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19. September 2020, 14:00:53
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  • Atlas V, "Perseverance", CC SLC-41, 13:50 MESZ: 30. Juli 2020

Autor Thema: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V  (Gelesen 154703 mal)

Offline Ariane 42L

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #725 am: 11. August 2020, 12:20:01 »
...
Auch Tory Bruno (ULA CEO) bestätigt auf Twitter, dass dies ganz normal ist:
Zitat
Propellant vent.  Safety measure to prevent any excess from accumulating under the fairing during topping off
https://twitter.com/torybruno/status/1289475045207576576
"Treibstoffentlüftung. Sicherheitsmaßnahme, um zu verhindern, dass sich beim Auffüllen ein Überschuss unter der Verkleidung ansammelt"

Diese "Treibstoffentlüftung" hat es schon bei der Titan IVA und IVB gegeben, wenn eine Centaur als Oberstufe eingesetzt worden war.

Dazu folgende Grafik auf der Webseite http://www.b14643.de/Spacerockets_2/United_States_6/Titan_IV/Versions/Titan_IV.htm

oder auf Youtube


https://www.youtube.com/watch?v=zLk6zDzH9o8

bei Laufzeit 52 bis 53 sekunden und bei 1:43 bis 1:44

Offline alepu

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #726 am: 11. August 2020, 18:23:16 »
........Im Webcast wurde auch gesagt, dass die Centaur schon kurz nach dem Aussetzen ein sogenanntes CAM (Collision Avoidance Maneuver) durchführt,um nicht auf dem Mars aufzuschlagen .........

????    :-\

Offline Terminus

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #727 am: 11. August 2020, 18:34:09 »
........Im Webcast wurde auch gesagt, dass die Centaur schon kurz nach dem Aussetzen ein sogenanntes CAM (Collision Avoidance Maneuver) durchführt,um nicht auf dem Mars aufzuschlagen .........

????    :-\

Eine Rakete bringt eine Sonde auf den Kurs zum Mars und stößt sie dann in ihrer Flugrichtung ab. In dem Moment ist nicht nur die Sonde, sondern auch die Rakete selbst auf Kurs zum Mars. Ist doch einleuchtend, oder? Auf beide Körper wirken schließlich dieselben gravitativen Kräfte, die Masse kürzt sich überall raus, also fliegen sie brav hintereinander zum Mars, vielleicht mit leicht wachsendem Abstand, aber sonst auf praktisch derselben Bahn.

Wenn die Rakete nun weiter nichts tun würde, würde... naja, sie würde der Sonde bei deren Bremsung in der Atmosphäre nicht gerade ins Kreuz krachen, das wohl nicht ;D . Aber die Chance, dass sie auf den Mars fällt, ist nicht klein. Daher dieses Ausweichmanöver.

Offline SFF-TWRiker

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #728 am: 11. August 2020, 19:29:30 »
Die dritten Stufen der Saturn V wurden z.B. für seismische Messungen auf dem Mond genutzt.
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TWR genügt als Anrede

Offline Pirx

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #729 am: 15. August 2020, 07:41:18 »
...
Auch Tory Bruno (ULA CEO) bestätigt auf Twitter, dass dies ganz normal ist:
Zitat
Propellant vent.  Safety measure to prevent any excess from accumulating under the fairing during topping off
https://twitter.com/torybruno/status/1289475045207576576
"Treibstoffentlüftung. Sicherheitsmaßnahme, um zu verhindern, dass sich beim Auffüllen ein Überschuss unter der Verkleidung ansammelt"

Diese "Treibstoffentlüftung" hat es schon bei der Titan IVA und IVB gegeben, wenn eine Centaur als Oberstufe eingesetzt worden war....
Das ist die hydrogen vent fin. Erwies sich während der Centaur-Oberstufenentwicklung bzw. den ersten Testflügen als erforderlich.

Gruß   Pirx
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline Gertrud

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #730 am: 16. August 2020, 15:27:24 »
Hallo Zusammen,

der Aufstellungstest des Mars Helicopter Ingenuity.
Auf diesem Foto, das am 1. Oktober 2019 aufgenommen wurde, haben der Mars 2020 Perseverance Rover und der Helicopter (zwischen dem linken und dem mittleren Rover-Rad) gerade eine mehrwöchige Bewertung unter marsähnlichen Bedingungen in einer 8 x 26 Meter große Vakuumkammer im Jet Propulsion Laboratory(JPL) der NASA in Südkalifornien abgeschlossen. Es ist das erste Mal, das Ingenuity flugähnlich aus dem Bauch des Perseverance heraus eingesetzt wurde, wobei alle Aktuatoren (Motoren) und Pyrotechnik verwendet wurden, die erforderlich sind, um den Helicopter vom Bauch des Rovers zu lösen und ihn sicher auf der Oberfläche des Mars  zu platzieren.
Die Größe des Bildes ist 7731 × 5466 und 4.51 MB.
https://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA24043

Die Batterien von dem Helicopter Ingenuity im Flug.
Der Hubschrauber, der mit dem Perseverance-Rover zum Roten Planeten fliegt, wurde im Rahmen einer Systemprüfung erstmals im interplanetaren Raum mit Strom versorgt.
Der Ingenuity Mars Helicopter erhielt am Freitag, dem 7. August 2020, eine Woche nach dem Start zu der fast siebenmonatigen Reise zum Mars mit dem Perseverance Rover eine Aufladung seines Stromversorgungssystems. Dies ist das erste Mal, dass der Hubschrauber eingeschaltet und die Batterien im Weltraum aufgeladen wurden.
Während des achtstündigen Betriebs wurde die Leistung der sechs Lithium-Ionen-Batterien des Helikopters analysiert, als das Team den Ladezustand auf 35% erhöhte. Das Team hat festgestellt, dass ein niedriger Ladezustand für die Batteriegesundheit während der Kreuzfahrt zum Mars optimal ist.
Da alles nach Plan verlief, wird ungefähr alle zwei Wochen die gleiche Aktivität durchgeführt, um einen akzeptablen Ladezustand aufrechtzuerhalten.
Quelle:
https://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=7725

Am 12.08.2020 gab Keri Bean @PlanetaryKeri  bekannt, das sie jetzt offiziell als Helicopter Integration Engineer mitwirkt.
https://twitter.com/PlanetaryKeri/status/1293643867070160897
Lasst Euch nicht für ihre Liebe zu Starwars irritieren. Sie besitzt einen eigenen R2D2.  :)
Keri Bean hat bei dem Rover Opportunity und bei der Mission von Dawn bei Ceres mitgearbeitet. Sie ist auch Roverfahrer bei Curiosity.

Beste Grüße, Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline Ptonka

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #731 am: 17. September 2020, 07:24:19 »
Perry ist nun seit dem 30.07. unterwegs und hat mittlerweile mehr als ein Siebtel der gesamten Reisezeit hinter sich gebracht. Entspricht das eigentlich auch mehr als einem Siebtel der gesamten Strecke?

Offline Terminus

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #732 am: 17. September 2020, 08:00:28 »
Perry ist nun seit dem 30.07. unterwegs und hat mittlerweile mehr als ein Siebtel der gesamten Reisezeit hinter sich gebracht. Entspricht das eigentlich auch mehr als einem Siebtel der gesamten Strecke?

(Durchstreichungen von mir, um klarer zu machen, wie ich die Frage verstehe: es geht um die Proportionalität zwischen Zeit und Strecke bei diesem Flug)

Intuitiv würde ich im Großen und Ganzen sagen "Ja", weil diese Sonde ja direkt von der Erde zum Mars fliegt und keine Flybys an weiteren Planeten vollführt, die sie immer weiter beschleunigen würden.

Bei genauerer Betrachtung würde ich intuitiv sagen "Nein", weil die Sonde durch die Gravitation der Sonne etwas gebremst wird und somit zum Ende der Reise hin etwas langsamer fliegen dürfte als zu Beginn.

Anders ausgedrückt: Im ersten Siebtel der Reisezeit kommt die Sonde am weitesten vorwärts und in jedem weiteren Siebtel etwas weniger als im vorhergehenden. :)

Offline SFF-TWRiker

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #733 am: Gestern um 05:59:26 »
So weit wohl richtig, bis die Gravitation des Mars stärker als die der Sonne wirkt. Aber dann muss die Sonde auch schon abbremsen, um in den Orbit zu kommen.

Auf den wiki-Seiten zu Pioneer 10 und 11, Voyager 1 und 2 sowie New Horizons gibt es übrigens Grafiken über die Geschwindigkeiten während des Fluges.
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TWR genügt als Anrede

Offline rok

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #734 am: Gestern um 09:05:56 »
Die Landeeinheit geht nicht in den Orbit (anders als Tianwen-1) sondern landet direkt. Auch die NASA nutzt jetzt die Bilder einer Abstiegskamera, um den Landeort auf Gefahrenstellen zu untersuchen und notfalls auszuweichen, allerdings auf der Basis von vorher aus dem Orbit erkannten gefährlichen Bereichen:

https://mars.nasa.gov/mars2020/timeline/landing/entry-descent-landing/

Offline McPhönix

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Re: Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V
« Antwort #735 am: Gestern um 11:55:10 »
Ich denke mal, da werden für die Landeplatzbeurteilung die Möglichkeiten der Gesichtserkennung genutzt. Das ist ja mittlerweile recht ausgereift, um unser aller Gesichter demnächst selbst aus einer Menschenmenge heraus zu erkennen. Natürlich nur zu unserem Schutz vor bösen Menschen, klar.
Was dazu nötig ist, sollte in den größeren Maßstäben des Terrainvergleichs gut anwendbar sein.
Was mich stört ist, daß man halt immernoch auf das primitive Mittel Fallschirm angewiesen ist. Aber nun ja, man muß halt nutzen, was Kosten spart.
Ich könnte mir allerdings denken, daß - wenn man den Fallschirm erst "sehr spät" rausläßt - er auch um Einiges robuster sein muß, als selbst das große Tuch für Curiosity. Also mehr Gewicht. Oder sehe ich das falsch ?
So ein Fallschirm plus die ganzen Vorschirme plus Stauraum und Mechanik ( ! ) ist doch ein Riesengewicht. Liegt das nicht bald in der Größenordnung "Einfach dafür mehr Treibstoff mitnehmen"?
Mit Bald meine ich auch, daß man irgendwann gern ganz auf Fallschirme verzichten wird. Ausnahme vielleicht Abwurf robuster Fracht.
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.