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Autor Thema: Low-Density Supersonic Decelerator Project  (Gelesen 2522 mal)

Offline Schillrich

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Low-Density Supersonic Decelerator Project
« am: 10. Juni 2012, 12:45:39 »
Bei der NASA gibt es offenbar ein Entwicklungs-/Testprojekt, um neue Landetechnologien für hohe Nutzlasten auf dem Mars zu entwickeln/zu verifizieren:
Low-Density Supersonic Decelerator Project (Projekt für einen Überschall-Entschleuniger bei niedriger Dichte)

Die heute angewandten Bremstechnologien und -verfahren (Fallschirme, Abstiegsstufe, Airbags) basieren grundlegend noch auf dem Viking-Projekt und haben heute ihre Leistungsgrenze erreicht. Um größere Lasten auf den Mars zu bringen, braucht man was Neues. Das Low-Density Supersonic Decelerator Project soll neue Fallschirme und aufblasbare Bremskörper auf Raketenschlitten, in Windtunneln und in echten Testflügen erproben.
Zwei Demonstatoren werden aufblasbare ballonartige Druckkörper sein, die sich entlang des Umfangs des Landekörper entfalten. Sie sollen unter Marsbedingungen von über Mach 3,5 auf Mach 2 bringen. Der dritte Demonstrator ist ein neuer Fallschirm, der dann von Mach 2 auf unter 300 km/h bremsen soll.
Diese Demonstratoren werden die drei größten bisher unter solchen Bedingungen "geflogenen" sein. Der Fallschirm wird u.a. zu groß für Windkanäle sein, die aufblasbaren Körper zu groß für Überschall-Windkanäle. Daher werden Raketenschlitten in einer offenen Umgebung genutzt werden. Am Ende soll ein Ballon eine Testkapsel auf über 36 000 Meter Höhe in dünne Atmosphäre tragen und dort von einem Raketentreibsatz auf Mach 4 beschleunigt werden.
Diese Technologien sollen die aktuelle Nutzlast für Marsmissionen verdoppeln. Außerdem sollen höhere Landeplätze möglich werden.

Losgehen werden die Tests Anfang 2013 auf der U.S. Naval Air Weapons Station bei China Lake (Mojave-Wüste, Kalifornien). Offenbar gibt es auch jetzt schon Tests am JPL.
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Offline runner02

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Re: Low-Density Supersonic Decelerator Project
« Antwort #1 am: 10. Juni 2012, 14:41:59 »
Zitat
Diese Technologien sollen die aktuelle Nutzlast für Marsmissionen verdoppeln. Außerdem sollen höhere Landeplätze möglich werden.

Die ist ja momentan bei 1-1,5 Tonnen?

Kommen die Raketen da noch mit?


Eigentlich sind ja gerade die tieferen landeplätze die interesanntesten, wegen höherem Druck. Flüssiges Wasser in Hellas Planitia finden wäre doch auch mal was, nicht?
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline Schillrich

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Re: Low-Density Supersonic Decelerator Project
« Antwort #2 am: 10. Juni 2012, 17:19:46 »
Na es ist doch schön, wenn man insgesamt flexibler und leistungsfähiger wird, und langsam "die ganze Oberfläche" des Mars eröffnet.
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Offline runner02

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Re: Low-Density Supersonic Decelerator Project
« Antwort #3 am: 10. Juni 2012, 20:50:01 »
Na es ist doch schön, wenn man insgesamt flexibler und leistungsfähiger wird, und langsam "die ganze Oberfläche" des Mars eröffnet.

Theoretisch schon. Aber der Mons Olymp wird sich nicht recht vom Mond unterscheiden, von den Lebens-bedingungen her. Nahezu Vakuum.

In Hellas Planitia sollte es mit bis zu 12 mbar immer dann flüssiges Wasser geben, wenn die Temperatur über 0°C steigt (bei destilliertem Wasser). Nicht zu vergessen, wenn es salzig ist. Dann ist es flüssig bei (je nach Salz/Ammoniak/... bis zu -50°C) sagen wir bis -20°C pessimistisch. Extratterrestrisches flüssiges Wasser wär die Entdeckung des Jahrhunderts.
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websquid

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Re: Low-Density Supersonic Decelerator Project
« Antwort #4 am: 10. Juni 2012, 20:54:19 »
Der Ozean auf Europa ist nach allem was man weiß definitiv erwiesen ;) Von daher ist extraterrestrisches flüssiges Wasser nichts neues ;)

ilbus

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Re: Low-Density Supersonic Decelerator Project
« Antwort #5 am: 11. Juni 2012, 11:03:44 »

...Nahezu Vakuum.... 12 mbar...

sorry, aber das ist nicht mal Grobvakuum sondern nur ein starkes Unterdruck. Auf der Erde herscht er in guten 30km Höhe und es gibt Flugzeuge mit luftatmenden Triebwerken die es schafen dorthin zu  fliegen.

auf Olypus Mons`s Spitze sind es ca 1 mbar, was auf der Erde für die Höhe zwischen 50 und 60 km Steht und es gerade so noch nicht für einen Grobvakuum herhaten kann

Offline Schillrich

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Re: Low-Density Supersonic Decelerator Project
« Antwort #6 am: 18. August 2012, 16:09:06 »
Ich habe die Beiträge zum Low-Density Supersonic Decelerator Project aus dem Sammelthread Marsflug/Marsbasis gelöst, das es hier um ein sehr konkretes (2013) Entwicklungsprogramm und Testprojekt geht, dass auch für unbemannte Missionen Ergebnisse liefern wird.
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