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Autor Thema: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars  (Gelesen 1894746 mal)

Offline McPhönix

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5475 am: 11. März 2020, 22:50:41 »
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Online Gertrud

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5476 am: 24. März 2020, 17:34:02 »
Hallo Zusammen,

Dieses Video, das von den Navigationskameras (Navcams) auf dem Mast des Curiosity  aufgenommen wurde, zeigt den  Instrumentenarm des Rovers, während er sich dreht, um ein Selfie aufzunehmen. Die Mars Hand Lens Imager (MAHLI)  am Ende des Arms nahm 86 Einzelbilder auf, die später zu einem Panorama zusammengefügt wurden.
Die Navcams sind Schwarzweißkameras, mit denen Ingenieure im Allgemeinen die Bewegungen von Curiosity planen können. Der Roboterarm ist auf dem Selfie nicht zu sehen.


https://www.youtube.com/watch?v=L_ii2GABPao
https://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA23625

Das Selfie enthält 86 Einzelbilder, die mit der Mars Hand Lens Imager (MAHLI) am Ende des Roboterarms von Curiosity an Sol 2687, den 26.02.2020 aufgenommen wurden.  Die bröckelnde Gesteinsschicht oben im Bild ist der Greenheugh- Pediment, den Curiosity kurz nach der Aufnahme des Bildes erklomm. Direkt links von Curiositys vorderstem Rad befindet sich ein Loch, das der Rover an einem Felsvorsprung namens "Hutton" gebohrt hat.
Dieses Bild vom Selfie hat die Größe 4508 × 2857 und 9.91 MB.
Die Aufnahme in großer Auflösung:
https://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up071546.jpg
Kredit: NASA/JPL-Caltech/MSSS
https://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA23624

Beste Grüße
Gertrud
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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5477 am: 24. März 2020, 18:32:43 »
Hallo Zusammen,
 
an Sol 2711, den 22.03.2020, hat Curiosity diese Bohrloch in "Edinburgh" gebohrt.  Die nach dem Bohren auf den HazCam-Bilder und linken Navcambildern  gezeigten Rückständen lassen eine gute Chance auf eine brauchbare Probe in der Bohrhülse zu. Dieses Bild wurde von linken Mast Camera (Mastcam) auf Curiosity aufgenommen.
https://mars.nasa.gov/raw_images/793189/?site=msl

Das Bohrloch in "Edinburgh" wurde an Sol 2712, den 23.03.2020,  mit der Front Hazard Avoidance Camera (Front Hazcam) auf Curiosity aufgenommen.
http://mars.nasa.gov/raw_images/793130/?site=msl
Nachtrag:
https://mars.nasa.gov/msl/mission-updates/8632/sol-2710-2712-full-drill-ahead/

Diese Karte zeigt die Route, die Curiosity bis Sol 2702, den 13.03.2020 gefahren hat. Die Nummerierung der Punkte entlang der Linie gibt die Sol-Nummer jedes Laufwerks an. Norden ist oben. Die Maßstabsleiste ist 1 Kilometer lang. Von Sol 2700 bis Sol 2702 hatte Curiosity eine geradlinige Strecke von 3,03 Metern zurückgelegt, wodurch sich die Gesamtkilometerzahl des Rovers für die Mission auf 21,93 Kilometer erhöhte.
Das Basisbild der Karte stammt von der HiRISE (High Resolution Imaging Science Experiment Camera) im Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) der NASA.
Kredit: NASA / JPL-Caltech / Univ. von Arizona
http://mars.nasa.gov/resources/24824/curiositys-traverse-map-through-sol-2702/?site=msl

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5478 am: 14. April 2020, 18:31:30 »
Hallo Zusammen,


an Sol 2732, den 13.04.2020, wurde diese Aufnahme vom Rad aus ca. 30 cm bei der geöffneten Staubschutzhülle der Mars Hand Lens Imager (MAHLI) aufgenommen.
http://mars.nasa.gov/raw_images/799738/?site=msl

Die anderen Räder sehen fast unverändert aus.
Es sind keine offensichtliche neuen Brüche der Stege sichtbar.

https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&per_page=50&page=0&mission=msl&af=MAHLI%2C%2C

Beste Grüße
Gertrud
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Offline Steffen

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5479 am: 15. April 2020, 22:54:56 »
Hallo

aus  22 Bildern der linken Navigationskamera B von Sol 2734 (15.4.2020)  habe ich diesen Rundumblick zusammengebastelt:
(zum Vergrößern anklicken)


Bildquelle: https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/images


viele Grüße
Steffen



Online Gertrud

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5480 am: 21. April 2020, 20:36:10 »
Hallo Zusammen,

diese Aufnahme der linken Navcam an Sol 2732, den 13.04.2020, auf dem "Greenheugh Pediment" zeigt viele Knötchen auf den Grundgestein "Adder". Nach einer nächtlichen APXS-Integration sollte am nächsten Sol die Fahrt nach der "Clay-Bearing Unit" erfolgen, die bis heute wegen Armprobleme nicht ausgeführt wurde.
http://mars.nasa.gov/raw_images/799636/?site=msl
 
http://mars.nasa.gov/msl/mission-updates/8648/sol-2733-nodules-nodules-everywhere-but-few-within-arms-reach/

An Sol 2736, den 17.04.2020, hat Curiosity auf "Greenheugh Pediment" mit der linken Mastcam die Spur in einer kleinen Sanddüne aufgenommen.
http://mars.nasa.gov/raw_images/801024/?site=msl

Diese Aufnahme von Sol 2739, den 20.04.2020, der rechten Navcam zeigt den Instrumentenkopf.
Nachdem die Bürste (Dust Removal Tool (DRT)) das Grundgestein gesäubert hatte, kam es auf Sol 2735 zu einem Problem mit MAHLI. Dadurch kam die Armbewegung zum Stillstand. Auf dem Bild befindet sich die MAHLI rechts vom Arm, unten rechts neben dem Kabelstrang.
http://mars.nasa.gov/raw_images/801534/?site=msl
http://mars.nasa.gov/msl/mission-updates/8652/sols-2737-2739-mahli-up-in-the-air/

Die Aufnahme der rechten Mastcam an Sol 2737, den 18.04.2020, zeigt die MAHLI mit der offenen Staubkappe.
http://mars.nasa.gov/raw_images/801494/?site=msl

Der Plan für Sol 2740 und 2741 konzentriert sich auf die Diagnose des Problems mit der MAHLI.
https://mars.nasa.gov/msl/mission-updates/8653/sols-2740-2741-making-the-most-of-this-stop/

Hallo @Steffen,
die Arbeit ist Dir super gelungen. :)
Danke dafür, mache bitte weiter so.!

Beste Grüße
Gertrud
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Offline Terminus

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5481 am: 21. April 2020, 21:43:37 »
Armprobleme? :o

Online Gertrud

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5482 am: 22. April 2020, 11:11:49 »
Hallo @Terminus,

Armprobleme? :o

das Bild oben zeigt den Instrumentenarm in der Stellung, die er beim auftretenden Problem eingenommen hatte.
Ob das Problem nur an der sich nicht schließenden Staubschutzkappe der MAHLI liegt, oder ob es doch am Arm und oder am Aufsatz (Revolver ;) ) liegt, konnte ich an den Erklärungen nicht richtig feststellen. Es gibt ein Problem und das Team versucht, eine Lösung dafür zu finden.
Curiosity kann ja nur mit einen verstauten Instrumentenarm weiterfahren.

Der 1.9 Meter lange Instrumentenarm mit dem fast 60 Zentimeter durchmessender und rund 33 Kilogramm schwerer, drehbarer Aufsatz. In dem ist APXS-Spektrometer und der  , die Bürste "Dust Removal Tool" (DRT), der Bohrer und das "Collection and Handling for Interior Martian Rock Analysis" (CHIMRA) montiert.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=9811

Die Ansicht mit dem verstauten Instrumentenarm
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=11889

Etwas von mir umgewandelt: Wette nie gegen einen Rover   :)
sagt sich Gertrud
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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5483 am: 22. April 2020, 11:38:56 »
Hallo Zusammen,

leider habe ich erst jetzt die neuen Aufnahmen von Curiosity angesehen.
Auf der Aufnahme der linken Navcam von Sol 2740, den 21.04.2020,  ist zu sehen, das die Staubschutzklappe über der MAHLI wieder geschlossen ist. Links oberhalb der Bürste sind zwei winzige Abstandshalter zu sehen, dazwischen befindet sich die MAHLI. Wenn der Rover weiterfährt ist alles im grünen Bereich. :)

http://mars.nasa.gov/raw_images/801659/?site=msl

Mit erfreuten Grüßen Gertrud
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Offline McPhönix

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5484 am: 22. April 2020, 15:30:45 »
Schön, daß es "Deinem" Rover wieder gut geht. :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5485 am: 07. Mai 2020, 18:56:52 »
Hallo Zusammen,

Curiosity hat auf die Fahrt zur neuen Bohrstelle "Glasgow" die 22 km überschritten. Die Karte von Phil Stooke wird evtl noch aktualisiert.
http://www.unmannedspaceflight.com/index.php?s=&showtopic=7442&view=findpost&p=247225

An Sol 2754, den 5.05.2020 wurde mit  linken Mastcam von dem neuen Bohrloch  "Glasgow" in der tonhaltigen Einheit ( clay-bearing unit) diese Aufnahme gemacht.
http://mars.nasa.gov/raw_images/806778/?site=msl

Eine Aufnahme der rechten Mastcam.
http://mars.nasa.gov/raw_images/806756/?site=msl

Mit der Kamera der ChemCam an Sol 2455, den 6.05.2020.
http://mars.nasa.gov/raw_images/806683/?site=msl

Eine Aufnahme an Sol 2754, den 5.05.2020,  der rechten Mastcam von dem geschlossenen Staubschutzdeckel der MAHLI.
http://mars.nasa.gov/raw_images/806753/?site=msl

Der bis jetzt letzte Bericht :
https://mars.nasa.gov/msl/mission-updates/8665/sols-2754-2755-giving-glasgow-another-try/

Beste Grüße, Gertrud
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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5486 am: 23. Mai 2020, 17:05:11 »
Hallo Zusammen,

jetzt wurden Analysen des CheMin-Spektrometer veröffentlicht.

Mineralogie und Geochemie von Sedimentgesteinen und äolischen Sedimenten im Gale Krater, Mars: Ein Rückblick nach sechs Erdenjahren der Exploration mit Curiosity.
Die Sedimentabfolge in den unteren Hängen des Mount Sharp im Gale Krater bewahrt eine dramatische Verschiebung auf dem frühen Mars von einem relativ warmen und feuchten Klima zu einem kalten und trockenen Klima, die auf einem Übergang von Smektit-tragenden Schichten zu Sulfat-tragenden Schichten beruht. Der Rover ist mit Instrumenten ausgestattet, um die Sedimentologie zu untersuchen und Veränderungen der Zusammensetzung in der Stratigraphie zu identifizieren.
Der CheMin-Spektrometer (Chemistry and Mineralogy) umfasst ein Transmissions-Röntgendiffraktometer (XRD) und ein Röntgenfluoreszenz-Spektrometer (XRF). CheMin sollte in der Lage sein, einzelne Minerale innerhalb einer komplexen chemischen Zusammensetzung nachzuweisen, sobald diese in der untersuchten Probe in einer Konzentration von mehr als drei Prozent auftreten.
Curiosity  hat seit der Landung 20 km zurückgelegt und in erster Linie eine uralte Seeumgebung erkundet, die von Bächen und Grundwasser gespeist wurde. Von den 19 gebohrten Gesteinsproben , die von CheMin ab Sol 2300 (Januar 2019) analysiert wurden, stammen 15 aus fluvio-lacustrinen (Fluss-See) Lagerstätten, die die Formationen Bradbury und Murray umfassen.  Die Ergebnisse von CheMin zeigen eine erstaunliche Vielfalt in der Mineralogie dieser Gesteine, die auf geochemische Variationen in den Ausgangsgesteinen, Transportmechanismen und Ablagerungs- und diagenetischen Flüssigkeiten hinweist.
Die meisten Eruptivgesteine sind basaltisch, aber die Entdeckung in einigen wenigen Proben reichlich vorhandener Silikatminerale, die sich  gewöhnlich auf der Erde aus entwickelten Magmen kristallisieren, bleibt rätselhaft.  Eines der vielleicht größten Rätsel, das von CheMin enthüllt wurde, ist die hohe Häufigkeit von röntgenamorphen Materialien (15-73 Gew.-%) in allen bisher gebohrten oder geschöpften Proben. Die Sedimentologie und die Zusammensetzung der von Curiosity analysierten Gesteine zeigen, dass bewohnbare Umgebungen an der Oberfläche oder im Untergrund des Gale Kraters vielleicht mehr als eine Milliarde Jahre lang intermittierend fortbestanden.

A) Position des Gale Kraters auf der Höhenkarte des Mars Orbital Laser Altimeter (MOLA) (Bildnachweis: NASA / JPL / GSFC);
B) Komposit aus Gale-Krater und Mount Sharp mit der Landeellipse von Curiosity in den nordwestlichen Ebenen in Schwarz (Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / ESA / DLR / FU Berlin / MSSS);
und C) HiRISE-Mosaik der unteren Hänge des Mount Sharp und der sekundären Mineraleinheiten, die durch sichtbare und kurzwellige Infrarotspektroskopie im Orbital identifiziert wurden
(Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / MSSS / JHUAPL / Brown University).

Der Einlass zu dem CheMin-Spektrometer.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=17925

Der schematische Aufbau des Probenrades.
CheMin kann nur die Proben analysieren, welche über Partikelgrößen von weniger als 150 Mikrometern verfügen. Hierfür verfügt das CheMin-Instrument über 27 wieder befüllbare, auf einem Drehrad angeordnete Zellen mit einem Durchmesser von jeweils acht Millimetern. Zusätzlich sind noch fünf weitere Zellen vorhanden, welche bereits im Vorfeld der Curiosity-Mission mit verschiedenen, der Kalibrierung des Instrumentes während des Einsatzes auf dem Mars dienenden Referenzmaterialien befüllt wurden.
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Ames Research Center)

CheMin 1D XRD-Muster der „Marimba“ (MB) -Probe.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=59727

Traverse bis Sol 2300.
Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / Univ. von AZ / MSSS / USGS.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=59728

Stratigraphische Säule mit den Sedimenteinheiten.
Bildnachweis: Sed / Strat-Gruppe des MSL Science Teams.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=59729

Bilder von Aufschlüssen in den Ebenen des Gale-Kraters. A) "Link" -Konglomerat in der Nähe des Landeplatzes von Curiosity (Sol 27, Sequenz mcam00129). B) Schafsbettschlammstein in Yellowknife Bay (Sol 153, mcam00848). C) Eintauchen von Sandsteinbetten in die Kimberley-Formation (Sol 590, mcam02484).
Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / MSSS

Bilder von Aufschlüssen aus der Murray-Formation. Dick (A) und dünn (B) laminierte Schlammsteinablagerungen aus den Pahrump Hills (Sol 712, mcam03030; Sol 792, mcam03445). C) Wellenkreuzlaminierung im Sutton Island-Gruppe (Sol 1477, mcam07413). D) Austrocknungsrisse im Ziel „Old Soaker“ (Sol 1555, mcam07981).
Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / MSSS.

Schematische Darstellung der Ablagerungsumgebungen, die von dem Bradbury Bereich und der Murray-Formation erhalten wurden.
Bildnachweis: C. Fedo.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=59732

Probenahmestellen von Curiosity für moderne Äolische Materialien.
A) Von MAHLI aufgenommenes Selfie mit Schaufeln aus dem Sandschatten „Rocknest“ (RN) (Sol 84). Die Selfies von Curiosity sind ein Mosaik aus Dutzenden von MAHLI-Bildern.
B) Front Hazcam-Bild mit Radabrieb und Schaufeln von „Gobabeb“ (GB) aus Namib Dune (Sol 1229, fhaz00323).
C) Wellen im Meter-Maßstab am Sandfleck von Mount Desert Island, von dem „Ogunquit Beach“ (OG) geschöpft wurde (Sol 1647, mcam08526).
Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / MSSS.

 Nicht konformer Kontakt zwischen den Murray- und Stimson-Formationen am Marias-Pass-Standort oben auf dem Pahrump Hills (Sol 992, mcam04393). Der Kontakt ist als gestrichelte Linie gekennzeichnet. Die "Buckskin" -Probe wurde von dieser Stelle aus gebohrt. Maßstabsbalken ist 2 m.
Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / MSSS.

Teakettle Junction.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=59735

Mineralhäufigkeit von Fluss- See-Ablagerungen, bestimmt aus CheMin-Röntgenbeugungsdaten. Die Häufigkeit von amorphen Röntgenkomponenten ist hier nicht in den Kreisdiagrammen enthalten, aber jede Probe hat ~ 25–60 Gew .-% röntgenamorphes Material. 
JK = John Klein, CB = Cumberland, WJ = Windjana, CH = Confidence Hills, MJ = Mojave2, TP = Telegraph Peak, BK = Buckskin, OD = Oudam, MB = Marimba, QL = Quela, SB = Sebina, DU = Duluth , ST = Stoer, HF = Highfield, RH = Rock Hall.
Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech.

XRD-Muster der John Klein- und Cumberland-Proben.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=59737

Relative Mineralhäufigkeit von Äolischen Proben (renormiert ohne röntgenamorphe Komponente).
Abundances from Achilles et al. (2017) and Rampe et al. (2018).

MAHLI-Bilder von diagenetischen Merkmalen im Pahrump Hills Gebiet. A) Mg-Ni-tragende unregelmäßige Konkretionen von der Basis der Pahrump Hills (Sol 810, mhli0447).
 B) Lentikuläre Kristallpseudomorphe im Ziel "Mojave2" (Sol 880, mhli0462). Der Einschub zeigt eine Nahaufnahme von Kristallpseudomorphen (Sol 809, mhli00942).
Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / MSSS.

Hinweise auf eine Fe-Mobilisierung im Jura-Gebiet des Vera Rubin Ridge.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=59740

 HiRISE-Mosaik der Ausläufer des Mount Sharp und der Einheiten, die Curiosity in aktuellen und zukünftigen Kampagnen untersuchen wird. Die Position von Abbildung B ist durch das rote Kästchen gekennzeichnet. B) Weißer Pfad ist die vorgeschlagene Route durch die Tonlagereinheit. Schwarze Linien sind andere auf Mobilität geprüfte Pfade. Die graue Linie auf dem Vera Rubin Ridge zeigt die Durchquerung von Curiosity durch Sol 2084. Der Stern kennzeichnet die Position von Curiosity auf Sol 2300.
Nach Fox et al. (2019)
Quelle:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0009281920300064?dgcid=coauthor#bib0245
https://msl-scicorner.jpl.nasa.gov/Instruments/CheMin/

Beste Grüße, Gertrud
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Offline McPhönix

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5487 am: 23. Mai 2020, 21:13:47 »
Schunge nee, da hast aber wieder mal 'ne Fleißarbeit abgeliefert :)
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Offline -eumel-

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5488 am: 24. Mai 2020, 02:02:19 »
Die Sedimentologie und die Zusammensetzung der von Curiosity analysierten Gesteine zeigen, dass bewohnbare Umgebungen an der Oberfläche oder im Untergrund des Gale Kraters vielleicht mehr als eine Milliarde Jahre lang intermittierend fortbestanden.


Bemerkenswert!

Offline Terminus

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5489 am: 24. Mai 2020, 10:31:40 »
Die Sedimentologie und die Zusammensetzung der von Curiosity analysierten Gesteine zeigen, dass bewohnbare Umgebungen an der Oberfläche oder im Untergrund des Gale Kraters vielleicht mehr als eine Milliarde Jahre lang intermittierend fortbestanden.

Also ähnlich wie Oasen in einer Wüste.

Anfangs war das gesamte Land grün. Später, mit schwindender Luft und schwindendem Wasser, breiteten sich nach und nach rötlich-sandige Wüstenflecken aus. Irgendwann drehte es sich und das Grün wurde zu Flecken im überwiegenden Rot.

Diese "Oasen" schrumpften und wuchsen abwechselnd (daher "intermittierend") - aber insgesamt schrumpften sie. Selbst nachdem der ganze Krater Wüste geworden war, könnten nochmal für einige Hundert oder Tausend Jahre kleine grüne Flecken entstanden sein.

So würde man sich das auf der Erde vorstellen, mit ihrem wimmelnden Leben. Aber auf dem Mars wissen wir nicht, ob es da jemals Leben gegeben hat, geschweige denn "grüne Flecken". In dem Zitat oben hieß es ja bewusst "bewohnbar" und nicht "bewohnt".

Jetzt mal unter der Prämisse, dass es auf dem Mars niemals Leben gegeben hat und also auch kein Grün: Hätte ein Beobachter zur damaligen Zeit dann an irgendetwas erkennen können, welcher Fleck bewohnbar war und welcher nicht? Ich stelle mir vor, dass man damals mitten im Gale-Krater hätte stehen können und zwar jede Menge Seen und Bäche gesehen hätte, aber davon abgesehen hätte es genauso ausgesehen wie heute auch. ;)

Online FlyRider

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5490 am: 24. Mai 2020, 11:06:15 »
Wenn es wirklich eine Milliarde lang die Chance auf Leben gegeben hat, dann nichts wie hin ...  8)

Es wird wirklich Zeit, gezielt nach Spuren von (vergangenem) Leben zu suchen. Man stelle sich vor, dass Exomars mit seinem Bohrer Erfolg haben sollte. Ich wette, dass die Finanzierung einer (internationalen) Mars Mission nur noch eine Formalität wäre. Träum  ::)

Offline McPhönix

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5491 am: 24. Mai 2020, 11:09:01 »
Ob am Mars "vor einiger Zeit" das Gleiche passiert ist wie mit Tunguska? Nur halt viel größer, umfassender ?
So daß ein irreparabel großer Teil der Atmosphäre verloren ging. Der Rest war nicht mehr ausreichend für eine Selbstreparatur, sondern ließ zuviel Strahlung durch, die zu einem sich selbst aufschaukelnden Verlustkreislauf führte. Bei dem vergleichsweise kleineren Mars war ohnehin wohl alles labil.
Und nebenbei verursachte der ausreichend große Passagier auch die vorhande Ekliptikneigung und die größere Abweichung vom Bahnkreis.
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Offline Terminus

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5492 am: 24. Mai 2020, 11:41:09 »
Wenn es wirklich eine Milliarde lang die Chance auf Leben gegeben hat, dann nichts wie hin ...  8)

Länger, wenn ich es recht verstehe. Die Milliarde Jahre sei ja nur die Phase "intermittierender Bewohnbarkeit" gewesen, also dass es in dieser Zeit abwechselnd bewohnbar und nicht bewohnbar war. Über die Zeit DAVOR ist damit ja nichts gesagt, da könnte es sogar durchgehend bewohnbar gewesen sein. :o

Trotzdem wüsste ich gerne mal, wie es auf einer Welt mit Luft, Wasser und Wetter, aber ohne Leben aussieht. Jenen Bodentyp, den wir als "Erde" kennen, gäbe es dort sicher nicht. Aber Erosion gäbe es da auch, demnach auch Geröll, Sand, Staub und Schlamm. Wie nahe könnte sowas an "Erde" herankommen? :)
« Letzte Änderung: 24. Mai 2020, 15:01:43 von Terminus »

Online Gertrud

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5493 am: 24. Mai 2020, 12:32:03 »
Hallo Terminus,
Wenn es wirklich eine Milliarde lang die Chance auf Leben gegeben hat, dann nichts wie hin ...  8)

Länger, wenn ich es recht verstehe. Die Milliarde Jahre sei ja nur die Phase "intermittierender Bewohnbarkeit" gewesen, also dass es in dieser Zeit abwechselnd bewohnbar und nicht bewohnbar war. Über die Zeit DAVOR ist damit ja nichts gesagt, da könnte es also auch durchgehend bewohnbar gewesen sein. :o

Trotzdem wüsste ich gerne mal, wie es auf einer Welt mit Luft, Wasser und Wetter, aber ohne Leben aussieht. Jenen Bodentyp, den wir als "Erde" kennen, gäbe es dort sicher nicht. Aber Erosion gäbe es da auch, demnach auch Geröll, Sand, Staub und Schlamm. Wie nahe könnte sowas an "Erde" herankommen? :)

Damit mein Beitrag nicht noch länger wurde (mecker dann) habe ich nur einiges rausgesucht und geschrieben.
Der Satz davor in dem Bericht hatte mich auch zum "Kopfkratzen" gebracht.
Zitat
Fracture-associated halos in the Stimson and the Murray formations are evidence for complex aqueous  processes long after the streams and lakes vanished from Gale crater
Hervorhebung von mir.
Bruchassoziierte Halos in den Stimson- und Murray-Formationen weisen auf komplexe wässrige Prozesse hin, lange nachdem die Bäche und Seen aus dem Gale-Krater verschwunden waren.
Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0009281920300064?dgcid=coauthor

Darum habe ich auch die Bilder dazu gegeben.

Mich hat auch die Forschung vom DLR fasziniert, über die in diesem Beitrag im Portal berichtet wird.
Schlamm fließt auf dem Mars wie Lava auf der Erde

Da hatte ich nach Deinen Worten gleich die Schlammspringer vor Augen.
Warum sollte es auf anderen Planeten nicht etwas ähnliches, nichts gleiches, damit ich nicht mißverstanden werde, gegeben haben.?
Aber das ist hier wohl auch OT. ;)

Da werden wir doch auf Ergebnisse von ExoMars warten müssen.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=4183.msg478168#new

Beste Grüße, Gertrud
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http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
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Online wulfenx

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5494 am: 24. Mai 2020, 19:52:50 »
Hallo Gertrud,

auf Diesem Wege Danke nochmal dafür, dass Du uns dies alles im Forum immer so toll übersetzts (schreibt man das so?).
Für mich als Laie immer perfekt, weil ich mir nie die Arbeit machen würde, auf den entsprechenden Seiten danach zu suchen...aber dennoch interessiert genug bin, das Thema regelmässig zu lesen.

Aufgrund der aktuellen Beiträge stelle ich mir dir Frage:
"Hätte es auf dem Mars je Leben gegeben, dann hätten der/die Rover schon irgendwo Fossilien finden sollen/müssen?"

Bis dann.

Online Gertrud

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5495 am: 24. Mai 2020, 21:00:37 »
Hallo @wulfenx,
Danke Dir sehr für Deine Anerkennung. :)
Hallo Gertrud,
(……).
Aufgrund der aktuellen Beiträge stelle ich mir dir Frage:
"Hätte es auf dem Mars je Leben gegeben, dann hätten der/die Rover schon irgendwo Fossilien finden sollen/müssen?"

Bis dann.
zu Fossilien kann ich allen versichern,
das ich 99,5 % aller Bilder von den MER -Rovern angesehen habe.
Wenn es mir möglich war, habe ich immer die Aufnahmen von Curiosity
durchgesehen. Leider...leider ist nie etwas brauchbares zu sehen gewesen.
Die von mir angesprochenen Schlammspringer sind nur ein Gedanke gewesen,
was es doch auf der Erde alles für seltsame Lebewesen gibt.
So kann es auch auf andere Welten für uns nicht vorstellbare Wesen geben.
Ok, zu viele SF gelesen... ;) ;D

***
Jetzt zurück zu den Ergebnissen von den Analysegeräten auf Curiosity.

Unter der Überschrift im Bericht, weit runterscrollen:
9.Evidence for habitable environments at Gale crater =
Beweise für bewohnbare Umgebungen am Gale Krater

wird unter anderem ausgeführt:
Curiosity hat Beweise für eine lange Geschichte von flüssigem Wasser am Gale Krater gefunden. Flüssiges Wasser war vielleicht Millionen von Jahren an der Oberfläche vorhanden (basierend auf der Ausdehnung und Mächtigkeit der fluvio-lacustrinen Ablagerungen) und erstreckte sich im Untergrund durch radiometrische Datierung von sekundärem Jarosit über eine Milliarde Jahre (Martin et al., 2017; obwohl Grundwasser wahrscheinlich nur zeitweise vorhanden war).

Curiosity hat auch alle chemischen Inhaltsstoffe entdeckt, die zur Unterstützung des mikrobiellen Lebens notwendig sind. Die wesentlichen Elemente C, H, N, O, P und S wurden in Ablagerungen während der gesamten Fahrt gefunden. SAM entdeckte organische Moleküle in Proben aus dem Sheepbed -Tonstein und im Gebiet der Pahrump Hills.
Hervorhebung von mir

Im Hinblick auf die rezente Bewohnbarkeit ist der Nachweis eines saisonalen Methanzyklus im Gale Krater mit dem SAM-Instrument besonders faszinierend, da vorhandene unterirdische methanproduzierende Bakterien eine von vielen Erklärungen für dieses Signal sind, einschließlich des UV-Abbaus von exogenem organischem Material (Webster et al., 2018).
Quelle:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0009281920300064?dgcid=coauthor

Es ist schon eine spannende Sache.
Es grüßt Gertrud
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Offline Terminus

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5496 am: 25. Mai 2020, 05:37:40 »
"Hätte es auf dem Mars je Leben gegeben, dann hätten der/die Rover schon irgendwo Fossilien finden sollen/müssen?"

Gute Frage :-\ . Wenn ich mal nüchtern drüber nachdenke, erscheint es mir allerdings eher unwahrscheinlich, dass die bisherigen Rover Fossilien im engeren Sinne hätten finden können:
  • Miss Curi ist ja erst der dritte Rover auf dem Mars, der also herumfahren und mehr untersuchen kann als seine unmittelbare Umgebung. Hm... wie wahrscheinlich wäre es denn auf der Erde, in drei beliebigen Gegenden auf an der Oberfläche sichtbare Fossilien zu stoßen?
  • Noch kein Rover konnte gründlich im Boden buddeln. Wenige Fossilien liegen aber direkt an der Oberfläche, sondern im Untergrund. So kennen wir es jedenfalls von der Erde.
  • Dürfen wir Fossilien im engeren Sinne (also Knochen) auf dem Mars überhaupt erwarten? Hat sich das Leben dort so weit entwickelt oder ist es nur bei Ein-/Mehrzellern geblieben?
  • Wenn überhaupt, ist es wohl Milliarden Jahre her, dass es dort mal Leben an der Oberfläche gab. Wieviel ist davon nach solchen Zeiträumen überhaupt noch in erkennbarem Zusammenhang vorhanden (und nicht längst zu Staub zerfallen), selbst auf einem Planeten mit weniger aggressiver Atmosphäre als der Erde?

Eine Hoffnung wäre natürlich, dass ehemaliges Leben auf dem Mars zwar nicht sich selbst (als Fossilien) hinterlassen hat, aber vielleicht seine Umgebung in einem Maße verändert hat, dass davon heute noch erkennbare Spuren übrig sind. Als konkretes Beispiel denke ich da an Korallenriffe.

Offline Prodatron

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5497 am: 25. Mai 2020, 16:43:02 »
  • Dürfen wir Fossilien im engeren Sinne (also Knochen) auf dem Mars überhaupt erwarten? Hat sich das Leben dort so weit entwickelt oder ist es nur bei Ein-/Mehrzellern geblieben?
Mehrzelliges Leben gibt es erst seit ca. 500mio Jahren auf der Erde, also erst in den letzten 10% ihrer Geschichte. Extremst unwahrscheinlich, daß sich solche Lebensformen auf dem Mars schon sehr viel früher entwickelt hätten. Der Mars ist sicherlich schon seit Jahrmilliarden für höheres (also mehrzelliges) Leben nicht mehr bewohnbar.

Offline MillenniumPilot

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5498 am: 25. Mai 2020, 18:07:42 »
Aufgrund der aktuellen Beiträge stelle ich mir dir Frage:
"Hätte es auf dem Mars je Leben gegeben, dann hätten der/die Rover schon irgendwo Fossilien finden sollen/müssen?"

Bis dann.

Das kann man wohl sehr sicher mit Nein beantworten. Rover die explizit nach Leben suchen. Mit Reconnaissance hat man Orte zur Suche ausgesucht, wo Mars 2020 Proben nehmen soll. Und dann gibt es den ExoMars, der leider auf 2022 verschoben werden musste. Da beginnt erst die Suche nach aktuellem und früherem Leben.


Online FlyRider

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Re: MSL Rover Curiosity - Mission auf dem Mars
« Antwort #5499 am: 25. Mai 2020, 18:47:38 »
  • Dürfen wir Fossilien im engeren Sinne (also Knochen) auf dem Mars überhaupt erwarten? Hat sich das Leben dort so weit entwickelt oder ist es nur bei Ein-/Mehrzellern geblieben?
Mehrzelliges Leben gibt es erst seit ca. 500mio Jahren auf der Erde, also erst in den letzten 10% ihrer Geschichte. Extremst unwahrscheinlich, daß sich solche Lebensformen auf dem Mars schon sehr viel früher entwickelt hätten. Der Mars ist sicherlich schon seit Jahrmilliarden für höheres (also mehrzelliges) Leben nicht mehr bewohnbar.

Alle Publikationen - zumindest die, die ich kenne - gehen von Einzellern aus, also einzelligen Bakterien oder einfachen Pilzen. Diese gab es wohl schon vor 3,77 MRD Jahren auf der Erde, das sollte also schon passen. Mehrzeller werden eh überschätzt, man sollte auch wegen Einzellern hinfliegen  ;)

https://www.sueddeutsche.de/wissen/evolution-hinweise-auf-frueheste-lebensformen-der-erde-entdeckt-1.3400523

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