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Autor Thema: Sternentstehung  (Gelesen 77672 mal)

Offline redmoon

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Re: Sternentstehung
« Antwort #125 am: 18. Mai 2013, 13:23:18 »
Hallo,

Astronomen konnten durch die Auswertung von Daten des Radioteleskops APEX und des Weltraumteleskops Herschel im Bereich der Orion-Molekülwolke definitiv 15 Protosterne nachweisen, welche vermutlich zu den jüngsten Protosternen gehören, die jemals gefunden wurden.

Mehr dazu auf unserer Portalseite :  http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/18052013130453.shtml 

Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
Nicht ewig bleibt die Menschheit auf der Erde - Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski

Offline Schillrich

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Re: Sternentstehung
« Antwort #126 am: 20. Mai 2013, 06:55:30 »
Guten Morgen,

passt vielleicht am besten mit hierhin: Schön aufbereitet, die Evolutionsslinien der Sterne:

NASA, Chandra

Und hübsch interaktiv hier nochmal:
http://chandra.harvard.edu/edu/formal/stellar_ev/stellar_ev_flash.html
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline Major Tom

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Re: Sternentstehung
« Antwort #127 am: 30. Mai 2013, 18:24:12 »
Möglicherweise müssen die Theorien zur Sternentwicklung grundlegend überarbeitet werden. Simon Campbell vom Zentrum für Astrophysik an der Monash Universität in Melbourne entdeckte Anomalien in alten Fachartikeln. Demnach folgen offenbar nicht alle Sterne der normalen Entwicklung und blähen sich nicht zu Riesensternen auf, obwohl sie das anhand der vorhandenen Masse eigentlich sollten.

Cambpell beobachtete daraufhin mit dem VLT den Kugelsternhaufen NGC 6752 und entdeckte einen direkten Zusammenhang von Natriumgehalt und Sternentwicklung. Sämtliche Sterne im Asymptotischen Riesenast waren alte Sterne der ersten Generation mit niedrigem Natriumanteil. Kein einziger Stern der zweiten Generation mit hohem Natriumgehalt, das sind fast 3/4 aller Sterne des Sternhaufens, war zu einem Riesenstern geworden.

Quelle: http://dx.doi.org/10.1038/nature12191
„Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.“ K. E. Ziolkowski

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Stolzer Träger einer Raumconverwarnung wegen Schreibens unbequemer Wahrheiten.

Offline Major Tom

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Re: Sternentstehung
« Antwort #128 am: 10. Juli 2013, 13:04:37 »
Mit ALMA, dem Atacama Large Millimeter-submillimeter Array, wurde der größte Protostern entdeckt, der in der Milchstraße bekannt ist. Er hat mehr als die 500fache Masse der Sonne und wächst immer noch. Am Ende der Entwicklung dürfte sich daraus ein gigantischer Stern von etwa 100facher Sonnenmasse bilden.

Quelle: http://dx.doi.org/10.1051/0004-6361/201321318
„Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.“ K. E. Ziolkowski

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Stolzer Träger einer Raumconverwarnung wegen Schreibens unbequemer Wahrheiten.

websquid

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Re: Sternentstehung
« Antwort #129 am: 10. Juli 2013, 14:46:20 »

Offline Gertrud

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Re: Sternentstehung
« Antwort #130 am: 29. August 2014, 22:30:34 »
Hallo Zusammen,
Ein extrem massereicher Stern wurde gefunden.
Die  deutsch-schwedische Astronomengruppe unter der Leitung von Shiwei Wu vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat den massereichsten Stern in W49, in der Kinderstube unserer Milchstraße entdeckt. Durch seine Masse zwischen 100 und 180 Mal soviel Masse wie unsere Sonne hat der Stern W49nr1 seltenheitswert. Nur einige Dutzend solcher Sterne von den Milliarden erfassten Sternen fallen in diese Gewichtsklasse. Nur mit den Infrarotbeobachtungen des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO)  war es den Forschern möglich, das Gebiet W49 hinter den dichten Staubwolken zu identifizieren. Die Region W49 ist rund 36.000 Lichtjahre (11,1 kpc) von der Erde entfernt. Zwei Spiralarme unserer Heimatgalaxie liegen zwischen uns und dem Sternhaufen.
Der weißen Pfeil gekennzeichnet den Stern W49nr1
Bild: S.-W. Wu, A. Bik, Th. Henning, A. Pasquali, W. Brandner, A. Stolte.
 
Der bläuliche Riesenstern W49nr1 hat den 25.5-fachen Durchmesser unserer Sonne
Bild: MPIA / Axel M. Quetz

http://www.aanda.org/articles/aa/abs/2014/08/aa24154-14/aa24154-14.html
http://www.mpia.de/Public/menu_q2.php?Aktuelles/PR/2014/PR_2014_07/PR_2014_07_de.html

Mit den besten Grüßen
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline Duc-Lo

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Re: Sternentstehung
« Antwort #131 am: 02. September 2014, 11:57:55 »
Hallo,
Ich habe ein sehr interesantes Video gefunden. Da wird erklärt wie ein Stern so entsteht.  Endlich habe ich es verstanden, wie so ein Stern entsteht.  ;)


Wie Sterne entstehen (Schematische Darstellung)
Viele Grüße Duc-Lo

INTERSTELLARE RAUMFAHRT: Es gibt so vieles zu entdecken.

Offline GG

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Re: Sternentstehung
« Antwort #132 am: 02. September 2014, 16:10:33 »
Die Erklärung ist allerdings nicht sehr exakt. "Größer als" bzw. "kleiner als" die Sonne ist doch sehr dehnbar. Riesiges Schwarzes Loch ist sogar vollkommen irreführend, da ein stellares SL nur ein paar Kilometer Durchmesser hat.

Offline Volker

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Re: Sternentstehung
« Antwort #133 am: 03. September 2014, 15:01:43 »
Hallo,

Zitat
Die Erklärung ist allerdings nicht sehr exakt

Naja, wenn man sich nur 90 Sekunden Zeit dafür nimmt, dann leidet die Praezision natürlich ein bisschen...

Gruss,
Volker
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Offline GG

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Re: Sternentstehung
« Antwort #134 am: 03. September 2014, 15:17:14 »
Der Brockhaus gilt (galt?) aber als Messlatte für exaktes Wissen. Zumindest waren vor ein paar Wochen Leute von Brockhaus Online an unserer Schule und haben Werbung für ihr tolles Produkt gemacht. Hm. :-\

Offline -eumel-

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Re: Sternentstehung
« Antwort #135 am: 21. März 2016, 01:47:55 »
Das neue Hubble Bild bitte in voller Auflösung (4K) betrachten! (Achtung Schmierphon-User: 6,5 MB!) :

Credit: NASA, ESA, P Crowther (University of Sheffield)

In der großen Magellanischen Wolke - einer Nachbargalaxie, 170000 Lichtjahre entfernt, liegt 30Doradus, der Tarantula-Nebel.
Der Tarantel-Nebel enthält einige sehr helle Stern-Entstehungsgebiete, die für uns gut beobachtbar sind, weil sie relativ nahe sind.
Im Zentrum des Nebels liegt der offene Sternhaufen R136, der nur wenige Lichtjahre durchmisst.
R136 ist erst 1-2 Millionen Jahre alt und seine blauen Sterne sind sehr hell und heiß.
Sie haben bereits sämtliches Gas und Material aus der Umgebung in sich aufgesaugt.

In R136 gibt es die größten Sterne, die bisher überhaupt entdeckt wurden:
- Dutzende Sterne mit mehr als 50 Sonnenmassen,
- 9 Riesensterne mit mehr als 100 Sonnenmassen,
- 4 Sterne mit mehr als 150 Sonnenmassen
- und den massivsten Stern R136a1 mit 250 Sonnenmassen.

Viele von ihnen haben die Massengrenze der Sterne überschritten und es ist unklar, wie sie überhaupt entstehen und bestehen können.
Sie emittieren riesige Energiemengen, verlieren monatlich eine Erdmasse, die sie auf 1% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.
Ihre Oberflächen-Temperatur ist so heiß, dass sie uns blau erscheinen.
Hauptsächlich strahlen sie im ultraviolettem Spektrum. 
Ihre aggressive, energiereiche Strahlung lässt weiter entfernte Gaswolken aufleuchten und regt durch ihre Schockwellen weitere Stern-Entstehungen an.

Die Herausforderung für die Astronomen bestand hauptsächlich darin, diese dicht beieinander liegenden hellen Objekte aufzulösen.
Dazu hat das Team um Paul Crowther (University of Sheffield, U.K.) einen weiteren großen Beitrag geleistet.
Für ihre Arbeit kombinierten sie Aufnahmen der Wide Field Camera 3 (WFC3) und dem Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS).
Sie würdigten nochmals den Beitrag der Space Shuttle Astronauten, die bei Service Missionen das STIS reparierten.


Quelle
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 28. Juni 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Magellan

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Re: Sternentstehung
« Antwort #136 am: 21. März 2016, 11:22:04 »
Zitat
Sie haben bereits sämtliches Gas und Material aus der Umgebung in sich aufgesaugt.
--------------------------
Sie emittieren riesige Energiemengen, verlieren monatlich eine Erdmasse, die sie auf 1% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.
Wie ist das zu verstehen? Ist das Aufsaugen ein abgeschlossener Zustand, dem jetzt das Emittieren folgt? Denn bei dieser Abstrahlung kann doch nichts mehr an den Stern heran zum Aufsaugen?
Zitat
Ihre aggressive, energiereiche Strahlung lässt weiter entfernte Gaswolken aufleuchten und regt durch ihre Schockwellen weitere Stern-Entstehungen an.
Welcher Art sind diese Schockwellen? Handelt es sich also um reinen Strahlungsdruck? Eine Schockwelle ensteht doch entweder bei sprunghaften Vorgängen im Stern oder durch dessen rasche Bewegung auf die o.a. Gaswolken zu bzw. vice versa.
Wobei dann also Material verdichtet werden müßte, soweit daß Grav.Senken enstehen, wenn ich das richtig sehe?

SpaceMech

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Re: Sternentstehung
« Antwort #137 am: 21. März 2016, 12:09:08 »
Wie ist das zu verstehen? Ist das Aufsaugen ein abgeschlossener Zustand, dem jetzt das Emittieren folgt? Denn bei dieser Abstrahlung kann doch nichts mehr an den Stern heran zum Aufsaugen?
...
Welcher Art sind diese Schockwellen? Handelt es sich also um reinen Strahlungsdruck? Eine Schockwelle ensteht doch entweder bei sprunghaften Vorgängen im Stern oder durch dessen rasche Bewegung auf die o.a. Gaswolken zu bzw. vice versa.
Wobei dann also Material verdichtet werden müßte, soweit daß Grav.Senken enstehen, wenn ich das richtig sehe?

Lies mal nach zB unter https://de.wikipedia.org/wiki/Sternentstehung

Im T-Tauri-Stadium können Sterne über Sternwinde heftig Masse verlieren UND GLEICHZEITIG aus der Akkretionsscheibe noch Masse aufnehmen; ist also kein Widerspruch.
Schockfronten im umgebenden Merdium: durch die Sternwinde ode die polaren Jets.

   Gruss  HHg

Magellan

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Re: Sternentstehung
« Antwort #138 am: 21. März 2016, 16:43:29 »
Ja warum steht dann da nicht gleich nur der Link nach W. ? Da brauch ich doch das Forum als evlt Bündelung von Wissen nicht ?

Und was die Schockwellen betrifft, stand da "...Strahlung..." und nichts von Sternwinde und Jets. Daher meine Frage, weil ich als Laie den Zusammenhang nicht sah.

Ich lese hier immer "Frage nur..." und "Es gibt keine dummen Fragen"

Da muß ich als interessierter Laie wohl die Schwelle noch unterschritten haben....

Offline Spike77

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Re: Sternentstehung
« Antwort #139 am: 21. März 2016, 18:49:57 »
Da habe ich auch ein paar Fragen zu :-)

zu R136a1 ... im Wikipedia-Artikel zu ihm steht dass er 315 Sonnenmassen groß wäre. Da haben wir jetzt eine Differenz von 65 Sonnenmassen. Also nicht gerade wenig. Kann ich das ignorieren und sagen: da haben verschiedene Forscher mit verschiedenen Modellen und Methoden gearbeitet und gut ist?

Zum Masseverlust hätte ich auch eine Frage.

Ich muss mir das nicht so vorstellen, dass R136a1 (nur zum Beispiel) jetzt jedes Jahr 12 Erdmassen verliert und dann in 6,9 Millionen Jahren alle seine Masse emittiert hat und aufhört zu existieren oder? Das würde doch bestimmt irgendwann aber eine gewissen Größe aufhören oder?

Offline Prodatron

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Re: Sternentstehung
« Antwort #140 am: 21. März 2016, 21:16:18 »
Zitat von: wikipedia-EN
R136a1 closely matches the expected properties for an initially rapidly-rotating 320 M☉ star with LMC metallicity after shining for about 1.7 million years.

A current mass of 256 M☉ is found in similar analysis using PoWR (Potsdam Wolf Rayet) atmospheric models with optical and ultraviolet spectra and a mass-luminosity relation, assuming a single star.

A more recent analysis using BONNSAI to derive the age and mass by matching an evolutionary model to the observed parameters gives a current mass of 315 M☉, from an initial mass of 325 M☉.

Er hat also mit um die 320-325 Sonnenmassen gestartet. Die Leute aus Potsdam haben ihn dann auf aktuell noch 256 von ursprünglich 320 geschätzt. Die aktuelleren Ergebnisse von BONNSAI scheinen nun aber auf 315 von ursprünglich 325 hinzudeuten. Also ja, das geht ja in der Astronomie ständig hin und her bei solchen Zahlen.

Offline Gertrud

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Re: Sternentstehung
« Antwort #141 am: 27. April 2016, 15:19:21 »
Hallo Zusammen,

Lichtechos geben Hinweise zu einer protoplanetaren Scheibe.

Zuerst schauten die Astronomen, wie viel Zeit das direkte Licht vom Stern zur Erde braucht. Dann ermittelten sie, wie lange das Licht vom Stern, welches vom Stern den inneren Rand der umgebenen Scheibe traf, zur Erde benötigt. Durch die Zeitdifferenz wird der Abstand des Sterns zur protoplanetaren Scheibe gemessen. In dieser Studie betrug das Lichtecho gerade mal 74 Sekunden. Der Stern YLW 16B befindet sich in der Ophiuchi Sternentstehungsregion und liegt etwa 400 Lichtjahre von der Erde entfernt.  YLW 16B hat in etwa die gleiche Masse wie unsere Sonne, ist aber mit nur eine Million Jahre ein Baby, im Vergleich zu unseren 4,6-Milliarden-jährigen Sonne.
Die Astronomen kombinierten die  Spitzer Daten mit Beobachtungen von erdgebundenen Teleskopen, das Mayall-Teleskop auf dem Kitt Peak National Observatory in Arizona; die SOAR und SMARTS Teleskope in Chile; und das Harold L. Johnson Teleskop in Mexiko. Die bodengestützten Observatorien beobachteten das kurzwellige Infrarotlicht dass direkt vom Stern emittiert wird. Und Spitzer beobachtete das längerwelliges Infrarotlicht von den Echos der protoplanetaren Scheibe. Die dicken interstellaren Wolken blockieren den Blick von der Erde. Die Astronomen konnten nicht das sichtbares Licht verwenden, um den Stern zu überwachen. Das unregelmäßige Licht ermöglichte den Astronomen die Lücke zwischen der protoplanetaren Scheibe und dem Stern zu messen. Sie berechneten eine Zeitverzögerung von etwa 0,08 Astronomische Einheiten, das ist etwa 8 Prozent des Abstandes zwischen Erde und Sonne.
Für die Spitzer-Studie wurde zum ersten Mal das Licht-Echo-Verfahren im Rahmen von protoplanetaren Scheiben verwendet.
http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA20645

http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=6439
http://arxiv.org/abs/1603.06000
http://arxiv.org/pdf/1603.06000v1.pdf

Mit den besten Grüßen
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

AeitschTi

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Re: Sternentstehung
« Antwort #142 am: 07. September 2016, 12:14:03 »
Bildveröffentlichung potw1636a: N159

Diese Aufnahme zeigt eine vorgestern veröffentlichte Aufnahme einer HII-Region in der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie der Milchstraße.

Dieser Strudel aus glühendem Staub und dunklem Gas ist eine Sternenwiege bzw. stellare Geburtsstätte mit einer Ausdehnung von 150 Lichtjahren.

N159 enthält viele heiße, junge Sterne. Sie senden große Mengen ultraviolettes Licht aus, welches das Wasserstoffgas in ihrer Nähe zum glühen bringt und den Sternenwind das meiste Gas des Nebels wegschieben lässt.

Im Herzen der kosmischen Wolke befindet sich der schmetterlingsförmige Papillon-Nebel. Er wird von einem Materiestrom gebildet, den der Strahlungsdruck eines heißen jungen Sterns vom 10-fachen der Masse unserer Sonne ins All schießt.

N159 ist über 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich direkt südlich von NGC 2070 (auch Tarantelnebel oder 30 Doradus genannt), einem weiteren  großen Sternenentstehungsgebiet innerhalb der Großen Magellanschen Wolke.



Image Credit: ESA/Hubble & NASA

Quelle: http://www.spacetelescope.org/images/potw1636a/

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