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17. November 2019, 11:38:20
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Autor Thema: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6  (Gelesen 777454 mal)

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3300 am: 17. September 2019, 01:01:02 »
Hallo allerseits,

und nun noch die neue GH2 Press. Line aus Neusilberdraht (Ø 0,4 mm), die noch exakter gebogen ist, wodurch sie sich besser an den Cable Tray und die LH2 Feedline anschmiegt. Das Biegen der Leitung war etwas schwieriger, da der Neusilberdraht weniger duktil ist als der Kupferdraht, ist aber nach einigen Versuchen dann doch ganz gut gelungen.  8)





Und auch mit den Fittings aus Isolierschlauch passt die Leitung gut.

Beim Einsetzen stecke ich immer zuerst das lange Ende in die Öffnung in der Umbilical Plate,



und danach das vordere Ende in die TPS Verkleidung der Leitung.



Dadurch kann ich die Leitung separat lackieren und anschließend endgültig einsetzen.



Nachdem das LH2 Umbilical nun geschafft ist, kann ich auf der anderen Seite mit dem LO2Umbilical weitermachen, wobei zunächst wieder der Cable Tray mit den Supports drankommt.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3301 am: 21. September 2019, 01:48:43 »
Hallo allerseits,

also dann mal rüber zum LO2 Umbilical, das insbesondere im Zoom in seiner ganzen Schönheit von hinten zu sehen ist.


Quelle: NASA

Von vorn betrachtet, fällt auf, dass es an der LO2 Feedline noch diesen hängenden Support gibt, der direkt unter dem LH2 Cable Tray am Crossbeam befestigt ist und nur eine geringe Stärke aufweist.  ??? Vielleicht ist es aber auch ein Teil der TPS-Verkleidung des Umbilicals.  


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DDG40)

Für den weiteren separaten Aufbau des ET/Orbiter Attachments habe ich mir überlegt, dass es günstiger wäre, die LO2 Feedline an dieser Stelle zu trennen und den hinteren Bogen mit der LO2 Umbilical Plate mit den Support Brackets zu verbinden und vorn am Bogen diesen Hänge-Support als dünne Platte zu verkleben. Anschließend werden dann noch die weiteren Support/TPS-Teile und der LO2 Cable Tray sowie das Ende der GO2 Press. Line angebaut.

Der vordere Teil der Feedline ist ohnehin zu kurz und muss bis zum Fairing auf dem Intertank verlängert werden.

Und erst nach der Bemehlung und Lackierung des ET werden dann alle Leitungen inkl. der Ice Frost/PAL Ramps sowie das komplette ET/Orbiter Attachment auf dem Tank montiert.



Vor dem Trennen der Feedline musste ich mir zunächst die Geometrie und die Abmessungen der Support-Platte ermitteln, was nicht ganz so einfach war, da die Teile ja nur provisorisch befestigt sind.



Mit dem Abstand zwischen Feedline und Cable Tray (ca. 2 mm) habe ich diese kleine Skizze gezeichnet,



die ich dann auf Styrol (0,5 mm) übertragen,



danach mit dem Beitel-Cutter ausgestanzt, 



und anschließend befeilt habe.



Und so sieht die Anprobe an einem Feedline-Dummy (Ø 3 mm) aus. 8)





Das war's dann mal wieder, als Nächstes folgt dann die Trennung der Feedline und die Anprobe des Bogens.
« Letzte Änderung: 21. September 2019, 14:02:22 von gino847 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3302 am: 22. September 2019, 02:26:53 »
Hallo zusammen,
die Kennzeichnung der Trennstelle auf der Feedline war aufgrund der beengten Platzverhältnisse schwieriger als erwartet, ist mir dann aber doch noch gelungen. Und dann habe ich mutig zur Säge gegriffen, und schon war die Sache erledigt. 8)

Dies sind nun die ersten Bilder nach der Durchtrennung der LO2 Feedline mit der Erkenntnis, dass der kurze Bogen bei den Anproben nunmehr ungleich schwieriger zu handhaben war, weshalb ich mir eine neue Lösung überlegen musste.

Und schon kam mir wieder meine Transparent-Schablone in den Sinn, die dafür wie geschaffen ist und lediglich etwas gekürzt werden musste. Dadurch konnte der Bogen mit dem Stumpf der Umbilical Plate in die große Öffnung der Schablone eingesteckt und relativ stabil gehalten werden.


Und durch die Einspannung der Schablone in meinen Mini-Schraubstock ließ sich der Bogen von allen Seiten gut betrachten.



Ich war angenehm überrascht davon, wie gut die Trennstelle unter den Cable Tray passte,



was durch Auflegen der Papierschablone sichtbar wurde.



Aber nach dem Auflegen der 0,5 mm Support-Scheibe kam jedoch sofort die Ernüchterung, da ich nicht bedacht hatte, dass der Cable Tray ebenfalls 0,5 mm stark ist, und der Support mit diesem dann bündig wäre, was aber nicht korrekt ist, da er etwas tiefer liegen muss.



Demzufolge musste entweder eine dünnere Support-Platte her, oder aber die bisherige Platte auf etwa 0,3 mm abgeschliffen werden, was ich dann vorgezogen habe.  ???
Aber dazu später mehr.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3303 am: 24. September 2019, 17:01:33 »
Hallo allerseits,

gesagt, getan! 8) Also habe ich die Support-Platte zwischen zwei Nagelfeilen auf etwa 0,3 mm Dicke abgeschliffen, und ich muss sagen, dass mir ihr Sitz bei der folgenden Anprobe schon besser gefallen hat.







Jetzt musste der Bogen nur noch möglichst exakt zwischen den Support Brackets verklebt werden, wozu ich aber die Schablone leider entfernen musste, die bisher die Lage des Bogens fixiert hat.  ???





Der Knackpunkt dabei ist jedoch, dass der Bogen nach vorn hin in einer Flucht mit der Feedline liegen muss,



und die Umbilical Plate bündig an der Öffnung der Orbiter Door anliegen sollte.



Um dies zu bewerkstelligen, habe ich das Ende der Feedline mittig aufgebohrt und ein Stück Neusilber-Draht als Zentrierhilfe eingesteckt.





Auf diese Weise ist es mir gelungen, zunächst die Support-Platte am Crossbeam und anschließend den Feedline-Bogen mit den Support Brackets zu verkleben, was die weiteren Arbeiten an den Teilen der Cable Tray-TPS-Verkleidung wesentlich erleichtern wird, da nun nichts mehr verrutschen kann. 



Danach habe ich noch einen Evergreen Strip (0,4 mm x 0,5 mm) unter Heißluft um einen Rundstab (Ø 3 mm) gebogen und den Ring vor der Support-Platte verklebt.



Dann habe ich noch den bei Airfix fehlenden vorderen Pivoting Support gescratcht und kurz hinter dem Intertank verklebt.



Das ist aber nur der halbe Feedline Support, wie man auf diesem Bild sehen kann, da darüber noch ein Spannring sitzt,


Quelle: System Definition Handbook SLWT, Vol. I (Lockheed Martin)

der aber deutlich schmaler sein müsste als der bei Airfix vorhandene Ring, wie der Vergleich mit dem Originalfoto zeigt, weshalb ich diese Ringe auch noch modifizieren müsste. ::)


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

Dann fehlen auch noch die breiteren Ringe vor den Supports, die ich auch noch scratchen werde.
Also alles in allem viel Kleinkram, der da noch auf mich wartet.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3304 am: 26. September 2019, 19:29:57 »
Hallo Freunde,

und damit nun zum LO2 Cable Tray mit samt seinen TPS-Segmenten beim Übergang zur LO2 Umbilical Plate. 8)

Wie immer geht bei mir vor dem Scratchen von Baugruppen/-teilen nichts über eine gründliche Bestandsaufnahme und möglichst genaue Detailanalyse. ... ...

Den Anfang bildet dabei wieder dieses Foto zur besseren Orientierung, das mir aufgrund der direkten Seitenansicht schon bei der Dimensionierung des Verteilerkastens geholfen hat, auf dem ich die ersten drei Einzelteile dieser LO2 Umbilical-Baugruppe gekennzeichnet habe.

Direkt hinter dem Verteilerkasten befindet sich mit dem Teil 1 ein trapezförmiges Support-Teil, dessen Abmessungen (Länge L, sowie obere und untere Breite) ich anhand des Durchmessers der LO2 Feedline (Ø 3 mm) ermittelt habe.


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Auf diesem gedrehten Foto kann man dieses hier graue Teil schon etwas genauer erkennen, wobei der verlinkte Original-Zoom leider gedreht ist.  ::)


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)

Deshalb hier noch ein Ausschnitt in der Originalauflösung, auf dem man sehen kann, dass dieses Teil direkt mit dem Verteilerkasten und mit dem LH2 Cable Tray verbunden ist.

Und direkt dahinter verläuft der schräge Abzweig (Teil 3) aus dem Cable Tray, der mit dem Teil 2 verbunden ist und über die Teile 4/5 bis zur Umbilical Plate verläuft.



Damit fehlt dann nur noch die Breite des Teils, die ich mir aus diesem Foto ermittelt habe, womit ich das Teil 1 nun auch scratchen kann.



In diesem Bild sieht man die aus der vertikalen Strebe ankommenden Kabel, von denen ein Teil, wie eben beschrieben, bis zur LO2 Umbilical Plate und der Rest zur LH2 Umbilical Plate verläuft.

Auf dieser Hinteransicht sind die Teile 3-5 zwar durch Manschetten verdeckt, aber man kann schön die Einmündung des LH2 Cable Tray in die Vertical Strut erkennen.



Und in dieser Reihenfolge werde ich nun versuchen, die fünf Teile Schritt für Schritt zu scratchen.
« Letzte Änderung: 27. September 2019, 00:45:15 von gino847 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3305 am: 05. Oktober 2019, 01:13:57 »
Hallo allerseits,

und damit nun zum Teil 1, das zwar klein ist, aber relativ einfach aussieht, obwohl es in diesem Bild vom Verteilerkasten zur Hälfte verdeckt ist. 8)


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Nachdem ich es mit dem Beitel-Cutter aus einer ABS-Platte (1 mm) ausgestanzt und die Kanten geglättet hatte, wurde es an dieser Stelle, direkt im Winkel zwischen dem Verteilerkasten und dem Cable Tray verklebt,



wie man auf diesen beiden Bildern sehen kann.





Danach ging es mit dem Teil 2 weiter, dessen Form man auf den Fotos allerdings nur teilweise einsehen kann, was die Ermittlung der Abmessungen erschwert hat. ::) Deshalb hier noch einmal zur besseren Unterscheidung die farblich gekennzeichneten Einzelteile (1-6) mit ihren teilweise verdeckten Konturen.


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)

Auf dem nächsten Foto sieht es so aus, als würde Teil 2 direkt an dem grünen Endteil des Crossbeam (Ball Interface Fitting) anliegen, was ich zunächst angenommen hatte, was aber nicht der Fall ist. Auf der anderen Seite liegt es dagegen direkt an der LO2 Feedline Bracket an, was man im Zoom deutlich sehen kann.  8)


Quelle: NASA

Und aus diesem Bild habe ich mir einige Abmessungen der Teile ermittelt, wobei man meiner Erfahrung nach für die Ermittlung von Höhen auch eine Referenzhöhe verwenden sollte, und für Breiten dementsprechend eine Referenzbreite.



Da das aber noch nicht ausreicht, um die Teile scratchen zu können, habe ich für die restlichen Abmessungen noch dieses schon mehrfach gezeigte Foto (gedreht) analysiert, was aufgrund seiner hohen Auflösung im Zoom dafür sehr gut geeignet ist.


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)

Allerdings ist das Bild aufgrund der vielen Abmessungen sehr unübersichtlich, ::) weshalb Teil 2 hier nochmals separat zu sehen ist.

Genau genommen, ist die Unterseite des Teiles nicht eben, sondern hat nach unten noch diesen dreieckigen Fortsatz, den ich hier aber nicht markiert habe und mir verkneifen werde, da er mit 0,4 mm nahezu "unsichtbar" sein dürfte und getrost vernachlässigt werden kann ...



Mit diesen Abmessungen hatte ich dann versucht, das Teil zu scratchen, wobei ich es zunächst in einem Evergreen Strip (1 mm x 2 mm) unterbringen wollte,



was mir dann aber doch zu mickrig erschien. Deshalb werde ich noch einen weiteren Versuch mit einer ABS-Platte (1 mm) starten.



Zuvor hatte ich schon mal die Öffnung für die GO2 Press. Line (Ø 0,4 mm) in die Umbilical Plate gebohrt und den Neusilber-Rundstab probeweise eingefädelt.



Damit soll's mal für heute (Nacht) genug sein.
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2019, 16:37:28 von gino847 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3306 am: 08. Oktober 2019, 00:42:41 »
Hallo allerseits,

und damit zunächst nochmal der Versuch mit Teil 2 auf einer ABS-Platte (1 mm), bei dem die Schräge besser rauskommen sollte als mit dem schmalen Evergreen Profil (1 mm x 2 mm). 8) Dabei habe ich diesmal auch diesen dreieckigen Fortsatz an der Unterseite berücksichtigt, der notfalls auch beseitigt werden könnte.



Das Ausstanzen mit dem Beitel-Cutter ging relativ gut, sodass die Kontur anschließend nur noch geringfügig befeilt werden musste,



was aber wieder die gleiche knifflige Prozedur wie beim ersten Mal war, da sich das Teil kaum noch zwischen den Fingernägeln, sondern nur noch in der Pinzettenspitze halten ließ, und selbst dabei immer wieder verrutschte. 



Auf diesem Bild sieht man nun beide Teile im Vergleich, wobei das neue Teil doch wesentlich präziser aussieht, bei dem der untere Fortsatz ca. 0,5 mm beträgt.



Und dies ist in etwa die Montageposition direkt neben der äußeren LO2 Feedline Bracket



was ich natürlich gleich mal durch Auflegen des Teils getestet habe, und was fürs Erste schon mal ganz gut ausschaut.





Lediglich an der rot gekennzeichneten Stelle muss ich noch ein klein wenig am Crossbeam (Ball Interface Fitting) wegnehmen, damit der schmale Steg etwas weiter vorrücken kann, sodass die Spitze des Teils dann mit der Feedline Bracket abschließt.



Als Nächstes kommt dann mit Teil 3 die wohl komplizierteste Baugruppe des LO2 Umbilicals an die Reihe, die vermutlich aus mehreren Einzelteilen aufgebaut werden muss.



Dabei wird insbesondere die Anschlussstelle des schräg nach vorn laufenden Kanals am LH2 Cable Tray noch genauer bestimmt werden müssen, die leider im Verborgenen liegt und bisher nur angedeutet werden konnte.
Also alles in allem eine ziemlich knifflige Angelegenheit, weshalb jeder Handgriff wieder gut überlegt sein will.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3307 am: 10. Oktober 2019, 01:16:47 »
Hallo allerseits,

hier gehts weiter mit der Anpassung des Teils 2, wozu hier oben neben dem Crossbeam (Ball Interface Fitting) die angekündigte schmale Aussparung mit dem Mini-Sägeblatt eingebracht wurde. 8)



Und hier sitzt das Teil nun nahezu perfekt in der Aussparung und kommt damit der Originalanordnung schon sehr nahe. Was so ein kleiner Schnitt doch ausmacht!



Apropos Originalanordnung, da bin ich mir mittlerweile gar nicht mehr sicher, wenn ich mir mein Schwarz-Weiß-Referenzfoto des Tanks ET-8 näher anschaue, der bekanntlich der erste geflogene Lightweight Tank (LWT) war, der seit der STS-6 eingesetzt wurde. Lediglich bei der STS-7 wurde noch einmal ein Standard Weight Tank (SWT) verwendet, warum auch immer.  ???

Leider ist die Auflösung des Fotos selbst im Zoom nicht berauschend, und der mich interessierende Bereich liegt im Dunkeln und ist leider auch durch die Vertical Strut verdeckt.


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)
Aber wenn man sich die Augen verbiegt und genauer hinschaut, erkennt man, glaube ich, dass insbesondere der schräg nach oben verlaufende Cable Tray hinter der Stütze (Teil 2) wesentlich schmaler zu sein scheint als auf den bisher betrachteten Bildern, die allerdings von späteren Missionen stammen, bei denen ab der STS-91 der Super Lightweight Tank (SLWT) verwendet wurde, der nochmals modifiziert worden war.



Zu diesem Foto werde ich mich noch bei DaveS erkundigen, von welcher Mission es stammt.  ::)


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)

Und dieses Foto zeigt den ET-122 bei der der letzten Mission der Endeavour (STS-134).


Quelle: NASA

Mal sehen, ob ich von DaveS noch etwas in Erfahrung bringen kann, bei ihm muss ich immer erst noch nachbohren, aber dann hat er mitunter doch noch coole Fotos in der Hinterhand, die schon manches Rätsel gelöst haben.
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2019, 23:37:45 von -eumel- »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3308 am: 11. Oktober 2019, 17:46:36 »
Hallo allerseits,

und die Antwort des Shuttle Program Observers ließ nicht lange auf sich warten. 8) Er kann sich zwar nicht mehr an die Mission erinnern, von der sein tolles Foto stammt, ??? aber soweit er weiß, haben sich die Cable Trays während des Programms nicht verändert und blieben vom ET-1 (STS-1) bis ET-138 (STS-135) gleich, was ich aber zunächst nicht glauben wollte.

Denn ähnlich wie hier auf dem ET-8-Foto,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

scheint auf den ersten Blick auch auf diesem Foto vom ET-129 (STS-126) der schräg ansteigende CT-Teil (roter Pfeil) vor der mittleren Strebe niedriger zu sein als der horizontale Teil (gelber Pfeil) hinter der Strebe.


Quelle: NASA

Und auch auf diesem tollen Foto von DaveS sieht es zunächst ähnlich aus. Dabei gewährt dieses Foto den bisher weitesten Einblick bis unter den Crossbeam, auf dem man den weiteren Verlauf der Kabelrinne sehr schön sehen kann.


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)

Und somit ist meine bisherige Wahrnehmung offensichtlich eine optische Täuschung, wie ich jetzt im Zoom erkannt habe, wenn man wartet, bis die Zoom-Leiste am unteren Bildrand verschwindet.



Darin sieht man nämlich eine dunkle Fläche im unteren Teil des schrägen Anstiegs, die ich bisher nicht erkannt habe. Dies ist offenbar ein dunkel abgeklebter Bereich, ähnlich dem am oberen Ende des CT-Bogens unterhalb der Platte (Teil 4).

Noch deutlicher wird die Sache, wenn man im Vollbildmodus auf 100% Zoom geht.



Und wenn man sich jetzt dieses Bild vom ET-129 noch einmal näher anschaut, erkennt man im Zoom das gleiche dunkle Unterteil.


Quelle: NASA

Demzufolge nehme ich an, dass auch der Cable Tray am ET-8 genauso aussah, nur konnte man den Bereich selbst im Zoom nicht erkennen, zumal er auch noch völlig im Dunkeln liegt.  ::)



Dies bestätigt somit die Aussage von DaveS, dass sich die Cable Trays während des Shuttle Programms nicht verändert haben, womit ich nun endlich zum Scratchen des Teils 3 übergehen kann.
Dabei werde ich mich im Wesentlichen auf die folgenden bekannten Bilder konzentrieren.


Quelle: NASA



Dazu muss ich mir nur noch überlegen, wie ich dabei am zweckmäßigsten vorgehen soll.

Den Bogen und die Schräge werde ich auf jeden Fall als separate Teile scratchen. Da der Bogen mit 1,5 mm x 6 mm x 4 mm relativ klein ist, stellt sich die Frage, ob ich den komplett aus dem Vollen feile, oder nur den eigentlichen Bogen (Teil 3.1), und die beiden winzigen Teile 3.2/3.3 aufklebe?
Was mein Ihr?
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2019, 00:03:02 von gino847 »

Offline -eumel-

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3309 am: 12. Oktober 2019, 01:13:07 »
Die beiden kleinen Teile aufzukleben wird sicher einfacher sein.
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 29. November 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3310 am: 12. Oktober 2019, 10:30:29 »
Ich sehe die Probleme eher beim 100% fixieren. Da ist dann vlt ein größeres Teil besser...
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3311 am: 12. Oktober 2019, 23:18:34 »
Hallo allerseits,
und vielen Dank Jörg und Arno für Eure Ratschläge.

Zunächst bin ich bei Jörg und werde den Bogen (Teil 3.1) separat herstellen und auf diesen dann die beiden Closeouts (Teile 3.2/3.3) aufkleben.

Da der Bogen inkl. der TPS-Verkleidung auf der LO2-Seite im Vergleich zu dem auf der LH2-Seite nahezu "riesig" ist,  :o wie hier beim ET-118 (STS-115) zu sehen ist,



wäre es unnötiger Aufwand und vergebene Mühe, diesen Bogen wie beim LH2 Umbilical aus dem Vollen zu feilen.



Deshalb werde ich ein Evergreen-Profil (1 mm x 1,5 mm) wieder mittels meiner legendären Balsa-Biege-Technik unter Heißluft um eine Balsa-Schablone biegen.

Dazu habe ich mir zunächst diese Zeichnung als Vorlage im Maßstab 1:144 ausgedruckt, um nach einer entsprechenden Balsa-Schablone für den Bogen zu suchen,


Quelle: System Definition Handbook SLWT, Vol. II (Lockheed Martin)

und bin in meiner Balsa-Sammlung auch tatsächlich fündig geworden. 8)



Und dann ging es an den Balsa-Biegetisch, auf dem das Rechteckprofil in bekannter Weise zwischen zwei Balsa-Brettchen eingespannt wurde.



Danach wurde die Heißluft-Pistole angeworfen und der Stab unter dem Heißluftstrom um die Schablone gebogen, sofort fest fixiert und danach nochmals heiß angeblasen.



Nachdem der Bogen eine Weile abkühlen und diese Form "einfrieren" konnte, habe ich das Brettchen entfernt und konnte mich vom Erfolg der Biegung überzeugen.



Und damit konnte ich weitermachen,





und habe gleich mal die Länge (6 mm) und die Höhe (4 mm) angezeichnet.  8)

Arnos Hinweis bezüglich der Fixierung ist durchaus berechtigt, aber der Cable Tray ist ja nach dem Zusammenkleben beider Teile (3.1/3.4) immerhin ca. 11 mm lang und damit nicht mehr ganz so winzig.  ???
Den Endpunkt des Teils vor dem Crossbeam muss ich mir ohnehin erst noch ermitteln. Dann weiß ich auch, wie lang das Teil 3.4 sein darf und kann dieses dann scratchen.
Ich bin jedenfalls bis jetzt sehr zufrieden und hoffe, dass es auch so bleibt. 

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3312 am: 17. Oktober 2019, 01:14:39 »
Hallo allerseits,

als Nächstes habe ich mir die beiden Closeouts aus einem Evergreen Strip (0,25 mm x 1,5 mm) zurecht gefeilt,



und aufgeklebt.  8)



Damit habe ich dann die Anordnung des Bogens (Teil 3.1-3) zusammen mit der Mittelstütze (Teil 2) und dem provisorischen Teil 3.4 gecheckt, für das ich einen Profilstab (1,5 mm x 1,5 mm) verwendet habe,



was schon mal recht ordentlich aussah.



Hier ist mal zum Vergleich die maßstäbliche Zeichnung dieser Anordnung,
 


die ich hier mal provisorisch vor Ort angelegt habe, um zu sehen, ob bzw. wie die Größe in etwa passt, was auch ganz gut hinkommt.



So weit, so gut, aber da sich damit weder der Endpunkt des Cable Tray vor dem Crossbeam , noch seine Länge ermittel ließ, kam ich auf die Idee, mir nach meinen bisherigen Maßen einen kompletten CT-Dummy aus einem Strip (1,0 mm x 1,5 mm) zu biegen und dessen Lage vor Ort zu testen.

Nachdem das ruck, zuck erledigt war,  



habe ich mir nach oben die Höhe bis zur Umbilical Plate (ca. 7 mm), sowie nach rechts den Abstand bis zur Schräge (6 mm) markiert,



wo ich diese dann nach dem oberen Cut gebogen habe.



Die Länge des CT-Dummy vom Crossbeam bis zum Endpunkt unter der Umbilical Plate habe ich mit 11 mm vermessen.



Und diesen Dummy habe ich dann vor Ort anprobiert, wobei die Positionierung eine ziemlich knifflige Angelegenheit war.

Und wie man sieht, passt das Teil recht gut,



und trifft unterhalb des Crossbeam in etwa auf die Schräge des LH2 Cable Tray, was durchaus plausibel erscheint.



Mit diesen Abmessungen kann ich nun die restlichen Teile an beiden Seiten des bisherigen Bogens anbauen.



Damit auch genug für heute Nacht.

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3313 am: 19. Oktober 2019, 01:43:46 »
Hallo Freunde,

aber mit dem Anbauen ist das so eine Sache, weshalb ich mir alles noch einmal reichlich überlegt habe, zumal es bei der Kombination derartig filigraner Teile nicht um Millimeter, sondern eher um Zehntelmillimeter geht. Und ob dann am Ende das genaue Einbaumaß des Cable Tray rauskommen würde, ist mehr als zweifelhaft, oder aber Zufall.

Deshalb kommt man ohne Anproben nicht aus, weshalb es günstiger ist, Schritt für Schritt vorzugehen, d.h. ein Teil nach dem anderen zu scratchen und lieber einmal mehr als zu wenig zu testen, um zwischendurch evtl. noch korrigieren zu können.

Somit hatte der Dummy seine Schuldigkeit getan und konnte beiseite gelegt werden.

Aber schon mit den Anproben hat man so seine Mühe, um diese kleinen Teile in Position zu bringen und dann auch noch Abstände oder dergleichen zu messen, was man auf diesem Bild sehen kann. Denn um den Profilstab für die Schräge neben der Mittelstütze auflegen zu können, musste ich (bei angehaltenem Atem) noch ein Distanzstück dazwischen legen.



Deshalb erschien es mir zweckmäßig, zuerst die Mittelstütze (Teil 2) zu verkleben, um somit einen Fixpunkt für das weitere Vorgehen zu haben. Davor habe ich die Stütze noch mehrmals auf die äußere LO2 Feedline Bracket aufgelegt und hin und her jongliert, und schließlich auch noch kleinere Korrekturen (Höhe/Breite) vornehmen müssen, bis ich mit ihrer Position zufrieden war und sie dann endlich verklebt werden konnte. 8)



Denn wenn die Größe und Lage dieser Stütze nicht stimmen würde, würden auch die vordere Schräge und der anschließende Bogen nicht passen. ::)



Und nun konnte ich durch Anhalten des vorgesehenen Profilstabes (1,5 mm x 1,5 mm) auch die erforderliche Länge der Schräge (Teil 3.4) genauer ermitteln als zuvor, da die Stütze nicht mehr verrutschen konnte. Aber bevor ich den  Stab auf die endgültige Länge kürze, will ich evtl. noch ein paar kleine Modifizierungen vornehmen. Zumindest wird die untere Spitze unter der Stütze noch etwas abgeschrägt.  ???



Um nun auch den Bogen mit dem unteren Closeout an die Stütze anpassen zu können, musste ich zunächst den oberen Teil des Bogens etwas einkürzen, um ihn an der Umbilical Plate anhalten und die Lage testen zu können.

Und auch dafür musste ein spezieller Unterbau her, um auf die entsprechende Höhe zu kommen. Oberhalb der schwarzen Markierung geht es dann mit den Teilen 4-6 weiter.



Aber wie man sieht, passt der vordere Teil mit dem Closeout recht gut unter die Stütze, sodass jetzt nur noch die hintere Schräge dazu passend gemacht werden muss.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3314 am: 20. Oktober 2019, 01:59:29 »
Hallo allerseits,

tja, dieser schräge vordere Teil des Cable Tray (Teil 3.4) hat es wirklich in sich und ist fast schon zum Albtraum meiner schlaflosen Nächte geworden ...

Aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass es dort auf den einen Absatz mehr oder weniger nicht ankommt und werde mich deshalb mit einer Näherungslösung begnügen, zumal man später diesen Teil unter dem Orbiter von außen ohnehin nicht einsehen kann.

Die größten Schwierigkeiten bei der Deutung des Verlaufs der Konturen im vorderen Bereich bereitete dabei diese rot eingekreiste Einkerbung direkt unter der Mittelstütze, zu der ich mich ja nun doch entschlossen habe,  ::)


Quelle: NASA

die insbesondere auf diesem Bildausschnitt nochmals deutlich zu sehen ist.


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)

Und auf diesem Bild kann man auch den vorderen Bereich relativ gut erkennen, an dem ich mich dann beim Scratchen orientiert habe,


Quelle: NASA

zumal das ohnehin nur ein kurzer Stummel von ca. 5 mm Länge ist, wie man hier sehen kann.



Für den oberen Absatz habe ich einen Strip (0,25 mm x 1,5 mm x 3 mm) aufgeklebt,



und der seitliche Absatz wird dann als Nächstes in ähnlicher Weise folgen, womit ich es dann auch bewenden lasse. 

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3315 am: 26. Oktober 2019, 01:04:11 »
Hallo allerseits,

inzwischen habe ich auch die restlichen CT-Teile (Teile 4-6) fertiggestellt und auf die Schräge (Teil 3.4) den seitliche Absatz aus Evergreen Sheet Styrene (0,13 mm) aufgeklebt, der zwar hauchdünn ist, aber sich tatsächlich noch abhebt.

Die obere Scheibe (Teil 6) ist wie auf der anderen Seite Ø 2 mm x 0,3 mm, und für die Schräge (Teil 5) und die Platte (Teil 4) habe ich jeweils einen Evergreen Strip (1 mm x 1,5 mm) verwendet.



Zum Verkleben der Scheibe auf der Schräge wurde diese wieder zwischen zwei Stahllinealen mittig fixiert.







So weit, so gut. 8)

Als Nächstes wollte ich dann eigentlich die Schräge (Teil 3.4) unter der Mittelstütze (Teil 2) verkleben. Aber vorher habe ich noch die beiden Ringe auf dem Bogen der LO2 Feedline verklebt, die man auf diesem Foto sehen kann.


Quelle: NASA

Dazu habe ich einen Evergreen Strip (0,5 mm x 0,5 mm) um einen Stahlstab gewickelt und unter die Heißluft-Pistole gehalten, anschließend zwei kurze Segmente herausgetrennt, und diese zwischen die beiden Feedline Brackets geklebt, womit diese Details nun auch erledigt wären.



Danach wurde dann die Schräge unter der Mittelstütze verklebt, die bis zum LH2 Cable Tray unter dem Crossbeam reicht. Und das war dann auch die erwatet delikate Angelegenheit sowohl für meine Adleraugen (+ Headset-Lupe) als auch mein ruhiges Händchen, um dieses Teil in der Pinzette möglichst auf Anhieb genau zu platzieren, was aber zum Glück ganz gut geklappt hat.



Danach habe ich sofort den Bogen angehalten und seine Lage in der Kontaktzone unter der Mittelstütze und an der Schräge gecheckt, sowie deren Lage noch minimal korrigiert.  ???





Am hinteren Ende der Schräge müssen nun dieser CT-Bogen, sowie darauf dann die restlichen CT-Teile (Teile 4-6) verklebt werden, die dann hoffentlich noch dazwischen passen.

Im Anschluss daran werde ich dann das Endstück der GO2 Press. Line ebenfalls aus einem Neusilberstab (Ø 0,4 mm) biegen, das von der letzten Ice Frost Ramp bis zur Umbilical Plate reicht, aber vorerst nicht verklebt wird. Die restliche GO2 Press. Line nach vorn bis zum Intertank wird dann später als separate Leitung verlegt.


Quelle: NASA
Das war's dann mal wieder für heute, liebe Leute, und fürs Reinschauen!

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3316 am: 27. Oktober 2019, 02:04:31 »
Hallo allerseits,

nachdem der Bogen recht gut gepasst hat, habe ich ihn dann unter der Mittelstütze mit der vorderen Schräge verklebt und sofort ausgerichtet. 8)





Beim Anprobieren der oberen Baugruppe Teile (4-6) musste ich leider feststellen, dass diese etwas zu hoch war und nicht in die Lücke gepasst hat. Deshalb musste die obere Scheibe noch einmal entfernt und die Schräge etwas gekürzt werden. Nach dem Aufkleben einer neuen Scheibe wurde dann die Gruppe in die Lücke geklebt und ebenfalls ausgerichtet.







Jetzt bin ich heilfroh, dass ich auch dieses knifflige LO2 Umbilical geschafft habe, und staune selber, dass es auch recht gut gelungen ist, wie ich finde. Und da es dem Original durchaus ähnlich ist, hat sich der beträchtliche Aufwand auch gelohnt.
Als Nächstes werde ich nun, wie bereits angekündigt, das Endstück der GO2 Press. Line biegen und anpassen.
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2019, 22:29:25 von gino847 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3317 am: 01. November 2019, 16:13:13 »
Hallo Freunde,

wie ich sehe, wartet Ihr schon auf die Fortsetzung meiner Klimmzüge am LO2 Umbilical, weshalb es nun weitergehen soll. 8) Aber ehe ich das Endstück der GO2 Press. Line verbiege, zunächst noch zu einem letzten Detail, das ich erst weglassen wollte, da ich es für nicht so wichtig gehalten habe. ::)

Und das ist diese Halterung (Bracket) zur Führung/Stabilisierung der Press. Line, die aber auf den Fotos zumeist verdeckt und nicht vollständig einsehbar ist,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)

weshalb ich mich Schritt für Schritt, d.h. Bild für Bild vortasten musste.  ???

Auf diesem Foto hier kann man zwar in etwa die schräge Lage auf der Innenseite des Cable Tray erkennen, aber ansonsten tappt man im Dunkeln.


Quelle: NASA

Hier sieht man dann schon etwas genauer, dass es sich um zwei dünne schmale Streben handelt, die an beiden Enden verbunden sind,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

was man auch auf diesem Bild sehen kann, aus dem ich mir die nötigen Abmessungen ermittelt habe.


Quelle: NASA

Bei meinem ersten Versuch habe ich Evergreen Strips (0,25 mm x 0,75 mm x 5 mm) miteinander verklebt, wobei ich an den Enden Strips (0,25 mm x 0,4 mm) als Abstandshalter verwendet habe. Da mir der Zwischenraum für den Press. Line-Neusilberstab (Ø 0,4 mm) aber doch etwas zu gering erschien,



habe ich den beim zweiten Versuch durch Einkleben von Strips (0,25 mm x 0,5 mm) etwas angepasst,





was den realen Verhältnissen schon näher kommt und besser aussieht.  8)



Bei der Anprobe der Halterung stellte sich jedoch heraus, dass sie etwas zu lang geraten war, da sie in Höhe des oberen Ringes auf der Feedline enden sollte.



Deshalb habe ich sie um eine Strip-Breite (0,5 mm) gekürzt,



was dann doch gefälliger aussieht,



und vor allem auch besser ins Bild passt, und somit in dieser Position mittels MEK verklebt werden konnte.



Damit kann ich mich nun dem Biegen des Endstücks der GO2 Press. Line und ihren drei Fittings zuwenden, was etwas einfacher sein sollte als bei der GH2 Press. Line auf der anderen Seite, hoffe ich zumindest.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3318 am: 02. November 2019, 01:14:34 »
Hallo allerseits,

also dann mal auf zur Biegung und Verlegung des Endstücks der GO2 Press. Line. 8)

Zunächst ist es notwendig, dass man den vorläufigen Endpunkt dieser Gasleitung kennen muss, um sich ans Biegen machen zu können, was aber diesmal relativ einfach ist, da es bis zur letzten Ice Frost Ramp aus dem Newware Kit (R25) nur zwei Biegungen in der Leitung gibt.


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

Deshalb habe ich meine schon oft gezeigte geniale Referenzzeichnung aus der empfehlenswerten  ET-Bibel (System Definition Handbook SLWT - Lockheed Martin) hergenommen, aus der man die genaue Lage der GO2 Press. Line (hellblau) sowie der GH2 Press. Line (rot) unmittelbar neben der LO2 Feedline (dunkelblau) entnehmen kann.


Quelle: System Definition Handbook SLWT, Vol. II (Lockheed Martin)

Und diese drei Winkel habe ich mir in einer 1:144-Zeichnung des ET-Querschnitts eingetragen, und dazu mal eine der 14 folgenden Ramps (R23) angelegt, in der beide Press. Lines bis zum Intertank verlaufen.



In diesem Bild liegt davor die besagte letzte Ramp (R25), deren Position direkt neben der Feedline entscheidend für das Biegen der GO2 Press. Line ist.



Um deren Position möglichst genau zu ermitteln und auf den ET-Umfang übertragen zu können, habe ich mir auf einem Abdeckband (1 mm) entsprechende Markierungen für alle drei Leitungen angebracht.



Dieses Tape habe ich dann auf den ET geklebt und dazu ein kurzes Press. Line-Stück (Neusilber Ø 0,4 mm) durch die Umbilical Plate und die Bracket-Halterung eingefädelt, sowie ein längeres Stück der Leitung provisorisch aufgelegt.





Um die Abstände der Leitungen voneinander, sowie von der letzten Ramp so genau wie möglich ermitteln zu können, habe ich die Ramp R25, sowie nach vorn vier Ramps R23 aufgefädelt und die Leitung in dieser Position mit Tape fixiert.  8)







Danach beträgt der Abstand beider Leitungen ca. 2 mm, was gut mit dem aus Fotos ermittelten Abstand übereinstimmt,



womit ich nun eigentlich das kurze Stück der Leitung biegen könnte.
Aber zur Entspannung der von den Makroaufnahmen gestressten Augen ist hier zunächst noch ein Blick aus der normalen Betrachterperspektive.



Und da ich neugierig war, habe ich gleich eine erste Probe-Biegung mit einem Kupfer-Dummy (Ø 0,4 mm) durchgeführt, und wie man hier sehen kann, sieht das Ergebnis schon recht brauchbar aus.







Analog dazu werde ich nun als Nächstes das gleiche Leitungsstück aus Neusilber (Ø 0,4 mm) biegen und dazu auch noch die drei Fittings aus Isolierschlauch anbringen, womit dann auch das LO2 Umbilical erledigt wäre.

Online Mim

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3319 am: 02. November 2019, 12:49:24 »
Hallo Manfred!
Das schaut ja uuunglaublich filigran aus!
Du bist ein Meister deines Faches!  :D

Sag, hast du dir schon Gedanken gemacht über die Bemalung, Bemehlung, Bepinselung? Farbe kann ja "dick" und auftragend sein, dann könnten Details "verschwinden".

Viele Grüße, Mim
« Letzte Änderung: 02. November 2019, 22:46:29 von Mim »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3320 am: 02. November 2019, 22:25:09 »
Moni, schön, dass wenigstens Du hier die Fahne hoch hältst.
Und vielen Dank auch für Dein nettes Kompliment, ich gebe mir jedenfalls allergrößte Mühe und lasse nicht eher locker, bis es mir letztlich gefällt. Aber so in etwa habe ich mir diese Umbilicals schon vorgestellt und bin deshalb auch vollauf zufrieden damit.
Tja, die Lackierung ist so ein Kapitel für sich, mit der man sich am Ende auch viel verderben kann, wenn man zu stürmisch ist. Das fängt bei der Farbwahl an, und hört bei der Schichtdicke auf. Deshalb werde ich auch die meisten Sachen mit Airbrush in dünnen Schichten lackieren.

Beim bemehlten Tank dagegen kann mit einer etwas stärkeren Sprayschicht, bzw. mit mehreren Schichten Grundierung/Lackierung, die Tape-Spirale der SOFI-Pattern-Struktur eingeebnet werden, falls sie noch zu erhaben sein sollte, das wird sich dann zeigen.

Sicherlich werde ich auch einiges maskieren, bzw. vor der Montage separat lackieren müssen, und besonders feine Details werden mit dem spitzesten Pinsel bemalt werden müssen.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3321 am: 06. November 2019, 00:37:51 »
Hallo Freunde,

heute habe ich nun das Endstück der GO2 Press. Line aus Neusilber (Ø 0,4 mm) gebogen. Aber wie man sehen kann, entstehen dabei beim Halten in der Pinzette zu scharfe Biegungen im Vergleich zum Kupferdraht, der wesentlich biegsamer (duktiler) ist, was mir nicht sonderlich gefallen hat. ::)



Deshalb habe ich zu meiner Rundzange gegriffen, und siehe da, damit gelingen dann sanftere Rundungen,



so, wie man sie auch an der Original-Leitung sehen kann.


Quelle: NASA

Danach kam die Anprobe am Umbilical, die erwartungsgemäß knifflig war, da ich den längeren oberen Teil der Leitung zunächst von unten durch die schmale Bracket fädeln und dann noch in die Öffnung in der Umbilical Plate einführen musste.



Anschließend gelang es mir dann auch noch, das kürzere Stück in die hinterste Ramp (R25) einzuführen, in deren Vorderseite die lange GO2 Press. Line steckte.



Dann habe ich auch noch die winzigen Fittings aus dem dünnen Isolierschlauch (Ø 0,7 mm) in bekannter Weise zugeschnitten,



und anschließend auf die Press. Line aufgefädelt, womit ich fürs Erste sehr zufrieden bin.



Nun stellt sich aber die spannende Frage, wie ich dieses beringte Endstück nun am besten einbauen soll, da ja der obere Ring nicht an der schmalen Halterung vorbei kommt?

Demzufolge muss der Ring vor dem Einfädeln der Leitung in die Halterung entfernt und anschließend wieder aufgezogen werden, ohne ringsherum etwas abzubrechen. Aber wie soll man das um Himmels willen in diesem beengten Raum bewerkstelligen, zumal schon das normale Einfädeln absolut stressig ist, und man höllisch aufpassen muss, dass einem der winzige Fummel nicht davonspringt?

Da ist guter Rat teuer, aber vielleicht hat ja jemand von Euch eine gute Idee, die mir helfen würde?  ???
In diesem Sinne, Freiwillige vor!

Online Mim

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3322 am: 06. November 2019, 07:28:18 »
Hallo Manfred,
du könntest den Ring mit dem Cutter aufschneiden, um ihn dann wie einen Clip an der fertigen Leitung zu positionieren.
Die Schnittstelle würde ich nach "innen" drehen, damit man hinterher nix mehr sieht und dann alles mit einem Hauch Kleber am Aufspringen hindern.
Die Frage ist, ob das Material der Ringwinzlinge so eine kurzzeitige Dehnbarkeit hergibt.

LG, Mim

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3323 am: 06. November 2019, 18:51:48 »
Hallo Moni,
Du wirst lachen, aber die gleiche coole Idee hatte ich mir auch für den Ernstfall überlegt, und das müsste eigentlich auch klappen, denn dehnbar sind die Ringe schon, der Isolierschlauch ist ja fast so wie Gummi.
Aber ich habe mir dann noch eine andere kühne Variante überlegt, die ich Euch später noch vorstellen werde, denn jetzt will ich mir erst noch die Bayern gegen Piräus anschauen.
« Letzte Änderung: 06. November 2019, 21:54:33 von gino847 »

Online Mim

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3324 am: 06. November 2019, 21:15:54 »
Immer diese Cliffhanger.......  ;D

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