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Autor Thema: Wandern in Baikonur  (Gelesen 118928 mal)

Offline McPhönix

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #300 am: 22. September 2019, 22:46:22 »
Mal zwischendurch wieder ein Danke für die vielen Berichte und Fotos :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Online HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #301 am: 06. Oktober 2019, 11:32:36 »
KOSMOS-Halle auf der WDNH - Zentrum "Kosmonawtika und Aviazia ZKA (2)

Unmittelbar nach dem Kassen- und Eingangsbereich gibt es einen Bereich der sich den Anfängen der Raketentechnik widmet.
So hängt auch ein Modell eines Raketenflugzeugs unter der Hallenkuppel, ein Modell, das die Größe des Gerätes demonstriert.

Blick zum Eingangsbereich hin, zum Bereich mit den historischen Exponaten                 Foto: ed. HausD(AH)

Die eigentlichen Funktionsmodelle aus der ersten Zeit der Raketentechnik sind klein und stehen unter Glas.

Das Modell eines der ersten Triebwerke                                     Foto: HausD(AH)

Das historische Funktionsmodell dieses Flüssigkeitstriebwerks hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einer "Lötlampe" aus dieser Zeit. Es sind Druckbehälter für den Treibstoff und für den Oxydator, ein Manometer zur Druckanzeige vorhanden. Links, die Triebwerksdüse ist auch schon mit einer Kühlschlange für die entstehende große Hitze der austretenden Flamme umwickelt.

Vergleicht man es mit einer Triebwerksdüse, die im Jahr 1936 entstanden ist, dann findet man das Prinzip wieder.

Schnittmodell eines Triebwerks mit seiner Düse - 1936                   Foto: HausD(AH)

Aus den Anfangszeiten über die Exponate der ersten Starts, unbemannt und bemannt, hin zur SOJUS, der man hier sehr nahe sein kann.

Rückkehrkapsel einer SOJUS                   Foto: HausD(AH)

Neben der SOJUS-Kapsel unter der ALMAS entdecken wir in einem Seitenteil Exponate zur Biomedizin mit Bezug auf das All und die Schwerelosigkeit.
Besonders imposant ist ein riesiger Orlan Schutzanzug für die Kosmonauten, im Maßstab 10 zu 1, der über "der Erde" schwebt.

Der riesige Orlan Schutzanzug über seiner Plattform                   Foto: HausD(AH)

Um diese Plattform herum sind Beispiele aus Medizin und Kosmonautenausbildung auf den Bildschirmen zu sehen und auch selbst mitzumachen. Wie das im nächsten Bild, bei der man sich auf deine Plattform stellenmuss und dabei das Gewicht möglichst gleichmäßig mit den Füßen verteilen muss, wie man es vorgegeben bekommt.

Der Taumeltest (unter Aufsicht des "Riesen")                    Foto: HausD

Es ist gar nicht so einfach wie es im ersten Moment scheint, man soll die grünen Flächen per kleinster Gewichtsverlagerungen ins Zentrum dirigieren ...

Nach diesen Experimenten zurück in die Halle und zu diesem Exponat. Was könnte das sein ...

Die Rückseite eines Gerätes, das NEPTUN heißt ...                  Foto: HausD

Geht man auf die andere, die Vorderseite, ist es schnell klar. Es ist das Kommandopult der SOJUS Kapsel, noch in einer älteren Fassung. Dieses Modell sieht auch eher nach einem Trainingsmodell aus, denn die Taster der Flugmodelle sind durch Bügel gegeneinander abgetrennt, damit es keine Fehlbedienungen geben kann.

Das Kommandopult der SOJUS Kapsel, das NEPTUN heißt                 Foto: HausD

Dann kommen wir an dieses Ausstellungsstück, das man sehr gut lesen kann ...

Bild: CIMG1589-80.JPG
Ein Schmalbandfilter, mit dem auch ich zu tun hatte ... damals ...                 Foto: HausD

Wieder einige wenige, aber bemerkenswerte Bilder und Momente, ... doch es gibt noch die Galerie ... über uns ... mit interessanten Exponaten  ...

Gruß, HausD's

Online HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #302 am: 11. Oktober 2019, 19:40:35 »
KOSMOS-Halle auf der WDNH - Zentrum "Kosmonawtika und Aviazia ZKA (3)

Zu beiden der Seiten der Mittelhalle gibt es jeweils eine Galerie, von denen man einen guten Überblick über die Exponate und Zugang zu der MIR-Station hat.

Blick vom Eingangsbereich aus, auf WOSTOK, ALMAS und im Hintergrund MIR                 Foto: HausD(AH)

Geht man auf einer der Galerien nach hinten, in die Richtung der Kuppelhalle, ist man am hinteren Übergang zu der gegenüberliegenden Galerie und hat von da aus die MIR mit dem Modul QUANT vor sich.

Blick zum Eingangsbereich hin, auf die Rückseite der MIR und das Modul QUANT               Foto: HausD(AH)

Vom Eingangsbereich her gesehen befindet sich das Modul KRISTALL li. der Koppelknoten der MIR, und re. ein unbeschrifteter Modul, wahrscheinlich PRIRODA. Zum Priroda bin ich mir nicht so sicher.
Aber sicher bin ich, dass ich zum ersten Mal einen Blick in das KRISTALL werfen konnte. Drin waren zwei Öfen und eine dazugehörige Steuerkonsole zu sehen, leider sind die Fotos davon kaum vorzeigbar geworden...

Das die Halle überspannende Modell der MIR                      Fotos:  ed.HausD

Die MIR, das Kernmodul und das Modul QUANT                      Foto: HausD

Auf der gegenüberliegenden Seite hat man die Sicht auf den KRISTALL-Koppelstutzen und eine Zuugangsbrücke zum (hier geschlossenen) Zugang zum Kernmodul MIR.

Über die Brücke, vor dem KRISTALL- und MIR-Modul                Foto: HausD


Auf der Galerie vor dem Quant-Modul stehen die Modelle der ANGARA - Raketenfamilie. Nicht in Origialgröße ... aber auch größer als die Besucher.

ANGARA - Raketenfamilie      A5     A5W     A5P            Foto: HausD(AH)

Auf dieser Seite am Eingangsbereich gibt es zwei Modelle zu den Kosmodromen Baikonur und Wostotschny.
Von der gegenüberliegenden Seite aus wird man daraufhingewiesen, dass Sputnik 1 von Baikonur aus gestartet wurde.

Modelle zu den Kosmodromen Baikonur und Wostotschny unter dem Sputnik 1          Foto: HausD


Modell der ersten Startplatzes von Baikonur mit einer Wostok-Rakete                 Foto: Archiv-HausD

Daneben steht das Modell des ersten Startkomplexes für die Sojus-Raketen auf dem Kosmodromom Wostotschny.
Das Steuerpult für den Modellbahnbetrieb auf dem Modell habe ich gesucht, aber das war wohl weggeschlossen. Schade ...

Modell des ersten Startkomplexes für die Sojus-Raketen auf dem Kosmodromom Wostotschny.  Foto: HausD(AH)

Dann kommen wir an ein Ausstellungsstück, das aus der Heimat stammt, ein Reißbrett und darauf eine Pause eines Übersichtsplans von Sputnik 3.

Skizze zu einem Künstlichen Erdtrabanten ...                           Foto: HausD(AH)

Da wird einem der Begriff Museum wieder einmal klar, das kennt kaum noch jemand ...

Gruß, HausD's

Offline McPhönix

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #303 am: 11. Oktober 2019, 20:03:50 »
Mal wieder zwischendurch danke für die vielen Bilder. :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Online HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #304 am: 24. Oktober 2019, 11:39:25 »
KOSMOS-Halle auf der WDNH - Zentrum "Kosmonawtika und Aviazia ZKA (4)

Einige Bilder aus dem KRISTALL-Modul der MIR-Station sind nach etwas Bearbeitung noch vorzeigbar geworden. Sie zeigen installierte Vorrichtungen zur Aufschmelzung und kontrollierten Abkühlung in der Schwerelosigkeit sowie auch unter Bedingungen im Vakuum.
Doch die Inneneinrichtung ist besuchersicher durch Wände und Glasscheiben gemacht worden, wie man auch auf den Bildern sehen kann.

       Blick in den Kristall-Modul                                                       Foto: HausD(ed.)

Der Raum mit einem größeren Ofen* ist relativ klein und ebenfalls durch eine Scheibe gesichert.
(der Ofen* ist natürlich der Duschraum mit der Heizung und dem Sichtfenster - sollte erst Bade-Ofen heißen... ist mir dann aber verlorengegangen ...)
       Blick in den Kristall-Modul                                Foto: HausD(ed.)

Hier noch einmal die Lage des  Eingangs zum KRISTALL-Modul von der überspannenden Brücke aus.

Lage des KRISTALL-Moduls mit dem Eingang für die Besucher          Foto: HausD

Auf einer Skizze des Moduls KRISTALL, so gedreht, dass es mit der Lage auf dem Bild mit dem Koppelknoten der MIR übereinstimmt, ist der Eingang in den  KRISTALL Modul in der Farbe blau und der innen begehbare Bereich rot gekennzeichnet. 

Die beiden Bilder oben zeigen den Blick vom Eingang zu KRISTALL nach links innen hin und man kann sehen, dass der begehbare und sichbare Bereich nicht sonderlich tief ist.

Skizze des Moduls KRISTALL mit Eingang blau und Innenraum rot                    Grafik:  ed.HausD

Lange konnte ich mir die Inneneinrichtung des Moduls auch nicht ansehen, die Filmleute arbeiteten dort und haben mich in einer Pause auf meine Bitte hin hineingelassen ...

Auf der Galerie steht nebenan ein Kasbek-Sitz an der Wand, so wie er in der Sojus verwendet wird, und lädt zum Ausprobieren ein. Was auch gemacht wird ...

Probesitzen im Kasbek-Sitz                                                       Foto: HausD

Einige Schritte weiter zum Ausgang hin und man steht vor den interplanetaren Sonden.
Als erste die Marssonde MARS 3, die ich 1988 schon einmal in derselben Halle gesehen habe.
Die Sonde ist 4,1 m hoch, 2 m breit (5,9 m breit mit entfalteten Sonnenkollektoren) und hat eine Leermasse von über 2,5 t.

Marssonde MARS 3                                   Foto: HausD

Nebenan steht unter Glas noch ein Modell von MARS 3 im Maßstab 1:10

Modell von MARS 3 im Maßstab 1:10           Foto: HausD

Auf der Galerie stehen eine Reihe Ausstellungsstücke in abgedunkelten Kuppeln und vermitteln so die Illusion, dass man sich im Weltall befindet.
Hier steht man zusammen mit dem Landemodul und dem herunterfahrenden Lunochod auf dem Mond.

Lunochod fährt auf den Mond herunter                   Foto: HausD(AH)

Wieder auf der Erde, auf der Galerie, sind Modelle von Projektstudien ausgestellt, die als absetzbare Fahrzeuge für Flüge zum Mond und Mars vorgesehen sind und im Gegensatz zu dem doch massiven Lunochod sehr zierlich aussehen.

Ein Modell mit sehr kompakten Rädern mit einzelnen Antrieben          Foto: HausD

Das Modell von Lawotschkin                                                         Foto: HausD

Die Tour durch die Ausstellung ist nach fast vier Stunden zuende...
Das was ich hier gezeigt habe ist nur ein kleiner Überblick über die bemerkenswertesten Objekte.

Ein Blick nach draußen weist nicht nur auf den späteren Raumfahrtaspekt der Halle KOSMOS hin, sondern auch darauf, dass sie ursprünglich den "Errungenschaften der Landwirtschaft" gewidmet war und dass Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen darin ausgestellt waren.

Als Symbol für die Mechanisierung in der Landwirtschaft - die Ährengarbe und das Zahnrad             Foto: HausD(AH)

Auf dem Plan der WDNH war dieser Bau der Pavillion Nr. 32

Bild der KOSMOS-Halle auf der WDNH nach der Renovierung ...                           Foto: Archiv HausD

Es ist auf jeden Fall ein lohnendes Ziel für Interessierte an der Raumfahrt ...

Gruß, HausD's
« Letzte Änderung: 24. Oktober 2019, 12:56:32 von HausD »

Offline proton01

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #305 am: 24. Oktober 2019, 12:39:44 »
KOSMOS-Halle auf der WDNH - Zentrum "Kosmonawtika und Aviazia ZKA (4)

Der Raum mit einem größeren Ofen ist relativ klein und ebenfalls durch eine Scheibe gesichert.

       Blick in den Kristall-Modul                                Foto: HausD(ed.)

Es handelt sich hier um die Dusche. Rechts ist auch ein "Waschbecken" zu sehen.

Vielen Dank für die "virtuelle Führung" durch die renovierte Ausstellung. Ich kannte die nur von früher, bevor Gartengeräte und Blumensamen dort einzogen, und zwischendrin Luxusautos.

Online HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #306 am: 24. Oktober 2019, 13:14:53 »
Danke proton01,

ich habe es selber gemerkt, dass Ofen* etwas zu kurz geraten ist und hab es noch  erklärt und verbessert.

Aber dein Hinweis erklärt es nochmal besser.

Beste Grüße, HausD

Online HausD

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #307 am: 09. März 2020, 12:16:16 »
Die BURAN auf der WDNH

Die mir kürzlich gestellte Frage: Warum seid ihr nicht bei der Buran gewesen? ... hat mich daran erinnert, dass wir schon dort gewesen sind ... 
Aber ... , das war so:

Ein Besuch auf der WDNH sollte unbedingt auch zur der Buran gehen, die aus dem Gorki-Parke geholt wurde, die wieder ansehnlich hergerichtet unmittelbar neben der Kosmos-Halle steht.

Also machten wir uns am nächsten Tag (nach dem Besuch des Kosmos-Pavillions) wieder auf zum Gelände der WDNH, um nach ca. einer halben Stunde zur Öffnungszeit 11:00 am Pavillion 20 zu sein, denn dort steht sie und im Pavillion 20 gibt ausserdem eine Ausstellung mit vielen Stationen und den Zugängen zum Inneren der Buran.
 
Die Vorankündigung verspricht eine interaktive Präsentation der Geschichte und des Fluges im November 1988.

Auf dem Weg zum KOSMOS-Pavillion hatte uns schon das Baugeschehen auf dem Gelände immer wieder den Weg versperrt, nun kam auch noch das regnerische Herbstwetter entgegen.

Düstere Wolken über der KOSMOS-Halle, Bauzäune rechts und links ...                 Foto: HausD

Hinter dem Bauzaun lugt die Buran hervor                 Foto: HausD

Immer noch hatte ich die Bilder aus der Ankündigung des neu gestalteten Pavillions 20 und der Möglichkeit einer
Landung aus 80 km Höhe im Kopf.

So soll es dann aussehen, 80 km über der Erdoberfläche ...                    Foto: WDNH

Vor der BURAN angekommen, waren wir auch nicht die einzigen Besucher, so ein Trubel wie in der KOSMOS-Halle war es aber bei weitem nicht. Vielleicht wegen des Wetters waren weniger Leute unterwegs.
Gut so, dann sind es auch nicht zu viele, die sich dann vor den Exponaten stauen.

Wir sind nicht die einzigen Besucher...

Guten  Mutes gingen wir erst einmal um die BURAN herum, schauten uns das Objekt der Begierde in seiner Größe von aussen an.

Die BURAN, mitten auf einem Spielplatz und vor dem Pavillion 20          Foto: HausD

In einer Art Innenhof fanden wir dann auch den Eingang, einmal hoch zur BURAN und zum anderen ebenerdig zum Pavillion 20.

Doch was jetzt kam, war Enttäuschung pur!                                         Foto: HausD

Zwar die Öffnungszeiten, Preise, aber ...  leider geschlossen                  Foto: HausD(A)

Ein Zettel im Nachbarfenster bestätigte es nocheinmal, es war zu, niemand war drin zu sehen, kein Licht... Pech! ...

Wir kommen nicht zu der ersehnten Interactive Museum Tour.    ...  wegen Arbeiten alles geschlossen ...

Es bleibt also nichts weiter übrig, als sich wieder auf den Weg zum Hotel zu machen.

Dort noch ein Blick auf ein Bild von der WDNH-Seite, das bei schönem Wetter und Sonnenschein den Komplex Pav. 20 und BURAN von der Dachterasse aus zeigt, den wir so nicht gehabt hätten.

Der Blick von der Dachterasse des Pavillins 20 herunter mit den Zugängen zur BURAN                    Foto: WDNH

... aber aktuell scheint es wieder besuchbar zu sein:     Quelle: WDNH/ Buran

Öffnungszeiten               :  Mo.  Ruhetag                 Di - So.   11:00 - 20:00 Uhr
Preise, erschwinglich       :  Erwachsene   300 Rbl     Kinder  150  Rbl

Es ist auf jeden Fall ein lohnendes Ziel für Interessierte an der Geschichte der BURAN ...

Gruß, HausD's

Offline Axel_F

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #308 am: 23. April 2020, 18:38:50 »
Der Raumfahrtfan Remco Timmermans macht gerade eine virtuelle Tour live auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=jVHS3t_WHsI
"Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen." (Antoine de Saint-Exupéry)

Offline wernher66

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #309 am: 27. April 2020, 08:08:03 »
Platz 31 mit Startrampe PU-6 und Montagehalle MIK-40 ("Wostok")


Man sieht selten mal solche Gesamtansichten des Sojus-Startkomplexes auf Platz 31 in Baikonur.
Schön, daß Roskosmos im Rahmen des Starts von Progress MS-14 solche Aufnahmen veröffentlicht hat.
Interessant der Blick auf den Abgaskanal.
Er ist im Vergleich zu PU-5 (Platz1 ) deutlich flacher.
Als die Grube für PU-6 1958 gegraben wurde, hatte man aus den Erfahrungen von Platz 1 gelernt.
Sie musste nicht mehr so tief wie die ursprüngliche Semjorka-Rampe werden.
Außerdem legte man jetzt Startrampe und Montagehalle (Technischer Komplex) zusammen.
Der gesamte Startkomplex auf Platz 31 wurde also deutlich kompakter als Platz 1.



Quelle: ZENKI (aus Video ausgeschnitten)

Ungewöhnlich nur, dass der zweite Sojus-Startkomplex weit im Osten von Baikonur errichtet wurde.
In der unmittelbaren Umgebung befinden sich Anlagen des Jangel-Büros (heute Jushnoje, Dnepropetrowsk, Ukraine).
Alle Anlagen des Koroljow-Büros (heute: Energija, Koroljow, bei Moskau) sind eigentlich im zentralen Teil des Kosmodroms.
Der Weg von der Stadt Baikonur zur Bahnstation "Wostok" ist im Vergleich zum zentralen Teil des Kosmodroms ziemlich weit, auch mit dem Auto braucht man eine Stunde.
Auch Hotels gibt es dort deutlich weniger als auf der "Dwoika" (Platz 2), wo normalerweise Dienstpersonal für Sojus untergebracht ist.

Offline 8K82KM (-ex Rakete54-)

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #310 am: 22. Juli 2020, 17:53:16 »
Hier ist etwas tolles für Baikonur entstanden: Graffiti verschönert die Häuser in Baikonur! Wunderbare Arbeiten. Schaut Euch die Motive mal an:

https://www.1obl.ru/news/o-lyudyakh/khudozhniki-iz-chelyabinska-zakonchili-graffiti-domakh-v-gorode-baykonur/#lg=1&slide=1

Offline Axel_F

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #311 am: 22. Juli 2020, 20:08:11 »
Schön das sie den tristen Blöcken Mal wieder etwas Farbe verpassen. Es freut mich zu sehen das der neue Bürgermeister doch mehr für das Wohlbefinden der Bürger tut.
"Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen." (Antoine de Saint-Exupéry)

Offline McPhönix

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Re: Wandern in Baikonur
« Antwort #312 am: 22. Juli 2020, 21:18:32 »
Große Klasse !  :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

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