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Raumfahrt => Organisationen, Unternehmen und Programme => Thema gestartet von: Lumpi am 17. Mai 2015, 09:58:24

Titel: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 17. Mai 2015, 09:58:24
Weltraumbahnhof in Sachsen?

Es klingt unglaublich, aber Olaf Przybilski will in den nächsten Tagen seine eigene Firma "Sächsische Raketentechnik" gründen.
Das sagte Przybilski, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden, gegenüber der "MOPO".  Auf dem Flugplatz in Großenhain hat er unlängst eine Keramikbrennkammer getestet. Sie ist Teil der kleinen Rakete "Mira", die noch in diesem Jahr starten soll. Die Mira fliegt mit einem Sauerstoff-Alkohol-Gemisch. Er möchte aber auch ein größeres Modell der Mira bauen, das bis zu 200 km fliegen kann und dieses kommerziell vermarkten.
Derzeit wird er aber noch von den Behörden ausgebremst und darf mit seinen Raketen nur 1000m hoch fliegen, es fehlt noch ein Weltraumbahnhof in Sachsen...
Bleibt mir nur Dr.-Ing. Olaf Przybilski für seine Unternehmung viel Erfolg zu wünschen!

Quelle: https://mopo24.de/nachrichten/erfindungen-aus-sachsen-7055 (https://mopo24.de/nachrichten/erfindungen-aus-sachsen-7055)
           http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Dresdner-Forscher-bauen-erste-eigene-Rakete-artikel9029049.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Dresdner-Forscher-bauen-erste-eigene-Rakete-artikel9029049.php) (Ergänzung vom Nov. 2014)
 
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Jens am 17. Mai 2015, 15:49:53
Gibt es technische Informationen zum Triebwerk?
Welche Temperatur und Kammerdruck sind mit dem Keramiktriebwerk möglich?

Gruß,
Jens
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 17. Mai 2015, 16:30:39
Nun ein Startup ist immer was positives.

Aber ich denke es wird nichts. Das Problem ist doch er selbst: kann er sich von seinem großen Vorbild Wernher von Braun lösen? Die Technik hat seitdem Fortschritte gemacht. Was damals funktioniert hat, funktioniert heute auch noch, aber ist es noch konkurrenzfähig?

Er macht bei den deutschen Luft- und Raumfahrtkongressen (DLRK) häufig Vorträge zur Nazi-Zeit (V2, Peenemünde etc..), die beim Publikum nicht immer gut ankommen, wie mir zu Ohren gekommen ist...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Jens am 17. Mai 2015, 16:52:24
Ein Startupunternehmer kann die Raumfahrt voranbringen.
Aber nur, wenn die Frachtkosten mit den Innovationen sinken.
Ich sehe die Rakete in der Zukunft am Ende bzw. "ausgelutscht".

Gruß,
Jens
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: proton01 am 17. Mai 2015, 18:11:55
Ein Startupunternehmer kann die Raumfahrt voranbringen.
Aber nur, wenn die Frachtkosten mit den Innovationen sinken.
Ich sehe die Rakete in der Zukunft am Ende bzw. "ausgelutscht".

Gruß,
Jens

Für eine solche Behauptung braucht es zwei Dinge. Erstens eine stichhaltige Begründung (warum keine Weiterentwicklung der Rakete in Zukunft möglich sein soll), und zweitens einen Vorschlag, was stattdessen in Zukunft kommt.

Wohlgemerkt, wir reden hier vom Transport von der Erdoberfläche in einen Erdorbit.  Interstellar ist derzeit und in absehbarer Zukunft nur Fantasie.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 17. Mai 2015, 18:32:15
Gibt es technische Informationen zum Triebwerk?
Welche Temperatur und Kammerdruck sind mit dem Keramiktriebwerk möglich?
Ich habe dazu nur das gefunden:
(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up046832.jpg)
Quelle: TU Dresden


Aber ich denke es wird nichts. Das Problem ist doch er selbst: kann er sich von seinem großen Vorbild Wernher von Braun lösen?Er macht bei den deutschen Luft- und Raumfahrtkonkressen (DLRK) häufig Vorträge zur Nazi-Zeit (V2, Peenemünde etc..), die beim Publikum nicht immer gut ankommen, wie mir zu Ohren gekommen ist...
Die NASA hatte mit Wernher von Braun kein Problem...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: dksk am 17. Mai 2015, 19:55:42
Das ist doch mal eine interessante Sache. In einem parallelen Thread wurde ja unlängst über Möglichkeiten, das Interesse an Raumfahrt zu vergrößern, diskutiert. Das beschriebene Projekt geht aus meiner Sicht in diese Richtung.
Hier macht mal jemand was.
Über das Grundprojekt gibt es hier ein paar weitere Infos.
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/ilr/rfs/forschung/folder.2007-08-21.5231434330/fluessigkeitsraketentechnik/index_html#index_projekt (http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/ilr/rfs/forschung/folder.2007-08-21.5231434330/fluessigkeitsraketentechnik/index_html#index_projekt)

Publikationen:

http://www.dglr.de/publikationen/2012/281330.pdf (http://www.dglr.de/publikationen/2012/281330.pdf)
Hier wird u.a. dargestellt, dass gezielt über die Nutzung „alter Designelemente“ der Achsenstabrakete „MIRAK“ in Kombination mit Modularisierung und schrittweiter Adaption auf den neuesten Stand der Technik, Materialien etc. auch der Fortschritt begreifbar gemacht werden soll.
Ich sehe das nicht negativ. Das ist Stand der Dinge in modernen Ausbildungskonzepten der Industrie. Da gibt es sogar den Trend alte Technik innerhalb der Ausbildung zu restaurieren um auch handwerkliche und technische Fähigkeiten, die scheinbar von gestern sind wieder an die junge Generation zu vermitteln.
Die aufgezeigten Ausblicke der Folgeentwicklungen sind dann das eigentlich Interessante.
…“ Bau einer Höhenforschungsrakete als  „Demonstrator“ einer neuartigen Technologie (höhenanpassbare Expansionsdüse mit gestufter Brennkammer), mit einem Antriebsschub von 1,5 t für 100 km Flughöhe,“…

u.a. Nutzung der  „Outer Ring and Head Plug-Nozzle“ Treibwerkstechnologie – hier sollte kein Verdacht bestehen, dass nur an alten Dingen festgehalten wird. (siehe auch Aerospike)

--- --- --- ---
Hier noch weitere Infos mit ein paar mehr Daten und Parametern:

http://www.dglr.de/publikationen/2013/301353.pdf (http://www.dglr.de/publikationen/2013/301353.pdf)

Und zur Düse und Material
http://www.dglr.de/publikationen/2015/340191.pdf (http://www.dglr.de/publikationen/2015/340191.pdf)

Ein kleiner Film mit „spezieller sekundärer Zündtechnik“ (ob da vorher Zünd ni im Einsatz waren?) und dem Projektleiter mit den Studenten.
http://www.mdr.de/mediathek/themen/sachsen/video271164_zc-3595804e_zs-5cf04862.html (http://www.mdr.de/mediathek/themen/sachsen/video271164_zc-3595804e_zs-5cf04862.html)

dksk
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 17. Mai 2015, 20:03:41
Kein Kommentar zur Stabrakete mit dem Triebwerk an der Spitze (das bringt null komma nix).

Ich weiß da etwas mehr, möchte das hier nicht öffentlich weiter kommentieren.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Kryo am 18. Mai 2015, 08:37:24
von der Stabrakete ist man doch an der TU Dresden inzwischen weg gekommen, dachte ich^^
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 18. Mai 2015, 10:55:58
................... wie mir zu Ohren gekommen ist...

Solche Bemerkungen sind immer irgendwie etwas blöde.... wenn man nicht selber dabei gewesen ist.
Auch wenn sehr vieles kontrovers zu besprechen ist, bleibt doch eine Tatsache:
Olaf "scheucht" seine Studenten in die Praxis.
Das ist heute leider nicht unbedingt die Regel .... Die Praxis.
Und die Raketengrundlagen basieren nun mal auf der A4 (Bitte nicht V2 - da wird er immer sehr ungehalten.)

Ich bin gespannt auf seinen nächsten Auftritt und da kann man ihn ja all das fragen.
Übrigens hatten wir 2013 in MR bereits die Gelegenheit, hier mal "reinzuschnuppern".
http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11740.15 (http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11740.15)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 18. Mai 2015, 11:13:49
Auch wenn sehr vieles kontrovers zu besprechen ist, bleibt doch eine Tatsache:
Olaf "scheucht" seine Studenten in die Praxis.
Und die Raketengrundlagen basieren nun mal auf der A4 (Bitte nicht V2 - da wird er immer sehr ungehalten.)
Das ist heute leider nicht unbedingt die Regel .... Die Praxis.
Ich bin gespannt auf seinen nächsten Auftritt und da kann man ihn ja all das fragen.

Das es an der Uni zu oft zu theoretisch zugeht, dem stimme ich zu. Aber die Studenten in die Praxis scheuchen Initiative geht ja vor allem vom DLR Raumfahrtmanagement aus. Hier hatte man die Idee das finanziell zu fördern. Natürlich muss die Umsetzung an den Unis dann lokal erfolgen, aber ohne Geld vom Raumfahrtmanagement gibt es gar nicht die finanziellen Möglichkeiten das zu tun. Er bekommt Geld vom DLR im Rahmen des STERN-Programms, es handelt sich um ein paar 100.000 Euro. Das bekommen insgesamt ca. 10 Unis in Deutschland.

An Spendengelder zu kommen ist nämlich häufig schwierig. Häufig werden lieber Studien (via Promotion z.B.) für bemannten Missionen zu Destination XY finanziert, da bekommt man leicht Geld.  :(
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: proton01 am 18. Mai 2015, 11:23:21
Das es an der Uni zu oft zu theoretisch zugeht, dem stimme ich zu. Aber die Studenten in die Praxis scheuchen Initiative geht ja vor allem vom DLR Raumfahrtmanagement aus. Hier hatte man die Idee das finanziell zu fördern. Natürlich muss die Umsetzung an den Unis dann lokal erfolgen, aber ohne Geld vom Raumfahrtmanagement gibt es gar nicht die finanziellen Möglichkeiten das zu tun. Er bekommt Geld vom DLR im Rahmen des STERN-Programms, es handelt sich um ein paar 100.000 Euro. Das bekommen insgesamt ca. 10 Unis in Deutschland.

Ich denke Praxisbezug für Studenten ist immer willkommen als Vorbereitung für den späteren Beruf. Wenn das mit einem DLR-geförderten Programm erfolgt so wie an der TU-Dresden, was genau ist dann der Stein des Anstoßes ?  Das DLR passt ja auf daß nur förderwürdiges auch gefördert wird, da gibt es strenge Richtlinien.

LOX-Alkohol ist nun mal eine praktikable Treibstoffkombination, die ohne überragend große Sicherheitsaßnahmen und noch erschwinglich getestet werden kann (mit der gleichen Begründung wurde es ja auch für die ersten Anfänge in Peenemünde und davor gewählt). Auch wenn in heutigen Raketen andere Treibstoffe verwendet werden, gewisse Grundprinzipien kann man auch damit in der Praxis erleben. (und Kerosin wäre nicht ewig weit von Alkohol entfernt).

Über Details wie Konstruktion der Einspritzelelmente usw. kann man diskutieren. Da würde ich mir z.B. vorstellen daß mehrere Varianten getestet werden, um auch in der Auswertung eine Vergleich und ein Gefühl für Unterschiede zu bekommen.

Aber wer es mit ihm diskutieren will kann Olaf Prz. ja kontaktieren, eine email ist ja angegeben.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 18. Mai 2015, 11:42:23
... Mal in die Runde gefragt: Wer kennt Olaf Przybilski ?
Wer hat ihn mal live erlebt?

Er begeistert ...... !   Versteht ihr, was das heutzutage bedeutet ?


Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: proton01 am 18. Mai 2015, 12:10:37
... Mal in die Runde gefragt: Wer kennt Olaf Przybilski ?
Wer hat ihn mal live erlebt?

Er begeistert ...... !   Versteht ihr, was das heutzutage bedeutet ?

Da könnten man ja in Kassel mal drüber reden.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 18. Mai 2015, 12:17:09
Das es an der Uni zu oft zu theoretisch zugeht, dem stimme ich zu. Aber die Studenten in die Praxis scheuchen Initiative geht ja vor allem vom DLR Raumfahrtmanagement aus. Hier hatte man die Idee das finanziell zu fördern. Natürlich muss die Umsetzung an den Unis dann lokal erfolgen, aber ohne Geld vom Raumfahrtmanagement gibt es gar nicht die finanziellen Möglichkeiten das zu tun. Er bekommt Geld vom DLR im Rahmen des STERN-Programms, es handelt sich um ein paar 100.000 Euro. Das bekommen insgesamt ca. 10 Unis in Deutschland.

Ich denke Praxisbezug für Studenten ist immer willkommen als Vorbereitung für den späteren Beruf. Wenn das mit einem DLR-geförderten Programm erfolgt so wie an der TU-Dresden, was genau ist dann der Stein des Anstoßes ?  Das DLR passt ja auf daß nur förderwürdiges auch gefördert wird, da gibt es strenge Richtlinien.

Kein Anstoß. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass es das an anderen Unis auch gibt.

Allerdings macht man nur Dresden ein Flüssigtriebwerk und was mit LOX. In Bezug auf die geplante Firmengründung sicher eine gute Idee. Die anderen Unis machen was mit Hybridtriebwerk / Wasserrakete / Feststoffmotor, was je nach geplanten Ambitionen vorteilig und nachteilig sein kann. Bei höheren Amibitionen Richtung 200 km ist sicher langfristig der Flüssigantrieb im Vorteil. Das ist eigentlich das, was Dresden von den anderen Unis absetzt und hier sehe ich den eigentlichen Verdienst von Dresden.

In sofern bin ich gespannt, was da noch kommt!
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 18. Mai 2015, 12:17:33
... Mal in die Runde gefragt: Wer kennt Olaf Przybilski ?
Wer hat ihn mal live erlebt?

Er begeistert ...... !   Versteht ihr, was das heutzutage bedeutet ?

Da könnten man ja in Kassel mal drüber reden.

Oh du kommst auch? Ich kann da gerne mitdiskutieren. ;)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Kryo am 18. Mai 2015, 13:03:39
...

Kein Anstoß. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass es das an anderen Unis auch gibt.

Allerdings macht man nur Dresden ein Flüssigtriebwerk und was mit LOX. In Bezug auf die geplante Firmengründung sicher eine gute Idee. Die anderen Unis machen was mit Hybridtriebwerk / Wasserrakete / Feststoffmotor, was je nach geplanten Ambitionen vorteilig und nachteilig sein kann. Bei höheren Amibitionen Richtung 200 km ist sicher langfristig der Flüssigantrieb im Vorteil. Das ist eigentlich das, was Dresden von den anderen Unis absetzt und hier sehe ich den eigentlichen Verdienst von Dresden.

In sofern bin ich gespannt, was da noch kommt!

Gleichzeitig ist dadurch Dresden aber auch vermutlich eine der Unis / Hochschulen im STERN Programm, die innerhalb der 3 Jahre keinen Raketenstart schaffen wird, unabhängig von der Größe der Rakete. Natürlich ist prinzipiell ein Flüssigtriebwerk vielseitiger, ob es aber für ein studentisches Projekt die beste Wahl ist...

Ist ja aber unabhängig hier von der Firmengründung. Diese hat ja nur indirekt damit zu tun. Das MIRA Design ist ja schon etwas konventioneller geworden, kein Triebwerk in der Spitze mehr

ich sehe das größte Problem der Rakete in dem Schub/Gewicht. 500N und 25kg Abflugmasse? Und das ohne aktive Steuerung?? Da braucht man eine sehr lange Rail. Für eine Beschleunigung mit 6g für unsere Rakete braucht man schon 10 m Rail.... Wenn man jetzt nur mit 1g beschleunigt...... :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Nitro am 18. Mai 2015, 23:07:26
Hab hier mal aufgeräumt.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 20. Mai 2015, 19:27:52
... Mal in die Runde gefragt: Wer kennt Olaf Przybilski ?
Wer hat ihn mal live erlebt?

Er begeistert ...... !   Versteht ihr, was das heutzutage bedeutet ?

Da könnten man ja in Kassel mal drüber reden.

Gerne.... !
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 22. Mai 2015, 11:36:25
Der Name "Sächsische Raketentechnik" könnte rechtlich problematisch sein:
http://www.ifb.uni-erlangen.de/fileadmin/ifb/doc/publikationen/gruendungsinfos/32_die_firma.pdf (http://www.ifb.uni-erlangen.de/fileadmin/ifb/doc/publikationen/gruendungsinfos/32_die_firma.pdf)

Ich bin gespannt, ob er vom Amt zugelassen wird.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 23. Mai 2015, 00:00:16
.....

Ich bin gespannt, ob er vom Amt zugelassen wird.

.... und ich bin gespannt wieviel weitere Haare in der Suppe noch gesucht werden..... .
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Wilga35 am 23. Mai 2015, 06:38:04
Der Name "Sächsische Raketentechnik" könnte rechtlich problematisch sein:
http://www.ifb.uni-erlangen.de/fileadmin/ifb/doc/publikationen/gruendungsinfos/32_die_firma.pdf (http://www.ifb.uni-erlangen.de/fileadmin/ifb/doc/publikationen/gruendungsinfos/32_die_firma.pdf)

Ich bin gespannt, ob er vom Amt zugelassen wird.
Wenn nicht dieser Name, dann eben ein anderer Aussagekräftiger, da wird sich schon einer finden! Hauptsache, in der Sache selbst werden Fortschritte gemacht.  :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 23. Mai 2015, 18:15:09
Zitat
Geographische Begriffe wie z. B. Bayerische, Fränkische, stellen den Hinweis auf eine Sonderstellung im angegebenen Raum dar. Je konkreter der geographische Bezugsraum umschrieben ist, desto höher sind die Anforderungen an die Größe und  Sonderstellung des Unternehmens. Keine Größenaussage treffen Begriffe, wie „Euro“, „Inter“ oder nachgestellte Ortszusätze wie „ABC Unternehmensberatung Würzburg GmbH.“ Die Werbung einer Kanzlei mit der zusatzfreien Bezeichnung „Kanzlei-Niedersachsen“ stellt keine Werbung mit einer Alleinstellungs- oder Spitzenstellungsbehauptung dar   (OLG Celle, Urt. v. 17.11.2011 – 13 U 168/11).


Also einen legalen Namen zu finden ist ja nicht zu schwer aber man sollte auch noch bedenken, dass der Firmenname auch für etwas stehen sollte, was den Kunden überzeugt. ;)

Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: MX87 am 23. Mai 2015, 18:48:47
Prinzipiell begrüße ich jedes Raumfahrt-Start-up  ;) Ich bin mal gespannt was da herauskommt, auch wenn das hier aller Wahrscheinlichkeit nicht's orbitales wird. Ach Europa bräuchte mal ein Start-Up mit großen Zielen. Vielleicht nicht gleich so wie SpaceX aber eine private Konkurrenz zu Ariane hätte ja schon etwas...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 25. Mai 2015, 20:49:32
Antwort von Dr. Olaf Przybilski!!!  :D :D :D

Ich bin ganz baff, gestern habe ich Dr. Olaf Przybilski über seine Mailadresse bei der TU Dresden bzgl. der Gründung der "Sächsischen Raketentechnik" angeschrieben, jetzt ist die Antwort da! Hier ein paar Auszüge mit Erlaubnis von Dr. Olaf Przybilski:

(http://www.bilder-editieren.de/photoeditor/resources/b18e492f5aacd6d12385b0d9ee1c4445/prz1.JPG)

(http://www.bilder-editieren.de/photoeditor/resources/62c9535664362f63a6beec238a92dad2/prz2.JPG)

(http://www.bilder-editieren.de/photoeditor/resources/a5f2351ad843d0252d7306b8d2fd9940/prz3.JPG)

Nochmals vielen Dank an Dr. Olaf Przybilski für die schnelle Antwort,
Gruß Lumpi   :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 25. Mai 2015, 21:13:13
Tja.. so ist er halt ....  ;)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McFire am 25. Mai 2015, 22:03:51
Na das verfolgen wir natürlich - auch aus Preußen ;)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 26. Mai 2015, 19:50:12
Noch eine Ergänzung zum gelegentlich geäußerten Einwand, dass Dr. Olaf Przybilski bei Kongressen zur Luft- und Raumfahrt u.a. Vorträge über die Entwicklung der A4 in der NS-Zeit hält:
 
O-Ton, Zitat Olaf Przybilski vom 25.05.15:
(http://www.bilder-editieren.de/photoeditor/resources/a56424ba52dce449e036e0e23bbe2f4d/prz.0.1..JPG)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Schillrich am 26. Mai 2015, 22:20:01
Schwammig-beliebige Gesellschafts-Verschwörungs-Theorie-Rundum-Kritik ... ohne jeglichen Bezug zur Raumfahrt ... habe ich gelöscht ... und werde das wieder löschen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McFire am 26. Mai 2015, 22:22:22
Ja, ist ok :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Uwe am 26. Mai 2015, 22:38:18
Ich finde den Thread-Titel etwas irreführend. Der klingt, als gäbe es ein offizielles sächsisches Raumfahrtprogramm. Dabei geht es hier ja um eine Privat-Firma. Besser fände ich es, gleich den Firmennamen zu nehmen - sobald er dann feststeht ;)  Wobei mich das "Sachsen" im Firmennamen nicht stört. Über Sachsenmilch regt sich auch niemand auf oder über die Badischen Anilin und Soda Fabriken oder den 1. FC Bayern
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Schillrich am 27. Mai 2015, 07:07:18
Ja, sobald der Name steht, kommt der hier rein. Dann werden wir den Thread wohl auch zu den Unternehmen/Organisationen schieben.

@McFire
Nimm's nicht zu persönlich, aber solche Dinge stoßen mir immer wieder auf und fördern die Diskussion hier auf keinen Fall.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 27. Mai 2015, 07:59:49
Ja, sobald der Name steht, kommt der hier rein. Dann werden wir den Thread wohl auch zu den Unternehmen/Organisationen schieben.

Nach meinem Verständnis steht der Name doch fest. Olaf Przybilski schrieb im Zusammenhang mit der Firmenanmeldung, dass die "Sächsische Raketen Technik" in den nächsten Wochen auf dem Parkett erscheinen wird. (#24, letzter Abschnitt)
Also Admins...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Schillrich am 27. Mai 2015, 08:35:25
Ich mach mal ... und wenn sich was ändert, ändern wir mit.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: TWiX am 27. Mai 2015, 12:37:42
Öhm, schreibt man "Raketen Technik" nicht zusammen, also Raketentechnik??
Zumindest für mich hört sich das ganz schön falsch an, als ob ein minder begabter Übersetzer den Namen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt hätte...
Oder verstehe ich das falsch und der Firmenname soll auf zwei verschiedene Felder, nämlich Raketen und Technik hinweisen???

Finde es aber auf jeden Fall mal gut, dass sich jemand auch mal in Deutschland ein Startup in der Raumfahrt versucht. Und selbst, wenn das ganze ohne Testflüge endet, dürften Nachfolger von den Erfahrungen im Paragraphendschungel profitieren, gerade, was die Genehmigung von Tests angeht. Und wer weiß, vllt fühlt sich der Gesetzgeber bei ausreichender Aktivität sogar bemüßigt, entsprechende Regularien für Teststarts in D zu ändern...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Schillrich am 27. Mai 2015, 12:51:14
Eigentlich ja ... aber ich habe das so zitiert, wie Olaf Przybilski das in seinem o.a. Text geschrieben hat. Falls der Name sich am Ende doch anders schreibt, korrigieren wir das. Vielleicht hat er sich da aber selbst verschrieben ...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 28. Mai 2015, 08:41:53
Eigentlich ja ... aber ich habe das so zitiert, wie Olaf Przybilski das in seinem o.a. Text geschrieben hat. Falls der Name sich am Ende doch anders schreibt, korrigieren wir das. Vielleicht hat er sich da aber selbst verschrieben ...

Eine Korrektur wird nicht nötig sein, Olaf Przybilski hat sich nicht verschrieben. Er hat mir gestern noch mal eine Mail geschickt, er ist interessierter Leser des Forums hier...  :)
Zitat: "In der Tat ist der Name etwas "komisch". Doch abhängig von den drei  abgekürzten Buchstaben (zwei sind blöd) und der exakt gleichen englischen Bezeichnung+Abkürzung, die so veröffentlicht wird, haben  wir uns auf diese Form des Namens geeinigt."
Außerdem schrieb er noch kurz, dass es auch demnächst eine Webseite der "Sächsischen Raketen Technik" geben wird. Wir sollten uns nur noch etwas gedulden...

Gruß Lumpi
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Helge am 28. Mai 2015, 23:44:46
Moin,

finde ich sehr gut das es ein deutsches Raketen Startup gibt!
Nur hoffentlich geht der Sächsische Raketen Technik vorher nicht durch Bürokratie/Auflagen das Geld oder die Zeit aus...

Die Keramikbrennkammer hört sich interessant an!
Wäre das ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt?
Das allg. 3D Druck für Komponentenherstellung zur Anwendung kommt, wäre ja nichts besonderes mehr.
Ist geplant auch die Nachfolger von der Mira Rakete zum teil oder als ganzes wieder zu verwenden?

Und ist geplant das auch neue deutsche Technologien wie “Shefex“ in der Praxis später kommerziell angewendet werden?
Quelle:(http://de.wikipedia.org/wiki/Sharp_Edge_Flight_Experiment (http://de.wikipedia.org/wiki/Sharp_Edge_Flight_Experiment))

Oder Effizienzsteigerungen wie bei der Japanischen Epsilon Rakete mit Künstlicher “Intelligenz“.
Quelle:(http://www.derwesten.de/panorama/japan-startet-erfolgreich-neuartige-traegerrakete-id8444791.html#plx271353017 (http://www.derwesten.de/panorama/japan-startet-erfolgreich-neuartige-traegerrakete-id8444791.html#plx271353017))

Bis wir erfahren wie hoch die Kosten pro kg Nutzlast sind, müssen wir uns bestimmt noch gedulden.

Es würden sich sicher Menschen finden die sich an ein Crowd Investment beteiligen würde!

SpaceX bekommt ein wenig Konkurrenz! ;)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 05. Juni 2015, 08:46:59
Micro Launcher für die ESA?


Dr. Olaf Przybilski schrieb mir gestern, dass Herr Wörner bei ihm am 04.06. im Institut war, und er (Herr Wörner) sich vorstellen könne, dass ein zukünftiger Micro Launcher auch für ESA interessant sein könnte...   :)  :o


Meine eingefügten Zitate von Dr. Olaf Przybilski in den Antworten 24 und 27 sind irgendwie abhanden gekommen...   :(
Deshalb poste ich diese hier nochmal. Sie stammen noch aus der Mail von Olaf Przybilski vom 25.05.2015:


Bevor ich länger aushole, möchte ich voranstellen, dass es mich persönlich beleidigt, wenn man Personen, die sich fachlich mit der Raketentechnik des III. Reiches tiefgründig befassen (übrigens ist mein Fachbuch „Raketentriebwerke aus dem Heereswaffenamt…“ spurlos an den Moralaposteln und Historikern vorbeigegangen, obwohl ich dort meinem „Vorbild“ Wernher von Braun einige Passagen seiner Dissertation als Plagiat nachweisen musste), selbstverständlich ohne den Einsatz der Zwangsarbeiter/Ostarbeiter… zu verschweigen und so mit Totschlagargumenten und nachweislich falschen Behauptungen mich diskreditieren. Beispielsweise werde ich IMMER zu den historischen Sitzungen der DGLR eingeladen (bin ja schon vor Ort und referiere über unsere technischen Meilensteine im SMART Rockets Projekt). Wer sich darüber mokiert, dass ich über die „Technik der braunen Zeit“ berichte, lade ich gern mal zu meinen Vorlesungen oder Vorträgen ein. Ich weiß, dass ich technisch genau, sachlich, aber auch mit Herz und in Erinnerung der Toten dies gern mache.
 
 Unsere Grundsätze: NACHHALTIGKEIT, ÖKOLOGIE, CO2-NEUTRALITÄT… Daraus ergibt sich alles Weitere…
 
 Wichtig für mich ist auch, die Brücke von damals ins Heute zu erhalten. So habe ich am 23.03.2015 das „Raketentestzentrum der TU Dresden RUDOLF NEBEL“ in Großenhain begründet. Warum gerade „Nebel“? Nachlesen: www.kaapke-online.de/index.php/rudolfnebel (http://www.kaapke-online.de/index.php/rudolfnebel)
 
 
 Unsere MIRA (MiniaturRakete) ist wirklich nur ein Demonstrator mit all seinen Kompromissen für Kleinstsysteme (manche Ventile gibt es einfach nicht in den kleinen Dimensionen die wir benötigen). Wir mussten uns die Expertise für LOX, für Überschallverbrennung, für Hochtemperaturen, für Zündsysteme und und und selbst aufbauen. Die Studenten sollen doch für ihre späterer Berufstätigkeit mit ähnlichen Systemen in Berührung kommen und ein Trägersystem nicht mit einem Sylvesterprimitivum verwechseln… Die Komplexität und aber auch die Vorteile von Flüssigkeitsraketen ist nun mal gegeben. Und dass ich mir diesem „Abenteuer“ der Flüssigkeitsrakete als einziger im Kreis der neun Deutschen Hochschulen getraute hinzugeben, liegt selbstverständlich auch darin, dass ich einer der wenigen Experten bin, die sich in den historischen Raketen tief hineingewühlt haben. So erkannte ich auch, dass es „einfach“ sein sollte, so eine Rakete, wie den historischen Einstaber flugfähig zu bauen. Um einfach mal irgendwo zu beginnen! Die mittlerweile 100 studentische Arbeiten zeigten den Weg und die Lösungen auf… So haben wir auch erstmals (in Deutschland? In Europa? In der Welt?) eine keramische (OCMC)-Brennkammer mit LOX und Ethanol mit dem 103. Zünd- und Brenntest am 13.05.2015 bis zu 380 N Schub zum Laufen gebracht! Der „Sachsenspiegel“ am Himmelfahrtstag hat es gezeigt. Also: Preiswert, nachhaltig, ökologisch und visionär liegen hier bei uns nicht so weit auseinander… Und: Großes Geheimnis: Wir werden vielleicht die ersten der Hochschulgruppen sein, die Starten! In Großenhain! Auf 1000 m! Auch da soll „meine Firma“ helfend unterstützen…
 
 Nun zu „meiner Firma“: Ich habe mit einem mittlerweile sehr guten Freund aus der LOX-Branche die Idee durchgespielt, die auf die derzeitigen Problemen und weltweiten Entwicklungen hinzielen: Für die Höhenforschung und auch für kleinste Nutzlasten in LEO (bis 200 kg) gibt es kein preiswertes, spezielles Trägersystem, das sowohl die Umwelt als auch die Nutzlast „schont“ (Feststoffbooster - bei Texus sogar doppelt - leiten solch große „Schläge“ beim Zünden in die Struktur/Nutzlast, dass viele Nutzer dankend ablehnen, Microgravitationsforschung damit zu betreiben). Unsere Gespräche und Informationen bewirkten, diese Idee in die Realität umzusetzen und endlich mal anzufangen. Das DLR "spielt" da nicht mit. Die hängen am "Tropf" der ESA und lehnen Micro Launcher ab... Weiterhin muss man festhalten, dass „meine Studenten“, wenn sie mal Dipl.-Ing. sind, ALLE nur außerhalb Sachsens einen Job finden. Es gibt KEINE Raketentechnikfirma hier. Ketzerisch könnte man sagen, ja warum bildet denn die TUD als eine der Deutschen Hochschule mit die größte  Anzahl an Experten der LRT aus???
 
 Nun haben wir uns durchgerungen und am 22.05.2015 08:30 MESZ den notariell ersten Schritt getätigt und unsere Firmenanmeldungen unterschrieben. Im Vorfeld ist – das ist so üblich, meine Herren „raumfahrer.net-ler“ -   selbstverständlich mit dem IHK Dresden in enger Zusammenarbeit auch der Name und die Inhalte der Firma abgestimmt  worden. Nicht so sehr so denken, dass„Thüringer Bratwurst“ zwar ein Markenname sein kann, aber der Vorsatz „Sächsische“ vorrangig bezogen auf die regionale Wirkrichtung angedacht ist. Aber vielleicht wird unsere Firma mehr als eine „Marke“…In den nächsten Wochen wird die „Sächsische Raketen Technik“ auf dem Parkett erscheinen… Wie und was kommt, kann ich nicht genau sagen. Doch der Kristallisationspunkt existiert und wer weiß, was daraus wird?
 Ihr werdet es sicher hautnah verfolgen…
 Mfg aus Elbflorenz!
 O. Przybilski



Gruß Lumpi
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 05. Juni 2015, 10:07:55
...hab noch was vergessen...

Auf dem youtube-Kanal der TU Dresden ist auch der neueste Brenntest mit einer Keramikbrennkammer zu sehen.  :)
https://www.youtube.com/channel/UC7TUK3b3Hw89ZbY0BrXtzxQ (https://www.youtube.com/channel/UC7TUK3b3Hw89ZbY0BrXtzxQ)

Gruß Lumpi
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 09. Juli 2015, 10:56:58
Die Firma SRT (Sächsische Raketen Technik) wurde am 02.07.15 im Handelsregister (HRB 34518) eingetragen.

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up049801.jpg)
http://www.online-handelsregister.de/handelsregisterauszug/sn/Dresden/S/+SRT+S%C3%A4chsische+Raketen+Technik+UG+%28haftungsbeschr%C3%A4nkt%29/2165672 (http://www.online-handelsregister.de/handelsregisterauszug/sn/Dresden/S/+SRT+S%C3%A4chsische+Raketen+Technik+UG+%28haftungsbeschr%C3%A4nkt%29/2165672)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McFire am 09. Juli 2015, 11:05:35
Go, SRT, Go !!!  :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 09. Juli 2015, 11:59:32
UG? 4000 Euro Stammkapital? Nichtmal das Geld für die GmbH zusammenbekommen? :-X
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 09. Juli 2015, 16:49:56
Na und ? Was hast Du denn erwartet?! Das jemand mal so aus der lockeren Hand 25+X T€ hinterlegt?
Für solche Zwecke hat doch der Gesetzgeber die UG geschaffen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmergesellschaft_%28haftungsbeschr%C3%A4nkt%29 (https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmergesellschaft_%28haftungsbeschr%C3%A4nkt%29)
...
Da hat jemand eine(n) Idee/Traum und beginnt den umzusetzen mit den Möglichkeiten, die ihm gegeben sind.
Häme ist hier völlig fehl am Platz!
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Majo2096 am 09. Juli 2015, 20:29:00
Das ist heute nicht mehr so selten das Unternehmen Schubweise Finanziert werden. Damit wird das Risiko begrenzt. Wenn es Erfolge gibt wird er oder auch andere sicher weitereres Geld Investieren. 
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 09. Juli 2015, 21:16:57
UG? 4000 Euro Stammkapital? Nichtmal das Geld für die GmbH zusammenbekommen? :-X

Bill Gates hatte seinerzeit auch nicht mehr Startkapital...   ;)
Ich wünsche der SRT jedenfalls volle Auftragsbücher und viel Erfolg!   :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McFire am 09. Juli 2015, 21:26:18
Der wird sich auch sicher erkundigt haben, was geht. Ich finde den Mut zu sowas toll !
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: TWiX am 09. Juli 2015, 22:25:15
UG? 4000 Euro Stammkapital? Nichtmal das Geld für die GmbH zusammenbekommen? :-X
Soweit ich weiß, bringt aber eine GmbH auch zusätzlich noch weitere Pflichten mit sich, zum Beispiel in Sachen Bilanzierung und Gesellschafterversammlung. Außerdem muss, afaik, die Satzung aufwändig notariell beglaubigt werden und bestimmte Normen einhalten, was alles Geld kostet. Da kannm man z.B. mit einer GBR viel laxer verfahren. Und wenn die Firma ordentlich wächst, kann man ja immer noch in die GmbH gehen
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Majo2096 am 09. Juli 2015, 23:15:42
UG? 4000 Euro Stammkapital? Nichtmal das Geld für die GmbH zusammenbekommen? :-X
Soweit ich weiß, bringt aber eine GmbH auch zusätzlich noch weitere Pflichten mit sich, zum Beispiel in Sachen Bilanzierung und Gesellschafterversammlung. Außerdem muss, afaik, die Satzung aufwändig notariell beglaubigt werden und bestimmte Normen einhalten, was alles Geld kostet. Da kannm man z.B. mit einer GBR viel laxer verfahren. Und wenn die Firma ordentlich wächst, kann man ja immer noch in die GmbH gehen
Die UG und die GmbH stehen unter dem gleichen GmbH Gesetzt. Hier gibt es die gleichen Notariellen pflichten. Klar ist eine gründung einer GmbH teurer da sich die kosten teilweise aus dem Stammkapital ergeben aber die Rechte und Pflichten (außer min 1 Euro Stammkapital bei UG vs 25.000 Euro Stammkapital bei GmbH) und der Weg zum Notar und zu dem ämtern ist der gleiche.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 25. September 2015, 18:46:53
Sponsoren gesucht, oder aller Anfang ist schwer...

Im Frühjahr 2016 soll in Großenhain (nördlich von Dresden) die erste "Mira"-Kleinrakete zünden. Gelingt der Test, wird der Prototyp zu einem größeren, praxistauglichen Trägersystem für Kleinst-Satelliten weiterentwickelt. Der Knackpunkt ist aber die Finanzierung. Momentan fehlen noch € 5000,- um den Demonstrator zu starten.
Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass die Unternehmung an nur € 5000,- scheitern könnte, da werden sich doch genügend Finanziers finden lassen? Wird schon werden!  ;)
http://oiger.de/2015/09/23/dresdner-raketenmaenner-greifen-nach-den-sternen/155651 (http://oiger.de/2015/09/23/dresdner-raketenmaenner-greifen-nach-den-sternen/155651)

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up049800.jpg)
Start Video (https://youtu.be/RCvSXqUsgPc) Quelle: Youtube, Smart Rockets

PS: Die Internetpräsenz ist indes im Aufbau begriffen: http://srt.space/ (http://srt.space/)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: TWiX am 27. September 2015, 21:09:29
Also, wenn`s wirklich an 5000 Euro scheitern sollte, schlage ich vor, dass sie eine Crowdfunding-Kampagne starten und jeder, der etwas beisteuert, dessen Name wird auf der Rakete verewigt. Oder im Abspann des obligatorischen Startvideos erwähnt  :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 27. November 2015, 07:51:46
Olaf Przybilski lässt verlautbaren, dass die selbstentwickelte Brennkammer der "Mira" jetzt eine Schubkraft von 500 Newton erreicht und damit die wichtigste Vorgabe des Fördergeld-Gebers, des DLR, erfüllt ist.
http://oiger.de/2015/11/26/schub-fuer-dresdner-uni-rakete-mira/156635 (http://oiger.de/2015/11/26/schub-fuer-dresdner-uni-rakete-mira/156635)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 15. Dezember 2015, 15:29:03
Im Video sieht das dann so aus:

https://www.youtube.com/watch?v=tAfW_6SrG78 (https://www.youtube.com/watch?v=tAfW_6SrG78)

Das DLR fördert das Projekt mit insgesamt 340.000 Euro. Der nächste Schritt, die Durchführung eines Testfluges bis auf einige 100 Meter, ist aber privat finanziert. Noch in diesem Monat soll die erste Rakete zusammengebaut werden.
Quelle: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/rektoratskollegium/stk/sg57/uj/bilder/pdf2015/UJ20-15.pdf (http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/rektoratskollegium/stk/sg57/uj/bilder/pdf2015/UJ20-15.pdf) (Seite 7)
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/news/news/151207_fluessigkeitsrakete (http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/news/news/151207_fluessigkeitsrakete)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Axel_F am 15. Dezember 2015, 22:06:45
Noch in diesem Monat soll die erste Rakete zusammengebaut werden.

Klingt ja prima. Und wann soll sie starten?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 16. Dezember 2015, 08:56:36
Steht weiter "oben", bisher hieß es immer Frühjahr 2016.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 17. Dezember 2015, 10:04:36
Olaf Przybilski hat den Starttermin für's 1. Abheben der Mira-Rakete auf Anfang April 2016 präzisiert.

Also, wenn`s wirklich an 5000 Euro scheitern sollte, schlage ich vor, dass sie eine Crowdfunding-Kampagne starten und jeder, der etwas beisteuert, dessen Name wird auf der Rakete verewigt. Oder im Abspann des obligatorischen Startvideos erwähnt  :)

Genau das soll Anfang kommenden Jahres geschehen, wie er mir gestern schrieb. (Das Fördergeld vom DLR ist inzwischen ausgegeben.) Das Crowfunding wird bei der Platform "Dresden Durchstarter" eingerichtet. So möchte er nach Überschlagung der Kosten zwischen 6000 und 10.000 € zusammenbekommen. Das soll dabei angeboten werden:
Für jeweils 100 € wird der Namen eines jeden Unterstützers auf die Fallschirmverkleidung der Rakete geschrieben. Nach dem hoffentlich erfolgreichen 1.Flug, wird diese Verkleidung zerteilt und jeder bekommt das Stück (ca. 17 cm²) mit seinen Namen als Dankeschön zugesandt. Außerdem werden die Namen, falls gewünscht, im Abspann des Startvideos erwähnt.   :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Kryo am 21. Dezember 2015, 08:43:06
Naja... ich sag dazu nix. Nur, dass 3 andere Unis das Fördergeld des DLR genutzt haben, und im Oktober schon gestartet sind. Und 3 weitere Unis wird das Fördergeld des DLR auch reichen um ihre Raketen im kommenden Frühjahr zu starten.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 21. Dezember 2015, 10:03:42
Naja... ich sag dazu nix. Nur, dass 3 andere Unis das Fördergeld des DLR genutzt haben, und im Oktober schon gestartet sind. Und 3 weitere Unis wird das Fördergeld des DLR auch reichen um ihre Raketen im kommenden Frühjahr zu starten.

Kann man das überhaupt so 1:1 vergleichen?
In Dresden hat man sich ja als einzige Uni an eine Flüssigkeitsrakete gewagt, die dazu noch eine keramische Brennkammer verwendet...
http://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-6978/11527_read-26906/ (http://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-6978/11527_read-26906/)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: INCO am 22. Dezember 2015, 01:06:00

Kann man das überhaupt so 1:1 vergleichen?
In Dresden hat man sich ja als einzige Uni an eine Flüssigkeitsrakete gewagt, die dazu noch eine keramische Brennkammer verwendet...

So weit ich weiß musste für die Aufnahme in das STERN Programm ein Projektplan vorgelegt werden, wie im angesetzten Zeitrahmen eine Rakete auf Überschall und auf 5km Höhe gebracht werden soll.
Das war ja die Zielsetzung des Projektes. Klar sieht man, dass die anderen Unis anscheinend auch ihre ursprünglichen Ambitionen zeitlichen und monetären Problemen entsprechend anpassen mussten, wenn man die Entwicklung der Pläne in den letzten Jahren verfolgt hat, aber wenn nicht mal eine Rakete mit anderem Antrieb zum Test der weiterer Raketensysteme unter den geforderten Bedingungen gestartet werden würde, fände ich das persönlich ziemlich schwach.

Meinem eigenen Empfinden nach ist es auch etwas seltsam, dass hier die Ergebnisse aus der staatlich geförderten Bildungsmaßnahme für Studenten nahtlos in die private Firma des nicht-studentischen Projektleiters fließen sollen, aber da mögen andere Leute andere Ansichten haben...
Ich sehe hier zumindest einen potentiellen Interessenkonflikt, wenn eventuell Ziele des Projektes und damit das für die Studenten erfolgreiche Abschließen des Projektes dem Entwickeln von aufwendigeren Techniken geopfert wird, da man diese für diesen doch meiner Ansicht nach noch sehr in der Zukunft angesiedelten Kleinst-Satelliten Träger braucht.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 22. Dezember 2015, 17:37:11
Hallo @INCO,

zu Deinem Post hat Olaf Przybilski per Mail folgendes geschrieben, ich reiche das hier mal 1:1 weiter...   ;)
Auch für alle, die es sonst noch interessiert!

Zitat
Man sollte doch bitte beachten, dass wir Newcomer sind! Die Gruppen an 
den Hochschulen  in Braunschweig, Stuttgart, München, Berlin haben 
JAHRZEHNTELANGE Expertisen in Heißwasser-, Feststoff- und Hybridraketen!
Und nochmals: Der 12.12. hat uns doch gezeigt: Wir sind mit LOX und 
Ethanol so etwas von grün, dass ich nicht verstehen kann, dass man die 
Dreckschleudern von Feststoffraketen weiterhin anwendet, auch in der 
Ariane 6…

Ich habe auch dazugelernt! Ausbildung ist schön und gut. Aber:  Nur 
mit Studenten kann man nicht zielgeführt arbeiten. So musste ich wohl 
oder übel weitere „festangestellte Mitarbeiter“ anstellen – nur zur 
Info: Damit musste ich pro „Wissenschaftlicher Hilfskraft“ 1.500 
EUR/Monat aus anderen Positionen aus dem geplanten Budget „umwidmen“ 
(WHK, das sind „fertige Diplomingenieure“, die nach ihrem Diplom im 
SMART Rockets Projekt weiterhin mitarbeiten wollten, bis sie eine 
Anstellung bei OHB, der ESA etc. annahmen – das konnte ich nicht 
verhindern :-)) …

Nach dem PDR am 08.05.2014 in Lampoldshausen erhielt das Projekt auch 
dadurch eine unglaubliche Dynamik – siehe zusammengefasst unter

https://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/ilr/rfs/forschung/folder.2007-08-21.5231434330/fluessigkeitsraketentechnik/index_html#index_projekt (https://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/ilr/rfs/forschung/folder.2007-08-21.5231434330/fluessigkeitsraketentechnik/index_html#index_projekt)

Und: Wir erkannten auch, dass man mit „so wenig Geld“ nicht zu einer 
flugfähigen Rakete kommt. Zumal diese Rakete gerade für die zur 
Verfügung stehenden Baugruppen für LOX zu klein im Durchmesser etc. 
ist. Trotzdem arbeiteten wir an einem „Strukturdemonstrator“ um alles, 
dass was wir uns vorstellten, testen zu können.
Das ging einher mit dem DLR, das erkannte (13.11.2014): „Aufgrund der 
unerwartet hohen technischen Komplexität des Raketentriebwerks sowie 
des dazugehörigen Raketenprüfstandes wird von der ursprünglichen 
Planung einer flugfähigen Rakete abgewichen. Stattdessen soll zunächst 
nur das Triebwerk als Herzstück der Rakete in einer Flugvariante 
weiterentwickelt werden.“
Es stand übrigens nie zur Diskussion in Kiruna zu starten. Schon die 
4.600 EUR Tagesnutzungsgebühren  hatten wir nie eingeplant.

Aber nun hat es die Studenten so tief gepackt und auch ich bin ein 
bisschen ehrgeizig, dass ich sage, lasst uns versuchen, die Rakete 
trotzdem innerhalb der Laufzeit starten (Projekt endet 31.03.2016). Da 
kein Cent mehr zur Verfügung steht, treten ich als Privatperson, 
befreundete Firmen und Institutionen auf den Plan, um das umzusetzen 
und sich auch damit für spätere Projekte zu empfehlen. Also: Der 
Strukturdemonstrator besteht aus Baugruppen, die zu großen Teilen mit 
Finanzen Dritter erstellt/gekauft wurden. Der Prüfstand, den wir als 
Betankungsanlage nutzen, bleibt ja im Projekt. Verwirrung schafft 
scheinbar den Umstand, dass ich „überall“ involviert bin…
Auch hier gibt es selbstverständlich Absprachen etc. Schon auf der   
Zwischenpräsentation der Hochschulen Ende März 2015 beim DLR hatte ich 
das unterbreitet. Und – es ist gewollt! Auch das DLR will Flüge sehen 
:-)
Zur Veranschaulichung der Komplexität einer Flüssigkeitsrakete ist der 
beigefügte Rohrschaltplan gut geeignet – gern für Mitglieder Ihrer 
website einsehbar.

Abschließend vielleicht noch eine Aussage von Herrn Kitsche vom 
DLR-Institut für Raumfahrtantriebe/Turbomaschinen: „Ich habe mehrmals 
die Kollegen daran erinnert, sich der Tatsache zu stellen, dass Sie 
mit Ihrer Gruppe substanzielle Fortschritte in einem anspruchsvollen 
Projekt erzielt haben. Insofern habe ich mich sehr gefreut über die 
Bilder von Ihrem Heißlauf und über das Erreichen der 500 N.“
 

Ein Screenshot vom Flussplan aus der PDF-Datei.
(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up049799.jpg)
Quelle: Dr. Olaf Przybilski
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Helge am 21. Januar 2016, 23:07:53
Moin,

es wird jetzt bald Geld gesammelt, nach diesen Artikel für einen kleinen Startturm aus Gerüstmaterial.

http://m.sz-online.de/nachrichten/raketenforscher-sammeln-geld-3303857.html (http://m.sz-online.de/nachrichten/raketenforscher-sammeln-geld-3303857.html)

Auf der Seite soll das dann ablaufen.

http://www.dresden-durchstarter.de/ (http://www.dresden-durchstarter.de/)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: stefang am 25. Januar 2016, 16:31:53
Der Demonstrator ist ja ungefähr 2,5 m hoch und kommt einige Kilometer hoch. Wie hoch kann man sich denn ungefähr das Endprodukt vorstellen, das ja in einen niedrigen Orbit kommen soll?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 25. Januar 2016, 18:23:17
Wenn der Start des Demonstrators/ Prototyps, der ja "nur" die Tragfähigkeit des Konzepts an sich beweisen soll, erfolgreich verläuft, sollen größere Modelle der MIRA (Miniaturrakete) mit etwa 18 Tonnen Starmasse entwickelt/ gebaut werden. Wie hoch diese Rakete dann sein wird, gute Frage...  Die  "VEGA" mit 137 Tonnen Startmasse ist 30 Meter hoch, also dann irgendwas zwischen 2,5 m und deutlich unter 30 m...  ::)

Zitat
Mit ihren „Mira“-Systemen und deren Nachfolgern wollen die Dresdner Ingenieure insofern eine Marktnische besetzen: Kleinstraketen mit rund 18 Tonnen Startmasse, die mit einem Gemisch aus hochprozentigem Alkohol und Flüssig-Sauerstoff angetrieben werden und eben solche Kleinstsatelliten in Umlaufbahnen in 200 bis 300 Kilometern Höhe bringen.
http://oiger.de/2015/09/23/dresdner-raketenmaenner-greifen-nach-den-sternen/155651 (http://oiger.de/2015/09/23/dresdner-raketenmaenner-greifen-nach-den-sternen/155651)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Martin am 26. Januar 2016, 20:53:26
Ein High-End Vergleichsprodukt (allerdings Feststoff) waere die MGM-134 Midgetman ICBM. Diese war dreistufig, hatte eine Startmasse von 13.6t und dabei eine Hoehe von 14m und einen Durchmesser von 1,17m.  Reichweite ueber 10.000km mit einer Nutzlast von 500kg, ich denke die haette eine Kleinstnutzlast auch in den LEO bekommen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 04. Februar 2016, 17:45:42
Geld beisammen?

Die Informationslage ist dünn, also Zeit zum Spekulieren! Zur Finanzierung des für Anfang April geplanten Erststarts der "MIRA" sollte ja eigentlich ein Crowdfunding bei http://www.dresden-durchstarter.de/ (http://www.dresden-durchstarter.de/) stattfinden. In der "Sächsischen Zeitung" vom 22.01. stand dann dazu nur noch (Link in #60), dass es "vielleicht" zu einem Crowdfounding kommen wird und parallel auch Firmen um Unterstützung gebeten werden. Da sich in Sachen Crowdfunding immer noch nichts getan hat (Stand 04.02.; 17:41 h), nehme ich nunmehr an, dass die nötige Summe durch Zuwendungen von Firmen etc. mittlerweile beisammen ist. Ansonsten wäre die Zeit bis zum "Launch" doch langsam bissel knapp. Wie gesagt, alles nur reine Spekulation von mir!
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 10. Februar 2016, 10:53:37
Zu meinen Growdfunding-Spekulationen:
Laut "MOPO24" soll es ein Growdfunding geben, sobald das Werbevideo dafür fertig ist. Zudem bestünde auch eine Chance auf neue Fördergelder. Ich drücke jedenfalls die Daumen dafür, damit das zarte Pflänzchen SRT gedeihen kann.
https://mopo24.de/nachrichten/raketenbahnhof-grossenhain-foerdergeld-spende-forschung-46818 (https://mopo24.de/nachrichten/raketenbahnhof-grossenhain-foerdergeld-spende-forschung-46818)
Zitat
„Das letzte Programm ist ausgelaufen“, sagt Przybilski, der mittlerweile die Firma „Sächsische Raketentechnik“ gegründet hat. „Ob und wann wir das nächste bekommen, steht noch nicht fest.“
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Magellan am 10. Februar 2016, 11:31:56
Woanders werden Steuergelder in Milliardenhöhe verballert, und hier liegts an ein ein paar zehntausend Euro. Da muß man doch einmal das Wort "schäbige, heuchlerische Wissenschaftspolitik" sagen dürfen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: der_robert am 10. Februar 2016, 22:00:21
Zitat
Zu meinen Growdfunding-Spekulationen:
Laut "MOPO24" soll es ein Growdfunding geben, sobald das Werbevideo dafür fertig ist. Zudem bestünde auch eine Chance auf neue Fördergelder. Ich drücke jedenfalls die Daumen dafür, damit das zarte Pflänzchen SRT gedeihen kann.

Im verlinkten Artikel von sz-online.de war die E-Mail von Herrn Przybilski. Ich habe mit ihm Kontkat aufgenommen und gezielt nach der Crowdfunding Aktion gefragt. Er schrieb das da was in Vorbereitung ist. Bin also zuversichtlich das die Aktion bald steigt. Wäre sehr Schade wenn dieses Projekt nicht weitergeführt wird. Übrigens kann man auch seinen gemeinnützigen Verein "Sächsischer Verein für historisches Fluggerät e.V" unterstützen... http://www.fluggeraet.de (http://www.fluggeraet.de)   :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Magellan am 10. Februar 2016, 22:59:27
Letzteres wär aber nur in Ordnung, wenn man exakt den Verein unterstützt.
"Querumschaufeln" von Geldern ist nicht grad fein, um es mal so zu sagen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Raketendoktor am 22. März 2016, 15:53:11
Hallo Raumfahrer,
die TU Dresden hat mir fristlos gekündigt.
Kontakt an mich ist nur noch über den Verein oder SRT möglich.
Olaf Przybilski
Was uns nicht tötet macht uns stark!
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: der_Keek am 23. März 2016, 09:45:45
Darf man fragen wieso?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: der_robert am 23. März 2016, 11:21:52
Kann der geplante Start auch über den Verein durchgeführt werden? Wie stehts mit der Crowdfunding Kampagne?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 23. März 2016, 11:36:44
Kann der geplante Start auch über den Verein durchgeführt werden? Wie stehts mit der Crowdfunding Kampagne?

Technische Ausrüstung, die mit STERN Geld gekauft wurde, ist kein Privatbesitz.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: BadCop am 25. März 2016, 14:44:58
Hallo,

die Frage ist nun, ob es mit der Sächsischen Raketen Technik weitergeht, wenn ja wie und wie man euch unterstützen kann.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 05. April 2016, 10:04:48
Was wird aus der Vision eines "Kleinst-Trägersystems"?

Im Dezember schrieb Herr Dr. Olaf Przybilski, dass die Testrakete "Mira" Anfang April 2016 abheben soll. Jetzt haben wir Anfang April und man hört bzw. liest dazu rein gar nichts mehr. Zur Finanzierung war ein Growdfunding geplant. Das sollte "bald" (Stand Dezember 2015) stattfinden, wenn ein noch anzufertigendes Video dazu fertig sei. Im Februar gab es noch Pressemeldungen diesbezüglich, geschehen ist bis heute aber nichts. Ich habe mehrmals versucht Herrn Przybilski über seine E-Mail Adresse an der TU Dresden erneut zu kontaktieren - Fehlanzeige! Die Mails können neuerdings nicht mehr zugestellt werden, Anfang des Jahres war das noch möglich. Was ist da los? Ach so, es gibt ja auch noch die Internetseite http://srt.space/, (http://srt.space/,) außer einem schönen Platzhalter tut sich da seit September 2015 aber auch nichts, "coming soon" ist dort nur zu lesen...

Ich bin schon etwas enttäuscht, nicht so sehr dass Schwierigkeiten auftreten können, sondern über die "Informationspolitik". Einziger Lichtblick ist, dass man sich am 29. April an der TU Dresden die "Mira" ansehen kann (Veranstaltung ist ausgebucht). Es scheint sich also vielleicht doch im Hintergrund etwas zu tun - hoffentlich! https://tu-dresden.de/studium/nach_dem_studium/absol-e-vent (https://tu-dresden.de/studium/nach_dem_studium/absol-e-vent)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Collins am 05. April 2016, 11:01:09
@Lumpi
Entweder Du schreibst ihn eine PM oder versuchst ihn über den Verein zu erreichen.
Hier noch mal sein letzter Post:

Hallo Raumfahrer,
die TU Dresden hat mir fristlos gekündigt.
Kontakt an mich ist nur noch über den Verein oder SRT möglich.
Olaf Przybilski
Was uns nicht tötet macht uns stark!

Mfg Collins
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Kryo am 05. April 2016, 11:33:06
naja Lumpi,

was hier als besonders toll an der Uni Dresden verkauft wurde, ist im Rahmen des STERN projekts in ganz Deutschland an verschiedenen Universitäten deutlich erfolgreicher verlaufen. Gerade läuft die 2. STERN Kampagne in Kiruna, und nachdem im Herbst 2015 Braunschweig, Berlin und Stuttgart ihre Raketen gestartet haben, starten nun Uni und Hochschule Bremen ihre Experimentalraketen in den nächsten 2 Wochen.
Und für den Herbst 2016 ist eine weitere Startkampagne geplant.
Ohne das STERN Projekt hätte es keine MIRA-Triebwerksversuche gegeben und von daher, waren zumindest die oben genannten 5 Hochschulen schon mal erfolgreicher was das Erfüllen der Projektziele von STERN angeht. Und das zählt nun mal. Wenn ein Projekt wie STERN durchgeführt wird, gilt es auch, die Ziele zu erreichen und nicht ein möglichst tolles Flüssigtriebwerk am Prüfstand zu testen. Man hat dann einfach das Thema verfehlt.

Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 05. April 2016, 11:50:55
Danke @Collins für den Hinweis. In dem Post stand aber ursprünglich nicht sein "Klarname" und ich hatte auch keine Lust gehabt darüber zu orakeln. Oder war ich so blind und habe das tatsächlich übersehen? Wahrscheinlich letzteres.

Da brauche ich aber keine PM zu schreiben, denn wenn er hier sowieso angemeldet ist, könnte er ja erst recht mal 2-3 Sätze zum Sachstand schreiben. Also Raketendoktor, wie geht's mit der SRT weiter, geht's überhaupt weiter? Wäre schön etwas mehr darüber zu erfahren...

Danke, Gruß Lumpi
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: fl67 am 05. April 2016, 13:24:55
Da brauche ich aber keine PM zu schreiben, denn wenn er hier sowieso angemeldet ist, könnte er ja erst recht mal 2-3 Sätze zum Sachstand schreiben. Also Raketendoktor, wie geht's mit der SRT weiter, geht's überhaupt weiter? Wäre schön etwas mehr darüber zu erfahren...
Dass er hier angemeldet ist, heißt nicht, dass er auch mitliest.  Sein letzter Besuch im Forum war am 23. März.  Vielleicht schreibst du ihm doch eine PM....   ;)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Schillrich am 05. April 2016, 13:42:04
Falls es um persönliche Informationen geht, ist der direkte, persönliche Austausch vielleicht besser geeignet, anstatt das im Forum "auszuhandeln" oder gar Druck aufzubauen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Spike77 am 05. April 2016, 15:12:03
lässt sich das für uns Außenstehende mit den (wenigen) verfügbaren Informationen überhaupt alles richtig beurteilen?

Jedes Projekt das ein Mensch startet kann ja auch mal nach hinten losgehen oder fehlschlagen. Vor allem wenn es um Unternehmensgründungen gehen soll. Ist doch normal oder?

ich finde in der ganzen Diskussion hier ja speziell die Argumente von tobi sehr überzeugend aber verifizieren kann ich das mangels frei zugänglicher Informationen leider auch alles nicht.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 05. April 2016, 15:19:48
Ich habe keinerlei Wissen darüber, was vorgefallen ist, aber eine fristlose Kündigung im öffentlichen Dienst ist nicht so einfach möglich. Da muss schon was ernsthaftes passiert sein, sodass die Vertrauensbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nachhaltig gestört ist.

Und Dinge, die mit STERN Geld gekauft worden, dürften Uni-Eigentum sein und dürften damit dem gekündigtem Arbeitnehmer nicht mehr zur Verfügung stehen, also Testanlagen, Ausrüstung etc.. Das Startkapital der SRT war ein paar 1000 Euro. Jetzt kurz überlegen, wie lange man damit durchhält, solange es keine neue Finanzierung gibt.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Spike77 am 09. April 2016, 10:44:36
wenn ich mich nicht komplett irre dann hat sich zumindest der Platzhalter auf der website www.srt.space (http://www.srt.space) geändert. Ein neues Firmenlogo gibt es auch. Da steht auch eine neue Kontaktadresse, vielleicht geht die ja:   kontakt@srt.space
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: R2-D2 am 09. April 2016, 11:22:38
wenn ich mich nicht komplett irre dann hat sich zumindest der Platzhalter auf der website www.srt.space (http://www.srt.space) geändert. Ein neues Firmenlogo gibt es auch. Da steht auch eine neue Kontaktadresse, vielleicht geht die ja:   kontakt@srt.space
Komisch, dass die bei SRT angegebene Adresse (Marschnerstraße 32) zum TU-Gebäude (Institut für Luft- und Raumfahrttechnik) gehört...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 09. April 2016, 18:35:39
wenn ich mich nicht komplett irre dann hat sich zumindest der Platzhalter auf der website www.srt.space (http://www.srt.space) geändert. Ein neues Firmenlogo gibt es auch. Da steht auch eine neue Kontaktadresse, vielleicht geht die ja:   kontakt@srt.space
Da hat sich nichts geändert.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: D.H. am 10. April 2016, 12:35:40
Ich habe keinerlei Wissen darüber, was vorgefallen ist, aber eine fristlose Kündigung im öffentlichen Dienst ist nicht so einfach möglich. Da muss schon was ernsthaftes passiert sein, sodass die Vertrauensbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nachhaltig gestört ist.

Da kann ich Tobi nur zustimmen. Professoren sind quasi unkündbar, wenn sie ihre Probezeit hinter sich haben (wie der ein oder andere Student leider schon mal erleben musste).... Fristlose Kündigung an sich ist schon schwierig, aber an einer Uni / öffentlicher Dienst noch seltener.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: proton01 am 10. April 2016, 12:44:00
Ich habe keinerlei Wissen darüber, was vorgefallen ist, aber eine fristlose Kündigung im öffentlichen Dienst ist nicht so einfach möglich. Da muss schon was ernsthaftes passiert sein, sodass die Vertrauensbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nachhaltig gestört ist.

Da kann ich Tobi nur zustimmen. Professoren sind quasi unkündbar, wenn sie ihre Probezeit hinter sich haben (wie der ein oder andere Student leider schon mal erleben musste).... Fristlose Kündigung an sich ist schon schwierig, aber an einer Uni / öffentlicher Dienst noch seltener.

Olaf P. ist kein Professor sondern wohl Lehrbeauftragter. Und bei Zweifeln an der Rechtmäßigkeit schaltet man üblicherweise Gerichte ein.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 10. April 2016, 20:53:19
Olaf Przybilski hat sich am 07.04.2016 zu seiner fristlosen Kündigung in der Tageszeitung "Dresdner Neueste Nachrichten"  geäußert. Titel: "Raketenforscher an der TU Dresden kämpft um seinen Job". Ich habe mir extra ein Tagesabo besorgt, um den Artikel vollständig nachlesen zu können...

Zusammenfassung:

Ihm werde vorgeworfen seine Kompetenzen als Projektleiter überschritten zu haben. Schon gut zwei Wochen vor der Kündigung sei er als Projektleiter von "SMART Rockets" von seinem Vorgesetzten abgesetzt worden. Laut O. Przybilski warf ihm die TU vor, dass er ohne Autorisierung über das Projekt mit der Presse sprach und versucht habe mit unlauteren Mitteln Geld dafür aufzutreiben. Auch die Gründung der SRT letztes Jahr sei der Uni ein Dorn im Auge gewesen, er hätte unrechtmäßig einen Briefkasten am Unigebäude angebracht und für seine Firma benutzt. Desweiteren soll er das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt durch die Arbeit seiner Firma und Äußerungen gegenüber der Presse verärgert haben. Zitat O.P.  „Dafür gibt es aus meiner Sicht bisher keinerlei Anhaltspunkte. Das DLR hat sich weder bei mir gemeldet, noch irgendwie Beschwerde eingereicht“.

Nun klagt er vor dem Arbeitsgericht gegen den Freistaat Sachsen, Verhandlung ist am 11. August, ein Eilantrag gegen die Kündigung ist gescheitert.

Wenn man das so liest ist man erst mal sprachlos. Das kann doch alles nicht wahr sein! Das muss ich erst mal verdauen...
(Im Artikel stand übrigens nichts dazu, wie es mit der SRT selbst weitergehen soll.)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Kryo am 10. April 2016, 21:05:42
Olaf Przybilski hat sich am 07.04.2016 zu seiner fristlosen Kündigung in der Tageszeitung "Dresdner Neueste Nachrichten"  geäußert. Titel: "Raketenforscher an der TU Dresden kämpft um seinen Job". Ich habe mir extra ein Tagesabo besorgt, um den Artikel vollständig nachlesen zu können...

Zusammenfassung:

Ihm werde vorgeworfen seine Kompetenzen als Projektleiter überschritten zu haben. Schon gut zwei Wochen vor der Kündigung sei er als Projektleiter von "SMART Rockets" von seinem Vorgesetzten abgesetzt worden. Laut O. Przybilski warf ihm die TU vor, dass er ohne Autorisierung über das Projekt mit der Presse sprach und versucht habe mit unlauteren Mitteln Geld dafür aufzutreiben. Auch die Gründung der SRT letztes Jahr sei der Uni ein Dorn im Auge gewesen, er hätte unrechtmäßig einen Briefkasten am Unigebäude angebracht und für seine Firma benutzt. Desweiteren soll er das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt durch die Arbeit seiner Firma und Äußerungen gegenüber der Presse verärgert haben. Zitat O.P.  „Dafür gibt es aus meiner Sicht bisher keinerlei Anhaltspunkte. Das DLR hat sich weder bei mir gemeldet, noch irgendwie Beschwerde eingereicht“.

Nun klagt er vor dem Arbeitsgericht gegen den Freistaat Sachsen, Verhandlung ist am 11. August, ein Eilantrag gegen die Kündigung ist gescheitert.

Wenn man das so liest ist man erst mal sprachlos. Das kann doch alles nicht wahr sein! Das muss ich erst mal verdauen...
(Im Artikel stand übrigens nichts dazu, wie es mit der SRT selbst weitergehen soll.)

naja er hat Geld aus einem Förderprojekt des DLR für Ausbildung von Studenten in Arbeit fließen lassen, die er für seine Firma nutzen will. Das geht aber nicht, denn wie Tobi gesagt hat, alles was von STERN Geld ermöglicht wurde, gehört der  Uni. Also auch intellektuelles Eigentum, wie das Wissen über die Triebwerke. Es ist einfach dubios, was er gemacht hat.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 10. April 2016, 21:18:31
Wissens-/Technologietransfer von Universität in die Wirtschaft ist durchaus üblich. Dafür muss aber ein Vertrag zwischen Uni und Firma geschlossen werden. In diesem Fall müsste sicher auch das DLR gefragt werden.

Ich bin mir sicher, DLR/Uni wären Gesprächen darüber nicht abgeneigt gewesen aber einfach so drauf los ohne die involvierten Partner zu fragen geht natürlich nicht.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Pirx am 10. April 2016, 21:35:42
Wäre es nicht angemessen, die Angelegenheit hier angesichts unseres sicher nicht umfänglichen Wissensstandes etwas dezenter angehen zu lassen ?

Wir wissen doch gar nicht, was genau gewesen ist. Ich bin stark dafür, das Spekulieren hier einzustellen.

Gruß   Pirx
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Helge am 10. April 2016, 22:07:17
Hauptsache man lernt als Student artig in Deutschland und geht dann mit sein Wissen ins Ausland, evtl bekommen man eine gute Stelle in ein aufstrebenden Raketen- Unternehmen  ;)
Es geht doch gerade darum auch was entstehen zulassen, möglichst im Inland.
Mit solchen haudrauf Aktionen wird es hier in Deutschland nie was mit innovativen, lächerlich!
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tomtom am 10. April 2016, 22:21:59
Offenbar ist die Angelegenheit in einer rechtlichen Klärung und es ist nicht sinnvoll, spekulativ oder bewertend darauf einzugehen, wenn keine weiteren Fakten dazu öffentlich werden.

Ich schließe erstmal den Thread, bis Neuigkeiten kommen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 19. April 2016, 21:40:12
Ich schließe erstmal den Thread, bis Neuigkeiten kommen.

Ein Nutzer dieses Forums hat auf diesen Beitrag hingewiesen:
http://www.sz-online.de/nachrichten/raketenmaessiger-aerger-3374808.html (http://www.sz-online.de/nachrichten/raketenmaessiger-aerger-3374808.html)

@tomtom: du kannst ja vielleicht wieder das Thema öffnen?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 02. Mai 2016, 12:27:48
Auch die Campus-Zeitung "CAZ" hat nun einen kurzen Artikel zur Kündigung von Olaf Przybilski geschrieben:
http://www.caz-lesen.de/campus-news/fakultaet-maschinenwesen-ohne-wegbereiter-zu-den-sternen.html (http://www.caz-lesen.de/campus-news/fakultaet-maschinenwesen-ohne-wegbereiter-zu-den-sternen.html)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: rok am 02. Mai 2016, 16:44:11
Jeder, der mal aus seinem Wissenschaftlerjob heraus eine private Firma gegründet hat, weiß, dass er/sie sich auf einen schmalen Grat begibt. Wichtig ist, dass alle Beteiligten (das Institut, evtl. Drittmittelgeber, der Personalrat) das Gefühl haben, dass es sich um eine win-win-Situation handelt.

Wenn beispielsweise ein Unternehmen lukrative Aufträge verspricht, die das Uni-Institut als Anstalt des öff. Rechts nicht abwickeln darf, kann ein angestellter Wissenschaftler, der "auch" eine eigene Firma besitzt, durchaus als Mittler einspringen. Dafür kann er spezielle Forschungsarbeiten an das eigene Institut delegieren, Studenten als Praktikanten einstellen, sich bei Veröffentlichungen dezent im Hintergrund halten usw.

Sobald aber einer der beteiligten Partner das "Gefühl" hat, er werde hintergangen oder ist einfach nur unzufrieden mit den erzielten Ergebnissen, kann es ganz schnell sehr eng werden. Insbesondere, wenn die Absprachen nicht juristisch überprüft wurden sondern nur als "Protokollnotiz" in einem Aktenordner abgeheftet werden, sammelt sich manchmal erheblicher Sprengstoff an, der im Streitfall schnell zu ein fürchterlichen "Knall" werden kann.

Ich denke, wir sollten die juristische Aufarbeitung abwarten, bevor es zu vorschnellen Vorverurteilungen kommt, zumal in diesem Fall die Informationslage äußerst dünn ist.

Robert
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: SpaceMech am 02. Mai 2016, 17:16:05
Über ähnliche Unklarheiten ist ja auch schon Gerhard Neukum seinerzeit gestolpert, der als Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung abtreten musste (und sich an die FU "rettete"). Damals ging es um die "irdische" bzw kommerzielle Verwertung der Entwicklungen für die Mars 96/MarsExpress HRC-Kamera. (Stichwort: "Waldbrand-Kamera").
Alles sehr unerfreulich (und vermeidbar).

   Gruss HHg
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 26. Mai 2016, 15:54:18
wenn ich mich nicht komplett irre dann hat sich zumindest der Platzhalter auf der website www.srt.space (http://www.srt.space) geändert.
Jetzt hat sich da tatsächlich was geändert. Die Adresse wurde von Marschnerstraße 32  (TU- Dresden) in Brunnenweg 26a geändert. Das deutet für mich zumindest darauf hin, dass er noch nicht aufgegeben hat und doch irgendwie weiter machen will.
http://www.srt.space/ (http://www.srt.space/)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 27. Mai 2016, 11:09:13
Hä? Jetzt steht auf der Platzhalterseite doch wieder Marschnerstraße 32.  Gestern stand da noch Brunnenweg 26a, ich hätte einen Screenshot machen sollen... Im Handelsregister wurde aber schon am 06. April der Brunnenweg 26 A als neue Firmenanschrift eingetragen. Ich bin verwirrt...  :-\
http://www.unternehmen24.info/Firmeninformationen/DE/4114184 (http://www.unternehmen24.info/Firmeninformationen/DE/4114184)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Kryo am 27. Mai 2016, 13:17:56
bei mir steht auch auf der homepage brunnenweg. vielleicht cookies löschen oder so. Aber ist doch auch egal.. .ich erwarte da nicht, dass da was passiert mit dieser Firma.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Rücksturz am 27. Mai 2016, 18:47:04
Ich sehe auf der Website auch Brunnenweg.

LG
Rücksturz
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 28. Mai 2016, 10:44:52
bei mir steht auch auf der homepage brunnenweg. vielleicht cookies löschen oder so. Aber ist doch auch egal.. .ich erwarte da nicht, dass da was passiert mit dieser Firma.

@Kryo: Bingo!  :)  Tags zuvor hatte ich auch noch einen anderen Laptop benutzt. Wahrscheinlich hast du auch mit dem letzten Satz recht, aber solange die Firma noch im Handelsregister eingetragen ist, muss ja noch irgendetwas geplant sein.

Gruß Lumpi
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: rok am 28. Mai 2016, 14:33:18
Moin,

der HRG-Eintrag bedeutet eigentlich nichts. Man wird evtl. nach Jahren der Inaktivität mal von der Steuerbehörde gefragt, ob man noch unternehmerisch aktiv ist. Und wenn man mit dem Eigennamen der Firma die Rechte von anderen berührt, kann man evtl. aufgefordert werden, den HRG-Eintrag zu löschen.

Ansonsten kann man die eingetragene Firma immer noch für "schwierige Abrechnungen" und sonstige Vorgänge, die sich am Rande der Legalität bewegen nutzen. Das hat jetzt aber ausdrücklich keinerlei Bezug zu diesem Vorgang!!

Robert
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 31. Mai 2016, 12:27:18
Huch, auf der Webseite http://srt.space/ (http://srt.space/) tut sich was!  :)
Es gibt jetzt ein Firmenporträt! http://srt.space/page01.html (http://srt.space/page01.html)  :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 13. Juni 2016, 11:32:02
Das klingt für mich dann doch etwas überheblich... Nach dem "Leitungswechsel" beim Projekt SMART-Rockets an der TU Dresden verzögert sich der Start der "Mira" weiter. Dipl.-Ing. Christian Bach, wissenschaftlicher Mitarbeiter, erklärt, dass das Fehlen von Olaf Przybilski durch den Leitungswechsel für ihn (nur) ein Verlust wie jeder andere ausbleibende Mitarbeiter sei.  :-X
Quelle: http://apps.ad-rem.de/epaper/DMV_ADD_20160608_gesamt.pdf (http://apps.ad-rem.de/epaper/DMV_ADD_20160608_gesamt.pdf) (Seite 12)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: proton01 am 13. Juni 2016, 17:20:18
Das klingt für mich dann doch etwas überheblich... Nach dem "Leitungswechsel" beim Projekt SMART-Rockets an der TU Dresden verzögert sich der Start der "Mira" weiter. Dipl.-Ing. Christian Bach, wissenschaftlicher Mitarbeiter, erklärt, dass das Fehlen von Olaf Przybilski durch den Leitungswechsel für ihn (nur) ein Verlust wie jeder andere ausbleibende Mitarbeiter sei.  :-X
Quelle: http://apps.ad-rem.de/epaper/DMV_ADD_20160608_gesamt.pdf (http://apps.ad-rem.de/epaper/DMV_ADD_20160608_gesamt.pdf) (Seite 12)

Da muss ich doch mal was fragen:
Der neue Mitarbeiter Ch. Bach stellt im Artikel fest: "... wir wollen die Studenten bestmöglich auf die Industrie vorbereiten"

Zum bisherige Leiter O. Przybilski wird im gleichen Artikel geschrieben. "Olaf Przybilski, ist mit der Situation nicht zufrieden: Zusammen mit den Studenten hätte er zeigen wollen, dass sie es in den vier Jahren Förderzeit schaffen würden, zumindest die Demonstrator-Rakete MIRA zu starten. "

Wenn man mal davon ausgeht daß die Regelstudienzeit ca. 4 Jahre ist, und daß wohl kaum ein Student von ersten bis zum letzten Semester dabei ist, dann ist es doch sinnvoll eine Start innerhalb von vier Jahren Projektlaufzeit anzustreben. Wenn das der Stein des Anstoßes ist, dann verstehe ich die Kündigung nicht. Vor allem ist die Arbeit nach der Demonstrator Rakete nicht zu Ende. Und wie geht es nach vier Jahren Förderzeit weiter, wenn es kein Geld mehr geben sollte vom DLR ?  Vorbreitung auf die Industrie heißt doch auch mit verfügbarem Geld und Zeit auszukommen. Es ware interessant zu wissen welche Industrieerfahrung der Herr Bach mitbringt. Für eine Bewerbung von Studienabschließern ist eine gestartete Raketete  deutlich beeindruckender als Webseitenbetrieb oder Kostenkalkulation.

Vorbereitung auf die Industrie:   Ariane 6 ist auch nur noch vier Jahre von Erststart entfernt. Von der Ministerentscheidung Ende 2014 bis zum ersten Start sind dann 5-6 Jahre geplant.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Kryo am 13. Juni 2016, 18:01:00
Herr Bach ist glaub schon von Anfang an dabei bei SMART, zumindest ziemlich lange.

Das Problem mit Przybilski war doch dass er Uni Eigentum zum Gründen einer Firma nutzen wollte, offensichtlich ohne Absprache
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 13. Juni 2016, 18:33:17
Das Problem mit Przybilski war doch dass er Uni Eigentum zum Gründen einer Firma nutzen wollte, offensichtlich ohne Absprache
Ich hatte dazu eine Diskussion auf dem Raumcontreff mit jemandem, der da näher dran ist als ich und da steckt wohl mehr dahinter. Nicht immer ist alles so wie es scheint.

Ich vermute die Kündigung überlebt den Prozess nicht und wird für umverhältnismäßig erklärt. Die Frage dürfte eher sein, ob man für den Rest seines Lebens unter einem Chef arbeiten möchte, zu dem es kein Vertrauensverhältnis mehr gibt.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tomtom am 13. Juni 2016, 18:52:45
Offenbar ist die Angelegenheit in einer rechtlichen Klärung und es ist nicht sinnvoll, spekulativ oder bewertend darauf einzugehen, wenn keine weiteren Fakten dazu öffentlich werden.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: bluemchen am 30. Juni 2016, 15:16:19
Hallo Freunde,

es gibt vom Dr. Olaf Przybilski eine Erklärung zum Vorgang an der TUD, in dem er schreibt

" Ich muss euch mitteilen, dass die TU Dresden mir fristlos kündigte.
Meine Emailadresse der TUD funktioniert deshalb nicht mehr. Bitte nutzt in Zukunft diese hier:
raketenspezialisten@gmx.de "

Dr. Przybilski versichert, als Projektleiter seine Aufgaben umfänglich erfüllt zu haben, in seinen Augen ist es eine Rufmordkampagne von meinem damaligen dienstlich Vorgesetzten.
, wie er schreibt.
Am 11.08.2016 vor dem Arbeitsgericht in Dresden wird sich alles sicherlich klarstellen, ergänzt er hierzu.

Wir sind an der Aufklärung und letztlich Klarstellung selbstverständlich interessiert und drücken Dr. Olaf Przybilski dazu alle Daumen

Gruß
Rainer

(Dr. Przybilski hat eine PDF erstellt als Presseschau, wer sich dafür interessiert, kann diese sicher bei ihm abfordern)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 11. August 2016, 07:40:35
Das Arbeitsgericht hat kurzfristig „auf Antrag der beklagten Partei wegen deren Verhinderung“  den Verhandlungstermin auf den 17.11.2016 verschoben!
Das teilte Olaf Przybilski gestern per Mail mit.

Der Kläger, (Przybilski),  hat dagegen sofortige Beschwerde eingelegt unter dem Hinweis, dass der Termin 11.08. seit dem Gütetermin am 05.04.2016 bekannt war und sich die Parteien langfristig darauf vorbereiten konnte.
Für Przybilski ist es aber auch ein bezeichnendes Zugeständnis: Würde die Kündigung so eindeutig sein, hätte man doch sicher keine Bedenken haben müssen, dass man das Verfahren verliert und sich durch windige „Zeitspiele“ aus der Verantwortung stiehlt… so  Przybilski weiter.




Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 11. August 2016, 07:47:59
Oha, die Uni Dresden scheint mir ja ein ziemlicher Saftladen zu sein. Die Uni Dresden hat doch genau für solche arbeitsrechtliche Fragen hoffentlich Rechtsanwälte angestellt. Das die jetzt "angeblich" keine Zeit haben, lässt tief blicken.

Hier möchte man wohl vollendete Tatsachen schaffen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: spacecat am 11. August 2016, 08:21:18
Vielen Dank FDR,

Bleib weiter an der Sache dran!
Du hast ja da eine feines Gespür für die Lage.
Leider sieht es immer mehr so aus, als ob am Ende
ziemlich viel verbrannte Erde übrig bleiben wird.  :-[

Grüße spacecat
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McPhönix am 11. August 2016, 10:46:08
Zitat
ziemlich viel verbrannte Erde
....befürchte ich auch.

Irgendwie könnte das "rein zufällig" ein Doppelschaden werden - Sächs.Rak.Technik kaputt und der Ruf der Uni DD beschädigt. Und damit "rein zufällig" auch der Ruf Dresdens....
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 11. August 2016, 12:33:02
Oje, noch mal gut 3 Monate warten und damit kein Einkommen für O. Przybilski - hat das Gericht auch mal daran gedacht?

Oha, die Uni Dresden scheint mir ja ein ziemlicher Saftladen zu sein. Die Uni Dresden hat doch genau für solche arbeitsrechtliche Fragen hoffentlich Rechtsanwälte angestellt. Das die jetzt "angeblich" keine Zeit haben, lässt tief blicken.

Hier möchte man wohl vollendete Tatsachen schaffen.

Sowas nennt sich dann auch noch "EXZELLENZ-Universität"...    >:(
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: stillesWasser am 11. August 2016, 13:43:30
Zitat
ziemlich viel verbrannte Erde
....befürchte ich auch.

Irgendwie könnte das "rein zufällig" ein Doppelschaden werden - Sächs.Rak.Technik kaputt und der Ruf der Uni DD beschädigt. Und damit "rein zufällig" auch der Ruf Dresdens....

Was soll denn dieses "rein zufällig" immer heißen?! Dass Die Uni Dresden absichtlich den Doppelschaden erzeugt um den eigenen Ruf - und "ein zufällig auch den der Stadt (ist es dann nicht sogar ein Trippelschaden) - zu beschädigen? Oder stecken dahinter doch die Amerikaner, der militärisch-industrielle Komplex, die Zionisten oder einfach die?

Keiner von uns hat Einblick, was da passiert und es dringt nur wenig nach außen. Von dem was man so hört, hat die Uni mindestens fragwürdig gehandelt und dieser Przybilski schein kein einfacher Typ zu sein der sich sehr gerne in der Märtyrer-Rolle sieht. Aber weitere Aussagen sind nicht wirklich möglich bis die Verhandlung beginnt...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 11. August 2016, 17:54:27
Und damit "rein zufällig" auch der Ruf Dresdens....

Naja da sollte man die Kirche mal im Dorf lassen. Ich denke der Ruf Dresdens wird derzeit vor allem durch eine gewisse andere Gruppe ruiniert, die mit P anfängt und A aufhört...
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McPhönix am 11. August 2016, 17:57:06
Rein zufällig heißt halt unabsichtlich. In Anführungszeichen, weil man offensichtlich nicht gewillt war, das Problem irgendwie auf vernünftige Weise und ohne subjektive Faktoren zu lösen und jetzt ist das große Bedauern angesagt.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tomtom am 11. August 2016, 19:12:08
Offtopic-Beiträge gelöscht, Thema erstmal geschlossen. Wenn ihr zu Themen, die nicht Raumfahrt sind, Diskussionsbedarf habt, schreibt euch emails.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 17. November 2016, 09:44:41
Das Arbeitsgericht hat kurzfristig „auf Antrag der beklagten Partei wegen deren Verhinderung“  den Verhandlungstermin auf den 17.11.2016 verschoben!
Das teilte Olaf Przybilski gestern per Mail mit.

Der Kläger, (Przybilski),  hat dagegen sofortige Beschwerde eingelegt unter dem Hinweis, dass der Termin 11.08. seit dem Gütetermin am 05.04.2016 bekannt war und sich die Parteien langfristig darauf vorbereiten konnte.
Für Przybilski ist es aber auch ein bezeichnendes Zugeständnis: Würde die Kündigung so eindeutig sein, hätte man doch sicher keine Bedenken haben müssen, dass man das Verfahren verliert und sich durch windige „Zeitspiele“ aus der Verantwortung stiehlt… so  Przybilski weiter.


Findet die Verhandlung nun heute tatsächlich statt?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 17. November 2016, 20:41:56
Heute am Arbeitsgericht ….
F-D-R war beim Termin in Dresden dabei

Ich kann jedem empfehlen, an einem Arbeitsrechtsprozeß einmal teil zu nehmen. Das ist eine Angelegenheit die fern von allem ist, was man in einschlägigen Zeitungsberichten oder Fernsehgerichtsseifenopern zu sehen bekommt.

Heute fand um 11 Uhr im Saal 3 des Arbeitsgerichtes Dresden die Verhandlung „Dr. Przybilski gegen den Freistaat Sachsen, Klage gegen die fristlose Kündigung" statt. Ein dutzend Zuhörer bei der öffentlichen Verhandlung waren anwesend. 45 Minuten später war dann alles (vorläufig) vorbei.
Was ist nun einem Außenstehenden, wie mir, der keine Akteneinsicht hatte, hängen geblieben? Es gab eine fristlose Kündigung in Form einer Verdachtskündigung am 02. Februar diesen Jahres, also vor über 9 Monaten (!). Ich wusste bislang gar nicht, dass man auf Verdacht kündigen kann. Bislang glaubte ich, es müssten Beweise vorliegen. OK: Wieder was gelernt. Die Kündigung jedenfalls war für den Kläger völlig überraschend, gab es doch zuvor weder eine andere disziplinarische Maßnahme, wie Rüge oder Abmahnung. Im Laufe des Verfahrens legte die TU-Dresden noch zwei weitere Kündigungen (so habe ich es verstanden) nach. Aber warum wurde eigentlich gekündigt? Als Begründung stand im Raum, das Vertrauensverhältnis sei gestört. Anlass dazu bot ein auf dem Uni-Gelände angebrachter Briefkasten, der aber schon da gewesen sein soll. Eine illegale Nutzung dieses Briefkastens für private Zwecke, die aber zuvor abgesprochen sein soll. Hinzu kommt, dass die Monierung der „Fremdnutzung“ erst Wochen nach Nutzungsbeginn erfolgte. Dann ging es um eine angebliche Patentanmeldung, die aber gar keine gewesen seien soll. Ein Zuhörer im Saal versuchte den Sachverhalt klar zu stellen, aber da er nicht als Zeuge geladen war, verhalte das. Dann ging es um das Anhörungsverfahren des Personalrates zum Kündigungssachverhalt, die mutmaßlich auch nicht so gelaufen ist, als das man sagen könnte: Alles i.O. gelaufen. Mehr wurde nicht vorgetragen. Wirklich nicht! Das hat mich auch überrascht, dass das alles war. Der Leser möge sich an der Stelle fragen, was das alles für Kleinkram ist? Das kann doch wohl nicht der Grund sein, einen 56 Jahre alten Mitarbeiter, der drei Jahrzehnte mit Leib und (vor allem) Seele für seine TUD und seine Studenten gearbeitet hat, auf diese Art zu entsorgen (?!).

Bleibt noch zu erwähnen
, dass zu Beginn der Verhandlung Richterin Nowak versuchte, zwischen den Parteien zu vermitteln. Aber das Angebot seitens des Freistaates (natürlich nur unter Vorbehalt!) und die Vorstellungen des Klägers lagen Lichtjahre auseinander.
Also nur eine „Briefkastenaffäre“, die zu einer solchen drastischen Maßnahme, einem trockenen Todesstoß für ein engagiertes Arbeitsleben ausreicht? Ich bin kein Rechtsgelehrter. Vielleicht ist das nach deutschem Arbeitsrecht möglich. Vielleicht... .

Aber der rechtliche Sachverhalt ist nur das eine.
Die Frage bleibt trotzdem im Raum: Musste es dazu kommen? Konnte man sich nicht anders einigen? Und wenn nein, warum eigentlich nicht?
… Und was war eigentlich das Problem überhaupt? Für einen außen stehenden sieht das alles sehr verworren und undurchsichtig aus.
„Briefkästen“, „Vertrauensverlust“ und anderes erscheinen da nur als Nebelkerzen, die die Sicht auf das wesentliche verschleiern. Nach dem Rausschmiss von Przybilski ist es still um die damit zusammenhängende Entwicklung geworden.

Und das Urteil? Wer hat gewonnen?
Die Richterin erklärte, sie habe heute noch zwei weitere Fälle zu bearbeiten. Entscheidung voraussichtlich morgen früh. Anträge wurden von keiner Seite gestellt. Es stünde alles in den Akten. Bleibt zu hoffen, dass das Gericht, ein Richter mit zwei ehrenamtlichen Richtern, genügend Zeit finden, die Akten, und das war eine große Menge Papier, gründlich durch zu arbeiten und dann entsprechend dem Gesetzt abzuwägen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Hugo am 17. November 2016, 21:09:00
Achtung. Folgendes ist nur meine private Meinung, keine Rechtsberatung!

Ich kann deinen Rat nur unterstützten, sich mal einen Gerichtsprozess anzuschauen. Viele davon sind öffentlich. Ich habe mal einen Zivilprozess angeschaut, das war auch zu 100% anders als im Fernsehen dargestellt. Dort ist es halt nur Fake.

Hintergrund allgemein: Die Richter machen sich schon vorher ein Bild. Sie haben Aktenlage, sie wissen genau, wer was wo zu Protokoll gegeben hat. Daß die Richter in einen Raum rein kommen und gar nichts wissen, das ist für das TV ein Fake, damit es dort spannender ist weil der TV-Richter dann immer "Aha? Erklären sie mal? Interessant" sagen darf. Meine Vermutung ist jetzt, daß die Anwälte - die vorher ja schon Kontakt hatten -  alles auf sehr wenige Fakten zusammenschrumpfen. Das war bei dem Prozess wo ich dabei war genau so wie hier jetzt beschrieben.

Es bleibt ein Fakt im Raum, um den wird gestritten. Wer hier recht hat, der gewinnt. Alle kleinen Kleinigkeiten sind bereits vorher besprochen und geklärt und die Anwälte sind ichs einig, wer wo wann was falsch oder richtig gemacht hat und sie sind ich einige, daß dieser Kleinkram eine unwichtige Nebensache ist.

Hier war es in dem Fall die illegale private Nutzung eines Briefkasten, was in einem Vertrauensverlust endete. Natürlich kann das ganze auch nur die Spitze des Eisberges gewesen sein, oder aber es war das einzige, was beweisbar ist. Fakt ist, es interessieren vor Gericht keine kleinen Streitigkeiten. Alle Parteien (Richter, Angklater, Ankäger) wussen schon vorher, daß es hier nur um die Frage "Vertrauensverlust" und "Briefkasten" ging.

Denn das Ergebnis ist vermutlich eindeutig. War es kein Vertrauensverlust, war die Kündigung nicht rechtens. War es einer, war sie rechtens. Und das klärt der Briefkasten. Und das Ergebnis ist mit Sicherheit eine Gehaltsnachforderung.

Und das beste: Es gibt gar kein Ergebnis. Das war wo ich als Zuschauer dabei war genau so. Man ging da rein, man hörte sich alles an und dann war plötzlich *bam* Ende. Und man saß da und dachte nur so "Und jetzt?". Bei mir endete es damit, daß die Richter eine Ansprache gehalten hatten, wie sie den Fall einschätzen, aber sie waren sich noch nicht sicher und möchten das ganze nochmal überdenken aber sie waren sich schon einig, daß sie anders entscheiden wollen würden wie viele andere Richter die über gleiche Sachverhalte zu entscheiden hatten (Das war ein Fall, welcher an über hundert Gerichten einzeln verhandelt wird, da es keine Sammelklagen gibt in Deutschland). Ich bin da nur mit vielen Fragezeichen raus gegangen.

Achtung. Alles obige ist nur meine private Meinung, keine Rechtsberatung!
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 17. November 2016, 21:15:21
Ein Ergebnis wird es geben.... Aber erst morgen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 17. November 2016, 21:52:17
Das Überschlafen der Entscheidung scheint mir eine garnicht so schlechte Idee.

PS: Was macht eigentlich der Personalrat der Uni Dresden die ganze Zeit?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 18. November 2016, 09:24:04
Das Ergebnis von der gestrigen Verhandlung liegt jetzt vor:
Die Klagen gegen die Kündigungen wurden zurückgewiesen.

Ich möchte mich jeglichen Kommentars enthalten. Die schriftliche Begründung liegt noch nicht vor.


Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: bluemchen am 18. November 2016, 12:26:06
Da bleibt der Mensch fassungslos zurück

wie der Freistaat / Deutschland mit seinem wissenschaftlichem Potential umgeht. Die Sachsen haben was an der Glocke. Obwohl ich von dort komme, fällt mir nichts anderes dazu ein.
-Genauso wie der "Maschendrahtzaun" in Thüringen, der Briefkasten in Sachsen.
# # #
Rainer
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Wilga35 am 18. November 2016, 13:26:03
Fassungslos ist noch milde ausgedrückt! Doch diese Art von "Unabhängigkeit" deutscher Gerichtsbarkeit ist nicht nur in Sachsen zu beobachten. Es gibt da deutschlandweit noch weit gravierendere Fälle.  :'(
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 18. November 2016, 13:45:21
Da gibt es sicher eine Berufung.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 18. November 2016, 14:38:49
Danke @F-D-R für deine Berichterstattung aus 1. Hand. Das Urteil ist niederschmetternd und aus meiner Sicht, obwohl ich natürlich nicht die Details kenne, absolut unverständlich. Es ging ja schließlich um eine fristlose Kündigung. Ich hoffe mal wie @tobi auf eine 2. Instanz.

Die Sachsen haben was an der Glocke.

Der (mutmaßliche) Initiator der Kündigung kommt aber aus Österreich und die Richter an den sächsischen Gerichten stammen überwiegend aus den alten Bundesländern.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 18. November 2016, 14:52:19
Ich bitte hier etwas die Polemik heraus zu nehmen.
Der "Initiator" ist gar nicht aufgetaucht. Der Beklagte ist der Freistaat Sachsen.
Und was die Richterin angeht, so möchte ich bitte erst einmal die Urteilsbegründung abwarten. Ich befürchte, hier sind einige Sachverhate nicht oder anders bewertet worden, als sich das Olaf vorgestellt hat. Warum, wird vermutlich erst die nächste Instanz klären - sofern er den langen Athem hat. Die Zeit arbeitet nicht gerade für ihn.

Die deutsche Rechtssprechung kennt Fälle, da fasst man sich an den Kopf. Da kann aber der Richter nichts dafür, wenn die Gesetzeslage das so verlangt.
Beispiel: "Bienenstich-Urteil". Könnt ja mal google'n.

Die Signalwirkung für Leute, die was bewegen wollen, ist jedenfalls verherend !

Ich bin sehr enttäuscht, hatte aber so was schon befürchtet, nachdem ich gestern die Verhandlung mit erlebt hatte. Ich melde mich, wenn es was Neues gibt.

PS: Weis jemand, wie es an der TUD mit der Rakete weiter geht/gegangen ist?

Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Hugo am 18. November 2016, 21:17:34
Die Klagen gegen die Kündigungen wurden zurückgewiesen.
Sprich: Das Gericht sagt, die Kündigung war so korrekt.

Da bin ich auch mal auf die Begründung gespannt.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tobi am 18. November 2016, 21:33:35
PS: Weis jemand, wie es an der TUD mit der Rakete weiter geht/gegangen ist?

Vermutlich ganz normal. Es gibt ja noch andere Mitarbeiter am Institut. Demnächst soll es ja auch ein STERN 2 Programm geben. Bei STERN können sich alle Hochschulen mit Raumfahrtbezug bewerben und kriegen dann ziemlich sicher auch die Zuwendung, wenn der Antrag vernünftig gestellt ist.

Soviel ich weiß benutzt die Uni Dresden auch das STERN Geld um Doktoranten anzustellen, allerdings nur mit halber Stelle (als Ingenieur-Doktorand also unterbezahlt). Es gibt also noch Personal, eventuell hat sich die Ausrichtung des Programms geändert.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: der_robert am 21. November 2016, 12:28:57
Hier ein aktueller Artikel in der Sächsischen Zeitung zum Thema: http://www.sz-online.de/sachsen/dresden/der-fluch-der-briefkasten-firma-3544390.html (http://www.sz-online.de/sachsen/dresden/der-fluch-der-briefkasten-firma-3544390.html)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 21. November 2016, 16:35:34
Ja, die Reporterin der SZ war mit bei der Verhandlung im Saal anwesend.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McPhönix am 21. November 2016, 22:10:49
Da fällt einem nur ein -
a) Schäbige TU
b) Wem mag er wohl auf den Schlips getreten sein....
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 26. November 2016, 16:40:55
UPDATE
Ich konnte mit  Olaf Przybilski am Rande des Raumfahrthistorischen Kolloquiums 2016 in der Berliner Archenhold-Sternwarte sprechen.
( www.dglr.de/fileadmin/inhalte/dglr/fb/r3/RHK_2016_Programm.pdf (http://www.dglr.de/fileadmin/inhalte/dglr/fb/r3/RHK_2016_Programm.pdf) )
Eine schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Daher kein neuer Sachstand... .
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 27. Dezember 2016, 15:16:32
Update
Das Jahr geht zu Ende und es liegt noch keine schriftliche Urteilsbegründung vor. Daher kein neuer Sachstand.
 :(
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 02. Januar 2017, 23:08:54
Keine Ahnung wann die Urteilsbegründung zugestellt wird und ob Olaf Przybilski ggf. Berufung einlegt, jedenfalls hat er aber das Firmenporträt auf der entstehenden Website überarbeitet. Dort gibt es jetzt keinen Querverweis zur TU Dresden mehr...
http://srt.space/page01.html (http://srt.space/page01.html)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 29. Januar 2017, 15:08:12
Update
Die Urteilsbegründung der Verhandlung vom 17.11.2016 liegt seit Mitte Januar 2017 nun vor.
So wie es aus sieht, wird Berufung eingelegt.
Zuerst wird aber eine sogenannte "Tatbestandsberichtigung" beantragt. HIntergrund ist, dass das Gericht Tatbestände zur Urteilsfindung eingewertet hat, die nach Ansicht des Klägers nicht den Tatsachen entsprechen.
Es geht also weiter... .
Quelle: Mail von O.Przybilski vom 23.01.2017
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 26. Juni 2017, 01:31:07
Wurde Berufung eingelegt? Gibt es dazu irgendwelche Informationen?

Die SRT Sächsische Raketen Technik UG beteiligt sich unterdessen am Ideenwettbewerb "futureSAX-Publi­kums­preis 2017". Das Team mit den meisten Stimmen gewinnt den Publikumspreis, auf der unten verlinkten Internetseite kann man dafür abstimmen. Vielleicht hilft unsere Unterstützung ja ein wenig.
Zitat
Ein beson­derer Vorteil kleinster Raketen für die Satel­li­ten­nutzer ist das indivi­duelle Anfliegen von dedizierten Umlauf­bahnen ohne lange Vorbe­rei­tungszeit. Nach Markt­studien sind gegen­wärtig rund 1.800 kleinste Satel­liten im Bau. Diese sollen in den nächsten 15 Jahren starten. Der Antrag­steller wird über den Schritt Höhen­for­schungs­rakete eine Träger­rakete entwi­ckeln, die o.g. Anfor­de­rungen genügt.
https://www.futuresax.de/home/fuer-gruender/ideenwettbewerb/publikumspreis/teilnehmer/details/10198 (https://www.futuresax.de/home/fuer-gruender/ideenwettbewerb/publikumspreis/teilnehmer/details/10198)
https://www.futuresax.de/home/fuer-gruender/ideenwettbewerb/publikumspreis/teilnehmer?page_s70147=7&random=321 (https://www.futuresax.de/home/fuer-gruender/ideenwettbewerb/publikumspreis/teilnehmer?page_s70147=7&random=321)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McPhönix am 26. Juni 2017, 09:05:21

Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Axel_F am 26. Juni 2017, 09:56:38
Hab´s auch mal etwas gepushed.  :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: bluemchen am 27. Juni 2017, 23:02:32
Selbstredend
August der Starke würde hier gar ni lange fackln, bau´n und hoch das Ding
Aber nur vom Olaf
 :)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 13. Juli 2017, 16:49:11
Seit dem 17. Mai ist übrigens der Patentinhaber der Erfindung von Dr. Olaf Przybilski über ein " Verfahren zum Betrieb eines Raketentriebwerks"  nicht mehr die TU Dresden, sondern die Sächsische Raketen Technik.
http://google.com/patents/DE102010010265A1?hl=de&cl=de (http://google.com/patents/DE102010010265A1?hl=de&cl=de)

Zitat
17. Mai 2017   R081   Change of applicant/patentee   
Owner name: SRT SAECHSISCHE RAKETEN TECHNIK UG (HAFTUNGSBE, DE
Free format text: FORMER OWNER: TECHNISCHE UNIVERSITAET DRESDEN, 01069 DRESDEN, DE 
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Axel_F am 14. Juli 2017, 00:48:56
Das klingt doch schon mal positiv. Hoffe wir das es jetzt wieder auch technisch erfolgreich vorwärts geht.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: McPhönix am 14. Juli 2017, 11:13:19
Da würde ich auch bei einer Sammelaktion was reinwerfen, jetzt wo es wohl an der richtigen Stelle ankommt.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: BadCop am 14. Juli 2017, 17:30:43
Da würde ich auch bei einer Sammelaktion was reinwerfen, jetzt wo es wohl an der richtigen Stelle ankommt.
+1
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 02. Januar 2018, 16:23:29
… Es ist noch nicht vorbei … Neue Nachricht von Olaf Przybilski (Mail an mich.) :

1.)   Im Arbeitsrechtstreit „Olaf Przybilski“ geht es in die nächste Runde. Nachdem gegen das Urteil Berufung eingelegt wurde, findet der nächste Termin voraussichtlich im April 2018 vor dem Landesarbeitsgericht statt.

2.)   Per 31.12.2017 ist er aus SRT ausgeschieden.

Anmerkung von mir: Nehmt das bitte mal so kommentarlos hin.
Grüße an alle Freunde – und sobald es etwas greifbares gibt, dann an dieser Stelle... .
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 03. Juli 2018, 16:45:00
Am 28.06.2018, also 850 Tage nach der Kündigung durch die TU Dresden, wurde durch das Sächsische LAG Chemnitz verkündet:

Es wird festgestellt, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigungen des Beklagten … nicht beendet wurde.
Das Arbeitsverhältnis wird im Rahmen einer Einigung aufgelöst.

Weitere Einzelheiten werden hier nicht veröffentlicht.

Damit hat Olaf zwar nicht seinen Job wieder, aber seinen Prozess gewonnen... und ist rehabilitiert.
Wie es weiter geht, wird man sehen.
Wir stehen in Kontakt.

 :D

 
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: MillenniumPilot am 03. Juli 2018, 19:49:00
Ich sag einfach mal. Schoen  8)

850 Tage Gehaltsnachzahlung plus Zinsen, da duerfte auch der finanzielle Engpass nicht mehr ganz so eng sein.  ;D
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Axel_F am 03. Juli 2018, 21:31:30
Ich freue mich auch über das Ergebnis für Olaf.

Nur schade das durch den Streit die "Sächsische Raketen Technik" meines Erachtens den führenden Kopf verloren hat  :(
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Hugo am 04. Juli 2018, 04:31:55
Ich sag einfach mal. Schoen  8)

850 Tage Gehaltsnachzahlung plus Zinsen, da duerfte auch der finanzielle Engpass nicht mehr ganz so eng sein.  ;D

Wie kommst Du auf 850 Tage? Die reguläre Kündigungsfrist ist meistens um die 100 Tage (3 Monate + Restmonat). Jeder Arbeitgeber, der eine "Außerordentliche Kündigung" ausstellt, stellt zusätzlich auch immer eine reguläre Kündigung aus, für genau diesen Fall. Es ist somit davon auszugehen, daß nach 850 Tagen festgestellt wurde, daß die außerordentliche Kündigung ungültig ist, die reguläre aber gültig war. Nur wenn der Arbeitgeber vergessen hat eine reguläre Kündigung zu schreiben dann muss er natürlich länger zahlen. Aber welcher Arbeitgeber vergisst es, seine Mitarbeiter regulär zu Kündigen? Ein so großer vermutlich kaum.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: MillenniumPilot am 04. Juli 2018, 07:42:38
Es wird festgestellt, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kuendigung NICHT aufgehoben wurde. Das Arbeitsverhältnis WIRD durch eine Einigung aufgeloest.

Fuer mich heißt das, die Kuendigung war nicht rechtmäßig und das Arbeitsverhältnis wird demnächst aufgehoben.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: tomtom am 04. Juli 2018, 08:00:39
Ich denke, wir müssen hier nicht über Arbeitsrecht diskutieren, auch nicht auf der Basis des gesunden Menschenverstands.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 04. Juli 2018, 13:43:26
...
Weitere Einzelheiten werden hier nicht veröffentlicht.
...

Insofern erübricht sich hier eine Spekulation.
Danke tomtom. Hiermit ist alles gesagt. Punkt.

Nach meiner Kenntnis ist die Entwicklung (Keramiktriebwerk, Alkohol-Rakete, etc.) defacto abgebrochen.
.... oder ging es irgendwie weiter?
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: proton01 am 04. Juli 2018, 14:57:40

Es wird festgestellt, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigungen des Beklagten … nicht beendet wurde.
Das Arbeitsverhältnis wird im Rahmen einer Einigung aufgelöst.

Weitere Einzelheiten werden hier nicht veröffentlicht.
...

Schade, weiter Einzelheiten wären wohl verfügbar. Anscheinend hat das Arbeitsverhältnis seit über zwei Jahren geruht (in einem juristischen Schwebezustand der nun entschieden ist) und wird nun juristisch aufgehoben ohne daß noch irgendwelche Arbeitstätigkeiten von Dr. Pr. an der TUD passieren.


Nach meiner Kenntnis ist die Entwicklung (Keramiktriebwerk, Alkohol-Rakete, etc.) defacto abgebrochen.
.... oder ging es irgendwie weiter?

Wenn es so ist dann wurde anscheinend durch die unrechtmäßige Kündigung seitens der TUD die Sächsische Raketen Technik nachhaltig geschädigt. Da sollte sich DLR mal überlegen inwieweit sie deutsche Steuergelder an die TUD nach festgestelltem Rechtsbruch vergeben. Auch wenn diese Technologien wohl nicht in die Araine oder ähnliches einfließen, sie vermittelten den Studenten erste praktische Erfahrungen mit der Raketentechnik, welche sie für spätere Industrie- oder Agenturtätigkeiten besser vorbereiten als nur graue Theorie.
Schade um die vertanen Chancen.
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 04. Juli 2018, 19:39:12
Nach meiner Kenntnis ist die Entwicklung (Keramiktriebwerk, Alkohol-Rakete, etc.) defacto abgebrochen.
.... oder ging es irgendwie weiter?

Irgendwie schon. Zumindest gab es Ende letzten Jahres ja diesen Triebwerkstest, bei dem ein mittlerer Schub von 550 N erzeugt wurde. Die verlängerte Förderung durch die DLR lief aber 2017 aus. Man war aber optimistisch, dass für 2018 eine abermalige Verlängerung der Förderung erfolgt und die TU-Rakete "Mira" dann 2018 abheben kann. Wie jetzt aber der aktuelle Stand ist, ist mir unbekannt, ich habe noch nichts wieder darüber gehört gelesen. Etwas dazu auch hier in diesem Thread: https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=13105.msg400459#msg400459 (https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=13105.msg400459#msg400459)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 04. Juli 2018, 19:48:08
Danke für die Information.
Selber habe ich auf der Seite von der TUD - Institut L+R nichts Aktuelles gefunden, bzw. wenn, dann überlesen.

Schade, dass die Videos, vor allem das Zweite, ohne Datumsangabe ist... .
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: Lumpi am 28. November 2018, 14:39:55
Olaf Przybilski geht es gut, wobei er auf dem Foto eher süß-sauer dreinblickt...  ::)
https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/28112018080541.shtml (https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/28112018080541.shtml)
Titel: Re: Sächsische Raketen Technik
Beitrag von: F-D-R am 28. November 2018, 16:42:51
Das Foto täuscht. Es gibt noch ein zweites, aber da sahen wir (!) nicht sooo gut aus.
Er war wirklich gut drauf.