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Autor Thema: Weltraumtourismus allgemein  (Gelesen 21651 mal)

Offline Crest

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #50 am: 29. August 2009, 16:34:03 »
Da ist eine gewaltige Entwicklung an uns allen vorbei gegangen. Bereits Ende 2010 wird es die ersten privaten Touristenflüge ins All geben. Sagt zumindest 'Heute', eine gretis-'Zeitung', die hier in Österreich vertrieben wird.

Zitat (Ausgabe vom Freitag, 29.8.2009):
"Touristen können das Weltall erobern. Mydays und Penny Markt bieten um 206.555 Euro pro Perosn Flüge mit der Rocketplane XP an. Erster Termin: Ende 2010."

Ist das das Raumschiff, das Rocketplane Kistler bauen wollte? Von dem hat man doch schon seit Jahren nichts Neues mehr gehört, oder?

Die Tickets sollen ab 17.9. verkauft werden. ich geh dann mal in einen Penny Markt, um zu sehen, ob es sie tatsächlich gibt *g*.

Offline tobi

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #51 am: 29. August 2009, 16:40:25 »
Rocketplane ist quasi bankrott. Ich glaube nicht, dass das noch was wird.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

websquid

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #52 am: 20. Januar 2010, 21:50:04 »
Im Moment gibt es ja auch nur ein System, dass Touristen in den LEO bringt, nämlich die Sojus. Und Monopole haben nunmal die Eigenschaft, dass sie Preise hochtreiben. Wenn es mehr Anbieter gibt, wird das auch wieder günstiger
mfg websquid

Offline Berliner

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #53 am: 21. Januar 2010, 07:10:05 »
Das Haupthindernis beim Sojus-Tourismus ist doch nicht der Preis, sondern die mangelnde Verfügbarkeit an Sitzplätzen, und insbesondere die lange Vorbereitungszeit.

Es gibt sicher genug Superreiche, denen kann es egal sein, ob sie nun 30, 40 oder 50 Mio. $ zahlen. Aber monatelang trainieren, sich physischen und psychologischen Belastungstests unterziehen, Russisch lernen, und dann auf einen Raumflug zu warten, der vielleicht niemals kommt, ist auch für Milliardäre eine Herausforderung.

Von echtem Weltraum-Tourismus wird man erst sprechen können, wenn die Interessenten einfach nur zahlen und fliegen, und von langwierigen Vorbereitungen befreit seien werden.
Wenn die Chance für einen erfolgreichen Start der Rakete bei 1 zu einer Million liegt,
dann lasst uns schnell die 999999 Fehlschläge hinter uns bringen.

Offline STS-125

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #54 am: 21. Januar 2010, 09:26:49 »
das ist ja das ziel von SpaceShipTwo (suborbital) und später SpaceShipThree (orbital).

websquid

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #55 am: 21. Januar 2010, 15:27:54 »

Von echtem Weltraum-Tourismus wird man erst sprechen können, wenn die Interessenten einfach nur zahlen und fliegen, und von langwierigen Vorbereitungen befreit seien werden.

Das wird wohl kaum möglich sein, da man für einen längeren Aufenthalt in der Schwerelosigkeit einfach Training braucht. Die Verfügbarkeit von Plätzen lässt sich allerdings mit Sicherheit steigern
mfg websquid

Offline runner02

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #56 am: 21. Januar 2010, 20:14:52 »
Zitat
da man für einen längeren Aufenthalt in der Schwerelosigkeit einfach Training braucht

Ich glaube, die bei Raketenstarts auftretenden Beschleunigungen muss man trainieren, im All eine Woche hält man doch wohl mit etwas Fitnesstaraining aus...

Das ist wohl ein Schreck für viele, da wochenlanges vorhergehendes Training wohl kein 'Entspannungsurlaub' im All ist
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline STS-125

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #57 am: 21. Januar 2010, 20:32:29 »
das meine ich auch. Es mag sein, dass man für einen Raketenstart und Landung mit sehr hoher Beschlunkigung, bei SpaceShipTwo sind es beispielsweise bis zu 6g, Training bruacht, aber bei einem Urlaub in der Schwerelosigkeit muss man zwar täglich etwas trainieren, aber das sollte man nicht überschätzen

rashid

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #58 am: 08. Juli 2010, 22:16:19 »
Wie schon lange absehbar hat Rocketplane seine Geschäfts(un-)tätigkeit nun offiziell beendet. Bereits am 15. Juni meldete sie Insolvenz an (under Chapter 7 bankruptcy rules). Damit ist der Traum vom Weltraumbahnhof Oklahoma geplatzt.

“We didn’t leave a nickel on the table,” French told Oklahoma Gazette last week. “We did what we said we could do. Unfortunately, we did not complete the program as originally conceived.”

"Wir haben keinen Heller mehr," sagte George French Jr. letzte Woche der Oklahoma Gazette. "Wir haben getan, was wir sagten tun zu können. Bedauerlicherweise haben wir das Programm nicht beendet wie ursprünglich geplant."

18 Millionen hatte die Stadt in das Projekt investiert und auf den großen Tourismusboom gehofft. Nun ist sie angesäuert und beharrt zumindest auf den Steuern aus 2008. Auch dem Bundeshaushalt schuldet die Firma mehr als Hunderttausend Dollar.

Schon vor einem Jahr schrieb ein Leser in einem Kommentar zu einem Artikel zum selben Thema:

"Oklahoma taxpayers got skinned by some space flim-flam artists. New Mexico taxpayers are next."

"Den Steuerzahlern Oklahomas wurde von Schwindlern das Fell über die Ohren gezogen. Die von New-Mexiko sind die nächsten."

mehr]http://www.okgazette.com/p/12776/a/6691/Default.aspx?ReturnUrl=LwBEAGUAZgBhAHUAbAB0AC4AYQBzAHAAeAAslashAHAAPQAxADIANwAyADkA"]mehr

Heiko

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #59 am: 01. Oktober 2010, 11:31:44 »

Es gibt sicher genug Superreiche, denen kann es egal sein, ob sie nun 30, 40 oder 50 Mio. $ zahlen. Aber monatelang trainieren, sich physischen und psychologischen Belastungstests unterziehen, Russisch lernen, und dann auf einen Raumflug zu warten, der vielleicht niemals kommt, ist auch für Milliardäre eine Herausforderung.

Von echtem Weltraum-Tourismus wird man erst sprechen können, wenn die Interessenten einfach nur zahlen und fliegen, und von langwierigen Vorbereitungen befreit seien werden.

Genau so ist es.
Deshalb sollte man ein Flugzeug entwickeln das eine Kombination aus Flugzeug und Raumschiff darstellt. Dies hätte folgende Vorteile:
1. Die bemannte Raumfahrt würde sehr, sehr viel billiger.
2. Die Reisezeit zwischen den Kontinenten wird sehr viel kürzer.
3. Man trägt der Globalisierung Rechnung.
4. Truppen könnten sehr viel schneller an jeden Krisenherd der Welt transportiert werden, das Militär würde sich da sehr darüber freuen und profitieren.
5. Weltraumtouristik für Normalbürger wäre realistisch - ein echter Trauem würde wahr werden.

Auch wenn die Entwicklung sicher sehr teuer ist -
die Entwicklung dieses Fluggerätes wäre in jeder nur erdenklichen Hinsicht ein Gewinn für die Menschheit.

Offline Ruhri

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #60 am: 01. Oktober 2010, 12:00:19 »
Zu 1. Wieso? Selbst ein extrem schnelles extrem hoch fliegendes Flugzeug fliegt bestenfalls suborbital, und das ist von orbitalen Flügen und somit einigermaßen echter Raumfahrt weit entfernt.

Zu 4. Soldaten allein genügen nicht. Man muss auch große Massen Material transportieren, und dazu wäre ein Suborbitalflugzeug nur bedingt geeignet.

Dafür würde man es riskieren, das Weltklima noch stärker zu schädigen, da dieses Flugzeug in sehr sensiblen Höhen operieren würde. Im übrigen hat es etwas ähnliches schon gegeben - die Concorde und die TU-144. Rentiert hat es sich nie...

Offline klausd

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Re: Weltraumtourismus
« Antwort #61 am: 01. Oktober 2010, 12:03:12 »
die Concorde und die TU-144. Rentiert hat es sich nie...

Zumindest die Concorde flog bis zu Ihrem Absturz im Jahre 2000 rentabel.

Gruß, Klaus

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