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Raumfahrt => Organisationen, Unternehmen und Programme => Thema gestartet von: tomtom am 14. Februar 2011, 16:58:18

Titel: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 14. Februar 2011, 16:58:18
Das White House hat das Budget für 2012 veröffentlicht:
http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2012/assets/nasa.pdf (http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2012/assets/nasa.pdf)

Danach soll sich der Bereich
- Space Operation von 6.24 Mrd auf 4.34 Mrd $ reduzieren (vermutlich im wesentlichen Shuttle-Ausgaben). Dafür bekommt gegenüber dem aktuellen Budget
- Science 500 Mio $ mehr,
- Exploration 170 Mio. mehr und der neue Bereich
- Space Research & Technology 1.00 Mrd $.

Das wird wohl wieder eine längere Debatte auslösen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 14. Februar 2011, 17:03:05
Um 18 Uhr ist eine Pressekonferenz dazu:
http://www.nasa.gov/home/hqnews/2011/feb/HQ_M11-034_Budget_Release.html (http://www.nasa.gov/home/hqnews/2011/feb/HQ_M11-034_Budget_Release.html)

Wieviel bekommt der Crewtransport, das ist die spannende Frage.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Youronas am 14. Februar 2011, 17:26:58
2,8 Milliarden für SLS/MPCV und 0,85 Milliarden für Commercial Crew. Der letztjährige Dreijahresvorschlag des Senates hatte noch 4,05 Mrd. für Ersteres und 0,4 Mrd. für Letzteres in 2012 vorgesehen.

http://www.whitehouse.gov/omb/factsheet_department_nasa/ (http://www.whitehouse.gov/omb/factsheet_department_nasa/)



Zusätzlich gibt es auch noch eine Langfristprojektion für die Jahre 2012-2021.  Für die NASA sähe diese wiefolgt aus, was man darauf wirklich geben kann ist natürlich die andere Frage. Vergleich man Beispielsweise 2015 von letzten auf dieses Jahr hat es sich gleich mal um schlappe 3 Mrd. verändert. Letztes Jahr waren für FY15 noch 21 Milliarden angedacht. Inflationsbereinigt geht es wohl eher bergab bzw. verbleibt konstant.

FY12  18,7
FY13  18,0
FY14  18,0
FY15  18,1
FY16  18,5
FY17  19.0
FY18  19.4
FY19  19.9
FY20  20.4
FY21  20.9


18.7 18.0 18.0 18.1 18.5 19.0 19.4 19.9 20.4 20.9

http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2012/assets/tables.pdf (http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2012/assets/tables.pdf)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 14. Februar 2011, 17:48:47
Ich vergleiche mal den Obama-Vorschlag für das Jahr 2012 von vor einem Jahr vom 01. Feb 2010 mit dem aktuellen:

Science: damals 5,005 jetzt 5,017 Mrd $
Aeronautic Research: damals 579,6 jetzt 569
Space Technology: damals 572 jetzt 1,024
Exploration (incl. CCT): damals 4,263 (1,400) - jetzt 3,949 (850)
Space Operation: damals 4,887 jetzt 4,347

weitere Schwerpunktverschiebung liegt also klar im Bereich TechnologyResearch. Fragt sich nur, was das bringt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 14. Februar 2011, 20:29:58
weitere Schwerpunktverschiebung liegt also klar im Bereich TechnologyResearch. Fragt sich nur, was das bring


Viele schlampige Power Point Präsentationen natürlich,  was sonst alles andre würde  den langfristigen Trend wiedersprechen. ;D

Nein in ernst, die NASA ist klar auf dem Absteigenden Ast, Geld wird immer weniger, relevante bemannte Projekte sind Tod viele Unbemannte Projekte über das Jahr 2016 hinaus verlegt worden z.b das James Webb Teleskop, heul. Und wie wenig Milliarden in Grundlagen Forschung bringen kann man an den Militär Budget am ehesten erahnen man gibt dort z.b über 70 Milliarden für Grundlagen Forschung aus,  kämpft aber biss heute mit Gerät aus den 80er Jahren weiter.  Man hat aber für die 70 Milliarden in Jahr viele schlampige Power Point Präsentationen von zukünftigen Waffen vorzuweisen, ah ja und viele Logos.

Daher sehe ich Mittelfristig nichts Berauschendes in Sachen NASA  auf uns zu kommen dafür viele Deprimierende Momente wenn der Haushalt weiter zusammengestrichen wird, vielleicht hat man ja Glück und hat nach 2012 einen neuen Präsidenten der die NASA wenigstens nicht aus dem Progressiven Blickwinkel heraus betrachtet.

Viel gibt es nicht, über was man sich  in NASA  Budget freuen kann, vielleicht über das Geld zur weiteren Entwicklung der Orion und des neuen HLVs (SLS) und darüber das man das James Webb nicht ganz getötet hat.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 14. Februar 2011, 21:28:24
Hier ist das Budget aufgeplittet:
http://www.nasa.gov/pdf/516674main_FY12Budget_Estimates_Overview.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/516674main_FY12Budget_Estimates_Overview.pdf)

Crewtransport bekommt 850 Millionen jedes Jahr. Aber das ist ja alles wieder nicht sicher, weil der Kongress das wieder umverteilt bzw. zusammenstreicht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tul am 14. Februar 2011, 21:40:00
Was ist die Definition von "Berauschendes?" Bier? Sake? Abgesehen von NASA ist gegenwärtig niemand in der Lage eine Mission wie MSL zu entwickeln. JWST hatte massive  Probleme. Ein Kostenanstieg auf mindestens 6,5 Mrd. Dollar muss man sehr kritisch sehen. Jetzt einfach Geld hinterher zu schmeißen ist nicht gut.
Man sollte auch nicht vergessen, dass das NASA Budget im Jahre 2000 noch bei 13,428 Mrd. Dollar lag, bzw. bei 14,926 bezogen auf die Kaufkraft in 2007. (Die Inflation war seither nicht so hoch) Selbst wenn das Budget gekürzt wird, verfügt NASA immer noch über Möglichkeiten.
http://en.wikipedia.org/wiki/NASA_Budget (http://en.wikipedia.org/wiki/NASA_Budget)

Was Grundlagenforschung im militärischen Bereich bringt oder nicht bringt wissen wir nicht. Das meiste dürfte geheim sein. Außerdem gibt es halt nun mal Bereiche in denen die Investitionszyklen sehr lang sind. Deswegen kann man nicht von dem einen auf das andere schließen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 14. Februar 2011, 21:47:01
ja, irgendwie ist im Gemischtwarenladen NASA alles drin: Commercial Crew, SLS, MPCV/Orion, Research, JWST und natürlich Science, Planetary, ISS, Erdbeobachtung und Klimawandel.

Die Liste der Kritikpunkte dürfte aber auch lang sein:
- Exploration enthält keine Terminziele
- Realisierbarkeit von Mehrfachlösungen im CommercialCrew-Bereich bei dem Budget weiter unklar
- Orbital Science Testflug 1 scheint in 2011 rausgeflogen zu sein
- Research enthält keine Flagship-Programme mehr, nur Kleinfirmensubventionen und Spin-off wie mir scheint
- Robotic zum Mond nicht mehr benannt
- ...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 15. Februar 2011, 01:02:50
Was ist die Definition von "Berauschendes?" Bier? Sake? Abgesehen von NASA ist gegenwärtig niemand in der Lage eine Mission wie MSL zu entwickeln. JWST hatte massive  Probleme. Ein Kostenanstieg auf mindestens 6,5 Mrd. Dollar muss man sehr kritisch sehen. Jetzt einfach Geld hinterher zu schmeißen ist nicht gut.
Man sollte auch nicht vergessen, dass das NASA Budget im Jahre 2000 noch bei 13,428 Mrd. Dollar lag, bzw. bei 14,926 bezogen auf die Kaufkraft in 2007. (Die Inflation war seither nicht so hoch) Selbst wenn das Budget gekürzt wird, verfügt NASA immer noch über Möglichkeiten.
http://en.wikipedia.org/wiki/NASA_Budget (http://en.wikipedia.org/wiki/NASA_Budget)

Ich selbst sehe die NASA ebenfalls wie du als einzige Raumfahrt Agentur mit Potenzial etwas Berauschendes zu schaffen (einfach schon wegen des Geldes), nun was heißt aber berauschend? “Berauschend“  sind für mich  Projekte  wie das James Webb Teleskop, eine bemannte Reise zum Mond (sprich Constellation), ein HLV das über 100 Tonen tragen kann oder generell Missionen ins BEO oder Roboter/Sonden Expeditionen zum Mars und darüber hinaus.

Was ich nicht “berauschend“ finde sind dagegen sind Geo Missionen die nur den Vorwand dienen einen gewissen Präsidenten als ÖKO zu profilieren oder generell Projekte dies es nicht über Power Point Präsentationen hinaus schaffen usw. bzw. dessen Ende von vorherein klar ist. 

Aber um darauf einzugehen was mir an NASA Budget nicht gefehlt:

1. Viel zu wenig Geld für zu viele Projekte und das schon in der Anfrage.

2. Kein Termin Plan für Exploration überhaupt gibt es kein echtes Ziel nur ein großes  Bündel von allgemein Floskeln.

3. Viele der beeindrucktesten Programme werden weiter nach hinten verschoben so etwa das James Webb, während neue Missionen wie z.b das TFT werden nicht wieder aufgetaut usw.

4. Das SLS/MPCV Projekt erhalten viel zu wenig Geld und es gibt nun ebenfalls keinen Zeitplan mehr für das SLS.

5. Es gibt keine Beständigkeit (da es auch kein echtes Ziel gibt, bzw. keine Vision) sprich Programme die in FY2011 noch Priorität hatten werden nun beschnitten, überhaupt ist ein Plan erkennbar. 

6. Geowissenschaften sind Hauptsächlich auf Klima Forschung fixiert, was damit begründet ist das Herr Obama sich damit profilieren will, einen Wert haben die Erkenntnisse die man dadurch gewinnt aber kaum man bestätig höchstens zum x-mall das sich das Klima erwärmt, wirklich toll!

7. Die Beauftragung der NASA sich nun auch auf Luftfahrt Projekte zu konzentrieren ist ebenfalls eine Ablenkung von eigentlichen Auftrag und zwar der Raumfahrt. Den die Erforschung von Hyperschall Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen etc. sollte man der DARPA und der USAF überlassen den die haben mehr Erfahrung und bestehende Projekte man muss also nicht die NASA auch noch zu Doppelt Leistungen zwingen.

8. Die LEO Raumfahrt  hat keine Perspektive den man hat kein Konzept  für einen lebensfähigen Commercialen Markt, auch sind ca. 900 Millionen dafür einfach viel zu wenig. Überhaupt ist der Sinn des Projektes fraglich, den reisen zu ISS sind nur solange möglich wie  es diese eben in LEO gibt. Das dies nicht lange so sein wird ist auch schon klar, sprich 2020 plus vielleicht weitere 5 Jahre dann ist der Markt für die Leo Raumfahrt auch schon wieder Geschichte. Sprich wo ist das langfristige Ziel der ganzen Mühe? Es fehlt einfach ein klares Ziel/Vision unter Busch war wenigstens die Richtung klar sprich zum Mond, eine Mondbasis, zu einen Asteroiden und schließlich zum Mars und darüber hinaus. Die Hardware war klar definiert, der Zeitplan usw. und man machte jeden Tag vorschritte dahingehend! Nun aber macht man wieder Power Point Präsentationen während sich der Chef zu Gespött mit den irrsinnigsten Kommentaren bei Al Jazira macht!


9. Am schlimmsten ist aber die Gewissheit, dass der GOP Kongress mit dem Hackebeil auf das NASA Budget wartet getreu dem Moto was nicht meines ist kann weg. 
 

Was Grundlagenforschung im militärischen Bereich bringt oder nicht bringt wissen wir nicht. Das meiste dürfte geheim sein. Außerdem gibt es halt nun mal Bereiche in denen die Investitionszyklen sehr lang sind. Deswegen kann man nicht von dem einen auf das andere schließen.


Man kann an sich sehr wohl darauf schließen, ein Großteil der Forschungsgelder fließen z.b ja in Aeronautische Projekte dennoch sind keine Durchbrüche zu vermelden auch sind die wenigsten dieser Projekte Geheim. Daher selbst wenn Durchbrüche erzielt werden führt dies nicht zur Anwendung der Durchbrüche in neuen Projekten sprich man kämpft immer noch mit Hardware die über 25 Jahre alt ist.

Auch bei der NASA währe/ist es ähnlich z.b  stellt man zwar durch Grundlagen Forschung fest das dieses und jenes Antriebskonzept funktionieren könnte aber in der Praxis wird das ganze nicht umgesetzt weil die Feststoffbuster Mafia wieder zuschlägt oder einfach Geld für die Anwendung des Ansatzes nicht vorhanden ist.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knt am 15. Februar 2011, 07:52:09
Das ganze NASA bashing fängt an langweilig und oberflächlich zu werden. Beschwehrt sich da wirklich jemand das Klimaforschung ein Schwerpunkt der Geowissenschaften ist oder sagt aus das trotz jährlich steigenden Budgets die NASA immer weniger Geld bekommt? *gähn*

Im übrigend bekommt "Commercial Spaceflight" nicht nur die 850mrd, sondern auch noch einen Großteil von der 1mrd für "ISS Crew and Cargo Transportation". So wie ich das verstehe sind das erste die "Awards", die Subvention das zweite die Zahlung der konkreten Leistung.

Das das "zu wenig ist" ist selbstverständlich, ist der Sinn eines kommerziellen Marktes doch gerade das er nicht zu 100% das NASA Budget belastet. Wenn die Kommerziellen diesen Markt wirklich wollen, ist es an ihnen - liegt es an Bigelow, SpaceX und all den anderen Großmäulern Business Cases abseits des NASA Budgets zu erfinden. Das haben sie versprochen und werden aufgrund dieses Versprechens subventioniert.

Frage ist: Können die ihr Verprechen halten? Finden sie einen Business Case? Wenn nicht, dann wären diese MRD in NASA Projekten wie SLS/MPCV oder Advanced Propulsion viel besser aufgehoben.

Was die Konzeptlosigkeit angeht - empfehle ich http://www.nasa.gov/pdf/516579main_NASA2011StrategicPlan.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/516579main_NASA2011StrategicPlan.pdf) zu lesen. Es gibt ein Konzept, einen langfristigen Plan. Man kann diesen Plan für gut oder schlecht halten, zu behaupten es gebe keinen ist aber falsch.

Zitat
Ich selbst sehe die NASA ebenfalls wie du als einzige Raumfahrt Agentur mit Potenzial etwas Berauschendes zu schaffen
Das ist wohl eher deiner Ignoranz ggü. anderen Agenturen, als der Realität geschuldet. ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 15. Februar 2011, 13:13:19
Zitat
ja, irgendwie ist im Gemischtwarenladen NASA alles drin: Commercial Crew, SLS, MPCV/Orion, Research, JWST und natürlich Science, Planetary, ISS, Erdbeobachtung und Klimawandel.


Zur besseren Übersicht sollte man sie vielleicht offiziell in Unteragenturen trennen... Unbemannt/bemannt, Erdbeobachtung/BEO, Transport in den Orbit/Satellitenargentur...  ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 15. Februar 2011, 14:21:14
Das ganze NASA bashing fängt an langweilig und oberflächlich zu werden. Beschwehrt sich da wirklich jemand das Klimaforschung ein Schwerpunkt der Geowissenschaften ist oder sagt aus das trotz jährlich steigenden Budgets die NASA immer weniger Geld bekommt? *gähn*

Dieses mehr Geld von den du sprichst wird meist von eben diesen “Geowissenschaften“ verschwendet ich würde am liebsten diesen ganzen Klima Bereich daher der EPA zuschieben und das frei gewordene Geld für nützlicheres bei der NASA ausgeben z.b für den James Webb oder einen neuen TFT sind immerhin gut 1,2 Milliarden in Jahr. Außerdem bekommt die NASA auch so schon kaum die Inflation abgedeckt durch diese von dir sogenannten "Erhöhungen"! Wie du sehen kannst die das Budget sogar in nächsten Jahr rückläufig  und warte biss der Kongress erst damit erst fertig ist, dazu später mehr.

Desweiteren bringt Commercial sowieso nichts solange es Unterfinanziert ist und keine Perspektive über 2020 dafür vorhanden ist und bitte lass die Vollmundigen Versprechungen der Russen aller (neue Raumstation, H3 Abbau auf den Mond etc. und was hat man da nicht alles sonst gehört) beiseite. Auch die ISS wurde zum größten Teil von Amerikanischen Geld bezahlt und sie erwies sich aus meiner Sicht als eine Sackgasse. Die Russen sind meisterlich wenn es darum geht Versprechungen zu machen und sich zu inszenieren, geht es darum Dinge die man verspricht real umzusetzen stellen sie sich noch schlechter als NASA und ESA an was an den zu geringen Budget liegt.

So und nun zu meiner “ignoranten Aussage“  betreff der Führungsposition der NASA zu kommen, die NASA ist tatsächlich die einzige Raumfahrt Agentur die momentan zu großen Leistungen imstande  währe. Ich sage das nicht weil die NASA besonders Effektiv währe sondern einfach weil sie 5-20 mahl so viel Geld bekommt wie jede andere Konkurrierende Agentur. Sprich die Nr.2  Raumfahrtagentur (ESA) auf der Welt bekommt gerade mahl ca. 4,5 Milliarden Dollar, die JAXA, 2,7 Milliarden und die Russen geben ca. 2,5 Milliarden Dollar aus wobei man auch hier erst sehen muss was nicht eigentlich zum Militär gehört so z.b wird auch GLONASS über Roskosmos  finanziert. Sprich die NASA gibt mehr Geld in Jahr aus als die restliche Welt und 2X mahl so viel wie die nächsten 3 großen Raumfahrtagenturen zusammen.


Leider nützt all das Geld nichts wenn man keinen klaren Plan hat  und vor allem keine Beständigkeit, trotzdem wird nur die NASA auf Absehbare Zeit in der Lage sein  ein BEO Raumschiff und ein HLV zu entwickeln und ins BEO Bemannt zu fliegen oder einen Teleskopen wie das James Webb in den Weltraum  zu bringen, ein Roboter wie das  Mars Science Laboratory “Curiosity“ zum Mars und X weitere ähnliche Missionen  dazuführen. Daher ganz klar die NASA ist mit weiten Abstand die Führende Raumfahrorganisation dieser Welt und das voranschreiten der Raumforschung hängt maßgeblich von ihrer Gesundheit und ihren Erfolg ab!



Leider, ist es um eben diese nicht gut bestellt und das FY2012 zeigt klar die Probleme die man seit den Amtsantritt des selbsternannten Heilsbringer hat fortbestehen. Sprich es fehlt ein klares Ziel und es fehlt für all die vielen unterschiedlichen Ziele das nötige Geld. Die NASA hat sogar eine weitere Budget Reduktion in FY2012 erfahren und wurde gerade um ca. 350 Millionen in Fy2011 (Anhaltende Auflösung) beschnitten bzw. man will sie beschneiden. In FY2013 soll das NASA Budget darüber hinaus weiter zusammengestrichen werden, so viel zum Thema “mehr Geld“ für die NASA. Man könnte die NASA aber entlastet in dem man nicht primäre Aufgaben aus ihren Budget streicht und das Geld den primären zuweist, sprich Exploration und Deep Space Missionen.

Den die Frage ist die warum den Klima Forschung (explizit Erd Erwärmung, Klima Veränderung und Abschmelzen der Poole) Sache der NASA sein muss? Währe es nicht besser wenn man das Erforschen dieser Bereiche der EPA und den DOD zuschieben würde (den DOD  weil es die Klimaveränderung als Gefahr der nationalen Sicherheit benannte). Schon hätte man 1,2 Milliarden für James Webb und Exploration frei gemacht. Oder warum muss die NASA an Luftfahrzeugen arbeiten wen die DARPA gerade ähnliche Projekte im fortgeschrittenen Stadium hat und diese auch noch besser über den DOD finanziert werden? Und das waren nur einige Beispiele.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Youronas am 15. Februar 2011, 16:42:25

7. Die Beauftragung der NASA sich nun auch auf Luftfahrt Projekte zu konzentrieren ist ebenfalls eine Ablenkung von eigentlichen Auftrag und zwar der Raumfahrt. Den die Erforschung von Hyperschall Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen etc. sollte man der DARPA und der USAF überlassen den die haben mehr Erfahrung und bestehende Projekte man muss also nicht die NASA auch noch zu Doppelt Leistungen zwingen.


Der ist schon bewusst, für was das erste "A" der NASA steht und schon immer stand?

Finde es irgendwie schade, dass immer wenn das Thema "NASA Budget" aufkommt, immer wieder die gleichen Grundsatzdiskussionen abgehalten werden, bei denen die Meinung der einzelnen Beteiligten von vornherein bekannt ist, und man es manchen wohl mit realistischen Dingen nie recht machen kann. Vor wenigen Tagen hattest du noch "gejammert", dass das Nasa Budget sicherlich um Milliarden gekürzt werden wird, weil im Hintergrund entsprechende Gespräche geführt werden. Nun bleibt es konstant aber entsprechend werden dann eben einfach die Sichtweisen angepasst...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tul am 15. Februar 2011, 16:53:22
Das ganze NASA bashing fängt an langweilig und oberflächlich zu werden. Beschwehrt sich da wirklich jemand das Klimaforschung ein Schwerpunkt der Geowissenschaften ist oder sagt aus das trotz jährlich steigenden Budgets die NASA immer weniger Geld bekommt? *gähn*

Dieses mehr Geld von den du sprichst wird meist von eben diesen “Geowissenschaften“ verschwendet ich würde am liebsten diesen ganzen Klima Bereich daher der EPA zuschieben und das frei gewordene Geld für nützlicheres bei der NASA ausgeben z.b für den James Webb oder einen neuen TFT sind immerhin gut 1,2 Milliarden in Jahr. Außerdem bekommt die NASA auch so schon kaum die Inflation abgedeckt durch diese von dir sogenannten "Erhöhungen"! Wie du sehen kannst die das Budget sogar in nächsten Jahr rückläufig  und warte biss der Kongress erst damit erst fertig ist, dazu später mehr.
...
Den die Frage ist die warum den Klima Forschung (explizit Erd Erwärmung, Klima Veränderung und Abschmelzen der Poole) Sache der NASA sein muss? Währe es nicht besser wenn man das Erforschen dieser Bereiche der EPA und den DOD zuschieben würde (den DOD  weil es die Klimaveränderung als Gefahr der nationalen Sicherheit benannte)

Ganz einfach: keine Erdbeobachtung keine interplanetarische Forschung! Man erforscht die Venus oder den Mars ja nicht für sich genommen, sondern um über einen dann möglichen Vergleich die Erde besser zu verstehen.  Auch bei der Erforschung des Jupiters spielen Klimafragen eine wichtige Rolle.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tul am 15. Februar 2011, 17:05:02
Zitat
Die Beauftragung der NASA sich nun auch auf Luftfahrt Projekte zu konzentrieren ist ebenfalls eine Ablenkung von eigentlichen Auftrag und zwar der Raumfahrt. Den die Erforschung von Hyperschall Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen etc. sollte man der DARPA und der USAF überlassen den die haben mehr Erfahrung und bestehende Projekte man muss also nicht die NASA auch noch zu Doppelt Leistungen zwingen.

NASA bedeutet: National Aeronautics and Space Administration. NASA war schon immer in der Luftfahrt Entwicklung tätig.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Speedator am 15. Februar 2011, 20:26:42
Zumal die alternativ genannten Organisationen für Luftfahrt, USAF und DARPA, ja rein militärisch sind.
Auch sehe ich nicht, dass die NASA in die Entwicklung von Marschflugkörpern oder militärischen Drohnen involviert ist...
Und so wie du, revan, gegen die Klimaforschung argumentierst, so könnte man das auch gegen die anderen Bereiche. Es ist ja nicht so, dass bestimmte Ziele gottgegeben sind, weil man sie persönlich ganz spannend findet, und die Welt sie nur nicht ausreichend würdigt.
Aber man könnte diese Forschung natürlich der EPA "zuschieben", aber dann natürlich auch einen entsprechenden Teil des Budgets um das umusetzen. Es kling ja so als hätte sich die Klimaforschung parasitär an die NASA angehängt, dem ist ja nun nicht so.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 16. Februar 2011, 11:11:18
Zitat
Aber man könnte diese Forschung natürlich der EPA "zuschieben", aber dann natürlich auch einen entsprechenden Teil des Budgets um das umusetzen. Es kling ja so als hätte sich die Klimaforschung parasitär an die NASA angehängt, dem ist ja nun nicht so.

Das würde aber für mehr Klarheit sorgen...
NASA ist doch ein Synonym für 'an die Grenze gehen'. Und einen Wettersatelliten zu entwickeln ist zwar sicher nicht einfach, aber an der Grenze des machbaren liegt der sicher nicht...

Dann wäre das 'NASA-Budget' zwar kleiner. Aber das, was man dann liest, das bleibt für Raumfahrt und nicht für 'routine-Satellitenbetrieb im LEO'
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 19. Februar 2011, 13:26:47
SpaceRef listet weitere Budgetentwicklungen auf: Quelle (http://www.spaceref.com/news/viewnews.html?id=1504)

National Nuclear Security Administration, Weapons Activities: + 19.5 percent
National Nuclear Security Administration, Total: +19.3 percent
National Institute of Standards and Technology: +16.9%
National Science Foundation: +13.0%
NASA, Science: +11.5%
Department of Energy Office of Science: +9.1 percent
National Institute of Biomedical Imaging and Bioengineering: +1.8 percent
U.S. Geological Survey: +0.6 percent
NASA: no change
Department of Defense Science and Technology Programs (6.1, 6.2, 6.3): -8.0 percent


Hier nochmal die Übersicht über das Budget 2012 der Obama-Administration:

(http://www.raumfahrer.net/forum/smf/MGalleryItem.php?id=3632)
Quelle (http://www.nasa.gov/pdf/516684main_FY12_summary_Budget_Briefing_final_21411_rev1.pdf)

Anhand der Entwicklung sieht man, wo die durch das Shuttle-Ende freiwerdenen Mittel eingesetzt werden und die NASA-Budgethöhe soll nicht ansteigen. (Steigende Ausgaben nur im Bereich Erdbeobachtung und ISS).

Floridaday berichtete, dass das
- Commercial Crew Office am KSC, Florida angesiedelt wird.
- HLV am Marshall Space Flight Center, Huntsville angesiedelt wird,
- Exploration am Johnson Space Center, Houston angesiedelt wird,

Im der Budgetpräsentation wurde noch angekündigt, dass
- die Direktorate SpaceOps und Exploration zusammengelegt werden und
- das Explorations Programm in den Bereich Space Technology transferiert werden soll !
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 27. Februar 2011, 15:48:48
Wenn der amerikanische Kongress bis Freitag Mitternacht nicht neues Geld freigibt, dann müssen alle nicht-kritischen amerikanischen Behörden ihre Arbeit einstellen, auch die NASA. Beim letzten Mal waren nur 7% der NASA Angestellten bei der Arbeit. Die aktuelle Shuttlemission ist nicht Gefahr aber andere Missionen könnten weiter nach hinten rutschen. Mehr dazu hier:
http://www.spacepolitics.com/2011/02/26/how-would-a-government-shutdown-affect-nasa/ (http://www.spacepolitics.com/2011/02/26/how-would-a-government-shutdown-affect-nasa/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 02. März 2011, 20:39:17
Nasa-Chef Bolden wurde heute vom Committee Science, Space & Technology zum Budget-Entwurf 2012 befragt. Wer sich dies nachträglich antun will, hier der Webcast:
http://science.house.gov/hearing/full-committee-hearing-0 (http://science.house.gov/hearing/full-committee-hearing-0)

Ehrlich gesagt fällt mir dazu nix mehr ein. Seine Aussagen z.B. zum HLV waren völlig unverbindlich und belanglos, obwohl er das als Ziel der Exploration vertritt (im Gegensatz zu den Aussagen von letztem Jahr.)

Falls jemand irgendwann mal was Positives an den US-Raumfahrtplänen findet, sagt Bescheid.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 02. März 2011, 20:50:48
Falls jemand irgendwann mal was Positives an den US-Raumfahrtplänen findet, sagt Bescheid.

Also ich kann in dem "aktuellen Plan" einige gute Sachen finden. Es müsste nur auch mal das entsprechende Geld zugewiesen werden. :-\
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 02. März 2011, 23:31:42
Nagut, der Weiterbetrieb der ISS ist sicher eine gute Sache.

Eine Stelle ist mE. noch bemerkenswert, (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es neu ist).

Bolden sagte, dass er keinen Bedarf sieht, vor 2020 ein integriertes HLV/MPCV-System zu haben für BEO-Exploration (, selbst wenn es so ein System vorher geben sollte). (bei 1:19).

Mit anderen Worten, es ist eine klare Absage an eine BEO-Exploration vor 2020 (egal, ob Commercial Crew für Nasa Freiräume schafft oder nicht.)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knt am 03. März 2011, 11:47:59
Ich fand das wieder mal ein sehr interesanten Einblick.

Folgende Punkte sind mir dabei aufgefallen:

- Die Aussage "Wir werden nie wieder eine Crew verlieren sonst, gefriert die Hölle" (oder so ähnlich) ist eine gravierende Fehleinschätzung. NASA WIRD Crew verlieren, hoffendlich nicht auf dem Weg zur ISS (aber selbst das ist nicht ausgeschlossen) ganz bestimmt aber auf dem Weg zu NEO und Mars (und darüber hinaus). Die Einstellung "Sicherheit um jeden Preis" kostet buchstäbdlich jeden Preis.

Ich hoffe die NASA findet den Weg zurück zu "einfachen und robusten Systenem", anstatt zu zu sehen wie die Komplexität des Riskmanagements mit der Komplexität der Systeme ansteigt. Das Shuttle ist ein, meiner Meinung nach unwiederlegbares Beispiel dafür das komplexe Technologie nicht der richtige Weg ist. Den der Aufwand der betrieben werden muss um diese Technologie "sicher zu beherrschen" ist enorm, Bolden erwähnte als Beispiel glaube ich sogar die Verzögerung bei STS-133. Die komerziellen Crew Systeme versprechen gerade in diesem Bereich einen wahren Fortschritt.

Ein Fortschritt der rein technologisch vielleicht wie ein Rückschritt aussehen mag - und viele von euch werden das wohl so sehen. Kein Wunder - ich kann das nachvollziehen. Das Shuttle ist eine beeindruckende Technologie, gerade durch seine Komplexität. Aber es ist denoch gerade darum eine Fehlentwicklung.

- Bolden hat einen NASA Teststand für Triebwerkstest erwähnt (Stanfield? - habe es akustisch nicht recht verstanden) - und erwähnt das er sich wünschen würde, das die Komerziellen diese Infrastruktur vermehrt nutzen. Das finde ich eine richtige und sehr wichtige Komponente. NASA hat eine sehr gute Infrastruktur - gerade was Test und Analyse angeht (und das haben wir auch dem Shuttle zu verdanken!) es wäre unsinnig, wenn die privaten eine paralele Infrastuktur aufbauen würden. Viel besser wäre es, wenn die NASA den Privaten diese Infrastruktur als Dienstleitung anbieten würde (gegen Bares natürlich)

- Bolden hat über die Import und Export Beschränkungen gesprochen, und wie sie die Raumfahrtindustrie behindert. Ein weiterer wichtiger Punkt, der vorallem deutlich macht wie tief das Thema "Mission zum Mars" in klassische Wirtschafts- und Kriegspolitik (das Wort "Verteidigungspolitik" finde ich im Falle der USA unpassend) hineinreicht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 03. März 2011, 19:50:12
Zitat
Die Einstellung "Sicherheit um jeden Preis" kostet buchstäblich jeden Preis.

 ;D

Perfekt ausgedrückt  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. März 2011, 11:18:38
Spätestens nach der Budget-Anhörung im Kongress dürfte auch dem Letzten klar sein, dass es zur US-Space Policy zwischen White House und Kongress völlig verschiedenen Ansichten gibt.
http://www.spacenews.com/civil/110303-lawmakers-question-nasa-budget-request.html (http://www.spacenews.com/civil/110303-lawmakers-question-nasa-budget-request.html)

In einer Pressemitteilung (http://science.house.gov/press-release/committee-questions-nasa-administrator-budget) heißt es:
Vorsitzender des Committee Hall sagt, Commercial Crew wird nicht ignoriert, aber es ist für den Kongress nicht die erste Priorität.
Man fragte, warum statt der im letzten Jahr ausgehandelten 4 Mrd jetzt nur 2,8 Mrd für SLS/MPCV im Budget beantragt werden.
Dagegen  wäre es bei den Privaten im COTS Programm trotz bestehender Verträge seit 2008 zu Verzögerungen gekommen.

Bolden:
SLS/MPCV wird zwar entwickelt, aber man hat es nicht eilig und braucht es auch nicht vor 2020.

"Bolden said NASA would have no use for a heavy-lift rocket and deep space capsule before the end of this decade. “There may be available systems before that time, but I don’t need one for beyond-low-Earth orbit until 2020,” he said.

Die Kommerziellen werden 2015/16 zur Verfügung stehen. Sie seien der sicherste und wirtschaftlichste Weg.

Das die Budgets in dieser Auseinandersetzung nicht genehmigt werden, ist dann keine große Überraschung.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 04. März 2011, 11:52:32
Zitat
SLS/MPCV wird zwar entwickelt, aber man hat es nicht eilig und braucht es auch nicht vor 2020.

Mit dieser Einstellung wird das bis 2025 nichts, wenn nicht sogar noch länger!  >:(

Man könnte sich ja beim Endspurt Zeit lasen oder bei den Testflügen... Dann weiß man, dass man die Entwicklung notfalls noch beschleunigen kann.

Die Kommerziellen werden 2015/16 zur Verfügung stehen. Sie seien der sicherste und wirtschaftlichste Weg.

Das halte ich mal für ein Gerücht - 2018 eher...

So viel billiger als der Staat können sie ja nicht sein, keiner macht was umsonst.
Naja, sie sind auch nicht sehr komplex - im Vergleich zum Shuttle, das kann wirklich Kosten sparen.
Wir werden sehen... (zwangsweigerlich)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 04. März 2011, 11:59:10
Wir werden sehen... (zwangsweigerlich)

unweigerlich zwangsweise? ;) :D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knt am 04. März 2011, 15:24:32
Was den? Es stimmt doch: Die NASA hat vor 2020 keine Verwendung für ein HLV. Für alles was man mit einem HLV machen könnte (etwa NEO-Missionen fliegen), bekommt die NASA vom KONGRESS nicht genug Geld als das es 2015 oder so startbereit sein könnte.

Die Haltung, wir geben euch Geld für einen Kreuzer, können uns die Kreuzfahrt aber nicht leisten, bestehen jedoch trotzdem darauf dass ihr den Kreuzer baut ist schizophren. Nein noch viel schlimmer: Diese Haltung entlarvt das der Kongress, nicht an Exploration sondern an Industrie Subvention interessiert ist. Denn kein anderes Interesse kann mit einem HLV ohne Exploration Mission befriedigt werden.

Eine Mission gibt es: Der Kongress argumentiert nämlich, das HLV und MPCV als Alternative zu CCDev gedacht ist. Ein HLV und MPCV als LEO Taxi? Bolden sagt zu recht: Das ist Unsinn und das genaue Gegenteil von Effizienz.

Eine solche Alternative hält Bolden auch nicht für notwendig. Einmal gibt es noch die Sojus, und zweitens ist er sich sicher das CCDev flugfähige Hardware produziert. Auch dabei gebe ich ihm recht.

Unter CCDev ist aktuell die Rede von 5 Raumschiffe (Prometheus, CST-100, Dragon, Dream Chaser, t/Space Capsule) und 4 Trägern (Falcon V, Atlas V, Liberty, Taurus 2). Ich spekuliere das Atlas V und Liberty als Träger und 2 bis 3 der Raumschiffe (Dragon, CST-100 (und Dream Chaser)) von der NASA in Phase 2 unterstützt werden.

Ich kann sehr viele Aspekte CCDev kritisieren, aber das diese Unternehmen nicht in der Lage wären die notwendige Hardware zu bauen, kann ich mir nicht vorstellen. Sicher gibt es Ausfälle, sicher gibt es Verzögerungen, und höchst wahrscheinlich kostet es mehr als gedacht - aber letztendlich wird es Hardware geben. Beim SLS gibt es genau die selben Unsicherheiten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 04. März 2011, 17:04:19
Nach dieser Meldung:
http://spacenews.com/civil/110303-doubt-europa-mission.html (http://spacenews.com/civil/110303-doubt-europa-mission.html)

sieht der oberste Wissenschaftsberater der NASA in künftigen Budgets Gefahr für große Flagship-Missionen nach MSL Curiosity. Explizit benannt ist das amerikanisch-europäische Konzept EJSM/Laplace zum Jupiters Eismonden, aber das Beschriebene bezieht sich auf alle großen angedachten Planetenmissionen.

Im kommenden Jahr gäbe es laut Budgetvorschlag einen Zuwachs der Planetenwissenschaften von 1,36 auf 1,54 Milliarden US$, danach aber ein Absinken auf 1,25 Milliarden bis 2016.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 04. März 2011, 18:35:01
COTS ist das erste NASA Programm, dass seit bestimmt 3 Jahrzehnten in einer flugfähigen orbitalen Rakete geendet hat und anstatt auf diesem Erfolg aufzubauen fördert man weiter andere gescheiterte Programme bzw. ihre Abwandlungen.  ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. März 2011, 18:37:48
Hallo knt,

mit dem HLV/MPCV hast du natürlich Recht, aber...
es steckt eine andere Logik dahinter. In der Tat dürfte es dem Kongress um die vorhandene Industrie gehen und im Prinzip um die Frage, ob man alles vorhandene erst zerschlagen will (Shuttle-Technik), um ganz von vorne zu beginnen. Bzgl. der LEO-Taxi-Alternative hätte wohl Orion+Irgendwas mehr Sinn gemacht, aber auch viel stärker in Konkurrenz zu den Privaten gestanden, was wohl nicht durchsetzbar gewesen wäre. So kann man ein HLV/Orion für Exploration viel besser als Ergänzung verkaufen. Nur bringt das nichts, wenn es auf die lange Bank geschoben wird.

Es ist eher die Erfindung der Obama-Adminstration, zunächst Fähigkeiten zu schaffen und dann zu überlegen, was man damit machen kann ("capability-driven").

Keine Frage, die Privaten können Hardware bauen, (wenn sie Geld dafür bekommen). Ich frage mich nur, warum die Nasa es mit den Privaten eher schaffen soll, sogar mehrere Systeme zu realisieren, wenn die Nasa es bisher schon nicht für ein System erreichen konnte. Die jetzigen Vorschläge basiseren zum größten Teil auf vorhandene Arbeiten (CST-100 aus der Orion-Ausschreibung, DreamChaser auf HL-20; Prometheus auf Orbital Space Plane). Das ist soweit auch in Ordnung, nur die wahren Fortschritte sehe ich da jetzt noch nicht.

Ich sehe auch nicht, dass die Industrie ein Interesse am Astronautentransport hätte (Der BusinessCase wäre heute schon berechenbar, er existiert jedoch nicht). Interesse besteht nur an Entwicklungsaufträgen. Auf dem Weg zum fertigen Service-Angebot kann jede Firma sagen, sorry, kein Interesse mehr. Vielleicht tut es heute schon die SpaceX, wenn sie jetzt lieber eine Falcon Heavy für die Air Force bauen wollen.

BTW: Private sind nicht per se in der Lage, einfache/robuste Geräte zu bauen statt komplizierte (Die Sojus ist auch nicht durch Wettbewerb entstanden). Das ist zum größten Teil abhängig von den Anforderungen und die kommen ja von der Nasa. Ich sehe also eher die Tendenz, weg vom Universalsystem (Shuttle) hin zu Spezialsystemen (Taxi, Station, ...), mit allen Vor- und Nachteilen.

LG tomtom
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 04. März 2011, 18:43:52
Hier der neuste GAO Bericht zur den NASA Kostenüberschreitungen:
http://www.gao.gov/new.items/d11239sp.pdf (http://www.gao.gov/new.items/d11239sp.pdf)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 10. April 2011, 22:46:03
Am Montag 21:00 MESZ gibts wieder ein Hearing mit Nasa-Chef Bolden zum Budget 2012:
http://appropriations.senate.gov/events.cfm?date=4/11/2011 (http://appropriations.senate.gov/events.cfm?date=4/11/2011)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Flint am 13. April 2011, 22:38:20
Die Presse meldet heute Abend, dass die USA in den nächsten 12 Jahren 4 Billionen Dollar einsparen möchten. Alleine dieses Jahr 2011 beträgt das erwartete Budget-Defizit 1.6 Billionen Dollar. :o Quelle (http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/obama_strebt_einsparungen_von_4_billionen_dollar_an_1.10241151.html)

Ich bin mal gespannt was das für die Nasa heisst. Ich denke, dass auch die Raumfahrt einem gewissen Sparprogramm unterzogen werden wird.  :(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 24. April 2011, 13:35:40
Eine Politische Analyse von mir zum Thema NASA Budget und Defizit Reduktion:

Hängt maßgeblich von Präsidenten ab, unterstützt der Präsident die Raumfahrt wie es z.b Bush Jr. tat wird das NASA Budget mehr oder weniger geschont werden tut er das nicht,  wie etwa der jetzige Heilsbringer Obama dann wird das NASA Budget weiter geschoren werden (wenn auch nichtmehr viel).

Es ist aber eben auch festzuhalten das die NASA viele Freunde in Kongress hat z.b Senatoren Nelson, Kay Bailey Hutchison und Barbara Mikulski und noch viele andere in Kongress. Daher mal zuerst eine gute Nachricht die hier in Forum wohl noch nicht gemeldet wurde.  :)

Zitat

Spending bill funds NASA mission to the moon

Among the budget cuts that President Obama had to agree to in order to avert a government shutdown, Republicans re-gifted him one that he willingly made long ago: $3.8 billion to further NASA's space explorations.

The money will fund NASA' s Constellation Program, which was cut entirely under the president's initial fiscal year 2011 budget proposal. The pride of the Constellation Program is the Orion capsule, NASA's most innovative spacecraft, for sending men to the moon. The Orion was a priority of former President George W. Bush's, but plans for construction were halted by the current administration in 2009.

Bipartisan pressure from senators from states with a heavy NASA presence revived funding in fiscal year 2010. Sens. Kay Bailey Hutchison, R-Texas, Bill Nelson, D-Fla., and Barbara Mikulski, D-Md., championed the reauthorization of the Constellation Program on October 11, 2010, which led to the unveiling of the first Orion space capsule in March of this year………….


In wesentlichen hat der Senat/Kongress damit zum zweiten Mal die Finanzierung für Constellation (heißt zwar nicht mehr so wegen Obama, ist aber mehr oder weniger dasselbe) bestätigt. In wesentlichen bedeutet das, dass die Orion Kapsel weiter entwickelt wird und dass man bei der NASA an einen HLV arbeiten muss  der ca. 130 Tonnen hieven soll, was sogar explizit in der Gesetztes Sprache festgelegt wurde, dazu auch.

http://www.spacenews.com/policy/110331-lawmakers-press-nasa.html (http://www.spacenews.com/policy/110331-lawmakers-press-nasa.html)

Zitat
U.S. Lawmakers Press NASA on Heavy-lift Rocket, Crew Capsule



SAN FRANCISCO — As the congressional hearing season on U.S. President Barack Obama’s 2012 budget gets under way in earnest, lawmakers continue to hammer NASA for what they say is its noncompliance with the law that directs the space agency to field a government-owned crew capsule and heavy-lift rocket by 2016.

 “Congress has given clear direction” via the 2010 NASA Authorization Act, Rep. Ralph Hall (R-Texas), chairman of the House Science, Space and Technology Committee, said during a March 30 hearing of the panel’s space and aeronautics subcommittee. “The administration needs to acknowledge this and act accordingly.”......

Dies ist besonders Seltsam weil, es schon darauf hindeutet das die NASA Administration unter Bolden gezielt versucht, die Kongress Bestimmungen zu unterlaufen (wohl in Interesse seines Bosses).  Nun das sagt aber auch wiederum einiges über die Politische Unterstützung die die NSA von Kongress erfährt aus, denn  dieser Gesetzes  Entwurf wurde von GOP und den Demokraten gleichermaßen unterstützt obgleich es gegen den Willen der Obama Administration ging, was darauf hindeutet das man kein Appetit darauf hat hier weiter zu streichen, die NASA ist daher allein schon deswegen sicher vor der Budget Axt. 

Zumal auch alle momentanen Defizit Produktionspläne sich auf  die Supermassiven Schwarzen Löcher Medicare und Sozial Security konzertieren den die machen 2/3 aller US Ausgaben aus. Wobei Obamas Plan auch das DOD angreifen will,  der DOD macht übrigens von den restlichen 1/3 aller US Ausgaben ca.  1/2 aus aber Obama blieb auch da sehr vage mit seinen Plänen, während Paul Ryan (GOP) Budget Plan die NASA wie auch das DOD gänzlich schont. 

Natürlich ist die Lage aber unberechenbar, da es leider noch andere Defizit Falken gibt die ihre Pläne nicht vorgestellt haben z.b die Gang of Six, aber das NASA Budget ist so klein das es schlicht unter den Radar dieser Leute hinweg fliegt. ;D

Aber hier endet es nicht, es stehen nemmlich 2012 auch noch Wahlen an und Florida ist ein Battleground State was wiederum bedeutet,  dass man die zahlreiche NASA  Belegschaft nicht weiter verärgern sollte (Obama hat es ja schon getan) die GOPler dagegen noch nicht und die werden daher sicherlich auch  die NASA Belegschaft für sich zu gewinnen versuchen (die werden also irgend eine Vision auflegen z.b etwa doch wieder zum Mond). Sollte ab 2012 dann der Präsident nicht mehr Obama heißen dürfte die NASA von klar profitieren, denn anders als Obama ist keiner der GOP Kandidaten mit guten Sieges Chancen (Mitt Romney,  Mike Huckabee oder sogar Bachmann) NASA Feindlich eingestellt (ja ganz in Gegenteil, wen auch aus den wohl Flaschen Gründen).

Kurz gefasst, anders als für andere Abteilugen schaut es für die NASA relativ gut aus mit dem Budget, wobei ich einige Gefahren für spezielle Programme sehe.

So z.b für die Kommerziellen diese könnten unter einen anderen also einen GOP Präsidenten zugunsten von Orion und HLV abgesägt werden. Die Kommerzielle Idee hat nämlich wenig Zuspruch in Haus wobei sich SpaceX mit seiner Falcon Heavy gut und Weise zu positionieren scheint (sprich über LEO hinaus  plant). In wesentlichen würde  ein neuer Präsident aber mehr oder weniger ein braches Feld vorfinden womit große Änderungen in NASA Programm sowieso unwahrscheinlich währen, einfach weil nichts mehr da ist. Na ja so viel zu Politischen Sachlage von mir.

PS: Ich weiß zwar das dies Politik ist (daher unerwünscht), aber wenn man von NASA Budget spricht,  dann geht es dabei wirklich  nur um Politik und zwar bis tief ins Detail.




Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: aero am 24. April 2011, 13:52:23
@revan, jetzt mal nichts zum Inhaltlichen, weil ich es nicht gelesen habe, aber BITTE hör doch auf nach jedem Absatz 2-5 >>völlig unnötige<< Zeilenumsprünge reinzuhauen! Ich kann erstmal ewig scrollen um an deinem Post vorbeizukommen und so geht es sicher nicht nur mir! Zudem wird ein Thread dadurch auch nicht übersichtlicher. Ich kann mich auch erinnern, dass du da schonmal von einem Mod drauf hingewiesen wurdest.

Sorry jetzt für OT, aber das is echt nicht schön, wenn man hier im Forum stöbert.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 24. April 2011, 14:10:40
@revan, ich bin an Politik sehr interessiert und das hat hier im Forum auch seinen Platz, weil wohl jedes Projekt zunächst auf einer politischen "Willens"-"bildung" basiert, ABER...

sinnvoll ist, die sachlichen Verhältnisse aufzuklären, um das Verständnis darüber zu gewinnen und ich habe dabei viel über das System in USA gelernt. Nicht sinnvoll ist aber jede Form von Polimisierung oder Fortsetzung des politischen Disputes hier im Forum.

Ich versuche jedenfalls, erstmal die Sachlage neutral zu beschreiben und erst dann persönliche Meinung zu äußern.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 24. April 2011, 15:03:23
Zuerst einmal war ein Post als Reaktion auf Flint Sorge das die NASA weiter geschnitten werden könnte gedacht, dabei habe ich alle mir bekannten Hintergründe (wen auch nur sehr Oberflächlich) etwas ausgeläuchtet. Natürlich stimmt es das ich dabei nicht neutral bin, ich bin wie sich wohl jeder denken kann gegen Obama und überhaupt gegen jeden Politiker der eine Antti NASA oder übermäßige Antti DOD Politik betreibt. Aber auf der anderen Seite sind wir hier alle in einen Forum der sich mit der Raumfahrt beschäftigt und dürften wohl alle schon daher keine Raumfahrt Gegner sein, aus diesem Grund habe ich auf eine aufgesetzte Neutralität gegenüber Obamas NASA Politik verzichtet und das Problem beim Namen genannt.

Den das Traurige an der jetzigen Situation ist nun mahl die das mehr denn jäh nicht technische Hindernisse oder sogar die lästige Frage des Geldes  das größte Problem der NASA ist, sondern der Präsident selbst so was hat es seit langem,  ich glaub gar seit Nixon, nicht mehr in dieser  Form gegeben. Dass Schicksaal aller Interessanten und spanenden NASA Projekte wird daher momentan buchstäblich im schmutzigen Hinterzimmer Kämpfen zwischen Kongress, Senat und den Weißen Haus  entschieden während die NASA selbst, mehr oder weniger brach daliegt und der jetzige Administrator durch peinliche Skandale und Antti NASA Handlungen vor sich reden macht, das  ich daran schlicht nichts Gutes finden kann ist wohl verständlich. Das ich von dieser Situation und gerade von deren Verursacher  mehr als angewidert bin ist sogar dabei noch eine glatte Untertreibung und alleine bin ich da nicht, es gibt viele NASA Angestellte und KSC Member die  Minuten und Stunden von Obamas Amtszeit runterzählen und das meine ich nicht als Schertz. :'(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 24. April 2011, 15:10:56
Neue schlechte Nachrichten.

http://news.astronomie.info/ai.php/201104130 (http://news.astronomie.info/ai.php/201104130)

Zitat

NASA-Sparkurs wirkt sich auch auf ESA aus


Aufgrund erhöhter Kosten für das James Webb-Teleskop, dem Nachfolger des Hubbleteleskops, muss die NASA Kosten sparen und hat daher angekündigt, sich nicht mehr als gleichwertiger Partner der europäischen Weltraumorganisation ESA bei geplanten Missionen beteiligen zu können. Die ESA muss nun ihr Budget neu überdenken.....
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 25. April 2011, 14:21:19
Revan, dass du ein überzeugter Anhänger der Repulikaner bist, kann niemandem wirklich entgehen. Willst du aber wirklich behaupten, die aktuellen Probleme der USA würden nicht bestehen? Deine heißgeliebten Republikaner mit ihrem idiotischen Motto "Privat vor Staat" haben die Finanzen ruiniert, und damit muss die heutige US-Politik jetzt zurecht kommen. Die großen Konzerne und da vor allem ihre überbezahlten und unterqualifizierten Manager haben sich selbst die Taschen vollgestopft und die US-Wirtschaft zugrunde gerichtet. Die einfache Bevölkerung leidet darunter, und da besteht mit Sicherheit größerer Handlungsbedarf als in der Raumfahrt. Niemand fordert, die Raumfahrt in den USA einzustellen, um alles Geld ins Soziale umzuleiten. Es kann aber auch nicht sein, dass man das Soziale zu kurz kommen lässt, um alles in die Raumfahrt zu stecken.

Abgesehen davon bedeutet eine gute Sozialvorsorge wie etwa eine staatliche Krankenversicherung keineswegs Kommunismus. Oder siehst du uns Deutsche etwa alle als Anhänger von Marx, Lenin und Stalin?

So, und können wir jetzt endlich zum eigentlichen Thema zurück kommen, also dem "NASA - Budget"? Die Grausamkeiten der US-Politik interessieren hier nämlich im Grunde niemanden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 25. April 2011, 17:29:46
Revan, dass du ein überzeugter Anhänger der Repulikaner bist, kann niemandem wirklich entgehen. Willst du aber wirklich behaupten, die aktuellen Probleme der USA würden nicht bestehen? Deine heißgeliebten Republikaner mit ihrem idiotischen Motto "Privat vor Staat" haben die Finanzen ruiniert, und damit muss die heutige US-Politik jetzt zurecht kommen. Die großen Konzerne und da vor allem ihre überbezahlten und unterqualifizierten Manager haben sich selbst die Taschen vollgestopft und die US-Wirtschaft zugrunde gerichtet. Die einfache Bevölkerung leidet darunter, und da besteht mit Sicherheit größerer Handlungsbedarf als in der Raumfahrt.

Halo Ruhri, nun zuerst einmal muss ich dich auf einige simple Tatsachen hinweisen, betreff deines bzw. der deutschen so heißgeliebten Obamas. Zuerst einmal wer hat nun die Finanzen ruiniert?  Nun darüber kann man sich natürlich streiten, ganz neutral betrachtet muss man auch Bush Jr. aber auch eben jeden anderen Präsidenten seit Jimmy Charter eine Teilschuld einräumen, doch Hauptverursacher war weder Busch noch irgend ein anderer Präsident sondern eine Blase auf dem Immobilien Markt.  Nun diese Krise  führte zum Wegfall von Steuern, Arbeitslosigkeit und Armut so wie es bei einer Wirtschaftskriese üblich ist, daher nennt man es ja auch Kriese.

Aber wer hat nun die Finanzen ruiniert? Nun da kann man in Prinzip leicht den Schuldigen ausmachen  und zwar durch folgende Fakten.
Bush JR. und der republikanische Kongress der biss 2006 regiert häufte in Folge von zwei Kriegen und einer massiven Steuersenkung ca. 2400 Milliarden US Dollar an Schulden an, ab 2006 regierten die Demokraten hier kamen weitere 900 Milliarden US Dollar hinzu (auch gerade wegen der Finanzkrise 2008)dies ergibt  ca. 3,4 Billionen US Dollar in 8 Jahren  Busch Regierung  (von denen 2 Jahre Demokratisch waren) an Schulden.

Obama und der Demokratische Kongress haben dagegen momentan ca. 4.000 Milliarden an Schulden aufgehäuft  und Obamas Haushaltprojektion siecht  bis zum Ende seiner ersten Amtszeit eine gesamt Defizit von insgesamt über 6.000 Milliarden US Dollar vor. Anders gesagt Obama übertraf Bushs 8 Jährige Schulden Orgie in nur 2 Jahren und wird sie zum Ende seiner Amtszeit um das Doppelte übertroffen haben und das in der halben Zeit!

Und nun zum Argument wir haben kein Geld für die Raumfahrt.  So bitte bedenke das Mr. Obamas Administration  pro Jahr alleine das 76 fache des für Constellation nötigen Gesamt NASA Budgets (21 Milliarden Dollar) an Schulden macht! Alleine in Bürokratischen System des Pentagons  fanden sich 178 Milliarden an Overhead Ausgaben bzw. das Äquivalent zum gesamten Konstellation Programm würde man das Overhead Ausgaben durch ineffizient in Gesundheitssystem ermitteln so käme man leicht über 800 Milliarden. Also tut mir Leid das Argument es ist kein Geld für die NASA da ist echt gewagt und zeugt von den Idiotischen Prioritäten der jetzigen Obama Administration!

PS: Darüber hinaus, ist es doch schon erstaunlich das eine Person die sich zum zweiten JFK stilisierte also unser “falscher“ Prophet Obama, weniger Vision hatte und zeigte  als ein von machen (mich eingeschlossen) als unterbemittelt und Analphabeten wie Religiöser Fanatiker Namens Bush Jr.! ;)

Obamas NASA Politik und nur bei der will ich hier bleiben , zeugt sprichwörtlich von einer unmissverständlich NASA Feindlichen Haltung, die man in der Form seit Nixon nicht mehr gesehen hat und Nixon war eine nationale Schande! Außerdem wirst du lachen,  ich kenne viele in Florida ansässige  Leute die früher überzeugte Demokraten waren und die sich Busch grad zurück wünschen und  auf ihren PC die Zeit biss Obamas Amtszeit zu Ende ist runterzählt wird.

Sprich hier geht es eben gar nicht um einen  Politischen Kampf zwischen GOPler oder Demokraten sondern es ist in der NASA Frage definitiv ein überparteilicher Kampf gegen die Obama Administration im Weißen Haus! Denn wenn du dir die Politische Debatte der letzten 2 Jahre ausschaust so siehst du, dass gerade Demokraten wie etwa Senator Nelson (D) es waren die Obama auf schärfste Bekämpften und eben nicht die GOP Senatoren. Den Obama hat mit Constellation eben nicht Busch Projekt zum Mond getötet sondern ein gemeinsames Projekt von Demokraten und Republikaner das eine klare wie breite Überparteiische Unterstützung genoss (alleine der Extreme rechte Flügel um Ron Paul und Obamas extremer progressiver Flügel um Barney Frank herum war gegen Constellation).

Daher so viel zum Thema Polarisierung. Ich bin übrigens auch lange gar kein parteiischer gewesen, z.b bin ich auch jetzt noch  für Steuererhöhungen für Reiche und einen starken Staat, ja ich bin sogar bekennender Atheist (all das für sich allein genommen,  sind alles Todsünden für einen wahren Republikaner oder Tea Party Aktivisten) aber ich bin eben nicht für die Vision des Herren Obamas und der progressiven Bande um Barney Frank herum und damit spreche ich für die Mehrheit der Leute.

Abgesehen davon bedeutet eine gute Sozialvorsorge wie etwa eine staatliche Krankenversicherung keineswegs Kommunismus. Oder siehst du uns Deutsche etwa alle als Anhänger von Marx, Lenin und Stalin?

Nein das nicht, aber hier kann man in Prinzip sehen durch welche Klitsches du das Problem grad betrachtest, es geht vielen in den USA bei dieser Gesundheitsdebatte gar nicht um Sozialismus,  ja oder nein, sondern es geht hier um ein kaputtes System dass plötzlich laut Obamas eigenen Worten (von 13 April 2011) unfinanzierbar ist. Der Staat steht in den USA für Ineffizienz und Bevormundung und man muss schon zugeben, dass man in Europa nicht so frei ist wie in den USA.  Darüber hinaus ist das Europäische Modell nun wirklich so gut? Ich sage nicht, dass das Amerikanische besser wäre aber auch das Europäische Modell hat gewaltige Probleme und ist eben auch nicht Nachhaltig.

Niemand fordert, die Raumfahrt in den USA einzustellen, um alles Geld ins Soziale umzuleiten. Es kann aber auch nicht sein, dass man das Soziale zu kurz kommen lässt, um alles in die Raumfahrt zu stecken.

Nein das fordert keiner, das versuchen einige dafür seit nun 2 Jahren in der Obama Administration dafür aktiv umzusetzen. ::)

So, und können wir jetzt endlich zum eigentlichen Thema zurück kommen, also dem "NASA - Budget"? Die Grausamkeiten der US-Politik interessieren hier nämlich im Grunde niemanden.

Wenn dies so ist dann kann man das Thema ja gleich Schließen, den das NASA Budget ist die Grausamkeit und Dummheit der US Budget Politik in seiner Reinform.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 25. April 2011, 17:46:05
So und nun kann man ganz real sehen wie eben diese ja so uninteressante "Grausamkeit" die NASA gegen die Wand fährt.

http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_channel.jsp?channel=space&id=news/awst/2011/04/18/AW_04_18_2011_p46-307321.xml&headline=Rocketdyne%20Worries%20About%20Retaining%20Workforce (http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_channel.jsp?channel=space&id=news/awst/2011/04/18/AW_04_18_2011_p46-307321.xml&headline=Rocketdyne%20Worries%20About%20Retaining%20Workforce)

Zitat
Rocketdyne Worries About Retaining Workforce

Pratt & Whitney Rocketdyne needs answers fast from NASA on the agency’s direction in space exploration as it continues to consolidate facilities and staff in the wake of the Constellation and space shuttle terminations.

“We’re really concerned about this lack of a decision,” says PWR President Jim Maser, speaking to Aviation Week here at its rocket test headquarters recently. Earlier, he testified to Congress on the potentially damaging impact of the slow transition from Constellation to the planned follow-on Space Launch System (SLS).

“I don’t know if it did any good, but at least being asked to testify shows we may be gaining a bit of traction,” he says of his appearance before the House Science Committee’s subcommittee on space and aeronautics (AW&ST April 4, p. 31). Maser testified in his capacity as chairman of the American Institute of Aeronautics and Astronautics’ Corporate Membership Committee.....

In wesentlichen hat man es hier mit den Nebenkriegsschauplatz Obama, Bolden  vs. NASA, Kongress und Senat zu tuchen, denn der Senat besteht auf die Fortführung von Constellation wen auch unter anderen Namen also SLS, CEV. Aber  die Administration Bolden aber interessiert sich natürlich für wichtigeres z.b dafür ob pensionierte ehemalige Astronauten (wie etwa Bolden selbst)  die Zahnersatzkosten von Staate bezahlt werden sollte. Oder man verkündet bei Al Jazzira mahl ganz nebenbei das es die Hauptmission der NASA ist die Arabisch amerikanischen Beziehungen zu verbessern und X-weitere Skandale.
 


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 25. April 2011, 17:56:04
@Ruhri, revan, bitte bleibt beim Thema!

Finanzkrise, deren Ursachen und allgemeine politische Verhältnisse sind Offtopic. Löscht doch einfach, was nicht Nasa-spezifisch ist.

Auch der PWR-Beitrag hat eigentlich nichts mit dem Budget zu tun, sondern mit der Unentschlossenheit der NASA (die sicherlich ihre politische Ursache hat). Die Entwicklung von PWR thematisieren wir in einem anderen Thread.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 25. April 2011, 18:01:46
Ok,  ich werde es unterlassen. In welchen Thread wird das PWR thematisieren, bitte um Link sofern möglich?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 25. April 2011, 18:03:34
Es mag dich verwundern, revan, aber deine Begeisterung für US-Politik wird hier wirklich nicht von jedem geteilt.

Was das NASA-Budget angeht, so meine ich mich erinnern zu können, dass es sogar ein wenig steigen soll. Das mag falsch sein, da es bei dem ganzen Hin und Her wirklich etwas schwierig ist, den Überblick zu behalten.

Tatsache ist aber, dass das NASA-Budget aus Steuermitteln bestritten werden muss, und die sind nun einmal begrenzt und müssen auf verschiedene Bereiche verteilt werden. Die Raumfahrt ist aber eben nun einmal nicht der Hauptzweck eines Staatswesens, sondern nur ein "Nebenkriegsschauplatz".
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 25. April 2011, 18:21:05
Es mag dich verwundern, revan, aber deine Begeisterung für US-Politik wird hier wirklich nicht von jedem geteilt.

Was die Sache aber ziemlich Inhaltleer macht, denn ohne diese Politik gibt es gar keine Raumfahrt.

Was das NASA-Budget angeht, so meine ich mich erinnern zu können, dass es sogar ein wenig steigen soll. Das mag falsch sein, da es bei dem ganzen Hin und Her wirklich etwas schwierig ist, den Überblick zu behalten.

Das NASA Budget sollte steigen aber unter der Inflationsrate und weit unter dem Busch Projektionen, real gesehen ist das NASA Budget aber klar abgesunken. Die NASA wird von Jahr zu Jahr zudem  real ärmer während der Termine für Programme aller Art wegen der zunehmenden Finanznot  nach hinten geschoben werden.


Tatsache ist aber, dass das NASA-Budget aus Steuermitteln bestritten werden muss, und die sind nun einmal begrenzt und müssen auf verschiedene Bereiche verteilt werden. Die Raumfahrt ist aber eben nun einmal nicht der Hauptzweck eines Staatswesens, sondern nur ein "Nebenkriegsschauplatz".

Wobei leider verdammt wenig dort landet wo es wirklich etwas bewirken kann z.b eben bei der NASA, die Raumfahrt ist eine Investition in die Zukunft das Apollo Programm veränderte das Leben und das Selbstverständnis der gesamten Menschheit vieles von den was heute alltäglich und nicht mehr wegzudenken ist verdankt man alleine diesen Programm wie den darauffolgenden Programmen.


Die Raumfahrt bedeutet eben eine  Investition in die Zukunft wohingegen viele völlig überfinanzierte Programme  in besten fahle den sozialen Frieden sichern aber in den meisten Fehlen schlicht und ergreifend  rein gar nichts reales für die Welt bringen, außer Schulden natürlich.


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 25. April 2011, 23:50:51
Was die Sache aber ziemlich Inhaltleer macht, denn ohne diese Politik gibt es gar keine Raumfahrt.

Mag sein, aber wir machen diese US-Politik nicht, und ich wage die Schätzung, dass die meisten von uns gar kein Wahlrecht haben. So gesehen bleibt uns ohnehin nur die Rolle der Beobachter. Wie sieht das NASA-Budget der kommenden Jahre aus und was soll damit erreicht werden?

Zitat
Wobei leider verdammt wenig dort landet wo es wirklich etwas bewirken kann z.b eben bei der NASA, die Raumfahrt ist eine Investition in die Zukunft das Apollo Programm veränderte das Leben und das Selbstverständnis der gesamten Menschheit vieles von den was heute alltäglich und nicht mehr wegzudenken ist verdankt man alleine diesen Programm wie den darauffolgenden Programmen.

Die Raumfahrt bedeutet eben eine  Investition in die Zukunft wohingegen viele völlig überfinanzierte Programme  in besten fahle den sozialen Frieden sichern aber in den meisten Fehlen schlicht und ergreifend  rein gar nichts reales für die Welt bringen, außer Schulden natürlich.

Mir fällt gerade auf, dass du das NASA-Budget mit dem US-Raumfahrtbudget gleich setzt. Das ist natürlich aus zwei Gründen falsch. Zum einen betreiben DARPA und US Air Force ihre eigene Raumfahrt, zum anderen hat die National Aeronautics and Space Administration selbstverständlich auch wichtige Aufgaben in der Luftfahrt zu erfüllen. (Gibt es weitere Forschungsfelder, für die das Budget reichen muss? Das DLR forscht ja etwa noch auf den Gebieten Energie und Verkehr.)

Vorsorge für die Zukunft ist selbstverständlich ein wichtiger Aspekt eines Staatswesens. Die Raumfahrt kann davon aber nur einen gewissen Teil darstellen, da es immer auch ausreichend erdgebundene Forschung zu finanzieren gilt. Eine Regierung darf aber nicht für eine mögliche glückliche Zukunft ihrer Bürger deren Gegenwart verfrühstücken. Dann wird sie in einer Demokratie abgewählt (und in einer Diktatur bei ausreichend hohem Leidensdruck gewaltsam gestürzt), und das mit voller Rechtfertigung. (Leider verstehen manche Politiker solche Zukunftsetats als reine ABM-Töpfe für ihre Wahlkreise.) Vor dem Hintergrund einer möglichst gerechten Verteilung der zur Verfügung stehnenden Mittel muss man also auch den NASA-Etat sehen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 26. April 2011, 01:18:46
Mag sein, aber wir machen diese US-Politik nicht, und ich wage die Schätzung, dass die meisten von uns gar kein Wahlrecht haben. So gesehen bleibt uns ohnehin nur die Rolle der Beobachter. Wie sieht das NASA-Budget der kommenden Jahre aus und was soll damit erreicht werden?

Nun hier liegt aber genau das Problem,  man kann unter den jetzigen Gegebenheiten schlicht  nichts erreichen, sprich es fehlt eine echte Vision bzw. nennen wir es lieber ein echtes Ziel. Unter  Reagan, Bush Senior und Clinton ging es mehr oder weniger darum eine Weltraum Station in LEO Orbit zu errichten was auch gelang die ISS ist der Beweis dafür.
Unter Bush Jr. wurde  ein sehr konkreter Plan bekannt als Constellation aufgesetzt der klare Ziele und einen klaren Zeitplan vorsah der die Raumfahrt endlich wieder ins BEO führen sollte zum Mond, zu einen Asteroiden und darüber hinaus.  Es war ein guter Plan, mit breiter überparteilicher Unterstützung wen auch wie faktisch alle Programme in der Raumfahrt unterfinanziert,   so war der Zeitplan nicht einhaltbar das Programm aber trotzdem möglich also durchführbar.

Nun aber hat man in wesentlichen keinen Plan so würde ich Obama Space nennen,  wenigstens für die bemannte Raumfahrt nicht, die ISS bis 2020 zu nutzen und Kommerzielle Anbieter ab 2015/16 die ISS anfliegen zu lassen ist kaum ein Plan da es keine Zukunftsperspektive bietet.  Sprich was kommt nach der ISS, was nach 2020 was soll danach aus der Kommerziellen Raumfahrt werden nach dem sie ihre nur ca. 15 bemannte Flüge abgeschlossen haben?

In wesentlichen ist die Antwort immer noch dieselbe wie zur Constellation Zeit und zwar auf ins BEO nur hat Obama Space dem Betreff nur eine schwammige Absichtserklärung die nicht das Papier wert ist auf den sie geschrieben wurde. Sprich irgendwann nach 2020 auf einen Asteroiden landen, keine Hardware wurde für diese Mission definiert kein Geld sollte ursprünglich dafür bereitgestellt werden. 

Obama Space war der sprichwörtliche Einstieg in den Ausstieg aus der bemannten Raumfahrt und nichts weniger, man hätte ebenso gut sagen können wir fliegen zum Mars sobald wir den Warbantrieb von netten Aliens geschenkt bekommen haben.

In Folge der großen Empörung in Kongress und Senat wurde Obama Space zwar umgeändert und Constellation in abgespeckter Variante  als CEV (Orion)und SLS (HLV/Ares)Programm beibehalten, dies macht mir Hoffnung aber man ist weit von dem entfernt was Constellation bedeutet hat. CEV und SLS sind unterfinanziert und nicht definiert auch de Bolden Administration legt sich bekanntlich quer, daher kann man schlicht keine Vorhersage machen wann es auf irgendetwas ober überhaut ob es auf etwas  hinausläuft.

Man ist so zu sagen Halbschwanger mit zwei Programmen, die Kommerziellen erhalten zu wenig zum Leben und zu wenig zu sterben und es fehlt eine echte Perspektive für die Zeit nach der ISS. Constellation Lite ist völlig unter finanziert und ebenfalls in einen Halbschwangeren Zustand und kein Ende ist in Sicht. Jetzt kommt auch noch der große Defizit Abbau 2012 und die Präsidentenwahlen 2012 anders gesagt eine chaotische Periode in den die Politik nicht gerne Entscheidungen trifft.

Daher mein Fazit: Mit den jetzigen NASA Budget und den für  2012 voraussichtlichen Budget wird man nichts in bemannten Sektor erreichen können und das einfach weil ein Ziel fehlt, man kann sprichwörtlich die Obama Zeit daher als eine Art Vierjährige CR für die NASA sehen. Eine Periode in der nichts Konkretes zu Stande kam  und auch keine Weichen für die Zukunft gestellt wurden einfach nur eine vergeudete Zeit für die bemannte US Raumfahrt.

In der Unbemannten Sparte schaut es dagegen viel besser aus, wenigstens gibt es hier erfolgreiche und spannende Projekte, leider wiegt auch hier der Mangel an Geld schwer wie man gerade an James Webb Teleskop sehen kann,  dieser wurde nun über das Jahr 2014 hinaus verzögert. Viele wichtige Projekte wie z.b das TFT werden nicht mehr verfolgt und die Laufzeit fast aller bestehender großer Teleskope und Missionen nähert sich dem Ende.

Mir fällt gerade auf, dass du das NASA-Budget mit dem US-Raumfahrtbudget gleich setzt. Das ist natürlich aus zwei Gründen falsch. Zum einen betreiben DARPA und US Air Force ihre eigene Raumfahrt, zum anderen hat die National Aeronautics and Space Administration selbstverständlich auch wichtige Aufgaben in der Luftfahrt zu erfüllen. (Gibt es weitere Forschungsfelder, für die das Budget reichen muss? Das DLR forscht ja etwa noch auf den Gebieten Energie und Verkehr.)

Ich bin in der Militärsparte bewanderter als in Fragen der NASA und der Zivilen Raumfahrt und kenne daher natürlich die Arbeit  der  DARPA und der USAF bzw. der nicht geheimen Projekte der USAF hier läuft es auch sehr gut wie die zahlreichen Starts der NRO beweisen . Man ist beim DOD auch noch gut finanziert und man hat z.b mit der X37 auch ein sehr interessantes Projekt am Start. Aber Militärische Erfolge und Projekte haben für mich nicht denselben Wert wie die Arbeit der NASA, denn die USAF verfolgt eben aufgrund ihrer Natur andere Ziele eben nicht Humane Ziele. Dass Die NASA sich nun auch mit der Luftfahrt beschäftigen soll ist meiner Meinung nach  übrigens auch nur ein Relikt aus den 50er, 60er Jahren. Real gesehen hat die NASA keine Relevanz mehr in Luftfahrt Bereich, will man innovative Projekte so beauftragt man die DARPA oder  schreibt gleich LM und Boeing an.

Vorsorge für die Zukunft ist selbstverständlich ein wichtiger Aspekt eines Staatswesens. Die Raumfahrt kann davon aber nur einen gewissen Teil darstellen, da es immer auch ausreichend erdgebundene Forschung zu finanzieren gilt. Eine Regierung darf aber nicht für eine mögliche glückliche Zukunft ihrer Bürger deren Gegenwart verfrühstücken. Dann wird sie in einer Demokratie abgewählt (und in einer Diktatur bei ausreichend hohem Leidensdruck gewaltsam gestürzt), und das mit voller Rechtfertigung. (Leider verstehen manche Politiker solche Zukunftsetats als reine ABM-Töpfe für ihre Wahlkreise.) Vor dem Hintergrund einer möglichst gerechten Verteilung der zur Verfügung stehnenden Mittel muss man also auch den NASA-Etat sehen.

Die NASA macht aber eben auch einen unglaublich geringen Teil der US Staatsausgaben (0,12% des GDPs) aus,  momentan wird in Westen generell all das Geld eben für den Erhalt des Status Quo  verbraucht. Forschung hat einen absolut unangemessen kleinen Anteil an Budget der meisten Westlichen Staaten  dafür haben Sozial Ausgaben nun lägst einen völlig ungesunden wie schlicht untragbaren Level erreicht,  gerade in den USA wo 2/3 des Budgets nur noch von Medicare und Sozial Security verspeist werden. Wobei dieses aus der Nixon Periode stammende System so kaputt ist als das es die Menschen nicht mehr schützt sondern nur noch dahinsiechen lässt zugleich aber auch allen anderem Budget Posten sei es  Infrastruktur, Bildung, Forschung, Verteidigung, Auslandshilfe  usw. das Wasser abgräbt.

Ein Staat der Zukunftsfähig sein soll braucht aber notwendigerweise eine moderne Infrastruktur, eine starke und Innovative Wirtschaft die reale Werte schafft gute Bildung und  hohe Forschungsaufgaben um Innovation zu fördern  und sein Bürger zu Inspirieren und es Bedarf auch eines starken Militärs. Doch genau diese wichtigen Stützpfeiler ist man grad dabei für den kurzfristigen Erhalt des Status Quo zu opfern und das nicht nur in den USA sondern in Westen generell. Intellektuelle und Wirtschaftliche Stagnation ist immer die Vorstufe zum Untergang einer Zivilisation oder eines Staatswesen, das lehrt uns die Geschichte.

Mit der Raumfahrt ist es in wesentlichen wie mit der Grundlagen Forschung in der Physik, der reale kurzfristige biss Mittelfristige Nutzen ist marginal aber der langfristige kann die Welt verändert wie z.b die Entdeckung der Kernspaltung.  Auch mit der Raumfahrt und der sonstigen Forschung ist es ähnlich, z.b hätte es ohne die Raumfahrt und den Kalten Krieg heute z.b gar keine moderne Gesellschaft wie wir sie kennen gegeben. Es hätte z.b keine TV Satelliten, keine Satelliten Navigation, keine Handys, kein Internet, keine PCs und Tausende andere sinnvolle Erfindungen nicht gegeben, einfach weil kurzfristige egoistische Bedürfnisse langfristig Überwogen hätten.  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 26. April 2011, 01:42:46
Wie du selbst sagst: Die NASA ist schon seit etlichen Jahren unterfinanziert, wenn man ihre zu realisierenden Projekte betrachtet. Was die USA in der Raumfahrt erreichen wollen und wieviel sie bereit sind auszugeben, ist allerdings ihre Sache.

Der Rest deines Beitrags hat dann aber mit dem NASA-Etat nun wirklich nichts mehr zu tun, nicht wahr?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 26. April 2011, 02:15:16
Wie du selbst sagst: Die NASA ist schon seit etlichen Jahren unterfinanziert, wenn man ihre zu realisierenden Projekte betrachtet. Was die USA in der Raumfahrt erreichen wollen und wieviel sie bereit sind auszugeben, ist allerdings ihre Sache.


Wobei unter finanziert nicht dasselbe ist wie gegen die Wand gefahren  was den neuen Zustand der NASA am besten beschreibt. Sprich die Zielvorgaben von Constellation waren mit dem zu geringen NASA Budget den der Kongress vorsah nicht erreichbar aber, man wäre nicht 2014 ins LEO gestartet sondern erst 2016 oder 2017  alles nicht so schön aber kein Drama. Aber jetzt steht man in einer Situation wo man möglicherweise nie mehr in den Weltraum Bemannt starten wird. Die Lösung für das Constellation Problem wäre dabei sogar sehr einfach gewesen, entweder man hätte die Zeitverzögerung akzeptiert oder eben 3-4 Milliarden mehr Geld pro Jahr springen gelassen auch eine Umstrukturierung des Programms hätte es gebracht, aber was tat man versuchte es ersatzlos zu töten.

Letztendlich kam die teilweise Absage bzw. die beinahe Absage von Constellation die USA sogar teurer zu stehen als die Fortführung bei höherer Finanzierung. Denn mit der Absage von Constellation explodierten die Preise für Feststoffraketen die das DOD kauft z.b für die Trident II-D5 jäh nach Quelle um 50-100%. Zugleich musste man auch noch Milliarden Dollar Strafen zahlen und man verlor ein Teil einer Qualifizierten Industriellen Basis, beinahe hätte man sie sogar ganz verloren,  zum Glück wurde Constellation ja teilweise gerettet.

Nun der Trost, ja der einzige Trost  sogar ist nun der das 2012 Präsidenten und Kongress wie Senatswahlen anstehen und Obama steht schlecht in den Umfragen, daher besteht eine realistische Chance das der falsche Prophet aus den Weißen Haus fliegt samt seiner Clique und allen voran Bolden.  Und momentan währe wie ich schon mahl sagte jeder Präsident besser für die NASA als Mr. Change, vielleicht könnte man dann auch wieder über konkretes der NASA betreff reden, anstatt die finstere Situation zu beweinen. Na ja die Hoffnung stirbt ja wie man so schön sagt zuletzt. :-\


Der Rest deines Beitrags hat dann aber mit dem NASA-Etat nun wirklich nichts mehr zu tun, nicht wahr?

In großen Gesamtbild letztendlich doch, alles hat in gewisser Wiese mit einander zu tuchen, ich wollte wesentlichen nur auf die Stagnation unserer Zivilisation und auf die aufkeimende Kleinkariertheit hinweisen was letztendlich auch zu Folge hat das die die NASA als Teil des Forschung Etat unterfinanziert ist. 
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 26. April 2011, 15:38:43
Wobei unter finanziert nicht dasselbe ist wie gegen die Wand gefahren  was den neuen Zustand der NASA am besten beschreibt. Sprich die Zielvorgaben von Constellation waren mit dem zu geringen NASA Budget den der Kongress vorsah nicht erreichbar aber, man wäre nicht 2014 ins LEO gestartet sondern erst 2016 oder 2017  alles nicht so schön aber kein Drama.


Tatsächlich? Soweit ich das verstanden hatte, war Constellation dermaßen unterfinanziert, dass 2016/17 genauso unrealistisch war wie 2014. Und Constellation hätte die USA letztlich auch nirgendwohin gebracht, wo man sofort einen Gegenwert hätte erzielen können. Investitionen in Hochtechnologie zahlen sich eben nur indirekt und mit erheblicher Verspätung aus.

Zitat
Aber jetzt steht man in einer Situation wo man möglicherweise nie mehr in den Weltraum Bemannt starten wird. Die Lösung für das Constellation Problem wäre dabei sogar sehr einfach gewesen, entweder man hätte die Zeitverzögerung akzeptiert oder eben 3-4 Milliarden mehr Geld pro Jahr springen gelassen auch eine Umstrukturierung des Programms hätte es gebracht, aber was tat man versuchte es ersatzlos zu töten.


Du dramatisierst grundlos - "nie mehr" ist schließlich ein sehr, sehr langer Zeitraum. Man hat doch gerade im Rahmen von CCDev2 beschlossen, wo die NASA in nächster Zeit ihr Geld ausgeben wird. Irgendeinen Flieger wird man mittelfristig schon vom Boden bekommen. Was man aber demnächst mit dem NASA-Geld nach den Plänen der Obama-Administration erreichen will, ist doch genau das, was du haben willst. Man investiert in neue Technologien und baut Wissen auf. Wofür man das dann verwendet und wohin die gebaute Hardware am Ende fliegt, ist eigentlich völlig irrelevant.

Bedauerlich ist höchstens, dass die NASA sich aus ihrem anderen ureigenen Gebiet, der Luftfahrt, anscheinend so völlig zurück gezogen hat. Vielleicht sollte man den NASA-Etat gerade in Hinblick auf die Luftfahrt endlich aufstocken. Der Gewinn für die USA dürfte erheblich schneller eintreten als bei Investitionen in die Raumfahrt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 26. April 2011, 17:15:00
Tatsächlich? Soweit ich das verstanden hatte, war Constellation dermaßen unterfinanziert, dass 2016/17 genauso unrealistisch war wie 2014. Und Constellation hätte die USA letztlich auch nirgendwohin gebracht, wo man sofort einen Gegenwert hätte erzielen können. Investitionen in Hochtechnologie zahlen sich eben nur indirekt und mit erheblicher Verspätung aus.

Das Problem lag in wesentlichen bei den Startkosten für die Ares I diese erwiesen sich als genauso hoch wie beim Shuttle. In Folge dieser Preissteigerung  wie der vielen Programm Segmente z.b das Mondlandemodul und die Ares V fehlte Geld  um Constellation planmäßig mit den sehr geringen Budget abzuschließen ein Fix war nötig. Trotzdem machte das Programm große Fortschritte die Orion Kapsel z.b ist fast fertig  der neue Feststoff Buster der die Ares I und V antreiben sollte ist ebenfalls fertig gewesen bzw. wurde sogar getestet. Selbst jetzt macht das Programm noch Fortschritte z.b steht das erste J-2X Triebwerk kurz vor der Auslieferung usw. man wäre mit Ares I und später mit Ares V geflogen nur eben nur später !Nun wird man erst mahl nirgends mehr hin fliegen. Der Rest ist Politik, den Politiker dramatisiert gerne die Situation bevor sie ein Programm töten, da wird schnell aus Einer simplen Verzögerung über das Jahr 2017 hinaus gleich ein Weg ins nirgendwo, usw. Erstaunlich ist nun auch das man plötzlich mit viel weniger Geld als das unterfinanzierte Constellation hate schon 2016 die BEO Kapsel und das HLV haben will bzw. der Kongress und Senat will es so.

Zum Ziel von Constellation da muss ich dir übrigens auch klar wiedersprechen, damals erschien einen Constellation zwar da man Obama Space nicht kannte, nicht so spektakulär. Man wollte eben Apollo zu erst wiederholen (was immerhin die biss her größte technische Leistung der Menschheit ist.). Aber wie mehr man drüber nachdenkt desto logischer war Constellation, man wollte zuerst einmahl wieder ins richtige Weltraum zurück und dann zum ersten echten natürlichen Ziel also den Mond umso Erfahrungen für spätere anspruchsvollere Missionen zu gewinnen z.b den Aufbau einer permanenten realen Präsenz von Menschen auf einen anderen Himmelskörper also den Mond und speter auf dem Mars. Später wollte man auch wie in Obama Space zu einem Asteroiden und dann auch darüber hinaus also zum Mars fliegen,  dabei bauten die vielen  verschiedenen Systeme aufeinander auf. Man schuf mit Constellation in prinzp die Basis zu einer realen bemannten Raumfahrt  und nicht weniger als das. Es war eben ein richtiger wie konkreter Plan und keine schwammige Absichtserklärung die völlig Blutleer ist wie etwa Obama Space.

Du dramatisierst grundlos - "nie mehr" ist schließlich ein sehr, sehr langer Zeitraum. Man hat doch gerade im Rahmen von CCDev2 beschlossen, wo die NASA in nächster Zeit ihr Geld ausgeben wird. Irgendeinen Flieger wird man mittelfristig schon vom Boden bekommen. Was man aber demnächst mit dem NASA-Geld nach den Plänen der Obama-Administration erreichen will, ist doch genau das, was du haben willst. Man investiert in neue Technologien und baut Wissen auf. Wofür man das dann verwendet und wohin die gebaute Hardware am Ende fliegt, ist eigentlich völlig irrelevant.

Nö ich dramatisiere eben nicht, ich betrachte die Sache auch aus der Politischen Perspektive an sich sehr realistisch. Den Politiker sind gut darin Projekte zu verteidigen die bestehen nicht darin neue aufzusetzen wenn bestehende zerstört wurden. Es war immer leichter zu zerstören als zu erschaffen, sollte so z.b die industriele Basis in Folge von Obama Space zerstört werden wird es fast unmöglich sie wieder aufzubauen. Und die nicht Obama Projekte,  SLS und Orion mahl weggelassen so endet die Ära der bemannten US Raumfahrt mit dem Ende der ISS um 2020 herum daher war und ist Obama Space nichts weniger  als der Einstieg in den Ausstieg aus der Beamten Raumfahrt und zwar mit klaren Ausstiegstermin.

Betrachtest du Obama Space z.b in seiner ursprünglichen Form, so erkennst du das man hier nur versuchen wollte ein massives Projekt wie Constellation durch einen Täuschkörper zu ersetzen. Obama hätte wohl kaum sagen können hiermit beende ich die bemannte US Raumfahrt weil sie Geld das für  Progressive Projekte eingesetzt werden könnte verbraucht. Man musste wenigstens etwas tuchen um sei Gesicht zu wahren, da kamen die Kommerziellen Obama ja gerade recht, der Rest sind Versprechungen und leere Worte wie so oft bei diesen Mann.  Schaumschlägerei, schwammige und zweideutige Bekundungen nach dem Prinzip "bloß ja nichts konkretes" das ist Obamas großes Talent. Real gesehen war für Obama die NASA sogar so unwichtig das er dachte das er die Kündigung on Constellation nicht einmahl persönlich kommentieren müsste.

Erst als der Kongress und die eigene Partei massive Opposition ankündigte und der sehr einflussrieche Senator Nelson wutentbrannt  gegen Obama vorging und mit ihn hinter den Kulissen feilschte kam Obama zum ersten mahl in seinen Leben zum KSC um eine schwammige 20 Minuten Rede zur Bemanten Raumfahrt zu halten. Bei dem er versuchte die Opposition in Kongress und im Senat mit einer Orion Rettungskapsel ohne Sinn und Zweck wie mit 50 Millionen Hilfe für nun Arbeitslose ehemalige NASA Angestellte zu schmieren und wo er auch die schwammige Vision verkündete ca. 10 Jahre nach dem Ende seiner hypotetischen 2 Amtszeit  zu einen Asteroiden zu fliegen und das mit Hardware die nicht finanziert (bzw. die man ja grad gestrichen hatte) und nicht in seiner Amtsperiode zu neu entwickeln währe. Zum Glück ließ sich der Kongress aber mit Oabma Politik Wudu nicht schmieren bzw. täuschen und stellte als historisch einmaligen Akt Constellation unter anderen Namen wieder her. Obama Space selbst aber ist auch so weiter leer, es hat nix Innovatives nichts Perspektivisches in sich, es ist schlicht ein verschossener Täuschkörper in einen dilettantischen Versuch Constellation ersatzlos zu töten gewesen.  Ich will hier aber Schluss machen, einfach weil ich gerade kein Nerv habe die ganze perverse Geschichte um Obama Space ins Detail zu schildern, samt Hinterzimmer kämpfe und aller anderer schmutziger und verworrener Details.

Aber zu CCDev2, so wurden für manche FCS PowerPoint Präsentation ähnliche Summen ausgegeben wie die NASA gerade für die Kommerziellen springen ließ. Das CCDev2 betet darüber hinaus keine Perspektive, selbst wenn etwas dabei herauskommt  endet die Kommerzielle LEO Raumfahrt mit dem Ende der ISS um 2020. Sprich daher keine Perspektive,  kein echtes Ziel den selbst in fahle der gelingen hat man ca. 15 bemannte Flüge zu ISS zu gewinnen danach ist Schluss und die Hardware ist danach zu nichts mehr zu gebrauchen. Den LEO Raumfahrt erfordert nur primitive Kapseln die man seit den frühen 60er besitzt und man braucht auch keine starken Raketen  für Crew Transporte zur ISS. BEO Raumfahrt erfordert dagegen ganz andere Technik, z.b eine bedeutend schwerere und gegen Strahlung geschützte Kapsel wie die Orion genau wie sehr starke Raketen ab 100 Tonnen LEO am besten ab 130 Tonnen LEO Tragfähigkeit aufwärts genau die Dinge die in Rahmen von  CCDev2 eben nicht herauskommen werden.


Bedauerlich ist höchstens, dass die NASA sich aus ihrem anderen ureigenen Gebiet, der Luftfahrt, anscheinend so völlig zurück gezogen hat. Vielleicht sollte man den NASA-Etat gerade in Hinblick auf die Luftfahrt endlich aufstocken. Der Gewinn für die USA dürfte erheblich schneller eintreten als bei Investitionen in die Raumfahrt.


Bedauerlich ist fast alles nur das eben nicht, alle großen US Hersteller sie es LM und Boeing haben besser finanzierte Forschungsprogramme als die NASA und richtig innovative Dinge werden sowieso über das bedeutend größere und effizientere DOD Budget und das der DARPA finanziert. Du brauchst daher nicht die NASA als Overhead Organisation für Dinge die viele andere besser können und auch tuchen. PS: Die NASA sollte übrigens auch alle Earth Science ÖKO Projekte zur EPA auslagern, ebenfalls eine unnötige destruktive Ablenkung von wichtigen Dingen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 26. April 2011, 17:25:24
Zitat
Man investiert in neue Technologien und baut Wissen auf. Wofür man das dann verwendet und wohin die gebaute Hardware am Ende fliegt, ist eigentlich völlig irrelevant.

Das würde ich als generellen Leitsatz hernehmen, der die Situatuon momentan beschreibt:

Hauptsache, es wird Geld für eine Rakete  ausgegeben, und wenn sie nicht einmal in den Orbit kommt, ist es egal. Man machet es um der Rakte willen. Arbeitsplätze, keine Visionen.... Dabei hat doch beides seine Berechtigung...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: LC1 am 26. April 2011, 18:07:05
Tut mir leid, aber ich muß das jetzt mal los werden!
Jeder hat natürlich seine eigene Meinung und natürlich auch das Recht diese kund zu tun. Jedoch möchte ich an dieser Stelle nicht seitenlange Gedankengänge einzelner, scheinbar stets der gleichen, lesen müßen um die für mich relevanten Informationen zu erhalten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 26. April 2011, 19:33:51
Nun gut, ich versuche es mahl kurz, auch wenn es platt klingt.

1. Bis 2009 hatte man einen klaren Plan mit einen Hochgesteckten Ziel der bei gelingen die Raumfahrt zum Mond und weit drüber hinaus geführt hätte bzw. dort weiter gemacht hätte wo Apollo aufhörte.

2. Ab 2010 hat man wegen einer anscheinend als  Raumfahrt feindlich einzustufenden Regierung unter Präsident Obama keinen Plan mehr, sondern nur noch ein SLS/CEV Programm das auf Constellation basiert aber offiziell nicht mehr als Papier ist. Wie parallel dazu ein bescheidenes neues Geschäftsmodell  bekannt als CCDev2 bei dem man versucht sogenannte Kommerzielle Entwickler (z.b  SpaceX oder Orbital) für die ISS Versorgung und Crew Transport mit eigenen LEO Kapseln wie der Dragon ab 2015/16 einzuspannen.

3. Die ISS wird bis 2020 von den USA mitfinanziert, sofern die Station bis 2020 betriebsfähig bleibt würde damit ein Zeitraum von 4-5 bemannter Kommerzieller LEO  Raunfahrt entstehen oder Raum für ca. 12 bis 15 Bemannte Flüge.

4. Eine Perspektive nach 2020 existiert nicht wirklich, einzig eine schwammige Absichtserklärung  seitens Obama irgendwann nach 2025 auf einen Asteroiden zu landen.

5. Die NASA hofft wehrendessen das  Technologie wie ein Warb Antrieb von Himmel fehlt damit man in nur einen Monat zum Mars und zurück fliegen kann.  ;D

6. In Jahr 2012 sind Präsidentenwahlen in den USA und die könnten zu Folge haben das die NASA aus der Krise kommt sofern natürlich Obama verliert.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: 1234567891011a am 26. April 2011, 19:54:40

6. In Jahr 2012 sind Präsidentenwahlen in den USA und die könnten zu Folge haben das die NASA aus der Krise kommt sofern natürlich Obama verliert.


Oder sie wird noch weiter zusammengeklopft, weil die Teaparty-Fraktion sich durchsetzt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 26. April 2011, 20:03:48
Oder sie wird noch weiter zusammengeklopft, weil die Teaparty-Fraktion sich durchsetzt.

Was aber unwahrscheinlich ist, weil kein Tea Party Kandidat die Präsidentenwahl gewinnen könnte. Die Tea Party macht zwar viel Krach aber die Aussichtreichsten GOP Kandidaten sind nicht Fiskalisch Konservativ, ja nicht mahl Tea Party darüber hinaus habe ich keinen Tea Party Rep der nun in Kongress sitzt von NASA Budget Kürzungen auch nur reden gehört. Sprich es besteht momentan kein Grund anzunehmen das die NASA selbst unter einer hypothetischen Tea Party Regierung mehr leiden würde als unter der jetzigen Obama Administration.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 26. April 2011, 20:18:28
Der Tea Party verseuchte Congress macht Oabmas Job. :)


http://www.popsci.com/technology/article/2011-04/new-bill-directs-nasa-back-moon-2022-permanent-base-mind (http://www.popsci.com/technology/article/2011-04/new-bill-directs-nasa-back-moon-2022-permanent-base-mind)

Zitat
New Bill Directs NASA Back to the Moon By 2022, With Permanent Habitation In Mind

After a rollercoaster year for NASA, it looks like Congress isn’t quite done tinkering with the space agency’s future. A return to the moon is back on the table after a Florida congressman introduced a moon-centric bill in the House of Representatives, which he’s calling the “Reasserting American Leadership in Space Act,” or the REAL Space Act. Really.

The National Aeronautics and Space Administration shall plan to return to the Moon by 2022 and develop a sustained human presence on the Moon,” the bill says, in no uncertain terms. The goal is to promote exploration, commerce, science, and American “preeminence in space,” the bill says.

In fairness, the bill spells out some convincing reasons why NASA should boldly go where it went 42 years ago — chiefly as a stepping stone for the future exploration of Mars and other destinations.........


Hier der Entwurf des Gesetzes:


http://thomas.loc.gov/cgi-bin/query/z?c112:H.R.1641: (http://thomas.loc.gov/cgi-bin/query/z?c112:H.R.1641:)


Leider sind die Aussichten für einen Erfolg dieses Vorhabens gering aber nicht Aussichtslos.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 26. April 2011, 23:33:52
Zwei Fragen, die eine an alle und die andere an revan:

1. Bei welchem prozentualen Anteil am Gesamthaushalt liegt das NASA-Budget zurzeit bzw. in den letzten Jahren? Ein ganzes oder ein halbes Prozent?

2. Welchen Prozentwert würdest du für angemessen halten, revan?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GlassMoon am 27. April 2011, 00:58:58
1. Im englischen Wikipediaartikel (http://en.wikipedia.org/wiki/NASA_Budget#Annual_budget.2C_1958-2010) werden für 2008 0,6% angegeben, seit Apollo ists eigentlich monoton gefallen..
Wenn das Budget in den nächsten Jahren so steigt wie angegeben wird der Prozentwert wahrscheinlich gleichgroß bleiben, der Gesamthaushalt wächst ja schließlich auch weiter (1966 haben 6 Milliarden Dollar noch 4,4% ausgemacht, heute sind 17 Milliarden gerade 0,6%).
Inflationsbereinigt ist das Budget seit 2000 immerhin wieder gewachsen.

Wenn ich meinen Senf zu 2. abgeben darf: Das Militärbudget in den USA liegt bei knapp 5%.. In absoluten Zahlen ist das mehr als die 15 nachfolgenden Staaten zusammen. Von daher finde ich, dass die USA mal überdenken sollten, in welchen Bereichen sie kürzen könnten (gut, das ist ihr Ding, andere Länder andere Sitten) - vielleicht wäre eine 1% für die NASA angemessen, aber ich denke, darüber zu streiten ist überflüssig. Es sollte soviel Geld fließen, wie vertretbar ist, und wie für eine vertretbare Entwicklungsdauer nötig ist. Über Prozentwerte zu streiten wird doch dem ganzen Problem/Interessenskonflikt nicht gerecht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knt am 27. April 2011, 12:17:03
2. Ab 2010 hat man wegen einer anscheinend als  Raumfahrt feindlich einzustufenden Regierung unter Präsident Obama keinen Plan mehr, sondern nur noch ein SLS/CEV Programm das auf Constellation basiert aber offiziell nicht mehr als Papier ist.
Alles in Constellation was über Ares und Orion hinausging, existierte auch "nur auf dem Papier". Die konkrete Mission existierte auch damals nur als Referenz Design. Die Finanzierung der konkreten Mission war schon damals mehr als unsicher. Träger und Raumschiff gibt es auch heute in Form von SLS/CEV - beides sind um ehrlich zu sein doch auch nur neue Namen für Ares V und Orion, zumal es ja die Entscheidung des Kongress gib alte Constelation Verträge wo möglich weiter zu nutzen.

Zitat
3. Die ISS wird bis 2020 von den USA mitfinanziert, sofern die Station bis 2020 betriebsfähig bleibt würde damit ein Zeitraum von 4-5 bemannter Kommerzieller LEO  Raunfahrt entstehen oder Raum für ca. 12 bis 15 Bemannte Flüge.
Das ist ein sehr interessanter Aspekt, über den ich mich auch schon gewundert habe. Der ganze Buzz der komerziellen Raumfahrt (im Sinne von Cargo & Crew) hat eine Lebenserwartung von max 5 Jahren - 2015 bis zum vorraussichtlichen Ende der ISS 2020!

Zwar steht eine da eine ominöse Bigelow Station im Nebel, aber eben nur dort. Zwar bin ich mir sicher das es zumindestens eine russische Nachfolgestation geben wird, eine US und EU Beteiligung an einer ISS 2 sind jedoch unsicher.

Was passiert also mit den kommerziellen Crew & Cargo Programmen nach 2020? Das ist aber keine Frage die die NASA beantworten muss.

Zitat
4. Eine Perspektive nach 2020 existiert nicht wirklich, einzig eine schwammige Absichtserklärung  seitens Obama irgendwann nach 2025 auf einen Asteroiden zu landen.
Wärend die Perspektive der kommerziellen also wirklich fraglich ist, trifft das für die NASA meiner Meinung nach nicht zu. So weit ich weiß, gibt es Explorations-Missionen in Form von Referenz Designs. Diese sind mindestens genauso konkret wie das "Mond, Mars ..und darüber hinaus.." (sic!) von Constellation - und meiner Meinung nach um ein vielfaches realistischer.

Natürlich ist das Versprechen der Busch Regierung zum Mars zu fliegen, und dort eine Basis aufzubauen attraktiver als die Realität welche die Obama Regierung anbieten kann. Das liegt aber meiner Meinung nach an dem Versprechen, und nicht an der Realität.

Eine bemannte Mars-Mission ist meiner Meinung nach nur in internationalerKooperation möglich. Der im Gegensatz zur Busch-Regierung hohe Kooperationswille der Obam-Regierung ist da eher Anlass zur Hoffnung - auch wenn es wehtut das man eingestehen muss man zu einer nationale Lösung nicht in der Lage ist. Dieses Eingestehen ist aber die Vorraussetzung für eine Kooperation. Den nur wenn man verstanden hat, das man die anderen zum Erreichen der eigenen Ziele braucht bemüht man sich um eine Kooperation.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 27. April 2011, 12:33:33
Eine bemannte Mars-Mission ist meiner Meinung nach nur in internationalerKooperation möglich. Der im Gegensatz zur Busch-Regierung hohe Kooperationswille der Obam-Regierung ist da eher Anlass zur Hoffnung - auch wenn es wehtut das man eingestehen muss man zu einer nationale Lösung nicht in der Lage ist. Dieses Eingestehen ist aber die Vorraussetzung für eine Kooperation. Den nur wenn man verstanden hat, das man die anderen zum Erreichen der eigenen Ziele braucht bemüht man sich um eine Kooperation.

Und wenn man Constellation direkt als internationale Kooperation - auch schon für die ersten Hüpfer zum Mond - aufgezogen hätte, dann gäbe es nun vielleicht bereits schwer zu beendende internationale Verträge, und das NASA-Budget müsste zwingend die notwendigen Mittel zu deren Erfüllung enthalten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Speedator am 28. April 2011, 10:46:19
Bei solchen Projekten wie einer Mars-Mission(analog zu Apollo) sehe ich weiterhin nur patriotische Erwägungen als besonders treibende Kraft. So hätte Constellation auch international nicht wirklich funktioniert. Da diese Erwägungen aber wie erwähnt nicht ausreichen um entsprechende Mittel loszuschlagen, brauchen wir uns darüber keine wirklichen Gedanken zu machen oder habe ich irgendwas übersehen, dass nur ansatzweise ernsthaft in die Richtung geht?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 30. April 2011, 11:22:34
@ knt

Zitat
Alles in Constellation was über Ares und Orion hinausging, existierte auch "nur auf dem Papier". Die konkrete Mission existierte auch damals nur als Referenz Design. Die Finanzierung der konkreten Mission war schon damals mehr als unsicher. Träger und Raumschiff gibt es auch heute in Form von SLS/CEV - beides sind um ehrlich zu sein doch auch nur neue Namen für Ares V und Orion, zumal es ja die Entscheidung des Kongress gib alte Constelation Verträge wo möglich weiter zu nutzen.

Das ist richtig, wobei dies nicht Obama mit seinen Obama Space Plan zu verdanken ist sondern alleine den Wiederstand des Kongresses. Doch hatte das ganze Folgen zu einen hat dieser Kampf Constellation die Vision geraubt, es zurück geworfen und zwar um Jahre  und Entscheidende Programm Parts getötet, z.b etwa die Mondlandefähre.


Zitat
Das ist ein sehr interessanter Aspekt, über den ich mich auch schon gewundert habe. Der ganze Buzz der komerziellen Raumfahrt (im Sinne von Cargo & Crew) hat eine Lebenserwartung von max 5 Jahren - 2015 bis zum vorraussichtlichen Ende der ISS 2020!

Zwar steht eine da eine ominöse Bigelow Station im Nebel, aber eben nur dort. Zwar bin ich mir sicher das es zumindestens eine russische Nachfolgestation geben wird, eine US und EU Beteiligung an einer ISS 2 sind jedoch unsicher.

Was passiert also mit den kommerziellen Crew & Cargo Programmen nach 2020? Das ist aber keine Frage die die NASA beantworten muss.

Dahinter gab es auch nie eine Perspektive, den Commercial Space war nur ein Täuschkörper um eben Constellation ersatzlos streichen zu können, dies misslang zum Glück.  Nun hat man diese Schnapsidee ohne Perspektive die den SLS und den CEW das Budget auch noch wegfrisst. Den die Realität ist nun mahl tatsächlich die das LEO Raumfahrt keine Zukunft hat und das LEO Raumfahrt überhaupt mehr oder weniger ein Zielsetzungsprojekt für bestehende Hardware war. Denn es hätte keine MIR gegeben hätte man nicht das Shuttle gehabt das nicht höher fliegen konnte als LEO, die ISS schuf in einen Leeren raum ein Ziel das man anfliegen konnte und somit ein Argument für die Fortführung des Shuttle Programms selbige gilt für das Russische Leo Programm das mit dem Ende der MIR ebenfalls Ziellos war.

Nun da das Shuttle tot ist, die ISS nach 2020 wohl versenkt werden wird, gibt es keinen Grund mehr in völlig uninteressanten Leereren Raum, Geld und Zeit zu verschwenden.  Man kann weder Prestige noch brauchbare Forschungsergebnisse erlangen und was noch wichtiger ist für die Politik man hat auch keine Arbeitsplätze mehr zu erhalten indem man eine neue ISS  baut. Daher sehe ich keine Perspektive für eine weitere Raumstation, letztendlich wird man wieder ins den BEO zurückkehren, selbst China das wohl die letzte wenn auch kleine  Raumstation bauen wird, hat das Ziel Mond klar vor Augen genau wie Indien. Was Russland angeht so verkündet man bekanntlich da auch ständig neue Projekte real umgesetzt wird aber nur sehr wenig und der Bau einer neuen Raumstation würde Russland überfordern zumal man selbst ja auch ins BEO schaut.   

Der BEO hat nämlich den unbestreitbaren Vorteil reale und bestendige Ziele zu bieten, ja ganze Planeten von extrem hohen real Wissenschaftlichen Interesse  und mit langer Zukunftsperspektive. Denn anders als die ISS hat der Mond nicht 20 sondern mehr als 3 Milliarden weitere Jahre bestand genau wie der Mars. Und hat man ein mahl die entsprechende Hardware so ist auch der Mond genau so leicht zu erreichen wie es die ISS mit den Shuttle war, nur das man hier auch mit einer Perspektive von Hunderten von Jahren planen kann.

Zitat
Wärend die Perspektive der kommerziellen also wirklich fraglich ist, trifft das für die NASA meiner Meinung nach nicht zu. So weit ich weiß, gibt es Explorations-Missionen in Form von Referenz Designs. Diese sind mindestens genauso konkret wie das "Mond, Mars ..und darüber hinaus.." (sic!) von Constellation - und meiner Meinung nach um ein vielfaches realistischer.

Natürlich ist das Versprechen der Busch Regierung zum Mars zu fliegen, und dort eine Basis aufzubauen attraktiver als die Realität welche die Obama Regierung anbieten kann. Das liegt aber meiner Meinung nach an dem Versprechen, und nicht an der Realität.


Ich denke  du bist grad in völlig falschen Film, Buch versprach zum Mond zu fliegen und dort eine Basis zu bauen. Obama versprach zuerst nur weitere 5 Jahre zur ISS zu fliegen und das war es, als der Kongress ihn darauf den krieg erklärte reichte er  als Ziel noch ein Asteroid nach 2025 und eine Orion Rettungskapsel nach. Da liegt ja das Problem, es gab kein Obama Plan, was später folge war das Ergebnis des Kapfers zwischen Obama und den Kongress.



Was Obama wollte/will kannst du leicht erkennen wenn du die Kongress Projekte streichst und du kommst dann auf folgende NASA perspektive.

1 .ISS biss 2020

2. 4-5 Jahre LEO Raumfahrt mit den Kommerziellen.

3. Mehr ÖKO Forschung

4. Eine Symbolische Summe Geld für einige kleine Demonstrator Missionen.

Sprich die Beamte Raumfahrt wäre nach Obamas Plan ab 2020 Geschichte gewesen,.




Erst der Kongress fügte danach folgendes hinzu:

1.SLS,CEW also Constellation Lite

2.Ein Perspektive in  BEO, worauf Obama mit den schwammigen Ziel  reagierte das man zu einem Asteroiden will.

Kurz das es überhaupt so etwas wie eine Perspektive gibt darf man nur den Kongress verdanken.



Zitat
Eine bemannte Mars-Mission ist meiner Meinung nach nur in internationalerKooperation möglich. Der im Gegensatz zur Busch-Regierung hohe Kooperationswille der Obam-Regierung ist da eher Anlass zur Hoffnung - auch wenn es wehtut das man eingestehen muss man zu einer nationale Lösung nicht in der Lage ist. Dieses Eingestehen ist aber die Vorraussetzung für eine Kooperation. Den nur wenn man verstanden hat, das man die anderen zum Erreichen der eigenen Ziele braucht bemüht man sich um eine Kooperation.

Auch Bush hat zuerst einmal nicht dem Mars als Nationales Ziel erkoren man war schon alleine wegen der langen Zeitraumes für Internationale Kooperation offen. Aber man muss auch verstehen, das wen es um die Raumfahrt geht,  es auch stark um Prestige geht. Z.b hätte China oder Indien gar kein Interesse daran auf den Mond unter Internationaler Fahne zu landen, selbiges galt auch für die USA wenn auch nicht so extrem. Auf der anderen Seite hatte man von US Seite auch schon sehr schlechte Erfahrungen mit der ISS gemacht, den die USA zahlten für die "Internationale" Station ja fast 70% ihrer Kosten. Der Sinn von internationalen Projekten liegt ja genau darin de  Lasten auf vielen Schultern zu verteilen wobei man in Gegenzug auch viel Nationales Prestige verliert, aber die Erfahrungen bisher waren eher mäßig biss negativ wenigstens bei Projekten wie der ISS, den wen man sowieso das mehr der Kosten trägt und dabei auch noch Prestige verliert sollte man es sich zweimal überlegen bevor man mit “international“ anfängt.



@Ruhri, 

Zitat
Und wenn man Constellation direkt als internationale Kooperation - auch schon für die ersten Hüpfer zum Mond - aufgezogen hätte, dann gäbe es nun vielleicht bereits schwer zu beendende internationale Verträge, und das NASA-Budget müsste zwingend die notwendigen Mittel zu deren Erfüllung enthalten.

Wobei es leider nicht so ist das die USA sagen Internationale Kooperation und alle springen sofort auf, es ist fraglich ob Constellation Internationalen Zuspruch gefunden hätte.


Zitat
2. Welchen Prozentwert würdest du für angemessen halten, revan?

Sorry ich hatte ein ca. 2 Seiten langen Beitrag extra zur der Frage verfasst, bei den ich auch detailliert anhand von Amtlichen Zahlen auf den US Haushalt einging. Leider habe ich ihn durch ein Missgeschick gelöscht, wieso ich auch jetzt so späht darauf antworte. Nun aber zu Frage,  ich sage 50-60 Milliarden was ca. 0,35% des US GDPs 2010 oder ca. 2% des Bundeshaushalts entsprechen 2010 würde, dies währe auch unter jeden Gesichtspunkt sowohl moralisch wie auch haushaltspolitisch vertretbar.

Wenn du willst werde ich, in einen nachfolgenden Beitrag auch erklären wieso ich zu diesem Schluss kam, aber in wesentlichen sei dazu so viel gesagt, die USA geben 3 mahl mehr Geld für Medicare und Soziale Sicherheit aus als für alle sonstigen Ausgaben (Bildung,Forschung,Infrastruktur,Fuerwehr usw,) wie einschließlich  der gesamten Sicherheitsausgaben aus (DOD,CIA,FBI, Homland Security,Feuerwehr,Umweltschutz usw.). Dabei ist der reale Nutzen für den US Nutznießer oft weit geringer als für Nutznießer ähnlicher aber 5-8 mahl billigerer und trotzdem besserer Sozial Systeme in Europa. 
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: endrimac am 30. April 2011, 13:15:22
Die Aussage, dass die ISS von 70% von den Amis bezahlt wird, mag zwar stimmen, aber das liegt daran dass das BIP von Amerika ein ganzes Stück größer als das von anderen Ländern ist. Nur so ist möglich eine faire Verteilung des Budgets u gewährleisten.

Ebenfalls geht es bei der ISS nicht um Ruhm, sondern um wissenschaftlichen Fortschritt, um den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 30. April 2011, 13:53:29
Die Aussage, dass die ISS von 70% von den Amis bezahlt wird, mag zwar stimmen, aber das liegt daran dass das BIP von Amerika ein ganzes Stück größer als das von anderen Ländern ist. Nur so ist möglich eine faire Verteilung des Budgets u gewährleisten.

Die EU hat ein größeres GDP als die USA, auch beteiligte sich Russland trotz maroder Wirtschaft bedeutend stärker als die Europäer wenn man es am GDP festmachen will.

Ebenfalls geht es bei der ISS nicht um Ruhm, sondern um wissenschaftlichen Fortschritt, um den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen.


Prestige spielt immer eine tragende Rolle, es wirkt sich ja sogar positiv aus man denke nur an Apollo zurück, dies galt auch für die ISS dessen Vorgänger Projekt die Freedom war. Die ISS selbst entstand darüber hinaus auch  vornehmlich um den Shuttle Programm ein Ziel zu geben, letztendlich hätte man wohl für etwas mehr als die Kosten der ISS auch eine Mondbasis bauen können.  Die ISS ist daher eine zweischneidige Geschichte, zum einen ist sie wie das Shuttle eine Meisterleistung der Technik  und spektakulär ist sie auch. Doch realistisch brachte hat sie die Raumfahrt nicht weiter gebracht, den der Mensch war mit Apollo weiter als wir heute mit der ISS, den damit war er tatsächlich auf einen anderen natürlichen Himmelskörper.

Was wir dagegen seit dem Ende von Apollo betreiben ist eine Pseudo Raumfahrt da wir nicht wirklich in Raum fliegen sondern nur in leeren LEO kleine Ausflüge unternehmen. Das ist eben keine echte Raumfahrt, Raumstationen in LEO sind einfach aufgrund  ihrer geringen Lebensdauer eine Technische Sackgasse und zwar eine auch noch sehr teure. Überhaupt ist das Konzept der Raumstation eine Idee des Kalten Krieges wo man tatsächlich den Krieg auch auf den Weltraum ausdehnen wollte, man muss sich um dessen klar zu werden,  nur die ganzen Konzepte und Pläne aus den 70er und 80er Jahren ansehen um den eigentlichen Sinn von Weltraumstationen in LEO zu verstehen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Crest am 30. April 2011, 17:06:22
Zitat
Sorry ich hatte ein ca. 2 Seiten langen Beitrag extra zur der Frage verfasst, bei den ich auch detailliert anhand von Amtlichen Zahlen auf den US Haushalt einging. [...] Wenn du willst werde ich, in einen nachfolgenden Beitrag auch erklären wieso ich zu diesem Schluss kam, [...]
Bitte nicht. Mich würde Deine Begründung interessieren, aber schicke sie den Leuten, die sie lesen möchten, bitte als PN.

Zitat
Prestige spielt immer eine tragende Rolle, es wirkt sich ja sogar positiv aus man denke nur an Apollo zurück, dies galt auch für die ISS dessen Vorgänger Projekt die Freedom war. Die ISS selbst entstand darüber hinaus auch  vornehmlich um den Shuttle Programm ein Ziel zu geben, letztendlich hätte man wohl für etwas mehr als die Kosten der ISS auch eine Mondbasis bauen können.  Die ISS ist daher eine zweischneidige Geschichte, zum einen ist sie wie das Shuttle eine Meisterleistung der Technik  und spektakulär ist sie auch. Doch realistisch brachte hat sie die Raumfahrt nicht weiter gebracht, den der Mensch war mit Apollo weiter als wir heute mit der ISS, den damit war er tatsächlich auf einen anderen natürlichen Himmelskörper.

Was wir dagegen seit dem Ende von Apollo betreiben ist eine Pseudo Raumfahrt da wir nicht wirklich in Raum fliegen sondern nur in leeren LEO kleine Ausflüge unternehmen. Das ist eben keine echte Raumfahrt, Raumstationen in LEO sind einfach aufgrund  ihrer geringen Lebensdauer eine Technische Sackgasse und zwar eine auch noch sehr teure. Überhaupt ist das Konzept der Raumstation eine Idee des Kalten Krieges wo man tatsächlich den Krieg auch auf den Weltraum ausdehnen wollte, man muss sich um dessen klar zu werden,  nur die ganzen Konzepte und Pläne aus den 70er und 80er Jahren ansehen um den eigentlichen Sinn von Weltraumstationen in LEO zu verstehen.

Also das siehst du eindeutig zu einseitig. Die zurück gelegte Entfernung ist nicht der einzige Maßstab für Erfolg. Im Zuge der ISS wurden viele Techniken entwickelt und Erkenntnisse gewonnen, die weder mit Apollo noch mit dem Shuttle möglich gewesen wären. Und ich behaupte, der erfolgreiche mehrjährige Betrieb einer Raumstation im LEO ist eine lebensnotwendige Voraussetzung für ein Langzeitprojekt wie ein Flug zum Mars.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 30. April 2011, 18:10:57
@Crest,

Zitat
Also das siehst du eindeutig zu einseitig. Die zurück gelegte Entfernung ist nicht der einzige Maßstab für Erfolg. Im Zuge der ISS wurden viele Techniken entwickelt und Erkenntnisse gewonnen, die weder mit Apollo noch mit dem Shuttle möglich gewesen wären. Und ich behaupte, der erfolgreiche mehrjährige Betrieb einer Raumstation im LEO ist eine lebensnotwendige Voraussetzung für ein Langzeitprojekt wie ein Flug zum Mars.

Das mag sein, aber wirklich klar ist es aber eben auch nicht wie wichtig oder ob überhaupt die ISS für ein potenzielles BEO Programm  wichtig war/ist,  denn man hatte schon vor der ISS über 15 Jahre MIR Erfahrung gehabt. Das Koppeln von Modulen in Orbit und die Langfristige aufrechterhalt von Leben in Kosmos waren schon vor der ISS durch die MIR bekannt. Das soll nicht heißen,  dass ich sagen will das man auf der ISS die letzten 7 Jahre seit ihren Bau geschlafen hätte oder das sieals Wissenschaftliches Projekt sinnlos gewesen wäre, es wurden wichtige Experimenten und Grundlagenforschung auf sie betrieben, keine Frage. Aber vieles davon wäre aber eben auch in Rahmen eines echten Mond Programmes gegangen und einige Entscheidende Fragen wurden ebenfalls von der ISS nicht geklärt. So z.b die extrem wichtige Frage des Strahlenschutzes auf BEO Missionen, in LEO hat man nämlich immer noch den Schutz des Erdmagnetfeldes zur Hand,  in BEO ist man dagegen der Strahlung schutzlos ausgeliefert oder die Frage des Antriebsystems bei BEO Reisen. Ich sehe daher in der ISS wie gesagt eine sehr teure Sackgasse und in erster Linie eine Zielschaffung  für existierende Hardware die  in Rahmen einer völlig anderen Politischen Weltlage entwickelt wurde.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knt am 30. April 2011, 18:58:20
Die Aussage, dass die ISS von 70% von den Amis bezahlt wird, mag zwar stimmen, aber das liegt daran dass das BIP von Amerika ein ganzes Stück größer als das von anderen Ländern ist. Nur so ist möglich eine faire Verteilung des Budgets u gewährleisten.
Nein. Das liegt daran das die NASA 70% (ich übernehme diese Zahl einmal ungeprüft) der Module betreibt und 70% der Forschung auf der ISS durchführt.

Es ist lächerlich den anderen Partnerstaaten zur Last legen zu wollen, das die USA sich in dem Umfang engagiert in der sie es tut. Die Größenordnung der Beteiligung war eine nationale Entscheidung. Man hätte sich ja auch mit einem Forschungsmodul begnügen können. Das hat man zum Glück nicht getan.

Denn anders als die ISS hat der Mond nicht 20 sondern mehr als 3 Milliarden weitere Jahre bestand genau wie der Mars.
Natürlich - und all die mehr als 2.999.999.980 Jahre nach dem die Mondstation leckgeschlagen ist, leben die Forscher in einer Mondhöhle, essen Mondsteine, und atmen Mondstaub. For Science! Wie albern...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 30. April 2011, 20:46:22
Bzgl Exploration schließe ich mich der Meinung von Ex- Shuttleprogrammmanager Wayne Hale an: Auf vom/von Staat(en) finanzierte bemannte Exploration im größeren Maßstab kann man sich nicht verlassen bzw. es wird sie nicht geben:
http://waynehale.wordpress.com/2011/04/18/tanstaafl/ (http://waynehale.wordpress.com/2011/04/18/tanstaafl/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knt am 30. April 2011, 20:49:46
Dahinter gab es auch nie eine Perspektive, den Commercial Space war nur ein Täuschkörper um eben Constellation ersatzlos streichen zu können, dies misslang zum Glück.  [...] Den die Realität ist nun mahl tatsächlich die das LEO Raumfahrt keine Zukunft hat...

Deine Meinung das die LEO Raumfahrt keine Zukunft hat teile ich nicht, und auch die NASA sieht das zum Glück anders als du. Constellation bot keinen ädequaten Zugang zum LEO. Aus diesem Grund wurden COTS und CCDev erfunden um diesen Mangel zu beheben. Bei aller Kritik die ich an der kommerziellen Raumfahrt habe (angefangen mit der Frage, was daran den kommerzieller ist als sonst), das Ziel dieser Programme kann ich nur begrüßen. Redundanter, günstiger Zugang zum LEO für Crew und Cargo ist die Basis für die bemannte Raumfahrt ob im LEO oder BEO. Insbesondere BEO - da ich nicht daran glaube, das eine BEO Mission bei der man eine Kapsel auf eine EDS setzt und losfliegt viel Sinn macht.

Wärend wir also beide die Perpektivlosigkeit der kommerziellen Raumfahrt beklagen, tun wir das aus unterschiedlichen Gründen. Du verneinst generell den Sinn der LEO-Raumfahrt. Ich dagegen beklage das eine US-Beteiligung an einer LEO-Station nach der ISS fraglich ist und die kommerzielle Raumfahrt in den BEO Missionen keine Rolle spielen wird. In einigen Referenz Designs der NASA für BEO-Missionen taucht die kommerzielle Raumfahrt als Zulieferer für Crew & Cargo auf. Das könnte eine Perspektive sein, die ich gutheißen könnte. Da der Kongress allerdings so auf die Orion fixiert ist, halte ich es für unwahrscheinlich das sich das realisiert.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 30. April 2011, 23:19:09
Ich bin immer wieder überrascht, mit welcher selbstverständlichkeit über BEO-Missionen geredet wird. Erstens gibt es noch nicht sehr viele davon, vor allem aber ist das schon 40 Jahre her, also Geschichte.

Also, wenn LEO keine Zukunft hat, was dann. Und das einzig greifbare aus US-Sicht ist da derzeit die Orion.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 01. Mai 2011, 00:07:02
Und ich wundere mich darüber, dass manche Leute, hier speziell revan, der Meinung zu sein scheinen, dass man im LEO schon lange nichts mehr erreichen kann und alles lohnenswerte jenseits des Erdorbits liegt. Zum einen sind die Entfernungen nun einmal die, die sie sind, und zum anderen ist es bei vielen Himmelskörpern recht schwierig, einen Rückstart zu organisieren. Aber vor allem dürfen wir eben nicht vergessen, dass man mit einer an Apollo angelehnten Technik nicht über die Mondbahn hinaus kommen wird, und selbst Constellation mit seiner Orion-Kapsel war meines Wissens nach niemals wirklich dafür ausgelegt. Was die NASA mit ihrem knappen Budget also immer sicherstellen muss, ist der Zugang zum LEO, und BEO-Expeditionsraumschiffe werden ganz gewaltig von der Mir- und ISS-Erfahrungen profitieren. Allein das Geld, das die NASA für den Betrieb der Wasseraufbereitung auf der ISS ausgibt, wird sich ganz sicher irgendwann rentieren.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 01. Mai 2011, 01:09:39
@knt

Zitat
Natürlich - und all die mehr als 2.999.999.980 Jahre nach dem die Mondstation leckgeschlagen ist, leben die Forscher in einer Mondhöhle, essen Mondsteine, und atmen Mondstaub. For Science! Wie albern...

Nö nur könnte man einmal gebaute Komplexe auch über hundert Jahre nutzen sofern sie nicht von einem Asteroiden getroffen werden, da es auf den Mond sogar Wasser gibt könnte man  sogar eine teilweise Autarke Basis aufbauen. Sicherlich 1000mahl besser als  sich in LEO irgendetwas zusammen zu schustern das nach 10-20 Jahren in Pazifik landet. ;)


Zitat
Nein. Das liegt daran das die NASA 70% (ich übernehme diese Zahl einmal ungeprüft) der Module betreibt und 70% der Forschung auf der ISS durchführt.

Es ist lächerlich den anderen Partnerstaaten zur Last legen zu wollen, das die USA sich in dem Umfang engagiert in der sie es tut. Die Größenordnung der Beteiligung war eine nationale Entscheidung. Man hätte sich ja auch mit einem Forschungsmodul begnügen können. Das hat man zum Glück nicht getan.


Doch das trifft sehr wohl zu, man kann es den anderen Partner Staaten zu Last legen das sie sich nicht höher beteiligten gerade Europa das einen unverhältnismäßig geringen Anteil  gemäßen an BIP leistet.




@All,


Ich frage jetzt mahl drei Fragen.

1. Was gibt es in LEO zu erforschen? Vakuum vieleicht ?

2. Was für lohnende Ziele giebt es in LEO ? Vakum oder Weltraum Müll ?

3. Wieso braucht man ein LEO Raumfahrt wenn man in LEO kein Ziel hat und BEO zu realen Zielen fliegen kann?



Was ich bei diesen LEO Fanatismus nicht verstehe ist der Sinn des Ganzen. Was wollt ihr in LEO, sollte es nicht das Ziel der bemanten Raumfahrt sein, den Menschen an Orte zu bringen wo eben noch nie ein Mensch zuvor  gewesen ist, sollte nicht die Erforschung anderer Welten und potenzieller neuer Lebensräume in Vordergrund stehen ? LEO Raumfahrt ist in wesentlichen so als ob man an Ufer eines Ozean steht und nur auf das Wasser schaut, den man könnte ja ertrinken oder das Wasser könnte kalt sein. Mit dieser Einstellung kommt man aber nirgendshin und entgegen den was ihr euch grad einreden mögt gibt es keine LEO Perspektive, die NASA hat keine weiteren LEO Pläne, wohl aber BEO Pläne, die Chinesen und die Inder wohlen auch alle zum Mond wie darüber hinaus. Die Russen würden gerne auch zum Mond um sogar H3 abzubauen aber das ist das russische Problem man will viel, man setzt aber in der Regel nichts um. Werden also jetzt Bigelow und Co nicht bald ihr Weltraum Hotel bauen so dürfte es ab 2020 keine LEO Raumfahrt mehr geben und eigentlich warum sollte es sie noch geben? Es wird langsam Zeit endlich wieder zur echten Raumfahrt zu schreiten,  also ins Wasser zu gehen anstelle das Wasser nur von Ufer zu betrachten den das Schwimmen hat man schon vor 40 Jahren gelernt.


PS: Und das Orion kein Raumschiff Enterprise mit Warb Antrieb ist,  weiß ich auch. Aber zum Mond und zu einen Asteroiden ist die Orion schon mahl gut genug für und das ist viel weiter als die Menschheit biss her jäh war.  8)


@Ruhri

Zitat
Und ich wundere mich darüber, dass manche Leute, hier speziell revan, der Meinung zu sein scheinen, dass man im LEO schon lange nichts mehr erreichen kann und alles lohnenswerte jenseits des Erdorbits liegt. Zum einen sind die Entfernungen nun einmal die, die sie sind, und zum anderen ist es bei vielen Himmelskörpern recht schwierig, einen Rückstart zu organisieren. Aber vor allem dürfen wir eben nicht vergessen, dass man mit einer an Apollo angelehnten Technik nicht über die Mondbahn hinaus kommen wird, und selbst Constellation mit seiner Orion-Kapsel war meines Wissens nach niemals wirklich dafür ausgelegt. Was die NASA mit ihrem knappen Budget also immer sicherstellen muss, ist der Zugang zum LEO, und BEO-Expeditionsraumschiffe werden ganz gewaltig von der Mir- und ISS-Erfahrungen profitieren. Allein das Geld, das die NASA für den Betrieb der Wasseraufbereitung auf der ISS ausgibt, wird sich ganz sicher irgendwann rentieren.


Ich sage nicht das die ISS umsonst war aber ich sage klar, dass es keiner zweiten ISS in LEO mehr bedarf. Das man Technik die man schon mit der MIR und ISS erprobte auch für eine BEO Mission oder einer Mondbasis gebrauchen kann ist auch klar, diese hätte man aber auch ohne ISS entwickeln können. Jetzt geht es aber darum den Horizont zu erweitern und das heißt ins BEO zu fliegen und sich neuen Herausforderungen zu stellen und an sich auch die Ernte einzufahren die man mit der ISS bereitet hat.



Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knt am 01. Mai 2011, 02:58:12
Doch das trifft sehr wohl zu, man kann es den anderen Partner Staaten zu Last legen das sie sich nicht höher beteiligten gerade Europa das einen unverhältnismäßig geringen Anteil  gemäßen an BIP leistet
Was hat den bitte das BIP damit zu tun? Es ist das gute Recht jeder Nation für sich selbst zu bestimmen wie wichtig ihr Weltraumforschung ist. Wenn ein Partner nun um soviel mehr in die Weltraumforschung investieren will so ist das sein gutes Recht und meiner Meinung nach zu begrüßen.

Sich dann aber hin zu stellen, sich seiner Führungsrolle zu brüsten und gleichzeitig zu beklagen das andere Nationen andere Prioritäten setzen ist auf absurde weise egozentrisch. Es ist ja nicht so, das irgendjemand die USA gezwungen hätte soviel zu investieren, das hat sie aus eigenem Beschluss und zum eigenen Vorteil gemacht.

Die Frage danach wie effizent das NASA Budget eingesetzt wird, steht noch einmal auf einem anderen Blatt und gerade da zeigt sich das solch pompösen Versprechen wie "Moon, Mars and beyond" es weder mit der ISS, geschweige den mit einem soliden Wettersatelliten aufnehmen können.

Nach Abermillionen Dollar ist der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn von Constellation annähernd Null, und erst nach weiteren Abermilliarden könnte man darüber streiten ob es im 21 Jahrhundert (womöglich dann schon das 22.) Wissenschaft ist wenn Astronauten Mondsteine umdrehen und mit einem Geologenhämmerchen beklopfen.

[...] denn man hatte schon vor der ISS über 15 Jahre MIR Erfahrung gehabt. Das Koppeln von Modulen in Orbit und die Langfristige aufrechterhalt von Leben in Kosmos waren schon vor der ISS durch die MIR bekannt.
Hier musst du auch betrachten wer diese Erfahrungen hatte, und wer nicht. Für die NASA, die ESA und JAXA sind die Langzeiterfahrungen auf der ISS neu. Meine Güte die NASA hat noch nicht einmal ein automatisches Docking, und auch beim Ausmaß an EVAs der zum Aufbau der Station notwendig war gibt es noch massig Verbesserungspotential. Es gibt noch unzählige andere Beispiele - natürlich auch wo die Russen noch dazu lernen (Kommunikationssysteme, StandardRacks, PR, Zusammenarbeit mit der internat. Wissenschaft, etc.).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 01. Mai 2011, 09:59:54
Zitat
Was hat den bitte das BIP damit zu tun? Es ist das gute Recht jeder Nation für sich selbst zu bestimmen wie wichtig ihr Weltraumforschung ist. Wenn ein Partner nun um soviel mehr in die Weltraumforschung investieren will so ist das sein gutes Recht und meiner Meinung nach zu begrüßen.

Man hätte sie auch vor die Wahl stellen können: entweder mehr oder gar nichts. Die Antwort wäre dann zumeist wohl 'gar nichts'  ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 01. Mai 2011, 10:51:32
Worum geht's hier eigentlich, doch eigentlich ums NASA Budget aber hier dreht sich nur zum weiß ich wievielten Male die Strategiediskussion um sich selbst im Kreis...wieder und immer wieder  ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: 1234567891011a am 01. Mai 2011, 11:51:54
@KSC

Deshalb habe ich auch einen Extra-Rhread dafür erstellt.

http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=9798.0 (http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=9798.0)

weitere Strategiediskussionen sollten wohl besser dort stattfinden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 01. Mai 2011, 23:43:00
Wobei es leider nicht so ist das die USA sagen Internationale Kooperation und alle springen sofort auf, es ist fraglich ob Constellation Internationalen Zuspruch gefunden hätte.

Das ist sicherlich richtig. Hätten die USA es allerdings getan und hätten andere Nationen mitgemacht (ich weiß - da stehen gleich zwei Hilfsverben im Konjuktiv!), dann wäre die Sache jetzt festgeklopft, und die USA wären durch internationale Verträge dazu verpflichtet, der NASA einen ausreichend hohen Etat zuzuweisen.

Zitat
Sorry ich hatte ein ca. 2 Seiten langen Beitrag extra zur der Frage verfasst, bei den ich auch detailliert anhand von Amtlichen Zahlen auf den US Haushalt einging. Leider habe ich ihn durch ein Missgeschick gelöscht, wieso ich auch jetzt so späht darauf antworte. Nun aber zu Frage,  ich sage 50-60 Milliarden was ca. 0,35% des US GDPs 2010 oder ca. 2% des Bundeshaushalts entsprechen 2010 würde, dies währe auch unter jeden Gesichtspunkt sowohl moralisch wie auch haushaltspolitisch vertretbar.

Wenn du willst werde ich, in einen nachfolgenden Beitrag auch erklären wieso ich zu diesem Schluss kam, aber in wesentlichen sei dazu so viel gesagt, die USA geben 3 mahl mehr Geld für Medicare und Soziale Sicherheit aus als für alle sonstigen Ausgaben (Bildung,Forschung,Infrastruktur,Fuerwehr usw,) wie einschließlich  der gesamten Sicherheitsausgaben aus (DOD,CIA,FBI, Homland Security,Feuerwehr,Umweltschutz usw.). Dabei ist der reale Nutzen für den US Nutznießer oft weit geringer als für Nutznießer ähnlicher aber 5-8 mahl billigerer und trotzdem besserer Sozial Systeme in Europa.

Ich schätze, einen Anteil am Gesamthaushalt von 2% wäre in der Tat zu vertreten, und das wäre dann natürlich immer noch weniger als zu den alten Apollo-Zeiten. Ich befürchte allerdings, dass du einen kleinen Denkfehler begehst. Welches Land in Europa soll denn ein effizienteres und daher kostengünstigeres Sozialsystem als die USA besitzen? Im Sozialen verschwinden doch überall riesige Summen. Wenn deine Annahme stimmen würde, müsste die US-Regierung dieses bessere System doch einfach nur kopieren, und könnte die freiwerdenden Gelder in den NASA-Topf umleiten. Das wäre dann wirklich viel zu schön, um wahr zu sein.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. Mai 2011, 09:57:22
Norman Augustine hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Zwei Jahre nach dem Human-Spaceflight-Kommitee wiederholt er seine Meinung, dass das derzeitige Budget zwar in der aktuellen Situation ok ist, jedoch 3 Mrd $ mehr für ein interessantes Programm erforderlich seien. Er bewertet sogar, dass sich Commercial Space besser entwickelt hat, als er es erwartet hätte.

Viele seiner alten Freunde seien aber anderer Meinung, Augustine meint aber, dass die NASA das Geld nicht für LEO-Transport ausgeben sollte, sondern es Commercials übertragen sollte, um es mehr in Exploration und Science zu investieren. (Anm.: Wobei da der Gedankenfehler drin steckt, dass die Nasa auch die Commercials bezahlen muß).

Der Nutzen bemannter Raumfahrt sei vor allem immaterieller Natur, eine Nation müsse neue Horizonte erschließen - oder es anderen überlassen. Er meint allerdings, dass die Rückkehr zum Mond mit vielen Mrd $ und nach 25 Jahren niemanden inspirieren würde. (Anm.: Er nennt dann andere Ziele, die mE. so dann wohl kaum inspirierender sein dürften. Der Lagrangepunkt ist zb. für den Mann-auf-der-Strasse ein absolut beliebiger Punkt).

Was auch immer Inhalt und Ziele der Nasa sind, er scheint sich sicher zu sein, dass es 3 Mrd $ mehr erfordert. - "If we dont have it, then we´re probably pursuing the wrong program".

http://cosmiclog.msnbc.msn.com/_news/2011/05/03/6577619-is-our-space-vision-still-shortsighted (http://cosmiclog.msnbc.msn.com/_news/2011/05/03/6577619-is-our-space-vision-still-shortsighted)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 04. Mai 2011, 14:28:33
Zitat
Der Lagrangepunkt ist zb. für den Mann-auf-der-Strasse ein absolut beliebiger Punkt).


Für mich auch - da wäre man wohl besser im LEO geblieben... Dort ist es von den Bedingungen her genau gleich, nur, das man mehr Treibstoff braucht....

NEOs hätten ja auch sehr viel wissenschaftlichen Wert - nur ob für den 'Mann auf der Straße' wie du schreibst, der Mond nicht ansprechender ist??




Zitat
Zwei Jahre nach dem Human-Spaceflight-Kommitee wiederholt er seine Meinung, dass das derzeitige Budget zwar in der aktuellen Situation ok ist, jedoch 3 Mrd $ mehr für ein interessantes Programm erforderlich seien.

Wenn das Budget eh ok ist, dann passt es ja eh. Wieso mehr ausgeben? *

*Denkmuster eines Durchschnittspolitikers


Zitat
Viele seiner alten Freunde seien aber anderer Meinung, Augustine meint aber, dass die NASA das Geld nicht für LEO-Transport ausgeben sollte, sondern es Commercials übertragen sollte, um es mehr in Exploration und Science zu investieren. (Anm.: Wobei da der Gedankenfehler drin steckt, dass die Nasa auch die Commercials bezahlen muß).

Ist es unfair, nach solchen Aussagen die vollständige mentale Integrität dieses Mannes zu bezweifeln?  ::)  ???  :-\  :-X

Glaubt er wirklich an diese 'Ideologie' oder hat er den Satz (falsch) auswendig gelernt?


Sicher hat man damit das Potential, Geld einzusparen. Aber dann wird halt einfach das Budget gekürzt. Und wenn nicht, reicht das Geld NIEMALS für ein Ziel im BEO.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. Mai 2011, 17:16:27
Ist es unfair, nach solchen Aussagen die vollständige mentale Integrität dieses Mannes zu bezweifeln?  ::)  ???  :-\  :-X

Ja, es ist unfair. (Warum fällt mir an dieser Stelle jetzt bloß der SpaceX-Chef ein ;) ).
Ja, es ist unfair, es reicht völlig, auf den Widerspruch hinzuweisen. Gerade in der Raumfahrt liegt Wunschdenken und Wirklichkeit bei uns allen ziemlich weit auseinander, nur eben vielleicht in unterschiedlichen Bereichen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 04. Mai 2011, 18:02:47
Ich meine, der Widerspruch entsteht eventuell nur durch die Übersetzung.

NASA has a certain amount of money, and we could spend that money transporting astronauts into low Earth orbit, basically forever, or we could turn that mission over to somebody else and let NASA use its money and its talents where I think it should be spent — and that is doing more demanding and more exciting things that the public would like to support, mainly exploring and science.

"or we could turn that mission over to somebody else" würde ich frei mit "oder wir überlassen anderen dieses Feld" übersetzen. Dies würde dann bedeuten, dass andere der erdnahe Orbit interessiert und sie dann auch dafür bezahlen, nicht die NASA.

Da ist dann kein Widerspruch mehr. Ich denke, es war eben so gemeint. :)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. Mai 2011, 19:03:19
"or we could turn that mission over to somebody else" würde ich frei mit "oder wir überlassen anderen dieses Feld" übersetzen.

Ich sehe da keinen Übersetzungfehler. Die Situation ist doch die, dass man die "missions" zwar gerne auf die "commercials" übertragen möchte, jedoch diese "somebody´s" diese nicht finanzieren, sondern das nach wie vor die Nasa machen müßte. Und wenn die Realität (Finanzierung) gegenüber der Wunschvorstellung ("somebody else") berücksichtigt würde, ist der Widerspruch offensichtlich.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 04. Mai 2011, 19:19:33
Zitat
Ich meine, der Widerspruch entsteht eventuell nur durch die Übersetzung.

Das halte ich für durchaus plausibel. Ich meine, der Mann wird nicht m sonst in ein Panel gewählt.

Ok, politische Ansichten gibt es halt verschiedene, aber dieses Grundwissen und die Logik wird er wohl mitbringen...

Man sollte halt nie vorschnell urteilen ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 15. Mai 2011, 11:12:11
Zitat
Ich meine, der Mann wird nicht m sonst in ein Panel gewählt.

Sorry wegen der späten Antwort, dieser Mann (Augustin) wurde wie wohl alle anderen Beteiligten in Panel gewählt um ein schon von vornherein feststehendes Ergebnis zu erzielen umso eine dilettantische Politik  das nötige Autoritätsargument zu liefern. So was ist nicht neu,  noch in den USA allein zu finden sondern man sieht, dass überall in der Demokratischen Welt. Es ist immer dasselbe Schema ein Politiker hat mal wieder eine Schnapsidee und Leute die bedeutend intelligenter und Erfahrener sind müssen diese Idee irgendwie Glaubwürdig erscheinen lassen, egal wo man hinschaut es ist immer dasselbe Muster.

In fahle von Augustin war es auch so das seine Kommission nur gegründet wurde um Mr. Obama  die Begründung für die Absage des Bemannten Raumfahrtprogramm der NASA zu geben und für nichts mehr sonst. Wäre eine Kommission von einen Proraumfahrt Präsidenten beauftragt worden, wäre das Ergebnis das genaue Gegenteil der Augustin Kommission gewesen, solche Kommission haben nicht die Aufgabe Unabhängige Ergebnisse zu liefern sondern die ein Politisch gewolltes Ergebnis zu erzielen.

Dazu ein anderes Beispiel, der momentane US Verteidigungsminister Gates wie alle Hohen Generäle sagten, nach dem man fast alle großen Rüstungsprogramme gekürzt oder getötet hatte, dass das DOD keine weiteren  Einsparungen als die schon so gefundenen ca. 400 Milliarden finden kann. Obama verkündet kurz darauf man solle bitte weitere 400 Milliarden finden (400 Milliarden hört sich gut an), ah ja aber eine Studie soll man auch machen damit man diesen völlig unverantwortlichen Schritt als verantwortlich erscheinen lassen kann. Der Generalstab und Gates erfuhr von dem Plan ca. 1 Tag vorher, war also sicherlich nicht an der Gestaltung dieser Idee beteiligt.

Anders gesagt dieses Muster kennt man nur zu gut, gerade von Mr. Obama wie auch vor allen seiner Vorgängern auch, die Bildung von Kommission und das in Auftrag geben von Studien durch Politiker verfolgt daher  in 99% aller Fälle nur das simple Ziel eine schon getroffene wie meistens dilettantische Entscheidung zu untermauern.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 15. Mai 2011, 13:10:12
Ach, hattest du mal wieder Lust für eine neue Runde Obama-Bashing? Du weißt schon, dass Barack Obama bekennender Raumfahrt-Fan ist, oder? (Ob dieses Bekenntnis irgendetwas wert ist, weiß ich natürlich auch nicht.)

John McCain hätte aber mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, und Newt Gingrich will mit den Wahlkampfthemen "Weniger Staat, weniger staatliche Kontrolle, niedrigere Steuern!" in den Wahlkampf gegen Obama ziehen. Positiv für zukünftige NASA-Budgets und -Projekte hört sich das auch nicht an.  :'(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: knebel99 am 15. Mai 2011, 13:37:18
Servus,

das Problem ist nun mal, dass Geld eingespart werden muss; solche Entscheidungen müssen dann auch von ganz oben kommen!

Welche Einsparung kommt denn raus wenn man dich fragen würde, welche Sozialleistung man bei dir kürzen könnte?

Von daher ist das vorgehen (mal abgesehen von der raumfahrt) schon richtig... Nur an der Umsetzung haperts da im Falle der Nasa!

mfg h-j
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Flint am 15. Mai 2011, 16:16:03
das Problem ist nun mal, dass Geld eingespart werden muss

Richtig! Daran führt kein Weg vorbei. Falls die USA die Verschuldung nicht in den Griff bekommen gibts vermutlich bald mal eine Herabstufung deren Kreditwürdigkeit und damit eine Erhöhung der Schuld-Zinsen. Damit würde alles nur noch viel schlimmer und damit noch weniger Raumfahrt. 

Wir sollten vielleicht die eurpoäischen Staaten überzeugen der ESA ein bemanntes Raumfahrtsprogramm zu finanzieren, das wäre doch auch eine Herausforderung bei der gegenwärtigen Verschuldung der Staaten Europas. Lasst uns für die Raumfahrt die Steuern erhöhen!  ;) ::)  ;D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 15. Mai 2011, 22:35:25
@Ruhri,

Zitat
Ach, hattest du mal wieder Lust für eine neue Runde Obama-Bashing? Du weißt schon, dass Barack Obama bekennender Raumfahrt-Fan ist, oder? (Ob dieses Bekenntnis irgendetwas wert ist, weiß ich natürlich auch nicht.)

Ja und genau daher hat er die bemannte US Raumfahrt auch getötet/beendet so kann man seine liebe ja auch beweisen. Hops da hatte er wohl vergessen das Floridas ein Battleground State ist nun versucht er die Reisleine zuziehen und denkt das es mit  einmal einen Shuttle Start zusehen getan ist, der wird sich aber  2012 wundern.


Zitat
John McCain hätte aber mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, und Newt Gingrich will mit den Wahlkampfthemen "Weniger Staat, weniger staatliche Kontrolle, niedrigere Steuern!" in den Wahlkampf gegen Obama ziehen. Positiv für zukünftige NASA-Budgets und -Projekte hört sich das auch nicht an.

Ganz in Gegenteil, John McCain hatte eine absolut klare pro Constellation Position und kündigte mehr Geld für Constellation an da er den Chinesischen Aufstieg fürchtete.   Und Newt Gingrich war 2008 gar nicht angetreten, überhaupt verkündete Obama in Vergleich zu  John McCain keine klare Pro NASA Position und zeigt kein reales Verständnis von der Thematik. So etwa wollte er wie er 2008 in einer Wahlkampfrede in Florida ankündigte die NASA sprichwörtlich an den Boden festketten sie sollte sich mehr mit der Klimaerwärmung beschäftigen als mit Raumfahrt.
Momentane Kandidaten der Republikaner haben darüber hinaus auch heute keine Antti NASA Position ja ganz in Gegenteil. Ich rede dabei natürlich von ernstzunehmenden Kandidaten und nicht von Verrückten wie Ron Paul auch Gingrich ist kein Kandidat der gewinne kann genauso wie Trump.

So ist z.b

Mit Romney ist klar Pro NASA wie klar für Exploration.

Huckabee wiederum ist ein Pro Defence Republikaner und dürfte da diese gesamte Zunft ebenfalls pro NASA orientiert ist ist nicht gegen die NASA sein.

PS: Und in übrigen das Geld ist nicht bei der NASA sondern bei den Ansprüchen zu finden, so hat die NASA ein Budget von ca. 18 Mrd. während die von Obama lange als Sakrosankt angesehen Ansprüche ca. 2500 Milliarden in Jahr wegfressen.
 

Überhaupt ist folgendes Anzumerken. Der Durchschnitt repu8blikaner steht für folgende Dinge.

1.   Niedrige Steuern
2.   Hohe Militär Ausgaben/Starke Militär
3.   Wenig Staat/ Was weniger Ansprüche bedeutet.

Punkt 2 ist daher Interessant weil die NASA von den meisten GOPs als Teil der Nationalen Sicherheit betrachtet wird.

Demokraten dagegen stehen für.

1.   Hohe Steurern
2.   Ein starkes Sozialsystem
3.   Ein schwaches Militär

Punkt 3 ergibt sich aus Punkt 2, man kann nicht alles haben wenn beim jetzigen Trend nach Obamas eigenen Worten von 13 April 2011 den gesamten US Haushalt nach 2020 die Ansprüche ausmachen werden.



@Flint

Zitat
Wir sollten vielleicht die eurpoäischen Staaten überzeugen der ESA ein bemanntes Raumfahrtsprogramm zu finanzieren, das wäre doch auch eine Herausforderung bei der gegenwärtigen Verschuldung der Staaten Europas. Lasst uns für die Raumfahrt die Steuern erhöhen!     


Was dennoch besser als, dass man hunderte Milliarden in sorry den Ausdruck Hirnverbrannte Projekte wie den Atomausstieg investiert, dafür sind die Deutschen wie es Ausschaut nämlich bereit einen bedeutende Wohlstand Verlust hinzunehmen. Dumm nur das sie dadurch absolut, ja  absolut gar nichts  zum positiven ändert außer natürlich das man eine deftige Stromrechnung, ein geringeres Wachstum und ein Standort Nachteil  bekommen wird, wie auch den Spott der Nachbarn die munter weiter Atomkraftwerke bauen. Sollte es dann doch in Temelin zum Super Gau kommen hat man den radioaktiven Fallout auch noch am Halse, da wäre doch eine Investition in die Raumfahrt  doch die bessere Investition und zwar unter jeden Gesichtspunkt. ;D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 16. Mai 2011, 00:11:30
Ja und genau daher hat er die bemannte US Raumfahrt auch getötet/beendet so kann man seine liebe ja auch beweisen. Hops da hatte er wohl vergessen das Floridas ein Battleground State ist nun versucht er die Reisleine zuziehen und denkt das es mit  einmal einen Shuttle Start zusehen getan ist, der wird sich aber  2012 wundern.

Wo ist die bemannte US-Raumfahrt denn tot? Das NASA-Budget soll meines Wissens erhöht und durch bessere Nutzung der Innovationsfähigkeit der Industrie effizienter eingesetzt werden. Dieses Konzept der "kommerziellen Raumfahrt" hat mich zwar noch nicht überzeugt, wurde aber bereits in der Ära Bush jr. durch Boldens Vorgänger Griffin umgesetzt. Und letztlich ist es doch egal, auf welchen Maschinen US-Astronauten in das Weltall starten, oder? Seit geraumer Zeit fliegen die amerikanischen ISS-Crews mit der Sojus, einem gut erprobten System. Spricht irgendetwas dagegen, das fortzusetzen? (Nach dem Willen einiger US-Raumfahrtstrategen sollen wir Europäer und die Japaner als Kunden der US-Industrie auftreten und so das NASA-Budget entlasten. Das ist eigentlich eine blöde Idee - wir zahlen und die Amerikaner haben das Knowhow. ::))

Ansonsten kannst du gerne für die Republikaner Wahlkampf machen, aber bitte nicht hier, denn potentielle US-Wähler dürften ohnehin dünn gesät sein. Wenn im Januar 2012 ein Republikaner auf den Stufen des Kapitols vereidigt werden sollte, werden wir dann ja sehen, was der Mann oder die Frau für Spielräume haben wird.

Zitat
Ganz in Gegenteil, John McCain hatte eine absolut klare pro Constellation Position und kündigte mehr Geld für Constellation an da er den Chinesischen Aufstieg fürchtete.   Und Newt Gingrich war 2008 gar nicht angetreten,

 
Nun, McCain hatte seine Chance und dürfte nun angesichts seines Alters niemals Präsident werden. Gingrich hat natürlich nicht kandidiert, aber das hatte ich auch gar nicht geschrieben. Er hat allerdings gerade seine Bereitschaft kundgetan, 2011 anzutreten. Was das für die Finanzierung der NASA bedeuten würde, müsste man dann ab Januar 2012 sehen.

Zitat
Überhaupt ist folgendes Anzumerken. Der Durchschnitt repu8blikaner steht für folgende Dinge.

1.   Niedrige Steuern
2.   Hohe Militär Ausgaben/Starke Militär
3.   Wenig Staat/ Was weniger Ansprüche bedeutet.

Punkt 2 ist daher Interessant weil die NASA von den meisten GOPs als Teil der Nationalen Sicherheit betrachtet wird.


Tja, revan, das hast du gut beschrieben. Aber das ist doch genau das Problem, gehört aber wirklich nicht hier hin...

Zitat
Demokraten dagegen stehen für.

1.   Hohe Steurern
2.   Ein starkes Sozialsystem
3.   Ein schwaches Militär

Punkt 3 ergibt sich aus Punkt 2, man kann nicht alles haben wenn beim jetzigen Trend nach Obamas eigenen Worten von 13 April 2011 den gesamten US Haushalt nach 2020 die Ansprüche ausmachen werden.


Was spricht dagegen? Angemessene Steuern sind nun einmal zur Finanzierung staatlicher Ausgaben notwendig, und dazu gehört nun einmal auch die Raumfahrt. Was ein gutes Sozialsystem bedeutet, hat andererseits Deutschland in der letzten Krise demonstriert. Und was ein Demokrat als "schwaches Militär" ansieht, gilt in weiten Teilen der Welt immer noch als lautes Säbelgerassel.

Das führt uns aber mit Sicherheit vom eigentlichen Thema fort. Auch eine Vermengung von Raumfahrt mit Energiepolitik macht grundsätzlich keinen Sinn, da die Raumfahrt für lange Zeit keinen Beitrag zur Energieversorgung gleich welchen Landes wird leisten können. Eine sichere Energieversorgung ist aber mit Sicherheit wichtiger als Innovationsförderung.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 16. Mai 2011, 13:53:21
Zitat
(Nach dem Willen einiger US-Raumfahrtstrategen sollen wir Europäer und die Japaner als Kunden der US-Industrie auftreten und so das NASA-Budget entlasten. Das ist eigentlich eine blöde Idee - wir zahlen und die Amerikaner haben das Knowhow. ::))

Na, das würde ich doch begrüßen - damit wird die Dragon pro Stück billiger. Und - besonders in der bemannten Raumfahrt muss einiges deutlich billiger werden, wenn man mehr erreichen will...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 16. Mai 2011, 22:56:09
Wo bleibt denn dein Patriotismus, runner02?  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 17. Mai 2011, 12:58:05
Wo bleibt denn dein Patriotismus, runner02?  ;)

Europa wird in der bemannten Raumfahrt niemals (ok, 15-30Jahre) etwas erreichen - das ist meine Prophezeiung. (Sicher, meine Hoffnung ist auch anders - aber betrachten wir das ganze mal realistisch) Und deshalb sollte soviel Geld als möglich zu den Amis fließen, die dann weiter in den BEO kommen...

Ich sehe mich als Patriotischer Bürger der Erde. Nicht so sehr als Europäer ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: websquid am 17. Mai 2011, 16:23:52
Und deshalb sollte soviel Geld als möglich zu den Amis fließen, die dann weiter in den BEO kommen...

Ich sehe mich als Patriotischer Bürger der Erde. Nicht so sehr als Europäer ;)
Im Prinzip stimm ich dir zu, aber ich würde den Amis kein geld anvertrauen. Angesichts der grandiosen Abbruchrate von bemannten Projekten  von nahezu 100% kann man genau so gut ein europäisches Programm abbrechen, da haben wenigstens Leute hier Arbeit damit ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 17. Mai 2011, 18:52:08
Das ist genau das Problem. Die kommerzielle Raumfahrt beginnt sich als der Versuch darzustellen, auf Kosten der europäischen und japanischen Steuerzahler ein virtuelles NASA-Budget (um noch eine Verbindung mit dem Thread-Titel herzustellen! ;D) aufzubauen. Was haben wir aber davon? Wenn wir gerade einmal auf eigene Kosten mit US-Technik, gebaut mit US-Knowhow, in den LEO fliegen dürfen und die Amerikaner dann alleine darüber hinaus vorstoßen, ist das kein gutes Geschäft für uns. Der US-Präsident schwört bekanntlich, sich für das amerikanische Volk einzusetzen, sein Glück zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden - nicht die gesamte Erdbevölkerung und auch nicht die Bevölkerung von Deutschland. Dazu kann dann auch gehören, andere Nationen über den Tisch zu ziehen, und auf dieser Seite des Tisches möchte ich ganz sicher nicht sitzen.

Mit anderen Worten: Wenn die USA sich von uns ihre ehrgeizigen Ziele bezahlen lassen wollen, muss das eine Win-Win-Situation sein. Sonst lassen wir es am besten sein.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 17. Mai 2011, 19:21:59

Im Prinzip stimm ich dir zu, aber ich würde den Amis kein geld anvertrauen. Angesichts der grandiosen Abbruchrate von bemannten Projekten  von nahezu 100% kann man genau so gut ein europäisches Programm abbrechen, da haben wenigstens Leute hier Arbeit damit ::)

Da gebe ich dir schon recht, den Amis trau ich auch nicht. SpaceX aber schon. Und da ist das Geld auch (hoffentlich) gut angelegt.
*


Zitat
Dazu kann dann auch gehören, andere Nationen über den Tisch zu ziehen, und auf dieser Seite des Tisches möchte ich ganz sicher nicht sitzen.

Ganz ehrlich?
Wir sind hier kein Polit-Forum, darum halte ich mich kurz: Wenn ich bedenke, was alles an Korruption, fat cats, Freunderlwirtschaft etc. etc. etc. etc. etc. draufgeht, dann würde ich das Geld am liebsten dort sehen, wo es was bewirkt. Beonders in Richtung Raumfahrt, auch wenn wir's den Chinesen schenken würden (zwckgebunden natürlich)

* -> darum sehe ich das Geld lieber (nutzlos, was aber nicht der Fall ist) in die weiten des Weltraums hinausfliegen als dass sich einige gewisse Leute davon bereichern...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 17. Mai 2011, 19:59:13
Wir sind hier kein Polit-Forum, [...]

Ich glaube, dass dieses tatsächlich schon einmal erwähnt wurde...  ;D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 17. Mai 2011, 20:31:18
Da gebe ich dir schon recht, den Amis trau ich auch nicht. SpaceX aber schon. Und da ist das Geld auch (hoffentlich) gut angelegt.

Naja auf SpaceX alleine sollten wir hier nicht vertrauen. ;) Das wäre eine Abhängigkeit von nur einer Firma, die alle Kompetenzen an sich zieht und nur sehr wenige Unteraufträge gibt. SpaceX wäre dann quasi alles oder nichts. Damit sind sie ganz offensichtlich das komplette Gegenteil zu Orbital, wo man nahezu alles an andere Firmen weiterreicht und nur sehr wenig selber macht. Welches Konzept besser ist, wird die Zukunft zeigen. Wobei Orbital durch die Streichung der flüssigen Oberstufe bei der Taurus II ja den Delta II Ersatz schon der Falcon 9 überlassen hat.

Außerdem ist ja gerade der Konkurrenz bzw. auch Redundanzgedanke ein wesentlicher Teil der neuen NASA-Strategie. Nur mit SpaceX haben wir weder das eine noch das andere.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 19. Mai 2011, 12:39:54
Politisch geht es jetzt um den Haushalt 2012. Das Nasa-Budget 2011 umfaßte nach dem ganzen Hick-hack 18,5 Mrd $ und das Weiße Haus hat für 2012 einen Umfang von 18,7 Mrd $ angefordert. Das große Thema sind jedoch Einsparungen, so dass die Frage ist, ob es dabei bleibt, zumal die politischen Vorstellungen zwischen Weißem Haus und House+Senate völlig auseinander gehen.

So sind die Befürworter von Commercial Space besorgt, dass es im Bereich Commercial Crew und Technology zu Streichungen kommen könnte.

http://www.spaceref.com/news/viewpr.html?pid=33583 (http://www.spaceref.com/news/viewpr.html?pid=33583)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 06. Juli 2011, 21:51:57
Der für die NASA zuständige Ausschuß des Kongresses will das Budget 2012 gegenüber dem Obama-Ansatz um 2 Mrd $ kürzen.

SLS würde 700 Mio unter dem bisherigen Ansatz liegen, Joint Polar Satellite würde 258 Mio unter dem Ansatz bleiben.

Das JWST würde ganz unter die Räder kommen.

Jetzt fangen die Sparbeschlüsse erst an. Was am Ende bei rauskommt muß man abwarten.

http://www.spacenews.com/civil/110706-nasa-budget-cancel-webb.html (http://www.spacenews.com/civil/110706-nasa-budget-cancel-webb.html)

Edit:
•$4.5 billion for NASA Science programs, which is $431 million below last year’s level. The bill also terminates funding for the James Webb Space Telescope, which is billions of dollars over budget and plagued by poor management.
Quelle (http://appropriations.house.gov/News/DocumentSingle.aspx?DocumentID=250023)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 06. Juli 2011, 23:50:35
Oh wäre das das Ende des JWST? :o
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: websquid am 07. Juli 2011, 00:01:02
Oh wäre das das Ende des JWST? :o
JA
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 07. Juli 2011, 20:41:08
http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_channel.jsp?channel=space&id=news/asd/2011/07/07/02.xml&headline=Lawmakers%20Seek%20To%20Kill%20Webb%20Telescope (http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_channel.jsp?channel=space&id=news/asd/2011/07/07/02.xml&headline=Lawmakers%20Seek%20To%20Kill%20Webb%20Telescope)

Zitat
Lawmakers Seek To Kill Webb Telescope

A House panel recommends killing the Northrop Grumman-built James Webb Space Telescope, calling the Hubble successor “billions of dollars over budget and plagued by poor management.”

Overall, the House Appropriations Commerce, Justice, Science subcommittee backs funding NASA at $16.8 billion in fiscal 2012, a cut of $1.9 billion to President Barack Obama’s budget request, according to a committee statement. The subcommittee is scheduled to approve its draft of the spending bill that also covers the Commerce and Justice departments on July 7. The bill still must pass in the full House and be reconciled with a Senate version before becoming law.

House Appropriations Committee Chairman Rep. Hal Rogers (R-Ky.) defends the committee’s decisions. “Given this time of fiscal crisis, it is also important that Congress make tough decisions to cut programs where necessary to give priority to programs with broad national reach that have the most benefit to the American people,” Rogers says.

NASA’s future space telescope has run into its share of trouble, going $1.5 billion over budget and seeing its launch date slip at least three years........

Das JWST ist Tod das ist fast so schlimm wie der Tod von Constellation mit den unterschied das dieses mahl in dieser Frage kaum Opposition zu erwarten sein wird. In Kongress wird sich keiner in der aktuellen Lage querstellen nur der Senat dürfte wiederstand leisten doch das JWST hat eine schlechte Bilanz so droht er erst nach 2018 fertig gestellt zu werden. Daher glaube ich das es um ihn aus ist, in diesen Zeiten scheint nichts mehr heilig zu sein. Na ja bis auf die Opposition gegen Steuererhöhung natürlich. Die Raumfahrt verliert mehr und mehr jeden Glanz wohl passend zur dieser glanzlosen Ära der Kleinkariertheit. Man sollte die Hoffnung jedoch trotzdem noch nicht aufgeben den auch Constellation schien Tod bevor es entgegen aller Erwartungen gerettet wurde.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 07. Juli 2011, 22:55:13
Das wird sich nicht so schnell ändern lassen. Kongress und Weißes Haus haben gerade ganz andere Probleme. Wenn sie nicht ganz schnell frisches (geliehenes) Geld auftreiben, sind die USA ab Anfang des nächsten Monats zahlungsunfähig. Das würde mit Sicherheit auch die NASA betreffen, denn die haben letztlich "nur" ein bewilligtes Budget. Wenn die Regierung aber das Geld dafür nicht mehr hat, wird die NASA massiv sparen müssen. Das könnte etwa dazu führen, dass Missionen wie die von Opportunity schlichtweg beendet werden, auch wenn es technisch-wissenschaftlich keinen Sinn macht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 07. Juli 2011, 23:58:32
Was die Raumfahrt in den USA betrifft können wir in großen und ganzen von einem kommenden verlorenen Jahrzehnt ausgehen. (Ohne öffentliche Gelder wird es auch die private Raumfahrt imo. schwer haben.)

Das wirtschaftliche und politische System in den USA (und leider nicht nur dort) ist derzeit einfach zu kaputt. Damit es hier endlich zu einem Richtungswechsel kommt wird es noch einer weiteren schweren Finanzkrise bedürfen, da aus der letzten Null Konsequenzen gezogen wurden.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 08. Juli 2011, 00:33:36
@Ruhri

Das wird sich nicht so schnell ändern lassen. Kongress und Weißes Haus haben gerade ganz andere Probleme. Wenn sie nicht ganz schnell frisches (geliehenes) Geld auftreiben, sind die USA ab Anfang des nächsten Monats zahlungsunfähig. Das würde mit Sicherheit auch die NASA betreffen, denn die haben letztlich "nur" ein bewilligtes Budget. Wenn die Regierung aber das Geld dafür nicht mehr hat, wird die NASA massiv sparen müssen. Das könnte etwa dazu führen, dass Missionen wie die von Oportunity schlichtweg beendet werden, auch wenn es technisch-wissenschaftlich keinen Sinn macht.

Das Ganze Problem ist aber auch zu aller erst  ein Politisches Affentheater den jeder weiß das die USA das Schulden Limit steigern wird daher gibt es auch keine Panic an den Märkten gäben.  Die Frage ist nur um welchen Preis.  Es geht alles um Einsparungen die man nun treffen  zu müssen glaubt und da sind die Zahlen schwanken  zwischen 2 Trillion, 3 Trillionen oder mehr als 4 Trillion über  10 Jahre alles hat Historische Dimension und dürfte die USA verändern.

Wird z.b  tatsächlich eine 4 Trillionen Einsparung in den nächsten 48 Stunden erzielt  werden wie man munkelt so wird dies wenigstens das Ende des Schreckens ohne Ende sein, denn dann dürfte auch dieser Hirnrissige Politische Aktionismus den nun auch noch das James Webb Teleskop gerade zum Opfer gefallen ein Ende haben und langsam wieder “Normalität“ einziehen.  Leider schaut es nun so aus,  dass nicht mehr viel von Glanz der NASA am Ende übrig bleiben wird ja das es langsam um die Existenz der NASA selbst geht.

Wenn wenigstens SLS und Orion überleben und das Budget nicht unter 14 Billion fehlt kann die  NASA schon von großen Glück sprechen  den momentan scheint es als ereignet sich in Washington ein totaler Amoklauf. Das James Webb Teleskop ist dabei wie gesagt nur ein weiteres Opfer eines kleinkarierten Mitläufers in Kongress geworden der große Shock wird wohl noch komme bevor es besser wird.

Dabei dürfte der Schaden durch das Ende des James Webb Teleskop aus Wissenschaftlicher Perspektive den   aller bisher stornierten Programme einschließlich TFT und Constealltion bei weiten übertreffen. Man bedenke nur wie Hubel unsere Sicht auf das Universum veränderte und das James Webb hätte dasselbe getan um die Dimension dieses Verlustes zu begreifen so muss man sich das so vorstellen als  ob Hubel nie gestartet wäre, ein Drama.

@Haus Atreides
Zitat
Was die Raumfahrt in den USA betrifft können wir in großen und ganzen von einem kommenden verlorenen Jahrzehnt ausgehen. (Ohne öffentliche Gelder wird es auch die private Raumfahrt imo. schwer haben.)

Das wirtschaftliche und politische System in den USA (und leider nicht nur dort) ist derzeit einfach zu kaputt. Damit es hier endlich zu einem Richtungswechsel kommt wird es noch einer weiteren schweren Finanzkrise bedürfen, da aus der letzten Null Konsequenzen gezogen wurden.


An sich kann man dann nur zustimmen, genau genommen hat man es nun gar mit zwei verloren Jahrzehnten zu tuchen  denn mit den vielen Verloren Programmen wie das James Webb geht nicht nur die Zukunftsperspektive für mehr als einen Jahrzehnt drauf sondern auch die Arbeit von mehr als einen Jahrzehnt. Was eine weitere Finanzkriese angeht so denke ich dass diese wirkungslos sein wird den so eine Krise schafft nur Problem wie die jetzigen und bringt nichts aber auch gar nichts Gutes in Prinzip kann man sogar sagen das die Spätfolgen dieser Finanzkrise jeden Glanz und große Ambition zerstört hat. Ein Atomkrieg oder ein Asteroiden Einschlag hätte es wohl auch nicht besser hinbekommen als diese Krise.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 08. Juli 2011, 00:39:44
Interessante Umfragen betreff der Einstellung der Amerikanischen Bevölkerung zur Raumfahrt und zur "Führungsposition" der USA in Raum.


http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_channel.jsp?channel=space&id=news/asd/2011/07/07/11.xml&headline=Poll:%20Majority%20Views%20U.S.%20Space%20Leadership%20As%20Essential (http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_channel.jsp?channel=space&id=news/asd/2011/07/07/11.xml&headline=Poll:%20Majority%20Views%20U.S.%20Space%20Leadership%20As%20Essential)

Zitat
Poll: Majority Views U.S. Space Leadership As Essential

HOUSTON — A majority of Americans – even in the midst of a battered economy – believe it is essential for the nation to stand at the summit of space exploration, according to a new Pew Research Center poll.

The survey, released three days before the scheduled July 8 launch of NASA’s final space shuttle mission, suggests that support largely cuts across economic and educational boundaries as well as political affiliation.

The findings hint at a bedrock national confidence that space exploration has a positive influence on science and technological achievement in the U.S. and the belief that all Americans derive at least some benefit from the risky pursuit.......

Daraus geht hervor,  dass 58 % der Amerikaner eine Führungsposition der USA für wichtig halten und diese unterstützen wohingegen 38% dagegen sind. Mit anderen Worten die Öffentlichkeit in den USA  ist anders als die in Europa Pro Raumfahrt eingestellt, schade das die Politik nicht den Willen der Mehrheit widerspeigelt. 
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 08. Juli 2011, 01:07:16
Die Ami-Bevölkerung ist für vieles, nur am Ende wollen sie für keine der sachen Geld ausgeben. (und damit meine ich nicht nur die Raumfahrt.)
Zitat
Was eine weitere Finanzkrise angeht so denke ich dass diese wirkungslos sein wird den so eine Krise schafft nur Problem wie die jetzigen und bringt nichts aber auch gar nichts Gutes in Prinzip kann man sogar sagen das die Spätfolgen dieser Finanzkrise jeden Glanz und große Ambition zerstört hat. Ein Atomkrieg oder ein Asteroiden Einschlag hätte es wohl auch nicht besser hinbekommen als diese Krise.

Das Problem der jetzigen Krise ist, dass diejenigen die sie verantwortet haben nicht zur Rechenschaft gezogen wurden und diejenigen im Gegenteil viele versprochene Reformen verwässert  bzw. komplett blockiert haben.

Die Finanzkrise 2008 war das Ergebnis einer langen wirtschaftspolitischen Fehlentwicklung, die in den nächsten Jahren wahrscheinlich sehr böse enden wird.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: websquid am 08. Juli 2011, 01:09:13
Eine Bitte: Diskussionen über die Entstehung und Bekämpfung der Finanzkrise etc sprengen den Rahmen dieses Forums. Nehmt die Finanzkrise hier bitte einfach als gegeben und diskutiert über deren Folgen für die NASA :)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 08. Juli 2011, 01:39:13
Hatte ich auch nicht vor.  :)

Die Folgen? Tjo, daß es imo. bis 2030 keine großen Entwicklungen in der bemannten Raumfahrt geben wird, zumindestens nicht in Europa und den USA.

Ob die Privatwirtschaft hier was reißen wird sehe ich teilweise skeptisch.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 08. Juli 2011, 03:01:50
@Haus Atreides,

Zitat
Die Ami-Bevölerung ist für vieles, nur am Ende wollen sie für keine der sachen Geld ausgeben. (und damit meine ich nicht nur die Raumfahrt.)

Eine ziemlich gewagte Behauptung, die USA hat in den letzten Jahren tausende von Milliarden für vieles ausgegeben. Das Problem sind aber wie so oft die Politiker selbst wenn die Bevölkerung die NASA unterstützt so findet sich keine ober nicht ausreichende Unterstützung in der Politik für.

Trotzdem gibt die USA fier mahl so viel für die NASA aus wie die Europäer nur leider wird seit einiger Zeit sinnlos geknausert, es ist schlicht jegliche Rationalität abhandengekommen.  So wird mal eben Constellation nach dem man zig Milliarden in das Programm investiert hat wegen Jährlich 3 Milliarden mehr getötet  und damit gleich die Bemannte US Raumfahrt oder nun das James Webb Teleskop nach dem man so weit gekommen ist und Milliarden investiert hat tötet man es wegen einer doch banalen Summe aus puren Aktionismus. Andere Programm die Jährlich Kostenexplosionen in zweistellige Milliarde Bereiche erleiden lässt man dagegen unbehelligt durch ins nächste Jahr. Das Ganze hat seit einiger zeit schlicht keine Sinn mehr da die Chancen das ein Programm zu Ende geführt sind von Anfang an gleich null stehen.

Die Kommerzielle Idee ist dabei an sich nur  eine weitere schnaps Idee die kaum durchdacht ist und noch keine Unterstützung genießt. Verleiht kehrt nach einen historischen Defizit Deal endlich wieder Vernunft und etwas Kontinuität ein  wenn sich die Politiker ausgetobt haben.


Zitat
Die Folgen? Tjo, daß es imo. bis 2030 keine großen Entwicklungen in der bemannten Raumfahrt geben wird, zumindestens nicht in Europa und den USA.

Einer Einschätzung die ich auch teile, es sei denn es passiert folgendes.

1.   Es kommt ein großer Budget Kompromiss am diesen Samstag zustande also  in 4+ Trillion Bereich der endlich den Defizit Wahn ein Ende setzt und Klarheit schafft.

2.   Das SLS und Orion diesen Plan überleben  was durchaus möglich ist.

3.   Das China rapide Fortschritte macht und die USA demütigt  somit wieder den Konkurrenz Geist weckt.

4.    Das Obama 2012 am besten die Wahl verliert und durch Mitt Romney ersetzt wird.


Dann bestünde durchaus noch Hoffnung dass man SLS und Orion durchzieht n ja wie gesagt viele Wenn und Aber.


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 08. Juli 2011, 04:02:50
Zitat
Das Obama 2012 am besten die Wahl verliert und durch Mitt Romney ersetzt wird.

Wird nicht passieren.  Er ist vielen Republikanern (und besonders der Tea Party) zu "liberal".

Im Übrigen halte ich es für extremst naiv zu glauben, dass Romney eine andere Politik Raumfahrt fahren würde. (Seine Versprechen anno 2007 nahm nun wirklich keiner ernst, das war Wahlkampf.)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 08. Juli 2011, 06:07:45
@Haus Atreides,

Zitat
Wird nicht passieren.  Er ist vielen Republikanern (und besonders der Tea Party) zu "liberal".

Da wäre ich mir nicht so sicher, das Romney wenigstens die Nominierung zum Präsidenten Kandidat der GOP schafft ist faktisch sicher und das belegen sowohl seine Wahlkampf Kasse wie auch seine Umfragen auch gegen Obama schneidet er nicht schlecht ab. Daher würde ich Romney sehr wohl eine 40 zu 60 Chance biss gar 50 zu 50 Chance gegen Obama einräumen besser als jeder andere GOP Kandidat.

Was die Frage angeht ob Romney besser wäre, nun das lässt sich nicht natürlich beantworten was man aber über ihn sagen kann ist erstens das er kein NASA Feind ist (anders als Obama der diesen Ruf hat und diesen auch in Wahlkampf 2008 hatte) und zweitens das er ein Moderater vielleicht sogar ein Neokonservativer  ist also wenigstens kein Haushalts Falke und daher alle mahle besser als jede sonstige Alternative wie Obama oder eben sonst ein anderer GOP Kandidat.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 08. Juli 2011, 07:02:44
Leute lasst das doch bitte, es geht hier um das NASA Budget und nicht um den nächsten US Präsidenten.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 08. Juli 2011, 08:00:41
Hmmm,

bei planetary.org steht in einem Blog zu all dem Folgendes:
Zitat
What is causing such carnage? It's not just the weakened U.S. economy. It's the giant Space Launch System, a rocket legislated by Congress and signed into law by the President. It's got no destination and no mission to fulfill.

The Space Launch System, under the proposed appropriations bill, will see its funding increased above the original budget request. It this rational? To gut productive NASA programs for the sake of a launch system without a mission?

The Space Launch System is plowing through NASA, leaving a mess behind. This budget will spell disaster for space exploration, now and for generations to come.
(Zusammengefasst: Was führt zum diesem Kahlschlag im Wissenschaftsbudget? Das vom Kongress gesetzlich beauftragte SLS, ohne Ziel und ohne Mission. Der Vorschlag wird die Finanzierung des SLS über den ursprünglichen Bedarf anheben SLS pflügt durch die NASA und lässt ein Chaos zurück. Das Budget wird ein Disaster für die Erforschung des Weltalls.)


Wird überall im NASA-(Wissenschafts-)Budget gespart und das SLS bekommt in dem Vorschlag mehr? In der von Tobias oben zitierten Quelle steht:
Zitat
$3.65 billion for Space Exploration ... This includes funding above the request for NASA to meet Congressionally mandated program deadlines for the newly authorized crew vehicle and launch system.
(3,65 Milliarden US$ für Space Exploration ... Das beinhaltet eine Finanzierung über dem NASA-Bedarf für das vom Kongress beauftragte Programm für Raumschiff (MPCV) und Startsystem (SLS).)


Das macht mich arg nachdenklich ...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Olli am 08. Juli 2011, 08:33:02
[...]

Das macht mich arg nachdenklich ...

Allerdings... das riecht förmlich nach industrieller Lobbyarbeit. Dabei wird jedoch leider ein wissenschaftliches oder idelles Ziel aus den Augen verloren oder sogar erst gar nicht in Betracht gezogen.
Ok, das ist grad viel Spekulatius meinerseits, aber so verstehe ich es, wenn ich zwischen den Zeilen lese...
Hmmmm...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 08. Juli 2011, 08:52:08
Das ist zunächst mal nur ein Entwurf des Repräsentantenhauses.
Er sieht vor, dass das NASA Budget um insgesamt auf $16,8 Milliarden festgesetzt wird. Das sind $1,9 Milliarden weniger als im letzten Haushalt.

Der Hauptanteil an der Kürzung betrifft den Bereich „Space Operations“. Durch Ende des Shuttle Programms wird in diesem Bereich um $1,4 Milliarden gekürzt. Entgegen der Behauptungen mancher Shuttle Kritiker bleibt dieses Geld (natürlich) nicht bei der NASA. Dieser Bereich hätte dann noch $4,1 Milliarden.

Der Bereich Exploration der das SLS enthält wird um $152 gekürzt und beläuft sich damit auf insgesamt $3,65 Milliarden.

Die Wissenschaftsprogramme werden um $435 Millionen gekürzt und würden $4,5 Milliarden erhalten.

Das Wissenschaftsbudget würde den größten Anteil am Gesamtbudget der drei Bereiche haben, aber im Vergleich mit der Exploration mehr verlieren.
Das sollte eigentlich nicht überraschen, es wäre ja nicht konsistent, wenn das Parlament das SLS fordert und im Folgebudget dort die Mittel wieder streicht.
Wie gesagt, das ist nur ein Entwurf und man kann jetzt schon sagen, das es ganz sicher nicht dabei bleiben wird.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Olli am 08. Juli 2011, 09:00:54
[...]
Wie gesagt, das ist nur ein Entwurf und man kann jetzt schon sagen, das es ganz sicher nicht dabei bleiben wird.

Das würde in deinen Augen eine Abweichung nach oben oder unten bedeuten?
Sprich, mehr Kürzungen aufgrund der Haushaltskonsolidierung oder werden deiner Meinung nach die Kürzungen sanfter ausfallen?

Grüße,
Olli
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 08. Juli 2011, 09:38:21
Zitat
So wird mal eben Constellation nach dem man zig Milliarden in das Programm investiert hat wegen Jährlich 3 Milliarden mehr getötet 

Glaubst du wirklich, wenn man das politisch gewollt hätte, hätte man diese lächerliche Summe nicht aufgetrieben?  ::)


Zitat
Der Bereich Exploration der das SLS enthält wird um $152 gekürzt und beläuft sich damit auf insgesamt $3,65 Milliarden.
;D Solche Kürzungen gehen ja gerade noch...


Zitat
Sprich, mehr Kürzungen aufgrund der Haushaltskonsolidierung oder werden deiner Meinung nach die Kürzungen sanfter ausfallen?

Sehr gute Frage... Ich denke, das kann man nicht vorhersagen, denn in der Entscheidungsfindung geht nicht immer alles rational - linear zu.
persönl. Einstellung - Lobbyismus - schlechter Tag - persl. Erfahrung <- das alles fließt mit ein
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 08. Juli 2011, 09:42:19
Na ja, bei den Kürzungen wird’s wohl bleiben, eher noch mehr Kürzung. Lobbyismus und Parteiengezänk spielt eigentlich keine Rolle, man muss einfach den Haushalt konsolidieren und das geht nur mit Budget Kürzungen.
Aber die Verteilung der Mittel auf die Bereiche wird sich bestimmt noch ändern.
Frühestens Ende des Jahres wird man klarer sehen.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 08. Juli 2011, 11:48:13
Zitat
Allerdings... das riecht förmlich nach industrieller Lobbyarbeit.

Ist es wahrscheinlich auch. Lockheed und Co. hatten ja soviel ich weiß gedroht massivst Arbeitsplätze abzubauen.

Es ist ja nicht das erste Mal. Die ISS wurde ja auch defacto ohne "Zielrichtung" gebaut. (Und stand in den frühen 90ern auch diverse Male im Kongress auf der Kippe.)


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 08. Juli 2011, 13:17:08

Wird überall im NASA-(Wissenschafts-)Budget gespart und das SLS bekommt in dem Vorschlag mehr?
...
Das macht mich arg nachdenklich ...

Ich darf nochmal daran erinnern, dass die Science-Budget Kürzung, vor allem im planetaren Explorationsbereich überhaupt nichts mit dem SLS/MPCV zu tun haben.
Die Kürzungen wurden schon von der Obama Administration vorgesehen, als es auch kein Orion-Programm mehr geben sollte.

Arbeitsplatzabbau wurde schon vor geraumer Zeit angekündigt, spätestens nach dem Shuttle-Ende wird er halt durchgeführt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 18. Juli 2011, 23:09:48
Yahoo spekuliert in diesem Bericht offen über Gerüchte, dass die NASA nicht nur ihre SLS-Entscheidung hinauszögert, sondern auch das SLS-Budget für Projekte verwenden will, die nur entfernt was mit dem SLS zu tun haben. Dies könnte wiederum Senat und Kongress veranlassen, die Eskalation weiter zu erhöhen.

http://old.news.yahoo.com/s/ac/20110717/us_ac/8816421_is_nasa_diverting_funding_from_the_space_launch_system (http://old.news.yahoo.com/s/ac/20110717/us_ac/8816421_is_nasa_diverting_funding_from_the_space_launch_system)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 13. August 2011, 21:26:04
Eine interessante nicht-NASA Webseite, auf der man das NASA-Budget mit all seinen Projekten und Vertragsvereinbarungen der letzten Jahre nachvollziehen kann.

Hier mal als Beispiel das des SLS:
http://www.govbudgets.com/project/Exploration_Systems/Human_Exploration_Capabilities/Space_Launch_Systems_(sls)/Space_Launch_Systems_(sls)/ (http://www.govbudgets.com/project/Exploration_Systems/Human_Exploration_Capabilities/Space_Launch_Systems_(sls)/Space_Launch_Systems_(sls)/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 19. August 2011, 20:10:24
NASA Budget könnte 2012 um 5-10% gekürzt werden:
http://www.spacepolitics.com/2011/08/19/another-round-of-belt-tightening/ (http://www.spacepolitics.com/2011/08/19/another-round-of-belt-tightening/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 20. August 2011, 11:39:36
War ja wohl absehbar...  :-X
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Sarja am 08. September 2011, 11:59:24
Ja das war wirklich zu befürchten.Nun wird warscheinlich die NASA auf Sparflamme zwar ein eigenes bemanntes Raumfahrzeug entwickeln,aber es braucht ja auch eín Trägersystem.Soviel ich weis hat doch inzwischen auch der Kongress erkannt,das die Entwicklung eines sog.Grossträgers von grosser Notwendigkeit ist.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: T.D.K. am 08. September 2011, 13:35:59
Naja hauptsache ist doch die können ihren ganzen überzogenen Militärhaushalt finanzieren!  >:(

http://useconomy.about.com/od/usfederalbudget/p/military_budget.htm (http://useconomy.about.com/od/usfederalbudget/p/military_budget.htm)
http://en.wikipedia.org/wiki/Military_budget_of_the_United_States (http://en.wikipedia.org/wiki/Military_budget_of_the_United_States)

Zum Köpfe einschlagen ist eben immer genug Geld da!  :(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 08. September 2011, 18:11:39
Naja hauptsache ist doch die können ihren ganzen überzogenen Militärhaushalt finanzieren!  >:(

http://useconomy.about.com/od/usfederalbudget/p/military_budget.htm (http://useconomy.about.com/od/usfederalbudget/p/military_budget.htm)
http://en.wikipedia.org/wiki/Military_budget_of_the_United_States (http://en.wikipedia.org/wiki/Military_budget_of_the_United_States)
Zum Köpfe einschlagen ist eben immer genug Geld da!  :(

Nicht nur, dass das Budget so ungeheuer groß bleibt, es steigt sogar.... um 4Mrd Dollar - obwohl die Anfrage des Präsidenten ursprünglich höher gewesen wäre (2.Artikel)

Damit hätte man laut offiziellen Angaben Constellation locker gestemmt... (+3Mrd/Jahr)  :-X
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 15. September 2011, 08:35:23
Der Senat hat das NASA-Budget 2012 genehmigt in der Höhe von 17,9 Mrd $.

Detailzahlen wurden nicht veröffentlicht, aber es soll JWST mit Start 2018 ermöglichen und Commercial Crew wird mit 500 Mio. angegeben.

Quelle: http://www.spacepolitics.com/2011/09/14/senate-appropriators-propose-17-9-billion-for-nasa/ (http://www.spacepolitics.com/2011/09/14/senate-appropriators-propose-17-9-billion-for-nasa/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: xwing2002 am 15. September 2011, 17:11:21
Es ist zum..... (/$/)&&$%§$§&()/%&%$&)

Besonders mit dem JWST bin ich sehr zwiegespalten. Geht nicht nur mir so, kann man hier nachlesen -> http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=1176.150 (http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=1176.150)

Lest mal den Augustine HSF Final report... da kann einem schlecht werden.
http://www.nasa.gov/pdf/396093main_HSF_Cmte_FinalReport.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/396093main_HSF_Cmte_FinalReport.pdf)

Zitat seite 115:
Zitat
"9.7 CONCLUDING SUMMARY
NASA is the most accomplished space organization in the
world. Its human spaceflight activities are nonetheless at
a tipping point, primarily due to a mismatch of goals and
resources. Either additional funds need to be made available
or a far more modest program involving little or no
exploration needs to be adopted. Various options can be
identified that offer exciting and worthwhile opportunities
for the human exploration of space if appropriate funds can
be made available. Such funds can be considerably leveraged
by having NASA attack its overhead costs and change
some of its traditional ways of conducting its affairs—and
by giving its management the authority to bring about such
changes. The American public can take pride in NASA’s
past accomplishments; the opportunity now exists to provide
for the future"

It's always the money...
Der Report ist 2009 abgefasst... also soll keiner sagen dieser Kahlschlag kam unvorhergesehen... und er geht weiter...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 16. September 2011, 16:23:14
[...] Commercial Crew wird mit 500 Mio. angegeben.

Gute Nachrichten. :) Es sind zwar noch nicht 850 Millionen, aber das ist schonmal eine deutliche Verbesserung. Damit kann man doch schon was anfangen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 16. September 2011, 23:04:18
Da hab ich mit dem 500 Millionen wohl zufrüh gefreut:
http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/CRPT-112srpt78/pdf/CRPT-112srpt78.pdf (http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/CRPT-112srpt78/pdf/CRPT-112srpt78.pdf)

Es sind nur 307,4 Millionen und die restlichen 192,6 Millionen für CCDev werden nur frei, wenn bestimmte SLS-Meilensteine erreicht werden. Diese Kopplung von SLS und CCDev hat natürlich politische Gründe und ist absolut absurd. Und jetzt das beste: Space Act Agreements dürfen nur benutzt werden, wenn ein Ziel durch die klassischen Methoden nicht erreicht werden kann. Die NASA soll laut Senat da ihre Befugnisse überschritten haben und möge dies doch in Zukunft unterlassen. ::)

Zitat
NASA Policy Directive 1050.1I states that funded Space Act Agreements may be used only when the Agency’s objective cannot be accomplished through the use of a procurement contract, grant, or cooperative agreement. The Committee believes that the current practice by NASA has gone beyond what is cited under NASA’s own policy directive. Such misuse of these authorities undermines the oversight of NASA in the procurement process and threatens crew safety. For future rounds of commercial crew competitions and acquisitions, NASA shall limit the use of funded Space Act Agreements as stated in the directive in order to preserve critical NASA oversight of Federal funds provided for spacecraft and launch vehicle development.

Noch ist es ein Entwurf, aber sieht so verantwortungsvolle Politik aus? :-X
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 17. September 2011, 09:32:12
http://nasawatch.com/archives/2011/09/space-commerce-2.html (http://nasawatch.com/archives/2011/09/space-commerce-2.html)

Zitat
NASA today told industry partners it would abandon the use of Space Act Agreements in the next phase of the program developing commercial crew taxis, despite many companies' preference for them. "We've made our decision and we recognize that not everyone will agree with it, but we're at the point where we had to make one and move forward," Brent Jett, deputy director of the Commercial Crew Program office, said during a meeting at Kennedy Space Center."

Kommentar von NASAwatch:

"Ich liebe es, wenn Menschen ohne offensichtliche kommerzielle Erfahrung in der realen Welt Entscheidungen wie diese in Bezug auf kommerzielle Partnerschaften machen. Und dann wundern sie sich, warum immer mehr Unternehmen zögern neue Geschäfte mit der NASA zu tätigen ,wenn diese Andaernd die Regeln ändert."

Wobei es in dem Fall mal wieder am Kongress liegt.

Vor allem "klassische Methoden" bedeutet doch, daß hier wieder die NASA Zentren und ihre traditionellen Zulieferer die erste Geige spielen werden, oder seh ich das falsch?

Falls das so ist, ist daß ganze nur fataler Lobbyismus...




Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: xwing2002 am 17. September 2011, 10:23:28
Was alle Aktivitäten rund um das Commercial Crew Programm betrifft habe ich persönlich den Eindruck, dass die NASA da zweigleisig fährt - in verschieden motivierte Richtungen.
Einerseits will und braucht sie den kommerziellen Zugang als Gegengewicht zum russichen Monopol, weil sie selbst kein Geld hat, sich gerade auch erst von personell gebundenem Wissen teilweise entblößt und derzeit außer immer neuen animierten Filmchen über bemannte Raumfahrt auch nichts zu bieten hat.
Andererseits greifen verkrustete politische Lobbystrukturen und wollen dafür sorgen, dass bitte niemand der NASA da den Rang abläuft - falls man doch irgendwann mal wieder in der Lage sein sollte bemannte Raumfahrt selbst zu stemmen.
Lapidar: bringt uns günstig in den Weltraum, aber werdet bitte nicht besser als wir.
So kommt die tatkräftige Behinderung eigener Zielsetzungen zustande, ein krampfhaftes überall involviert sein wollen... möglichst ohne Kohle locker machen zu müssen.

Manchmal kommt die NASA mir vor wie ein low budget Roulettespieler... wir setzen überall mal einen Chip auf's Feld, tun dabei als wären wir immer noch James Bond und hoffen, dass irgendeine Zahl kommt auf die wir ein bißchen was gesetzt haben, damit wir immer noch sagen können: wir sind im Spiel und Gewinner.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 15. November 2011, 09:36:32
Budget ist draußen:
http://www.rules.house.gov/Media/file/PDF_112_1/Committee%20Jurisdiction%20Reports/CR2112%201114s.pdf (http://www.rules.house.gov/Media/file/PDF_112_1/Committee%20Jurisdiction%20Reports/CR2112%201114s.pdf)

Zitat von NSF:
Zitat
$5,090m  Science     
$569m     Aeronautics
$575m     Space Technology
$3,770m  Exploration
$4,233m  Space Operations
$138m     Education
$2,995m  Cross Agency Support
$390m     Construction & Environmental Restoration
$37m       Inspector General

$17,797m Total

In Exploration:

Minimum $1200m for Orion
Minimum $1860m for SLS of which maximum $316m for ground operations
$406m for Commercial Crew of which $100m to wait on SLS contracts
$304m for R&D

406 Millionen für CCDev. 100 Millionen davon ist auch noch vom SLS abhängig. Das ist schlecht, sehr schlecht... :(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Volker am 15. November 2011, 12:08:30
Hallo und Danke fuer die Info!

Danach sieht es ja so aus, als sei das James Webb Space Telescope erst einmal gerettet (wenn es nicht mehr als 8 Milliarden US$ in der Entwicklung kostet).

Gruss,
Volker
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 15. November 2011, 13:20:54
http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=6325.msg204066#msg204066 (http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=6325.msg204066#msg204066)

Wie ich schon aus dem Comment eines Hearings übersetzte, ist im Kongress ziemlich Skepsis und Ernüchterung darüber eingekehrt, ob CCDev wirklich die große Erlösung ist, wie sie ursprünglich propagiert wurde.

Hier auch ein interessanter Artikel von Andrew Chaikin zur Thematik.

http://www.spacenews.com/commentaries/111111-guest-blog-apollo-spirit-alive-and-well.html (http://www.spacenews.com/commentaries/111111-guest-blog-apollo-spirit-alive-and-well.html)

NASA Manager glauben inzwischen, dass es einfach noch keinen Markt für die neuen kommerziellen Frimen gibt und erst der NASA die möglichkeit gegen soll diese zu entwickeln. Auch routinierte, billige Raumfahrt in naher Zukunft ist in ihreren augen ebenfalls nicht machbar, weil die Grenzen des derzeit technolgisch machbaren erreicht wären.

Chaikain wiederspricht dem Wehement und meint, dass er in den letzten 10 Jahren genug Gegenbeweise für das Gegenteil gesehen habe. Dann spricht er von John Houbolt, seinem Moon Rendezvous Konzept von 1962, welches ursprünglich von den NASA Managern stark angefeindet, aber letztendlich wegen seiner Umsetzbarkeit übernommen wurde.

Letzt endlich meint er, dass SpaceX und Co. schon vom Geist von Apollo befügelt sein und die NASA und der Kongress ihnen einfach erlauben soll zu wachsen.




Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 15. November 2011, 18:15:09
Ebenfalls vielleicht ein nicht unbedeutender Punkt: die robotischen Vorläufermissionen sind komplett verschwunden. Diese sollten den bemannten Missionen vorausgehen und wissenschaftlich Interessante Objekte/Gebiete suchen und untersuchen.

Die "Wissenschaft" in dem Explorationsprogramm (falls es eins gibt) ist komplett verschwunden und damit auch jede Unterstützung der wissenschaftlichen Gemeinde, wenn es eine solche überhaupt gab.

Jeder mache sich dazu seine eigenen Gedanken...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 15. November 2011, 20:25:27
Zitat
Die "Wissenschaft" in dem Explorationsprogramm (falls es eins gibt) ist komplett verschwunden und damit auch jede Unterstützung der wissenschaftlichen Gemeinde, wenn es eine solche überhaupt gab.

Hatte man da wirklich viel zu verlieren?

Zitat
Ebenfalls vielleicht ein nicht unbedeutender Punkt: die robotischen Vorläufermissionen sind komplett verschwunden. Diese sollten den bemannten Missionen vorausgehen und wissenschaftlich Interessante Objekte/Gebiete suchen und untersuchen.

Ist besser... Bemannte Missionen nehmen zwangsweigerlich Proben mit (Masse verschwindend gering, bei einem Raumschiff, dass Astronauten zur Erde zurücktragen kann)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: fl67 am 16. November 2011, 09:52:53
Bemannte Missionen nehmen zwangsweigerlich Proben mit

"zwangsläufig" kenne ich, und "unweigerlich", aber "zwangsweigerlich" ist mir neu...    ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Pham am 16. November 2011, 10:34:56
Zitat
...
Chaikain wiederspricht dem Wehement und meint, dass er in den letzten 10 Jahren genug Gegenbeweise für das Gegenteil gesehen habe.
...
Hat er das genau so gesagt?
Wäre das nicht so etwas wie eine doppelte Verneinung und bestätigt das was er vermeintlich entkräften möchte?
"Gegenbeweise" .. ja
"Beweise für das Gegenteil" .. auch ja
Aber "Gegenbeweise für das Gegenteil" ...  :-\
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 16. November 2011, 18:45:53
Nein, ich hatte es nur zum Schluss etwas eilig und hab ich einfach blöd ausgedrückt.

Natürlich meinte ich "Beweise für das Gegenteil".  ;)

Was er glaub ich ausdrücken wollte ist, dass die neuen kommerziellen Anbeiter in seinen Augen genau den Pioniergeist besitzen, welcher der NASA abhanden gekommen ist.

Ein ehemaliger NASA Mitarbeiter, der Wissenschaftler John S. Lewis (Autor von dem imo. sehr empfehlenswerten Buch "Mining the Sky") sieht es übrigens ähnlich.

http://www.johnslewis.com/2010/12/obama-and-nasa.html (http://www.johnslewis.com/2010/12/obama-and-nasa.html)

Hier macht er sich übrigens auch über gewisse Mythen bezüglich der NASA lustig und das Unwissen/Falschwissen vieler Weltraumenthusiasten.  Er bezieht sich hier auf ein Gespräch, welches er während einer Demonstration in Washington mit einigen Leuten gehabt hat.

Kurz zusammengefasst:

- Der Bau der Saturn und des STS ordnen viele Fans der NASA selbst zu und nicht den von ihr beauftragten Firmen.
- Das nur ein Bruchteil des Budget für Technologieentwicklung, Astronomie und Die Erforschung des Sonnensystems verwendet wird war niemanden bekannt.
- Die Fans waren gegen die ausmusterung des Shuttles,obwohl ihnen Lewis zu erklären versuchte, dass das Shuttle vergleichsweise viele Todesopfer zu beklagen hätte, hohe Kostenverurssache und hohe Materialermüdungserscheinungen. (Und, dass das Design defacto ein fauler Kompromiss war...)
- Private Initativien wie z.b. von Richard Branson (imo. ein ziemlich merkwürdiger vergleich) wurden von ihnen verlacht, Lewis Aussage über die hohen Nutzlastkosten des Shuttles keinen Glauben geschenkt.

Die letzte Passage des Blogeintrags übersetze ich mal direkt.

"Ich nehme an, dass auf einer bestimmten Ebene glaubten sie, dass ein großes nationales Ziel ein Rezept für den Fortbestand der NASA wäre, welches sie vor brutalen Verstümmelung durch die Wölfe schützt, die sie durch die Flure von Washington jagen und die Gewährleistung politischer Unterstützung von Kongressabgeordneten sichert, welche von großen, reichen Luft-und Raumfahrt Unternehmen gelenkt werden.

Aber könnten wir nicht eine NASA haben, die weniger ausgibt und mehr leistet? Vielleicht würde solch eine NASA ein größeres Publikum ansprechen, als eine, die von Konzern Wahlkampfspenden angetrieben wird."

(Falls die Übersetzung etwas holprig wirkt, bitte ich um Entschuldigung, ich habe nur versucht die Goggleübersetzung etwas zu bereinigen...)


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 16. November 2011, 23:11:45
Einen anderen positiven Punkt am Budget gibt es noch: es gibt 575 Millionen für Technologieforschung. Das ist ne ordentliche Menge Geld, die man hoffentlich richtig zu nutzen weiß. Interessanterweise mehr als CCDev bekommen hat. Mit diesem Geld kann man ne Menge anstellen und ich hoffe, dass hier auch ordentlich funktionale Hardware gebaut wird und nicht nur Papierstudien produziert werden. Interessante Konzepte, in die man Geld stecken könnte, gibt es ja jede Menge.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 17. November 2011, 00:39:11
575 Mio für Technologie Projekte, mal sehen was dafür dieses Jahr gemacht wird.

Das Science Budget liegt bei 5.090 Mio, darunter das Planetary Science, dass aber in Zukunft weniger Geld bekommen soll.

Die ESA-NASA Kooperation der Mars Missionen 2016 und 2018 wurden von der NASA in Frage gestellt. Die ESA will wissen, wie es weiter geht, aber die NASA gibt dazu keine klaren Antworten. Bolden und Dordain verhandelten in Süd-Afrika, aber es kam nichts dabei heraus.

In einem Hearing wurde klar, dass die Entscheidung darüber aus dem OMB kommt. Sally Ericsson (Program Associate Director for Natural Resources Programs at OMB) hat die Pläne für die Mars Exploration gestoppt.
 
Jim Green, NASA Director für Planetary Science, bestätigt das, in dem er sagt, dass das OMB die Prioritäten über die NASA-Programme festlegt. Für 2012 ist das nun so erfolgt, für das Jahr 2013 wird diese Entscheidung nicht vor Februar erfolgen.

http://spacepolicyonline.com/pages/index.php?option=com_content&view=article&id=2000:omb-cited-as-obstacle-to-nasa-esa-mars-cooperation&catid=91:news&Itemid=84 (http://spacepolicyonline.com/pages/index.php?option=com_content&view=article&id=2000:omb-cited-as-obstacle-to-nasa-esa-mars-cooperation&catid=91:news&Itemid=84)

Ein anderer Bericht spricht von "unzuverlässiger, schizophrener Agentur", obschon auch die NASA in Zukunft von Kooperationen abhängig sein wird.
http://www.washingtontimes.com/news/2011/nov/15/budgeting-woes-could-derail-us-role-in-space-explo/ (http://www.washingtontimes.com/news/2011/nov/15/budgeting-woes-could-derail-us-role-in-space-explo/)

Ich denke, die ESA sollte sich Alternativen zur NASA-Kooperation überlegen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 17. November 2011, 11:45:06
OMB?
 (ah, hier
http://www.excellenceintransition.org/prune/prunedetail.cfm?ItemNumber=10401 (http://www.excellenceintransition.org/prune/prunedetail.cfm?ItemNumber=10401) )

Zitat
und ich hoffe, dass hier auch ordentlich funktionale Hardware gebaut wird und nicht nur Papierstudien produziert werden.

Ui, damit könnte man eine Menge Papier bedrucken  :o 
::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 22. November 2011, 17:58:52
Nachdem das Super-Commitee sich nicht einigen konnte, hat das OMB die Agenturen aufgefordert, im Budget-Jahr 2013 jeweils 10% einzusparen.

Dann müßte die NASA irgendwo 1,8 Mrd $ gegenüber dem 2012-Budget einsparen.

Könnte spannend werden im Februar 2012.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 06. Dezember 2011, 23:23:28
Dazu erklärt jetzt NASA-Chef Bolden,  dass der Budgetprozess für 2013 ganz normal durchgeführt wird, er bleibt optimistisch, dass es keine Auswirkungen auf die NASA hat und im Kongress eine Lösung gefunden wird.

Eigentlich hatte Obama abgelehnt, den vereinbarten Automatismus von Budgetkürzungen aufzuheben, andererseits scheint er ihn selbst ignorieren zu wollen.

http://www.spacenews.com/civil/121206-nasa-chief-downplays-threat-sequestration-cuts.html (http://www.spacenews.com/civil/121206-nasa-chief-downplays-threat-sequestration-cuts.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: revan am 07. Dezember 2011, 03:03:26
Letztendlich wird alles von Ausgang der Wahl 2012 Abhängen und ich meine auch wirklich alles. Nach Boldens Worten plant die NASA nicht mit den Automatischen Kürzungen diese würden sich übrigens auf ca. 7% des NASA Budgets belaufen, währen also in Vergleich zu dem was das DOD erdulden müsse noch akzeptabel. Klar aber auch dass mit Ausnahme einiger Fanatiker an Linken und Rechten Rand  keiner will, dass diese dummen Kürzungen passieren. Leider wird es trotz dieser Erkenntnis nicht leicht werden sie aufzuheben solange Obama in Amt ist  den er will die Aufhebung der Kürzungen durch ein Veto notfalls verhindern.  Der Grund  hierbei ist der das Obama wohl plant die Kürzungen als zusätzliches Druckmittel gegen die Republikaner einzusetzen wenn es um die Verlängerung  bzw. das Ablaufen der Busch Steuersenkungen Ende 2012 geht. Dabei  befürchte ich, dass er sich wie schon so oft verzetteln wird  und am Ende diese Automatischen Kürzungen  Realität werden.

Diese dürften dann für die NASA aus einem anderen Grund als ihrer Größe verehrend wirken und zwar aus dem das diese Kürzungen automatisch wirken würden und schlicht jedes Budget Part gleichsam treffen. Das heißt z.b das jedes Projekt automatisch 7% weniger Geld bekommt bzw. das kleine Prioritäten Setzung der NASA Administration möglich wäre zumal man eben nicht für diese Kürzung plant was ich übrigens als klug betrachte. Denn würde die NASA ihr Budget unter der Berücksichtigung  dem Automatischen Kürzungen planen so würden Defizit Falken selbst in fahle des nicht eintreten der Automatischen Kürzungen die NASA um das von ihr geplante Budget budgetieren.


Aber zum Budget:

Ich selbst bin positiv überrascht, denn nicht nur Orion und SLS sind ausreichend finanziert sondern auch das James Webb Space Telescope gerettet worden. Das  Commercial Space nicht viel bekommen hat war dagegen vorhersehbar da diese Idee nie wirklich Populär wurde  und wie ich vermute in  FY2013 oder FY2014 ganz verschwinden wird den erste Auflösungserscheinungen werden längst sichtbar. So räumte man jüngst ein das die “Commercials“ den Termin für 2016 nicht einhalten können und mehr Geld benötigen als geplant. Orion dagegen könnte schon 2014 zu einem Testflug starten und spätestens dann wird man sich heimlich von “Commercial Space“ bzw. Obama Space verabschieden und das auch wenn Obama eine zweite Amtszeit bekommt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 08. Februar 2012, 10:09:28
Erste Details des NASA Budgets für das FY2013 sind bei NASAWatch:
http://nasawatch.com/archives/2012/02/nasas-gloomy-bu.html (http://nasawatch.com/archives/2012/02/nasas-gloomy-bu.html)

Offenbar wird beim SMD stark gekürzt, besonders der Mars soll stark betroffen sein. Beim Mars werden Kürzungen von 50-60% erwartet. 50% der Kostenüberschreitungen für JWST müssen aus dem SMD Budget kommen.

Das dürfte auch erklären, warum kein Geld mehr für ExoMars da ist bei der NASA.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 08. Februar 2012, 13:49:16
SMD?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 08. Februar 2012, 13:54:07
Achso, SMD:
http://en.wikipedia.org/wiki/Science_Mission_Directorate (http://en.wikipedia.org/wiki/Science_Mission_Directorate)

Science Mission Directorate also Direktorat für wissenschaftliche Missionen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 08. Februar 2012, 13:58:11
Ausgerechnet bei der Wissenschaft wird gekürzt. :(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 09. Februar 2012, 19:42:15
Montag 20 MEZ also zur besten Sendezeit wird das neue NASA Budget für das Finanzjahr 2013 vorgestellt:
http://www.nasa.gov/home/hqnews/2012/feb/M12-022_2012_Budget_Briefing.html (http://www.nasa.gov/home/hqnews/2012/feb/M12-022_2012_Budget_Briefing.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 10. Februar 2012, 00:24:07
Der Widerstand gegen die Kürzungen beginnt sich zu formieren.

Rep. John Culberson (R-TX), Commerce, Justice, and Science subcommittee of the House Appropriations Committee, ist dagegen.

Rep. Adam Schiff, D-Pasadena, zu dessen District das JPL gehört, ist auch dagegen.
http://www.pasadenastarnews.com/news/ci_19929826?source=rss (http://www.pasadenastarnews.com/news/ci_19929826?source=rss)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: pikarl am 10. Februar 2012, 14:21:38
Bei Wired gibt es eine Einschätzung (http://www.wired.com/wiredscience/2012/02/astronomy-budget/all/1) zu den multiplen Kürzungen in der astronomischen Forschung. Teilweise fällt die düster aus:

Zitat
And with federal budgets tightening, the government will be less and less able to make huge investments in big science projects.

“We may see in the next decade or so an end to the search for the laws of nature which will not be resumed again in our own lifetimes,” warned Nobel Prize-winning physicist Steven Weinberg in January during the American Astronomical Society meeting[1] in Austin, Texas.

Astronomie ist also zu teuer geworden. DIe Frage nach den Relationen zu anderen Posten im Haushalt (etwa Verteidigung) wird hier aber leider nicht gestellt.

Aber es gibt auch einen Hoffnungsschimmer und der heißt Effizienz:

Zitat
The layers of bureaucracy at NASA and other government agencies lead to inefficiencies that only serve to escalate costs, said Arav. And NASA doesn’t tolerate failures, so the agency must repeatedly test and retest their projects, further increasing expenses.

Wobei schnell und billig geplante Projekte den Nachteil haben, öfter schiefzugehen. Eine Lösung könnte es deshalb sein, einfach die Forschung in private Firmen à la SpaceX auszulagern:

Zitat
NASA could offer a $100 million prize for the first team to successfully launch a small telescope into space, Arav suggested. If no one succeeds, the agency pays nothing. But if they do deliver, the mission is already 10 times cheaper than a flagship project.

Ergo: Einfach eine Summe X ausschreiben. Wenn keine Firma das schafft, muss die NASA keinen Cent ausgeben. - Aber natürlich stellt sich die Frage, ob sich das auch volkswirtschaftlich lohnt? ???
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 10. Februar 2012, 15:08:53
Na ja, ich sehe das eher zwiespältig. Ob Effizient oder nicht, daß ganze Defizitfalkentum bzw. der Kürzungswahn in den USA (und nicht nur dort) ist meineserachtens langfristig sehr gefährlich.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 10. Februar 2012, 23:22:35
Naja also soviel gekürzt wird ja nicht:
http://www.aviationweek.com/aw/generic/story.jsp?id=news/awx/2012/02/10/awx_02_10_2012_p0-423848.xml&headline=NaSA%20Wants%20A%20Flat%20Budget%20For%20Fiscal%202013&channel=space (http://www.aviationweek.com/aw/generic/story.jsp?id=news/awx/2012/02/10/awx_02_10_2012_p0-423848.xml&headline=NaSA%20Wants%20A%20Flat%20Budget%20For%20Fiscal%202013&channel=space)

Insgesamt werden nur 89 Millionen gekürzt. Der Crewtransport soll 830 Millionen bekommen, SLS & Orion zusammen 2,8 Milliarden Dollar. Die Kürzungen im Wissenschaftsbereich gehen vor allem auf die ausufernden JWST Kosten zurück. ISS bekommt 3 Milliarden, Technologie 700 Millionen und die Luftfahrt 500 Millionen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: klausd am 12. Februar 2012, 15:18:02

Eine Gesamtkürzung um 20% des NASA Budgets steht also an. Von 1,5 Milliarden 2012 auf 1,2 Milliarden 2013. Das ist ja mal ne harte Nuss  :o

Gruß, Klaus
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 12. Februar 2012, 15:24:34

Eine Gesamtkürzung um 20% des NASA Budgets steht also an. Von 1,5 Milliarden 2012 auf 1,2 Milliarden 2013. Das ist ja mal ne harte Nuss  :o

Gruß, Klaus

Klaus du solltest nicht alles glauben, was golem schreibt... ;)

Wie ich schon oben geschrieben habe, gibt es nur eine Kürzung von 89 Millionen bei einem Budget von 17,8 Milliarden in 2012, das ist weniger als 1%. Bei der Planetenforschung wird stark und in einigen anderen Bereichen weniger stark gekürzt. Aber dafür fließt dieses Geld in das JWST.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: klausd am 12. Februar 2012, 15:40:32

1,5 Milliarden Budget 2012 kam mir auch schon sehr merkwürdig vor. Viel zu wenig...

Gruß, Klaus
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Atlan am 12. Februar 2012, 16:17:05
Naja da in den USA für 2012 eine Inflation von 2,75% vorhergesagt wird wären es im Prinzip etwas um die 4%....wäre aber immer noch verkraftbar.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: rm39 am 13. Februar 2012, 18:43:41
Den hatten wir, glaube ich, zum Finanzjahr 2013 noch nicht. Viel Stoff zum lesen. Interessant wird es ab Seite 183.

http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2013/assets/budget.pdf (http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2013/assets/budget.pdf)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 13. Februar 2012, 18:56:59
Den hatten wir, glaube ich, zum Finanzjahr 2013 noch nicht. Viel Stoff zum lesen. Interessant wird es ab Seite 183.

http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2013/assets/budget.pdf (http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/budget/fy2013/assets/budget.pdf)

So viel auch nicht, zur NASA das hier:

201120122013
Science4,9195,0744,911
Exploration3,9283,7213,933
Aeronautics534569552
Space Operations5,3214,1964,013
Space Technology548699
Education146136100
Cross Agency Support3,1303,0032,848
Construction and Environmental Compliance and Restoration433486619
Inspector General363837
Total, Outlays17,61817,63717,806
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 13. Februar 2012, 18:58:31
Hier sind die interessanten Dokumente:
http://www.nasa.gov/news/budget/index.html (http://www.nasa.gov/news/budget/index.html)

Zusammenfassung:
http://www.nasa.gov/pdf/622654main_a%20FY13_NASA_Budget_Summary_and_Tables.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/622654main_a%20FY13_NASA_Budget_Summary_and_Tables.pdf)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: rm39 am 13. Februar 2012, 19:08:48
Dazu passt auch dieser Film ganz gut, gerade auf NASA-TV erschienen.

"Ambitious Journey" (http://www.youtube.com/watch?v=AbLhM94HDjY#ws)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 14. Februar 2012, 10:40:56
SLS soll um 203 Millionen und Orion um 175 Millionen gekürzt werden. Darüber sind die Politiker in den entsprechenden Bundesstaaten natürlich nicht drüber glücklich:
http://www.nasaspaceflight.com/2012/02/nasa-outline-fy13-budget-amid-warnings-political-battles/ (http://www.nasaspaceflight.com/2012/02/nasa-outline-fy13-budget-amid-warnings-political-battles/)

Schlimmer sind aber eigentlich die Kürzungen in der Planetenforschung.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Poseidon am 15. Februar 2012, 02:50:41
Liegt zwar schein ein bischen länger zurück aber ich muss darauf eingehen.

Man kann Budgets von Nasa, Esa nicht 1:1 mit Russland oder China vergleichen.

Zu sagen Esa ist Nummer 2 nur weil sie das zweitgrößte Budget haben ist grundfalsch.

Erstens ist die Frage was man mit dem Geld macht.

Zweitens wird durch eine Milliarde Dollar bespielsweise in Russland viel mehr bewegt als in Usa - Europa.

Siehe GDP - BIP

Man vergleiche nur mal die Kosten eines Arianestarts mit dem einer Sojus oder Proton.

Mehr Geld heisst nicht mehr Nutzen oder Erfolg.

Zwei Beispiele hier sind die Raumstationsplanungen der 80er/90er und das Hickhack um einen Shuttlenachfolger.

Da wurden Unsummen verschleudert ohne wirkliche Fortschritte.

Die Wahrheit liegt in der Mitte. Zuwenig ist schlecht zuviel auch.

Klar muss es klare Vorgaben geben, aber Visionen sind noch viel wichtiger als Geld und vor allem der Rückhalt in der Bevölkerung der dann auch auf die an dem Projekten beteiligten überspringt.

Die internationale Kooperation und Mehrgleisigkeit sollte endlich beseitigt werden. Es bringt nicht wenn jede Nation der NASA nacheifert.

Man sollte ermitteln wer wo seine Stärken hat und dort dann ansetzen.

Ebenso wie der erfolglose Versuch seitens der USA, China auszugrenzen. Das führt zu nichts. Besser einbinden, als ausgrenzen. Das Potenzial dazu zu nutzen um eigene Ressourcen(nicht nur Geld) zu sparen und für andere Projekte freizumachen.

Bei einem stimme ich absolut zu. Wenn es keine klaren Perpektiven gibt dann tritt man auf der Stelle.

Es wird viel darüber diskutiert das die Begeisterung und der Rückhalt in der Bevölkerung nicht mehr vorhanden ist. Kein Wunder. Beispiel SLS.

Wer versteht schon die langen Testzeiträume und die hohen Kosten. Wie will man vermitteln das man alle ein oder zwei Jahre eine Mission durchführt und bis 2033 dann grade mal die Oberstufe einsatzbereit und erprobt hat. Keine Chance das zu verwirklichen.

Kein normaler Mensch versteht das eine Rakete ähnlich der Saturn V so lange entwickelt werden muss. Mit einer Technik die nach 50 Jahren eigentlich weiter sein sollte.

Sind wir wirklich nicht in der Lage das besser zu machen?

Warum schaffte es eine Nation in den 60ern in zehn Jahren zu Mond und heute braucht man dafür 20 oder 30 Jahre? Die Nasa hatte keine Vorläufermissionen oder Erfahrungswerte und schaffte es damals.

Man sollte sich genau ansehen warum. Hat man das verstanden klappt es auch wieder.

Meiner Meinung nach war es erstens der Erfolgsdruck der enorm war und zweitens der immense Rückhalt der Bevölkerung der alle zu Höchleistungen motivierte.

Sorry ist ein bischen lang geworden aber das musste ich loswerden. ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: klausd am 15. Februar 2012, 03:25:42
Kein normaler Mensch versteht das eine Rakete ähnlich der Saturn V so lange entwickelt werden muss.

Ich vergleiche das gerne mit der Entwicklung eines Automodells. Die Kosten und Zeiträume dafür waren früher auch überschaubarer. Gab es den Golf früher mal für 8000 Mark, kostet er jetzt vernünftig ausgestattet 20.000€. Die Gründe für eine längere Entwicklungszeit lassen sich beim Autohändler probefahren.

Mit einer Technik die nach 50 Jahren eigentlich weiter sein sollte.

In eine Rakete kann man keinen Elektromotor einbauen und mit Solarzellen speisen. Da gibt es dann doch wieder einen Unterschied. Die gemeine Physik. Unsere Möglichkeiten den Orbit mit 100 Tonnen Nutzlast zu erreichen sind begrenzt. Dennoch sind Verbesserungen natürlich auch beim SLS zu sehen, keine Frage.

Gruß, Klaus
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: einsteinturm am 15. Februar 2012, 15:44:53
Also es ist zwar schade, wenn die Missionen erstmal abgeblasen sind (vielleicht machen es ja ESA und Roskosmos oder die Chinesen), aber bei einem nahezu gehaltenen Budget, sollten sich die Planetenforscher mal bei den JWST-Leuten für die verschleuderte Kohle "bedanken" - ich kann da die Administration schon verstehen, das man nach so vielen Milliarden das Teleskop nicht einfach aufgibt, vor allem nach dem Renomee des Hubble. Nicht auszudenekn wenn es dann 2018 einen Arianefehlstart gibt oder sich das Ding nicht ausklappen lässt :o !
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 16. Februar 2012, 00:17:19
Man kann nicht unbedingt von "verschleuderte Kohle" reden, denn der Großteil des Geldes ist noch gar nicht ausgegeben (es sei denn, man hält das JWST für die projektierten Kosten für sinnlos). Im ursprünglichen Obama-Plan sollte das JWST auf die lange Bank geschoben werden, was sehr wahrscheinlich im Falle der Realisierung noch teuer gekommen wäre).

Bei wem sich die Planetenforscher "bedanken" können, sollte jetzt nicht auf das JWST geschoben werden. Bereits im NASA-Budget 2010 war in der Mittelfristplanung klar, dass das Budget für Planetenforschung stark reduziert werden sollte.

Die Prioritäten von Großprojekten werden sowieso von der Politik und nicht der NASA gemacht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 18. Februar 2012, 11:27:50
sehr interessante Rede von Sen. Bill Nelson beim FAA Commercial Space Konferenz, in der er die Schwierigkeiten mit dem Budget und das Zustandekommen erläutert.

Bemerkenswert ist zudem, dass er betont,
- dass lediglich das Budget 2013 erstellt wurde und die Folgejahre von weiteren Kürzungen bedroht seien.
- Obama sei Fan, nur das OMB hätte viel zu lange geglaubt, anstelle der NASA das Raumfahrtprogramm zu führen. Es hatte mehrere Krisensitzungen bedurft, bis das korregiert wurde.
- er beendet seine Rede damit, dass er zuversichtlich sei, dass die geplanten Gelder für Commercial 2013 auch zugewiesen werden, wenn SpaceX im April den ISS-Flug erfolgreich absolviert.

http://livestre.am/1hZJ9 (http://livestre.am/1hZJ9)

Ein Beitrag unter spacenews ist nicht so optimistisch und sieht fortgesetzte Continuous Resolutions (Budgets würden nicht wirksam werden und auf Vorjahresniveau verharren) kommen, da vor den Präsidentenwahlen möglicherweise keine Einigungen erzielt werden könnten. Ein Fortschritt bei der NASA sei unter diesen Umständen kaum zu erwarten.
http://www.spacenews.com/policy/120217-shrinking-nasa-budget-tradeoffs.html (http://www.spacenews.com/policy/120217-shrinking-nasa-budget-tradeoffs.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 18. Februar 2012, 12:28:03
OMB - das Office of Management and Budget (http://de.wikipedia.org/wiki/Office_of_Management_and_Budget)?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 25. Februar 2012, 17:45:44
Um das Marsprogramm neu zustarten, nimmt die NASA jetzt das Geld vom "Outer Planets Program", also von Jupiter, Saturn und Co:
http://www.spacenews.com/civil/120224-nasa-raids-outer-planets-budget-fund-mars.html (http://www.spacenews.com/civil/120224-nasa-raids-outer-planets-budget-fund-mars.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 25. Februar 2012, 19:01:20
Um das Marsprogramm neu zustarten, nimmt die NASA jetzt das Geld vom "Outer Planets Program", also von Jupiter, Saturn und Co:
http://www.spacenews.com/civil/120224-nasa-raids-outer-planets-budget-fund-mars.html (http://www.spacenews.com/civil/120224-nasa-raids-outer-planets-budget-fund-mars.html)

Was heißt das konkret?

Alle Studien und Pläne für äußere Planetenforschung absagen, und mit dem Marsprogramm so weiter, als wäre nichts geschehen??
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: websquid am 25. Februar 2012, 20:28:05
Großartige Entscheidung >:(

Nichts gegen die Marsforschung, aber die interessanteren Ziele finden sich doch wirklich weiter draußen im Sonnensystem. Da sollte endlich mal konsequenter hinter gestanden werden und dementsprechend die Finanzierung verteilt werden
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: spacer am 26. Februar 2012, 12:57:10
Nun, in Zeiten knapper Kassen kann man eben nicht alles auf einmal machen...
Ich finde die Entscheidung, sich zunächst auf den Mars zu konzentrieren, nicht schlecht.
Keine Frage, die Gasplaneten und ihre Monde sind auch sehr interessant, aber manchmal kann man eben nur eins zur Zeit machen, und mit der Marsforschung sind wir schon relativ weit. Wenn wir den Mars ausführlich erforschen können wir damit - und durch Vergleiche mit der Erde- auch etwas Allgemeines über Planeten lernen. Ich es besser, zunächst einen Planeten genauer zu erforschen, als alle Planeten des Sonnesystems ein bisschen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Besucher am 26. Februar 2012, 18:53:28
Um das Marsprogramm neu zustarten, nimmt die NASA jetzt das Geld vom "Outer Planets Program", also von Jupiter, Saturn und Co:
http://www.spacenews.com/civil/120224-nasa-raids-outer-planets-budget-fund-mars.html (http://www.spacenews.com/civil/120224-nasa-raids-outer-planets-budget-fund-mars.html)

Das ist wirklich nicht mehr zu fassen. :(
Die wichtigste und spannendste Frage der Planetenforschung ist doch zweifellos ob es nun unterirdische Ozeane auf Europa, Ganymed etc. gibt. Der wissenschaftliche Impact wäre doch ungleich höher als wenn man den x-ten Rover oder Orbiter zum Mars schickt um irgendwelche Detailfragen zu klären.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 26. Februar 2012, 19:49:36
Wahrscheinlich erhofft sich die NASA auch von Mars Missionen mehr Publicity.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 26. Februar 2012, 20:15:16
Am Mars möchte man eine gewisse Kontinuität sichern, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Technik. Die Erfahrungen der letzten Jahre/Jahrzehnte sollen nicht verloren gehen. Bei insgesamt begrenztem Budget kann man am Mars auch mehr machen und hat höhere Erfolgschancen, als bei den äußeren Planeten, wo man eh keine Kontiuität hinbekommt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 26. Februar 2012, 20:51:37
Wahrscheinlich erhofft sich die NASA auch von Mars Missionen mehr Publicity.

Das erreichen sie bei mir auch :D

Naja, auch wenn ein Titan-Mare-Explorer oder eine Eismond-Lander eine Klasse für sich wären!!

Ach ja und, denkt mal so:

Die Europäer haben auch zuerst Amerika erobert und die Antarktis ist  heute noch fast ohne Bevölkerung.
Zuerst werden die Gebiete erforscht, die zugänglich und am freundlichsten für Leben (und Roboter) sind.
Und der Mars ist bei Weitem das lebensfreundlichste, was unser Sonnensystem zu bieten hat! Wir können viel über terrestrische Planeten (=unser Lebensraum) lernen.


___
P.S. Könnte man hier vlt folgende Funktion einbauen:
Wenn man etwas in den Texteditor eingegeben hat und (man verklickt sich am Laptop mit dem unnötigen Fingerpad) will die Seite verlassen, dass dann ein Dialogfeld kommt, wo man mit 'OK' bestätigen muss...
A la "Sie haben Text in den Editor eingegeben und noch nicht gepostet. Sind Sie sicher, dass Sie die Seite verlassen wollen? OK - Zurück"

das wär echt ein Hit, weiß aber nicht wie programmatorisch aufwändig das wäre. Passiert mir immer wieder, und dann ist alles weg.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 26. Februar 2012, 21:04:37
Also Bilder von einem Methansee auf Titan wären sicherlich interessanter für die Öffentlichkeit als das 100.000ste Marsfoto... ;)

Eine Mission mit dem Ziel Leben auf dem Mars auszusetzen wäre nochmal sehr spannend, aber das geht ja nicht wegen "Planetary Protection".  :( Bemannte Missionen scheinen aber kein Problem zu sein, wer erkennt den Widerspruch... ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 27. Februar 2012, 11:41:23
Eine Mission mit dem Ziel Leben auf dem Mars auszusetzen wäre nochmal sehr spannend, aber das geht ja nicht wegen "Planetary Protection".  :( Bemannte Missionen scheinen aber kein Problem zu sein, wer erkennt den Widerspruch... ::)

Naja, Menschen gehen ja nur auf der Oberfläche. Etwas, das nach Leben sucht, wird sich wahrscheinlich eingraben und dabei mit dem Bohrer kontaminieren (eig wird der Bohrer ja heiß, das müsste doch alles killen?)

Zitat
Also Bilder von einem Methansee auf Titan wären sicherlich interessanter für die Öffentlichkeit als das 100.000ste Marsfoto... ;)

Ja. Aber es geht auch um Wissenschaft. Der geplante Marsbohrer wird sicher höchst interessante Dinge zu Tage bringen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: T.D.K. am 27. Februar 2012, 12:11:45
Und der Mars ist bei Weitem das lebensfreundlichste, was unser Sonnensystem zu bieten hat!

Irgendwo hab ich mal gelesen das es noch einen lebensfreundlicheren Planten als Mars in unserem Sonnensystem geben soll.
Leider habe ich den Namen vergessen.   ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Petronius am 27. Februar 2012, 12:37:27
Und der Mars ist bei Weitem das lebensfreundlichste, was unser Sonnensystem zu bieten hat!

Irgendwo hab ich mal gelesen das es noch einen lebensfreundlicheren Planten als Mars in unserem Sonnensystem geben soll.
Leider habe ich den Namen vergessen.   ;)

Ich glaube der Planet fing mit "E" an - E...; E...; ach ich kaum auch nicht drauf!   ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 28. Februar 2012, 16:02:00
Braucht die Nasa mehr Geld?

http://cosmiclog.msnbc.msn.com/_news/2012/02/27/10521226-does-nasas-budget-need-a-boost (http://cosmiclog.msnbc.msn.com/_news/2012/02/27/10521226-does-nasas-budget-need-a-boost)



P.S. auf Enceladus gibts zwar nen Haufen Wasser, aber dort ist es zu kalt.  :D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 28. Februar 2012, 17:20:53
Hallo runner02,

es wäre nett, wenn du den Inhalt deiner Links zusammenfassen könntest!

Bei dem Artikel wird Astrophysiker Neil deGrasse Tyson zitiert, der für eine Verdoppelung des NASA-Budgets plädiert.

Er hält das derzeitige Budget für so unzureichend, dass er, Mitglied im NASA Advisory Council von 2005-08, sich aus dem Meeting entschuldigen würde, nichtmal ins Weiße Haus gehen würde.

btw: das nächste Meeting findet am 8.3. statt - das erste mal wieder nach 7 Monaten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 01. März 2012, 21:09:06
Die Forderung nach Verdoppelung des Budgets (von <0,5% auf <1,0 % der öffentlichen Ausgaben) wurde von Paul Spudis dahingehend kommentiert, dass das Problem eigentlich nicht das Geld ist. Stünde mehr Geld zur Verfügung, würden nur mehr Aktivitäten erfolgen und alle NASA Mißstände blieben erhalten.

Vielmehr betont er, dass es keine Strategie und kein Ziel gibt und der sogenannte "flexible Path" das Problem sei, bei dem man mit generischen Systemen, theoretisch, überall hin käme. Ob dies geschieht oder ob COTS je funktionieren wird, sei unklar und man bleibt auf Russland angewiesen.

http://lunarnetworks.blogspot.com/2012/03/schematic-of-cislunar-space-where.html (http://lunarnetworks.blogspot.com/2012/03/schematic-of-cislunar-space-where.html)

Währenddessen liefern sich Abgeordnete mit John Holdren vom Weißen Haus eine Auseinandersetzung, in der dieser für die Kürzungen verantwortlich gemacht wird. Er wird aufgefordert, stattdessen Einsparungen im Commercial Crew Programm und anderen NASA Positionen vorzunehmen.

Obwohl es in der Paneldiskussion um den Gesamthaushalt ging, wurde insbesondere der NASA-Haushalt thematisiert.

http://news.sciencemag.org/scienceinsider/2012/03/house-panel-pummels-holdren-over.html?rss=1 (http://news.sciencemag.org/scienceinsider/2012/03/house-panel-pummels-holdren-over.html?rss=1)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 02. März 2012, 11:32:40
Obwohl es in der Paneldiskussion um den Gesamthaushalt ging, wurde insbesondere der NASA-Haushalt thematisiert.

Wieso fackelt man so lange bei etwas, das nur 0,5% hat??!!?? Gebt halt 0,55% her!!


Zitat
Stünde mehr Geld zur Verfügung, würden nur mehr Aktivitäten erfolgen und alle NASA Mißstände blieben erhalten.

Sagen wir, die Misstände verschlingen 1 Mrd Dollar, 16 bleiben über.
Wäre das Budget 34 Mrd. Dollar, und die Misstände blieben 1 Mrd., wäre das Verhältnis besser!!

1/17 Verschwendung zu 1/34.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 02. März 2012, 12:10:48
Was sind das für Zahlenspiele? Einfach in den Raum gestellt ... ???

Mal ganz grundlegend:
Mein heilt eine Krankheit nicht einfach durch "mehr". Indem man einfach mehr ausgibt, wird vielleicht eine willkürliche Kennzahl (Verschwendung/Budget) besser, aber das ist reine Statistiktrickserei. Würdest du das Spielchen bei anderen öffentlichen Ausgaben akzeptieren? Man muss strukturelle Probleme angehen, das System refomierene, alte Zöpfe abschneiden. Dann passt's auch mit der Kennzahl ...
Außerdem, alles was man "einfach so" gibt ("Gebt halt 0,55% her!!"), fehlt an anderer Stelle. Deswegen muss jede Veränderung geprüft, argumentiert und verhandelt werden.

Sorry ... solche einfach mal raus posaunten, pauschalen "Lösungen" ... da kann ich nur den Kopf schütteln.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 02. März 2012, 19:28:50
http://video.foxbusiness.com/v/1483676909001/the-costs-of-cutting-nasas-budget/ (http://video.foxbusiness.com/v/1483676909001/the-costs-of-cutting-nasas-budget/)


Hier nochmal ein Video zum Link oben.
''Von und mit'' Neil deGrasse Tyson.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 07. März 2012, 18:14:14
Heute wieder zwei Hearings mit NASA-Chef Bolden vor dem Senate und House in Washington.

Auch Neil deGrasse Tyson wurde als Zeuge befragt, was Sen. Nelson die Gelegenheit gab, die Bedeutung zu thematisieren.

http://commerce.senate.gov/public/index.cfm?p=Hearings&ContentRecord_id=a2593bd3-8859-4e7d-869d-7e670a654664&ContentType_id=14f995b9-dfa5-407a-9d35-56cc7152a7ed&Group_id=a06730c4-d875-4fde-97db-9e2be611840e (http://commerce.senate.gov/public/index.cfm?p=Hearings&ContentRecord_id=a2593bd3-8859-4e7d-869d-7e670a654664&ContentType_id=14f995b9-dfa5-407a-9d35-56cc7152a7ed&Group_id=a06730c4-d875-4fde-97db-9e2be611840e)

Neues dürfte aber nicht dabei gewesen sein, eher eine Stimmungslage.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 07. März 2012, 22:28:42
Im zweiten Hearing gab es aus meiner Sicht eine interessante Stelle. Nachdem Bolden mit dem Vorwurf, die NASA würde zuviel Budgetüberschreitungen in Projekten wie JWST zulasssen, zunächst etwas weichgekocht wurde, fragte Mrs Edwards nach den Kosten für Commercial Crew und wundert sich, dass es dazu keine unabhängigen Schätzungen gibt. Bolden meinte, dass es von der Industrie Schätzungen gibt und die NASA dazu Planungen hat, die zu den 850 Mio $ und dem Planungsziel 2015 bzw. 2017 geführt haben.

Das ist im Prinzip neu, denn bisher hieß es, dass die NASA lediglich die Industrie fördern will, die Kostenkontrolle und Zielerreichung jedoch Sache der Industrie sei.

http://science.house.gov/hearing/full-committee-hearing-overview-nasa-fy13-budget (http://science.house.gov/hearing/full-committee-hearing-overview-nasa-fy13-budget)

Edit: Wäre schön, wenn der Punkt nochmal offiziell von der NASA aufgegriffen wird.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 21. März 2012, 20:22:18
http://www.penny4nasa.org/Penny4NASA/Home.html (http://www.penny4nasa.org/Penny4NASA/Home.html)

Eine Petition, einen Cent (statt bisher nbicht mal einen Halben) für jeden Steuerdollar an die NASA zu geben.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 22. März 2012, 00:46:41
NASA-Chef Bolden wurde zum Budget 2013 vom Repräsentantenhaus gegrillt. Einen großen Teil der Diskussion nahm die Absage von EXOMARS und das stark gekürzte Planetary Science Budget ein.

Bolden versuchte, das NASA-Mars Programm als ambitioniert darzustellen und die Probleme kleinzureden. Auch die internationale Zusammenarbeit würde nicht darunter leiden, da auch Europa nach wie vor mit der NASA zusammenarbeiten wolle.

Man war dann einig, dass man sich nicht einig ist.

http://www.spacepolicyonline.com/news/house-appropriators-fight-for-planetary-science (http://www.spacepolicyonline.com/news/house-appropriators-fight-for-planetary-science)
http://thomas.loc.gov/video/house-committee/hsap/21258872 (http://thomas.loc.gov/video/house-committee/hsap/21258872)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 22. März 2012, 11:57:54
Zitat
Bolden versuchte, das NASA-Mars Programm als ambitioniert darzustellen

Da gehört auch ordentlich Mut dazu.

sicher, das bisherige Marsprogramm war toll. Das ist aber nicht der Verdienst von Bolden&Obama.

Nämlich das, was jetzt genehmigt hätte werden können, das ist ihr Verdienst. Das sehen wir (oder eben halt nicht  :-X  :-\ ) erst in vielen Jahren.


Zitat
Auch die internationale Zusammenarbeit würde nicht darunter leiden, da auch Europa nach wie vor mit der NASA zusammenarbeiten wolle.

 = "Haha. das haben die dummen Europäer eh nach einem Tag wieder vergessen"


__________

Alles, was einzigartig an der NASA ist, alles, in dem nur sie erfolgreich ist /war, wird zusammengestrichen.
Zuerst Human Exploration, dann Mars Exploration. Wieso lösen sie sie nicht gleich auf?


_____

Zitat aus http://www.spacepolicyonline.com/news/house-appropriators-fight-for-planetary-science (http://www.spacepolicyonline.com/news/house-appropriators-fight-for-planetary-science)

Zitat
He also admitted that he had not known that the 2016 and 2018 missions with ESA would not actually have returned a sample to Earth.

Das nenne ich mal eine qualifizierte Führungskraft   >:(  >:(  >:(

Und er wollte eine Probenrückführung streichen?? ?? ?? ?? ?  >:(  >:(  >:(  >:(  >:(  >:(  >:(  >:(


Zitat
Bolden said that everyone apparently knew that but him.
Jeder, der sich ein kleines bisschen für Planetary Science interessiert (und das ist schließlich Teil seines Jobs!!!), sogar der Straßenkehrer am NASA-Gelände hat das gewusst.
Eine Probenrückführung wäre die Weltraummission des Jahrhunderts!!
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 22. März 2012, 16:17:27
Zitat aus http://www.spacepolicyonline.com/news/house-appropriators-fight-for-planetary-science (http://www.spacepolicyonline.com/news/house-appropriators-fight-for-planetary-science)

Zitat
He also admitted that he had not known that the 2016 and 2018 missions with ESA would not actually have returned a sample to Earth.
also das habe ich doch etwas anders verstanden als in dem spacepolicy-Artikel widergegeben. Den Schlagabtausch kann man bei etwa 1:08 im Video nachverfolgen. Zwei andere Dinge sind aber bemerkenswert:
1. Bolden nimmt die Entscheidung, EXOMARS zu streichen, auf seine Kappe. Dagegen hieß es bisher dazu immer, dass die Top-Prioritäten aus dem White House / OMB / der Politik kommen ( und die lauten nunmal ISS, JWST und SLS/Orion ).
2. Bolden sagt, das es nie eine Zusage der NASA zu EXOMARS gegeben habe und das er mit Dordain schon seit 2009, insbesondere aber 2011, im Gespräch war, die Unterstützung für EXOMARS aus finanziellen Gründen in Frage zu stellen. Damit bringt er allerdings Dordain m.E. in Schwierigkeiten, der sich jetzt fragen lassen müßte, ob die Voraussetzungen für die Entwicklung dieser Mission überhaupt gegeben waren. Andererseits sagt Bolden, dass die NASA mit der ESA an EXOMARS entwickelt habe, um eine spätere Sample Return Mission vorzubereiten.

Die Erläuterungen werden dann etwas umständlich komisch, weil Bolden argumentieren will, dass EXOMARS aus seiner Sicht keine adequate Vorbereitung einer Sample Return Mission sei, jedoch eine evtl. neue NASA-Mission für 2020 diese ermöglichen könnte, und das, obschon diese dann keine Flagship-Mission sein dürfte. (Wobei es Experten gibt, die dann sagen, eine Nicht-Flagship-Mission könne keine Priorität haben und müsse mit anderen möglichen Missionen im Wettbewerb stehen.)

Mit anderen Worten, eine sehr merkwürdige Darstellung, die aus europäischer Sicht eine Menge Fragen aufwerfen dürfte.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 31. März 2012, 17:00:03
http://www.washingtontimes.com/news/2012/mar/30/obama-shoots-down-mars-exploration/ (http://www.washingtontimes.com/news/2012/mar/30/obama-shoots-down-mars-exploration/)

Um wieder mal Leben in den Thread zu bringen, ein guter Artikel... Nichts Neues steht halt drinnen...


Interessante Feststellung:
Zitat
Indeed, what is truly remarkable about the Obama administration’s NASA management is that it has managed to wreck both the human-spaceflight program and the robotic planetary exploration effort without saving any money. In 2008, NASA’s spending was $17.4 billion; this year’s budget is $17.7 billion. Yet in 2008, NASA was running an active space shuttle program, preparing for the critical mission to save the Hubble Space Telescope, developing systems for returning astronauts to the moon by 2019, building the Curiosity and Maven Mars probes and planning an orbiter for Jupiter’s moon Europa. Toda,y the shuttles are gone, the moon program is gone, and this decade’s Mars and Jupiter probes are gone - all without saving a nickel. In terms of damage done per dollar cut, it may be a world’s record.

Ohne weniger Geld zu verbrauchen, spart man das ein, wofür die NASA steht...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 31. März 2012, 20:25:17
Na ja, imo. heult Zubrin wieder nur, daß es mit dem Marsflug wieder nix wird.
(Zubrin hat imo. in den letzten Jahren etwas an Glaubwürdigkeit eingebüßt...)

Sagt er überhaupt im Artikel wofür das Geld stattdessen ausgegeben wird?

Edit: Ok, tut er nicht wirklich. Stattdessen gibt er einem wachstumskritschen Obamaberater die Schuld an den Kürzungen. (Und was Zubrin von Wachstumskritikern hält, hat er ja in seinem vorjährigen Buch genau beschrieben...  ::))

Ansonsten ist es sein gleiches Geheule wie immer.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 18. April 2012, 00:08:25
Der Senate hat für 2013 einen neuen NASA-Budgetentwurf verabschiedet:

Die Beschaffung eines neuen Wettersatelliten soll nicht mehr beim NOAA sondern bei der NASA liegen, das Budget dafür zur NASA gehen, so dass es bei insgesamt 19,4 Mrd $ liegt. (ohne den Wechsel wären es gegenüber 2012 41,5 Mio. $ weniger).

Orion wie gehabt 1,2 Mrd $; SLS 1,5 Mrd $ (etwas weniger wie 2012).
Commercial Crew soll bei 512 Mio $ liegen (+119 Mio$).
Science soll bei 5 Mrd $ liegen, geringfügig mehr als 2012, die Kürzungen für Mars Exploration sollen nicht so hoch ausfallen.
http://www.appropriations.senate.gov/news.cfm?method=news.view&id=6bc432b7-656b-4930-b0cf-bd3deef4fc3a (http://www.appropriations.senate.gov/news.cfm?method=news.view&id=6bc432b7-656b-4930-b0cf-bd3deef4fc3a)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 18. April 2012, 07:38:32
Commercial Crew soll bei 512 Mio $ liegen (+119 Mio$).

Wollte der Senat nicht 500 Millionen für 2012 ursprünglich und man hat sich dann auf ca 400 Millionen mit dem Repräsentantenhaus geeinigt? Da muss man ja kein Hellseher sein, dass es dann nochmal auf vermutlich ca. 400 Millionen rauslaufen wird...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 18. April 2012, 09:12:44
Mal sehen.  Aber ich hab ja schon im anderen Thread erwähnt, daß seit Wochen schon befürchtet wird, daß CCDev erneut Gelder zugunsten SLS/Orion verlieren könnte.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 18. April 2012, 11:14:05
Abgesehen davon, dass es wohl schwierig ist hier einen direkten Zusammenhang herzustellen, ist eher das Gegenteil richtig.

Letztes Jahr bestand der Kompromiss darin, dass die Administration das von ihr vermähte MPCV/Orion-Projekt aktzeptierte, der Kongress sich dafür mit einem geringeren Budget zufrieden geben mußte und die Zeitplanung sehr defensiv angesetzt wurde (2017/2021).

2012 waren 1.2 Mrd $ (MPCV) und 1.5 Mrd $ (SLS) budgetiert.
Jetzt in 2013 soll es über den Kompromiss hinaus nur noch 1.0 Mrd bzw. 1.34 Mrd $ sein.
Das sinkende Budgets das Program nicht beschleunigen würden, ist da wohl einkalkuliert.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 18. April 2012, 21:40:20
Die NASA will das CCDev Programm strecken bei Geldmangel, jedoch keinen Strategiewechsel (auf einen Provider wechseln):
http://www.spacenews.com/civil/120417-garver-funding-delay-commercial.html (http://www.spacenews.com/civil/120417-garver-funding-delay-commercial.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 19. April 2012, 21:03:36
Die NASA will das CCDev Programm strecken bei Geldmangel, jedoch keinen Strategiewechsel (auf einen Provider wechseln):
http://www.spacenews.com/civil/120417-garver-funding-delay-commercial.html (http://www.spacenews.com/civil/120417-garver-funding-delay-commercial.html)

Dauernd das selbe. So kommt man nicht weiter.


Die Hoffnung liegt immer mehr auf den Privaten (auch wenn die unrealistischEr sind, noch unrealistiser ist es, dass die Projekte der NASA finanziert werden.)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 19. April 2012, 22:44:28
Und wer soll die "Privaten" finanzieren, wenn nicht der Steuerzahler, also über eine staatliche Raumfahrtagentur wie NASA? Profitable Projekte wie etwa Kommunikationssatelliten funktionieren natürlich, aber Teleskope und Sonden zählen sicherlich nicht dazu.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MR am 09. Mai 2012, 13:38:25
Der Begriff Private ist eh sinnlos. Schließlich handelt es sich bei allen Firmen (also auch Boeing, LM, ATK, SpaceX usw) um private Firmen, die alle am Tropf der NASA hängen.

Will man das NASA Budget entlasten, so sollte man sich entweder von ccdev oder besser von Orion trennen. Beides zusammen ist Unsinn. Für Orion gibt es die nächsten 20 Jahre kein Ziel, also ist absehbar, das man es nur als ISS Zubringer (so denn die ISS noch so lange halten sollte) einsetzen kann. Dafür tut es aber auch eine Kapsel wie die CST-100.

Bei ccdev sollte man sich auf ein einziges Projekt konzentrieren. Ansonsten kommt da nichts vernünftiges bei raus. Dream Chaser sollte als Forschungsprogramm weiterlaufen bzw mit dem X-37 Programm zusammengeführt werden, dann könnte man mit einem daraus hervorgegangenen Gleiter mittelfristig die Kapseln in den LO ablösen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 23. Juni 2012, 21:11:12
Obama`s Wissenschaftsberater John Holdren wird vorgeworfen, in den letzten 4 Jahren die Führung der US-Raumfahrt Exploration verloren zu haben, man sei nur noch an dritter Stelle. (Hier gehts vor allem um die geplante 20% Kürzung in der Planetenforschung.)

Dem widerspricht er natürlich und hält auch das Mars Budget für "robust" genug.

Die Abgeordnete Edwards machte aber klar, dass ein "jumping in and out" in der Forschung inakzeptabel sei und nur zur Verschwendung führe.

http://www.spacepolicyonline.com/news/holdren-u-s-is-number-one-in-space-and-intends-to-stay-that-way (http://www.spacepolicyonline.com/news/holdren-u-s-is-number-one-in-space-and-intends-to-stay-that-way)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 23. Juni 2012, 21:19:52
Bei ccdev sollte man sich auf ein einziges Projekt konzentrieren. Ansonsten kommt da nichts vernünftiges bei raus. Dream Chaser sollte als Forschungsprogramm weiterlaufen bzw mit dem X-37 Programm zusammengeführt werden, dann könnte man mit einem daraus hervorgegangenen Gleiter mittelfristig die Kapseln in den LO ablösen.

Mit CommercialCrew möchte man einen Markt aufbauen und sowas funktioniert eben nur mit mindestens zwei Anbietern. Ein einzelner Anbieter könnte Preise diktieren wie er will und dementsprechend wäre es kein Markt.
X-37 ist kein NASA Programm (mehr). Man müsste DreamChaser an die Air Force "verscheuern", aber die hat kein Interesse an einem bemannten Raumgleiter. 
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 23. Juni 2012, 21:38:27
Es wäre schön, wenn wir uns hier mehr um das Topic bemühen könnten.

Ich find es unnötig, auf einen alten Beitrag einzugehen, der an anderer Stelle schon diskutiert wird (CCDev).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 23. Juni 2012, 23:22:54
Es wäre schön, wenn wir uns hier mehr um das Topic bemühen könnten.

Ich find es unnötig, auf einen alten Beitrag einzugehen, der an anderer Stelle schon diskutiert wird (CCDev).

Okay sorry.

Habe hier noch ein schönes ca. 5 Min langes Video gefunden, was im Grunde ein Kommentar zur Raumfahrt mit einigen schönen Verweisen auf das NASA-Budget ist. Inhaltlich eigentlich keine News aber ein Kommentar der wie die Faust aufs Auge passt. Unter anderem geht es um die Auswirkungen von Kürzungen bzw. einer Unterfinanzierten NASA auf langfristige Sicht. Dass es über die ganze Laufzeit massig Bilder über die Raumfahrt von den Anfängen bis zum heutigen Tage gibt, macht es für mich ziemlich sehenswert. Wie ich finde passt es in den Thread als Kommentar zum Thema.

SPACE: 2099 THE SERIES - CAN IT HELP REVIVE THE DREAM? (http://www.youtube.com/watch?v=mDDuS4G0Vb0#)

Bzgl. dem Titel: Gemacht wurde das Video als Vor-Marketingmaßnahme für eine neue TV-Serie.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. Juli 2012, 00:21:27
CNN berichtet über Bill Nye von der Planetary Society, der die Budget-Kürzungen in der Planetenforschung kritisiert.

"Investitionen in Raumfahrt stimulieren die Gesellschaft, stimulieren die Ökonomie, stimulieren die Talente und Begabungen und geben uns Motivation und Leidenschaft."

Er versteht, dass das Budget gekürzt wird, aber irgendwas läuft da ziemlich falsch.

Der Versuch einer Landung eines Raumfahrzeugs - in einer anderen Welt - ist wirklich schwierig und wenn die US unter Obamas 21%-Kürzung diese Fähigkeit verliert, wäre das sehr enttäuschend.

http://www.spacenews.com/commentaries/120703-fromwires-nye-cuts-nasa-budget.html (http://www.spacenews.com/commentaries/120703-fromwires-nye-cuts-nasa-budget.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 04. Juli 2012, 10:35:00
Das Problem ist hier auch teilweise auch hier der seit ja Jahren dauernde ideologische Streit, welches ökonomische Paradigma richtig ist. (Kurzgefasst: Pro/Konta Keynes bzw. in wiefern der Staat die Wirtschaft beeinflussen soll.)

Und vor allem in den USA kochen bei der Diskussion ziemlich die Gemüter. Teilweise erinnert mich die Diskussion an die Religionsstreits der vergangenen Jahrhunderte.

Sorry für dieses Abgleiten ins Politische.

Um übrigens auf die Kürzungen im (Planeten-) Forschungsbudgez zurückzukommen:

Laut einem Leitenberger Blog hat das ja schon unter Griffin begonnen, welcher kräftig bei Science gekürzt hat um Constellation zu finanzieren.


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 04. Juli 2012, 21:31:43
Laut einem Leitenberger Blog hat das ja schon unter Griffin begonnen, welcher kräftig bei Science gekürzt hat um Constellation zu finanzieren.

Das sehe ich nicht so eng, weil beide s interessant ist!
 
Eine Mondlandung und Planetary science... Wenn man sich wenigstens eines leisten könnte...  :'(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. Juli 2012, 22:54:16
Laut einem Leitenberger Blog hat das ja schon unter Griffin begonnen, welcher kräftig bei Science gekürzt hat um Constellation zu finanzieren.

Wie dieser selbst sagt sind seine Blogs eher Meinungsäußerungen und keine Fakten. Ich hab jedenfalls Schwierigkeiten, die Aussage pauschal nachvollziehen zu können.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 20. Dezember 2012, 18:46:14
Langsam aber sicher bewegt sich Amerika und damit auch die NASA auf die "fiscal cliff" zu.

Würde sie zum 02.01.13 eintreten, müßte die NASA im Fiscal Year 2013 mit 1,4 Mrd $ weniger auskommen.

NASA-Chef Bolden sieht sich veranlaßt, seine Mitarbeiter in einem Memo darüber zu informieren, was das bedeutet. Er betont, dass sofortige Auswirkungen wohl nicht zu erwarten sind, da das reduzierte Budget für das ganze Haushaltsjahr bis zum 30.09.13 gelten würde.

(In anderem Zusammenhang war schonmal vom "Shut down" die Rede, wo die Mitarbeiter nach Hause geschickt werden.)

http://spaceref.com/news/viewsr.html?pid=42919 (http://spaceref.com/news/viewsr.html?pid=42919)

Gleichwohl wäre die Konsequenzen jedoch beträchtlich, da dann eine Korrektur der Kürzungen so schnell nicht mehr erreichbar wären.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 20. Dezember 2012, 20:06:23
Zitat
Gleichwohl wäre die Konsequenzen jedoch beträchtlich, da dann eine Korrektur der Kürzungen so schnell nicht mehr erreichbar wären.

Mal ehrlich... Was können die Kürzungen am lieblosen Kurs der Obamapolitik noch ändern? L2 wird nichts, 7m- Asteroiden holen wird nicht, in 10 Jahren bekommen wir (Menschheit) angeblich wieder Menschen auf eine Flugbahn um den Mond (free return trajectory?). Wie selbst der einfache Flug um den Mond bezaht werden soll, ist auch nicht klar, wenn es so weitergeht wie bisher, wird der sicher auch gestrichen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 16. Januar 2013, 19:36:55
Das Budget für 2014 wird nicht Anfang Feb. präsentiert, sondern verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Anscheinend wurden die Agenturen vom Weißen Haus informiert, dass man sich auf die geplanten massiven Kürzungen aber 01. März einstellen soll.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 02. März 2013, 01:11:19
Da sich die US-Politik nicht einigen konnte, treten nun automatische Budgetkürzungen in Kraft. Für das NASA-Budget bedeutet das, dass für das Fiscal Jahr 2013 nur noch 16,9 Mrd $ zur Verfügung stehen. 2012 waren es noch 17,8 Mrd $.

Die Kürzungen dürften alle Bereiche betreffen. Beurlaubungen hat NASA Chef Bolden kurzfristig nicht angekündigt. Einsparungen dürften eher bei Vertragspartnern vorgenommen werden.

Der Betrieb der ISS sei zwar nicht unmittelbar betroffen, sollten die Kürzungen anhalten, müßten Wissenschaft und Crew-Anzahl u.U. reduziert werden.

http://www.universetoday.com/100377/how-will-sequestration-affect-nasa/ (http://www.universetoday.com/100377/how-will-sequestration-affect-nasa/)

Der FY2014-Budgetentwurf wird interessant.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 04. März 2013, 18:32:27
Marcia S. Smith von SpacePolicyOnline hat eine ausführliche Faktensammlung zum NASA Budget 2013 zusammengestellt:

http://www.spacepolicyonline.com/pages/images/stories/NASA%20FY2013%20Budget%20Request%20Mar%202013r.pdf (http://www.spacepolicyonline.com/pages/images/stories/NASA%20FY2013%20Budget%20Request%20Mar%202013r.pdf)

Hier nochmal der Vergleich zwischen dem aktuellen FY2013 (links), dem neuen Zahlen nach dem Sequester (mitte). Rechts die Planzahlen gemäß der Obama-Anforderung. Die Kürzungen betreffen erstmal alle Bereiche und das FY2013 ist im September sowieso vorbei. Der Budgetentwurf 2014 soll in der 3ten Märzwoche kommen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 05. März 2013, 12:18:03
Dazu muss man zusätzlich wissen, dass es eigentlich ja gar kein NASA Budget für das FY 2013 gibt (genauso ist es bei allen andern Ressorts). Denn das ist ja der Kern des Problems, es gibt keinen verabschiedeten Staatshaushalt der USA für das Fiskaljahr 2013. Man arbeitet ja immer noch unter der Continuing Resolution (CR) aus dem September letzten Jahres. D.h. dass der Staat überhaupt handlungsfähig ist, arbeitet man mit dem Verabschiedeten Budget des FY 2012 weiter und schlägt da 0,612% drauf.
In dieses Provisorium kommt nun noch der Sequester  mit den bekannten Kürzungen dazu.

Die CR gilt aber nur noch bis zum 27. März. Bis dahin muss man sich entweder auf einen Haushalt geeinigt haben, oder aber eine weiter CR bis zum ende des Fiskaljahres beschließen (die wahrscheinlichere Variante). Wie diese CR dann aussieht, weiß derzeit niemand.
Daher ist es durchaus möglich, dass sich dann wieder etwas an den Zahlen ändert.

US Haushaltspolitik ist kompliziert  ::)

Gruß,
KSC

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 21. März 2013, 22:38:44
Das Budget für FY2013 ist jetzt wohl abgesegnet, die NASA bekommt jetzt 16,65 Mrd $.

NASA-Chef Bolden sagte im gestrigen Hearing, dass man die Kürzungen nicht in den drei Prioritäten JWST, SLS/Orion und ISS/Commercial Crew herausschneiden will.

http://www.spacepolicyonline.com/news/cr-clears-congress-funds-government-for-remainder-of-fy2013 (http://www.spacepolicyonline.com/news/cr-clears-congress-funds-government-for-remainder-of-fy2013)

Interessanterweise sagte er da auch, auf die Bemerkung von Rep. Wolf, dass das JWST wohl schon so weit wäre, dass man es nicht abbrechen könne, dass Bolden sich das durchaus noch vorstellen könne, etwa wenn es inakzeptable technische Probleme gäbe. "Nothing is too big to fail".

Da fiel mir ein, dass er vor einiger Zeit mal eine Durchhalte-Garantieerklärung für Commercial Crew Entwicklung abgegeben hat. So ändern sich die Zeiten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Volker am 25. März 2013, 17:58:58
Hallo,

Die Kürzungen dürften alle Bereiche betreffen. Beurlaubungen hat NASA Chef Bolden kurzfristig nicht angekündigt. Einsparungen dürften eher bei Vertragspartnern vorgenommen werden.

Um nicht Leute entlassen zu müssen, spart die NASA vor allem auch an Reisekosten. Das heisst, nur noch Dienstreisen, die als 'systemkritisch' eingestuft werden, werden genehmigt. Tatsaechlich ist es nun deutlich schwieriger, Kollegen der NASA bei Meetings in Europa dabeizuhaben. Und externe Gutachter der NASA werden auch nur noch in systemkritischen Faellen eingeladen. Letzte Woche war ich aber noch auf NASA-Kosten drüben -- was systemkritisch ist, scheint eine eher schwammige Definition. So sollen aber insgesamt 50% des Reisekostenbudgets eingespart werden.

Gruss,
Volker
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 09. April 2013, 09:51:46
Am 10. April um 19:30 MESZ wird das NASA-Budget 2014 vorgestellt.

Live-Stream wird dann sein: www.aaas.org/go/ostp (http://www.aaas.org/go/ostp)

http://spaceref.com/news/viewpr.html?pid=40510 (http://spaceref.com/news/viewpr.html?pid=40510)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 10. April 2013, 21:04:28
Der Budgetplan ist raus, Obama plant mit 17,7 Mrd $ für 2014.
http://www.nasa.gov/pdf/740512main_FY2014%20CJ%20for%20Online.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/740512main_FY2014%20CJ%20for%20Online.pdf)

Bolden stellt das Budget jetzt im einzelnen vor:
http://www.nasa.gov/news/media/newsaudio/index.html (http://www.nasa.gov/news/media/newsaudio/index.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 10. April 2013, 22:44:37
Inhaltlich scheint am interessantesten, dass die NASA nunmehr eine "Asteroid Retrieval Mission" verfolgen will, für die 100 Mio. vorgesehen sind. Die Präsentation erweckt den anschein, dass das Geld aus dem Bereich "Space Technology" kommt.
http://www.nasa.gov/pdf/740427main_NASAFY2014SummaryBriefFinal.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/740427main_NASAFY2014SummaryBriefFinal.pdf)

In der Detailausführung gibt es dafür jedoch keine FY14-Maßnahmen/Ziele.

Das scheint mir also noch etwas unklar zu sein. Man möchte zwar gerne, aber die Gelder dazu sind in irgendwelchen Posten, wie mir scheint.

Ansonsten auffällig:
- Mond-Forschung geht auf 0.0 $
- Orion geht von 1,3 auf 1,0 Mrd $, der Abort Test verschiebt sich von 2015 auf 2018
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MR am 10. April 2013, 23:45:06
- Orion geht von 1,3 auf 1,0 Mrd $, der Abort Test verschiebt sich von 2015 auf 2018
´

Scheint mir logisch. Solange es noch nicht mal einen Träger für Orion (das SLS soll ja eh nicht vor 2018 zum ersten Start bereit sein) kann man die Entwicklung ruhig strecken.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tul am 11. April 2013, 15:38:35
Eine sehr gute Nachricht ist, dass das Discovery-Programm aufgestockt wird. Wenn die nächste Mission bereits im Frühjahr 2014 ausgewählt wird, könnte Hoffnung für eine Enceladus Sample-Return Mission bestehen. Ein solche muss bis spätestens 2019 starten oder es gibt Probleme.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 11. April 2013, 15:43:36
In dem Budgetvorschlag gibt es aber offenbar eineklare Aussage gegen Missionen ins äußere Sonnensystem:
Zitat
NASA is not able to support development of an Outer Planets Flagship mission in the foreseeable future. Instead ... available funding supports a future Mars program that is consistent with the first priority of the National Academies' decadal survey for planetary research
Für NASA ist es nicht möglich eine Großmission zu den äußeren Planeten in der absehbaren Zukunft zu entwickeln. Stattdessen reichen die Mittel für ein fortgesetztes Marsprogramm, was zu den Prioritäten aus dem National Academies' decadal survey for planetary research passt.

Quelle:
http://www.planetary.org/blogs/guest-blogs/van-kane/20130410-proposed-nasa-planetary-science-budget.html (http://www.planetary.org/blogs/guest-blogs/van-kane/20130410-proposed-nasa-planetary-science-budget.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tul am 11. April 2013, 16:57:44
Live Investigation for Enceladus (LIFE) würde um die 500 Millionen Dollar kosten, und wäre demnach keine Großmission.  Mit dem vorgeschlagenen Budget könnte man demnach bereits etwas tun.

http://futureplanets.blogspot.de/2012/12/life-sample-return-for-enceladus.html (http://futureplanets.blogspot.de/2012/12/life-sample-return-for-enceladus.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 11. April 2013, 17:44:57
Das scheint mir also noch etwas unklar zu sein. Man möchte zwar gerne, aber die Gelder dazu sind in irgendwelchen Posten, wie mir scheint.

Die 100 Mio $ sind gefunden worden in:
- 20 Mio $ im Science Mission Directorate (SMD) für die Identifizierung möglicher Kandidaten.
- 45 Mio $ im Technology Mission Directorate (STMD) für solar-elektrischen Antrieb
- 40 Mio $ im Human Exploration (HEOMD) im Orion-Budget für Rendevouz-Technik

Sehr weit wird man damit aber noch nicht kommen, es ist nur ein Anfang.

http://www.spacepolicyonline.com/news/nasas-fy2014-budget-request-includes-asteroid-retrieval-mission-earth-science-and-STEM-changes (http://www.spacepolicyonline.com/news/nasas-fy2014-budget-request-includes-asteroid-retrieval-mission-earth-science-and-STEM-changes)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 13. April 2013, 19:58:44
Zunächst wäre noch zu erwähnen, dass die Obama-Administration mit ihrer Budget-Anforderung versucht, den Sequester (die automatischen Budgetkürzungen) wieder durch großzügigere Budgets zu ersetzen. Daher der Anstieg von zb. 16,6 auf 17.7 Mrd $ im NASA-Budget wie auch in anderen Politikbereichen. Natürlich wird die Anforderung wahrscheinlich wieder vom Kongress korregiert werden, aber der Budgetplan zeigt schonmal die Priorisierung der Obama-Adminstration.

Eine kleine Gegenüberstellung:

Vize-Chefin Lori Garver findet den Budgetansatz natürlich ganz toll und schreibt darüber in ihrem Blog/Twitter. Und wie man das so gerne macht, wird aufgezählt, welchen Anteil einzelne Bereiche bekommen:
- 8 Mrd $ für HSF; (50% vom Gesamtbudget)
- 5 Mrd $ für Robotic
Strategische Ziele:
- Verbesserung des Lebens auf der Erde
- Steigerung der US Wettbewerbsfähigkeit
- Sicherung der US-Führung
http://blogs.nasa.gov/cm/newui/blog/viewpostlist.jsp?blogname=garver (http://blogs.nasa.gov/cm/newui/blog/viewpostlist.jsp?blogname=garver)

Die ESA veröffentlichte ein Interview mit Dordain, der folgende Aussagen machte:
Aufteilung des ESA-Ministerratsbeschlusses von 2012 über 10 Mrd € für 2-3 Jahre:
- 20 % Erdbeobachtung
- 17 % Navigation
- 14 % Trägerentwicklung
- 12 % Science
- 10 % bemannte Raumfahrt
- 8,2 % Telekommunikation
Strategische Ziele:
- Wissenschaft
- Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
- Schaffung von weltraumbasierten Services
http://www.esa.int/About_Us/DG_s_News_and_Views/Making_space_for_Europe_-_Pan_European_Networks_March_2013 (http://www.esa.int/About_Us/DG_s_News_and_Views/Making_space_for_Europe_-_Pan_European_Networks_March_2013)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 13. April 2013, 20:18:26

Strategische Ziele:
- Verbesserung des Lebens auf der Erde
- Steigerung der US Wettbewerbsfähigkeit
- Sicherung der US-Führung

 :o
Und was hat das mit Raumfahrt zu tun?  ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 13. April 2013, 20:50:47
Die Frage ist zwar durchaus berechtigt, allerdings muss man sich im klaren sein, dass keine Gesellschaft die Raumfahrt um ihrer Selbst betreibt, sondern das immer gesellschaftliche Ziele dahinter stehen.

Und umgekehrt kann man überlegen, welche gesellschaftlichen Herausforderungen durch Raumfahrt positiv beeinflusst werden können.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 14. April 2013, 21:05:45
Genau das selbe wollte ich grade schreiben!!

Zitat
Strategische Ziele:
- Verbesserung des Lebens auf der Erde
- Steigerung der US Wettbewerbsfähigkeit
- Sicherung der US-Führung

Sagen wir mal, die USA fliegen wieder auf den Mond.

-Dann wird die Wirtschaft stark angekurbelt. - Steigerung der US Weetbewerbsfähigkeit
-Damit ist die US #1 -> US-Führung
-Damit studieren mehr Leute Engineering -> indirekt Verbesserung des Lebens auf der Erde.


Ohne ein klares Ziel, wie soll man das Leben auf der Erde verbessern? Den Armen gleich das Geld geben?
Forschungspreise ausschreiben (dann machen die Projekte andere)?

Wie will man die US-Führung sichern mit einem/vielen Satelliten im LEO?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 24. April 2013, 18:18:07
Gerstenmaier sagt in dem gestrigen Hearing mit Senator Nelson, dass die NASA zwar im FY2013 auf den Sequester vorbereitet war, wenn aber die Budgetkürzungen 2014 anhalten, die NASA nicht mehr das liefern kann, wozu sie sich mal verpflichtet hat.

http://www.usatoday.com/story/news/politics/2013/04/23/sequestration-threatens-nasa-deadlines/2107585/ (http://www.usatoday.com/story/news/politics/2013/04/23/sequestration-threatens-nasa-deadlines/2107585/)

Das ist wohl leicht nachvollziehbar, stellt aber faktisch die meisten Programme und Zeitziele in Frage !
Da fragt man sich schon, was die NASA überhaupt noch hinbekommt.


Heute um 20:00 Uhr wird NASA-Chef Bolden in einem Ausschuß des Kongresses zum Budget-Entwurf 2014 befragt.
http://science.house.gov/hearing/subcommittee-space-hearing-overview-national-aeronautics-and-space-administration-budget (http://science.house.gov/hearing/subcommittee-space-hearing-overview-national-aeronautics-and-space-administration-budget)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 24. April 2013, 21:59:01
Auch NASA-Chef Bolden sagt, dass ein fortgesetzter Sequester umfassenden Impact auf die Programm hätte:
- Commercial Crew würde sich weiter verzögern
- Asteroid Retrieval Mission könne wohl nicht länger weiterverfolgt werden.
- SLS/Orion liegt derzeit gut im Plan, würde sich dann aber wohl verzögern
- andere Projekt auch.

An einer anderen Stelle äußerte er sich noch zu der Kostenschätzung der Keck-Studie (2,6 Mrd. für die Retrieval Mission). Er meinte, dass der Altair Lander mit 8-10 Mrd geschätzt wurde und somit die Asteroid Retrievel Mission doch um das 3-fache günstiger sei.

Das wundert mich, er müßte es doch eigentlich besser wissen!
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 24. April 2013, 22:50:47
Ja er weiß, dass Altair eher 16-20 Milliarden kosten würde und die Asteroidenmission 5 Milliarden, also stimmt das Verhältnis doch wieder. ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 25. April 2013, 19:00:38
NASA-Chef Bolden sagte heute, wenn die 820 Mio $ im FY2014 für CCDev nicht genehmigt werden, dann verschiebt sich CCDev auf 2018.

Damit dürfte auch das Argument, Commercial sei schneller als eine NASA-Lösung (früher Ares I, jetzt Ares 5) gefallen sein, denn SLS/Orion sei ja noch on-track. ;)

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: odo am 26. April 2013, 08:47:32
Elon & Co. werden dennoch schneller sein als die NASA, denn mit dem Regierungs- und Budgethickhack kann letztere niemals so straight-forward sein wie sie sollte....
was ich außerdem nicht kapiere (bin aber auch kein USA-Politikkenner), wieso wollen ausgerechnet in den USA und bei den Republikanern soviele auf die klassische Schiene
(und zwar offenbar wirklich gegen und ersatzweise zu commerical, nicht parallel) setzen, d.h. Staatsaufträge an die Industrie rather than commercial...das ist doch eigentlich Sozialismus.... 8)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 26. April 2013, 09:09:51
Es geht da nicht um Raumfahrt, es geht um Wahlkampfspenden, die man von Boeing und Lockheed Martin bekommen kann. Wahlkampfspenden sind dabei die milde Ausdrucksweise. Wenn man die ISS und als Nebennutzen Commercial Space abschaffen könnte, dann wäre mehr Geld da, das in die Taschen dieser beiden Konzerne fließen könnte. Und wenn die Entwicklung von Orion und SLS dann abgeschlossen ist, fließen ca. 2 Mrd. Dollar pro Jahr an die Konzerne, um "die Infrastruktur dafür aufrechtzuerhalten". Da wird die Nutzung dieser Geräte völlig überflüssig.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: odo am 30. April 2013, 09:21:14
eine Frage: wann wird eigentlich klar sein, wie das FY2014-Budget endgültig aussieht bzw. wann wissen wir ob die Asteroid retrieval Planung wirklich Geld erhält und startet?
kann es sein, dass das Ganze in den nächsten Wochen wieder gekillt wird oder wird man da weitere Monate drüber diskutieren?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 30. April 2013, 12:37:32
Das FY2014 wird so schnell nicht endgültig verabschiedet werden (FY2013 ist auch erst seit kurzem durch den Sequester einigermaßen klar).

Die gute Nachricht lautet: die Asteroid Retrieval Mission ist bereits gestartet und hat im FY2014 Budgetantrag den offiziellen Segen, viele haben sich dazu schon Gedanken gemacht und geäußert.

Die schlechte Nachricht lautet: Wenn es beim Sequester bleibt (und es gibt keine anderen Anzeichen dazu), dann ist sowieso alles Makulatur.

Bolden hat jetzt für diesen Fall auch Nachverhandlungen beim CRS -Auftrag mit SpaceX und Orbital angekündigt. (Auch ein Kompromiss - Sequester bleibt, aber mit 1% mehr Geld vom Senate) wird daran nichts ändern.) - also JWST, SLS/Orion, Commercial Crew, CRS /ISS alles würde nur weiter geschoben.

Zum 1.10. würde der Sequester voll greifen, incl. Beurlaubungen von NASA-Personal.

http://www.aviationweek.com/Article.aspx?id=/article-xml/asd_04_29_2013_p04-01-574140.xml (http://www.aviationweek.com/Article.aspx?id=/article-xml/asd_04_29_2013_p04-01-574140.xml)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 12. Juni 2013, 23:23:05
Die NASA veröffentlicht jedes Jahr auf ihrer Budget-Seite auch einen Performanceplan, in dem die Ziele, Jahresziele und Zielabweichungen beschrieben werden.

Grundlage des Performanceplans sind die sechs strategischen Ziele der NASA, die Ende 2010 formuliert wurden und zum Strategieplan 2011 führten. Ein Ziel davon befaßt sich mit HSF+Exploration.

Theoretisch könnte man aus dem Performanceplan herauslesen, was die NASA im nächsten Jahr machen will und wo es aktuell klemmt (mit Status grün/gelb/rot). Der Performanceplan ist aber etwas sperrig zu lesen und wohl nur für den lesenswert, der sich für sowas interessiert.

Interessanterweise hat man darin den Statusreport 2012 und die Ziele für 2014 zusammengelegt.

Aufgefallen ist mir, dass man zwischen den Strategischen Zielen (1-6) und den Jahreszielen noch die sogenannten "Agency Priority Goals" hat, die für einen Zeitraum bis zu 5 Jahren gelten sollen (die gab es 2011 so noch nicht).

Diese Agency Priority Goals 2012-2013 lauten:
1. nachhaltiger Betrieb und Nutzung der ISS
2. Entwicklung von HSF und Reisen jenseits von LEO
3. Nutzung von Curiosity Rover
4. Forschung und neue Technologien für Regierung und Industrie

Der Status der Jahresziele ist überwiegend grün. Wer dagegen erwartet, das die NASA angesichts von Budgetproblemen, Unterauslastung und ungewissen Zeitplänen im CCDev eher auf rot stehen sollte, der sieht hier doch ein anderes Bild. Erklären läßt sich das, weil es hier um NASA-interne Ziele, die ja politisch nun auch nicht gerade ambitioniert ausgelegt sind. Aber ob das so der Wirklichkeit entspricht?
 
Quellen:

http://www.nasa.gov/news/budget/index.html (http://www.nasa.gov/news/budget/index.html)
Einführung
http://www.nasa.gov/pdf/754112main_2-NASA_FY14_M%26P508-pt2intro.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/754112main_2-NASA_FY14_M%26P508-pt2intro.pdf)
Ziele und Status HSF:
http://www.nasa.gov/pdf/754113main_3-NASA_FY14_M%26P508-pt2-sg1.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/754113main_3-NASA_FY14_M%26P508-pt2-sg1.pdf)

Erläuterungen Zielmethodik
http://www.nasa.gov/pdf/754111main_1-NASA_FY14_M%26P508-pt1.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/754111main_1-NASA_FY14_M%26P508-pt1.pdf)

www.nasa.gov/pdf/516579main_NASA2011StrategicPlan.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/516579main_NASA2011StrategicPlan.pdf)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: McFire am 24. Juli 2013, 13:50:56
Was soll dabei außer schädlichem und unproduktivem Hickhack herauskommen, wenn jede "Gruppierung" dort ihre eigenen Wissenschaftler hat?
Gibt es eigentlich auch Leute da, die diese ganze Unproduktivität und Verzögerung mal öffentlich in Geld umrechnen dürfen?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 24. Juli 2013, 18:14:09
NASA Finanz-Chefin Beth Robinson verläßt die NASA und wurde von Obama ins Energieministerium berufen.

Das kann man wohl so interpretieren, dass die Transition der NASA in finanziell-administrativer Hinsicht vollzogen ist und wohl keine besondere Gestaltung mehr erfordern soll.

http://nasawatch.com/archives/2013/07/nsa-cfo-robinso.html (http://nasawatch.com/archives/2013/07/nsa-cfo-robinso.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rori am 06. August 2013, 20:53:32
NASA-Vize-Chefin Lori Garver verlässt die Behörde am 6. September mit Ziel General Manager der Pilotengewerkschaft ALPA (Air Line Pilots Association). Dort ist sie für das Tagesgeschäft zuständig.

Ein ganz schöner Themensprung, der noch der Erklärung bedarf. War sie vielleicht der ewigen Budget-Diskussionen überdrüssig? Bei der Verteidigung der geplanten Asteroiden-Mission gegenüber den ablehnenden Republikanern im US-Repräsentantenhaus wirkte sie bereits erstaunlich defensiv: „Ich denke“, so wurde sie bei Spaceflightnow zitiert, „dass wir in der Lage sind, den Nutzen einer solchen Mission aufzuzeigen.“


http://www.nasa.gov/press/2013/august/statements-on-nasa-deputy-administrator-lori-garvers-announced-departure/#.UgE-zm3wKzM (http://www.nasa.gov/press/2013/august/statements-on-nasa-deputy-administrator-lori-garvers-announced-departure/#.UgE-zm3wKzM)

http://spaceref.com/news/viewpr.html?pid=41280 (http://spaceref.com/news/viewpr.html?pid=41280)


wg. Garver-Zitat: http://www.spaceflightnow.com/news/n1306/19house/#.UgFFq23wKzM (http://www.spaceflightnow.com/news/n1306/19house/#.UgFFq23wKzM)


Viele Grüße

Roland
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 20. September 2013, 09:43:47
Die NASA hat zum Ende des FY2013 einen Operating Plan veröffentlicht, in dem die schon bekannten Zahlen auf eine Ebene drunter detailiert wurden.

spacepolicyonline sagt dazu, dass da nicht viel veröffentlicht wurde, im Vergleich zu 2005 und auffällig ist, dass MAVEN eine 41% Kürzung erfahren hat.

http://www.spacepolicyonline.com/news/nasa-releases-more-fy2013-operating-plan-data (http://www.spacepolicyonline.com/news/nasa-releases-more-fy2013-operating-plan-data)

Interessant find ich auch, dass nach dem Shuttle-Ende die ISS-Transportkosten bei gut 1 Mrd. $ liegen.
(das Shuttle-Programm hatte zuletzt 1,6 Mrd $ gekostet).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: user234 am 24. September 2013, 12:41:14
Wie würde sich der jetzt im Oktober drohende "government shutdown" für die NASA auswirken?

http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2013/09/20/dlf_20130920_1825_931607f4.mp3 (http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2013/09/20/dlf_20130920_1825_931607f4.mp3)

Gruß an alle
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 24. September 2013, 17:14:41
Der Kongress hat eine "Continuing Resolution 2014" verabschiedet, so dass es derzeit nicht nach einem "government shutdown" aussieht.

Durch den NASA Authorization Act 2013 dürfte die NASA handlungsfähig sein bzgl. verschiedener Projekte, wobei dies nicht für die "Asteroid Retrieval Mission" gilt.

Da das aber im April 2011 schon mal sehr konkret einzutreten drohte, gibt es hier eine Doku mit entsprechenden Info, die kurz zusammengefaßt darauf hinausläuft, dass alle sicherheitrelevanten Aktivitäten weiterverfolgt werden und alle anderen Aktivitäten einzustellen wären. (zb. u.a. NASA-Website update und NASA-TV)

http://www.nasa.gov/pdf/534258main_NASA_Shutdown_Plan_04-07-11.pdf (http://www.nasa.gov/pdf/534258main_NASA_Shutdown_Plan_04-07-11.pdf)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: user234 am 26. September 2013, 09:00:47
Der Kongress hat eine "Continuing Resolution 2014" verabschiedet, so dass es derzeit nicht nach einem "government shutdown" aussieht.
...

Laut diesem Artikel sieht es nicht so aus.

http://www.zeit.de/politik/2013-09/dauerredner-verzoegert-loesung-im-us-haushaltsstreit (http://www.zeit.de/politik/2013-09/dauerredner-verzoegert-loesung-im-us-haushaltsstreit)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 26. September 2013, 10:36:10
Ja, da war ich wohl zu optimistisch.

Wenn sich Demokraten und Republikaner nicht einigen können, werden wohl die meisten der ca. 18.000 NASA-Mitarbeiter in den unbezahlten Urlaub geschickt. Nur knapp 500 sind unter Sicherheitsaspekten nicht betroffen.

http://www.usatoday.com/story/news/nation/2013/09/25/nasa-furlough-government-shutdown/2871947/ (http://www.usatoday.com/story/news/nation/2013/09/25/nasa-furlough-government-shutdown/2871947/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rori am 27. September 2013, 20:29:50
Die NASA hat inzwischen einen Shutdown-Plan veröffentlicht

http://www.nasa.gov/sites/default/files/files/NASA_shutdown_plan_130927.pdf (http://www.nasa.gov/sites/default/files/files/NASA_shutdown_plan_130927.pdf)

Beruhigend - ausdrücklich soll der ISS-Betrieb keinesfalls unter einer Finanzierungslücke leiden. Gleiches gilt natürlich für alle aktiven Missionen, wo irreparable Schäden entstehen könnten.

Unter jenen Aktivitäten, die in Fall der Fälle mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort eingestellt würden, sind
Bildungsprogramme, Besichtigungsmöglichkeiten und - hier wäre es für uns direkt spürbar -  NASA-TV bzw. Website genannt. Na ja, wenn's hilft...

Grüße

Roland


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Gerry am 01. Oktober 2013, 07:44:04
Durchweg schlechte Nachrichten hört man ja heute morgen von drüben, die Republikaner blockieren weiter und so tritt nun offenbar der Shutdown in Kraft, überall werden Leute im Staatsdienst unbezahlt beurlaubt.... Hoffentlich dauert das nicht all zu lange, nicht das am Ende noch Projekte der NASA nachhaltig verzögert oder sogar abgestellt werden müssen.... :P

Wieviele Mitarbeiter bei der NASA sind denn nun jetzt unmittelbar betroffen und bekommen kein Geld mehr?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 01. Oktober 2013, 08:02:22
Ein paar Projekte lässt man weiterarbeiten, u.a. JWST. Die Mission im Orbit werden auch weiter betrieben, aber die Daten werden nicht mehr verarbeitet. MAVEN wird wohl "voll getroffen" und macht seine Integrations- und Testarbeiten nicht weiter. Dort hat man aber noch Puffer im Plan.

Insgesamt soll es einen halben Tag dauern, bis alle Maßnahmen angeordnet und in Kraft sind ...


Bei SpaceNews steht noch dieses Zitat:
Zitat
All told, only about 549 full- and part-time NASA employees — about 3 percent of the more than 18,000 who work at the agency — will be treated as essential personnel exempt from furlough during a shutdown,

549 Angestellte von 18000 werden als unersetzliches Personal eingestuft, die auf keinen Fall beurlaubt werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Gerry am 01. Oktober 2013, 08:55:15
Also 17.500 von 18.000 werden jetzt nach hause geschickt? Wahnsinn... :o

Schade das jetzt auch wissenschaftliche, eigentlich recht günstige Projekte wie MAVEN darunter leiden. Hoffentlich reicht der Puffer. Im Oktober soll ja der Komet ISON am Mars nahe vorbeifliegen, ( rund 8 Mio. Km ? ) und von den Orbitern bzw. sogar von Curi am Boden sollten da ja Beobachtungen durchgeführt werde. Eine seltene Chance, ich hoffe das fällt jetzt nicht auch noch flach.

Im Moment tun mir aber vorallem die Leute leid, nicht nur bei der NASA, die haben Rechnungen zu bezahlen und einen Kühlschrank zu füllen, hoffentlich dauert das nicht all zu lang an :-X
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 01. Oktober 2013, 09:03:54
Die NASA Testeinrichtungen (z.B. für Triebwerke) sind jetzt bestimmt auch alle dicht. Das freut Orbital und andere natürlich, die auf diese Einrichtungen angewiesen sind.

Nur SpaceX dürfte es relativ wenig beeinflussen, da man alles selbst macht. Die Range am Cape wird vom Militär betrieben und dürfte normal weiter laufen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Gerry am 01. Oktober 2013, 09:12:33
Ich frage mich auch was das für Auswirkungen auf SLS und Orion hat....

Gut, bis SLS fliegt ists sowieso noch lange hin, aber EFT-1, also die Orionkapsel ohne SM auf der Delta IV Heavy mit Highspeed-Reentry soll ja Ende nächsten Jahres starten, da ists nicht mehr lang hin, hoffentlich halten sich die Verzögerungen da in Grenzen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 01. Oktober 2013, 09:17:10
Also 17.500 von 18.000 werden jetzt nach hause geschickt? Wahnsinn... :o

Aber genau so absolut und stark steht das da nicht. 17500 können von Maßnahmen betroffen sein (müssen aber nicht, oder unterschiedlich stark) ... 549 aber eben auf keinen Fall.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 01. Oktober 2013, 14:23:12
Durchweg schlechte Nachrichten hört man ja heute morgen von drüben, die Republikaner blockieren weiter und so tritt nun offenbar der Shutdown in Kraft, überall werden Leute im Staatsdienst unbezahlt beurlaubt.... Hoffentlich dauert das nicht all zu lange, nicht das am Ende noch Projekte der NASA nachhaltig verzögert oder sogar abgestellt werden müssen.... :P

Solang SpaceX seine Starts weiterführen kann und damit Gewinn zur Finanzierung von MCT einfährt, klingt das nur halb so schlimm.

Dass bei der NASA irgendwann wieder Budgetprobleme kommen, kann man aus der Vergangenheit ableiten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Pirx am 01. Oktober 2013, 17:01:57
Die NASA-Homepage www.nasa.gov (http://www.nasa.gov) ist offline.

Bzw. es wird auf http://notice.usa.gov/ (http://notice.usa.gov/) geroutet und angezeigt:

"Due to the lapse in federal government funding, this website is not available.
We sincerely regret this inconvenience.

For information about available government services, visit USA.gov."

So etwas glaubt man erst, wenn man es sieht ....

Gruß   Pirx
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: pikarl am 01. Oktober 2013, 17:16:44
Interessanterweise ist aber nicht die gesamte NASA offline. Das JPL (inklusive vieler Sondenmissionen) ist noch da:
http://www.jpl.nasa.gov/ (http://www.jpl.nasa.gov/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: max-q am 01. Oktober 2013, 17:18:03
So etwas glaubt man erst, wenn man es sieht ....
Gruß   Pirx
apropos, habe den Anblick auch gerade bewundert und wollte diesbezüglich posten:

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up031513.jpg)

Und nur am Rande bemerkt heute vor 55 Jahren, am 1. Oktober 1958, hat die NASA offiziell ihren Dienst aufgenommen. Heute wurde sie "abgeschaltet"  >:(

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: max-q am 01. Oktober 2013, 17:28:11
Interessanterweise ist aber nicht die gesamte NASA offline. Das JPL (inklusive vieler Sondenmissionen) ist noch da:
http://www.jpl.nasa.gov/ (http://www.jpl.nasa.gov/)

Das JPL ist nicht direkt eine Regierungseinrichtung, sondern wird (weitgehend) von der NASA finanziert. Die Logik ist aber trotzdem schwer nachzuvollziehen - vor allem wenn man Geld sparen will/muss.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 01. Oktober 2013, 18:22:23
Das ist aber eher Protest als Maßnahme, vermute ich mal?

Wieviel Strom sparen sie sich dadurch? Ein paar Euros Dollars?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: jok am 01. Oktober 2013, 19:09:53
Hallo,

..zum Thema passend noch das NASA TV "Testbild"

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up031512.jpg)

...im ganzen betrachtet ,eine sehr sehr traurige Entwicklung  :-[

gruß jok
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Nitro am 01. Oktober 2013, 19:35:45
Das ist aber eher Protest als Maßnahme, vermute ich mal?

Wieviel Strom sparen sie sich dadurch? Ein paar Euros Dollars?

Nope, die PR und IT Abteilungen der NASA sind im Zwangsurlaub. Es gibt also Niemanden der die Webseite pflegen kann. Also muss sie vom Netz genommen werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: SirFalcon am 01. Oktober 2013, 20:03:03
Interessanterweise ist aber nicht die gesamte NASA offline. Das JPL (inklusive vieler Sondenmissionen) ist noch da:
http://www.jpl.nasa.gov/ (http://www.jpl.nasa.gov/)

Das JPL ist nicht direkt eine Regierungseinrichtung, sondern wird (weitgehend) von der NASA finanziert. Die Logik ist aber trotzdem schwer nachzuvollziehen - vor allem wenn man Geld sparen will/muss.

Wobei die Webseite mit der gleichen Begründung nicht mehr aktualisiert wird:

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up031511.png) (http://www.pic-upload.de/view-20888298/2013-10-01-19_55_21-Space--Stars--Mars--Earth--Planets-and-More---NASA-Jet-Propulsion-Laboratory.png.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rori am 01. Oktober 2013, 20:03:41
Das ist aber eher Protest als Maßnahme, vermute ich mal?

Vermute ich auch. Die Öffentlichkeitswirkung ist ja maximal. Und wenn jetzt jeder amerikanische Weltraumfan seinen Kongress-Abgeordneten anmailt, reißen die sich vielleicht auch zusammen. Der letzte US-Government Shutdown 1995 dauerte 28 Tage.

Und weil es weiter oben andiskutiert wurde: Ein mir bekannter Zivilangestellter bei der US-Army hier in Deutschland hatte vor Monaten wegen der automatischen US-Haushaltskürzungen im Frühjahr (Sequester) 14 Tage unbezahlten Zwangsurlaub. Ein halbes Monatsgehalt einfach weg, das war schon ein Problem.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: T.D.K. am 01. Oktober 2013, 22:42:46
Und wenn jetzt jeder amerikanische Weltraumfan

Sag lieber US-Weltraumfan sonst wär das wohl eine Beleidigung für jeden anderen Menschen der noch auf diesem Doppelkontinent wohnt,
die sind schließlich alle Amerikaner aber keine US-Bürger. ;)
Aber die Medien in Deutschland machen auch alle den gleichen Fehler.

Ab sonsten sollte man sich fragen wie man diese Regierungsform die die da haben Bezeichnen kann, Demokratie? Ich denke eher "Kindergarden"!

Was sagen eigentlich die Europäischen Politiker dazu? Ich meine wir haben an vielen Missionen zum Teil mitgewürkt und auch eine Menge Geld da rein gesteckt und das die USA jetzt meinen man muß das alles erst einmal auf Eis legen weil angeblich kein Geld da ist, da frag ich mich als was für einen verläßlichen Partner man die USA noch ansehen kann.
Das was da abläuft ist der reinste Egoismus! Internationale Partnerschaften interessieren die da scheinbar nicht die Bohne, evtl. sollten wir uns in Sachen Raumfahrt
vielleicht doch mehr den Russen und Chinesen zuwenden, sind zwar beides keine Demokratien nach unser Vorstellung aber auch kein "Kindergarden" so wie die USA!

Die sollten sich da auch mal überlegen die Redezeit für Politiker im Kongress zu begrenzen wie im Bundestag, ist schon affig das jemand 22 Stunden Dünnschiss labert bloßt damit kein anderer zu Wort kommt!  >:(

MfG.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 01. Oktober 2013, 22:49:25
Am 1. Oktober 1958 hat die NASA offiziell ihre Arbeit aufgenommen, 55 Jahre später wird sie abgeschaltet.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: xwing2002 am 02. Oktober 2013, 06:25:39
@T.D.K.
Die europäischen Politiker werden nicht viel dazu sagen... das machen sie in amerikanischen Angelegenheiten ja nicht mal, wenn ihre Länder betroffen sind... siehe NSA.
Mit dem Geld, das gerade durch diesen republikanischen Kindergarten und das unsägliche Zweiparteiensystem der USA wirtschaftlich verbrannt wird könnte man sicher einige soziale Leistungen und interessante Raumfahrtmissionen finanzieren... könnte...
Mal sehen wie lange der Notgroschen noch die Betreuung laufender Missionen erlaubt. Immerhin... auf der ISS sind Menschen, die auf eine Infrastruktur auch in Zeiten von Erpresserpolitik nicht verzichten können.
Aber die Republikaner haben schon recht... warum sollte man es anderen überlassen, die USA zu ramponieren, das wäre unpatriotisch.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 02. Oktober 2013, 09:08:08
Nur SpaceX dürfte es relativ wenig beeinflussen, da man alles selbst macht. Die Range am Cape wird vom Militär betrieben und dürfte normal weiter laufen.

Darauf würde ich mich aber nicht verlassen. Die US Air Force wird auch von der Bundesregierung bezahlt und muss daher vermutlich auch nicht unbedingt notwendige Aktivitäten einstellen. Soldaten im Einsatz erhalten weiterhin Geld (und Nachschub), aber ob die Cape Canaveral Air Force Station darunter fällt, glaube ich eher nicht. Aktivitäten zum Betrieb der ISS bleiben natürlich außen vor.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 02. Oktober 2013, 09:41:22
Wenn man die amerikanische Politikszene so anschaut meint man, einen Kindergarten vor sich zu haben. Wie kann man Leuten, die ein Land derart vorsätzlich gegen die Wand fahren, nur ein politisches Amt überlassen?  ::)

Wieso wird die Tea Party nicht einfach als terroristische Vereinigung eingestuft, die den USA schaden will? Ab nach Guantanamo oder eine Drohne geschickt. Damit ist man doch sonst auch schnell bei der Hand.  :P

Genug Politik, zurück zur NASA. Einfach unglaublich, daß jetzt der Marsvorbeiflug von ISON kaum beachtet und MAVEN wohl auch erst 2016 starten wird. Wegen Geld wird alles lahmgelegt und am Ende wird es dann noch mehr Geld kosten. Es ist nicht zu fassen.  >:(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 02. Oktober 2013, 09:51:47
Naja, nicht wegen des Gelds wird alles lahmgelegt, sondern durch das (Nicht-)Geld. Der Haushaltsstreit scheint ja nur Mittel zum Zweck zu sein, um politisch-thematisch-ideologisch zu kämpfen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 02. Oktober 2013, 10:04:17
Schon klar, daß dies wie so oft in der Politik nur vorgeschobene Gründe für Machtspielchen und Egostreicheln sind...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Kelvin am 02. Oktober 2013, 11:09:07
Ich stimme Schillrich zu. Und auch wenn ich mich hier vermutlich unbeliebt mache, muß ich noch eines sagen: Man kann nicht gleichzeitig das riesige Finanzdefizit der USA kritisieren, und gleichzeitig die politischen Bemühungen dagegen anzukämpfen. Man prüfe sich ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rori am 02. Oktober 2013, 12:57:05
Vorsicht, beim US-Haushaltsthema müssen zwei Dinge unterschieden werden. Die jetzige Situation ist entstanden, weil die Republikaner eine Verabschiedung des US-Haushaltes 2014 verweigern. Sie wollen Obama zu einer Verschiebung der Einführung einer Krankenpflichtversicherung zwingen. Da geht es nicht ums Sparen, dass ist aber ein Nebeneffekt.

Weil die USA aber notorisch mehr ausgeben als einnehmen (ich weiß, da sind  sie nicht alleine), droht bereits Mitte bis Ende Oktober eine Überschreitung der Schuldenobergrenze. Das war bereits Thema im Frühjahr - Stichwort Sequester. Gibt es dann keine Einigung im US-Kongress über Ausgabenkürzungen (wollen die Republikaner) oder Steuererhöhungen (dazu neigen die Demokraten), drohen durchgängig prozentual gleiche Zwangskürzungen in allen Budgets (Rasenmäherprinzip). Dann könnte es auch wieder unbezahlte Zwangsurlaube etc. geben.  Dann geht es aber um das Sparen.

Ich befürchte, das Thema wird die NASA und uns noch eine Weile weiterverfolgen.

Grüße

Roland
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Kelvin am 02. Oktober 2013, 13:27:39
Hallo Rori,  meiner Meinung nach sind die Republikaner generell der Meinung, das die Demokraten (und Obama speziell) schlecht wirtschaften und manches Unheil mehr anrichten. Von dieser Position aus ist jede Aktion, die die Demokraten nicht als strahlende Sieger erscheinen läßt, politisch sinnvoll - irgendwann wird wieder gewählt. Hier haben sie ein konkretes Druckmittel, und so nutzen sie es. Das nennt sich Politik, und wird von allen politischen Richtungen und nicht nur in den USA betrieben. Kindergarden oder Bundesrat und Bundesverfassungsgericht - es ähnelt sich doch alles sehr.

Daß das Thema die NASA weiterverfolgen wird, da stimme ich natürlich uneingeschränkt zu. Und es freut mich auch nicht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 02. Oktober 2013, 13:41:23
Gibt es dann keine Einigung im US-Kongress über Ausgabenkürzungen (wollen die Republikaner) oder Steuererhöhungen (dazu neigen die Demokraten),

Weder, noch. Das Problem wird angegangen durch erhöhen der Schuldengrenze per Gesetz. Das machen sie jedesmal so. :(

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 02. Oktober 2013, 13:50:23
Es ist ja auch so einfach und bequem, immer weiter neues Geld zu drucken - solange sich Dumme finden, die dieses Geld noch (nicht nur als Klopapier) akzeptieren.  :P
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 02. Oktober 2013, 13:57:05
Hier wird aber nicht "einfach neues Geld gedruckt", sondern es werden Schulden aufgenommen. Sie leihen sich (wertvolles) Geld woanders. So lange man ihnen dabei traut/glaubt, dreht sich das Rad ...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: klausd am 02. Oktober 2013, 14:37:04

Geld drucken findet in einem anderen Bereich trotzdem statt: Bei einem Leitzins knapp über 0% können zumindest Banken quasi gratis Geld bekommen. Zwar hat das Auswirkungen auf die Wechselkurse, aber andere wichtige Währungen haben ja auch einen lächerlichen Leitzins. Das geht ganz ohne Schulden aufnehmen. Das hat schon was von Geld drucken.

Gruß, Klaus
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: xwing2002 am 02. Oktober 2013, 15:32:22
Die Heraufsetzung der Schuldengrenzen und die Rekrutrierung neuen Geldes ist eine alternativlose Formalität... es gibt schlicht keine andere Lösung für die USA. Das Verzögern dieses Schrittes ist politisch motivierte Erpressung durch republikanische Hardliner, die sich auf Kosten ihrer Wähler für die nächste Wahl brüsten wollen... zu Clintonzeiten ist das schon mal ein Eigentor der Sonderklasse geworden. Aber die Republikaner haben wenig gelernt und so kann man sehr wohl sagen, dass die USA sich gerade im schönster Tea Party Manier selbst versenken.
Was das an Mehrkosten allein im Raumfahrtsektor verursachen wird, die dann durch Einsparungen und Projektbeschneidungen wieder eingefahren werden müssen ist ungeheuerlich. Das wird noch bei der nächsten Budgetverteilung Kreise ziehen und verheißungsvolle Projekte kosten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Martin am 02. Oktober 2013, 15:54:40
Da wir schon OT sind, dann sollte man sich zumindest dieses Video anschauen. Dort wird sehr anschaulich erklaert, wie das mit der Schuldengrenze und dem US Budget funktioniert:

The Debt Limit Explained (http://www.youtube.com/watch?v=KIbkoop4AYE#ws)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 02. Oktober 2013, 16:00:34
"Stop hitting yourself" ....  ;D

Die Analogie zum Kindergarten in dem Clip ist wunderschön ...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rücksturz am 02. Oktober 2013, 21:09:15
@Kelvin
Zitat
Hallo Rori,  meiner Meinung nach sind die Republikaner generell der Meinung, das die Demokraten (und Obama speziell) schlecht wirtschaften und manches Unheil mehr anrichten. Von dieser Position aus ist jede Aktion, die die Demokraten nicht als strahlende Sieger erscheinen läßt, politisch sinnvoll - irgendwann wird wieder gewählt. Hier haben sie ein konkretes Druckmittel, und so nutzen sie es. Das nennt sich Politik, und wird von allen politischen Richtungen und nicht nur in den USA betrieben. Kindergarden oder Bundesrat und Bundesverfassungsgericht - es ähnelt sich doch alles sehr.

Beim letzten Satz möchte ich doch einhaken, weil ganz so einfach ist es glaube ich doch nicht.
Man stelle sich vor eine eher kleine Partei (bundesweit gesehen) wie die CSU blockiert die Regierungsbildung, weil alle anderen regierungswilligen (demokratiefähigen Parteien?) die Abschaffung der Herdprämie fordern (eigentlich für die meisten Menschen mit GMV (Gesundem MenschenVerstand) nachvollziehbar, so wie eine Krankenversicherung für alle...).
Um ihre Position zu behaupten blockiert diese kleine Gruppierung nicht nur die Regierungsbildung sondern auch die Verabschiedung eines Haushalts bzw. notwendigen Nachtragtshaushalts, mit der Folge dass schließlich Staatsbedienstete in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden müssten.
(Lassen wir mal andere Koalitionen und Neuwahlen außer acht und gehen davon aus, dass die BRD gemeint ist und nicht Bambulistan).
Ganz erhlich glaube ich nicht dass wir so etwas in Deutschland in der nächsten Zeit erleben müssen.

Was in USA passiert ist tatsächlich Kindergarten bzw. politische Erpressung durch eine kleine Gruppe (Tea Party).
In Deutschland kann ich mir das (noch) nicht vorstellen.
Weder in der Bundesregierung, noch im Bundesrat und schon gar nicht im Bundesverfassungsgericht, das meiner Meinung nach momentan das beste Verfassungsorgan ist das wir haben (besser noch als der Souverän...).

Was in USA passiert stimmt mich insbesondere wegen der vielen Menschen, die jetzt von ihrer Existenzgrundlage abgeschnitten sind, äußerst traurig.
Beamte dürfen nicht streiken (bin selber einer) aber hier werden sie selbst "bestreikt" oder anders gesagt: Ausgesperrt.
Die Ausssperrung ist eigentlich ein Mittel der Arbeitgeber um sich gegen wilde Streiks der Arbeitnehmer zu wehren.
Und umgekehrt können sich die Arbeitnehmer mit Streiks gegen Arbeitgeber wehren.
Aber diese Menschen können sich nicht wehren!!!  :-[
Weil sich einige profilneurotische Politiker nicht bewegen wollen, müssen Menschen u.U. hungern oder können zumindest ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen.
Werden den die "Aufwandsentschädigungen" der Abgeordneten und Senatoren auch gestrichen?

Sorry für OT aber das musst raus  :'(

Frustrierte Grüße ob der trüben US-Raumfahrtaussichten
Rücksturz
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: udolein am 03. Oktober 2013, 00:22:34
Das fatale an der Situation ist nach meiner Meinung, dass 20-30 Tea Party-Fundamentalisten den gesamten Staat an die Wand fahren können. Die Führer der Republikaner haben keine Eier, den eigenen Fundis den Saft abzudrehen. Gerade sieht man bei Bunga Bunga Berlusconi und Letta in Italien, was möglich ist.

Da stinkt doch etwas ganz gewaltig ! Das dürfte in einer funktionierende Demokratie so nicht möglich sein, es muß es einen Fehler in der Verfassung geben ....

Abgesehen davon: Die Erfordernis des Sparens, wie es sich die Republikaner auf die Fahnen geschrieben haben, ist sooo schlecht nun auch wieder nicht. Allerdings geht es hier nicht wirklich ums Sparen, sondern es wird versucht, die verlorenen Schlachten der Vergangenheit im Nachgang doch noch zu gewinnen, Stichwort Obamacare.

Fundamentalismus, egal ob in einer Demokratie, in Religion oder in gewissen Staatsformen ist grundsätzlich immer schlecht. Es geht die Fähigkeit, Kompromisse zu schliessen, verloren.  Die Führung der Republikaner muß sich besinnen, und ihren Tea Party Fundis das Heft des Handelns aus der Hand nehmen. Ich befürchte, dass dies nicht so bald geschieht und der Government Shutdown noch länger anhalten wird.

Grüsse, Udo
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Roland am 03. Oktober 2013, 08:35:13
Der Riese wankt. Das Anheben der Schuldengrenze verzögert den ganz großen Knall nur.Zu glauben,die Marktradikalen lenken ein-die Schuldengrenze wird angehoben-die Welt ist gerettet,ist unhaltbarer Unsinn.Über 16 Billionen kann niemand mehr einsparen-bzw. zurückzahlen(Im übrigen auch unsere 2,1Billionen nicht)Und die Chinesen stecken tief mit drin.
Und jedes Jahr laufen ca.600 Milliarden allein im Militärhaushalt auf.(Kleiner Schwenk-statt ihrer verdammten Militärsatelliten sollten die lieber Geräte zur Beobachtung von NEO´s platzieren-ot)Vor dem Hintergrund ist die US-Raumfahrt das aller-allerkleinste Problem-geradezu unwesentlich.
Es geht nicht um ein paar Marktradikale-es geht um eine Systemkrise!

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rori am 03. Oktober 2013, 12:04:29
Hallo Roland,

für alle anderen muss ich gleich mal vorausschicken, dass wir Namesvettern sind. Bei Deiner Analyse gehe ich mit. Vielleicht sind wir uns auch darüber einig, dass die 2,1 Bill. EUR Schulden Deutschland nur das sind, was auf dem Papier steht. Berücksichtigt man die demografische Entwicklung, ungedeckte Pensionsansprüche und unübersehbare Reparaturrückstände bei der Infrastruktur, wird ein Mehrfaches daraus. Für ein bequemes Leben jetzt verschieben wir Lasten in die Zukunft, bauen ohne Ende stille Lasten auf

So, jetzt der Schwenk zur Raumfahrt. Bis heute ist es m.E. nicht gelungen, der Öffentlichkeit und und der Politik klar zu machen, dass Raumfahrt eines der wenigen großen Felder ist, in dem wir eindeutig mehr sofort spürbaren Nutzen als Lasten produzieren. Darüber hinaus liefert die Raumfahrt vor allem einen enormen unentdeckten (stillen) Nutzen für künftige Generationen.  Bei den gegenzurechnenden stillen Lasten der Weltraumfahrt fällt mir ad hoc nur das Thema Weltraumschrott ein. Das müsste bereits jetzt schon massiver angegangen werden, aber auch hier wirkt die Verschieberitis.

Wenn man derartige Kosten/Nutzen-Überlegungen anstellt, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass ausgerechnet in der Raumfahrt mehr investiert werden muss. Die darauf aufbauende Infrastruktur und auch der Wissenstranfer tragen massgeblich zu einer effizienteren Nutzung der Ressourcen bei und sorgen so für ein produktiveres Wirtschaftssystem. Höhere Produktivität ist wiederum Grundvoraussetzung für die Bewältigung der o.g. stillen Lasten. Das gilt auch für die USA. Und wenn dort jetzt die NASA lahmgelegt wird, ist das genau der falsche Weg. Selbst wenn es nur kurzzeitig ist, ist es das falsche Signal.

Viele Grüße

Rori   (Roland Rischer)


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 03. Oktober 2013, 12:18:46
Dem folge ich jetzt nicht, zumindest nicht in der absoluten, allumfassenden Formulierung.
Raumfahrt, deren Nutzen und Mehrwert für die Gesellschaft, stellt heute niemand in Frage. Das ist die anwendungs- und nutzenorientierte Seite der Raumfahrt. Die steht sogar (quasi ausschließlich) in der deutschen Raumfahrtstrategie und bekommt ihr Geld.
Wo es hingegen eng wird: Exploration im Sonnensystem, Astronomie und bemannte Raumfahrt. Das ist für uns "Raumfahrer" oft "die Raumfahrt", aber in Sachen Mehrwert und Umsatz ist das der kleinere Anteil.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: McFire am 03. Oktober 2013, 13:34:46
Vorsicht mit der Einschätzung "In Deutschland nicht möglich" !
In einem Land, wo ältere Arbeitslose vom Staat in die Rente gezwungen werden können ohne Verlustausgleich, nur um sie aus der Statistik zu löschen, wird nach und nach auch "Anderes" möglich. Und die Erfahrung zeigt - alles was in USA an Sch*** abgeht, wird in D importiert. Und das sagen nicht nur die pöhsen Kommunisten, sondern auch (besonders) Kleinunternehmer u.ä.
Es kann also auch in D durchaus mal zur "Abschaltung" der Raumfahrt kommen...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rücksturz am 03. Oktober 2013, 17:01:06
Ich kann leider kein Russisch, aber die deutsche Facebook-Site von der ich den Link habe behauptet, die russische Priaten-Partei bietet der NASA das Hosting ihrer Website an:
http://pirate-party.ru/content/%D0%BE%D0%B1%D1%80%D0%B0%D1%89%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B5-%D0%BF%D0%B8%D1%80%D0%B0%D1%82%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B9-%D0%BF%D0%B0%D1%80%D1%82%D0%B8%D0%B8-%D0%BA-nasa-%D0%B2-%D1%81%D0%B2%D1%8F%D0%B7%D0%B8-%D1%81-%D0%BE%D1%82%D0%BA%D0%BB%D1%8E%D1%87%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B5%D0%BC-%D0%B8%D1%85-%D1%81%D0%B0%D0%B9%D1%82%D0%B0 (http://pirate-party.ru/content/%D0%BE%D0%B1%D1%80%D0%B0%D1%89%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B5-%D0%BF%D0%B8%D1%80%D0%B0%D1%82%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B9-%D0%BF%D0%B0%D1%80%D1%82%D0%B8%D0%B8-%D0%BA-nasa-%D0%B2-%D1%81%D0%B2%D1%8F%D0%B7%D0%B8-%D1%81-%D0%BE%D1%82%D0%BA%D0%BB%D1%8E%D1%87%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B5%D0%BC-%D0%B8%D1%85-%D1%81%D0%B0%D0%B9%D1%82%D0%B0)

Am Ende der Seite wird noch auf Englisch darauf hingewiesen, dass sie "bulletproof" Webspace bzw. dedizierte Serrver zurverfügung stellen, die garantiert nicht von "Prism" oder anderen Schnüffelprogrammen durchforstet werden.
Es endet mit der Feststellung "We love Mars!"

Bin gespannt, ob die NASA darauf eingeht... ;D

Gruß
Rücksturz
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: McFire am 03. Oktober 2013, 20:04:05
Und wenns auch nur einen einzigen dort in USA zum DENKEN anregt, wärs schon mal gut.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 09. Oktober 2013, 23:57:40
Federal Shutdown Toddler Tears.mp4 (http://www.youtube.com/watch?v=cUi62E8LfOc#)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: ilbus am 10. Oktober 2013, 10:29:09
Tobi, das Video ist nicht abrufbar. Worum ging es da, so in Paar Sätzen.

Privet
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 10. Oktober 2013, 18:19:50
Ein kleiner Junge heult, weil er die Spiele auf der NASA Seite nicht spielen kann wegen dem Government Shutdown. ;)

Vermutlich kann er auch noch nicht lesen und somit den Inhalt der Fehlermeldung weder lesen noch verstehen....
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: ZiLi am 10. Oktober 2013, 23:07:09
Fragt sich eher, wer wohl dafür gesorgt hat, dass das Video vom Benutzer entfernt wurde - es war nämlich grausam mit anzusehen, welch abgrundtiefe Verzweiflung den Kleinen befiel. Und ich denke, dass der Junge schon gewisse Grundkenntnisse des Lesens besass, sonst hätte er sicherlich nicht so sauber 'Näsä-dot-gee-oh-vee' buchstabiert...

-ZiLi-
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: muzker am 16. Oktober 2013, 19:56:53
Es gibt wohl eine Einigung im Haushalsstreit ;-)
Hoffen wir mal, dass die Tage wieder alle zum Arbeiten gehen können und alles wieder hochfährt :D
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-senat-einigt-sich-im-haushaltsstreit-a-928270.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-senat-einigt-sich-im-haushaltsstreit-a-928270.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Uwe am 17. Oktober 2013, 17:42:43
http://www.nasa.gov/ (http://www.nasa.gov/) ist wieder online
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: ilbus am 17. Oktober 2013, 18:26:48
Jepppiue!
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: -eumel- am 18. Oktober 2013, 12:12:49
Kommt jemand auf die NASA Seite?
Haben die schon wieder wegen Geldmangel abgeschaltet?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Petronius am 18. Oktober 2013, 12:34:18
Bei mir funktioniert jedenfalls alles...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: -eumel- am 18. Oktober 2013, 13:05:35
Ja, jetzt geht´s wieder. :)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 19. November 2013, 13:39:50
Das Congressional Budget Office hat Vorschläge (Optionen) aufgelistet, wie die USA ihr Defizit durch Ausgabenkürzung und Einnahmensteigerungen in den nächsten 10 Jahren verringern kann.

Dabei ist auch der Vorschlag "Eliminierung der bemannten US-Raumfahrt", was pro Jahr 7-9 Mrd $ sparen würde.

http://spaceref.com/news/viewsr.html?pid=44971 (http://spaceref.com/news/viewsr.html?pid=44971)

Verzicht auf Shuttle und Constellation scheint also noch nicht zu reichen, jetzt steht HSF zur Disposition.
Es ist zwar nur eine Option, aber scheinbar ist alles schon denkbar.

Die Halbierung des NASA Budgets würde wohl auch bedeuten, die Hälfte der NASA-Center zu schließen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 19. November 2013, 14:06:12
Zitat
Eliminating humans from spaceflights would avoid risk to human life

 ;D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 19. November 2013, 14:17:32
Das Congressional Budget Office hat Vorschläge (Optionen) aufgelistet, wie die USA ihr Defizit durch Ausgabenkürzung und Einnahmensteigerungen in den nächsten 10 Jahren verringern kann.

Dabei ist auch der Vorschlag "Eliminierung der bemannten US-Raumfahrt", was pro Jahr 7-9 Mrd $ sparen würde.

http://spaceref.com/news/viewsr.html?pid=44971 (http://spaceref.com/news/viewsr.html?pid=44971)

Das wäre natürlich schlimm. Wenn die bemannte Raumfahrt einmal formal eingestellt ist, wird es fast unmöglich, sie wieder aufzunehmen.

Aber ich denke, so weit ist es noch nicht. Vorschläge gibt es sicher viele, nicht annähernd alle werden umgesetzt.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: jok am 19. November 2013, 16:26:06
Hallo,

...was soll man dazu noch sagen ??? Ein absolutes Trauerspiel was dort abläuft.
Die große Weltpolizei USA -überall im Einsatz hat sich total verhoben.Schon erstaunlich das man glaubt wieder einen soliden Staatshaushalt zu haben wenn man NASA kaputtspart.
Aber im Moment kann man dort auch sehr gut den Hebel ansetzen,wo ist ein Visionär oder ein ausgereiftes Programm welches den Mitteleinsatz rechtfertigt. Der jetzige Chef, und das ist nicht böse gemeint ,ist dort der absolut falsche Mann.Ich glaube nicht das Bolden überhaupt etwas dem Senat verkaufen kann.

Aber egal,wir Europäer machen es nicht besser.Eine gute Rakete die Ariane 5 und ein super Transportsystem ATV werden einfach eingestampft............ :-[

kurz,keine rosige Zeiten

gruß jok
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 19. November 2013, 16:50:43
Das hier hat aber nichts mit Charles Bolden zu tun. Es ist das Budget Office des Kongress.

Hier ein Interview mit Charles Bolden von heute. Da geht es nicht um diese Liste, aber ab etwa 3:20 um den nächsten Schritt von Sequester, falls es wieder kein Budget gibt. Das wäre Anfang des nächsten Jahres.

Interview with NASA Administrator Charlie Bolden (http://www.youtube.com/watch?v=YMlsMCEdSGw#ws)

Er sagt völlig korrekt, daß es wenig Sinn macht, in jedem Programm etwas zu kürzen wie bisher immer wieder, weil alles dann viel länger dauert und nur noch teurer wird. Er schlägt vor, die Programme zu stoppen, die am wenigsten weit fortgeschritten sind. Das wäre Orion und SLS.


Kommentar dazu bei NSF:
Aber die Entscheidung würde beim Kongress liegen und die würden wohl eher die ISS versenken und Commercial Crew beenden, weil man das ohne ISS nicht mehr braucht - das ist ein Kommentar dazu bei NSF.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: klausd am 19. November 2013, 17:03:53

In dem spaceref.com Artikel steckt ein toller Satz, den ich mal mit alternativen Satzenden versehe:

"by replacing people with instruments"

... würde man das Problem der Überbevölkerung lösen
... gibt es keine Kriege mehr
... bräuchte man keine Friedhöfe mehr
... usw :)

Viele Grüße,

Klaus
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 19. November 2013, 17:20:02
Die US Amerikaner mal wieder...   :o  ::)  :-X

Wenn wir direkte Demokratie einführen, brauchen wir keine Politiker mehr.  ;D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 19. November 2013, 20:04:18
Zitat
Dabei ist auch der Vorschlag "Eliminierung der bemannten US-Raumfahrt", was pro Jahr 7-9 Mrd $ sparen würde.

Sehr sinnvoll.


Da wäre ich fast dafür, nur um zu sehen, wie SpaceX auf dem Mars landet, während Amerika wie in der Steinzeit auf diesem Klumpen Stein herumkriecht.


Es gab doch auch mal den Vorschlag, die NASA aufzuteilen. In eine Unbemannte (NASA) und eine Human Space Exploration Agency. Das wäre durchaus mal sinnvoll.

Ein würdiger NASA Administrator würde bei so einem Vorschlag... protestieren oder den Hut werfen?


Will die NASA kein Back-up zu SpaceX's heavy lifter?

Was soll mit dem restlichen Geld passieren? Wird SpaceX besser bezahlt, oder gehen die 7-9 Mrd komplett in Luft auf?   
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 19. November 2013, 22:10:17
Man darf das vorläufig noch nicht so ernst nehmen. Da wird eine lange Liste von Vorschlägen erstellt, ein Brainstorming, mehr nicht.

Entschieden wird das später und es gibt keinen Hinweis darauf, daß es so umgesetzt wird. Natürlich auch keinen, daß es nicht umgesetzt wird.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: runner02 am 20. November 2013, 23:23:14
http://www.space.com/23671-inspiration-mars-manned-flyby-mission-details.html (http://www.space.com/23671-inspiration-mars-manned-flyby-mission-details.html)

Soviel dazu^^

Dazu könnte man stattdessen das Geld verwenden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 20. November 2013, 23:37:32
anstatt was ? - Es geht doch hier um Kürzungen und nicht um Verwendungsmöglichkeiten.

Bitte löschen
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 20. November 2013, 23:52:16
Sehr sinnvoll.


Da wäre ich fast dafür, nur um zu sehen, wie SpaceX auf dem Mars landet, während Amerika wie in der Steinzeit auf diesem Klumpen Stein herumkriecht.

Welchen "Klumpen Stein" meinst du denn?

Aber auch wenn einige heftigst dagegen protestieren werden: Wenn die Vereinigten Staaten von Amerika ihre bemannte Raumfahrt einstellen sollten, dann wird auch keine Rakete von SpaceX Menschen zum Mars befördern. Wer soll es denn bezahlen, wenn nicht die US-Regierung?

Zitat
Es gab doch auch mal den Vorschlag, die NASA aufzuteilen. In eine Unbemannte (NASA) und eine Human Space Exploration Agency. Das wäre durchaus mal sinnvoll.

Ein würdiger NASA Administrator würde bei so einem Vorschlag... protestieren oder den Hut werfen?

Welche Vorteile wären das denn?

Zitat
Will die NASA kein Back-up zu SpaceX's heavy lifter?

Was soll mit dem restlichen Geld passieren? Wird SpaceX besser bezahlt, oder gehen die 7-9 Mrd komplett in Luft auf?

Wenn dieses Geld durch diese extreme Maßnahme eingespart werden würde, könnte die Regierung weniger Anleihen ausgeben und somit weniger Zinsen zahlen. SpaceX hätte davon gar nichts.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 21. November 2013, 00:05:45
http://www.space.com/23671-inspiration-mars-manned-flyby-mission-details.html (http://www.space.com/23671-inspiration-mars-manned-flyby-mission-details.html)

Soviel dazu^^

Dazu könnte man stattdessen das Geld verwenden.

Ein interessantes Konzept. Aber wenn bemannte Raumfahrt insgesamt eingestellt wird, geht das auch nicht mehr. Und es gäbe dann kein SLS und keine Orion.

Ich frage mich, was bedeutet dieses Konzept? Aber das wäre hier schon wieder OT und müßte unter Inspiration Mars diskutiert werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 14. Januar 2014, 17:46:17
NASA Budgetentwurf 2014:
http://www.spacenews.com/article/civil-space/39087commercial-crew-would-get-boost-in-omnibus-spending-bill-for-2014 (http://www.spacenews.com/article/civil-space/39087commercial-crew-would-get-boost-in-omnibus-spending-bill-for-2014)

Es könnte gute Nachrichten für Commercial Crew geben... ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 14. Januar 2014, 19:17:10
Es könnte gute Nachrichten für Commercial Crew geben... ;)

Von NSF

$696M for commercial report but $171M is conditional on NASA obtaining an (unredacted) independant cost-benefit report for commercial crew. See pages 161-162 of the bill. See also pages 116-117 of the PDF of the report.

696 Millionen $ für Commercial Crew, davon 171 Millionen abhängig von einer unabhängigen Kosten/Nutzen Analyse.

Laut einem anderen Beitrag waren 820 Millionen $ angefordert. Genug für 1 1/2 Förderungen, aber nicht für 2, wenn es keine weiteren Verzögerungen geben soll.

1 1/2 wäre interessant. SpaceX ist der ziemlich klare Führer, sollte also die ganze Förderung kriegen. 1/2 würde Dream Chaser sicher freuen. Würde Boeing damit aber weiter machen?

Bliebe noch die zynische Variante, SpaceX führt und macht sowieso weiter, denen können wir die Förderung kürzen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 14. Januar 2014, 19:29:24
Laut einem anderen Beitrag waren 820 Millionen $ angefordert. Genug für 1 1/2 Förderungen, aber nicht für 2, wenn es keine weiteren Verzögerungen geben soll.

1 1/2 wäre interessant. SpaceX ist der ziemlich klare Führer, sollte also die ganze Förderung kriegen. 1/2 würde Dream Chaser sicher freuen. Würde Boeing damit aber weiter machen?

Bliebe noch die zynische Variante, SpaceX führt und macht sowieso weiter, denen können wir die Förderung kürzen.

Ich glaube nicht, daß die NASA so arbeiten würde. Es geht aber noch anders, durchaus machbar wenn auch genauso zynisch.

Keiner der drei Anbieter wird aussortiert, aber es gibt nur die Hälfte des angedachten Geldes, also die besagten 1 1/2 Förderungen.
-> Boeing steigt aus, denen gehts nur ums Geld. SNC ist froh, dabeizubleiben. SpaceX macht sowieso weiter.
-> Der Boeing-Anteil kann an die anderen zwei verteilt werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 14. Januar 2014, 19:39:28

1 1/2 wäre interessant. SpaceX ist der ziemlich klare Führer, sollte also die ganze Förderung kriegen. 1/2 würde Dream Chaser sicher freuen. Würde Boeing damit aber weiter machen?

Bliebe noch die zynische Variante, SpaceX führt und macht sowieso weiter, denen können wir die Förderung kürzen.

Ich glaube nicht, daß die NASA so arbeiten würde.

Ich glaube es auch nicht wirklich.

Es geht aber noch anders, durchaus machbar wenn auch genauso zynisch.

Keiner der drei Anbieter wird aussortiert, aber es gibt nur die Hälfte des angedachten Geldes, also die besagten 1 1/2 Förderungen.
-> Boeing steigt aus, denen gehts nur ums Geld. SNC ist froh, dabeizubleiben. SpaceX macht sowieso weiter.
-> Der Boeing-Anteil kann an die anderen zwei verteilt werden.

Glaube ich eigentlich auch nicht. Die NASA will Commercial Crew möglichst bald.

Dream Chaser hat viele Sympathisanten bei der NASA, vielleicht also doch ganze Förderung SpaceX, halbe für Dream Chaser. Nur Boeing hat eine sehr mächtige Lobby.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 14. Januar 2014, 21:04:26
Hat man bei COTS/CRS nicht schon einmal gegen die Lobby entschieden und Recht behalten?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Caladaris am 14. Januar 2014, 23:06:41
Ich finds schön, dass das SLS/Orion-Budget vom Kongress angehoben wurde.  :)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: roger50 am 14. Januar 2014, 23:13:54
N'abend,

1,9 Mdr. $ für SLS
1,2 Mrd. $ für Orion

Also rund das doppelte für 'Orion' wie für die kommerziellen Kapseln. Ich finde, das zeigt, welches Fahrzeug die NASA bevorzugt... ;)

Gruß
roger50
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 14. Januar 2014, 23:19:02
N'abend,

1,9 Mdr. $ für SLS
1,2 Mrd. $ für Orion

Also rund das doppelte für 'Orion' wie für die kommerziellen Kapseln. Ich finde, das zeigt, welches Fahrzeug die NASA bevorzugt... ;)

Gruß
roger50

Nein, das ist, was der Kongress bevorzugt. Die NASA hat da praktisch kein Mitspracherecht, die müssen nur umsetzen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 14. Januar 2014, 23:30:52
Dafür gibts dieses Jahr im Gegensatz zu den Commercials mit der Orion einen Testflug (hoffentlich).


Portal-Artikel:
http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/14012014224122.shtml (http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/14012014224122.shtml)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 15. Januar 2014, 07:24:17
Die haben aber eher angefangen und mehr Geld zur Verfügung.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 15. Januar 2014, 08:00:52
Was ich über den Start denke, schreibe ich lieber nicht im Detail. :(

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 15. Januar 2014, 08:53:10
Ich finds schön, dass das SLS/Orion-Budget vom Kongress angehoben wurde.  :)

Ich fände es schön, wenn dieses Budget auf die anderen Bereiche verteilt werden würde. SLS ist ein Programm, das langsam aber sicher alles ab- und die NASA erwürgt.  :(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Caladaris am 15. Januar 2014, 12:43:09
1,2 Mrd. $ für Orion

Also rund das doppelte für 'Orion' wie für die kommerziellen Kapseln. Ich finde, das zeigt, welches Fahrzeug die NASA bevorzugt... ;)

Gruß
roger50

Orion soll ja auch in den BEO, evtl. zum Mars fliegen und nicht in den LEO.
Die Kommerziellen sollen das zur Routine machen, was Staaten schon seit über 50 Jahren regelmäßig machen. LEO und zurück, und möglichst billig.

Und nicht zu letzt ist es ja eben auch "Commercial" - es wäre kaum mehr Commercial wenn die NASA 100% der Entwicklung zahlen würde, oder nicht? Es soll nur eine Unterstützung sein. Anschubfinanzierung. SpaceX z.B. darf die Dragon ja auch für eigene Flüge und Ziele verwenden.
Orion ist dagegen ein Auftragsprojekt nach altem Muster. Lockheed Martin nur der Ausführende. 100% Finanzierung.

Eigentlich ganz einfach.


Nein, das ist, was der Kongress bevorzugt. Die NASA hat da praktisch kein Mitspracherecht, die müssen nur umsetzen.

Dieses Prinzip nennt sich übrigens Demokratie. Auch ein relatives altes Prinzip.
Die Regierung (= NASA) wird erst durch die Volksvertretung legitimiert. Eine demokratische Regierung darf nie über ihr eigenes Budget entscheiden. Das ist das fundamentale Grundrecht jedes Parlaments. Was die NASA will ist irrelevant. Relevant ist, was das Volk will. Alles andere wäre Autokratie.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 15. Januar 2014, 12:59:30
Relevant ist, was das Volk will. Alles andere wäre Autokratie.

Bwahahahahaaah!  Der Witz des Jahres! ;D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: McFire am 15. Januar 2014, 15:14:17
Den Satz "Relevant ist......" bitte auch nochmal in den Thread "Raumfahrthumor" reinsetzen.  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 15. Januar 2014, 15:33:05
Hallo ihr beiden,

was ist denn daran "so (aber)witzig"? Das ist eines der Grundprinzipien unserer Gesellschaft, unserer Staaten. Wir alle wählen Volksvertreter. Wenn die Euch nicht passen, wählt andere oder werdet selbst Volksvertreter. Ich erwarte aber nicht, dass man mehr "finanzielle Begeisterung" für die Raumfahrt sähe, wenn man das Volk direkt befragte.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 15. Januar 2014, 16:02:20
Man darf ja gerne anderer Meinung sein, aber ich erwarte auf einen sachlichen Beitrag auch eine sachliche Antwort, auch und gerade dann, wenn man anderer Meinung ist.
Spott und Häme sind keine Grundlagen auf der wir hier Diskussionen führen.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 15. Januar 2014, 16:37:13
Gut, ich versuchs mal sachlich. Betrachten wir mal die wirklich großen Entscheidungen in Deutschland, nehmen wir als Beispiel die Einführung von Hartz 4 und die Entsendung deutscher Soldaten ins Ausland. Die Liste läßt sich fast beliebig fortsetzen. Wenn man nun die jeweils zugehörigen räpresentativen Umfragen ansieht, so wird man leider feststellen müssen, daß die Regierung schon beinahe prinzipiell das Gegenteil von dem macht, was das Volk will. Das ist auch nicht auf Deutschland beschränkt. Bei unseren Volksvertretern könnte man das "ver" getrost weglassen.  >:(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: McFire am 15. Januar 2014, 16:46:23
Sorry  :-[
Der Satz an sich stimmt ja. Nichts dagegen einzuwenden, möchte ich betonen.
Aber das ist halt die Komik heutzutage....
Sorry nochmal...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Nitro am 15. Januar 2014, 17:04:17
Und jetzt bitte wieder zurueck zum Thema, sonst muss ich den boesen Radierer wieder heraus holen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Volker am 15. Januar 2014, 17:35:37
Hallo,

Betrachten wir mal die wirklich großen Entscheidungen in Deutschland, nehmen wir als Beispiel die Einführung von Hartz 4 und die Entsendung deutscher Soldaten ins Ausland. Die Liste läßt sich fast beliebig fortsetzen. Wenn man nun die jeweils zugehörigen räpresentativen Umfragen ansieht, so wird man leider feststellen müssen, daß die Regierung schon beinahe prinzipiell das Gegenteil von dem macht, was das Volk will.

Das nennt sich eben auch parlamentarische und nicht direkte Demokratie bei uns. Das hat auch seine Vorteile (die ich jetzt hier nicht ausführe). Bezüglich der Entscheidung, wie der NASA, ESA oder CNES Etat aussehen sollte, waere ich mir nicht sicher, dass Ihr mehr Geld durch einen direkten Volksentscheid bekommen würdet.

Gruss,
Volker
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 15. Januar 2014, 17:41:09
Bezüglich der Entscheidung, wie der NASA, ESA oder CNES Etat aussehen sollte, waere ich mir nicht sicher, dass Ihr mehr Geld durch einen direkten Volksentscheid bekommen würdet.

Vielleicht nicht mehr, aber ich bezweifle doch sehr, daß ein direkter Volksentscheid der NASA ein superteures Wahnsinnsprojekt wie SLS aufzwingen würde. Ich gehe davon aus, daß man bei der Geldverteilung die entscheiden lassen würde, die sich damit auskennen. Sprich die NASA selber, nicht der Kongress.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Volker am 15. Januar 2014, 17:49:05
Hallo,

Ich gehe davon aus, daß man bei der Geldverteilung die entscheiden lassen würde, die sich damit auskennen. Sprich die NASA selber, nicht der Kongress.

Und wer entscheidet dann? Der NASA-Chef? Der wird vom Praesidenten eingesetzt. Oder die Schlipstraeger vom NASA Headquarter? Oder per Umfrage bei allen NASA Mitarbeitern? Also, da ist mir die parlamentarische Kontrolle doch lieber. 

Gruss,
Volker
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 15. Januar 2014, 17:57:58
N'abend,

1,9 Mdr. $ für SLS
1,2 Mrd. $ für Orion

Also rund das doppelte für 'Orion' wie für die kommerziellen Kapseln. Ich finde, das zeigt, welches Fahrzeug die NASA bevorzugt... ;)

Gruß
roger50

Wie schon gesagt macht die NASA nicht das Budget. Sie bekommt es vom lobbyversuchten Senat diktiert und darf eher "Wünsche" ausdrücken. Etwas flapsig formuliert, aber so ist es im Grunde. Über die Sympathien der NASA lässt das Budget keinen Aufschluss. Der Senat wollte Commercial Crew am liebsten auf einen Anbieter runterkürzen, die NASA konnte ihr Programm aber bisher verteidigen. Schließlich möchte die NASA für den LEO einen kommerziellen Markt haben mit entsprechendem Wettbewerb (Leistungen, Preise etc) zwischen Anbietern, der im besten Falle die kommerzielle bemannte Erschließung des LEO einläutet. Vergleichbar mit den Anfängen der Airline-Industrie, die ebenfalls sehr stark von staatlicher Seite mitaufgebaut wurde.
Dass man bisher trotz der Widerstände im Senat das Programm in dieser Form durchgeboxt hat, spricht eher für die NASA-interne Wichtigkeit von Commercial Crew. Ob nun SLS/Orion oder Commercial Crew wichtiger ist, darüber kann man streiten - so oder so ist es ein Äpfel-Birnen-Vergleich.

Zu beachten ist, dass Orion in jeder Kleinigkeit ein mehrfaches teuerer kommt, als die gleiche Kleinigkeit bei einer der kommerziellen Kapseln. Reden wir hier mal vom Design des Kopplungsmechanismus. Im Grunde das Gleiche (zumindest vom Prinzip) bei allen, aber ich Wette, dass Orions Mechanismus teurer kommt, als der für alle drei Commercial-Systeme zusammen. Wie wir wissen stecken diese Mehrkosten in den Prozessen und der Organisationsform, aber diese Dikussion wäre in einem anderen Thread besser aufgehoben. Wichtig ist, wie schon erwähnt, dass die Kosten für die Commercial Crew Systeme nicht komplett bei der NASA. Bei SpaceX wissen wir beispielsweise, dass bei der Cargo Dragon etwa 50% der Entwicklung selbst getragen wurden. Ebenso investiert SNC eigenes Geld in Dreamchaser. Bei Bigelow/Boeing ist nichts offiziell bekannt. Beobachtet werden konnte allerdings, dass Bigelow eher Unterauftragnehmer von Boeing ist und das eher weniger eine wirkliche Partnerschaft.

Bei SLS/Orion bleibt immernoch die Crux: Es wird Geld in die Hand genommen, das System zu entwickeln. Aber die erforderlichen Mittel um die möglichen Missionen durchzuführen gibt es nicht. Eine nennenswerte Erhöhung des NASA-Budgets dafür ist nach wie vor nötig und lässt auf sich warten... Wer ist im Forum Optimist genug zu glauben dass die Erhöhung kommt?  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 15. Januar 2014, 18:40:56
Du hast recht, das ist keine Diskussion die hier rein gehört aber eine Bemerkung muss ich schon noch los lassen.
Bei SLS/Orion bleibt immernoch die Crux: Es wird Geld in die Hand genommen, das System zu entwickeln. Aber die erforderlichen Mittel um die möglichen Missionen durchzuführen gibt es nicht.
Genau dieselbe Situation hast du bei Commercial Crew langfristig doch auch. Wenn es keinen Nachfolger für die ISS geben wird, dann kann man sich Comercial Crew im Grunde doch auch sparen. ein reiner Selbstzweck kann Commercial Crew doch auch nicht sein.
Das Märchen von den vielen Firmen, die angeblich im Orbit forschen wollen wird auch nicht wahrer je öfter man es sagt. Das hat nämlich schon beim Shuttle nicht funktioniert - nicht mal als man den Zugang zum Orbit kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 15. Januar 2014, 19:32:06
Du hast recht, das ist keine Diskussion die hier rein gehört aber eine Bemerkung muss ich schon noch los lassen.
Bei SLS/Orion bleibt immernoch die Crux: Es wird Geld in die Hand genommen, das System zu entwickeln. Aber die erforderlichen Mittel um die möglichen Missionen durchzuführen gibt es nicht.
Genau dieselbe Situation hast du bei Commercial Crew langfristig doch auch. Wenn es keinen Nachfolger für die ISS geben wird, dann kann man sich Comercial Crew im Grunde doch auch sparen. ein reiner Selbstzweck kann Commercial Crew doch auch nicht sein.
Das Märchen von den vielen Firmen, die angeblich im Orbit forschen wollen wird auch nicht wahrer je öfter man es sagt. Das hat nämlich schon beim Shuttle nicht funktioniert - nicht mal als man den Zugang zum Orbit kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Gruß,
KSC

Nun wenn die Unternehmen ihre bemannten Systeme haben, dann werden diese sich auch etwas einfallen lassen, wie man mit ihnen Geld verdient. Die Grundlagenforschung im Orbit ist sicherlich ein Streitthema. Es wird sich zeigen, ob da in 20 Jahren von Seiten der Unternehmen etwas geändert hat. Ich persönliche gehe davon aus, dass in den ersten Jahren reiche Touristen das Groß der nicht-ISS-Kunden darstellen werden. Dazu werden noch andere Dinge kommen wie Satelliten-Servicing. SNC sieht als Satellitenbauer hier einen Markt und auch SpaceX sah zumindest hier mal einen. In einem älteren NASA-PDF ist eine Studie zu einem Servicing mittels einer mit einem kleinen Roboterarm ausgestatteten Dragon skizziert. Inwiefern man bei SpaceX das noch für Dragon vorsieht ist eine andere Frage...

Es gibt für bemannte LEO-Raumfahrt verschiedene Anwendungen. Grundlagenforschung wird selbst auf der Erde überwiegend von staatlichen / öffentlichen Institutionen betrieben. Die Frage ist inwiefern angewandte Forschung durch Mikrogravitation profitiert. Meines Wissens ist in die Richtung noch nicht viel gemacht worden. Das wäre aber das orbitale Forschungs-Feld das (frühestens) für Unternehmen interessant wird. Das als nächstes danach kommende wäre die eigentliche Produktentwicklung bzw. Produktion, aber für beides sehe ich derzeit in orbitaler Form noch keine Chance, da schlicht zu teuer.

Vielleicht kommt es ja ganz anders und ein privater Markt im LEO kommt nicht zu stande, aber dafür der kommerzielle Linienflug zum Mars  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 15. Januar 2014, 19:44:03
Vielleicht bin ich zu optimistisch, bin mir auch nicht sicher.

Aber wenn eine große Firma ein Experiment in einem halben Jahr fliegen kann und dann ggf. bald auch ein Nachfolgeexperiment, dann wird es interessanter sein, als auf einen Space Shuttle oder ISS Flug 5 Jahre zu warten. Das könnte Interesse anregen. Touristenflüge zwischendurch können die Auslastung verbessern.



Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Caladaris am 15. Januar 2014, 21:55:18
Gut, ich versuchs mal sachlich. Betrachten wir mal die wirklich großen Entscheidungen in Deutschland, nehmen wir als Beispiel die Einführung von Hartz 4 und die Entsendung deutscher Soldaten ins Ausland. Die Liste läßt sich fast beliebig fortsetzen. Wenn man nun die jeweils zugehörigen räpresentativen Umfragen ansieht, so wird man leider feststellen müssen, daß die Regierung schon beinahe prinzipiell das Gegenteil von dem macht, was das Volk will. Das ist auch nicht auf Deutschland beschränkt. Bei unseren Volksvertretern könnte man das "ver" getrost weglassen.  >:(

Dann bedanke dich bei denjenigen (70% der Wähler), die alle 4 Jahre ihr Kreuz bei CDU/SPD machen, sodass sich ja nichts ändert. Aber das hat nichts damit zu tun, dass die Volksvertreter deswegen nicht legitimiert wären. Aktuelle Umfragen spielen keine Rolle, es ist ja eine repräsentative Demokratie, keine direkte Demokratie.
Ich persönlich fände mehr direkte Demokratie auch besser, aber auch da kann Mist rauskommen, wie man in der Schweiz gut sieht (Minarettverbot, Ausländerfeindlichkeit, auch gegen Deutsche).

Aber wie Schillrich schon sagte, auch bei direkter Demokratie würde man wohl nicht mehr Begeisterung für Raumfahrt und Wissenschaft sehen. Ich vermute eher noch weniger, weil die meisten Menschen sogar noch kurzfristiger und egoistischer denken, als es Politiker tun. So a la Hauptsache ich hab genug zu Essen und das neuste Iphone, was kümmert mich die Zukunft und das All.  ;)

Um wieder zum Thema zurückzukommen: Ich denke, alles ist besser, als wenn die Regierung eigenmächtig handelt. Dann haben wir nämlich weder repräsentative noch direkte Demokratie.
Ergo sollten wir die Budgets vom US-Kongress eben so akzeptieren, als mehr oder weniger den Volkswillen der US-Bürger. Und es ist ja schließlich ihr Geld, das hier bei JWST, SLS und Co. verpulvert wird (bei Raketenstarts im wahrsten Sinne des Wortes :D).

Und wer doch eine andere Meinung zu dem ganzen Thema hat, kann dann umso mehr bei chinesischen und nordkoranischen Starts mitfiebern.  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 15. Januar 2014, 22:13:28
Bisher waren negative Meinungen zu Regierungsprojekten erlaubt.

Wenn sich das geändert hat, habe ich die Info noch nicht bekommen.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 15. Januar 2014, 22:27:21
Bitte dichter am Topic bleiben.

Das NASA-Budget ist ein staatliches Budget, über das natürlich Politiker entscheiden. Den aufmerksamen Forumleser und Staatsbürger sollte nicht verborgen geblieben sein, dass es denen natürlich nicht darum geht, "die Raumfahrt voranzubringen", sondern diese Gelder aus gesellschaftspolitischen Herausforderungen/Zielen bereitstellen und entsprechende Ziele durch Maßnahmen in der Raumfahrt damit verfolgen wollen.

Im Fall der NASA sind daran das Weiße House, Senate und Repräsentantenhaus daran beteiligt, die einen Interessenausgleich herbeiführen (auch wenn das die letzten Jahr kaum passierte).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 15. Januar 2014, 23:10:08
Dann bedanke dich bei denjenigen (70% der Wähler), die alle 4 Jahre ihr Kreuz bei CDU/SPD machen, sodass sich ja nichts ändert.

Ich bin da Optimist und hoffe, daß sich die Menschheit weiterentwickelt.  :)

Zitat
Aber das hat nichts damit zu tun, dass die Volksvertreter deswegen nicht legitimiert wären. Aktuelle Umfragen spielen keine Rolle, es ist ja eine repräsentative Demokratie, keine direkte Demokratie.
Ich persönlich fände mehr direkte Demokratie auch besser, aber auch da kann Mist rauskommen, wie man in der Schweiz gut sieht (Minarettverbot, Ausländerfeindlichkeit, auch gegen Deutsche).

Klar kommt da auch mal sowas raus, aber die Vorteile dürften doch überwiegen. Wenn ich da den wohl nie endenden NSA-Skandal betrachte und wie unsere gesamte ach so empörte Regierung tief im Hinterteil der USA sitzend Däumchen dreht...

Zitat
Aber wie Schillrich schon sagte, auch bei direkter Demokratie würde man wohl nicht mehr Begeisterung für Raumfahrt und Wissenschaft sehen. Ich vermute eher noch weniger, weil die meisten Menschen sogar noch kurzfristiger und egoistischer denken, als es Politiker tun. So a la Hauptsache ich hab genug zu Essen und das neuste Iphone, was kümmert mich die Zukunft und das All.  ;)

Das dürfte wohl so hinkommen.  :(

Zitat
Und wer doch eine andere Meinung zu dem ganzen Thema hat, kann dann umso mehr bei chinesischen und nordkoranischen Starts mitfiebern.  ;)

Also wenn ich mal die großen drei Raumfahrtnationen USA, Rußland und China nehme, da fiebere ich immer mit. Da unterscheide ich gar nicht, wieso auch?  ;)
Bei allen anderen natürlich auch.

@tomtom: Sorry, Ende mit offtopic. Natürlich ist mir durchaus bewußt, welche Ziele die Herren Abgeordneten in den USA verfolgen. Recht hehre sind es wohl bei SLS leider nicht, aber daran werden wir nichts ändern können.

An sich bin ich vom Budget eher positiv überrascht, insbesondere was Commercial Crew angeht. Das sah noch vor kurzem schlimmer aus. Was ich aber befürchte ist, daß nach Ablauf der jetzigen ISS-Nutzungsdauer dieses Geld nicht in einen etwaigen Nachfolger, sondern direkt ins SLS-Programm fliessen wird.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 15. Januar 2014, 23:44:04
Die Verlänerung um 4 Jahre war ja nicht endgültig. Es können weitere vier Jahre dazukommen.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rugoz am 16. Januar 2014, 00:40:42
Zitat von: Caladaris
Ich persönlich fände mehr direkte Demokratie auch besser, aber auch da kann Mist rauskommen, wie man in der Schweiz gut sieht (Minarettverbot, Ausländerfeindlichkeit, auch gegen Deutsche).

Aber wie Schillrich schon sagte, auch bei direkter Demokratie würde man wohl nicht mehr Begeisterung für Raumfahrt und Wissenschaft sehen. Ich vermute eher noch weniger, weil die meisten Menschen sogar noch kurzfristiger und egoistischer denken, als es Politiker tun. So a la Hauptsache ich hab genug zu Essen und das neuste Iphone, was kümmert mich die Zukunft und das All.

Als Schweizer muss ich das doch kommentieren :)

Das mit der Ausländerfeindlichkeit ist schon ätzend, Deutschland ist da in Europa die grosse Ausnahme. Im Falle der Schweiz muss man hinzufügen, dass das Land seit der Personenfreizügigkeit schon fast überrannt wird von EU-Bürgern. Sogar bei den Linken und Grünen gibt es inzwischen viele die eine Reduktion der Einwanderung fordern. Sind also nicht alles Rassisten, aber die gibts natürlich auch zur Genüge.

Die Wirtschaft freuts natürlich, und für den Staat gibts viele neue Steuerzahler und Bahnbauprojekte ;).

Ich würde nicht sagen, dass die Leute generell kurzfristig und egoistisch sind. Die meisten Bürger von repräsentativen Demokratien denken, dass bei einer direkter Demokratie einfach die Umfrage-Ergebnisse wahr werden würden. Dem ist allerdings nicht so. Umfrage-Resultate können sich vor Abstimmungen massiv verändern.

Ich finde die Schweiz persönlich in vieler Hinsicht nicht so toll (vor allem kulturell), aber in Sachen Bildung & Forschung ist die Schweiz in Europa sicherlich top (Bildungsausgaben, Patente etc.), so von wegen kurzfristigem Denken. Die direkte Demokratie scheint da nicht zu schaden.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Rücksturz am 16. Januar 2014, 22:23:40
Bei der Demokratie gilt wie bei vielem, es kommt darauf an was man daraus macht (parlamentarisch, direkt, lupenrein...) 8).

Aber jetzt noch mal mehr zum Thema; was ich mich frage ist, was erwarten sich die Abgeordneten bzw. was bekommen sie dafür, dass sie das Budget für SLS/Orion um knapp 400 Mio $ oder um 14 % erhöht haben?
Das angeforderte Budget vom White House entspricht, wenn ich es richtig verstehe, weitgehend dem was die NASA vorgeschlagen hat.
Die Nasa hat angekündigt/plant dieses Jahr einen Orion-Prototypen mit einer Delta-Heavy zu starten.
2017 soll dann eine SLS Block I mit einer unbemannten Orion starten und 2021 eine bemannte.
Bei letzterer war ursprünglich eine Mondumrundung geplant, momentan plant man eine Mission zu einem kleinen eingefangenen Asteroiden, sicher ist das aber noch nicht.
(Korrigiert mich, wenn ich was durcheinander bringe).
400 Mio $ in 2014 mehr ist nicht ganz ohne und man kann erwarten dass der Kongress SLS/Orion auch in den nächsten Jahren pushen wird.
Aber was ist der Mehrwert?
Überlegung a) Gechasste JWST Manager arbeiten bei der SLS/Orion-Entwicklung mit und die zusätzlichen Mittel werden gebraucht, um das was bisher angekündigt wurde wenigstens in der doppelten Zeit zu schaffen.  ;)
Überlegung b) Man möchte im Prinzip das bisher geplante aber schneller.
Überlegung c) Man möchte das bisher geplante und zusätzliche Missionen.

Ich persönlich tippe auf b!
a) Kommt für mich nicht in Frage, dafür bin ich zu sehr Optimist  :D
Gegen c) spricht, dass gleichzeitig "Exploration R & D" um 17% gekürzt wird. Statt sich also zu überlegen, was man dann mit der Superrakete und der BEO-Kapsel machen könnte, wird dieser Zweig reduziert.

Wie weit lässt sich das Programm mit mehr Geld beschleunigen?
Der EFT-1 Teststart soll dieses Jahr stattfinden, Hardware ist teilweise schon gebaut, das kann auch mit viel Geld nicht mehr viel schneller gehen. Wenn nicht unvorhergesehene Probleme auftauchen, könnte das dieses Jahr klappen.
Den unbemannten Start 2017 vorziehen? Wenn man jetzt alles daran setzt und Geld keine Rolle spielt, halte ich zwei bis drei Quartale früher als bisher geplant für realistisch. D.h. vielleich klappt ein Start noch 2016.
Am ehesten kann ich mir vorstellen, dass der erste bemannte Flug deutlich früher kommt, vielleicht dann 2019 statt 2021.
Und nach 2019 müssten bei gleichbleibend rund 3 Milliarden $ im Jahr ein Flug im Jahr drin sein (2 Mia. für die Infrastruktur, 1 Mia. pro Flug).

Allerdings ist das alles Milchmännerrechnung solange es kein klares Ziel gibt, wohin man eigentlich und auf weitere Sicht hinfliegen will.  :(
Und ich habe den Eindruck, dass weder Obama noch der Kongress Anstalten machen diese Ziellosigkeit zu beenden.

LG
Rücksturz
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 16. Januar 2014, 23:05:55
Und nach 2019 müssten bei gleichbleibend rund 3 Milliarden $ im Jahr ein Flug im Jahr drin sein (2 Mia. für die Infrastruktur, 1 Mia. pro Flug).

Da ist nur ein Haken. Es gibt außer der Asteroidenmission nichts, was SLS/Orion mit einem Flug kann. Für den Mond (wenn man einen Lander hat) braucht man mindestens zwei Flüge. Die Nutzlast von SLS reicht nicht, das mit einem Flug zu machen.

Naja, sie könnten noch eine Schleife um den Mond drehen, vielleicht in eine Umlaufbahn.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 17. Januar 2014, 00:01:46
Aber jetzt noch mal mehr zum Thema; was ich mich frage ist, was erwarten sich die Abgeordneten bzw. was bekommen sie dafür, dass sie das Budget für SLS/Orion um knapp 400 Mio $ oder um 14 % erhöht haben?

Das kann man so nicht sagen. Du vergleichst hier die Planwerte von Obama und dem Kongress. Da ist nichts erhöht, sondern einfach zwei verschiedene Werte. Vergleichbar wäre der Wert (3.115 Mrd $) mit dem Vorjahreswert ( 2.883 Mrd $). Obama hatte in den letzten Jahren immer weniger Geld für SLS/Orion beantragt, als der Kongress letztlich bewilligt hat. Bei diesem Wert wurden 355,1 Mio in Ground Systeme investiert.

Die offengehaltene Destination liegt letztlich an der Augustine-Kommittee Empfehlung "Flexible Path", der Kongress würde (wie alle anderen Raumfahrtnationen) einfach erstmal zum Mond fliegen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 14. Februar 2014, 23:50:04
Euroconsult stellt fest, dass die weltweiten Ausgaben für staatliche Raumfahrt, erstmals seit 1995, gesunken sind.

2013 betrugen sie 72,1 Mrd $ gegenüber 72,9 Mrd $ in 2012.

Vor allem die USA kürzen ihr Raumfahrtbudget. In 2013 auf 38,7 Mrd $ gegenüber dem Peak von 2009 von 47,5 Mrd $. (= civil und militärisch) - eine Kürzung um 8,8 Mrd $.

http://www.euroconsult-ec.com/news/press-release-33-1/87.html (http://www.euroconsult-ec.com/news/press-release-33-1/87.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 07. März 2014, 23:51:43
Man könnte meinen, zum NASA-Budget ist schon alles gesagt und es gibt auch mit dem Release FY2015 nicht viel Neues.

Dennis Wingo hat aber eine ausgesprochen gute, ausführliche Analyse verfaßt, die jeder halbwegs am Thema interessierte lesen sollte. Ich werde mir die am Wochenende nochmal zu Gemüte führe, denn sie ist auch recht umfangreich.

Während das Augustine Kommitee 2009 noch bemängelte, dass für das Program-of-record (Constellation) 3 Mrd. fehlen, ist man jetzt 2014 um 1,3 Mrd unter dem Level von 2009 angekommen, so dass Anforderungen und Budget nach wie vor nicht realistisch sind.

Die US-politischen Prioritäten liegen derzeit auf anderen Gebieten, Budgets der anderen Agenturen wachsen, die der NASA sinken.

Der Artikel geht auch auf das Kongress-Hearing zum Mars-Flyby ein, dass ich selbst schon nicht mehr auf dem Schirm hatte, denn Thema und Teilnehmer schienen mir etwas exotisch.

Die raumfahrtpolitische Diskussion ist oft geprägt vom Thema Mars-Exploration, aber die Budgets werden gekürzt. Hier gehen offenbar Rhetorik und Realität weit auseinander !

Er beschreibt auch einen Lösungsansatz, wie man aus diesem Dilemma herauskommen sollte.

http://spaceref.com/the-path-forward-in-american-space---2014-edition.html (http://spaceref.com/the-path-forward-in-american-space---2014-edition.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 08. März 2014, 09:40:19
Wie ist denn, in kurzen Worten, der Lösungsansatz? Ich habe gerade keine Zeit mit den Artikel komplett durchzulesen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 08. März 2014, 11:08:07
Der Artikel ist wirklich sehr gut und zeigt auch ausführlich, dass das Hauptproblem der NASA kein langfristiges Programm auf die Füsse zu bringen defacto schon seit ihrer Gründung imminent war. Selbst Kennedy hat klip und klar gesagt, dass das Mond Programm nur dazu dient die Russen zu schlagen. Und ab 1967 regierte schon der Rotstift.

Aber zum Lösungsansatz:

Im Prinzip sagt er, dass die SLS und ISS "Fraktionen" sich nicht gegenseitig versuchen sollen das Wasser abzugraben, sondern sich verbünden sollten um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.

Das Budget für Explorations Technologie sollte angehoben werden (derzeit wird es am meisten beschnitten, ditto CCD, damit SLS sein Kuchenstück bekommt.), auch CCD. All dies soll erfolgen um Technologien zu entwickeln den Mond kommerziell zu erschließen um ihn als Tor zum Sonnensystem zu nutzen.

Meine Meinung:

Der Artikel selber ist sehr gut, die Konklusio ansich auch.  Nur glaube ich ehrlich gesagt nicht darab, dass sich beide Fraktionen  zusammenraufen werden.


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schillrich am 08. März 2014, 11:13:51
Danke :).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 08. März 2014, 11:40:59
Gern geschehen.  :)

Trotzdem rate ich jedem sich die Zeit zu Nehmen sich den Artikel gründlich durchzulesen. Er fasst imo. sehr gut zusammen warum bei der NASA die Situation so ist wie sie ist.

Oh, und zum Thema Inspiration Mars:

Der Autor hälts für ein Luftschloss, da einfach zuviele (NASA) Fraktionen sich um den Kuchen streiten und im Prinzip am Ende alle hungern müssen.  ;D

Defacto wird IM nur aus einem Grund von bestimmen NASA Leuten gepusht. Zitat, von mir übersetzt:

Zitat
Die eigentliche, ziemlich bedauernswerte Wahrheit ist, dass Mr. Tito erfolgreich darum gebeten wurde den Kongress dazu überzeugen, die ISS und Commerical Crew abzutöten um ihr hellglänzendes (SLS) Baby zu finanzieren, welches ihrer Meinung nach von der Konkurrenz erstickt wird.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 08. März 2014, 17:02:24
Man kann nur hoffen, daß MCT schnell fertig wird und dem SLS Horror das wohlverdiente unrühmliche Ende bereitet, bevor dieses Faß ohne Boden die gesamte US Raumfahrt verschluckt hat.  >:(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 08. März 2014, 19:13:23
Man kann nur hoffen, daß MCT schnell fertig wird und dem SLS Horror das wohlverdiente unrühmliche Ende bereitet, bevor dieses Faß ohne Boden die gesamte US Raumfahrt verschluckt hat.  >:(

Ob das Gesetz "NASA ist verpflichtet private Anbieter zu buchen wenn es ein Angebot gibt" wirklich greifen würde? Die Senatoren würden genauso wie in der Konkurrenzsituation SLS vs. Commercial Crew (Konkurrenz um Gelder!) ihr "Baby" SLS als Alternative preisen... egal wie unpraktikabel es ist.

Aber ich will nicht wieder zu tief in das Thema SLS einsteigen. Es ist das auferlegte Kreuz, das die NASA zu tragen hat.

Was mich immer wieder bedrückt ist, dass die NASA im Grunde in jedem neuen Fiskaljahr eher zu den Verlierern gehört. Wie erwähnt: Andere Behörden bekommen höhere Budgets, das der NASA bleibt gleich. Die kleineren Steigerungen im dreistelligen Millionenbereich muss man vor dem Hintergrund der Inflation betrachten: Kaum nennenswert.  :-\

Immerhin konnte die Weiternutzung der ISS bis 2024 vor dem Hintergrund durchgesetzt werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 08. März 2014, 19:25:32
Wie erwähnt: Andere Behörden bekommen höhere Budgets,
Welche meinst du denn ?

Gruß,
KSC

P.S.
Bzgl. des SLS kann man durchaus auch ganz anderer Meinung sein, auch wenn das SpaceX Gläubige das für reine Häresie halten ;)
Aber diese Diskussion gehört hier nicht hin.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 08. März 2014, 19:32:25
P.S.
Bzgl. des SLS kann man durchaus auch ganz anderer Meinung sein, auch wenn das SpaceX Gläubige das für reine Häresie halten ;)
Aber diese Diskussion gehört hier nicht hin.

Man muß nicht SpaceX Gläubiger sein, um zu erkennen, wie absurd SLS ist. Das erkennen sogar viele, die SpaceX Hasser sind.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 08. März 2014, 19:36:23
Lass das doch bitte mal mit den "SpaceX Hassern" sein. Lass uns bitte sachlich diskutieren und nicht polemisch.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 08. März 2014, 19:52:24
Lass das doch bitte mal mit den "SpaceX Hassern" sein. Lass uns bitte sachlich diskutieren und nicht polemisch.

Da bin ich auch dafür, aber dann lass du bitte auch das "SpaceX Gläubige" sein, was der direkte Auslöser für obiges Zitat von Führerschein war.  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 08. März 2014, 19:56:48
Wenn ihr im Gegenzug dann auch den "SLS Horror",  "das auferlegte Kreuz SLS das die NASA zu tragen hat" und das "SLS Baby" weg lasst, was wiederum die Auslöser für die "Gläubigen" waren, dann bin ich sehr damit einverstanden  :)

un nu zurück zum Thema  ;)

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 08. März 2014, 20:22:46
Apropos.....bei der ganzen Budget Debatte ist mir mal ein Beitrag eingefallen, den ich mal vor ca. 2-3 Jahren zusammengefasst habe. Habe ihn zwar nicht gefunden, aber dafür diesen alten Beitrag von tomtom.

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=9355.msg197367#msg197367 (https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=9355.msg197367#msg197367)

Angesichts der aktuellen Diskussion um die noch nicht öffentliche Kostenanalyse der Beraterfirma Booz Allen Hamilton stellt jetzt Dr. Scott Pace, Direktor am Policy Institute at George Washington und bekannter Skeptiker der Commercial-Strategie die Frage, ob die Analyse dazu führen könnten, dass die Ares I als kleinere, bezahlbare Variante wiederbelebt werden würde.

http://blog.al.com/space-news/2011/08/is_the_answer_to_heavy-lift_ro.html (http://blog.al.com/space-news/2011/08/is_the_answer_to_heavy-lift_ro.html)

Derselbe der grad für Inspiration Mars/SLS wirbt und der während seiner Anhörung immer noch durchklingen lies, dass er am liebsten Constellation zurück hätte.

Und wie der Artikel von der letzten Seite zeigt, haben die SLS Befürworter derzeit Oberwasser. Oder um es in Zahlen auszudrücken:

- Das ISS Programm verliert 105 Mio USD. (-3%)
- CCDev verliert 125 Mio USD. (-16%)
- Exploration R&D verliert 62 Mio USD (-17%)
- SLS/Orion gewinnt ca. 200 Mio USD (+ ca. 15%)

Quelle: Die Tabelle aus dem Spaceref Artikel.  Und hier nochmal der gesamte Budgetbericht.
http://www.spacefoundation.org/sites/default/files/downloads/01.15.14%20FY2014%20NASABudget%20Update%204.pdf (http://www.spacefoundation.org/sites/default/files/downloads/01.15.14%20FY2014%20NASABudget%20Update%204.pdf)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 09. März 2014, 01:16:09
Danke Haus Atreides für das Zusammenfassen.

Wie ich schon mehrfach dagegen gehalten habe, muß ich auch hier sagen, das es hier kein Mehr oder Weniger oder gar einen Gewinner SLS/Orion gibt. Der Unterschied ist lediglich bedingt durch zwei unterschiedliche Planansätze - die des Präsidenten und die des Kongresses - da unterscheiden sich zwei politische Lager und der Kongress hat die Budgethoheit, aber der Präsident den politischen Einfluß.

Vergleicht man real die Ausgabenentwicklung über die Jahre für SLS(Orion, CCDev und ISS, dann sanken diese bisher für SLS/Orion und stiegen für CCDev und ISS real !

Wie erwähnt: Andere Behörden bekommen höhere Budgets,
Welche meinst du denn ?

Der og. Artikel sagt, dass 1966 das NASA Budget das zweithöchste hinter dem DoD gewesen ist, 1980 waren 11 von 19 Behörden größer und 2012 sind es 14 von 19, wobei die im Vergleich zur NASA kleineren Behörden mehr zusätzliches Geld bekommen und damit die Bedeutung der NASA wohl weiter zurückfallen dürfte.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 10. März 2014, 10:03:38
Es könnte zusätzliches Geld für das ISS-Crew-Programm und andere NASA-Missionen geben.

http://news.yahoo.com/obama-eyes-boost-space-taxi-spending-jupiter-moon-003530688--sector.html (http://news.yahoo.com/obama-eyes-boost-space-taxi-spending-jupiter-moon-003530688--sector.html)

Es gibt ein 56 Milliarden $ Programm im Obama-Budget, aus dem zusätzlich 1.1 Milliarden Dollar für die NASA fließen würden. Davon 400 Millionen für das Crew-Programm. Damit könnten mindestens zwei Beteiligte voll finanziert werden.

Ob es so durch den Kongress geht, ist unklar. Aber als Motivation wird u.a. auch die Ukraine-Krise genannt. Obama möchte Crew-Kapazität vor Ende 2017.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 10. März 2014, 10:22:53
http://nasawatch.com/archives/2014/03/will-ukraine-in.html (http://nasawatch.com/archives/2014/03/will-ukraine-in.html)
http://www.politico.com/story/2014/03/ukraine-crisis-russia-space-104361.html (http://www.politico.com/story/2014/03/ukraine-crisis-russia-space-104361.html)

Laut diesem Artikel geht auch einigen Abgeordneten endlich ein Licht auf, dass es ein Fehler war CCDev nicht voll zu finanzieren. Es ist zwar traurig, dass dafür der "Kalte Krieg" in gewisser Weise zurückkehren musste.

Bzw. eine Frage? Sind durch die aktuelle Situation die nächsten ISS Missionen gefährdet? Oder um es anders zu formulieren, ist zu erwarten, dass die Amerikaner fürs Erste niemanden mehr hochschicken werden? (Immer muß das ja via Sojuz geschehen.)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 10. März 2014, 10:41:21
Bzw. eine Frage? Sind durch die aktuelle Situation die nächsten ISS Missionen gefährdet? Oder um es anders zu formulieren, ist zu erwarten, dass die Amerikaner fürs Erste niemanden mehr hochschicken werden? (Immer muß das ja via Sojuz geschehen.)
Wie kommst du denn darauf? Verzichtet Europa etwa auf russische Gaslieferungen, weil wir mit deren Politik nicht einverstanden sind  ;)
Das eine ist Politik, das andere ist Geschäft. Die Flüge sind bezahlt und Russland wird sie auch durchführen. Da wird es keinerlei Änderungen geben.
Für die langfristige Zusammenarbeit mit Russland sieht es allerdings eher düster aus, nicht nur wegen des aktuellen Konflikts

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 10. März 2014, 10:43:07
Der Politico Artikel spricht auch die Atlas V Triebwerke an.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 10. März 2014, 13:57:14
Für die langfristige Zusammenarbeit mit Russland sieht es allerdings eher düster aus, nicht nur wegen des aktuellen Konflikts

Ja, da mache ich mir auch Gedanken, vor allem wegen der ISS und der Atlas. Ein Rückzug Russlands könnte für beide ein schnelles Aus bedeuten. Die ISS wäre ohne den russischen Teil weder betriebsfähig noch im Orbit zu halten und die Atlas wäre ohne russische Triebwerke schlicht zu teuer.

Was die mögliche bessere Finanzierung der kommerziellen Anbieter angeht, das wäre wirklich gut. Wie ich schon einmal schrieb würde es zeigen, daß auch der größte Irrsinn zu etwas nütze ist. Dazu mehr im zugehörigen Thread.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: McFire am 10. März 2014, 14:26:07
Auszug aus der NASA TV Schedule für Donnerstag :

9:30 a.m. - ISS Expedition 39 In-Flight Event (scheduled for 10 a.m. ET) with the U.S. Senate Youth Group and NASA Administrator Charlie Bolden - HQ/JSC (All Channels)

Ist vlt. interessant, wenn --- da die Worte nicht zu vorsichtig abgewägt werden ....
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 12. März 2014, 22:52:33
Es gibt jetzt eine 700 seitige Detailierung des Budgetplans:
http://www.nasa.gov/sites/default/files/files/NASA_2015_Budget_Estimates.pdf (http://www.nasa.gov/sites/default/files/files/NASA_2015_Budget_Estimates.pdf)

Interessanterweise gibts im Budgetplan für die ISS im Jahr 2019 einen Sprung von 3,3 auf 3,8 Mrd $.

4 Mrd $ pro Jahr für diese unnütze Blechbüchse? Das ist doch Irrsinn. Die interplanetare Erforschung streicht man immer wieder zusammen, aber für diesen Unsinn hat man Geld ohne Ende.

Dem scheint eine einfache Erklärung zu grunde zu liegen, die CCDev-Budgets enden praktisch im Jahr 2018, danach müssen also Mittel für die Crew-Transport Service geplant werden. Ein großer Teil (2,16 Mrd $) dieser 4 Mrd. sind als Kosten für Transport von Crew und Fracht an die Commercials geplant.

Ein weiteres Detail: die NASA plant den Neubau eines Gesundheitslabors am JSC (Human Health and Performance Laboratory) für 57 Mio $ und soll 11000 qm groß werden. Das alte soll abgerissen werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 13. März 2014, 07:27:45
Vor allem interessant finde ich, dass erwogen wird, CCiCap ins Finanzjahr 2015 zu verlängern.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 14. März 2014, 12:24:00
Vor allem interessant finde ich, dass erwogen wird, CCiCap ins Finanzjahr 2015 zu verlängern.

Gruß,
KSC

Positiver Nebeneffekt falls dies auch die Finanzierung mit einschließt: Alle drei Wettbrstewerber werden weiter unterstützt und man umgeht es einen dieses Jahr "rausfliegen" zu lassen. Gute Nachrichten vor allem für DreamChaser also (wird ja als heißester Rausflieg-Kandidat gehandelt).  :)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 20. März 2014, 18:56:52
Obwohl das Projekt SOPHIA im NASA Budget nicht berücksichtigt wurde, ist auch Cassini noch keineswegs sicher. Wie auch andere Projekte, dessen geplante Einsatzdauer überschritten ist und bei denen es um eine evtl. Verlängerung geht, werden diese einem Senior Review unterzogen. Dazu gehört auch das Curiosity Projekt.

Die Empfehlungen des Reviews werden im Juni erwartet.

http://www.spaceflightnow.com/news/n1403/18seniorreview/#.UysqYYX3l8E (http://www.spaceflightnow.com/news/n1403/18seniorreview/#.UysqYYX3l8E)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ruhri am 21. März 2014, 08:24:11
SOPHIA oder SOFIA (http://de.wikipedia.org/wiki/Stratosph%C3%A4ren-Observatorium_f%C3%BCr_Infrarot-Astronomie)? ???

Wobei anzumerken bleibt, dass die geplante Einsatzdauer von SOFIA eher noch nicht überschritten wurde.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 28. März 2014, 09:13:16
Es hat ein Congress-Hearing zum NASA Budget gegeben. Mit Charles Bolden als NASA-Vertreter.

A Review of NASA Budget for Fiscal Year 2015, House Space Subcommittee, March 27, 2014 (http://www.youtube.com/watch?v=nqjrMeUL5Mg#)

Ich habe mir bisher nur die ersten Minuten angesehen. Ein Komittee Mitglied nach dem anderen hat den Präsidenten angeschossen, weil er SLS-Mittel kürzen will. Dazu auch von jedem die Frage, warum denn auf einmal die drastische Erhöhung für Commercial Crew? Dafür brauchen wir eine ausführliche Erklärung.

Klingt alles wie gehabt, der Präsident will ihr Lieblingsprojekt kürzen, dafür strafen sie sein Projekt Commercial Crew ab.

Hier eine Zusammenfassung von Charles Boldens Beitrag, aus dem Gedächtnis des Schreibers nach ansehen des Hearings.

I watched most of the hearing live this morning, and this is what jumped out at me.

In response to a question about continued access to ISS, and if NASA could safely shut down ISS for some period of time if Russia cut off our access, Bolden stated that without ISS and Commercial Crew, he would cancel SLS, Orion, and everything else BLEO. That BLEO is wholly dependent on Commercial Crew.

He stated that it is Congress's fault that Commercial Crew IOC has been pushed back from 2015 to 2017. He also stated that additional funds could speed up Commercial Crew. Whereas in the past, his position has always been that additional funds would not speed up SLS/Orion.

This is from memory, so don't take it as verbatim quotation.

Auf die Frage, ob man die ISS vorübergehend schließen könnte, wenn die Russen den Zugang verweigern: Dann beende ich SLS/Orion, weil ohne ISS keine sinnvolle Vorarbeit für Fernflüge gemacht werden kann. NASA Aktivitäten außerhalb LEO hängen vollständig von Commercial Crew ab.

Er sagte, es ist die Schuld des Kongress, daß Commercial Crew sich von 2015 auf 2017 verzögert und daß zusätzliche Mittel Commercial Crew beschleunigen könnten.


Starke Worte vor einem Kongress Komittee.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 28. März 2014, 09:20:49
War schon nett, daß es ihnen endlich mal jemand ins Gesicht gesagt hat. Vielleicht hätte er aber anders anfangen sollen, etwa so:

Bolden: "Wir haben die Schuldigen identifiziert, die für die Verzögerungen bei Commercial Crew verantwortlich sind. Sie haben es vorsätzlich getan. Was sollen wir mit Ihnen machen?"

Abgeordnete (entrüstet): "Werft sie raus und bringt sie vor Gericht!"

Bolden (grinsend): "Ach ja, ich vergaß fast es zu erwähnen, die Schuldigen seid ihr!"

 ;D ;D ;D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 01. Mai 2014, 17:57:43
Ein hearing heute zum NASA budget. Ein Link zur NSF-Diskussion dazu

http://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=34546.0 (http://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=34546.0)

Wer es sich antun will, eine Aufzeichnung der Sitzung

http://www.appropriations.senate.gov/webcast/cjs-hearing-fy15-nasa-budget-video-stream-will-not-go-live-until-hearing-begins (http://www.appropriations.senate.gov/webcast/cjs-hearing-fy15-nasa-budget-video-stream-will-not-go-live-until-hearing-begins)

Die aktuelle politische Situation ist noch nicht im Kongress angekommen.Man mag Commercial Resupply nicht. Ein schlechtes Programm, weil mangelhafte Aufsicht der NASA bedingt durch die juristische Struktur des Programms.

Commercial Crew ist genauso schlecht.


Zitat
Jeff Foust ‏@jeff_foust 2m
Bolden says one reason for humans to go to Mars is to make humanity a "multi-planet species" (a phrase often used by Elon Musk.)


Bolden spricht von einem Mars Programm und verwendet Elon Musks Begriff Die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies machen.

Zitat
Jeff Foust ‏@jeff_foust 12m
Bolden: should the US or Russia choose to pull out, the ISS as we know it does not exist.

Wenn die USA oder Russland sich von der ISS zurückziehen, existiert die ISS wie wir sie kennen, nicht mehr.

Zitat
Jeff Foust ‏@jeff_foust 13m
Shelby: could any comm'l crew companies be ready to transport crews in a year? Bolden: we're sticking with 2017 date to begin flights.

Kann ein Commercial Crew Anbieter in einem Jahr bereit sein? Bolden: wir bleiben beim Termin 2017.

Daß man eventuell Geld da reinstecken muß, wenn man eine Beschleunigung will, ist wohl nicht in der Gedankenwelt des Kongress.

Zitat
Jeff Foust ‏@jeff_foust 25m
Bolden asks committee to fully fund commercial crew, emphasizing (again) choice between comm'l crew and buying more Soyuz seats.

Bolden verlangt wieder volle Finanzierung von Commercial Crew und hebt wieder hervor, daß die Alternative weiter bezahlen für Sojus-Plätze ist.

Zitat
Jeff Foust ‏@jeff_foust 30m
Shelby: NASA is using "the same flawed model" of comm'l cargo for the comm'l crew program; noting limited insight by gov't.

Vorsitzende Shelby: Die NASA verwendet das gleiche fehlerhafte Modell wie für Commercial Crew mit begrenzter Einsicht durch die Regierung.

Soll heißen, der Kongress kann die Gelder nicht beliebig dahin schieben, wo es ihnen passt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 01. Mai 2014, 19:29:42
Wenn ich lese, was der Kongress da von sich gibt wird einem schlecht  :-X

Commercial Cargo läuft hervorragend und die NASA ist von den bisherigen Ergebnissen begeistert. Wie kann sowas nur so schlecht gemacht werden? Man merkt wo die Prioritäten des Kongress liegen...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MX87 am 01. Mai 2014, 19:38:03
Noch ein paar Statements von Bolden:
- "We are out of the LEO business"
- Er fragt an Commcercial Crew voll zu finanzieren.
- Com. Crew: Mit dem derzeitigen Budget ist man auf Kurs für die Aufnahme in 2017.
- Beziehung zu Roskosmos ist stabil und wird fortgeführt.
- Es werden mehr Mittel für Cyber-Security gebraucht.

Aus dem Kongress:
- Man sei sich des NASA Commitments zu SLS nicht sicher
- Dass die Beziehung zu Roskosmos gut ist, hörte man nicht soooo gerne.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 01. Mai 2014, 21:20:50
Die geistigen Voraussetzungen dafür, in den USA Abgeordneter zu werden, scheinen so hoch nicht zu sein.  ::)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: KSC am 01. Mai 2014, 21:30:24
Ich finde, dass wenn man ernst genommen werden will, es auch eine geistige Grundvoraussetzung ist, die Meinung von anderen zu respektieren, auch wenn man sie selbst nicht teilt.

Gruß,
KSC
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Major Tom am 01. Mai 2014, 22:00:40
Ich sehe im Gebaren der Abgeordneten weniger Meinung als Gedanken an die Befüllung der eigenen Taschen. So ist es eigentlich immer, wenn es um Commercial Space und/oder SLS geht. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 29. September 2014, 08:13:58
Der Artikel ist wirklich gut. Allerdings sind die Angriffe auf Obama inhaltlich falsch. Die Finanzierung wird ausschließlich durch den Kongress festgelegt. Wenn Obama es durchsetzen könnte, würde es weder SLS noch Orion geben. Beide sind vom Kongress gegen den Willen der Administration gestartet und finanziert worden.

Eine Wertung dazu spare ich mir. Das hatten wir oft genug.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 29. September 2014, 14:18:45
Für die Finanzierung von SLS ist der Kongress verantwortlich, ja. tomtom hat im SLS-Thread jedoch angemerkt, dass der Kongress gerne mehr Geld dem SLS/Orion zuschieben möchte. Jetzt frage ich natürlich, wer das verhindert.

Der Kongress würde vielleicht gerne noch mehr Geld für SLS/Orion ausgeben. Aber nicht mehr Geld für die NASA insgesamt. Andere NASA Programme wurden schon bis weit über die Schmerzgrenze hinaus zugunsten von SLS/Orion gekürzt. Noch weitere Kürzungen auf dem Gebiet würden auch im Kongress Widerstand hervorrufen.

Es funktioniert so, der Präsident/die Administration macht einen Budgetvorschlag. Der ist aber in keiner Weise bindend für den Kongress. Der legt seinen Entwurf vor. Die einzige Möglichkeit für den Präsidenten, Einfluß zu nehmen wäre ein Veto, die Weigerung, den gesamten Etat zu unterschreiben. Also wirklich den gesamten Etat, nicht nur den NASA-Etat. Dann wären die USA wieder zahlungsunfähig. Diese Waffe setzt er nur sehr vorsichtig ein, sicher nicht für die Raumfahrt.

Im Präsidentenetat ist SLS/Orion jedesmal niedriger angesetzt, als es der Kongress dann beschließt.

Das Gegenstück dazu sind Commercial Crew, das immer weniger bekommt, als der Präsident ansetzt. Sonst könnte das Programm schon viel weiter sein.

Und natürlich earth science. Die Erforschung der Erde aus dem All, Schwerpunkt Klimaforschung. Das will der Präsident, aber der Kongress nicht.

Die beiden letzten Punkte sind in diesem Thread zwar OT. Aber sie runden das Bild der Etatfindung ab.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Zenit am 29. September 2014, 14:33:52

Der Kongress würde vielleicht gerne noch mehr Geld für SLS/Orion ausgeben. Aber nicht mehr Geld für die NASA insgesamt. Andere NASA Programme wurden schon bis weit über die Schmerzgrenze hinaus zugunsten von SLS/Orion gekürzt. Noch weitere Kürzungen auf dem Gebiet würden auch im Kongress Widerstand hervorrufen.

Es funktioniert so, der Präsident/die Administration macht einen Budgetvorschlag. Der ist aber in keiner Weise bindend für den Kongress. Der legt seinen Entwurf vor. Die einzige Möglichkeit für den Präsidenten, Einfluß zu nehmen wäre ein Veto, die Weigerung, den gesamten Etat zu unterschreiben. Also wirklich den gesamten Etat, nicht nur den NASA-Etat. Dann wären die USA wieder zahlungsunfähig. Diese Waffe setzt er nur sehr vorsichtig ein, sicher nicht für die Raumfahrt.

Aha, danke für die Information. Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden: Mehr Geld für SLS/Orion ist nicht durchsetzbar, weil sonst andere NASA-Aktivitäten stark gekürzt werden müssten. Das heißt, dass für eine Budgeterhöhung von SLS/Orion auch das Budget der NASA angehoben werden muss. Für das Etat der NASA ist ebenfalls der Kongress verantwortlich. Das heißt, dass der Kongress dadurch, dass er das Budget der NASA nicht anhebt, das Budget von SLS/Orion ebenfalls nicht anheben kann. Richtig so?


Bei dem Bild mit der Steuereinrichtung für die Boosterdüsen fiel es wieder mal ganz besonders auf, was für tolle Technik und Denkarbeit da nur in diesem "kleinen" Teil einer Rakete steckt und dann letztlich zum kaum gesehenen Feuerwerk verbrannt wird.


Das macht für mich -trotz allen Bedenken, was das für eine Verschwendung ist- auch einen großen Teil der Faszination Raumfahrt aus: Extrem komplexe, extrem große Maschinen, die nur für einen Zweck gebaut sind: Menschen/Roboter ins All zu schießen. Cool. :)


Kann man nur sagen : Elon, halte durch !

Das hoffen wir -auch ich- natürlich (fast) alle.  :)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 29. September 2014, 16:36:50
Der Kongress würde vielleicht gerne noch mehr Geld für SLS/Orion ausgeben. Aber nicht mehr Geld für die NASA insgesamt. Andere NASA Programme wurden schon bis weit über die Schmerzgrenze hinaus zugunsten von SLS/Orion gekürzt. Noch weitere Kürzungen auf dem Gebiet würden auch im Kongress Widerstand hervorrufen.

Nein, obwohl wir wohl alle das gleiche wissen, kann man es so nicht formulieren.

So ist zb. der Gesamthaushalt durch den Kongress regelmäßig etwas höher als der der Obama-Admin. (wobei natürlich alle dort der NASA nicht wirklich mehr Geld geben wollen).
Wenn Führerschein von "Kürzung" spricht, meint er immer den Kongress-Etat gegenüber der Obama-Admin, ich dagegen vergleiche den Etat gegenüber dem Vorjahr. Faktisch sinkt jedes Jahr der Etat von SLS/Orion und daher ist deine ursprpüngliche Aussage im Artikel vollkommen korrekt.

Zitat
Der Erstflug von SLS ..., weil der Kongress sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen.
Diese Formulierung ist aber wirklich nicht haltbar, weil sicher nicht der Kongress sein Lieblingsprojekt torpedieren würde.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 29. September 2014, 16:54:21
So ist zb. der Gesamthaushalt durch den Kongress regelmäßig etwas höher als der der Obama-Admin. (wobei natürlich alle dort der NASA nicht wirklich mehr Geld geben wollen).
Wenn Führerschein von "Kürzung" spricht, meint er immer den Kongress-Etat gegenüber der Obama-Admin, ich dagegen vergleiche den Etat gegenüber dem Vorjahr. Faktisch sinkt jedes Jahr der Etat von SLS/Orion und daher ist deine ursprpüngliche Aussage im Artikel vollkommen korrekt.

Als unkorrekt habe ich nur den Teil bezeichnet, daß Obama den SLS/Orion Etat verantwortet. Das ist ohne jeden Zweifel und 100% der Kongress.

Der Kongress setzt jedes Jahr den SLS/Orion Etat höher an als der Präsident und Obama würde zwar gerne, kann aber nichts dagegen unternehmen. Vom Gesamtetat der NASA in genauer Höhe habe ich nichts gesagt. Er sinkt inflationsbereinigt aber eher, als daß er steigt, oder auch nur gleich bleibt. Der Kongress ist auch nicht bereit, ihn zu erhöhen. Bitte bestreite das nicht. Es ist eine schlichte Tatsache.

Zitat
Der Erstflug von SLS ..., weil der Kongress sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen.
Diese Formulierung ist aber wirklich nicht haltbar, weil sicher nicht der Kongress sein Lieblingsprojekt torpedieren würde.

Es ist so.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 29. September 2014, 17:23:37
Tut mir leid, ich bin anderer Ansicht. Wir können alle möglichen Spitzfindigkeiten hier rein formulieren, die dann auch irgendwo begründbar sind, aber den Eindruck zu hiinterlassen, dass der Kongress dafür verantwortlich ist, das SLS/Orion zu wenig Geld bekommt (und nicht die Obama-Admin) ist einfach widersinnig.

Wir können doch alle zur Kenntnis nehmen, dass die Obama-Admin das Constellation Programm/SLS/Orion streicht/kürzt, wo es geht und der Kongress diesen Part am liebsten wieder retten/reaktivieren würde.

Der Portalartikel sollte diesen Sachverhalt widerspiegeln und nicht dein eigenes Verständnis (der Kongress ist Schuld).

Der Kongress kann auch nicht einfach seine ganz eigene Budgetpolitik machen, sonst müßte man annehmen, dass der US-Präsident und seine Administration machtlos und alles am Kongress hängt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 29. September 2014, 17:51:18

Wir können doch alle zur Kenntnis nehmen, dass die Obama-Admin das Constellation Programm/SLS/Orion streicht/kürzt, wo es geht und der Kongress diesen Part am liebsten wieder retten/reaktivieren würde.

Alternativ könnte man die Realität zur Kenntnis nehmen. Und die ist, daß Obama da keinen Einfluß hat.

Wenn er Einfluß hätte, gäbe es SLS/Orion nicht.

Ich bin hier raus.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 29. September 2014, 18:31:05
Wenn er Einfluß hätte, gäbe es SLS/Orion nicht.

Das ist richtig und das ist genau der Punkt. Obamas Interesse ist es, SLS/Orion zu streichen oder zu kürzen.

Er kann sich damit nicht durchsetzen, aber einen "gewissen" Einfluss auf die NASA Politik kann man ihn ja wohl kaum absprechen. Es liegt sicher nicht am Kongress, dass Constellation gestrichen wurde.

Das Obama da keinen Einfluß hat, kann ich nicht akzeptieren.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 29. September 2014, 20:02:40
Ich habe mir einige Senats-Hearings angetan. Gegenüber der NASA waren sie völlig eindeutig. Erhöhung des Budgets ist nicht drin.

Die Wissenschafts-Etats haben sie zum Skelett abgemagert, um SLS/Orion zu finanzieren. Da können sie kaum noch mehr rausquetschen. Man gab sich auch sehr erstaunt bis ungläubig, daß Budgeterhöhungen die Entwicklung beschleunigen sollen, und wollten dafür Beweise durch unabhängige Gutachter. Das war allerdings in dem Fall für Commercial Crew.

Nachtrag: Commercial Crew stehen sie sowieso feindlich gegenüber, weil ein Obama-Programm.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 29. September 2014, 21:19:20
Ich habe mir einige Senats-Hearings angetan. Gegenüber der NASA waren sie völlig eindeutig. Erhöhung des Budgets ist nicht drin.
unbestritten richtig.

Zitat
Die Wissenschafts-Etats haben sie zum Skelett abgemagert, um SLS/Orion zu finanzieren.
Das sehe ich ganz anders. Das Science Budget ist nahezu unverändert, aber der planetary Science Teil wurde stark reduziert und zwar von der Obama-Admin.
Der Kongress hat JWST gerettet. (Man muß das nicht gut finden, aber ist wohl so). Die Obama-Admin sucht noch nach der Finanzierung ihres Asteroid-Retrieval-Mission, die aber auch nicht nur Begeisterung auslöste.

Zitat
Nachtrag: Commercial Crew stehen sie sowieso feindlich gegenüber, weil ein Obama-Programm.
auch das ist unbestritten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 10. Dezember 2014, 09:40:13
Das Gesetz zum Staatshaushalt, einschließlich NASA Budget, ist raus.

http://docs.house.gov/billsthisweek/20141208/113-HR83sa-ES-B.pdf (http://docs.house.gov/billsthisweek/20141208/113-HR83sa-ES-B.pdf)

Es enthält das erforderliche Budget für Commercial Crew. Passagen, die Senator Shelby eingebracht hatte und die Commercial Crew erschwert und die Kosten für die Anbieter erhöht hätten, sind entfernt worden.

Der NASA-Teil beginnt ab Seite 30 des PDF.

220 Millionen für die Entwicklung eines RD-180 Ersatzes sind leider drin, obwohl niemand so ein Triebwerk haben will. Kommentar dazu bei NSF oink, oink, oink. Bedeutet Pork Barrel Politik. Eine bestimmte Firma soll mit einem Auftrag versehen werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 10. Dezember 2014, 11:54:44
Um 16:00 Uhr MEZ findet ein Kongress-Hearing statt, in dem man sich Aufklärung erhofft, warum die NASA bzw. Obama-Administration regelmäßig weniger Budget für SLS/Orion beantragt, als ihre eigenen Schätzungen erforderlich machen, um gemäß der Planung starten zu können. Aus finanziellen Gründen hatte man zuletzt den Start auf 2018 geschoben.

Außerdem macht man sich Sorgen, weil Orion-Programmchef Mark Geyer in einem SpaceNews-Interview erklärte, dass auch der Termin Dez. 2017 schon eine Herausforderung darstellt. Als Grund dafür wurde die rechtzeitige Zulieferung des europäischen Service Modules kritisch gesehen. Dordain mußte erklären: "die bisherigen Verzögerungen des PDR würde nicht die Auslieferung des SM verzögern".

http://science.house.gov/hearing/subcommittee-space-hearing-update-space-launch-system-and-orion-monitoring-development (http://science.house.gov/hearing/subcommittee-space-hearing-update-space-launch-system-and-orion-monitoring-development)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: D.H. am 15. Dezember 2014, 07:49:40
SFN hat dazu auch einen Artikel heraus gebracht:
http://spaceflightnow.com/2014/12/14/nasa-gets-budget-hike-in-spending-bill-passed-by-congress/]
[url]http://spaceflightnow.com/2014/12/14/nasa-gets-budget-hike-in-spending-bill-passed-by-congress/ (http://[url)[/url]

Wie immer geht vieles an SLS & Co, aber auch CCDev geht nicht leer aus.

Grüße,
David
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 15. Dezember 2014, 17:21:50
Der korrekte Link: http://spaceflightnow.com/2014/12/14/nasa-gets-budget-hike-in-spending-bill-passed-by-congress/ (http://spaceflightnow.com/2014/12/14/nasa-gets-budget-hike-in-spending-bill-passed-by-congress/).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 20. Januar 2015, 23:54:54
Möglicherweise wird der Budget-Request 2016 des Präsidenten doch nicht Anfang Februar veröffentlicht.

Obama hält eine Rede an die Nation, Bolden scheint möglichen Enttäuschungen vorbauen zu wollen. Raumfahrt kommt nicht vor oder Mars wird auf mindestens 20 Jahre + x weiter ins Ungewisse geschoben.

http://www.spacepolicyonline.com/news/bolden-keep-moving-the-ball-forward-dont-get-discouraged (http://www.spacepolicyonline.com/news/bolden-keep-moving-the-ball-forward-dont-get-discouraged)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 21. Januar 2015, 11:40:39
Obama erklärte zwar das Ende der Finanzkrise, blieb aber bzgl. NASA ganz unverbindlich. Erwähnte nur kurz einen Flug letzten Monat (EFT-1) als Teil eine bemannten Marsflugs und den Klimawandel.

http://www.spacepolicyonline.com/news/nasa-gets-two-shout-outs-in-state-of-the-union-address (http://www.spacepolicyonline.com/news/nasa-gets-two-shout-outs-in-state-of-the-union-address)

02. Feb. ist der Termin für die Budgetanforderung 2016. Bekommt die NASA wieder 21 Mrd $ weil die Finanzkrise überwunden ist? Wahrscheinlich nicht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 02. Februar 2015, 18:54:36
Obamas Budget-Request für FY2016 ist raus und die NASA soll 18,5 Mrd $ bekommen. Die Dokumentation ist aber (noch) ziemlich dürftig.

http://www.nasa.gov/news/budget/index.html (http://www.nasa.gov/news/budget/index.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 02. Februar 2015, 19:08:43
Grobe Zahlen sind hier:
http://spacenews.com/white-house-proposes-18-5-billion-budget-for-nasa/ (http://spacenews.com/white-house-proposes-18-5-billion-budget-for-nasa/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 02. Februar 2015, 20:14:50
und jetzt mit allen Zahlen:
http://www.nasa.gov/news/budget/index.html (http://www.nasa.gov/news/budget/index.html)

Lustig, Exploration (SLS/Orion) soll 2,86 Mrd$ (vorher 3,245 Mrd) bekommen, CCDev soll 1.243 nach 696 Mio bekommen.

Das wird der Kongress wohl wieder anders sehen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 10. Februar 2015, 14:46:21
Die letzten 30 Tweets lesen...
https://twitter.com/SpaceKSCBlog (https://twitter.com/SpaceKSCBlog)

Darüber soll heute abgestimmt werden:
https://www.congress.gov/114/bills/hr810/BILLS-114hr810ih.pdf (https://www.congress.gov/114/bills/hr810/BILLS-114hr810ih.pdf)

Ein schlechter Witz mal wieder.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 10. Februar 2015, 15:55:53
ja, der Kongress sieht es wohl mal wieder anders als die Obama-Administration.

Ich zitiere mal die Demokratin Donna Edwards, die mE. sehr fähig ist, hier natürlich eher den eigenen Standpunkt durchblicken läßt:

"... liefert der NASA wichtige, aktuelle politische Richtung für Missionen der Luftfahrt, Wissenschaft und bemannte Exploration. Dieser Gesetzentwurf setzt das langfristige Ziel für NASA´s bemanntes Explorationsprogramm der Entsendung von Menschen auf die Oberfläche des Mars und fordert von der NASA die Erstellung einer Roadmap mit den Fähigkeiten und Meilensteinen zur Erreichung dieses Zieles. NASA braucht diese Richtung jetzt zur Stabilität, die einen maximalen Fortschritt zu dem Ziel ermöglicht. ..."

http://science.house.gov/press-release/committee-leaders-announce-bipartisan-nasa-bill (http://science.house.gov/press-release/committee-leaders-announce-bipartisan-nasa-bill)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 10. Februar 2015, 16:52:28
Setzen das Ziel Mars und genehmigen 0$ für die Entwicklung der notwendidigen Hardware, außer SLS.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Zenit am 10. Februar 2015, 17:10:54
Setzen das Ziel Mars und genehmigen 0$ für die Entwicklung der notwendidigen Hardware, außer SLS.

Hallo Führerschein,
du musst aber auch bedenken, dass die NASA bis jetzt noch keine klare Architektur/Roadmap vorgestellt hat, mit der eine Marsmission erfolgen soll. Ohne einen solchen Plan wird es natürlich schwer, die nötigen Mittel zur Entwicklung der Hardware durchzusetzen...

Gruß
Zenit
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 10. Februar 2015, 17:17:15
Setzen das Ziel Mars und genehmigen 0$ für die Entwicklung der notwendidigen Hardware, außer SLS.

Hallo Führerschein,
du musst aber auch bedenken, dass die NASA bis jetzt noch keine klare Architektur/Roadmap vorgestellt hat, mit der eine Marsmission erfolgen soll. Ohne einen solchen Plan wird es natürlich schwer, die nötigen Mittel zur Entwicklung der Hardware durchzusetzen...

Gruß
Zenit

Es wurden Architekturen entwickelt und vorgestellt. NASA design reference Missonen. Nur kein Geld bewilligt. Aber wenn der Träger sowieso erst 2030 oder später fertig wird, ist das fast egal.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Zenit am 10. Februar 2015, 17:33:55
Meines Wissens nach ist die aktuelle DRA noch die 5.0er von 2009 (mit Ares I/V, NTR), eine neuere ist zumindest nicht öffentlich verfügbar. Gerstenmaier sagt ja selbst:

Zitat
We are not ready for another design reference mission or pathway; we need to better understand the trades and framework

http://www.nasa.gov/sites/default/files/files/Gerstenmaier_TAGGED.pdf (http://www.nasa.gov/sites/default/files/files/Gerstenmaier_TAGGED.pdf)

Gruß
Zenit
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Jura am 10. Februar 2015, 18:01:01
Ein bemannter Marsflug kann und wird erst nach 2030-35 erfolgen, die Kardinalfrage sind aber die Triebwerke, da mit chemischen Antrieben wird die NASA zum Mars nicht fliegen. Dazu laufen die Vorarbeiten, erste Ergebnisse sind nach 2022 zu erwarten. Ich sehe aber die ganze Sache gelassen und verstehe  überhaupt nicht die ständige deutsche Kritik an der NASA.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 10. Februar 2015, 19:51:17
Ich sehe aber die ganze Sache gelassen und verstehe  überhaupt nicht die ständige deutsche Kritik an der NASA.

Zumindest ich kritisiere nicht die NASA. Die tut das Mögliche. Meine Kritik gilt dem Kongress und seiner Art der Geldzuweisung. Ich spreche aber nicht für andere.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: blomquist am 10. Februar 2015, 22:51:00
@ Jura: ohne weiteres technisches Wissen bezüglich spezifisch-technischer Raumfahrt: wenn es ohne chemischen Antrieb erfolgen soll, dann würde ich für eine NASA-Mission doch eher auf 2050 tippen.... Wenn SpaceX in den 2020ern noch exisitert, dann sind die die ersten, die bemannt auf dem Mars landen...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Jura am 22. Februar 2015, 10:31:39
@ Jura: ohne weiteres technisches Wissen bezüglich spezifisch-technischer Raumfahrt: wenn es ohne chemischen Antrieb erfolgen soll, dann würde ich für eine NASA-Mission doch eher auf 2050 tippen.... Wenn SpaceX in den 2020ern noch exisitert, dann sind die die ersten, die bemannt auf dem Mars landen...

Auch SpaceX kann keine Wunder vollbringen.
Zu NASA Marsmission hat schon J.v.Puttkamer in Moskau deutlich gemacht, es hängt von den zu Verfügung stehenden Antrieben ab. Mit Fertigstellung der nuklearen Antriebe um 2022-24 wären somit Flüge zu Asteroiden möglich, also eine Generalprobe für Marsflüge. Auch mit chemischen Antrieb wäre ein Flug möglich, ist aber sehr Aufwendig und teuer, erfordert eine Startmasse um die 1500 Tonnen von der LEO.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 25. März 2015, 13:05:01
http://www.vox.com/2015/3/24/8279745/space-budget-nasa (http://www.vox.com/2015/3/24/8279745/space-budget-nasa)
7 surprising things the government spends more money on than space exploration

Interessant zu lesen.^^
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tobi am 25. März 2015, 21:19:07
Bekommt die NASA Geld für ARM wegen interstellarer Perspektive?
http://spacenews.com/u-s-lawmaker-wants-nasa-working-on-interstellar-propulsion/ (http://spacenews.com/u-s-lawmaker-wants-nasa-working-on-interstellar-propulsion/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 16. April 2015, 19:17:32
NASA Chef Bolden wird heute von Senat und Kongress befragt, mit wie mir scheint bis jetzt den üblichen, bekannten Statements. Für SLS/Orion braucht er nicht mehr Geld auch nicht für Exploration, die mit Erdbeobachtung ausbalanciert sind. Bei Commercial Crew sollen es zwei Anbieter sein und wenn es dafür zu wenig Geld gibt, dauerts länger.

Das kennen wir alles schon praktisch seit 2010.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 16. April 2015, 19:24:51
NASA Chef Bolden wurde heute von Senat und Kongress befragt, mit wie mir scheint den üblichen, bekannten Statements. Für SLS/Orion braucht er nicht mehr Geld auch nicht für Exploration, die mit Erdbeobachtung ausbalanciert sind. Bei Commercial Crew sollen es zwei Anbieter sein und wenn es dafür zu wenig Geld gibt, dauerts länger.

Das kennen wir alles schon praktisch seit 2010.

Er sichert die Entscheidung für zwei Commercial Crew Anbieter ab mit der Aussage, wenn es nur einer wird, geht es nicht schneller, eher langsamer. Das als Antwort auf eine Frage eines Kongress-Mitglieds.

Ja, weiter das übliche Gerangel.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 16. April 2015, 20:43:40
Hearing zum NASA Budget hat gerade gestartet.

http://www.appropriations.senate.gov/webcast/cjs-subcommittee-hearing-fy16-budget-request-national-aeronautics-and-space-administration (http://www.appropriations.senate.gov/webcast/cjs-subcommittee-hearing-fy16-budget-request-national-aeronautics-and-space-administration)

Eröffnet mit scharfen Vorwürfen des Kommittee-Vorsitzenden an die NASA, daß das von NASA geforderte Budget viel zu niedrig ist für neue Wissenschaftsmissionen!

???????????????
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 25. April 2015, 16:03:01
Zur aktuellen Budget-Debatte

Erste Spalte, Budgetanfrage des Präsidenten,
zweite Spalte, Budgetansatz einer Kammer des Kongress
dritte Spalte, was ausgegeben werden kann, wenn automatische Budgetbegrenzungen in Kraft treten. Also das, was passiert, wenn man sich nicht auf eine Erhöhung des Kreditrahmens einigt.

Leider weiß ich nicht, wie man die Tabelle ordentlich formatiert.

Dies ist noch nicht der endgültige Entwurf. Der Senat im Kongress hat auch noch ein Wort mitzureden.


Zitat
SCIENCE                               $5,288.6    $4,951.7    $4,678.6
- Earth Science                       $1,947.3    $1,450.0    $1,198.5
- Planetary Science               $1,361.2    $1,500.0    $1,500.0
- Astrophysics                       $709.1            $730.7    $709.1
- JWST                               $620.0            $620.0    $620.0
- Heliophysics                       $651.0            $651.0    $651.0
SPACE TECHNOLOGY               $724.8            $596.0    $500.0
AERONAUTICS                       $571.4           $571.4    $571.4
EXPLORATION SYSTEMS       $4,505.9     $4,953.1    $4,845.4
- Exploration Systems       $2,862.9    $3,310.1    $3,310.1
- Commercial Spaceflight       $1,243.8    $1,243.8    $1,136.1
- Exploration R&D               $399.2            $399.2    $399.2
SPACE OPERATIONS               $4,003.7    $3,992.5    $3,950.4
EDUCATION                       $88.9            $119.0    $119.0
SAFETY, SECURITY,                $2,843.1    $2,843.1    $2,843.1
AND MISSION SERVICES
CONSTRUCTION               $465.3            $465.3    $465.3
INSPECTOR GENERAL       $37.4            $37.0    $37.0
TOTAL                               $18,529.1    $18,529.1    $18,010.2


Earth Science wird gegenüber dem Präsidentenentwurf massiv beschnitten, also alles was im Zusammenhang mit Klimaforschung stehen könnte. SLS (Exploration Systems) wird massiv erhöht gegenüber dem Präsidentenentwurf. Aber wenigstens Commercial Crew wird erstmals nicht stark beschnitten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Sensei am 25. April 2015, 16:54:02
Ist die bugetanfrage des Präsidenten gleichzusetzen mit dem was die NASA selber will?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 25. April 2015, 18:13:29
Ist die bugetanfrage des Präsidenten gleichzusetzen mit dem was die NASA selber will?

Ja, das kann man so sagen. Bolden ist Obamas Mann. Beim Kongress Hearing zu dem Thema hat er gesagt, man braucht nicht mehr für SLS/Orion als angefragt. Trotzdem wird viel mehr zugewiesen, zweckgebunden natürlich.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 01. Mai 2015, 18:13:09
NASA Administrator Bolden für die NASA und das Weiße Haus üben scharfe Kritik an dem Haushaltsentwurf. Erdforschung und Technologieprojekte werden geplündert und die NASA kann ihre Aufgaben damit nicht erfüllen.

http://www.nasa.gov/press-release/nasa-administrator-statement-on-house-authorization-bill (http://www.nasa.gov/press-release/nasa-administrator-statement-on-house-authorization-bill)

Die NASA ist weltführend in der Planetenforschung und kein Planet ist wichtiger als der, auf dem wir leben.

https://www.whitehouse.gov/blog/2015/05/01/statement-ostp-director-john-p-holdren-house-proposed-funding-cuts-nasas-critical-ea (https://www.whitehouse.gov/blog/2015/05/01/statement-ostp-director-john-p-holdren-house-proposed-funding-cuts-nasas-critical-ea)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 15. Mai 2015, 17:19:54
Jetzt liegt auch ein Etatentwurf des Repräsentantenhauses vor.

http://www.parabolicarc.com/2015/05/14/house-appropriations-measure-loads-sls-orion-budgets-cuts-commercial-crew/ (http://www.parabolicarc.com/2015/05/14/house-appropriations-measure-loads-sls-orion-budgets-cuts-commercial-crew/)

Dieser Entwurf sieht auch dieses Jahr wieder massive Kürzungen des angeforderten Etats für Commercial Crew vor, wie schon in den letzten Jahren. Der Senat hatte einen Entwurf vorgelegt, der die benötigten Gelder für Commercial Crew bewilligt. Jetzt müsen die beiden Häuser des Kongress einen Kompromiss zwischen den Entwürfen finden.

SLS wird natürlich ähnlich hoch wie im Senatsentwurf bedacht, weit über den Etatanforderungen.

Wenn die Kürzungen bestehen bleiben, dann gibt es kaum eine Chance für termingerechte Fertigstellung von CST-100 und Dragon 2.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Sensei am 16. Mai 2015, 09:35:33
Arghh!

Zum Haare raufen!
Diese Prioritätensetzung ist echt ärgerlich.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 05. Juni 2015, 06:54:06
Das Repräsentantenhaus hat seine Version des Budgets für die NASA beschlossen.

http://www.parabolicarc.com/2015/06/04/55489/ (http://www.parabolicarc.com/2015/06/04/55489/)

Erhöhung der Anforderung für SLS - um eigenen bemannten Zugang zum Weltraum zu beschleunigen.
Reduzierung für Commercial Crew - weil .........
Reduzierung der Erdforschung

Der Artikel enthält genaue Zahlen und Aufgliederung des NASA Budgets.

Der Präsident droht, ein Veto gegen dieses Budget einzulegen. Die schwerste Waffe des Präsidenten. Das Budget wird ja vom Präsidenten nur vorgeschlagen, beschlossen aber vom Kongress. Der Präsident kann dann das Budget per Unterschrift zum Gesetz machen oder sein Veto einlegen. Das könnten dann vom Kongress mit 2/3 Mehrheit überstimmt werden. Aber das kriegen sie nicht zusammen, also müssen sie verhandeln.

Der Präsident verwendet sein Vetorecht aber nur sparsam. Dieses Budget mit Kürzung von Commercial Crew und Erdforschung ärgert ihn aber anscheinend genug, um es zu verwenden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 08. Juni 2015, 14:27:10
Der Etat-Entwurf mit gekürzter Commercial Crew Finanzierung kam vom Repräsentantenhaus, der Senat hatte ja ziemlich volle Finanzierung eingestellt.

Jetzt hat der Vorsitz des zuständigen Komittees im Repräsentantenhaus gewechselt. Der neue Vorsitzende Rep. Brian Babin (R-Texas) unterstützt Commercial Crew und will volle Finanzierung. Da der endgültige Etat erst noch zwischen den beiden Häusern des Kongress ausgehandelt werden muß, sind damit die Chancen für Commercial Crew besser geworden.

Andererseits ist er mindestens genauso radikaler Gegner von Präsident Obama wie sein Vorgänger. Es ist also zu befürchten, daß er bei Erdforschung noch weiter kürzen will, statt die Erhöhung von SLS zurückzunehmen. Ein Veto von Obama droht also weiter. Dieser Absatz ist meine persönliche Meinung.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 11. Juni 2015, 06:31:03
Der aktuelle Stand der Budget-Gesetze für die NASA steurt auf eine absolute Katastrophe für Commercial Crew und Earth Sciences (Erdbeobachtung) zu.

Der Gesetzesentwurf sieht eine Kürzung von den beantragten mehr als 1,2 Mrd. $ auf 900 Millionen vor. SLS und Orion bekommen ca. 600 Millionen mehr als beantragt.

Der Präsident hat zwar mit einem Veto gedroht. Er benutzt seine Veto Macht aber so selten (bisher nur 3 mal) daß die Drohung nicht ernst genommen wird.

Ein Statement von NASA Administrator Charles Bolden.

Ich bin zutiefst enttäuscht, daß der Senat nicht vollständig den Plan unterstützt, wieder amerikanische Astronauten von amerikanischem Boden zu starten und statt dessen bevorzugt, weiter Schecks für Russland zu schreiben.

Zitat
June 11, 2015
RELEASE 15-123
NASA Administrator Statement on Senate Appropriations Subcommittee Vote on Commercial Crew Budget

The following is a statement from NASA Administrator Charles Bolden on the Senate Appropriations subcommittee vote Wednesday on NASA’s Fiscal Year 2016 commercial crew budget:

"I am deeply disappointed that the Senate Appropriations subcommittee does not fully support NASA's plan to once again launch American astronauts from U.S. soil as soon as possible, and instead favors continuing to write checks to Russia.

“Remarkably, the Senate reduces funding for our Commercial Crew Program further than the House already does compared to the President’s Budget.

“By gutting this program and turning our backs on U.S. industry, NASA will be forced to continue to rely on Russia to get its astronauts to space – and continue to invest hundreds of millions of dollars into the Russian economy rather than our own.

“I support investing in America so that we can once again launch our astronauts on American vehicles.”


Ein Tweet von Charles Lurio

https://twitter.com/TheLurioReport/status/608707404713312257 (https://twitter.com/TheLurioReport/status/608707404713312257)
Zitat
Understand that Boeing pushing HARD to reduce Commercial Crew funds to force NASA to 'downselect' to one provider - them.

Ich verstehe die Situation so, daß Boeing HART für die Budget-Kürzung drückt. Sie wollen die NASA zwingen, auf einen Anbieter -  Boeing -  zu gehen.

Keine Ahnung, was ich von dem Kommentar von Lurio halten soll. Er gilt als seriös.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 11. Juni 2015, 06:51:55
Mehr Lurio Tweets

https://twitter.com/TheLurioReport/status/608703293850841091 (https://twitter.com/TheLurioReport/status/608703293850841091)

Zitat
Critical!: Phone/email your Rep.'s DC office ASAP (tonight/ early Tues), request they support full funding 4 NASA's Commercial Crew program.

Kritisch: email euren Repräsentanten. Fordert die volle Unterstützung von Commercial Crew.

Zitat
House passed NASA Approp insanity:Comm. Crew cut 225m, would have to redo contracts, pay Russia 4 time slip $500m/yr;SLS gets 500m extra fat

Repräsentantenhaus Wahnsinn. Commercial Crew um 225 Millionen gekürzt, die Verträge müßten geändert werden.

Zitat
Aaand...in a race to the bottom, who can cut the useful most, add most to the useless?: Sen. Sbcmte cuts Comm Crew 100m more than House did.

Das Rennen, wer mehr kürzt, geht weiter. Der Senat kürzt noch 100 Millionen mehr als das Repräsentantenhaus.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 11. Juni 2015, 07:59:35
Das Repräsentantenhaus will verhindern, dass es zu Kürzungen des SLS/Orion-Budgets gegenüber der Vergangenheit kommt, denn sonst kann man den Zeitplan für EM-1 vergessen.

Die Republikaner können/wollen in der allgemeinen Politiklage die staatlichen Ausgaben deckeln, so dass auch die NASA nicht mehr Geld kriegen kann. Große Ausnahme bleibt das DoD.

Wenn man kein Geld hat, ist die Entwicklung von 3 bemannten Systemen evtl. etwas overkill. Für ComCrew ist der Wettbewerb natürlich essentiell. Eigentlich sollte es ja von der Industrie getragen sein und die NASA sollte nur supporten. Es entwickelt sich aber immer mehr zur Vollkostenübernahme, was bei begrenztem Budget zu längeren Laufzeiten (höheren Kosten) führt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Klakow am 11. Juni 2015, 10:56:42
Können sie den einfach den Vertrag mit SpaceX kürzen?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 11. Juni 2015, 11:05:43
Können sie den einfach den Vertrag mit SpaceX kürzen?

Ich bin nicht sicher. Höchstwahrscheinlich gibt es einen Finanzierungsvorbehalt, es kann also gekürzt werden. Aber ob der berechtigt, einen Vertrag zu kündigen, damit der andere voll erfüllt werden kann, weiß ich nicht. Bei Beendigung von Constellation sind m.W. Entschädigungen bezahlt worden bzw. wurden Ersatzverträge geschlossen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Klakow am 11. Juni 2015, 11:49:20
Weiß man den wieviel von der Vertragssumme schon gezahlt wurde und ob es da vielleicht an verschiedenen Stellen am Ende vielleicht gar noch zu Rückforderungen kommen könnte?
Es wäre nur schön wenn es Anteilmässig zu Kürzungen kommt, damit könnte SpaceX vermutlich besser leben als Boeing.

Na ja, SpaceX ist wohl eh schon soweit das die Dragon V2 auch dann Einsatzreif gemacht werden wird.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Sensei am 11. Juni 2015, 12:17:00
wird echt zeit dass das House und der Senat nur noch die höhe der Zahlungen an die Nasa bestimmt und die dann selbst drüber entscheiden was sie mit  dem Geld anfangen..
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 11. Juni 2015, 17:38:44
Übrigens gibt es noch einen Entwurf für ein Ergänzungsbudget von 500 Millionen für die NASA, den ein Senator eingebracht hat. Das würde Commercial Crew auf den beantragten Wert auffüllen. Aber dem Entwurf werden nur geringe Chancen auf Realisierung gegeben.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Zenit am 11. Juni 2015, 20:26:44
Was vllt. noch wichtig ist: Mehr Geld für Exploration impliziert nicht automatisch, dass EM-1 vorverlegt wird. Der kritische Faktor, um da den Zeitplan zu halten, ist nicht das Budget, sondern momentan eine termingerechte Lieferung des ESMs und eine pünktliche Reparatur des VACs. Das geforderte Budget würde dafür vollkommen ausreichen.
Würden die MSFC-Ingenieure also den Überschuss in einer fetten Party in Huntsville abfeiern? Nein, das Geld dient stattdessen für einen anderen Zweck: Die Weiterentwicklung von SLS und Orion (EUS etc.). Und das halte ich für mindestens genauso wichtig wie einen zeitnahen Erstflug. Ob man deshalb Commercial Crew stark kürzen sollte steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Gruß
Martin
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 11. Juni 2015, 21:15:04
Was vllt. noch wichtig ist: Mehr Geld für Exploration impliziert nicht automatisch, dass EM-1 vorverlegt wird. Der kritische Faktor, um da den Zeitplan zu halten, ist nicht das Budget, sondern momentan eine termingerechte Lieferung des ESMs und eine pünktliche Reparatur des VACs. Das geforderte Budget würde dafür vollkommen ausreichen.

Das ist eine gewagte Behauptung und ich sehe das anders. (gibts dafür Nachweise?). Es geht ja nicht um "mehr" Geld für EM-1, sondern um ein halten des Budgets. Wenn es wie von der NASA geplant, gekürzt wird, gehe ich jede Wette ein, dass sich EM-1 über 2018 verschiebt. Der kritische Pfad ist auch nicht das ESM und das VAC, sondern das SLS als solches.

Natürlich gilt die Budgetfrage auch beim CCDev, wenns zu wenig gibt, dann verschiebt sich das ganze.

BTW: bitte beim Topic "NASA-Budget" bleiben!
(andere Beiträge sind im Thread Commercial Crew gelandet.)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Zenit am 11. Juni 2015, 21:56:02
Ich beziehe mich da auf eine Aussage von Bolden in einem Hearing vor zwei Monaten.
http://spacenews.com/congress-questions-balance-of-nasas-proposed-budget/ (http://spacenews.com/congress-questions-balance-of-nasas-proposed-budget/)

Ja natürlich, entscheidend für EM-1 ist eine termingerechte Fertigstellung von SLS und Orion, aber diese Termine sind abhängig von einer rechtzeitigen Reparatur des VACs und Lieferung des ESMs.

Gruß
Martin


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 11. Juni 2015, 22:45:48
Ja, stimmt, allerdings ist Bolden hier ein politischer Akteur.

Das würde ich auch Bill Gerstenmaier unterstellen, dennoch bringe ich mal den Stand vom Dez. 14 in Erinnerung, wo er zur Verschiebung von 2017 auf 18 sagte:
"That’s just based on the reality of problems that have come along in the program and some uncertainty in funding.”

btw, da gibts ein paar interessante Aussagen zur SLS-Projektplanung (erst SLS, dann VAC und Orion).
http://spaceflightnow.com/2014/12/16/despite-budget-boost-space-launch-system-will-not-fly-before-2018/ (http://spaceflightnow.com/2014/12/16/despite-budget-boost-space-launch-system-will-not-fly-before-2018/)

Die Funding-Diskussion zum FY2015 wiederholt sich für FY2016.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: D.H. am 12. Juni 2015, 07:49:58
Mich würde trotzdem interessieren, warum der Senat und der Kongress so gegen CCDev sind. Nüchtern betrachtet müsste dieses Programm doch das Ding für Republikaner sein:

Klar ne Riesenrakete zum Mars zu schicken macht natürlich mehr her, dass kann es aber doch nicht sein.
Bevor  es gleich losgeht, ich bin weder gegen SLS noch CCDev, mich wundert nur die Haltung von den amerikanischen Politikern zu dem Thema.

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Führerschein am 12. Juni 2015, 08:29:02
Mich würde trotzdem interessieren, warum der Senat und der Kongress so gegen CCDev sind. Nüchtern betrachtet müsste dieses Programm doch das Ding für Republikaner sein:
  • keine Abhängigkeit mehr von den "bösen" Russen zwecks Astronautentransport
  • Reduzierung vom Staatseinfluss
  • Stärkung der heimischen Industrie

Klar ne Riesenrakete zum Mars zu schicken macht natürlich mehr her, dass kann es aber doch nicht sein.
Bevor  es gleich losgeht, ich bin weder gegen SLS noch CCDev, mich wundert nur die Haltung von den amerikanischen Politikern zu dem Thema.

Das Thema wird in diesem Thread diskutiert und sollte auch dort bleiben:

http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11552.msg332699#msg332699 (http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11552.msg332699#msg332699)

Nur eine kurze Antwort dort. Das muß nicht wieder diskutiert werden, wurde es schon.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Zenit am 16. Dezember 2015, 17:19:58
Der Kongress macht der NASA 2016 ein echtes Weihnachtsgeschenk:
http://docs.house.gov/meetings/RU/RU00/20151216/104298/HMTG-114-RU00-20151216-SD003.pdf (http://docs.house.gov/meetings/RU/RU00/20151216/104298/HMTG-114-RU00-20151216-SD003.pdf) (NASA beginnt ab Seite 39)
Ein echtes Highlight: SLS/Orion fully funded, Commercial Crew fully funded (!), Planetary Science kriegt sogar noch mehr als angefragt und auch Budget für einen Europa-Länder 2022, Deep Space Habitat und Exploration Upper Stage werden auch endlich mal mit zweistelligen Millionenbeträgen gefördert,... :D

Gruß
Martin
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Zenit am 16. Dezember 2015, 17:40:56
Aus dem NASA-Thread:
Moin,

das neue NASA-Budget ist durch - und es gibt scheinbar noch Wunder.....

Nur einige Zahlen:

Exploration Programme     4,03 Mrd. $
Orion                               1,27 Mrd.
SLS                                 2      Mrd.
Europa Mission                  175  Mio. (Orbiter mit Lander !) 
Das Beste ist ja, dass die Mission mit dem SLS durchgeführt werden soll. Damit würde nach EM-1 und EM-2 endlich mal eine weitere Mission für das Teil eindeutig feststehen. Auch interessant: Es scheint nun festzustehen, dass die ICPS, also die Delta-Oberstufe, nicht gemanratet werden soll.

Gruß
Martin
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MarsMCT am 16. Dezember 2015, 18:38:58
Auch interessant: Es scheint nun festzustehen, dass die ICPS, also die Delta-Oberstufe, nicht gemanratet werden soll.

Eine wirklich gute Entscheidung. Das bedeutet natürlich auch, daß es vorläufig keine bemannte Mission geben wird, dafür braucht es jetzt EUS.

Gleichzeitig wurde, wie schon lange von der NASA gefordert, zumindest ein erster kleiner Betrag für EUS, die endgültige Oberstufe von SLS freigegeben. Bisher hat der Kongress EUS ja ausdrücklich per Gesetz blockiert und vorläufig auf ICPS, auch für die erste bemannte Mission, gesetzt.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: blackman am 16. Dezember 2015, 22:33:16
Wenn ich mich nicht verlesen habe auf Seite 40 15 Mio $ für Plutonium-238. Stellt sich mir die Frage ist das viel? :D Reicht das nur für den 2020 Marsrover oder auch für mehr?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: akku am 17. Dezember 2015, 00:15:49
internet sagt rund 4000$ per Gramm
 reicht grad mal für 3 3/4 kg
Kuriosity hat 4,8 kg also kommt das hin
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MR am 17. Dezember 2015, 00:41:20
Wenn ich mich nicht verlesen habe auf Seite 40 15 Mio $ für Plutonium-238. Stellt sich mir die Frage ist das viel? :D Reicht das nur für den 2020 Marsrover oder auch für mehr?

Ist die Finanzierung nicht nur für 1 Jahr? Sollte die Finanzierung weiter auf diesem Level bleiben, könnte man für 15 Mio Dollar jährlich knapp 4 kg herstellen. Je nachdem, wie viel Brennstoff man noch auf Lager hat, sollte die Menge nicht nur für einen weiteren Mars-Rover ausreichen sondern auch noch für eine Tiefraummission, wobei die neue Europa-Mission ja offenbar mit Solarzellen versorgt werden soll. Sieht man sich die Leistung der Solarzellen bei Juno (450 Watt) an, so ist das schon fast so viel wie zwei RTGs vom Typ GPHS (je 240 Watt), aber um Welten billiger. Für Missionen zu Saturn und weiter hat man aber kaum eine Wahl, dort wird man auch in nächster Zeit noch auf RTGs angewiesen sein.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 17. Dezember 2015, 08:46:01
... Sollte die Finanzierung weiter auf diesem Level bleiben, könnte man für 15 Mio Dollar jährlich knapp 4 kg herstellen.

So ist das angedacht. Die Produktion läuft langfristig und kontinuierlich.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: blackman am 17. Dezember 2015, 08:51:37
das ist ja cool.  :o 4 kg jährlich ist doch viel wenn Curiosity zum Vergleich nur 4,8 kg hat. Damit könnte theoretisch doch alle 2-3 Jahre eine Raumsonde mit einem RTG ausgestattet werden? Warum hört man dann immer das den USA das Plutonium ausgeht?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: GG am 17. Dezember 2015, 08:56:14
Die Produktion in den USA wurde ja erst vor ein paar Jahren wieder aufgenommen. Darum.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MR am 17. Dezember 2015, 12:53:31
das ist ja cool.  :o 4 kg jährlich ist doch viel wenn Curiosity zum Vergleich nur 4,8 kg hat. Damit könnte theoretisch doch alle 2-3 Jahre eine Raumsonde mit einem RTG ausgestattet werden? Warum hört man dann immer das den USA das Plutonium ausgeht?

Weil es im Prinzip wirklich so ist. Die USA haben in den 80er Jahren das letzte eigene Pu238 hergestellt. Für Cassini und New Horizons wurde vor allem russisches Pu verwendet, zusammen mit Restbeständen aus den 80ern (die allerdings weniger Wärme abgeben, da schon teilweise zerfallen).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: blackman am 17. Dezember 2015, 14:22:20
Ob der Kongress wegen den letzten Sensationen (Wasser auf dem Mars; Erforschung von Pluto und Charon) so locker alle Finanzforderungen der NASA bewilligt hat? ;D Mit dem Ergebnis hat ja nicht mal die NASA selbst gerechnet. Also ich finde das macht Lust nach mehr ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 09. Februar 2016, 17:48:17
Alles wie gehabt, die Obama-Administration plant mit einem reduzierten NASA-Budget von 19 Mrd $ (-300 Mio.) und will Exploration kürzen zugunsten von Luftfahrt und Technologie.

Technologie soll 827 Mio erhalten (+140).
Luftfahrt 790 Mio $ (+150)

http://spacenews.com/white-house-proposes-19-billion-nasa-budget/ (http://spacenews.com/white-house-proposes-19-billion-nasa-budget/)

Der Kongress wird es wohl wieder korregieren müssen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MarsMCT am 09. Februar 2016, 19:17:37
Alles wie gehabt, die Obama-Administration plant mit einem reduzierten NASA-Budget von 19 Mrd $ (-300 Mio.) und will Exploration kürzen zugunsten von Luftfahrt und Technologie.

Du weißt, wofür Exploration steht? Das ist hauptsächlich SLS und Orion, was die übrigen NASA Aufgaben aushungert. Obama will wirkliche Forschung, Technologieentwicklung und Erderforschung stärker fördern.

Im Kongress will man aber SLS/Orion und und da der Kongress die Budgethoheit hat, wird er wie immer auf Kosten anderer NASA Aufgaben die weitere Förderung von SLS/Orion durchsetzen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 09. Februar 2016, 19:52:05
Es ist aber nicht nur SLS/Orion, es sind auch die Planetary Science unbemannten Explorationsmissionen, die wiederholt gekürzt werden. Was hier ausgehungert werden soll, ist für mich klar.

Dagegen hat Technologieentwicklung oft nichts mir Raumfahrt mehr zu tun.

Ich gestehe einem US-Präsidenten natürlich eine solche Politik zu, nur sollte man die dann als Beendigung der (erkundenden) Raumfahrt aufrichtig vertreten.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 10. Februar 2016, 14:25:42
John Holdren, US-Chefberater für Wissenschaft und Technologie, wirbt in seiner Budgetpräsentation mit dem NASA-Spirit des Apollo-Raumfahrtprogramms vor 60 Jahren - allerdings nicht für Raumfahrt, sondern für die "clean energy" und Klima-Ziele des Präsidenten.

https://www.whitehouse.gov/sites/default/files/microsites/ostp/fy_17_ostp_slide_deck.pdf (https://www.whitehouse.gov/sites/default/files/microsites/ostp/fy_17_ostp_slide_deck.pdf)

Sicher ist das auch ein sinnvolles Ziel, dass wir ja auch aus Deutschland gut kennen, aber besonders erfolgreich ist er da ja nicht.

Die Budgetdiskussion wird wohl nächstes Jahr interessanter mit einem neuen Präsidenten. Sofern man davon ausgeht, dass die bisherige Strategie beibehalten werden soll, stellt sich doch früher oder später die Frage, ob man mit einer virtuellen Journey-to-Mars/ARM Diskussion und immer späteren CCDev und SLS/Orion Programmen leben kann bzw. eine Neuausrichtung braucht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: -eumel- am 12. März 2016, 02:46:04
Bei einer Anhörung vor dem Senat in Washington erklärte NASA-Administrator Charles Bolden,
wie groß der NASA-Haushalt im Geschäftsjahr 2017 ungefähr ausfällt:

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up050737.jpg) (http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up050736.jpg) Photo Credit: NASA/Bill Ingalls am 10. März 2015
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Klakow am 12. März 2016, 17:56:55
Was daraus wird, wird erst nach der Wahl wirklich klar werden.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: -eumel- am 13. März 2016, 02:28:50
Senatorin Shelley Moore Capito, R-W.Va. hat schonmal die Brille etwas niedriger aufgesetzt:

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up050735.jpg) (http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up050734.jpg) Photo Credit: NASA/Bill Ingalls

Foto vom Senate NASA FY '17 Appropriations Hearing am 10. März 2016
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: -eumel- am 13. März 2016, 23:53:07
Ganz unten hat NASA Administrator Charles Bolden sein Budget für 2017 gefunden:

(http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up050733.jpg) (http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up050732.jpg) Photo Credit: NASA/Bill Ingalls

Foto vom Senate NASA FY '17 Appropriations Hearing am 10. März 2016
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 01. Mai 2017, 16:55:39
Der US-Kongress hat sich geeinigt, die Zahlungsunfähigkeit ist vorerst abgewendet und die NASA erhält im FY2017 insgesamt 19,65 Mrd $ (328 Mio mehr als 2016).

Gewinner ist das Explorationsprogramm mit 4,32 Mrd $, wobei SLS 2,15 und Orion 1,35 Mio $ bekommen. ISS liegt bei 4,95 Mrd $ und Commercial Crew bei 1,185 Mrd $

http://spacenews.com/nasa-receives-more-than-19-6-billion-in-2017-omnibus-spending-bill/ (http://spacenews.com/nasa-receives-more-than-19-6-billion-in-2017-omnibus-spending-bill/)

Interessanter wird das erste Budget von Trump, also FY2018 sein, dass im Mai bekannt gegeben werden soll, wobei es nur 1% über dem von 2016 liegen soll.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 19. Mai 2017, 21:33:09
Nächste Woche soll das Budget 2018 veröffentlicht werden. Es gibt erste Gerüchte, dass es 19.09 Mrd $ werden sollen mit moderaten Kürzungen über alle Programme.
http://spacenews.com/2018-budget-proposal-to-spread-cuts-across-nasa-programs/ (http://spacenews.com/2018-budget-proposal-to-spread-cuts-across-nasa-programs/)

Scheint also nicht sehr aufschlußreich zu werden.
Der Kongress muß dann natürlich auch erst noch Korrekturen vornehmen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 25. Januar 2018, 22:01:51
Nach ersten Gerüchten über das NASA-Budget 2019 soll darin ein Plan sein, die ISS im Jahr 2025 zu beenden.
Hört sich jedenfalls nicht nach Budgeterhöhung an.

Der Budgetvorschlag FY2019 soll am 12. Feb. bekannt gegeben werden.

http://nasawatch.com/archives/2018/01/nasa-fy-2019-bu.html (http://nasawatch.com/archives/2018/01/nasa-fy-2019-bu.html)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 12. Februar 2018, 15:05:05
https://www.golem.de/news/raumfahrt-us-regierung-gibt-der-nasa-nicht-mehr-geld-fuer-mondflug-1802-132711.html (https://www.golem.de/news/raumfahrt-us-regierung-gibt-der-nasa-nicht-mehr-geld-fuer-mondflug-1802-132711.html)
US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug
Wer bezahlt den Ausflug zum Mond? Eine neue Mondlandung ist ein wichtiges Ziel für US-Präsident Donald Trump. Doch Geld will er dafür nicht ausgeben. Andere sollen sein Vorhaben finanzieren.

Auch das kommt für mich in keinster Weise überraschend....
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 12. Februar 2018, 19:39:56
Das NASA FY2019 Budget ist online:
https://www.nasa.gov/news/budget/index.html (https://www.nasa.gov/news/budget/index.html)

Gesamt 19,9 Mrd $ - 10,5 für Exploration
WFIRST soll gecancelt werden.
Deep Space 4558 Mio $
ISS 1462,2 Mio $
Commercial ISS 150 Mio $
Commercial Space Transport 2108,7 Mio  $
Space and Flight Support 903,7 Mio $
Earth Science 1764,2 Mio $
Planetary Science 2234,7 Mio $

SLS/Orion liegt bei 3669,8 (2017: 3929) und Advanced System (ua. DSG): 889,0 (2017: 97,8) Mio $
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Terminus am 12. Februar 2018, 19:49:45
WFIRST soll wohl "eingestampft" werden!  :( 

Laut dem verlinkten PDF außerdem auch DSCOVR, OCO-3 und einige zukünftige Earth-Science-Missionen, sowie das NASA Office of Education.  :(
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Ldf am 12. Februar 2018, 23:23:06
Offensichtlich kommt auch das Wide-Field Infrared Survey Telescope auf die Streichliste.

http://spacenews.com/nasa-budget-proposal-seeks-to-cancel-wfirst/ (http://spacenews.com/nasa-budget-proposal-seeks-to-cancel-wfirst/)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MR am 13. Februar 2018, 00:14:12
Offensichtlich kommt auch das Wide-Field Infrared Survey Telescope auf die Streichliste.

http://spacenews.com/nasa-budget-proposal-seeks-to-cancel-wfirst/ (http://spacenews.com/nasa-budget-proposal-seeks-to-cancel-wfirst/)

Was für ein Jammer! Sehr tröstlich, das die NASA genug Geld hat, um gleich zwei bemannte ISS-Zubringer zu entwickeln, die zusammen mehr als das doppelte von WFIRST kosten. Wozu braucht man die überhaupt noch, wenn man die ISS eh 2024 aufgeben will? Stellt man die jetzt auch ein?

Aber so hatte ich mir Raumfahrt unter Trump vorgestellt. 10 Mrd für Exploration, aber wohin? Man werkelt an SLS schon länger als an der Saturn 5, dabei ist es noch Jahre vom ersten Start entfernt. Wenn es so weitergeht, floriert Musks Marskolonie bereits, ehe die NASA das nächste Mal auf dem Mond landet.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Sensei am 13. Februar 2018, 00:19:22
Im Ars Technica Artikel wird noch betont, dass weder Geld für den zweiten/neuen ML (Mobile Launcher) noch für SLS Block 1B vorgesehen sind.
Hätten diese Ausgaben denn wirklich schon anstehen müssen?

Wenn ja, dann ist das schon ein weiterer großer Rückschritt für die SLS Entwicklung.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MR am 13. Februar 2018, 00:27:27
Im Ars Technica Artikel wird noch betont, dass weder Geld für den zweiten/neuen ML (Mobile Launcher) noch für SLS Block 1B vorgesehen sind.
Hätten diese Ausgaben denn wirklich schon anstehen müssen?

Wenn ja, dann ist das schon ein weiterer großer Rückschritt für die SLS Entwicklung.

Ich war eigentlich ein großer Fan der SLS Entwicklung, damals, als sie begonnen wurde. Ich dachte einfach, das ein Schwerlastträger für so viele Dinge nützlich sein könnte. Aber trotz Mrd-Aufwand wird das Teil ewig nicht fertig und Missionen, für die so ein Träger nötig sein könnten, gibt es auch nur eine Handvoll. Nur werden die vermutlich auch gestrichen...

Ist wenigstens die geplante Jupitersonde Europa Clipper den Kürzungen entkommen?
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Klakow am 13. Februar 2018, 00:57:30
hm, ich bin über deine letzten Posts echt überrascht, das sind ja ganz neue Töne, das du es EM zutraust das es mit seinen Marsplänen was wird.
Du bist gerade,  ;D ob dir das gefällt oder nicht, in meinem Ansehen eins hoch gerutscht, ich hatte schon zeitweilig das Gefühl das du nicht neues annimmst und sehe es doch.  ;) ;)
Auch wenn du nie zum Fan von EM wirst, und wir uns weiter ab und an "verbal" verhauen, ich es mir eine Freude.
Was ich wirklich nicht mag sind Leute die niemals was dazu lernen wollen.

Ach ja, SLS war mir auch erst sympathisch, aber nachdem ich gerade die letzten Jahre mehr und mehr begriffen haben wie das mit ULA und anderen läuft, wundert mich nichts mehr.
Das Trump das ganze nur noch schlimmer macht verstehe ich gut.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MR am 13. Februar 2018, 01:30:14
Auch wenn es off Topic ist: Ich habe nichts gegen Elon Musk. Mich haben am Anfang nur seine zum Teil großmäuligen Kommentare gestört, für die es damals keinen Grund gab. Zum Beispiel, als die Falcon 1 grade eine Nutzlast verschrottet hat und Elon von einem 95%igen Erflog sprach. Würde er etwas weniger überheblich auftreten, wäre ich sein größter Fan.

Aber mittlerweile tritt er etwas zurückhaltender auf und hat etwas handfestes vorzuweisen. Die F9 fliegt zuverlässig, die FH hat fehlerfrei funktioniert. Die Idee mit dem Tesla als Nutzlast war brillant. Jetzt kann er sich auch hochtrabende Kommentare erlauben.

Nebenbei, ich glaube immer noch nicht an seine Marspläne, zumindest nicht ohne weiteres. Solange SpaceX kein umfassendes Technologieprogramm ins Leben ruft, um verschiedene Probleme vom Leben auf dem Mars zu lösen. Nur ein großer Träger ist nicht alles, wenn man länger auf dem Mars überleben will. Dennoch bin ich mir sicher, das eher SpaceX bemannt auf dem Mars landet als die NASA mit SLS auf dem Mond. Dabei gebe ich nicht mal der NASA die Schuld: Die sind politisch praktisch dazu gezwungen, das Rad jedes Jahr neu zu erfinden. Hätten unsere Vorfahren auf diese Art Pferdewagen konstruiert, dann hätten sie einen tollen Wagen entwickelt, mit ABS, Servolenkung für das Pferd, Schlaglochwarner, Nebelradar usw. Leider hätten sie den Wagen nie benutzen können, weil sie bei der Entwicklung verhungert sind...
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Therodon am 13. Februar 2018, 09:55:57
Bei Bigelow ist man scheinbar begeistert vom Budget Entwurf
https://twitter.com/BigelowSpace/status/963126723234562048 (https://twitter.com/BigelowSpace/status/963126723234562048)

"The new budget is Earth shattering news in the space world. There are multiple pathways that can energize exciting opportunities over the next few years. Bigelow Aerospace applauds the focus on commercial partnerships for low Earth orbit and lunar exploration and stands ready to partner with NASA and others --- in new and exciting ways that we will announce in the near future"

Hab gerade wenig Zeit, vielleicht kann es ja ein anderer kurz  übersetzen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Haus Atreides am 13. Februar 2018, 11:05:46
"Der neue Etat ist ein Erdbeben für Weltraumwelt, welcher in in den nächsten Jahren mehrere Wege für die spannende Möglichkeiten eröffnen kann. Bigelow Aerospace begrüßt die Fokussierung auf kommerzielle Partnerschaften für die Erforschung der niedrigen Erdumlaufbahn und des Mondes und ist bereit, mit der NASA und anderen Partnern zusammenzuarbeiten - auf neue und aufregende Art und Weise, die wir in naher Zukunft ankündigen werden."

Klingt für mich danach, dass Bigelow und ULA hier wohl schon etwas im Hintergrund am köcheln haben....

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Therodon am 13. Februar 2018, 12:28:08
"Der neue Etat ist ein Erdbeben für Weltraumwelt, welcher in in den nächsten Jahren mehrere Wege für die spannende Möglichkeiten eröffnen kann. Bigelow Aerospace begrüßt die Fokussierung auf kommerzielle Partnerschaften für die Erforschung der niedrigen Erdumlaufbahn und des Mondes und ist bereit, mit der NASA und anderen Partnern zusammenzuarbeiten - auf neue und aufregende Art und Weise, die wir in naher Zukunft ankündigen werden."

Klingt für mich danach, dass Bigelow und ULA hier wohl schon etwas im Hintergrund am köcheln haben....

Könnten auch andere Partner als ULA sein. Mal sehen was Bigelow unter "naher Zukunft" versteht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 13. Februar 2018, 23:31:38
Diskussionsbeiträge, die den Sinn des SLS thematisieren und nicht das NASA-Budget als solches, hab ich in den Thread SLS - Kosten/Nutzen/weitereEntwicklung verschoben.

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11552.msg416788#msg416788 (https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11552.msg416788#msg416788)


Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: sf4ever am 14. Februar 2018, 10:54:57
Laut dem verlinkten PDF außerdem auch DSCOVR, OCO-3 und einige zukünftige Earth-Science-Missionen, sowie das NASA Office of Education.  :(

Ich finde das wirklich schlimm, was da im vorgeschlagenen NASA-Budget drin steht. Vor allem, dass gefühlt das komplette Earth Science Program sowie das Office of Education eingestampft werden, ist gelinde gesagt besorgniseregend. Ich will keine politische Diskussion hier starten, aber das zeigt, welche Prioritäten die derzeitige Administration hat. Vor allem passt das Budget gut in diese Administration im Hinblick auf ihre Einstellung bzgl. Klimawandel. Aber dass man Education komplett zusammenstampft, ist eigentlich eine Tragödie, weil damit junge Menschen nicht mehr so effektiv erreicht werden können, welche dann die Zukunft der US-Raumfahrt bilden können.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Therodon am 14. Februar 2018, 11:03:04
Ich finde das wirklich schlimm, was da im vorgeschlagenen NASA-Budget drin steht. Vor allem, dass gefühlt das komplette Earth Science Program sowie das Office of Education eingestampft werden, ist gelinde gesagt besorgniseregend. Ich will keine politische Diskussion hier starten, aber das zeigt, welche Prioritäten die derzeitige Administration hat. Vor allem passt das Budget gut in diese Administration im Hinblick auf ihre Einstellung bzgl. Klimawandel. Aber dass man Education komplett zusammenstampft, ist eigentlich eine Tragödie, weil damit junge Menschen nicht mehr so effektiv erreicht werden können, welche dann die Zukunft der US-Raumfahrt bilden können.

Es wird Zeit das man bei der NASA mal aufräumt, diese ganze Erdbeobachtung nimmt zu viel Raum ein. Und dieses Office of Education lief doch nicht besonders, auch da ist eine Neustrukturierung angebracht.

Finde den Weg ziemlich gut, der da eingeschlagen wird. Vielleicht kann man nach den 2 Jahren Budget sogar noch etwas weiter aufräumen.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Schneefüchsin am 15. Februar 2018, 23:33:11
Therodon? war das gerade Parodie?

Dass man Satelliten und Projekte in der Entwicklung einstampft, lässt sich verstehen, aber doch nicht wenn sie voll aktiv sind.
DSCOVR Ist fertig gebaut und an seinem Einsatzort. Im Prinzip ist der größte Kostenberg bewältigt und jetzt sind nur noch laufende Kosten zu decken. Sorry, aber sowas zu solch einem Zeitpunkt einzustellen ist Hirnrissig.

Grüße aus dem Schnee
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Nitro am 15. Februar 2018, 23:48:20
Therodon? war das gerade Parodie?

Dass man Satelliten und Projekte in der Entwicklung einstampft, lässt sich verstehen, aber doch nicht wenn sie voll aktiv sind.
DSCOVR Ist fertig gebaut und an seinem Einsatzort. Im Prinzip ist der größte Kostenberg bewältigt und jetzt sind nur noch laufende Kosten zu decken. Sorry, aber sowas zu solch einem Zeitpunkt einzustellen ist Hirnrissig.

Leider nein, das ist echt und wurde schon letztes Jahr versucht, da konnte man sich allerdings nicht zwischen Präsident und Kongress auf ein Budget einigen und so wurde das Budget vom Vorjahr beibehalten. Mal sehen wie das Tauziehen dieses Mal ausgeht.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: D.H. am 16. Februar 2018, 11:18:46
@Mods: Die letzten Beiträge hier und die im Bereich amerikanische Raumfahrtpolitik gehören denke ich zusammen, evtl. verschieben.

Es ist erst einmal ein Vorschlag vom Weißen Haus, zeigt aber doch, welche Bedeutung einige Projekte dort haben (Erdbeobachtung z.B.), nämlich relativ geringe. Lieber dafür mehr Geld in das eh sehr gut ausgestattete amerikansiche Militär rein stecken. Na Bravo, aber diskutieren ob ein paar Millionen mehr oder weniger für Unterricht wichtig sind. (Die letzten Kommentare sind zynisch von mir gemeint, ich finde den Budgetvorschlag richtig schlecht).
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: tomtom am 01. März 2018, 13:12:07
Am 7.3.18 ein Kongress-Hearing über den NASA-Budget Vorschlag 2019
https://science.house.gov/legislation/hearings/subcommittee-space-overview-national-aeronautics-and-space-administration (https://science.house.gov/legislation/hearings/subcommittee-space-overview-national-aeronautics-and-space-administration)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Infosoph am 06. März 2018, 16:16:24
Hier noch die interessante Diskussion von Planetary Radio zum Budgetvorschlag:

http://www.planetary.org/multimedia/planetary-radio/show/2018/space-policy-edition-22-budget-special.html (http://www.planetary.org/multimedia/planetary-radio/show/2018/space-policy-edition-22-budget-special.html)

Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: -eumel- am 08. März 2018, 01:59:46
Der provisorisch eingesetzte NASA Administrator Robert Lightfoot
kommentierte das NASA Budget für 2019 mit dieser Geste:

Photo Credit: NASA/Bill Ingalls/ -eumelausschnitt-                        Foto vom 7. März 2018
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Therodon am 22. März 2018, 07:44:51
Zusammenfassung des Kongress Budgets
https://spacepolicyonline.com/news/nasa-budget-to-soar-over-20-billion-in-final-fy2018-appropriations/ (https://spacepolicyonline.com/news/nasa-budget-to-soar-over-20-billion-in-final-fy2018-appropriations/)

Ich würde es zusammenfassen mit viel Geld SLS, Highlights (wenn man die überhaupt so nennen kann) frühestens in 6 Jahren. Nichts weltbewegendes geplant.

Na ja. Zur Not hat man ja immer noch die kommerzielle Raumfahrt die man dann als Errungenschaft der USA als Land präsentiert  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Nitro am 22. März 2018, 10:15:25
Was viel wichtiger ist: Nahezu alle Streichungen die der Praesident im Budget wollte sind zurueck gewiesen worden. Das heist z.B. das Erdbeobachtung weiter auf dem Plan steht, das Office of Education wird nicht geschlossen und WFIRST wird auch nicht gestrichen.  :D
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Therodon am 22. März 2018, 12:23:06
Was viel wichtiger ist: Nahezu alle Streichungen die der Praesident im Budget wollte sind zurueck gewiesen worden. Das heist z.B. das Erdbeobachtung weiter auf dem Plan steht, das Office of Education wird nicht geschlossen und WFIRST wird auch nicht gestrichen.  :D

Was auch dafür verantwortlich ist das man kein Geld für interessante Projekte hat. Bürokratie eben  ;)
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: Nitro am 22. März 2018, 13:18:09
Was auch dafür verantwortlich ist das man kein Geld für interessante Projekte hat. Bürokratie eben  ;)

Bildung und Erdbeobachtung moegen zwar nicht so interessant wie bemannter Mond- oder Marsflug sein, sind meiner Meinung aber mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MpunktApunkt am 22. März 2018, 17:37:37
Was viel wichtiger ist: Nahezu alle Streichungen die der Praesident im Budget wollte sind zurueck gewiesen worden. Das heist z.B. das Erdbeobachtung weiter auf dem Plan steht, das Office of Education wird nicht geschlossen und WFIRST wird auch nicht gestrichen.  :D

Hallo, das finde ich durchaus eine sehr gute Nachricht. Lieber so "coole" Projekte wie das SLS einstampfen und dafür sinnvolles wie das Office of Education weiter betreiben.
Titel: Re: NASA - Budget
Beitrag von: MarsMCT am 22. März 2018, 20:28:30
Hallo, das finde ich durchaus eine sehr gute Nachricht. Lieber so "coole" Projekte wie das SLS einstampfen und dafür sinnvolles wie das Office of Education weiter betreiben.

Schön wärs ja. Ich hab immer gesagt, daß SLS zu teuer ist. Aber was ich jetzt sehe, übertrifft meine schlimmsten Erwartungen. SLS/Orion kommt in die Nähe von $5 Milliarden, wenn man die dazugehörigen Boden-Infrastruktur-Projekte mit einbezieht. Aus dem Artikel von Marcia Smith.

https://spacepolicyonline.com/news/nasa-budget-to-soar-over-20-billion-in-final-fy2018-appropriations/ (https://spacepolicyonline.com/news/nasa-budget-to-soar-over-20-billion-in-final-fy2018-appropriations/)