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Autor Thema: OneWeb  (Gelesen 111180 mal)

Offline tobi

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OneWeb
« am: 01. Juni 2014, 17:05:33 »
In letzter Zeit gibt es eine Reihe von Berichten, die besagen, dass Google (unter dem Firmennamen WorldVu Satellites Ltd.) eine Satellitenkonstellation mit 360 Satelliten plant. Diese Satelliten sollen über 18 Bahnebenen mit je 20 Satelliten auf einer Höhe von 800 km und 950 km stationiert werden. Das Investement soll 3 Milliarden Dollar betragen. Jeder Satellit soll ca. 100kg wiegen.

Das System soll Internet für die Massen liefern und zwar weltweit. Egal ob auf dem Nordpol oder auf dem Mount Everest oder in der Sahara. Der Unterschied zu O3b ist, dass O3b auf große Relaystationen setzt, die die Signale der Nutzer an die Satelliten weiter leitet. Also lokales Internet mit einer Empfangs-/Sendestation für mehrere Leute. Bei Googles Plan soll sich jeder Nutzer direkt mit den Satelliten verbinden.

Das Problem aktuell ist, dass die End-User-Ausrüstung für direkte Satellitenverbindung noch zu teuer ist. Der Schlüssel zum Erfolg ist daher eine Firma, die sich Kymeta nennt. Diese Firma entwickelt gerade "Metamaterials Surface Antenna Technology". Diese Technologie ist wohl der Schlüssel für günstige Enduser-terminals, sodass man weltweit ins Internet kann:  http://www.kymetacorp.com/technology/metamaterials/

Also wirds was oder nicht? Das ist eine spannende Frage! 360 Satelliten in Orbits um 1000 km, die vermutlich nicht genug Treibstoff für einen Reentry haben und damit 360 Müllobjekte werden. Da muss meiner Meinung nach dringend eine Lösung gefunden werden, dieser Orbitbereich ist schließlich ja schon ausreichend vermüllt.

Quellen:
http://tmfassociates.com/blog/2014/05/29/googles-space-odyssey/
http://www.spacenews.com/article/satellite-telecom/40736google-backed-global-broadband-venture-secures-spectrum-for-satellite

Ansonsten, ein Top-Mann von O3b ist bereits von Google abgeworben worden und darf sich wohl um dieses Projekt kümmern.

Bleibt die Frage, wer diese Mega-Konstellation denn starten darf.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

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Re: OneWeb
« Antwort #1 am: 01. Juni 2014, 18:16:33 »

Also wirds was oder nicht? Das ist eine spannende Frage! 360 Satelliten in Orbits um 1000 km, die vermutlich nicht genug Treibstoff für einen Reentry haben und damit 360 Müllobjekte werden. Da muss meiner Meinung nach dringend eine Lösung gefunden werden, dieser Orbitbereich ist schließlich ja schon ausreichend vermüllt.

Deorbit MUSS da zwingend gefordert werden, sonst wirds übel bei der Höhe. Bis die von alleine runterkommen, würde es dauern und in den Höhen darunter würde es auch eine Weile ungemütlich werden. Aber mit Ionenantrieben sollte es möglich sein. Ich bezweifle, daß die noch herkömmlichen Treibstoff an Bord haben.

Bleibt die Frage, wer diese Mega-Konstellation denn starten darf.

Ja, eine ganz spannende Frage. Ob das wohl eine nicht völlig unbekannte Firma sein wird, die schon ein Pad in Vandenberg hat und Gerüchten zufolge der Airforce angekündigt haben soll, daß sie zukünftig bis zu 30 Starts im Jahr ab Vandenberg durchführen will?

Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #2 am: 01. Juni 2014, 18:36:42 »
Hallo zusammen


Also wirds was oder nicht? Das ist eine spannende Frage! 360 Satelliten in Orbits um 1000 km, die vermutlich nicht genug Treibstoff für einen Reentry haben und damit 360 Müllobjekte werden. Da muss meiner Meinung nach dringend eine Lösung gefunden werden, dieser Orbitbereich ist schließlich ja schon ausreichend vermüllt.

Deorbit MUSS da zwingend gefordert werden, sonst wirds übel bei der Höhe. Bis die von alleine runterkommen, würde es dauern und in den Höhen darunter würde es auch eine Weile ungemütlich werden. Aber mit Ionenantrieben sollte es möglich sein. Ich bezweifle, daß die noch herkömmlichen Treibstoff an Bord haben.

Es gelten die Anforderungen aus den gültigen Space-Debris-Mitigation-Standards der ISO. Für den LEO ergibt sich aus diesen Anforderungen ein zweistufiges Verfahren:
  • sicherstellen, dass ein Satellit nach dem Ende seiner Mission den LEO innerhalb von 25 Jahren (oder sind es 20? .... muss ich nachschauen) verlässt
  • falls das nicht möglich/erreichbar ist: aktiver de-orbit
Aktiver de-orbit ist das, was man zu allerletzt machen würde. Stattdessen wird man das Raumsegment so gestalten, dass es von selbst "rechtzeitig" runterkommt, ggf. mit einer Orbitabsenkung.


\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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Re: OneWeb
« Antwort #3 am: 01. Juni 2014, 19:07:49 »

Es gelten die Anforderungen aus den gültigen Space-Debris-Mitigation-Standards der ISO. Für den LEO ergibt sich aus diesen Anforderungen ein zweistufiges Verfahren:
  • sicherstellen, dass ein Satellit nach dem Ende seiner Mission den LEO innerhalb von 25 Jahren (oder sind es 20? .... muss ich nachschauen) verlässt
  • falls das nicht möglich/erreichbar ist: aktiver de-orbit
Aktiver de-orbit ist das, was man zu allerletzt machen würde. Stattdessen wird man das Raumsegment so gestalten, dass es von selbst "rechtzeitig" runterkommt, ggf. mit einer Orbitabsenkung.

Ich fürchte, das ist so. Aber bei so vielen Satelliten für ein Projekt, und dann kommen sicher noch andere, ist das verdammt wenig. Und mit Ionen-Thrustern ist mehr möglich.


Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #4 am: 01. Juni 2014, 19:11:20 »
Das ist der aktuelle Kompromiss (zwischen Nutzen und Aufwand), den man international erreichen konnte. Das ist zumindest eine Grundlage, die sich in den kommenden Jahren/Jahrzehnten weiterentwickeln wird. Wenn man max. 25 Jahre  "tote Verweildauer" sicherstellen kann, ist das schon mal was, da gleichzeitig auch ein "unintentional break-up" verhindert werden soll. Früher hatte man sich gar keine Gedanken um das "danach" gemacht ...
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GerdW

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Re: OneWeb
« Antwort #5 am: 01. Juni 2014, 19:38:21 »
Die Beteiligung an O3b hält Google aber trotzdem aufrecht?

Offline GG

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Re: OneWeb
« Antwort #6 am: 01. Juni 2014, 22:23:39 »
Es könnte sein, dass man kleine "Bremssegel" mitführt, die in den letzten Monaten bzw. gerade jetzt erprobt wurden und für eine deutliche Verkürzung des Abstiegsprozesses sorgen sollen.

Offline TWiX

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Re: OneWeb
« Antwort #7 am: 01. Juni 2014, 22:47:34 »
Wieviele Raketenstarts wären denn das ungefähr, wenn jeder dieser Satelliten nur 100 kg wiegt?

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Re: OneWeb
« Antwort #8 am: 01. Juni 2014, 23:03:24 »
Wieviele Raketenstarts wären denn das ungefähr, wenn jeder dieser Satelliten nur 100 kg wiegt?

Da ist man dann wohl eher volumenbegrenzt als gewichtsbegrenzt. Es kommt drauf an, was in die Nutzlastverkleidung reinpasst. Es gehen je 20 Satelliten in eine Umlaufbahn. Wenn man die nicht auf einmal transportieren kann, werden es wohl 10 Satelliten je Start.

Offline TWiX

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Re: OneWeb
« Antwort #9 am: 01. Juni 2014, 23:12:11 »
Wieviele Raketenstarts wären denn das ungefähr, wenn jeder dieser Satelliten nur 100 kg wiegt?

Da ist man dann wohl eher volumenbegrenzt als gewichtsbegrenzt. Es kommt drauf an, was in die Nutzlastverkleidung reinpasst. Es gehen je 20 Satelliten in eine Umlaufbahn. Wenn man die nicht auf einmal transportieren kann, werden es wohl 10 Satelliten je Start.
Tja, das wäre, sollte denn keine neue Nutzlastkappe kommen Minuspunnkt für die Falcon Heavy...
Mit einem entsprechenden Dispenser dürfte dann sogar Ariane 5 mit SpaceX konkurrieren können...

Offline roger50

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Re: OneWeb
« Antwort #10 am: 01. Juni 2014, 23:13:01 »
N'abend,

lt. tobi's einleitendem Beitrag sollen je 20 Satelliten in 18 Bahnebenen stationiert werden. Dies ließe sich durchaus mit nur 18 Starts erledigen, also alle 20 Satelliten einer Ebene auf einer Rakete. Sie müssen dann langsam an ihre Positionen in der Ebene driften.

20 Satelliten a 100 kg und einem Dispenser von (angenommen) 1.000 kg ergibt eine zu startende Masse von 3 Tonnen

Um diese Masse auf 800-900 km Höhe zu befördern, bieten sich weltweit viele Raketen an.

Gruß
roger50

Offline TWiX

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Re: OneWeb
« Antwort #11 am: 01. Juni 2014, 23:16:32 »
N'abend,

lt. tobi's einleitendem Beitrag sollen je 20 Satelliten in 18 Bahnebenen stationiert werden. Dies ließe sich durchaus mit nur 18 Starts erledigen, also alle 20 Satelliten einer Ebene auf einer Rakete. Sie müssen dann langsam an ihre Positionen in der Ebene driften.

20 Satelliten a 100 kg und einem Dispenser von (angenommen) 1.000 kg ergibt eine zu startende Masse von 3 Tonnen

Um diese Masse auf 800-900 km Höhe zu befördern, bieten sich weltweit viele Raketen an.

Gruß
roger50
Und mehrere Bahnen in einem Flug bedienen, ginge das auch?
man könnte ja mehrere Dispenser aufeinander stacken und sie zusätzlich mit einem Antriebsmodul ausrüsten

Offline roger50

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Re: OneWeb
« Antwort #12 am: 01. Juni 2014, 23:30:29 »
N'abend,

Und mehrere Bahnen in einem Flug bedienen, ginge das auch?
man könnte ja mehrere Dispenser aufeinander stacken und sie zusätzlich mit einem Antriebsmodul ausrüsten

Bei gleichmäßiger Verteilung der Bahnebenen liegen jeweils 10° zwischen ihnen. Diese Inklinationsänderung in 800-900 km Höhe zu bewältigen, bräuchte wohl zu viel Treibstoff.

Zum zweiten Punkt: würde sagen ja.

Da ist man dann wohl eher volumenbegrenzt als gewichtsbegrenzt. Es kommt drauf an, was in die Nutzlastverkleidung reinpasst. Es gehen je 20 Satelliten in eine Umlaufbahn. Wenn man die nicht auf einmal transportieren kann, werden es wohl 10 Satelliten je Start.

Wenn die Dinger wirklich nur 100 kg wiegen, können sie nicht sehr groß sein. Die Orbcomm-Satelliten wiegen je 172 kg, und die alle zusammen samt Dispenser (für 8 Satelliten) nehmen nicht viel Platz ein. Siehe hier:

http://www.orbcomm.com/networks/og2-launch

Solche Dispenser kann man sicher stacken und dann 18 Satelliten auf einmal starten.

Gruß
roger50

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Re: OneWeb
« Antwort #13 am: 02. Juni 2014, 06:15:48 »
Wenn die Dinger wirklich nur 100 kg wiegen, können sie nicht sehr groß sein. Die Orbcomm-Satelliten wiegen je 172 kg, und die alle zusammen samt Dispenser (für 8 Satelliten) nehmen nicht viel Platz ein. Siehe hier:

http://www.orbcomm.com/networks/og2-launch

Solche Dispenser kann man sicher stacken und dann 18 Satelliten auf einmal starten.

Gruß
roger50

Diese Dispenser sind für 4 Satelliten ausgelegt. Bei 8 sind es schon zwei gestackt. Also lassen sich wohl auch 4 oder 5 davon zusammenfügen für 20 Satelliten. Immer vorausgesetzt, die Nutzlastverkleidung ist groß genug und man will 20 auf einmal starten.


McFire

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Re: OneWeb
« Antwort #14 am: 02. Juni 2014, 09:24:13 »
Mal ernsthaft - jeder weiß mittlerweile, daß die Krake Google jetzt schon "fast die Weltregierung" hat, wie mal jemand sagte. Meint ihr wirklich, daß Google sich 2020 noch um solch Dinge wie Entsorgung kümmert, zu einer Zeit, wo unser Leben dann 100% vom Gebrauch des Internet abhängen wird und Nichtnutzung "rein zufällig" schwere Nachteile fürs Leben bringt ? Ich kann nicht glauben, daß man auf 10 oder 20 Prozent der Nutzkapazität verzichtet...

Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #15 am: 02. Juni 2014, 09:48:46 »
Die pauschale Verschwörungstheorie gegen das omnipotente Überböse in absoluten Schreckensbildern ...

Sorry, aber so kann man doch keine Diskussion führen. Da kann ich genauso pauschal und überdramatisierend antworten ... google schert sich um rein gar nichts, handelt sicher nicht verantwortungsvoll, wenn google zwischen Option "gut" und Option "weniger gut" entscheiden kann, findet google Option "super-böse" ... usw. ... und inhaltlich und rational kommen wir keinen Schritt weiter.
\\   //    Grüße
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McFire

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Re: OneWeb
« Antwort #16 am: 02. Juni 2014, 09:58:44 »
Ok, ich kürze das : Ich glaube nicht, daß eine immer mehr das globale Leben beherrschende Firma sich 2020 noch um Sat. Entsorgung kümmern wird.
Ich würde gern lesen, daß man diese Firma 2020 noch dazu zwingen kann. Real, politisch, technisch.
Kann das jemand unserer Fachleute "berechnen"?

Online Nitro

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Re: OneWeb
« Antwort #17 am: 02. Juni 2014, 10:20:20 »
Auf eine Neues:

Bevor hier jetzt ein Google pro-contra Diskussion aufkommt, moechte ich daran erinnern, dass wir hier ein Raumfahrt- und Astronomieforum sind. Bleibt also bitte beim Thema.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Zoe

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Re: OneWeb
« Antwort #18 am: 02. Juni 2014, 10:45:02 »
Ok, ich kürze das : Ich glaube nicht, daß eine immer mehr das globale Leben beherrschende Firma sich 2020 noch um Sat. Entsorgung kümmern wird.
Ich würde gern lesen, daß man diese Firma 2020 noch dazu zwingen kann. Real, politisch, technisch.
Kann das jemand unserer Fachleute "berechnen"?

Auch die "Google" Satelliten sind nicht immun gegen Space Debris. So gesehen sollte jeder Sat-Betreiber im eigenen langfristigen Interesse dafür zu sorgen, daß nicht noch mehr Müll entsteht als unbedingt notwendig.

Offline tobi

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Re: OneWeb
« Antwort #19 am: 02. Juni 2014, 10:56:07 »
Aus europäischer Sicht hätte sicher Thales die größte Chance auf den Satellitenauftrag. Die bauen ja auch die Iridiumkonstellation.
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Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #20 am: 02. Juni 2014, 11:09:28 »
Also Vergleich der Größenordnung kann man auch ruhig auf Iridium schauen: Iridium hat über 70 Satelliten im Orbit. Insgesamt wurden schon über 90 gestartet. Diese google-Konstellation wird zwar größer ... aber es ist kein gigantischer Paradigmenwechsel.
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Offline Major Tom

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Re: OneWeb
« Antwort #21 am: 02. Juni 2014, 12:07:15 »
Tja, das wäre, sollte denn keine neue Nutzlastkappe kommen Minuspunnkt für die Falcon Heavy...
Mit einem entsprechenden Dispenser dürfte dann sogar Ariane 5 mit SpaceX konkurrieren können...

Da braucht es keine Heavy. Die Falcon 9 wuchtet mit dem normalen Fairing zehn Orbcom OG2 Satelliten auf einmal in den Orbit. Die sind fast doppelt so schwer wie die von Google, vermutlich also auch deutlich größer. Die drei gestapelten Dispenserringe haben Platz für jeweils vier OG2, bei Google dürften also mindestens fünf wenn nicht sogar sieben Platz haben. Das wären dann drei bis vier Ringe, und die sollten kleiner als die Dispenser für Orbcom sein. 20 Satelliten bei einem Start sollte also durchaus machbar sein.
„Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.“ K. E. Ziolkowski

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Stolzer Träger einer Raumconverwarnung wegen Schreibens unbequemer Wahrheiten.

GerdW

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Re: OneWeb
« Antwort #22 am: 02. Juni 2014, 12:45:36 »
Bei "Moog" sind auch 6er Ringe im Angebot. Eine pdf mit Bild hatte ich im Orbcomm-Topic schon mal verlinkt.

http://digitalcommons.usu.edu/cgi/viewcontent.cgi?filename=0&article=2942&context=smallsat&type=additional

Auf Seite 5 gibts ein Bild mit 22 Satelliten.

McFire

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Re: OneWeb
« Antwort #23 am: 02. Juni 2014, 13:44:00 »
Wie ist das mit diesen Ringen, die werden ja immer leer gezeigt. Sind die wirklich nur Halterungen für die Sat's und die machen nach loslassen "allein weiter" ? Oder steckt da dann letztlich doch eine Menge Elektronik/Mechanik drin zwecks Richtungssteuerung und Abstoß ? Ich denk ja eher Letzteres ?

Führerschein

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Re: OneWeb
« Antwort #24 am: 02. Juni 2014, 14:44:43 »
Tja, das wäre, sollte denn keine neue Nutzlastkappe kommen Minuspunnkt für die Falcon Heavy...
Mit einem entsprechenden Dispenser dürfte dann sogar Ariane 5 mit SpaceX konkurrieren können...

Da braucht es keine Heavy.

Genau. Aber es wäre denkbar, für leichte sperrige Lasten die große Nutzlastverkleidung zu nehmen, die für die Falcon Heavy entwickelt werden soll.

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