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Autor Thema: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile  (Gelesen 46013 mal)

Offline Klakow

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #75 am: 04. Januar 2020, 10:36:40 »
Mich würde hier die Räumliche und Zeiträume Verteilung  von Quasaren und Schwarzen Löschern interessieren, um die Frage zu beantworten ob es dort weit Draußen und damit vermutlich auch Zeitlich dicht am Urknall mehr Quasare pro Volumen gegeben hat als heute, den wenn dies so wäre könnte es viel mehr schwarze Löscher im All geben als man denkt?

Offline McPhönix

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #76 am: 04. Januar 2020, 11:20:47 »
Und in dem Zusammenhang ist auch die Formation von drei S.L. in einem Galaxienkern interessant. Was hält die (zumindest temporär) auseinander, wenn nicht Rotation? Aber wie kann es zur "passenden" Rotation kommen ?
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Prodatron

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #77 am: 04. Januar 2020, 13:59:18 »
Mich würde hier die Räumliche und Zeiträume Verteilung  von Quasaren und Schwarzen Löschern interessieren, um die Frage zu beantworten ob es dort weit Draußen und damit vermutlich auch Zeitlich dicht am Urknall mehr Quasare pro Volumen gegeben hat als heute, den wenn dies so wäre könnte es viel mehr schwarze Löscher im All geben als man denkt?
Quasare sind aktive Galaxienkerne. Auch heute beobachtet man in so ziemlich jeder Galaxie ein supermassereiches Schwarzes Loch, nur daß die meisten zur Zeit nicht sonderlich aktiv sind. Sicherlich hat auch das SL in der Milchstrasse ab und zu in den letzten Mrd Jahren mal Quasar gespielt. Das wird es auch vielleicht wieder tun, wenn sich die Milchstrasse mit Andromeda vereinigt.
Aber warum sollte es deshalb mehr SL geben, als man denkt?

Offline Prodatron

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #78 am: 04. Januar 2020, 14:06:41 »
Und in dem Zusammenhang ist auch die Formation von drei S.L. in einem Galaxienkern interessant. Was hält die (zumindest temporär) auseinander, wenn nicht Rotation? Aber wie kann es zur "passenden" Rotation kommen ?
Wenn sich zwei (oder drei) Galaxien verschmolzen haben, wandern deren Kerne, also die supermassereichen Schwarzen Löcher durch gravitative Wechselwirkung mit der Materie ins Innere der neuen Galaxie. Das bedeutet aber nicht, daß sie sich dort sofort wie ein gut gezielter Pfeil treffen. Kometen, die aus der oortschen Wolke ins innere System trudeln, klatschen ja auch nicht alle zielgenau in die Sonne rein, sondern fliegen meistens drumherum und sind dann erstmal wieder weg. Die SL umkreisen sich also erstmal eine Weile, bis sie durch weitere gravitative Wechselwirkung mit der umgebenden Materie und durch die Abgabe von Energie in Form von Gravitationswellen immer weiter nähern und schließlich verschmelzen. Das kann aber teilweise länger dauern.

Offline Rücksturz

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #79 am: 11. April 2020, 15:06:03 »
Nachtrag:

"ESO: Eisen-Regen auf WASP-76b

Forscher, die das Very Large Telescope (VLT) der ESO nutzten, haben einen extremen Planeten beobachtet, auf dem sie Eisenregen vermuten. Der ultraheiße Riesen-Exoplanet hat eine Tagseite, auf der die Temperaturen auf über 2.400 Grad Celsius steigen, hoch genug, um Metalle zu verdampfen. Starke Winde tragen den Eisendampf zur kühleren Nachtseite, wo er zu Eisentröpfchen kondensiert. Eine Information des ESO Science Outreach Networks (ESON)."


Diese künstlerische Darstellung zeigt eine Ansicht der Nachtseite des Exoplaneten WASP-76b. Der ultraheiße Riesen-Exoplanet hat eine Tagseite, auf der die Temperaturen auf über 2400 Grad Celsius steigen, hoch genug, um Metalle zu verdampfen. Starke Winde tragen Eisendampf zur kühleren Nachtseite, wo er zu Eisentröpfchen kondensiert. Links im Bild sehen wir die abendliche Randzone des Exoplaneten, wo er vom Tag in die Nacht übergeht.
(Bild: ESO/M. Kornmesser)


Weiter in der Pressemitteilung des ESON:
https://www.raumfahrer.net/news/astronomie/12032020085345.shtml

Viele Grüße
Rücksturz
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Offline McPhönix

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #80 am: 11. April 2020, 19:11:20 »
Also einen Bleiregen würde ich ja tolerieren, ich mags ja gerne warm. Aber Eisen ! Neeee...

Mal im Ernst - da muß doch erst ein Riesenplanet gewesen sein, der im Gegensatz zu herkömmlichen Beobachtungen kein Gasplanet war sondern fest. Wird aber wohl kaum anfänglich nur aus Eisen bestanden haben, auch wenn Eisen das letzte Glied in der Fusionskette ist. Und der dann aber heftig durchgeglüht wurde über lange Zeit. Vlt von innen heraus noch etwas radioaktiver Zerfall?
Wenn nun aber durch die gebundene Rotation "vorn" Eisen verdampft und "hinten" abgelagert wird und das wohl ebenfalls über astronomische Zeiträume - kann es da bei gebundener Rotation bleiben? Oder geschieht das so symmetrisch, daß ein Kreislauf entsteht, der die Bahn nicht beeinflußt?
Ist schon ein dolles Ding das Ding !
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Offline Flandry

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #81 am: 11. April 2020, 20:16:41 »
Ich frage mich, was für eine Zusammensetzung die "Atmosphäre" hat?

Offline Klakow

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #82 am: 11. April 2020, 20:42:36 »
Da bei 2400 °C alle leichten Elementeverdamft sind hängt die Zusammensetzung der Atmosphäre wohl vor allem davon ab ob die thermische Geschwindigkeiten kleiner oder größer sind als die Fluchtgeschwindigkeit und ob der Planet ein starkes Magnetfeld hat oder nicht.
Vermutlich hat er eher keinen Mond, was das Magnetfeld wohl nicht begünstigt.
Wir erinnern uns sicher das der Mars wohl einen großteil seines Wasserstoffes verloren haben soll weil er kaum ein Magnetfeld haben soll und die thermischen Geschwindigkeiten von Wasserstoff größer sein sollen als die Fluchtgeschwindigkeit.
Ich vermute mal das die thermische Geschwindigkeit von der Wurzel(K) abhängig ist, falls das stimmt, müste bezogen auf Wasserstoff die Molekühlgeschwindigkeit ca. 10x höher sein als beim Mars.
Meine Vermutung ist das alle Elemente die hier auf der Erde als Gase oder Flüssigkeiten vorhanden sind, dort nicht nur verdampft sind, sondern den Planeten längst verlassen haben.
Interessant wäre natürlich die Zusammensetzung, vielleicht gibt es Gasbestandteile wie Aluminium, Blei usw.

Offline Prodatron

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #83 am: 13. April 2020, 21:58:13 »
Mal im Ernst - da muß doch erst ein Riesenplanet gewesen sein, der im Gegensatz zu herkömmlichen Beobachtungen kein Gasplanet war sondern fest.
In dem Artikel steht ja, daß es ein Gasplanet ist.

Wenn nun aber durch die gebundene Rotation "vorn" Eisen verdampft und "hinten" abgelagert wird und das wohl ebenfalls über astronomische Zeiträume - kann es da bei gebundener Rotation bleiben?
Warum denn nicht? Welche Kraft soll denn die Rotation das Planeten wieder so anschieben, daß die gebundene Rotation beendet wird? Der Wind?

Ich frage mich, was für eine Zusammensetzung die "Atmosphäre" hat?
Bei Exo-Gasplaneten kann man ja bereits die Atmosphäre analysieren. Details stehen da leider nicht, nur daß man auf der Stern-zugewandten Seite Eisendampf feststellen konnte.

Wir erinnern uns sicher das der Mars wohl einen großteil seines Wasserstoffes verloren haben soll weil er kaum ein Magnetfeld haben soll und die thermischen Geschwindigkeiten von Wasserstoff größer sein sollen als die Fluchtgeschwindigkeit.
Wieso erwähnst Du den Mars?

Freien Wasserstoff in relevanten Mengen kann keiner der terrestrischen Planeten im Sonnensystem halten.

Auch die Erde nicht. Wasserstoff als leichtestes Element steigt in unserer Athmosphäre bis in die obersten Schichten auf und wird dort dann vom Sonnenwind weggeblasen bzw. entweicht vielleicht auch aus thermischen Gründen ins All. Das gilt auch für Mars und Venus.
Das ist auch ein Grund, warum es auf der Venus so gut wie kein Wasser gibt. Aufgrund der gewaltigen Hitze werden dort Wassermoleküle in ihre Sauerstoff- und Wasserstoff-Atome aufgespalten. Der Wasserstoff ist dann auf der Venus nach oben gewandert und hat sich ins All verflüchtigt (zumindest hab ich das mal so irgendwo gelesen).

Offline McPhönix

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #84 am: 14. April 2020, 11:21:14 »
Mal im Ernst - da muß doch erst ein Riesenplanet gewesen sein, der im Gegensatz zu herkömmlichen Beobachtungen kein Gasplanet war sondern fest.
In dem Artikel steht ja, daß es ein Gasplanet ist.
Wie Du schon sagst - "ist"
Ich schrieb aber "erst...gewesen sein" und das klar erkennbar als Vermutung.
Ähnlich vieler anderer legitimer Vermutungen in vielen Threads hier. Wovon ebenfall viele davon durchaus trotz der Meinung von Kapazitäten geäußert werden. Warum ? Weil das hier ein Forum ist.

Zitat
Wenn nun aber durch die gebundene Rotation "vorn" Eisen verdampft und "hinten" abgelagert wird und das wohl ebenfalls über astronomische Zeiträume - kann es da bei gebundener Rotation bleiben?
Warum denn nicht? Welche Kraft soll denn die Rotation das Planeten wieder so anschieben, daß die gebundene Rotation beendet wird?
Zum Beispiel die Erweiterung der Bahn. Wir reden ja von astronomischen Zeiträumen.
Eine Antwort wäre zum Beispiel, daß ein Automatismus die Bahn per Gravitationseffekte automatisch korrigiert. Aber ist das so?

Zitat
Der Wind?
Ja freilich der Wind. Ist doch ganz klar. Untermalt von Spärenklängen.  ;)
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Offline Gertrud

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #85 am: 14. April 2020, 17:14:27 »
Hallo @McPhönix

Also einen Bleiregen würde ich ja tolerieren, ich mags ja gerne warm. Aber Eisen ! Neeee...

Die Exoplaneten und ihre Atmosphären sind immer für eine Überraschung gut,

Zum Beispiel:
bestimmte Spektrallinien der Gashülle von 55 Cancri e stammen von Cyanwasserstoff (HCN), dem Blausäuregas ab. Eine andere Theorie zur Gashülle ist, das 55 Cancri e auf Grund der Dominanz des Kohlenstoff  als „Diamantplanet“ gelten könnte.
Quelle:
https://arxiv.org/abs/1511.08901
https://arxiv.org/pdf/1511.08901.pdf

Wenn für uns auch alles unvorstellbar ist, wäre es wirklich schade, den derzeitigen Stand der Forschungen mit laienhaften Vermutungen in Zweifel zu ziehen. Die Erkenntnisse schritten in den Jahrhunderten immer weiter voran. So werden auch die Daten über die Atmosphären der Exoplaneten ergänzt werden.

Ich schrieb aber "erst...gewesen sein" und das klar erkennbar als Vermutung.
Ähnlich vieler anderer legitimer Vermutungen in vielen Threads hier. Wovon ebenfall viele davon durchaus trotz der Meinung von Kapazitäten geäußert werden. Warum ? Weil das hier ein Forum ist.

Zu Deinen Äußerungen möchte ich doch anmerken:
das Raumcon-Forum ist nicht ein Forum, das nur mit Vermutungen gefüllt sein sollte. Besonders hier in der Astronomie sollte doch die wissenschaftliche Seite wichtiger sein.
Wenn in anderen Threads auch mit vielen Vermutungen gearbeitet wird,
wäre es schade, wenn diese Sitte hier bleibenden Einzug erhält.
Dies ist meine persönliche Meinung, die ich immer vertreten habe.

Es sollte immer sinnvoll über die Ergebnisse diskutiert werden.

Ja freilich der Wind. Ist doch ganz klar. Untermalt von Spärenklängen.  ;)

Damit hast Du mir gleich begreiflich gemacht,  ;D
warum sich der Mond von der Erde entfernt.

Mit einem  ;) dafür grüßt Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline McPhönix

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #86 am: 14. April 2020, 20:13:59 »
Ok, akzeptiert :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Rücksturz

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Re: Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile
« Antwort #87 am: 06. Oktober 2020, 21:04:13 »
"CAU: Von heißem Staub umgeben

Internationales Forschungsteam unter CAU-Beteiligung beobachtet heiße Staubringe um Sterne in neuem Wellenlängenbereich. Eine Pressemeldung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)."



2635 Meter über dem Meeresspiegel bietet das Paranal Observatory der ESO an der chilenischen Küste beste Bedingungen für astronomische Beobachtungen.
(Bild: G. Hüdepohl (atacamaphoto.com)/ESO)


Weiter in der Pressemeldung der Uni Kiel:
https://www.raumfahrer.net/news/astronomie/06102020074613.shtml

Viele Grüße
Rücksturz
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Tags: Teleskop