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Autor Thema: Das NASA Discovery Programm  (Gelesen 24847 mal)

Offline Terminus

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #75 am: 24. Mai 2017, 22:57:18 »
Endlich mal eine angenehme Überraschung.  :)

Offline Terminus

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #76 am: 25. Mai 2017, 09:49:08 »
Mehr Details aus dem oben von Lumpi geposteten Link:

Zitat
The revised trajectory is more efficient, as it eliminates the need for an Earth gravity assist, which ultimately shortens the cruise time. In addition, the new trajectory stays farther from the sun, reducing the amount of heat protection needed for the spacecraft. The trajectory will still include a Mars gravity assist in 2023.

Die Flugverkürzung wird erreicht durch Nutzung einer besseren Flugbahn-Gelegenheit, durch die ein sonst nötiger Erde-Flyby entfallen kann. Zusätzlich hat die neue Flugbahn den Vorteil, dass die Sonde nicht so nahe an die Sonne heran muss wie ursprünglich nötig, so dass weniger Wärmeschutz erforderlich wird.

Allerdings muss die Sonde auch ein Jahr früher fertig werden. Das Team wurde gefragt, ob das möglich ist, und hat dies bejaht. Also... haut rein! :)

Zitat
In order to support the new mission trajectory, Space Systems Loral [der Hersteller] redesigned the solar array system from a four-panel array in a straight row on either side of the spacecraft to a more powerful five-panel x-shaped design, commonly used for missions requiring more capability. Much like a sports car, by combining a relatively small spacecraft body with a very high-power solar array design, the Psyche spacecraft will speed to its destination at a faster pace than is typical for a larger spacecraft.

Der Hersteller, Space Systems Loral, re-designte das Solarenergie-System der Sonde von einem Vier-Panel-System zu einem Fünf-Panel-System. Die Sonde erhält ein für ihre Größe ungewöhnlich leistungsstarkes Energiesystem.

* * *

Ich bin ja wirklich mal gespannt, ob man diesem Asteroiden dann seine "Metallischkeit" (ich vermeide bewusst das sich aufdrängende Wort "Metallizität" :P ) irgendwie äußerlich wird ansehen können. Es gibt ja diese berühmte künstlerische Impression eines bizarr gedehnten und metallisch glänzenden Einschlagskraters, aber auf sowas mag ich nicht hoffen. Letzlich wird da auch alles von dicken Regolithteppichen überzogen und einnivelliert sein... ;)

Offline Lumpi

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #77 am: 25. Mai 2017, 10:15:29 »
Ich bin ja wirklich mal gespannt, ob man diesem Asteroiden dann seine "Metallischkeit" (ich vermeide bewusst das sich aufdrängende Wort "Metallizität" :P ) irgendwie äußerlich wird ansehen können. Es gibt ja diese berühmte künstlerische Impression eines bizarr gedehnten und metallisch glänzenden Einschlagskraters, aber auf sowas mag ich nicht hoffen. Letzlich wird da auch alles von dicken Regolithteppichen überzogen und einnivelliert sein... ;)

Das wird in der Tat spannend, ob die Oberfläche irgendwie den (künstlerischen) Vorstellungen nahe kommt. Auf jeden Fall wird sich da eine faszinierende neue Welt auftun. Die Sonde sieht mit ihren zwei Fünf-Panel-Flügeln schon mal klasse aus!   :)


Credit: NASA/JPL-Caltech/Arizona State Univ./Space Systems Loral/Peter Rubin
https://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA21499
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Offline Lumpi

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #78 am: 29. Mai 2017, 13:50:58 »
Die vorzeitige Ankunft bei Psyche 2026 durch die neue Trajektorie bewirkt eine Kosteneinsparung von über 100 Millionen Dollar. Nicht ganz unerheblich bei einem Kostendeckel von 450 Millionen Dollar. Ob man sich da jetzt noch ein zusätzliches Messinstrument gönnt? http://tucson.com/news/science/asu-s-journey-to-asteroid-psyche-is-shortened-by-years/article_fa4b8c2b-4ec4-5a48-90da-72ed36a70ce3.html?utm_medium=social&utm_source=twitter&utm_campaign=user-share

Aussage von PI  Lindy Elkins-Tanton:
Zitat
The joke among the team is that now we’ll still be alive when we get there — 2030 just seemed so far away,”
...stimmt natürlich!  ;)
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Offline Lumpi

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #79 am: 22. August 2017, 11:38:08 »
Lucy besucht auch Psyche


Lucy wird nach den Jupiter-Trojanern zum Missionsende hin auch an Psyche vorbeifliegen. Diese Planungen bestätigte in einem ausführlichen Interview Lindy Elkins-Tanton, PI der Psyche Mission.

Zitat
Your mission came as a twin, next to Lucy mission, that will go and visit several Jupiter Trojans, and also visit Psyche…
Yeah, it’s gonna drive by Psyche in the end, they say around 1,000 km from it.
https://medium.com/the-lunarians/psyche-mission-journey-to-a-metal-world-b998432f4b6d
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Offline Lumpi

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #80 am: 11. September 2018, 20:07:45 »
Es wird von Flyby`s geschrieben.
In einer pdf von 2016 ist ein oben nicht aufgeführter Trojaner neu.

Encounter September 2027
(15094) 1999 WB2
Type: P

LUCY: SURVEYING THE DIVERSITY OF THE TROJAN ASTEROIDS

http://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2061.pdf

Hier eine Beschreibung aller Asteroiden, welche LUCY erkunden wird. (1. Vorbeiflug am 20. April 2025) http://lucy.swri.edu/mission/Targets.html
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Offline Lumpi

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #81 am: 23. März 2019, 20:36:00 »
Auf der 50th Lunar and Planetary Science Conference wurde auch ein Missionskonzept für eine Flyby-Mission zum Neptunmond Triton präsentiert. Trident soll Triton im Abstand von 500 km passieren und auf dem Weg dorthin auch an Venus und an Jupiter mit Io vorbeifliegen. Start für diese Discovery-Class Mission wäre 2026, Ankunft bei Neptun/ Triton dann 12 Jahre später.
https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2019/pdf/3188.pdf
https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2019/pdf/3200.pdf
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Offline Rücksturz

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #82 am: 02. April 2019, 21:58:58 »
Ist das wirklich so sinnvoll???  ??? :-\
Wenn man praktisch noch nichts über einen Himmelskörper weiß, ist eine Fly-By-Mission sicherlich sinnvoll, weil risikoärmer, kostengünstiger und schneller zu entwickeln.
Aber Triton wurde schon mal bei einer Fly-By-Mission untersucht.
Sind die Instrumente seit Voyager so viel besser geworden, dass man völlig neue Erkenntnisse erwartet?
Würde man diesmal an der anderen Seite vorbeifliegen, so dass man auch mal die "Rückseite" ablichtet?

Wenn man schon eine (absolut über-über-fällige) Mission zu Neptun startet, dann wäre ein Orbiter um Neptun, der im Laufe der Zeit die meisten Monde mit untersucht, absolut vorzuziehen.
Ich finde Cassini hat sehr deutlich gezeigt, was für einen Schatz an Wissen und Erkenntnissen man bei so einer Mission heben kann.
Vor allem hat man dann die Chance auf erste Beobachtungen zu reagieren und nach bestimmten Merkmalen zu suchen oder Dinge zu erforschen mit denen man vor dem Start gar nicht gerechnet hat.

Höchstwahrscheinlich würde ein Orbiter die Kostengrenze einer Discovery-Mission sprengen aber ganz ehrlich, was käme bei einer Fly-By-Mission heraus?
Viele neue spannende Fragen! Und wie wären die dann zu beantworten? Mit einem Orbiter, ggf. noch mit einem Lander!
Eine reine Fly-By-Mission wäre aus meiner Sicht in diesem Fall eine Sackgasse, die auch Geld kostet und einen richtigen Orbiter noch weiter in die Ferne rücken würde.

Viele Grüße
Rücksturz



Offline Schillrich

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #83 am: 02. April 2019, 22:46:58 »
Naja, Neptun für ein Einschwenken zu erreichen ... das ist eigentlich nicht eine Frage der Kosten, sondern v.a. der Flugzeit (Missionszeit generiert natürlich auch Kosten). Es wäre eine schwere Sonde (u.a. wegen Treibstoff für den Orbiteinschuss). Um sie überhaupt hinauszubekommen, müsste man wohl wieder viele Flybys im inneren Sonnensystem machen. Ein elektrischer Antrieb in einer "Schlepperstufe" bräuchte auch viel Zeit und müsste ebenso länger im Inneren des Sonnensystems arbeiten, bevor es hinausgehen kann.

~20+ Anflug? 30 Jahre?

Ein Flyby geht mit einer leichten Sonde ... auf einem ziemlich direkten Weg, und selbst der dauert schon ... Voyager 2 brauchte schon 11 Jahre auf "direktem Weg".
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline FlyRider

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #84 am: 03. April 2019, 06:51:41 »
Dafür wäre doch das SLS gut. In der Endausbaustufe (mit der leistungsfähigen Oberstufe) könnte ich mir schon vorstellen, dass man irgendwas im Massebereich von Cassini (so um die 5 Tonnen) relativ direkt rausbringen könnte. Das wär zwar sauteuer aber dafür zeitlich noch halbwegs "aushaltbar".

Ich finde auch, dass wir das Zeitalter der FlyBy Missionen hiner uns lassen sollten  8)

Offline Terminus

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #85 am: 03. April 2019, 08:01:03 »
Ich finde auch, dass wir das Zeitalter der FlyBy Missionen hiner uns lassen sollten  8)

Schöner sind natürlich Orbitsonden, gar keine Frage. :D

Andererseits finde ich echt bewundernswert, wieviel Forscher gerade in den letzten 10, 20 Jahren mit Flyby-Sonden und deren Hochleistungsinstrumenten über manche Himmelskörper herausbekommen haben. Das Paradebeispiel ist natürlich der wunderbare, überraschende Pluto (und Charon), aber auch von vielen Asteroiden und Kometen wissen wir doch schon sehr viel, gemessen an den paar Sekunden, die wir in deren Nähe waren. Es ist offensichtlich, dass die Lernkurve in diesen paar Sekunden enorm steil steigt. :)

Offline SiriusB

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #86 am: 03. April 2019, 08:58:41 »
Ich würde eine FlyBy-Mission nicht so negativ sehen. Vielleicht lässt sich in einer Extended Mission ein Vorbeiflug an einen KBO realisieren, hier hat New Horizons auch bewiesen, dass so einige Überraschungen auf uns warten könnten...

Wenn ich mir die vorgeschlagenen Missionen so anschaue, so könnten spannende Jahre und Jahrzehnte auf uns warten.

Online Sensei

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #87 am: 03. April 2019, 09:40:22 »
Das Problem ist nur: Eine solche FlyBy Mission wird wohl dafür sorgen, dass der Neptun auf viele Jahre keine anderen Besucher bekommt.
“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

Offline aasgeir

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Re: Das NASA Discovery Programm
« Antwort #88 am: 27. Dezember 2019, 14:36:22 »
NASA hat jetzt den Vorschlag für NEOcam aus der Liste der Vorschläge für das Discovery-Programm herausgenommen und unter dem Namen "NEO Surveillance Mission" als "directed" mission in JPL-Regie neu etabliert, mit einer Anschubfinanzierung von 35,6 Mio US$. Die Mission soll alle NEOs mit einem Durchmesser >170 m identifizieren - was ja nicht unbedingt ein vordringliches wissenschaftliches Vorhaben ist und deshalb auch nicht so recht ins Discovery-Programm passte. Der Start ist für 2025 vorgesehen, mit einem Kostenrahmen von 500 bis 600 Mio US$ insgesamt.

Quelle: https://spacenews.com/nasa-mission-to-track-near-earth-objects-takes-shape/

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