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  • 15:51 MESZ Hayabusa Wiedereintritt: 13. Juni 2010

Autor Thema: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA  (Gelesen 50114 mal)

Offline pikarl

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #200 am: 24. Juni 2010, 19:23:20 »
Habt ihr irgendwas über die Computertomografie gefunden? Gab es da Ergebnisse?

Online Nitro

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #201 am: 25. Juni 2010, 21:49:51 »
Habt ihr irgendwas über die Computertomografie gefunden? Gab es da Ergebnisse?

Laut diesem Artikel von SpaceFlightNow wurde dabei nichts gefunden. Der Scan konnte aber 'nur' Körner auflösen, welche größer als 1 mm waren.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline rok

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #202 am: 26. Juni 2010, 12:48:57 »
Das war ja auch nicht ernsthaft zu erwarten.
Nach der Landung (den Landungen?) auf Hayabusa sind sicherlich Partikel in den Probenraum der Rückkehrkapsel gelangt. Allerdings ist die Sonde danach etwa 2,5 Jahre ziemlich unkontrolliert durch das All getaumelt, bevor der Probenraum versiegelt werden konnte. Dabei ist alles, was nicht adhäsiv an den Wänden angelagert war (Feinstaub) wieder rausgerieselt.

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Hayabusa

Robert

starlight

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #203 am: 29. Juni 2010, 00:22:19 »
Ich hoffe es ist nicht doch schon hier hinterlassen worden, beim Durchstöbern der Seiten konnt ich es nicht entdecken, außer den von GlassMoon hinterlassen Aufnahmen, die ebenfalls beim Überflug Australiens per Kamera festgehalten wurden.

Hier gibts ein Paar Bilder vom Reentry - wunderschön 8)
http://twitpic.com/1wgyd7

Dieses hier war/ist ein Bild des Tages (Nasa) - Wiedereintritt Hayabusas über Australien :)...

 (Quelle)

Offline Starboard

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #204 am: 06. Juli 2010, 08:21:26 »
Lt. Spon wurde in der Kapsel "irgendetwas" gefunden.

Bei den gefundenen Partikeln wäre man sich jedoch nicht sicher, ob diese bereits auf der Erde in die Kapsel gelangt seien.

Der Grund: Die Probenkammer soll beim Start offen gewesen sein???  :-X

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,704659,00.html

Offline pikarl

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #205 am: 06. Juli 2010, 08:58:52 »
Für mich liest sich das nach den Spurengasen, die sie in der äußeren Kapselverschalung entdeckt haben. Und bei denen sind sie tatsächlich nicht sicher, ob sie vom Itokawa, dem Heimweg oder der Erde selbst stammen.

Offline klausd

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #206 am: 08. Juli 2010, 16:06:43 »

Hier sieht man mal eins der Partikel. Also zumindest meine ich da was zu erkennen. Man beachte den Schatten den eine Nadel macht.


 Quelle: JAXA

Offline pikarl

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #207 am: 08. Juli 2010, 16:58:58 »
Ich erlaube mir mal, Terminus aus dem internen Bereich zu zitieren, weil's so gut passt:

Zitat
In dem Spon-Artikel stand ja, dass der Probenbehälter beim Start der Sonde noch offen stand und daher der gefundene Staub durchaus von Anfang an in dem Behälter gewesen sein könnte. :o

Und das las sich so, als ob es keine Panne gewesen wäre, sondern so geplant gewesen wäre. Ein bisschen schwer zu glauben fällt (mir) das aber schon. Eine Sample-Return-Mission mit einem offenem Probenbehälter starten - das lässt doch etwas an der Ernsthaftigkeit des Unternehmens zweifeln ??? ? Normalerweise sollte man doch denken, dass man den Behälter vorher so sauber macht, wie es irgend geht, und dann hermetisch versiegelt startet und erst kurz vorm Probensammeln öffnet.

Lässt sich die Originalquelle auch zu dem offenen Behälter aus?

Und das scheint tatsächlich die alles entscheidende Frage zu sein. Woher kommen die paar Krümelchen?

Offline tul

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Offline Martin

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #209 am: 06. September 2010, 12:02:16 »
... und da die Systeme redundant ausgelegt sind, sind diese Bauteile i.A. mehrfach vorhanden. Wenn also der Schirm ausgelöst wurde, heißt das nicht, dass keine weitere Ladung bei der Bergung ausgelöst werden kann.

Robert

Ich komme gerade von einem Vortrag ueber die Mission. Ein Mitarbeiter von BAe Systems, welche die JAXA auf der Woomera Test Range unterstuetzt haben, hat die Mission vorgestellt und ist insbesondere auf den Reentry eingegangen.

Die Rueckkehrkapsel verfuegte auch ueber Pyrotechnik zum absprengen der Fallschirme, falls am Landeplatz zu starke Winde gewesen waeren. Da das Wetter aber gut war, hat man diesen Mechnismus nicht genutzt, damit man die Sonde mit Fallschirmen besser finden kann. Also es war noch unverschossene Pyrotechnik an Bord.

Ebenso interessant, das 4 Regierungsstellen Australiens das Projekt begutachtet haben und viele Formalitaeten zu erfuellen waren. Ein Glueck fuer die JAXA, das es ein S-Klasse Asteroid war. Hayabusa-2 wird wahrscheinlich nicht in Australien landen wegen organischen Material -> Biohazard.

Martin
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Offline Terminus

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #210 am: 06. September 2010, 12:26:42 »
Ebenso interessant, das 4 Regierungsstellen Australiens das Projekt begutachtet haben und viele Formalitaeten zu erfuellen waren. Ein Glueck fuer die JAXA, das es ein S-Klasse Asteroid war. Hayabusa-2 wird wahrscheinlich nicht in Australien landen wegen organischen Material -> Biohazard.

Hm, die Jaxa wird das bei Hayabusa 1 doch wohl auch im Vorfeld abgeklärt haben? Die werden ja nicht nach dem Start in Australien angerufen haben: "Ach übrigens, in ein paar Jahren kommt eine Rückkehrkapsel von uns auf eurem Gebiet runter, wahrscheinlich in Woomera, und der Fallschirm und die Pyrotechnik werden wahrscheinlich auch korrekt funktionieren."  ;)

Terminus

Offline Martin

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #211 am: 07. September 2010, 06:10:21 »
Ebenso interessant, das 4 Regierungsstellen Australiens das Projekt begutachtet haben und viele Formalitaeten zu erfuellen waren. Ein Glueck fuer die JAXA, das es ein S-Klasse Asteroid war. Hayabusa-2 wird wahrscheinlich nicht in Australien landen wegen organischen Material -> Biohazard.

Hm, die Jaxa wird das bei Hayabusa 1 doch wohl auch im Vorfeld abgeklärt haben? Die werden ja nicht nach dem Start in Australien angerufen haben: "Ach übrigens, in ein paar Jahren kommt eine Rückkehrkapsel von uns auf eurem Gebiet runter, wahrscheinlich in Woomera, und der Fallschirm und die Pyrotechnik werden wahrscheinlich auch korrekt funktionieren."  ;)

Terminus


Wenn ich mich recht entsinne, sprach er von 2004 als sich JAXA und Australien auf die Nutzung der WTR einigten. Es war uebrigens das zweite mal, das Woomera fuer einen Reentry vorgesehen war. Die erste Mission fuer die dies geplant war ist die japanisch deutsche Express Mission 1995 gewesen, bei welcher aber der Start schieflief, wodurch das Reentry Vehikel in Ghana landete.

Die Kapsel landete uebrigens nur 7 km vom Zielpunkt entfernt. Zur Ortung hatte sie einen kleinen Peilsender an Bord. Die JAXA hatte 4 kleine Empfangsstationen aufgebaut, mit der man durch Triangulation den Landeort sehr genau bestimmen konnte. Zusaetzlich nutze man Radaranlagen der WTR sowie eine spezielle DC-8 der NASA. Der vordere Hitzeschild soll Temperaturen von etwa 2.700 Grad erreicht haben bei einer Eintrittgeschwindigkeit von 12,2 km/s.

 
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rm39

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #212 am: 27. September 2010, 15:16:30 »
Hi,

nicht mehr ganz frisch, aber vom 20. September eine Zusammenfassung der Mission auf jaxachannel.
http://www.youtube.com/v/O0mUyfjYQng

Hier, vom 28. September, noch die englische Version.
http://www.youtube.com/v/NjhP5yULCpM
« Letzte Änderung: 29. September 2010, 10:57:54 von mölle39 »

Offline tobi

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #213 am: 16. November 2010, 14:07:52 »
Hayabusa hat Proben von Itokawa gesammelt:
http://www.jaxa.jp/press/2010/11/20101116_hayabusa_e.html

Nach der abenteuerlichen Geschichte sicherlich ein großer Erfolg. :)
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline Terminus

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #214 am: 16. November 2010, 14:49:40 »
Ein Happy-End!  :D

Offline STS-125

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #215 am: 16. November 2010, 16:35:43 »
Das ist mal eine gute Nachricht :)

Offline STS-125

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #216 am: 28. Januar 2012, 23:20:44 »
Wissenschaftler können sich jetzt bei der JAXA melden, wenn sie die Proben von Hayabusa untersuchen möchten: http://www.jaxa.jp/press/2012/01/20120124_hayabusa_e.html

Gruß, Simon

Offline Gertrud

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #217 am: 02. März 2012, 01:37:10 »
Hallo zusammen,

nach den Ergebnissen der Probenuntersuchungen halten die Wissenschaftler es für möglich, das der Asteroid ITOKAWA aus Überresten von einem viel größeren Asterioden besteht.
Der größere Asteroid könnte durch einen oder mehrere Einschläge zerstört worden sein.
Das Gestein zeigt Anzeichen von Kompression, das hoher Druck den Felsen gequescht hat.Nur ein katastrophales Ereignis hat die notwendige Energie, um die Felsen auf diese Weise zu schmelzen.
Die Forscher vermuten, dass die Schutt- Oberfläche von Itokawa durch Einschläge auf allen Skalen geformt wurde.
 

Credit:apod.nasa.gov

Quelle:
http://arstechnica.com/science/news/2012/02/hints-of-a-violent-solar-system-from-asteroid-itokawa.ars

Gertrud
Edit:Schreibfehler ausgebessert ::)
« Letzte Änderung: 02. März 2012, 15:17:44 von Gertrud »
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline Gertrud

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Re: Mission: HAYABUSA bei ITOKAWA
« Antwort #218 am: 08. Mai 2019, 20:06:20 »
Hallo Zusammen,

ASU-Forscher finden in Proben des Asteroiden Itokawa Wasser
.

Der Asteroid ITOKAWA ist der stark angeschlagene Überrest eines größeren Körpers. Bei der Untersuchung von Proben der Japan Aerospace Exploration Agency haben die ASU-Wissenschaftler entdeckt, das ITOKAWA trotz einer turbulenten Geschichte immer noch erhebliche Mengen Wasser in seinen Mineralien enthält.
Die von Ziliang Jin und Maitrayee Bose untersuchten Proben stammten von der Funktion Muses Sea, einem glatten Bereich in der Mitte von ITOKAWA.
Kredit: Bild von Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA).
Quellen:
https://asunow.asu.edu/20190501-discoveries-asu-researchers-find-water-in-asteroid-itokawa-samples
https://advances.sciencemag.org/content/5/5/eaav8106
https://advances.sciencemag.org/content/5/5/eaav8106.full

Beste Grüße
Gertrud
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