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Autor Thema: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6  (Gelesen 815508 mal)

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3325 am: 07. November 2019, 01:20:37 »
Sorry Moni! 8)

Hallo zusammen,

na ja, das Spiel war ja eher was zum Abgewöhnen, Forget it!!! ::)

Also, dann will ich mal Farbe bekennen und Euch nicht länger auf die Folter spannen, obwohl die meisten wohl schon schlafen werden.

Meine bisherige große Skepsis bezüglich des Einfädelns des Ringes auf die GO2 Press. Line beruhte ja auf meiner bisherigen, d.h. realen Einbau-Perspektive. Aber dann kam ich auf die Idee, die Perspektive einfach umzukehren und das Attachment auf den Kopf zu stellen.

Damit liegt dann die Umbilical Plate unten, und der Ring würde schon mal nicht sofort runterfallen können, wenn man es vorsichtig genug anstellt, ihn über der Öffnung zu platzieren.

Und genauso bin ich vorgegangen. Zuerst habe ich die beiden unteren Ringe vor und hinter dem Bogen aufgefädelt, und danach die Leitung nunmehr von oben durch die Bracket-Halterung eingeführt.



Dann habe ich den oberen Ring auf eine sehr dünne Insektennadel (Ø 0,25 mm) aufgefädelt und diese neben der Bracket in die Öffnung der Platte eingeführt.



Anschließend habe ich den Ring vorsichtig mit der Cutter-Spitze bis auf die Platte geschoben und die Nadel ganz langsam herausgezogen, wodurch der Ring direkt auf der Öffnung zu liegen kam. ???



Und dann habe ich die Luft angehalten und die leicht angespitzte Leitung vorsichtig mit der Pinzette durch den Ring in die Öffnung eingeführt, bis die Spitze unter der Platte zum Vorschein kam, womit der Stunt tatsächlich geglückt war.



Und so sieht dann das aufgesetzte Attachment auf dem ET von beiden Seiten aus.





Nun kann die Leitung noch etwas ausgerichtet und in dieser Position in der Platte und in der Bracket verklebt werden, womit sie dann endgültig fixiert wäre.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3326 am: 12. November 2019, 18:53:30 »
Hallo allerseits,

und nach dem Endstück der GO2 Press. Line nun zu dem der GH2 Press. Line, die unmittelbar daneben liegt und nach zwei Biegungen schräg nach oben in Richtung Crossbeam verläuft, wie man auf diesem Bild sehen kann.  8)


Quelle: NASA

Bei dieser Leitung will ich genauso verfahren wie bei der GO2 Press. Line und zunächst nur deren Endstück von der letzten Ice Frost Ramp (R24) bis zur TPS-Verkleidung unter dem Crossbeam biegen, da die Fortsetzung der Leitung auf dem LH2 Tank bis zum Fairing auf dem Intertank ebenfalls separat verlegt werden soll.

Im folgenden Bild habe ich für die GH2 Press. Line einen Stahlstab (Ø 0,4 mm) verwendet und in die hinteren drei Resin-Ramps aus dem Newware Kit (NW 131) eingefädelt.



Auf diesem Foto sieht man eine Original-Rampe mit den beiden Press. Lines und dem darunter verlaufenden LH2 Cable Tray.


Quelle: NASA

Schon mal als Vorausblick und der Vollständigkeit halber sind auf dem folgenden Bild die 17 auf dem LH2 Tank befindlichen Ice Frost Ramps zu sehen, wobei es sich bei den Ramps 1-14 (R23) um "Doppel"-Rampen (s. voriges Bild) handelt. 



Die Anschlussstelle dieses Leitungsstücks an der TPS-Verkleidung unter dem Crossbeam ist auf den folgenden Bildern zu sehen.


Quelle: NASA


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

Auf diesem Foto kann man im Zoom erkennen, dass vor dem Fitting vor der TPS-Verkleidung auch noch ein kleiner Support sitzt.  ???


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DDG40)
Und das ist diese Stelle hier am Modell, die sich aber bei genauer Nachbetrachtung und Messung der Lücke bis zur LO2 Feedline Bracket leider als zu gering erwiesen hat, ::) weshalb ich die TPS-Verkleidung ganz vorsichtig mit einer Rasierklinge etwas kürzen musste, um den notwendigen Platz für den kleinen Support zu schaffen.



Und dies sind die benötigten Einzelteile. Den Support habe ich vom Rest der TPS-Verkleidung abgetrennt, davor liegt der Fitting aus dem Isolierschlauch, und davor der Cu-Dummy für das Endstück der Press. Line (Ø 0,4 mm)8)



Und die Anprobe der Press. Line sieht soweit auch ganz passabel aus.



Aber damit stand ich wieder vor dem gleichen Problem des Auffädelns des winzigen Fittings in der Lücke ...

Aber mittlerweile habe ich ja etwas Übung damit, und deshalb habe ich mir diesmal wieder so einen kleinen Zahnstocher-Tape-Halter präpariert wie seinerzeit bei einer ähnlichen Aktion an den  SSWS Pipes auf der MLP,



an dessen Spitze diesmal der Fitting hängt.



Das Einfädeln war zwar wieder eine ähnlich zittrige Angelegenheit bei angehaltenem Atem wie bei der GO2 Press. Line, aber schließlich habe ich es auch hier wieder geschafft, wie man sehen kann.



Nun kann ich das gesamte Attachment wieder auf den ET aufsetzen und mir die Länge der Press. Line bis zu den unteren beiden Biegungen vor der hinteren Ice Ramp (R24) ermitteln, die anschließend gebogen werden können.
« Letzte Änderung: 13. November 2019, 09:48:59 von gino847 »

Offline Mim

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3327 am: 12. November 2019, 19:49:49 »
Bei Schnupfen ist deine Werkstatt vermutlich geschlossen, oder?
Denn einmal Niesen genügt - und die kleinen Teilchen schießen unkontrolliert durchs Universum...  ;D

LG, Mim

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3328 am: 12. November 2019, 23:47:25 »
Hi Moni,
da hast Du allerdings recht, Niesen in Anwesenheit von derartigen Winzlingen ist ein absolutes No-Go.

Aber auch ohne zu niesen hatte ich auch jetzt wieder ähnlich schlimme Horror-Erlebnisse beim Hantieren mit den winzigen Resin-Ice Frost Ramps, die mir plötzlich aus der Pinzette weggeschnipst und auf den Boden (Fliesen) gefallen sind, auf dem ich dann auf allen vieren herumgekrochen bin ... 
Nur gut, dass Tomas Kladiva in seinem Newware Kit in weiser Voraussicht auch einige Ersatzteile berücksichtigt hat, denn zwei der R24-Ramps waren tatsächlich (zunächst) im Umkreis meines Stuhles unauffindbar.
Durch Zufall habe ich eine Rampe am nächsten Tag unversehrt an der Tür liegen sehen, in ca. 3 m Entfernung!!!  Von der anderen fand ich dann nur noch den kläglichen platt gedrückten Rest, für den ich offenbar etwas zu schwer war.  :'(
Auch in der Beziehung lässt der Newware Kit (NW 131) nichts zu wünschen übrig und ist deshalb absolut empfehlenswert.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3329 am: 18. November 2019, 02:01:36 »
Hallo allerseits,

leider kann man den Verlauf der GH2 Press. Line auf den Fotos nicht so gut einsehen wie den der GO2 Press. Line, weshalb ich die Länge der Schräge bis zu den unteren beiden Biegungen nicht direkt ausmessen konnte. ::) Deshalb konnte ich nach dem Aufsetzen des Attachments auf den ET den Abstand bis zur ersten Biegung nur nach mühevoller Einfädelaktion des Dummys über die LO2 Feedline hinweg und durch die Öffnung des kleinen Supports vor der TPS-Verkleidung hindurch lediglich markieren, was eine stressige Fummelei war.

Danach habe ich versucht, die beiden Biegungen mit der Rundzange auf engstem Raum hinzubekommen, zumal ihre Abstände minimal sind, wie aus diesem Bild hervorgeht.


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Und so sah der gebogene Kupfer-Dummy aus,



den man hier im provisorisch eingebauten Zustand sehen kann.  8)



Aber irgendwie stimmten die Form und Größe der unteren Bögen noch nicht, die etwas zu groß geraten waren,



denn wie man auf diesem Bild sehen kann, liegt die obere Biegung vor der Schräge wesentlich näher an der GO2 Press. Line???


Quelle: NASA

Nach diesem ersten Eindruck habe ich dann gleich den Stahldraht (Ø 0,4 mm) hergenommen und gebogen, der aber wesentlich härter und widerstandsfähiger ist und sich folglich auch schwieriger biegen lässt, insbesondere im unteren Bereich der doppelten Biegungen, weshalb mehrere Versuche und Anproben notwendig waren. ???



Dabei stellte sich heraus, dass man die unteren Biegungen nur halbwegs genau ausführen kann, wenn man am unteren Ende zunächst ein längeres Endstück belässt, um überhaupt biegen zu können, und dieses erst anschließend entsprechend kürzt.

Das Einfädeln der Leitung gelang nur direkt am Attachment,





wonach dieses dann auf den ET aufgesetzt werden konnte, um dann zu versuchen, das untere Ende in die hintere Ice Frost Ramp (R24) einzuführen, was aber nicht auf Anhieb gelang, weil mitunter entweder die Neigung der Schräge oder deren Länge nicht stimmte, oder aber die Abstände der unteren beiden Biegungen, oder aber alles zusammen, was zum Mäuse melken war ...



Deshalb zeige ich jetzt gleich das (vorläufige) Endergebnis nach dem x-ten Versuch,



das dann zufriedenstellend war.





Danach kam schließlich (nur) noch die Übung mit dem Auffädeln der beiden Fittings, wobei die Aktion am unteren Ende noch vor dem Einfädeln der Press. Line unter den Crossbeam vergleichsweise harmlos war.



Aber dann kam die kritische Stelle in der eingekreisten Lücke, wozu die Leitung vor dem Support mit einem Mini-Tape-Streifen (Pfeil) fixiert werden musste, um nicht ständig wieder rausrutschen zu können.  :o Und dann habe ich den Fitting-Ring wieder am Zahnstocher-Tape-Halter hängend in die Lücke dirigiert und die Leitung mit der spitzesten Pinzette vorsichtig eingeführt, was dann irgendwann auch wieder funktioniert hat ...



Aber selbst zum Fotografieren dieser Details waren einige Klimmzüge und entsprechende Halterungen notwendig, um mit der Digicam nahe genug in eine geeignete Position zu kommen,




in der der Autofokus (bei Selbstauslösung) noch scharfstellen konnte, wie man hier sehen kann.



Also alles in allem ein ziemlich aufwendiges Geschäft mit derartig kleinen Details, wobei die Freude dann umso größer ist, wenn es am Ende gelungen ist.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3330 am: 24. November 2019, 17:31:40 »
Hallo allerseits,

nachdem nun die beiden ET/Orbiter Assemblies endlich fertiggestellt sind, fehlt aber immer noch eine kleine Leitung, und das ist die sog. LH2 Recirculation Line (Ø 4''), die hier am ET-45 (STS-47) zu sehen ist.  8)


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Die Leitung sieht relativ einfach aus und hat an beiden Enden einen leichten Knick,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (DaveS)


Quelle: System Definition Handbook SLWT, Vol. II (Lockheed Martin)

vor dem jeweils eine Schutzummantelung (Protective Shroud) sitzt.


Quelle: System Definition Handbook SLWT, Vol. I (Lockheed Martin)

Und so sieht das Teil im Airfix-Kit aus, schlicht und ergreifend, wobei die beiden Shrouds allerdings fehlen, was aber kein Beinbruch ist.  ::)



Zunächst habe ich es wieder mit einem Kupfer-Dummy (Ø 0,6 mm) probiert und für die Shrouds versucht, einen Rundstab (Ø 1,2 mm) schrittweise mittig auf Ø 0,7 mm aufzubohren, was bei diesem Durchmesser gar nicht so einfach ist.  ???



Nach der provisorischen Montage des Dummys, die keine Probleme bereitet hat,





habe ich dann gleich einen Evergreen-Rundstab (Ø 0,7 mm) für die endgültige Leitung gebogen.

Das Aufbohren kann, wie schon gesagt, nicht gleich auf den endgültigen Innendurchmesser (Ø 0,7 mm) erfolgen, weil der Bohrer zu leicht wegrutschen kann und nicht im Zentrum bleibt, deshalb vorsichtig Schritt für Schritt.



Danach habe ich mir davon kleine 0,5 mm breite Ringe abgestochen und dabei aber feststellen müssen, dass die Bohrung nach innen hin verlaufen war, sodass leider nur der vordere Ring zu gebrauchen war. ::)





Deshalb habe ich dann jeweils nur noch 1 bis 2 Millimeter aufgebohrt und dann den Ring abgestochen, um nicht zu viel Ausschuss zu produzieren.



Und auf diese Weise ist es mir tatsächlich gelungen, drei brauchbare Ringe herzustellen,



und diese auf den Rundstab aufzuziehen, wodurch die Leitung doch um einiges besser aussieht als der Airfix-Krüppel. 



Aber als ich dann das Ergebnis der Anprobe so vor Augen hatte, war ich doch etwas ernüchtert, da mir die Leitung im Vergleich mit der LH2 Feedline doch irgendwie zu mickrig vorkam,



was ich von den Fotos anders in Erinnerung hatte ...


Quelle: NASA
Und als ich so beim Grübeln war, fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen ...

Aus Macht der Gewohnheit der letzten Wochen im intensiven Umgang mit den GH2/GO2 Press. Lines, deren Durchmesser 2'' (Ø 0,4 mm) beträgt und die "nackt" sind, d.h. keine TPS-Isolierung haben, betrifft der bisher von mir als Referenzmaß verwendete Durchmesser der LH2 Recirculation Line von 4'' (Ø 0,7 mm) ebenfalls nur die "nackte" Edelstahlleitung, die aber noch eine 1'' TPS-Isolierung (SS-1171/SLA-561) hat, woraus dann ein Durchmesser von 6'' (Ø 1,0 mm) in 1:144 resultiert, was ich hätte berücksichtigen müssen (s. rechte Skalierung),


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

weshalb ich dann auch die korrigierten Abmessungen verwendet habe.  8)


Quelle: capcomespace.net

Für die neue Leitung mit dem größeren Durchmesser (Ø 1,0 mm) habe ich dann für die Shrouds mit meinem Punch & Die Set aus Styrene (1,0 mm) kleine Scheiben (Ø 1,5 mm) gestanzt,



die ich dann in neun Schritten von Ø 0,5 mm bis auf Ø 1,0 mm aufgebohrt und angefast,



und dann auf die neue gebogene Leitung aufgeschoben habe, die mir nun wesentlich besser gefällt.



Anschließend habe ich die Öffnungen in der Umbilcal Plate sowie im ET Aft Dome auf 1 mm aufgebohrt und die Leitung vorsichtig eingeschoben, was nun doch viel besser ins Bild passt,



wie man hier im Vergleich beider Varianten deutlich sehen kann.



Nur gut, dass ich diesen Lapsus noch bemerkt habe und korrigieren konnte,  8)



denn damit kann ich nun diese beiden Umbilicals endlich abschließen.



Jetzt fehlt nur noch ein kleines Detail auf dem Crossbeam, der auf der Oberseite an der Vorderkante noch diese Abdeckung mit den äußeren leichten Erhebungen hat, wozu die auch immer gut war.


Quelle: NASA

Die will ich nun auch noch anbringen, womit das ET/Orbiter Aft Attachment in meinen Augen aber wirklich komplett wäre.
« Letzte Änderung: 27. November 2019, 00:38:31 von -eumel- »

Offline -eumel-

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3331 am: 25. November 2019, 01:15:11 »
Brillante Beschreibung der Arbeitsschritte + hervorragende Fotos.
So macht es Spaß, dem Baufortschritt zu folgen. 

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3332 am: 25. November 2019, 20:48:17 »
, das freut mich, Jörg, wenn es Dir so gefällt.  8)

Ich gebe mir auch Mühe, immer alles gut ins Bild zu setzen, was auch nicht immer einfach ist, insbesondere bei Kunstlicht,  ::) da ich ja meist erst spät zum Posten komme, wenn viele vielleicht schon schlafen.  

Und scharf sollen die Bilder natürlich auch sein, logo!

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3333 am: 28. November 2019, 18:56:20 »
Hallo allerseits,

aus dem Britmodeller-Forum kam die Frage, ob ich denn die Diagonal Cross Strut vergessen hätte,  was natürlich nicht der Fall ist. Aber die hatte ich der Einfachheit halber bisher nur nicht aufgelegt, was ich aber gleich nachgeholt habe.





Und damit nun zu der Abdeckung auf dem Crossbeam, für die ich mir zunächst die Abmessungen aus diesem Foto des ET-37 (STS-37) ermittelt habe.


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Wie man darauf sieht, ist das nur ein schmaler dünner Streifen, der an beiden Seiten nach außen hin leicht schräg ansteigt, was jedoch nicht so einfach zu realisieren ist.  

Deshalb habe ich mir überlegt, aus einem dünnen Evergreen Sheet (0,13 mm) zunächst einen 0,8 mm breiten Streifen zu schneiden (oben), und darauf die beiden Schrägen aus einem Evergreen Strip (0,4 mm x 0,75 mm) aufzukleben.



Da ich dazu wieder MEK verwendet habe, musste ich auch wieder die Teflon-Folie unterlegen, damit nichts ankleben kann. ::) Dann habe ich die mühselig angeschliffenen Schrägen aufgelegt und mit dem Cutter vorsichtig fixiert, und dann von beiden Seiten leicht mit MEK bepinselt, was für die Verklebung ausreicht.



Und damit war die Abdeckung auch schon so gut wie fertig, lediglich die Übergänge der Schrägen und an den Enden habe ich den Streifen noch etwas geschlichtet.  8)



Anschließend habe ich diesen Streifen in ähnlicher Weise ebenfalls mit MEK auf den Crossbeam geklebt, wobei ich schrittweise von einer Seite zur anderen Seite vorgegangen bin.





Und wie ich finde, kommt die Abdeckung auch ganz gut raus und kann sich durchaus sehen lassen.



Damit wäre nun dieses letzte Detail auch erledigt.

Offline -eumel-

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3334 am: 13. Dezember 2019, 03:02:26 »
Wie geht´s denn weiter?

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3335 am: 13. Dezember 2019, 14:27:58 »
Man gönne ihm eine Advents- Weihnachts- und Silvesterpause :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3336 am: 15. Dezember 2019, 00:17:57 »
Danke der Nachfrage, Jörg, die nach der längeren Pause durchaus berechtigt ist, und auch Dir, Arno, für Deine gut gemeinte Nachsicht.

Aber ich musste erst mal ausspannen, zumal ich etwas angeschlagen war und meinen hartnäckigen Infekt auskurieren musste, bzw. immer noch muss ...

Und damit Hallo allerseits,

tja, nach diesen sicher auch für den Betrachter stressigen Details auf der Mikro-Ebene nun wieder zu etwas größeren Teilen auf dem ET, den ich langsam aber sicher auf seine "SOFI-Bemehlung" vorbereiten will. 8)

Dazu habe ich erst nochmal rekapitulieren müssen, wie ich das mit der Verklebung der fortlaufenden Tape-Spirale (Barber pole) aus dem 0,75 mm breiten Tape-Streifen machen wollte, mit dem ich die SOFI-Pattern andeuten wollte ...

Diesbezüglich war ich seinerzeit zu der Überzeugung gekommen, dass es günstiger sein würde, die Klebestellen für alle Anbauteile, wie das gesamte ET/Orbiter Aft Attachment inkl. Longerons, sowie Ice Ramps und PAL Ramps, etc. vor der Bemehlung auf der Spirale zu markieren und freizulegen, die anschließend separat mit Tape-Stückchen abgedeckt werden, und diese Teile erst nach der Bemehlung, Grundierung und Lackierung auf dem Tank zu verkleben und evtl. von Hand zu lackieren.

Und damit nun Schritt für Schritt zu den noch fehlenden Details auf dem ET8)

Da stand ja u.a. noch die Verlängerung der LO2 Feedline aus, die im Airfix-Kit zu kurz ist, was mir aufgrund der schon vorhandenen Klammer-Ringe der Feedline Support Brackets einfacher erscheint als der Austausch der kompletten Leitung inkl. dem Aufbringen neuer Ringe.  

Dazu habe ich mir überlegt, die Leitung vor dem "letzten" Ring zu durchtrennen, der ja in Wirklichkeit der vorletzte Ring ist, da die letzte Support Bracket vor dem Intertank im Kit bekanntlich fehlt. ::)

Das Ersatzstück der Leitung (Ø 3 mm) habe ich am hinteren Ende wieder aufgebohrt, das dadurch auf den Zentrierstift (Ø 0,4 mm) im hinteren Teil der Leitung aufgesteckt werden kann,



und vorn mit dem Feedline Fairing auf dem Intertank bündig abschließt.





Dann habe ich noch den vorderen Klammer-Ring verklebt, wozu ich einen Evergreen Strip (0,4 mm x 0,6 mm) verwendet habe, den ich vorher unter Heißluft um einen Stahlkern vorgebogen hatte.



Aber unmittelbar neben diesen schmalen Klammer-Ringen gibt es auch noch etwas breitere Ringe, von denen die vorderen vier auf der Airfix-Feedline allerdings fehlen, und das sind die sog. LO2 Feedline Bellows, die vor den Support Brackets sitzen und im folgenden Bild grün nummeriert sind.


Quelle: NASA

Diese Bellows (Bälge) ermöglichen einen Ausgleich der Feedline durch Ausdehnung/Kontraktion sowohl während des Betankens als auch während des Fluges. Für Interessenten ist im folgenden Foto eine NASA Facts PDF mit weiteren Informationen verlinkt.


Quelle: NASA

Die Abmessungen dieser Ringe habe ich aus diesem Bild ermittelt,


Quelle: NASA

für die ich einen Evergreen Strip (0,5 mm x 1,0 mm) verwendet habe, den ich um einen Stahlkern gewickelt und unter Heißluft zur Spirale geformt habe,



die ihre Form auch nach der Abkühlung beibehalten hat.



Den Durchmesser des Kerndrahtes (Ø 2,5 mm) habe ich bewusst etwas kleiner gewählt als den der Feedline (Ø 3,0 mm), damit die anschließend auf den Feedline-Rest aufgefädelte Spirale schön eng anliegt und ich die Bellow-Ringe nur noch mit der Rasierklinge abtrennen musste.  8)



Und mit dem vorderen der vier Bellows unmittelbar vor dem Intertank habe ich angefangen, vor dem noch ein schmaler Ring sitzt,


Quelle: NASA

den ich gleich noch mit verklebt habe.



Und so sieht diese Gruppe dann auf dem ET aus,



und aus purem Spaß an der Freude habe ich dann noch die beiden Press. Lines eingefädelt, was insgesamt einen recht guten Eindruck macht, wie ich finde.



Jetzt kann ich getrost auch die hinteren drei Bellow-Ringe (2-4) verkleben, die die restliche Spirale hoffentlich noch hergeben wird, womit die LO2 Feedline dann erledigt wäre. 
Und damit allen einen schönen 3. Advent.
« Letzte Änderung: 16. Dezember 2019, 01:15:29 von gino847 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3337 am: 22. Dezember 2019, 19:38:53 »
Hallo zusammen,

inzwischen sind auch die restlichen drei LO2 Feedline Bellows verklebt, sodass die Leitung nun komplett ist. 8)





Als Nächstes habe ich mir den ET Aft Dome vorgenommen, das ist der hintere kuppelartige Abschluss des Tanks, in dessen Aft Dome Cap es diese beiden Deckel (Cover) gibt, wie man sie hier auf dem ET-8 (STS-6) sehen kann,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

sowie hier auf dem ET-45 (STS-47).


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Dabei handelt es sich jeweils um die sog. Manholes, wovon ich das markierte Manhole (Ø 36'') als solches schon aus dem Buch Remove Before Flight meines Freundes Scott Phillips kannte,


Quelle: Scott Phillips

durch das er nach der Endkontrolle und Abnahme des ET-1 als Letzter seines Teams den Tank für die STS-1-Mission verlassen hat und sogar den roten "Kontrollstreifen" - Remove Before Flight Ribbon vom Qualitätsinspektor ausgehändigt bekam, worauf er natürlich sehr stolz war. 

Hinter dem anderen Manhole (Siphon Manhole) befand sich der sog. Siphon mit den Anti-Vortex Baffles (Anti-Verwirbelungs-Leitbleche), die eine Unterbrechung des Kraftstoffflusses zu den Main Engines verhindern sollten, die man auf dieser Innenaufnahme am Ende der LH2 Feedline neben dem offenen Manhole sehen kann.


Quelle: Scott Phillips

Von diesen Manholes gibt es im Newware Kit drei Exemplare aus Resin (R42),



und zwei als PE-Teile (P44).



Verwenden werde ich die Resin-Teile, da deren Rückseite leicht gewölbt ist, wodurch sie besser an der Kuppelrundung anliegen.



Wie man aus der Skizze ersehen kann, sind die beiden Manholes nicht mittig angeordnet, sondern das Ausstiegs-Mannloch sitzt etwas unterhalb der Mitte, deren Lage ich mir hier auf der Aft Dome Cap angezeichnet,



und beide Scheiben anschließend mal provisorisch aufgelegt habe.  8)



Verklebt habe ich beide Scheiben mit Pattex-Seku, da der normale Revell-Plastik-Kleber für die Verklebung von Resin-Teilen nicht geeignet ist.



Und damit gleich noch zu diesen eigenartigen helleren Closeouts, die man hier am ET-45 (STS-47) sehen kann, und die in ähnlicher Form an allen ETs vorhanden waren, deren Sinn und Zweck mir aber zunächst unklar war.


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Da ich aber gerne weiß, wozu die Teile eigentlich da sind, die ich so anbaue, habe ich zunächst meinen ET-Experten, Scott Phillips, und ebenso DaveS (NSF) befragt, die eine einfache Erklärung dafür hatten, zu der ich dann nach entsprechenden Fotos gesucht habe und auch fündig geworden bin.

Dabei handelt es sich um die hinteren Auflageflächen/-punkte des ET auf dem eigens für ihn konzipierten Transporter, die ich im folgenden Bild rot eingekreist habe, die man im Zoom genauer erkennen kann.


Quelle: NASA

Genau genommen sind es die Transportbeschläge (ET Aft Support Transportation Fittings) auf dem Transporter, für die es diese spezielle Vorrichtung gab, auf denen der ET mit dem Transporter verschraubt wurde, wozu ich in der ET-Bibel diese Zeichnung gefunden habe.


Quelle: System Definition Handbook SLWT, Vol. II (Lockheed Martin)

Interessant dabei ist der Umstand, dass vor jedem Transport des ET der SOFI-Schaum dieser Closeouts entfernt und anschließend wieder aufgebracht werden musste, weshalb es zu unterschiedlichen Formen und auch Farben dieser Bereiche kam.  ???

Und auch für diese Closeouts gibt es im Newware Kit ein entsprechendes PE-Teil (P43),



das in diesem Bild bereits am rechten Rand der Platine zu sehen waren, womit es demnächst weitergehen soll.  8)



So weit für heute, und damit noch einen schönen 4. Adventsabend.
« Letzte Änderung: 22. Dezember 2019, 23:25:12 von gino847 »

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3338 am: 24. Dezember 2019, 18:09:01 »
Hallo zusammen,

zum Heiligabend schnell noch zu den Closeouts, die ich von der PE-Platine auf ein Evergreen Styrene Sheet (0,2 mm) übertragen habe, da sich damit die Kontur einfacher auf den ET übertragen lässt. 8) Das Teil soll ja vorerst nicht verklebt werden, sondern erst nach dem Aufkleben der Pattern-Tape-Spirale, also unmittelbar vor der Bemehlung.







Nachdem ich die genaue Position der Closeouts auf dem ET ermittelt hatte,



habe ich diese mit Abdeckband (2 mm) fixiert und konnte somit die Kontur nachzeichnen.





Nun kann ich demnächst mit dem Aufkleben der Tape-Spirale beginnen und danach die Kontur freischneiden, um anschließend die Closeouts aufkleben zu können.
Und mit den beiden Longerons werde ich genauso verfahren.



Damit möchte ich es vorerst bewenden lassen und werde mich nun unserem Baum zuwenden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen Frohe Weihnachten!

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3339 am: 24. Dezember 2019, 21:36:27 »
Ein Selbiges sei Dir gewünscht :)
Und nun entspanne Dich erstmal :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3340 am: 24. Dezember 2019, 22:29:25 »
Danke Arno,

das werde ich auch machen, um für 2020 neue Kraft und Motivation zu tanken, damit dann u.a. auf der MLP auch endlich Licht ins Dunkel kommt ...



Offline Mim

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3341 am: 27. Dezember 2019, 15:35:30 »
Hallo lieber Manfred,
ich möchte mich an dieser Stelle für deine nimmermüde Berichterstattung bedanken!
Dein Thread hier im Forum ist für mich die "Cherry on the Top".
Möge dir der Uhu , uups, der Klebstoff, niemals ausgehen...!  :D

LG, Mim

P.S. Wollte dir einen Uhu-Smilie einkopieren, aber ich bekomme das einfach nicht hin. Wie lädt man hier Smilies hoch? Vom eigenen Ordner oder muß man mit einer externen Internetseite verlinken? Welcher? Vielleicht hast du eine Minute, mir das allereinfachste Prozedere per PN zu erklären? Vermutlich gibt es 8263 Arten, einen Smilie hier einzufügen, aber alleine bekomme ich es nicht hin.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3342 am: 28. Dezember 2019, 00:30:45 »
Hallo Moni,
vielen Dank für Deine netten Komplimente, die mich ermuntern, weiterzumachen.
Tja, der Kleber darf einem natürlich nicht ausgehen, egal von welcher Sorte.

Apropos UHU, den selbigen Sprühkleber werde ich demnächst wieder brauchen, wenn es dann an die endgültige Bemehlung des ET geht ...



In diesem Sinne allerseits ...



P.S.:

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3343 am: 31. Dezember 2019, 19:04:46 »
Hallo allerseits,

ehe dann später die Korken knallen, wollte ich Euch eigentlich noch ein letztes Update in diesem Jahrzehnt präsentieren, was ich aber jetzt doch nicht mehr schaffe, obwohl die Bilder fertig sind, 8) weshalb ich das ins nächste Jahr verschieben muss, ich melde mich aber morgen zurück, versprochen.
In diesem Sinne wünsche ich zunächst allen einen guten Rutsch, also kommt gut rüber!!!

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3344 am: 01. Januar 2020, 19:15:16 »
Hallo allerseits,
ich hoffe, Ihr hattet einen guten Rutsch und wünsche allen ein gutes und vor allem gesundes Neues Jahr.

Und damit wieder zurück zum ET, an dem es noch ein paar kleine Sachen gibt, wie diese Thrust Struts und Longerons, die ich gern noch modifizieren möchte, da sie im Original doch etwas anders aussehen als im Airfix Kit. ::)



Wie man auf diesem Bild des ET-6 sehen kann, ist der Durchmesser der schrägen Streben in der vorderen Hälfte geringfügig größer und der vordere Ring etwas breiter,  8)


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

was man auf diesem Bild des ET-33 (STS-36) noch deutlicher sehen kann, aus dem ich die Abmessungen für die Hülse ermittelt habe.


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Wie daraus hervorgeht, sollte die Hülse in 1:144 lediglich eine Wandstärke von 0,2 mm haben, was die Auswahl eines geeigneten Materials etwas erschwert, da der von mir für solche Sachen gern verwendete Isolierschlauch für Innendurchmesser von ca. 3 mm jedoch zu dickwandig ist und diesmal ausscheidet.  ::)
Also musste ich mir etwas anderes überlegen und hatte dabei zuerst an Klebefolie gedacht, wie sie als Preisetikett im Supermarkt oft zu finden ist. 8) Dazu habe ich mir einen 9 mm breiten Streifen abgeschnitten und einige Male um die Strebe gewickelt, bis sich ein Durchmesser von ca. 3,6 mm ergeben hatte.



Das ginge zur Not auch, allerdings müsste man dann die Überlappung am Ende der Wicklung in Kauf nehmen, die sich jedoch nach und nach wieder leicht geöffnet hat, was mir nicht so gefallen hat.  ::)
Dann hatte ich die folgende Idee, und das waren die bekannten Trinkhalme, von denen ich mir vor längerer Zeit mal einige auf die Seite gelegt hatte. Deren Durchmesser ist zwar mit 5 mm etwas zu groß, aber die Wandstärke von ca. 0,2 mm würde passen, um auf den erforderlichen Ø 3,6 mm zu kommen.



Um das zu bewerkstelligen, habe ich eine 9 mm lange Hülse längs aufgeschlitzt und anschließend so eng wie möglich auf einen Stahlstab mit kleinerem Durchmesser (Ø 2,5 mm) gewickelt und mit einer Wäscheklammer fixiert,





und zum Einformen anschließend ein paar Minuten in ein heißes Wasserbad gelegt.



Den Umfang der so entstandenen eingewickelten Hülse habe ich anschließend entsprechend gekürzt,



sodass es auf der Airfix-Strebe zu keiner Überlappung kam. Links im Bild sieht man übrigens schon die vorbereitete Spirale für die breiteren vorderen Ringe (0,5 mm x 1 mm).





Und wie der Test zeigte, ergab sich tatsächlich der erforderliche Durchmesser der Hülse von 3,6 mm.



Hier sieht man den Vergleich beider Varianten, wobei ich mich für die untere entschieden habe.



Vor dem Aufkleben der Hülsen auf die Streben habe ich aber erst noch die zu schmalen Ringe entfernen müssen, um die breiteren Ringe aufziehen zu können,



die hier bereits verklebt sind.



Danach konnten dann auch die Hülsen aufgeschoben und verklebt werden.



Und damit nun noch zur Modifizierung der Longerons, wozu ich wieder Apoxie Sculpt verwendet habe, von dem beide Komponenten im Verhältnis 1:1 durch Kneten solange vermischt werden mussten,



bis sich eine helle Färbung einstellt hatte. Damit konnten dann die mittleren Bereiche zwischen den Schrägen aufgefüllt und modelliert werden, 



um sie der Form der Original-Longerons anzugleichen.  8)



In diesem Zustand habe ich dann alles trocknen lassen,



und anschließend vorsichtig von allen Seiten beschliffen.  ???

Die Thrust Struts sind vorerst nur provisorisch aufgelegt und müssen noch eingeklebt werden. Danach kann dann der vordere Verbindungsbolzen auch noch angedeutet werden.


 
Und zum Abschluss hier noch der ET mit den provisorisch aufgelegten Streben und Longerons.







Das soll es für den Anfang im neuen Jahr gewesen sein.

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3345 am: 01. Januar 2020, 22:55:51 »
Einen Rat zum Ruhigertreten schlägst Du sowieso in den Wind, also da wünsch ich Dir mal eiserne Gesundheit im Neuen Jahr und daß Deine Lieben weiterhin Engelsgeduld haben ;)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3346 am: 01. Januar 2020, 23:20:03 »
Danke Arno für Deine lieben Wünsche, Dir auch ein gutes und gesundes Neues Jahr!

Gesundheit ist das Allerwichtigste, vor allem, wenn man älter wird, und Geduld muss ich zu allererst selbst haben, dann kann es auch weitergehen.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3347 am: 17. Januar 2020, 09:34:48 »
Hallo allerseits,

tja, alle Jahre wieder die gleiche (Kunst)Pause, und je länger die dauert, desto schwerer fällt der Wiedereinstieg ... ::)
Aber nichtsdestotrotz soll es nun weitergehen, und deshalb

Für die Maskierung der Verbindungsstellen der ET-Attachments vor der Bemehlung fehlt noch eine Schnittstelle, und das ist die zwischen den ET Vertical Struts und den SRB Aft Attach Struts,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (Jester)

die sowohl im Airfix Kit als auch im Newware Kit leider nicht berücksichtigt wurde, woraus diese Lücke resultiert, die es dort natürlich nicht geben darf.



Über die in dem dortigen Kabelkanal und durch die Upper Strut verlaufenden Kabelverbindungen erfolgte nämlich u.a. die Zündung der SRB Separation Motors, durch die vom Cockpit aus nach dem Ausbrennen der Booster die Abtrennung vom ET eingeleitet wurde.
Wie aus dem folgenden Bild ersichtlich ist, ist die runde Verkleidung der Upper Strut wirklich nicht zu übersehen,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (woods170)
und bei weitem nicht nur so ein mickriger Boppel wie bei der zierlichen Airfix-Strebe,



was auch auf diesem Foto von Steve Patlan zu sehen ist,


Quelle: live.staticflickr.com (Steve Patlan)
der seinerzeit hautnah an der Basis war und tolle Fotos in seinen Alben hat.


Quelle: live.staticflickr.com (Steve Patlan)

Dieser Vergleich hat mich dann doch wieder dazu inspiriert, auch diese Details an der Schnittstelle etwas realer darzustellen, wobei ich zunächst mit der Verkleidung der Upper Strut begonnen habe. Da ich aber die Struts am rechten SRB bereits verklebt hatte, habe ich mir die Streben des linken SRB vorgenommen und zunächst den störenden Boppel entfernt.  8)



Danach habe ich ein Rundprofil (Ø 3 mm) schrittweise bis auf Ø 1,4 mm aufgebohrt,



sodass sich die davon abgetrennte Hülse über die Strebe schieben ließ. Dazwischen kam dann noch eine gestanzte Scheibe (0,25 mm, Ø 3,4 mm),



die dann zusammen mit der Hülse auf der Strebe verklebt wurde, was der Originalstrebe dann schon ähnlicher sieht.  8)





Die gleiche Prozedur werde ich jetzt auch an der rechten SRB-Strebe durchführen, wozu ich diese vorsichtig abtrennen werde.  ???

Und damit nun noch einmal zu dem verbindenden Kabelkanal zwischen ET und SRB Attach Ring, wozu ich wieder dieses übersichtliche Foto des ET-32 (STS-32) von George Gassaway verwendet habe, das ich zur besseren Orientierung um 90° gedreht habe, woraus ich mir auch die Maße (in mm) der einzelnen Details ermittelt habe.

Darin sieht man auch sehr schön die grün gezeichnete TPS-Verkleidung, die vor dem Kabelkanal wie eine schräge Rampe liegt und eine ähnliche Schutzfunktion haben dürfte wie die länglichen LH2/LO2 PAL Ramps vor den Cable Trays im mittleren und vorderen Tankbereich.


Quelle: georgesrockets.com (George Gassaway)

Mit diesen Maßen habe ich mir diese Skizze (1:1) aufgezeichnet,



die ich dann mal zur Anprobe auf die Schnittstelle gelegt habe, womit ich die Maskierungsflächen auf dem ET markieren kann.



Die restlichen Maße für das Scratchen der Teile habe ich mir aus dieser Seitenansicht ermittelt,


Quelle: forum.nasaspaceflight.com (woods170)
womit wieder ein weiterer kleiner Schritt getan wäre.

Offline gino847

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3348 am: 28. Januar 2020, 23:03:18 »
Hallo allerseits,

in stillem Gedenken an den 28.01.1986 möchte ich an die tragische 25. Space-Shuttle-Mission sowie den zehnten und letzten Flug der Raumfähre Challenger erinnern, die 73 Sekunden nach dem Start zerbrach ...


Quelle: wikipedia.org

Es war der erste Start einer Raumfähre von der neuen Startrampe Pad 39B, an deren Aufbau mein Freund James MacLaren maßgeblich beteiligt war, dem damals alle Mitarbeiter erwartungsvoll und voller Stolz entgegengefiebert hatten. Um so größer war ihre Enttäuschung und Trauer, dass der erste Start von der neuen Rampe auf derartig tragische Weise ein jähes Ende fand.

Es war der bis dahin schwerste Unfall in der Raumfahrtgeschichte der Vereinigten Staaten, bei dem alle sieben Astronauten ums Leben kamen,


v. l. n. r. Vorne: Michael Smith, Francis Scobee, Ronald McNair;
Hinten: Ellison Onizuka, Christa McAuliffe, Gregory Jarvis, Judith Resnik
Quelle: wikipedia.org

aber sieben neue Sterne geboren wurden.

Offline McPhönix

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Re: Space Shuttle Launch Pad 39A mit Challenger STS-6
« Antwort #3349 am: 28. Januar 2020, 23:27:50 »
Kann nicht schaden, sich zu erinnern.
Hoffentlich lehrreich für alle Zeiten und alle weiteren Projekte weltweit.

  :-[
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