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Autor Thema: Beleuchtung von Modellen  (Gelesen 9921 mal)

Offline golgi863

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #25 am: 23. Februar 2016, 22:47:01 »
Moin Jan,

um nochmal kurz auf Deine Frage zu den "Transistornummern" zurück zu kommen. Die haben im Prinzip keinerlei "messbare" Bedeutung wie etwa eine Aussage über irgendwelche physikalischen Werte. Es sind lediglich Nomenklaturen, die sich die [führenden] Hersteller ausgedacht haben, um ihre Halbleiter-Produkte zu benennen.

Zum Beispiel sind die Buchstaben A, B oder C hinter der Produktnummer (also etwa BC547A) ein Hinweis auf die mittlere Stromverstärkung des Transistors. ;)

Um eine Aussage über Funktion und Technische Daten zu bekommen, brauchst Du ein Datenblatt. Dank Internet ist dieses Unterfangen heutzutage aber ein denkbar leichtes Spiel ... 8)

Viele Grüße
Thomas
"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!" - Col. John "Hannibal" Smith.

Offline McPhönix

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #26 am: 14. Juni 2016, 20:52:39 »
Ausführungen zu Drahtstärken für die LED-Verdrahtung in einem Modell.
Hatte ich bei Jürgens Modell schon drin, sind hier der Ordnung halber nochmal reingesetzt.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Betreffs des Drahtes -
Ich empfehle als Verdrahtung der LEDs 0,15 Kupferlackdraht, lötbar (also PUR-Lack)
Das ist ein Kompromiß zwischen "Versteckbarkeit" und Handling. Der ist freiliegend mit bis zu 200 mA belastbar, da könntest Du sogar eine kleine Power-LED betreiben  ;)
Bei den meist verwendeten Mini-Leds bei max. 10 mA kannst Du sogar den Drahtwiderstand vergessen. So daß das Hintereinanderschalten vieler LEDs nur noch von der Gesamtversorgungsspannung abhängt, Konstantstromquelle vorausgesetzt. .
Der heutzutage verwendete Drahtlack ist mechanisch stark belastbar. Wenns nicht direkt über eine scharfe Kante geht, kann man den unbesorgt in Winkel und Ecken reinkneten, auch mit anderen zusammen.
Als gemeinsame Rückleitung (Masse, Ground) empfehle ich ca 0,4 Blankdraht, verzinnt. Den kann man auch in Ecken kneten, man sollte aber hier und da, wo es nicht auffällt, mal ein paar Millimeter unbemalt frei führen. So kann man jederzeit mal eine Änderung/Zusatz vornehmen durch An- oder Ablöten.

(PS: Der PUR Lackdraht muß kurzzeitig jedoch relativ heiß gelötet werden, damit der Lack chemisch gesehen "zusammenbricht". Er ist dann auch lötunterstützend. Im weiteren kann dann die Temperatur wieder runter. Ich empfehle auch, insgesamt mit herkömmlichen sog. "Radiolot" zu löten. Bei bleifreiem Lot müßte man auch insgesamt immer die Temperatur hoch lassen. Aber bei Fummeln innerhalb des Modells ist jedes Grad weniger nur nützlich. :D )
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Offline schulepr

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #27 am: 13. September 2016, 11:39:05 »
Vielen vielen Dank, nach genau so etwas habe ich gesucht  :) ich bin in diesem Bereich relativ neu, habe aber die Tipps und Tricks sehr hilfreich gefunden.

Hat jemand Vorschläge, wo man Online all die CSS kaufen kann?  ::)

http://www.servershop24.de/server/hp/

Offline McPhönix

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #28 am: 13. September 2016, 14:22:58 »
Einzelne Konstantstromquellen findet man zuhauf beim bunten E
Vom Einsatz der digitalen (Schalt)CCS in großer Menge rate ich ab, wie Du sicher gesehen hast.
Analoge haben oft Anschlußklemmen, sind für Einzelversuche also geeignet.
Bei allen gehandelten CCS immer die zulässige Maximalspannung beachten!
Davon hängt die Anzahl der LED pro Reihe ab.
Bei Großmodellen empfielt sich auch, mal eine ehrliche Preis/Aufwand Berechnung zu machen.
Da kommt man schnell darauf, daß dem Zweck angepaßte CCS den Selbstaufbau lohnen.

PS: Du hast versehentlich einen Werbe - Link eingefügt....
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Offline Hugo

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #29 am: 13. September 2016, 20:02:08 »
Eine "2-Leiter" Konstantstromquelle für LEDs kann man ganz einfach selber bauen.

Sie besteht aus nur 4 Bauteilen. Einen Widerstand mit 10 kOhm, einen Widerstand mit 39 Ohm und zwei Transistoren. Die 4 Bauteile kann man auf eine 3-Streifen-Lochrasterplatine stecken und hat dann gleich zwei Löcher zum anschließen für die Kabel Plus und Minus.


Folgend ein Schaltbild für 20 mA LEDs. Man kann problemlos mehrere LEDs in Reihe hängen. So viel, wie die Spannungsversorgung schafft. Die Schaltung braucht 0,7 Volt, dazu addiert man die Spannungen der LEDs. Beispiel: Eine LED braucht 1,5 Volt, man möchte 5 Stück in Reihe hängen. 5*1,5+0,7 = 8,2 Volt. Ein 9 Volt Netzteil wäre jetzt ideal.
Die Schaltung verbrät überschüssige Energie in Wärme. Hat man ein 24 Volt Netzteil, sollte man mehr LEDs nehmen, sonst wäre es Energieverschwendung.
Zu viele LEDs ist auch nicht schlimm, dann leuchten sie dunkler oder gar nicht mehr.

LEDs niemals ohne Konstantstromquelle betreiben. Es funktioniert zwar manchmal, aber LEDs haben den blöden Effekt, daß deren Widerstand mit steigender Temperatur sinkt und sie sich dann selber zerstören.




Bezugsquelle: (Soll keine Werbung sein, die gibt es auch überall anders, die Links habe ich mir gespeichert - Gerade in China gibt es die Bauteil viel billiger).
http://www.reichelt.de/1-4W-1-10-0-Ohm-97-6-Ohm/METALL-39-0/3/index.html?;ACTION=3;LA=5;ARTICLE=11765;GROUPID=3076;artnr=METALL+39%2C0
http://www.reichelt.de/0-6W-1-10-0-k-Ohm-95-3-k-Ohm/METALL-10-0K/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=11449&GROUPID=3079&artnr=METALL+10%2C0K
http://www.reichelt.de/BC-Transistoren/BC-547C/3/index.html?;ACTION=3;LA=5;ARTICLE=5007;GROUPID=2881;artnr=BC+547C
http://www.reichelt.de/H25PS050/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=7786&ARTICLE=23952&SHOW=1&OFFSET=16&

Offline McPhönix

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #30 am: 13. September 2016, 21:36:59 »
Äh....Hugo.... hast Du eigentlich mal den Thread von Anfang an gelesen ?
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Hugo

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #31 am: 13. September 2016, 21:48:00 »
Nein, nur überflogen. Da ich mich mit dem Thema Konstantstromquelle aber ausgiebig auseinandergesetzt habe, dachte ich mir, es schadet nicht, das hier zu Posten, als weitere Alternative für Interessierte.

Offline gino847

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #32 am: 13. September 2016, 22:35:22 »
Hallo Hugo,

die Frage von Arno (McPhönix) ist natürlich mehr als berechtigt, zumal er das Thema bereits ausführlich abgehandelt hat, und so lang ist sein Thread ja nun weiß Gott nicht.  8)

Offline McPhönix

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #33 am: 25. September 2016, 20:46:21 »
Ich muß doch nochmal auf Hugo's Beitrag eingehen. Es könnte in der Praxis eines noch nicht so erfahrenen "Beleuchters" doch zu einigen Irritationen kommen.
Zitat
Eine "2-Leiter" Konstantstromquelle für LEDs kann man ganz einfach selber bauen.
Diese weit verbreitete Schaltung ist natürlich ok und für kleinere Anwendungen ohne Änderungen und Experimente brauchbar.
Aber in der Bauphase des Modells wird man Experimente mit der LED Anzahl in der Reihe machen wollen. Bei gegebener Versorgungsspannung wird sich also die Spannung über der CCS jedesmal ändern. Und somit auch der in den Regeltransistor mittels R1 eingeprägte Strom. Damit kommt zu den 5% Regelfehler (der für sich tolerierbar ist) noch ein Stromfehler dazu. Um den zu verringern , müßte man unnötig viel Strom in die Basis von T4 pumpen. So daß man evtl. in die Dimension des minimal einstellbaren LED Stromes kommt. Bei einer (Beispiel 8 weiße LED) Versorgungsspannung von 28 Volt und 50 LED Reihen wird man die Widerstände also unnötig klein im Wert und groß in der Bauform machen müssen. Aus diesem Grund habe ich mir einen Pin mehr gegönnt, um die LED Reihe extra anzuschließen und den Strom in den Regeltransistor in etwa konstant zu halten.

Zitat
Die Schaltung braucht 0,7 Volt,
Das ist nur zutreffend, wenn man ein hochstabiles Netzteil verwendet und wenn man die LED Anzahl maximal ausreizt und nichts mehr ändert - ok. Diese 0,7 Volt sind aber die Mindestarbeitsspannung und beinhalten keinen Regelbereich mehr!
In der Praxis aber wird man verfügbare Netzteile nehmen, wo das Preis/Leisungsverhältnis stimmt.
So daß also eine Restwelligkeit überlagert sein kann und auch eine Lastabhängigkeit der Ausgangsspannung zu sehen ist. Bei größeren Änderungen in vielen LED Reihen kann es da zu Schwankungen im 10% Bereich kommen. Was ja kein Problem ist, wenn man das einplant. Es wäre also eines Elektronikers unwürdig, den CCS nicht einen Regelbereich zuzubilligen ;)

Zitat
Beispiel: Eine LED braucht 1,5 Volt

Das ist aber verdammt knapp gerechnet. Und trifft auch nur für einige Baureihen von roten LED zu.
Im Mikroamperebereich. Im dunklen Zimmer. Bei weißen LED garnicht.

Zitat
Die Schaltung verbrät überschüssige Energie in Wärme. Hat man ein 24 Volt Netzteil, sollte man mehr LEDs nehmen, sonst wäre es Energieverschwendung.
Das ist im Prinzip richtig. Aber im Modell wird man wie erwähnt, experimentieren wollen. Da muß man die CCS, genauer gesagt ihren Regeltransistor auf worst case auslegen. Da muß selbst im Kurzschlußfall nach Fehlerbeseitigung wieder alles laufen. 

Zitat
Zu viele LEDs ist auch nicht schlimm, dann leuchten sie dunkler oder gar nicht mehr.
Diesen Funzelfall wird der Modellbauer nicht in Betracht ziehen und allezeit die Übersicht über seine LED haben, denke ich. Und wenn er dann irgendwann feststellt, er hat zwei nicht voll ausgelastete Reihen, was hindert ihn, die dann zusammen zu schalten ?

Zitat
aber LEDs haben den blöden Effekt, daß deren Widerstand mit steigender Temperatur sinkt und sie sich dann selber zerstören.
Da muß man aber über eine schon als heftig zu bezeichnende Schwelle kommen. Bei Beachtung des LED Datenblattes betreffs zulässigem Maximalstrom eigentlich nicht möglich.
Ich vermute, Du meinst den Wärmewiderstand von LED zur "Befestigung". Hier muß man als Praktiker beachten, daß SMD LED an sich ausgelegt sind, auf eine vom Hersteller empfohlene Mindestfläche Cu aufgelötet zu werden. Meist sind dafür sogar Layouts empfohlen. Wenn man also Mini-LED kauft, wo direkt am Chip dünne Drähte angelötet sind, sollte man die für die LED Bauform angegebene (z.B.) 20mA nicht ausnutzen, sondern nur etwa 15mA verwenden.
Aber selbst wenn man das nicht macht - für eine Selbstzerstörung müssen da schon noch ein bissel mehr ungünstige Sachen zusammenkommen.
Man könnte sich freilich mit Lebendauerberechnungen befassen, wird aber wohl feststellen, daß der Aufwand im Modellbereich nicht lohnt. Schon garnicht Betrachtungen zu Veränderungen im Farbraum.

Zitat
Die 4 Bauteile kann man auf eine 3-Streifen-Lochrasterplatine stecken und hat dann gleich zwei Löcher zum anschließen für die Kabel Plus und Minus.
Für kleine CCS ein guter Tip, um erstmal schnell eine Experimentierbasis zu haben :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline golgi863

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Re: Beleuchtung von Modellen
« Antwort #34 am: 25. September 2016, 23:18:31 »
Hi Arno,

sehr fein und verständlich, was Du hier darlegst ...  8)

Spätestens jetzt sollte eigentlich jedem hier klar geworden sein, dass einem die Spezifikationen von LEDs nicht am A.... vorbei gehen können (v.A. die, die mit einem Riesenaufwand irgendwo reingefriemelt wurden). Aus dem Grund denken manche Leute eher über "austauschbare Leuchtmittel" nach, als der Sache auf den Grund zu gehen ... *seufz*

Greetings
Thomas


"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!" - Col. John "Hannibal" Smith.

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