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Raumfahrt => Bemannte Raumfahrt => Thema gestartet von: Doc Hoschi am 25. November 2014, 08:07:22

Titel: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 25. November 2014, 08:07:22
Hier ein netter Artikel, der sich mit den Unterschieden (!) in den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Männlein und Weiblein beschäftigt:
http://earthsky.org/space/men-and-women-adapt-differently-to-spaceflight (http://earthsky.org/space/men-and-women-adapt-differently-to-spaceflight)

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up043240.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-25365836/male-female-astronaut.jpg.html)

Am überraschendsten für mich ist die Tatsache, dass das Phänomen der teilweise sogar nach der Landung anhaltenden Sehbeeinträchtigung (aktuelle NASA-Ergebnisse deuten ja auf einen gestiegenen Hindruck hin) bei Frauen gar nicht aufzutreten scheint... :o.
Frauen besitzen also durchschnittlich den besten Durchblick im All... 8)

Edit: Nanu, wieso befindet sich dieser Thread in der Astronomie?? Und was den Threadtitel angeht: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, oder?
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 10. Juli 2016, 15:42:34
Michael Barrat, ehemaliger Leiter des NASA Programms HRP (Human research Program) bezeichnet das erst seit ca. 10 Jahren richtig bekannte Phänomen VIIP (https://en.wikipedia.org/wiki/Visual_impairment_due_to_intracranial_pressure) (Visual impairment due to intracranial pressure) gegenwärtig als zweitschädlichste Auswirkung (direkt nach der Strahlung) eines längeren Weltraumaufenthalts. Das heißt, das Finden einer Lösung dieses Problems ist in seinen Augen sogar dringlicher als Lösungen zur Minimierung des Muskel- und Knochenabbaus?
Zitat
It’s a medical issue, which is arguably our number two risk in human spaceflight right now

Aus: https://www.washingtonpost.com/national/health-science/the-mysterious-syndrome-impairing-astronauts-eyesight/2016/07/09/f20fb9a6-41f1-11e6-88d0-6adee48be8bc_story.html (https://www.washingtonpost.com/national/health-science/the-mysterious-syndrome-impairing-astronauts-eyesight/2016/07/09/f20fb9a6-41f1-11e6-88d0-6adee48be8bc_story.html)

Zitat
Before a human trip to Mars - a journey of six-to-nine months that NASA says it wants to achieve by the 2030s — researchers agree that VIIP must be understood much better
Das kommt etwas wie ein Showstopper rüber, was ich doch leicht übertrieben fände.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 26. Oktober 2016, 08:26:56
Hallo liebe Mit-Foristen,
der Umstand, dass es keinen zentralen Thread für alte und neue Erkenntnisse bzgl. der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper gibt, ist in meinen Augen schon länger ein Schönheitsfehler dieses Forums (oder ich bin einfach blind und habe einen entsprechenden Thread übersehen...)  :)
Einmal mehr möchte ich gerne von neuen Erkenntnissen der NASA berichten und weiß einfach nicht wohin damit.
Stattdessen werden Meldungen zu medizinischen Untersuchungen/Erperimenten in den Missionsthreads der ISS-Crews gepostet bzw. verteilen sich über viele einzelne Threads.

Beispiele: Alle medizinischen Themen hier zu verheiraten, ist sicherlich ein Ding der Unmöglichkeit, dessen bin ich mir schon bewusst, aber wenn nichts dagegen spricht, könnte man ja hier zukünftig zumindest Meldungen zu neuesten Erkenntnissen der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper zusammentragen. Ich persönlich finde das Thema sehr spannend, kann damit aber eventuell auch alleine dastehen. Wenn dieser Thread also begrüßt wird, bitte ich unsere Mods die Meldungen 23 und 24 von mir im Thread "Einfluss vom Weltraum auf Organismen" hierher zu verschieben, da ich bisher mangels eines entsprechenden Threads dort gepostet habe, die Meldungen aber eigentlich hier hinein gehören.

Aktuell wollte ich eigentlich nur auf neueste Erkenntnisse der NASA bzgl. der Veränderung der Muskulatur im Wirbelsäulenbereich hinweisen:
http://www.techtimes.com/articles/183749/20161025/space-travel-shrinks-weakens-spinal-muscles-of-astronauts-causing-back-pain-and-injury.htm (http://www.techtimes.com/articles/183749/20161025/space-travel-shrinks-weakens-spinal-muscles-of-astronauts-causing-back-pain-and-injury.htm)
http://journals.lww.com/spinejournal/Documents/NASA-SPINE152831.pdf (http://journals.lww.com/spinejournal/Documents/NASA-SPINE152831.pdf)

Dass dieses Thema bei Raumfahrern derart heftig ist, war mir bisher so nicht bewusst:
Zitat
Back problems are a common affliction for astronauts, with around 70% suffering from discomfort during their first few days in space, half experiencing severe spine pain on return and slipped discs being four times more likely than for the rest of the population.
Das sind schon recht beeindruckende Zahlen.
Offensichtlich wächst der Raumfahrer im All um durchschnittlich 5 cm, der Querschnitt der Muskelstränge entlang der Wirbelsäule verringert sich während des Aufenthalts um ca. 19% und es findet innerhalb der ersten sechs Wochen nach Rückkehr zur Erde nur eine 68%ige (also knapp 2/3) Erholung der Muskulatur statt.
Zitat
Recovery of 68% of the post-flight loss occurred over the next 6 weeks, still leaving a significantly lower lean muscle fractional content compared to pre-flight values
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: McPhönix am 26. Oktober 2016, 12:25:12
Ja, man denkt ja sonst kaum drüber nach, was die Bandscheiben bei 1g abfangen müssen + gelegentlicher Zusatzspitzen. Eigentlich klar, daß die Kraft frei wird. Mich wundert da, daß die Nervenstränge die Dehnung einigermaßen unbeschädigt mitmachen...
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 26. Oktober 2016, 13:12:29
Das verwundert in der Tat und echt heftig erscheint auch noch das vierfach erhöhte Risiko eines Bandscheibenvorfalls (slipped disc) bei (Ex-)Astronauten.

Man mag sich fragen, wieso man davon dann aber so wenig hört, wenn bereits statistisch betrachtet der eine oder andere Ex-Astronaut durchaus schlecht zu Fuß sein dürfte.
Die Antwort dürfte sein, dass man bei den ehemaligen russischen und amerikanischen Langzeitastronauten im Falle derartiger Rückenprobleme heute wohl einfach nicht genau sagen könnte, ob die Probleme nun erblich bedingt sind, am vorgerückten Alter liegen oder schlicht von ihrem Raumaufenthalt her rühren.....vom Lebenswandel ganz zu schweigen (z.B. Überlastung).
   
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Mim am 26. Oktober 2016, 14:05:22
Hallo Doc Hoschi,

ein gutes Thema! Ich habe mir über solche Sachen auch schon oft Fragen gestellt.

Zufällig hat eumel aktuell einen Beitrag gepostet, den ich hierher kopiere, weil er hier gut reinpaßt:

Neues Licht für die ISS
Credit: NASA
Neue LED-Leuchte in einer Schlafkoje

Im Inneren der ISS wird die Beleuchtung ausgewechselt.
Leuchtstoff-Lampen werden durch MultiLEDs ersetzt.
Das alte Licht ist ungesund und stört die "innere Uhr".
LED-Licht soll Sehschärfe, Schlaf, Aufmerksamkeit und Leistung verbessern.
LED-Licht soll zirkadianen Rhythmus ("innere Uhr") resetten.
LED-Leuchten brauchen weniger Platz und Strom,
erzeugen weniger Wärme und halten länger.
Expedition 49 begann mit dem Austausch der Leuchten.

Mike Fincke brachte bereits einen Prototypen zur Station:
Credit: NASA 

Die Raumfahrer in der ISS leben ständig im künstlichen Licht.
Ungewöhnlichen Licht- und Dunkelzyklen des erdumkreisenden Raumfahrzeugs mit gelegentlichen Nachtschichten, verlängerten Arbeitszeiten und dem Stress der Raumfahrt kann zu schlechter Schlafqualität und Quantität für die Raumfahrer führen.
Der zirkadiane Rhythmus - oder die "innere Uhr" gerät durcheinander.
Das beeinträchtigt die Wachsamkeit, Reaktionszeit und Kognition, wodurch das Unfallrisiko erhöht wird.
Durchschnittlich schlafen die Raumfahrer nur sechs Stunden täglich und kompensieren oft mit Schlafmitteln und Koffein.

Licht spielt eine bedeutende Rolle bei der Synchronisation unserer "inneren Uhr".
Die neuen MultiLEDs sind in Helligkeit und Lichtfarbe variabel.
Ein höherer Blauanteil im Licht verbessert die Sehschärfe, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit.
Ein niedriger Blauanteil fördert Ausgeglichenheit und Schläfrigkeit.

Wenn in drei Wochen die Biochemikerin Peggy Whitson (Expedition 50) an Bord ist,
wird sie das Experiment Lighting Effects (http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/2279.html) durchführen, um die Auswirkungen zu dokumentieren.

Quelle (https://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/let-there-be-better-light)
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: MarsMCT am 26. Oktober 2016, 14:14:05
Immer wenn man solche Meldungen hört, muß man sich fragen, ob das noch aktuell ist. Gezielte Übungen gegen auftretende Probleme sind möglich und sind in den letzten Jahren stark forciert worden. Bis zu dem Punkt wo der Verantwortliche der NASA für bemannte Raumfahrt, William Gerstenmeyer, sagt, daß manche Astronauten fitter zurückkomen, als sie hochgeflogen sind. Gerade für die Muskeln an der Wirbelsäule gibt es geeignete Übungen, die auch in Schwerelosigkeit leicht durchgeführt werden können. Die sind nicht intuitiv, aber jeder Physiotherapeut sollte sie kennen. Sie sind Bestandteil jedes Übungsprogramms für die Stärkung von Rücken und Wirbelsäule. Man braucht nicht einmal Übungsgeräte dafür.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: tomtom am 17. November 2016, 00:07:20
Interview mit dem Raumfahrtmediziner Ulrich Limper:
http://www.deutschlandfunk.de/ueberleben-auf-dem-mars-mediziner-untersuchen-die.709.de.html?dram:article_id=371545 (http://www.deutschlandfunk.de/ueberleben-auf-dem-mars-mediziner-untersuchen-die.709.de.html?dram:article_id=371545)

Den Aspekt unterschiedlicher Druck- und Sauerstoffverhältnisse find ich interessant.
Was mir fehlt ist die Beurteilung, ob 6-monatige Erfahrung nicht zunächst auf 3 Jahre im BEO auszudehnen wären, bevor man darüber urteilen kann.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 31. Januar 2017, 09:07:43
Ein sehr interessanter Artikel zum VIIP-Problem: http://www.space.com/35492-astronaut-vision-problems-microgravity-pressure.html (http://www.space.com/35492-astronaut-vision-problems-microgravity-pressure.html)

Offensichtlich gibt es nun aufgrund von Parabelflügen erhaltene Hinweise, dass das teilweise irreversible und somit ernsthafte Problem durch einen fehlenden Tag-/Nacht-Zyklus im Hirndruck des Astronauten hervorgerufen wird. Mit Tag-/Nacht-Zyklus ist eigentlich vielmehr der unterschiedliche Hirndruck gemeint wenn wir stehen/sitzen (geringer als im All) im Vergleich zum nächtlichen Liegen (höher als im All).

Alles deutet somit darauf hin, dass gerade der konstant bleibende Hirndruck in der Schwerelosigkeit ein massives Problem für das menschliche Auge darstellt, so als würde man ständig liegen. Durch spezielle Unterdruckkleidung hofft man bei der NASA dem Problem beizukommen.

Zitat
The idea is that the astronauts would wear negative-pressure clothing or a negative-pressure device while they sleep

Müsste das VIIP-Problem dann nicht auch auf der Erde bei Patienten nach mehrmonatigem Koma zu beobachten sein? Sicher, diese werden bewegt, schon um Dekubitus vorzubeugen, befinden sich aber fast permanent in ständiger Horizontallage bzw. haben einen entsprechend ständig hohen Hirndruck.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Axel_F am 31. Januar 2017, 11:48:22
Es gibt auch neue Erkenntnisse aus der Zwillingsstudie der Kelly-Brüder. Scott hatte 2015/16 ein volles Jahr auf der Raumstation ISS verbracht, während sein Zwillingsbruder (ebenfalls Astronaut) auf der Erde verblieben ist.
http://newatlas.com/nasa-twin-study/47635/ (http://newatlas.com/nasa-twin-study/47635/)

Dabei wurde zur Überraschung der Forscher beobachtet, dass die Telomere von Scott sich während des Aufenthalts auf der ISS verlängert haben. Doch bei der Landung schrumpften sie wieder auf die Ausgangsgröße zurück. Man hätte eher erwartet, dass die Telomere im All schrumpfen.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Terminus am 31. Januar 2017, 20:37:09
Dabei wurde zur Überraschung der Forscher beobachtet, dass die Telomere von Scott sich während des Aufenthalts auf der ISS verlängert haben. [...]

Verlängert?? Ich dachte immer, das wäre biologisch nicht möglich, sondern dass Telomere von Teilung zu Teilung entweder immer nur gleich lang bleiben oder schrumpfen können?
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: wulf 21 am 01. Februar 2017, 09:27:53
Dabei wurde zur Überraschung der Forscher beobachtet, dass die Telomere von Scott sich während des Aufenthalts auf der ISS verlängert haben. [...]

Verlängert?? Ich dachte immer, das wäre biologisch nicht möglich, sondern dass Telomere von Teilung zu Teilung entweder immer nur gleich lang bleiben oder schrumpfen können?

Das ist im Prinzip schon möglich... ich war mal in einer Gentechnik-Vorlesung, das hab ich noch so grob in Erinnerung:

Es gibt ein Enzym (Telomerase (https://de.wikipedia.org/wiki/Telomerase)), dass neue Telomer-Abschnitte zusammenbaut. Dies ist aber normalerweise in seiner Aktivität so beschränkt, dass in der Summe nach jeder Zellteilung die Telomere kürzer sind und die Zelle sich am Ende nicht weiter teilt. Wenn durch einen Defekt in der DNA einer Zelle diese Beschränkung aufgehoben ist, führt dies zu unbeschränkter Zellteilung (sprich: Krebs).

Was da wohl in der Mikrogravitation passiert? Vielleicht ist das Enzym dort leicht aktiver... oder die Zellteilung ist gehemmt.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Gertrud am 06. Juni 2017, 11:51:52
Hallo Zusammen,

Kollateraler Schaden durch kosmische Strahlen erhöht das Krebsrisiko für Mars-Astronauten

Neues prädiktives Modell zeigt, das die kosmischen Strahlen zu sonst gesunden "Bystander" Zellen schädigen und effektiv das Krebsrisiko verdoppeln.

Das Krebsrisiko für eine menschliche Mission zum Mars hat sich nach einer UNLV-Studie, die eine dramatische Zunahme der Erkrankung für Astronauten, die auf den roten Planeten oder auf anderen langfristigen Missionen außerhalb des Schutzes des Erdmagnetfeldes reisen, erhärtet.
Die Ergebnisse erschienen in der Mai-Ausgabe von wissenschaftlichen Berichten und wurden von UNLV Wissenschaftler Francis Cucinotta , ein führender Wissenschaftler für Strahlung und Raumphysik präsentiert.
Frühere Studien haben gezeigt, dass die gesundheitlichen Risiken aus der galaktischen kosmischen Strahlenexposition bei  Astronauten Krebs, zentrale Nervensystemeffekte, Katarakte, Kreislauferkrankungen und akute Strahlungssyndrome beinhalten.   Kosmische Strahlen, wie Eisen- und Titanatome, schädigen die Zellen, die sie aufgrund ihrer sehr hohen Ionisationsraten durchqueren.
Herkömmliche Risikomodelle, die von der NASA und anderen verwendet werden, nehmen an, dass DNA-Schäden und Mutationen die Ursache von Strahlenkarzinomen sind. Dies beruht auf Studien in hohen Dosen, bei denen alle Zellen von schweren Ionen ein- oder mehrmals in kürzeren Zeiträumen durchlaufen werden, als sie bei Raumfahrtmissionen auftreten werden.
 Die Erforschung des Mars erfordert Missionen von 900 Tagen oder länger und umfasst mehr als ein Jahr im Weltraum, wo die Exposition gegenüber allen Energien der galaktischen kosmischen Strahlung schwere Ionen unvermeidbar sind.  Derzeitige Strahlungsabschirmung würde die Expositionsrisiken nur wenig mindern.
In diesen neuen Erkenntnissen wird gezeigt, dass ein nicht zielgerichtetes Effektmodell, bei denen Krebsrisiken bei  Zellen in der Nähe schwer beschädigter Zellen auftreten,  im Vergleich zum herkömmlichen Risikomodell für eine Mars-Mission zu einem zweifachen oder stärkeren Anstieg des Krebsrisikos führt.
Galaktische kosmische Strahlenbelastung kann einen Zellkern zerstören und Mutationen verursachen, die zu Krebs führen können. Die Forscher haben gelernt, dass die beschädigten Zellen Signale an die umgebenden, nicht betroffenen Zellen senden und wahrscheinlich die Mikroumgebungen des Gewebe verändern. Diese Signale führen anscheinend dazu, dass die gesunden Zellen mutieren, wodurch zusätzliche Tumore oder Krebs verursacht werden.
Der Forscher Cucinotta sagte, die Ergebnisse zeigen eine enorme Notwendigkeit für zusätzliche Studien, konzentrierten sich auf kosmische Strahlenbelastungen auf Gewebe, die menschliche Krebsrisiken dominieren, und dass diese vor langjährigen Weltraummissionen außerhalb der Erdgeomagnetischen Sphäre beginnen sollten.
Er erkannte auch die Notwendigkeit, eine moralisches Regel anzusprechen.
Die Erhöhung der akzeptablen Risikostufen wirft ernsthafte ethische Fragen auf, wenn die wahre Natur der Risiken nicht hinreichend verstanden wird.

https://www.unlv.edu/news/release/study-significant-collateral-damage-cosmic-rays-increases-cancer-risks-mars-astronauts (https://www.unlv.edu/news/release/study-significant-collateral-damage-cosmic-rays-increases-cancer-risks-mars-astronauts)

http://www.nature.com/articles/s41598-017-02087-3 (http://www.nature.com/articles/s41598-017-02087-3)

Mit den besten Grüßen
Gertrud
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: tomtom am 26. Juli 2017, 23:01:03
Von einer OP ist abzuraten.

Interessanter Artikel über die Herausforderungen an Raumfahrtmedizin jenseits der üblichen Knochen/Muskelschwund-Artikel.

https://www.wired.de/collection/science/nasa-weltraum-esa-medizin-ketamin-chirurgie (https://www.wired.de/collection/science/nasa-weltraum-esa-medizin-ketamin-chirurgie)
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: McPhönix am 26. Juli 2017, 23:35:52
Es ist halt was dran - schon die Erste Reise muß eine Vielzahl von Leuten mit Mehrfach-Ausbildung  umfassen und Riesen Material- und Gerätemengen dabei haben. Am besten auch ein Raumschiff, was mal außer der Reihe 0,1 g erzeugen kann, weil man genug Treibstoff hat. Und einen Computer, der das dann wieder zurückrechnet für den neuen Kurs. Und Und.....
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Zellaktivator am 29. August 2017, 23:11:44
Russische und kanadische Wissenschaftler haben herausgefunden dass das Immunsystem von Raumfahrern auf Schwerelosigkeit wie auf eine Krankheit reagiert:

http://gerhardkowalski.com/?p=14559 (http://gerhardkowalski.com/?p=14559)

LG, Zellaktivator.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 05. November 2017, 12:01:41
http://www.thebritishjournal.com/science/long-term-spaceflight-squeezes-brain-finds-new-research-1668-2017/ (http://www.thebritishjournal.com/science/long-term-spaceflight-squeezes-brain-finds-new-research-1668-2017/)

Laut einer am Donnerstag im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie ändert sich die Position des Gehirns in der Schwerelosigkeit. Genauer verringert sich der Abstand zwischen Schädeldecke und Gehirn. Dazu wurden 16 Kurzzeitastronauten (mehrere Wochen im All) und 18 Langzeitastronauten (mehrere Monate im All) vor und nach ihrem Flug via MRI untersucht. Dabei kam es offensichtlich zu alarmierenden Ergebnissen.
Die genauen Auswirkungen des Effekts seien aber leider noch nicht verstanden.

Zitat
Roberts’ findings concluded that “significant changes in brain structure occur during long-duration space flight.” But more importantly the “parts of the brain that are most affected – the frontal and parietal lobes – control movement of the body and higher executive function.” The longer spent in space the worse the effects would be.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Lumpi am 06. Dezember 2017, 17:31:21
Die Körpertemperatur steigt bei Raumfahrern nach 2,5 Monaten im All auf 38°, also 1° über den irdischen Normalwert, an. Beim täglichen Trainingsprogramm gegen den Muskelschwund kann dann die Körpertemperatur schnell auf gesundheitsgefährdende 40° ansteigen. Für längere Flüge, wie vielleicht eines Tages zum Mars, ist das keine gute Nachricht, weil eine dauerhafte erhöhte Körpertemperatur u.a. auch die geistige Leistungsfähigkeit einschränken kann.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/raumfahrt-astronauten-haben-staendiges-weltraumfieber-1.3777236 (http://www.sueddeutsche.de/wissen/raumfahrt-astronauten-haben-staendiges-weltraumfieber-1.3777236)
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Wilga35 am 07. Dezember 2017, 09:39:51
Erstaunlich, dass man das erst jetzt herausgefunden hat. Raumflüge von mehreren Monaten Dauer gibt es immerhin schon seit vier Jahrzehnten, und die Messung der Körpertemperatur beim Menschen ist eine vergleichsweise simple Angelegenheit.
Interessant wäre dabei zu erfahren, ob die Raumfahrer selbst während ihres Aufenthaltes im All auch das Empfinden haben, dass ihre Temperatur erhöht ist, oder ob sie selbst ihre Körpertemperatur als völlig normal empfinden?

Gruß, Wilga35
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 24. Februar 2018, 21:13:41
Durchaus interessante Veröffentlichung aus Russland mit einer erstaunlich hohen Zahl an Co-Autoren... :)
Darin geht es, um potentielle biomedizinische bzw. biotechnische Methoden zur Erhöhung der Strahlungsresistenz bei zukünftigen Raumfahrern: http://www.oncotarget.com/index.php?journal=oncotarget&page=article&op=view&path%5B%5D=24461&path%5B%5D=76813 (http://www.oncotarget.com/index.php?journal=oncotarget&page=article&op=view&path%5B%5D=24461&path%5B%5D=76813)

Diskutiert werden die Punkte:

- Erhöhte individuelle Strahlungsresistenz bei Menschen
- Erhöhte Strahlungsresistenz hypothermischer Zell- und Gewebeproben
- Radioprotektoren (Medikamente, die gegen die negativen Effekte hochenergetischer Strahlung helfen)
- Zell- und Gentherapie
- AI-Methoden zur Diagnose von strahlungsbedingten Schäden und für die weitere medizinische Forschung

Auch wenn in dieser Veröffentlichung keine bzw. nur sehr wenige quantifizierte Ergebnisse dargestellt werden, bietet Sie einen umfangreichen Überblick über unterschiedliche Forschungsgebiete, die sich beim Thema Raumfahrt/Strahlung/Mensch auftun und nicht wie üblich die technologischen Gegenmaßnahmen in der Raumfahrt betreffen.
Sozusagen eine Empfehlung wohin die zukünftige Forschung (den menschlichen Körper betreffend) bei diesem immer noch problematischen Thema gehen sollte. Der menschliche Körper ist eben hochkomplex und gerade in dieser Sache wohl auch nicht über einen Kamm zu scheren (siehe individuelle Strahlungsresistenz).

(https://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up061782.jpg)
Quelle: https://phys.org/news/2018-02-team-publishes-roadmap-radioresistance-space.html (https://phys.org/news/2018-02-team-publishes-roadmap-radioresistance-space.html)

Das heißt natürlich nicht, dass technische Gegenmaßnahmen im Strahlungsschutz dadurch obsolet werden könnten, aber dass es zukünftig (eher mittel bis langfristig) durchaus auf eine Kombination beider Schutztechniken (technisch und biomedizinisch) herauslaufen könnte.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 13. März 2018, 20:35:10
Einem neuesten Bericht zufolge scheinen laut der NASA 7% (!) von Scott Kellys DNS nach seinen 340 Tagen im LEO permanent verändert zu sein. Das hat nicht nur Kelly selbst überrascht.

http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-5494589/Astronaut-Scott-Kellys-DNA-permanently-changed-space.html (http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-5494589/Astronaut-Scott-Kellys-DNA-permanently-changed-space.html)

Zitat
Nasa found that while 93 per cent of Kelly's genes returned to normal shortly after returning home, seven per cent were permanently altered.
These long-term changes hit genes related to the immune system, DNA repair, bone formation and the ways his tissues take up oxygen and carbon dioxide.

Alles wohlgemerkt noch innerhalb des Einzugsbereichs der Magnetosphäre der Erde. Zusätzlich war Kelly über all die 340 Tage hinweg stets (allerdings in der genauen Betrachtung abhängig von der Körperausrichtung innerhalb der ISS) von einer Seite komplett durch die massive Erde abgeschirmt. Raumfahrer zum Mars werden gerade von der hochenergetischen kosmischen Strahlung mehr oder weniger von allen Seiten getroffen.

Dieser Umstand wird so richtig deutlich, wenn man sich die (logarithmisch) dargestellten geschätzten Strahlungsdosen in Millisievert zwischen 6 Monate ISS (ca. 75 mSv) und 6 Monaten Marstrip (ca. 230 mSv) betrachtet. Kelly hat sich über die 340 Tage im All also etwas unter 150 mSv eingefangen. Marsreisende bekämen also auf der Hinreise ohne besondere Schutzmaßnahmen mehr Strahlung ab wie Kelly und das über den halben Zeitraum hinweg (was den Körper zusätzlich belasten dürfte).
Ich denke die genetischen Auswirkungen von Hinreise/Aufenthalt/Rückreise wird man erst dann genauer studieren können, wenn dies die ersten gemacht haben. Da dürften aber direkt nach der Rückkehr mehr als die 7% der DNS betroffen sein. 

(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ef/PIA17601-Comparisons-RadiationExposure-MarsTrip-20131209.png/800px-PIA17601-Comparisons-RadiationExposure-MarsTrip-20131209.png)
Quelle: Wiki
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 13. März 2018, 21:06:33
So richtig beunruhigt mich das, da Kelly seine Familienplanung altersbedingt abgeschlossen hat, zukünftige Marskolonisten hingegen sicherlich nicht, die Auswirkungen einer solchen permanent geschädigten DNS auf die Fortpflanzung jedoch vollkommen im Dunkeln liegt.

Das Thema Strahlung und Raumfahrt ist und bleibt letztlich hochkomplex.

Wenn Kelly in 20 Jahren nun plötzlich Krebs bekommen sollte, kann sicherlich niemand genau sagen, ob dies nun von einer Aussetzung krebserregender Stoffe herrührt (Stichwort Lebenswandel), erblich bedingt sein könnte oder eben letztlich durch genetische Mutationen hervorgerufen sein könnte, die er sich bei seiner Mission eingefangen hat.

Für eine klarere Aussage bedürfte es einer massiv breiteren statistischen Basis, die es bei den paar Raumfahrern eben einfach nicht gibt und das zu ändern wird sehr viel Zeit benötigen.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Terminus am 13. März 2018, 23:56:31
Ich habe das so verstanden, dass es weniger um Kellys potenziellen Nachwuchs oder um seine Zukunft in 20 Jahren ging, sondern um die aktuelle, alltägliche Tätigkeit der betroffenen Gene in seinem Körper. Es entstehen ja täglich neue Zellen, die jetzt je nach Organ etwas anders funktionieren als vorher (oder auch gar nicht mehr). Reicht eine Änderung von 7% wohl aus, dass man das sofort spürt, oder ist es nur marginal? Klingt wirklich beunruhigend. :-\
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: jakda am 14. März 2018, 07:37:05
Sehr interessantes Thema.
Ich muss dabei sofort an die Raumfahrttage 2015 in MoRö denken:

...
Es kam die Frage nach der Anpassungszeit nach Rückkehr auf die Erde.
Michael Kornijenko , als Langzeitflieger, gab zu, dass der Körper nicht wieder ganz so "hergestellt" wird, wie vor dem Flug.
Etwas bleibt immer zurück. Dies wurde auch von Hans Schlegel bestätigt.
...
(https://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up059800.jpg)

Er meinte dabei nicht Muskelschwund, Veränderungen Calciumhaushalt,... - sondern Veränderungen, z.B.  in der Wahrnehmung der Umgebung oder Gefühle in einer bestimmten Situation, die sich auch nicht wieder nach einer gewissen Zeit von selbst korrigieren, sondern auf dauer bleiben.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: rok am 14. März 2018, 09:45:24
Aus dem Diagramm von Doc Hoschi kann man die Strahlenexposition für einen Marsflug mit ca. 1 Sievert annehmen (Hinflug/500 Tage/Rückflug). Das bedeutet eine Erhöhung des Risikos im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken um etwa 5 %, ist also vergleichbar mit dem Risiko von Industriearbeitern an den Folgen ihres Jobs zu sterben.

Die Gefahr, durch eine Mutation des Erbgutes Schäden bei den zukünftigen eigenen Kindern zu erzeugen, lässt sich durch geeignete Maßnahmen (vorheriges Einfrieren von Sperma/Eizellen, Verhütung, Homosexualität) minimieren.

Das Hauptproblem sind die "leichteren" Gesundheitsschäden. Die betreffen oft das Immunsystem, d. h. die Anfälligkeit für Infektionen ist deutlich erhöht, es gibt "gutartige" Wucherungen und in letzter Zeit werden zunehmend Schäden an nicht durchbluteten Geweben (z. B. Knochen, Knorpel) untersucht.

Beispiel: Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat im letzten Jahr die maximale Belastung der Augenlinse von 150 auf 20 mSievert/Jahr gesenkt, um das zusätzliche Risiko, an einem grauen Star zu erkranken, auf wenige Prozent zu verringern.

https://doris.bfs.de/jspui/handle/urn:nbn:de:0221-2017112214449 (https://doris.bfs.de/jspui/handle/urn:nbn:de:0221-2017112214449)

Es gibt offensichtlich noch einen erheblichen Forschungsbedarf und ich möchte mal vermuten, dass Institutionen, die mit der Raumfahrt zu tun haben, lieber positive Forschungsergebnisse sehen  und fördern statt negative Veröffentlichungen zu riskieren, vergleichbar mit der Autoindustrie und vielen weiteren Bereichen der Wirtschaft.

Robert
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Ldf am 14. März 2018, 11:12:16
Kleine Ergänzung zum Post https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14665.msg419147#msg419147: (https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14665.msg419147#msg419147:)

Die jährlich erlaubte Dosisleistung für beruflich Strahlenexponierte Personen in Deutschland ist mit 20mSv festgelegt. Das ist das, was auch die IAEO empfielt. Die meisten Länder folgen dem in ihren Regelungen.

Dabei gilt immer das ALARA-Prinzip - as low as reasonable achiveable.. Viele Arbeitgeber haben Regeln festgelegt, die diese Dosis noch signifikant niedriger festlegen: bis zu 7mSv, wsas weniger ist, als bei einer Herzkatheteruntersuchung. Da beträgt die Dosisleistung ca. 10mSv, eine Mammographie bringt 3mSv, was übrigens so viel ist, daß ihr Nutzen in der Massenanwendung sehr kritisch diskutiert wird.

Allgemein sieht man in allen Jahresdosisleistungen über 100mSv eine signifikante Erhöhung des Krebsrisikos. Das ist eine statistische Feststellung.Im Einzelfall fällt die Herstellung einer Kausal-Kette für ein Individium schwer, weil die Dosisleistung niedrig ist. Ab 1Sv spürt man dann die ersten Auswirkungen unmittelbar, die da heißen allgemeine Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme usw. Die vielbemühten Haare fallen da noch nicht aus, aber der Zustand ist dann schon ernst und bedarf einer intensiven Therapie. 

 

Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: tnt am 14. März 2018, 11:59:21
Kann es sein dass hier Genveränderung mit Veränderung in der Genexpression verwechselt wird?
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 14. März 2018, 13:21:12
Ja hier wurde in der Tat die Genexpression betrachtet. Danke, ein sehr guter und wichtiger Hinweis, der mich auch dazu zwingt, den Strahlungshintergrund zu relativieren. Zwar stimmen die Betrachtungen zu den Strahlungsdosen, aber das ist ein anderes wichtiges Thema und muss entkoppelt von dieser Nachricht zu Scott Kelly betrachtet werden. 
Die 7% veränderte DNS bei Kelly sind somit zwar missions-, aber nicht unbedingt strahlungsbedingt.

Ich zitiere hier noch einmal die Aussage des leitenden Wissenschaftlers (Prof. Mason von der Cornell Uni) der Untersuchung:

Zitat
“Some of the most exciting things that we’ve seen from looking at gene expression in space is that we really see an explosion, like fireworks taking off, as soon as the human body gets into space,” Twins Study Principal Investigator Chris Mason, Ph.D., of Weill Cornell Medicine, said. “With this study, we’ve seen thousands and thousands of genes change how they are turned on and turned off. This happens as soon as an astronaut gets into space, and some of the activity persists temporarily upon return to Earth.”

Die Genexpressionen verändern sich also explosionshaft, sobald der menschliche Körper im All angekommen ist.
In folgendem Artikel erzählt Prof. Mason noch etwas mehr: https://www.nasa.gov/feature/nasa-twins-study-investigators-to-release-integrated-paper-in-2018 (https://www.nasa.gov/feature/nasa-twins-study-investigators-to-release-integrated-paper-in-2018)

Zitat
Chris Mason of Weill Cornell Medicine investigated the genetic, epigenetic, and transcriptional dynamics of each twin. By studying how space travel can influence chemical changes in RNA and DNA, new “space genes” were reported, indicating significant cell stress and correlations with changes noted by other Twins Study investigators (including fluctuations in “epigenetic age”). Whole-genome sequencing showed each twin has hundreds of unique mutations in their genome, more than expected, and some were found only after spaceflight, circulating in the blood as “cell-free DNA”. This is thought to be from the stresses of space travel, which can cause changes in a cell’s biological pathways and ejection of DNA and RNA. Such actions can trigger the assembly of new molecules, like a fat or protein, cellular degradation; and can turn genes on and off, which change cellular function. Significant responses were found for at least five biological pathways in Scott during his time in space. These responses are important for future missions: hypoxia (likely from lack of oxygen and high CO2 levels); mitochondrial stress and increased levels of mitochondria in the blood (indicating damage to the “power plants of cells”); telomere length, DNA damage, and DNA repair (likely from radiation and caloric restriction); collagen, blood clotting, and bone formation (likely from fluid shifts and zero gravity); and hyperactive immune activity (from the new environment).

Although 93% of genes’ expression returned to normal postflight, a subset of several hundred “space genes” were still disrupted after return to Earth.


Kann es sein dass hier Genveränderung mit Veränderung in der Genexpression verwechselt wird?

Eine Änderung in der Genexpression ist aber doch dennoch stets eine Genveränderung, nur umgekehrt gilt das natürlich nicht grundsätzlich.
Eventuell sollte man im Zusammenhang mit der aktuellen Meldung um Scott Kelly einfach vermeiden pauschal von Genschädigung zu sprechen.

Besser macht es das ganze allerdings auch nicht.... :(
Zukünftige Langzeitraumfahrer haben also nicht nur mit den klassischen Symptomen wie Muskel- und Knochenschwund zu kämpfen (was ja weitgehend temporär ist), erleiden nach Ihrer Rückkehr in eine Schwerkraftsumgebung u.U. permanente Sehstörungen (VIIP) und müssen erhöhte Strahlungsdosen während der Mission verkraften, nein....ein gewisser Teil ihrer Genregulation ist auch noch permanent gestört.
   
Was genau die permanent geänderten Genexpressionen im Körper auch auf längere Sicht bewirken, ist noch nicht untersucht. Kann es dadurch ebenfalls zu Zellmutationen kommen oder können andere Krankheiten getriggert werden, wenn unzählige Genexpressionen verändert sind? 
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: tnt am 14. März 2018, 13:42:44
Also mein letzter Stand zu wissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich Genen und Genexpression ist folgender:
Was ich als Gene bezeichnen würde ist die die DNS des Körpers die in jeder Zelle des Körpers gespeichert ist (mal vom Sonderfall Samenzelle abgesehen). Diese wird nicht vom Körper in Regelprozessen geändert. Änderungen an der DNS sind normalerweise schädlich und können zu Krebs führen. Ich würde das ganze mal mit einem Programm auf einer Festplatte vergleichen. Zeitgleich kann durch bestimmte Regelprozesse des Körpers die Genexpression gesteuert werden, also welche Teile der DNS benutzt werden. Das würde ich mal mit dem Arbeitsspeicher vergleichen. Was wir hier sehen ist eine Reaktion des Körpers auf die Verhältnisse im Weltraum die zu einem anderen Betriebszustand führen.

Gene und Genexpression sind eigentlich ein spannendes Thema. Kann ich jedem mal empfehlen sich näher damit auseinander zu setzen.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: MpunktApunkt am 14. März 2018, 20:59:21
Hallo,

also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, bedeutet diese permanente "Genexpressionsveränderung", dass bei Scott Kelly von denn durch den Weltraumaufenthalt veränderten Stoffwechselprodukten, die durch das Auslesen eines Teils der DNA in den Zellen produziert werden, 7% auch nach der Landung nicht mehr normal produziert werden.

Die Frage ist jetzt, welcher Anteil der Genexpressionen hat sich bei Scott Kelly im All überhaupt verändert? Im Prinzip hat man ja nur die neuen Änderungen in Vergleich zu seinem Zwillingsbruder gezählt. Ob das jetzt viele oder wenige waren ist mir nicht klar.

Diese 7 % irreversibler zusätzlicher Änderungen teilen sich denke ich auch noch in dauerhafte Schädigungen an den Auslese- und Produktionsmodulen (Ribosomen) in den Zellen und die "echten" DNA Schäden auf. Und wie viel davon Strahlungsschäden und wie viel "allgemeiner Weltraumstress" sind kann man auch noch nicht trennen.

Viele Grüße

Mario
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Ijon am 16. März 2018, 18:49:14
Kommen jetzt gleich die Umweltschützer und wollen die Raumfahrt mit Menschlicher Besatzung verbieten, um die Menschen an Bord vor den Gefahren der Raumfahrt zu schützen? :(
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Schillrich am 16. März 2018, 19:32:50
Was soll denn dieser unsachliche, und sogar sachlich falsche, Schwenk zum Umweltschutz?

Erstens war Umweltschutz hier kein Thema, bis du versuchst ihn zum Thema zu machen.
Zum anderen versucht Umweltschutz die Umwelt zu schützen vor dem Menschen ... Arbeitssicherheit und Medizin schützt Menschen.
Und zum Letzen, Umweltschutz ist ein legitimes Anliegen. Was soll der pauschale, unsinnige Vorwurf, außer Umweltschützer zu diffamieren?
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Star-Light am 10. Juni 2018, 17:41:16
In SF Filmen, wie z.B. "Der Marsianer – Rettet Mark Watney" werden immer wieder Raumschiffe gezeigt, die durch Rotation einen "Gravitationseffekt" hervorrufen.
Meistens im Form eines rotierenden großen Rades, oder eines Zylinders.
Meine  Frage: Der Astronaut hat hier ständig die Möglichkeit zwischen der Zone mit Schwerelosigkeit und der Zone mit den g-Kräften (ist ja keine echte Gravitation) zu wechseln. Ist das für den Körper auf längeren Flügen eine Entlastung, oder eher das Gegenteil?
Kann sich der Körper ständig  kurzfristig umstellen, oder verursacht der häufige Wechsel eher neue Probleme?
Gibt es dazu Erkenntnisse?
Wären wir heute schon in der Lage so ein Raumschiff zu bauen?

Grüße von Thomas aus Nürnberg
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Terminus am 10. Juni 2018, 17:57:53
Meine  Frage: Der Astronaut hat hier ständig die Möglichkeit zwischen der Zone mit Schwerelosigkeit und der Zone mit den g-Kräften (ist ja keine echte Gravitation) zu wechseln. Ist das für den Körper auf längeren Flügen eine Entlastung, oder eher das Gegenteil?
Kann sich der Körper ständig  kurzfristig umstellen, oder verursacht der häufige Wechsel eher neue Probleme?

Würde mich auch mal sehr interessieren. :)

Mein Tipp: Ich glaube, dass man sich erstmal daran gewöhnen müsste (siehe "K*tzbomber"), aber wenn man das einmal hinter sich hätte, wäre es IMHO problemlos möglich.

Vielleicht bräuchten die Astronauten sogar Disziplin, um die verringerte Schwerkraft nicht zu oft zu nutzen und damit Muskel- und Knochenschwund zu riskieren.

Mit der Schwerelosigkeit bin ich mir da nicht so sicher, ob die Astronauten die so gern mögen. Ohne jetzt einschlägige Bücher gelesen zu haben: Es sieht zwar in Videos immer lustig aus und jede/r möchte es bestimmt mal supergerne probieren. Andererseits stelle ich es mir ziemlich unpraktisch vor, wenn man ständig auf jeden kleinsten Gegenstand achten muss, der einem wegfliegen kann, den eigenen Körper eingeschlossen...

Zitat
Gibt es dazu Erkenntnisse?

Wohl kaum. Begründete Vermutungen wohl reichlich, Experimente in Trainingszentren vielleicht auch. Aber echte Erkenntnisse - woher sollten die kommen?

Zitat
Wären wir heute schon in der Lage so ein Raumschiff zu bauen?

Im Prinzip ja. (IMHO :) )
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Star-Light am 10. Juni 2018, 18:13:23
Wahrscheinlich liegt es wieder an den hohen Kosten, die so eine Station mit sich bringen würde.
Außerdem wäre sie nicht ganz einfach zu bauen.
Die Frage ist wirklich, ob sich der Aufwand lohnt.

Für ein Weltraumhotel wäre es auf jeden Fall eine gute Lösung.
Für den "ottonormal" Weltraumtouristen wäre das die entspannteste Art den Weltraum zu genießen.
Ich würde jedenfalls buchen!   ;)

P.S. ich habe die Frage mal an die ESA gesendet, im Astronautenblog:
http://blogs.esa.int/astronauts/2014/03/03/gravity/ (http://blogs.esa.int/astronauts/2014/03/03/gravity/)

Gruß

Thomas
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Hugo am 11. Juni 2018, 00:32:36
Ich denke, sobald man "Touristen" ins All schicken möchte, die dort "Urlaub" machen, muss eine künstliche Schwerkraft her. Es muss ja nicht 1 G sein, 0,2 G reicht sicher schon aus.
- Essen und Trinken: Bei 0,2 G kann man ganz normal am Tisch sitzen und Essen. Man muss aufpassen, aber Gläser und Teller funktionieren.
- WC-Besuch: Auch der WC-Besuch ist bei 0,2 G angehnehmer. (Ohne jetzt zu stark ins Detail zu gehen)
- Schlafen: Bei 0,2 G kann man auf einer Matratze schlafen ohne sich angurten zu müssen.

Somit denke ich, daß eine minimale Schwerkraft sich Gesundheitlich positiv auf die Psyche auswirkt.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Prodatron am 11. Juni 2018, 00:54:53
Ist das Hauptproblem bei solch einer künstlichen Schwerkraft mittels Rotation nicht die Corioliskraft? Der Durchmesser des routierenden Systems darf nicht zu klein sein. Ansonsten gibt es Schwindelprobleme usw.
Für mich ist das auch völlig klar: Sobald man die Mikrograviation nicht, wie auf der ISS, für Forschungs-Experimente benötigt, sollte man sich unbedingt Gedanken machen, wie man für Menschen Schwerkraft im All erzeugt, denn Schwerelosigkeit ist grundsätzlich erstmal massivst gesundheitsschädigend.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: MillenniumPilot am 11. Juni 2018, 09:09:18
Das Rad wird nicht nur nicht klein, sondern ziemlich gross und massiv und auch ausbalanciert sein muessen, sonst faengt das das zu taumeln an. Ich kann mir vorstellen, dass man das mit Gewichten regulieren kann, die computergesteuert bewegt werden. Aber zum Beispiel die BFR einfach so in Rotation zu versetzen, wird wohl nicht funktionieren. IMHO
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: aasgeir am 25. Oktober 2018, 17:26:00
Neuer Artikel in "Spektrum der Wissenschaften": längerer Aufenthalt in Schwerelosigkeit verändert das Gehirn (die cerebrospinale Flüsigkeit sammelt sich nicht mehr "unten", sondern steigt auch Richtung Schädel und drückt dort die Hirnsubstanz zusammen)

https://www.spektrum.de/news/raumfahrt-veraendert-das-gehirn/1604296?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP (https://www.spektrum.de/news/raumfahrt-veraendert-das-gehirn/1604296?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP)

NB: ich habe nach Lektüre hier im Forum den Eindruck, dass nicht nur aktive Raumfahrt, sondern auch die Beschäftigung mit Raumfahrt aufs Gehirn drückt  ;D
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: tomtom am 25. Oktober 2018, 17:40:07
Nicht nur in der aktiven Raumfahrt sondern auch hier im Forum dreht man oft im Kreis - sh. Beitrag #8 + #16. ;)
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: ZilCarSpace am 25. Oktober 2018, 19:53:54
Neuer Artikel in "Spektrum der Wissenschaften": längerer Aufenthalt in Schwerelosigkeit verändert das Gehirn (die cerebrospinale Flüsigkeit sammelt sich nicht mehr "unten", sondern steigt auch Richtung Schädel und drückt dort die Hirnsubstanz zusammen)

https://www.spektrum.de/news/raumfahrt-veraendert-das-gehirn/1604296?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP (https://www.spektrum.de/news/raumfahrt-veraendert-das-gehirn/1604296?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP)

NB: ich habe nach Lektüre hier im Forum den Eindruck, dass nicht nur aktive Raumfahrt, sondern auch die Beschäftigung mit Raumfahrt aufs Gehirn drückt  ;D

Interessant wären Untersuchungen, wie viele Tage oder Wochen das anhält.
Ich habe bei bisherigen Astronauten nicht den Eindruck, das ihre Gehirne gelitten hätten.

LG
ZilCarSpace
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: aasgeir am 25. Oktober 2018, 20:34:36
... Interessant wären Untersuchungen, wie viele Tage oder Wochen das anhält.
LG
ZilCarSpace

In dem angeführten Artikel steht dazu:
Wie die Forscher im Fachblatt »New England Journal of Medicine« berichten, schrumpfte bei den Untersuchten die Hirnrinde, die so genannte graue Substanz; gleichzeitig nahmen mit Flüssigkeit gefüllte Bereiche an Volumen zu. Bei der Nachuntersuchung sieben Monate später hatten sich beide Änderungen normalisiert, waren aber immer noch nachweisbar. Bei der weißen Substanz, die in der Hauptsache aus Nervenbahnen besteht, fand erst in den Monaten nach der Rückkehr eine Schrumpfung statt.       (Hervorhebungen von mir)
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: ZilCarSpace am 25. Oktober 2018, 20:50:30
 :-[ :-[ :-[ oh, oh! Da habe ich aber den Artikel wohl im Halbschlaf gelesen!
Sorry. Danke für deine Lesehilfe! :-[ :-[

LG
ZilCarSpace
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: tomtom am 07. Januar 2019, 22:26:05
"Welche Krankheiten lauern im Weltall?"

Schwerelosigkeit ist ein Problem, ua. leidet das Immunsystem.
Bakterien scheinen dagegen resistenter und virolenter zu werden.

https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2018/12/welche-krankheiten-lauern-im-weltall (https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2018/12/welche-krankheiten-lauern-im-weltall)

btw, die Crews der kommerziellen Anbieter SpaceX und Boeing CST-100 werden in einer NASA-Quarantänestation auf ihren Flug vorbereitet.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Doc Hoschi am 24. März 2019, 07:47:16
Laut folgendem Artikel ist bei 53% der Shuttle-Astronauten und 61% der ISS-Astronauten die Konzentration von Herpes Viren im Speichel und Urin erhöht: https://www.popsci.com/spaceflight-reactivate-dormant-herpes-virus#page-2 (https://www.popsci.com/spaceflight-reactivate-dormant-herpes-virus#page-2)
Tatächliche Symptome gab es aber nur bei 6 von 112 untersuchten Raumfahrern.

Die Schwerelosigkeit scheint das in fast jedem Raumfahrer vorhandene Virus in irgendeiner Form zu stimulieren.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: Flandry am 11. April 2019, 23:44:05
Es gibt erste Ergebnisse der Zwillingsstudie (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Zwillingsstudie-zeigt-die-Folgen-eines-laengeren-Aufenthalts-im-All-4398125.html) mit den Kellys.

Die meisten während des ISS-Aufenthalts von Scott Kelly aufgetretenen Veränderungen bei ihm, haben sich nach der Landung wieder zurückgebildet
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: SFF-TWRiker am 12. April 2019, 01:00:19
Laut folgendem Artikel ist bei 53% der Shuttle-Astronauten und 61% der ISS-Astronauten die Konzentration von Herpes Viren im Speichel und Urin erhöht: https://www.popsci.com/spaceflight-reactivate-dormant-herpes-virus#page-2 (https://www.popsci.com/spaceflight-reactivate-dormant-herpes-virus#page-2)
Tatächliche Symptome gab es aber nur bei 6 von 112 untersuchten Raumfahrern.

Die Schwerelosigkeit scheint das in fast jedem Raumfahrer vorhandene Virus in irgendeiner Form zu stimulieren.

Da wäre es evtl interessant gegenzutesten, ob bei Beschleunigungstests wie  Parabelflügen oder in der Zentrifuge die  Konzentration verringert wird.
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: tomtom am 07. Juli 2019, 11:01:51
Ausführlicher Bericht zur Reiseapotheke von Astronauten.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/50-jahre-apollo-11/ (https://www.pharmazeutische-zeitung.de/50-jahre-apollo-11/)
Titel: Re: Bemannte Raumfahrt und Gesundheit
Beitrag von: aasgeir am 25. Juli 2019, 20:32:45
Interessanter Interview-Artikel mit Christine Hellweg, Leiterin der Abteilung Strahlenbiologie im Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), in Spektrum der Wissenschaft zum Thema Strahlenbelastung auf Weltraummissionen zum Mond und Mars :

https://www.spektrum.de/news/der-grenzwert-wird-deutlich-ueberschritten/1660736 (https://www.spektrum.de/news/der-grenzwert-wird-deutlich-ueberschritten/1660736)