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20. September 2019, 05:12:46
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Autor Thema: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6  (Gelesen 761768 mal)

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3125 am: 25. Januar 2019, 17:02:04 »
Hallo Jörg,

okay,  8) wenn ich das in Deinem BB richtig gesehen habe, hast Du ja die direkt auf dem Airfix-Tank aufliegenden LH2/LO2 Press. Lines inkl. Cable Tray so belassen, hast dann die Frost Ramps aus Strips darauf geklebt und vor der Bemehlung alles mit Tape abgeklebt, oder?

Bei meiner Variante mit den Newware-Ramps müsste ich die Airfix-Leitungen ja ohnehin erst komplett entfernen und anschließend die Tape-Spirale für die Ring-Struktur aufkleben.  ::)

Danach könnte ich dann die einzelnen Klebeflächen für die Ramps anzeichnen und diese Stellen entweder mit Tape maskieren, oder aber auch mit Maskol-Abdecklack (Humbrol) betupfen.

Diese Technik hatte Thomas zur Abdeckung seiner LEDs für die FSS-Etagen vor der Lackierung mit Erfolg angewendet, wobei sich die gummiartigen Maskol-Boppel nach der Bemehlung und anschließenden Lackierung leicht mit der Pinzette abziehen lassen sollten. Danach könnten dann die beiden Leitungen in die Ramps eingezogen und der lackierte Kabelschacht aufgeklebt werden.

Vielleicht wäre es ja sogar geschickter, die Ramps zur besseren Ausrichtung mit eingefädelten Leitungen vor der Bemehlung an Ort und Stelle zu verkleben und mit Maskol abzudecken und dieses erst vor deren Lackierung zu entfernen ...

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3126 am: 30. Januar 2019, 01:20:14 »
Hallo zusammen,

ehe ich mit dem ET-Mehl-Test zur Darstellung der wellenförmigen SOFI-Ring-Struktur beginne, hier mal so ganz nebenbei ein bemerkenswertes Foto mit einem äußerst interessanten historischen Hintergrund, wie ich jetzt erst erfahren habe.


Quelle: NASA
Hier im Forum bin ich zumindest noch nicht fündig geworden, aber ich will mal nicht zu weit abschweifen, vielleicht ist das ja auch bekannt.

Offline fl67

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3127 am: 30. Januar 2019, 09:56:44 »
Das ist der Fallen Astronaut, den die Apollo 15 Crew auf dem Mond abgelegt hat.  Auf der Plakette stehen die Namen aller Raumfahrer, die im Dienst umkamen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fallen_Astronaut


Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3128 am: 05. Februar 2019, 15:30:37 »
Hallo allerseits,

leider hatte ich wieder mal einige Probleme mit meinem Computer, da mein Browser (Google Chrome) plötzlich den Geist aufgegeben hat, als ich mit meinem Post fast fertig war, was mich ziemlich aufgehalten hat, weil dadurch mein gesamter Post mit allen Bildern und Links unwiederbringlich verschollen war ...
Deshalb halt alles noch einmal von vorn ...

Sodele, sagt man in Schwaben, na wenigstens einer aus der Runde kennt diese berühmte Aluminiumskulptur des belgischen Künstlers Paul Van Hoeydonck, die einen Raumfahrer in einem Raumanzug darstellt. 8) Und diese Skulptur, die während der Apollo 15-Mission zusammen mit einer Gedenktafel auf dem Mond niedergelegt wurde, ist ebenso in die Geschichte der bemannten Raumfahrt eingegangen wie auch die Aktion der Crew mit den Mondbriefen, wenngleich auch beides bei den beteiligten Akteuren in mehr oder weniger guter Erinnerung geblieben ist.

Die Wikipedia-Seite des Fallen Astronaut skizziert zwar die nüchternen Fakten, spiegelt aber nicht annähernd die damalige Situation im Vorfeld der Mission und deren Begleitumstände sowie die damit verbundenen Konflikte und die daraus später entstandenen Differenzen zwischen den Beteiligten wider, die aber wichtig für eine objektive Gesamteinordnung dieser historischen Aktion sind.

Um all diese Dinge besser beurteilen zu können, habe ich zunächst mal eigene Recherchen angestellt, die immer weiter in die Tiefe gingen, wobei ich solche Analysephasen hin und wieder gerne mal einschiebe, um mich vom täglichen Baugeschehen abzulenken und neue Kräfte zu sammeln.

Paul Van Hoeydonck hat sein Leben und Schaffen dem Thema Weltraum gewidmet und hatte seine Skulptur ursprünglich Man in Space genannt und geplant, die 8,5 cm große Figur aus Aluminium in blaues Acryl zu gießen, damit diese stehend auf dem Mond platziert werden konnte, um an die Eroberung des Weltraums durch die Menschheit auf dem Weg zu den Sternen zu erinnern.

Hier sieht man den Künstler 2017 mit dem damaligen Entwurfsmodell seines Mond-Kunstwerkes.


Quelle: galerie-breckner.de (Danny Van Hoecke)

Während eines Treffens am 02.06.1971, also acht Wochen vor dem Apollo 15-Start, wurde zwischen David Scott, James Irwin und Paul Van Hoeydonck vereinbart, dass die Skulptur kompakt und robust sein sollte, um die extremen Temperaturverhältnisse auf dem Mond zu überstehen. Sie sollte weder einen Mann noch eine Frau darstellen, noch irgendeiner identifizierbaren ethnischen Gruppe zuzuordnen sein. Außerdem sollte Van Hoeydonck's Urheberschaft, in Vermeidung einer Kommerzialisierung des Weltraums, nicht veröffentlicht werden, dem der Künstler damals, offenbar in totaler Euphorie, zugestimmt hat, da alles relativ schnell gehen und außerdem geheimgehalten werden musste. ???

Diesen Vorgaben entsprechend entwarf Van Hoeydonck sein Kunstwerk und entwickelte in weniger als zwei Monaten einen Prototyp, wie er auf diesen beiden Fotos aus der damaligen Zeit zu sehen ist, nachdem sich die Astronauten für die einfachere Version ohne Acryl-Umhüllung entschieden hatten.

     
Quelle: paulvanhoeydonck.com

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass David Scott und James Irwin die Aktion ohne Kenntnis der NASA und der US-Regierung geplant hatten, und dass selbst Crew-Mitglied Alfred Worden als Pilot der Apollo-Kommandokapsel (Command Module Pilot) in diese Pläne nicht eingeweiht war, was er anschließend oft betont hat.

Scott und Irwin dachten insgeheim an ein persönliches Denkmal, um diejenigen Raumfahrer zu ehren, die bei der Erkundung des Weltraums starben und wollten damit neben acht US-Astronauten auch sechs ihrer sowjetischen Kollegen gedenken, deren 14 Namen in alphabetischer Reihenfolge auf der beigelegten kleinen Gedenktafel verewigt waren. Darunter war auch die dreiköpfige Besatzung der Sojus 11, die am 30.06.1971, einen Monat vor dem Apollo 15-Start, infolge eines Kabinendruckabfalls beim Landeanflug ums Leben kamen, was wohl letztendlich den Ausschlag gegeben hat.

Und so nahm die Geschichte dann ihren Lauf, wodurch Van Hoeydonck's Man in Space schließlich auf den Mond gelangte und von Scott zusammen mit der Gedenktafel als Fallen Astronaut zu einem stillen anonymen Denkmal wurde, was aber ebenso wie der Name mit dem Künstler so nicht abgesprochen war.  
Seitdem ist Van Hoeydonck der weltweit einzige mit einem Kunstwerk auf dem Mond vertretene Künstler, obwohl er sich dessen Präsentation anders vorgestellt hatte, denn so handele es sich seiner Meinung nach tatsächlich um einen Fallen Astronaut, also um einen toten Astronaut. :o


Quelle: BILD (Ken Glover)     

Die ganze Aktion blieb bis nach der Landung von Apollo 15 geheim und wurde von David Scott erst in der großen NASA-Pressekonferenz öffentlich publik gemacht, die eine Woche später (12.08.1971) stattfand, wobei der Name des Künstlers von ihm jedoch nicht erwähnt wurde.  ???
 
Am Ende dieses sehr interessanten Videos Apollo 15 - In The Mountains Of The Moon (1971), das im folgenden Bild verlinkt ist, gibt es einen Ausschnitt aus dieser Pressekonferenz, in der David Scott ohne große Umschweife auf die Szene mit dem Fallen Astronaut zu sprechen kommt, wobei er sich auch kurz zu den Beweggründen der Crew äußert, wonach sie der 14 Astronauten und Kosmonauten gedenken wollten, die bei der Eroberung des Weltraums ihr Leben gelassen hatten.

"We left a small memorial on the Moon, in a lunar crater. There is a small plaque with fourteen names - the astronauts and cosmonauts who have died in the pursuit of Space exploration. Nearby, there is a small figurine representing a fallen astronaut."



In der Zeit danach muss es den Künstler Paul Van Hoeydonck aber mehr und mehr gewurmt haben, dass sein Werk anonym bleiben musste und ihm keine gebührende Anerkennung zuteilwurde. Da auch seitens der NASA keinerlei Reaktion erfolgte, musste er sich wie ein Erfüllungsgehife vorgekommen sein, zumal er auch über den Namen Fallen Astronaut bestürzt war, den die Astronauten ohne seine Zustimmung vergeben hatten, der aber seiner Vision nicht gerecht wurde, wonach er mit dem Man in Space den Triumph der Menschheit auf dem Weg zu den Sternen symbolisieren wollte. ::)

Diese für ihn wenig erfreuliche Situation spitzte sich anschließend noch weiter zu, als er von der Crew erfuhr, dass sie vom National Air and Space Museum (Smithsonian Institution) kontaktiert worden war, um die Erlaubnis zu beantragen, eine Kopie der Skulptur für ihre Ausstellung zu erhalten, wenn er zustimmen würde. Sie wünschten eine exakte Nachbildung des Fallen Astronauts, wie es hieß "made to the same dimensions, material, finish and appearance by the same workman.", und waren durchaus bereit, zwei Figuren zu kaufen.

Dies kam für Van Hoeydonck aber in doppelter Hinsicht einer Beleidigung gleich. Erstens, dass die Smithsonian Institution die Astronauten kontaktieren musste, weil sein Name geheim war, wodurch ihm die Hände gebunden waren, und zweitens bezog sich das Einladungsschreiben auf ihn als "Arbeiter", was ihn regelrecht schockiert haben muss. 

Darüber war er auch noch 42 Jahre später verärgert, als er 2013 sagte:

"That astronaut called me a 'workman', and said to be good and stay quiet. I’m not a workman; I’m an artist. I said, 'If you are proud to have been on the moon, I’m proud to have a sculpture on the moon. I am the man who made that sculpture, damn it.'" Und später sagte er, ... "if he was the 'workman' behind Fallen Astronaut, then Scott was just 'the postman.'"

Am Ende siegte die Vernunft über den Stolz, und Van Hoeydonck produzierte zwei Repliken des Fallen Astronaut für die Smithsonian. Durch diese Nachforderung wurde er in der Ansicht bestärkt, dass es an der Zeit war, selbst an die Öffentlichkeit zu gehen, was er auch David Scott mitgeteilt hat, worüber dieser allerdings nicht sehr erbaut war.  ???

Und so kam es ein Jahr später am Tag des Starts zur Apollo 16-Mission (16.04.1972) auf CBS News zu einer Sendung, in der Van Hoeydonck durch den CBS-Korrespondenten Walter Cronkite als der Schöpfer der Skulptur auf dem Mond vorgestellt wurde, womit er endlich rehabilitiert war.


Quelle: Paul van Hoeydonck/Waddell Gallery

Dabei erklärte Van Hoeydonck seine Motivation für sein in der Hand gehaltenes Kunstwerk mit seiner Zukunftsvision, die da hieß:

"I thought of the future of man, that the only possible future of man was in the stars."

Danach gab es noch einigen Hick-hack zwischen David Scott und der Waddel-Galerie zu deren geplantem Verkauf weiterer Kopien der Skulptur, auf die ich an dieser Stelle aber nicht weiter eingehen möchte.

Meine Darlegungen stützen sich im Wesentlichen auf diesen sehr informativen Artikel The Sculpture on the Moon von Corey S. Powell und Laurie Gwen Shapiro, den ich allen Interessenten wärmstens empfehlen kann.

Paul Van Hoeydonck (93) und Al Worden (86) waren erst kürzlich die Ehrengäste beim "Man In Space"-Dinner von BILD (24.01.2019),


Quelle: Starpress/Kay Kirchwitz
und haben in diesem Video nochmals in ihren Erinnerugen an die damalige Zeit geschwelgt ...



Vielleicht sollte ich ja aus gegebenem Anlass auch einen spontanen Break machen und zu Ehren des diesjährigen 50. Jubiläums der ersten Mondlandung durch Apollo 11 endlich mal meine Saturn V an den Start bringen, die von Airfix anlässlich des 40. Jahrestages neu aufgelegt wurde, zumal die Zeit dafür eigentlich noch ausreichen müsste ...

     
Quelle: NASA
Aber, wer mich kennt, weiß vielleicht auch, dass ich eigentlich kein Freund von solchen Hau-Ruck-Aktionen bin ...

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3129 am: 05. Februar 2019, 15:39:13 »
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline fl67

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3130 am: 05. Februar 2019, 21:41:00 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3131 am: 05. Februar 2019, 21:54:52 »
Hallo zusammen,
dieses Männlein hat es wahrhaftig in sich.

In der Größe Medium Size (44 x 8,6 x 7,6 cm) muss man für die unverhüllte Skulptur schon 12.800 € berappen, und bei diesem Schwergewicht (475 kg!!!) in der Größe Human Size (180 x 38,5 x 34 cm), wie etwa auf diesem Bild hier,


Quelle: Starpress/Kay Kirchwitz
hüllen sich die Anbieter in vornehmes Schweigen und reagieren nur auf Anfrage ...

Offline fl67

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3132 am: 06. Februar 2019, 10:28:02 »
dieses Männlein hat es wahrhaftig in sich.

In der Größe Medium Size (44 x 8,6 x 7,6 cm) muss man für die unverhüllte Skulptur schon 12.800 € berappen
Im handlichen Originalformat (15cm) kostet es nur 590 €...

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3133 am: 07. Februar 2019, 00:13:14 »
Derlei Ausgaben werde ich mir aber sparen und die Skulptur irgendwann mal in der Originalgröße von 8,6 cm scratchen, da ihre Form ja relativ einfach ist.

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3134 am: 07. Februar 2019, 10:59:51 »
 ;D "relativ einfach"

Ja, Du bist halt ein höflicher Mensch ;)
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Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3135 am: 08. Februar 2019, 00:37:05 »
Danke Arno,

tja, die Vorgaben der Apollo 15-Crew haben dem Künstler leider nicht viel Entfaltungsmöglichkeiten gelassen, weshalb er diese schlichte, aber geniale Form gewählt hat, die nun in die Raumfahrt-Geschichte eingegangen ist.

Übrigens, mittlerweile bin ich mit Paul Van Hoeydonck im E-Mail-Kontakt, da mich noch ein paar Detailfragen näher interessiert haben.

Hier ist er auf einer der vielen Ausstellungen, die er immer noch besucht. Dabei dachte ich zunächst, dass dies evtl. sein Urenkel sein könnte.


Quelle: facebook.com/VanHoeydonckPaul

Aber wie er gemailt hat, gehört dieser Knirps nicht zur Familie, sondern kam halt zu ihm, als er dort so saß.  ??? Vielleicht wollte der ja auch nur mit dem kleinen Astronauten des Onkels spielen, der sein ständiger Begleiter zu sein scheint ...

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3136 am: 08. Februar 2019, 11:04:27 »
Hat der Astronaut eigentlich 'nen Namen?

Zum Beispiel könnte er ja heißen "Politikal Correktness um jeden Preis, auch wenn ich nun überhaupt nicht wie ein Astronat aussehe"
Kosename PoCoPrA  ;D ;D ;D ;D ;D
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Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3137 am: 08. Februar 2019, 15:10:33 »
Für Paul Van Hoeydonck war es von Anfang an sein Man in Space, hier vor dem Empire State Building (1971) (rechts), sowie vor der Antwerpener Kathedrale (2016) (links).  8)


Quelle: paulvanhoeydonck.com
Zum Fallen Astronaut haben ihn dann David Scott und James Irwin gemacht, sehr zu seinem Leidwesen ...


Quelle: NASA
« Letzte Änderung: 09. Februar 2019, 00:42:15 von gino847 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3138 am: 10. Februar 2019, 19:54:12 »
Hallo allerseits,

nach meinem kurzen Abstecher zum Mond will ich nun heute mit den Vorbereitungen zur Erzeugung der wellenförmigen SOFI-Ring-Struktur beginnen, wozu ich ja bekanntlich eine kombinierte Mehl+Strip-Methode anwenden wollte.

Im letzten Sommer, s. Antwort #2982, hatte ich mir zunächst die Form und daraus dann die Geometrie der SOFI-Struktur ermittelt und mit ersten Vorversuchen begonnen.



Für das damalige Ausgangsmuster (links) hatte ich ja einzelne Ringe aus 1 mm breitem Rai-Ro-Tape nebeneinander auf meinen ET-Dummy geklebt und als Abstandshalter eine Magnet-Schlinge aus Evergreen Strip 0,25 mm x 0,5 mm verwendet.



In der Zwischenzeit habe ich mir auch die erforderlichen unterschiedlich breiten Abdeckbänder besorgt und mir damit einige weitere Muster überlegt.  8)

Beim 2. Muster habe ich nacheinander einzelne Windungen aus 0,75 mm Tape und dazwischen gleichzeitig als Abstandshalter schwarzes 0,5 mm Tape als fortlaufende Spiralen (Barber pole) aufgeklebt, was zwar ziemlich tricky war,







aber trotzdem funktioniert hat. 



Für das 3. Muster habe ich auf die gleiche Weise Evergreen Strips 0,25 mm x 0,75 mm mit MEK verklebt, die wesentlich dicker sind als die verwendeten Tape-Streifen (ca. 0,1 mm).



Für den Mehl-Test wird das Abstandshalter-Tape (0,5 mm) wieder entfernt.



Beim 4. Muster habe ich auf das 0,75 mm Tape noch eine Lage 0,5 mm Tape aufgeklebt, um auf etwas mehr Dicke zu kommen, und für das 5. Muster habe ich mir 0,75 mm breite Streifen aus Evergreen Sheet Styrene (0,1 mm) geschnitten und ebenfalls mit MEK in 0,5 mm Abstand verklebt.


Als Nächstes folgt nun der Mehl-Test mit Sprühkleber, auf dessen Ergebnisse ich schon sehr gespannt bin.
« Letzte Änderung: 11. Februar 2019, 00:59:32 von gino847 »

Offline inselaner

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3139 am: 11. Februar 2019, 22:13:57 »
Hey, da bin ich aber auch mal echt gespannt wie das nach der Lackierung aussieht! Bzw ob man danach noch was davon sieht. 😉

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3140 am: 12. Februar 2019, 01:15:51 »
Hallo Jörg,

ich lass mich auch gern überraschen und bin gespannt, wie das dann aussehen wird, weshalb ich ja auch die unterschiedlichen Dicken der Tapes und Strips gewählt habe. Aber irgendwie müssten sich die Konturen unter dem Mehl schon noch abheben und sollten auch nach der Lackierung erhalten bleiben, denke ich mal.
Schau'n mer mal ...

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3141 am: 12. Februar 2019, 13:22:28 »
Hallo allerseits,

so, die Zutaten für die Mehl-Orgie liegen bereit und warten auf ihren Einsatz. 8)



Das Mehl ist frisch aus dem Supermarkt, und den Pattex-Sprühkleber habe ich vorsichtshalber nochmal getestet, da ich ihn längere Zeit nicht benutzt habe, aber der klebt noch wie d'Sau!!!
Damit muss ich mich jetzt aber in den Keller begeben, denn hier will ich schließlich auch weiterhin noch bauen ...
Dann habe ich schnell nochmal dem Ober-Bemehler (inselaner) über die Schulter geschaut, und damit könnte es dann auch bald losgehen.
Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich den Dummy beim Einnebeln und Bemehlen am besten halte ...

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3142 am: 12. Februar 2019, 20:18:56 »
Vlt kannst ein langes passendes Stück Schaumstoff einschieben. Nur soviel, daß es an beiden Enden 2 oder 3 cm innen bleibt. Und da pieckst eine lange angespitze Leiste rein.
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3143 am: 13. Februar 2019, 01:06:37 »
Hallo Arno,
genau an so etwas habe ich auch schon gedacht.
Dazu stelle ich mir eine einfache kleine Haltevorrichtung aus Pappe vor, ähnlich wie ein Drehspieß für Spanferkel, wobei der Dummy das Spanferkel ist.


Quelle: chefkoch.de

Dafür werde ich die Dummy-Röhre beidseitig mit Styropor füllen und eine Stange einziehen. Und diesen Spieß drehe ich dann langsam von Hand, sowohl beim Sprühen mit dem Sprühkleber als auch beim anschließenden Bestäuben mit Mehl.

Das ist auch schon alles.

Offline -eumel-

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3144 am: 13. Februar 2019, 01:30:35 »
Sehr anschaulich!  :D
Da kann ja fast nichts schiefgehen.
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 27. September 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3145 am: 13. Februar 2019, 16:52:07 »
Tja, Jörg, woll'n wir's hoffen!!!  8)

Und damit von der Idee zur praktischen Umsetzung, dies ist mein modifizierter "Drehspieß" für die Bemehlung des ET-Dummys. Sieht doch cool aus, oder?





Ich will ja damit keinen Designer-Preis gewinnen, und deshalb heiligt der Zweck die Mittel!
Deshalb bitte alle verfügbaren Daumen drücken, dass der Test auch klappt.

Offline inselaner

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3146 am: 14. Februar 2019, 10:20:46 »
Da hast Dir aber viel Mühe gegeben.  ;) Und keine Angst, das ist wirklich kein Hexenwerk.  :)
Aber wie hälst Du nachher den ET? Ich hatte ja den Intertank nicht bemehlt und hatte dann somit zwei "Bauabschnitte".

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3147 am: 14. Februar 2019, 12:41:37 »
Nun ja, die Halterung aus dem Karton war kein Problem und im Nu fertig, zumal ich die ja zunächst nur für die Bemehlung des Dummys verwenden wollte.  8)

Aber prinzipiell könnte ich später beim richtigen ET eigentlich ähnlich vorgehen, indem ich den LH2-Tank sowie den LO2-Tank separat bemehle, danach den Intertank einklebe und anschließend alles zusammen grundiere und lackiere.

Wenn ich das bei Dir richtig gesehen habe, hattest Du die drei ET-Teile vorher schon zusammengeklebt und den IT für die Bemehlung abgeklebt, oder? Damit konntest Du das Teil dann bei der Bemehlung am IT in der Hand halten, oder hattest Du dafür eine Halterung?

Vermutlich ist Deine Methode tatsächlich einfacher und weniger aufwendig, zumal man so diese Klebespray-Mehl-Schweinerei nur einmal hat ...

Offline inselaner

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3148 am: 14. Februar 2019, 15:53:24 »
Ist schon etwas her, aber ich glaube ich hatte den IT einfach abgeklebt. Dann hab ich erst das Unterteil komplett mit Grundierung fertig gemacht und anschließend das den oberen Teil.
Ich empfehle Dir den ET vorher zusammen zu kleben. Ich denke das wird dann sauberer aussehen nachher.

Folgendermaßen würde ich vorgehen:
- Sprühkleber drauf (nicht zu dick!)
- Mehl drüber streuen (musst nicht sparen)
- Mehl etwas andrücken mit der Hand
- am nächsten Tag das überschüssige Zeugs mit einem weichen Pinsel vorsichtig entfernen
- 2-3 Tage trocknen lassen
- dann Grundierung drauf
erst dann kannst Du das Teil mit der Hand anfassen ohne das was "passiert"

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3149 am: 14. Februar 2019, 17:15:46 »
Danke für die Tipps.

Hast Du das Mehl immer zwischendurch angedrückt, oder erst als alles bemehlt war?

Weißt Du noch, womit Du nach der Bemehlung grundiert hast?  :-\  In Deinem BB habe ich darüber nichts gefunden, oder aber übersehen ...

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