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Wann startet die Falcon Heavy zum ersten Mal?

2016
5 (3.1%)
2017
86 (53.4%)
2018
44 (27.3%)
2019 oder später
11 (6.8%)
nie
15 (9.3%)

Stimmen insgesamt: 152

Autor Thema: Falcon Heavy  (Gelesen 498907 mal)

Offline MillenniumPilot

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1750 am: 19. Juli 2018, 17:36:10 »
Was will man mit 500kg mehr im LEO?! Auch die 63,800 kg werden nie ausgereizt werden..
Versorgungsgüter, Treibstoff?

Naja, die Fairings sind vermutlich zu klein, um da volumetrisch 63to unterzubringen. Die FH wirkt fuer mich wie ein Opfer des eigenen Erfolges. Die BFR wird frueher oder spaeter die schweren Lasten transportieren.

Offline Hugo

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1751 am: 19. Juli 2018, 21:24:23 »
Sie werden bei MaxQ die bisher maximale strukturelle Belastung überschreiten und zusätzlich erhöhte deltaV Verluste durch den Luftwiederstand hinnehmen müssen.

Zum Glück hat SpaceX hierfür die perfekte Lösung. Zumindest, wenn es stimmen sollte. Die drosseln einfach früher. Und genau das haben sie beim Erststart der FH auch gemacht und zwar ganze 15 Sekunden früher.

Offline Klakow

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1752 am: 19. Juli 2018, 22:35:35 »
Was will man mit 500kg mehr im LEO?! Auch die 63,800 kg werden nie ausgereizt werden..
Versorgungsgüter, Treibstoff?

Naja, die Fairings sind vermutlich zu klein, um da volumetrisch 63to unterzubringen. Die FH wirkt fuer mich wie ein Opfer des eigenen Erfolges. Die BFR wird frueher oder spaeter die schweren Lasten transportieren.
https://www.unternehmensberatung-babel.de/industriegase-lexikon/industriegase-lexikon-a-bis-m/dichte-fluessiger-gase/xenon-dichte-fluessig.html
fast 3t/m³ also gut 20m³ Tank, das wäre gerade mal 1m Tankhöhe oder 3m bei Wasser

Offline MillenniumPilot

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1753 am: 20. Juli 2018, 05:17:23 »
Was will man mit 500kg mehr im LEO?! Auch die 63,800 kg werden nie ausgereizt werden..
Versorgungsgüter, Treibstoff?

Naja, die Fairings sind vermutlich zu klein, um da volumetrisch 63to unterzubringen. Die FH wirkt fuer mich wie ein Opfer des eigenen Erfolges. Die BFR wird frueher oder spaeter die schweren Lasten transportieren.
https://www.unternehmensberatung-babel.de/industriegase-lexikon/industriegase-lexikon-a-bis-m/dichte-fluessiger-gase/xenon-dichte-fluessig.html
fast 3t/m³ also gut 20m³ Tank, das wäre gerade mal 1m Tankhöhe oder 3m bei Wasser

Ich haette mich selbst korrigieren sollen.  :D

Genau das kam mir in den Sinn, nachdem ich die Zeilen verfasst hatte. Selbst mit Wasser oder Tankstellenbenzin wuerde sich das noch ausgehen.  ;)

Offline MpunktApunkt

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1754 am: 20. Juli 2018, 11:00:02 »
Was will man mit 500kg mehr im LEO?! Auch die 63,800 kg werden nie ausgereizt werden..

Hallo,

vielleicht benötigt man ja mal eine ganze Menge Wolfram Schweißdraht im LEO. ;D ;D
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Online Therodon

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1755 am: 28. Juli 2018, 07:24:32 »
Musk auf Twitter zur Frage ob Block 5 als Centercore verwendet werden kann
„Side boosters, yes, but too much load through center core“

Also eher als Side Booster geeignet

Offline MpunktApunkt

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1756 am: 28. Juli 2018, 09:02:05 »
Musk auf Twitter zur Frage ob Block 5 als Centercore verwendet werden kann
„Side boosters, yes, but too much load through center core“

Also eher als Side Booster geeignet

Hallo,

das scheint mir nichts neues. Es wurde ja angekündigt, dass man den Center Core für die Falcon Heavy extra konstruieren muss und nur die Booster identisch mit der F9 sind. Das gilt auch für Block 5. Aber SpaceX wird ja wohl auch FH Center Cores mit Block 5 Technologie bauen und dann hat man zusammen mit 2 F9 Block 5 Boostern eine Falcon Heavy Block 5.

Gruß

Mario
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Offline rhlu

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1757 am: 29. Juli 2018, 20:27:27 »
Da drängen sich mir gleich die nächsten Fragen auf.
Auf wie viel und wie schnelles Wiederverwenden ist der FH-Core ausgelegt?
Wäre ja nicht schlecht wenn es auch mindestens 10 Wiederverwendungen in minimal 24 Std sind.
Wieviele FH-Cores werden wann produziert?
Oder anders: Wieviele Marsflüge wären 2020 und 2022 theoretisch möglich?

Offline Hugo

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1758 am: 29. Juli 2018, 23:18:37 »
Je nachdem, wessen Glaskugel antwortet, wirst Du viele verschiedene Antworten erhalten. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Ich glaube, die FH wird noch mehr als einmal überarbeitet werden. Aber man wird es sehen.

Offline MillenniumPilot

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1759 am: 30. Juli 2018, 11:16:48 »
Ich glaube nicht, dass die FH noch viele Marsfluege absolvieren wird. Wozu auch? Ich finde die FH gut fuer Explorationmissions im Sonnensystem, aber um Material fuer die Marsbesiedlung auf den Mars zu schaffen, dafuer ist sie zu klein.

Online Therodon

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1760 am: 30. Juli 2018, 13:02:59 »
Da drängen sich mir gleich die nächsten Fragen auf.
Auf wie viel und wie schnelles Wiederverwenden ist der FH-Core ausgelegt?
Wäre ja nicht schlecht wenn es auch mindestens 10 Wiederverwendungen in minimal 24 Std sind.
Wieviele FH-Cores werden wann produziert?
Oder anders: Wieviele Marsflüge wären 2020 und 2022 theoretisch möglich?

FH zum Mars ist doch im Grunde tot. Und es gibt auch nicht sonderlich viele Anwendungen, das man da irgendeine schnelle Wiederverwendung bräuchte. Zwischen den Flügen wird man viele Monate haben.

Offline Klakow

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1761 am: 30. Juli 2018, 13:12:47 »
Die Frage ist wieviel Vorbereitungsmissionen brauchen sie und wie lange brauchen sie von deren Landung und im Orbit bis man ein besseres Bild hat wohin man die Siedler schicken kann?
Derzeit ist die Situation so, das schon mal ein sehr großer Mangel an Datenübertragungskapazität herscht und die Hoffnung das dies von der NASA oder ESA ohne die FH bis 2020 beseitigt wird ist ziemlich dicht bei NULL. Da SpaceX derzeit auch mit bei der Entwicklung von Starlink beschäftigt ist,
würde ich mal vermuten SpaceX konstruiert so einen Satellten selbst und schickt davon vielleicht 2-3 zum Mars.
Der Vorteil ist das man damit schon mal den vorhandenen Orbitern viel mehr Bandbreite verschaffen kann und man zumindest von den Gebieten die Überflogen werden ziemlich komplette Daten bekommt und die hier Analysieren kann.
Vermutlich werden es dann so viele sein das man zur Analyse einen Aufruf im Web machen wird um die Auswertung zu beschleunigen.
Ich könnte mir vorstellen das die NASA dann durchaus Geld locker machen wird, wenn sie so billig an mehr Bandbreite drankommt.
Spätesdens 2022 muss man dies und auch zusätzliche Hardware zur Untersuchung möglicher Siedlungsplätze haben, andernfalls kann man 2024/2025 bemant vergessen. Leider hilft der neue Marsrover 2020 nicht unbedingt, zum einen ist der immer noch zu langsam am Boden und zum andern habe ich meine Zweifel ob die Landeplatzauswahl Rücksicht auf die Fragen zukünftiger Siedler nimmt.
Die Zeitschiene bis 2020 reicht sicher nicht um die Aufgaben schon mit einer BFR zu erledigen, 2022 vielleicht ja.

Als Fazit sehe ich zumindest eine, aber vermutlich mindestens zwei FH Missionen.

Offline MarsMCT

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1762 am: 30. Juli 2018, 14:27:46 »
Man könnte sich einiges an Vorbereitungsmissionen vorstellen. Der Terminplan, falls er eingehalten wird, läßt aber wenig Spielraum. Nur noch 2020 könnte man etwas vorbereitend machen. Jedenfalls was die Auswahl des Landeplatzes angeht. Die 2022 Fracht BFS geben den Standort für 2024 ja vor.

Gut wäre eine Satellitenkonstellation für Breitband-Kommunikation. Wenn die auch als Relais für vorhandene Satelliten dienen könnten, gäbe das eine interessante Möglichkeit. Die HiRISE Kamera kann relativ schnell viel von der Marsoberfläche in hoher Auflösung aufnehmen. Nur schnell genug zur Erde übertragen kann sie nicht. SpaceX könnte Übertragungskapazität bereitstellen im Tausch gegen Aufnahmen von HirRISE.

Zum Glück sucht die NASA ja selbst geeignete Landeplätze und produziert Daten für die Auswah.

Online Therodon

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1763 am: 30. Juli 2018, 16:34:06 »
Die Frage ist doch wozu.

Die NASA will eh erst mit SLS weiter, kann demnach auch darauf warten.
SpaceX will mit der BFR zum Mars, kann mit der BFR auch wesentlich besser vorbereiten als es die FH jemals könnte.

Die FH ist doch momentan eher die Lückenbüsser zum Thema "falls ne Payload kommt die die F9 nicht kann, aber die FH könnte, nehmen wir das mit".

Offline MillenniumPilot

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1764 am: 30. Juli 2018, 20:02:59 »
Die Frage ist doch wozu.

Die NASA will eh erst mit SLS weiter, kann demnach auch darauf warten.
SpaceX will mit der BFR zum Mars, kann mit der BFR auch wesentlich besser vorbereiten als es die FH jemals könnte.

Die FH ist doch momentan eher die Lückenbüsser zum Thema "falls ne Payload kommt die die F9 nicht kann, aber die FH könnte, nehmen wir das mit".

Das sehe ich auch so. Die FH wird sicher noch ihre Missionen haben, aber im Endeffekt, steht sie zwischen BFR und Falcon9. Da die F9 inzwischen so ziemlich alles in den LEO und darueber wuchtet, graebt sie der FH das Wasser ab. Im Endeffekt wird es SpaceX nicht stoeren. Man hat viel dabei gelernt und fuer zukünftige Wissenschaftsmissionen duerfte die FH noch ihre Einsaetze bekommen.

Offline MarsMCT

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1765 am: 30. Juli 2018, 21:17:43 »
FH zum Mars ist doch im Grunde tot. Und es gibt auch nicht sonderlich viele Anwendungen, das man da irgendeine schnelle Wiederverwendung bräuchte. Zwischen den Flügen wird man viele Monate haben.

Falcon Heavy wird gebraucht, wenn SpaceX in der Lage sein will, alle Nutzlasten der Airforce zu fliegen. Das ist ihnen wichtig. Meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum man FH überhaupt noch gebaut hat. Diese Fähigkeit ist wichtig, ziemlich unabhängig davon, ob die Airforce sie dann auch wirklich nutzt.

Offline Klakow

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1766 am: 30. Juli 2018, 23:46:30 »
Das sehe ich auch so und gerade fürs Militär kann die Nutzlast nicht groß genug sein, nur bezahlbar und lieferbar muss sie sein.
Gerade wenn es um Sicherheit geht sind 2-3 Jahre bis zum nächsten Start an sehr vielen Stellen viel zu lange.
Man stelle sich nur mal vor es gibt einen neuen militärischen Konflikt und man muss dem Feind sagen: he Jungs wartet mal noch drei Jahre bis wir unsere F35 starten können.

Für eine bemannte Marsmission wird zumindest im L4 oder im L5 auch noch ein Relaissatellit benötigt, ohne FH wird das ziemlich schwierig.  Wenn da schon war hingeschickt wird, kann man gleich noch den kleinen Brocken untersuchen der dort sein soll.

Online Therodon

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1767 am: 31. Juli 2018, 07:31:02 »
FH zum Mars ist doch im Grunde tot. Und es gibt auch nicht sonderlich viele Anwendungen, das man da irgendeine schnelle Wiederverwendung bräuchte. Zwischen den Flügen wird man viele Monate haben.

Falcon Heavy wird gebraucht, wenn SpaceX in der Lage sein will, alle Nutzlasten der Airforce zu fliegen. Das ist ihnen wichtig. Meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum man FH überhaupt noch gebaut hat. Diese Fähigkeit ist wichtig, ziemlich unabhängig davon, ob die Airforce sie dann auch wirklich nutzt.

Für alles richtig große ist sie doch viel zu klein. Wann hat man schon einmal selbst beim militär Payloads, die kompakt sind aber mehr Schub brauchen als die F9 liefern kann? Und schau dir mal an wie wenig gebucht ist.
Musk wollte Sie ja schon einmotten wenn Shotwell ihn nicht gestoppt hätte. 2019 will Musk schon mit der BFR die ersten Mini Hopser machen. Klar braucht es dann noch bis zum ersten Flug, aber allzu viel Zeit ist nicht bis man die FH in Rente schickt. Sobald die BFR fliegt ist die FH nur noch ein Kostenfaktor ohne Nutzen.

Offline Hugo

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1768 am: 31. Juli 2018, 10:40:53 »
2019 will Musk schon mit der BFR die ersten Mini Hopser machen.
Die FH ist Realität. Es hat 13 Jahre gedauert zwischen der ersten Veröffentlichung, daß man sie haben will bis zum Prototyp.

BFR ist eine Idee. Die genannten Jahreszahlen sind "Elon Time". Die BFR wurde 2010 das erste mal erwähnt. Wenn es auch 13 Jahre bis zum Prototyp braucht, wäre das 2023. Da die BFR aber größer ist und somit auch die Maschinen zum Bauen neu entwickelt werden müssen, ist alles in der Summe sicher komplexer.

Offline MillenniumPilot

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1769 am: 31. Juli 2018, 10:44:48 »
Fuer exploration Fluege ist die F9 zu klein und die BFR zu gross. Wenn man kuenftig das Sonnensystem auch fuer Ressourcenabbau untersuchen will, ist die FH in ihrem Element. Man kann ausreichend grosse Forschungssonden, Rover, etc. bis an den Rand des Sonnensystems schicken, ohne Monatelang irgendwelche Slingshots um Mond und Sonne zu fliegen. Und selbst wenn man die FH jetzt einmottet, ich denke als Entwicklungsschritt zur BFR hat sie ihre Aufgabe schon jetzt erfuellt.

Offline MillenniumPilot

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1770 am: 31. Juli 2018, 10:48:55 »
2019 will Musk schon mit der BFR die ersten Mini Hopser machen.
Die FH ist Realität. Es hat 13 Jahre gedauert zwischen der ersten Veröffentlichung, daß man sie haben will bis zum Prototyp.

BFR ist eine Idee. Die genannten Jahreszahlen sind "Elon Time". Die BFR wurde 2010 das erste mal erwähnt. Wenn es auch 13 Jahre bis zum Prototyp braucht, wäre das 2023. Da die BFR aber größer ist und somit auch die Maschinen zum Bauen neu entwickelt werden müssen, ist alles in der Summe sicher komplexer.

Gerade geschrieben. Als die BFR erwaehnt wurde, hatte man keine Ahnung, wie man viele Triebwerke miteinander kombiniert, ohne dass sie sich gegenseitig zerstoeren, man wusste nicht, wie man einen funktionierenden Hitzeschild baut. SpaceX kann heute auf technisches Know How zurueckgreifen, wie es kein anderer auf diesem Planeten kann. Die BFR ist die Summe der Erfahrungen, weshalb wohl auch Shotwell den Plan nach vorne korrigiert hat. Sie wird wissen warum.

Offline Sensei

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1771 am: 31. Juli 2018, 11:03:08 »
Fuer exploration Fluege ist die F9 zu klein und die BFR zu gross. Wenn man kuenftig das Sonnensystem auch fuer Ressourcenabbau untersuchen will, ist die FH in ihrem Element. Man kann ausreichend grosse Forschungssonden, Rover, etc. bis an den Rand des Sonnensystems schicken, ohne Monatelang irgendwelche Slingshots um Mond und Sonne zu fliegen. Und selbst wenn man die FH jetzt einmottet, ich denke als Entwicklungsschritt zur BFR hat sie ihre Aufgabe schon jetzt erfuellt.

Warum ist die BFR zu groß? Nur weil sie dann nicht mal im Ansatz ihre Nutzlast ausnutzt? Oder weil sie viel mehr Treibstoff verbraucht?

So lange sie voll wiederverwendbar fliegt und damit dann pro start nur ~ 10% eines FH Fluges kostet ist das doch so ziemlich egal. Und das ist gerade der ganze Witz an der BFR! ;)

PS: für Exploration Missions wäre eine neue Raptoroberstufe für die FH wohl noch ganz gut - was aber wieder einiges in der Entwicklung kosten würde.
Anderer seits werkelt man eh an der wiederverwendbaren RP-1 Oberstufe für FH und F9.
UND man bräuchte über kurz oder lang eh eine 3. Stufe für BEO BFR Satellitenmissionen
ganz zu schweigen von Nukleare und Elektrische Antriebe, die beide auch schon von EM erwähnt wurden

 .. mal schauen wie sich das ganze entwickelt
“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

Online Therodon

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1772 am: 31. Juli 2018, 11:40:07 »
BFR ist eine Idee. Die genannten Jahreszahlen sind "Elon Time". Die BFR wurde 2010 das erste mal erwähnt. Wenn es auch 13 Jahre bis zum Prototyp braucht, wäre das 2023. Da die BFR aber größer ist und somit auch die Maschinen zum Bauen neu entwickelt werden müssen, ist alles in der Summe sicher komplexer.

Das ist das Käse. Das ist doch nicht vergleichbar mit SpaceXs ersten Raketen. Und es ist auch nicht "eine Idee".
Das es nach dem ersten Prototypen noch etwas dauert bis die Tests durch sind und das Ding final ist klar.

Aber vorher passiert doch auch nichts. Keiner hat irgendeine größere Mission irgendwo hin geplant. So lang fliegt man nur "normale" Nutzlasten. Und es existieren für die FH fast keine. Einzige Möglichkeit wären Sammelflüge wie bei dem Testflug der Air Force für die FH. Aber selbst die gehen nur bedingt, da der Platz als Payload nun einmal arg beschränkt ist.

Im Prinzip ist die FH ne Demo. Sie zeigt das man es umsetzen konnte. Viel Missionen werden da nicht rum kommen.

Offline MarsMCT

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1773 am: 31. Juli 2018, 11:47:30 »
Gemessen an den typischen Kosten einer NASA Flagship Mission sind die Kosten für ein Fracht BFS praktisch vernachlässigbar, selbst wenn sie nicht wiederverwendet wird.

Man stelle sich eine 50t Sonde zu den äußeren Planeten vor, mit Ionen-Triebwerk und ein paar 10kW Kilopower Reaktoren als Energiequelle. Die könnte den halben Weg zum Pluto beschleunigen und die zweite Hälfte bremsen, um in einen Orbit einzutreten.

Offline MillenniumPilot

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Re: Falcon Heavy
« Antwort #1774 am: 31. Juli 2018, 12:07:27 »
Fuer exploration Fluege ist die F9 zu klein und die BFR zu gross. Wenn man kuenftig das Sonnensystem auch fuer Ressourcenabbau untersuchen will, ist die FH in ihrem Element. Man kann ausreichend grosse Forschungssonden, Rover, etc. bis an den Rand des Sonnensystems schicken, ohne Monatelang irgendwelche Slingshots um Mond und Sonne zu fliegen. Und selbst wenn man die FH jetzt einmottet, ich denke als Entwicklungsschritt zur BFR hat sie ihre Aufgabe schon jetzt erfuellt.

Warum ist die BFR zu groß? Nur weil sie dann nicht mal im Ansatz ihre Nutzlast ausnutzt? Oder weil sie viel mehr Treibstoff verbraucht?

So lange sie voll wiederverwendbar fliegt und damit dann pro start nur ~ 10% eines FH Fluges kostet ist das doch so ziemlich egal. Und das ist gerade der ganze Witz an der BFR! ;)

PS: für Exploration Missions wäre eine neue Raptoroberstufe für die FH wohl noch ganz gut - was aber wieder einiges in der Entwicklung kosten würde.
Anderer seits werkelt man eh an der wiederverwendbaren RP-1 Oberstufe für FH und F9.
UND man bräuchte über kurz oder lang eh eine 3. Stufe für BEO BFR Satellitenmissionen
ganz zu schweigen von Nukleare und Elektrische Antriebe, die beide auch schon von EM erwähnt wurden

 .. mal schauen wie sich das ganze entwickelt

Du meinst, die BFR wuerde mit zur Destination fliegen, erst dort den Satelliten aussetzen und dann wieder zurueck fliegen? Hmmm. Waere insofern nicht sehr praktikabel, weil diese Flugreisen derzeit noch fuerchterlich lang dauern wuerden. Manche Reisen wuerden dann ueber 10 Jahre dauern und in dieser Zeit ist die BFR totes Kapital. Ganz zu schweigen, wie das Ding nach 10 Jahren Weltraumflug aussieht. Da waere es besser, man nimmt nur die FH und schickt die Sonde alleine auf Reise. 50to wird so eine Sonde ja nicht gleich wiegen. Notfalls kann man ja das BFR Konzept auch auf die FH uebertragen und die zweite Stufe im Orbit neu auftanken und dann schwupp ab durch die Mitte mit 10to zum Uranus z.B. Eine volle Oberstufe sollte das deltaV mit 10to Nutzlast doch schaffen, oder?

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