wenn es benötigt wird. Wenn das ganze kein allzu großes gewicht hätte, könnte dies doch bei einem leeren Start sogar "preiswert" zu realisieren sei, wobei das von mir jetzt unfundiertes Stammtischniveau ist.
Was meitn ihr dazu? Bedarf vorhanden oder doch eher unrealistisch?
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: sf4ever am 28. Dezember 2011, 01:55:39
So selten warbei den letzten Flügen die Zurückführung nciht, da man mit den MPLMs MAterial von der ISS wieder zurück zur Erde brachte. Aber klar, dieses neue Shuttle wird wohl nicht das leisten können, was das Shuttle vermochte.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: angryangel am 28. Dezember 2011, 08:41:05
Ist jetzt nicht hundertprozentig das Bild, dass ich gesucht habe:

http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up020038.jpg (http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up020038.jpg)

Aber quasi Nutzlast hinten angedockt zur Rückkehr.

Oder man bedient sich doch mal der Sci FI für ein Konzept:

http://media.moddb.com/images/mods/1/2/1726/4856.jpg (http://media.moddb.com/images/mods/1/2/1726/4856.jpg)

Auswechselbare "Container" und je nach Konfiguration Crew oder Frachtmodul.



Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: T.D.K. am 28. Dezember 2011, 09:52:23
Oder man bedient sich doch mal der Sci FI für ein Konzept:

Jo die haben dann auch den Vorteil das sie ohne Hizeschild auskommen  ;D

Cargo-Container unten drunter wird deshalb wohl nicht gehen, eher huckepack.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 28. Dezember 2011, 13:16:20
Es macht absolut keinen sinn wie beim Space Shuttle wegen 7 Astronauten und 17 Tonnen Nutzlast jedesmal eine Maschine (Orbiter) mit 100 Tonnen!!!!! auf 28000 km/h zu beschleunigen und wieder zurückzuführen.Wiederverwendbare Triebwerke da noch mitzuschleppen genau so sinnlos.

Schonmal an ein Tug-System gedacht?

Kleines Shuttle für geringe Nutzlasten/Crew. Weitere Fracht über "normale" Raketenstarts, im Orbit wird angedockt und an Zielort verbracht bzw. wieder mitheimgenommen

Hallo,

...dazu zitiere ich mich mal selbst  ;)

Zitat
Sollen große Sachen (Module,Satelliten ) in den Orbit bleibt der Orbiter am Boden und der Träger startet die Nutzlasten mit einer anderen Oberstufe direkt.

...mein Gedankengang vom 24.12 dazu  :)

Übrigens mein dort auch erwähntes OMS Orbital Maneuvering System ein Triebwerksystem für den Einschuss des Orbiters in die Umlaufbahn und Bremsmanöver für reentry...natürlich keine überdimensionierten OMS Pods(Space shuttle) 1:1 an einen kleineren Orbiter schrauben-Quatsch  ;)

gruß jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: DukNukem am 28. Dezember 2011, 20:21:18
So selten warbei den letzten Flügen die Zurückführung nciht, da man mit den MPLMs MAterial von der ISS wieder zurück zur Erde brachte. Aber klar, dieses neue Shuttle wird wohl nicht das leisten können, was das Shuttle vermochte.

Stimmt, die Dinger wurden ja wiederverwertet. aber für den Rücktransport von der ISS wäre doch das ARV prädestiniert ;) Auch wenns nicht so ernst gemeint ist, wäre es trotzdem Toll, wenn wir damit eventuell unseren Teil zur Finanzierung beitragen würden.
Somit könnte man zumindest die Rückführung von ISS Nutzlasten mit anderen Systemen machen. Man hätte da ja auch noch die Dragon.

JEtzt würde sich dann wohl nur die Frage stellen, wie sehr die Rückführung von Satteliten benötigt wird.
Aber da warten wir am besten mal auf weitere Infos zu diesem Konzept.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 29. Dezember 2011, 14:16:48
Mir scheint, dass hier viele erwarten, dass das Shuttle 2.0 alles, aber auch alles kann, was das Space Shuttle konnte, plus mehr Sicherheit, plus weniger Betriebskosten.
Ich persönlich sehe, erwarte das anders. Es wird weniger können. Die Frage lautet: was sollte es können um für jetzige und zukünftige Aufgaben sinnvoll zu sein?
Es wird deutlich weniger Nutzlast transportieren. Es wird weder alle Satelliten bergen noch aussetzen können. Es wird wahrscheinlich keine siebenköpfige Crew beheimaten können.
Große Priorität sollte den Kosten eingeräumt werden, sowie der einfachen Wartung und Sicherheit. Das war die Schwachstelle des Shuttles. Dafür wird man auf die Leistung des Space Shuttles verzichten müssen.
Das Space Shuttle und seine Fähigkeiten sind unwiederbringlich verloren, sie sind Geschichte, vielleicht schon Legende.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Fabi485 am 29. Dezember 2011, 14:33:10
JEtzt würde sich dann wohl nur die Frage stellen, wie sehr die Rückführung von Satteliten benötigt wird.
Aber da warten wir am besten mal auf weitere Infos zu diesem Konzept.

Bei der heutigen Auslegung von Satelliten ist das eigentlich völlig unnötig.

Selbst mit dem alten Space Shuttle hat man das nur sehr selten gemacht.
Mir fallen im Moment nur 2 Kommunikationssatelliten ein deren PAM-D Oberstufe nach dem aussetzen nicht zündete und die dann bei dem nächsten Flug wieder geborgen wurden. Rein finanziell hat es sich schon damals nicht gelohnt, es wäre billiger gewesen die Dinger neu zu bauen und zu starten.

Heutige Satelliten haben (sofern darauf ausgelegt) oft 15-20 Jahre Betriebszeit. Selbst wenn man sie bergen könnte, wozu sollte man das machen? Um sie ins Museum zu stellen? Die Technik entwickelt sich in dieser Zeit so sehr weiter das eine Instandsetzung & erneuter Start wenig Sinn macht.
Und wenn es nur darum geht Weltraummüll zu vermeiden müsste man sich halt den Treibstoff für einen kontrollierten Wiedereintritt aufheben.

Die Fähigkeit große Lasten zurückzubringen ist das was wahrscheinlich am wenigsten vermisst wird. Selbst auf der ISS ist dieser Bedarf ziemlich überschaubar, wenn die Dragon mal regelmäßig fliegt deckt das den momentanen Bedarf für Cargo-Return mehr als ab.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Führerschein am 29. Dezember 2011, 14:39:09
Hallo xwing

Wenn das neue Shuttle das alles nicht kann, was kann es dann, das Dragon oder Orion nicht können und das tatsächlich gebraucht wird?

Daß Shuttle 2.0 preisgünstiger als Dragon und Orion wird, ist doch nicht zu erwarten.


Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 29. Dezember 2011, 15:00:43
Zunächst einmal sehe ich wiederverwendbare Systeme als wünschenswert an... take nothing but pictures, leave nothing but footprints... wir bedürfen keiner Zusatzvermüllung des LEOs.

Dann wäre ein Raumfahrzeug wünschenswert, das flexibel im Raum mannövrieren kann... inklusive Luftschleuse, inklusive Roboterarm... das macht es Kapseln überlegen. Vielleicht sind Bergungsaktionen nicht möglich (aber wie erwähnt eigentlich auch nicht zwingend gebraucht), aber Reparaturmissionen rücken wieder in den Bereich der Möglichkeiten. Das kann die Lebensdauer von Satelliten, evtl. sogar Weltraumteleskopen verlängern und sich rechnen.

Und selbst wenn es "nur" vier Besatzungsmitglieder sicher befördern kann, dann überholt es die Sojus. Dragon und Orion müssen ihre 6/7 Personen ja auch erstmal unter Beweis stellen. ;)

Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ein wiederverwendbares System zwangsläufig so massiv teurer als ein Raketenstart sein muss. Die Kosteneskalation des STS hatte vielfältige Gründe. Damit hat man Erfahrungen gesammelt. Sie fließen in das neue Konzept ein. Neue Technologien und Werkstoffe ermöglichen neue Wege. Die geringere Größe und manch' Leistungseinbuße tut ein übriges.
Und trotz dieser Einschnitte bleibt ein Raumschiff in seinen Möglichkeiten einer Kapsel überlegen - also höchst wünschenswert.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: DukNukem am 29. Dezember 2011, 16:41:39
Du denkst also eher in die Richtung Aribeitsplattform im All.
Das ist, wenn man so etwas Überlegt, wohl auch das, was neben dem großen Cargo Return das Einzigartigste des Shuttles war und auch nicht durch die anderen in Entwicklung befindlichen Plattformen lösbar ist.
Das wäre auf jeden Fall ein schöner Ansatz. Einzig die Robotik könnte in den nächsten Jahren dieses Feld komplett frei von menschlichem Einsatz machen.
Schaun mir mal, was bei deren nächster PK so raus kommt.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 29. Dezember 2011, 17:11:39
Zitat
Einzig die Robotik könnte in den nächsten Jahren dieses Feld komplett frei von menschlichem Einsatz machen.
Vielleicht... vielleicht auch nicht. Man hat sogar mal angedacht, vor langer Zeit, ob man die Hubblereparaturmissionen Robotern überlassen kann.
Die Idee hat sich nicht lange gehalten - und die Missionen haben gezeigt wie unersetzlich menschlicher Einsatz ist.

Ich glaube einfach zutiefst daran, dass es notwendig ist, dass Menschen einen flexiblen Zugang zum Weltraum haben, ein Raumschiff, das Transporter ist, Zubringer, ja auch Werkbank und für kurze Zeit sogar eine Miniraumstation, ein begrenztes Raumlabor gewissermaßen.
In dem Umfang, in dem das Space Shuttle das anbot, werden wir davon Abschied nehmen müssen. Fällt schwer, ja. Sehr.

Also vielleicht nicht 16 Tonnen Nutzlast... aber vielleicht sechs? Vielleicht keine siebenköpfige Crew... vielleicht vier? Vielleicht keine 18 Meter Nutzlastbucht... aber acht? So meine ich das. Shuttle en miniature... bei Erhalt vieler Möglichkeiten, plus Sicherheit, plus neue Werkstoffe, minus Wartungsaufwand, minus Kosten - und im Idealfall mit höherer Startfrequenz.

Hey, es ist gerade so viel noch offen und unbenannt... Hoffnung IST eine Möglichkeit.  ;D
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: knebel99 am 30. Dezember 2011, 10:21:21
Servus,

allein die Tatsache, dass ein neues Shuttle wesentlich kleiner wird, macht es m.E. schon extrem flexibler! Die Infrastruktur kann deutlich schlanker ausfallen, es müssen nicht überall übergroße Sonderhandlings gebaut werden; bei Problemen kommt man viel leichter ran, man braucht keine Servicestructure, einen Kettencrawler oder ein riesiges VAB!
Dadurch kann man viel schneller reagieren (z.b. bei Fehlern), Processings werden überschaubarer und kürzer.

Selbst wenn man alle Eigenschaften des alten Shuttles erhalten möchte geht das aufgrund der Größe schon deutlich günstiger... Die Erfahrungen aus 30Jahren STS und neuere Technologien bzw. Werkstoffe tun dann ihr Übriges, deshalb muss das doch konkurrenzfähig sein oder??

mfg h-j
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Kryo am 30. Dezember 2011, 11:30:18
JEtzt würde sich dann wohl nur die Frage stellen, wie sehr die Rückführung von Satteliten benötigt wird.
Aber da warten wir am besten mal auf weitere Infos zu diesem Konzept.

Bei der heutigen Auslegung von Satelliten ist das eigentlich völlig unnötig.

Selbst mit dem alten Space Shuttle hat man das nur sehr selten gemacht.
Mir fallen im Moment nur 2 Kommunikationssatelliten ein deren PAM-D Oberstufe nach dem aussetzen nicht zündete und die dann bei dem nächsten Flug wieder geborgen wurden. Rein finanziell hat es sich schon damals nicht gelohnt, es wäre billiger gewesen die Dinger neu zu bauen und zu starten.

Heutige Satelliten haben (sofern darauf ausgelegt) oft 15-20 Jahre Betriebszeit. Selbst wenn man sie bergen könnte, wozu sollte man das machen? Um sie ins Museum zu stellen? Die Technik entwickelt sich in dieser Zeit so sehr weiter das eine Instandsetzung & erneuter Start wenig Sinn macht.
Und wenn es nur darum geht Weltraummüll zu vermeiden müsste man sich halt den Treibstoff für einen kontrollierten Wiedereintritt aufheben.

Die Fähigkeit große Lasten zurückzubringen ist das was wahrscheinlich am wenigsten vermisst wird. Selbst auf der ISS ist dieser Bedarf ziemlich überschaubar, wenn die Dragon mal regelmäßig fliegt deckt das den momentanen Bedarf für Cargo-Return mehr als ab.

Du vergisst das Weltraumschrottproblem. In Zukunft wird es irgendwann notwendig sein, ausgediente Satelliten zurückzuführen. Wie das geschieht gibts verschiedene Ansätze, doch sollte es ein Shuttle geben, könnte es auch zu diesem Zweck eingesetzt werden: Zuerst ein Nutzlast aussetzen, danach eine einsammeln und wieder zurückfliegen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 30. Dezember 2011, 11:46:53
Der Ansatz gegen Weltraummüll ist nicht Satelliten zurückzuführen, sondern sie zu passivieren (Tanks und Batterien entladen) und sie von selbst aus den wichtigen Orbits herauszufliegen (GEO) oder sicherzustellen, dass nur eine begrenzte Verweilzeit (< 25 Jahre) haben (LEO). Ggf. wird man unbemannten Robotiksysteme entwickeln, um "nicht kooperative" Satelliten so zu entsorgen. Aber selbst dieser "business-case" steht noch in den Sternen. Für eine Rückführung, samt bemannter Mission, wird niemand bezahlen.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 30. Dezember 2011, 15:59:49
Ggf. wird man unbemannten Robotiksysteme entwickeln, um "nicht kooperative" Satelliten so zu entsorgen. Aber selbst dieser "business-case" steht noch in den Sternen. Für eine Rückführung, samt bemannter Mission, wird niemand bezahlen.
Ja, das "Netz"... da gibt es lustige Gedankenspielereien zur Bewältigung der menschlichen Neigung zur Vermüllung.  ;)
Nehmen wir nur mal an ein Shuttle 2.0 Start würde sich kostentechnisch einem Raketenstart deutlich annähern. Dann könnte es sich durchaus als rentabel erweisen auf die Entwicklung geeigneter Robotiksysteme zu verzichten. Warum Entwicklungskosten plus Raketenstart zahlen, wenn man ein Shuttle nutzen kann?
Es hängt einfach viel davon ab wieviel Kostensenkung und Leistungsfähigkeit mit dem neuen Shuttlekonzept erreicht werden kann.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 30. Dezember 2011, 19:12:25
Was ist kostengünstiger zu entwickeln? Ein flexibler, robotischer Space-Tug oder ein bemanntes Schleppsystem? In jedem Fall müsste eine dedizierte Mission gestartet werden. Außerdem wäre der Einsatz in diesem Szenario die Ausnahme, nicht der Regelfall. Normalerweise wird das Prolem Müll eben anders angegangen.

Da selbst Deutschland Variante 1 in seinem Nationalen Programm verfolgt (Mission DEOS), könnte man Variante/Idee 2 bereits für widerlegt halten ...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 30. Dezember 2011, 19:26:05
Wer sagt denn, dass das  „neue Shuttle“ notwendigerweise bemannt fliegen muss  ;)

Gruß,
KSC
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Schillrich am 30. Dezember 2011, 19:32:21
Guter Punkt. Die Kombination als wiederverwendbarer Tug wäre interssant.

Wir haben eine interessante Diskussion/Ideenschmiede. Wenn aber alles rein kommt, ist es wieder die Eier legende Wollmilchsau. Das richtet es, nach meiner Sicht, wieder zugrunde. Konzentration auf das Wesentliche hätte ursprünglich wohl auch das besser STS 1.0 ergeben.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: xwing2002 am 31. Dezember 2011, 01:09:26
Konzentration auf das Wesentliche hätte ursprünglich wohl auch das besser STS 1.0 ergeben.
Das stimmt. Es ist nur eben schwierig zu bestimmen, was das Wesentliche ist... weil viele Erwartungen an so einem Konzept beteiligt sind. Von beteiligter Seite, wie von den "Fans"." Und alle Erwartungen sind unterschiedlich. Und alle setzen ihre eigenen Prioritäten. ;)
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Sucher42 am 17. Januar 2012, 17:34:11
Hallo,

Fassen wir mal zusammen:
Die ISS wird bis 2020 betrieben und hoffentlich auch noch deutlich darüber hinaus. Sie soll von Sojus-Raumschiffen, Progress-Transportern, ATVs und privat betriebenen Raumschiffen versorgt werden. Für weiterreichende Expeditionen ist das Orion angedacht. Dazwischen muss das neue Shuttle seinen Einsatzbereich finden. Beispielsweise wird es wohl benötigt werden, wenn es darum geht, eventuell nach 2020 Teilmodule der USS auszutauschen um die ISS nach und nach zu erneuern. (In diesem Zusammenhang möchte ich mal daran erinnern, dass die ISS vor jedem Shuttle-Besuch ihren Orbit etwas senken musste, damit das Shuttle ran konnte. Also wäre es wünschenswert, wenn da das neue System etwas leitunsfähiger wäre)
Im Allgemeinen stellt es eine mobile, flexible, Arbeitsplatform für Arbeiten im Orbit dar.
Bei den Entwurf und Bau des neuen Shuttle-Systems kann man auf die Erfahrungen des alten Systems aufbauen, und neue leichtere, wartungsfreundlichere, und effektivere Technologie einsetzen. Allein dadurch kann es sicherer und kostengünstiger als der Vorgänger betrieben werden.
Bei beiden großen Shuttle- Katastrophen (Challanger, Columbia) spielte der Umstand, dass Treibstofftank und Booster SEITLICH am Orbiter angebracht waren, eine bedeutende Rolle. Allein deswegen wird der neue Orbiter an der Spitze des Trägersystemes angebracht werden. Der Orbiter wird dann auch keine eigenen Start- Triebwerke haben, nur noch welche für Manöver im Orbit. Auch das spart Gewicht.
Als Trägersysteme wäre verschiedene Systeme, je nach Mission, denkbar: Die Schwerlastrakete (oder Teile davon) die gegen 2015 entwickelt werden soll (ARES V ? ), eine Kombination bestehender Systeme, vielleicht auch, wie schon mal spekuliert, ein weiterentwickelter Schuttle-Außentank mit eigenem Antrieb und 2-6 Boostern.
Aber was auch immer man sich ausdenkt, die Entwicklungen sollten bald beginnen, solange das Know-How und die Infrastruktur dazu noch vorhanden ist.


Grüsse

Peter
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Ruhri am 17. Januar 2012, 19:31:25
Diese Zusammenfassung ist so nicht ganz richtig. ATVs werden nur noch in den Jahren 2012, 2013 und 2014 zur ISS starten. Sollte die ATV-Technologie weiterverwendet werden, wird das ein erheblich geändertes Raumschiff werden. Mit anderen Worten: ATV 1.0 und STS 2.0 zusammen wird es nicht geben. In der Auflistung fehlt übrigens noch das japanische HTV, und das mag durchaus noch so lange fliegen, bis STS 2.0, Orion und andere neue Systeme im Einsatz sein werden.

Übrigens benötigt man keineswegs ein Shuttle, um Teile zur ISS zu bringen. Die Russen haben 4 von 5 Elementen ohne das Shuttle dorthin gebracht, und die ESA könnte mit ihren ATV-Erfahrungen ebenfalls ohne weiteres auf ein Shuttle verzichten.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: T.D.K. am 17. Januar 2012, 22:15:49
Was spricht eigentlich dagegen 2 verschiedene Systeme aufbauend auf der gleichen Grundkonfiguration zu entwerfen? Ein Bemanntes und ein unbemanntes? Äußerlich würden sich beide kaum unterscheiden, allerdings kann man bei der unbemannten Version etliche sicherheitsrelevante Dinge incl. der Lebenserhaltung weglassen.
z.B. Bemannte Version 4-5 Astonauten + 3 Tonnen Ladung, unbemannte Version 10 Tonnen Ladung.
Der Vorteil wäre man könnte die gleichen Starteinrichtungen verwenden was die Sache dann auch wieder preiswerter macht schon von der Logistik her.
Allerding muß ein wiederverwendbares System auch Vorteile bringen, also muß der Wartungsaufwand nach dem Flug deutlich gesenkt werden. Evtl. bis dahin wie man sich das Spaceshuttle als es entworfen wurde mal vorgestellt hat. Mission fliegen dann gut (max)  4 Wochen Wartung dann wieder fliegen. Anders macht das keinen Sinn.


Übrigens sehe ich bei Sidemount eigentlich keine Nachteile, beide Shuttlekatastrofen wären verhinderbar gewesen wenn die Crewkabiene abtrennbar wäre und zur Not Ballistisch landen könnte inklusieve einem separaten Hitzeschild was nur dazu dient die Leute heil nach Haus zu bringen. Danach kann der Schrott weggeworfen werden. Das Shuttle kann man dann einfach neu bauen. Wenn man bedenkt was die Columbia wog und was die Endeavour, und den externen Tank haben sie mit der Zeit auch immer leichter hinbekommen, da wäre genug Spielraum für ein 2. Wiedereitrittssystem gewesen wenn man STS 1.0 neu konstruiert hätte.


Im großem und ganzen finde ich es eh sinnvoller ein getrenntes System zu haben, deshalb verstehe ich auch nicht warum die Nasa an einem ManRated Schwerlasttransporter arbeitet? Auch auf dem Weg von der Erde weg (z.B. Mars) würde ich es als sinvoller betrachten ein Raumschiff von gut 50-100T erst unbemannt in die Umlaufbahn zu bingen, dann dort mit der Crew anzudocken und dann geht es weiter. Das stell ich mir wesentlich sicherer vor und vorallem preiswerter, weil man bei dem Schwertransport auf ManRated verzichten kann und notfalls an dem in den LEO Parkorbit gebrachten Schiff noch Reperaturen durchführen kann bevor es weitergeht, auch wenn man dann mindestens 2 Systeme starten muß.
Aber dafür hätten wir ja dann STS 2.0! :)

MfG.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: 1234567891011a am 18. Januar 2012, 07:43:09
@TDK

Also in einigen Teilen muss ich dir zustimmen, zum Beispiel bei dem Ansatz, Crew und Ladung getrennt hochzubringen, aber dennoch für beides vergleichbare Raketen zu benutzen. Das wäre wirklich sinnvoll, da so, auch bei Einstellung des bemanten Programms (was ja immer wieder passiert) die Rakete in der unbemanten Konfiguration noch weiterproduziert wird, sodass man nicht alles von Grund auf Neuentwickeln muss.

Andererseits halte ich die Vorgabe "höchstens 4 wochen Wartung nach jeder Mission" für nicht Machbar. Dafür sind die Belastungen an das Material zu hoch, als dass ich glauben könnte, dass man in Vier Wochen alles kritische überprüfen könnte.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: runner02 am 18. Januar 2012, 19:53:14

Andererseits halte ich die Vorgabe "höchstens 4 wochen Wartung nach jeder Mission" für nicht Machbar. Dafür sind die Belastungen an das Material zu hoch, als dass ich glauben könnte, dass man in Vier Wochen alles kritische überprüfen könnte.

Orion? Röntgen/Ultraschalluntersuchung -> neuer Hitzeschutzschild -> go
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Braunschweiger am 24. Januar 2012, 00:41:10
Zitat
Orion? Röntgen/Ultraschalluntersuchung -> neuer Hitzeschutzschild -> go

Vom Shuttle dachte man auch, dass man das nur kurz mit 5 Technikern überprüft und es dann wieder losgeht ...

Ich muss sagen, dass ich den Sinn des Konzepts nicht verstehe. Was brauchen wir denn um eine vernünftige Raumfahrt zu betreiben:

1. Materialzubringer Raumstationswartung/Aufbau
2. Materialzubringer Kleinkram und Versorgungsgüter (Nahrung, Flüssigkeiten, Gase, Geräte, ...)
3. Crewtransport
4. Möglichkeit der Rückführung von Experimenten
5. Schwerlastträger für Mond, Mars, NEOs, ...

1.
Haben bei der ISS Shuttle und Proton erledigt, es wäre aber sinnvoll stärkere Systeme zu haben, da große Module effizienter sind.

2.
Haben wir lang da:
ATV, HTV, Progress, Dragon, ...

3.
Haben Shuttle und Sojuz erledigt. An Orion bastelt man schon und Dragon solls ja auch mal machen.

4.
Ja, das war das Shuttle sehr wichtig. Ich glaube da sind die Sojuz zu vernachlässigen und auch Dragon reißt da nicht viel.

5.
Das Shuttle war dafür ja schon zu klein ...


Es ist klar, dass eine große Rakete teurer ist als eine kleine. Außerdem kostet es wahrscheinlich über 100 % Aufschlag wenn die Rakete man-rated ist. Fracht und Crew zu kombinieren ist also teuer.

Eine Shuttle ist gut um eine Station aufzubauen. Da kann man aber auch eine Frachrakete für nehmen und die Crew separat schicken. Ein verkleinertes Shuttle kann das nicht mehr leisten und eigentlich ist es ja eh schon zu klein ...
Vielmehr würde es zur Konkurrenz zu Sojuz, Orion, Dragon. Diese sind aber vermutlich billiger, da sie auf die Fracht verzichten. Die schickt mal lieber im Pappeträger für 5 € hoch. Bitte erklärt mir wo ich falsch liege.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 09. März 2012, 16:08:39
Laut Bericht im März kommenden Jahres.

Gruß,
KSC

Hallo,

So langsam müßte mal was durchsickern, eventuell ist es ja dieses Projekt was im NSF Artikel zu den Umbauarbeiten am KSC benannt wurde...was noch der Schweigepflicht unterliegt ????
Aber schon 2014 ein Teststart ???

wer weiß

gruß und schönes wE
jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Nitro am 09. März 2012, 16:23:09
Aus dem Bericht von NSF liest es sicht fast so:

Ein Teststart von 39B in 2014. Das Vehikel darf allerdings aufgrund eines Informationsembargos nicht genannt werden. So die Aussage.

Es hat also wahrscheinlich nichts direkt mit SLS zu tun, denn warum sollte es da ein Embargo geben. Und NSF hat ja schon beim letzten mal behauptet, sie haetten schon Information zu STS 2.0, duerften diese aber noch nicht preis geben.

Hach was lieben wir diese Spekulationen.  ;D
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 10. März 2012, 11:14:19
Hallo,

Ja diese Geheimnistuerei macht schon neugierig.Die Spekulationen gehen weit.Was wir zum neuen STS 2.0 erfahren werden ???? keine Ahnung.

Aber die Aussagen zum Umbau am KSC mit einem Teststart in 2014 von einem alten Shuttle MLP ist auch nicht ohne.
Was paßt auf ein Shuttle MLP ...naja definitv erstmal zwei SRB  ;) die dann entweder den Shuttle Stack bilden-aber das ist Geschichte.
Oder eben en SRB der dann mal die 1 Stufe der ARES bildete...ebenfalls Geschichte.
Also entweder hat ATK das bedürfnis ihren neuen 5 Segment Booster mit was auch immer obendrauf zu Starten oder es gibt noch eine Riesen Überraschung

...man darf gespannt sein...

Gruß
der jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: runner02 am 12. März 2012, 21:28:57
Wie sieht es mit dem STS 2.0 jetzt eigentlich aus?

Was ist das - ein Vorschlag, eine Studie, ein Plan?

Gibt es eine Stellungnahme der NASA?


Wie hoch ist die Realisierungsschance? 0% ? 1% ? 50% ? 70% ?
Das wäre das Interessanteste...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Nitro am 12. März 2012, 21:51:49
Glaub mir, wenn hier irgendjemand etwas wüsste würde er/sie es posten. Da hier aber nichts steht erübrigt sich die Antwort. ;)

Jok hat vor drei Tagen erst geschrieben, dass es noch nichts neues gibt. Laut NSF soll es angeblich diesen Monat Neuigkeiten geben. Also abwarten und Tee trinken.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: knebel99 am 13. März 2012, 07:12:54
Hmm, ich glaube dieser Thread könnte mein Lieblingsthread werden, mal sehn ;)

Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass man sowas solange geheim halten könnte/wollte, warum auch? Ausser es wäre eine miltiärische Angelegenheit, wobei die X37 auch keine wirkliche Überraschung war...


mfg
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: runner02 am 13. März 2012, 13:05:01
Ja stimmt... In der Raumfahrt braucht man halt Geduld...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Marauder am 26. April 2012, 13:14:51
Sollte das neue Fahrzeug zu groß für eine "on Top"-Konfiguration ausfallen, kann ich mir auch eine Variante wie bei Energija/Buran gut vorstellen, nur nicht ganz so groß. Damit wäre das Gesamtsystem auch wieder deutlich flexibler.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: spacer am 10. Mai 2012, 17:04:11
Das mit dem Teststart von 39b in 2014 hat sich jetzt erledigt: dabei handelt es sich um einen Liberty-Teststart, das hat also nichts mit dem mysteriösen Shuttle-Nachfolger zu tun.

Wie Chris Bergin von Nasaspaceflight.com geschrieben hat, handelt es sich bei diesem außerdem nicht um Skylon.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 10. Mai 2012, 18:34:49
Das mit dem Teststart von 39b in 2014 hat sich jetzt erledigt: dabei handelt es sich um einen Liberty-Teststart, das hat also nichts mit dem mysteriösen Shuttle-Nachfolger zu tun.


Hallo
Hallo,


Also entweder hat ATK das bedürfnis ihren neuen 5 Segment Booster mit was auch immer obendrauf zu Starten oder es gibt noch eine Riesen Überraschung

...man darf gespannt sein...

Gruß
der jok

Hallo,

..also doch 5 Segment Booster mit was obendrauf  ;) Es reist einem nicht vom Hocker, aber schön wenn überhaupt mal wieder etwas am Cape aufsteigt.
Mal sehen ob sie das mit der Finanzierung und ihrem eng gesteckten Zeitplan gebacken bekommen?

gruß jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: spacer am 10. Mai 2012, 18:39:49
Das mit dem Teststart von 39b in 2014 hat sich jetzt erledigt: dabei handelt es sich um einen Liberty-Teststart, das hat also nichts mit dem mysteriösen Shuttle-Nachfolger zu tun.


Hallo
Hallo,


Also entweder hat ATK das bedürfnis ihren neuen 5 Segment Booster mit was auch immer obendrauf zu Starten oder es gibt noch eine Riesen Überraschung

...man darf gespannt sein...

Gruß
der jok

Hallo,

..also doch 5 Segment Booster mit was obendrauf  ;) Es reist einem nicht vom Hocker, aber schön wenn überhaupt mal wieder etwas am Cape aufsteigt.
Mal sehen ob sie das mit der Finanzierung und ihrem eng gesteckten Zeitplan gebacken bekommen?

gruß jok
Nur um Verwechslungen zu vermeiden: Liberty hat nichts mit dem angekündigten Shuttle-Nachfolger zu tun.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: jok am 10. Mai 2012, 18:55:20
Hallo,

Das ist mir klar, wie oben erwähnt seit dem 10. März  ;)

jok
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Romsdalen am 06. März 2013, 21:08:08
Kann man eigentlich davon ausgehen, dass das Shuttle 2.0 tot ist?
Eigentlich hätten doch schon vor fast einem Jahr neue Infos kommen sollen...
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: spacer am 06. März 2013, 21:14:41
Kann man eigentlich davon ausgehen, dass das Shuttle 2.0 tot ist?
Eigentlich hätten doch schon vor fast einem Jahr neue Infos kommen sollen...
Es gibt Gerüchte, dass der führende Investor wegen Betrugs mit Spielautomaten inhaftiert wurde. Es könnte sich dabei aber auch um eine Namensgleichheit handeln.
Ansonsten habe ich seit über einem Jahr nichts von dem Projekt gehört – wenn es denn überhaupt je ein richtiges Projekt war und nicht eher eine Absichtserklärung einiger Investoren.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: Haus Atreides am 07. März 2013, 13:32:26
Bei NSF weiß man auch nichts Neues.

Obs wirklich der Spielautomatentyp ist sagen sie nicht, Chris Bergin hat aber scheinbar einen entsprechenden Userkommentar editiert.

Seltsam ist allerdings, daß er noch im Vorjahr gesagt hat, daß NSF weiß wer dieser Kevin Hollaran ist, aber keinerlei konkrete infos  über ihn rausrücken wollte. Es wurde immer nur gesagt, er wäre ein britischer Millionär, mehr nicht...

Imo.  klingt das ganze doch allmählich nach einem PR Gag.
Titel: Re: STS 2.0
Beitrag von: KSC am 07. März 2013, 13:51:43
Kann man eigentlich davon ausgehen, dass das Shuttle 2.0 tot ist?
Ja.

Gruß,
KSC