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Autor Thema: Cherenkov Telescope Array  (Gelesen 5697 mal)

Offline T.D.K.

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Cherenkov Telescope Array
« am: 04. Februar 2013, 20:26:09 »
Dazu habe ich hier noch keinen Thread gefunden nur den Hier zu H.E.S.S. Teleskope. Deshalb mach ich mal einen Neuen auf. :)


Da ich wenn mit Auto auf Arbeit fahre fast immer in Berlin-Adlershof vorbeikomme,
habe ich das hier gesehen, Cherenkov Telescope Array (siehe Bild),
dachte schon immer was bauen die den da hin, sieht doch aus wie ein Teleskop, na seit Ende 2012
steht da auch eine Infotafel das sie in Adlershof ein Tscherenkow Teleskop bauen und darüber bin dann auch auf den Wiki Artikel gestoßen.

Zitat
Das Cherenkov Telescope Array (CTA) ist ein 2010 gestartetes Projekt eines internationalen Konsortiums zur erdbasierten Gammastrahlen-Astronomie. Dabei werden durch die Beobachtung von Tscherenkow-Blitzen in der Erdatmosphäre Rückschlüsse auf astronomische Gammastrahlenquellen wie Galaxien und Supernovae gezogen. Das Projekt befindet sich 2012 in der Planungs- bzw. Protoypenphase.
Zitat
Angestrebt wird die Errichtung zweier erweiterbarer Raster aus einigen zehn Tscherenkow-Teleskopen (engl. IACTs, Imaging Atmospheric Cherenkov Telescopes). Für die Einzelteleskope sind standardisierte Modelle mit 6, 12, und 24 Metern Reflektordurchmesser vorgesehen, die sich zurzeit in der Entwicklung bzw. Erprobung befinden. Das erste Raster – in der nördlichen Hemisphäre – soll hauptsächlich der Beobachtung extragalaktischer Objekte geringer Energie dienen, während das zweite Raster – auf der südlichen Hemisphäre – den gesamten Energiebereich abdecken und sich auf Quellen in der Milchstraße konzentrieren soll.
Man möchte mit diesen Array die vorhandenen Tscherenkow-Teleskope wie MAGIC, HESS und VERITAS um eine Größenordnung übertreffen.


Die Tscherenkow-Blitze entstehen ja in der Hochatmosphäre und sind doch recht schwach,
dann macht es eigentlich keinen Sinn so ein Teleskop im Prinzip mitten in der Stadt zu errichten? Wegen Lichtverschmutzung etc.?
Zitat
Nach Abschluss der Prototypen-Phase soll etwa 2014 mit dem Aufbau begonnen werden, dessen Vollendung für das Jahr 2020 angestrebt wird.
Also bauen sie den Prototyp wohl nur Testweise dort und das eigentliche Array dann irgendwo anders.

Auf jeden fall schön anzusehen wie so ein Teleskop mit der Zeit entsteht.
Es wird auf dem WISTA-Gelände an der Straße Ernst-Ruska-Ufer gebaut, wer es sich mal anschauen will.
Muß bei Gelegenheit wenns früh wieder heller ist mal da anhalten und es mir genau anschauen, evtl. ein paar Fotos mit der EOS 650D machen.
Vielleicht auch mal öffters und den Baufortschritt dokumentieren!  :)

Grüße
Thoralf
Ist denn der Mond auch da wenn niemand hinsieht? ::)

Offline T.D.K.

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Re: Cherenkov Telescope Array
« Antwort #1 am: 22. Juli 2013, 16:33:32 »
Der Aufbau ist mittlerweile recht weit fortgeschritten. Bis März stand ja nur die Montierung und der Rahmen da.
Jetzt ist ein großer Teil der Spiegel installiert und der Detektorkopf ist auch schon montiert.
Bei den matten Spiegelelementen ist wohl noch eine Schutzfolie drauf erkennbar an den dunklen Ecken.



Auf jeden Fall eine beeindruckende Größe wenn man daneben steht, nur der Bauzaun stört ein wenig.

Wenn die dann mit ihren Tests fertig sind: ich habe noch Platz im Garten! ;)


ps.
Hier ist noch ein Video der Anlage vom Mai.
Dann hab ich hier noch einen interessanten Bericht gefunden worum es dabei geht.

MfG.
Thoralf
Ist denn der Mond auch da wenn niemand hinsieht? ::)

Offline Volker

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Re: Cherenkov Telescope Array
« Antwort #2 am: 22. Juli 2013, 17:11:46 »
Hallo,

es gibt auch eine offizielle Webseite zu CTA.

Also bauen sie den Prototyp wohl nur Testweise dort und das eigentliche Array dann irgendwo anders.

Richtig, Prototypen werden zur Zeit an mehreren Standorten in Europa gebaut und gestestet. Das Cherenkov Telescope Array (CTA) soll dann aus 4 grossen Teleskopen (~23 Meter Durchmesser) für die niedrigen Energien bestehen, daraum herum etwa 23 Teleskope mit 12 Meter Durchmesser fuer 0.1-10 TeV, und 32 kleine Teleskope mit 5-6 Metern Durchmesser. Ziel ist es, in etwa 30 Jahren Laufzeit um die 1000 TeV Quellen zu beobachten.
Der Standort fuer CTA steht noch nicht fest, das wird gegen Ende diesen Jahres entschieden. In Frage kommen einige Orte auf der Suedhalbkugel, z.B. Namibia (wo schon HESS installiert ist), Argentinien oder Chile.

Gruss,
Volker
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Offline Airny

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Re: Cherenkov Telescope Array
« Antwort #3 am: 03. März 2016, 19:16:13 »
Mitte letzten Jahres wurde sich für den Standort Chile entschieden.

Komisch, dass ihr hier nicht mehr darüber berichtet...
Wir haben uns das Teleskop ja letztes Jahr in der Sternwarte Heidelberg zeigen lassen.
Ich fand den Vortrag sehr spannend, es ist mal ein ganz anderer Typ von Teleskop.

Für technisch interessierte kann ich nur empfehlen, das Prinzip des Teleskops mal genauer anzuschauen.
Es werden ja nicht die Strahlen direkt beobachtet, sondern die "Zerstörung", die sie beim Eintritt in unsere Athmosphäre hinterlassen.
Hier noch ein link zum Vorgängerprojekt HESS:
https://de.wikipedia.org/wiki/High_Energy_Stereoscopic_System

Weiß noch jemand, wie die Frau hieß, die das Projekt in Heidelberg vorgestellt hat?

Offline Tuner

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Re: Cherenkov Telescope Array
« Antwort #4 am: 24. Mai 2017, 22:31:08 »
Das  Tscherenkov "Mockup" hat sich verändert

Parkplatzsuche beim DLR in Adlershof (Raumcon-Treff 2017)  und wo lande ich?



Das Teleskop sieht anders aus, die runden Halterungen sind abgebaut..,


Die Spiegelträger sind jetzt eckig...


An jedem Spiegelsegment sind drei Stellmotoren verbaut, jedes Spiegelsegment lässt sich also ausrichten...

Ein Blick von der Seite...


und der Rest (blöder Bauzaun)



So soll wohl das Detektorarray aussehen, ist aber nur eine Plane mit Fotodruck und sehr schwer einzusehen (Tele aus der Hand)



LG

Sven

Offline Rücksturz

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Re: Cherenkov Telescope Array
« Antwort #5 am: 21. Juli 2020, 21:42:48 »
Ich setze es mal hier rein, weil diese Technik auch beim CTA angewendet werden soll:

"Gamma-Teleskope messen Durchmesser ferner Sterne

Ein Forscherteam hat spezialisierte Gammastrahlen-Teleskope dank einer wiederbelebten Technik zu einem großen virtuellen Teleskop zusammengeschaltet und damit die Durchmesser hunderte Lichtjahre entfernter Sterne gemessen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verwendeten die vier Teleskope des VERITAS-Observatoriums (Very Energetic Radiation Imaging Telescope Array System) in den USA, um mit der Methode der stellaren Intensitätsinterferometrie (SII) die Ausdehnung des 500 Lichtjahre entfernten blauen Riesen Beta Canis Majoris und des 2.000 Lichtjahre entfernten Überriesen Epsilon Orionis zu bestimmen. Eine Information des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft."



Durch das Hinzufügen weiterer Teleskope in größerem Abstand voneinander lässt sich die räumliche Auflösung der stellaren Intensitätsinterferometrie (SII) so weit erhöhen, dass sich Details auf Sternoberflächen abbilden lassen könnten (künstlerische Darstellung).
(Bild: CfA, M. Weiss)


Weiter in der Pressemitteilung des DESY:
https://www.raumfahrer.net/news/astronomie/21072020115302.shtml

Viele Grüße
Rücksturz

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