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Autor Thema: Planet Merkur  (Gelesen 69674 mal)

Offline Lumpi

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Re: Planet Merkur
« Antwort #125 am: 26. April 2018, 21:44:34 »
In der Südpolregion Merkurs soll es doppelt soviel Wassereis wie am Nordpol geben. Ursächlich dafür könnte ein "kürzlicher" Meteoriteneinschlag sein. BepiColombo wird sich das ab 2025 sicherlich näher ansehen.  :)
https://eos.org/research-spotlights/evidence-of-extensive-ice-deposits-near-mercurys-south-pole

Kombination von MESSENGER-Aufnahmen der Südpolregion Merkurs mit Radardaten des ARECIBO-Teleskopes. Gebiete mit Wassereinablagerungen sind rosa dargestellt.

 Credit: Nancy Chabot
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

Offline Rücksturz

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Re: Planet Merkur
« Antwort #126 am: 01. Mai 2018, 14:37:56 »
"Planet mit dünner, dichter Kruste – Merkur
Merkur wurde zuletzt von der US-amerikanischen Raumsonde Messenger aus der Nähe untersucht. Nach dem Ende der Mission Messengers schätzten Planetenwissenschaftler die Dicke von Merkurs Kruste auf rund 35,4 Kilometer. Ein Forscher von der University of Arizona (U of A, UA) ist anderer Meinung."

Weiter im Artikel von Thomas Weyrauch:
https://www.raumfahrer.net/news/astronomie/01052018124827.shtml

Viele Grüße
Rücksturz
BFR/BFS: One rocket to rule them all!

Offline Lars

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Re: Planet Merkur
« Antwort #127 am: 11. September 2018, 14:20:31 »
Frage zur Wassereinlagerung an den Merkurpolen :
Obige Bilder  zeigen relativ grosse Flächen -
Ewig dunkel sind doch nur kleine Gebiete in wenigen Kratern - übrigens ein interresantes Ziel für einen Rover !
Ich dachte nur im ewigen Schatten kann sich Eis ablagern ?
Oder ist auch Mineralisch gebundenes Wasser gemeint ?


Offline rok

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Re: Planet Merkur
« Antwort #128 am: 11. September 2018, 16:29:15 »
Hallo Lars,

die dargestellte Fläche ist nur die Südpolkappe (90° - 80°) wovon nur 4,4% violett eingefärbt sind. Die Forscher fanden es sogar überaschend, dass nur etwa die Hälfte des "Dauerschattenbereichs" Anzeichen für Wassereis zeigt. Daraus wurde geschlossen, dass nicht eine permanente Ablagerung oder Ausgasung zu dem Eis führte, sondern ein Ereignis, dass eine chaotischere Ablagerung erzeugte, also möglicherweise der Einschlag eines großen Kometen.

Die Fernuntersuchung mittels Radar bietet nicht die Möglichkeit der Unterscheidung zwischen reinem oder salzhaltigem Eis oder sogar wasserhaltigen Sedimenten.

Offline Lars

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Re: Planet Merkur
« Antwort #129 am: 11. September 2018, 18:51:14 »
sorry, hab mich vertan - die Projektion !
Deswegen sind die Krater am Rand so rund ....
ahm ... ich stell mir das wie Seen aus Sonnenwindschnee vor.
Oberflächlich 50cm C, O , N ... irgendwo hab ich gelesen 50 Kelvin.
In geringer Tiefe ( Merkur - 0,37 g ) reicht  Druck und Temperatur für flüssiges Wasser.
und - nein ich glaube nicht an Leben auf dem Merkur - aber an sehr wertvolle Rohstoffvorkommen !

Offline Andreas

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Re: Planet Merkur
« Antwort #130 am: 11. September 2018, 19:30:44 »
Ewig dunkel sind doch nur kleine Gebiete in wenigen Kratern - übrigens ein interresantes Ziel für einen Rover !
Ich denk dem Rover wäre es zu heiss auf Merkur. In bisherigen Planungen war, glaub ich, immer nur von einem kurzlebigen Lander die Rede.

Gruss Andreas

Offline MR

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Re: Planet Merkur
« Antwort #131 am: 11. September 2018, 19:37:50 »
Ich denk dem Rover wäre es zu heiss auf Merkur. In bisherigen Planungen war, glaub ich, immer nur von einem kurzlebigen Lander die Rede.

Ein Rover könnte funktionieren. Solange er im Schattenbereich bleibt, sind die Bedingungen gut. Wo sich Eis hält, ist es auch für einen Rover nicht zu heiß. Allerdings kommt nur eine nukleare Energieversorgung in Frage!

Offline Lars

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Re: Planet Merkur
« Antwort #132 am: 11. September 2018, 20:02:38 »
MESSENGER hat 4 Jahre Merkur besucht, wenn ich grob überschlage ist die Strahlung 9 mal höher als im Erdorbit.
Ein Rover - mit RTG  + "Scheinwerfer"  :)  - hätte da doch keine Probleme ?










Offline Gertrud

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Re: Planet Merkur
« Antwort #133 am: 26. April 2019, 16:52:51 »
Hallo Zusammen,

Wissenschaftler finden Beweise dafür, das Merkur einen soliden inneren Kern hat

In einer neuen Studie berichten Wissenschaftler von Beweisen, dass der innere Kern von Merkur tatsächlich solide ist und dass er fast die gleiche Größe wie der feste innere Kern der Erde hat.
Einige Wissenschaftler vergleichen Merkur mit einer Kanonenkugel, weil sein Metallkern fast 85 Prozent des Planetenvolumens ausfüllt. Dieser große Kern ist im Vergleich zu den anderen felsigen Planeten unseres Sonnensystems riesig, er ist seit langem eines der faszinierendsten Geheimnisse von Merkur.
Um herauszufinden, woraus der Kern von Merkur besteht, verwendete der Wissenschaftler Genova und seine Kollegen mehrere Beobachtungen der Raumsonde MESSENGER, um so das Innere von Merkur zu untersuchen. Die Forscher betrachteten vor allem den Spin und die Schwerkraft des Planeten.

Im Jahr 2007 zeigten Radarbeobachtungen von der Erde aus kleine Verschiebungen im Spin von Merkur, so genannte Librationen, die bewiesen haben, dass ein Teil des Planetenkerns flüssig geschmolzenes Metall sein muss.

Die Wissenschaftler  fragten sich, könnte ein fester Kern darunter lauern?
Die Schwerkraft konnte helfen, diese Frage zu beantworten.

Während MESSENGER im Verlauf seiner Mission Merkur umkreiste und näher an die Oberfläche kam, verzeichneten die Wissenschaftler, wie sich das Raumfahrzeug unter dem Einfluss der Schwerkraft des Planeten beschleunigte.

Die letzten Umlaufbahnen in niedriger Höhe lieferten die besten Daten und ermöglichten es Genova und seinem Team, die bisher gemessenen inneren Strukturen von Merkur so genau wie möglich zu messen.
Genova und sein Team verwendeten die Daten von MESSENGER in einem ausgeklügeltes Computerprogramm, mit dem sie Parameter einstellen und herausfinden konnten, wie die innere Zusammensetzung von Merkur aussehen muss, um sich an die Art und Weise anzupassen, in der sich das Raumfahrzeug um den Planeten herum dreht.
Die Ergebnisse zeigten, dass Merkur für die beste Übereinstimmung einen großen, festen inneren Kern haben muss. Sie schätzten, dass der feste Eisenkern etwa 2.000 Kilometer breit ist und etwa die Hälfte des gesamten Kerns von Merkur ausmacht (etwa 4.000 Kilometer breit).

Nach der Aussage von Erwan Mazarico, ein Planetenwissenschaftler bei der NASA Goddard und Mitautor der neuen Studie, mussten sie Informationen aus vielen Bereichen zusammenbringen: Geodäsie, Geochemie, Umlaufmechanik und Schwerkraft, um herauszufinden, wie Merkur innere Struktur aussehen muss.

Eine künstlerische Darstellung des Inneren von Merkur basierend auf neuen Forschungen, die zeigen, dass der Planet einen soliden inneren Kern hat.
Bildnachweis: Antonio Genova.
Quelle:
https://news.agu.org/press-release/scientists-find-evidence-mercury-has-a-solid-inner-core/
https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2018GL081135
https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1029/2018GL081135
https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2018GL081135

Mit besten Grüßen
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Tags: Merkur planet